Merten GmbH
Fritz-Kotz-Straße 8, 51674 Wiehl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Schmidt seit 4.4.2024 | Geschäftsführer |
Christian Raba seit 31.10.2023 | Prokura |
Claudia Pollert seit 5.7.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Schneider Electric Industries SAS | 67.90% |
Schneider Electric Industries SAS | 22.10% |
Schneider Electric Industries SAS | 10.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Merten GmbHWiehlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Merten GmbH, Wiehl Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Merten GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Merten GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." F. SCHLUSSBEMERKUNG Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Merten GmbH, Wiehl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.
Düsseldorf, den 6. September 2024 Forvis
Mazars GmbH & Co. KG
Alexander Karthaus, Wirtschaftsprüfer Martin Sengpiel, Wirtschaftsprüfer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023(Vorjahr zum Vergleich)
Amtsgericht Köln, HRB 63919Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden in Anlehnung an die aufgrund steuerlicher Vorschriften festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:
Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden in Anlehnung an die aufgrund steuerlicher Vorschriften festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:
In Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG werden geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800 voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die fertigen Erzeugnisse und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Sondereinzelkosten der Fertigung anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z.B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer oder nach Konstruktionsänderungen, werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertige und Unfertige Erzeugnisse und Waren nach einem Reichweitenprogramm abgewertet. Hierbei werden in Abhängigkeit der Reichweite zum Bilanzstichtag die folgenden Abwertungssätze angewendet:
Basis der Reichweitenermittlung sind die geplanten Absatzmengen der Zukunft. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Die kurzfristigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs der europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag umgerechnet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf nicht einzelwertberichtigte Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,6% (Vj. 0,6%) gebildet. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt sind. Dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag liegt gemäß den Regelungen des § 253 Abs. 2 HGB ein Rechnungszinsfuß von 1,83% (i. Vj.: 1,79%) für die Pensionen zu Grunde. Künftige Rentensteigerungen im Rahmen der Pensionsverpflichtungen sind mit 2,10% (Vorjahr: 2,00%) und künftige Gehaltssteigerungen mit 2,10% (Vorjahr: 2,00%) berücksichtigt worden. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 2 HGB beträgt TEUR 572. Für die Pensionsverpflichtung ergibt sich insoweit ein Erfüllungsbetrag von TEUR 52.781, dem ein Planvermögen von TEUR 3.119 gegenübersteht. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung wurde mit dem vom Versicherer mitgeteilten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Vertrages einschließlich eventuell vorhandener Gewinnanteile angesetzt. Daraus resultiert eine Restverpflichtung aus der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 49.662. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit einem Zinsfuß von 1,07% (i. Vj.: 0,46%) angesetzt. Die Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-methode) errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird konzerneinheitlich von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,75% (i. Vj.: 1,45%) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Künftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2,00% berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverpflichtungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 im Einzelnen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Seite 4 dieser Anlage) dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 6.694 (i. Vj.: TEUR 0) Cashpool-Guthaben. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 10.000 und stellen Ausleihungen an die Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin dar. Im Vorjahr wurde hier eine Forderung aus der Verpflichtung zur Verlustübernahme gegenüber der Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, in Höhe von TEUR 4.406 ausgewiesen. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Eigenkapital Die Stammeinlage der Merten GmbH in Höhe von TEUR 2.050,1 wird zu 100% von der Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, als alleiniger Gesellschafterin gehalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalrückstellungen für Altersteilzeit (TEUR 2.887), Restrukturierung (TEUR 573), Mitarbeiterbonus (TEUR 1.854), Urlaubsgeld (TEUR 483), Mehrarbeit (TEUR 212), Abfindungen (TEUR 214), Jubiläen (TEUR 707), Sterbegelder (TEUR 183), Berufsgenossenschaft (TEUR 201) und Inflationsausgleichsprämien (TEUR 274) sowie übrige Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 3.645) und Rechts- und Beratungskosten (TEUR 155). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 5.931 (Vorjahr: TEUR 23) Konzernumlagen (IP TECH Royalties und Management Fees) und darüber hinaus den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Im Vorjahr wurden hier TEUR 984 Verbindlichkeiten aus Cash Pooling ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen TEUR 315 (i.Vj. TEUR 0) und stellen eine Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung an die Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin dar. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Merten GmbH, Wiehl, hat diverse Miet- und Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie EDV-Anlagen abgeschlossen. Für die Geschäftsjahre 2024 bis 2027 ergeben sich hieraus insgesamt folgende finanzielle Verpflichtungen:
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo für Investitionen, liegen im geschäftsüblichen Rahmen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen
Umsatzerlöse nach Produktbereichen
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen:
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Im Geschäftsjahr sind in Zusammenhang mit Nachberechnungen sowie Kontenbereinigungen aus Vorjahreszeitraumen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 41 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 246 entstanden. Finanzergebnis Das Finanzergebnis beträgt TEUR -508 (i. Vj.: TEUR -936). Im Wesentlichen sind hier die Zinsaufwendungen aus den zugrundeliegenden Gutachten für die Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitverpflichtungen sowie Zinserträge aus Interco-Darlehen enthalten. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern betreffen Grund- und Kfz-Steuer. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr durch:
wahrgenommen. Alle Geschäftsführer sind bzw. waren einzelvertretungsberechtigt und befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich selbst oder als Vertreter eines Dritten zu vertreten. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2023: Vorsitzender:
Stellvertreter:
Weitere Mitglieder:
Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter betrug 461 (i. Vj.: 479), davon sind 153 Angestellte und 308 gewerbliche Beschäftigte. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schneider Electric S.E., Rueil-Malmaison/ Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der Schneider Electric S.E., Rueil-Malmaison/ Frankreich, oder unter www.infogreffe.fr erhältlich. Da die Prüferhonorare im übergeordneten Konzernabschluss der Schneider Electric S.E. angegeben werden, macht die Gesellschaft vom Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil Gebrauch und veröffentlicht diese Angaben nicht zusätzlich. Jahresergebnis Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich auf TEUR 315 und wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, abgeführt.
Wiehl, den 6. September 2024 Merten GmbH Claudia Pollert Oliver Schmidt Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Überblick 1. Geschäftsmodell des Unternehmens a) Wesentliche Geschäftsfelder Geschäftszweck der Merten GmbH ist die Entwicklung und die Herstellung von elektronischen und elektrotechnischen Produkten, insbesondere Schalter und Steckdosen, elektronische Installationsprodukte und Technik für Gebäudemanagement-Systeme. Die Gesellschaft ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Schneider Electric Holding Germany GmbH mit Sitz in Berlin und gehört damit zum Schneider Electric Konzern, der als globaler Spezialist für Energiemanagement und Automatisierung mit Niederlassungen in etwa 150 Ländern integrierte Lösungen anbietet. Schneider Electric entwickelt vernetzte Technologien und Lösungen für sicheres, zuverlässiges, effizientes und nachhaltiges Energie- und Prozessmanagement. Die Merten GmbH ist ein auf seine weltweit ausgerichteten Absatzmärkte agierendes Unternehmen, welches Lösungen für Gebäude in gewerblichen, öffentlichen und privaten Bereichen anbietet. Dabei werden die Produkte im Wesentlichen über die Organisation der nationalen wie internationalen Schneider Electric vertrieben. b) Beschaffungsbereich Die Gesellschaft ist in die Prozesse der Beschaffung innerhalb des Schneider-Konzerns eingebunden und setzt gezielte Maßnahmen in der Verbrauchssteuerung und der Optimierung des Rohstoffeinsatzes ein. c) Produktionsbereich Die Produktionsanlagen und -prozesse der Gesellschaft an den beiden Standorten in Wiehl und Sondershausen befinden sich auf dem aktuellen Stand der Technik, werden auditiert und kontinuierlich verbessert. Eine nachhaltige Produktion unter Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte steht im Fokus. Im Jahr 2023 hat Merten Wiehl mehrere Projekte durchgeführt, um die Umsetzung seiner neuen Strategie fortzusetzen, ein globales Werk für Wiring Devices-Produkte im Premium-, High-End- und Luxusbereich zu werden. Die Haupttechnologien wie automatisierte Fertigungs- und Spritzgießprozesse, ermöglichen es der Merten GmbH hierbei, sich auf seine Hauptaufgabe, die Fertigung von Schaltern und Steckdosen, zu konzentrieren. Priorität für Merten Wiehl bildet weiter die kontinuierliche Verbesserung in den bestehenden Maschinenpark mit dem Ziel die Kundenzufriedenheit durch Liefertreue und bessere Qualität zu sichern und die Produktivität zu optimieren. Das bestehende Metallkompetenzcenter am Produktionsstandort in Sondershausen wurde durch Investitionen in Kapazitätserweiterungen ausgebaut. Die Produktion von Befestigungssystemen für Elektroinstallationsmaterial, lag geringfügig unter dem des Jahres 2022. Mit Hauptaugenmerk auf die Steigerung der Profitabilität im laufenden Produktionsprozess und der Optimierung von transferierten Produktionsanlagen, wurden die Lean Manufacturing Projekte planmäßig weitergeführt. d) Absatzbereich Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 108,5 Mio. EUR (davon Ausland: 98,1 Mio. EUR und Inland: 10,4 Mio. EUR; davon Umsatz mit Konzernfremden ("Outside Group" oder "OG"): 4,6 Mio. EUR). Der Umsatz mit verbundenen Unternehmen im Konzern ("Inside Group" oder "IG") betrug 103,9 Mio. EUR. Lässt man die Erlöse aus Konzerndienstleistungen in Höhe von 19,2 Mio. EUR sowie die sonstigen Erlöse in Höhe von 1,9 Mio. EUR außer Acht, hat sich die Umsatzentwicklung aus dem Kerngeschäft (von 80,7 Mio. EUR im Jahr 2022 zu 87,3 Mio. EUR im Jahr 2023) erhöht (+6,6 Mio. EUR). Der Anstieg des Umsatzes aus dem Kerngeschäft, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Konzernverbundes (Sales IG & OG) resultiert aus einem positiven Preiseffekt von +17,6 Mio. EUR (bzw. +22,5%) welcher jedoch durch einen negativen Mengeneffekt von -11,1 Mio. EUR (bzw. -11,8%) partiell kompensiert wird. Dieser negative Mengeneffekt ergibt sich durch den konjunkturellen Rückgang im deutschen Baugewerbe (im Jahr 2023 verzeichnete die Bauindustrie einen realen Umsatzrückgang um -5,3 % 1 , vor allem auf den Wohnungsbausektor) und dem anhaltenden Verlust von Marktanteilen aufgrund des starken Wettbewerbs in den nordischen Ländern. Bei Betrachtung der einzelnen Marken innerhalb der Merten GmbH spiegelt sich der Rückgang im deutschen Bauhauptgewerbe deutlich bei der Marke Merten wider. Preisbereinigt reduziert sich das Volumen um -10,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Das Volumen der Marke ELKO wird unterstützt durch die Produktionsanlaufphase aus dem "Tamarack Projekt" und zeigt sich preisbereinigt gegenüber 2022 stabil.
1 ZDB Pressemeldung vom 06.12.2023
"Baukonjunktur 2023/2024"
Auf den Märkten führen höhere Zinssätze und höhere Kosten für Wohnungsbauträger zu einer Drosselung der Wohnungsbauinvestitionen. Das reine Geschäftswachstum zeigt im Geschäftsjahr 2023 eine negative Entwicklung im Merten Produktbereich in den Hauptproduktfamilien HAND (-0,3 Mio. EUR), Quick-flex Steckdosen (-0,6 Mio. EUR) und Schalter (-0,8 Mio. EUR). Ebenso verzeichneten die WIRA+COVE-Produkte (-0,1 Mio. EUR) eine negative Entwicklung. Eine positive Entwicklung zeigt der Bereich Aqua (+0,6 Mio. EUR). Am Standort in Sondershausen gab es zudem positive Entwicklungen in den Bereichen Metallteileproduktion (+0,9 Mio. EUR), der Schalter- und Steckdosenproduktion (+0,1 Mio. EUR) sowie des Bereichs IRIS Fixing material (+0,1 Mio. EUR). e) Investitions- und Finanzbereich Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft Investitionen in technische Anlagen und Maschinen zur Kapazitätserweiterung sowie Erneuerungen an den bestehenden Gebäuden vorgenommen. Risiken in der Finanzierung und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft werden über ein vom Gesamtkonzern zentral gesteuertes Cash und Credit Management begegnet. f) Rechtliche Verhältnisse und Risiken Die Gesellschaft kann grundsätzlich im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren ausgesetzt sein. Solche Rechtsstreitigkeiten und Verfahren können insbesondere im Verhältnis zu Lieferanten, Kunden und Arbeitnehmern auftreten. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr an keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten beteiligt. 2. Forschung und Entwicklung In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Schneider-Konzern führt die Merten GmbH im Auftrag der Schneider Electric Industries SAS Forschungs- und Entwicklungsleistungen durch, die von letzterer als Dienstleistungsempfänger fremdüblich vergütet werden. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen "Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher." 2 Trotz eines schwierigen Umfeldes hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ein recht ordentliches Jahr 2023 hinter sich. Die preisbereinigte Produktion stieg um 0,4%, die Umsatzerlöse erhöhten sich um 6,0% auf 238,1 Milliarden Euro. Bei den Auftragseingängen verzeichnete man ein Minus von 2,2% - insbesondere bei Auslandsaufträgen (-6,1%) - während die Inlandorders leicht zulegen konnten (+2,6%). Sowohl Bestellungen aus dem Euroraum (-9,3%) als auch aus Drittländern (-4,2%) waren rückläufig. 3 2. Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung der Gesellschaft beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres in Summe positiv. Durch schwierige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen konnte die Gesellschaft ihre Prognose des Vorjahres zwar nicht vollständig erreichen, aber den Auftragseingang erneut steigern und damit die Basis für zukünftiges Wachstum legen.
2 Destatis Pressemitteilung vom
15.01.2024-019/24: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um
0,3% gesunken"
3. Lage a) Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft zeigt zusammengefasst die folgende Übersicht:
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), stieg von -3,4 Mio. EUR (-3,1% vom Umsatz) auf 0,9 Mio. EUR (0,8% vom Umsatz). Zur Entwicklung der Umsatzerlöse aus dem Produktionsbereich wird auf Kapitel A.1.d. verwiesen. Die EBIT-Verbesserung resultiert hauptsächlich aus dem erwarteten Anstieg mit Verkäufen der Marke ELKO ("Tamarack" Projekt). Hiermit konnte der weitere Rückgang der Umsatzerlöse mit Produkten der Marke Merten auf dem deutschen Markt im Jahr 2023 kompensiert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 1,4 Mio. EUR von 1,6 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus Sondereffekten aus der Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr. Die Materialkosten (inklusive der Bestandsveränderung) sanken geringfügig von 47,7 Mio. EUR auf 46,5 Mio. EUR (-1,2 Mio. EUR), sodass ein Rohergebnis in Höhe von 62,2 Mio. EUR nach 63,4 Mio. EUR im Vorjahr erwirtschaftet wurde. Die Personalaufwendungen sanken um 5,6 Mio. EUR von 33,3 Mio. EUR auf 27,7 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist das auf die Reduzierung der Pensionsaufwendungen im Hinblick auf eine erhöhte Mortalität bei den bezugsberechtigten Personen zurückzuführen (-3,9 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen nur geringfügig von 4,5 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR (+0,3 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken geringfügig von 29,0 Mio. EUR auf 28,8 Mio. EUR (- 0,2 Mio. EUR). Das ist im Wesentlichen auf geringere konzerninterne Kostenumlagen (-1,5 Mio. EUR) zurückzuführen, die wiederum großenteils durch höhere Kosten u.a. im Bereich Entwicklung (+0,5 Mio. EUR) und der Energiekosten (+1,0 Mio. EUR) kompensiert wurden. Das Finanzergebnis besteht im Wesentlichen aus Zinseffekten im Zusammenhang mit den bestehenden Verpflichtungen aus Pensionen, Jubiläen, Sterbegelder und Altersteilzeit sowie aus Zinserträgen aus gegebenen Interco-Darlehen. Die sonstigen Steuern in Höhe von 0,1 Mio. EUR beinhalten Aufwendungen für gezahlte Grund- und Kfz-Steuer. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird das erzielte Jahresergebnis in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: -4,4 Mio. EUR) an die Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, abgeführt. b) Finanzlage Die Finanzierung der Merten GmbH erfolgt über den Cash-Pool mit der Boissière Finance SNC, Rueil-Malmaison Cédex in Frankreich, welche in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird. Der Cash-Pool-Bestand betrug zum 31. Dezember 2023 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: - 1,0 Mio. EUR). c) Vermögenslage Das Sachanlagevermögen hat sich unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Summe um 4,9 Mio. EUR von 31,1 Mio. EUR auf 36,0 Mio. EUR erhöht. Die Finanzanlagen blieben im Jahresvergleich nahezu unverändert. Das Umlaufvermögen in Höhe von 57,4 Mio. EUR (Vorjahr: 57,8 Mio. EUR) setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Vorräten in Höhe von 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,0 Mio. EUR) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 46,0 Mio. EUR (Vorjahr: 43,8 Mio. EUR). Der Forderungsbestand in Höhe von 6,7 Mio. EUR aus dem Cash-Pool Vertrag mit der Boissière Finance SNC, Rueil-Malmaison Cédex in Frankreich, ist im Vergleich zu der im Vorjahr bestehenden Verbindlichkeit (Mio. EUR -1,0) um 7,7 Mio. EUR gestiegen. Darüber hinaus besteht noch eine Finanzforderung aus einem kurzfristigen Darlehen an die Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, in Höhe von 10,0 Mio. EUR. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag unverändert auf 17,4 Mio. EUR. Die Rückstellungen in Höhe von 61,1 Mio. EUR (Vorjahr: 63,4 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR), Rückstellungen für Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich in Höhe von 54,4 Mio. EUR (Vorjahr: 56,3 Mio. EUR) sowie Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten in Höhe von 15,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,5 Mio. EUR) setzen sich aus 6,6 Mio. EUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR), 7,9 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR), 0,3 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) und 0,5 Mio. EUR sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) zusammen. d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft weiter als angespannt, sieht sie aber gut aufgestellt, um die zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die EBIT-Marge, die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Diese haben sich, wie weiter oben bereits beschrieben, im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Zum Bilanzstichtag beschäftigt die Gesellschaft 461 Mitarbeiter. Davon sind 308 Mitarbeiter gewerblich tätig, während 153 Mitarbeiter mit Forschung und Entwicklung, Vertrieb und kaufmännischen Aufgaben beschäftigt sind. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Unternehmenssteuerung nicht eingesetzt. C. Prognosebericht 1. Einschätzung der künftigen Entwicklung Die Prognosen für 2024 bewegen sich zwischen 0,2% und 0,4%, wobei die überwiegende Anzahl der Institutionen von einem leichten Anstieg des BIP in Deutschland ausgeht. Für 2025 liegen die Erwartungen bei bis zu 1,5%. 4 Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich zu Jahresbeginn weiter verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni weiter gefallen, da die Unternehmen ihre aktuelle Lage schlechter beurteilen als im Dezember 2023. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft steckt in der Rezession fest. 5 Für 2024 rechnet der Branchenverband mit einem Produktionsrückgang von 2%". 6 Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhöhte seine Prognose von 2,9% auf 3,2% für das Jahr 2024, wobei das Wachstum innerhalb der EU mit 0,9% unterdurchschnittlich eingeschätzt wird, im Gegensatz zu den Entwicklungs- und Schwellenländern (+4,3%). Eine schnellere wirtschaftliche Erholung Chinas und der Einsatz künstlicher Intelligenz könnten zusätzlich als Treiber der globalen Wirtschaft fungieren. Als Risiko sieht der IWF hingegen die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Mittleren Osten und in der Ukraine. 7 2. Prognose für das folgende Geschäftsjahr Im Hinblick auf die im Bericht 2022 abgegebene Prognose verlief das Jahr 2023 nicht wie erwartet. Die Prognosegrößen des Vorjahres haben sich wie folgt entwickelt:
Der Umsatz aus dem Kerngeschäft im Jahr 2023 ist niedriger als prognostiziert. Zur Entwicklung der Umsatzerlöse aus dem Kerngeschäft wird auf Kapitel A.1.d. verwiesen.
4 www.businessinsider.de: "Alle wichtigen
Konjunktur-Prognosen für Deutschland 2024 und 2025 in
einer Tabelle" vom 26.07.2024
Für das Jahr 2024 rechnet das Unternehmen trotz der weiterhin schwierigen Lage in der Bauwirtschaft (im Jahr 2023 gab es seit 2012 die niedrigste Anzahl auf Baugenehmigungen) mit einem signifikanten Anstieg des Absatzes und einem stabilem EBIT. Der Anstieg des Umsatzvolumens im Kerngeschäft mit den Marken Merten und ELKO im Jahr 2024 ergibt sich vor allem aus der jährlichen Anpassung der Verkaufspreise. Unterstützt wird der Umsatz durch die Einführung der neuen Produktrange ElkOne für den skandinavischen Markt. Mit der neuen Produktreihe wird eine Rückgewinnung von verlorenen Marktanteilen in den nordischen Ländern angestrebt. Infolgedessen wird insgesamt ein Umsatz von 105,1 Mio. EUR aus dem Kerngeschäft prognostiziert. Dementsprechend wird erwartet, dass der Gesamtumsatz (einschließlich der Umsätze aus Konzerndienstleistungen) rund 126,1 Mio. EUR betragen wird. Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern prognostiziert das Unternehmen +0,8 Mio. EUR und eine EBIT-Marge in Höhe von 0,7%. Aufgrund der schwierigen Marktsituation sind erste strukturelle Änderungen initiiert worden (Reduzierung der Supervisor, Veränderungen in der Management-Struktur) um die Transformation weiter voranzutreiben. Im November 2023 wurde in einem gemeinsamen Meeting mit Global Supply Chain Europe ein Aktionsplan präsentiert, welcher die Ergebnissituation in den kommenden Jahren deutlich verbessern soll. Ein zusätzliches, potenzielles Investitionsvolumen über 6,4 Mio. EUR für die Jahre 2024 und 2025 wurde in Aussicht gestellt. Konjunkturell weisen erste Indikatoren auf eine konjunkturelle Belebung im Jahr 2025 hin. D. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft hat die Einhaltung der für das Unternehmen anzuwendenden Gesetze und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherzustellen. Des Weiteren hat das System die Einhaltung der von Geschäftsführung im Unternehmen eingesetzten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) zu überprüfen, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen dienen. Dabei gelten Aufbau- und Ablauforganisation, EDV und Rechnungswesen, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten, Personalwesen und Planung/Steuerung als wichtige Teilbereiche des Systems. Das System der Gesellschaft entspricht den gesetzlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen in allen betrieblichen Teilbereichen. Dazu werden unter anderem Prozesse und Beschreibungen sowie Unterschriftsregelungen regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. b) Risiken im Finanzbereich Der Schneider Electric Konzern hat für die Bereiche Haftpflicht, Transport, Montage und Allgefahren ein Versicherungsprogramm, in das auch die Merten GmbH eingebunden ist. Das Versicherungsprogramm deckt die wesentlichen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben, mit entsprechenden Versicherungssummen ab. Die Fremdwährungsrisiken, die vor allem durch Einkäufe von konzernverbundenen Unternehmen bestehen, werden durch die interne Boissière Finance SNC, Rueil-Malmaison / Frankreich, abgesichert. c) Branchenrisiken Risiken können aus den weiterhin weltweit anhaltenden Krisen drohen. Schwer abschätzbar sind insbesondere Versorgungsengpässe aufgrund krisenbedingter Lieferkettenprobleme und die Auswirkungen der zunehmend angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt. Diese Unwägbarkeiten sorgen bei der Gesellschaft für erhöhten Druck auf die Zielerreichung bezüglich Umsatzes und Ergebnis. d) Risiken aus der Energiewende Die von Merten produzierten Sortimente haben keinen unmittelbaren Zusammenhang mit den politischen Entscheidungen und den daraus verbundenen konjunkturellen Auswirkungen der Energiewende. Somit ergeben sich hieraus keine nennenswerten unternehmensspezifischen Risiken. e) Sonstige Risiken Der Ukrainekrieg und die daraus resultierenden westlichen Sanktionen gegen Russland halten die Energiekosten sowie Beschaffungskosten bei Material und Dienstleistungen weiterhin auf einem hohen Niveau, was den Kostendruck auf Merten verstärkt. 2. Chancenbericht a) Chancen im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Sowohl die allgemeine Wirtschaftsleistung als auch die Kapitalinvestitionen sind für den Markt der Merten GmbH wichtige Indikatoren. Die für die Merten GmbH relevante Branche ist die Elektroindustrie. Die Prognosen für 2024 sind eher zurückhaltend aufgrund des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfeldes mit Inflation, vergleichsweise noch hohen Zinsen und hohen Energiepreisen. Für das laufende Jahr erwartet der ZVEI einen Rückgang der realen Produktion um zwei Prozent. 8 Chancen aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden demnach erst wieder für 2025 gesehen. b) Chancen im Hinblick auf die Zukunft der Energieversorgung Die Energieversorgung der Zukunft muss zuverlässig, nachhaltig und intelligent sein, will man die gesteckten Klimaziele (EU-Klimaneutralität bis 2050) vor dem Hintergrund eines weltweit wachsenden Strombedarfes erreichen. Wesentliche Eckpfeiler sind neben dem Ausbau der regenerativen Energien die Nutzung intelligenter Stromnetze (Smart Grids) zur Steigerung der Energieeffizienz unter Einbeziehung von künstlicher Intelligenz und IoT-Technologien. Die Energieversorgung der Zukunft muss daher sowohl sicher und zuverlässig sein als auch nachhaltig und umweltfreundlich. Für die Gesellschaft ergeben sich hier hervorragende Möglichkeiten, da sie mit ihrem Konzept zur Gestaltung kreislauffähiger, nachhaltiger Produkte, Prozesse und Systeme unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus, entsprechende Komponenten anbietet. c) Sonstige Chancen Die Merten GmbH ist seit dem 5. Juni 1996 für das Qualitätsmanagement in den Bereichen des Designs, der Entwicklung und Herstellung von Elektroinstallationsmaterial und Produkten zur Gebäudesystemtechnik einschließlich elektronischer Komponenten und zugehöriger Software nach ISO 9001, DIN EN ISO 9001:2000, NF EN ISO 9001:2000, ANSI/ISO/ASQ Q9001-2000, AS/NZS ISO 9001:2000 zertifiziert. Des Weiteren wurde das Arbeits- und Gesundheitsmanagement nach OHSAS 18001:1999 zertifiziert. Das Aus- und Fortbildungsprogramm unserer Mitarbeiter orientiert sich an den Vorgaben des Konzerns. Hieraus ergeben sich gute Voraussetzungen für die Merten GmbH auch in Zukunft qualifiziertes Personal einzustellen, auszubilden und an sich zu binden. 3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Das Produktportfolio der Gesellschaft bietet optimale Voraussetzungen, um am globalen Wachstum der Energieversorgungsmärkte zu partizipieren. Die Gesamtchancen- und Risikosituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den vorab dargestellten Einzelchancen und -risiken. Zur Beherrschung der Risiken hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem etabliert. Nach den zum Stand des Berichts vorliegenden Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.
Wiehl, den 6. September 2024 Merten GmbH Claudia Pollert Oliver Schmidt Sonstige Angaben: Der Jahresabschluss wurde am 19. September 2024 festgestellt. |
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