proLOG - brand logistics GmbHLiquidiert

73312 Geislingen an der Steige, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 721558
Eingetragen
5.11.2007
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
a) Bewirkung von logistischen Dienstleistungen b) Vornahme ergänzender oder artverwandter Geschäfte c) jede angemessene Nutzung des Anlagevermögens und die Verwaltung eigenen Vermögens

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

proLOG - brand logistics GmbH

Geislingen/ Steige

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 143.200,00 517.885,00
II. Sachanlagen 191.010,00 220.794,00
III. Finanzanlagen 22.900,00 30.300,00
  357.110,00 768.979,00
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 146.378,00 128.480,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.754.205,10 3.981.021,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 24.450,10 26.996,38
  4.925.033,20 4.136.498,67
C. Aktive latente Steuern 127.563,00 133.204,00
  5.409.706,20 5.038.681,67

Passiva

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000,00
II. Gewinnrücklage 93.482,00 93.482,00
III. Bilanzgewinn 41.914,85 12.671,62
  535.396,85 506.153,62
B. Rückstellungen 2.392.177,18 2.504.161,40
C. Verbindlichkeiten 2.482.132,17 2.028.366,65
  5.409.706,20 5.038.681,67

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

  2012
EUR
2011
EUR
1. Rohergebnis 30.666.249,57 27.938.364,32
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -9.513.366,97 -9.085.221,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.985.457,13 -1.862.282,03
--davon für Altersversorgung EUR 67.961,75 (i. Vj. EUR 13.836,31)--    
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des    
Anlagevermögens und Sachanlagen -438.245,02 -179.044,93
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.504.726,85 -17.005.233,78
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.308,65 1.392,03
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 366,98 7.088,38
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 353,00 (i. Vj. 7.088,38)--    
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -95.384,00 -93.625,00
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 130.745,23 -278.562,53
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -101.502,00 51.534,00
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 29.243,23 -227.028,53
11. Gewinnvortrag 12.671,62 239.700,15
12. Bilanzgewinn 41.914,85 12.671,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

Form und Inhalt des Jahresabschlusses

Die Gliederung der Bilanz erfolgt entsprechend § 266 in der für große und mittelgroße Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschriebenen Form.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren unter Anwendung des in § 275 Abs. 2 HGB vorgesehenen Gliederungsschemas aufgestellt.

In Abweichung zum Gliederungsschema nach § 275 Abs. 2 HGB sind die "sonstigen Steuern" in der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten und werden nicht separat ausgewiesen. Wie in den Vorjahren werden für Zwecke einer späteren Konsolidierung für den Konzernabschluss der WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft, Geislingen/Steige, Frachtaufwendungen in Höhe von EUR 6.813.630,15 (i. Vj. EUR 6.697.842,67) unter der Position sonstige betriebliche Aufwendungen anstatt in der Position Materialaufwand ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear innerhalb der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt für technische Anlagen zwischen 5 und 15 Jahren sowie für andere Anlagen zwischen 3 und 13 Jahren. Immaterielle Anlagewerte werden nach der linearen Methode mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Für Anlagenzugänge, die nach dem 1. Januar 2008 erfolgen, wird, sofern diese steuerliche Methode die Vermögens- und Ertragslage nicht wesentlich beeinflusst, ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen. Dieser Sammelposten wird über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte beinhalten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, welche mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet werden.

Forderungen sowie die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern auf Grund von temporären oder quasitemporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Pensionsrückstellungen werden für vertragliche Versorgungsansprüche nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Verfahren, kurz PUC-Verfahren) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,05 % (i. Vj. 5,14 %) bewertet. Der Berechnung wurden unverändert zum Vorjahr eine Rentenanpassung in Höhe von 1,75 % p. a. und eine Fluktuationsrate von 5,0 % zugrunde gelegt.

Die Rückstellungen decken sämtliche erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken ab. Rückstellungen werden grundsätzlich in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Rückstellung für die Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen ist per 31. Dezember 2012 entsprechend der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) zur Rechnungslegung: Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen nach IAS und handelsrechtlichen Vorschriften (IDW RS HFA 3) gebildet worden. Eine Rückstellung für die Aufstockungsleistungen für potenzielle Altersteilzeitverträge war nicht zu bilden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachstehend aufgeführten Anlagenspiegel ersichtlich.

  Anschaffungskosten
  1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 743.456,36 445,21 0,00 743.901,57
II. Sachanlagen        
Technische Anlagen und Maschinen 102.633,86 0,00 0,00 102.633,86
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 401.543,77 33.330,81 0,00 434.874,58
  504.177,63 33.330,81 0,00 537.508,44
III. Finanzanlagen        
Ausleihungen an Belegschaft 30.300,00 0,00 7.400,00 22.900,00
  1.277.933,99 33.776,02 7.400,00 1.304.310,01
  kumulierte Abschreibungen
  1.1.2012
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software 225.571,36 375.130,21 600.701,57
II. Sachanlagen      
Technische Anlagen und Maschinen 46.031,86 8.294,00 54.325,86
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.351,77 54.820,81 292.172,58
  283.383,63 63.114,81 346.498,44
III. Finanzanlagen      
Ausleihungen an Belegschaft 0,00 0,00 0,00
  508.954,99 438.245,02 947.200,01
  Buchwerte
  31.12.2011
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 517.885,00 143.200,00
II. Sachanlagen    
Technische Anlagen und Maschinen 56.602,00 48.308,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.192,00 142.702,00
  220.794,00 191.010,00
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an Belegschaft 30.300,00 22.900,00
  768.979,00 357.110,00

Forderungen

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 4.629.736,21, i. Vj. EUR 3.575.625,35) entfallen EUR 4.189.846,88 (i. Vj. EUR 3.003.049,73) auf die Gesellschafterin WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft, Geislingen/Steige. Diese Forderungen wurden mit einer Verbindlichkeit gegenüber der WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 594.657,86 saldiert. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.783.659,78 (i. Vj. EUR 2.470.713,38) enthalten. Im Übrigen betreffen sie die Finanzierung sowie die Umsatzsteuerforderung Dezember 2012.

Rückstellungen

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die betriebstypischen ungewissen Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 83.424,78 (i. Vj. EUR 101.175,00) und aus dem Personalbereich in Höhe von EUR 957.277,00 (i. Vj. EUR 1.253.694,00).

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 791.020,81 (i. Vj. EUR 0,00) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Abschreibungen

In den Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 226.216,00 (i. Vj. EUR 0,00) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden im Wesentlichen Ausgangsfrachten, Mieten und Pachten, Reparaturen, Beratungskosten sowie Kosten für Lohnarbeiten Dritter erfasst.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch sonstige Steuern in Höhe von EUR 6.117,53 (i. Vj. EUR 5.218,16) ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Steueraufwand in Höhe von EUR 5.641,00 (i. Vj. Steuerertrag in Höhe von EUR 14.484,00) aus latenter Steuer enthalten. Dieser teilt sich auf in latenten Steuerertrag aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden in Höhe von EUR 20.949,00 und latenten Steueraufwand aus Verlustvorträgen in Höhe von EUR 26.590,00.

Auf Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer des laufenden Jahres entfällt ein Betrag in Höhe von EUR 95.861,00 (i. Vj. EUR 0,00).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 5.711 (i. Vj. TEUR 5.808).

Davon entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 5.493 (i. Vj. TEUR 5.284).

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

  2012 2011
  Angestellte Gewerbliche Gesamt Angestellte Gewerbliche Gesamt
unbefristete Beschäftigte 66 149 215 60 145 205
befristete Beschäftigte 3 71 74 5 40 45
(davon Auszubildende) (4) (5) (9) (4) (5) (9)

Ausschüttungssperre

In Höhe der aktivierten latenten Steuern besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Honorar für den Abschlussprüfer

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird unter Hinweis auf § 285 Nr. 17 2. Halbsatz HGB verzichtet.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

Herr Diplom-Betriebswirt (FH) Jürgen Vedie, Geislingen/Steige (bis zum 31. Januar 2012)

Herr Diplom-Ingenieur Detlef Czypulovski, Geislingen/Steige (seit 1. Februar 2012)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 41.914,85 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Zugehörigkeit zum WMF-Konzern

Das Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, ist die Finedining Topco GmbH, München. In diesen Konzernabschluss wird die WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft, Geislingen/Steige, und deren Tochterunternehmen einbezogen. Die WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft, Geislingen/Steige, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die proLOG -brand logistics GmbH, Geislingen/Steige, einbezogen wird, auf. Der Konzernabschluss der WMF AG wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht und auf der Internetseite von WMF veröffentlicht.

 

Geislingen/Steige, den 20. Februar 2013

proLOG -brand logistics GmbH

Czypulovski

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Rahmenbedingungen

Im Zuge der Euro-Krise hat sich die Weltwirtschaft konjunkturell stark abgeschwächt. Nachdem die Produktion zu Beginn des Jahres 2012 vorübergehend etwas rascher zugenommen hatte, verlangsamte sich die wirtschaftliche Expansion im Frühjahr wieder deutlich. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im zweiten Quartal lediglich mit einer laufenden Jahresrate von 2,4 % zu; dies ist der geringste Zuwachs seit Überwindung der weltweiten Rezession im Jahr 2009.

Im Euroraum hingegen schrumpfte die gesamtwirtschaftliche Produktion im Frühjahr erneut, nachdem sie im ersten Quartal stagniert hatte. Der Rückgang war mit 0,7 Prozent insgesamt zwar moderat, doch ging die Produktion in einer Reihe von Ländern sehr deutlich zurück.

Neben den von der Staatsschuldenkrise besonders betroffenen Ländern Griechenland, Italien, Portugal, und Spanien, die sich in einer tiefen Rezession befinden, war dies im zweiten Quartal auch in Finnland und Belgien der Fall. Im Euroraum insgesamt schwächte sich die Inlandsnachfrage angesichts sinkender Beschäftigung und Einkommen sowie der wieder zunehmenden Unsicherheit über den Fortgang der Staatsschuldenkrise spürbar ab. 1

Dies hat die Konjunkturentwicklung in Deutschland belastet. Bereits im Jahr 2011 setzte eine merkliche Abkühlung der Konjunktur ein, die im Jahr 2012 anhielt. Die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland dürfte sich im Jahr 2012 voraussichtlich auf 0,8 % belaufen, dieser Wert gilt vermutlich ebenso für das Jahr 2013. Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt stellt sich mit einer Arbeitslosenquote v. 6,8 % nach wie vor günstig dar. 2

Im gesamten Berichtsjahr 2012 setzte der deutsche Einzelhandel zwar nominal 1,9 % mehr, jedoch real 0,3 % weniger um als im Vorjahr. Damit konnten die deutschen Einzelhändler im dritten Jahr in Folge nominal Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr verbuchen. 3

1 IfW (2012a), S. 7ff
2 Sachverständigenrat (2012), S. 2
3 Statistische Bundesamt (2013),
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/01/PD13_038_45212.html

Die deutsche Logistikwirtschaft zeigt sich im vierten Quartal 2012 abermals in schwächerer konjunktureller Verfassung. Die Ergebnisse für Anbieterseite des Logistikmarktes (Logistikdienstleister) zeigen das gegenüber den Anwendern in Industrie und Handel typisch stärker ausgeprägte Zyklusmuster. Während das Klima auf der Anwenderseite im vierten Quartal 2012 nur unwesentlich um gut 1 Indexpunkt auf jetzt 117,2 Indexpunkte nachgab, ging der Klimawert der Anbieter deutlich um 16,2 Punkte auf 92,7 Punkte zurück, so dass dort die Zeichen mittlerweile auf eine leichte Kontraktion der ökonomischen Aktivität hindeuten. Die eingetrübten Aussichten auf die zukünftige Geschäftsentwicklung und Auftragslage schlagen abermals negativ auf die Personalplanung und die Investitionsabsichten der Logistikdienstleister durch. 4

1.2. Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit

Die proLOG -brand logistics GmbH (kurz: proLOG) wurde mit Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages am 13.09.2007 gegründet und ist ein rechtlich selbstständiges Unternehmen innerhalb des WMF Konzerns. Mit der Aufhebung der Joint-Venture-Vereinbarung (31.08./ 06.09.2007) zum 30.6.2012 mit der Dirks Consumer Logistics GmbH, Oldenburg, hat die WMF Württembergische Metallwarenfabrik AG, Geislingen/Steige (kurz: WMF AG), somit sämtliche Geschäftsanteile an der proLOG übernommen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit hat sich dadurch jedoch nicht verändert. Die proLOG ist im Konzernverbund eine Servicetochtergesellschaft. Sie bietet ihren Kunden ein umfassendes Spektrum moderner Dienstleistungen im Bereich des After-Sales, des e-Commerce und des Outsourcings. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf nationalen Dienstleistungen, die über den reinen Transport hinausgehen, wie Warehousing, Order Fulfillment, eCommerce, Customer Service oder Kontraktlogistik. Derzeit betreibt die proLOG die logistischen Abwicklungen für die WMF AG, die proHeq GmbH sowie die Auerhahn Bestecke GmbH, welche alle ihren Firmensitz in Deutschland haben. Struktur und Inhalt der Geschäftstätigkeit sind gegenüber dem Vorjahr leicht verändert, da aus wirtschaftlichen Gründen die Geschäftsbeziehungen mit der elektro plus GmbH (31.8.2012) sowie der Nestle Deutschland AG (30.9.2012) in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres beendet wurden. Ein Geschäft mit Drittkunden wird derzeit nicht weiter forciert.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1. Ertragslage

Einhergehend mit der Umsatzentwicklung unserer Kunden und infolge unterjähriger Preisanpassungen stieg der Umsatz von 29.348 Tsd. € um 1.876 Tsd. € auf 31.224 Tsd. €. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von 6,4 %. Dabei wuchs der inländische Umsatzanteil zum Vorjahr um 0,2 % auf 98,1 % (i. Vj. 97,9 %).

Die Umsatzrendite hat sich im Geschäftsjahr 2012 von -0,8 % auf 0,1 % erhöht.

4 IfW (2012 b), http://www.ifw-kiel.de/medien/medieninformationen/2012/logistikindikator-im-vierten-quartal-2012,

Das 2012 betrieblich erzielte Ergebnis (EBIT = Ergebnis vor Steuern und Zinsen) in Höhe von 226 Tsd. € hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-192 Tsd. €) um 418 Tsd. € erhöht. Erfolgsvermehrend zeigte sich unter anderem die Tatsache, dass die erhöhten Umsatzerlöse wie auch die erhöhten sonstigen betriebliche Erträge die erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie auch Personalaufwendungen kompensieren konnten.

In 2012 wurde ein Ergebnis vor Steuern von 131 Tsd. € erzielt (Vorjahr -279 Tsd. €). Die Ertragssteuern sind im Vergleich zum Vorjahr um 153 Tsd. € auf 102 Tsd. € angestiegen. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich von -227 Tsd. € auf 29 Tsd. € erhöht.

Der Materialaufwand liegt mit 1.625 Tsd. € um 4,6 % über Vorjahr (1.554 Tsd. €), was im Wesentlichen auf umsatzbedingte Mehrkosten zurückzuführen ist. Die Materialquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) hat sich dadurch jedoch von 5,3 % auf 5,2 % leicht verringert.

Für Löhne, Gehälter, Sozialabgaben, Beiträge zur Altersversorgung und soziale Unterstützung wandte die proLOG 2012 11.499 Tsd. € auf. Absolut mehrte sich der Personalaufwand gegenüber Vorjahr (10.948 Tsd. €) um 551 Tsd. €. Dies ist ein Zuwachs des Personalaufwandes der proLOG von 5,0 % zur Gesamtleistung wovon ein erheblicher Anteil auf einen vergleichsweise hohen Tarifabschluss (4,3 % ab 01. Mai 2012) entfällt. Die Personalkostenquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) sank von 37,3 % auf 36,8 %.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden hauptsächlich Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Mieten und Pachten, Reparaturen, Beratungskosten sowie Kosten für Lohnarbeiten Dritter subsumiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 18.505 Tsd. € haben sich im Vergleich zum Vorjahr (17.005 Tsd. €) um 1.500 Tsd. € erhöht. Die Aufwandsquote stieg dabei von 57,9 % auf 59,3 %. Gründe dafür sind einerseits zusätzliche Anmietungen externer Lagerflächen (446 Tsd. €) sowie leicht erhöhte Reparaturen (43 Tsd. €). Daneben sind ebenfalls gestiegene sonstige Kosten (1.160 Tsd. €) bedingt durch WMF-umsatzkonforme erhöhte Wareneingangsdienstleistungen (i. W. Containervereinnahmung und Umpacktätigkeiten) zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.068 Tsd. € (i. Vj. 98 Tsd. €) resultieren i. W. aus der Berechnung nicht genutzter Kapazitäten an die Kunden.

2.2. Vermögenslage

Das Bilanzvermögen der proLOG ist zum 31.12.2012 im Vergleich zur Vorperiode um 371 Tsd. € auf 5.410 Tsd. € angewachsen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Saldo der Abnahme der immateriellen Vermögensgegenstände um 375 Tsd. € auf 143 Tsd. € sowie der Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.054 Tsd. EUR.

Das Anlagevermögen hat sich in 2012 aufgrund von Sonderabschreibungen um 412 Tsd. € auf 357 Tsd. € vermindert. Im Geschäftsjahr 2012 lagen die Zugänge bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen mit 34 Tsd. € um 348 Tsd. € unter Vorjahr.

Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen um 112 Tsd. € auf 2.392 Tsd. € vermindert. Diese betreffen vorwiegend Rückstellungen für Pensionen als auch Rückstellungen für Mitarbeiterverpflichtungen in Höhe von 1.351 Tsd. € (i. Vj. 1.149 Tsd. €) bzw. 957 Tsd. € (i. Vj. 1.254 Tsd. €). Die Verbindlichkeiten sind um 454 Tsd. € auf 2.482 Tsd. € gestiegen. Gegenüber Kreditinstituten bestehen keinerlei Finanzverbindlichkeiten. Die flüssigen Mittel lagen zum Periodenende mit 24 Tsd. € leicht unter Vorjahr (27 Tsd. €).

2.3. Finanzlage

Ziel des Finanzmanagements ist es, die laufende Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen. Die Gesellschaft ist zudem in das Cash-Management der WMF Group eingebunden.

Das Eigenkapital der proLOG zum 31.12.2012 beträgt 535 Tsd. € und liegt um 29 Tsd. € über Vorjahr. Der Anteil am Gesamtkapital erreicht dadurch 9,9 % (i. Vj. 10,0 %).

Der Cash-Flow (CF) aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit liegt im Berichtsjahr bei -157 Tsd. € und demnach 528 Tsd. € unter Vorjahr. Der Mittelabfluss ist u. a. bedingt durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich in 2012 auf 26 Tsd. € (i. Vj. 379 Tsd. €). Grund für diese Veränderung sind geringere Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. In 2012 gab es Mittelzuflüsse betreffend der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 180 Tsd. € (i. Vj. 4 Tsd. €) bedingt durch die Veränderung der Cash Pool Forderungen .

Es gab keine Liquiditätsengpässe und die proLOG konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen.

2.4. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der proLOG GmbH gegenüber Vorjahr verbessert. Wesentliche Gründe dafür waren die Mehrerlöse aufgrund von Umsatzsteigerungen wie auch durch die Verrechnung nicht genutzter Kapazitäten.

3. Mitarbeiter

Am 31.12.2012 waren in der proLOG insgesamt 319 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In der Summe sind dies 7 Personen mehr als im Vorjahr. Diese Erhöhung basiert auf einem erhöhten Einsatz von befristeten Mitarbeitern bzw. Saisonkräften. Bedingt durch die vorausschauende Personalpolitik der proLOG, was sich nicht zuletzt in den hohen Ausbildungszahlen widerspiegelt, waren zum Jahresende vier Auszubildende und drei Studenten der Dualen Hochschule bei der proLOG beschäftigt. Das sind zwei Auszubildende und ein Student der Dualen Hochschule weniger als 2011.

Gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter stellen auch in Zukunft einen entscheidenden Beitrag am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens dar. Aus diesem Grund wird sich die proLOG auch zukünftig weiterhin stark in der Aus- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten engagieren.

4. Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Deshalb ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts. Unter Risiko verstehen wir jedes Ereignis, das das Erreichen unserer kurzfristigen operativen oder unserer langfristigen strategischen Ziele negativ beeinflussen kann. Als Chancen definieren wir mögliche Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen.

Damit die proLOG in ihrem Geschäftsumfeld auf Dauer erfolgreich agieren kann, existiert ein effektives internes Kontrollsystem, welches einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems bildet. Das Ziel des internen Kontrollsystems besteht in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess darin, die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und der damit verbundenen Berichterstattung sicherzustellen.

Maßnahmen des rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems der proLOG beinhalten:

umfangreiche systemgestützte Plausibilitätskontrollen im Rahmen des laufenden Berichtswesens,

regelmäßigen Dialog mit den operativen Einheiten zu Themen der Rechnungslegung,

laufende inhaltliche Kontrollen (Vier-Augen-Prinzip) auf Ebene der Einzelgesellschaften wie auch im Rahmen des Konzernberichtswesens,

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die konzerneinheitlich angewendet werden, und Vorkehrungen zur Erfassung und Eliminierung konzerninterner Transaktionen.

Die Umsetzung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung und zur Risikominimierung wird von der internen Revision begleitet. Die interne Revision ist dafür zuständig, das Risikomanagement unter Beachtung der bei der WMF-Group geltenden Richtlinien und Grenzwerte durchzuführen. Nachfolgende Revisionsaufträge wurden im Berichtsjahr durchgeführt:

Interne Entnahmen

Lieferanten- und Wettbewerbsmuster

Geschäftsabwicklung der Auerhahn Bestecke GmbH

Im Rahmen von Langfristplanungen wird die Strategie regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Derzeit sind keine bestehenden und zukünftigen Risiken zu erkennen.

Überdies ist die proLOG in das Risikomanagement der WMF AG eingebunden.

Die für die proLOG relevanten Risiken werden nachfolgend beschrieben, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes beinhaltet.

Für die Geschäftstätigkeit der proLOG ist eine hohe Verfügbarkeit der technischen Anlagen notwendig. Möglichen Ausfällen im operativen Bereich wirkt die proLOG durch kontinuierliche präventive Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen entgegen. Risiken auf Grund des Betreibens diverser Internetshops wird durch notwendige Sicherheitsüberprüfungen und permanente Updates begegnet. Die sich daraus ergebenden Risiken sind als gering einzustufen.

Seit der vollumfänglichen Aufnahme der Geschäftstätigkeit der proLOG wurden Logistikdienstleistungen überwiegend für Gesellschaften erbracht, welche der WMF Gruppe zuzurechnen sind. Der zukünftige Erfolg der Geschäftstätigkeit hängt maßgeblich von der wirtschaftlichen Stärke dieser Kunden ab. Diese Kunden der proLOG sind vor allem in der Konsumgüterbranche aktiv, die durch eine enge Korrelation zum privaten Verbrauch gekennzeichnet ist.

Unsere Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten sind für den zukünftigen Erfolg der proLOG von zentraler Bedeutung. Damit sich die proLOG im Wettbewerb behaupten kann, ist die Personalkostenstruktur in Relation zu derjenigen der Wettbewerber von entscheidender Bedeutung. Zusätzliche Belastungen, zum Beispiel in Form des hohen Metall-Tarifabschlusses in 2013 verschlechtern die Wettbewerbsposition der proLOG im Vergleich zu nichttarifgebundenen Wettbewerbern.

Auf unseren Beschaffungsmärkten sind weiter steigende Preise bei unseren wichtigen Verpackungsmaterialien zu erwarten. Rohstoffpreiserhöhungen mit Auswirkungen für Holz und Kartonagen werden erheblichen Einfluss auf die Erlösqualität nehmen, wenn sie nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können.

Aufgabe der Logistik ist es, eine hohe Versorgungssicherheit mit Waren bei optimierten Kostenstrukturen und gleichzeitiger Berücksichtigung von nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten wie Energie- und Kraftstoffverbrauch zu gewährleisten. Die große Vielfalt von Waren und Artikeln der WMF-Group sowie der hohe Warenumschlag sind allerdings mit organisatorischen, informationstechnischen und logistischen Risiken verbunden. Störungen in der Wertschöpfungskette, etwa bei der Lieferung von Waren, können zu Betriebsunterbrechungen bspw. in den WMF-Filialen führen. Wir reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Spediteuren und Dienstleistungsunternehmen, indem wir den Geschäftspartnerkreis erweitern und intern dem Prinzip der effizienten Arbeitsteilung folgen. Die Distribution von Waren erfolgt mit national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern bestehen Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die Standards für die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und deren Einhaltung laufend überwacht werden in Zusammenarbeit mit unseren Kunden sowie dem Konzerneinkauf.

Die in Folge der Krise im Euroraum und durch die abflauende Weltwirtschaft induzierten unsicheren Konjunkturaussichten bergen für die proLOG und den gesamten Logistiksektor ein nicht unerhebliches Risikopotenzial. Diesem Risiko begegnet die proLOG durch ein rigides Kostenmanagement, konsequente Verfolgung wie auch regelmäßige Prüfung und Weiterentwicklung der bestehenden Unternehmensstrategie. Bei Bedarf werden Geschäftsprozesse auch anhand externer Berater einer Prüfung unterzogen und verbessert. Ebenfalls risikomindernd wirken sich das effiziente Qualitätssicherungssystem und die vorhandenen Zertifizierungen aus.

5. Ausblick

Die Indikatoren für die Weltkonjunktur zeigen unseres Erachtens keine eindeutigen Entwicklungstendenzen. Nach wie vor hat die konjunkturelle Erholung nicht ausreichend Grunddynamik, als dass Störungen etwa vonseiten der Finanzmärkte oder durch einen Anstieg der Rohstoffpreise spurlos blieben. Die weiteren Aussichten hängen zentral von der Entwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum und den davon ausgehenden Einflüssen auf Nachfrage und Finanzmärkte ab. Ein Auseinanderbrechen des Euroraums würde wohl zu einer ausgeprägten Rezession im Euroraum führen aber auch darüber hinaus.

Das Geschäftsklima der Transport- und Logistikbranche hat im Dezember eine deutliche Erholung erfahren. Ob dies allerdings eine Wende des durch die schlechteren Zukunftserwartungen getriebenen Abwärtstrends im Geschäftsklima der vergangenen drei Monate ist, werden erst die kommenden Monate zeigen.

Die Kosten werden 2013 voraussichtlich auf breiter Front, die Preise eher moderat steigen.

Die wirtschaftliche Lage sowie die Erwartungen der Logistikdienstleister für die nächsten zwölf Monate sind leicht unter das Normalniveau gesunken. Das wiederum ist nicht ungewöhnlich, denn aus den wirtschaftlichen Schwankungen der jüngeren Vergangenheit wurde deutlich, dass gesamtwirtschaftliche Veränderungen bei den Logistikdienstleistern deutlich stärker durchschlagen als in Industrie und Handel -bei negativen wie bei positiven Entwicklungen.

Das für 2013 für Deutschland prognostizierte Wirtschaftswachstum von etwa 0,8 Prozent ist -das lehrt die Erfahrung -keine volks- und betriebswirtschaftliche Komfortzone. Der IWF erwartet für die kommenden Jahre ein Wachstum des Welthandels zwischen drei und vier Prozent. Die für den deutschen Export wichtigen Absatzmärkte wie die USA und China sind von einer stabilen Nachfrageentwicklung weit entfernt. 5)

Der Konsum im Inland ist stabil geblieben, aber die Mehrkosten für die Energiewende werden nicht ohne Wirkung bleiben. Defizite hinsichtlich der Qualität und des weiteren Ausbaus der Infrastruktur wirken hinderlich für eine effiziente Logistik - und damit für die Entwicklung des Wirtschaftsbereiches.

Abhängig von der weiteren Entwicklung des Handels bzw. des Geschäfts unserer Kunden bleiben eine intensive Marktbeobachtung und zielgerichtetes Handeln erfolgsrelevant.

Die proLOG ist auf Basis der bisher eingeleiteten sowie geplanten Maßnahmen zuversichtlich, den eingeschlagenen Weg zur nachhaltigen Steigerung von Umsatz und Ergebnis und zur Stärkung der Wettbewerbsposition fortzusetzen und an das wirtschaftlich erfolgreiche Geschäftsjahr 2012 wieder anknüpfen zu können. Nicht zuletzt hat die proLOG, bedingt durch die meist sichere inländische Kundenbasis (WMF AG; Auerhahn Bestecke GmbH, proHeq GmbH), gute Chancen, den erwarteten Aufschwung in 2013 besser zu nutzen als ihre Wettbewerber.

Die Umsatzprognosen ergeben für 2013 einen leichten Rückgang von 1 % bzw. eine EBIT-Steigerung von 84 Tsd. € gegenüber 2012. Für 2014 ergeben die Umsatzprognosen strukturell bedingt einen Rückgang von 9 % wie auch im EBIT in Höhe von 237 Tsd. €.

6. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich keine Sachverhalte von besonderer Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

 

Geislingen/Steige, 20. Februar 2013

proLOG -brand logistics GmbH

Die Geschäftsleitung

D. Czypulovski

5 BVL (2012), http://www.bvl.de/logistik-indikator/4-quartal-2012

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bei dem Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschuss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang--unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der proLOG -brand logistics GmbH, Geislingen/Steige, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der proLOG -brand logistics GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 20. Februar 2013

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Göttgens, Wirtschaftsprüfer

Gloß, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung der proLOG -brand logistics GmbH hat am 30.04.2013 beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 41.914,85 auf neue Rechnung vorzutragen.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2013 festgestellt.

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