Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 57361
Eingetragen
23.2.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und LuftfahrzeugenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung von Luftfahrzeugen
Gegenstand
die Durchführung aller Geschäfte auf dem Gebiet des Handels mit Flugzeugen sowie die Ausbildung von Flugzeugführern und Vercharterung von Luftfahrzeugen sowie der Betrieb eines Luftfahrtunternehmens. Die Gesellschaft befaßt sich weiter mit Kauf und Verkauf, Verwaltung, Vermietung, Verpachtung und Bewirtschaftung von Liegenschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Nehmer
seit 29.7.2024
Geschäftsführer
Lars Best
seit 29.7.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
48.750 DM
97.50%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aerowest GmbH

Langenhagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens - Geschäftsmodell

Die 1966 ursprünglich in Braunschweig als Pilotenschule gegründete Aerowest GmbH (im Folgenden "Aerowest" oder "Gesellschaft") ist nach mehr als 50 Jahren in der Luftfahrtindustrie zu einem der renommiertesten Anbieter für Geschäftsreiseflüge, Ambulanzflüge und Luftfracht geworden.

Aerowest fliegt weltweit einige Tausend Groß- und kleinere Flughäfen an. Das Kerngeschäft sind Passagierflüge sowohl für Privat- als auch für Firmenkunden. Daneben bietet Aerowest international Transportdienstleistungen für Gesundheitsorganisationen sowie Frachtflüge (einschließlich Gefahrgut) an. Die Priorität liegt auf höchster Sicherheit, Qualität und bestem Service. Dieses vielfältige Angebot wird von einer breiten Kundenbasis in Anspruch genommen.

Aerowest betreibt eine Flotte von 12 Flugzeugen. Zu ihnen gehören eine "Cessna Citation Sovereign", zwei Cessna Citation Sovereign+, zwei Cessna Citation Latitude, zwei "Cessna Citation XLS+", zwei "Cessna Citation Encore+", drei "Cessna Conquest I". Die drei Conquest I sind im Eigentum von Aerowest. Die Citation Sovereign/ + , XLS+, Encore+ und Latitude werden im Rahmen von Mietvereinbarungen genutzt. Die Wartung der Flugzeuge erfolgt im gruppeneigenen Wartungsbetrieb.

Mit den fünf "Cessna Citation Sovereigns/+/Latitude" werden Ziele weltweit angeflogen. Die übrigen Jets und die drei Turbopropflugzeuge werden für innerdeutsche und innereuropäische Flüge eingesetzt. Ein großer Teil der Flüge für die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) wird mit den Turboprops durchgeführt. Alle Flugzeuge werden nach den Vorgaben des Herstellers, der Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und des Luftfahrt Bundesamtes (LBA) in der hauseigenen Wartungsorganisation (CAMO) und in unserem Tochterunternehmen Aerowest Flugzeugtechnik GmbH gewartet.

Mit der Flottenpolitik von Aerowest ist eine kontinuierliche Modernisierung der Flotte sichergestellt. Das Durchschnittsalter der Flotte spiegelt eine stetige Flottenerneuerung wider und die Ausstattung der Flugzeuge berücksichtigt künftige Anforderungen, sodass wir unseren Kunden kompromisslose Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Eskalation des russisch-ukrainischen Konflikts und der Ausbruch des Krieges am 24. Februar 2022 änderte die wirtschaftliche Lage weltweit, und in besonderem Maße in Deutschland, nachhaltig. Als direkte Auswirkungen dieses Kriegs sind die Weltmarktpreise vieler Rohstoffe drastisch gestiegen. Die deutliche Einschränkung russischer Erdgaslieferungen im Sommer 2022 hat die Energiekrise verschärft und die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation weiter angeheizt. Daneben verlangsamte insbesondere der spürbare Fachkräftemangel den konjunkturellen Aufschwung.

Im Jahr 2023 verzeichnete das weltweite BIP unter den Einflüssen des Kriegs in der Ukraine ein Wachstum von 3,2 %.

In den für Aerowest wichtigen Regionen des EURO-Raums und den Vereinigten Staaten konnte ein Wachstum des BIP in Höhe von 0,4 % bzw. 2,5 % verzeichnet werden.

Infolge der leichten Erholung der Wirtschaftsleistung im EURO-Raum und unter Berücksichtigung des Fachkräftemangels sank die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Jahr 2023 um 0,2 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr. Der Beschäftigungsgrad im EURO-Raum liegt damit wieder auf dem Niveau des Jahres 2019.

Die Entwicklung der Volkswirtschaften sowohl in Europa als auch in den USA sowie die Zinspolitik der jeweiligen Zentralbanken führte im Jahr 2023 zu einer moderaten Stärkung des Euros gegenüber dem US-Dollar. Im Jahresdurchschnitt 2023 lag der Wechselkurs bei 1,08 US$/EUR und damit etwa 3 % unter dem Durchschnittskurs im Jahr 2022 (1,05 US$/EUR). Im Vergleich zum Jahr 2021 (1,18 EUR/US$) stagniert der Wert des Euros jedoch auf niedrigem Niveau.

Der durchschnittliche Kerosinpreis ist im Jahr 2020 pandemiebedingt im Vergleich zum Jahr 2019 gesunken. Im Januar 2020 lag der Preis pro US-Gallone (4,5 ltr) der Referenz "U.S. Gulf Coast Kerosene-Type Jet Fuel Spot Price FOB" noch bei 1,78 US$, im April 2020 lag der niedrigste Preis bei 0,61 US$. Getrieben von einer Erholung der Nachfrage sowie den Folgen des Ukraine Krieges bzw. der damit verbundenen Energiekrise ist der Preis im Verlauf des ersten Halbjahres Jahres 2022 stetig gestiegen. Im Juni 2022 erreichte der Preis mit 4,12 US$ einen historischen Höchststand. Im Jahresdurchschnitt lag der Kerosinpreis 2023 mit 2,70 US$ um 0,67 US$ unter dem Durchschnittspreis des Vorjahres.

2.1.2. Branchenentwicklung und Ausblick

Die Luftfahrtbranche, insbesondere der Markt für privaten Jet-Charter, ist grundsätzlich in hohem Maße von der weltweiten ökonomischen Konjunktur sowie der Entwicklung des allgemeinen Wohlstandes abhängig. Im Berichtszeitraum wurde diese Abhängigkeit weiterhin durch die Auswirkungen/Effekte des Kriegs in der Ukraine beeinflusst.

Der Wachstumstrend des Jahres 2022 setzte sich auch im Jahr 2023 weiter fort. Nach Angaben der International Air Transport Association (IATA) stieg die globale Verkehrsleistung - gemessen in RPK (Revenue Passenger Kilometers) -im Vergleich zu 2022 um 42 Prozent. Weltweit erreichte die Verkehrsleistung im gesamten Passagierluftverkehr im Jahr 2023 89 % des Niveaus des Jahres 2019.

Das Wachstum des Luftverkehrs im Berichtsjahr spiegelt sich auch in deutlich gestiegenen Passagierzahlen wider. Im Jahr 2023 ist die Zahl der beförderten Passagiere an den deutschen Flughäfen um 19,7% auf 197,2 Millionen gestiegen. Das Sitzplatzangebot in Flugzeugen an den deutschen Flughäfen erreichte 79 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. Dagegen liegt die Entwicklung des Luftverkehrs in den übrigen europäischen Ländern mit 96 Prozent des Angebotes von 2019 deutlich darüber.

Der Markt für private Jet-Charter konnte im Jahr 2021 von den coronabedingt schwierigen Rahmenbedingungen im allgemeinen Luftverkehr profitieren, da insbesondere die Flexibilität sowie die Kontaktvermeidung zu einer deutlich erhöhten Nachfrage in diesem Flugsegment geführt haben. Die Präferenzen der Reisenden haben sich auch in den folgenden Jahren weiter fortgesetzt, sodass die in den Jahren der Corona-Pandemie gewonnen Neukunden weitestgehend gehalten werden konnten. Für die Anzahl, der an Geschäftskunden vercharterten Flugeinheiten, wird im Zeitraum bis 2027 eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Diese Entwicklungen werden dadurch unterstützt, dass aufgrund strengerer Regularien sowie Kostenüberlegungen eine Wanderbewegung vom JET-Eigentum hin zum JET-Charter eingesetzt hat. Durch immer mehr, neuere und besserer Buchungsplattformen lassen sich JET-Charter zudem auch komfortabler abwickeln.

Im Jahr 2024 erwartet die deutsche Luftverkehrswirtschaft einen weiteren Anstieg der Nachfrage und einen entsprechenden Zuwachs beim Sitzplatzangebot, welcher jedoch hinter dem anderer europäische Lander zurückbleiben wird. Ursächlich für die zurückbleibende Entwicklung in Deutschland sind dabei im Wesentlichen steigende inländische Standortkosten, insbesondere die zum Mai 2024 erhöhte Luftverkehrsteuer sowie die geplante Erhöhung der Luftsicherheitsgebühren.

Zusätzlich wirkt sich der Ukraine-Krieg auf die Entwicklung der Branche aus. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft ("BDL") weist zudem darauf hin, dass die kriegsbedingte Sperrung der Lufträume Russlands und der Ukraine unverändert zu Engpässen bei der Nutzung des deutschen Luftraums führt. Auch finden weiterhin umfangreiche militärische Aktivitäten im deutschen Luftraum statt.

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage als herausfordernd, aber gut eingeschätzt.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Aerowest GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang der Gesamtleistung. Dieser Rückgang ist sowohl nachfrage- wie auch preisinduziert. Die hohe Flottenauslastung in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 konnte nicht aufrecht gehalten werden. Seit dem vierten Quartal 2022 sank die Auslastung der Flotte auf das Niveau der Jahre vor 2021. Da die Branche in Folge der hohen Auslastung des Jahres 2022 kurzfristig Kapazitäten aufgebaut hatte resultiert die Normalisierung der Nachfrage zugleich in einem Preisdruck. Die aufgrund des Ukraine-Krieges stark angestiegenen variablen Flugkosten, die im Jahr 2022 in weiten Teilen an die Kunden weiterberechnet werden konnten, ließen sich im Berichtsjahr infolge des allgemeinen Preisdrucks nur in geringerem Maße an den Kunden weiterberechnen.

2.3. Lage der Aerowest

2.3.1. Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern ("EBT") der Aerowest beträgt im Berichtsjahr 0,0 Millionen Euro (Vorjahr 5,6 Millionen Euro). Im Berichtszeitraum betrug der Umsatzrückgang 15,7 %, dieser ist wie beschrieben sowohl auf einen Rückgang der Nachfrage wie auch auf Preiseffekte zurückzuführen. Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % zurückgegangen. Die im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportionale Veränderung des Materialaufwands resultiert daraus, dass mengen- und preisbedingten Verminderungen bei variablen Aufwendungen (z.B. bei Streckengebühren/Landegebühren/Handling -13,8 %, Kerosin -37,0 %) von den, infolge der Flottenvergrößerung, im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 % gestiegenen Leasingaufwendungen für Flugzeuge teilweise kompensiert wurden. Des Weiteren wirkten sich deutlich gestiegene Kosten für die Fortbildung sowie die gesetzliche Überprüfung der Piloten aus.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 374 resultiert im Wesentlichen aus Entschädigungen eines Triebwerkhersteller für verspätete Lieferungen bzw. nicht fristgerechte Wartungen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 11,2 %. Im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigte Aerowest nach Köpfen 78 (Vorjahr: 71) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von 9,9 %. Der Anstieg ist maßgeblich auf die Erhöhung des Mitarbeiterbestands zurückzuführen, daneben wirkten sich allgemeine Anpassungen in der Vergütung der Mitarbeiter sowie Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur aus.

Das Geschäftsergebnis beträgt im Geschäftsjahr -0,1 Millionen Euro und liegt damit 3,9 Millionen Euro unter dem des Vorjahres.

2.3.2. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr -2,5 Millionen Euro, der aus der Investitionstätigkeit -0,7 Millionen Euro. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich im Wesentlichen ausschüttungsbedingt auf 0,2 Millionen Euro. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Bilanzstichtag 0,2 Millionen Euro (Vorjahr 3,3 Millionen Euro).

Das Netto-Umlaufvermögen (Differenz von kurzfristigen Aktiva und kurzfristiger Passiva) beträgt -0,1 Millionen Euro und der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme 74,9 % (Vorjahr: 62,8 %).

Der Gesellschaft stehen ausreichend liquide Mittel sowie freie Kreditlinien zur Verfügung, so dass keine Liquiditätsengpässe erkennbar sind.

2.3.3. Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Bilanzsumme 4,5 Millionen Euro. Sie lag damit 25,7 % unter dem Vorjahresendniveau (6,0 Millionen Euro).

Auf der Aktivseite der Bilanz wirkte sich einerseits der Anstieg der Sachanlagen (TEUR 417) aus, dieser ist insbesondere auf Investitionen in Höhe von TEUR 685 zurückzuführen, denen planmäßigen Abschreibungen (TEUR 268) gegenüberstehen. Daneben wirkte sich der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.272 aus, der vom stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-TEUR 211) sowie der liquiden Mittel (-TEUR 3.030) überkompensiert wurde.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände ist wesentlich auf Ertragsteuerforderungen, das Berichtsjahr betreffend, zurückzuführen.

Die Entwicklung der Passivseite der Bilanz ist im Wesentlichen durch eine Reduzierung der Steuerrückstellungen (-TEUR 903) sowie der sonstigen Rückstellungen (-TEUR 747) geprägt. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen entfällt im Wesentlichen auf die Rückstellungen für bis zum Abschlussstichtag verursachte Emissionen. Gegenläufig wirkte sich der stichtagsbedingte Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 166).

Der ausschüttungsbedingte Rückgang des Eigenkapitals führt, da die Auszahlung im Jahr 2024 erfolgt, zu einem korrespondierenden Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten (gegenüber Gesellschaftern). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2023 25,1 % (Vorjahr: 37,2 %).

3. Chancen- und Risikobericht, Prognose

3.1. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft versucht, durch eine systematische Identifikation und aktive Steuerung die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu minimieren und Chancen zu erkennen und wahrzunehmen. Das Chancen- und Risikomanagement erfolgt über ein aktives Risikocontrolling im operativen Geschäft der Gesellschaft sowie über ein internes Kontrollsystem, darüber hinaus über Instrumente des Controllings sowie der Buchführung. Der Geschäftsführung wird darüber direkt und unmittelbar berichtet.

Chancen

Im Bereich der Ambulanzflüge und Organtransporte hat Aerowest an öffentlichen Ausschreibungen teilgenommen, um durch zusätzliche, strukturierte Akquise weitere Marktanteile zu gewinnen. Potentiale ergeben sich auch durch Krankenrücktransporte, die zunehmend im Angebot der privaten Krankenversicherungen bzw. privaten Krankenzusatzversicherungen enthalten sind.

Durch die erreichte Größe der Flotte und der Geschäftstätigkeit insgesamt wird die Möglichkeit geschaffen, die Flugplanung effizienter zu gestalten und so Synergien zu heben und Leerflüge zu vermeiden.

Risiken

Die Risikolage hat sich seit dem Jahr 2020 wesentlich geändert. Die Corona-Pandemie aber auch der Krieg in der Ukraine haben zu erweiterten Anforderungen im Risikomanagement geführt.

Unverändert besteht aus dem Angriff Russlands auf die Ukraine das Risiko einer Beeinträchtigung der globalen Wirtschaft und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Aus heutiger Sicht sind Prognosen über die daraus resultierenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft, Preisentwicklungen und Lieferketten mit großen Unsicherheiten belegt. Dies könnte dann auch, insbesondere vor dem Hintergrund deutlich steigender und stark schwankender Treibstoffpreise, in einem verstärkten Umfang die Luftfahrtbranche betreffen.

Fraglich ist, in welchem Maß höhere Flugkosten, insbesondere infolge des Kriegs in der Ukraine ansteigende Treibstoffpreise, auch in Zukunft auf die Verkaufspreise umgelegt werden können. Diesem Risiko wird durch eine effizient arbeitende Einkaufsabteilung Rechnung getragen. Eine Sicherung der Treibstoffkosten durch Hedging-Instrumente ist im Jahr 2023 nicht erfolgt. Da der Treibstoff überwiegend in US$ abgerechnet wird, können Schwankungen des Euro/US$-Wechselkurses den ausgewiesenen Treibstoffaufwand zusätzlich positiv oder negativ beeinflussen.

Gegen branchenübliche Bestandsrisiken ist die Gesellschaft durch Sach-, sowie Haftpflichtversicherungen abgesichert. Die Auswirkungen möglicher Forderungsausfälle werden durch effektives Kundenmanagement minimiert.

Aerowest unterliegt als international tätiges Luftverkehrsunternehmen Risiken aus Wechselkursschwankungen, wenn eine Inkongruenz der Währungen bei den Einnahmen und Ausgaben besteht. Der überwiegende Teil der Umsätze von Aerowest wird in EUR abgerechnet. Wechselkursrisiken können sich aus dem Einkauf von Treibstoff und Ersatzteilen sowie aus Leasingverpflichtungen ergeben.

Dem Wechselkursrisiko aus Leasingverpflichtungen wurde durch eine nunmehr abgeschlossene Umstellung nahezu aller Leasingverträge auf Euro begegnet. Hieraus resultiert gleichzeitig die Chance auf sinkende Leasingraten, die sich aus den im Vergleich zum US$-Raum niedrigeren Refinanzierungskosten der Leasinggeber ergeben könnten. Die verbliebenen Währungsrisiken wurden im Berichtszeitraum für vertretbar gehalten und daher nicht abgesichert.

Dem durch Fluktuation bestehenden Bedarf an qualifiziertem Personal wird durch ein sukzessives und nachhaltiges Personalmanagement Rechnung getragen. Die einheitliche Flotte ermöglicht es zudem, die maximale Verfügbarkeit von Piloten zu gewährleisten.

Aus den immer strenger werdenden regulatorischen Rahmenbedingungen, denen die Luftfahrtunternehmen gerecht werden müssen, resultieren Chancen wie auch Risiken. Zum einen ist deren Einhaltung mit steigenden Kosten verbunden, zum anderen führen gerade diese regulatorischen Rahmenbedingungen bzw. Kosten dazu, dass Jet-Charter im Vergleich zu Jet-Eigentum eine attraktive und kostengünstige Alternative ist.

Schließlich besteht als schwer kalkulierbares Risiko die Notwendigkeit CO 2 Emissionsrechte zu erwerben. Für 2023 wurde die Grenze der ausgestoßenen Menge überschritten, ab der Emissionsrechte zu erwerben und abzugeben sind. Der Preis der Emissionsrechte ist nicht kalkulierbar. Sie werden an der European Energy Exchange gehandelt und der Kurs wird derzeit durch Marktteilnehmer und Politik nach oben getrieben. Im Jahr 2019 lag der Preis durchschnittlich noch in einer Größenordnung von EUR 25,00/Tonne CO 2. Im Jahr 2023 stieg der Preis kontinuierlich und erreichte mit durchschnittlich EUR 83,66/Tonne CO 2 auf einen historischen Höchststand. Der Höchstpreis der Zertifikate betrug im vergangenen Jahr 2023 101,25 Euro.

3.2. Prognosebericht

Aktuell ist die weltwirtschaftliche Entwicklung vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine aktuell von erheblichen Unsicherheiten geprägt.

Das aufgrund des Ukrainekriegs und der damit einhergehenden Sanktionierung verhängte Transportverbot russischer Staatsbürger führt zu einem Nachfrageverlust in diesem Kundensegment.

Bezüglich der Klimadiskussion haben wir bereits auf das Risiko steigender Preise für CO 2 -Emissionsrechte hingewiesen. Der internationale Zivilluftfahrtverband hat als Maßnahme für den Klimaschutz in der Luftfahrt den "Corsia-Mechanismus" beschlossen. Dieser sieht vor, dass die Luftfahrt nur noch klimaneutral wachsen darf. Dies kann z.B. durch klimaneutrale Kraftstoffe oder durch Nutzung von Kompensationsmaßnahmen erreicht werden. Hieraus resultieren erhebliche wirtschaftliche Belastungen für die gesamte Branche. Ungeachtet dessen werden diese Initiativen für eine CO 2 neutrale Luftfahrt in der öffentlichen Diskussion gerne als nicht zielführend dargestellt und mit der Forderung verbunden durch noch viel höhere Kosten die Luftfahrt de facto in weiten Bereichen unmöglich zu machen. Wir gehen davon aus, dass bei einer Fortsetzung dieser Politik vorrangig die Großluftfahrt erhebliche Einschnitte wird hinnehmen müssen.

Vor dem Hintergrund eines weiterhin starken Wettbewerbs ermöglicht es die fokussierte Aufstellung der Gesellschaft, noch effizienter zu arbeiten und näher am Markt zu agieren. Ein wesentlicher Hebel ist dabei die noch konsequentere Ausrichtung am Kunden und deren Bedürfnisse. Durch die stetige Ausweitung der Flugzeugflotte sowie dem langfristig ausgerichteten und nachhaltigen Personalaufbau soll Kapazitätsspitzen entgegengewirkt werden, um so noch flexibler auf die Kunden reagieren zu können und Leerflügen bestmöglich zu vermeiden.

Insgesamt erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 einen moderaten Umsatzanstieg im Vergleich zum Jahr 2023. Aufgrund des Umsatzanstiegs und Anpassungen in der Kostenstruktur wird erwartet, dass das Ergebnis deutlich über dem des Jahres 2023 liegen wird.

Inwieweit diese Ziele und Erwartungen unter den aktuellen Voraussetzungen eintreten werden, lässt sich derzeit nicht verlässlich abschätzen, sie könnten jedoch aufgrund von negativen Einflüsse auf die Wirtschaft unterschritten werden. Hierbei ist der Umfang maßgeblich von der weiteren Entwicklung des Ukrainekriegs abhängig.

Die Strategie von Aerowest zielt darauf, mit hoher Anpassungsfähigkeit die erwarteten Entwicklungen zu nutzen. Im Verlauf der ersten Monate des Jahres 2024 haben sich Umsatz und Ergebnis planmäßig entwickelt.

 

Langenhagen, den 17. Juni 2024

Martin Ewers

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.211.683,85 794.753,04
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 1.104.848,00 687.917,19
III. Finanzanlagen 106.834,85 106.834,85
B. Umlaufvermögen 3.190.391,45 5.165.610,87
I. Vorräte 9.280,00 9.730,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.933.945,82 1.878.907,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 247.165,63 3.276.973,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80.612,56 72.478,92
Aktiva 4.482.687,86 6.032.842,83

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.126.824,63 2.246.455,65
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 551.028,52 551.028,52
III. Bilanzgewinn 550.231,52 1.669.862,54
B. Rückstellungen 657.068,30 2.307.718,50
C. Verbindlichkeiten 2.698.794,93 1.478.668,68
Passiva 4.482.687,86 6.032.842,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.658.075,39 13.566.241,61
2. Personalaufwand 5.347.708,24 4.810.132,97
a) Löhne und Gehälter 4.468.966,29 4.040.522,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 878.741,95 769.610,46
davon für Altersversorgung 8.338,00 8.734,50
3. Abschreibungen 339.554,53 207.381,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 268.484,53 206.590,34
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 71.070,00 790,78
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.003.357,90 2.959.895,64
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.501,94 22.410,08
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 492,50 3.605,40
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 91.311,18 1.847.140,16
8. Ergebnis nach Steuern -117.847,02 3.760.496,40
9. sonstige Steuern 1.784,00 1.948,15
10. Jahresfehlbetrag 119.631,02 -3.758.548,25
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 669.862,54 0,00
12. Ausschüttung 2.088.685,71
13. Bilanzgewinn 550.231,52 1.669.862,54

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Aerowest GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Langenhagen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hannover
Register-Nr.: HRB 57361

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro netto wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand nach dem vorliegenden Abschlussstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Zur Abdeckung von ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und angemessenem Umfang mit dem Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung laufende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Liquide Mittel und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 201,68 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 201,68 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 148.534,76 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.122.151,97 65.473,40 17.130,83
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196.464,19 619.942,94 0,00
Summe Sachanlagen 3.467.150,92 685.416,34 17.130,83
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 106.834,85 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 106.834,85 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.574.187,45 685.416,34 17.130,83
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 201,68
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 201,68
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 148.534,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 816.407,13 3.986.901,67
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -816.407,13 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 4.135.436,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 106.834,85
Summe Finanzanlagen 0,00 106.834,85
Summe Anlagevermögen 0,00 4.242.472,96
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200,68 0,00 0,00 0,00 200,68
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 200,68 0,00 0,00 0,00 200,68
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 140.164,76 3.239,00 0,00 0,00 143.403,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.639.068,97 265.245,53 17.129,83 0,00 2.887.184,67
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.779.233,73 268.484,53 17.129,83 0,00 3.030.588,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.779.434,41 268.484,53 17.129,83 0,00 3.030.789,11
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1,00 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.131,00 8.370,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.099.717,00 483.083,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 196.464,19
Summe Sachanlagen 0,00 1.104.848,00 687.917,19
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 106.834,85 106.834,85
Summe Finanzanlagen 0,00 106.834,85 106.834,85
Summe Anlagevermögen 0,00 1.211.683,85 794.753,04

Angaben Mitzugehörigkeit zu einem anderen Posten

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27.350,23 Euro (Vorjahr: 33.624,69 Euro).

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 27.293,94 Euro (Vorjahr: 37.995,37 Euro).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 836,04 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 669.862,54 Euro einbezogen. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 1.669.862,54 Euro wurde in Höhe von 1.000.000,00 Euro im Berichtsjahr zur Ausschüttung beschlossen, so dass sich ein Gewinnvortrag von 669.862,54 Euro ergibt.

Angabe zu sonstigen Rückstellungen

Der Betrag der sonstigen Rückstellungen beinhaltet Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 237.681,32 Euro (Vorjahr: 211.991,04 Euro), Rückstellungen für die Aufbewahrungspflicht in Höhe von 2.990,59 Euro (Vorjahr: 2.990,59 Euro), Rückstellungen für bis zum Abschlussstichtag verursachte Emissionen in Höhe von 284.584,85 Euro (Vorjahr: 1.059.069,74 Euro) und Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 40.500,00 Euro (Vorjahr: 39.000,00 Euro).

Zur Insolvenzabsicherung der Altersteilzeitansprüche wurde eine Bürgschaftsversicherung abgeschlossen.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken und Davon-Vermerke der Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr
Euro
zwischen 1 und 5 Jahre
Euro
mehr als 5 Jahre
Euro
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 49.750,00 49.750,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (124.536,40) (124.536,40) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.182.238,02 1.182.238,02 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.016.427,72) (1.016.427,72) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 163.297,97 163.297,97 0,00 0,00
(Vorjahr) (6.804,13) (6.804,13) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.303.508,94 1.303.508,94 0,00 0,00
(Vorjahr) (330.900,43) (330.900,43) (0,00) (0,00)
Summe 2.698.794,93 2.698.794,93 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.478.668,68) (1.478.668,68) (0,00) (0,00)

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten betreffen 210.351,82 Euro (Vorjahr: 212.714,14 Euro) Steuern und 16.699,42 Euro (Vorjahr: 14.670,11 Euro) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.000.000,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 32.746.500,00 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen, davon entfallen auf verbundene Unternehmen 624.000,00 Euro.

Diese Verpflichtungen beinhalten Mietleasingverträge für Luftfahrzeuge.

Darüber hinaus bestehen unbefristete Mietverträge für betriebliche Räume, die jederzeit kündbar sind. Die monatlichen Verpflichtungen hieraus betragen rund 13.557,00 Euro.

Die eingegangenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen geben der Gesellschaft zum einen Planungssicherheit, zum anderen erhält sich die Gesellschaft die nötige Liquidität.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Für die ausländischen Leasinggeber sind Bürgschaften in Höhe von 9.150.000,00 Euro zu vermerken.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten ist die gesamtschuldnerische Haftung der Aerowest GmbH an einem laufenden Miet-Kaufvertrag einer Schwestergesellschaft als Haftungsverhältnisse in Höhe von 1.701.167,85 Euro zu vermerken.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da aus der wirtschaftlichen Lage der ausländischen Leasinggeber sowie der Schwestergesellschaft zu entnehmen ist, dass die Verbindlichkeiten aus den Eigenleistungen zurückgeführt werden können.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 21.806,57 Euro (Vorjahr: 75.416,15 Euro).

Personalaufwand

Der Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 8.338,00 Euro (Vorjahr: 8.734,50 Euro).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 38.780,89 Euro (Vorjahr: 74.741,08 Euro).

Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 5.622,12 Euro (Vorjahr: 21.531,14 Euro) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 77,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 78,00

Davon sind 65 vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter und 13 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Martin Ewers ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Geschäftsführer-Gesamtbezüge unterbleibt entsprechend § 286 Abs.4 HGB.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Euro
Stand bisheriger Kredite 0,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 353.725,03
Rückzahlungen im Berichtsjahr 352.888,99
= neuer Kreditbestand 836,04

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
Euro
Eigenkapital
Euro
Aerowest Flugzeugtechnik GmbH 100,00% 240.333,16 1.057.478,39

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 119.631,02 Euro.

Zuzüglich des Gewinvortrags in Höhe von 1.669.862,54 Euro und abzüglich der beschlossenen und noch durchzuführenden Ausschüttung in Höhe von 1.000.000,00 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von 550.231,52 Euro der zu verwenden ist.

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Langenhagen, den 19. Juni 2024

Martin Ewers

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aerowest GmbH, Langenhagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aerowest GmbH, Langenhagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aerowest GmbH, Langenhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Göttingen, den 19. Juni 2024

EURATIO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer

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