Elbe Inkasso GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Theresa Huschto seit 6.9.2019 | Prokura |
Stefan Kempf seit 28.5.2014 | Geschäftsführer |
Matthias Andreas Bommer seit 12.6.2012 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 17.86% | |
| 2.86% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
aifinyo finance GmbH (vormals: Elbe-Factoring GmbH)DresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 20181. Geschäft und RahmenbedingungenDie Gesellschaft wurde 1998 gegründet und ihr Stammkapital beträgt 25 TEUR. Die Gesellschaft besitzt eine Erlaubnis für ihre Geschäftstätigkeit als Finanzdienstleistungsinstitut im Bereich Factoring gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG aufgrund § 64j Abs. 2 KWG. Außerdem besitzt die Gesellschaft seit Januar 2016 die Erlaubnis zur Erbringung von Inkassodienstleistungen gemäß Rechtsdienstleistungsgesetz und ist im entsprechenden Rechtstdienstleistungsregister eingetragen. Die Elbe-Factoring GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Elbe Finanzgruppe AG, ebenfalls mit Sitz in Dresden. Die Elbe-Factoring GmbH (im Folgenden "Elbe-Factoring" oder "Gesellschaft" genannt) bietet Liquidität über Forderungsankäufe an. Im Vordergrund steht das Modell des Full-Service-Factorings, dieses umfasst neben Vorfinanzierung, Delkredereschutz auch Debitorenmanagement inkl. Mahnwesen. Angekauft werden überwiegend kreditversicherte Forderungen, welche kurzfristig fällig sind. Bei Fälligkeit nicht bezahlter Forderungen erfolgt ein systematisches mehrstufiges Mahnwesen. Es bestehen neben dem Sitz der Gesellschaft in Dresden keine Zweigniederlassungen. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Auch in 2018 erzielte das deutsche Wirtschaftswachstum ein solides Ergebnis. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2018 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,5 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP jeweils um 2,2 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,2 % liegt. Positive Wachstumsimpulse kamen 2018 vor allem aus dem Inland: Sowohl die privaten Konsumausgaben (+1,0 %) als auch die staatlichen Konsumausgaben (+1,1 %) waren höher als im Vorjahr. Die Zuwächse fielen jedoch niedriger aus als in den letzten drei Jahren. Die preisbereinigten Bruttoinvestitionen legten insgesamt im Vorjahresvergleich um 4,8 % zu. In Ausrüstungen wurde 4,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Die Bauinvestitionen stiegen um 3,0 %; vor allem in den öffentlichen Tiefbau wurde deutlich mehr investiert als ein Jahr zuvor. Die sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gehören, lagen um 0,4 % über dem Vorjahresniveau. Darüber hinaus haben sich im Jahr 2018 die Vorratsbestände in der Wirtschaft erhöht, was ebenfalls zum Wachstum beigetragen hat. Die deutschen Ausfuhren stiegen im Jahresdurchschnitt 2018 weiter, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,4 % höher als 2017. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum mit +3,4 % stärker zu. Somit bremste der Außenbeitrag das deutsche BIP-Wachstum rein rechnerisch leicht (-0,2 Prozentpunkte). Die Bruttowertschöpfung ist in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gestiegen. Erstmals seit fünf Jahren lag dabei die konjunkturelle Dynamik im produzierenden Gewerbe unter der im Dienstleistungsbereich. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %. Überdurchschnittlich stark war der Zuwachs im Bereich Information und Kommunikation mit +3,7 % und im Baugewerbe mit +3,6 %. Im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung mit +2,1 % ebenfalls überdurchschnittlich. Dagegen legte 2018 das produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe), das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, mit +1,0 % eher unterdurchschnittlich zu. Auch ein erneuter Höchststand bei der Zahl der Erwerbstätigen konnte in 2018 erzielt werden. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2018 von 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Nach ersten Berechnungen waren das rund 562 000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg von 1,3 % resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wie schon in den Vorjahren glichen eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland altersbedingte demografische Effekte aus. Die staatlichen Haushalte erzielten im Jahr 2018 einen Rekordüberschuss in Höhe von 59,2 Milliarden Euro (2017: 34,0 Milliarden Euro). Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen beendeten das Jahr nach vorläufigen Berechnungen zum fünften Mal in Folge mit einem Überschuss. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat im Jahr 2018 eine Überschussquote von 1,7 %. (Quelle, destatis/Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2019). 2.2 Factoringmarkt in Deutschland Laut Halbjahresbericht des Deutschen Factoringverbandes, welcher gemäß eigener Angaben mit seinen gegenwärtig 43 Mitgliedern 98% des deutschen Factoringvolumens repräsentiert, stiegen die Umsätze der Mitglieder im ersten Halbjahr 2018, trotz einem global zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Umfeld, um fast fünf Prozent auf 118,8 Mrd. Euro. Das erste Halbjahr 2018 war dabei erneut von dynamischen NeuKunden-Zahlen, gerade aus dem Mittelstand, geprägt. Bei kleinen und mittelständischen Kunden etablierte sich das Factoring immer weiter. Dieser erneute Anstieg der NeuKunden zeigt die zunehmende Attraktivität des Factorings vor allem im Mittelstand deutlich. Das nationale Geschäft stieg im ersten Halbjahr weiter an; hier gab es ein Wachstum von 3,6 Prozent, auf mittlerweile 80,5 Mrd. Euro. Das internationale Geschäft ist sogar um 7,7 Prozent auf 38,3 Mrd. Euro gestiegen. Dass die deutsche Wirtschaft wächst, national wie international, macht sich damit auch am Factoring-Markt erfreulich bemerkbar. Für das zweite Halbjahr 2018 wurde bisher noch kein Bericht veröffentlicht. Es gibt jedoch keine Anzeichen auf eine signifikante Abweichung der Marktentwicklung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 (Quelle: Deutscher Factoring-Verband e.V./Factoring im ersten Halbjahr 2018; BFM/Branchenzahlen 2018). 2.3. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2018 war der Geschäftsverlauf für die Elbe-Factoring erneut erfolgreich. Im Laufe des Jahres konnten Forderungen im Volumen von 186,8 Mio. EUR verarbeitet werden. Im Vergleich zum Vorjahr (153,4 Mio. EUR) konnte das Volumen somit um 33,4 Mio. EUR bzw. 22% erneut deutlich gesteigert werden. Die Gesellschaft konnte somit ihr Ziel zur Steigerung des Neugeschäftsvolumens realisieren. Besonders erfreulich war dabei, dass dieses Wachstum wieder insbesondere durch eine Vielzahl neuer freiberuflicher und kleiner mitteständischen Kunden erreicht werden konnte. Die Entwicklung der Kundenanzahl war ebenfalls sehr positiv, wodurch sich eine weitere Diversifikation des Portfolios auf Kundenebene ergab. Die Anzahl der Finanzierungsanfragen blieb im Verhältnis zum Vorjahr nahezu konstant, jedoch konnte die Qualität (Konversionsrate in aktive Kunden) der Anfragen deutlich verbessert werden. Sowohl bei der Anzahl der betreuten Kunden als auch beim Factoringvolumen konnten im Berichtsjahr deutliche Steigerungen erreicht werden. Zum Bilanzstichtag verteilte sich der Forderungsbestand auf 1.795 Debitoren (Vorjahr 1.522). Die Anzahl der Debitoren ist somit analog dem Wachstum im Factoringvolumen weiter angestiegen. Auch der Forderungsbestand zum 31.12.2018 besteht weiterhin maßgeblich gegenüber deutschen Debitoren 93% (Vorjahr 96%). Bearbeitet wurden ausschließlich Rechnungen von Anschlusskunden mit Sitz in Deutschland. Von diesen Anschlusskunden wurden zum Bilanzstichtag 5.755 Rechnungen von der Elbe-Factoring betreut (Vorjahr 4.355). Im Berichtsjahr wurden mit insgesamt 74.243 Forderungen 18,6% mehr verarbeitet als im Vorjahr (Vorjahr 62.614). Die Qualität des Forderungsbestandes ist im Vorjahresvergleich weiterhin positiv, 91,3% (Vorjahr 95%) des angekauften Forderungsbestandes sind noch nicht oder bis maximal 30 Tage überfällig. Größer 90 Tage überfällig waren lediglich 2,1% aller angekaufter Forderungen (Vorjahr: 0,5%). Die Qualität der Risikoentscheidungen bezüglich der Limitvergabe auf einzelne Debitoren wird durch die Altersstruktur bezogen auf die nichtangekauften und somit lediglich zu Inkasso-Zwecken verwalteten Forderungen ersichtlich. So betrug der Anteil der Forderungen mit Überfälligkeiten von 30 bis 90 Tagen bei den positiv geprüften und angekauften Forderungen zum Bilanzstichtag lediglich 6,6% (Vorjahr 4,8%), während der Anteil der nicht angekauften Forderungen in diesem Segment 25,3% (Vorjahr 17,4%) betrug. Die durchschnittliche ursprüngliche Laufzeit (Rechnungsdatum bis Fälligkeit) der Forderungen zum Bilanzstichtag sank auf 42 Tage (Vorjahr 58 Tage). Die durchschnittliche Restlaufzeit des Forderungsbestandes reduzierte sich ebenfalls auf 25 (Vorjahr 28) Tage. Zum Stichtag betragen die Forderungen an Kunden 17.688 TEUR und konnten somit um 6% gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr 16.686 TEUR) gesteigert werden. Die durchschnittliche Rechnungshöhe lag zum Bilanzstichtag mit 3.734 EUR etwas unterhalb des Vorjahreswertes (4.176 EUR). 2.4 Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Erlöse erneut gesteigert werden. Dies ist wie im Vorjahr auf das deutlich gesteigerte Ankaufsvolumen zurückzuführen. Die Summe der Zins- und Provisionserträge konnte auf 3.872 TEUR (Vorjahr 3.367 TEUR) gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 91 TEUR deutlich höher als in 2017 (Vorjahr 33 TEUR). Die Zinsaufwendungen verringerten sich trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens auf 277 TEUR (Vorjahr 284 TEUR), der Provisionsaufwand stieg auf 90 TEUR (Vorjahr 72 TEUR). Die Abschreibungen auf Forderungen und Zuführung zu Wertberichtigungen waren mit 407 TEUR in etwa auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr 373 TEUR). Die Position beinhaltet auch die Kosten für Warenkreditversicherungen. Die Warenkreditversicherungskosten hatten daran den größten Anteil mit 246 TEUR (Vorjahr 299 TEUR). Die Erhöhung der Einzelwertberichtigungen betrug 73 TEUR (Vorjahr 42 TEUR). Die Erhöhung der Pauschalwertberichtigungen lag bei 58 TEUR (Vorjahr 4 TEUR). Die nominalen Forderungsverluste lagen wie im Vorjahr mit 29 TEUR auf einem erneut äußerst niedrigen Niveau (Vorjahr: 28 TEUR). Bezogen auf das Factoringvolumen von EUR 186,8 Mio. ergibt sich eine weiterhin hervorragende Ausfallquote von lediglich 0,02% (Vorjahr 0,02%). Die nominalen Forderungsverluste wurden teilweise durch die entsprechende Warenkreditversicherung nach Abzug von Selbstbehalten und Schadensfreiheitsrabatten entschädigt. Die Erträge sind Bestandteil der sonstigen Provisionserträge. Im Berichtsjahr ereigneten sich keine mit nennenswerten Schäden für die Gesellschaft verbundenen Insolvenzen von Anschlusskunden oder Forderungsausfällen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 397 TEUR und lag somit um 80 TEUR bzw. 16,8% unterhalb des Vorjahres (Vorjahr 477 TEUR). Der leichte Rückgang ist auch in 2018 auf die insbesondere in den anderen Verwaltungskosten enthaltene stark gestiegene Umlage an die Muttergesellschaft (502 TEUR vs. Vorjahr 352 TEUR) begründet. Die Erhöhung der Managementumlage resultiert maßgeblich aus steigenden Investitionen der Muttergesellschaft unter anderem in die gruppenweite IT-Infrastruktur. Der Jahresüberschuss beträgt 273 TEUR (Vorjahr 324 TEUR) und war somit auf ähnlichem Niveau zum Vorjahr. Die Umsatzrendite (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit/ Zins- und Provisionsergebnis) ging auf 11,33% (Vorjahr 15,8%) zurück. 2.5 Finanz- und Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt über liquide Mittel in Form von täglich fälligen Einlagen bei Kreditinstituten von 126 TEUR (Vorjahr: 34 TEUR). Elbe-Factoring verfügt zudem über erhebliche Liquiditätsreserven aufgrund zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehender freier Kreditlinien. Elbe-Factoring hat zum Bilanzstichtag erhebliche Anteile des Eigenkapitals zur eigenen Refinanzierung von Forderungsankäufen eingesetzt, um die Kapitalkosten der Gesellschaft zu optimieren. Die Gesellschaft wäre jederzeit in der Lage gewesen, die selbst refinanzierten Forderungen durch Ziehung bestehender Kreditlinien abzulösen und dadurch die Liquiditätssituation weiter zu verbessern. Forderungen an Kunden bestehen in Höhe von 17.688 TEUR (Vorjahr: 16.686 TEUR). Die Passivseite ist geprägt durch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 11.583 TEUR (Vorjahr: 11.139 TEUR), welche ausschließlich zur Refinanzierung von Factoring-Forderungen verwendet wurden. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien erfolgte dabei über Geldmarktdarlehen mit fest vereinbarten Laufzeiten in Höhe von 6.000 TEUR (Vorjahr 5.500 TEUR) sowie durch die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten in Höhe von 5.582 TEUR (Vorjahr 5.639 TEUR). Darüber hinaus bestehen insbesondere Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten angekaufter Forderungen in Höhe von 2.785 TEUR (Vorjahr: 2.529 TEUR), sowie Treuhandverbindlichkeiten aufgrund nicht angekaufter Forderungen in Höhe von 2.723 TEUR (Vorjahr 1.008 TEUR). Die Refinanzierung des kurzfristigen Forderungsbestandes erfolgt durch mehrere Kreditinstitute mittels fester Kreditzusagen. Es stand der Gesellschaft jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung, um sämtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Aufgrund des erzielten Jahresüberschusses sowie der im Berichtsjahr erfolgten Kapitalerhöhungen konnte das Eigenkapital nach Ausschüttungen um 573 TEUR auf 2.344 TEUR (Vorjahr 1.771 TEUR) deutlich erhöht werden. Die Bilanzsumme stieg auf 20,7 Mio. EUR (Vorjahr 17,9 Mio. EUR) an, daher hat sich die Eigenkapitalquote leicht auf 11,3% erhöht (Vorjahr 10%). Bei Reduzierung der Bilanzsumme um Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten (2.723 TEUR, Vorjahr 1.008 TEUR) ergibt sich eine bereinigte Eigenkapitalquote von 13% (Vorjahr: 10,5%). Die Eigenkapitalquote ist auch unter Berücksichtigung der Verbesserung der Diversifikation und gemäß Risikotragfähigkeitsrechnung aus Sicht der Gesellschaft für die Geschäftstätigkeit positiv und ausreichend. Insgesamt ist die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft positiv. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Eigenkapital, liquide Mittel und Kreditlinien zur Ausübung Ihrer Geschäftsaktivitäten. 3. Chancen- und RisikoberichtDas Eingehen von Risiken zur Ergebniserzielung stellt für Elbe-Factoring im Rahmen ihres Geschäftsmodells eine Kernfunktion der unternehmerischen Tätigkeit dar. Eine Kernkompetenz ist, Risiken in einem definierten Rahmen einzugehen und gleichzeitig die sich ergebenden Renditechancen zu nutzen. Chancen ergeben sich für die Elbe-Factoring aus der gestiegenen Nachfrage für alternative Finanzierungsformen wie z.B. Forderungsverkäufe insbesondere bei Freiberuflern und Kleinstunternehmern. Zudem entstehen Chancen aus den Möglichkeiten über digitale Geschäftsprozesse Kunden vereinfachten Zugang und Abwicklung von Forderungsankäufen anzubieten. Darüber hinaus erschließen sich auch aus dem Wachstum der Elbe Finanzgruppe AG über cross selling voraussichtlich steigende Geschäftsmöglichkeiten. Erkennbare Risiken ergeben sich aus einer gegebenenfalls bevorstehenden Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und aus der steigenden Wettbewerbsintensität in der Branche. Den Risiken aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung tragen hohe Anforderungen an Bonität von Kunden und Debitoren sowie die im Risikomanagement festgelegten Kontrollen Rechnung. Für den Wettbewerb ist Elbe-Factoring aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit gut gerüstet. Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Anzahl der Finanzierungsanfragen, das jährliche Factoringvolumen, sowie die Anzahl der betreuten Factoringkunden. 3.1 Risikomanagementsystem Die Elbe-Factoring hat ein Risikomanagement geschaffen, das die Grundlage für eine risiko- und ertragsorientierte Steuerung bildet. Das Risikomanagementsystem verfolgt in erster Linie das Ziel, geschäftliche Risiken von strategischer und materieller Bedeutung frühzeitig zu identifizieren, eingegangene und auftretende Risiken zu kontrollieren sowie erkannte Risiken so zu steuern, dass angemessene Erträge erzielt und Verluste vermieden werden. Die Gesellschaft hat ihre Risikostrategie schriftlich dokumentiert. Die Risikostrategie wird dabei aus der Unternehmensstrategie abgeleitet. Die Methoden des Risikomanagements werden fortlaufend weiterentwickelt. Wichtige Bestandteile sind schriftlich dokumentiert. Die Aufbauorganisation folgt dem Grundsatz der Funktionstrennung nach Markt sowie Marktfolge, wodurch klare Verantwortungsbereiche geschaffen werden. Zwischen Geschäftsführung und Risikomanagement gibt es regelmäßige Sitzungen. Wesentliche Elemente des Risikomanagements sind eine ausführliche Kreditengagementsprüfung vor Aufnahme eines Factoringengagements, tägliche Prüfung der offenen Posten, ein monatliches Managementreporting, fortlaufende Prüfung und Überwachung von Debitoren sowie quartalsweise Risikotragfähigkeitsberichte. Die Aufgaben einer übergeordneten, prozessunabhängigen Kontrollstelle (interne Revision) werden vom Geschäftsführer Markt wahrgenommen. Für Mitarbeiter und leitende Angestellte besteht ein verbindlicher Verhaltenskodex. Der Compliance Beauftrage legt jährlich einen Compliance Bericht vor. Zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche hat Elbe-Factoring angemessene geschäfts- und kundenbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen zur Verhinderung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung sowie des Betruges geschaffen. Zur Schaffung und Erhaltung der internen Sicherungsmaßnahmen ist ein Geldwäschebeauftragter bestellt. 3.2 Risikotragfähigkeit Zentraler Punkt für die Risikotragfähigkeit ist das Risikodeckungspotenzial, das als maximal verfügbares Kapital für die in der Elbe-Factoring eingegangenen und potenziellen Risiken zur Verfügung gestellt werden kann. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich im Wesentlichen aus Eigenkapital und erwartetem Ergebnis zusammen. Das Risikokapital resultiert aus der Summe der einzelnen Risikofaktoren aus eingegangenen Adressausfall-, Veritäts-, Liquiditäts-, Marktpreis,- und operationellen Risiken. Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit erfolgt quartalsweise und wird durch einen Risikobericht an die Geschäftsleitung kommuniziert. Zum 31.12.2018 betrug das Risikodeckungspotential 2.468 TEUR und lag somit erneut deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1.906 TEUR. Die Summe des Risikokapitals stieg ebenfalls aufgrund der Geschäftsausweitung auf 899 TEUR (592 TEUR). Insgesamt übersteigt das zur Deckung für Risiken verfügbare Kapital das Risikokapital um 1.566 TEUR (Vorjahr 1.315 TEUR). Im Geschäftsjahr 2018 war die Risikotragfähigkeit der Elbe-Factoring auch unter der Annahme von Stressszenarien zu den überprüften Zeitpunkten stets gegeben. 3.3 Risikofaktoren Spezifische Risiken im Factoring-Geschäft sind Adressausfallrisiko, Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken, Marktpreisrisiken sowie Verletzung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen. Im Rahmen des bestehenden Risikomanagements sind Methoden zur Identifizierung, Kontrolle und Steuerung entwickelt. Gemäß der Risikotragfähigkeitsrechnung zum 31.12.2018 wurden die einzelnen Risikofaktoren wie folgt quantifiziert:
Der Anstieg der operationellen Risiken ist maßgeblich auf eine Änderung der Erhebungsmethode zurückzuführen. 3.3.1 Adressausfallrisiken Unter debitorischen Adressausfallrisiken versteht Elbe-Factoring das Risiko des Verlustes, falls ein Debitor seinen von der Gesellschaft angekauften Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Das Forderungsausfallrisiko für angekaufte Forderungen trägt grundsätzlich Elbe-Factoring. Dies sichert die Gesellschaft durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung für die jeweiligen Debitoren ab bzw. lässt sich den Versicherungsschutz aus bestehenden Kundenpolicen abtreten. Durch ein Versicherungslimit für jeden Debitor ist das Risiko begrenzt, dessen Festlegung unter Berücksichtigung einer Deckungszusage durch die Warenkreditversicherung und zum Teil zusätzlich durch Bonitätsprüfungen erfolgt. Ausreichend gezeichnete Versicherungslimite für Debitoren stellen somit die Voraussetzung für den Forderungsankauf durch Elbe-Factoring dar. Zur Überprüfung der Existenz der angekauften Forderungen werden stichprobenhaft schriftliche Saldenbestätigungen von Debitoren eingeholt. In Einzelfällen erfolgen telefonische Stichproben. Überfällige Forderungen werden im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses schriftlich gemahnt. Durch ständige Überwachung des Zahlungsverhaltens sowie einem stringenten Mahnprozess bei Zahlungsverzögerungen können debitorische Ausfallrisiken frühzeitig erkannt und gemindert werden. Zusätzlich wird die Bonität eines Kunden vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung durch Analyse betriebswirtschaftlicher Kundenunterlagen sowie Auswertung von Auskünften ermittelt. Das Gesamtlimit (Factoringrahmen), das für das Ankaufsvolumen der vom Kunden eingereichten Forderungen dient, begrenzt das Risiko. Sollte sich im Nachgang herausstellen, dass angekaufte Forderungen keinen rechtlichen Bestand haben (z.B. aufgrund von Direktzahlung, Einreden, etc.), richtet sich der Zahlungsanspruch von Elbe-Factoring nicht mehr gegen den Debitor, sondern an den Factoringkunden. Das Veritätsrisiko wird während der Vertragslaufzeit kontinuierlich überwacht, unter anderem durch regelmäßige Mandantenüberprüfungen und mindestens jährlichen Außenprüfungen bei den größeren Factoringengagements. Bei Eintritt von Adressausfallrisiken erfolgt i.d.R. die Übergabe der ausgefallenen Forderungen an die Warenkreditversicherung zur Entschädigung. Bei einer Häufung von Ausfällen oder relativ großen Ausfällen erfolgt zudem eine Überprüfung und ggfs. Anpassung der Kreditprozesse. 3.3.2 Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass Elbe-Factoring seinen Zahlungsverpflichtungen aus vertraglich zugesagten Ankaufrahmen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann. Durch Ankauf der Forderungen und Bevorschussung der Kaufpreise stellt Elbe-Factoring ihren Kunden fortlaufend Liquidität zur Verfügung. Die Gesellschaft kauft hierbei in der Regel Forderungen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu 90 Tagen an. Den hieraus resultierenden Liquiditätsbedarf konnte die Gesellschaft durch Eigenmittel und die von Kreditinstituten bereitgestellten Kreditlinien im Berichtsjahr jederzeit vollständig abdecken. Die vorhandenen liquiden Mittel waren auch in simulierten Stressszenarien jederzeit ausreichend. Das Eintreten eines Liquiditätsengpasses wird grundsätzlich dadurch vermieden, dass die Anzahl der neu aufgenommenen Factoringkunden stets in Abwägung der verfügbaren Finanzierungsmittel erfolgt. Sollte aus unvorhergesehenen Ereignissen hieraus dennoch ein Liquiditätsengpass entstehen, könnte dieser durch diverse Maßnahmen wie z.B. Erhöhung der Kreditlinien, Stopp der Neukundenannahme, Reduzierung von Ankauflinien bei Bestandskunden sowie Kündigung bestehender Factoringverträge begegnet werden. 3.3.3 Marktrisiken Marktrisiken können aus Sicht von Elbe-Factoring nur im Zinsbereich resultieren. Währungsrisiken oder Derivate bestanden zum Bilanzstichtag keine. Die Kundenverträge sind in der Regel hinsichtlich der Zinskondition auf Basis Euribor zzgl. einem Aufschlag ausgestellt, in einigen Fällen mit fester Zinskondition oder ohne eine über die Factoringgebühr hinausgehende Zinsvereinbarung. Die Refinanzierung erfolgt überwiegend in Form von Geldmarktkrediten auf Euribor-Basis und auf Basis von Kontokorrentkrediten. Wesentliche Ertragstreiber der Kundenbeziehungen stellen jedoch die Factoringgebühren dar. Zinserträge betragen in der Regel nur einen geringen Anteil im Vergleich zu den Factoringgebühren. Ein nennenswertes Zinsänderungsrisiko ergibt sich somit nicht. 3.3.4 Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken sind vornehmlich Risiken vor allem auf Grund organisatorischer und funktionaler Aspekte im Bereich Organisation, Personalwesen und technische Ausstattung zu sehen. Zur Begrenzung der Betriebsrisiken bestehen Arbeitsanweisungen, deren Einhaltung überwacht wird. Die Datensicherung und die Kontrolle des Zugangs zu Rechnern und Netzwerk sind durch verschiedene Sicherheitsstandards eines von Elbe-Factoring eingesetzten Dienst-leisters gewährleistet. Es erfolgt mindestens einmal jährlich eine Risikoinventur, bei welcher mögliche operationelle Risiken erfasst und geeignete Präventionsmaßnahmen festgelegt werden. 3.3.5 Sonstige Risiken/ Bestandsgefährdung Sonstige Risiken im Hinblick auf die fehlende Ausrichtung der Gesellschaft, auf sich verändernde Marktbedürfnisse bzw. ein verspätetes Erkennen von Trends bestehen aus Sicht der Geschäftsführung nicht. Insgesamt betrachtet weisen die Risiken der Gesellschaft eine für den Geschäftszweck der Gesellschaft typische Struktur auf. Darüber hinausgehende Risiken waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt. Gemäß Risikotragfähigkeitsanalyse sind die Risiken (Risikokapital) der Gesellschaft ausreichend mit Kapital (Risikodeckungspotential) hinterlegt. Wesentliche negative Veränderungen in der Risikostruktur, dem Risikokapital oder dem Risikodeckungspotential sind nicht absehbar. Wir gehen davon aus, dass aufgrund des Geschäftswachstums sowohl mit einer Steigerung des Risikokapitals als auch des Risikodeckungspotentials zu rechnen ist. 4. Prognose Geschäftsjahr 2019Die Prognose der Elbe-Factoring basiert auf einer Geschäftsplanung für die kommenden 5 Jahre. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bieten Chancen und Risiken. Elbe-Factoring sieht sich gut gerüstet für eine weiter positive Unternehmensentwicklung. Für das kommende Geschäftsjahr wird daher mit einer steigenden Anzahl an Finanzierungsanfragen, einem weiter deutlich steigenden Factoringvolumen sowie einer weiter deutlich steigenden Anzahl an betreuten Factoringkunden gerechnet.
Dresden, 26. März 2019 Matthias BommerStefan Kempf Bilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018
Anhang für das Geschäftsjahr 2018Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetztes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Insbesondere wurden die ergänzenden Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleitungsinstitute des vierten Abschnittes des dritten Buches des HGB beachtet. Die Bilanzierung erfolgte unter Beachtung der RechKredV. Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 Rech-KredV (Formblatt 1). Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Formblattvorschriften des § 2 Abs. 1 RechKredV (Formblatt 3). Die Gesellschaft ist nach § 340 Abs. 4 HGB i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB wie eine große Kapitalgesellschaft zu behandeln. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorgegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Barreserven wurden zum Nennwert angesetzt. Barreserven umfassen ausschließlich Bargeld. Forderungen an Kreditinstitute wurden zu Nennwerten bilanziert. Der Bilanzposten betrifft betriebliche Girokonten. Die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Zahlungseinganges angesetzt. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,1 % des Forderungsbestandes gebildet. Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten wurden zum Nominalwert angesetzt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebene Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Angaben zur BilanzAngaben zu Forderungen Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Forderungen an Kunden mit einer Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten bestehen nicht. In den Forderungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 1.501,68 (Vorjahr: EUR 580,22) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Gewerbe- und Körperschaftsteuerrückforderungen in Höhe von EUR 27.215,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Immaterielle Anlagewerte und Betriebs-und Geschäftsausstattung Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Anlagenspiegel zum 31.12.2018Elbe-Factoring GmbH, 01219 Dresden
Angaben zu Verbindlichkeiten Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten mit einer vereinbarten Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von EUR 6.000.000,00 (Vorjahr: EUR 5.500.000,00) haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 11.582.586,48 (Vorjahr: EUR 11.139.233,78) sind branchenüblich besichert u.a. durch die Abtretung sämtlicher Ansprüche aus den zugrundeliegenden Kundenverträgen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von EUR 7.960,18 (Vorjahr: EUR 55.432,46) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die dem Factoringgeschäft nicht direkt zuordenbar sind, und EUR 100.916,09 (Vorjahr: EUR 59.025,52) Verbindlichkeiten aus Steuern. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten Bei dem Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten handelt es sich um Beträge aus nicht realisierten Ankäufen von Forderungen sowie um Verbindlichkeiten aus Inkasso. Diese Beträge werden für Rechnung des Kunden eingezogen. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungAngaben zu Umsatzerlösen Umsatzerlöse wurde ausschließlich mit Kunden aus Deutschland als einziger relevanter geografischer Markt realisiert. Angaben zu sonstigen betrieblichen Erträgen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erstattungen aus Aufwendungsausgleich in Höhe von EUR 34.363,25 (Vorjahr: EUR 11.833,84) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 21.673,53 (Vorjahr: EUR 825,09). Erlöse oder Aufwendungen aus Währungsdifferenzen bestanden weder im Berichts- noch im Vorjahr. Angaben zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 2.228,61 (Vorjahr: EUR 0,00). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in der Höhe von EUR 69.065,36 (Vorjahr: EUR 26.000,00) finanzielle Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbH / § 264c Abs. 2HGB) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 1.501,68 (Vorjahr: EUR 580,22) Forderungen gegenüber der Gesellschafterin. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern betreffen die Steuern für das Berichtsjahr. Eigenkapital Im Berichtsjahr wurden am 06.07.2018 und 22.08.2018 Kapitalerhöhungen durch Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von EUR 500.000,00 und EUR 300.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) beschlossen und vollzogen. Gewinnvortrag Der Jahresabschluss wurde nach Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von EUR 511.039,75 (Vorjahr: EUR 336.225,78) einbezogen. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt, in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern, folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 272.662,91 (Vorjahr: EUR 324.813,97). Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von EUR 511.039,75 (Vorjahr: EUR 336.225,78) sowie der erfolgten Ausschüttung in Höhe von EUR 500.000,00 (Vorjahr: EUR 150.000,00) ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 283.702,66 (Vorjahr: EUR 511.039,75), der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigte Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 33 (Vorjahr 24).
Konzernzugehörigkeit Die Elbe Finanzgruppe AG, Dresden, stellt freiwillig einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Geschäftsführung Während des abgelaufen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Bommer, Matthias Andreas, Baierbrunn, Geschäftsführer Markt Kempf, Stefan, Königstein, Geschäftsführer Marktfolge Entsprechend den Regelungen des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 17.000,00 Euro und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Unterschrift der Geschäftsleitung
Dresden, den 26.03.2019 Stefan Kempf Matthias Bommer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Elbe-Factoring GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Elbe-Factoring GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elbe-Factoring GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Mai 2019 Warth
& Klein Grant Thomton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer |
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