Köpingehus GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Willi Greb seit 30.1.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GOFER Holding AB | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LEAX Detmold GmbHDetmoldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von sowie der Handel mit Getrieben, Getriebekomponenten, Zahnrädern, Schäften und sonstigen Maschinenteilen. Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten Räumen. Alleingesellschafterin ist die LEAX Industries AB (vormals Gofer Holding AB), Köping / Schweden. Der Abschluss der LEAX Detmold GmbH fließt in den Konzernabschluss der LEAX Group AB ein. Die Steuerung der LEAX Detmold GmbH erfolgt über zentrale Vorgaben des schwedischen Mutterhauses, wobei das Unternehmen als Matrixorganisation geführt wird. Die Entwicklung von Prozessen wird von der Zentrale gesteuert. Zu den Kunden zählen überwiegend Unternehmen aus dem deutschen Maschinenbau. Ein signifikanter Umsatzanteil wird mit einem europäischen Automobil-Unternehmen gemacht. Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 21.02.2013 gegründet. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug damit 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Ein Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie mit diversen Komponenten wie Transformationsgeld, Inflationsausgleichsprämie, tarifliches Zusatzgeld sowie überdurchschnittlichen Gehaltserhöhungen für die Jahre 2023 und 2024 belasten die Metallbranche zusätzlich. Die Konjunktur-Prognosen für Deutschland sind mau - und werden in jüngster Zeit noch pessimistischer. Die Bundesregierung und die EU-Kommission senkten ihre Prognose auf nur noch 0,2 und 0,3 Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2024. Auch wichtige Institute wie Ifo nahmen ihre Prognosen zurück. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) kaum wachsen, wenn überhaupt. Gemäß Einschätzungen im März 2024 prognostizieren das ifo - Institut für Wirtschaftsforschung für 2024 ein Wachstum von 0,2 %, für 2025 von 1,5 %, das IfW Kiel - Institut für Weltwirtschaft für 2024 0,1 %, für 2025 1,2 % sowie das HWWI - Hamburgisches WeltWirtschaftsinstitut für 2024 0,2 % und für 2025 1,0 % durchgehend niedriger als in ihren vorherigen Ausblicken. Als Begründung wird genannt, dass die deutsche Wirtschaft durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine besonders stark getroffen wurde. Die hohen Energiepreise ließen in Deutschland die Inflation in die Höhe schießen. Hinzu kommt die Schwäche der Weltwirtschaft, Chinas und damit der deutschen Exporte. Die Verwerfungen gehen über die Konjunktur hinaus. Deutschlands Geschäftsmodell als exportorientiertes Land, mit günstiger Energie aus Russland und starken Absatzmärkten in China steht infrage. Die Konjunktur-Prognosen dürften daher volatil bleiben. b) Geschäftsverlauf Die Umsätze wurden im Wesentlichen mit Zahnrädern, Getrieben und Getriebeteilen sowie mit Wellen für Elektromotoren erzielt. Die Produkte der LEAX Detmold GmbH finden insbesondere in den nachstehenden Industriezweigen Verwendung: - Pkw- und Nutzfahrzeugindustrie - Pumpen- und Kompressorenindustrie - Lebensmittelindustrie - Verfahrenstechnik - Kunststoffindustrie - Maschinenbau - Fördertechnik - Landwirtschaft Im Bereich MBS übertraf LEAX Detmold sein Umsatzziel von gut 6,6 Mio. Euro um etwa 600 TEuro oder ca. 9 % dank Nachfrage oberhalb der Bedarfsplanung. Gleichzeitig wurde im Bereich General Industry das Umsatzziel in Höhe von 9,5 Mio. EUR mit 9,6 Mio. fast auf den Punkt erreicht. Sonderkosten in Höhe von 204 TEUR (Vorjahr: 145 Teuro) verursachte insbesondere die Q-Wall, die auf Drängen von Aurobay im Februar 2021 eingerichtet wurde und auch über das Jahr 2024 hinaus fortbesteht. Ungeachtet des ungünstigen Hintergrundes wie unter 2 a) beschrieben zu den gesamtwirt¬schaftlichen Rahmenbedingungen konnte LEAX Detmold GmbH seine im Lagebericht 2022 genannte Prognose mit dem operativen Geschäft geplante Jahresergebnis von -2,7 Mio. Euro EBT übertreffen (-2,1 Mio. Euro EBT). Die Prozessketten in der MBS-Fertigung erreichten mit Einführung von Gestellen aus glasfaserverstärktem Kohlenstoff, von Grundpaletten getrennt für Heiß- und Kaltprozesse, einer Umhebe- Vorrichtung sowie nach diversen Greifer-Optimierungen Serienstand. Nach Anpassungen beim Abschreckprozess in der Härteanlage konnte der Anzahl von Ringen je Härtegestell deutlich erhöht werden und damit eine weitere effizienzsteigernde Maßnahme umgesetzt werden. Auf dieser Basis wurden die Kapazitätsnachweise unter Serienbedingungen für den Automobilkunden erbracht. Mit weitgehendem Abschluss der o. g. Maßnahmen fiel auf Optimierungen im Bereich General Industry bereits im Jahr 2022 ein größerer Fokus. Hier wurde das Layout für verschiedene Bearbeitungsgruppen neugestaltet. Nach diversen Maschinenverkäufen im Bereich Verzahnung konnte die Peripherie hinsichtlich Materialhandling und Werkzeuglagerung optimiert werden. Durch Umstellung von Räummaschinen und Bohrwerken wurde ein Bereich mit konventionellen Bearbeitungsmaschinen optimiert. Das Layout im Getriebebau wurde entsprechend dem Materialdurchfluss ausgerichtet. Von Lagerplätzen in Regalen fließt das Material nun direkt über Waschmaschinen hin zu Montageplätzen und danach, dank eines geschaffenen Durchbruchs durch eine Regalwand unmittelbar zum Getriebeprüfstand. Zusätzlich wurde die Anordnung von Werkzeugen und die Lagerung von Hilfs- und Betriebsstoffen hinsichtlich Reduzierung von Verschwendungen umorganisiert. Zur Reduzierung von Dispositionszeiten wurden Artikel entsprechend Zugriffshäufigkeit im Keller eingelagert. Für mehrere Produkte konnten nach Optimierungsmaßnahmen bzw. Kundenfreigaben einzelne Prozessschritte wie Sandstrahlen, Nachschneiden von Gewinden und Entgraten eliminiert werden. Zur effizienteren Gewinnung von Druckluft und Reduzierung von Energiekosten wurde eine neue Druckluftanlage verhandelt und bestellt, deren Konzept bereits im Jahr 2021 erarbeitet wurde. Weitere effizienzsteigernde Investitionen sind in Vorbereitung. c) Ertragslage Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2023 betrug 11.959,0 TEuro (Vorjahr: 10.964,1 TEuro) und das Ergebnis vor Steuern -2.102,7 TEuro (Vorjahr: -3.983,4 TEuro). Nach Steuern wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von 2.103,4 TEuro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 3.984,5 TEuro) erzielt. Die Materialaufwandsquote betrug rd. 29,4 % (Vorjahr: 28,5 %), die Personalaufwandsquote rd. 45,0 % (Vorjahr: 46,8 %) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen rd. 28,2 % (Vorjahr: 35,8 %) der Gesamt¬leistung. Im Geschäftsjahr 2023 wurden ausschließlich der Auszubildenden durchschnittlich 115 (Vorjahr: 117) Arbeitnehmer beschäftigt. Der Jahresfehlbetrag resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Betriebskosten infolge massiver Bedarfsrückgänge für das Großserienprojekt MBS sowie weiterhin nicht wettbewerbsfähiger Prozess- und Personalkosten im Bereich General Industry. d) Finanzlage Kapitalstruktur Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen wurden im Geschäftsjahr durch LEAX Group AB sichergestellt. Die Bilanz zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 3.057,2 TEuro (Vorjahr: 5.160,6 TEuro). Der Anteil des Eigen¬kapitals an der Bilanzsumme beträgt rd. 20,5 % (Vorjahr: rd. 31,5 %). Die Änderung resultiert ursächlich aus dem Jahresfehlbetrag von rd. 2.103,4 TEuro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 1.557,2 TEuro (1.918,5 TEuro). Fremde Lieferantenverbindlichkeiten erhöhten sich von 1.124,4 TEuro im Jahr 2022 auf 1.464,5 TEuro. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit der Laufzeit bis zu 1 Jahr sind von 234,7 TEuro auf 320,7 TEUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten mit der Laufzeit > 1 Jahr erhöhten sich auf 7.936,4 TEUR (Vorjahr: 7.444,9 TEuro). Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 betrug das Investitionsvolumen in das Anlagevermögen 414,0 TEuro, Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von 1.660,1 TEuro sowie Abgänge zu Anschaffungswerten von 51,0 TEuro gegenüber. Liquidität Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist ausreichend. Durch eine nicht ausgeschöpfte Kreditlinie besteht die Möglichkeit, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Darüber hinaus wird die Liquidität durch Zusagen der Konzernmutter abgesichert, die weitere Eigenkapitalstärkungen bei Bedarf zugesichert hat. Es wurde als Sicherung für die Fortführung des Unternehmens eine Patronatserklärung mit Laufzeit bis Ende 2025 von der Gruppe abgegeben. e) Vermögenslage Die Bilanzsumme der LEAX Detmold GmbH zum 31.12.2023 betrug 14.887,9,0 TEuro (Vorjahr: 16.379,2 TEuro). Hiervon macht das Anlagevermögen mit 8.517,2 TEuro (Vorjahr: 9.787,1 TEuro) rd. 57,2 % (Vorjahr: rd. 59,7 %) aus. Das Vorratsvermögen beträgt 3.989,8 TEuro (Vorjahr: 3.770,3 TEuro) und damit rd. 26,8 % (Vorjahr: rd. 23,0 %) der Bilanzsumme. Die Kundenforderungen betragen 1.945,3 TEuro (= rd. 13,1 %) gegenüber 1.143,7 TEuro (= rd. 7,0 % im Vorjahr). Erforderliche Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden vorgenommen. Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag mit 3.057,2 TEuro positiv. f) Finanzielle Leistungsindikatoren Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich im Geschäftsjahr 2023 folgende finanzielle Leistungsindikatoren:
Der vorstehende Cash-Flow wurde gemäß DRS 2 nach der indirekten Methode ermittelt. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit wurde unter Berücksichtigung der Einzahlungen aus Gesellschafterdarlehen ermittelt. Der Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Kontokorrentverhältnissen. 3. Chancen- und Risikobericht a) Risikobericht Die Gesellschaft nutzt verschiedene aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme. Diese dienen dazu, negative Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Durch das in allen Unternehmen der LEAX-Gruppe genutzte ERP-System "Monitor" wurde auch ein einheitliches Kontroll-, Steuerungs- und Berichtssystem eingerichtet. Weiterhin wird im Rahmen des monatlichen Reportings zur schwedischen Muttergesellschaft sowie in monatlich durchgeführten Besprechungen der Balanced Scorecard eine Kontrollfunktion ausgeübt. Marktrisiken ergeben sich für die Gesellschaft im Wesentlichen aus der volks- und weltwirtschaftlichen Entwicklung. Weiterhin belasten Embargos gegenüber Russland mit zeitweise ungekannten Energie- und Materialpreissteigerungen die Wirtschaft. Weitere Inflation birgt zusätzliche Risiken wie auch die bereits für das Jahr 2024 vereinbarten Gehaltskomponenten. Ein Risiko stellen die zurückgehenden Abnahmemengen des Großkunden Aurobay dar. Die Identifizierung geeigneter Produkte für die hochautomatisierte Fertigung mit Anpassungsaufwand in Zuführ-, Transport-, Handhabungs- und Verpackungssysteme stellt eine hohe Barriere für die Nutzung der freiwerdenden Kapazitäten dar. Darüber hinaus stellt das überwiegend in die Jahre gekommene Getriebeportfolio der Firma LEAX Detmold ein zunehmendes Risiko für weiteren Bedarf an diesen Produkten dar. Potenziellen Risiken aus Materialpreisschwankungen begegnet LEAX durch Anpassungsklauseln in den Kundenverträgen. Weitergabe von Energiepreiserhöhungen wurde mit dem überwiegenden Teil der Kunden vereinbart. Währungsrisiken sind zu vernachlässigen, da LEAX Detmold Geschäfte fast ausnahmslos auf Eurobasis abwickelt. Die Zahlungen erfolgen überwiegend innerhalb von 30 Tagen. Für den größten General Industry-Kunden GEA wurde ein Factoring für deren Inlandsumsätze etabliert. Die überfälligen Außenstände im Bereich GI sind vernachlässigbar. Hinsichtlich finanzwirtschaftlicher und bestandsgefährdender Risiken sieht die Geschäftsführung den Fortbestand des Unternehmens unter Finanzierungsaspekten wie bereits unter 2.d) und 3. beschrieben als gegeben an. b) Chancenbericht Die wesentlichen Chancen für das zukünftige Geschäft sieht LEAX in der Investition in effizientere Maschinen und Anlagen, der weiteren Optimierung von Prozessen gekoppelt mit der Umsetzung von Personalkostenoptimierungsmaßnahmen im Bereich General Industry. In Verbindung mit Investitionen sollen aktuelle Engpässe in einzelnen Bearbeitungsschritten beseitigt und damit die Möglichkeit zur Erhöhung der Gesamtauslastung der Produktionskapazität sowie der Erhöhung des Umsatzes gegeben werden. LEAX Detmold hat bereits vor Jahren eine Produktstrategie entwickelt, die gleichermaßen eigenes Know-How, Fertigungsmöglichkeiten und Bedarfswachstum berücksichtigt. In die Schnittmenge der vorgenannten Aspekte fallen Dekantergetriebe, Sidefeeder-Getriebe, Fahrantriebe und Nebenabtriebe. Hierauf basierend hat LEAX Detmold Maßnahmen für die Entwicklung und Vermarktung dieser strategischen Produkte definiert. Inzwischen wurden Dekantergetriebe konzipiert, erste Baugrößen auskonstruiert, angeboten und von den beiden Dekanterherstellern Pieralisi und Noxon bestellt. Sidefeeder-Getriebe wurden konzipiert sowie eine Baugröße für den Kunden KraussMaffei auskonstruiert. Ein Konzept für Fahrantriebe wurde bereits vor 2 Jahren mit dem Interessenten Jungheinrich entwickelt. Basierend auf vorgenannten Maßnahmen sollen organisches Wachstum mit bestehenden Kunden, insbesondere den Großkunden GEA Westfalia und Leybold, aber auch mit Neukunden wie AGCO Fendt sowie mit Kunden für eigene Getriebe wie Pieralisi und Noxon realisiert werden. Ziele des Kundenportfolio-Managements sind hierbei die Umsatzsteigerung mit existierenden sowie die Gewinnung zusätzlicher A-Kunden. Erschwert wird die Optimierung von Prozessen im Fall benötigten Kapitalbedarfes, da die finanziellen Möglichkeiten der Gruppe unter den gegebenen Randbedingungen eingeschränkt sind und auch sinnvolle Investitionen teilweise geschoben werden müssen. Die Erweiterung der Möglichkeiten an der im Jahr 2019 gekaufte Wellenbearbeitungslinie zur Gewinnung weiterer Kundenaufträge ist ein Beispiel hierfür wie auch das Schieben der 3D-Messmaschine trotz erfolgter Genehmigung durch die Gruppe. 4. Prognosebericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom Januar 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Oktober 2023. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 0,5 Prozent wachsen. Im Oktober hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,4 Prozentpunkte nach unten revidiert (siehe Grafik). Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Laut dem deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 stagnieren, wofür eine schwache Investitionstätigkeit verantwortlich ist. Erst im Jahr 2025 dürfte die deutsche Wirtschaftsleistung laut DIW dank wachsender Weltwirtschaft und hieraus resultierender steigender Nachfrage auch nach deutschen Exporten um 1,2 Prozent steigen. LEAX Detmold wird seine operativen Prozesse insbesondere im unterinvestierten Bereich General Industry verbessern, der großes Verbesserungspotential bietet. Während hier bislang Layoutoptimierungen im Hinblick auf verbesserten Materialfluss, die Ermöglichung von Mehrmaschinenbedienung und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung wesentliche Themen waren, rücken beginnend im Jahr 2024 Investitionen in neue Systeme und Maschinen in den Fokus der Aktivitäten. Ein CAM-System wird die Werkzeugverwaltung und das Schreiben von Maschinenprogrammen für einen signifikanten und mit weiteren Investitionen steigenden Teil des Maschinenparks in der Weichbearbeitung vereinfachen. Investitionen in neue Maschinen, z. B. eine Drehmaschine für schwere Zerspanungsarbeiten, ein Dreh-, Fräszentrum mit Automatisierung und eine Verzahnungsfräsmaschine werden Prozesse effizienter machen. Investitionsziele sind steigender Anteil an Mehrmaschinenbedienung und damit Personalkostenreduzierungen, höhere Prozesssicherheit und folglich geringere Schrottraten, Reduzierung von Stillstandszeiten und Instandhaltungskosten sowie die Integration zusätzlicher Prozessschritte auf neuen Maschinen und damit eine geringere Anzahl von Rüstvorgängen. Die Investition in eine 3D-Koordinatenmessmaschine wird Rüstzeiten der Messmaschine reduzieren sowie Messvorgänge verkürzen, wodurch sich die Wartezeiten auf Messergebnisse im gesamten Maschinenpark verkürzen werden. Durch die vorgenannten Investitionen werden Kosten wettbewerbsfähigerer und damit vorhandene Aufträge profitabler sowie die Chance auf neue Aufträge höher. Neben Investitionen werden Dank Veränderungen in Führungspositionen weitere organisatorische Maßnahmen umgesetzt, die ebenfalls positive Effekte bringen. Hierzu zählen neben Leistungsmanagement auch gezielt Cross-Qualifikationen im Bereich Weich- und Hartdrehen, Flach-, Innenrund- und Außenrundschleifen sowie im Bereich Verzahnungsfräsen und -stoßen. Mit der Entwicklung von Getrieben unterstützt LEAX Detmold die Strategie der Gruppe den Umsatzanteil eigener Produkte zu erhöhen. Basierend auf Megatrends wurden bereits vor Jahren Zielmärkte und -produkte definiert. Hierzu zählen Dekantergetriebe, z. B. für Anwendungen in der Umwelttechnik sowie der Nahrungsmittelproduktion, Radnabenantriebe für den Einsatz in Flurförderzeugen, Sidefeeder-Getriebe für die Kunststoffindustrie sowie Nebenabtriebe z. B. für landwirtschaftliche Anwendungen. In 2023 hat LEAX weiter an der Entwicklung und Konstruktion dieser Zielprodukten gearbeitet. Unter anderem wurde eine Baureihe Dekantergetriebe konzipiert, von denen mehrere Baugrößen komplett konstruiert und berechnet wurden. Mit Noxon und Pieralisi haben die ersten beiden Dekanterhersteller Getriebe von LEAX Detmold geordert. Ein Konzept für Sidefeeder-Getriebe wurde erarbeitet, eine Variante konstruiert und berechnet und Gespräche mit Kunden wie KraussMaffei begonnen. Nach dem Jahr 2023 mit hohen Energiekosten gegenüber den Jahren bis 2022 und folglich weiteren Kostenerhöhungen für Material, Werkzeuge, Serviceleistungen sowie zusätzlich hohem Krankenstand geht LEAX Detmold für 2024 von einem EBITDA in der Höhe von ca. 0,0 Mio. Euro sowie einem EBT von - 2,4 Mio. Euro aus. Bei aktuell rückläufigen Energie- und Materialkosten sind Kostensteigerungen insbesondere auf der Personalseite der wesentliche Treiber. Mit der Umsetzung von Investitionen sollen zukünftig Personal-, Reparatur-, Schrott- und Bearbeitungskosten reduziert werden. Die geplante Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2024 wird sowohl durch die alleinige Gesellschafterin, die LEAX Industries AB (vormals Gofer Holding AB) als auch durch die Konzernmutter, die LEAX Group AB, vollständig getragen. Die Geschäftsführung sieht zusammengefasst unter den oben genannten Bedingungen die Fortführung des Unternehmens als gegeben an. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.
Detmold, 11.11.2024 gez. Willi Greb, Geschäftsführer gez. Peter Luberts, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 265 Abs. 1 Satz 2, § 266 ff. HGB). Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Wert von mehr als 250,00 Euro aber nicht mehr als 800,00 Euro wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben. Immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden über einen Zeitraum von 5 Jahren, Technische Anlagen und Maschinen über 7 bis 15 Jahre Jahre, PKW (gebraucht) über 3 Jahre sowie Werkzeuge und übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung über 5 bis 21 Jahre abgeschrieben. Die Bestände des Vorratsvermögens wurden zum Bilanzstichtag aufgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Anschaffungs-/ Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkten Fertigungs- und Materialkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt worden. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden neben Einzelwertberichtigungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Nettoforderungsbetrag berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufes. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Abweichend von § 256a HGB werden bilanzierte Verbindlichkeiten in fremder Währung zu dem in der LEAX-Gruppe festgelegten Kurs umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel. Anlagenspiegel zum 31.12.2023
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeitenspiegel
Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: 1 = Sicherungsübereignung von Anlagevermögen (Maschinen, Werkzeugen und sonstigem Anlagevermögen) und Vorräten (Warenlager, Halbfertige Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen) 2 = Globalzession von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 = Eigentumsvorbehalt Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB. Zur Realisierung des MBS-Projektes und den damit verbundenen Investitionen in Maschinen und Anlagen hat die LEAX Group AB einen Darlehensvertrag aus Refinanzierungsmitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von 7,96 Mio. Euro mit der Danske Bank A/S, Zweigniederlassung Hamburg, abgeschlossen. Es wurde eine Sicherungsübereignung von Maschinen und Anlagen des MBS-Projektes zwischen der Danske Bank A/S und der LEAX Detmold GmbH über einen Wert von 7,96 Mio. Euro abgeschlossen. Die sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und nicht nach § 251 HGB oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt 1.520.200 Euro. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben In den sonstigen betrieblichen Erträge sind periodenfremde Erträge in Höhe von 383.936,75 Euro enthalten, die aus Folgewirkungen der Betriebsprüfung für die Jahre 2019 bis 2021 resultieren. Unter den Zinsen und sonstigen Aufwendungen werden Zinsen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 325.438,12 Euro ausgewiesen. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (jeweils ohne Auszubildende) waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Willi Greb, Dipl.-Ingenieur, Halberstadt und Herrn Peter Luberts, Ingenieur, Eskilstuna/Schweden geführt. Befreiungsvorschriften Zur Angabe der Aufwendungen für Organe wird die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Vorschüsse und Kredite sowie Haftungsverhältnisse zu Gunsten der Geschäftsführer wurden nicht eingegangen. Zur Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird die Befreiungsvorschrift nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Angaben werden auf Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB übermittelt. Konzernzugehörigkeit Die LEAX Group AB, Köping/Schweden, stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Unterschrift der Geschäftsführung
Detmold, 11. November 2024 gez. Peter Luberts gez. Willi Greb sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LEAX Detmold GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEAX Detmold GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEAX Detmold GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir weisen auf die Angaben des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Alleingesellschafterin, die LEAX Industries AB (vormals Gofer Holding AB), eine Patronatserklärung bis Ende 2025 gegeben hat und die Gesellschaft bei keiner kurz- bis mittelfristigen Ergebnissteigerung auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Wie in den Ausführungen dargelegt, würden weitere Verluste zum Verbrauch des Eigenkapitals führen, so dass ohne die Finanzierung der Alleingesellschafterin eine wesentlichen Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Detmold, 11. November 2024 HWP
Audit GmbH
Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfer |
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