Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 432889
Eingetragen
4.11.2002
Branche
Großhandel mit Häuten, Fellen und LederGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und WerbeartikelnGroßhandel mit Schuhen
Gegenstand
An- und Verkauf von rohen und verarbeiteten Häuten, Groß- und Einzelhandel von Leder- und lederähnlichen Erzeugnissen sowie Faserund Faservliesstoffen im In- und Ausland, Beratungsleistung für die gesamte Ledererzeugung und den weltweiten Lederund Lederwarenvertrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Arne Holubeck
seit 15.8.2023
Prokura
Ulf Philip Holubeck
seit 15.8.2023
Prokura
Massimo Daverio
seit 27.4.2016
Geschäftsführer
Uwe Holubeck
seit 11.11.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

35.91% identifiziert43.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
21.09%
14.82%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Finpel S.R.L.ITA
38.00%
Weinheimer Leder GmbHEigenbeteiligung
5.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Holubeck Holding GmbH
Germany
29.640 €
57.00%
Finpel S.R.L.
Italy
19.760 €
38.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Weinheimer Leder GmbH

Weinheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Weinheimer Leder GmbH

Inhalt

1 Wirtschaftsbericht

1.1 Das Unternehmen

1.2 Der Markt

1.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.2.2 Branchenspezifische Aufstellung und Rahmenbedingungen

1.2.3 Marktanteile und Produktion:

1.2.4 Rohstoffmarkt:

1.3 Geschäftsjahr

1.3.1 Investitionen und Finanzierungen

1.3.2 Geschäftsergebnis

1.3.3 Sonstiges

2 Risiken- und Chancenbericht

2.1 Risikobericht

2.2 Chancenbericht

2.3 Prognosebericht

1 Wirtschaftsbericht

1.1 Das Unternehmen

Die Weinheimer Leder GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht.

Der Sitz der Gesellschaft ist in 69469 Weinheim. Die Eintragung der Gesellschaft erfolgte im Jahr 2003 unter HRB 432889 im Amtsgericht Mannheim.

Der Gegenstand des Unternehmens ist der An- und Verkauf von rohen und verarbeiteten Häuten, Groß- und Einzelhandel von Leder- und lederähnliche Erzeugnissen sowie Faser- und Faservliesstoffen im In- und Ausland, Beratungsleistung für die gesamte Ledererzeugung und den weltweiten Leder- und Lederwarenvertrieb.

Das Unternehmen hat sich auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen Kalbledern für die Schuh- und Lederwarenindustrie spezialisiert.

1.2 Der Markt

1.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Besonders erfreulich ist die stabile Exportlage von rund 98% in den Marktsegmenten der Schuh- und Lederwarenindustrie. Trotz der Turbulenzen aufgrund der globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten konnten wir unsere Exportaktivitäten aufrechterhalten und in einigen Märkten sogar Wachstum verzeichnen. Dies zeigt die Stärke unserer Produkte und die Resilienz unseres Unternehmens gegenüber externen Einflüssen.

Ein weiterer positiver Trend ist der Ausbau unseres Geschäfts mit bekannten Topmarken in Europa. Durch strategische Partnerschaften und gezielte Marketingmaßnahmen konnten wir unsere Präsenz auf dem europäischen Markt stärken und unseren Kundenstamm um hochkarätige Marken erweitern. Dies ist ein wichtiger Schritt, um unsere Position als führender Anbieter in der Branche weiter zu festigen und auszubauen. Des Weiteren können wir eine Stabilisierung der Märkte nach der Pandemie insbesondere in Asien beobachten.

Den verbleibenden verarbeitenden Lederindustrien geht es, bezogen auf Marktbeobachtungen, nach wie vor gut. Hier ist im Besonderen der Sektor Herrenschuhproduktion zu nennen. Im Lederwarensektor ist wie in den vergangenen Jahren nicht mit einer deutlichen Veränderung zu rechnen. Es bleibt abzuwarten, ob ein Teil der bekannten Marken ihre Aktivitäten in Deutschland wieder verstärken, um den logistischen und qualitativen Herausforderungen im Ausland Rechnung zu tragen.

1.2.2 Branchenspezifische Aufstellung und Rahmenbedingungen

Die Analyse unserer Absatzmärkte zeigt, dass Europa weiterhin unser wichtigstes Marktsegment ist. Wir haben unsere Präsenz in Europa erfolgreich ausgebaut und unseren Marktanteil in verschiedenen Ländern gesteigert.

Darüber hinaus verzeichnen wir eine Wiederbelebung des Marktes in Asien, insbesondere in Ländern wie Südkorea und Japan. Diese Regionen waren von den Auswirkungen der Pandemie besonders stark betroffen. Die Einführung neuer Luxus-Eigenmarken in Asien ist ein interessanter zu beobachtender Trend, der die Entwicklung des Luxusmarktes in der Region weiter vorantreibt. Insbesondere in Ländern wie China, Südkorea und Japan, in denen der Wohlstand zunimmt und die Nachfrage nach hochwertigen Produkten steigt, gibt es eine wachsende Zahl von Unternehmen, die eigene Luxusmarken einführen. Diese Marken zielen darauf ab, den anspruchsvollen asiatischen Verbrauchermarkt zu bedienen und die lokale Nachfrage nach exklusiven und hochwertigen Produkten zu befriedigen.

In den USA ist ebenfalls eine positive Entwicklung zu beobachten, insbesondere im Schuhsegment. Etablierte Marken setzten weiterhin auf Schuhoberleder europäischer Herkunft.

1.2.3 Marktanteile und Produktion:

Das Gerbereiumfeld für die Weinheimer Leder hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Der Trend der vertikalen Integration in der Luxusindustrie ist zu beobachten und wird voraussichtlich auch in Zukunft weiter anhalten. Die Hauptmitbewerber im Gerbereisektor sind heute in den Händen von großen Luxuskonzernen. Trotz all dem konnten die Marktanteile der Weinheimer Leder mit Materialien für den Schuh- und Lederwarenbereich gehalten werden.

Insgesamt sollten potenzielle Nachteile bei der Betrachtung der Auswirkungen der Dominanz von Luxuskonzernen beim Aufkauf von Gerbereien berücksichtig werden.

Um dem Preisverfall hier auszuweichen, wurde die Produktion dementsprechend angepasst und stabilisiert.

1.2.4 Rohstoffmarkt:

Die anhaltend hohen Rohstoffpreise wurden durch mehrere Faktoren beeinflusst. Die allgemeine wirtschaftliche Instabilität und Unsicherheit, insbesondere in den letzten Jahren, hat zu einer erhöhten Volatilität der Rohstoffpreise geführt.

Eine weitere spezifische Dynamik, die die Rohstoffpreise beeinflusst hat, ist die geringere Kälbermast bei einer gleichzeitig höheren Nachfrage nach Rohware. Dabei ist vor allem der Trend hin zu vegetarischen und veganen Produkten zu nennen.

1.3 Geschäftsjahr

1.3.1 Investitionen und Finanzierungen

Auch in diesem Jahr wurden beträchtliche Ressourcen in personal investiert, um die Auswirkungen der hohen Inflation so gering wie möglich zu halten.

Angesichts der zunehmenden Bedrohungen durch Cyberkriminalität und Datenschutzverletzungen haben wir unsere Investitionen in IT-Sicherheit erheblich verstärkt. Dies umfasste den Einsatz modernster Sicherheitslösungen, Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit Cyberbedrohungen, sowie Bestrebungen im Bereich Informationssicherheit.

Wir haben weiterhin an der Stärkung unserer Zertifizierungen gearbeitet, um die Qualität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen zu belegen. Dies umfasste die Erweiterung unserer ISO-Zertifizierungen sowie anderer branchenspezifischer Zertifizierungen.

1.3.2 Geschäftsergebnis

Das EBT der Gesellschaft beträgt 3,3 Mio. € und stellt damit eine Veränderung zum Vorjahr von 158,2% dar.

Die Gesellschaft weist ein positives Eigenkapital von 12,74 Mio. € aus. Die Eigenkapitalquote beträgt 79,8%.

Die Liquiditätslage für das Jahr 2024 ist gesichert anzusehen.

1.3.3 Sonstiges

Alle Arbeitsplätze konnten in 2023 erhalten werden.

Die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter sicherte die gute Serviceleistung und ist nach wie vor ein betrieblicher Stabilisierungsfaktor für die folgenden Jahre.

Rechtstreitigkeiten konnten vermieden werden.

2 Risiken- und Chancenbericht

2.1 Risikobericht

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts werden Märkte und Staaten weiterhin durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs beeinflusst. COVID-19 stellt international weitestgehend keinen gewichtigen Faktor mehr dar.

Durch die weiterhin sehr unübersichtlichen internationalen Zusammenhänge und unterschiedliche Ansätze der Teuerungsrate zu begegnen, sind Aussagen zu erwartenden Umsätzen, respektive Gewinnerwartungen, nur schwer zu treffen und sind mit einer nicht zu verachtenden Unsicherheitskomponente belegt. Ein Trend hin zu einer sogenannten Polykrise ist erkennbar, bei der die unterschiedlichen Krisen so zusammenwirken, dass die Gesamtauswirkung die Summe der einzelnen Teile weit übersteigt. Es ist zu beobachten, dass einzelne Krisen demnach nicht einfach nebeneinander existieren, sondern sich gegenseitig beeinflussen und verstärken.

Generell, lässt sich jedoch der folgende Trend identifizieren. Die Nachfrage nach hochwertigen Materialien für Lederwaren bleibt konstant. Die Nachfrage für Schuhoberleder im klassischen Bereich hat sich auf ein unteres Vor-COVID-19-Niveau stabilisiert.

Die für das Geschäftsjahr 2023 avisierte Anpassung der strategischen Produktionskapazitäten und Beschaffungsprogrammplanung werden auch in 2024 fortgesetzt.

Das erklärte Ziel 2024 ist es, die in 2023 begonnen Anpassungen zu festigen und durch Vorstellung neuer, innovativer Artikel, bestehende Umsätze zu erweitern und neue Kunden in den jeweiligen Marktsegmenten zu akquirieren.

Neben der Sicherstellung der Lieferbereitschaft ist die Aus- und Weiterbildung nach wie vor als erfolgversprechendes Mittel zur Qualitätssicherung und Motivation zu nennen.

Abseits von Trends, wie vegetarische bzw. vegane Ernährung, lassen sich ebenfalls Initiativen beobachten, welche einen nachhaltigen und bewussten Fleischkonsum befürworten. Eine Beurteilung fällt an dieser Stelle schwer und es bleibt abzuwarten, wie sich Schlachtraten und Rohmaterialverfügbarkeit im Geschäftsjahr 2024 entwickeln werden. Aus aktueller Einschätzung wird jedoch mit einer Verringerung der Schlachtraten gerechnet und somit mit einem Anstieg des Rohwarenpreises.

Zu erkennen ist, dass der demografischen Wandel potenzielle Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften in unserer Branche hat. Der schrumpfende Arbeitskräftepool kann die Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften erschweren. Es bleibt abzuwarten welche Auswirkungen diese Lage auf das Unternehmen hat.

2.2 Chancenbericht

Durch die Einführung neu entwickelter nachhaltiger Produkte, basierend auf alternativen Rohwarenkomplexen bzw. Gerbarten - hier im Besonderen die Olivenblattgerbung im hochwertigen Schuh- und Lederwarenbereich - konnten Steigerungsraten erzielt werden, die im Geschäftsjahr 2024 ausgebaut werden sollen.

Desweiteren bieten innovative Produktionsverfahren eine Vielzahl von Chancen für unser Unternehmen.

2.3 Prognosebericht

Die Konjunkturaussichten weltweit sind für unseren Markt aufgrund der Kostensteigerungen für chemische Produkte und Energie weiterhin nur schwer einzuschätzen.

Nichtsdestotrotz, ist die Nachfrage nach Luxusartikeln vorhanden und Leder scheint auf nicht absehbare Zeit ein Kernelement der jeweiligen großen Marken zu sein.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein dem Jahresergebnis von 2023 mehr oder minder identisches Ergebnis prognostiziert.

 

Die Geschäftsleitung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 202.852,91 189.884,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.772,00 21.126,00
II. Sachanlagen 167.080,91 138.758,00
III. Finanzanlagen 30.000,00 30.000,00
B. Umlaufvermögen 15.720.665,55 14.816.614,64
I. Vorräte 4.448.598,09 5.104.550,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.846.895,05 4.587.861,28
III. Wertpapiere 2.845.153,67 3.974.027,14
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.580.018,74 1.150.176,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.260,52 20.470,54
Aktiva 15.952.778,98 15.026.969,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.738.954,41 10.258.772,03
I. ausgegebenes Kapital 49.400,00 49.400,00
1. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
2. Eigene Anteile -2.600,00 -2.600,00
II. Gewinnrücklagen 10.000,00 10.000,00
III. Gewinnvortrag 10.199.372,03 9.460.702,39
IV. Jahresüberschuss 2.480.182,38 738.669,64
B. Rückstellungen 898.146,00 581.167,00
C. Verbindlichkeiten 2.315.678,57 4.187.030,15
Passiva 15.952.778,98 15.026.969,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.562.931,65 5.102.632,96
2. Personalaufwand 1.704.552,95 1.630.618,51
a) Löhne und Gehälter 1.496.747,30 1.442.941,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 207.805,65 187.676,92
davon für Altersversorgung 9.081,00 9.009,00
3. Abschreibungen 61.206,54 78.963,59
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 61.206,54 78.963,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.609.999,86 1.614.071,84
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 55.982,69 38.382,89
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 113.613,92 73.262,73
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.120,21 22.857,98
davon aus verbundenen Unternehmen 15.120,21 21.157,64
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.140,00 585.252,94
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.312,50 7.943,45
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 824.360,55 541.107,70
10. Ergebnis nach Steuern 2.482.093,38 740.795,64
11. Sonstige Steuern 1.911,00 2.126,00
12. Jahresüberschuss 2.480.182,38 738.669,64

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Weinheimer Leder GmbH hat ihren Sitz in Weinheim und ist unter der Nummer HRB 432889 in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Technische Anlagen und Maschinen 5 - 10 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

4. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

6. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Der Ansatz der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag.

7. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

8. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

9. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

11. Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 327.473,75 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 327.473,75 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 345.442,93 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.477,95 49.072,54 8.376,55
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 25.102,91 0,00
Summe Sachanlagen 842.920,88 74.175,45 8.376,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 30.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.200.394,63 74.175,45 8.376,55
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 327.473,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 327.473,75
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 345.442,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 538.173,94
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 25.102,91
Summe Sachanlagen 0,00 908.719,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 0,00 5.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 30.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.266.193,53
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 306.347,75 15.354,00 0,00 0,00 321.701,75
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 306.347,75 15.354,00 0,00 0,00 321.701,75
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 329.681,93 2.562,00 0,00 0,00 332.243,93
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.480,95 43.290,54 8.376,55 0,00 409.394,94
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 704.162,88 45.852,54 8.376,55 0,00 741.638,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.010.510,63 61.206,54 8.376,55 0,00 1.063.340,62
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.772,00 21.126,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.772,00 21.126,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 13.199,00 15.761,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 128.779,00 122.997,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 25.102,91 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 167.080,91 138.758,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00 25.000,00
2. Beteiligungen 0,00 5.000,00 5.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 30.000,00 30.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 202.852,91 189.884,00

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten EUR 527.340,60 (Vj. TEUR 812) Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 375 625 250 250 125 375
aus Lieferungen und Leistungen 1.893 2.338 1.893 2.338 0 0
gegenüber Gesellschaftern 0 1.200 0 1.200 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 48 25 48 25 0 0
Summe 2.316 4.187 2.191 3.813 125 375

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
222 213 0 435

5. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 17 Mitarbeiter, davon 17 Angestellte und 0 gewerbliche Mitarbeiter.

2. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Uwe Holubeck, Kaufmann

Massimo Daverio, Unternehmer

Vom Schutzrecht nach § 286 HGB wird Gebrauch gemacht.

3. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100,0 % der Anteile an der Das Lederband GmbH, Weinheim. Das Eigenkapital der Das Lederband GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 709.161,67, das Jahresergebnis EUR 115.558,09.

4. Abschlussprüferhonorar

Die Angabe wird unter Hinweis auf § 288 Abs. 2 S. 3 HGB nicht gemacht. Auf Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer wird dieser Wert umgehend übermittelt.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

6. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt folgende Gewinnverwendung vor:

2023
EUR
Gewinnvortrag 10.199.372,03
Jahresüberschuss 2.480.182,38
Gewinnvortrag auf neue Rechnung 12.679.554,41

 

Weinheim, den 10. März 2024

Weinheimer Leder GmbH

Geschäftsführung

Uwe Holubeck

Massimo Daverio

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen des § 327 HGB Gebrauch.

An die Weinheimer Leder GmbH, Weinheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Weinheimer Leder GmbH, Weinheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weinheimer Leder GmbH, Weinheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 16. April 2024

R&B Revisions- und Beratungs GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Klauser, Wirtschaftsprüfer

Alexander Besser, Wirtschaftsprüfer

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