Großhandel mit Schiffen und Booten (ohne Freizeitboote) sowie deren Ersatzteilen und Zubehör
Rud. Prey GmbH
Rendsburger Landstraße 183A, 24113 Kiel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Laurence Jeanne, geb. von Vagassky Prey seit 2.2.2023 | Prokura |
Thomas Geserick seit 2.1.2023 | Prokura |
Ilona Nielson seit 2.1.2023 | Prokura |
Thomas Prey seit 11.1.2022 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rud. Prey GmbHKielJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023RUD. PREY GMBH, KIEL1 Grundlagen des Unternehmens Die Rud. Prey GmbH ist als mittelständisches Unternehmen in einem Teilbereich des Maschinen- und Anlagenbaus tätig. Dabei umfasst das Liefer- und Leistungsprogramm im Kern das komplette Spektrum der Aufzugsbranche. Dies beinhaltet Neuanlagen, Modernisierungen und Service (Wartung, Reparatur, Entstörung, Notbefreiung, Fernüberwachung, etc.). Die Gesellschaft unterscheidet sich dabei von den meisten vergleichbaren Wettbewerbern durch das breite Produktportfolio, welches alle Aufzugarten und -größen umfasst: Vom standardisierten Serienaufzug bis hin zur exklusiven Sonderanlage für Mega-Yachten und vom kleinsten Personenaufzug bis hin zum größten Lastenaufzug. Das Absatzgebiet der "Aufzugtechnik" erstreckt sich über die norddeutschen Bundesländer, wobei etwa die Hälfte des Umsatzes am Stammsitz in Kiel und Umland realisiert wird. Für das Absatzgebiet Bremen ist dabei die Tochtergesellschaft "Vollmer-Aufzüge GmbH" tätig. Der Unternehmenssitz und die Produktionsstätte befinden sich in Kiel. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft drei unselbstständige Niederlassungen und noch weitere Servicestationen für die Montage von und den Service an Aufzugsanlagen im norddeutschen Absatzgebiet. 2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023. Es ergab sich ein marginaler Rückgang um 0,3 %. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiven Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Die Inflation ist im Verlauf des Gesamtjahres 2023 deutlich zurückgegangen. Nach 8,2 % im ersten Quartal ist die Inflation sukzessive im Verlauf des Jahres auf 3,5 % im vierten Quartal zurückgegangen. Die Inflationsrate betrug im Gesamtjahr 2023 insgesamt im Durchschnitt 5,9 %. Das Statistische Bundesamt hat für das abgelaufene Kalenderjahr einen deutlichen Rückgang der Baugenehmigungen ermittelt. So wurden für das Jahr - 24,5 % weniger Baugenehmigungen erteilt, als im Jahr 2022. Diese Entwicklung spiegelt sich ebenfalls im Volumenindex des Auftragseingangs wieder. So sind die Auftragseingänge im aufzugsrelevanten Hochbau im Vorjahresvergleich um - 2,1 % zurückgegangen. Die Umsätze haben sich dabei ebenfalls rückläufig, um - 8,5 % entwickelt. Es sind mittlerweile die hohen Auftragsbestände der vergangenen Jahre abgebaut. Die Einschätzung der branchenbezogenen Rahmenbedingungen werden von der zuständigen Fachabteilung bei dem VDMA e.V. anhand von monatlichen Unternehmensbefragungen veröffentlicht. Diese werden in dem s.g. VDMA-Aufzugsindex zusammengefasst. Die Branche hatte zum Ende des 2022 optimistisch in das Geschäftsjahr 2023 geblickt. Diese positive Entwicklung hat sich im ersten Quartal 2023 auch bestätigt und der VDMA-Aufzugsindex ist von 108,2 auf 123,6 Punkte gestiegen. Dieser Optimismus hat sich dabei im weiteren Jahresverlauf deutlich eingetrübt. Zum Jahresende ist der VDMA-Aufzugsindex auf 88,7 Punkte gefallen und befindet sich damit auf dem niedrigsten Stand seit der Corona-Krise im Jahr 2020. Zu Beginn des Jahres 2024 hat sich diese Einschätzung verbessert und die Branche blickt weniger pessimistisch in den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024. 3 Geschäftsverlauf Zu Beginn des Geschäftsjahres wurde die Produktgruppe Feuerwehrtechnik in eine separate Gesellschaft überführt. Es werden im Rahmen der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage die Kennzahlen für die Produktgruppe Aufzugtechnik miteinander verglichen. Die Rud. Prey GmbH hat das abgelaufene Geschäftsjahr in einem von Unsicherheiten geprägten wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich abgeschlossen. Mit Bezug auf die Unsicherheiten war das Geschäftsjahr mit der Zurückhaltung von Bauinvestitionen und dem damit verbundenen Auftragsrückgang bei den Neubauten verbunden. Als finanzielle Leistungsindikatoren werden dabei die Umsatzerlöse, die Gesamtleistung sowie das EBIT herangezogen. Die Umsatzerlöse haben sich im Vorjahresvergleich insgesamt um - 18,4 % reduziert. Der starke Rückgang ist dabei auf gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen zurückzuführen. So wurde per 1. Januar 2023 das operative Geschäft der Produktgruppe Feuerwehrtechnik in eine separate Gesellschaft überführt. Werden die Umsatzerlöse der Produktgruppen Aufzugtechnik miteinander verglichen, so ergibt sich ein Anstieg um +13 %. Entsprechend konnte das bereinigte EBIT um +16,0 % gesteigert werden. Die Auftragslage der Neuanlagen in der Produktgruppe Aufzugstechnik hat sich dabei gegenüber dem Vorjahr rückläufig im Geschäftsverlauf entwickelt. Es konnten weniger Aufträge gewonnen werden. Entscheidend für diese Entwicklung sind dabei die Zinsentwicklung sowie die damit zusammenhängende Zurückhaltung bei den Bauinvestitionen. 4 Darstellung der Lage der Gesellschaft 4.1 Analyse der Ertragslage Der Umsatz der Rud. Prey GmbH konnte im Geschäftsjahr im Bereich Aufzugstechnik um +13 % gesteigert werden (im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang der Umsatzerlöse um -18 %). Die Entwicklung resultiert dabei aus zum Teil gegenläufigen Entwicklungen der unterschiedlichen Auftragsarten. So konnten die Erlöse aus dem Verkauf von Neubauanlagen um +11,7 % gesteigert werden. Dabei konnten größere Aufträge aus dem Bestand fertiggestellt werden. Die größte Umsatzsteigerung konnte bei den größeren Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen mit +90,2 % erzielt werden. Ein konträres Bild ergibt sich hingegen bei der Entwicklung der kleineren Umbauten, die sich mit -13,8 % rückläufig entwickelt haben. Die Gesamtleistung ist im Vorjahresvergleich von 13.810,5 T€ auf 11.619,3 T€ zurückgegangen. Ursächlich ist, dass im Berichtsjahr viele Neubauten sowie größere Umbauten aus Vorperioden fertiggestellt werden konnten, sodass sich ein entsprechender Bestandsabbau ergeben hat. Durch weniger materialintensive Aufträge sowie der Fertigstellung von Aufträgen aus Vorperioden hat sich die Materialaufwandsquote von 30 % auf 28 % reduziert. Die Personalaufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich im Bereich Aufzugstechnik um -14 % von 3.935,4 T€ auf 3.406,4 T€ verringert (im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein starker Rückgang von -46 % von 6.291,7 T€ auf 3.406,4 T€). Der Rückgang resultiert aus einer Verringerung der Mitarbeiteranzahl sowie aus Effekten der Pensionsrückstellung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um -36,2 T€ zurückgegangen (im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang in Höhe von 1.061,0 T€). Der Rückgang resultiert dabei aus gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen und einer damit verbundenen Neuverteilung von allgemeinen Betriebskosten. Darüber hinaus wurde weiterhin in die Modernisierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen investiert. Für das Berichtsjahr ergibt sich aus der Aufspaltung des Unternehmens ein Gewinn in Höhe von 1.257,6 T€. Für das Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 4.961 T€. 4.2 Analyse der Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 hat sich die Bilanzsumme um -1.844 T€ auf 13.985 T€ reduziert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt in Höhe von 83 T€ in das Anlagevermögen investiert. Davon entfallen die wesentlichen Investitionen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Gegenläufig wirkten die Abschreibungen des Geschäftsjahres mit 115 T€. Durch Abgänge von Anlagen hat sich das Anlagevermögen insgesamt um 547 T€ reduziert. Die Vorräte haben sich um -3.114 T€ auf 236 T€ reduziert, was insbesondere auf gesellschaftsrechtliche Veränderungen zurückzuführen ist (im Vergleich der in der Rud. Prey GmbH verbliebenen Aufzugstechnik stiegen die Vorräte von 88 T€ auf 236 T€ an). Die unfertigen Erzeugnisse waren zum Bilanzstichtag zu 123,9 % durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen gedeckt (31. Dezember 2022: 91,3 %). Die Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt sowie auf die erhaltenen Forderungen aus den abgegebenen Geschäftsbereichen zurückzuführen. Auf der Passivseite haben sich Veränderungen gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen im Bereich des Eigenkapitals infolge des Jahresüberschusses abzüglich der Entnahmen und Ausschüttungen ergeben. Das bilanzielle Eigenkapital ist insgesamt um -3.380 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 25,6 % und ist gegenüber dem Vorjahr um -18,4 %-Punkte gesunken (31. Dezember 2022: 44,0 %). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich um -80 T€ auf 6.477 T€ reduziert. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um -284 T€ auf 177 T€ ist im Wesentlichen stichtagsbedingt und durch den Abgang des Geschäftsbereichs bedingt. Die weiteren Passivposten der Bilanz unterlagen ebenfalls lediglich stichtagsbezogenen Schwankungen. 4.3 Analyse der Finanzlage Die Liquidität erhöht sich um 2.614 T€ auf 8.849 T€. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität, um sämtlichen Zahlungsverpflichtungen innerhalb der vertraglich vereinbarten Zahlungsziele nachkommen zu können. Freie Finanzmittel wurden kurzfristig angelegt, eingeräumte Dispositionskredite mussten dagegen nicht in Anspruch genommen werden. 4.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Entwicklung der Rud. Prey GmbH ist sehr positiv. Bei steigenden Umsatzerlösen konnte das EBIT ebenfalls gesteigert werden und somit ein gutes Jahresergebnis erzielt werden. 4.5 Finanzielle Leistungsindikatoren Als die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren werden die Gesamtleistung, das EBIT, das Jahresergebnis und die Eigenkapitalquote betrachtet. Die wesentlichen Veränderungen sind vorstehend analysiert. 5 Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung 5.1 Chancen Die Chancen für das Neuanlagengeschäft ergeben sich im Wesentlichen aus der Fortsetzung des öffentlichen Wohnungsbaus. Durch den stetig wachsenden Bestand auf Aufzügen ergeben sich darüber hinaus weitere Wachstumsimpulse für das Modernisierungs- sowie Servicegeschäft. Als "Game Changer" wird in der Branche der Trend Digitalisierung, Plattformökonomie, Künstliche Intelligenz gesehen. Diese digitale Transformation der Branche wird als hochrelevante Chance eingestuft. Wesentliche Themen werden dabei Internet of Things, digitaler Zwilling, Cloud-Computing, Datenanalytik, Predictive Maintenance und Cybersicherheit sein. Die Rud. Prey GmbH hat dabei im Geschäftsjahr Investitionen in den Bereichen Digitalisierung sowie Cybersicherheit unternommen, um den Chancen aber auch den damit verbundenen Risiken zu begegnen. Begleitet werden die Investitionen in Anlagenvermögen und Organisation durch die Forcierung des in den vergangenen Jahren ausgeweiteten Produktportfolios und die konsequente Verfolgung der Differenzierungsstrategie. Alle zuvor genannten Maßnahmen werden im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt. 5.2 Allgemeine Risiken Die Rud. Prey GmbH, Kiel, ist wie jedes andere wirtschaftlich tätige Unternehmen Risiken ausgesetzt, die sich aus der konjunkturellen Entwicklung sowie der Nachfrageentwicklung in den für sie relevanten Märkten ergeben. Die Wirtschaft in Deutschland kommt dabei nicht in die Gänge. Die vorsichtigen Erholungssignale, die vor einigen Monaten beobachtet werden konnten, konnten sich leider nicht verfestigen. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Wirtschaftsleistung vorerst weiter stagnieren wird. Das verarbeitende Gewerbe befindet sich in einer Rezession und die privaten Haushalte halten sich trotz steigender Realeinkommen beim Konsum zurück. Die Investitionen leiden weiter unter der hohen Unsicherheit und den restriktiven Finanzierungsbedingungen. Für das laufende Jahr rechnet das Institut für Weltwirtschaft mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 %. Für das kommende Jahr wird eine leichte Steigerung um 0,5 Prozentpunkte erwartet. Für das Jahr 2026 eine Steigerung um 1,1 %. Die weiterhin hohen Finanzierungskosten lasten weiter auf den Bauinvestitionen, aber erste Aufwärtssignale sind in Sicht. Die Bauinvestitionen gaben im zweiten Quartal um rund 2 % nach. Für das dritte Quartal werden ebenfalls weiterhin rückläufige Bauinvestitionen erwartet. Im Winterhalbjahr dürften die Bauinvestitionen, dominiert von der Entwicklung im besonders zinsreagiblen Wohnbau, ihren Rückgang fortsetzen. Im Laufe des Jahres 2025 werden die Bauinvestitionen ihren Tiefpunkt durchschreiten. Dafür spricht ein steigender Trend der Immobilientransaktionen, des Neukreditvolumens sowie der Fall der an die Schufa gemeldeten Hypothekenverträge. Für den Aufzugsbau relevanten Hochbau haben sich die Auftragseingänge im vierten Quartal um -30% rückläufig entwickelt. Es scheint jedoch, dass eine Bodenbildung stattfindet und die Auftragseingänge im Jahr 2024 wieder leicht steigen dürften. Die Phase der sehr hohen Inflationsrate ist seit Mitte des Jahres 2023 ausgestanden. Bei rückläufigen Preisen für Energierohstoffe prägt vor allem der heimische Preisauftrieb das Inflationsgeschehen. Kennzeichnend dürfte zunächst ein überdurchschnittlicher Anstieg der Dienstleistungspreise bleiben, die dieser zuvor deutlich hinter dem allgemeinen Preisauftrieb zurückgeblieben war. Weiterhin wirken sich die steuerlichen Änderungen (Erhöhung der CO 2 -Abgabe) und wegfallende Subventionen (Netzentgelte, Energiepreisbremse) auf die Inflationsrate aus. Insgesamt wird in der Gemeinschaftsdiagnose an Anstieg der Verbraucherpreise für das Jahr 2023 um 2,3 % sowie für das Jahr 2024 von 1,8 % erwartet. In der Aufzugtechnik wird die weitere Entwicklung entscheidend von der Entwicklung des Mehrgeschosswohnungsbaus und des Gewerbebaus im regionalen Absatzgebiet abhängen. Diese Entwicklung ist von der weiteren Zinsentwicklung sowie der Kostenentwicklung für Baustoffe abhängig. Zusätzlich wird die Entwicklung von institutionellen Risiken flankiert. So wurde im Frühjahr 2023 das Gebäudeenergiegesetz beschlossen. Die Geschäftsentwicklung hängt jedoch auch stark vom anhaltenden Verdrängungswettbewerb der Konzerne ab. Die Vertriebsaktivitäten der "großen Vier" werden zunehmend aggressiver im Neubau- und insbesondere im Servicegeschäft. Auch Übernahmebestrebungen halten unvermindert an. Der Preisdruck im Neubaugeschäft, bedingt durch die Auswirkungen der Massenproduktion von Großkonzernen im Ausland und der Fremdvergabe von Montagen, ist weiterhin deutlich spürbar. Beeinträchtigt werden die Absatzchancen des deutschen Mittelstandes außerdem durch die Verbreitung zugriffgeschützter Steuerungssysteme der Großkonzerne. Ein weiteres Risiko besteht unverändert darin, dass bundesweit agierende Unternehmen und Behörden Aufzugwartungen im Rahmen von Gesamtausschreibungen als "Gesamtpaket" vergeben. Die Auswirkungen der demografischen Entwicklung begründen weiteren Handlungsbedarf im Unternehmen. Der Mangel an Fach- und Arbeitskräften macht sich verstärkt bemerkbar. Die Arbeitslosenquote in Schleswig-Holstein liegt im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,5%. Dem zunehmenden Fachkräftemangel i.V.m. Fluktuation und geplanten Rentenabgängen begegnet das Unternehmen auf verschiedenen Wegen. So ist eine Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern nach Erreichen des Regelrentenalters als auch die zunehmende Schaffung von Einstiegsmöglichkeiten für Quereinsteigern und Berufsanfängern ein genutztes Mittel. Die Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland ist ebenfalls ein genutztes Mittel und mit Unterstützung des Landesamtes für Zuwanderung und Flüchtlinge werden diese im Unternehmen eingestellt. Für das Geschäftsjahr besteht eine hohe Bereitschaft zur Investition in die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter bzw. Besetzung vakanter Positionen. Darüber hinaus baut das Unternehmen die Social Media Aktivitäten weiter aus. Es werden zusätzliche Kanäle in das bereits bestehende Portfolio mit aufgenommen und die Online-Präsenz verstärkt. Social Media Recruiting ist seit Anfang 2023 ein zusätzliches Instrument zur Mitarbeitergewinnung, um neben den aktiv Jobsuchenden auch die passiven Kandidaten anzusprechen. Insgesamt soll die Stärkung der Arbeitgebermarke und Bekanntmachung von Vakanzen auch die Sichtbarkeit in der Region erhöhen. Die Stärkung der Arbeitgebermarke und der damit verbundenen Arbeitgeberattraktivität dient neben der Fachkräftegewinnung, auch der Mitarbeiterbindung, um der Fluktuation entgegenzuwirken. Dies wird durch bereits bestehende Maßnahmen als auch geplante Maßnahmen unterstützt. 5.3 Risikomanagementziele und -methoden Eine vollständige Vermeidung von Risiken zieht immer auch eine vollständige Vermeidung von Chancen nach sich. Die richtige Balance zwischen Vermeidung und Zulassung basiert oftmals auf Erfahrungswerten von vergangenen Projekten, dem Charakter der jeweiligen Führungsposition und dem Projektinhalt. Aufgabe des Risikomanagements ist es, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten, ihnen zu begegnen und sie zu überwachen. Dabei werden sowohl Marktrisiken betrachtet, die von außen auf das Unternehmen einwirken, als auch Leistungsrisiken, die aus den Wertschöpfungsaktivitäten des Unternehmens heraus entstehen. Der Risikomanagementprozess der Rud. Prey GmbH besteht aus den folgenden Stufen: Risikoidentifizierung: Zum Schutz des Unternehmens vor Risiken, die die Existenz des Unternehmens, seines Gesellschafters und der Mitarbeiter gefährden könnten, ist es notwendig, diese rechtzeitig zu erkennen, zu analysieren und zu bewerten sowie Maßnahmen zu treffen, die dazu geeignet sind, die möglichen negativen Folgen zu minimieren bzw. gänzlich auszuschließen. Leistungsbeschreibungen und Vertragsbedingungen sollen eine möglichst risikofreie Abarbeitung des Auftrages ermöglichen. Gegebenenfalls werden bereits vor Vertragsschluss entsprechende Änderungen einvernehmlich herbeigeführt. Die Vereinbarung von Abschlagszahlungen soll die Regel sein. Während der Auftragsausführung wird fortlaufend das Zahlungsverhalten der Auftraggeber überwacht, um finanzielle Probleme bei Auftraggebern möglichst früh zu erkennen. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf den stetigen, termingerechten Zahlungseingang aufgemachter Forderungen im Rahmen eines geregelten Debitorenmanagements. Von nicht minderer Wichtigkeit ist die kontinuierliche Beurteilung des Marktrisikos. Mit der Akquisition von Aufträgen bewegt sich das Unternehmen sowohl in der Aufzugtechnik als auch in der Feuerwehrtechnik in eng abgesteckten Märkten. Wichtig ist es deshalb, auch das Verhalten der Mitbewerber zu beobachten und zu analysieren. Risikoanalyse: Erkannte Risiken werden erfasst und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie des möglichen Schadensausmaßes für das Unternehmen bewertet, um daraus proaktiv vorbeugende Maßnahmen abzuleiten. Risikosteuerung: Bereits vor Angebotsabgabe werden mögliche Projektrisiken, wie Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, analysiert und mit der Wahl der Höhe der Kalkulationszuschläge frühzeitig darauf reagiert. Regelmäßig stattfindende Besprechungen zwischen Geschäftsführung, Projektleitung und Projektteams werden auch dazu genutzt, sich stets einen aktuellen Überblick über die Risikosituation im Unternehmen zu verschaffen, damit zeitnah präventive und reaktive Risikobewältigungsmaßnahmen festgelegt und deren Umsetzung überwacht werden können. Eine zeitgemäße ERP- und Finanzsoftware wird hierbei unterstützend eingesetzt. So werden beispielsweise regelmäßig qualitative Kennzahlen zum Auftragsbestand, zur Störungsanfälligkeit der betreuten Aufzuganlagen und zu Gemeinkostenzeiten analysiert. 5.4 Risiken im Sinne von § 289 (2) Nr. 1 b) HGB Zur frühzeitigen Identifizierung, zur Bewertung und zum verantwortungsvollen Umgang mit Risiken sind wirksame Steuerungs-, Kontroll- und Revisionssysteme vorhanden, die zusammen das Risikomanagementsystem bilden. Bestandteile des Risikomanagementsystems sind eine strategische Geschäftsplanung kombiniert mit einem detaillierten aktuellen Berichtswesen, das als internes Frühwarn- und Kontrollsystem dient. Die folgenden zentralen Risikokategorien wurden definiert: Preisänderungsrisiken: Preisänderungsrisiken in der Aufzugtechnik wird durch eine schlanke Lagerhaltung Rechnung getragen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass kostenintensive Materialbestellungen immer erst nach Auftragseingang erfolgen. Darüber hinaus wird ausschließlich mit leistungsfähigen Lieferanten und Nachunternehmern zusammengearbeitet. Zudem sichern wir uns - soweit möglich - in unseren Verträgen gegen Teuerung mit Preisgleitklauseln ab. Dennoch muss die Gesellschaft seit einigen Jahren mit überdurchschnittlichen Preisanstiegen und temporären Teuerungszuschlägen im Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen kalkulieren. Diese Preisanstiege betreffen nahezu das gesamte Einkaufsspektrum von Blechen bis zu elektronischen Komponenten. Ob diese Preisanstiege von Dauer sind, lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit sagen. Zahlungsausfallrisiken: Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen, technischer Wandel oder die Insolvenz eines wichtigen Geschäftspartners sind Beispiele für Einflüsse von außen, die ein Unternehmen auf die schiefe finanzielle Bahn lenken können. Dies kann vor allem dann, wenn Forderungsausfälle besonders hoch sind, zu eigenen finanziellen Engpässen und im schlimmsten Fall zur eigenen Insolvenz führen. Durch eine ausreichende Eigenkapitalbasis, die Vermeidung von Mängeln in der Bauausführung (Qualität, Preis, Produkteigenschaften) sowie konsequentes Controlling aller betrieblichen Funktionsbereiche versucht das Unternehmen dem entgegenzuwirken. Zur Beschränkung unseres Zahlungsausfallrisikos steht ein erprobtes System aus Zahlungsausfallbürgschaften und Vorauszahlungen zur Verfügung, welches auftragsbezogen genutzt wird. Liquiditätsrisiken, Risiken aus Zahlungsstromschwankungen: Das Liquiditätsrisiko ist ein klassisches Risiko im Maschinen- und Anlagenbau, da regelmäßig mit der Arbeitsleistung und den Materialkosten in Vorleistung getreten wird. Die unternehmens- und auftragsbezogenen Ausgaben sind meist sofort, zumindest jedoch monatlich fällig. Sämtliche Zahlungseingänge sind auftragsbezogen und erfolgen aufgrund der verstrichenen Zeit bis zur Rechnungserstellung und der anschließenden meist vertraglich geregelten Zahlungsfristen erst Wochen bis Monate später. Durch vorhandene Kassen- und Bankguthaben sowie durch ausreichende und langfristige Kreditlinien kann das zögerliche Zahlungsverhalten einzelner Auftraggeber ausreichend kompensiert werden. Daneben ist das Unternehmen in unterschiedlichen Bereichen tätig. Neben der Auftragsfertigung im Bereich der Aufzugtechnik, die durch unregelmäßige Zahlungseingänge nach Baufortschritt gekennzeichnet ist, werden auch umfangreiche Umsätze im Rahmen von Wartungsverträgen erzielt. Diese zeichnen sich durch regelmäßig wiederkehrende Einzahlungen aus und verringern somit das Risiko aus Zahlungsstromschwankungen. Darüber hinaus zielt das Unternehmen derzeit nicht vorrangig auf die Akquise besonders komplexer Großprojekte im Aufzugbau ab, da diese größere Kalkulations- und Ausführungsrisiken in sich bergen. Verluste aus Großaufträgen können das Unternehmensergebnis spürbar belasten. Sie weisen ein höheres Klumpenrisiko auf, was aufgrund der Gesamtgröße des Unternehmens vermieden werden sollte. Durch diese Anpassung der Unternehmensstrategie soll das Unternehmen in der Zukunft höhere Kostendeckung im Aufzugneubau realisieren. Der Finanz- und Liquiditätsplanung wird eine besondere Aufmerksamkeit in der monatlichen Planung des Unternehmens eingeräumt. Gesamtrisiko: Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdet hätten. Bei Eintritt unvorhersehbarer außergewöhnlicher Risiken ist ein Einfluss auf die Leistungs- und Ergebnisentwicklung nicht auszuschließen. Es sind jedoch keine Risiken erkennbar, die das Unternehmen in seinem Bestand gefährden könnten. 5.5 Prognosebericht Wie bereits im Abschnitt 5.2 beschrieben, wirken sich die hohen Zinsen negativ auf die Investitionsbereitschaft im Baugewerbe aus. Vor allem die Wohnbauinvestitionen dürften weitere Rückgänge verzeichnen. Die Baugenehmigungen für Wohnungen haben sich im ersten Quartal 2024 um -23,5 % im Vorjahresvergleich rückläufig entwickelt. Im öffentlichen Hochbau hingegen sind die Auftragsbücher gut gefüllt und dürften auch zukünftig für eine positive Dynamik sorgen. Bei Aufträgen der öffentlichen Hand werden die Neubauaufträge über Ausschreibungen vergeben, die das Risiko einer Vergabe an einen Mitwettbewerber bergen. Insgesamt rechnet die Gemeinschaftsdiagnose mit einem weiteren Rückgang der Bauinvestitionen um 2,2 %. Sinkende Zinsen und stagnierende Baupreise dürften im Folgejahr eine Wende einleiten und die Bauinvestitionen erstmal seit dem Jahr 2020 wieder steigen lassen. Die Auftragseingänge im ersten Quartal 2024 spiegeln diese Entwicklung in der Branche wieder. Auf Grund der noch bestehenden Aufträge aus Vorperioden, die in 2024 fertiggestellt werden sollen, geht die Geschäftsführung nur von geringfügig sinkenden Umsatzerlösen aus. Es wird dabei mit einer relativ gleichbleibenden Materialaufwandsquote gerechnet. Durch die im Vorjahr vorgenommenen gesellschaftsrechtlichen Veränderungen konnten Kosteneinsparungen erzielt werden. Im folgenden Jahr wird ein EBIT zwischen 4 und 5 Millionen Euro erwartet.
Kiel, 30. September 2024 gez. Thomas Prey, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31.DEZEMBER 2023RUD. PREY GMBH, KIEL
AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023RUD. PREY GMBH, KIEL1 Angaben zur Registrierung Die Rud. Prey GmbH, Rendsburger Landstraße 183 a, 24113 Kiel, wird beim Handelsregister des Amtsgerichtes Kiel unter HRB 23968 KI geführt. 2 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Rud. Prey GmbH erfüllt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 die Größenklassen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Dabei wurde dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 (2) HGB in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Soweit zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst wurden, sind sie im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. 3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Bilanzierung auf Erwerbsvorgänge beschränkt wird, sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden ihren voraussichtlichen Nutzungsdauern entsprechend linear abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter 200,00 €; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 (2) EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800,00 € nicht übersteigen. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 (2) HGB. Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Leistungen wurden, soweit zulässig, offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten enthält passivisch abgegrenzte Investitionszuschüsse. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände. Rückstellngen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 (2) S. 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,74 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % zugrunde gelegt. Es wurden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie keine Fluktuation unterstellt, da das Versorgungswerk für neue Mitarbeiter geschlossen wurde und das versorgungsfähige Gehalt mit der Betriebsvereinbarung vom 9. Mai 2016 auf den Stand vom Januar 2016 eingefroren wurde. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten werden ebenfalls mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Passive latente Steuern aufgrund von Sachverhalten, die zu einem höheren temporären handelsrechtlichen als ertragsteuerlichen Ergebnis führen, sind nicht zu berücksichtigen. Aktive latente Steuern hätten im Wesentlichen auf die handelsrechtlich höhere Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gebildet werden können. Auf den Ansatz aktiver Steuerlatenzen wurde in Ausübung des Wahlrechts des § 274 (1) S. 2 HGB jedoch verzichtet. Durch Veräußerung von Geschäftsteilbereichen sind die Vorjahreszahlen mit den Zahlen des Geschäftsjahres nicht mehr in allen Bilanz- und GuV-Posten vergleichbar. Ohne den Geschäftsbereich hätten sich zum 31. Dezember 2022 folgende Beträge ergeben: Aktivseite
4 Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagevermögen Der Anlagespiegel ist als gesondertes Blatt dem Anhang beigefügt. 4.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie zum Vorjahresstichtag innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 270.852,00 € (31. Dezember 2022: 291.017,00 €) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von 0,00 € (31. Dezember 2022: 1.530,47 €) Forderungen gegen Gesellschafter. 4.3 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 1.200.000,00 €. Es ist in voller Höhe erbracht. Die Veränderungen der Kapitalrücklage setzen sich wie folgt zusammen:
4.4 Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten enthält passivisch abgegrenzte Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände. Der Auflösungsbetrag von 7.851,33 € (2022: 2.532,42 €) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. 4.5 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Verpflichtungen berücksichtigen das Risiko aus Versorgungsleistungen in Form von Altersrenten und Hinterbliebenenversorgung. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen des siebenjährigen und des im Geschäftsjahr 2023 anzuwendenden zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt 68.754,00 €. Die Veränderung der Rückstellung beträgt im Geschäftsjahr 2023 79.967,00 €. Sie setzt sich aus Aufwendungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen gemäß § 277 (5) HGB in Höhe von 117.175,00 € und im Übrigen aus Personalaufwand, Erträgen aus der Auflösung aufgrund von Todesfällen sowie dem Verbrauch für erfolgte Pensionszahlungen zusammen. 4.6 Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Außer den üblichen Eigentumsvorbehalten bei Verbindlichkeiten aus Kaufverträgen bestanden keine Sicherungsrechte, über die gemäß § 285 Nr. 1 b) HGB zu berichten sind. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,00 € (31. Dezember 2022: 38,00 €) enthalten. 5 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung In diesem Posten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 418.385,99 € (2019: 517.007,05 €) ausgewiesen. 5.2 Zinsen und ähnliche Aufwendungen In diesem Posten sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 117.175,00 € (2022: 120.300,00 €) enthalten. 6 Sonstige Angaben 6.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 324.806,83 € (31. Dezember 2022: 434.778,32 €). Er umfasst das Bestellobligo für Gegenstände des Anlagevermögens und Umlaufvermögens in Höhe von 236.727,15 € (31. Dezember 2022: 357.784,48 €) und Verpflichtungen aus Miet- und sonstigen Verträgen in Höhe von 88.079,68 € (31. Dezember 2022: 76.993,84 €). 6.2 Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten Das Unternehmen hat sich in Höhe von 250.000,00 € (31. Dezember 2022: 250.000,00 €) gegenüber einem Kreditinstitut für Verbindlichkeiten des verbundenen Unternehmens, der Vollmer Aufzüge GmbH, Bremen, verbürgt. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Haftung für fremde Verbindlichkeiten vom verbundenen Unternehmen wird aufgrund seiner Bonität und Ertragsstärke als gering eingeschätzt. 6.3 Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 55 Mitarbeiter (2022: 101) beschäftigt, davon 21 Angestellte (2022: 43) und 34 gewerbliche Arbeitnehmer (2022: 58). 6.4 Geschäftsführer Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer des Unternehmens ist Herr Thomas Prey, Kiel, kaufmännischer Geschäftsführer. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. 6.5 Geschäftsführerbezüge Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 (4) HGB auf eine Angabe verzichtet. 6.6 Anteilsbesitz Das Unternehmen hält Beteiligungen an nachfolgendem Unternehmen:
Der letzte vorliegende Jahresabschluss ist der für das Geschäftsjahr 2023, beginnend am 1. Januar 2023 und endend am 31. Dezember 2023. 6.7 Jahresergebnis und Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis beträgt 4.960.692,70 €. In der Gesellschafterversammlung vom 14. Dezember 2023 wurde beschlossen, eine Vorabausschüttung in Höhe von 2.888.707,32 € an den Gesellschafter auszuschütten. Die Geschäftsführung schlägt vor, den über die Vorabausschüttung hinausgehenden Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 von 2.071.985,38 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Kiel, 30. September 2024 gez. Thomas Prey, Geschäftsführer
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023RUD. PREY GMBH, KIELAn die Rud. Prey GmbH, Kiel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rud. Prey GmbH, Kiel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rud. Prey GmbH, Kiel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 (3) Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Kiel, 16. Dezember 2024 Kloppe
& Partner mbB
gez. André Schäfer, Wirtschaftsprüfer gez. Eric Zimmermann, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 14. Dezember festgestellt. |
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