Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 97301
Eingetragen
17.12.1991
Branche
Herstellung von Würzmitteln und SoßenHerstellung von FertiggerichtenGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von frischer Convenience.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Oliver Kugler
seit 3.11.2001
Geschäftsführer
Gerhard Kugler
seit 3.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
44.00%
44.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kugler Feinkost GmbHEigenbeteiligung
10.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

München
13.200 €
44.00%
München
13.200 €
44.00%
Germany
3.000 €
10.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kugler Feinkost GmbH

Vaterstetten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Kugler Feinkost GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Unternehmensgegenstand der Kugler Feinkost GmbH (nachfolgend Kugler Feinkost) ist die Herstellung und der Vertrieb frischer Lebensmittel im Convenience-Bereich für den Fachhandel und für Großverbraucher in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Die Produktpalette reicht von Fresh Cut (Salate und Gemüse) über Feinkost, darunter finden sich u.a. Kartoffelsalate, vegetarische Variationen, herzhafte Variationen mit Fleisch oder Fisch, Dressings und Soßen, hin zu Antipasti und frischen Backwaren.

Die Berücksichtigung von Umweltaspekten in Bezug auf Ressourcennutzung ist für unser Unternehmen von großer Bedeutung. In den vergangenen Jahren wurden diverse Maßnahmen implementiert, um den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens zu reduzieren. Beispiele hierfür sind die Verwendung von FCKW-freien Kühlsystemen, die Integration von LED-Beleuchtung, die Implementierung von Wärmerückgewinnungstechnologien sowie die Umsetzung einer unternehmensweiten Strategie zur Müllvermeidung und -trennung. Zudem betreiben wir mittlerweile zwei Photovoltaik-Anlagen und setzen auf recycelbare Monoverpackungen für unsere Becher und Schalen.

Unsere Zielsetzung ist es, frisches Gemüse und Blattsalate vorrangig von regionalen Lieferanten zu beziehen. Wir sind überzeugt, dass dadurch nicht nur im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein, sondern auch hinsichtlich Effizienz und kurzer Transportwege das Ziel unserer Unternehmensphilosophie erreicht wird. Wir pflegen mit unseren Lieferanten langjährige partnerschaftliche Beziehungen, wobei wir auch kleine und mittelständische Betriebe aus der unmittelbaren Umgebung unterstützen. Nahezu alle unserer Fleisch- und Wurstwaren stammen von traditionsreichen Metzgereien in München und Bayern.

Unsere Produkte werden kontinuierlich unter Verwendung naturbelassener und handwerklich hochwertiger Zutaten frisch hergestellt. Dabei schaffen wir den Spagat zwischen vollständig händischen Prozessen bei empfindlichen Rohwaren und den technischen Standards bei Prozesskontrollen der automatisierten Verarbeitung von Lebensmitteln. Ein systemgesteuertes Rezepturmanagement sorgt für einen hohen, gleichbleibenden Qualitätsstandard.

Wir legen besonderen Wert auf hohe Qualitätsstandards für unsere Frischsalate und Gemüse, die bereits beim Einkauf beginnen und durch tägliche Überprüfungen unserer Qualitätssicherung fortgesetzt werden. Die Entwicklung und Feinjustierung von Rezepturen erfolgt ausschließlich intern und wird durch Verkostungen in allen Unternehmensbereichen abgeschlossen.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Im immer noch krisengeprägten Umfeld kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2023 wieder ins Stocken, nachdem seit dem Corona Jahr 2020 die Zeichen auf wirtschaftliche Erholung standen. Gedämpft wurde die Konjunktur durch die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, trotz der jüngeren Entspannung, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen, sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das BIP in 2023 um 0,7% höher.

Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024).

Der Nominallohnindex in Deutschlang stieg im Jahr 2023 um 6,0%, während die Inflationsrate bei 5,9% lag. Die Reallöhne sind um 0,1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (Quelle: Statistisches Bundesamt). Das ifo-Institut berichtet, dass nach einer Befragung im vierten Quartal 2023 die befragten Unternehmen mit einer Lohnsteigerung von 4,7% für das Jahr 2024 rechnen.

Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 1,1 % und nominal (nicht preisbereinigt) 8,5 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 um 11,3 % niedriger, wohingegen der nominale Umsatz um 8,8% höher war (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung vom 20.02.2024).

3. Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2023 ist mit dem Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie erstmalig wieder vergleichbar. Restaurants und Biergärten waren ganzjährig geöffnet und Feste und Großveranstaltungen haben wieder planmäßig stattgefunden.

In 2023 wurde in etwa die gleiche Menge wie im Vorjahr produziert, wobei wir mit weiter gestiegenen Einkaufspreisen bei Energie und Rohstoffen, sowie höheren Löhne und Gehälter kalkulieren mussten. Einen kleinen Teil der deutlich gestiegenen Kosten haben wir in die Verkaufspreise einfließen lassen. Den Umsatz konnten wir somit von 52.631 TEUR auf 56.325 TEUR steigern.

Damit wurde das in 2022 prognostizierte Ziel einer leichten Erhöhung für den finanziellen Leistungsindikator Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr übertroffen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Kugler Feinkost GmbH übertrifft die Gesamtwirtschaftssituation in Deutschland. Dies wurde durch Umstrukturierung und Reduzierung des Overheads, sowie durch Einmaleffekte, wie beispielsweise die Energie-Preis-Bremsen erreicht. Offene Stellen werden vorrangig intern nachbesetzt und die Strukturen regelmäßig überprüft und wenn sinnvoll verschlankt.

In diesem Kontext konnte das Unternehmen ein Wachstum verzeichnen, was neben dem Umsatz auch den Gewinn betraf. Für den finanziellen Leistungsindikator Jahresüberschuss wurde im Vorjahr ein ähnliches Niveau wie 2023 prognostiziert. Mit einem Anstieg von 4.390 TEUR auf 5.539 TEUR wurde die Prognose deutlich übertroffen. Der Jahresüberschuss konnte neben den eingangs aufgeführten Gründen des Weiteren durch die Fortführung eines effizienten Kostenmanagements im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesteigert werden. Die gesteigerten Ergebnisse sind auch auf die Optimierung unserer Prozesse und Abläufe zurückzuführen, in die wir seit Jahren investieren, um die Effizienz weiter zu steigern und Kosten zu reduzieren.

Die Kugler Feinkost GmbH konnte sich schnell und effizient an die neuen Rahmenbedingungen, wie Preissteigerungen und Personalmangel anpassen und aktiv agieren. Bedingt durch Umstrukturierungen bei Kunden hat das Unternehmen etwas an Absatzmenge verloren, was durch neu gewonnene Kunden nahezu ausgeglichen werden konnte. Insgesamt ist das Geschäft stabil geblieben und Kugler Feinkost hat eine solide Marktposition.

Die Geschäftsleitung bewertet die derzeitige Geschäftslage positiver im Vergleich zum Vorjahr. Diese Einschätzung basiert auf einer konstanten Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen sowie einer erfolgreichen Umsetzung von Maßnahmen zur Kostenoptimierung. Darüber hinaus sieht sie weitere Chancen für Wachstum durch die Erschließung neuer Kunden. Es bestehen jedoch weiterhin Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf Personalmangel, der erheblichen Schwankungen bei Rohstoffen, bei Importen von Meeresfrüchten bezüglich Transportkosten und Verfügbarkeit.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung als positiv.

4. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

4.1. Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen der Kugler Feinkost hat sich um 5.551 TEUR auf 22.072 TEUR erhöht, größtenteils bedingt durch die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Logistikbereichs.

Nahezu zwei Drittel unserer Bilanzsumme entfällt auf das Anlagevermögen. Der in 2023 neu errichtete Logistikbereich wurde planmäßig mit Kosten in Höhe von rund 7.500 TEUR fertiggestellt und Ende des 3. Quartals in Betrieb genommen. Damit erreicht das Unternehmen einen noch besseren Service für unsere Kunden. Wir reduzieren Lieferengpässe, vereinfachen den Ablauf und den Prozess des Kommissionierens und sind in der Lage, Absatzspitzen abzufedern.

Bei den Bauten auf fremden Grundstücken handelt es sich um unsere Immobilien, wie Produktions- und Logistikbereich, Lagerflächen und das Verwaltungsgebäude.

Die Produktsicherheit ist die Basis für weiteres Wachstum und steht im Mittelpunkt unserer Investitionen, insbesondere in technische Anlagen und Maschinen, die als Schlüsselelemente unserer Produktionsinfrastruktur fungieren. Dies umfasst Produktionsmaschinen, Fertigungsanlagen, Transportmittel und Kommunikationseinrichtungen, die für die Herstellung unserer Produkte unerlässlich sind. Durch gezielte Investitionen in moderne und leistungsfähige Maschinen und Anlagen streben wir danach, unseren hohen Qualitätsstandards gerecht zu werden und effiziente Produktionsprozesse zu gewährleisten.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung bildet einen umfassenden Bestandteil unserer Vermögensgegenstände und ist von essenzieller Bedeutung für die reibungslose Abwicklung unserer betrieblichen Aktivitäten. Diese Ausstattung umfasst eine Vielzahl von Elementen, darunter Büromöbel, IT-Ausstattung, Fahrzeuge und andere betriebliche Ressourcen. Diese Vermögenswerte spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung unserer Mitarbeiter in ihrem täglichen Arbeitsablauf. Darüber hinaus tragen sie wesentlich zur effizienten Organisation unserer betrieblichen Abläufe bei, indem sie die notwendigen Instrumente und Ressourcen bereitstellen, um optimale Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Wir legen großen Wert darauf, das Sachanlagevermögen kontinuierlich zu optimieren und flexibel an die sich wandelnden Bedürfnisse anzupassen. Dies erfordert regelmäßige Investitionen in neue Bauten, technische Anlagen, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Durch diese gezielten Investitionen streben wir nicht nur an, unsere Produktions- und Lagerkapazitäten zu erweitern, sondern auch unsere Effizienz zu steigern und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein herausragendes Beispiel für unsere strategischen Investitionen ist der Neubau des Logistikbereichs, bei dem wir nicht nur auf eine Erweiterung der physischen Infrastruktur abzielten. Hier haben wir zusätzlich ein halbautomatisches Lagersystem eingeführt, um unsere Lager- und Logistikprozesse zu optimieren. Diese Investition ermöglicht es uns, den Lagerbestand digitaler zu verwalten und letztlich unsere Gesamtleistung zu steigern.

Unsere Priorität liegt auf einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Nutzung unserer Sachanlagen. Hierbei setzen wir konsequent auf moderne und energieeffiziente Technologien, um unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren und aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Hierzu zählen beispielsweise die Erweiterung unserer Photovoltaikanlage, BHKW, Wärmerückgewinnung. Die Durchführung regelmäßiger Instandhaltungsmaßnahmen sowie die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sind integraler Bestandteil unseres Anlagenmanagements. Ziel ist es, die Langlebigkeit und Wertbeständigkeit unserer Sachanlagen zu gewährleisten und gleichzeitig eine umweltverträgliche Betriebsweise sicherzustellen.

Die Vorräte sind um 122 TEUR auf 1.462 TEUR durch einen höheren Bestand leicht gestiegen. Die Kundenforderungen sind zum Bilanzstichtag um 650 TEUR auf 2.784 TEUR gefallen, was in erster Linie dem effektiven Forderungsmanagement zu verdanken ist, während sich die liquiden Mittel mit 6.237 TEUR (Vorjahr: 9.077 TEUR) insbesondere durch die Investition in den Anbau verringert haben.

Die Rückstellungen sind um 1.411 TEUR auf 9.820 TEUR gestiegen, was insbesondere auf die ausstehenden Rechnungen durch den Neubau und einen Anstieg der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist. Das Bankdarlehen (Vorjahr: 594 TEUR) konnte im 2. Quartal 2023 vollständig zurückgezahlt werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 2.413 TEUR auf 1.869 TEUR gesunken. Der Rückgang ist stichtagsbedingt.

Die Bilanzsumme ist insgesamt von 31.228 TEUR um 3.645 TEUR auf 34.873 TEUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist auf einem hohen Niveau von 62,2% (Vorjahr: 62,7%) bestehen geblieben.

4.2. Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich um 1.291 TEUR erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 8.265 TEUR (Vorjahr: 6.974 TEUR). Dies konnte durch angepasste Verkaufspreise aufgrund von gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, sowie die Reduzierung der Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz erreicht werden.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit hat sich mit 6.703 TEUR gegenüber dem Vorjahr um 4.703 TEUR sehr deutlich erhöht. Die Investitionssumme wurde aus Eigenmitteln getätigt und betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von technischen Anlagen und Maschinen, sowie die Zahlungen für den Anbau der Produktions- und Lagerhalle. Dabei konnte die ursprüngliche Kostenkalkulation aus dem Jahr 2021 um rund 5% unterschritten werden.

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes erfolgte aus dem eigenen operativen Cash-Flow.

Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag ist im Vergleich zum Vorjahr auf 6.237 TEUR aufgrund des Neubaus gesunken. Das Unternehmen war im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 jederzeit in der Lage, sämtliche finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Finanzielle Engpässe waren zu keinem Zeitpunkt festzustellen.

4.3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr sind die Umsatzerlöse von 52.631 TEUR auf 56.325 TEUR gestiegen, was auf die gestiegene Nachfrage nach höherpreisigen Produkten und die Preisanpassungen zurückzuführen ist. Analog zu den gestiegenen Umsätzen hat sich der Materialaufwand von 22.414 TEUR auf 23.687 TEUR erhöht.

Der Personalaufwand ist um 70 TEUR auf 13.576 TEUR gestiegen. Das ist primär auf gestiegene Lohnkosten zurückzuführen. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2.511 TEUR und sind um 8 TEUR gegenüber dem Vorjahr gefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 779 TEUR von 8.753 TEUR auf 9.532 TEUR erhöht. Hauptverantwortlich dafür sind die erheblich gestiegenen Energiekosten. Die sonstigen Erträge haben sich um 206 TEUR auf 758 TEUR reduziert.

Das Betriebsergebnis ist auf 7.732 TEUR (6.487 TEUR) gestiegen. Die Ertragsteuern sind von 1.946 TEUR auf 2.192 TEUR gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein positiver Jahresüberschuss in Höhe von 5.539 TEUR (4.390 TEUR) erzielt werden.

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Unternehmen ist durch verschiedene Versicherungen gegen unvermeidbare externe Risiken abgesichert. Teilweise bedingt durch den Anbau und dem damit verbundenen höherem Bewertungsrisiko für die Versicherer ist mit deutlich höheren Beiträgen zu rechnen. Die Versicherungsgesellschaften reduzieren ihr Risiko pro Versicherungsnehmer und Ausschreibungen gestalten sich für unsere Versicherungsagentur als Herausforderung. Durch hohe Selbstbehalte und stetiges Nachrüsten auf den aktuellen Sicherheitsstand wird dem etwas gegengesteuert. Internen Risiken, die nicht durch Versicherungen abgedeckt werden können, begegnet das Unternehmen mit IT-gestützten Controlling-Systemen (Risikomanagementsystem). Diese ermöglichen es, Risiken frühzeitig zu erkennen, um sie anschließend zu minimieren oder ganz auszuschalten. Neben zahlreichen Berichten zur Kosten-, Absatz- und Einkaufsplanung bieten diese Systeme eine transparente Sicht auf das gesamte Unternehmen und liefert laufend Daten zur Optimierung der einzelnen KPIs. Diese Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ermöglichen es nach Auffassung der Geschäftsführung, alle wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken angemessen zu erkennen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine grundlegenden Änderungen im Chancen- und Risikomanagement ergeben.

Kugler Feinkost investiert ferner vermehrt in IT-Sicherheit, um dort den ständig wachsenden Risiken durch Cyberkriminalität entgegenzuwirken. So wurden beispielsweise 2-Faktor-Authentifizierungen für mobiles Arbeiten und das Mobile Device Management eingebunden. Unsere Backupsicherheit wurde deutlich erhöht. Unser IKS wird laufend geprüft und aktualisiert. In 2023 wurde damit begonnen, Ist-Abläufe in einem System zu visualisieren, um auf die neuen Rahmenbedingungen angepasste Soll-Abläufe zu entwickeln. Das Unternehmen wird zusätzlich Aspekte der Automatisierung verfolgen und sukzessive einsetzen. Unter anderem wurden Roboter für die Entlastung der Mitarbeiter angeschafft und damit ergonomische Arbeitsplätze geschaffen. Für 2024 ist geplant, den Betrieb weiter zu modernisieren.

Infolge der reduzierten Öffnungszeiten in der Gastronomie, die häufig aufgrund von Personalengpässen erfolgten, hat sich die Nachfrage nach unseren Convenience-Produkten für den Fachhandel und Großverbraucher etwas verringert. Trotz dieser Herausforderung erkennt die Unternehmensleitung weiterhin ein Wachstumspotenzial im Bereich der frischen Lebensmittel im Convenience-Segment. Den Einschränkungen in den Bedienbereichen wurde mit Self-Service-Optionen und vollautomatischen Systemen entgegengesteuert, die den Bedürfnissen der Kunden nach zügiger und unkomplizierter Verpflegung gerecht werden.

Durch diese Gegebenheiten wurden und werden laufend die Möglichkeiten für Online-Bestellungen optimiert und unsere Lieferdienste angepasst und die gesamte Kommunikation schneller und digitaler. Durch diese Ansätze gehen wir verstärkt auf veränderte Kundenbedürfnisse ein und schaffen somit eine Erweiterung unserer Absatzkanäle. Das Unternehmen ist bestrebt, diese Chancen zu nutzen und seine Position im Convenience-Bereich für frische Lebensmittel weiter auszubauen.

Der Markt erfährt eine verstärkte Wettbewerbsdynamik in bestimmten Teilbereichen aufgrund des Eintritts neuer Anbieter. Das Unternehmen reagiert proaktiv auf diese Entwicklungen, indem es sorgfältig Trends und Innovationen in der Branche beobachtet. Die Geschäftsstrategie wird entsprechend angepasst, um sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen und weiterhin wettbewerbsfähig zu agieren.

Durch einen regelmäßigen und partnerschaftlichen Kontakt zu Kunden und Lieferanten minimiert das Unternehmen potenzielle Ausfallrisiken. Diese proaktive Herangehensweise ermöglicht es, finanzielle Stabilität zu wahren und flexibel auf die Herausforderungen im dynamischen Marktumfeld zu reagieren.

Die Förderung von sozialer Verantwortung und Mitarbeiterengagement sind wesentliche Faktoren, um ein nachhaltig erfolgreiches Unternehmen zu führen. Daher wird mit Hinblick auf ein zukunftsweisendes Personalmanagement der Fokus insbesondere auf einen stärkenorientierten Personaleinsatz, eine demografieorientierte Personalbeschaffung, sowie eine altersgerechte und stärkenorientierte Personalentwicklung gelegt. Zudem wird kontinuierlich daran gearbeitet, für alle Mitarbeitenden ein positives und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen, in welchem sich diese gerne engagieren.

Dies führt nicht nur zu einer Steigerung von Produktivität und Qualität, auf diese Weise können die Mitarbeitenden ihr volles Potenzial ausschöpfen, erleben eine positive Selbstwirksamkeit und sind dadurch motiviert, ihre individuelle berufliche Entwicklung im Unternehmen gemeinsam voranzutreiben.

Durch das Einfügen einer Neutralisationsanlage haben wir für die Entwässerung einen weiteren Schritt zur Anpassung an moderne Umweltstandards umgesetzt. Ferner sind wir in der Lage durch eine Erweiterung unserer PV-Anlage einen spürbaren Anteil unseres Strombedarfs im Betrieb einzuspeisen und sich so von dem Strommarkt etwas unabhängiger zu machen.

Hinsichtlich der finanziellen Leistungsfähigkeit des Unternehmens überwacht die Geschäftsführung täglich verschiedene Faktoren wie die Mengen- und Umsatzentwicklung sowie regelmäßig die Preisentwicklung auf dem Rohstoffmarkt und im Energiesektor. Diese Überwachung gewährleistet, dass die Umsatz-, Kosten- und Liquiditätsentwicklung stets im Fokus steht und unverzüglich auf etwaige Veränderungen reagiert werden kann.

Um sicherzustellen, dass das Unternehmen flexibel auf Entwicklungen reagieren kann, werden in regelmäßigen Meetings Korrekturmaßnahmen definiert und bei Bedarf angepasst, insbesondere wenn wesentliche Abweichungen von den geplanten Zielen festgestellt werden. Dabei werden potenzielle Risiken und Chancen identifiziert und bewertet, um die Finanzlage des Unternehmens kontinuierlich zu optimieren und langfristigen Erfolg zu sichern. Im Rahmen dieses Prozesses werden auch interne Kontrollsysteme (IKS) angepasst, um eine effiziente Steuerung der finanziellen Aktivitäten zu gewährleisten.

Im Jahr 2023 wurden keinerlei bestandsgefährdende Risiken identifiziert, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen weiterhin auf einem soliden Grundgerüst ruht. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass das Unternehmen auch in Zukunft stabil bleibt und eine positive Entwicklung verzeichnet.

Die regelmäßige Überwachung der finanziellen Leistung und die frühzeitige Erkennung von Risiken tragen dazu bei, dass das Unternehmen handlungsfähig bleibt und auch in turbulenten Zeiten erfolgreich agieren kann. Dank dieses proaktiven Risikomanagements ist die Geschäftsführung zuversichtlich, dass das Unternehmen weiterhin über eine belastbare finanzielle Grundlage verfügt und langfristig erfolgreich sein wird.

In der Beschaffung von immer teurer werdenden Rohstoffen sowie angesichts der kontinuierlich steigenden Inflation könnten sich weiterhin potenzielle Kostenrisiken für das Unternehmen manifestieren. Sobald diese Risiken erkannt werden, werden geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen, wie beispielsweise Aktualisierungen der Kalkulationen, weitere Effizienzsteigerung und Digitalisierung, sowie als letzte Maßnahme Preisanpassungen, um diesen entgegenzuwirken.

Der Geschäftsführung sind keine ungewöhnlichen Ereignisse bekannt, die über das übliche Maß an Risiken hinausgehen und die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens von Relevanz wären. Bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung sind keine besonderen Vorkommnisse bekannt, die die Einschätzung der Unternehmenslage beeinflussen würden. Die Geschäftsführung bleibt jedoch stets aufmerksam und wird unverzüglich reagieren, sollten sich künftig unvorhersehbare Risiken oder besondere Ereignisse ergeben.

6. Prognosebericht

Die Umsatz- und Mengenentwicklung des Unternehmens zeigt gegenwärtig eine seitliche Bewegung, die auf die zu erwartende Rezession in 2024 zurückzuführen ist. Dieser Trend resultiert in einer stabilen, jedoch nicht expansiven Geschäftsentwicklung. Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten im Zusammenhang mit der absehbaren Rezession haben zu einer vorsichtigen Nachfrageführung geführt, was sich in einer eher stagnierenden Umsatz- und Mengenentwicklung niederschlägt.

In Bezug auf die Kostenstruktur verzeichnet das Unternehmen weiterhin eine Erhöhung in verschiedenen Schlüsselbereichen. Insbesondere sind dies die steigenden Kosten für Rohstoffe, Personal, Transport und Energie. Die anhaltende globale Wirtschaftslage hat zu Preisanstiegen und einem allgemeinen Anstieg der Betriebskosten geführt, was die Rentabilität des Unternehmens beeinträchtigt.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plant das Unternehmen moderate Preisanpassungen vorzunehmen. Diese Anpassung soll dazu dienen, die gestiegenen Kosten teilweise zu kompensieren und eine nachhaltige Gewinnmarge zu gewährleisten. Darüber hinaus setzt das Unternehmen verstärkt auf Digitalisierung und Automatisierung, um effizientere Geschäftsprozesse zu erreichen und die operativen Kosten zu senken.

Die Implementierung von digitalen Lösungen und Automatisierungstechnologien zielt darauf ab, die betriebliche Effizienz zu steigern und die Abhängigkeit von manuellen Prozessen zu reduzieren. Dieser strategische Ansatz soll nicht nur die Kosteneffizienz verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken.

Kugler Feinkost setzt sich aktiv für die Stärkung seiner bestehenden organisatorischen Strukturen ein, um in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen eine solide Basis zu gewährleisten. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage konzentriert sich das Unternehmen auf die Konsolidierung seiner Ressourcen und Aktivitäten, um eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. Dies umfasst die Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung interner Prozesse und Abläufe, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Einflüssen zu erhöhen.

Das Unternehmen und seine Inhaber leben eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Kunden und Lieferanten, um langfristige Erfolge sicherzustellen. Dies beinhaltet die Verbesserung der Kommunikation, die Identifizierung von Kundenbedürfnissen und die Bereitstellung maßgeschneiderter Lösungen, um eine hohe Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Gleichzeitig strebt das Unternehmen eine enge Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten an, um eine zuverlässige Versorgung mit Rohstoffen und anderen wichtigen Ressourcen sicherzustellen.

Die Auswirkungen der Umsatzsteueranpassung auf die Gastronomiebranche stellen eine weitere Herausforderung dar, deren Konsequenzen derzeit noch unklar sind. Kugler Feinkost beobachtet aufmerksam die Entwicklungen in diesem Bereich und evaluiert mögliche Auswirkungen auf seine Geschäftstätigkeit. Dies umfasst die Analyse potenzieller Änderungen im Kundenverhalten, Nachfrageverschiebungen und mögliche Anpassungen in den Lieferketten.

Die Kombination aus moderater Preisanpassung, strategischer Digitalisierung und Automatisierung ermöglicht es dem Unternehmen jedoch, flexibel auf die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu reagieren und langfristige Wachstumschancen zu nutzen. Insgesamt geht die Unternehmensführung davon aus, dass die Umsatzerlöse im Vergleich zu 2023 in 2024 leicht steigen werden, insbesondere durch notwendige Preisanpassungen. Für den Jahresüberschuss erwartet die Geschäftsführung eine leichte Verringerung, insbesondere aufgrund der weiteren Steigerung der Beschaffungs- und Arbeitskosten.

Insgesamt verfolgt das Unternehmen eine strategische Ausrichtung, die darauf abzielt, seine bestehenden Strukturen zu stärken, um den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Durch die Konsolidierung seiner Ressourcen, die Stärkung von Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie die proaktive Bewertung potenzieller Auswirkungen externer Faktoren positioniert sich Kugler Feinkost auf dem Markt, um auch in unsicheren Zeiten erfolgreich zu agieren und langfristigen Erfolg zu erzielen.

 

Parsdorf, 28. März 2024

Kugler Feinkost GmbH

Die Geschäftsführung

Oliver Kugler

Gerhard Kugler

Gerhard Schrittenlocher

Alexander Schmidt

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 22.516.567,84 16.982.516,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 36.885,00 61.208,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.885,00 61.208,50
II. Sachanlagen 22.071.788,17 16.520.807,87
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.343.975,00 11.904.916,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.120.333,00 2.247.681,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.233.002,94 1.050.434,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 374.477,23 1.317.776,41
III. Finanzanlagen 407.894,67 400.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500,00
2. sonstige Ausleihungen 407.894,67 400.000,00
B. Umlaufvermögen 12.299.707,70 14.191.103,11
I. Vorräte 1.461.550,39 1.339.199,48
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.224.803,73 1.042.587,31
2. fertige Erzeugnisse und Waren 236.746,66 296.612,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.600.884,80 3.774.404,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.783.780,79 3.433.764,03
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.817.104,01 340.640,63
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 203.250,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.237.272,51 9.077.498,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 56.504,47 54.514,74
Aktiva 34.872.780,01 31.228.134,22

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 21.719.463,28 19.580.216,89
I. ausgegebenes Kapital 27.000,00 27.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
2. eigene Anteile -3.000,00 -3.000,00
II. Gewinnvortrag 16.153.216,89 15.162.911,31
III. Jahresüberschuss 5.539.246,39 4.390.305,58
B. Rückstellungen 9.820.273,29 8.409.367,65
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.071.916,00 4.835.949,00
2. Steuerrückstellungen 772.849,24 602.516,65
3. sonstige Rückstellungen 3.975.508,05 2.970.902,00
C. Verbindlichkeiten 3.333.043,44 3.238.549,68
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 593.750,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.868.932,91 2.413.363,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.868.932,91 2.413.363,56
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.464.110,53 231.436,12
Passiva 34.872.780,01 31.228.134,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 56.324.517,48 52.631.211,18
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 44.041,10 -84.392,58
3. sonstige betriebliche Erträge 757.827,48 963.895,27
4. Materialaufwand 23.686.878,08 22.414.410,08
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.680.285,92 22.177.691,45
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.592,16 236.718,63
5. Personalaufwand 13.576.407,74 13.505.610,80
a) Löhne und Gehälter 11.423.198,87 11.298.117,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.153.208,87 2.207.493,55
6. Abschreibungen 2.510.717,62 2.519.219,19
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.510.717,62 2.519.219,19
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.532.639,66 8.753.359,25
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.241,18 2.950,18
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.882,58 131.621,58
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.192.185,70 1.946.169,46
11. Ergebnis nach Steuern 5.560.833,66 4.412.058,85
12. sonstige Steuern 21.587,27 21.753,27
13. Jahresüberschuss 5.539.246,39 4.390.305,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Kugler Feinkost GmbH, Parsdorf

Allgemeine Angaben

Die Kugler Feinkost GmbH hat ihren Sitz in Parsdorf und ist unter der Nummer HRB 97301 im Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Anwendung der aktuellen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gliederung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit ihren Anschaffungs-/Herstellungskosten und - soweit ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist - vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Die sonstigen Ausleihungen sind mit dem Nennwert bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Fertigwaren sind mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die fertigen Erzeugnisse sind, soweit es sich um selbst hergestellte Erzeugnisse handelt, mit den Herstellungskosten bewertet, die neben den Materialkosten und Fertigungskosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, enthalten. Sofern erforderlich wurden die Vorräte mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartende Skonti werden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus werden für individuelle Risiken angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach der "Projected-Unit-Credit-Method" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Als Rechnungszinssatz wurden p.a. 1,82 % (Vorjahr: 1,44 %) sowie als Rententrend 2,00% (Vorjahr: 2,00%) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung passiviert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Finanzanlagen beinhalten die Darlehen gegenüber der Kugler GmbH und Co. KG.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von 71 TEUR. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen, Tantieme Ansprüche, Kosten der externen und internen Jahresabschlusserstellung und Jahresabschlussprüfung sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen des Neubaus.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden wie folgt erläutert:

(in Klammern die Vorjahresbeträge):

Stand 31.12.2023
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(594) (594) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.869 1.869 0 0
(2.413) (2.413) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.463 1.463 0 0
(231) (231) (0) (0)
3.332 3.332 0 0
(3.238) (3.238) (0) (0)

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch den Eigentumsvorbehalt gesichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich nach den geographischen Märkten wie folgt untergliedern:

UE 2023 2022
Inland 46.039.136 43.176.467
Österreich und Italien 10.115.751 9.307.059
Schweiz 169.630 147.685
Umsatzerlöse gesamt 56.324.517 52.631.211

Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 758 (Vorjahr: TEUR 964) ergeben sich im Wesentlichen aus Erträgen aus den Energiepreisbremsen in Höhe von TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.533 (Vorjahr: TEUR 8.753) beinhalten hauptsächlich Kosten für Ausgangsfrachten TEUR 3.919 (Vorjahr: 4.053) und Kosten für Strom in Höhe von TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 857) und Gas in Höhe von 959 TEUR (Vorjahr: TEUR 192).

Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellung sind in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 85) in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Erbpachtverträgen bestehen in Höhe von TEUR 4.184 (Vorjahr: TEUR 4.482).

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 265 (Vorjahr: 249) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 43 (Vorjahr: 38) im kaufmännischen und 201 (Vorjahr: 211) im gewerblichen Bereich.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Gesellschaft durch folgende Geschäftsführer vertreten:

• Herr Gerhard Kugler, Kaufmann

• Herr Oliver Kugler, Kaufmann

• Herr Gerhard Schrittenlocher, Diplom-Wirtschaftsingenieur

• Herr Alexander Schmidt, Diplom-Kaufmann

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von TEUR 5.539 auf neue Rechnung vorzutragen.

Das vom Abschlussprüfer für das Jahr 2023 berechnete Gesamthonorar in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr TEUR 29) entfällt zu TEUR 25 auf Abschlussprüfungsleistungen, zu TEUR 35 auf Steuerberatungsleistungen und zu TEUR 52 auf sonstige Leistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Parsdorf, 28. März 2024

Kugler Feinkost GmbH

Die Geschäftsführung

Oliver Kugler

Gerhard Kugler

Gerhard Schrittenlocher

Alexander Schmidt

Anlagenspiegel

Historische Anschaffungs-und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang 2023
EUR
Abgang 2023
EUR
Umbuchungen 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.381.412,25 9.132,00 242.967,56 0,00 1.147.576,69
1.381.412,25 9.132,00 242.967,56 0,00 1.147.576,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.009.138,36 907.237,27 300.000,00 7.073.004,84 27.689.380,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.895.939,97 763.739,33 543.243,49 0,00 12.116.435,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.538.754,10 599.168,59 666.780,32 0,00 4.471.142,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.317.776,41 6.129.705,65 0,00 -7.073.004,84 374.477,22
37.761.608,84 8.399.850,84 1.510.023,81 0,00 44.651.435,87
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 500,00 0,00 500,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 400.000,00 7.894,67 0,00 0,00 407.894,67
400.500,00 7.894,67 500,00 0,00 407.894,67
39.543.521,09 8.416.877,51 1.753.491,37 0,00 46.206.907,23
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang 2023
EUR
Abgang 2023
EUR
Umbuchungen 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.320.203,75 33.455,50 242.948,06 0,00 1.110.711,19
1.320.203,75 33.455,50 242.948,06 0,00 1.110.711,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.104.222,36 1.241.183,11 0,00 0,00 9.345.405,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.648.258,97 891.087,33 543.229,49 0,00 9.996.116,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.488.319,64 344.991,68 595.152,16 0,00 3.238.159,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
21.240.800,97 2.477.262,12 1.138.381,65 0,00 22.579.681,44
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.561.004,72 2.510.717,62 1.381.329,71 0,00 23.690.392,63
Buchwert
Stand 01.01.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.208,50 36.865,50
61.208,50 36.865,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.904.916,00 18.343.975,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.247.681,00 2.120.319,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.050.434,46 1.232.983,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.317.776,41 374.477,22
16.520.807,87 22.071.754,43
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 500,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 400.000,00 407.894,67
400.500,00 407.894,67
16.982.516,37 22.516.514,60

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHUSSPRÜFERS

An die Kugler Feinkost GmbH, Parsdorf

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Kugler Feinkost GmbH, Parsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kugler Feinkost GmbH, Parsdorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. März 2024

BMG Braun Moser Graf PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Johannes Moser, Wirtschaftsprüfer

Thomas Graf, Wirtschaftsprüfer

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