Rombergsweiher Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Stoffel seit 16.12.2025 | Prokura |
Stefan Berth seit 25.1.2017 | Prokura |
Jörg Galka seit 3.1.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rotterdam Bau GmbHLangenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für OffenlegungszweckeI. Grundlage des Unternehmens - Geschäftsmodell Die Rotterdam Bau GmbH erstellt als Generalunternehmer bis zur schlüsselfertigen Übergabe zum Festpreis - Ein- und Mehrfamilienhäuser - Bürogebäude - Produktions- und Lagerhallen - Sozialgebäude - Sonderbauten (Einzelhandel, Kindergärten, Schulen, Altenheime) Diese Leistungen werden größtenteils im Großraum Düsseldorf/ Köln und im Ruhrgebiet erbracht. Der Kundenkreis setzt sich insbesondere aus Unternehmen des Wohnungsbaus sowie privaten und institutionellen Investoren, die sich im Wohnungs- und Gewerbebau engagieren, zusammen. Ansonsten zählen Betreiber von Seniorenzentren und Kindergärten sowie öffentliche Auftraggeber zu den langjährigen Kunden. Die Rotterdam Bau GmbH erstellt auch schlüsselfertig Eigentumswohnungen, Doppelhaushälften und Reihenhaussiedlungen für Bauträgerprojekte der Schwesterunternehmung Rotterdam Immobilien GmbH. Das professionell geführte Netzwerk aus eigenen Fachleuten und oftmals seit Jahrzehnten mit der Rotterdam-Gruppe zusammenarbeitenden Handwerkern sorgt dabei für reibungslose Abläufe sowie Sicherheit bei Qualität, Wirtschaftlichkeit und Termintreue. Bedingt durch das breit gefächerte Angebot der Rotterdam Baugruppe, wird es möglich sein, die erlangte Marktposition zu halten und weiter auszubauen. Die Rotterdam Bau GmbH wird die bereits entwickelte Marktstrategie weiterverfolgen, indem ihre Position in der Wertschöpfungskette ausgebaut und die inner- und zwischenbetrieblichen Prozesse weiter überdacht und optimiert werden. D. h. die Rotterdam Bau GmbH positioniert sich weiterhin als Systemanbieter, der partnerschaftlich innerhalb der Firmen-Gruppe, aber auch zusammen mit externen Kooperationspartnern, anspruchsvolle Bauprojekte realisieren kann. Der Bauherr kann so bereits in der Vorplanungsphase an das Unternehmen gebunden werden und bekommt eine ganzheitliche Lösung aus einer Hand. Die Rotterdam Bau GmbH ist im Firmenverbund in der Lage, zusammen mit dem Bauherrn, die Planung zu übernehmen und das Projekt von der Vorplanungsphase bis zum Abschluss der Realisation zu begleiten und somit gleichzeitig das Projektmanagement zu übernehmen. Bei dieser weiter verfolgten "Kompetenzentwicklung" steht die Qualitäts- und Kundenorientierung im Vordergrund. Qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen sollen durch Maßnahmen wie z. B. Innovationsnetzwerke, innerbetriebliche Prozessoptimierung und eine angepasste Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter erreicht werden. Das Leistungs- und Produktangebot deckt durch die gute Zusammenarbeit mit der ebenfalls zum Rotterdam-Firmenverbund gehörenden Rotterdam Immobilien GmbH (Makler / Gutachter / Immobilienverwaltung / Bauträger) und mit dem immer noch partnerschaftlich verbundenen Architekturbüro Rotterdam Dakowski GmbH die komplette Wertschöpfungskette von der Planung über das Bauen bis zur Vermietung und das Betreiben von Gebäuden ab. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Während die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen 2023 stagnierte, war die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal rückläufig (-Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorquartal, Pressemitteilung Nr. 038, 30.01.2024). Die weiterhin hohen Preise sowie steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und damit die Gesamtwirtschaft stützen. Dabei fiel das Wachstum allerdings geringer aus als in den Jahren 2021 und 2022. Auf der anderen Seite ging die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe deutlich um 2,0 % zurück. Vorrangig war hierfür eine niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung entscheidend. Das verarbeitende Gewerbe (ohne Bau) lag im Jahr 2023 um 0,4 % unter dem Vorjahresniveau. Das Baugewerbe konnte insgesamt preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 % verzeichnen (- Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, Pressemitteilung Nr. 019, 15.01.2024). Nach insgesamt acht Jahren mit Finanzierungsüberschüssen verzeichnete der deutsche Staat seit 2020 ein Finanzierungsdefizit. In 2023 lag das Finanzierungsdefizit nach vorläufigen Berechnungen bei 82,7 Milliarden Euro und damit um 14 Milliarden Euro unter dem Defizit des Vorjahres. In 2022 führten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und zur Stützung der deutschen Wirtschaft zu hohen Ausgaben. Auch in 2023 erfolgten hohe Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse. Auf der anderen Seite entfielen jedoch die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (- Vgl. Statistisches Bundesamt (2024): Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken, Pressemitteilung Nr. 019, 15.01.2024). b. Entwicklung der Baubranche in 2023 Konjunktur (Baugewerblicher Umsatz / Auftragsentwicklung) Der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten nahm im Gesamtjahr 2023 nominal um 3,5 % zu. Real entspricht dies einem Umsatzminus von 3,2 %. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich auf die hohen Baumaterial-, Energie- und Zinskosten zurückführen, die wiederum die Nachfrage senken. Der nominale Auftragseingang lag für Januar bis Dezember 2023 bei 3,3 % im Vergleich zum Vorjahr, real war dies ein Minus von 4,4 % (- Vgl. HDB (2024): Baukonjunkturelle Entwicklung in Deutschland, 26.02.2024). Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes haben sich die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes (inkl. MwSt.) im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,5 % erhöht (- Vgl. HDB (2023): Preisentwicklung im Bauhauptgewerbe, in: Auf den Punkt gebracht, 23.02.2024). Die Stimmung im deutschen Bauhauptgewerbe hat sich im Jahr 2023 deutlich verschlechtert. Laut Ifo- Konjunkturumfrage meldeten über 40 % der befragten Baufirmen im Dezember 2023 einen Auftragsmangel. 28 % meldeten einen Fachkräftemangel und 13 % führten Auftragsstornierungen als Grund dafür an, dass ihre Bautätigkeit behindert wurde. Einen Materialmangel meldeten im Dezember 2023 nur noch 2 % nach über 50 % im Mai 2022 (- Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Ifo-Institut). Mit Blick auf die einzelnen Bausparten zeigt sich ein deutlicher realer Einbruch im Wohnungsbau. Während der baugewerbliche Umsatz (für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) von Januar bis Dezember 2023 um 11 % rückläufig war, sind die preisbereinigten Auftragseingänge um fast 20 % gesunken. Während sich der reale Umsatz im Wirtschaftstiefbau deutlich positiv entwickelte (+ 13,8 %), verzeichnete der Wirtschaftshochbau nur ein leichtes Plus (+ 0,9 %). Der Straßenbau verzeichnete einen realen Umsatzrückgang in Höhe von 6,5 %. Der Öffentliche Hochbau konnte hingegen eine positive Entwicklung verzeichnen (- Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Statistisches Bundesamt). Wohnungsbau Die Zahl der genehmigten Wohnungen nahm mit 260.100 von Januar bis Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,6 % ab. Dies ist der stärkste Rückgang seit 2007. Bei Zweifamilienhäusern wurde ein Rückgang um 48,3 % ausgewiesen, während die Neubaugenehmigungen von Einfamilienhäusern um 39,1 % und die von Mehrfamilienhäusern um 25,1 % sanken (- Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Statistisches Bundesamt). Wirtschaftsbau Die Neubaugenehmigungen von Nichtwohngebäuden (veranschlagte Baukosten) sind 2023 im Vergleich zu 2022 um nominal 6,9% gesunken. Dabei sind die Baugenehmigungen für Nichtöffentliche Bauherren um 11,3% zurückgegangen, während die Baugenehmigungen für Öffentliche Bauherren um 6,2% stiegen (- Vgl. HDB (2024): Baugenehmigungen im Jahr 2023 - Trendwende im Wohnungsbau nicht in Sicht, Pressemitteilung, 29.02.2024). Über die unterschiedlichen Sektoren hinweg zeigte sich ein homogenes Bild: Während die Neubaugenehmigungen von Handels- und Lagergebäuden um 16,9 % und die Baugenehmigungen von Fabrik- und Werkstattgebäuden um 17,0 % sanken, gingen die Baugenehmigungen von Büro- und Verwaltungsgebäuden sogar um 20,9 % zurück. Auch bei den sonstigen gewerblichen Betriebsgebäuden (hierzu zählen unter anderem Hotels und Gaststätten) nahmen die Neubaugenehmigungen (Rauminhalt) von Januar bis Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab (- 9,4 %) (- Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Statistisches Bundesamt). Beschäftigung Im Jahr 2023 haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes trotz der schwachen baukonjunkturellen Entwicklung im Jahresdurchschnitt die Zahl ihrer Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 % auf 928.000 erhöht. Im Vergleich zum Tiefstand im Jahr 2009 beträgt das Beschäftigungsplus 31,1 % (- Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB). Für die Neueinstellungen haben sich die Bauunternehmen vorrangig auf den europäischen Arbeitsmarkt konzentriert. Der Anteil Erwerbstätiger aus anderen Europäischen Ländern (wie Rumänien, Polen, Türkei, Kroatien und Ungarn) stieg von 7,8 % im Jahr 2009 auf 23,6 % im Jahr 2023. Auch auf ausländische Subunternehmer wird zunehmend zurückgegriffen. Die temporär nach Deutschland entsandten Arbeitskräfte ausländischer Baufirmen ist auf 83.000 im Jahr 2022 gestiegen (- Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB). Grund dafür ist die sehr geringe Arbeitslosenquote der Baufacharbeiter und Bauingenieure in Deutschland. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist deutlich höher als die Zahl der Arbeitslosen. Die Zahl der Auszubildenden im 1. Lehrjahr ist zwar von 2014 bis 2021 von 16.500 auf 21.200 gestiegen. Doch dies reicht nicht aus, um die Rentenabgänger auszugleichen. Im Jahr 2022 ist zudem die Zahl der begonnenen Ausbildungsverhältnisse auf 19.800 gesunken. Ende des Jahres gaben laut Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts über 28 % der befragten Bauunternehmen an, dass ihre Bautätigkeit aufgrund des Fachkräftemangels behindert wurde (- Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, HDB (2024): Bauarbeitsmarkt - Eine statistische Analyse, Stand 30.01.2024). 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.1 Auftrags- und Leistungsentwicklung der Gesellschaft a. Auftragsentwicklung der Gesellschaft 2019 bis 06.2024 Im Jahr 2018 ging ein Großauftrag ein, für den Teilleistungen sowohl in 2019, 2020 als auch in 2021 erbracht werden mussten. Dies führte u.a. zu dem außergewöhnlich hohen Auftragsbestand zu Beginn des Jahres 2019 in Höhe von rund 82,885 Mio. €. Auch zum Ende des Geschäftsjahres 2019 verfügte die Rotterdam Bau GmbH trotz einer gemessen an den Vorjahren auffallend hohen Bauleistung 2019 in Höhe von rund 47,98 Mio. Euro (zu Auftragswerten) immer noch über einen Auftragsbestand von 59,638 Mio. Euro (siehe Übersicht unten). Ende des Geschäftsjahres 2020 war noch ein Auftragsbestand von 55,757 Mio. Euro und Ende des Geschäftsjahres 2021 noch ein Auftragsbestand von 54,560 Mio. Euro vorhanden, trotz hoher jährlicher Bauleistung (zu Auftragswerten) in Höhe von 46,578 Mio. Euro. Wegen des Eingangs eines Großauftrags (Bürogebäude in Bochum) im Juli 2022 und diverser mittlerer Bauaufträge im Februar 2022 verfügte die Rotterdam Bau GmbH zum Jahresende 2022 über einen Auftragsbestand in Höhe von 94,104 Mio. Euro. Ende des Jahres 2023 war trotz hoher jährlicher Bauleistung (zu Auftragswerten) in Höhe von 66,175 Mio. € noch ein Auftragsbestand von 75,631 Mio. € vorhanden, unter anderem wegen Eingänge größerer Aufträge in Düsseldorf und Bonn. Auftragsbestand ohne ARGE - in ARGE -
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 realisierte die Rotterdam Bau GmbH eine Bauleistung von rd. 29,107 Mio. € (zu Auftragswerten) und verzeichnete im gleichen Zeitraum neue Auftragseingänge in Höhe von 4,614 Mio. €, so dass zum 30.06.2024 noch ein Auftragsbestand von rund 51,138 Mio. € vorhanden war (s. Übersicht unten). Auftragsentwicklung Rotterdam Bau GmbH 01.01.2024 - 30.06.2024 im Vgl. zu den Vorjahren 2021 - 2023
Für die Monate Juli bis Dezember 2024 gehen wir von einer realisierbaren Bauleistung (zu Auftragswerten) in Höhe von rd. 27,31 Mio. € aus (d. h. 2024 ges.: 56,417 Mio.€). Dann würde sich das Geschäftsjahr 2024 bis zum Jahresende bzgl. Auftrags- und Leistungsentwicklung wie folgt darstellen: Auftragsentwicklung Rotterdam Bau GmbH 01.01.2024 - 31.12.2024 im Vgl. zum Vorjahrzeitraum
Der Auftragsbestand der Rotterdam Bau GmbH (per 30.06.2024) setzt sich aus "wenigen" jedoch großen Aufträgen (i. d. R. ab circa 3,0 Mio. €) mit Schwerpunkt im Wohnungsbau / Bürogebäude zusammen. Bei den Auftraggebern handelt es sich größtenteils um Stammkunden oder Kunden aus dem persönlichen Netzwerk des Gesellschafters und/ oder der Geschäftsleitung.
b. Leistungsentwicklung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung an unfertigen Bauten) in 2023 gem. HGB - Jahresabschluss Die Rotterdam Bau GmbH realisierte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse aus schlussgerechneten Bauprojekten in Höhe von rd. 55,774 Mio. € (z. Vgl. im Jahr 2022: rd. 25,009 Mio. €). Im Jahr 2023 wurden die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und zu aktivierender Leistung um 10,318 Mio. € erhöht, so dass zum 31.12.2023 nicht abgerechnete Bauleistungen in Höhe von rund 42,120 Mio. € von der Rotterdam Bau GmbH aktiviert worden sind. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen) der Rotterdam Bau GmbH ist von 43,513 Mio. € im Geschäftsjahr 2022 auf 66,092 Mio. € in 2023 gestiegen und entspricht damit einer Veränderung von +51,9 %. (Die oben genannte Gesamtleistung gem. HGB-Jahresabschluss in 2023 in Höhe von rd. 66,092 Mio. € weicht von der zu Auftragswerten bewerteten Jahresbauleistung in 2023 von rd. 66,175 Mio. € um rund 0,13 % ab. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nicht alle Bauprojekte in 2023 beendet und schlussgerechnet wurden und damit Stille Reserven im HGB-Abschluss zum 31.12.2023 noch vorhanden sind. Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren wir eine Bauleistung in Höhe von rd. 56,417 Mio. € (bewertet zu Auftragswerten). Inwieweit sich die o. g. Prognose mit der später im Jahresabschluss 2024 ausgewiesenen Gesamtleistung (= Umsatzerlöse + Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen) deckt, hängt davon ab, wieviel der aktuellen Bauvorhaben noch in 2024 fertiggestellt und abgerechnet werden können. 2.2. Personalentwicklung 2023 und 1. Halbjahr 2024 Unternehmensgruppe Rotterdam Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Mitarbeiterzahl (o. GF) der Rotterdam Gruppe im Jahresdurchschnitt 77 (2022: 76) Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter (Vollzeit / Teilzeitkräfte ohne geringfügig Beschäftigte, wie Werkstudenten / Praktikanten etc.), von denen sich 3 Mitarbeiter (2 gewerbliche Auszubildende, 1 kfm. Auszubildender) in der Ausbildung befanden. Zum 30.06.2024 waren 74 Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter (o. GF) in der Gruppe beschäftigt, von denen sich noch 1 Mitarbeiter in der Ausbildung (1 gewerblich Auszubildender) befand. Es sollen jedoch für die weitere Personalentwicklung noch zusätzlich, auch jüngere Mitarbeiter (-vor allem Bauingenieure als Projekt- und Bauleiter) gewonnen werden, um den aktuellen Auftragsbestand weiter bedienen zu können. Rotterdam Bau GmbH Von den zum 30.06.2024 beschäftigten 62 Mitarbeitern (o. GF) der Rotterdam Bau GmbH befand sich noch 1 Mitarbeiter in der Ausbildung. Das Engagement der Rotterdam Gruppe im Bereich der Ausbildung junger Menschen zum Maurer / Facharbeiter war auch im Geschäftsjahr 2023 sehr hoch, obwohl es immer schwieriger wird, geeignete junge Leute für den Ausbildungsberuf des Maurers / Stahlbetonbauers zu gewinnen. Durch den technischen Fortschritt, insbesondere im Bereich der EDV-Technologien, haben sich viele Arbeitsplätze im Laufe der letzten Jahrzehnte maßgeblich verändert. Die handwerklich zu erbringende Arbeit hat sich hingegen im gleichen Zeitraum kaum verändert und ist nach wie vor vom körperlichen Einsatz geprägt. Es ist weiterhin Ziel, die Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss in ein sicheres Arbeitsverhältnis zu führen und somit Nachwuchskräfte für die Bereiche Facharbeiter, Vorarbeiter und Poliere aus den eigenen Reihen zu rekrutieren. Der Einsatz von Freelancern / Zeitarbeitskräften sowie die Beschäftigung von Subunternehmern ermöglichten auch im Geschäftsjahr 2023, die Aufträge abzuwickeln und das Auftragsvolumen termingerecht zu leisten. Der Personalaufwand - ohne Kosten für Zeitarbeitskräfte - betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023: 5.698.528,57 € (z. Vgl. 2022: 5.315.708,13 €). Rund 75,14 % (2022: 74,89 %) des Personalaufwands entfielen dabei in 2023 auf Löhne und Gehälter und 24,86 % (2022: 25,11 %) auf Sozialabgaben. 2.3. Beschaffung 2.3.1 Bezug von Rohstoffen / (Bau-) Material Die Preissteigerungen bei Baumaterialien hatten durch den Krieg in der Ukraine einen deutlichen Schub erhalten. Monatelang kannten die Preise nur eine Richtung: nach oben. Seit Juli 2022 konnte bei einigen Materialien allerdings eine Preisberuhigung beobachtet werden, welche die vorherige Steigerung aber nicht vollständig ausgleichen konnte. Das Preisniveau lag im Juli 2024 bei den meisten Baumaterialien noch deutlich über dem Niveau vom Jahresbeginn 2021, dem Beginn der starken Preissteigerungen. Von Februar bis Mai 2024 wurden für einzelne Produkte auch wieder Preissteigerungen ausgewiesen. Dies hatte im Juni - ein allerdings nur vorrübergehendes - Ende gefunden: Der Preis für Bitumen ging im Juni binnen Monatsfrist um 0,9 % zurück, um im Juli wieder um 1,2 % zu steigen. Auch die Preise für Asphaltmischgut und Dieselkraftstoff sind volatil: Nach einem Rückgang im Juni um 1,3 % bzw. 0,5 % legten sie im Juli wieder um 1,4 % bzw. 0,3 % zu. Die zwischenzeitigen Rückgänge konnten die vorherigen Preissteigerungen nicht ausgleichen, die Preise liegen immer noch deutlich über dem Niveau von Januar 2021 (+71 %, +47 %, +34 %). Insbesondere bei Dieselkraftstoff, welcher für Baumaschinen benötigt wird, ist dies für die Unternehmen sehr belastend, da 44 % des Energieverbrauchs im Baugewerbe auf Diesel entfällt. Die Materialengpässe und Energiepreissteigerungen hatten sich zwischenzeitig auch auf die Stahlpreise ausgewirkt, aber auch hier war seit Sommer 2022 eine kontinuierliche Beruhigung zu beobachten. Für Juli 2024 wurde nur ein leichter Anstieg von 0,2 % gemeldet. Im Vorjahresvergleich und im Vergleich zu Januar 2021 liegt der Preis für Betonstahl in Stäben aber wieder über dem damaligen Niveau (+ 5,0 %, bzw. + 14 %). Die zwischenzeitig stark gestiegenen Energiekosten haben vor allem die in ihrer Produktion besonders energieintensiven Produkte belastet. Bei den Preisen für Zement und Transportbeton konnte zwar eine leichte Beruhigung bzw. Stabilisierung festgestellt werden, sie liegen aber immer noch sehr deutlich über dem Niveau von Januar 2021. Gründe für die zwischenzeitig deutlichen Preisanstiege waren begrenzte Lieferkapazitäten der Hersteller, steigende Produktionskosten durch die Energiepreissteigerungen, aber auch fehlende Transportkapazitäten. Gleichzeitig wurden bei den Erzeugern - auch aufgrund der zwischenzeitig stark gestiegenen Energiekosten - Kapazitäten abgebaut oder Produktionen ganz eingestellt. Des Weiteren waren Lieferketten unterbrochen, zusätzlich herrschte Container- und Hafenpersonalmangel sowie ein Stau von Frachtschiffen und überfüllte Depots in einzelnen Häfen. Auch wurde vermehrt über "Hamsterkäufe" zur Vorbeugung gegen weitere Preissteigerungen und Materialknappheiten berichtet, welche die Nachfrage und somit die Preise erhöhten. Von den Knappheiten war zwischenzeitig eine noch nie dagewesene Anzahl an Unternehmen betroffen: Im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 gaben nicht einmal 1 % der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Bauunternehmen an, in ihrer Bautätigkeit durch Materialknappheit betroffen zu sein, im Mai 2022 - aufgrund der Verwerfungen durch den Krieg in der Ukraine - war es jedes zweite. Seit Juni 2022 konnte aber wieder eine anhaltende Beruhigung festgestellt werden: Der Anteil lag im Juli 2024 nur noch bei 1,5 %. Für Bauunternehmen liegt das Problem von unerwartet starken Preissteigerungen darin, dass diese bei langlaufenden Projekten - deren Preis schon vorher vereinbart wurde - nicht oder nur in Ausnahmefällen an die Auftraggeber weitergegeben werden können - sofern keine Preisgleitung vereinbart wurde. Das Risiko stark steigender Preise kann entweder nur durch langfristige Lieferverträge, Preisgleitklauseln oder entsprechende Kostenpuffer im Angebot abgesichert werden. Letzteres ist bei der ausgesprochen volatilen Preisentwicklung der vergangenen Jahre, bei steigendem Konkurrenzdruck und der Neigung öffentlicher Auftraggeber, regelmäßig das billigste Angebot anzunehmen, aber nicht immer möglich. Es besteht somit die Gefahr, dass die - in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaute - Eigenkapitalausstattung bei sinkenden Margen wieder abschmilzt und das Insolvenzrisiko im Baugewerbe wieder steigt: Für 2023 hat das Statistische Bundesamt auch schon einen Anstieg der Insolvenzen im Bauhauptgewerbe von 25,7 % auf 1.409 gemeldet (Quelle: Ausführungen zu den Preissteigerungen und deren Interpretation von: Hauptverband der Bauindustrie e.V., Frau Dipl.-Vw. Petra Kraus vom 20.08.2024). 2.3.2. Bezug von Nachunternehmerleistungen Als Generalunternehmer vergibt die Rotterdam Bau GmbH einen großen Teil der Bauleistung als Nachunternehmerleistung weiter. Mit zunehmender Größe der Projekte stieg in den letzten Jahren auch bei der Rotterdam Bau GmbH der Anteil der Nachunternehmerleistungen an der Gesamtleistung des Unternehmens stetig an (Anteil der Nachunternehmerleistungen: rd. 60 % in 2018 / rd. 75 % in 2019 und 2020 / rd. 80,5 % in 2021 / rd. 76,29 % in 2022 und rd. 77,73 % in 2023). Die Preisentwicklung bei den bezogenen Nachunternehmerleistungen hat somit auch in Zukunft noch einen bedeutenden Einfluss auf das Unternehmensergebnis. So konnten die Ausbaugewerke von 2015 bis 2021 (z. B. bei Wohngebäuden) eine Preissteigerung von 46,2 % am Markt durchsetzen. Die Preise für Ausbauarbeiten lagen auch im Mai 2024 dann um 4,1 % über denen des Vorjahresmonats. Hierbei erhöhten sich die Preise für Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (z. B. Wärmepumpen) um 6 %. Diese haben unter den Ausbauarbeiten neben Metallbauarbeiten den größten Anteil am Baupreisindex für Wohngebäude. Rohbauarbeiten stiegen im Preis in der Zeit von 2015 bis 2021 z.B. um 49,8 %. Die Preise für Rohbauarbeiten stiegen dann von Mai 2023 bis Mai 2024 um 0,6 %. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Während Betonarbeiten im Vorjahresvergleich um 1,2 % günstiger waren, nahmen die Preise für Mauerarbeiten im Vergleich zum Mai 2023 um 0,8 % zu. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im Mai 2024 um 2,7 % gegenüber Mai 2023 gestiegen. Im Februar 2024, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich 2,8 % betragen. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer. (Quelle: Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes aus Juli 2024) 2.4. Darstellung der Lage der Gesellschaft 2.4.1. Ertragslage Die Rotterdam Bau GmbH generierte bei einer Gesamtleistung von rd. 66,092 Mio. € in 2023 ein Betriebsergebnis in Höhe von + 0,184 Mio. € (2022: + 0,979 Mio. €). Schließlich konnte für 2023 ein Jahresüberschuss vor Steuer aus Einkommen und Ertrag in Höhe von rd. + 205 T € ausgewiesen werden (2022: Jahresüberschuss vor Steuern aus Einkommen und Ertrag = rd. + 971 T €). Im Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 sind Ergebnisse aus Beteiligung an Bau-ARGEN von insgesamt - 12.270,22 € enthalten:
2.4.2. Vermögenslage Das langfristig gebundene Anlagevermögen betrug zum 31. Dezember 2023: 115.184,00 € (z. Vgl. z. 31.12.2022: 94.046,99 €) bzw. 0,21 % (2022: 0,29 %) der Bilanzsumme in Höhe von rd. 55.133 T € (2022: 32.498 T€). Das Umlaufvermögen machte zum Bilanzstichtag 54.922 T € (2022: 32.359 T€) und damit rd. 99,62 % (2022: 99,57 %) der Bilanzsumme aus. Zum 31.12.2023 betrug das Eigenkapital rd. 0,945 Mio. € (2022: + 0,795 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote in Höhe von 1,71 % (2022: 2,45 %). 2.4.3. Investitionen Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich in Form von Ersatzbeschaffungen vorgenommen. Erweiterungsinvestitionen sind auch im kommenden Geschäftsjahr nicht geplant. Baumaschinen und - geräte werden größtenteils nur für das jeweilige Bauvorhaben temporär angemietet. Firmenwagen werden zunehmend nur noch geleast, statt gekauft. 2.4.4. Finanzlage / Liquidität Darlehen von Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr 2023 von der Rotterdam Bau GmbH nicht in Anspruch genommen. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Rotterdam Bau GmbH reichte jederzeit aus, um die laufende Liquidität im Unternehmen bereitzustellen. 2.4.5. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Sonstige Ereignisse und Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr, die wesentliche Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft besitzen, sind nicht eingetreten. 3. Gesamtaussage Unsere Vermögenslage schätzen wir als gut ein. Unsere Finanzlage ist erfreulich. Dies dokumentiert sich z. B. durch die zum 31.12.2023 vorhandene Liquidität i.H.v. rd. 5,610 Mio.€ (z. 31.12.22: 3,570 Mio.€), aber auch dadurch, dass keine Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten o. ä. bestehen. Die Ertragslage blieb hingegen hinter unseren Erwartungen zurück. Die Umsatzentwicklung betrachten wir als sehr gut (Umsatzerlöse in 2023: 55,774 Mio.€ / in 2022: 25,009Mio.€). Die Ergebnisentwicklung blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dies resultierte z. g. T. aus der Insolvenz eines Bauherrn (s.u.). Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Bei der Beurteilung der unter Punkt 2 beschriebenen Lage des Unternehmens zum 31.12.2023 ist folgendes zu berücksichtigen: - Die zum Bilanzstichtag unfertigen Bauleistungen für noch nicht schlussgerechnete Bauvorhaben wurden zu deren Herstellungskosten (- direkt den einzelnen Vorhaben zuzurechnenden Material- und Fertigungskosten und bezogene Fremdleistungen-) bewertet. Für Material-, Fertigungsgemeinkosten und einem Teil der Verwaltungsgemeinkosten erfolgte ein Zuschlag auf die Einzelkosten der Teilleistungen und der örtlichen Bauleitung. Durch die baubegleitende Arbeitskalkulation, die monatlich aktualisiert wird, sind die zu erwartenden Baustellenergebnisse zum Baustellenende frühzeitig bekannt, so dass im Fall zu erwartender Verluste, eine verlustfreie Bewertung vorgenommen wird, wenn dies geboten ist. Dies war zum 31.12.2023 nur bei zwei unfertigen Bauvorhaben in Düsseldorf notwendig. Bei einem dieser beiden Bauvorhaben führte die Insolvenz des Bauherren zu dieser notwendigen verlustfreien Bewertung und belastete das Ergebnis der Rotterdam Bau GmbH zum 31.12.2023 mit rd. 400 T€. - Grundsätzlich wurde bei der Bewertung des Umlaufvermögens das Niederstwertprinzip eingehalten. - Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse bzgl. Einzelrisiken vorgenommen. Rückstellungen für pauschale Risiken wurden durch prozentuale Erfahrungssätze gebildet. Grundsätzlich wurden Bewertungen nach dem Prinzip der kaufmännischen Vorsicht vorgenommen, so dass davon auszugehen ist, dass Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung keine zusätzlichen Risiken mehr bergen. III. Chancen- und Risikenbericht 1. Aktuelle Rahmenbedingungen / wirtschaftliches Umfeld der Gesellschaft (Auftragslage / Konjunktur im Bauhauptgewerbe / Preisentwicklung) Die Bauwirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten deutliche Veränderungen durchlebt. Von 1991 bis 1995 hat sie einen Bauboom nach der Wiedervereinigung erlebt, der ab 1996 von einer 10 Jahre währenden Baurezession abgelöst wurde. Mit Ausnahme einer kurzen Delle aufgrund der Finanzkrise 2009 befand sich die Bauwirtschaft aber seit 2006 in einem nachhaltigen Aufschwung. Selbst die Corona-Jahre 2020 und 2021 wurden besser gemeistert, als ursprünglich erwartet. Mit dem Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine Anfang 2022 und den damit einhergehenden Engpässen und Preissteigerungen bei Baumaterialien und Energie, sowie steigenden Bauzinsen, hat diese Phase im vergangenen Jahr allerdings ein Ende gefunden. Die gestiegenen Kosten und Preise sowie die dadurch verursachten Verunsicherungen haben viele Investoren auf die Bremse treten lassen, und das trotz des nach wie vor vorhandenen deutlichen Baubedarfs, nicht nur von Wohnungen, sondern auch bei der teilweise maroden Verkehrsinfrastruktur. Die Stimmung im deutschen Bauhauptgewerbe hat sich im Jahr 2023 deutlich verschlechtert. Laut Ifo-Konjunkturumfrage meldeten über 40 % der befragten Baufirmen im Dezember 2023 einen Auftragsmangel, 28 % meldeten einen Fachkräftemangel und 13 % führten Auftragsstornierungen als Grund dafür an, dass ihre Bautätigkeit behindert wurde. Einen Materialmangel meldeten im Dezember 2023 nur noch 2 % nach über 50 % im Mai 2022 (Vgl. Datenbank ELVIRA des HDB, Ifo-Institut). (Ansonsten verweisen wir auf die ausführliche Darstellung zur Situation und Entwicklung der Bau-Branche unter Punkt II.1.b. des Lageberichtes). 2. Chancen und Risiken für die Gesellschaft Chancen (- speziell für die Rotterdam Bau GmbH) Rotterdam Bau GmbH als Totalunternehmer (Generalübernehmer) Generalunternehmer, die die Erstellung schlüsselfertiger Bauvorhaben anbieten, bewegen sich i. d. R. in einem vollkommenen homogenen Markt, in dem folgende Besonderheiten gelten: Homogenität (genormte Gleichheit/ Qualität) der Produkte, da der Aufraggeber das Bau-Soll bestimmt Atomistische Marktstruktur, d. h. kein Anbieter bestimmt maßgeblich den Preis keine persönlichen Präferenzen zwischen den Marktteilnehmern Vollständige Markttransparenz In einem solchen Markt ist der Preis meist das einzige Differenzierungsmerkmal, so dass in diesem Teil des Baumarktes ein ruinöser Preiswettbewerb zwischen den Anbietern von Bauleistungen herrscht. Die Rotterdam Bau GmbH hat bereits vor einigen Jahren begonnen, sich auf Teilmärkte mit anderen Differenzierungsmerkmalen zu konzentrieren, in denen die Bedingungen des vollkommenen Marktes nicht mehr gelten, um sich diesem ruinösen Preiswettbewerb zu entziehen. D. h. es findet nur noch eine selektive Auswahl von Projekten statt, für die überhaupt Angebote erstellt werden. Dies erfolgt nach folgenden Kriterien: Auswahl von Projekten für potenzielle Auftraggeber, die Wert auf Qualität, Zuverlässigkeit, unkomplizierte und konfliktfreie Projektabwicklung legen. Auswahl von Projekten, bei denen die Übernahme von Bauherren - Aufgaben angeboten werden kann sowie Flexibilität und Termintreue im Vordergrund stehen. "Anstoßen" von Projekten als Projektentwickler für "befreundete" Investoren aus dem regionalen Umfeld. Diese Strategische Ausrichtung wurde in der jüngsten Vergangenheit bereits honoriert, indem ein Großteil der Bauvorhaben der letzten Jahre für Auftraggeber realisiert wurden, für die die Rotterdam Bau GmbH schon mehrfach größere Projekte errichtet hatte. So entfiel von dem Auftragsbestand zum 30.06.2023 (s. Pkt. II.2.1 des Lageberichtes) rund 96,69% auf Aufträge von Bauherren, die bereits seit 2018/ 2020 Kunden der Rotterdam Bau GmbH waren oder aus dem Netzwerk des Gesellschafters, Herrn A. Rotterdam, "rekrutiert" wurden. Die Rotterdam Bau GmbH verfolgt weiterhin den Weg, den Wertschöpfungsprozess des Bauens komplett abzudecken- und zwar mit der Projektentwicklung, der Planung, des Bauens (Rohbau und Schlüsselfertigbau), der Sanierung von Bestandsgebäuden bis hin zur Vermietung und des Betriebs/ der Verwaltung von Immobilien. Rotterdam Bau GmbH als breit aufgestellter Anbieter für die (schlüsselfertige) Errichtung von Hochbauten unterschiedlicher Nutzung Aufgrund der unter Pkt. II. 1. b. beschriebenen Entwicklung im Wohnungs- und Wirtschaftsbau ist jedoch auch bei den Stammkunden/ dem Netzwerk der Rotterdam Bau GmbH ein gewisser Rückgang der Bauaktivität zu verzeichnen. Dies wirkt sich z. T. auf die Zusammensetzung des Auftragsbestands aus. So entfallen von dem Auftragsbestand zum 30.06.2024 nur noch rund 67% auf Bauherren, die seit 2018/ 2020 Stammkunden sind bzw. zum Netzwerk der Rotterdam Gruppe gehören (s. Pkt. II.2.1 des Lageberichtes). Dieser Entwicklung kann die Rotterdam Bau GmbH begegnen, da sie sowohl den kompletten Prozess des Bauens abdecken kann als auch in ihrer nun 125-jährigen Unternehmensgeschichte schon alle unterschiedlichsten Arten von Hochbauten errichtet hat. Durch ein in den letzten Jahren gut aufgebautes Netzwerk an Betreibern und Planern von Altenheimen und Kindertagesstätten werden von der Rotterdam Bau GmbH nun verstärkt Sozialbauten errichtet. Flankierend konnte die Zusammenarbeit mit dem Flughafen Düsseldorf "wiederbelebt" werden: Die Rotterdam Bau GmbH erhielt Anfang 2024 erfreulicherweise den Auftrag zur Errichtung des erweiterten Rohbaus der neuen Hauptfeuerwache des Düsseldorfer Flughafens. Rotterdam Bau GmbH als Sanierer von Bestandsgebäuden Die Rotterdam Bau GmbH kann nach wie vor auf eigene gewerbliche Mitarbeiter zurückgreifen, so dass eine gewisse Flexibilität im Bauprozess sichergestellt werden kann. Darüber hinaus kann auf einen breiten Erfahrungsschatz von Polieren, Werkpolieren, Maurern, Hochbaufacharbeiter, Beton-/ Stahlbetonbauer (m/w/d) zurückgegriffen werden. Dies und die Erfahrung als Generalunternehmer im Hochbau macht es für die Rotterdam Bau GmbH möglich, auch (energetische) Sanierungen von Bestandsgebäuden für Immobilienbestandshalter aus dem bestehenden Kundenkreis und für Neukunden umzusetzen. Chancen (- allgemein für die Bauindustrie und für die Rotterdam Bau GmbH) Die Baubranche befand sich seit der Finanzkrise 2008 / 2009 auf Wachstumskurs und hat auch während der Corona-Krise im Jahr 2020 ihre Stärke gezeigt. Beginnend mit dem Jahr 2021 spürte das Bauhauptgewerbe, wie auch andere Branchen, jedoch stark die negativen Auswirkungen von fehlendem Material und von Lieferengpässen. Mit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine in 2022 verschärften sich die Engpässe und Preissteigerungen beim Baumaterial. Steigende Energiepreise und steigende Bauzinsen drücken zusätzlich auf die Nachfrage, Es ergeben sich für die Gegenwart und Zukunft dennoch weiterhin vielfältige Chancen und Möglichkeiten: Digitalisierung Nicht nur für Verwaltungs- und Planungsprozesse, sondern auch direkt auf der Baustelle und in der Arbeitssicherheit nehmen digitale Anwendungen zu. Beispielsweise ermöglichen die Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) sowie LEAN-Management-Methoden Potenziale für viele Bauprojekte und die Stärkung übergreifender Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten. Auch die Digitalisierung der Baustelle (anhand von Bau-Drohnen, Zeiterfassungssoftware, Cloud-Technologien, Laserscanning, Fotodokumentation und Protokollierung von Materialverbrauch und Maschineneinsatz) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ziel ist die vollständige Digitalisierung der Bauprozesse, damit Baumaterialien zielgerichtet und ressourcensparend eingesetzt werden können. Für die digitale Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten eines Bauprojekts spielt der reibungslose Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Systemen und Softwarelösungen eine wichtige Rolle. Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch vertragsrechtliche Modelle, die diese effizienten Methoden- Ansätze unterstützen (z. B. sog. Multi-Parteien-Verträge). Eine Chance liegt darüber hinaus in standardisierten, digitalen Baugenehmigungsverfahren von Seiten öffentlicher Auftraggeber. Diese sind dringend notwendig, damit Bauunternehmen schneller und nachhaltiger bauen können. Auch die Etablierung und Durchsetzung von Standards für die Datenübertragung spielen künftig eine große Rolle. Es ergeben sich neue Chancen, die Menschen von Routinetätigkeiten zu entlasten sowie die "analoge" Arbeit transparenter zu gestalten, zu vereinfachen und effizienter zu organisieren. Neben "einfachen" Anwendungen und einer Echtzeit-Zusammenarbeit können außerdem künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in allen Bereichen der Bauindustrie mit Hilfe neuer Methoden die Datenanalyse vereinfachen und erheblich beschleunigen. Auch die Themen Robotik und KI werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen - insbesondere da das Problem des Fachkräftemangels gelöst werden muss. Die Rotterdam Bau GmbH stellt durch die besondere Fokussierung auf zukunftsfähige EDV-/ KI-Lösungen sicher, dass beim Thema der Digitalisierung frühzeitig sinnvolle Einsatzmöglichkeiten neuer Techniken erkannt und umgesetzt werden. Dies soll durch die bereits erfolgte Einrichtung einer "Task-Force-Gruppe", bestehend aus Mitarbeitern (m/w/d) unterschiedlicher Unternehmensbereiche, erreicht werden. Nachhaltigkeit Die Bauwirtschaft kann sich dem Klima- und Umweltschutz nicht entziehen. Denn um die ambitionierten deutschen Klimaschutzziele zu erreichen, müssen sowohl die Sanierungsquote als auch die damit verbundenen energetischen Investitionen erhöht werden. Neben Wohnhäusern muss der gesamte Gebäudebestand modernisiert werden. Doch neben der Sanierung muss auch neu gebaut werden. Darüber hinaus stehen Zulieferer in der Pflicht, ihre Herstellungsverfahren und Baustoffe CO 2 -neutral anzupassen. Für die Bauwirtschaft ist dies eine Chance und Gelegenheit, neue Verfahren und Baumaterialen zu erforschen und einzusetzen, sowie mit den anderen Markt-Akteuren eng zusammenzuarbeiten, um ein gemeinsames übergeordnetes Ziel zu erreichen. Trends in Richtung CO 2 -armer- bzw. CO 2 -neutraler-Beton und Fassadenbegrünung sind bereits vor diesem Hintergrund deutlich erkennbar. Der optimierte Energiebedarf von Bestandsgebäuden und Neubauten rückt in den Fokus. Hierbei nimmt die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von der Planung, über das Bauen bis zum Betrieb eines Bauwerkes die tragende Rolle ein (Stichworte: cradle to cradle / CO 2 -Pass für Gebäude). Prozessoptimierung durch Lean- Construction Lean Management ist ein Managementansatz, der darauf abzielt, Prozesse effektiv und effizient zu gestalten. Dieses "schlanke Management" verfolgt das Ziel, u.a. durch vorausschauende Planung und "Taktung" der einzelnen Produktionsschritte eine deutliche Effizienzsteigerung und eine kontinuierliche Prozessoptimierung zu erreichen. Hintergrund dessen ist die Unternehmensphilosophie, jegliche Verschwendung über die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktionsprozesses zu minimieren und zu eliminieren. Um dieses Ziel zu erreichen, bedient man sich entsprechender Lean Methoden und Lean Verfahrensweisen. Bereits aus der Ganzheitlichkeit des Ansatzes resultiert, dass das Lean Management auf die gesamte Unternehmung wirken muss, damit die gewünschten Effekte erreicht werden können. LEAN zu arbeiten ermöglicht Bauunternehmen, die Vorteile der stationären Industrie zu etablieren. Lean Construction Management bedeutet entsprechend, dass Zeit, Material und Arbeitskräfte auf der Baustelle effizient eingesetzt werden und der gesamte Ablauf eines Bauprojekts als Prozess betrachtet wird. Mithilfe dieses Ansatzes kommt es zu Effizienzgewinnen, da weniger Leerkosten und Fehlleistungen anfallen. Die Rotterdam Bau GmbH setzt bei ihren Baustellen bereits seit Jahren das Lean Construction Management um. Auch die Digitalisierung hilft als Werkzeug dabei, Prozesse zu verbessern, indem es nicht mehr zu Medien- oder Systembrüchen kommt und der Informationsfluss über eine zentrale Datenbank gewährleistet ist. Insbesondere die Kombination von BIM-Methoden und Lean-Verfahren stellt einen großen Gewinn für uns als Bauunternehmen dar. Urbanisierung Der Trend der Urbanisierung setzt sich fort. Viele Menschen zieht es weiter in die Innenstädte. Das Bauen findet auf immer engerem Raum statt, weshalb die Gebäude entsprechend höher gebaut werden, umfangreiche Gründungsarbeiten vorausgesetzt werden und moderne sowie nachhaltige Baukonzepte gefragt sind. Arbeitsmarkt Die Baubranche zeigte sich während der Corona-Pandemie, wie bereits in der Finanzkrise 2009, besonders krisensicher. Insbesondere die Bauindustrie bietet Jugendlichen somit eine zukunftssichere Ausbildung. Zudem setzen Bauunternehmen verstärkt auf die Sicherung und Weiterbildung ihrer vorhandenen qualifizierten Mitarbeiter. Risiken (generell) Neben den Chancen existieren auch Risiken i. S. v. Verlustrisiken: Insolvenzen von Nachunternehmern Risiken aus Vergaben an Nachunternehmer werden u.a. durch Einholung von Creditreform-Auskünften und interne Lieferantenbewertungen, ggfs. auch durch Aufteilung von Aufträgen innerhalb eines Gewerks, reduziert. Auf diese Weise sollen die Folgen (Störungen im Prozessablauf mit den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen) einer eventuellen Insolvenz unserer Nachunternehmer vermieden werden. Budgetüberschreitungen bei Vergaben Risiken aus Fehlkalkulationen, die zu Budgetüberschreitungen bei Vergaben führen, werden durch laufende Plausibilitätsprüfungen über Kennzahlen aus ähnlichen, bereits abgewickelten Bauprojekten verringert. Unwirtschaftliche Baustellen- Abwicklung/ Bauzeitüberschreitungen Dieses Risiko wird durch eine permanente, fortlaufende, projektbegleitende Arbeitskalkulation in Verbindung mit einer integrierten Projektprognoserechnung reduziert. Die Bekämpfung des Prozess-Risikos auf den Baustellen wird durch die konsequente Umsetzung des Lean-Construction-Management-Systems gestärkt. Gewährleistungsrisiken Die Auftragssumme der Einzelprojekte der Rotterdam Bau GmbH werden in den letzten Jahren immer größer und die technische Komplexität nimmt permanent zu. Der Qualitätsanspruch der Auftraggeber nimmt immer mehr zu und die auftraggeberseitig geforderten Gewährleistungsfristen werden tendenziell länger. Damit steigt grundsätzlich das Ergebnisrisiko aus Reklamationen. Durch frühzeitige Beteiligung der Qualitätssicherung z. B. bei den Startgesprächen von Baustellen und präventiv bei bestimmten Stadien der Baustellen durch Baustellenbesuche unseres Qualitätsingenieurs investieren wir laufend in die Qualitätsverbesserung unserer Bauleistung. Erkennbare Schadensrisiken werden sorgfältig bewertet und bei Bedarf über Rückstellungen in der Bilanz erfasst. Liquiditätsrisiko Die wöchentlich aktualisierte Liquiditätsvorausschau hilft frühzeitig Liquiditätsrisiken zu erkennen. Die Projekt- und Bauleiter werden zudem angehalten, die Bauleistungen ihrer Projekte zeitnah abzurechnen. Ethische Risiken Korruption und wettbewerbsverzerrende Verhaltensweisen sind potentielle Risiken in der Bauwirtschaft. Bei einer Nichteinhaltung von Regelungen kann es zu Geld- und Freiheitsstrafen kommen, aber auch zu einem Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen. Bereits Ermittlungsverfahren (auch im Bereich Arbeitsschutz oder Gefährdung der Umwelt) können finanzielle Schäden und Reputationsverlust bedeuten. Um zivilrechtliche oder strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden und ein korrektes Verhalten zu implementieren und jederzeit sicherzustellen, wurde von der Rotterdam Bau GmbH bereits vor Jahren ein Compliance-System und entsprechende Regeln und Richtlinien im Sinne der Corporate Social Responsibility (CSR) eingeführt. Die Rotterdam Bau GmbH ist zudem mehrjähriges, auditiertes Mitglied beim EMB-Wertemanagement Bau e.V. (Werte-Compliance-Integrität). Zinsentwicklung Für den Immobilienmarkt sind die Zinsen für Baufinanzierungen entscheidend. Diese hängt maßgeblich von der Geldpolitik der Deutschen Bundesbank sowie der Europäischen Zentralbank ab bzw. von der zehn- jährigen Bundesanleihe, an der sich die Bauzinsen traditionell orientieren. Risiken ergeben sich für die Geschäftsentwicklung von Bauunternehmen immer dann, wenn die Zinsen deutlich steigen. Auch Kredithürden vor dem Hintergrund strengerer Kreditkonditionen für den Mittelstand spielen eine große Rolle. Nachhaltigkeitsstandards/ - berichterstattung Die verstärkte Einführung von Nachhaltigkeitsstandards durch den Gesetzgeber sowie die zunehmende Berücksichtigung dieser Themen in der Privatwirtschaft, stellt Unternehmen vor zusätzliche Risiken im Bereich der Kosten. Denn die Aufstellung und Prüfung der sog. CSR-Berichterstattung führt bei den betroffenen Unternehmen zu zusätzlichen Beratungskosten. Die häufig in der Politik erwähnten Einspareffekte durch eine Organisationsoptimierung sind in diesem Zusammenhang mit Vorsicht zu betrachten. Die Bauindustrie geht von Kostenerhöhungen im Bereich der Verwaltung aus. Diese müssen die Unternehmen individuell beziffern. In diesem Zusammenhang sollten auch Maßnahmen zur Einführung von neuen Informationsquellen geprüft werden. Zu nennen sind hier Lösungen wie z. B. eine alternative Bepreisung mit CO 2 - Werten sowie eine Bewertung anhand von Gewichtungen weiterer Nachhaltigkeitskennzahlen. Kostenentwicklungen in den Unternehmen erfolgen in Zukunft nicht nur in Geldbeträgen, sondern auch beispielsweise durch die Betrachtung von CO 2. Risiken (strukturell / konjunkturell / durch geopolitische Entwicklungen) Corona-Pandemie Die Schutzmaßnahmen und Einschränkungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurden im Laufe des Jahres 2022 fast vollständig aufgehoben. Dennoch können sich weitere wirtschaftliche Risiken ergeben, sollten sich neue Mutationen, Kombinationen oder auch neue Krankheiten entwickeln, die zu schweren Krankheitsverläufen führen oder gegen die eine Impfung nicht schützt. Denn ein Ausfall von Mitarbeiter*innen, ein verstärkter Arbeitsschutz und die Einhaltung von Hygienevorschriften auf den Baustellen, führen zu erhöhten Kosten und Aufwendungen. Geopolitische Konflikte (Krieg in der Ukraine) Der im Februar 2022 begonnene Krieg in der Ukraine hatte dazu geführt, dass die NATO zunächst wirtschaftlich eingriff. Es wurden bereits weitreichende Sanktionen gegen Russland verhängt. Der Krieg hat auch Auswirkungen auf die deutsche Bauindustrie. So waren die Preise für Baumaterialien und Energie seit Beginn des Krieges für längere Zeit stark gestiegen. Auch kam es zwischenzeitlich zu Lieferengpässen. Geopolitische Konflikte sowie internationale Handelskonflikte führen im Allgemeinen zu einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld. Die dadurch entstehenden unsicheren Rahmenbedingungen haben einen negativen oder verzerrenden Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen. Dies bedeutet schlussendlich auch einen dämpfenden Effekt für die Nachfrage nach Bauleistungen. Auch die Verfügbarkeit von Baumaterialien und anderen Ressourcen sowie die Lieferkette können beeinträchtigt werden. Lieferketten Seit Beginn der Corona-Pandemie und dem Beginn des Krieges in der Ukraine standen die Lieferketten stark im Fokus. Eine Kombination verschiedener Faktoren führte zu gestörten Lieferketten sowie zu stark erhöhten Baumaterialpreisen. Diese Situation hat sich zwischenzeitlich etwas entschärft, unter Umständen wird sie sich aber wieder verschärfen. Der Ausfall von Lieferungen oder die Insolvenz eines Lieferanten oder Nachunternehmers darf jedoch die Existenz des Unternehmens nicht gefährden. Risiken von Produktionsunterbrechungen durch regionale Schocks und geopolitische Krisen müssen anhand einer Diversifizierung der Handelspartner reduziert werden. Die Anforderungen an eine Kapazitäten-Planung werden komplexer. Doch der Aufbau der eigenen Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Ursachen von Betriebsunterbrechungen wird zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil. Energiepreise Die Aussicht auf einen möglichen Importstopp von russischem Öl nach Europa ließ die Preise stark steigen. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine stieg der Ölpreis pro Barell bis Juni 2022 um über 30 %. Seitdem sinkt der Preis an der Börse bereits wieder. Auch der Preis für Erdgas verzeichnete zwischenzeitlich starke Zuwächse. Die hohen Energiepreise belasten die deutsche Wirtschaft weiter stark. Insbesondere die energieintensive Industrie ist betroffen, was wiederum Vorleistungsgüter für den Bau deutlich verteuert. Inflation Die Inflation sowie die Volatilität der Wirtschaft- und Finanzmärkte stellen ein Geschäftsrisiko dar. Dabei ist insbesondere die Inflation ein Risiko, da sie zu wirtschaftlichen Unsicherheiten führt und Unternehmen ihre Preisstruktur überdenken. Auch die hohe und veränderte Rohstoffnachfrage (insbesondere nach Kupfer, Zink und Aluminium) dürfte die Rohstoffpreise stark beeinflussen. Es stellt sich hierbei die Frage, ob es zu einem Rohstoff-Superzyklus kommen könnte. Arbeitsmarkt Neue Nachwuchskräfte können in der Bauindustrie die Abgänge in die Rente nicht mehr ausgleichen. Bisher kann die entstehende Lücke aber durch europäische Arbeitskräfte und einen Abbau der Arbeitslosigkeit geschlossen werden. Es wird sogar Beschäftigung ausgebaut. Doch die Abwerbung von Arbeitskräften nimmt in der Baubranche zu. Auch befürchten viele Bauunternehmen, dass der Fachkräftemangel zu einem Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung wird. IV. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 (Prognosebericht) 1. Entwicklung des Handelsrechtlichen Ergebnisses in 2024 (Prognose) Im Geschäftsjahr 2024 werden u. a. folgende Bauprojekte im Ruhrgebiet sowie im Großraum Köln / Düsseldorf beendet und abgerechnet: Projekt: Umbau- und Anbaumaßnahmen bei einem Seniorenzentrum in einer Vorstadt von Köln Projekt: Neubau von 4 Mehrfamilienwohnhäusern mit 59 Wohneinheiten für geförderten Wohnungsneubau mit Tiefgarage in Düsseldorf inkl. Ausführungsplanung Projekt: Errichtung von 5 Mehrfamilienhäusern mit 60 Mietwohnungen mit Garage in Wuppertal Projekt: Errichtung eines Medizinischen Zentrums (ohne TGA/ ohne Planung) mit Parkhaus in Bochum Projekt: Abbruch und Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 14 Wohneinheiten in Düsseldorf Projekte: Verschiedene Projekte und Firmenservice mit einer Auftragssumme von jeweils unter 1,0 Mio.€ (Ges.-Auftragssumme: i.H. v. rd. 3,261 Mio.€) in Leverkusen, Düsseldorf, Ratingen und Umgebung. Die Abrechnung der o. g. Bauprojekte und die damit verbundene Auflösung der Stillen Reserven führen zu einer Ergebnisrealisierung bei diesen Baustellen im handelsrechtlichen Jahresabschluss 2024 der Rotterdam Bau GmbH. Diese im Jahr 2024 dann fertig gestellten und abgerechneten Bauprojekte machen mit ihrer Restleistung in 2024 jedoch gerade einmal 31,04 % der Gesamtjahresbauleistung (zu Auftragswerten) aus. Das heißt, dass die anderen Bauprojekte zu einem deutlichen Bestandsaufbau an unfertigen Bauprojekten zum 31.12.2024 führen werden. Diese unfertigen Bauvorhaben verursachen damit einen weiteren Aufbau von Stillen Reserven, sodass aus diesen unfertigen Bauprojekten keine Ergebnisrealisierung oder Deckungsbeiträge zum 31.12.2024 zu erwarten sind. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwarten wir daher für den handelsrechtlichen Jahresabschluss ein gerade mal ausgeglichenes Ergebnis. Der aktuell gute Auftragsbestand unterstützt unsere Unternehmensentwicklung jedoch weiter. Dabei dürfen jedoch mögliche negative Entwicklungen aus den Folgen der geopolitischen Krisen und daraus resultierende Einflüsse auf die Energiepreise / Preise (allgemein) und Liefersituation sowie mögliche Veränderungen der aktuellen Zinssituation nicht aus dem Auge verloren werden. 2. Bauleistung 2024 Die Prognoserechnung für das Geschäftsjahr 2024 sieht eine Bauleistung in Höhe von rund 58,06 Mio. € vor (Stand der Prognose: 31.08.2024). Bei dieser genannten Bauleistung handelt es sich um die tatsächlich von der Rotterdam Bau GmbH für 2024 prognostizierte Leistung zu Auftragswerten über alle Baustellen, die jedoch im handelsrechtlichen Abschluss 2024 so nicht ausgewiesen werden wird. Dies liegt daran, dass die zum 31.12.2024 noch unfertigen Bauvorhaben nur mit ihren Herstellungskosten in Verbindung mit einem Zuschlag für Material-, Fertigungsgemeinkosten und einem Teil der Verwaltungsgemeinkosten aktiviert werden und somit bei diesen Baustellen die erbrachte Leistung nur zum Teil in den Jahresabschluss einfließen wird. 3. Personalentwicklung in 2024 Die Mitarbeiterzahl soll in 2024 weiter gestärkt werden, vor allem durch zusätzliche Einstellungen von Bauleitern und einem Kalkulator, um den altersbedingten Rückgang auszugleichen. Um den Auftragsbestand professionell abarbeiten zu können, wird auf der Ebene der Bauleiter und Poliere ggf. auch auf externes Personal von Dienstleistern und Freelancer zurückgegriffen. V. Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der geopolitischen Lage auf die Gesellschaft Der Überfall auf die Ukraine und die seitdem herrschende Kriegslage -auch im Nahen Osten- führte sehr schnell zu massiven Preisanstiegen und Lieferengpässen für unterschiedliche Baumaterialien. Lieferengpässe Die Rotterdam Bau GmbH konnte Bauverzögerungen, verursacht durch die Lieferengpässe, weitestgehend durch frühzeitige Order und "Vorrats-Einkäufe" verhindern. Die Rotterdam Bau GmbH kann außerdem auf ein Netz verschiedener Baumateriallieferanten zurückgreifen und konnte daher die angespannte Liefersituation bisher noch gut handhaben. Inwieweit eine erneute Verschärfung der Lieferengpässe dann auch bei der Rotterdam Bau GmbH zu Bauverzögerungen führen wird, bleibt abzuwarten. Preisentwicklungen Die Rotterdam Bau GmbH wickelt einen Großteil ihrer Bauvorhaben in sogenannten "Partnerschaftsmodellen" ab, die auf der Grundlage von Selbstkostenerstattungs-Verträgen, zum Teil in Kombination mit einem garantierten Maximal Preis, bestehen. In diesen Fällen teilen sich die Rotterdam Bau GmbH und deren Auftraggeber das Risiko des Einkaufs von Baumaterial. Die Mehrkosten im Bereich der allgemeinen Geschäftskosten (z.B. durch den Anstieg der Treibstoffkosten beim eigenen Fuhrpark) trägt die Rotterdam Bau GmbH jedoch allein. Weitere Bauvorhaben werden auf der Basis von Pauschalverträgen abgewickelt, sodass der Auftraggeber das Bauvorhaben schlüsselfertig zum Festpreis errichtet bekommt. Bei diesen Bauvorhaben konnte das Risiko der Rotterdam Bau GmbH weiterhin deutlich abgemildert werden durch die frühzeitige Vergabe der Leistungen etc. Das Risiko für die Rotterdam Bau GmbH kann hier jedoch nur bis zu einem gewissen Maße minimiert werden. Durch die baubegleitende, monatlich aktualisierte Arbeitskalkulation werden die Beschaffungskosten bei diesen Bauvorhaben laufend beobachtet. Sollte es durch die geopolitische Lage zu massiven Preisanstiegen / Lieferengpässen und damit zu unkontrollierbaren Verlusten kommen, würde die Rotterdam Bau GmbH rechtzeitig den Kontakt mit den Auftraggebern suchen und auf eine nachträgliche Anpassung der vertraglich vereinbarten Preise drängen, mit dem Hinweis auf die Störung der Geschäftsgrundlage gem. § 313 BGB. Danach wäre die Rotterdam Bau GmbH zur Darlegung des Preisanstiegs in der Pflicht. Hierzu sind ggf. die ursprünglichen Kalkulationsansätze offenzulegen und die tatsächlichen Einkaufskosten zu beweisen. Zum Teil werden auch Preisgleitklauseln bei ausgewählten Baumaterialien in das Vertragswerk aufgenommen, um die Rotterdam Bau GmbH vor massiven wirtschaftlichen Einbußen zu schützen.
Langenfeld, den 19. September 2024 Rotterdam Bau GmbH Jörg Galka Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für OffenlegungszweckeA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten. Zu den Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der entsprechende Betrag des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben. Von dem Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, wurde Gebrauch gemacht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend und wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten: Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zur Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear entsprechende der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR werden den steuerlichen Vorschriften folgend in voller Höhe abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen wird in der Handelsbilanz entsprechend verfahren. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen Bauleistungen für noch nicht schlussgerechnete Bauleistungen erfolgte zu Herstellungskosten, bestehend aus den einzelnen Projekten direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten und bezogenen Fremdleistungen. Für Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie einen Teil der Verwaltungsgemeinkosten erfolgte ein Zuschlag auf die im Baustellenaufwand enthaltenen Einzelkosten der Teilleistungen und der Kosten der örtlichen Bauleitung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Ansatz von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Die Liquiden Mittel und die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält:
Die Gesellschaft ist an mehreren Arbeitsgemeinschaften beteiligt, die Beteiligungen des Finanzanlagevermögens darstellen, für die jedoch keine Anschaffungskosten entstanden sind. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Arbeitsgemeinschaften, die alle in der Rechtsform der BGB-Gesellschaft betrieben werden. Die gemäß § 285 Nr. 11a HGB anzugebenden Namen der Unternehmen sind:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 144.239,68 EUR (Vorjahr: 141.394,03 EUR) enthalten. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 34.669,39 EUR (Vorjahr: 24.221,84 EUR) enthalten. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB: aus der Gewährung von Bürgschaften in Höhe von 5.000.000,00 EUR Darüber hinaus wird auf die unbeschränkte gesamtschuldnerische Haftung aus der Beteiligung an mehreren Arbeitsgemeinschaften verwiesen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird mit gering eingeschätzt. D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: Leasingverträge mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 84.363,86 EUR mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren 67.580,28 EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 0,00 EUR Mietverträge mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 206.220,12 EUR mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren 618.660,36 EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 0,00 EUR E. Sonstige Angaben
Langenfeld, den 19. September 2024 Rotterdam Bau GmbH Jörg Galka Anlagenspiegel für OffenlegungszweckeAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für OffenlegungszweckeDie Gesellschaft macht von den Erleichterungen des § 327 HGB im Rahmen der Veröffentlichung Gebrauch. Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers wurde für den aufgestellten vollständigen Jahresabschluss erteilt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Rotterdam Bau GmbH, Langenfeld Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rotterdam Bau GmbH, Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rotterdam Bau GmbH, Langenfeld, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 19. September 2024 Klein
und Partner mbB
Christian Fissler, Wirtschaftsprüfer Uwe Klein, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 19. September 2024 festgestellt. |
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