Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 5677
Eingetragen
9.5.2006
Branche
SpeditionenGüterbeförderung im StraßenverkehrGüterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Gegenstand
Spedition, Fernverkehr und Lagerei

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Tietz
seit 13.6.2023
Prokura
Nicole Greif
seit 15.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
49.00%
Sabine Greif
45.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nicole Greif
Nuthetal
122500
49.00%
Sabine Greif
Nuthetal
112500
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Spedition Greif GmbH

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.23 31.12.22
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und ähnliche Rechte 0,50 0,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 118.093,00 14.046,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.511,00 383.817,52
3. Anzahlungen auf Bauten auf fremden Grundstücken 598.575,67 302.400,00
1.403.179,67 700.263,52
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.650,00 1.650,00
2. Genossenschaftsanteile 52.000,00 52.000,00
53.650,00 53.650,00
1.456.830,17 753.914,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 36.500,00 96.400,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.671.134,20 1.701.667,91
2. Sonstige Vermögensgegenstände 290.287,75 315.526,66
1.961.421,95 2.017.194,57
III. Sonstige Wertpapiere 48.229,10 44.208,88
IV. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.796.402,61 914.412,14
3.842.553,66 3.072.215,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Aktive Rechnungsabgrenzung 83.319,71 71.058,00
5.382.703,54 3.897.187,61

Passiva

31.12.23 31.12.22
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 127.822,97 127.822,97
II. Gewinnvortrag 1.571.556,41 1.396.289,26
III. Jahresüberschuss 344.850,14 175.267,15
2.044.229,52 1.699.379,38
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 256.910,00 92.208,00
2. Sonstige Rückstellungen 372.244,13 355.298,42
629.154,13 447.506,42
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 898.057,44 372.844,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 880.584,92 450.984,89
3. Sonstige Verbindlichkeiten 930.677,53 926.472,52
2.709.319,89 1.750.301,81
5.382.703,54 3.897.187,61

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 18.833.854,40 17.628.792,50
2. Personalaufwand
a. Löhne u. Gehälter 4.396.207,78 3.772.413,92
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.004.354,77 855.007,10
5.400.562,55 4.627.421,02
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 148.601,92 83.764,76
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.643.179,25 12.546.645,75
5. Erträge aus Beteiligungen 165,00 165,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.619,74 1.040,00
7. Zinsen und ähnliche Erträge 3.425,64 7.333,01
8. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 5.622,95
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33.000,00 5.039,09
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 166.016,95 92.525,82
11. Ergebnis nach Steuern 450.704,11 276.311,12
12. Sonstige Steuern 105.853,97 101.043,97
13. Jahresüberschuss 344.850,14 175.267,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma Spedition Greif GmbH mit Sitz in Ludwigsfelde ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 264 HGB i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB und wird vom Amtsgericht Potsdam mit der Nummer HRB 5677 geführt.

Der Jahresabschluss der Spedition Greif wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Auf der Grundlage der in § 267 HGB angegebenen Größenklassenmerkmale ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

Von den Erleichterungsvorschriften in § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Schutzklausel gemäß § 284 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt, soweit keine anderen Angaben gemacht werden.

Das entgeltlich erworbene immaterielle Anlagenvermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer von drei Jahren, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige degressive oder lineare Abschreibungen entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer gemindert. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt grundsätzlich in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Bauten werden linear mit einer Nutzungsdauer von 50 Jahren abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 410 wurden direkt abgeschrieben und solche, bereits in den Vorjahren angeschaffte, mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden in einem Sammelposten aktiviert und werden linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei Finanzanlagen des Umlaufvermögens ist das Niederstwertprinzip beachtet worden. Zuschreibungen erfolgen bis zur Höhe der Anschaffungskosten.

Vorräte werden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und übrige Aktiva wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung einer Pauschalwertberichtung für das allgemeine Kreditausfallrisiko bewertet.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzerlöse sind um Erlösschmälerungen gekürzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens und die Entwicklung der kumulierten Abschreibungen ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Vorräte

Unter den Vorräten sind Kraftstoffbestände des Ad-Blue Bestandes sowie Bestände von Reifen erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 250.000,00 und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten rd. TEUR 131 für Rechtsstreitigkeiten.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist in Höhe von TEUR 286 durch Sicherungsübereignung von Anlagevermögen besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr von TEUR 118, von einem bis zu fünf Jahren in Höhe von EUR 368 von über 5 Jahren von TEUR 412.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 376 für Löhne und Gehälter (Vorjahr: TEUR 350) sowie in Höhe von TEUR 206 aus Steuern (Vorjahr: TEUR 214) und mit TEUR 11 aus Verbindlichkeiten in Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr: TEUR 2). Weiterhin sind Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 360) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr von TEUR 658, von einem bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 273 und von über fünf Jahren von TEUR 0.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft erbringt die Umsätze durch Leistungen im Gütertransport im Inland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen (TEUR 5), Versicherungserstattungen (TEUR 136) und Zuwendungen aus öffentlicher Förderung (TEUR 26).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere alle Kfz-Kosten sowie die Kosten für Subunternehmer oder an die Gesellschaft weiterbelastete Aufwendungen (bezogene Leistungen) erfasst, die sich wie folgt aufgliedern:

2023 2022
TEUR TEUR
Leasingaufwendungen 1.876 1.756
Kfz-Betriebskosten 6.413 6.814
Mautgebühren 2.616 2.243
Kosten für bezogene Leistungen 271 352
11.176 11.165

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen mit TEUR 166 auf das laufende Jahr, insgesamt belasten TEUR 166 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

V. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, soweit die Risiken und Vorteile wesentlich sind und die Offenlegung für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens erforderlich ist, bestehen zum Bilanzstichtag in Form der innerhalb der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgeführten Leasingverträge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Kfz-Leasingverträgen bestehen für die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen von rd. TEUR 4.268, davon entfallen TEUR 1.726 auf das folgende Geschäftsjahr.

Aus bestehenden Mietverträgen für Betriebsgrundstücke und Lagerflächen resultieren finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag von jährlich T€ 188.

Beschäftigte

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen, gemäß § 267 Ab. 5 HGB ohne Geschäftsführer und Auszubildende, 147 Personen beschäftigt.

Unter den am Bilanzstichtag 148 beschäftigten Personen befanden sich 132 Arbeiter und 16 Angestellte.

Organe

Geschäftsführer

Nicole Greif

Organbezüge

Die Geschäftsführerin erhielt im Geschäftsjahr Geschäftsführerbezüge.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführerin schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Potsdam, den 29.03.2024

Nicole Greif, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

historische Anschaffungskosten
01.01.23 Zugänge Umbuchung Abgänge 31.12.23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 4.690,90 0,00 0,00 0,00 4.690,90
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 33.829,56 119.121,04 0,00 26.422,16 126.528,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.131.867,80 448.306,88 0,00 252.551,83 2.327.622,85
3. Geleistete Anzahlungen auf Bauten auf fremden Grundstücken 302.400,00 296.175,67 0,00 0,00 598.575,67
Summe 2.468.097,36 863.603,59 0,00 278.973,99 3.052.726,96
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.650,00 0,00 0,00 0,00 1.650,00
2. Genossenschafsanteile 52.000,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00
53.650,00 0,00 0,00 0,00 53.650,00
Gesamt 2.526.438,26 863.603,59 0,00 278.973,99 3.111.067,86
kumulierte Abschreibungen
01.01.23 Zugänge Abgänge 31.12.23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 4.690,40 0,00 0,00 4.690,40
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 19.783,56 5.236,04 16.584,16 8.435,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.748.050,30 143.365,88 250.304,33 1.641.111,85
3. Geleistete Anzahlungen auf Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1.772.524,26 148.601,92 266.888,49 1.654.237,69
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschafsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.777.214,66 148.601,92 266.888,49 1.658.928,09
Buchwerte
31.12.23 31.12.22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 0,50 0,50
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 118.093,00 14.046,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 686.511,00 383.817,50
3. Geleistete Anzahlungen auf Bauten auf fremden Grundstücken 598.575,67 302.400,00
Summe 1.403.179,67 700.263,50
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.650,00 1.650,00
2. Genossenschafsanteile 52.000,00 52.000,00
53.650,00 53.650,00
Gesamt 1.456.830,17 753.914,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Überblick

Die Spedition Greif GmbH umfasst vorwiegend nationale Transporte von Teil- und Komplettladungen, insbesondere im Linienverkehr. Dieser ist durch langfristige Verträge gesichert. Durch unseren eigenen Fuhrpark und einer Reihe fester Subunternehmer bieten wir komplexe und maßgeschneiderte Transportlösungen.

Aufgrund der Kündigung des Mietvertrags in der Wetzlarer Straße in Potsdam wurde neue Lagerflächen in Ludwigsfelde angemietet und die Geschäftsadresse entsprechend geändert. Der Umzug hat sich durch behördliche Auflagen leider verzögert und ist im Geschäftsjahr abgeschlossen worden.

Wirtschaftliches Umfeld

Unsere wirtschaftliche Entwicklung ist maßgeblich abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Wachstum an Schwung verloren und Wachstumsimpulse sind, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erkennen; das BIP 2023 ist gegenüber 2022 um 0,3 % gesunkte (Vorjahr: + 1,9%). Die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere des Dieselpreises, hat sich mit einem Rückgang des Durchschnittspreises von 14,4 % (Vorjahr: + 38,3 %) -bezogen auf das Gesamtjahr für Großverbraucherdeutlich reduziert.

Entwicklung auf den relevanten Märkten

Im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die Transportnachfrage in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Gemäß statistischen Informationen des Bundesamtes für den Güterverkehr (BAG) hat sich, bezogen auf den Straßengüterverkehr, die Gütermenge von 2022 auf 2023 um 6,7 % und die Verkehrsleistung in KM um 5.7 % reduziert. Die Mautgebühren wurden zum 1. Dezember 2023 um rd. 83,2 % erhöht, der Einfluss auf die Märkte wird sich erst in den statischen Informationen für 2024 vollständig zeigen.

Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der Spedition Greif verlief im Berichtsjahr positiv. Das Rohergebnis betrug 18,8 Mio. € und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. € erhöht. Das Rohergebnis hat sich im Wesentlichen aufgrund von verbesserten Vertragskonditionen mit den Auftraggebern erhöht. Die mautpflichtige Kilometerleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 2,8 % erhöht (Vorjahr: - 7,0 %). Die Fahrzeugflotte wurde weitgehend beibehalten und bei Kapazitätsengpässen wurden Subunternehmen beauftragt. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Fahrzeugkosten haben sich, im Wesentlichen aufgrund von gesunkenen Dieselpreisen bei gestiegenen Mautkosten, um 11 TEUR auf € 11,2 Mio. verringert.

Das Ergebnis nach Steuern lag mit 345 TEUR um 169 TEUR über dem Vorjahreswert von 175 TEUR. Ursächlich für die Ergebnissteigerung ist im Wesentlichen die Verbesserung des Rohergebnisses bei angestiegenen Personalaufwendungen. Im Übrigen habe sich die Kosten, ausgenommen die Treibstoffkosten, nahezu proportional zum Umsatz verändert.

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2023 um 1.486 TEUR auf 5.383 TEUR angestiegen. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen kreditfinanzierte Investitionen von 864 TEUR in das Anlagevermögen.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr entsprechend dem ausgewiesenen Jahresüberschuss um 345 TEUR auf 2.044 TEUR. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der angestiegenen Bilanzsumme von 43,6 % auf 38,0 % im Geschäftsjahr leicht rückläufig.

Am 31.12.2023 zählte die Spedition Greif 148 Mitarbeiter.

Chancen- und Risikobericht

Der Wirtschaftszweig Spedition ist von der Konjunktur des Verkehrsgewerbes, insbesondere von der Entwicklung des Straßengüterverkehrs abhängig. Dabei spielt sowohl die Binnennachfrage - insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen - als auch der Export - eher für große Speditionsunternehmen eine Rolle. Es besteht somit eine direkte Abhängigkeit vom gesamtwirtschaftlichen Konjunkturverlauf.

Rahmenbedingungen

In politischer Sicht beeinflussen die jeweiligen nationalen Gesetze bzw. das EU-Recht die Speditionen stark, wie sich im Rahmen der EU-Osterweiterung gezeigt hat. Zu nennen ist hier z.B. das Steuerrecht - insbesondere die je nach Land unterschiedliche Besteuerung von Dieselkraftstoff, Umweltschutz und LKW-Maut. Die LKW-Maut hat z.B. dazu geführt, dass sich die Transportkosten um bis zu rund 23 % (bei Ladungsverkehren) erhöht haben. Die dargestellten Wettbewerbs- und Kostennachteile haben zu Marktverlusten des deutschen Speditionsgewerbes geführt.

In technischer Hinsicht verändert vor allen Dingen der Fortschritt bei der Informations- und Kommunikationstechnik die Ablauforganisation und die Möglichkeiten des Speditionsgewerbes nachhaltig. Stichwortartig sei erwähnt: Erfassung und Reduzierung von Leerkilometer, Teilnahme an Frachtenbörsen, Landungstausch via Internet, GPS Überwachung der eingesetzten Fahrzeuge, mobile Kommunikation mit den Fahrern die unterwegs sind usw.

Die guten Zukunftsaussichten bietet vielen Speditionen die Möglichkeit daran zu partizipieren. Den Dienstleistern stellen sich dabei neue Anforderungen, die schnell und effizient umgesetzt werden müssen, wie z.B. Branchen-Know-How, moderne Informations- und Kommunikationstechniken, Personalqualifikation usw.

Eine Chance besteht auch in Spezialisierungs- und Nischenstrategie, z.B. Ladungsverkehre. Gefragt sind in Zukunft Speditionen, die über branchenspezifisches Know-How verfügen und den Auftraggebern hohe Sicherheit in der Erfüllung der angebotenen Dienstleistung bieten können.

Die Chancen des Mittelstandes liegen darin, dass er näher am Kunden ist. So zeichnen sich viele Mittelständler durch hohe Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse der Kunden aus und erbringen spezialisierte Leistungen.

Was die Risiken betrifft, so ergibt sich durch die Liberalisierung des europäischen Speditionsmarktes ein zusätzlicher Wettbewerbs- und Kostendruck.

Hinzu kommen die stark schwankenden Treibstoff- und Energiekosten, sowie die Belastungen bei den deutschen Unternehmen durch die LKW-Maut.

Durch den starken Rückgang von Schulabgängern macht sich im Gewerbe, insbesondere bei den Kraftfahrern, ein Mangel an gut ausgebildetem Personal bemerkbar. Diese Lücke wurde mit vornehmlich polnischen Kraftfahrern gefüllt. Insgesamt ist der Fachkräftemangel immer noch signifikant und führt zu Kapazitätsengpässen.

Strategie und Ausblick

Die Geschäftstätigkeit wird unverändert fortgesetzt. Dabei soll weiterhin eine Spezialisierung auf bestimmte Kundengruppen erfolgen.

Unsere Umsatzplanung für das Jahr 2024 beläuft sich auf 20,6 Mio. € bei einer möglichst stabilen Kostensituation, so dass eine gleichbleibende Umsatzrendite erwartet wird. Die Erkenntnisse des laufenden Geschäftsjahres 2024 bestätigen diesen Trend.

Aufgrund der mit den Auftraggebern vereinbarten Tariferhöhung bei gleichbleibendem Einsatz von Fahrzeugen wird in der Folge eine weitere Steigerung der Umsatzerlöse erwartet, der Ausblick ist positiv. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Jahresüberschuss von rd. 450 TEUR erwartet.

Bestätigungsvermerk

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss, wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 Handelsgesetzbuch in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie dem Lagebericht der Spedition Greif GmbH wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Spedition Greif GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Spedition Greif GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Spedition Greif GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks."

 

Hamburg, 14. Oktober 2024

Olaf Mangliers, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Spedition Greif zum 31. Dezember 2023 ist am 14. November 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt worden.

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