Debus Schiefer GmbH
Coburger Straße 35, 96253 Untersiemau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Noak seit 26.2.2025 | Prokura |
Marcus Gensch seit 17.1.2020 | Geschäftsführer |
Michael Grümpel seit 31.7.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Firma Arno Debus GmbH & Co. KG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Arno Debus GmbH & Co. KGUntersiemauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau1. Grundlagen des Konzerns Unter Führung der Arno Debus GmbH & Co.KG ist der Konzern in den Bereichen Asphalt, Natursteine, Recycling und Logistik tätig. In Nordbayern, Thüringen und Südsachsen werden eigene Naturstein und Asphaltbetriebe betrieben. Die Produkte werden für den Hoch-, Tief-, Wasser- und Verkehrswegebau hergestellt und verwendet. Darüber hinaus werden Baureststoffe aus dem Straßen-, Hoch- und Tiefbau recycelt und auch eingelagert. Das Segment Logistik bietet Baustoff-Logistik an. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Lt. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Statistischem Bundesamt und Ifo Instituts hat die Baubranche einen Umsatzrückgang von real 5,1 % (i.Vj. - 6 %) hinnehmen müssen. Im Bereich des öffentlichen Baus lag der preisbereinigte Umsatzrückgang des Bauhauptgewerbes 2022 mit 6,2 % unter dem Durchschnittswert von 5,1 %, während im Wirtschaftsbau "nur" eine Reduzierung von real 4,4 % zu verzeichnen war. Die Produktion von Asphalt blieb in 2022 nach Angaben des Deutschen Asphaltverbandes weitgehend unverändert im Vergleich zum Vorjahr; die Mischgutproduktion stieg um rd. 2,6 % auf das Niveau von 2014/2015. Im Natursteinbereich brach lt. der Auswertungen des Bayerischen Industrieverbands Steine und Erden e.V., Fachabteilung Naturstein Industrie die Produktion um ca. 8,4 % im abgelaufenen Geschäftsjahr ein; der Umsatz konnte dagegen um 2,8 % gesteigert werden. Das Transportaufkommen in Deutschland sank im Bereich des Straßenverkehrs weiter um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr - im Vorjahr 3,0 % - (Quelle: Bundesministerium für Digitales und Verkehr). Damit schlugen sich die Verwerfungen, u.a. ausgelöst durch den Ausbruch des Ukrainekonflikts und den daraus resultierenden Störungen der Lieferketten, sowie die Auswirkungen einer weltweiten geänderten Geld- und Zinspolitik in der Realwirtschaft nieder. Finanzielle (jeweils vor Konsolidierung) und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Debus-Gruppe nutzt zur internen Steuerung - entsprechend den Gegebenheiten des jeweiligen Geschäftsbereichs - im Wesentlichen folgende finanzielle (jeweils vor Konsolidierung) und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:
Die Umsätze setzen sich zusammen aus den Erlösen für Asphalt, Recycling, Gestein (einschl. Nebenleistungen) und Logistik (einschl. Lagermiete und Handling), Werkstatterlöse sowie aus dem Ergebnis des Handelsgeschäfts. Der Unterschied zwischen den Umsatzerlösen und Umsätzen betrifft z.B. den Ausweis von Fracht- und Tankstellenerlösen. Das Betriebsergebnis ist berechnet: Umsätze ./. Kosten (einschl. kalkulatorischer Kosten und Verwaltungskosten, ohne neutrale Kosten) vor Ertragsteuern. Die Tonnage bezieht sich auf die verkaufte Menge an Asphalt, Gestein und Recycling. Geschäftsentwicklung Die Entwicklung der Absatzmenge im Asphalt und Natursteinbereich ist bei den einzelnen Gesellschaften stark durch das Ausschreibungsverhalten des Bundes, der einzelnen Bundesländer und der kommunalen Bedarfsträger beeinflusst. Die Debus-Gruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Ziele, gemessen an den finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, insgesamt nicht vollumfänglich erreichen. Während die Tonnage des Vorjahres nicht ganz erreicht wurde, übertrafen die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis über alle Sparten die Leistungsindikatoren 2021. Dies ist vor dem Hintergrund des zentralen Themas in 2022, extrem steigende und damit kaum kalkulierbare Material- und Energiepreise sowie den eingeschränkten Möglichkeiten, Absatzpreiserhöhungen am Markt zeitnah durchzusetzen, zu sehen. Die Strategie, konsequent nur deckungsbeitragsstarke Aufträge auszuführen, hat sich trotzdem ein weiteres Mal bewährt. Die Konzernumsatzerlöse stiegen um 16,5 % gegenüber dem Vorjahr - nach 18,7 % in 2021. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 ergibt sich eine Zunahme von 26,4 %; hierbei profitierten die Geschäftsbereiche im unterschiedlichen Ausmaß (jeweils vor Konsolidierung). Im Asphaltbereich stieg die Absatzmenge weiter über das Niveau der Geschäftsjahre vor Corona; das Durchschnittspreisniveau konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 gesteigert werden. Im Vergleich zur Planung wurde das Durchschnittspreisniveau überschritten. Im Natursteinbereich lag der Absatz leicht über dem Absatz des Geschäftsjahres 2019, jedoch unter dem Absatz 2021; das durchschnittliche Preisniveau konnte im Vergleich zu 2019 angemessen gesteigert werden. Die Planwerte für 2022 wurden leider nicht erreicht. Die Umsatzerlöse im Logistikbereich erhöhten sich im Vergleich des Vorjahres, erfreulicherweise im Bereich der Spedition, und übertrafen das Niveau des Geschäftsjahres 2019; der Planwert wurde nahezu erreicht. Zudem stiegen die Leistungsindikatoren durch den Erwerb weiterer Anteile an einer Logistikgesellschaft, die in 2022 erstmals vollkonsolidiert wird. Vermögenslage Die Zugänge bei den Sachanlagen in Höhe von insgesamt 7,2 Mio. € betreffen i.W. Ersatzinvestitionen. Den Zugängen stehen Abschreibungen von 5,3 Mio. € gegenüber. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme verminderte sich um 1,4-Prozentpunkte bei einer um 7,7 % gestiegenen Bilanzsumme. Den Zugängen mit 7,2 Mio. € standen Abschreibungen von 5,3 Mio. € gegenüber. Das Umlaufvermögen war i.W. durch eine weitere Zunahme der Forderungen um insgesamt 1,5 Mio. € sowie der Guthaben bei Kreditinstituten um insgesamt 2,5 Mio. € geprägt. Die betragsmäßig wesentlichen Rückstellungen - für Rekultivierungsverpflichtungen sowie für unterlassene Instandhaltung - erhöhten sich insgesamt um 20,3 %. Dies sind u.a. Konsequenzen aus der Geldpolitik der Europäischen Gemeinschaft mit deutlich gestiegenen Zinssätzen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig reduziert. Die Vermögenslage ist wie in den Vorjahren ausgewogen. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 konnten sämtliche Sparten ihre Umsatzerlöse ausweiten, wobei der Asphaltbereich den größten Zuwachs verzeichnen konnte. Das Rohergebnis wurde auf 37,5 Mio. € nach 34,9 Mio € im Vorjahr gesteigert. Der Rückgang des Konzernjahresüberschusses ist im Wesentlichen durch eine über die Erhöhung des Rohergebnisses liegende Zunahme der Abschreibungen und Reparaturaufwendungen bedingt. Finanzlage Im Geschäftsjahr wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 13,9 Mio. € (Vj.: 10,7 Mio. €) erwirtschaftet. Die Liquiditätsgrade 1 bis 3 sind im Vergleich zum Vorjahr noch einmal angestiegen. Die erreichten Liquiditätsgrade betrachten wir weiterhin als angemessen. Alle Bankdarlehen wurden in EURO aufgenommen und haben regelmäßig eine mittel bis langfristige Laufzeit. Die Laufzeit der Gesellschafterverbindlichkeiten ist kurzfristig, können aber bei Bedarf jederzeit verlängert werden. Zusätzlich zu den Bankdarlehen standen zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kreditlinien in ausreichender Höhe bei verschiedenen Banken zur Verfügung. Der Konzern ist jederzeit in der Lage gewesen, seinen finanziellen Verpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Investitionen Im Berichtsjahr wurden insgesamt rd. 7,2 Mio. € investiert. Der wesentliche Teil entfällt auf den Asphaltbereich. Für das Geschäftsjahr 2023 sind Investitionen (Anlagenzugänge und Leasing) in Höhe von 10,7 Mio. € geplant; überwiegend handelt es sich um Ersatzbeschaffungen. Entwicklung der einzelnen Sparten Die Zahlenangaben beziehen sich jeweils auf Werte vor Konsolidierung. Asphaltbereich Die bedeutendste Gesellschaft der Debus-Gruppe im Bereich der Asphaltproduktion ist die amo-Asphalt GmbH & Co. KG mit Sitz in Untersiemau/Coburg. Die Gesellschaft unterhielt vier Asphaltwerke. Ferner übernimmt die Gesellschaft auf der Basis von Verwaltungsbesorgungsverträgen die kaufmännische Verwaltung für 15 Gesellschaften. Die Umsatzerlöse sind um 16 % gestiegen. Die MBG-Baustoff-Gesellschaft mbH mit Sitz in Untersiemau/Coburg, betrieb zwei Asphaltwerke im südthüringischen und westsächsischen Raum. Die Umsatzerlöse erreichten das Vorjahresniveau. Die Voigtsgrüner Asphalt Mischwerke GmbH & Co. KG Hirschfeld mit Sitz in Hirschfeld/Sachsen hatte im Geschäftsjahr zwei Asphaltwerke mit den Standorten Zwickau und Langenhessen. Die Umsatzerlöse stiegen um mehr als die Hälfte. Die CAG Chemnitz-Asphalt-Gesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Chemnitz/Sachsen konnte ihre Marktposition weiter festigen. Die Umsatzerlöse nahmen um 34 % zu. Die MWS Mischwerk Saalfeld GmbH + Co. Kommanditgesellschaft mit Sitz in Saalfeld/Thüringen konsolidierte ihre Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau. Natursteinbereich Die Debus Naturstein GmbH & Co. KG mit Sitz in Untersiemau/Coburg betrieb den Natursteinbetrieb in Serkendorf. Die Umsatzerlöse erreichten nahezu das Vorjahresniveau. Die RT Recycling und AufbereitungsGmbH & Co. KG Thüringen mit Sitz in Stadtilm betrieb im Geschäftsjahr drei Natursteinwerke einschließlich der Ablagerung von Baureststoffen. Die Umsatzerlöse stiegen um 8 %. Die Hartsteinwerk Hüttengrund GmbH mit Sitz in Sonneberg/Thüringen übertrafen wieder die Umsatzerlöse von 2019. Die Hartsteinwerke Hof GmbH mit Sitz in Köditz/Hof hat im Geschäftsjahr zwei Natursteinwerke an den Standorten Köditz und Tauperlitz betrieben. Im Marktgebiet Ostoberfranken, Südthüringen und Westsachsen musste ein Rückgang der Umsatzerlöse um 7 % gegenüber dem Vorjahr hingenommen werden. Die Natursteine Fahsel GmbH mit Sitz in Bockau beliefert mit seinem Natursteinwerk den sächsischen Markt. Nach der Wiedereröffnung in 2021 stiegen die Umsatzerlöse im ersten vollen Geschäftsjahr; ein Vergleich mit dem wirtschaftlichen "Rumpfgeschäftsjahr" aus 2021 ist nicht sinnvoll. Die WNS Werra Naturstein GmbH & Co. KG mit Sitz in Auengrund/Thüringen betreibt den Natursteinbetrieb Crocker Berg und Einlagerungsgeschäft für unbelastete Baureststoffe im benachbarten Betrieb Crock. Die Umsatzerlöse konnten mehr als verdoppelt werden. Die Debus Schiefer GmbH mit Sitz in Lehesten/Thüringen gewinnt und vertreibt hochwertige Schieferprodukte. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sanken auf das Niveau des Geschäftsjahres 2020. Logistikbereich Die beiden Logistikgesellschaften, Debus & Dinkel GmbH mit Sitz in Untersiemau/Coburg sowie die SDV-Logistik GmbH & Co.KG mit Sitz in Berg, erbringen Baustoff-Logistikleistungen überwiegend für Konzerngesellschaften. Die Umsatzerlöse stiegen um 22 % bzw. konnten nahezu gehalten werden im Vergleich zum Vorjahr. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns war zum Bilanzstichtag als auch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts nach den Erkenntnissen des Geschäftsjahres 2023 geordnet. Die Gesamtentwicklung des Konzerns schätzen wir in einem andauernd schwieriger werdenden Umfeld weiterhin als günstig ein. 3. Umweltbestimmungen, Arbeitssicherheit, Qualitätssicherung Arbeitsanweisungen zur Verfüllung von Gruben und Steinbrüchen wurden vor Jahren in Kraft gesetzt. In Verbindung mit den Erlaubnisbescheiden legen sie den Rahmen fest, welche Materialien zur Verfüllung angenommen werden dürfen und welche Schritte bei der Einlagerung der angenommenen Materialien einzuhalten sind. Die Richtlinien werden laufend entsprechend den Verwaltungsanweisungen aktualisiert. Weiterhin überwachen wir regelmäßig die Umsetzung der Richtlinien vor Ort. Mit dieser Vorgehensweise wollen wir das Risiko, dass Verstöße gegen Umweltbestimmungen entstehen und damit Umweltrisiken verursacht werden, wirksam minimieren. 4. Prognose, Chancen und Risikobericht Künftige Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftschancen Der Ausblick bezieht sich im Wesentlichen auf den Prognosezeitraum von einem Jahr und basiert auf der Zusammensetzung der Debus-Gruppe in diesem Zeitraum. Er berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Aufstellung vorliegenden Erkenntnisse, die Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Debus-Gruppe haben können. Basis der Prognose ist die Planung des Geschäftsverlaufs. Der Konflikt in der Ukraine und mögliche Implikationen für die Versorgungssicherheit werden aufmerksam beobachtet. Die derzeit geltenden Restriktionen, bedingt durch Sanktionen, sind in dem Ausblick verarbeitet. Weiterhin gehen wir davon aus, dass die Corona-Pandemie nur noch indirekten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der Branche haben wird (kein bzw. geringer Bestand an Ausschreibungen). Die makroökonomische Situation in Deutschland wird infolge einer beginnenden Rezession sowie eines auf hohem Niveau verharrenden Inflations- und Zinsniveaus ebenfalls aufmerksam beobachtet. So wird für 2023 von den verschiedenen Wirtschaftsinstituten - einschließlich der Bundesregierung - die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von + 0,2 % (März 2023) bis - 0,5 % (Juni 2023) gesehen. Der Schwerpunkt der Prognosen liegt im negativen Bereich, wie zuletzt vom DIW mit - 0,4 % (Juli 2023). Die deutsche Bauwirtschaft ist im Abschwung. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe erwartete bereits per Ende Februar für das Jahr 2023 einen realen Umsatzrückgang von 6 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei ist die Sparte "öffentlicher Bau" mit einem preisbereinigten Minus von 5 % noch relativ stabil im Vergleich zum Wohnungsbau mit - 9%. Die Erhebungen des Statistischen Bundesamts bestätigten diese Einschätzung mit einem Rückgang der Umsatzerlöse im Bauhauptgewerbe mit 20 und mehr Beschäftigten von real nahezu 6 % für das erste Halbjahr 2023. Im Bereich Naturstein sank die Produktion im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 9,1 % (Vorjahresvergleich 2022/2021: - 2,6 %), während die Umsatzerlöse um 6,4 % (Vorjahresvergleich 2022/2021: 5,9 %) stiegen lt. Bayerischer Industrieverband Steine und Erden e.V., Fachabteilung Naturstein - Industrie. Für 2024 und 2025 sieht das DIW in seinem Wochenbericht 36/37/2023 im Nichtwohnungsbau die größten realen Zuwachsraten, die überwiegend vom öffentlichen Bau getragen werden; "...kräftige Auftragszahlen im Tiefbau (deuten) auf einen beständigen Wirtschaftsbau hin." Abzuwarten bleibt, ob die Auftragszahlen primär die Wärme- und Energiewende betreffen oder den Ausbau von Verkehr und Digitalisierung. Für den Bereich Logistik wurde - Stand per Juni 2023 - in Deutschland für 2023 ein weiterer Rückgang von 0,6 % des Transportaufkommens des inländischen Straßengüterverkehrs erwartet; damit soll das Transportaufkommen von 2019 bis 2026 jeweils um 0,5% p.a. zunehmen (Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Stand März 2023). Tatsächlich lag der kalenderbereinigte Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Juli 2023 2,0 % unter dem Durchschnitt der letzten 24 Monate (Bundesministerium für Digitales und Verkehr). Chancen sehen wir weiterhin insbesondere in dem anhaltend schlechten Zustand des deutschen Verkehrsnetzes sowie dem - mittelfristig - steigenden Verkehrsaufkommen, das immer dringender zusätzliche Investitionen in die Verkehrswege erfordert. Der Haushalt für Bundesfernstraßen bildet mit einer Ausgabensteigerung von 1,3 % auf 8.322 Mio. € für 2023 (lt. Investitionsrahmenplan 2019-2023) eine gute Basis. Zusätzlich sehen wir Impulse durch die - wenn auch langsame - Wiederaufnahme der regulären Ausschreibungsaktivität nach den Corona-Beschränkungen. Durch unsere Marktpräsenz, unserer modernen technischen Ausstattung sowie der weiteren Optimierung unseres Geschäftsmodels sehen wir gute Chancen für weiteres Wachstum der Debus-Gruppe. Wir bleiben deshalb bei der bisher verhaltenen optimistischen Einschätzung für die kommenden Jahre. Die angemessene finanzielle Ausstattung der Unternehmensgruppe sowie ihre regionale Diversifikation stellen eine solide Grundlage für die Bewältigung der gegenwärtigen Situation und ihrer Folgen dar. Darüber hinaus besteht ein ausreichender Spielraum, dass die Debus-Gruppe gestärkt aus der momentanen Situation hervorgeht. Als Konsequenz der Unsicherheit der öffentlichen Haushalte halten wir weiterhin an dem Ziel fest, laufend Kosteneinsparungs- bzw. Effizienzsteigerungsmaßnahmen einzuleiten und die Investitionen für die kommenden Geschäftsjahre auf notwendige Ersatzbeschaffungen zu konzentrieren. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir auf Basis der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vor Konsolidierungsmaßnahmen von nachstehender Entwicklung aus: Wir erwarten Gesamtumsätze leicht unterhalb der Umsätze des Geschäftsjahres 2022. Wir sehen langfristig die notwendige Entwicklung, Preissteigerungen unserer Rohstoffe schnell weiter zu belasten. Die Tonnage sollte nach unserer Einschätzung zumindest in etwa unverändert bleiben. Die Betriebsergebnisse der einzelnen Bereiche werden sich in 2023 voraussichtlich stabilisieren. In allen Bereichen erwarten wir eine Steigerung im Vergleich zum Niveau des Geschäftsjahres 2022 - entsprechend unserer Einschätzung der Preise im Sommer 2023 mit weiterhin volatiler Preisentwicklung. Wir gehen davon aus, dass wir eine Trendumkehr erreichen werden, da wir Preissteigerungen bei den Einkaufspreisen durch entsprechende Anpassungen auf den Absatzmärkten zügiger als in der Vergangenheit durchsetzen können. Insgesamt erwarten wir ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis, das leicht über dem des Vorjahres liegen wird. Risikobetrachtung Unsere wesentlichen Risiken sehen wir in der
In der Marktentwicklung bestehen Risiken, dass sich die derzeit sich weiter abschwächende Branchenkonjunktur mittelfristig nicht umkehrt bzw. die regionale Wirtschaft sich noch schwächer entwickelt als prognostiziert. Weltweit steigende Zinsen, anhaltend hohe Inflationsraten, rückläufige Steuereinnahmen sowie zunehmend steigende Sozialausgaben engen den Spielraum für Infrastrukturinvestitionen immer weiter ein. Das Investitionsvolumen der öffentlichen Haushalte kann nur durch Umschichtungen innerhalb der Haushalte oder durch erhöhte Verschuldung finanziert werden, deren Rückführung gegenwärtig immer teurer wird. Daraus resultierend kann ein über das derzeit bestehende Niveau hinausgehender Wettbewerbs und Preisdruck entstehen, da die Baufirmen auf ein immer noch auf ein niedriges Angebot an Ausschreibungen treffen, was teilweise aus den Einschränkungen der Corona-Pandemie herrührt; das von der Bundesregierung angekündigte "Deutschlandtempo" mittels Bürokratieabbau ist in vielen Bereichen noch nicht erkennbar. Somit bestehen im Bereich Asphalt und Naturstein auf Grund der regionalen Haushaltspolitik und der Überkapazitäten auf Seiten der Anbieter weiterhin Risiken einer rückläufigen Nachfrage nach Produkten für den Verkehrswegebau bzw. nach Preisrückgängen. Insolvenzen oder Zahlungsstockungen bei unseren Kunden werden sich in der gegenwärtigen Situation infolge des Zahlungsverhaltens der Endauftraggeber nicht ausschließen lassen. Im Bereich der Rohstoffbeschaffung bestehen die größten Risiken in Form der - nicht abschätzbaren und/oder extrem volatilen - Preisentwicklung von Einsatzstoffen wie z.B. Energie, Kraftstoff und Bitumen. Vor allem Bitumen ist für den Geschäftsbereich Asphalt ein äußerst bedeutsamer Einsatzstoff. Die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit kann zu einem entscheidenden Thema werden, wenn die weltweite Erdölförderung sinkt, die Raffinerien mittels weiterer Veredelungen das Angebot an Bitumen reduzieren oder höhere Umweltauflagen an die Herstellung/Verarbeitung von Bitumen gestellt werden. Die Energiesituation ist in ihrer derzeitigen Ausprägung kaum steuer- und damit planbar. Die negativen Folgen daraus betreffen uns als energieintensive Branche besonders. Zum einen wurde die Versorgungssicherheit durch den Ukrainekonflikt von heute auf morgen in Frage gestellt mit entsprechenden Preiswirkungen. Zum anderen werden durch die anhaltende Diskussion über befristet subventionierte Energie (z.B. Industriestrom) Entscheidungen über langfristige Investitionen in nachhaltige Energieprojekte nahezu unmöglich. Die rückwirkend umgesetzten Entschädigungszahlungen aus den öffentlichen Haushalten können bestenfalls abmildernde Kosteneffekte haben, bringen aber die Energiesituation strategisch nicht voran. Sämtliche Risiken werden kontinuierlich von unseren Fachbereichen und den operativen Einheiten beobachtet, überwacht und in verschiedenen Arbeitskreisen und Jour fixe der Führungsebenen kontinuierlich analysiert. Auf Veränderungen bei den exogenen Faktoren reagieren wir durch Anpassungen in unserer marktorientierten Matrixorganisation, unserer Marktpräsenz und Angebotspalette sowie in unseren strategischen bzw. operativen Planungen. Mit einem Risikomanagement einschließlich eines organisatorisch installierten betriebswirtschaftlichen und technischen Controllingbereichs, der u. a. eine strategische 3-Jahres-Planung, eine operative Jahresplanung mit monatlichen Betriebsabrechnungen umfasst, soll die Entwicklung der zukünftigen Risiken zeitnah erkannt werden. Auf dieser Basis können dann über geeignete Gegenmaßnahmen frühzeitig entschieden und kurzfristig umgesetzt werden, unter Beteiligung aller Service- und Ergebnisbereiche. Das unternehmerische Controlling verfolgt die Umsetzung der operativen Planungen auf allen betrieblichen Ebenen, die in regelmäßigen Abständen den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Auf Basis monatlicher betriebswirtschaftlicher und technischer Auswertungen werden zweckmäßige Ansatzpunkte für Steuerungsmaßnahmen gefunden und Entscheidungen für Zielvorgaben eingeleitet. Finanzielle Flexibilität und Unabhängigkeit bildet für die Debus-Gruppe eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Unternehmensentwicklung. Die Grundzüge der Finanzpolitik des Konzerns legt die Geschäftsführung fest, deren Umsetzung durch die Finanzabteilung verantwortet wird. Sie steuert gruppenweit die Verwendung vorhandener Liquiditätsüberschüsse sowie die Bereitstellung und Inanspruchnahme von Bankdarlehen und Bürgschaften auf Basis der zu beobachtenden Entwicklungen auf den Geld- und Kapitalmärkten. Sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung bzw. außerordentliche Risiken (wie z.B. Personal, Organisations-, IT, Rechtsrisiken oder Compliance) werden nicht gesehen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken zu erkennen, die den Bestand der Debus-Gruppe gefährden könnten. Wir gehen davon aus, dass wir mittels unseres Risikomanagements und der daraus abzuleitenden Maßnahmen weiterhin den Risiken erfolgreich begegnen können und damit die möglichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering einschätzen. Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Debus-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche, politische und strategische Entwicklungen beziehen. Die Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir nach gründlicher Prüfung auf Basis uns zum Zeitpunkt der Drucklegung des Geschäftsberichts zur Verfügung stehender Informationen getroffen haben. Da sie jedoch auch von Faktoren abhängen, die nicht unserem Einfluss unterliegen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Prognosen abweichen.
Untersiemau, den 23. November 2023 gez. Hans Ullrich Debus gez. Sebastian Debus gez. Christian Debus KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022ARNO DEBUS GMBH & CO. KG, UNTERSIEMAUAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Konzernanhang 2022Arno Debus GmbH & Co. KG, UntersiemauGrundlagen Die Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter HR A 287 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches aufgestellt. In den Konzernabschluss sind alle Tochterunternehmen einbezogen, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Konsolidierungskreis Im Geschäftsjahr 2022 ist die SDV-Logistik GmbH & Co. KG, Berg neu in den Konsolidierungskreis einbezogen worden. Die Gesellschaft wurde zum 15. März 2022 erstkonsolidiert. Im Vorjahreskonzernabschluss wurde die Gesellschaft at equity bilanziert. In den Konzernabschluss wurden folgende Unternehmen einbezogen, an denen die Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau, als Mutterunternehmen, direkt oder indirekt über Tochtergesellschaften die einheitliche Leitung ausübt:
1) Die Gesellschaft wird auf Grund der vertraglichen Beherrschungsmöglichkeit konsolidiert. 2 ) Die Gesellschaften wird at equity konsolidiert. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden die folgenden Unternehmen, an denen die Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau, als Mutterunternehmen direkt oder indirekt über Tochterunternehmen die einheitliche Leitung ausübt.
Die aufgeführten Gesellschaften wurden wegen geringer bzw. untergeordneter Bedeutung nicht einbezogen. Die Gesellschaften, an denen die Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau, Beteiligungen hält (vgl. Anteilsbesitzliste), wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht einbezogen. Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 2 und 4 HGB enthält die Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022. Die Geschäftsjahre der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stimmen überein und entsprechen dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB wird der Konzernabschluss auf den gleichen Stichtag (31. Dezember 2022) aufgestellt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wird bei Tochterunternehmen, deren Erstkonsolidierung vor dem Inkrafttreten der Änderungen durch das BilMoG erfolgt ist, nach der Buchwertmethode durchgeführt. Für Erstkonsolidierungen, die nach dem Inkrafttreten der Änderungen durch das BilMoG erfolgen, wird die Konsolidierung nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses werden als Geschäftswert ausgewiesen oder sind bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens des jeweiligen Tochterunternehmens zugeschrieben worden und werden unter der Position "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" ausgewiesen. Der aktive Unterschiedsbetrag gemäß at equity Bilanzierung nach § 312 Abs. 1 HGB beträgt TEUR 7 (davon Firmenwert TEUR 7). Der Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Anteile konzernfremder Gesellschafter sind vom jeweils am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Kapital ermittelt und als "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den dazugehörigen Aufwendungen erfolgsneutral verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne aus konzerninternen Verkäufen von Anlage- und Vorratsvermögen wurden eliminiert. Latente Steuern Für temporäre Differenzen zwischen den Jahresabschlüssen der einzelnen Gesellschaften und der Konzernbilanz wird aufgrund der Zwischengewinneliminierung ein Abgrenzungsposten für latente Steuern ausgewiesen. Aktive latente Steuern aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften werden abweichend von DRS 18 im Konzernabschluss nicht gebildet. Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierende aktive latente Steuern wurden gebildet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemeine Grundsätze Die Bilanzierung und Bewertung bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet (Nutzungsdauer vier Jahre). Die Geschäftswerte werden über betriebsindividuelle Nutzungsdauern abgeschrieben. Diese betragen 3 bzw. 15 Jahre. Diese Einschätzung von der Geschäftsführung ist begründet durch die voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Standorts sowie das erwartete Verhalten der Wettbewerber im Absatzgebiet des erworbenen Standorts. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet (Nutzungsdauer 2 bis 25 Jahre). Soweit erforderlich, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen für Substanzverringerungen auf Abbaugrundstücke werden entsprechend der Gesteinsausbeute bezogen auf das Gesteinsvorkommen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften in einem Sammelposten zusammengefasst und über eine Laufzeit von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Einstandspreisen bzw. zu den niedrigeren Preisen der letzten Anlieferung zuzüglich Frachten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet. Für bestimmte Hilfs- und Betriebsstoffe wurden Festwerte gebildet. Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Material- und Fertigungseinzelkosten, notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie dem anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens bewertet. Das Niederstwertprinzip ist eingehalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt; allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Für das in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltene allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung von 2 bzw. 3 % (i. Vj. 2 bzw. 3 %) der nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Disagien werden zeitanteilig über die Darlehenslaufzeiten oder über die Zinsbindungsfristen verteilt. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern wurden wegen der Zwischenergebniseliminierung im Vorratsvermögen gebildet. Sie wurden zum Stichtag 31. Dezember 2022 mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 11,2 % für Personengesellschaften und 27,0 % für Kapitalgesellschaften berechnet. Aus der Zwischenergebniseliminierung resultieren aktive latente Steuern. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Basis des steuerlichen Gewinns dotiert. Der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde der Barwert der zukünftig an die Mitarbeiter zu erbringenden Geldleistungen unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,54 % (i. Vj. 1,49 %) zugrunde gelegt. Ein Fluktuationsabschlag wurde in der Weise berücksichtigt, dass in den ersten fünf Jahren der Betriebszugehörigkeit der einzelnen Mitarbeiter auf eine Rückstellungsbildung verzichtet wurde. Rückstellungen für Räumung und Rekultivierung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem den erwarteten Restlaufzeiten der Standortnutzung entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen siebenjährigen Marktzinssatz zum 31. Dezember 2022 abgezinst. Die Rückstellung für Räumung und Rekultivierung soll die zu erwartenden Aufwendungen für die Wiederherstellung der Standorte abdecken. Die Gesellschaft ist verpflichtet, die genutzten Flächen zu rekultivieren. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sowie der natürliche Samenflug berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ist aus dem beigefügten Anlagespiegel ersichtlich (Anlage zum Konzernanhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen gegen assoziierte Unternehmen betreffen TEUR 22 (i. Vj. TEUR 96) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen TEUR 6 (i. Vj. TEUR 15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten in Höhe von TEUR 307 (i. Vj. TEUR 178) enthalten. Hierbei handelt es sich um Vorsteuer, die erst nach dem Bilanzstichtag gezogen werden kann. Kapitalanteile Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen TEUR 310; die Festeinlagen sind voll eingezahlt. Nicht beherrschende Anteile Der Posten resultiert aus der Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Gesellschaften und umfasst die Fremdanteile aus den Eigenkapitalpositionen der Tochterunternehmen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen:
Sonstige Rückstellungen Es handelt sich um Rückstellungen für:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben die nachstehenden Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung von Gegenständen des Sachanlagevermögens und durch Grundschulden besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte von Gegenständen des Anlagevermögens besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr laufende Verrechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.505 resultieren in Höhe von TEUR 147 aus Investitionsvorhaben sowie in Höhe von TEUR 2.358 aus Verpflichtungen mehrjähriger Leasingverträge. Pensionsverpflichtungen Durch unterlassene Zuführungen zu der Pensionsrückstellung in den Vorjahren für Altzusagen vor dem 1. Januar 1987 gem. Art. 28 Abs. 2 EGHGB kommt es zu einem Fehlbetrag von insgesamt TEUR 149 (i. Vj. TEUR 149). Der Fehlbetrag gem. Art. 28 Abs. 2 EGHGB wird auf der Grundlage von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen ermittelt. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem PUCM-Verfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,78 % angesetzt. Eine Rentendynamik wurde nicht eingerechnet. Latente Steuern In der Bilanz angesetzte latente Steuern entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die aktiven latenten Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung leicht vermindert. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung nach Geschäftsbereichen:
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die wesentlichen periodenfremden Erträge und Aufwendungen sind:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 49 (i. Vj. TEUR 0) aus einer Schadenersatzleistung realisiert. Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.291 (i. Vj. TEUR 4.456) beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 94 (i. Vj. TEUR 0). Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 0) vorgenommen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 72 (i. Vj. TEUR 530). Sonstige Angaben Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Erläuterungen zum Eigenkapitalspiegel Der Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde analog DRS 22 unter Berücksichtigung der Besonderheiten einer Kommanditgesellschaft erstellt. Geschäftsführer Komplementär-GmbH ist die Arno Debus Verwaltungs-GmbH, Untersiemau (gezeichnetes Kapital: TEUR 30), mit den Geschäftsführern
Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird die Befreiungsvorschrift gemäß § 314 Abs. 3 HGB ausgeübt. Abschlussprüferhonorar Für die Tätigkeit des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses wurden im Gesamtjahr folgende Honorare berechnet:
Inanspruchnahme von Erleichterungen für Tochtergesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB Die Erleichterungen der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB nehmen die Gesellschaften Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau amo-Asphalt GmbH & Co. KG, Untersiemau MWS Mischwerk Saalfeld GmbH + Co. Kommanditgesellschaft, Saalfeld Debus Naturstein GmbH & Co. KG, Untersiemau Hartsteinwerk Hüttengrund GmbH, Sonneberg WNS Werra Naturstein GmbH & Co. KG, Auengrund RT Recycling- und Aufbereitungs-GmbH & Co. KG Thüringen, Stadtilm Hartsteinwerke Hof GmbH, Köditz MBG-Baustoff-Gesellschaft mbH, Untersiemau Voigtsgrüner Asphalt-Mischwerke GmbH & Co. KG Hirschfeld, Hirschfeld CAG Chemnitz-Asphalt-Gesellschaft mbH & Co. KG, Chemnitz Debus & Dinkel GmbH, Untersiemau Debus Schiefer GmbH, Lehesten in Anspruch.
Untersiemau, den 23. November 2023 gez. Hans Ullrich Debus gez. Sebastian Debus gez. Christian Debus Die Billigung des Konzernabschlusses durch die Gesellschaft fand am 5. Dezember 2023 statt. Entwicklung des Anlagevermögens
Aufstellung des Anteilsbesitzes der Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau zum 31. Dezember 2022
1) Die Zahlen des Beteiligungsunternehmens entsprechen dem Jahresabschluss 31. Dezember 2021. Kapitalflussrechnung Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt. Die Ermittlung erfolgt unter analoger Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21) unter Berücksichtigung der Besonderheiten einer Kommanditgesellschaft.
Konzerneigenkapitalspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Arno Debus GmbH & Co. KG, Untersiemau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 30. November 2023 HLB
Dr. Hußmann & Kollegen PartG mbB
Dr. Stefan Lütke, Wirtschaftsprüfer Mattias Bahmann, Wirtschaftsprüfer |
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