Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH

Domstraße 20, 50668 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 101776
Vorher
Fünfte EDEKA Minden-Hannover GmbHBirkenhof Perwenitz Fleischwaren GmbH
Eingetragen
23.10.2014
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Gegenstand
der Handel mit sowie die Herstellung und der Vertrieb von Fleisch- und Backwaren sowie sonstiger Lebens- und Genussmittel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH

Köln

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und Lagebericht

Rumpfgeschäftsjahr
vom 1. August bis 31. Dezember 2020

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2020

I. Struktur der Gesellschaft

Die Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH, Köln, im Folgenden kurz "Perwenitz" oder "Gesellschaft") ist ursprünglich im Zuge des Kaiser's Tengelmann Deals vom 8. Dezember 2016 aus der Mantelgesellschaft Fünfte EDEKA Minden-Hannover GmbH, Minden, hervorgegangen. Nach einer ersten Umbenennung der Gesellschaft mit Gesellschafterbeschluss vom 23. August 2016 erfolgte zwischenzeitlich mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Juni 2020 eine weitere Umbenennung in obige Firmierung.

Der Verkauf von Kaiser's Tengelmann war dabei an die Vorschriften der Ministererlaubnis (Gesch.-Z.: I B 2 - 22 08 50/01; "Ministererlaubnis") nach § 42 GWB des Bundesministers für Wirtschaft und Energie vom 9. März 2016 gebunden. Demnach kann die Wilhelm Brandenburg GmbH & Co. oHG, Köln, (im Folgenden kurz W. Brandenburg) als Mitglied der REWE Group die Anteile an der Gesellschaft zunächst nicht erwerben. Ihr wurde im Rahmen der Ministererlaubnis eingeräumt, die Betriebsführung der Gesellschaft ab dem 2. Januar 2017 für drei Jahre zu übernehmen. Dabei ist die W. Brandenburg für die Führung des Fleischwerks Perwenitz wirtschaftlich verantwortlich. Muttergesellschaft der Perwenitz blieb daher zunächst die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG, Minden. Zum 2. Januar 2020 sind die Anteile an der Gesellschaft sodann gemäß Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 20. Dezember 2016 auf die W. Brandenburg übergegangen.

Seit Übernahme der Betriebsführung dient die Gesellschaft bei wirtschaftlicher Betrachtung der W. Brandenburg als zusätzlicher Produktionsstandort. Die Perwenitz ist dabei in die Geschäftsabläufe dieser Gesellschaft vollumfänglich integriert. Neben dem Bezug von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von der W. Brandenburg liefert die Perwenitz ausschließlich verarbeitete Ware an diese Gesellschaft, die wiederum an Unternehmen der REWE Group liefert.

Die Gesellschafterversammlung am 11. September 2020 hat beschlossen, ein weiteres Rumpfwirtschaftsjahr vom 01. August bis zum 31. Dezember 2020 einzulegen sowie einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Rewe Deutscher Supermarkt AG & Co. KGaA, Köln, einzugehen.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Jahr 2020 war wesentlich durch den Ausbruch des Coronavirus geprägt. Gemäß Angaben der WHO haben sich 2020 über 84 Mio. Menschen (bestätigt) mit dem Virus infiziert, mehr als 1,8 Mio. Menschen sind im Zusammenhang mit Corona verstorben (Datenstand: 4. Januar 2021). Die Weltwirtschaft wurde durch die globale Ausbreitung des Coronavirus in eine tiefe Krise gestürzt. Weltweit wurden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und zur Stützung der Wirtschaft ergriffen. Diese Maßnahmen beeinflussen die wirtschaftliche Entwicklung in den Ländern in unterschiedlichem Ausmaß: Seuchenpolitische Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Pandemie, Verhaltensänderungen von privaten Haushalten und Unternehmen sowie Quarantänemaßnahmen, wie z. B. das Herunterfahren des wirtschaftlichen Lebens, haben teilweise die Warenproduktion behindert und die Produktionsabläufe - auch grenzüberschreitend - empfindlich gestört. Die Unsicherheit führte zu massiver Kaufzurückhaltung bei den privaten Haushalten und zur Zurückstellung von Investitionen bei Unternehmen. Von dieser Rezession ist neben den produzierenden Unternehmen der Dienstleistungssektor besonders stark betroffen. Geringe Infektionszahlen und entsprechende Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen führten in vielen Volkswirtschaften zu einer raschen Erholung der Wirtschaftsleistung im dritten Quartal, nichtsdestotrotz liegt die Wirtschaftsleistung unterhalb des Niveaus zu Beginn des Jahres 2020. Seit Beginn des vierten Quartals nimmt das Infektionsgeschehen wieder deutlich und schnell zu: Insbesondere in Europa, den USA und in Teilen Südamerikas erkranken derzeit täglich mehr Menschen am Coronavirus als noch im Frühjahr 2020. Viele Länder reagierten erneut mit einem "Lockdown", der aber im Regelfall geringere Einschränkungen als im Frühjahr 2020 mit sich bringt. Die zweite Infektionswelle trübte die Stimmung bei Konsumenten und Unternehmen, so dass die weitere wirtschaftliche Entwicklung sich zum Jahresende verlangsamte. Insgesamt minderte sich die Wirtschaftsleistung weltweit um 3,5 Prozent. In vielen Ländern wurden finanz- und geldpolitische Maßnahmen ergriffen, die die Auswirkungen der Coronakrise abmildern sollen: Zur Stützung der europäischen Wirtschaft hat die Europäische Union (EU) neben einem mehrjährigen Finanzrahmen in Höhe von 1.074,3 Mrd. € einen Corona-Aufbaufonds mit einem Volumen von 750,0 Mrd. € beschlossen, die USA haben ein Corona-Hilfspaket in Höhe von rd. 900,0 Mrd. US$ verabschiedet. Die Erfolge bei der Impfstoffentwicklung, ein beschleunigtes Verfahren bei der Zulassung von Impfstoffen und eine erste Auslieferung im Dezember 2020 geben Anlass zur Hoffnung, dass die Pandemie in einem überschaubaren Zeitraum eingedämmt werden kann.

Nach erfolgtem Brexit haben sich die EU und Großbritannien nach über 10 Monaten Verhandlung am zweiten Weihnachtsfeiertag auf ein Handelsabkommen geeinigt. Da eine Ratifizierung durch das EU-Parlament vor dem 31. Dezember 2020 nicht mehr möglich war, haben die Mitgliedstaaten und das britische Parlament einer vorläufigen Anwendung ab dem 1. Januar 2021 zugestimmt.

Zudem besteht weiterhin die Gefahr sich verschärfender Handelskonflikte insbesondere zwischen China und den USA, aber auch latent zwischen den USA und der EU.

In Deutschland hat sich die Konjunktur 2020 bedingt durch die Coronakrise stark abgekühlt: 2020 verminderte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,4 Prozent (Prognose vor Corona: Wachstum um 1,1 Prozent). Eingeleitete Corona-Schutzmaßnahmen wie z. B. Schließungen im Einzelhandel, die Einstellung der Produktion in der Automobilindustrie als Schlüsselindustrie in Deutschland und weltweite Reisewarnungen hatten im Frühjahr 2020 einen massiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Um die Folgen dieser Krise einzudämmen, wurden diverse Maßnahmen durch die Bundesregierung eingeleitet (u. a. Konjunkturprogramm mit Gesamtwert von 130,0 Mrd. €, Härtefallfonds, vereinfachte Kreditbeschaffung für Unternehmen, Kurzarbeitergeld). Die im Sommer eingetretene Verbesserung der wirtschaftlichen Situation erwies sich als trügerisch: In den Herbstmonaten wurde Deutschland von einer zweiten Infektionswelle getroffen. Die als Reaktion hierauf ergriffenen Maßnahmen, vor allem aber auch die Tatsache, dass wichtige Handelspartner insbesondere im Euroraum von einer weiteren Welle z. T. schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden, stoppten die eingetretene Erholung der Wirtschaft.

Der Arbeitsmarkt ist coronabedingt unter Druck, die Arbeitslosenquote beträgt 4,2 Prozent (Vorjahr und Prognose vor Corona: 3,1 Prozent), der massive Einsatz von Kurzarbeit konnte die Quote positiv beeinflussen. Die Inflationsrate verminderte sich im zweiten Halbjahr aufgrund unterjähriger temporär stark gesunkener Erdölpreise und der Mehrwertsteuersenkung.

Eckdaten Deutschland

in Prozent 2019 2020e * 2020e
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 0,6 1,1 -5,4
Veränderung private Konsumausgaben 1,6 1,4 -6,6
Veränderung verfügbares Einkommen 3,0 3,0 -0,5
Sparquote * 10,9 11,0 15,7
Arbeitslosenquote 3,1 3,1 4,2

e=erwartet; e * =im Vorjahr erwartet; * in % des verfügbaren Einkommens

Quellen: International Monetary Fund, World Economic Outlook Database Oktober 2020, Update Januar 2021; Gemeinschaftsdiagnose (Herbst 2020)

e = erwartet; e * = im Vorjahr erwartet

1 BIP-Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Branchenentwicklung

Gesamtmarkt Fleisch und Wurst

Der Umsatz im gesamten Fleischmarkt entwickelte sich gegenüber dem Vorjahresberichtszeitraum Dezember 2019 progressiv. Der Gesamtumsatz stieg um 15,9 Prozent bzw. von 21,1 Mrd. € auf 24,4 Mrd. € 1 . Insbesondere REWE (ohne REWE Dortmund) und Edeka waren mit 16,4 Prozent und 15,8 Prozent in der Umsatzentwicklung steigend. Penny konnte ebenfalls eine Steigerung des Umsatzes von 15,1 Prozent verzeichnen.

Die Menge in Pack 2 stieg gegenüber Dezember 2020 im Gesamtmarkt um 4,4 Prozent auf 8.790 Mio. Das Vollsortiment verzeichnete einen Anstieg von 5,2 Prozent. Die Discounter kommen auf einen Anstieg von 1,7 Prozent. Der Fachhandel konnte einen überdurchschnittlichen Anstieg mit 10,0 Prozent verzeichnen.

1 Sämtliche Angaben zur Branchenentwicklung aus GfK Frischepanel Januar 2021

2 Anzahl Verkaufsverpackungen

Fleisch (Rind und Schwein)

Der Gesamtmarkt für Schwein stieg im Kalenderjahr Januar bis Dezember 2020 um 18,7 Prozent auf 4,9 Mrd. €. Der Fachhandel verzeichnet hier mit 29,7 Prozent, Kaufland mit 18,7 Prozent und der REWE Vollsortiment mit 17,0 Prozent den größten Umsatzanstieg. Der Markt für Rindfleisch verzeichnete mit einer Umsatzentwicklung von 23,6 Prozent gegenüber Vorjahr den größten Anstieg. Während insbesondere der Netto und Lidl einen Umsatzanstieg von 35,8 Prozent und 33,1 Prozent verzeichnen konnten, war die Umsatzentwicklung vor allem bei real und Penny mit 3,6 Prozent und 10,6 Prozent unterdurchschnittlich. In der Mengenentwicklung in Pack konnte Rind einen Anstieg von 16,7 Prozent verzeichnen, Schwein konnte einen Anstieg von 3,5 Prozent verzeichnen.

Wurst

Der Umsatz im Wurstmarkt ist gegenüber Dezember 2020 um 12,1 Prozent auf 13,4 Mrd. € gestiegen. Die Vollsortimenter konnten ihren Absatz um 13,0 Prozent auf 4,9 Mrd. € steigern. Führend bei der Entwicklung waren insbesondere REWE Vollsortiment mit 14,5 Prozent und Penny mit 13,9 Prozent. Die Menge in Pack stieg in 2020 um 2,7 Prozent. Der Fachhandel konnte mit 7,1 Prozent den größten Anstieg verzeichnen wohingegen real in der Mengenentwicklung wesentlich um -6,5 Prozent verlor.

Geschäftsentwicklung 3

Umsatz- und Absatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der Perwenitz lag im Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020 bei 11,7 Mio. € und stiegen von durchschnittlich 2.019 T€/Monat im August 2020 auf 2.836 T€/Monat im Dezember 2020. Die Gesamtentwicklung der Gesellschaft war im Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020, in Bezug auf die verarbeitete Tonnage steigend. Im Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020 wurden insgesamt 2.691 Tonnen Fleischwaren produziert (Vorjahrsvergleichszeitraum 3.547 Tonnen).

Bei den Wurstwaren für Bedientheken lag die Produktionsmenge bei 227 Tonnen und einem erwirtschafteten Umsatz von 1,2 Mio. €, welches einem Anteil von 9,7 Prozent am Gesamtumsatz entsprach.

Äußerst erfreulich gestaltete sich die Gruppe der Wurstwaren für den SB-Bereich. Bei einer verarbeiteten Menge von 2.464 Tonnen und einem erzielten Umsatz von 10,5 Mio. € entsprach dies einem Anteil am Gesamtumsatz von 90,29 Prozent.

3 Die Angaben für den Vorjahresvergleichszeitraum basieren im Folgenden grundsätzlich auf dem Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Juli 2020.

Investitionen

Im Betrieb Perwenitz wurde weiterhin in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert und Instandhaltungsmaßnahmen vorangetrieben.

Die in den Vorjahren begonnen Umbaumaßnahmen wurden eingestellt.

Beschaffungsmarkt

Zu Beginn des Rumgeschäftsjahres blieb der Preis zunächst auf 1,47 €/kg, bevor er in der 37. Kalenderwoche auf 1,27 €/kg fiel, da China aufgrund der afrikanischen Schweinepest den Import aus Europa stoppte. Zwischen der 38. Kalenderwoche und der 46. Kalenderwoche blieb der Preis bei 1,27 €/kg. Ab der 47. Kalenderwoche fiel die Notierung leicht auf 1,19 €/kg. Bis zum Ende des Rumpfgeschäftsjahrs blieb der Beschaffungspreis bei 1,19 €/kg.

Die Entspannung der Rohstoffpreise, wurde in Form von Preisnachlässen ab der 45. KW an den Einzelhandel weitergegeben.

Verpackungsmaterialien und Hilfsstoffe folgten mengenmäßig dem Trend der Mengenentwicklung, insbesondere im SB-Bereich. Der Mengenverzehr von Kartonagen lag bei 0,9 Millionen Stück. Der Preis pro tausend Stück stieg um 0,24 Prozent von 209,33 € auf 209,83 € zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres.

Im Bereich der Verpackungsfolien wurden 1,35 Millionen Laufmeter Verbrauch sichtbar. Der Preis pro tausend Meter Verpackungsfolie fiel um 6,43 Prozent und lag zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres bei 164,64 € (Vorjahr 175,94 €).

Der Beschaffungspreis auf dem Salzmarkt ist um 5,89 Prozent auf 155,42 €/t gestiegen. Die Preise für Gewürze fielen um -2,15 Prozent auf 3,69 €/kg, Kunstdärme stiegen preislich um 116,76 Prozent auf 139,19 € je tausend Meter, die überdurchschnittliche Preisveränderung ist auf den Wechsel von Collagen Därmen auf Saitlingen zurückzuführen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Schnitt des Geschäftsjahres 17 angestellte und 128 gewerbliche, vollzeitäquivalente Mitarbeiter beschäftigt.

III. Darstellung der Lage

Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

In unserer Vorjahresprognose haben wir hinsichtlich der Baumaßnahmen avisiert, den ersten Bauabschnitt innerhalb des Gebäudes abzuschließen. Anschließend sollte mit dem zweiten Bauabschnitt gestartet und die Produktionslinie im ersten Bauabschnitt ausgerichtet werden, um die Kapazität zu erweitern. Aufgrund knapperer personeller Ressourcen sowohl bei Perwenitz als auch der Wilhelm Brandenburg GmbH & Co oHG, einem verlängerten Auswahlprozess für den Produktionsplaner sowie einem längeren Genehmigungsprozess wurde dieser Zeitplan verfehlt. Im Rumpfgeschäftsjahr wurde entschieden, die Umbaumaßnahmen einzustellen.

Die Fluktuation mit prognostizierten 6,0 Prozent lag tatsächlich bei ca. 6,17 Prozent im Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020. Die leichte Abweichung ist vornehmlich auf einen höherem Anteil an Eigenkündigungen durch Mitarbeiter zurückzuführen. Die Ermittlung der Fluktuationsrate erfolgte nach der "Schlüter Formel".

Hinsichtlich unserer Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2020 sind wir von 26,0 Mio. € ausgegangen, diese Erwartung wurde für das Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020 linearisiert, so dass die Prognose für August bis Dezember 2020 bei ca. 10,8 Mio. € lag. Mit einem erreichten Nettoumsatz von 11,7 Mio. € haben wir unsere Erwartung übertroffen. Gründe hierfür liegen insbesondere in den gestiegenen Absatzpreisen.

Den im Vorjahr prognostizierten Jahresfehlbetrag für August bis Dezember 2020 von ca. -1,16 Mio. € (Linearisierung s.o.) haben wir mit einem Jahresfehlbetrag von -3,36 Mio. € überschritten, im Wesentlichen basiert die Überschreitung des Jahresfehlbetrags aus der außerplanmäßigen Abschreibung der Anlagen im Bau befindlichen Sachverhalte für die ursprünglich geplante Umbaumaßnahme.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020 11,7 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €) und wurden im Wesentlichen aus Verkäufen an die W. Brandenburg generiert.

Der Materialaufwand lag im Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020 bei 6,1 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €), der Personalaufwand bei 2,7 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €).

Maßgeblich zur Ergebnisentwicklung haben neben gesunken Rohstoffpreisen der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 3,0 Mio. € (Vorjahrsvergleichszeitraum: 4,0 Mio. €) sowie außerplanmäßige Abschreibungen der ursprünglich geplante Umbaumaßnahme (ca. 2,3 Mio. €) und von Maschinen und technischen Anlagen (ca 0,5 Mio. €) beigetragen.

Insgesamt ergab sich ein Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme von -3,4 Mio. € (Vorjahr: -1,2 Mio. €).

Finanz- und Liquiditätslage

Die liquiden Mittel werden durch einen nachrangigen Darlehensvertrag über 50,0 M. € mit der W. Brandenburg zur Verfügung gestellt, wovon zum Ende des Rumpfgeschäftsjahrs 29,9 Mio. € in Anspruch genommen worden sind. Hierdurch soll mittelfristig die Liquidität gewährleistet sein. Der Darlehensvertrag wurde per 31.12.2020 verlängert, die Laufzeit endet am 31.12.2022.

Vermögenslage

Aktiva

Das Anlagevermögen von 5,0 Mio. € (Vorjahr: 7,9 Mio. €) setzt sich insbesondere aus Immobilien von 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) sowie technischen Anlagen und Maschinen von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) zusammen.

Innerhalb des Umlaufvermögens betrug das Vorratsvermögen zum Bilanzstichtag 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Zudem wurden Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von insgesamt 6,5 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) bilanziert. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten machte insgesamt 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) aus.

Wegen der geringen Eigenkapitalausstattung der Perwenitz besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 20,3 Mio. € (Vorjahr: 20,3 Mio. €), der wegen des seit dem 1. August 2020 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unverändert blieb. Die Gesellschaft ist somit bilanziell überschuldet.

Passiva

Aufgrund der bilanziellen Überschuldung hat die Perwenitz kein Eigenkapital zu verzeichnen. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 25 T€.

Die Rückstellungen von insgesamt 2,2 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) und sonstige Rückstellungen von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) zusammen.

Innerhalb der Verbindlichkeiten von 31,0 Mio. € (Vorjahr: 28,8 Mio. €) machen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit 29,9 Mio. € den größten Teil aus. Diese beinhalten mit 29,9 Mio. € das von der W. Brandenburg gewährte Liquiditätsdarlehen, das im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen war (27,4 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) und bestehen im Wesentlichen aus dem Bezug von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von der W. Brandenburg.

Zusammenfasst liegt der Geschäftsverlauf trotz des Fehlbetrages, bereinigt um die außerplanmäßigen Abschreibungen, über den Erwartungen. Insbesondere die Herausforderungen der Corona-Pandemie konnten gut gemeistert und die ungeplanten Mehrkosten kompensiert werden.

Mittelfristig soll die Ertragslage u.a. mithilfe durch eine noch nicht abschließend durch die Gesellschaft verabschiedete Neuausrichtung verbessert werden, um dauerhaft ein positives Ergebnis zu erwirtschaften. Trotz der bilanziellen Überschuldung ist die Liquidität dauerhaft gesichert, da diese über die Rewe-Group sichergestellt und ausgesteuert wird.

IV. Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutendsten Steuerungskennzahlen der Gesellschaft sind der Umsatz und das Jahresergebnis. Für das Rumpfgeschäftsjahr August bis Dezember 2020 betrug der Umsatz der Perwenitz 11,7 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €), der Jahresfehlbetrag -3,4 Mio. € (Vorjahr Jahresfehlbetrag von -1,2 Mio. €).

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist bei der REWE Group und somit auch bei der Betriebsführung der Perwenitz sowohl in der Unternehmensstrategie als auch in der Unternehmensorganisation fest verankert. Die Verantwortung für die Nachhaltigkeitsstrategie der gesamten REWE Group liegt beim Vorsitzenden des Vorstands.

Zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie wurden 2009 die vier strategische Säulen weitergeführt: "Grüne Produkte", "Energie, Klima und Umwelt", "Mitarbeiter" sowie "Gesellschaftliches Engagement". Innerhalb der Säulen hat das Unternehmen Handlungsfelder definiert, die alle für die REWE Group relevanten Themen abdecken.

Mitarbeiter und Arbeitsschutz

Der Arbeitsschutz wird durch Einsatz eines externen Unternehmens der Berufsgenossenschaft gewährleistet. So findet eine jährliche arbeitstechnische Unterweisung durch die ASD (Arbeitsmedizinischer und Sicherheitstechnischer Dienst) für die Mitarbeiter statt.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei 14,36 Jahren (Vorjahr 15,78 Jahren). Die Fluktuationsrate beträgt ca. 6,17 (Vorjahr 8,86 Prozent).

V. Risiko- und Chancenbericht

Darstellung der Risiken

Die Risikobewertung erfolgt auf der Basis von gegebenen bzw. realistisch anzunehmenden Umständen durch die Geschäftsführung. Die Veränderung des Risikoumfelds, die Einleitung von Maßnahmen und die Veränderung von Planungsansätzen führen dazu, dass sich das Risiko-Portfolio stetig ändert. Die Risiken werden jeweils vor Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt.

Für die nachfolgende Risikoberichterstattung über einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren werden die Risiken in »niedrig«, »mittel« oder »hoch« klassifiziert. Gemäß konzernweiter Risikosteuerung haben Risiken, die als »niedrig« klassifiziert werden, erwartungsgemäß eine geringe Auswirkung von bis zu 2,5 Mio. € auf die Finanz- und Ertragslage. Als »mittel« eingestufte Risiken haben hingegen eine erhebliche Auswirkung (zwischen 2,5 Mio. € und 5 Mio. €) und als »hoch« eingestufte Risiken eine bedeutende Auswirkung von über 5 Mio. € auf die Finanz- und Ertragslage. Für die Gesellschaft werden teilweise niedrigere Größenklassen angesetzt.

Eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit bemessen wir mit bis zu 29 Prozent, eine Mittlere ab 30 Prozent bis zu 49 Prozent und eine Hohe ab 50 Prozent.

Top Risiken

Absatz- und Umsatzentwicklung

Da die Perwenitz ausschließlich für die W. Brandenburg produziert, ist die Entwicklung deren Ausbringungsmenge bzw. Auslastung sowie deren Umsatzes an die wirtschaftliche Entwicklung der W. Brandenburg gekoppelt. Diese hängt ihrerseits unverändert von der strategischen Ausrichtung und der Sortimentsgestaltung im Lebensmitteleinzelhandel im Vollsortiment und Discount (insbesondere Rewe und Penny) ab.

Unsere Abgabepreise an die W. Brandenburg orientieren sich an üblichen Marktpreisen. Eine Verschärfung der Wettbewerbssituation kann die Preisentwicklung negativ beeinflussen und ist durch Maßnahmen nur schwer aufzufangen. Negative Preisentwicklungen belasten die Umsatz- und Rohertragsentwicklung nachhaltig und führen zu Ergebnisabschmelzungen.

Die allgemeine Wettbewerbsentwicklung und -konzentration im Lebensmittelhandel führt merklich zu einem Druck auf die Preise und somit auf die Roherträge. Insbesondere die vorherrschenden Discounter erhöhen nachhaltig den Druck auf die Preisentwicklung in den Märkten und somit auch auf die Bezugspreise für Fleisch- und Wurstwaren.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit weiter sinkender Absatzpreise schätzen wir weiterhin als gering ein, da diese schon ein niedriges Niveau aufweisen. Die Auswirkung sinkender Absatzpreise auf die Ergebnisentwicklung stufen wir dabei bei mittel ein. Die monetäre Gesamtausprägung des Risikos auf das Jahresergebnis ordnen wir daher mit bis ca. 1 Mio. € ein.

Personalentwicklung

Durch den hohen Anteil an Personalkosten im produzierenden Fleisch- und Wurstgeschäft stehen vor allem auch Personalrisiken im Fokus. Die Entwicklung der Tarife und der Lohnnebenkosten sowie die Verfügbarkeit von Arbeitskräften sind daher von großer Bedeutung. Um sicherzustellen, dass freie Stellen zügig und mit geeigneten Kandidaten besetzt werden, ist ein optimaler Recruitingprozess unabdingbar. Sollten die Kostenentwicklungen über den uns bisher bekannten bzw. erwarteten Entwicklungen liegen, führt dies zu einer nachhaltigen Ergebnisbelastung. Durch die ständige Überprüfung unserer Prozesse sowie die Optimierung unserer Abläufe können Kostensteigerungen zum Teil kompensiert werden. Dies setzt ein straffes und konsequentes Kostenmanagement voraus.

Wir gehen unverändert von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit steigender Personalkosten aus. Das Personalkostenrisiko schätzen wir insbesondere im Zusammenhang mit der Mindestlohnentwicklung und die tarifliche Steigerung der Löhen und Gehälter. Die monetäre Gesamtausprägung des Personalkostenrisikos sehen wir zwischen 0,5 Mio. € und 1,0 Mio.€.

Qualitätsrisiko

Die Qualität unserer Produkte wird sowohl durch interne als auch durch externe Audits gewährleistet. Da wir diverse Qualitätsicherungsmaßnahmen in unseren Produktionsabläufen implementiert haben, gehen wir hinsichtlich des Risikos von Rückrufaktionen aufgrund von Qualitätsmängeln von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit aus. Nichtsdestotrotz können Rückrufaktionen zu einer Ergebnisbelastung, die wir als niedrig einstufen, führen.

Sonstige Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft ist insbesondere durch ihre Investitionsvorhaben, die Modernisierung des Produktionsstandorts Perwenitz verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere dem Liquiditätsrisiko.

Um diesem Liquiditätsrisiko zu begegnen, hat die W. Brandenburg einen nachrangigen Darlehensvertrag über 50,0 Mio. € mit der Perwenitz geschlossen, der Darlehensvertrag vom 29. Dezember 2016/02. Januar 2017 wurde am 31.12.2020 um weitere zwei Jahre verlängert, so dass dieser eine Laufzeit bis 31. Dezember 2022 hat. Das Darlehen wird mit einem Basiszinsatz, welches dem 3-Monats EURIBOR entspricht, zzgl. eines risikoadäquaten Margenaufschlag von 140 Basispunkten verzinst. In Bezug auf die Mittelfristplanung, deckt das Darlehen den benötigten Liquiditätsbedarf, so dass das Risiko eines Liquiditätsausfalls, als äußerst gering einzuschätzen ist. Aus der bislang vorliegenden Mittelfristplanung ist zu entnehmen, dass das Darlehen die erforderliche Liquidität mindestens bis Ende 2022 ausreichend bedienen kann. Bei einer Planungsanpassung im Hinblick auf die oben erwähnte Neuausrichtung gehen wir eher von einem geringeren Liquiditätsbedarf aus.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft ist mit Veränderungen des Gesetzesrahmens für ihre unternehmerischen Aktivitäten sowie verschärften behördlichen Kontrollen konfrontiert. Diese Kontrollen sind auf bereits stattgefundenen Vorfällen in der Branche zurückzuführen, sie können zum Teil erhebliche Auswirkungen auf die Geschäfte haben.

Ein Team von Rechtsexperten innerhalb der REWE Group beobachtet solche Veränderungen fortlaufend und koordiniert wichtige rechtliche Schritte auch für die produzierenden Unternehmen wie die Perwenitz, so dass wir die Risiken hieraus als gering einstufen.

IT und Datensicherheit

Aufgrund der hohen Abhängigkeit der Geschäftsprozesse von IT-Systemen, einschließlich der gespeicherten Informationen, stellt die Sicherheit dieser Systeme ein wichtiges Fundament für unser wirtschaftliches Handeln dar. Durch stetige Investitionen in die Sicherheit und Leistungsbereitschaft der Systeme sowie die laufende Kontrolle wichtiger Prozesse sollen etwaige Risikolücken geschlossen werden. Durch das konsequente Einführen neuer und aktueller Technologien wird die Sicherheit der Daten gewährleistet und somit ein möglicher Missbrauch auf ein Minimum reduziert. Das Dokumentieren von Prozessen, das Festlegen von Regelungen und Anweisungen sowie die Absicherung durch Verträge sind Basis für die Sicherheit der IT-Prozesse und -Systeme.

Aktuell messen wir den Risiken aus IT und Datensicherheit ein geringes Risikopotenzial für unsere Geschäftstätigkeit bei.

Darstellung der Chancen

Absatz- und Umsatzentwicklung

Da unsere Absatz- und Umsatzentwicklungen weiterhin eng mit der Entwicklung bei W. Brandenburg bzw. der von ihr belieferten Gesellschaften innerhalb der REWE Group einhergeht, kann auch die Perwenitz positiv von der Fleisch- und Wurstbelieferung dieser Gesellschaften profitieren.

Personalentwicklung

Wir sehen unverändert in der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung Chancen, den Risiken aus dem demographischen Wandel in der Bevölkerung zu begegnen und künftigen Personalkostensteigerungen durch eine ständige Überprüfung unserer Prozesse sowie die Optimierung unserer Abläufe zu begegnen.

Gesamtbewertung der Risiko- und Chancensituation durch die Unternehmensleitung

Inbesondere aufgrund unserer organisatorischen Anbindung an die W. Brandenburg sowie mittelbar in die REWE Group sind bestehende und aufkommende Risiken für die Perwenitz beherrschbar, aber auch Chancen möglich. Dies ist alleine schon dadurch geboten, dass die W. Brandenburg in Übereinstimmung mit der Ministererlaubnis an eine Betriebsführung der Perwenitz bis zum 2. Januar 2020 gebunden war. Mit dem hieran anschließenden Übergang der Anteile der Gesellschaft auf die W. Brandenburg ist der Weg für eine vollständige Implementierung in die REWE Group geebenet.

Insgesamt sind demnach keine Risiken erkennbar, deren Eintritt den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten.

VI. Prognosebericht

Nachdem es 2019 und auch 2020 zu Ressource bedingten Engpässen und zu Verzögerungen bei Baumaßnahmen kam, wurden diese nicht realisiert. Die ursprünglichen Maßnahmen werden nicht mehr verfolgt, die Planungsvariante ist daher nicht mehr einsetzbar und verwendbar.

Unter Bezugnahme einer zukünftigen möglichen Neuausrichtung wurden für die Bereiche Salate, Feinkost, Teigwaren, Glaswaren und Konserven entsprechende räumliche Anpassungen durchgeführt. Durch die Maßnahmen erwarten wir eine Sortiments- und Kapazitätserweiterung Generell ist zu berichten, dass Investitionen zur zukunftsorientierten Ausrichtung durchgeführt werden, bspw. durch Ersetzen veralteter Maschinen im Rahmen von Re-Investitionsplänen. Die Integation des Betriebes an die W. Brandenburg wird weiter fortgeführt.

Hinsichtlich der Fluktuation an unserem Standort gehen wir unverändert von einem Niveau von unter 9,0 Prozent aus.

Aufgrund der aufgeführten Modernisierungsmaßnahmen erwarten wir unverändert, dass hierdurch die Produktion von Fleisch- und Wurstwaren am Standort Perwenitz zeitweise beeinträchtigt wird. Trotz der erwarteten Beeinträchtigungen gehen wir Aufgrund der Sortimentserweiterung insgesamt für 2021 von einem steigenden Umsatz gegenüber 2020 aus. Den Umsatz für Januar 2021 bis Dezember 2021 prognostizieren wir auf ca. 31,8 Mio. €.

Unter Berücksichtigung der aufgeführten Ergebnistreiber erwarten wir für Januar 2021 bis Dezember 2021 einen Jahresfehlbetrag von ca. -0,3 Mio. €.

Aufgrund der oben genannten Prognose erwartet die Unternehmensleitung für das folgende Geschäftsjahr eine positive Ergebnisentwicklung.

 

Köln, den 7. Juni 2021

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.7.2020
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.643,00 17.788,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.401.878,00 2.409.245,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.626.224,00 2.228.496,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 915.861,00 930.278,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.943.963,00 2.354.713,62 7.922.732,62
4.955.606,00 7.940.520,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 853.180,33 641.567,30
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 185.357,75 1.038.538,08 194.479,86 836.047,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.698.930,01 951.598,62
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.700.549,18 94.088,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände 70.397,48 6.469.876,67 239.606,85 1.285.294,25
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 478.376,04 533.549,95
7.986.790,79 2.654.891,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 248,08 11.431,69
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 20.303.375,66 20.303.375,66
33.246.020,53 30.910.219,33

Passiva

31.12.2020
EUR
31.7.2020
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -20.328.375,66 -19.168.238,18
III. Jahresfehlbetrag 0,00 -1.160.137,48
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 20.303.375,66 20.303.375,66
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.585.586,00 1.511.904,00
2. Sonstige Rückstellungen 604.267,58 607.033,98
2.189.853,58 2.118.937,98
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.069.072,85 1.418.148,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.897.076,80 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 90.017,30 27.373.133,10
31.056.166,95 28.791.281,35
33.246.020,53 30.910.219,33

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2020

1.8.-31.12.2020 1.1.-31.7.2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 11.652.703,78 15.854.584,18
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.192,39 23.852,05
3. Sonstige betriebliche Erträge 115.839,49 82.603,67
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.125.211,70 9.005.352,62
b) Aufwendungen für bezogenen Leistungen 14.965,51 6.140.177,21 13.488,05 9.018.840,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.159.659,45 2.829.308,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für und für Unterstützung 524.801,48 2.684.460,93 687.815,97 3.517.124,67
- davon für Altersversorgung EUR 78.266,40 (i. Vj. EUR 97.515,51) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.110.678,71 379.811,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.017.333,02 3.965.574,99
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 184.495,33 226.025,58
- davon aus Aufzinsung EUR 38.221,00 (i. Vj. EUR 22.703,00) -
9. Ergebnis nach Steuern -3.353.409,54 -1.146.337,54
10. Sonstige Steuern 13.338,94 13.799,94
11. Erträge aus Verlustübernahme 3.366.748,48 0,00
12. Jahresfehlbetrag 0,00 -1.160.137,48

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 31. Dezember 2020

Perwenitz Fleisch- und Wurstwaren GmbH, Köln

Registergericht Köln, HRB 101776

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 01. August bis 31. Dezember 2020 ist nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und der Satzung der Gesellschaft aufgestellt. Das Vorjahr als Vergleich Zeitraum ist das Rumpfgeschäftsjahr 01. Januar bis 31. Juli 2020. Ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen ist daher nur bedingt möglich.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB und nimmt daher bei der Aufstellung und Offenlegung teilweise die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 Abs. 2 und 3 sowie 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt ist.

Gesetzlich geforderte Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen grundsätzlich im Anhang.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Juli 2020 wurden unverändert übernommen.

Die Gesellschaft ist zum 31. Juli 2020 bilanziell überschuldet. Der Jahresabschluss wurde unter Zugrundelegung der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Wir verweisen auf die Darstellung im Lagebericht unter Punkt V. Risiko- und Chancenbericht und Punkt VI. Prognosebericht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Software und werden grundsätzlich linear über ihrer betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige sowie gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Bei vollständigem oder teilweisem Entfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird gemäß § 253 Abs. 5 HGB eine Wertaufholung vorgenommen.

Vermögensgegenstände des unbeweglichen Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Abschreibungsmethode auf Basis ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Den Abschreibungen zugrunde liegende Nutzungsdauern:

Sachanlagevermögen Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude 25-33 (i. W. 33)
Außenanlagen 10
Einbauten 15
Technischen Anlagen und Maschinen 14
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-13
PC und Zubehör 1-4 (i. W. 3)
PKW 2-6 (i. W. 5-6)

Für im Geschäftsjahr erworbene Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800 € (ohne Umsatzsteuer) folgt die handelsrechtliche Bilanzierung mangels Wesentlichkeit der Vorgehensweise für geringfügige Wirtschaftsgüter im Steuerrecht, diese im Jahr der Anschaffung vollständig abzuschreiben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 800 € werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswarenwerden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw. niedrigeren Marktpreisen bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert von nachrangiger Bedeutung ist, werden mit einem Festwert angesetzt.

Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt, die auf Vollkostenbasis ermittelt werden. Die Herstellungskosten umfassen alle zur Herstellung aufgewandten Einzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Das Wahlrecht gemäß § 255 Abs. 3 HGB zur Aktivierung der Fremdkapitalkosten in den Herstellungskosten nimmt die Gesellschaft nicht Anspruch.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Nominalbeträgen bilanziert.

Liquide Mittel werden zu Nominalwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für transitorische Sachverhalten gebildet. Die Höhe des aktiven Abgrenzungsbetrags richtet sich grundsätzlich nach dem Zahlungsbetrag und dem Verhältnis von bis zum Abschlussstichtag empfangener bzw. erbrachter Leistung und noch ausstehender Gegenleistung.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Rückstellungen werden unter Beachtung zukünftiger Preis- und Kostenänderungen mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden grundsätzlich mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen erfolgt unter Beachtung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 Prozent sowie Rentensteigerungen von 1,90 Prozent zugrunde gelegt. Im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurden die Berechnungsparameter für Altersversorgungsverpflichtungen dahingehend geändert, dass für Abschlüsse für nach dem 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahre nicht mehr der entsprechende durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, sondern der vergangenen zehn Jahre anzuwenden ist. Somit beläuft sich der Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2020 auf 2,31 Prozent. Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Rechnungszins für die Abzinsung der Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder beläuft sich auf 1,61 Prozent (zum 03. Dezember 2020 prognostiziert auf den 31. Dezember 2020). Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in € 31.12.2020 31.07.2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 853.180,33 641.567,30
Fertige Erzeugnisse und Waren 185.357,75 194.479,86
Gesamt 1.038.538,08 836.047,16

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

in € 31.12.2020 31.07.2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.698.930,01 951.598,62
(davon gegen Gesellschafter) (2.683.425,27) (946.793,35)
(davon gegen verb. Unternehmen) (15.504,74) (0,00)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.700.549,18 94.088,78
Sonstige Vermögensgegenstände 70.397,48 239.606,85
(davon gegen verbundene Unternehmen) (0,00) (155.211,83)
Gesamt 6.469.876,67 1.285.294,25

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden zum Abschlussstichtag im Wesentlichen Forderungen aus der EEG-Umlage ausgewiesen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Position Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten enthält Kassenbestände in Höhe von 478,73 € (Vorjahr: 480,60 €) sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 477.897,31 € (Vorjahr: 533.069,35 €).

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beläuft sich auf 248,08 € (Vorjahr: 11.431,69 €) und ist der Beitrag für den Telefonanschluss in Höhe von 248,08 €.

6. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 20.303.375,66 € (Vorjahr: 20.303.375,66 €).

7. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert 25.000,00 €.

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

in € 31.12.2020 31.07.2020
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.585.586,00 1.511.904,00
Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 285.357,58 348.523,51
Raumkosten 20.000,00 20.000,00
Abschlusskosten 12.900,00 23.500,00
Ausstehende Eingangsrechnungen 275.950,00 212.560,47
Sonstige Rückstellungen 10.060,00 2.450,00
Gesamt 2.189.853,58 2.118.937,98

Die Pensionsrückstellungen umfassen Aufwendungen für laufende Pensionen, für Anwartschaften auf eine Pension oder vergleichbare Verpflichtungen im Versorgungsfall. Unter den ähnlichen Verpflichtungen werden Rückstellungen für Hinterbliebenenversorgung ausgewiesen.

Den Pensionsrückstellungen liegen Gutachten der Hamburger Pensionsverwaltung e.G., Hamburg, zugrunde. Der Bewertung zugrundeliegende Parameter können den Erläuterungen unter Abschnitt II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entnommen werden. Fehlbeträge bestehen nicht.

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Abzinsung dieser Altersversorgungsverpflichtungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn anstatt der vergangenen sieben Jahre ergibt, unterliegt der Ausschüttungssperre aber nicht der Abführungssperre und beträgt 250.355,00 € (Vorjahr 235.902,00 €).

Für Hinterbliebenenbezüge werden Rückstellungen in Höhe von 3.234,00 € (Vorjahr: 3.470,00 €) bilanziert.

Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, für Jubiläumszuwendungen und Prozessrisiken.

Die Gesellschaft hat sich durch Betriebsvereinbarung zur Zahlung von Jubiläumszuwendungen verpflichtet. Die Rückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 35.107,00 € (Vorjahr: 38.855,00 €).

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in € 31.12.2020 31.07.2020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.069.072,85 1.418.148,25
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
(davon gegenüber Gesellschafter) (643.078,22) (999.916,26)
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (4.733,75) (81.978,97)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.897.076,80 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 688,96 € (i. Vj. 0,00 €)
- davon mit einer Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren 29.896.387,84 € (i. Vj. 0,00 €)
(davon gegenüber Gesellschafter) (29.896.387,84) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 90.017,30 27.373.133,10
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
(davon aus Steuern) (83.059,86) (117.873,68)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0,00) (0,00)
Gesamt 31.056.166,95 28.791.281,35

Im Vorjahr bestehende Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Wilhelm Brandenburg GmbH & Co. oHG, Köln, wurden in Höhe von 27.246.387,84 € aus den sonstigen Verbindlichkeiten in die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umgegliedert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Ertrag- und Lohnsteuer.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

1. Umsatzerlöse

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 11.652.703,78 € (Vorjahr: 15.854.584,18 €) resultieren im Wesentlichen aus der Produktion und Vertrieb von Fleisch- und Wursterzeugnissen und wurden ausschließlich im Inland erzielt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

in € 31.12.2020 31.07.2020
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 27.612,66 12.024,00
Andere betriebliche Erträge 81.825,83 57.185,24
Erträge aus Anlagevermögen 6.401,00 7.822,69
Erträge aus Vereinnahmung von Verbindlichkeiten 0,00 0,00
Erträge aus Schadensfällen 0,00 5.571,74
Gesamt 115.839,49 82.603,67

Die anderen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Rückerstattung der Ökosteuer in Höhe von 25.000,00 € (Vorjahr 44.101,39 €).

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von 6.140.177,21 (Vorjahr: 9.018.840,67 €).umfasst im Wesentlichen den Wareneinsatz für Fleisch und Wursterzeugnissen.

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand beträgt 2.684.460,93 € (Vorjahr 3.517.124,67 €). Die anteilige Erhöhung des Personalaufwands auf zwölf Monate gerechnet beträgt 413.349,65 € und resultiert im Wesentlichen aus der Sonderzahlung zum Jahresende.

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

in € 31.12.2020 31.07.2020
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 6.145,00 15.632,00
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 263.995,11 364.179,53
Außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen 2.840.538,60 0,00
Gesamt 3.110.678,71 379.811,53

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 2.840.538,60 € vorgenommen, im Wesentlichen handelt es sich dabei um die nicht realisierte Umbaumaßnahme.

Weiterführende Informationen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus:

in € 31.12.2020 31.07.2020
Fremde Dienstleistungen 286.492,20 616.808,47
Raumkosten 785.796,16 1.034.350,10
Verbrauchsmaterial 291.759,85 338.955,67
Frachten und Fuhrpark 410.244,25 649.326,19
Verwaltungskosten, Versicherung, Beiträge 438.394,08 598.161,86
Instandhaltung 362.499,93 321.646,00
Werbung 100.000,00 141.332,00
Sonstige 342.146,55 264.994,70
Gesamt 3.017.333,02 3.965.574,99

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand beträgt 184.495,33 € (Vorjahr: 226.025,58 €) und resultiert mit 146.274,33 € (i.Vj. 203.322,58 €) aus der Verzinsung des Finanzierungsdarlehens mit der Wilhelm Brandenburg GmbH & Co. oHG, Köln, als verbundenem Unternehmen . Weitere 38.221,00 € resultieren aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr 22.703,00 €).

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aufgrund von Leasing- und Mietverträgen mit einem Gesamtvolumen bis zum jeweiligen Laufzeitende von insgesamt 26.743,35 € davon entfallen 2.090,00 € auf das Fahrzeugleasing.

2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB liegen nicht vor.

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 12.500,00 €. Dies entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Andere Bestätigungs- und Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr nicht erbracht.

4. Zahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Anzahl 31.12.2020 31.07.2020
Vollzeitkräfte 135 135
Teilzeitkräfte 11 8
Gesamt 146 143

5. Gesellschafter

Die Wilhelm Brandenburg GmbH & Co. oHG hält 100 Prozent der Gesellschaftsanteile.

6. Angaben zu Mitgliedern der Unternehmensorgane

Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Burkhard Becker Geschäftsführung Produktion
Thomas Bings Geschäftsführung Verwaltung
Dr. Georg Denk (bis 22. Dezember 2020) Geschäftsführung Vertrieb
Christoph Schmidt (bis 23. November 2020) Geschäftsführung Einkauf
Julian Hertzig (ab 23. November 2020) Geschäftsführung Einkauf

7. Gesamtbezüge der Organmitglieder

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Bezüge an Mitglieder der Geschäftsführung geleistet, da die Betriebsführung durch die Wilhelm Brandenburg GmbH & Co. oHG, Köln, erfolgte und hierüber kompensiert wurde.

Für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen liegen keine Bezüge vor.

Zum 31. Dezember 2020 bestanden keine Kredite oder Vorschüsse an die Organmitglieder. Haftungsverhältnisse für diesen Personenkreis sind nicht eingegangen worden.

8. Ergebnisverwendung

Für das Geschäftsjahr 2020 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.366.748,48 € (Vorjahr: -1.160.137,48 €), der auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags mit der REWE Deutscher Supermarkt AG & Co. KGaA, an diese übertragen wird.

9. Konzernzugehörigkeit

Die REWE Zentralfinanz eG, Köln, stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, werden nach International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt, im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht und beim Genossenschaftsregister des Amtsgericht Köln (GnR 631) hinterlegt.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der REWE-ZENTRALFINANZ eG, Köln, nicht einbezogen.

 

Köln, den 7. Juni 2021

Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH

Burkhard Becker

Thomas Bings

Julian Hertzig

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr

zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.8.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.710,38 0,00 921,36 0,00 93.789,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.703.990,54 16.184,00 0,00 0,00 2.720.174,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.202.470,55 0,00 35.843,09 0,00 3.166.627,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.634.387,35 125.895,30 5.398,78 13.940,02 1.768.823,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.354.713,62 0,00 2.340.773,60 -13.940,02 0,00
9.895.562,06 142.079,30 2.382.015,47 0,00 7.655.625,89
9.990.272,44 142.079,30 2.382.936,83 0,00 7.749.414,91
Abschreibungen kumuliert
1.8.2020
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76.922,38 6.145,00 921,36 82.146,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 294.745,54 23.551,00 0,00 318.296,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 973.974,55 575.181,00 8.752,09 1.540.403,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 704.109,35 165.968,11 17.114,57 852.962,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.339.833,60 2.339.833,60 0,00
1.972.829,44 3.104.533,71 2.365.700,26 2.711.662,89
2.049.751,82 3.110.678,71 2.366.621,62 2.793.808,91
Buchwerte
31.12.2020
EUR
31.7.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.643,00 17.788,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.401.878,00 2.409.245,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.626.224,00 2.228.496,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 915.861,00 930.278,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.354.713,62
4.943.963,00 7.922.732,62
4.955.606,00 7.940.520,62

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 16. Juli 2021

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schumacher, Wirtschaftsprüfer

Rickert, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Perwenitz Fleisch- & Wurstwaren GmbH zum 31. Dezember 2020 wurde am 29. Oktober 2021 festgestellt.

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