SUMIDA Components GmbH
Kerschensteinerstraße 21, 92318 Neumarkt in der Oberpfalz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Sperber seit 9.9.2025 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
SUMIDA CORPORATION | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SUMIDA Components GmbHNeumarkt i.d. Opf.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023der SUMIDA Components GmbH, Neumarkt i. d. OPf.Inhaltsverzeichnis: 1. Grundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 3. Chancen- und Prognosebericht 4. Risikobericht 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft 1.1.1 Organisatorische Struktur Die SUMIDA Components GmbH mit Sitz in Neumarkt in der Oberpfalz gehört zum Konzernkreis der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der SUMIDA AG, Obernzell. 1.1.2 Produkte und Geschäftsbereiche Die Gesellschaft stellt passive elektronische Bauelemente aus Keramik und Ferrit für die Elektronik her. 1.1.3 Absatzmärkte Der Umsatz nach Geschäftsbereichen bzw. geographischen Märkten stellt sich wie folgt dar:
1.1.4 Externe Einflussfaktoren Aufgrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs und anderer geopolitischer Brandherde deutet sich ein unterdurchschnittliches Weltwirtschaftswachstum an. Lieferkettenprobleme wurden von einem schwierigen Finanzierungsumfeld durch gestiegene Zinsen abgelöst. Ein weltweit schwaches Produktivitätswachstum und nachlassende Nachfrage aus China tragen zusätzlich zur weltweiten Investitionszurückhaltung und Prognoseunsicherheit bei. Die Anzahl der in Deutschland im Jahr 2023 neu zugelassenen Autos mit alternativen Antrieben erreichte im Vergleich der letzten zehn Jahre zwar einen neuen Rekordwert, der Wegfall der staatlichen Förderung in Deutschland wird in diesem Bereich jedoch Wirkung zeigen. Auch steht die deutsche Wirtschaft unter dem Druck der Digitalisierung, der ungünstigen demografischen Entwicklung und veränderter internationaler Verflechtungen. Nachhaltigkeitsaspekte rücken zusätzlich in den Vordergrund. Vor diesen schwierigen Rahmenbedingungen ist das Welthandelswachstum deutlich zurückgegangen. Da sich die Gesellschaft diesen externen Einflüssen und Risiken nicht entziehen kann, betreibt sie ein proaktives Krisenmanagement, um mit der frühzeitigen Ergreifung entsprechender Maßnahmen (wie z. B. vermehrt Vorauskasse bei Kunden, alternative Lieferwege und ausreichende Zusatzdeckung in der Kreditversicherung) negative Auswirkungen auf die operative Geschäftstätigkeit zu minimieren. Darüber hinaus sieht sich die Gesellschaft dem harten globalen Wettbewerb in der Elektronikbranche, insbesondere auch wegen des hohen Automotivanteils, ausgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Branchen spricht die deutsche Elektroindustrie jedoch von einer robusten Entwicklung in einem schwierigen Umfeld mit einem durchschnittlichen Anstieg der Branchenerlöse um weitere 8 %. Die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft entwickelten sich hingegen rückläufig. 1.2 Forschung und Entwicklung Der künftige Erfolg der SUMIDA Components GmbH wird maßgeblich von der Entwicklung neuer kundenspezifischer Produkte und Technologien geprägt. Aus diesem Grund wurden Aufwendungen für Entwicklung in 2023 in Höhe von 234 TEUR (Vj. 254 TEUR) geleistet. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 4 Mitarbeiter*innen im Bereich F&E beschäftigt. Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit waren unverändert:
2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche 2.1.1 Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft konnte im Kalenderjahr 2023 nur moderat zulegen, zeigte sich angesichts zahlreicher belastender Faktoren aber bemerkenswert widerstandsfähig. Die positiven Effekte aus der Phase der Erholung von der Pandemie sind weitgehend abgeschlossen. Rohstoff- und Energiepreise sind gesunken, Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und steigender Lohn- und Gehaltsanpassungen inzwischen wieder. Dennoch zeichnet sich eine konjunkturelle Belebung derzeit noch nicht ab. Angesichts der Vielzahl an aktuellen und potenziellen geopolitischen Konflikten ist die Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten hoch geblieben. Der durch den weltweiten Inflationsschub ausgelöste restriktive Kurs der Geldpolitik wird über höhere Finanzierungskosten die Güternachfrage bei Investitionen und Konsum weiter belasten. Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wegfallende finanzpolitische Impulse bremsen die Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Auch in China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. Insgesamt rechnet das IfW für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,9%, nach 3,1% im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 soll die Weltkonjunktur mit einer Zuwachsrate von 3,2% wachsen. Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Die Wirtschaftsleistung dürfte im Jahr 2024 wieder zulegen, aber eine große konjunkturelle Dynamik ist nicht absehbar. Vor allem die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem besteht weiterhin Unsicherheit bezüglich der genauen Ausgestaltung von Einsparungen und deren wirtschaftlichen Auswirkungen zur Deckung des Finanzbedarfs nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Finanzierung des Staatshaushalts. Für Deutschland rechnet das IfW nach einem Minus von 0,3% in 2023 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für 2024 von 0,9%. Im Jahr 2025 dürfte die Wirtschaftsleistung um 1,2% zulegen. Die derzeitige konjunkturelle Schwächephase im Euroraum dürfte im Verlauf des Jahres 2024 überwunden werden. Eine höhere Konsum- und Investitionsbereitschaft durch steigende Reallöhne bei sinkendem Preisauftrieb, günstigere Finanzierungsbedingungen und ein verbessertes außenwirtschaftliches Umfeld sollten wieder mehr Impulse für die wirtschaftliche Aktivität geben. Allerdings wird der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 mit voraussichtlich 0,8% nochmals recht schwach ausfallen, nach 0,5% in 2023, und sich erst im Jahr 2025 mit 1,5% beschleunigen. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel (IfW), Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Winter 2023 vom 13.12.23/Deutsche Wirtschaft im Winter 2023 vom 12.12.23) 2.1.2 Branche Die Entwicklung für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie in 2023 bezeichnet der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) insgesamt als recht ordentlich. Zum dritten Mal in Folge konnte die reale, preisbereinigte Produktion gesteigert werden - auf Basis der Zahlen bis einschließlich November um 1,4%. Damit hat sich die Branche in einem schwierigen Umfeld als robust erwiesen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Unternehmen noch historisch hohe Auftragsbestände abarbeiten konnten, als die Neubestellungen spätestens ab dem zweiten Quartal bereits zurückgingen. Die nominalen Erlöse der Branche stiegen laut den Angaben im vergangenen Jahr um 8% und erreichten mit 242 Milliarden Euro erneut eine Rekordmarke. Abermals hat sich die in ihrer Zusammensetzung heterogene Branche uneinheitlich entwickelt. Den stärksten Produktionszuwachs verzeichneten laut ZVEI Batterien mit 7%, gefolgt von elektronischen Bauelementen mit 6%, Energietechnik mit 4% und Automation mit 3%. Die Gebrauchsgüter dagegen verzeichneten einen deutlichen Rückgang um 13%. Auch die Beschäftigung konnte nochmals zulegen. Allein in Deutschland hat die Branche zuletzt 910.000 Menschen beschäftigt und damit 12.000 mehr als 2022. Der ZVEI hat für 2024 eine rückläufige Produktion vorhergesagt. Angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit Inflation, vergleichsweise noch hohen Zinsen und Energiepreisen zeigt sich der Verband für 2024 zurückhaltend. Auf Jahressicht erwartet der ZVEI eine Wachstumsdelle mit einem Nachgeben der realen Produktion um rd. 2%. (Quelle: Pressemeldung ZVEI 4/2024 vom 29.01.2024: Elektro- und Digitalindustrie vor leichter Wachstumsdelle) Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Neben den niedrigen Vorjahreszahlen hat sich die Fahrzeugverfügbarkeit im Vergleich zu 2022 deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Der Absatz legte in Europa (EU27, EFTA & UK), den USA, als auch in Mexiko, Japan, Indien, Brasilien und China deutlich zu. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd. Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU27, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14% mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend. Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19%) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12% gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9% unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11% und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7%. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK; +4%) und den USA (+2%) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1%). Der VDA rechnet für den deutschen Markt in 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei wird von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw ausgegangen (Minus 9% auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5% auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, sollen die rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) um 14% auf 451.000 Einheiten zurückgehen. Allerdings war der Jahresendspurt im Jahr 2022 stark durch die damalige Reduktion des Umweltbonus für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und das komplette Auslaufen für Plug-In-Hybride (PHEV) geprägt. Dies hatte zu einem kräftigen Sondereffekt zum Jahresende geführt, da Pkw-Käufe vorgezogen wurden, um von der noch höheren Förderung zu profitieren. Aufgrund der ursprünglich geplanten Reduzierung des Umweltbonus kam es auch am Jahresende 2023 zu einem Vorzugseffekt, der sich aber weniger stark auswirkte als im Vorjahr. Das abrupte Ende des Umweltbonus am 17. Dezember wird sich in den Neuzulassungen vor allem 2024 auswirken. Für den globalen Pkw-Markt in 2023 erwartet der VDA einen Anstieg um fast 10% (75,6 Mio. Einheiten) im Vergleich zu 2022. In 2024 soll der Weltmarkt moderat um 2% auf 77,4 Mio. Einheiten ansteigen. Damit wäre das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 fast wieder erreicht. (Quelle: VDA Pressemeldungen: Internationale Pkw-Märkte im Jahr 2023 mit kräftigem Wachstum, Berlin, 18. Januar 2024, Pkw-Produktion in Deutschland 2023: Deutliches Plus gegenüber Vorjahresniveau, Berlin, 04. Januar 2024; VDA Jahresauftakt-PK 2024, VDA-Präsidentin fordert Paradigmenwechsel: Reformen statt Regulierung und strategische Weitsicht für erfolgreiche Transformation, Berlin, 30. Januar 2024) Die deutsche Automobilindustrie gestaltet den Wandel zur klimaneutralen Mobilität. Die Elektromobilität inklusive Batterietechnik und Ladeinfrastruktur, autonomes Fahren sowie Digitalisierung spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit einem breiten Produktportfolio und globalen Setup sieht sich SUMIDA bestens positioniert, um auch zukünftig in diesen Wachstumsbereichen wettbewerbsfähig zu sein. 2.2 Geschäftsverlauf Die Geschäftsbereiche Industrieelektronik und Konsumelektronik verliefen im Berichtszeitraum weitgehend stabil im Vergleich zum Vorjahr. In der Automobilelektronik war dagegen ein Rückgang zu verzeichnen. Der Umsatzanteil des europäischen Raums stieg von 33% auf 43% an, wohingegen in Deutschland ein Rückgang auf 45% zu verzeichnen war. In den sonstigen Regionen sank der Umsatzanteil von 14% auf 12%. Zwischen der SUMIDA AG und der Gesellschaft wurde am 27.04.2012 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt daher unverändert 0,8 Mio €. Die Eigenkapitalquote beträgt 9,4% (Vj: 9,8%). Der Gewinnabführungsvertrag mit der SUMIDA AG sowie die im Zusammenhang mit der Cash-Pooling-Vereinbarung eingeräumte Kreditlinie stellen die Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebes sicher. Die für die Gesellschaft wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das EBIT. Die Umsatzerlöse enthalten die im Geschäftsjahr realisierten Verkäufe der Produkte und Produktgruppen. Das EBIT als operatives Ergebnis der Gesellschaft ist die wesentliche Steuerungsgröße für den Erfolg der Gesellschaft. Beide finanziellen Leistungsindikatoren bilden die wesentlichen Grundlagen im Planungsprozess. Der im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 geplante Umsatz in Höhe von etwa 7,2 Mio € wurde mit 6,5 Mio € nicht erreicht. Das EBIT fiel mit 236 TEUR aufgrund niedrigerer Kosten, insbesondere geringerer Materialaufwendungen infolge eines geänderten Produktmix, besser als geplant aus. Trotz des Rückgangs bei den Umsatzerlösen beurteilen wir die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund der dargestellten Einflussfaktoren und aufgrund des positiven EBIT als zufriedenstellend. 2.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen 6,5 Mio € (Vj. 7,0 Mio €). Auf Innenumsätze mit Konzerngesellschaften entfielen 1,7 Mio € (Vj. 2,6 Mio €). Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt 7,3% und resultiert aus dem Rückgang im Segment Automobilelektronik, welcher nicht durch den Anstieg im Segment Industrieelektronik kompensiert werden konnte. Die Erhöhung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen betrug 481 TEUR (Vj. 257 TEUR) und war hauptsächlich bedingt durch Auftragsverschiebungen von Kunden. Der Materialaufwand betrug 1.569 TEUR (Vj. 2.095 TEUR). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) sank aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr und zur Planung abweichenden Produktmix sowie der erfolgreichen unterjährigen Weitergabe von Preissteigerungen von 28,7% auf 22,4%. Der Personalaufwand betrug 3.443 TEUR (Vj. 3.220 TEUR). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) stieg von 44,1% auf nun 49,1% infolge von Lohn- und Gehaltssteigerungen, Einmalzahlungen (Inflationsausgleichsprämie) sowie der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Gesamtleistung. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 376 TEUR (Vj. 338 TEUR) vorgenommen, wobei der Anstieg ggü. dem Vorjahr auf den Erwerb der Gebäude am Standort Neumarkt im Juli 2022 sowie Investitionen in neue Maschinen und Anlagen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 1.458 TEUR (Vj. 1.390 TEUR). Die sbA-Quote (sbA zu Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderung sowie andere aktivierte Eigenleistungen) erhöhte sich leicht von 19,1% auf nun 20,8% bedingt durch höhere Verrechnungen von Dienstleistungen von Konzerngesellschaften. Gegenläufig war ein Rückgang bei den Kosten für Leiharbeiter zu verzeichnen. Das EBIT ging im Geschäftsjahr 2023 bedingt durch die niedrigeren Umsatzerlöse von 297 TEUR auf 236 TEUR zurück. Infolge des Gewinnabführungsvertrages mit der SUMIDA AG wurde ein Ertrag in Höhe von 10 TEUR (Vj. Aufwand aus Gewinnabführung 116 TEUR) verbucht. Der Auftragsbestand am 31.12.2023 betrug 5,6 Mio € (Vj. 4,3 Mio €). 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme am Ende des Geschäftsjahres betrug 8,5 Mio € (Vj. 8,2 Mio €), davon Anlagevermögen 5,2 Mio € (Vj. 5,3 Mio €) und 3,3 Mio € Umlaufvermögen sowie Rechnungsabgrenzungsposten (Vj. 2,9 Mio €). Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 147 TEUR auf nun 5,2 Mio €, was insbesondere auf die planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen war. Darüber hinaus wurde auch im Geschäftsjahr 2023 der Fokus wieder auf Investitionen für zusätzliche Kapazitäten und Equipment für neue Projekte gelegt. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 377 TEUR angestiegen. Insbesondere stiegen die Fertigerzeugnisse und Waren aufgrund verschobener Kundenabrufe um 318 TEUR. Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte beträgt 2,5 (Vj. 3,2). Im Jahresvergleich zeigen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen um 24 % niedriger. Die Kennzahl DSO (days of sales outstanding) betrug 18,0 (Vj. 22,0). Infolge des Gewinnabführungsvertrages mit der SUMIDA AG beträgt das Eigenkapital unverändert 801,7 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf 6,1 Mio € (Vj. 6,0 Mio €) erhöht. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der SUMIDA Europe GmbH betrugen 2,5 Mio € (Vj. 2,9 Mio €), gegenläufig erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling um 0,6 Mio € auf 3,5 Mio €. Der Rückgang der Darlehensverbindlichkeiten resultiert dabei aus monatlich zu leistenden Tilgungen, die Cash-Pooling Verbindlichkeiten erhöhten sich u.a. aufgrund des Finanzierungsbedarfs der Investitionen. 2.5 Finanzlage Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Die Gesellschaft finanziert sich durch verzinsliche Darlehen von Konzerngesellschaften in Höhe von 2,5 Mio € (Vj. 2,9 Mio €) sowie über das konzerninterne Cash-Pooling. Im Rahmen des Cash-Pooling gewährt die SUMIDA Europe GmbH der Gesellschaft eine Pooling-Kreditlinie. Die Kreditlinie wurde zum 31.12.2023 mit 3,5 Mio € (Vj. 2,9 Mio €) in Anspruch genommen. Darüber hinaus kann die Gesellschaft auf einen Rahmenkreditvertrag gemeinsam mit weiteren Unternehmen des SUMIDA AG Konzerns bei der Hausbank zugreifen. Zum 31.12.2023 verfügt die Gesellschaft insgesamt über freie Linien in Höhe von ca. 6,0 Mio €. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die SUMIDA Europe GmbH als auch die SUMIDA AG ihre Darlehens- und Cash-Pooling-Vereinbarungen mit der Gesellschaft auch künftig im erforderlichen Umfang aufrechterhalten. Im abgelaufenen Jahr wurde ein operativer Cashflow in Höhe von -1 TEUR (Vj. 956 TEUR) erzielt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -229 TEUR (Vj. -2.493 TEUR) und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 230 TEUR (Vj. 1.537 TEUR). Vor dem Hintergrund der dargestellten allgemeinen Einflussfaktoren und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war der Geschäftsverlauf weitestgehend wie erwartet und damit aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend. 2.6 Weitere Angaben 2.6.1 Personal- und Sozialbereich, Arbeitssicherheit Im Berichtszeitraum waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 57 Personen (Vj. 56) beschäftigt.
Ein für das Unternehmen wichtiger Bereich ist die Arbeitssicherheit sowie der Arbeitsschutz. Neben einer laufenden Überprüfung bezüglich der Einhaltung der Arbeitsschutzmaßnahmen, bilden die Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen, bspw. im Bereich Brandschutz und Gefahrstoffe, die wesentliche Grundlage für die Arbeitssicherheit. Durch innerbetrieblichen Informationsaustausch zur Erkennung von Risikofaktoren im Arbeits- und Gesundheitsschutz wird dieses System auch fortlaufend aktualisiert. 2.6.2 Materialwirtschaft Es sind hierbei die Bereiche Strategischer Einkauf, Beschaffung, Wareneingang, Lager, Logistik Bestandsmanagement und Versand zu nennen. Der strategische Einkauf ist für die Vertragsgestaltung, die Lieferbedingungen und die Preise mit Lieferanten verantwortlich. Die Beschaffung steuert die aufgrund der Kundenaufträge unter Berücksichtigung der entsprechenden Vorlaufzeiten notwendigen Materialbestellungen. Die Bereiche Wareneingang und Lager stellen die benötigten Materialien sicher. Logistik sowie Bestandsmanagement befassen sich mit der Optimierung der Warenflüsse und des Vorratsvermögens über den gesamten Geschäftsbereich. Der Versand sorgt für die termingerechte Versendung der vom Kunden benötigten Waren. 2.6.3 Qualitätsmanagement Die Gesellschaft hat folgende Qualitätsmanagementsysteme eingeführt und wendet sie an:
Für beide Standards wurden im Berichtszeitraum von der Bureau Veritas Certification Germany GmbH, Hamburg, erfolgreiche Rezertifizierungsaudits durchgeführt und damit die Anwendung und Einhaltung dieser Standards bestätigt. 2.6.4 Umwelt- und Energiemanagement Im Berichtszeitraum konnte der Stromverbrauch weiter gesenkt sowie der Gasverbrauch konstant gehalten werden. Beim CO 2 -Ausstoß war folglich ein weiterer Rückgang zu verzeichnen. Das Monitoring von Umweltgrößen wird in Zukunft nicht nur aus Kostengründen, sondern auch im Rahmen eines nachhaltigen Wirtschaftens noch stärker in den Fokus rücken. Die Gesellschaft hat folgende Managementsysteme eingeführt und wendet sie an:
Für beide Standards wurden im Berichtszeitraum von der Bureau Veritas Certification Germany GmbH, Hamburg, erfolgreiche Rezertifizierungsaudits durchgeführt und damit die Anwendung und Einhaltung dieser Standards bestätigt. Die Gesellschaft ist in die Umwelt- bzw. in die Energiematrix der SUMIDA Europe GmbH integriert. Die teilnehmenden Gesellschaften unterziehen sich dabei einem zeitlich und inhaltlich gleichen Auditierungsprozess. 3. Chancen- und Prognosebericht 3.1 Chancenbericht Für das Jahr 2024 sehen die Prognosen für die Welt ein Wachstum um 2,0%, für 2025 ein Wachstum von 2,3% vor. Das für den Euroraum prognostizierte Wachstum des BIP wird mit 1,0% für 2024 und 1,5% für 2025 geringer ausfallen. (Quelle: ifo Schnelldienst, Sonderausgabe Dezember 2023, ifo Konjunkturprognose Winter 2023: Konjunkturerholung verzögert sich, Dezember 23) Vor diesem Hintergrund sehen wir auch für uns eine positive Geschäftsentwicklung. Für die Industrieelektronik erwarten wir Volumensteigerungen insbesondere im Bereich von Durchführungskondensatoren und keramischen Montagelementen. Im Bereich der Automobilelektronik, unter anderem durch die weitere Verbreitung von Assistenzsystemen bzw. dem autonomen Fahren, sehen wir in erster Linie Potentiale für unsere Chipinduktivitäten. Die Gesellschaft wird weiterhin den Fokus auf eine permanente Kostenüberwachung, Durchführung von Kostensenkungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen haben. Weiterhin erfolgt auch eine kontinuierliche Analyse der Deckungsbeiträge. 3.2 Prognosebericht In der zum Jahresende verabschiedeten Planung für 2024 geht die Geschäftsleitung davon aus, dass der Krieg in der Ukraine im kommenden Jahr weiterhin andauern wird. Die entsprechenden negativen Begleiterscheinungen für unser Geschäft (Energiekostensteigerungen, Inflation, etc.) wurden soweit möglich in der Planung berücksichtigt. Wir erwarten deshalb nicht, dass es im Jahr 2024 zu einer Normalisierung der Geschäftstätigkeit wie in den Jahren vor 2020 kommen wird. Zu diesem Optimismus gibt die weltweite Konjunkturlage derzeit keinen Anlass. Die aktuellen Geschäftsaussichten lassen dennoch auf ein ansteigendes Geschäft schließen. Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit einer Steigerung der Umsatzerlöse auf das Niveau des Jahres 2022. Für das EBIT erwarten wir einen Wert leicht über dem des Geschäftsjahres 2023. Natürlich ist die weitere Entwicklung der Gesellschaft im Wesentlichen von einer positiven Entwicklung der Weltwirtschaft und einem stabilen politischen Umfeld abhängig. Deshalb kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von den Erwartungen der Geschäftsführung abweichen. 4. Risikobericht Unternehmerisches Handeln und das Ziel, erfolgreich zu sein, sind regelmäßig mit einer Reihe von Risiken verbunden. Unser Ziel ist es, die Risiken zu begrenzen und dabei gleichzeitig die gebotenen Chancen wahrzunehmen. Der Risikobeauftragte der SUMIDA AG übernimmt diese Funktion als Dienstleistung auch für die SUMIDA Components GmbH und unterstützt damit die Geschäftsführung. In Zusammenarbeit mit dem Konzernrisikomanagement werden die Risiken ständig überwacht. Alle bestehenden Risiken unterliegen jährlich einer sorgsamen Analyse. Bei diesem Monitoring werden folgende Daten durch die Risikoverantwortlichen aktualisiert: Schadenpotential, Eintrittswahrscheinlichkeit, Maßnahmenfortschrift sowie das verbleibende Restrisiko nach Umsetzung der definierten Maßnahmen. Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die SUMIDA Components GmbH gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören beispielsweise konjunkturelle und saisonale Schwankungen auf wichtigen globalen Absatz- und Beschaffungsmärkten, unvorhersehbare Entwicklungen an den Finanzmärkten, bei Rohstoff- und Energiepreisen oder bei politischen Rahmenbedingungen. Die Optimierung der Kostenstrukturen und die Verbesserung der Unternehmensprozesse in einem von Volatilität und zyklischen Nachfrageverhalten gekennzeichneten Markt stellen eine permanente Aufgabe dar. Die Märkte, in denen die SUMIDA Components GmbH überwiegend tätig ist, zeichnen sich durch schnellen technologischen Wandel und hohes Innovationstempo aus. Die SUMIDA Gruppe investiert daher nachhaltig in Forschung und Entwicklung, um auf neue Marktentwicklungen schnell reagieren zu können. Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelrisiken zusammen mit Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt: 4.1 Absatzrisiken Der technologiebedingte Rückgang in einer Produktgruppe konnte durch Zuwächse im Bereich von Durchführungskondensatoren und Keramik-Montage-Elementen teils kompensiert werden. Diese sollen zukünftig einen weiteren Beitrag zur Unternehmensentwicklung leisten. Die Kundenstruktur der Gesellschaft zeigt, dass 15 Kunden ca. 85% des Umsatzes generieren, dabei ist jedoch zu beachten, dass hier mit ca. 20% Umsatzanteil eine Konzerngesellschaft enthalten ist, welche als Wiederverkäufer für eine größere Anzahl von weiteren Endkunden mit dem Ziel der Optimierung der Absatzkanäle agiert. Auf Endkunden bezogen sehen wir das Absatzrisiko somit als breit gestreut an. 4.2 Personalrisiken SUMIDA befindet sich in einem ständigen Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Fertigungstechnologie und EDV. Die Gesellschaft positioniert sich als Arbeitgeber mit umfangreichen Entwicklungschancen, Arbeitsplatzsicherheit, leistungsgerechter Bezahlung und attraktiven Sozialleistungen. Mit dem Verlust von qualifiziertem Personal in strategischen Positionen kann unternehmensspezifisches Wissen verloren gehen sowie ggf. die termingerechte Abarbeitung von Aufträgen und Projekten verzögert werden. Mit Hilfe einer aktiven Nachfolgeplanung bei sich abzeichnenden Verrentungen, Vertretungsregelungen und der Dokumentation von Prozessen soll dem entgegengewirkt werden. Steigende Lohn- und Gehaltskosten, hauptsächlich bedingt durch Tarifabschlüsse, können nur bedingt durch die Steigerung der Produktivität sowie mit Preiserhöhungen gegenüber unseren Kunden kompensiert werden. Durch Maßnahmen interner Prozessoptimierungen wird den vorgenannten Risiken begegnet sowie die Belegschaft vorbereitet für die Herausforderungen der kommenden Jahre. 4.3 Beschaffungsrisiken Der wirtschaftliche Erfolg von SUMIDA hängt nicht zuletzt von einer zuverlässigen und effizienten Versorgung mit Materialien, Komponenten und Bauteilen ab. Preissteigerungen bei Rohstoffen, Vorprodukten und Energie können negative Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Finanzlage haben. Wie schon im Vorjahr konnten wir durch intensive Verhandlungen mit unseren Kunden entsprechende Verkaufspreisanpassungen durchsetzen. Damit sollte es gelingen, auch die künftig erwarteten Preissteigerungen überwiegend zu kompensieren. Bei bestimmten Rohstoffen und Komponenten ist auf der Beschaffungsseite eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gegeben. Durch intensive Bemühungen beim Aufbau von Alternativlieferanten wird hierdurch entstehenden eventuellen Preis- und Versorgungsrisiken entgegengewirkt. 4.4 Liquiditätsrisiken Die Finanzierung der Gesellschaft hängt im Wesentlichen von der SUMIDA AG bzw. der SUMIDA Europe GmbH ab, wobei sich die vorgenannten Gesellschaften hauptsächlich über konzerninterne Darlehen durch die SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, bzw. über externe Bankdarlehen refinanzieren. Weiterhin ist die Gesellschaft Teilnehmerin am auf die Währung Euro lautenden konzerninternen Cash-Pooling der SUMIDA Europe GmbH, mit dem Ziel der Optimierung der Finanzierungsstruktur (Zero-Balancing). Auf Basis der gültigen Vereinbarungen geht die Geschäftsführung der Gesellschaft davon aus, dass die bestehenden Darlehensvereinbarungen sowie die Cash-Pooling-Linie in erforderlichem Umfang aufrechterhalten sowie die finanziellen Mittel weiterhin bereitgestellt werden. 4.5 Cyber- und Informationsrisiken Risiken in der Cyber- und Informationssicherheit umfassen die potenzielle Gefahr von unautorisiertem Zugriff, Diebstahl, Manipulation oder Zerstörung von Daten und IT-Systemen. Diese Risiken können u. a. durch verschiedene Arten von Cyberangriffen wie Malware, Phishing, Ransomware und Denial-of-Service-Angriffe entstehen. Sie können von Einzeltätern, organisierten Kriminellen oder staatlich geförderten Akteuren ausgehen. Die Folgen solcher Sicherheitsverletzungen können finanzielle Verluste, Betriebsunterbrechungen, Reputationsverlust, rechtliche Haftung und Kompromittierung von sensiblen Informationen sein. Unternehmen und Organisationen müssen daher wirksame Sicherheitsmaßnahmen implementieren, um ihre digitalen Ressourcen zu schützen und die Risiken zu minimieren. Wir begegnen diesen Risiken durch eine Reihe von Abwehrmaßnahmen, darunter die Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie das umfassende Monitoring unserer Netzwerke und Systeme zur schnelleren Erkennung von Angriffen, um Schäden zu verhindern. 4.6 Einschätzung der Risikolage Die Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und deren mögliche finanzielle Auswirkungen im Falle eines unterstellten Risikoeintritts nach Maßnahmen wie folgt in jeweils drei Kategorien klassifiziert und bewertet.
Zusammenfassend stellen sich die Unternehmensrisiken wie folgt dar:
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikolage insoweit verändert, als dass das Risiko Staatlicher Eingriffe im Zusammenhang mit einer Pandemie als nicht mehr wesentlich betrachtet wird. Als neues wesentliches Risiko wurde die Cyber- und Informationssicherheit identifiziert. Darüber hinaus haben sich keine signifikanten Änderungen bei der Beurteilung der Risikofaktoren ergeben. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, von denen die gesamte Branche betroffen ist, wird in Zukunft die Entwicklung des Geschäftsfelds Industrieelektronik von großer Bedeutung sein. Eine erfolgreiche weitere Teilhabe in diesem Geschäftsbereich wird einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und EBIT haben. Insgesamt hat die aktuelle Beurteilung der Risikosituation ergeben, dass derzeit keine Risiken vorliegen, die unmittelbar den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Neumarkt, den 11. April 2024 SUMIDA Components GmbH Die Geschäftsführung Michael Hengl Thomas Mötsch Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der SUMIDA Components GmbH, Neumarkt i. d. OPf.A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS, ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der SUMIDA Components GmbH mit Sitz in Neumarkt i. d. OPf., eingetragen beim Registergericht Nürnberg unter der HR-Nr. B 16952, wurde unter Berücksichtigung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschiften des HGB, des GmbHG und unter der Annahme der positiven Unternehmensfortführung erstellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die SUMIDA Components GmbH eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss der SUMIDA Components GmbH wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung des beweglichen Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, welche zwischen 0,5 und 30 Jahren liegt. Die Bewertung des unbeweglichen Sachanlagevermögens erfolgt ebenfalls zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibung erfolgt linear unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer, welche max. 33 Jahre beträgt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter 250 EUR wurden im Jahr des Zugangs sofort aufwandswirksam erfasst. Bei Wirtschaftsgütern deren Anschaffungskosten über 250 EUR liegen und den Betrag von 1.000 EUR nicht überschreiten, wird jeweils ein Sammelposten im Jahr des Zugangs gebildet. Diese werden gemäß den steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre linear abgeschrieben. Da die Positionen insgesamt von nachrangiger Bedeutung für die Gesellschaft sind, wird die Systematik in das Handelsrecht übernommen. Rohstoffe sowie Waren wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, wurden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Ab dem Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Modifikation der Abschreibungssätze basierend auf dem Ergebnis einer steuerlichen Außenprüfung sowie einer sorgfältigen Überprüfung und Analyse der Vorratsbestände und deren Marktfähigkeit. Demnach wird weiterhin davon ausgegangen, dass Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe nach einer Lagerdauer von 12 Monaten noch zu 50%, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren noch zu 20% verwertbar sind. Nach einer Lagerdauer von 24 Monaten wurde bislang davon ausgegangen, dass nicht mehr mit einer positiven Verwertbarkeit bzw. mit einem Kundenauftrag zu rechnen ist. Dieser Wert wurde nunmehr auf 90% angepasst. Aus der Reduzierung des Abwertungssatzes resultiert ein positiver Ergebniseffekt bei der Bestandsbewertung in Höhe von 38 TEUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen, sofern erforderlich, vorgenommen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurden Ansprüche gegenüber Warenkreditversicherungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Pensionsrückstellungen wurden mit einem zehnjährigen Durchschnittszinssatz bei einer pauschalierten Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bewertet. Außerdem wurde eine zusätzliche Bewertung aufgrund von § 253 Abs. 6 HGB mit einem siebenjährigen Durchschnittszinssatz entsprechend einer Restlaufzeit von 15 Jahren vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Verpflichtungsumfang zum siebenjährigen Durchschnittszinssatz (1,72%) und dem Verpflichtungsumfang zum zehnjährigen Durchschnittszinssatz (1,82%) unterliegt der Ausschüttungssperre, die Darstellung erfolgt bei den Angaben zu den Rückstellungen. Das Bewertungsverfahren der unmittelbaren und mittelbaren Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Heubeck - Richttafeln 2018 G). Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Versorgungsanwartschaften wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) auf Basis eines Zinssatzes von 1,82% verwendet. Die Rentendynamik wurde mit 2,00% (unmittelbare Verpflichtung) bzw. 2,25% (mittelbare Verpflichtung) zugrunde gelegt. Für die mittelbaren Verpflichtungen wurde zudem die Standardtafel des Aktuars für Fluktuation, die geschlechts- und altersabhängig zwischen 0,00% und 8,00% beträgt, als weitere biometrische Datengrundlage herangezogen. Zur Sicherung der unmittelbaren Pensionsrückstellung gehaltene Vermögensgegenstände (nicht-versicherungsgebundene rückgedeckte Pensionszusage), die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen, werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem Zeitwert bewertet und mit der Rückstellung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Übereinstimmend mit dem Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 ein gleicher Wertansatz auf Aktiv- und Passiv-Seite für kongruent rückgedeckte Anteile dieser Zusagen gewählt. Die kongruent rückgedeckten Anteile dieser Zusagen werden nach dem Aktivprimat bewertet, d. h. der notwendige Erfüllungsbetrag dieser Anteile der Zusagen wird in Höhe des Versicherungsanspruchs angesetzt. Als Versicherungsanspruch wird dabei der steuerliche Aktivwert herangezogen. Die kongruent rückgedeckten Anteile der betroffenen Zusagen werden anhand des Zahlungsstromverfahrens bewertet. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sowie Rückstellungen für Übergangs- und Sterbegeld erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Heubeck - Richttafeln 2018 G). Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Versorgungsanwartschaften wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) auf Basis eines Zinssatzes von 1,72% verwendet. Die Einkommensdynamik wurde mit 3,10% zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen sind zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Aufwendungen bzw. vereinnahmten Entgelten. 3. Grundlagen der Währungsumrechnung Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in ausländischer Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr fand das Imparitäts- und Realisationsprinzip gemäß § 256a Satz 2 HGH keine Anwendung. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen und (sonstige) Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr, mit Ausnahme eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs (vor Saldierung mit den Pensionsverpflichtungen) in Höhe von TEUR 540 (Vj. TEUR 557), innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 10 TEUR (Vj. TEUR 0). 3. Eigenkapital
Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 27.04.2012 zwischen der SUMIDA AG und der SUMIDA Components GmbH kommt es zu keiner Änderung beim Eigenkapital der Gesellschaft. 4. Rückstellungen Rückstellung für Pensionen a) Unmittelbare Verpflichtungen in vollem Umfang für ausgeschiedene Geschäftsführer. Der Betrag beläuft sich nach Verrechnung zum Stichtag 31.12.2023 auf TEUR 539 (Vj. TEUR 525). Dabei wurde das Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 540 (Vj. TEUR 557) aufgrund der Regelung in § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Verpflichtung verrechnet, ebenso wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 21) mit Erträgen aus der Änderung des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 23) im Finanzergebnis saldiert. Die Höhe des beizulegenden Zeitwerts entspricht den Anschaffungskosten. Aufgrund der bestehenden Verpfändungsvereinbarung ist der Vermögensgegenstand dem Zugriff der anderen Gläubiger entzogen und ist nur zur Erfüllung dieser Schulden verwertbar. Aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG resultierte ein Unterschiedsbetrag, der im Berichtsjahr zu 1/15 bilanz- und aufwandswirksam erfasst wurde. Der zum Stichtag 31.12.2023 noch nicht erfasste Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 24 (Vj. TEUR 48) wird bis spätestens 31.12.2024 zugeführt. b) Mittelbare Verpflichtungen aus Zusagen, die über die Unterstützungskasse der SUMIDA Components GmbH e. V. durchgeführt werden. Zum Kreis der Begünstigten der Unterstützungskasse gehören alle Empfänger und Anwärter von Leistungen gemäß den Satzungsbestimmungen und dem Leistungsplan sowie Betriebsangehörige der SUMIDA Components GmbH, die vor dem 23.06.1995 im Dienst der Firma waren, noch ununterbrochen im Dienst der Firma und mindestens 35 Jahre alt sind. Der Sollwert der Verpflichtung gemäß § 253 HGB beträgt TEUR 1.209 (Vj. TEUR 1.236), der Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt TEUR 9 (Vj. TEUR 5). Gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB wird die Rückstellung für mittelbare Pensionsverpflichtungen nicht vollständig in der Bilanz ausgewiesen. Gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB beträgt der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Netto-Pensionsverpflichtungen TEUR 1.023 (Vj. TEUR 1.054). Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 177 (Vj. TEUR 177). Zur Erläuterung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen soll die folgende Übersicht dienen:
Aus der Änderung des Abzinsungssatzes für Pensionsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 6.010 (Vj. EUR 22.889), der einer Ausschüttungssperre unterliegt. Sonstige Rückstellungen Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Die sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 29 (Vj. TEUR 41), Rechts- u. Beratungskosten in Höhe von TEUR 21 (Vj. TEUR 23), Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 17) und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 23). 5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Darlehen in Höhe von TEUR 2.533 (Vj. TEUR 2.933) sowie Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 3.526 (Vj. TEUR 2.897). Zur Absicherung der Darlehen wurden die Maschinen, die Geräte und die Betriebseinrichtung sowie das Warenlager sicherungsübereignet. Weiterhin wurden alle bestehenden und künftigen Forderungen an verbundene Unternehmen abgetreten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 0 TEUR (Vj. TEUR 116). C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 6.517 (Vj. TEUR 7.032) betreffen die Produktion von passiven elektronischen Bauelementen und werden zu 45% (Vj. 53%) in Deutschland abgesetzt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 46) beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 20). 3. Abschreibungen Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf das Sachanlagevermögen handelte es sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 376 (Vj. TEUR 338). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.458 (Vj. TEUR 1.390) enthalten insbesondere Aufwendungen aus Kostenverrechnungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 430 (Vj. TEUR 226), Instandhaltungskosten für Maschinen in Höhe von TEUR 152 (Vj. TEUR 225), Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von TEUR 84 (Vj. TEUR 254) und Instandhaltungskosten aus bzw. Erneuerung an Gebäuden in Höhe von TEUR 103 (Vj. TEUR 87). Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2023 Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von 24 TEUR (Vj. 24 TEUR) aufwandswirksam erfasst. Diese betreffen ausschließlich Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bestehen überwiegend aus den Darlehens- und Cashpoolingzinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 220 (Vj. TEUR 155) sowie der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen, Sterbe- und Übergangsgeld und der Wertänderung der Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 4). 6. Effekte aus der Währungsumrechnung Wechselkursschwankungen im Berichtszeitraum führen zu sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 20) sowie zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 11). 7. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführt Gewinne, Erträge aus Verlustübernahme Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages zwischen der SUMIDA AG und der SUMIDA Components GmbH ist die SUMIDA AG im Berichtsjahr zum Ausgleich des handelsrechtlichen Verlustes in Höhe von TEUR 10 verpflichtet. Im Vorjahr musste die Gesellschaft einen Gewinn in Höhe von TEUR 116 an die SUMIDA AG abführen. 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Am 27. Dezember 2023 ist das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen im Bundesgesetzblatt verkündet und damit am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Das Gesetz ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Die Gesellschaft gehört zur SUMIDA Unternehmensgruppe, oberste Muttergesellschaft ist die SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, oberste Muttergesellschaft, welche im Inland belegen ist, ist die SUMIDA Europe GmbH, Obernzell. Die SUMIDA Unternehmensgruppe erzielt Umsatzerlöse von über EUR 750 Mio. Die Auswirkungen aus dem vorgenannten Gesetz auf Ebene der obersten Muttergesellschaft als auch auf Ebene der obersten, im Inland belegenen Muttergesellschaft, werden derzeit noch final gewürdigt, wir erwarten hieraus jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Sowohl der Primär- wie auch der Sekundärsteuersatz der Gesellschaften im Inland beträgt jeweils mehr als 15%, unbeschadet der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft. D. NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE, SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse der SUMIDA Components GmbH gemäß § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB werden wie folgt vermerkt:
Die gesamtschuldnerische Haftung für fremde Verbindlichkeiten betrifft ausschließlich verbundene Unternehmen und resultiert aus einer Kontokorrentlinie, welche neben der Gesellschaft sowohl von der SUMIDA AG als auch von mehreren Tochterunternehmen dieser ausgenutzt werden kann. Die berechtigten Unternehmen haften jeweils gesamtschuldnerisch. Aufgrund der soliden Finanzsituation der SUMIDA AG und der übrigen aus der Kontokorrentlinie berechtigten Tochterunternehmen wird zum Bilanzstichtag 31.12.2023 von keiner Inanspruchnahme ausgegangen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
3. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 57 Mitarbeiter (Vj. 56 Mitarbeiter) beschäftigt. Getrennt nach Gruppen ergibt sich folgende Zusammensetzung:
4. Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung Michael Hengl, Dipl.-Ing. (FH), MBA Stephan Malter, Bürokaufmann (bis zum 31. März 2023) Thomas Mötsch, Industriekaufmann Die Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft. 5. Honorar der Abschlussprüfer Das gemäß § 285 Nr. 17 HGB anzugebende und im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen.
6. Befreiender Konzernabschluss Der Jahresabschluss der SUMIDA Components GmbH wird dem Unternehmensregister zur Veröffentlichung übermittelt. Die Gesellschaft SUMIDA Components GmbH gehört zum Konzernkreis der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss hat gemäß § 292 HGB befreiende Wirkung für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes der SUMIDA Europe GmbH, Obernzell. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der SUMIDA CORPORATION sind mit der Richtlinie 2008/961/EG des Rates vom 11.04.2012 über den konsolidierten Abschluss in der für Deutschland geltenden Fassung gleichwertig. Der Konzernabschluss der SUMIDA CORPORATION wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und ist bei der FINANCIAL SERVICES AGENCY, Tokio/Japan, und bei der SUMIDA CORPORATION auf deren Internetseite (www.sumida.com/investor-relations/) einzusehen und wird darüber hinaus durch das oberste deutsche Mutterunternehmen, die SUMIDA Europe GmbH, dem Unternehmensregister zur Veröffentlichung übermittelt. E. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Nach dem Bilanzstichtag gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SUMIDA Components GmbH hatten.
Neumarkt, den 11. April 2024 SUMIDA Components GmbH Die Geschäftsführung Michael Hengl Thomas Mötsch Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SUMIDA Components GmbH, Neumarkt i. d. OPf. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SUMIDA Components GmbH, Neumarkt i. d. OPf., - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SUMIDA Components GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. Mai 2024 KPMG
Bayerische Treuhandgesellschaft
David, Wirtschaftsprüfer Eder, Wirtschaftsprüfer |
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