Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co KG

50829 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRA 2558
Vorher
Fraunz Buschhoff Press - und Stanzteile GmbH & Co
Eingetragen
7.1.2002

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co KG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Nach dem durch signifikante Preissteigerungen geprägte Geschäftsjahr 2022, konnte sich die Lage im Geschäftsjahr 2023 wieder etwas normalisieren. Obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist, konnte der Ertrag deutlich gesteigert werden.

Geschäftsverlauf

Geschäftstätigkeit

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß Gesellschaftsvertrag unverändert die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Blechformteilen und -komponenten sowie die Herstellung der dazu notwendigen Betriebsmittel.

Position des Unternehmens innerhalb der Branche

Die Anzahl der Unternehmen in der Blechumformung in Deutschland und Europa ist groß. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft innerhalb dieser breiten Anbieterstruktur erfolgte in den letzten Jahren kontinuierlich. Automatisierte Prozessabläufe für Stanzteile sowie Baugruppen mit Stanzteilen bilden den Handlungsschwerpunkt.

Die Unterscheidung zu einem Großteil der Wettbewerber definiert sich über die Konstruktion und Herstellung der Stanzwerkzeuge. Diese legen die Möglichkeit der späteren Blechbearbeitung fest. Für den Umgang mit hochfesten Blechmaterialien, extrem komplizierten Produktgeometrien, minimalen Prozesstoleranzen und sehr hohen Losgrößen wird durch eine geeignete Gestaltung automatisierter Prozesse der entscheidende Vorsprung in der Branche begründet.

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind mit 40,1 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres (41,3 Mio. €) leicht um 2,95 % gesunken. Dieser Wert ist ähnlich dem Vorjahreswert, welcher den höchsten Umsatz in den vergangenen 10 Jahren darstellte. Die Schwankungsbreite der monatlich fakturierten Werte relativ zum Jahresmittelwert zeigt die folgende Grafik.

Der Jahresverlauf zeigt schwankende Umsätze mit den üblichen niedrigen Werten während der Sommerzeit und zum Jahresende.

... Stanzerei

Der Stanzereiumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um -4,1 % leicht gesunken. (35,5 Mio. € 2023 gegenüber 37 Mio. € in 2022). Dabei hat sich die Menge der produzierten Artikel verringert, jedoch konnten Verkaufspreise an die Preissteigerungen der eingekauften Materialien und Oberflächenbehandlungen aus den letzten Jahren angepasst wurden.

Der Stanzereiumsatz des vorhandenen Produktspektrums ist ausschließlich von den Bestellabrufen zu den mit Rahmenverträgen versehenen Artikeln abhängig. Absatzveränderungen unserer Kunden wirken sich entsprechend unmittelbar auf unsere Abrufzahlen aus.

Im Berichtsjahr sind 86,8 % (85,0 %) des Umsatzes mit 10 und 95,1 % (94,6 %) mit 20 Kunden getätigt worden. Die einzelnen Werke von Kunden sind hierbei zusammengefasst. Die Konzentration hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas erhöht.

Der Non-Automotive Umsatzanteil betrug im Berichtsjahr 33 % (29 %).

... Abfallverwertung

Der Anteil dieser Fraktion am Umsatz des Unternehmens beträgt 5,1 % (7,0 %). Hier werden Stahlabfälle aus der Stanzerei fakturiert. Andere Metalle wie Aluminium, Edelstahl oder Messing sowie Abfälle aus dem Werkzeugbau haben eine geringere Bedeutung.

Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz aller Schrottfraktionen um 29,2 % gefallen. Dies ist insbesondere auf die Reduktion des Materialpreises in Kombination mit der Reduktion von produzierten Artikeln zurückzuführen. Die Schrottmenge für Stahlschrott hat sich um 8,5 % reduziert. Die durchschnittlichen Preise für Stahlschrott haben sich im Vergleich der letzten Jahre verringert, befindet sich im langjährigen Vergleich aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Die Aluminiumschrottmenge ist mit 67 to (94 to) gesunken. Auch hier ist die Vergütung im Jahresmittel gesunken. Diese Fraktion hat allerdings keinen großen Einfluss auf den Umsatz.

Preissteigerungen bei der Abfallverwertung bewirken eine negative Anrechnung bei der Preisgestaltung unserer Verkaufsartikel. Kunden erwarten von uns, dass diese Vorteile an Sie weitergegeben werden. Ein Einfluss durch uns auf die Schrottpreisentwicklung ist nicht möglich, da sich der Preis im weltweiten Handel zwischen Schrotthändlern und Stahlkonzernen ergibt. Der Schrott-Mengenanteil ist aus dem Herstellungsprozess fest vorgegeben.

... Werkzeugbau

Der fakturierte Werkzeugbauumsatz ist im Berichtsjahr mit 2,6 Mio. € deutlich höher (+71,9 %) als im Vorjahr (1,5 Mio. €) und nähert sich somit wieder dem Wert des vorletzten Jahres an. Maßgeblich für die Werkzeugabrechnung ist die technische Endabnahme der Werkzeuge durch den Kunden. Der Zeitraum der Leistungserstellung der Werkzeuge geht jedoch oft zurück bis in die Vorjahre und ist durch entsprechende Bestandsbuchungen halbfertiger Produkte abgegrenzt.

Neue Werkzeuge sind die neuen Betriebsmittel für die Stanzereitätigkeit in den Folgejahren. Insofern sichert eine Steigerung hier den Stanzereiumsatz der Folgejahre.

Investitionen

Die Modernisierung vorhandener Produktionsanlagen und die Ergänzungen der betrieblichen Infrastruktur standen 2023 im Mittelpunkt der Investitionen.

Nach den größeren Investitionen in Maschinen und IT in den letzten Jahren wurden in 2023 insbesondere kleine Maschinen (z.B. für den Werkzeugbau) erneuert und in die (vorbeugende) Instandhaltung des bestehenden Maschinenparks investiert.

Finanzierung

Die Stadtsparkasse KölnBonn stellt seit Ende 2021 einen Finanzierungsrahmen von 4 Mio. € zur Verfügung (2 Mio. € fest und 2 Mio.€ zur variablen Nutzung). Die Linie wurde zum Berichtsstichtag mit 3,45 Mio. € in Anspruch genommen.

Mit der Commerzbank wurde 2014 ein Vertrag über einen Darlehnsrahmen geschlossen. Diese Vereinbarung ersetzt die früheren Vereinbarungen zum Kontokorrent. Eine Inanspruchnahme kann als Kontokorrent oder als Geldmarktkredit mit flexibel vereinbarer Laufzeit erfolgen. Auch hier orientiert sich die Zinshöhe am Euribor. Das Volumen beträgt 4 Mio. €. Zum Berichtsstichtag wurde das Darlehen nicht in Anspruch genommen und zeigt somit einen deutlichen Unterschied zu Beginn des Geschäftsjahres (Inanspruchnahme 1,07 Mio. €).

Gesellschafterstruktur

Nach den umfassenden Änderungen 2014 sind im Berichtsjahr keine weiteren Änderungen eingetreten.

Personal

Die nach Stunden gewichtete Anzahl der Vollzeit-Mitarbeiter ist mit 169 im Jahresdurchschnitt etwas erhöht gegenüber dem Vorjahr (155). Innerhalb der Abteilungen gab es keine wesentlichen Verschiebungen. 7 Langzeitkranke sind in diesen Zahlen enthalten. 10 Leiharbeiter wurden im Jahresdurchschnitt beschäftigt (12).

Zertifizierung

Zu Beginn des Berichtsjahres wurde das Wiederholungsaudit nach IATF 16949 / ISO 9001 durch die DQS erfolgreich durchgeführt. Basis war dazu wieder das Regelwerk gemäß der IATF 16949:2016.

Auch das Umweltaudit nach DIN EN ISO 14001 wurde durch ein Wiederholungsaudit bestätigt.

Forschung und Entwicklung

F&E Aktivitäten haben im Berichtsjahr in zwei Bereichen stattgefunden.

Bei der Produktentwicklung werden in Abstimmung mit dem Kunden neue Artikel weiterentwickelt oder komplett neugestaltet, um die Aufgabenstellung des Kunden unter Berücksichtigung unseres Fertigungspotenzials optimal umzusetzen.

Bei der Prozessgestaltung wird der Fertigungsprozess durch die Konstruktion der Betriebsmittel vorgegeben. Diese Entwicklungsarbeit legt die Qualität und die Kosten des Prozesses weitgehend fest. Hieraus ergibt sich die Bedeutung für die danach oft für viele Jahre erfolgende Fertigung.

Lage

Vermögenslage

... Anlagevermögen

Der absolute Wert des Anlagevermögens ist gegenüber dem Vorjahr um 21,7 % gefallen. Im Wesentlichen ist dies auf Abschreibungen zurückzuführen. Insgesamt sind die Abschreibungen jedoch um 17,5 % gesunken.

... Umlaufvermögen Vorräte

Das gesamte Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 4,2 % verringert. Die einzelnen Bestandteile haben sich sehr unterschiedlich entwickelt.

Innerhalb der Vorräte, die insgesamt um 3,5 % zugenommen haben, wurde der Bestand an Roh- Hilfs-, und Betriebsstoffen um 16,4% abgebaut.

Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich um 2,5 % leicht verringert (Vorjahr 5,2 % erhöht). Eine Ursache ist die durch die unterschiedlichen Materialpreise veränderte Werthaltigkeit von Stanzteilen. Daneben wirkt sich die Veränderung im Bestand von Stanzwerkzeugen im Bau aus. Deren Herstellungsjahr weicht oft vom Jahr der Berechnung an den Kunden ab.

Der Bestand an Fertigwaren besteht ausschließlich aus Stanzteilen. Hier ist eine Zunahme um 6,4 % (Vorjahr 13,3 %) ausgewiesen. Einerseits basiert dies auf Preiserhöhungen der Artikel. Andererseits werden oft Artikel, für die bereits konkrete Abruftermine vorlagen und die deshalb auch produziert wurden, verspätet abgenommen. Diese verbleiben so länger im Lager.

... Umlaufvermögen geleistete Anzahlungen

Anzahlungen im Umlaufvermögen werden für Aufträge an Lieferanten zur Herstellung von Stanzwerkzeugen geleistet, da sich deren Herstellung oft über einen längeren Zeitraum erstreckt und mit erheblichen Vorleistungen einher geht. Wenn die Werkzeuge abgenommen sind, werden sie parallel abgerechnet. Das Volumen hat sich nach einem deutlichen Rückgang im letzten Jahr wieder dem Niveau des vorletzten Jahres angenähert (94,1%).

... Umlaufvermögen Forderungen aus Lieferung und Leistung

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr mit 8,0 % zurück gegangen. Die 5.495 T€ sind nach wie vor die größte Einzelposition auf der Aktivseite und haben wie im Vorjahr einen Anteil von um die 30 % am Bilanzvolumen.

Bezogen auf den Jahresumsatz sind sich die effektiven Zahlungsziele nach wie vor auf einem hohen Niveau. 1,64 Monate vergehen durchschnittlich von der Rechnungsstellung bis zur Bezahlung. Die Konsequenzen für die Unternehmensfinanzierung sind erheblich.

Finanzlage

... Eigenkapital und Gesellschafterverrechnungskonten

Auf der Passivseite der Bilanz zeigen sich beim Kommanditkapital keine Veränderungen hinsichtlich Höhe und Verteilung für die einzelnen Gesellschafter. Der Betrag des Eigenkapitals bestehend aus Kommanditkapital, Rücklagen und Verrechnungskonten hat sich um 8,4 % erhöht. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt 58,4 %.

... Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich um 19 % erhöht (Vorjahr Reduzierung 37,2%). Grund ist eine deutliche Erhöhung der Steuerrückstellungen.

... Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Dafür wurden die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abgebaut. Die Linien bei der Sparkasse Köln Bonn (3,45 Mio. €) wurde in Anspruch genommen, die der Commerzbank zum Bilanzstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben insgesamt einen Anteil von 19,3 % an der Bilanzsumme.

... erhaltene Anzahlungen

Anzahlungen können für Werkzeugaufträge von Kunden generiert werden, da diese oft über einen längeren Zeitraum laufen und mit erheblichen Vorleistungen bis zur Endabrechnung verbunden sind. Aufgelöst werden diese Buchungen mit der Fakturierung des Werkzeuges an den Kunden. Die erhaltenen Anzahlungen sind um 52,9 % zurückgegangen.

... Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Diese sind gegenüber dem Vorjahr um 30,7 % deutlich gesunken. Da Zahlungsziele nicht verändert wurden, sind hier eingekaufte Materialmenge und Preisveränderungen zwei wichtige Faktoren.

... sonstige Verbindlichkeiten

2,9 % der Bilanzsumme sind als sonstige Verbindlichkeiten gebucht. Im Wesentlichen sind dies die 2 Positionen zum Mobilienleasing für die Servopresse und die erneuerte EDV.

Ertragslage

Der Jahresüberschuss hat sich nach dem schlechten Ergebnis des letzten Jahres wieder normalisiert. Die Umsatzrendite ist im Berichtsjahr mit 2,4 % gegenüber 0,3 % im Vorjahr verbessert. Der Durchschnittswert der Vor-Corona-Jahre (3,0 %) wird immer noch unterschritten.

Das Verhältnis des Jahresüberschusses zum gesamten Eigenkapital ist 9,1%.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Diskussion um die Veränderung des Klimas und auch die zunehmenden weltpolitischen Spannungen haben die Märkte verändert und werden sie auch in Zukunft unberechenbarer machen. Erheblichen ökonomischen Schwankungen haben sich bereits in den letzten Jahren deutlich auf unser Unternehmen ausgewirkt und werden dies auch in Zukunft tun. Aktuell treffen sie uns in einer wirtschaftlich stabilen Ausgangssituation. Damit ist eine gute Basis geschaffen, möglichst flexibel auf kommende Herausforderungen zu reagieren.

Gravierende Preisveränderungen bei Rohstoffen und Dienstleistungen, lange Lieferzeiten bei Materialien, eine unkalkulierbare Versorgungssituation bei Ersatzteilen für Anlagen und Maschinen, Dekarbonisierung der Produktionsprozesse, kurzfristige Verschiebungen bei den Kundenbestellungen und die dringende Notwendigkeit die Löhne der Mitarbeiter an die steigenden Lebenshaltungskosten anzupassen sind die konkreten Themen auf der täglichen Agenda.

Wir werden uns diesen Aufgaben stellen. Mit seinen 169 Mitarbeitern ist die Buschhoff Stanztechnik flexibel genug, um sich allen Szenarien anzupassen. Insgesamt kann die Chancen- und Risikolage als ausgeglichen beschrieben werden. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich.

Ertragsentwicklung

Zum Berichtszeitpunkt ist davon auszugehen, dass für 2024 wieder ein positives Ergebnis möglich sein wird, das aber deutlich unter dem Ergebnis von 2023 liegen wird - vorausgesetzt große Störungen finden nicht statt.

... Rohmaterial

Nach den gravierenden Preissteigerungsjahren 2021 und 2022 und der Stabilisierung in 2023 ist in 2024 weiterhin von einer Stabilisierung der Preise auszugehen. Auch die Versorgungssicherheit hinsichtlich Verfügbarkeit und Liefertermintreue sollte weiter stabil bleiben.

... externe Bearbeitung und Oberflächenbehandlung

Herstellungsprozesse, die durch externe Dienstleister durchgeführt werden, sind oft energie- und personalintensiv. Beides kann zu neuen Forderungen zu Preisanpassungen für diesen Sektor führen.

... Löhne

Die Lebenshaltungskosten der Mitarbeiter sind ab 2023 wiederholt stark gestiegen. Für Lebensmittel und Energie müssen die Mitarbeiter kontinuierlich mehr ausgeben. Deshalb werden weitere Lohnerhöhungen notwendig sein, um hier zumindest teilweise einen Ausgleich zu schaffen.

... Verkaufspreise

Die Kostenerhöhungen durch Lohnsteigerungen und Kosten für externe Dienstleister müssen zeitnah in Veränderungen der Verkaufspreise umgesetzt werden. Veränderungen in den Materialpreisen spiegeln sich, sobald sie eine sehr niedrige Schwelle überschritten haben, in Veränderungen unserer Verkaufspreise wieder. Offene Kalkulationen weisen die Änderungsauswirkungen sofort aus. Während Stahlpreisreduzierungen für die Ertragslage in der Regel risikolos sind, bleibt im umgekehrten Fall das Risiko zur erfolgreichen kurzfristigen Anpassung der Verkaufspreise beim Lieferanten.

Umsatzentwicklung

... Grundsätzlich

Der Umsatz der Gesellschaft wird hinsichtlich der Menge bestimmt durch

die Stückzahlen der von den belieferten Abnehmern selbst hergestellten Fahrzeuge und sonstigen Produkte und

die Bilanz zwischen neuen und auslaufenden Produkten.

Da alle Produkte stets für einen einzigen Verwendungszweck hergestellt werden, für einen Artikel einerseits nur ein Lieferant existiert und andererseits nur ein Kunde existiert, steigt und fällt der Umsatz der Gesellschaft kurzfristig mit dem Erfolg der Fahrzeugtypen, für die diese Produkte hergestellt werden.

Zum Berichtszeitpunkt ist davon auszugehen, dass der Umsatz in 2024 deutlich unter dem Umsatz von 2023 liegen wird. Ursache hierfür sind rückläufige Abrufzahlen.

... Neuaufträge Werkzeugbau

Der Umsatz im Werkzeugbau von heute bestimmt den Umsatz der Stanzerei in den Folgejahren. Bei dem im Berichtsjahr und bis zum Berichtszeitpunkt lebhaften Geschäftsverlauf in diesem Feld sind gute Voraussetzungen geschaffen. Die Lebensdauer für neue Stanzereiaufträge beträgt durchschnittlich 5 bis 7 Jahre. Bei Artikeln aus dem Landmaschinensektor oder für LKW kann die Produktlebensdauer auch 15 Jahre überschreiten.

... Verlagerungen

Verlagerungen von Werkzeugen bedingen automatisch die recht kurzfristige Verlagerung von Stanzereiumsatz in der Folgezeit. Da Werkzeuge in der Regel den Kunden gehören, haben diese grundsätzlich das Recht, diese Werkzeuge zu anderen Lieferanten zu verlagern. Da Verlagerungen mit organisatorischem und logistischem Aufwand verbunden sind, ist das Volumen der kundeninitiierten Verlagerungen in der Vergangenheit eher klein gewesen.

Das Risiko aus den Folgen einer Verlagerung ist vielschichtig und steigt überproportional mit steigendem Volumen. In jedem Fall findet eine Störung der Versorgungskette statt und die unterbrechungsfreie Versorgung des Endkunden ist nicht zwangsläufig sichergestellt. Technische, qualitative, logistische und juristische Aspekte müssen sorgfältig abgestimmt werden. Auch wenn ursprünglich nur einzelne Artikel von einer Verlagerung betroffen sind, kann die wirtschaftliche Bedeutung dieser Artikel so groß sein, dass die Gefahr besteht, die komplette Lieferanten - Kundenbeziehung mit allen Artikeln beenden und damit verlagern zu müssen.

... Erschließung neuer Branchen

Die Ausdehnung der Aktivitäten auf Kunden außerhalb der Automobilindustrie wird auch in Zukunft forciert. Dies bleibt eine wichtige Strategie, um auf Überkapazitäten, Preisdruck und Verlagerungsszenarien in der Automobilindustrie Antworten geben zu können. Neben der kalkulierten Ertragsmarge erhalten Themen wie vereinbarte Zahlungsziele, die Einhaltung dieser Ziele, der Umgang mit Reklamationen, angemessene Anzahlungen für Werkzeugprojekte, die zeitnahe Freigabe von Produktabnahmen oder der faire Umgang für veränderte Kostenfaktoren zu den Motiven für Veränderungen.

Investitionsplanung

Bestehende Anlagen sollen weiterhin modernisiert werden. Auf der Basis solider überarbeiteter mechanischer Komponenten werden Antriebe und Steuerungen ausgetauscht. Danach stehen kostengünstig, leistungsfähige und zuverlässige Maschinen zur Verfügung.

Finanzierungsplanung

Durch die Preiserhöhung vieler Ressourcen entsteht eine verstärkte Kapitalbindung aller Lagerbestände. Eine zweite wesentliche Position der höheren Kapitalbindung entsteht durch die verzögerte Umsetzung von Verkaufspreiserhöhungen. Auch wenn diese rückwirkend umgesetzt werden können, wird zunächst Kapital gebunden.

Deshalb ist die Liquiditätsvorsorge für den laufenden Geschäftsbetrieb aktuell sehr bedeutend. Mit einer Finanzierungslinie von zusammen 8 Mio. € zum Berichtszeitpunkt stehen aktuell ausreichend Mittel zur Verfügung.

Personalplanung

Für 2024 sind keine außergewöhnlichen Personalmaßnahmen geplant. Ausscheidende Mitarbeiter werden durch neue ersetzt. Kurzfristigen Belastungsspitzen werden durch Leiharbeiter oder durch begrenzte Überstunden kompensiert.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 6,00 6,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.147.902,00 2.739.375,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.122,00 533.374,00
2.564.024,00
2.564.030,00 3.272.755,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 1.774.789,28 2.122.762,89
2. unfertige Erzeugnisse 1.017.768,62 1.043.576,09
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.674.400,68 4.392.655,13
4. geleistete Anzahlungen 756.185,00 389.500,00
8.223.143,58 7.948.494,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.495.163,87 5.970.680,52
2. sonstige Vermögensgegenstände 657.420,04 1.387.003,33
6.152.583,91 7.357.683,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 831.576,28 567.102,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.822,31 43.708,35
17.824.156,08 19.189.744,16

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Rücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
5.000.000,00 5.000.000,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 229.140,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 413.600,00 540.200,00
642.740,00 540.200,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.450.467,33 4.549.052,32
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 298.112,60 632.951,35
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.117.396,46 1.612.014,89
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.403.050,90 4.595.141,07
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.908.937,79 2.256.933,53
- davon aus Steuern: € 56.259,85 (€ 61.042,22) 12.177.965,08 13.646.093,16
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (€ 26,00)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.451,00 3.451,00
17.824.156,08 19.189.744,16

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 40.087.377,30 41.307.032,38
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen 255.938,08 566.163,81
3. sonstige betriebliche Erträge 207.230,94 40.550.546,32 128.225,67 42.001.421,86
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 18.254.605,18 - 21.821.511,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 6.223.793,60 - 24.478.398,78 - 5.514.751,76 - 27.336.263,55
16.072.147,54 14.665.158,31
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 8.013.843,07 - 7.730.013,80
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - 1.430.653,42 - 1.386.944,34
- davon für Altersversorgung € 3.841,22 (€ 3.054,83)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 920.824,51 - 1.116.631,32
7. sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.051.480,99 - 14.416.801,99 - 4.039.653,08 - 14.273.242,54
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 516,30 343,37
- davon Gesellschafter € 0,00 (€ 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 335.626,03 - 335.109,73 - 147.413,38 - 147.070,01
- davon an Gesellschafter € 188.477,22 (€ 56.875,15)
1.320.235,82 244.845,76
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 367.194,00 - 138.053,50
11. Ergebnis nach Steuern 953.041,82 106.792,26
12. sonstige Steuern - 1.887,00 - 1.960,00
13. Jahresüberschuss 951.154,82 104.832,26

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 301.586,95 0,00 0,00 301.586,95
301.586,95 0,00 0,00 301.586,95
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 31.532.734,48 165.000,00 99.135,00 31.598.599,48
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.534.218,35 54.393,51 87.764,43 3.500.847,43
35.066.952,83 219.393,51 186.899,43 35.099.446,91
35.368.539,78 219.393,51 186.899,43 35.401.033,86
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgang Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 301.580,95 0,00 0,00 301.580,95
301.580,95 0,00 0,00 301.580,95
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 28.793.359,48 756.472,00 99.134,00 29.450.697,48
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.000.844,35 164.352,51 80.471,43 3.084.725,43
31.794.203,83 920.824,51 179.605,43 32.535.422,91
32.095.784,78 920.824,51 179.605,43 32.837.003,86
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 6,00 6,00
6,00 6,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.147.902,00 2.739.375,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.122,00 533.374,00
2.564.024,00 3.272.749,00
2.564.030,00 3.272.755,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRA 2558 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Personenhandelsgesellschaft im Sinne der §§ 264 a, 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, nach der linearen und bei den Gegenständen des Sachanlagevermögens auch nach der degressiven Methode ermittelten Abschreibungen bilanziert. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt drei bis zehn Jahre, für technische Anlagen und Maschinen und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis fünfzehn Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einstandspreisen zzgl. Anschaffungsnebenkosten oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.

Geleistete Anzahlungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HBG).

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

IV. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HBG).

Forderungen haben alle eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Die Steuerrückstellung zum Bilanzstichtag berücksichtigt die ausstehende Gewerbesteuerzahlung für 2023.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Beträge für Urlaubsansprüche (T€ 178), Tantiemeansprüche (T€ 31), Berufsgenossenschaft (T€ 11), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 24), Gewährleistungen (T€ 152) und ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 17).

Restlaufzeit und Art der Verbindlichkeiten stellen sich folgendermaßen dar (Vorjahr in Klammern):

Verbindlichkeiten gesamt davon mit einer Restlaufzeit von
bis zu 1 Jahr > 1 Jahr < 5 Jahre größer 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.450.467,33 3.450.467,33 0,00 0,00
(4.549.052,32) (4.549.052,32) (0,00) (0,00)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 298.112,60 298.112,60 0,00 0,00
(632.951,35) (632.951,35) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.117.396,46 1.117.396,46 0,00 0,00
(1.612.014,89) (1.612.014,89) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.403.050,90 5.403.050,90 0,00 0,00
(4.595.141,07) (4.595.141,07) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 1.908.937,79 515.755,20 1.236.937,62 156.244,97
(2.256.933,53) (533.258,42) (1.257.456,01) (466.219,10)
12.177.965,08 10.784.782,49 1.236.937,62 156.244,97
(13.646.093,16) (11.922.418,05) (1.257.456,01) (466.219,10)

Für die sonstigen Verbindlichkeiten aus einem Mietkaufvertrag in Höhe von T€ 50 steht der Leasinggesellschaft die Sicherungsübereignung an dem finanzierten Server zur Verfügung. Für die sonstigen Verbindlichkeiten aus einem Mietkaufvertrag in Höhe von T€ 1.673 steht der Leasinggesellschaft die Sicherungsübereignung an der finanzierten Maschine zur Verfügung.

Mitverpflichtungserklärung der Buschhoff Stanztechnik GmbH.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung, die sich wie folgt zusammensetzen:

31.12.2023 Vorjahr
T€ T€
- persönlich haftende Gesellschafterin 327,0 77,3
- Kommanditisten 5.076,0 4.517,8
5.403,0 4.595,1

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden mit 2 % über dem Basiszinssatz verzinst.

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 a HGB):

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

- bis zum derzeit geltenden Vertragsablauf T€ 3.224
- Jahresbetrag T€ 869

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von € 261,30 (Vorjahr: € 86,62) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von € 96,99 (Vorjahr: € 1.142,15) enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

VI. sonstige Angaben

Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 170 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 131 Arbeiter und 32 Angestellte. Darüber hinaus wurden 7 Auszubildende beschäftigt.

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung der Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co KG durch die Geschäftsführer der Buschhoff Stanztechnik GmbH:

Herrn Jürgen Dieter Nienke, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirt.-Ing., Köln, bis 11.01.2024

Herrn Stefan Brüninghaus, Dipl.-Kaufmann, Hilden,

Herrn Gregory Hofer, Technischer Leiter, Erftstadt,

Herrn Axel Heimer, Dipl.-Wirtschaftsjurist, Köln.

Für die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da die Vergütung der einzelnen Geschäftsführer annährend gleichverteilt ist.

Persönlich haftende Gesellschafterin der Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co KG ist die Buschhoff Stanztechnik GmbH, Köln, mit einem gezeichneten Kapital von € 30.000,00.

 

Köln, den 06.08.2024

Stefan Brüninghaus

Axel Heimer

Gregory Hofer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co. KG, Köln

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Buschhoff Stanztechnik GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Betätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Köln, den 6. August 2024

Dr. Karl Kaulen, Wirtschaftsprüfer

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