Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 138105
Vorher
Hauptstadtsee 877. V V GmbHCéline Germany GmbH
Eingetragen
23.11.2011
Branche
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnEinzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Der Handel und der Verkauf von jeglichen prêt à porter-Waren, Lederwaren, Schuhen, Modeaccessoires, Parfum, Kosmetikartikeln, Schmuck und Kerzen der Marke Celine.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
François Pedrol
seit 23.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Celine S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Celine S.A.
France
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Celine Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlagen

Gegenstand der Gesellschaft ist der Vertrieb von Damen- und Herrenbekleidung sowie Accessoires der Marke Celine in Deutschland. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte in zwei eigenen Boutiquen in München und Frankfurt sowie in drei Shop-in-shop Boutiquen in München, Hamburg und Berlin.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Die Luxusgüterindustrie hat sich in 2022 in glänzender Verfassung präsentiert. Gegenüber dem Vorjahrswert in 2021 stieg der Umsatz der Edelmarken mit hochwertiger Kleidung, Schuhen, Lederwaren, Parfüm und Schmuck in 2022 auf 345 Milliarden Euro um 19%.

Für das Gesamtjahr 2023 wird das Plus je nach Konjunkturentwicklung voraussichtlich zwischen 5 und 12 Prozent betragen.

2.2 Geschäftsverlauf

Nach Beendigung der Corona-Pandemie konnten die gesetzten Umsatzziele im Geschäftsjahr nicht nur erreicht, sondern um 9,8% übertroffen werden. Im Vorjahr konnten die Umsatzziele um 23,8% übertroffen werden. Für das Geschäftsjahr wurde aufgrund der Vorjahresprognose ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 103 erwartet. Die Gesellschaft konnte diese Zielprognose jedoch um TEUR 1.423 übertreffen. Die Gesellschaft ist mit der andauernden Kompensierung des lockdown-bedingten Rückganges der touristischen Kundschaft durch lokale Kundschaft zufrieden.

2.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum 27.188.106,35 EUR. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr 2021 (15.481.450,78 EUR) um 75,62% erhöht.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für die von der französischen Muttergesellschaft bezogene Waren in 2022 betrugen 13.266.104,53 EUR gegenüber 4.608.242,83 EUR im Vergleichszeitraum 2021. Die relative Veränderung gegenüber 2021 beträgt damit 187,88 %.

Die Löhne und Gehälter 2022 betrugen 2.210.575,92 EUR gegenüber 1.960.943,08 EUR im Vergleichszeitraum 2021. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 12,73 % und einem absoluten Anstieg von 249.632,84 EUR, der im Wesentlichen auf gestiegene Boni zurückzuführen ist. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung haben sich von 456.497,34 EUR gegenüber dem Vorjahr (455.497,78 EUR) aufgrund der Beitragsbemessungsgrenzen nur leicht verändert.

Die Abschreibungen sind leicht auf 1.045.829,00 EUR (Vorjahr: 1.256.635,72 EUR) gesunken. Dies entspricht der Aufrechterhaltung der bestehenden Vertriebsstruktur.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Raumkosten sind mit 5.573.140,81 EUR gegenüber 4.608.784,96 EUR um 20,92% aufgrund einer teilweise umsatzabhängigen Miete gestiegen. Bei den Versicherungen, Beiträge und Abgaben hat es mit 29.270,76 EUR kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr (31.207,91 EUR) gegeben. Der Anstieg der Reparaturen und Instandhaltungen auf 71.934,98 EUR (Vorjahr: 38.750,75 EUR) ist durch den gestiegenen Wartungsaufwand bei Klimatechnik verursacht. Der erhebliche Anstieg der Werbe- und Reisekosten mit 1.434.753,06 EUR (Vorjahr: 1.043.294,10 EUR) der europaweit zentral von der Muttergesellschaft gesteuerten Marketingmaßnahmen ist dem Auslaufen der Corona-Pandemie geschuldet. Die Kosten der Warenabgabe beliefen sich im Berichtsjahr auf 143.024,76 EUR (Vorjahr: 44.329,57 EUR). Der Anstieg in Höhe von 32,89% des Postens verschiedene betriebliche Kosten (1.383.872,59 EUR gegenüber 1.041.361,97 EUR im Vorjahr) ist im Wesentlichen ebenso wie die Steigerung der Kosten der Warengabe auf den erhöhten Umsatz und damit verbundenen variablen Kosten wie Verpackungsmaterial und Kreditkartengebühren zurückzuführen.

Seit 2020 hat die LVMH-Gruppe, zu der die Gesellschaft gehört, konzernweit die Transactional Net Margin Method (TNMM) als gewinnorientierte Methode der Verrechnungspreisgestaltung angewendet. Die Gesellschaft übt eine Routinefunktion (Vertrieb) im Sinne der TNMM aus.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entsprechen mit 620.391,45 EUR (Vorjahr: 222.009,86 EUR) den gesetzlichen Anforderungen.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 905.604,86 EUR (Vorjahr: 234.231,96 EUR) ab. Die Eigenkapitalrentabilität der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 88,29 % (Vorjahr 195,08 %), die Gesamtkapitalrentabilität 7,67 % (Vorjahr 1,74 %).

2.4 Finanzlage

Die Finanzierung der laufenden Betriebsausgaben erfolgte größtenteils aus den laufenden Einnahmen.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr auf 1.025.672,11 EUR (Vorjahr: 120.067,25 EUR) an; die Bilanzsumme sank auf 12.155.214,43 ab (Vorjahr: 13.626.384,63 EUR).

Die Eigenkapitalquote hat sich wie folgt entwickelt:

Eigenkapital 1.025.672,11 120.067,25
Bilanzsumme 12.155.214,43 13.626.384,63
Eigenkapitalquote in % 8,44 0,88

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen mit 298.736,00 EUR (Vorjahr: 248.929,74 EUR) jeweils weniger als 10% der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Alle Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur.

Die Gesellschaft besitzt abgesehen von geschäftsüblichen Überziehungsrahmen keine eigenen Kreditlinien bei Banken. Auftretender Liquiditätsbedarf aus dem laufenden Geschäft und der Investitionstätigkeit wird aus eigenen Mitteln oder kurzfristig über das Cash-Pooling der Konzerngesellschaften abgedeckt. Die Gesellschaft ist an das Cash-Pooling der LVMH Finance Belgique SA angeschlossen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 8.884.264,01 EUR (Vorjahr: 12.564.746,60). Davon entfallen 5.383.717,66 EUR auf die in Belgien ansässige Cash-Pooling Gesellschaft der LVMH Finance Belgique SA, die zur Muttergesellschaft gehört. Der Differenzbetrag resultiert aus Lieferungen und Leistungen (Warenbezug) der französischen Muttergesellschaft

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und mittelfristig sind keine Finanzierungsengpässe ersichtlich.

2.5 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtjahr auf 12.155.214,43 EUR (Vorjahr 13.626.384,63 EUR) verringert.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Bilanzposten der Aktivseite gegenüber dem Vorjahr dar:

AKTIVA

Bilanz zum 31.12.2022 Bilanz zum 31.12.2021 Änderung ggü. d. Vorjahr
Sachanlagen 2.432,2 3.466,3 -1.034,1
Vorräte 2.679,3 1.724,0 955,3
Forderungen 3.089,1 4.041,1 -952,0
Sonstige Vermögensgegenstände 846,4 753,6 92,8
Flüssige Mittel 686,1 698,0 -11,9
Rechnungsabgrenzungsposten 2.422,1 2.943,3 -521,3
Summe Aktiva 12.155,2 13.626,4 -1.471,2

Insgesamt wurden im Berichtsjahr Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 11.755,00 EUR (Vorjahr: 258.539,53 EUR) getätigt. Im Berichtjahr wurden die bestehenden Sachanlagen lediglich instandgehalten.

Von den flüssigen Mitteln entfallen gleichbleibend 360.000,00 EUR bzw. 270.000,00 EUR auf Mietavale als Sicherheiten für die angemieteten stand alone Boutiquen in München bzw. Frankfurt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen die über die Restlaufzeit der Gewerbemietverträge verteilten Abstands- und Provisionszahlungen für die stand alone Boutiquen in München bzw. Frankfurt. Zum Ende des Berichtsjahres waren dies 2.078.250,00 EUR bzw. 168.750,13 EUR.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Entwicklung der Bilanzposten der Passivseite gegenüber dem Vorjahr dar:

Bilanz zum 31.12.2022 Bilanz zum 31.12.2021 Änderung ggü. d. Vorjahr
PASSIVA
Eigenkapital 1.025,7 120,1 905,6
Rückstellungen 1.488,1 359,0 1.129,1
Lieferverbindlichkeiten 298,7 248,9 49,8
Verbundverbindlichkeiten 8.884,3 12.564,7 -3.680,4
Sonstige Verbindlichkeiten 458,5 333,7 124,8
Summe Passiva 12.155,2 13.626,4 -1.471,2

Die Rückstellungen betreffen neben Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von 52.971,20 EUR (Vorjahr: 61.000,00 EUR) im Wesentlichen die Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 132.400,00 EUR (Vorjahr: 83.900,00 EUR) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von 507.267,74 EUR (Vorjahr: 175.398,77 EUR).

Die Verbindlichkeiten ggü verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.884.264,01 EUR (Vorjahr: 12.564.746,60 EUR) haben ein Rückgang erfahren.

Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten ist stabil.

2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen des Berichtswesens werden für das Unternehmen auch nichtfinanzielle Kennzahlen (insbesondere Kennzahlen aus dem Personalwesen) ermittelt, die jedoch nicht für die Steuerung des Gesamtunternehmens verwendet werden. Philosophie der Gesellschaft ist, den Mitarbeitern Möglichkeiten und Wege für eine Weiterentwicklung im Unternehmen bzw. in der LVMH-Gruppe zu eröffnen. Hierzu dienen sowohl Qualifizierungsmaßnahmen als auch die Förderung von Training-on-the-job-Initiativen.

3. Prognosebericht

Die die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich trotz Leitzinsanhebungen leicht aufgehellt. Der IWF erwartet nunmehr eine Wachstumsrate für die Weltwirtschaft in Höhe von 2,9 % im Jahr 2023 und von 3,1 % im Jahr 2024 Die Weltwirtschaft ist damit weit entfernt von einer Rezession auf globaler Ebene. Allerdings sinkt das Wachstum im Vergleich zum Jahr 2022 nochmals deutlich um 0,5 Prozentpunkte und die Wachstumsraten bleiben klar unterhalb des langjährigen Durchschnitts von 3,8 % der Jahre 2000 bis 2019. Der Rückgang der weltwirtschaftlichen Dynamik geht dabei insbesondere auf die Industriestaaten zurück: Nach 2,7 % Wachstum im letzten Jahr wird für dieses Jahr nur noch eine Wachstumsrate in Höhe von 1,2 % erwartet. Anders in den Schwellen- und Entwicklungsländern: Diese Ländergruppe hat nach Berechnungen des IWF die Talsohle des Wachstums bereits im Jahr 2022 erreicht. Entsprechend werde ab 2023 eine sehr leichte Erholung erwartet - auch ein Resultat der Öffnung der Wirtschaft in China nach der Pandemie. In 2023 könnten mehr als 50 % des Wachstums der Weltwirtschaft auf China und Indien zurückgeführt werden.

3.1 Umsatz

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet die Gesellschaft für die Folgejahre 2023 (+ 25,3 %), 2024 (+ 17,8 %) und 2025 (+ 11,6 %) jeweils eine Steigerung der Umsätze im Vergleich zum Berichtsjahr 2022.

3.2 Ergebnis

Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit einer Steigerung des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen um TEUR 481, für das Geschäftsjahr 2024 mit einer Steigerung in Höhe von TEUR 396 und für das Geschäftsjahr 2025 mit einer Steigerung in Höhe von TEUR 142 jeweils im Vergleich zu 2022.

3.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft rechnet für das kommende Geschäftsjahr mit einer das Umsatzwachstum reflektierendem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.

4. Chancen- und Risikobericht

Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung sieht die Geschäftsführung insbesondere in einer Fokussierung der Strategie auf die bestehenden Zielgruppen.

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Celine S.A., Paris, Frankeich, und von dieser sehr stark abhängig. Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft wird somit in starkem Maße von der zukünftigen Geschäftspolitik der Muttergesellschaft bestimmt.

Da die Gesellschaft nur als Vertriebsgesellschaft fungiert und keine eigene Produktenwicklung betreibt, ist sie dem Risiko der Sortimentspolitik der Gruppe ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet die Geschäftsführung durch laufende Kommunikation und ihren Einfluss in der Festlegung der Sortimente.

Seit 2020 hat die LVMH-Gruppe, zu der die Gesellschaft gehört, konzernweit die Transactional Net Margin Method (TNMM) als gewinnorientierte Methode der Verrechnungspreisgestaltung angewendet. Da die Gesellschaft eine Routinefunktion (Vertrieb) im Sinne der TNMM ausübt, führt die Anwendung der Methode zu einem positiven Ergebnis vor Steuern auch im Jahr 2022.

Risiken sind die unsichere Entwicklung der Weltwirtschaft und vor allem der deutschen Wirtschaft. Die Nachfrage ist stark abhängig von der wirtschaftlichen Gesamtsituation und konjunkturellen Schwankungen.

Risiken resultieren aber auch aus Mode- und Markentrends, die aber im Konzern analysiert und in der Sortimentspolitik des Konzerns berücksichtigt werden.

Die Insolvenzanmeldung der The KaDeWe Group GmbH im Januar 2024, in deren Warenhäuser in Berlin, München und Hamburg drei Shop-in-Shop Boutiquen durch die Gesellschaft betrieben werden, führte zu einem Rückgang des Kundenverkehrs, da alle Marketingaktivitäten eingestellt wurden. Die Gesellschaft hat seine Kunden so oft wie möglich zu seinen eigenen Geschäften gefahren. Die Insolvenz wird in Eigenverwaltung betrieben, eine Einschränkung des operativen Geschäftsbetriebes der The KaDeWe Group ist derzeit nicht abzusehen. Daher geht die Gesellschaft nicht von einem unmittelbaren Risiko der Schließung der Warenhäuser aus.

Die Gesellschaft ist bei ihren Aktivitäten typischen Finanzrisiken ausgesetzt. Durch ein strukturiertes Forderungsmanagement werden Ausfallrisiken möglichst frühzeitig identifiziert. Die Werthaltigkeit von Forderungen wird regelmäßig überprüft.

Fremdwährungsrisiken bestehen aufgrund der Tatsache, dass im Wesentlichen in Euro fakturiert wird, in unerheblichem Umfang.

Wie in den Ausführungen zur Finanzlage dargestellt sind derzeit auch keine Liquiditätsrisiken - auch aufgrund der Einbindung in die Konzerngruppe - ersichtlich. Keines der vorbezeichneten Risiken wird damit als bestandsgefährdend eingestuft.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.432.184,00 3.466.258,00
I. Sachanlagen 2.432.184,00 3.466.258,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.400.744,00 3.434.818,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.440,00 31.440,00
B. Umlaufvermögen 7.300.973,99 7.216.801,06
I. Vorräte 2.679.312,00 1.724.037,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.935.562,66 4.794.788,39
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.735.999,99
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.935.562,66 3.058.788,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 686.099,33 697.975,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.422.056,44 2.943.325,57
Summe Aktiva 12.155.214,43 13.626.384,63

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 1.025.672,11 120.067,25
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 95.067,25
III. Jahresüberschuss 905.604,86
IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 95.067,25
davon Gewinn-/Verlustvortrag 60.835,29
B. Rückstellungen 743.638,94 358.951,39
C. Verbindlichkeiten 10.385.903,38 13.147.365,99
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.884.264,01 12.564.746,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.500.546,35 1.585.876,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.383.717,66 10.978.869,77
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.501.639,37 582.619,39
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.501.639,37 582.038,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 581,13
Summe Passiva 12.155.214,43 13.626.384,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 13.897.737,44 10.957.343,66
2. Personalaufwand 2.667.073,26 2.416.440,86
a) Löhne und Gehälter 2.210.575,92 1.960.943,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 456.497,34 455.497,78
davon für Altersversorgung 300,00 300,00
3. Abschreibungen 1.045.829,00 1.256.635,72
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.045.829,00 1.256.635,72
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.632.209,68 6.825.293,99
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.830,52 377,75
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 498,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.127,19 2.731,27
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 620.391,45 222.009,86
8. Ergebnis nach Steuern 905.604,86 234.231,96
9. Jahresüberschuss 905.604,86 234.231,96
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 60.835,29
11. Ausschüttung 200.000,00
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 95.067,25

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Celine Germany GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: 138105

Alleingesellschafterin: Celine S.A. mit Sitz in 16 Rue Vivienne in 75002 Paris

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen zwei und zehn Jahren.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert aktiviert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden und Aufwendungen für zukünftige Perioden darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu den Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angaben zu Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr:1.735.999,99 EUR). Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten reflektiert im Wesentlichen die Abstandszahlung an den Vormieter für die übernommenen Räumlichkeiten in München (2.078.250,00 EUR; Vorjahr: 2.567.250,00 EUR). Dieser wird über die Restlaufzeit des Mietvertrages aufgelöst.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen für Personalkosten 132.400,00 EUR
Urlaubsrückstellungen 51.000,00 EUR
Rückstellung für Jahresabschlusserstellung und -prüfung 52.971,20 EUR
Sonstige Rückstellungen 507.267,74 EUR

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Rückbauverpflichtungen der angemieteten Räumlichkeiten (24%) und Werbeaufwendungen (57%).

Angaben zu den Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 5.002.185,72 EUR (Vorjahr: 2.167.915,09 EUR). Davon entfallen 3.500.546,35 EUR (Vorjahr: 1.585.876,83 EUR) auf Verbindlichkeiten aus LuL mit der Gesellschafterin, 298.736,00 EUR (Vorjahr: 248.929,74 EUR) auf Verbindlichkeiten aus LuL (Dritte) und 1.202.903,37 EUR (Vorjahr: 333.108,52 EUR) auf sonstige Verbindlichkeiten.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 5.383.717,66 EUR (Vorjahr: 10.979.450,90 EUR), davon entfallen 5.383.717,66 EUR (Vorjahr: 10.978.869,77 EUR) auf die in Belgien ansässige Cash-Pooling Gesellschaft der LVMH Finance Belgique SA, die zur Muttergesellschaft gehört.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 5.383.717,66 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 15.428.467,42 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen, davon entfallen 3.277.864,27 EUR auf eine Laufzeit unter einem Jahr.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Die Gesellschaft hat Mietverträge mit einer Dauer von mindestens jeweils zehn Jahren abgeschlossen. Ein Teil der Mietverträge unterliegt einer Indexierung hinsichtlich der Miethöhe.

Von den flüssigen Mitteln entfallen unverändert 360.000,00 EUR bzw. 270.000,00 EUR als Sicherheiten auf Mietavale für die Mietflächen in München bzw. Frankfurt, über die die Gesellschaft nicht frei verfügen darf.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 44,00
leitende Angestellte 1,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 45,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführerin Merle, Séverine Caroline ab 20.03.2020 bis 15.07.2022
Geschäftsführerin Chevron, Carole seit 29.05.2020
Geschäftsführer Pedrol, François seit 15.07.2022

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 0,00 EUR gewährt.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE, 22 Avenue Montaigne 75008 Paris, einbezogen, die auch die Konzernmutter darstellt. Die LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton SE, Paris/Frankreich, ist unter der Nummer 775 670 417 beim Paris Registre du Commerce et des sociétés (www.infogreffe.fr) hinterlegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Ende Januar 2024 wurde für The KaDeWe Group GmbH ein Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren wird in Eigenverwaltung durchgeführt. Die Gesellschaft betreibt in den drei betroffenen Warenhäusern Shop-in-Shop Boutiqen. Eine Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage wird nicht erwartet. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht in dem Kapitel "Risiko- und Chancenbericht".

Weitere Sachverhalte von besonderer Bedeutung sind nicht einschlägig.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der gesamte Jahresüberschuss über 905.604,86 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.892.387,01 11.755,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.440,00
Summe Sachanlagen 8.923.827,01 11.755,00
Summe Anlagevermögen 8.923.827,01 11.755,00
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.904.142,01 5.457.569,01 1.045.829,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.440,00 0,00
Summe Sachanlagen 8.935.582,01 5.457.569,01 1.045.829,00
Summe Anlagevermögen 8.935.582,01 5.457.569,01 1.045.829,00
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.503.398,01 2.400.744,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 31.440,00
Summe Sachanlagen 6.503.398,01 2.432.184,00
Summe Anlagevermögen 6.503.398,01 2.432.184,00
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.434.818,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.440,00
Summe Sachanlagen 3.466.258,00
Summe Anlagevermögen 3.466.258,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. C. Chevron

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Celine Germany GmbH, Berlin

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen der im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalte in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Wir wurden am 22. Juni 2023 als gesetzlicher Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und Lageberichts der Celine Germany GmbH bestellt und haben daher die Inventur zu Beginn des Jahres nicht beobachten können. Wir waren nicht in der Lage, uns durch alternative Prüfungshandlungen von den am 31. Dezember 2021 gehaltenen Vorratsmengen in Höhe von T€ 1.724 mit hinreichender Sicherheit zu überzeugen. Da die Vorräte zu Beginn der Periode in die Bestimmung der Ertragslage eingehen, können wir nicht ausschließen, dass Änderungen des in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres ausgewiesenen Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 30. Januar 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

Jens Esser, Wirtschaftsprüfer

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