Hospitalverbund Service gGmbH

Obere Husemannstraße 2, 59423 Unna, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 10606
Vorher
Versorgungsbetriebe Mariengarten GmbHMariengarten Servicegesellschaft GmbH
Eingetragen
9.1.1996
Branche
Erbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenErbringung von physiotherapeutischen Dienstleistungen (ohne Ergotherapie)Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Gegenstand
(1) Zwecke der Gesellschaft sind die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der Gesundheitspflege, des Wohlfahrtswesens, der Erziehung und der Aus-, Fort- und Berufsbildung, die Förderung der Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe sowie die Förderung mildtätiger Zwecke durch die Förderung und Erbringung von Leistungen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen und Medizinischen Versorgungszentren. Diese Zwecke werden verwirklicht durch planmäßiges Zusammenwirken mit der Katholischer Hospitalverbund Hellweg gGmbH, Unna, und der mit ihr gemäß §§ 15 ff. AktG verbundenen und dem Organkreis der Katholischer Hospitalverbund Hellweg gGmbH gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG zugehörigen Unternehmen, welche jeweils als steuerbegünstigte Körperschaften im Sinne der §§ 51 bis 68 Abgabenordnung (AO) anerkannt sind (vgl. auch § 3 dieser Satzung). (2) Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere für Einrichtungen der Katholischer Hospitalverbund Hellweg gGmbH und der mit dieser als steuerbegünstigte Körperschaften im Sinne der §§ 51 bis 68 AO anerkannten verbundenen Unternehmen durch den Betrieb von Großküchen und Restaurants, die Erbringung von Reinigungs- und Ver- /Entsorgungsdienstleistungen, hauswirtschaftliche Dienste, die Durchführung von Physiotherapie-, Ergotherapie- und Logopädie-Leistungen, den Betrieb der Zentralen Information/en, die Erbringung kaufmännischer und technischer Dienstleistungen und den strategischen Energieeinkauf. Sofern der Umfang der Dienstleistungen überwiegend für Einrichtungen der Katholischer Hospitalverbund Hellweg gGmbH und der mit ihr verbundener Unternehmen erbracht wird, kann die Gesellschaft ebensolche Dienstleistungen für nicht verbundene Unternehmen, Institutionen und Personen anbieten und durchführen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Larisch
seit 21.12.2021
Geschäftsführer
Christoph Brüggemann
seit 21.12.2021
Prokura
Thorsten Roy
seit 21.12.2021
Prokura
Tobias Franke
seit 21.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert91.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Katholische Kirchengemeinde St. Katharina
48.00%
Katholische Kirchengemeinde St. Patrokli
20.47%
Maria-Anna-Heese'sche Stiftung
16.67%
Schleden'sche Stiftung
3.53%
Katholische Kirchengemeinde Pfarrei Zum Guten Hirten
2.33%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Marienkrankenhaus gGmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hospitalverbund Service gGmbH

Unna

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I Grundlagen der Gesellschaft

Die Hospitalverbund Service gGmbH mit Sitz in Unna, ist mit ihren Dienstleistungsangeboten an den Standorten Soest, Möhnesee-Körbecke, Unna und Werl tätig. Das Kerngeschäft umfasst hierbei Dienstleistungen im Catering, der Gebäudereinigung, der Physiotherapie, diverse handwerkliche, sowie hauswirtschaftliche und logistische Dienstleistungen, der Mitarbeitergestellung sowie der Energielieferung. Durch die Betätigung in unterschiedlichen Bereichen muss die Entwicklung der einzelnen Branchen differenziert betrachtet werden.

Das Stammkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 insgesamt 50 TEUR. Gesellschafterin ist der Katholische Hospitalverbund Hellweg gGmbH mit Sitz in Unna. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat, die Geschäftsführung sowie der Betriebsrat. Seit dem 01.01.2022 ist die Gesellschaft gemeinnützig und firmiert unter "Hospitalverbund Service gGmbH".

Der Bereich des Caterings umfasst die Speisenversorgung für die Krankenhäuser und die Wohn- und Pflegeeinrichtungen des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg, die Schul- und Kindergartenverpflegung sowie den Betrieb von Betriebskantinen. Die Ertragslage gestaltete sich in diesem Bereich bei den externen und internen Kunden steigend. Im Januar 2023 blieben die Cafeterien coronabedingt weiterhin für externe Besucher geschlossen und waren auch für die MitarbeiterInnen nur mit eingeschränkten Öffnungszeiten in Betrieb. Mitte Februar erfolgte eine erste schrittweise Öffnung für externe Gäste an den Nachmittagen. Im April 2024 wurde dann wieder gänzlich auch für die externen Besucher geöffnet, wobei die verkürzten Öffnungszeiten bis 17.00 Uhr beibehalten und nicht auf frühere Zeiten zurückverändert wurden. Seit der Öffnung zeichnet sich eine positive Entwicklung mit einer starken Umsatzsteigerung ab. Zum 01.01.2023 übernahm die Hospitalverbund Service gGmbH zusätzlich die Cafeteria im Christlichen Klinikum Unna WEST. Zudem konnten zwei weitere externe Großkunden gewonnen werden, welche von der Küche am Standort Möhnesee-Körbecke aus beliefert werden. Der Partyservice wird weiterhin nur noch intern und für MitarbeiterInnen angeboten. Die Betriebskantine beim Unternehmen LEGRAND wurde allerdings zum 31.01.2023 geschlossen, da diese nicht mehr gewinnbringend zu betreiben war.

Die Gebäudereinigung konzentriert sich auf die Reinigung der zum Verbund gehörenden Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen sowie auf räumlich angegliederte Arztpraxen. Es handelt sich hierbei um eine sehr stabile Unternehmenssparte, welche geringen Schwankungen unterliegt.

Der Bereich der Physiotherapie basiert auf Physiotherapie-Leistungen in Soest, Unna und Werl. Im Jahr 2020 sind zudem Ergotherapie- und Logopädie-Leistungen hinzugekommen. Die Logopädie musste inzwischen allerdings leider weitestgehend fremdvergeben werden. Zudem werden zeitweise Praktikanten von der Ergotherapie-Schule betreut.

Im Dezember 2021 wurde in Unna das Fitnessstudio Aktiv erworben. Dieses hat nach dem erfolgreichen Jahr 2022 auch das Jahr 2023 wirtschaftlich im Plus abgeschlossen. Seit Dezember 2022 können hier offiziell auch erweiterte ambulante Therapiedienstleistungen (EAP) angeboten werden. Grundsätzlich lässt sich eine positive Entwicklung mit steigenden Mitgliederzahlen und Therapieangeboten erkennen.

Als handwerkliche Dienstleistungen für die Einrichtungen des katholischen Hospitalverbundes werden derzeit Leistungen in den Bereichen Bau (z.B. Maler- und Bodenlegearbeiten), Gartenpflege und Floristik angeboten. Dieses Portfolio konnte seit Dezember 2022 um einen Werbegestalter erweitert werden.

Aufgrund der Schließung der Sterilgutaufbereitung (AEMP) im Marienkrankenhaus Soest im Juni 2023 ergab sich der Bedarf einer Sterilgut-Logistik zwischen den Standorten Unna und Soest, da das Sterilgut für das Marienkrankenhaus Soest sowie weiterer externer Soester Kunden seither am Standort Unna gereinigt und sterilisiert wird. Diese Transporte in Form von derzeit 4 Pendelfahrten täglich mit einem eigens hierfür angeschafften Transportfahrzeug, wird seit Juni 2023 von der Hospitalverbund Service gGmbH als neue Leistung erbracht.

Seit dem 1. Juli 2023 übernimmt die Hospitalverbund Service gGmbH innerhalb des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg die Koordination der Berufsbekleidung und Flachwäsche und bildet somit das Bindeglied zur externen Wäschereinigung Kampschulte. Dieser Bereich umfasst zum Einen die Aufgaben der Inhouselogistik und Bestellung und zum Anderen die Rechnungskontrolle sowie Qualitätssicherstellung.

Im Rahmen der Mitarbeitergestellung wird in diversen Bereichen der Krankenhäuser des katholischen Hospitalverbunds qualifiziertes Personal zur Verfügung gestellt.

Der Bereich der Energielieferung konzentrierte sich ebenfalls auf die zum Verbund gehörenden Krankenhäuser und Senioreneinrichtungen sowie auf räumlich angegliederte Arztpraxen. Hier trat die Hospitalverbund Service gGmbH bis zum 31.03.2023 als Einkäuferin auf und lieferte über einen starken Partner Strom und Gas in den benötigten Mengen an die entsprechenden Abnahmestellen. Aufgrund von starken Turbulenzen in den Energiemärkten sowie sehr komplexen politischen Rahmenbedingungen hat die Geschäftsführung im Frühjahr 2023 jedoch entschieden, die Energielieferung durch die Hospitalverbund Service gGmbH zum 31.03.2023 zu beenden und ab dem 01.04.2023 auf eine Direktlieferung durch die Stadtwerke Soest an die einzelnen Einrichtungen zurückzugehen. Somit wurde die interne Energiebelieferung inzwischen zu diesem Stichtag endabgewickelt.

Insgesamt konzentriert sich die Hospitalverbund Service gGmbH verstärkt auf das interne Geschäft innerhalb des katholischen Hospitalverbunds Hellweg. Durch eine in 2020 vom Bundeskartellamt genehmigte Fusion des Katharinen-Hospitals Unna mit dem evangelischen Krankenhaus Unna hat sich das Einsatzgebiet der Hospitalverbund Service gGmbH um ein weiteres Krankenhaus erweitert. Die Fusion der beiden Servicegesellschaften DEKU und Mariengarten im Jahr 2021 bietet ein hohes Potenzial für die Zukunft. Diese Entwicklung hat sich positiv auf die Geschäftslage der Gesellschaft ausgewirkt. Auch im Jahr 2023 konnten weitere MitarbeiterInnen eingestellt werden. Dies hängt unter anderem mit dem starken Außer-Haus-Geschäft im Bereich der Speisenversorgung am Standort West zusammen.

II Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

II.1 Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 der Krankenhäuser war gekennzeichnet durch das Ende der COVID-19-Pandemie und das Auslaufen entsprechender Unterstützungsmaßnahmen.

Im Hinblick auf Catering- & Gastronomieleistungen wirkte sich die die Abschaffung der coronabedingten Einschränkungen durch die Bundesregierung positiv aus. Die interne Verschiebung von MitarbeiterInnen in zwischenzeitlich neu geschaffene Bereiche (Doorkeeping, Corona-Testzentren) konnte wieder rückgängig gemacht werden und die MitarbeiterInnen wieder in ihre früheren Arbeitsbereiche zurückkehren. Betriebsbedingte Kündigungen und Kurzarbeit konnten durch diese Maßnahme vermieden werden. Für das Jahr 2024 stellt sich im Hinblick auf die Catering- & Gastronomieleistungen allerdings die Herausforderung der Anhebung der Mehrwertsteuer auf im Haus verzehrte Speisen zurück auf 19% von zwischenzeitlich 7%. Zur Abwendung der entsprechenden Auswirkungen wurden die Preise zum 01.01.2024 um rund 8% angehoben.

Die Hospitalverbund Service gGmbH gehört zum Katholischen Hospitalverbund Hellweg, zu dem auch das Christliche Klinikum Unna, das Marienkrankenhaus Soest, das Mariannen-Hospital Werl, die beiden Wohn- und Pflegeeinrichtungen St. Bonifatius in Unna sowie St. Elisabeth in Körbecke gehören. Weitere Bestandteile sind das Hospitalverbund MVZ mit den Standorten in Balve, Menden und Bönen sowie das Hospitalverbund MVZ Unna mit den Standorten Unna und Unna-Billmerich, das Heilig-Geist-Hospiz in Unna und die St. Marien Wickede-Wimbern Gesellschaft.

Die Einrichtungen handeln dabei selbstständig und eigenverantwortlich, kooperieren grundsätzlich unter der Federführung des Verbundes. Dadurch werden vielfältige Ressourcen freigesetzt und Innovationen möglich.

II.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war im Vergleich zu 2022 von folgenden Entwicklungen geprägt:

Übernahme der Küche & der Cafeteria am Standort Christliches Klinikum Unna WEST

Steigende Erlöse in der Speisenversorgung

Leicht steigende Erlöse in der Reinigung

Steigende Erlöse in der Mitarbeitergestellung

Stark steigende Einkaufspreise für Lebensmittel

Erhöhung der Kosten bei den sonstigen Sachmitteln

Moderater Tarifabschluss in der Reinigung / Mindestlohn

Moderater Tarifabschluss in der DEHOGA / Tarifreform & Mindestlohn

Der Jahresüberschuss der Hospitalverbund Service gGmbH beträgt 2,2 TEUR.

Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss 13,7 TEUR.

III Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Hospitalverbund Service gGmbH umfasst per 31.12.2023 4.068 TEUR (VJ 4.275 TEUR).

Das Anlagevermögen betrug 590 TEUR (VJ 554 TEUR).

Insgesamt wurden im Jahr 2023 Rückstellungen in Höhe von 2.051 TEUR (VJ 1.946 TEUR) gebildet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Vorjahr um 136 TEUR verringert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Vorjahr um 199 TEUR verringert.

IV Finanzlage

Der Finanzmittelbestand der Hospitalverbund Service gGmbH stieg um 440 TEUR auf 1.397 TEUR. (VJ 957 TEUR).

Die Liquidität der gGmbH ist gesichert.

V Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Hospitalverbund Service gGmbH erhöhten sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr auf 31.757 TEUR (VJ 28.620 TEUR).

Diese Erhöhung entfällt im Wesentlichen auf die Übernahme von Leistungen im Bereich der Speiseversorgung & Gastronomie am Standort Unna WEST durch die Übernahme der dortigen Küche und Cafeteria und durch die neu hinzugekommene Speisenbelieferung der LWL und Kindertagesstätte dort. Zudem hat sich auch die erforderlich gewordene Preiserhöhung maßgeblich auf die Ertragslage ausgewirkt. Des Weiteren hat das Fitnessstudio Aktiv positiv zur Steigerung beigetragen. Im Bereich der Personalgestellung konnten ebenfalls Erhöhungen verzeichnet werden. Die Aufgabe des Geschäftsbereichs der Energieversorgung führte zeitgleich jedoch zu rückläufigen Erträgen.

Die Erhöhung der Personalaufwendungen auf 21.180 TEUR (VJ 18.583 TEUR) beruht im Wesentlichen auf den hohen Tarifabschlüssen sowie der Übernahme der MitarbeiterInnen in der Küche und Cafeteria des Christlichen Klinikums Unna WEST. Des Weiteren trägt auch die Erhöhung bei der Personalgestellung hierzu bei.

Die Materialaufwendungen verändern sich gegenüber dem Vorjahr auf 9.493 TEUR (VJ 8.820 TEUR). Die Veränderung ist insbesondere in den höheren Preisen für Lebensmittel sowie in der Übernahme der Küche und Cafeteria am Standort WEST begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringern sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr auf 1.485 TEUR (VJ 1.558 TEUR).

Die oben genannten Sachverhalte führten insgesamt zu dem ausgewiesenen Jahresergebnis von 2,2 TEUR (VJ 13,7 TEUR).

Die Lage des Unternehmens ist als stabil zu betrachten.

VI Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse, die das vermittelte Bild der Lage der Hospitalverbund Service gGmbH beeinflussen und somit wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben können, sind nicht bekannt.

VII Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

VII.1 Risikobericht

Die Gesundheit und das Wohl der uns anvertrauten Menschen sind unsere höchste Verpflichtung und wir legen hohe Maßstäbe an den Umgang mit Risiken und deren Minimierung. Dabei fühlen sich die Gesellschafter, die Geschäftsführung und die Mitarbeiter der Einrichtungen des Katholischen Hospitalverbundes Hellweg der Tradition verpflichtet und stehen ganz bewusst hinter der christlich-katholischen Ausrichtung der Einrichtung. Ethisches Handeln ist die wesentliche Maxime. Dabei schließen sich ethische Orientierung und wirtschaftliches Handeln nicht aus, sondern ergänzen sich. Die grundlegende Risikobegrenzung geschieht in der Weise, dass nur solche Risiken eingegangen werden, die mit anerkannten Maßnahmen und Methoden innerhalb der Organisation zu handhaben sind. Voraussetzung unternehmerischer Handlungen und Entscheidungen ist, dass sie von Beginn an kein bestandsgefährdendes Risiko nach sich ziehen. Neben der Reduktion hoher wirtschaftlicher Risiken steht darüber hinaus die Vermeidung behandlungsbezogener Risiken zum Wohle unserer Patienten und Interessenspartner im Fokus.

Die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung des Angebotes an Dienstleistungen der Gesellschaft sehen wir als sinnhaft an, da die Wirtschaftlichkeit des bestehenden Angebotes gegeben ist. Aufgrund der breiten Aufstellung als Dienstleister im Gesundheitswesen mindern sich die Risiken von Nachfrageschwankungen einzelner Dienstleistungen, da diese durch die übrigen Angebote kompensiert werden können.

Ein Risiko stellt die stetige Verknappung des Arbeitskräfteangebotes dar, das mit verschiedenen Maßnahmen (Angebot an Ausbildungsstellen, Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität) minimiert werden soll. Es zeichnet sich eine deutliche Abnahme der Qualität und Quantität bei den BewerberInnen ab. Teilweise wird daher in den Bereichen der Logopädie und Reinigung auf externe Dienstleister zurückgegriffen.

Des Weiteren ist festzustellen, dass ein Risiko seitens der Lieferanten besteht, da zurzeit stark steigende Einkaufskonditionen, insbesondere im Lebensmittelsektor, vorherrschen. Im Bereich der Sachmittel herrschen ebenfalls ansteigende Preise vor. Für 2024 wird eine Abschwächung der Inflation - nach den hohen Anstiegen im Jahr 2023 - erwartet.

Im Folgenden werden die unterschiedlichen Risiken beschrieben, denen die Einrichtungen des Hospitalverbundes im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeiten notwendigerweise ausgesetzt sind. In erforderlichen Fällen wurde den Risiken durch die Bildung einer entsprechenden Rückstellung Rechenschaft getragen.

Operative Risiken

Das operative Risiko besteht vor allem in hohen fixen Vorhaltekosten, die nur bis zu einem gewissen Umfang durch eine Flexibilisierung der betrieblichen Abläufe kompensiert werden können. Die Einrichtungen des Hospitalverbunds sind stets bestrebt, die Kosten und die Erträge zu optimieren.

Weiterhin werden betriebliche Risiken durch Qualitäts- und Zertifizierungsmaßnahmen minimiert. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Risikovorsorge und der Früherkennung im Bereich des Leistungsgeschehens. Weiterhin möchten wir dokumentieren, dass die verlässliche und moderne Gestaltung unserer Prozesse am Menschen untrennbar mit unserer christlich-katholischen Grundhaltung verbunden ist und aus dieser erwächst. Wir erreichen dies durch die regelmäßige Befragung der uns anvertrauten Menschen und unserer Mitarbeiter, aus denen die Verantwortlichen konkrete Verbesserungsmaßnahmen ableiten. Ein umfangreiches Beschwerdemanagement, Maßnahmen zur Patienteninformation und aufklärung sowie ein Hygiene- und ein Qualitätsmanagement sind weitere Maßnahmen.

Personelle Risiken

Grundsätzlich lässt sich hier eine positive Entwicklung verzeichnen. Die Hospitalverbund Service gGmbH hat nur noch wenige offene Stellen ausgeschrieben. Eine große Problematik stellt die Arbeitskräfteknappheit allerdings weiterhin in den Bereichen der Reinigung und Ergotherapie dar. Zurzeit ist in bestimmten Bereichen ein erhöhter Krankenstand feststellbar. Es wird versucht, diesen über eine Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie über das Führen von BEM-Gesprächen (Betriebliches Eingliederungsmanagement) zu verringern.

Um generellen personellen Risiken entgegenzuwirken, wurden bereits vor Jahren zahlreiche Maßnahmen initiiert, die auf eine hohe emotionale Mitarbeiterbindung abzielen, zum Beispiel im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Zertifizierung zum familienfreundlichen Unternehmen). Diese kann bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter als Entscheidungsmultiplikator dienlich sein und erhöht insgesamt das Ansehen in der Region. Zudem sind aus der Zertifizierung heraus interdisziplinäre Austauschkreise entstanden, welche zusätzliche Synergien schaffen können.

Außerdem wurde zur verstärkten Mitarbeiterbindung von Führungskräften auch im Jahr 2023 ein holdingweites Fortbildungskonzept fortgeführt. Im Jahr 2018 wurde zudem durch die Erweiterung der Schule für Gesundheitsberufe im Hospitalverbund um die Fachrichtung Physiotherapie (eigene Dienstleistung) weiter auf Wachstumskurs bei der Ausbildung gesetzt, um zukunftsorientiert durch eigene Ausbildung, einem Fachkräftemangel in der Physiotherapie entgegenwirken zu können. Seit dem Jahr 2022 bildet die Schule auch im Bereich der Ergotherapie aus. Des Weiteren werden Ausbildungsplätze in folgenden Bereichen angeboten: Koch/Köchin, Gebäudereiniger/in, Physiotherapie und Ergotherapie.

Um eventuelle Probleme und Herausforderungen innerhalb der Belegschaft frühzeitig erkennen und lösen zu können, findet ein regelmäßiger und intensiver Austausch zwischen der Betriebsleitung und dem Betriebsrat statt.

Zur Stärkung des Wir-Gefühls innerhalb des Unternehmens sowie zur Bildung eines positiven Images nach Außen, insbesondere für neue BewerberInnen, wird im Frühjahr 2024 ein Imagefilm über die Hospitalverbund Service gGmbH fertiggestellt.

Sonstige Risiken

Generell könnten laufende Rechtsstreitigkeiten, die am Bilanzstichtag nicht beendet waren, zu zukünftigen Belastungen führen. Im Geschäftsjahr liegen jedoch keine berichtspflichtigen Rechtsstreitigkeiten vor.

Zusammenfassend kann im Rahmen des Risikocontrollings festgestellt werden, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. Außerdem ist davon auszugehen, dass die dargestellten Risiken keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nächsten Jahre haben werden.

Da allerdings zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch keine Information bzgl. eines erwarteten Neu-Abschlusses des DEHOGA-Tarifvertrages vorlag, ist noch nicht absehbar, wie hoch hier das finanzielle Risiko im Hinblick auf die Personalkosten aussehen wird. Es wird in jedem Fall eine Erhöhung erwartet.

VII.2 Chancenbericht

Strategische Chancen

Die Tätigkeitsfelder der Hospitalverbund Service gGmbH sind dank der hohen Qualität und des Engagements der Mitarbeiterschaft gut am Markt positioniert. Ein wesentlicher strategischer Vorteil gegenüber anderen Anbietern ist auch, dass innerhalb der Organschaft keine Mehrwertsteuer anfällt und somit alle Dienstleistungen kostengünstiger angeboten werden können als bei der Fremdvergabe an Dritte. Zudem hat sich die Hospitalverbund Service gGmbH innerhalb des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg als zentrale Ansprechpartnerin für neue Herausforderungen und pragmatische Lösungen etabliert, so dass sich immer wieder neue Möglichkeiten, Aufgaben oder auch Geschäftsfelder ergeben.

Wachstumschancen

Die Neuausrichtung der Krankenhausplanung für das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) konkretisiert sich weiter.

Mitte November 2022 hatten die regionalen Planungskonferenzen begonnen, d. h. die Krankenhausträger waren in Gespräche mit den Landesverbänden der Krankenkassen getreten, um sich aktiv in die Krankenhausplanung einzubringen. Die Verhandlungsergebnisse aus den Versorgungsgebieten lagen im Mai 2023 den zuständigen Bezirksregierungen vor. Feststellungsbescheide über konkrete Leistungsbereiche bzw. -gruppen sollen bis Ende 2024 erlassen werden.

Wachstum und eine Zukunftsausrichtung sind nur noch per Konsolidierung möglich. Zudem bietet ein damit verbundener Größenvorteil eine bessere Ausrichtung auf die kommenden gesetzlichen Vorgaben sowie Synergieeffekte (bei Prozessstandards oder im Einkauf).

Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dies für die Hospitalverbund Service gGmbH bringen wird.

VII.3 Ausblick

Die Wirtschaftsplanung 2024 unterliegt erheblichen Unsicherheiten. Die zum Zeitpunkt der Wirtschaftsplanerstellung noch nicht vorhersehbaren Steigerungen bei den Energiepreisen, Lebensmitteln und Sachkosten führen zu einer noch unsicheren Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung.

Den steigenden Herausforderungen begegnet die Servicegesellschaft mit Projekten der Prozessoptimierung, Digitalisierung und der Zusammenführung von Unternehmens-bereichen, um Synergien nutzen zu können.

Für das Jahr 2024 sind derzeit folgende Veränderungen geplant:

Erweiterung der Logistik-Dienstleistungen (interne Wäscheversorgung im Katholischen Hospitalverbund / Sterilgut-Transporte)

Übernahme der Wäscheversorgung im operativen Bereich

Erweiterung der Verpflegungsdienstleistungen im Hinblick auf externe Senioreneinrichtungen

Verbesserung des Angebotes und der Umsätze in den Cafeterien

Dienstleistungen im technisch-baulichen Bereich werden über das wenige Jahre zuvor eingeführte Bau-Team in Zusammenarbeit mit der Abteilung Architektur und Bau auch im Jahr 2024 weiter durchgeführt und um zahlreiche Projekte erweitert.

Bis auf die oben geschilderten generellen Risiken gibt es keine außergewöhnlichen oder unkontrollierten finanzintensiven und sonstigen risikoreichen Geschäftsvorfälle. Bestandsgefährdende Risiken, insbesondere mit Auswirkungen auf die Liquidität der Gesellschaft, sind auf Basis der vorgelegten Unterlagen für die folgenden 12 Monate nicht zu erkennen. Für das Jahr 2024 zeichnen sich grundsätzlich eher positive Entwicklungen ab. Die Inflation geht zurück und die Nachfrage ist gut. Abhängig bleibt diese hauptsächlich von den Ergebnissen der Muttergesellschaft bzw. der verbundenen Gesellschaften.

Für das Jahr 2024 planen wir mit einem ausgeglichenen Ergebnis.

Unna, 29. Mai 2024

Christian Larisch, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A K T I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 589.302,82 554
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.928,00 50
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software 5.600,00 9
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.328,00 41
II. Sachanlagen 465.694,50 414
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.607,00 27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.526,00 387
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.561,50 0
III. Finanzanlagen 81.680,32 90
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 81.550,32 90
2. Sonstige Ausleihungen 130,00 0
B. UMLAUFVERMÖGEN 3.477.865,75 3.720
I. Vorräte 132.478,45 132
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.948.003,59 2.632
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 1.288.096,38 (Vorjahr: TEUR 2.258)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.397.383,71 956
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.289,48 1
4.068.458,05 4.275

P A S S I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
TEUR
A. EIGENKAPITAL 102.420,09 100
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
II. Kapitalrücklage 113.058,71 113
III. Verlustvortrag -62.879,96 -77
IV. Jahresüberschuss 2.241,34 14
B. SONDERPOSTEN AUS ZUWENDUNGEN ZUR FINANZIERUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 5.550,09 7
C. RÜCKSTELLUNGEN 2.051.140,15 1.946
D. VERBINDLICHKEITEN 1.906.374,96 2.217
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 39.217,69 (Vorjahr: TEUR 76)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 1.201.784,30 (Vorjahr: TEUR 1.217)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.972,76 5
4.068.458,05 4.275

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 
EUR
2022 
TEUR
1. Rohergebnis 22.830.480,93 20.300
2. Personalaufwand 21.180.334,50 18.583
a) Löhne und Gehälter 17.178.788,33 15.157
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.001.546,17 3.426
- davon für Altersversorgung: EUR 303.534,57 (Vorjahr: TEUR 241)
3. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 1.737,06 2
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 127.530,50 102
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.485.359,57 1.558
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.045,11 3
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.793,57 50
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 5.015,00 (Vorjahr: TEUR 20)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.638,26 -6
9. Ergebnis nach Steuern 7.606,70 18
10. Sonstige Steuern 5.365,36 4
11. Jahresüberschuss 2.241,34 14

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Hospitalverbund Service gGmbH hat ihren Sitz in Unna und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamm unter der Nummer HRB 10606.

Die Hospitalverbund Service gGmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des HGB. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden zum Vorjahr - mit einer Ausnahme - unverändert angewendet. Die Ausnahme betrifft die Bilanzierung zu Festwerten der Vorräte.

Die entgeltlich erworbene EDV-Software und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Der im Geschäftsjahr 2022 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert, dessen voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, wird gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Bei Sachanlagen werden die Abschreibungen linear ermittelt. Geringwertige Anlagegüter im Wert von mehr als 150,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR netto werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG eingestellt, der über fünf Jahre gleichbleibend aufgelöst wird.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den (dauerhaft) niedrigeren beizulegenden Wert. Sofern die Gründe für die Wertminderung zwischenzeitlich ganz oder teilweise entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Die Vorräte betreffend Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren bewertet. Die Bilanzierung erfolgt gem. § 240 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2023 zu Festwerten. Die nächste Inventur erfolgt zum 31. Dezember 2026.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Die Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens werden in Übereinstimmung mit dem Anlagevermögen gebildet und entsprechend den Abschreibungen aufgelöst.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Zur Anwendung gelangte das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode). Die Berechnung wurde mit Hilfe der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck mit 1,82 % zum 31. Dezember 2023 (von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung mit 10-Jahredurchschnitt ermittelter Zins: Stand Dezember 2023) durchgeführt. Es wurde eine Rentendynamik von 0 % unterstellt, da mit einer Anpassung der zu zahlenden Beträge nicht gerechnet wird. Bei der Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G mit einem 7-jahresdurchschnittlichen Zinssatz von 1,74 % der Deutschen Bundesbank, würde sich zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von 580.911 EUR ergeben.

Der sich somit ergebende Mehrbetrag in Höhe von 9.537 EUR unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

3. Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagennachweis dargestellt, der diesem Anhang abschließend beigefügt ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; davon entfallen Forderungen in Höhe von 1.085 TEUR (Vorjahr 1.202 TEUR) auf Forderungen gegen den Gesellschafter.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Personalkosten (Urlaub, Überstunden, sonstige) 1.249
Übrige 231
1.480

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
31.12.2023
EUR
bis zu einem
Jahr
EUR
über einem Jahr
EUR
von mehr als
fünf Jahren
EUR
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 39.217,69 39.217,69 0,00 0,00
Vorjahreswerte 76.062,78 36.845,09 39.217,69 0,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.201.784,30 235.576,94 966.207,36 309.444,86
Vorjahreswerte 1.217.118,50 172.358,57 1.044.759,93 401.803,43
Verbindlichkeiten 1.906.374,96 940.167,60 966.207,36 309.444,86
Vorjahreswerte 2.217.154,85 1.133.177,23 1.083.977,62 401.803,43

Zu den Verbindlichkeiten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Darüber hinaus sind zu den Verbindlichkeiten keine Sicherheiten oder Pfandrechte bestellt (§ 285 Nr. 1b HGB).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen - wie im Vorjahr - auf sonstige Verbindlichkeiten; davon entfallen Verbindlichkeiten in Höhe von 785 TEUR (Vorjahr 877 TEUR) auf Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

4. Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Guido Ponto, Diplom-Verwaltungswirt, Unna, Vorsitzender

Sabine Gartke, Kaufm. Angestellte, Soest, Stellvertreterin

Wilhelm Sölter, Pensionär, Soest

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Dipl.-Kaufmann (FH) Christian Larisch, Werl.

Bezüglich der Angaben der Vergütung der Geschäftsführung wurden die Ausnahmeregelungen des § 286 Abs. 4 HGB angewendet.

Haftungsverhältnisse

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber den Arbeitnehmern bestehen bei der Pensionskasse der Caritas VVaG, Köln. Diese Zusagen werden durch entsprechendes Deckungsvermögen der Pensionskasse und laufende Beiträge der beteiligten Unternehmen finanziert. Ein Risiko der Inanspruchnahme besteht in Höhe einer eventuellen Deckungslücke, welche in 2019 erstmals zum Tragen gekommen ist. Bezüglich der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen bei der Pensionskasse verweisen wir auf unsere Ausführungen unter den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu den Rückstellungen.

Unternehmensverbindungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Katholischer Hospitalverbund Hellweg gGmbH, Unna, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Mitarbeiter der Gesellschaft

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 817 Mitarbeiter (Vorjahr 769 Mitarbeiter) beschäftigt. Sie verteilen sich wie folgt:

Arbeitnehmer
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 471
Klinisches Hauspersonal 112
Verwaltungsdienst 74
Sonstiges Personal 160
817

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Berichtsjahres auf neue Rechnung vorzutragen bzw. mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

Soest, 29. Mai 2024

Christian Larisch, Geschäftsführer

Anlagennachweis für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten: Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
A. Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR
  1 2 3 4 5
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software 57.150,95 0,00 0,00 57.150,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 45.409,00 0,00 0,00 45.409,00
    102.559,95 0,00 0,00 102.559,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 927.817,01 0,00 0,00 927.817,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 419.540,26 0,00 0,00 419.540,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.453.039,56 167.490,50 0,00 1.620.530,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.561,50 0,00 3.561,50
    2.800.396,83 171.052,00 0,00 2.971.448,83
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 90.236,89 0,00 8.686,57 81.550,32
2. Sonstige Ausleihungen 130,00 0,00 0,00 130,00
    90.366,89 0,00 8.686,57 81.680,32
    2.993.323,67 171.052,00 8.686,57 3.155.689,10
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten: Anfangsstand Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge Endstand Restbuchwerte
31.12.2023
A. Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR EUR
  1 6 7 8 9 10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene EDV-Software 47.817,95 3.733,00 0,00 51.550,95 5.600,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.540,00 4.541,00 0,00 9.081,00 36.328,00
    52.357,95 8.274,00 0,00 60.631,95 41.928,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 927.817,01 0,00 0,00 927.817,01 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 393.026,26 10.907,00 0,00 403.933,26 15.607,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.065.654,56 108.349,50 0,00 1.174.004,06 446.526,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 3.561,50
    2.386.497,83 119.256,50 0,00 2.505.754,33 465.694,50
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 81.550,32
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 130,00
    0,00 0,00 0,00 0,00 81.680,32
    2.438.855,78 127.530,50 0,00 2.566.386,28 589.302,82

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hospitalverbund Service gGmbH, Unna

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hospitalverbund Service gGmbH, Unna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlust-rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hospitalverbund Service gGmbH, Unna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 29. Mai 2024

Solidaris Revisions-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Zweigniederlassung Münster

Stefan Lödding Wirtschaftsprüfer Alexander Schmidt Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Ergebnisverwendung 2023

Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Juni 2024 festgestellt worden.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Juni 2024 wird der Jahresüberschuss in Höhe von 2.241,34 EUR dem Verlustvortrag zugeführt.

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