Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 201793
Vorher
STS Systemtechnik und Software Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
15.11.2007
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und ErdgasWärme- und Kältespeicherung
Gegenstand
Errichtung, Erwerb und Betrieb von Anlagen zur Speicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern wie z.B. Hochdruckerdgas, Wasserstoff, Flüssiggas oder Druckluft, einschließlich der dazugehörigen Anlagen, sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Lagerung, der Ein- und Ausspeicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern, Forschung und Entwicklung im Bereich der Errichtung und des Betriebs von Anlagen zur Speicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern, Errichtung, Erwerb und Betrieb von Anlagen zur Gewinnung, zum Transport und zur Lagerung von Sole, einschließlich der dazugehörigen Anlagen sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Gewinnung, des Transports und der Lagerung von Sole

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Andre Janssen
seit 27.7.2016
Prokura
Peter Schmidt
seit 27.6.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EWE Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

EWE Aktiengesellschaft
Germany
40.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EWE GASSPEICHER GmbH

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

EWE GASSPEICHER mit Sitz in Oldenburg ist mit einer Speicherkapazität von ca. 2 Mrd. Kubikmetern Arbeitsgas einer der großen Speicherbetreiber im deutsch-europäischen Erdgasmarkt. Die Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der EWE Aktiengesellschaft (nachfolgend EWE AG genannt), Oldenburg.

Geschäftszweck des Unternehmens sind Errichtung, Erwerb und Betrieb von Anlagen zur Speicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern wie z.B. Hochdruckerdgas, Wasserstoff, Flüssiggas oder Druckluft, einschließlich der dazugehörigen Anlagen, sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Lagerung, der Ein- und Ausspeicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern, Forschung und Entwicklung im Bereich der Errichtung und des Betriebs von Anlagen zur Speicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern, Errichtung, Erwerb und Betrieb von Anlagen zur Gewinnung, zum Transport und zur Lagerung von Sole, einschließlich der dazugehörigen Anlagen sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Gewinnung, des Transports und der Lagerung von Sole. Das Unternehmen unterliegt mit dem Betrieb ihrer Erdgasspeicher der bergbaulichen Aufsicht.

EWE GASSPEICHER betreibt an den Standorten Huntorf, Nüttermoor, Jemgum und Rüdersdorf Speicheranlagen mit insgesamt 37 Kavernen. Die betriebenen Erdgasspeicheranlagen sind an verschiedene Transportnetze angeschlossen und erreichen sowohl das deutsche Marktgebiet, als auch den niederländischen Markt.

Gemäß § 28 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) ist EWE GASSPEICHER verpflichtet, alle ihr zur Verfügung stehenden Speicherkapazitäten transparent und diskriminierungsfrei anzubieten. Aus diesem Grund veröffentlicht das Unternehmen seine freien Kapazitäten sowohl auf der Unternehmenswebseite als auch auf der Plattform Aggregated Gas Storage Inventory (AGSI+).

Im Geschäftsjahr 2023 ist die EWE GASSPEICHER GmbH ausschließlich im Tätigkeitsbereich "Gasspeicherung" tätig gewesen. Die gesonderte Darstellung eines Tätigkeitsabschlusses gemäß § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist somit obsolet.

Die Werte im Lagebericht werden - soweit keine andere Darstellung erkenntlich - jeweils auf Mio. Euro mit einer Kommastelle gerundet dargestellt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der wirtschaftliche Erfolg der EWE GASSPEICHER GmbH beruht maßgeblich auf langfristigen Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten, einem ausgewogenem Vertragsportfolio sowie einer hohen betrieblichen Verfügbarkeit.

Aufgrund des energieintensiven Betriebes der Kavernen betreibt EWE GASSPEICHER ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001, mit dem Schwerpunkt der Reduktion der innerbetrieblichen Energieverbräuche. Neben positiven Ergebniseffekten trägt der energieeffiziente Betrieb der Anlagen zur Ressourcenschonung und CO 2 -Reduzierung bei und gewährleistet so einen nachhaltigen Betrieb. Die Rezertifizierung ist am 31. Mai 2022 erfolgt.

Zudem erfüllt die EWE GASSPEICHER GmbH die Anforderungen aus dem IT-Sicherheitskatalog gemäß §11 Absatz 1b Energiewirtschaftsgesetz für kritische Infrastrukturen. Der Geltungsbereich umfasst die Sicherstellung der Prozesse, welche für die Erhaltung des Erdgasein- sowie -ausspeichervermögens notwendig sind. Das Informationssicherheitsmanagementsystem von EWE GASSPEICHER ist in die konzernweite Informationssicherheit eingebunden.

Der technologische Sicherheitsstandard wird durch die laufende Instandhaltung und Überwachung der Kavernen auf Grundlage technischer Regelwerke und betriebsinternen Vorschriften sowie die zielgerichtete Sanierung und Modernisierung der technischen Anlagen gewährleistet. Die Belange der Arbeits- und Baustellensicherheit sowie des Gesundheits-, Explosions-, Brand- und Umweltschutzes werden in regelmäßigen Veranstaltungen besprochen. Zudem werden die örtlichen Feuerwehren regelmäßig geschult und in Notfallübungen integriert. Hinsichtlich des Krisen- und Notfallmanagements ist EWE GASSPEICHER in ein konzerninternes Konzept eingebunden.

Die EWE GASSPEICHER GmbH ist neben anderen Speicherbetreibern Mitglied im STOREMAN-Verbund. Durch diesen Verbund ist im Notfall eine effektive Absicherung und Bekämpfung von Blow-outs an Sonden oder Kavernen durch den Einsatz spezialisierter Firmen mit eigens dafür vorgehaltener Spezialtechnik möglich.

Daneben ist EWE GASSPEICHER seit 2020 Mitglied der Initiative Oil & Gas Methane Partnership (OGMP), die auf dem UN-Klimagipfel 2014 ins Leben gerufen wurde. Diese wurde von der Climate and Clean Air Coalition (CCAC) als freiwillige Initiative zur Unterstützung von Unternehmen zur Verringerung der Methanemissionen im Öl- und Gassektor gegründet. Für das Berichtsjahr 2023 wurde der "Gold Standard" erreicht.

Ferner ist EWE GASSPEICHER weiterhin Mitglied der INES Initiative Energien Speichern e.V. (kurz: INES). Zentrale Aufgabe von INES ist es, die öffentliche Wahrnehmung der Beiträge deutscher Gasspeicher zu den energiepolitischen Zielen zu fördern.

Strategische Ausrichtung

Die Bedeutung von Wasserstoff für ein klimaneutrales Europa hat auch im Jahr 2023 weiter zugenommen. Mit den nationalen und europäischen Wasserstoffstrategien wurde im Jahr 2020 ein wichtiger politischer Grundstein gelegt. Erste Maßnahmen der Strategien befinden sich in der Vorbereitung oder bereits in der Umsetzung. Im Jahr 2023 gab es mit der Novellierung der nationalen Wasserstoff-Strategie weitere richtungsweisende politische Entscheidungen im Bereich Wasserstoff. Durch den Krieg in der Ukraine und die daraus folgende Energiekrise steigt weiterhin die Notwendigkeit, Wasserstoff als Substitution für Erdgas und zur Sicherung der Versorgung zu etablieren. Die LNG-Anbindung in Wilhelmshaven und von dort aus in Richtung Leer wurde bereits unter Berücksichtigung einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft errichtet. Groß angelegte Infrastrukturen wie Transportleitungen und große unterirdische Speicher werden unerlässlich sein, um von Wasserstoffregionen zu einer europäischen Wasserstoffwirtschaft zu gelangen.

Die politischen und energiewirtschaftlichen Entwicklungen des Jahres 2023 bestärken die Sichtweise der EWE auf den notwendigen Markthochlauf für grünen Wasserstoff als wichtiges Element auf dem Weg zur Klimaneutralität. Wasserstoff stellt zudem ein zentrales Thema in der Wachstumsstrategie des Konzerns dar und bietet die Grundlage, von künftigen Marktpotenzialen sowie neuen Wertschöpfungsopportunitäten profitieren zu können.

Das Ziel des EWE-Konzerns und seinen Partnern ist es, im ersten Schritt in verschiedenen Wasserstoffprojekten Erfahrungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Industriemaßstab zu sammeln, um diese in nächsten Schritten zu skalieren und zu etablieren.

Mit dem Projekt "Clean Hydrogen Coastline" strebt der EWE-Konzern an, im Nordwesten Deutschlands die Wasserstoff-Technologie über alle Wertschöpfungsstufen hinweg durch unterschiedliche Teilprojekte marktrelevant in das Energiesystem zu integrieren. Unter Koordinierung der deutschen Bundesregierung haben etwa 40 europäische Projekte Anfang des Jahres 2022 bei der Kommission eine Notifizierung als Important Project of Common European Interest (IPCEI) beantragt. Dabei wird ein europäischer Gesamtansatz verfolgt, der durch Integration von Erzeugung, Pipelineinfrastruktur und Wasserstoffspeicher die Grundlage einer europäischen Wasserstoffwirtschaft legen soll. Die Projekte wurden von der Kommission geprüft und als förderfähig bewertet. Die Notifizierung der Projekte ist Anfang 2024 erfolgt. Im Anschluss kann mit der Ausstellung der nationalen Förderbescheide gerechnet werden.

Die Projektpartner können mit einer positiven Förderbescheidung von "Clean Hydrogen Coastline" die Vorteile der Lage im Nordwesten Deutschlands optimal nutzen. Diese Region bietet durch ihre geographische Lage und ihre wirtschaftlichen sowie infrastrukturellen Gegebenheiten beste Voraussetzung für eine zielgerichtete Integration der Wasserstofftechnologie in das bestehende Energiesystem. Für die Erzeugung von Wasserstoff stehen hohe Stromerzeugungskapazitäten durch Windkraft im On- und Offshore-Bereich zur Verfügung, beispielsweise an den Netzknoten Emden und Diele. Zudem steht mit den Industriestandorten in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen ein Absatzmarkt für grünen Wasserstoff bereit. Durch vorhandene grenzüberschreitende Infrastrukturen zur Speicherung und zum Transport von grünem Wasserstoff - hier insbesondere der Anschluss an die Niederlande und Dänemark - gelingt zudem die Verbindung von wesentlichen europäischen Standorten zur Erzeugung und Verwendung des Energieträgers Wasserstoff. Wichtige Voraussetzung dafür sind die entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingungen, für die sich der EWE-Konzern politisch engagiert. Erst durch eine geeignete Kombination aus staatlicher Förderung und passendem regulatorischen Rahmen können Großprojekte, wie beispielsweise "Clean Hydrogen Coastline", umgesetzt werden.

Weiterhin ist die Wasserstofftechnologie durch erste Markt- und Entwicklungsprojekte über die gesamte Wertschöpfung bereits im EWE-Konzern etabliert.

Die EWE GASSPEICHER GmbH, Oldenburg, hat den Standort Huntorf mit einem Elektrolyseur zur Herstellung von Wasserstoff aus regenerativem Strom mit einer dazugehörigen Wasserstofftankstelle ausgestattet. Der vor Ort erzeugte grüne Wasserstoff wird in oberirdischen Speichern gelagert. Eine Wasserstoff-Tankstelle auf dem Gelände ermöglicht die Betankung einer kleinen EWE-eigenen Brennstoffzellen-Fahrzeugflotte.

In Rüdersdorf in der Nähe von Berlin testet die EWE GASSPEICHER in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Köln (DLR), die Kavernenspeicherung von Wasserstoff. Der Bau einer Testkaverne ist abgeschlossen und befindet sich derzeit im Testbetrieb. Die Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) erfolgt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Im Rahmen des Projekts "HyBit" (Hydrogen for Bremen's industrial transformation) wollen die EWE GASSPEICHER, die swb Erzeugung und ArcelorMittal Bremen GmbH, Bremen, den Umbau der Stahlerzeugung mit Wasserstoff am Standort Bremen-Mittelsbüren ermöglichen. Das vom Land Bremen geförderte Projekt befindet sich derzeit in der technischen Umsetzung bei der Tochtergesellschaft Bremer Wasserstoff GmbH.

Das Joint Venture Turneo GmbH, Oldenburg, betreibt Wasserstoff-Erzeugungskapazitäten für die maritime und landseitige Anwendung in Cuxhaven. Die Inbetriebnahme der Anlage ist im vierten Quartal 2023 erfolgt.

Forschung und Entwicklung

Die Weiterentwicklung der Gasspeichertechnologie und der dazu benötigten Anlagen sowie die Entwicklung neuer Speichertechnologien werden von der EWE GASSPEICHER GmbH beobachtet. Die Entwicklung und der Einsatz von erforderlichem Equipment bei der Speicherung von Wasserstoff wird von EWE GASSPEICHER intensiv begleitet. Die zuvor beschriebenen Aktivitäten im Bereich Wasserstoff werden als neue Einsatzmöglichkeit von Erdgasspeichern gesehen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Situation

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Es erfolgte ein Rückgang um 7,9 Prozent auf 10.791 Petajoule (PJ) oder 368,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Damit liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990.

Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Vor allem die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hat. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch um etwa 7,4 Prozent vermindert. Der einzige verbrauchssteigernde Effekt ging 2023 von der demographischen Entwicklung aus.

Der Erdgasverbrauch verringerte sich 2023 um 4,3 Prozent auf 2.641 PJ (90,1 Mio. t SKE). Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr etwas mehr Erdgas (+ 1 Prozent) eingesetzt. Die Erzeugung von Fernwärme aus Erdgas verminderte sich um 2 Prozent. Die Witterung hatte nur einen eher geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung. Vielmehr geht der Verbrauchsrückgang vorrangig auf Einsparungen bei den Verbrauchern zurück.

Der Energiemix der deutschen Energieversorgung wird weiterhin von einem breiten Energieträgerangebot geprägt. Als Resultat der energie- und klimapolitischen Beschlüsse und Vorgaben kommt es allerdings zu einer stetigen Veränderung bei den Anteilen der einzelnen Energieträger. 2023 reduzierte die Kernkraft nach Auslaufen des Streckbetriebs der drei verbliebenen Anlagen ihren Anteil auf eine marginale Restgröße. Die Steinkohle verminderte ihren Anteil am Energiemix um knapp einen Prozentpunkt und die Braunkohle um 1,5 Prozentpunkte. Leichte Anteilserhöhungen gab es dagegen beim Mineralöl und beim Erdgas mit jeweils 0,9 Prozentpunkten. Mit knapp zwei Prozentpunkten konnten die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zum Energiemix am stärksten ausweiten.

Die energiebedingten CO2-Emissionen nahmen nach Schätzungen 2023 infolge des gesunkenen Gesamtverbrauchs insbesondere bei den fossilen Energieträgern um gut 10 Prozent ab. Dies entspricht einer Reduktion in der Größenordnung von 66 Millionen Tonnen (Mio. t).

Zentral für die zukünftige Stromerzeugung ist auch der Bau zahlreicher neuer Gaskraftwerke, die perspektivisch Wasserstoff statt Erdgas verbrennen sollen. Gaskraftwerke haben gegenüber Windkraft und Photovoltaik den Vorteil, dass sie Strom immer dann produzieren können, wenn er gebraucht wird - und nicht nur, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Ohne die nötigen Investitionen in neue Gaskraftwerke könnten in Deutschland im Jahr 2030 zehn Gigawatt Stromerzeugungskapazität fehlen. Deutschland will die Kohlekraftwerke bis 2030 weitgehend abschalten.

Geschäftsverlauf

Am 30. April 2022 ist ein neues Regulierungsregime für den Betrieb von Gasspeicheranlagen in Kraft getreten. Mit dem "Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Einführung von Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen sowie zur Änderung von § 246 des Baugesetzbuchs" ist in das EnWG ein neuer Teil 3a mit dem Titel "Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen und Gewährleistung der Versorgungssicherheit" implementiert worden. Hintergrund der Einführung der neuen rechtlichen Vorgaben war die Stärkung der Versorgungssicherheit. Diese war infolge des Krieges in der Ukraine seit Februar 2022, welcher zu Unterbrechungen der Gaslieferungen aus Russland geführt hat, und aufgrund historisch niedriger Füllstände im Winter 2021/2022 nicht gewährleistet.

Speicherbetreiber wurden sowohl bezogen auf die Füllstandsvorgaben als auch auf die Zurverfügungstellung durch den Speichernutzer nicht befüllter Kapazitäten zur Implementierung neuer vertraglicher Regelungen in Bestands- und Neuverträgen verpflichtet. Die Laufzeit des Gesetzes wurde vorzeitig bis zum 1. April 2027 verlängert.

Eine weitere Folge der Russland-Ukraine-Krise ist der Umbau der Erdgasversorgung weg von russischem Pipelinegas hin zum Import von Flüssigerdgas (LNG). Im Jahr 2023 blieb Norwegen der Hauptlieferant von Erdgas für Deutschland, mit 43 Prozent der importierten 968 TWh. Die Niederlande (26 Prozent) und Belgien (22 Prozent). Die neuen LNG-Terminals belegten den vierten Platz, wobei Deutschland 69 TWh über die drei Terminals importierte. Die USA dominierten als Hauptlieferant von LNG mit 84 Prozent. Die Gesamtmenge des importierten Erdgases sank um 33 Prozent im Vergleich zu 2022. Der Gasverbrauch in Deutschland sank ebenfalls um 5 Prozent auf 810 TWh, wobei 41 Prozent auf Haushalte und Gewerbe und 59 Prozent auf die Industrie entfielen. Die milden Wintertemperaturen beeinflussten den Verbrauch. Die Gasspeicher waren 2023 frühzeitig gut gefüllt, und die Gaspreise sanken erheblich von 127,1 Euro/MWh auf durchschnittlich 41 Euro/MWh.

Ertragslage

Zum diversifizierten Kunden-Portfolio der EWE GASSPEICHER GmbH gehören große europäische Energiehändler und Energieversorgungsunternehmen. Im Geschäftsjahr 2023 konnten die stabilen Geschäftsbeziehungen zu den bisherigen Geschäftspartnern erhalten und Neukunden gewonnen werden.

EWE GASSPEICHER passt sich mit ihren Produkten an die dynamischen Erfordernisse des Gasmarktes an, um eine optimale Auslastung der Speicherkapazitäten zu erreichen. Im Berichtszeitraum konnten die gesamten technisch zur Verfügung stehenden und freien Kapazitäten aller Standorte in bilateralen Verhandlungen oder über die Vermarktungsplattform EWE eCAP vollständig vertraglich kontrahiert werden.

Die Veränderungen des Marktumfelds für physische Speicherkapazitäten in Deutschland, verbunden mit einem deutlichem Nachfrageanstieg und damit einhergehenden höheren Preisen, wirkten sich positiv auf die Vermarktung aus, sodass die Umsatzerlöse aus Speichervermarktung im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 220,7 Mio. Euro signifikant über Vorjahresniveau (192,1 Mio. Euro) liegen.

Bei den Umsatzerlösen aus sonstigen Dienstleistungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro ist ein geringfügiger Rückgang von 0,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (2,6 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 0,1 Mio. Euro) resultieren aus Projektleistungen im Zusammenhang mit Wasserstoffprojekten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 2023 5,1 Mio. Euro und steigen im Vergleich zum Vorjahr (2,6 Mio. Euro) um 2,5 Mio. Euro. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Erträgen aus Energiepreisbremsen.

Die Materialaufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich um 4,3 Mio. Euro auf 36,9 Mio. Euro (Vorjahr 32,6 Mio. Euro) erhöht. Der beträchtliche Anstieg resultiert primär aus deutlich gestiegenen Energiebezugskosten.

Mit 14,8 Mio. Euro (Vorjahr 13,3 Mio. Euro) liegen die Personalaufwendungen über Vorjahresniveau, was maßgeblich aus Personalaufbau und Tarifsteigerungen resultiert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter für das Geschäftsjahr 2023 betragen 18,9 Mio. Euro (Vorjahr 20,0 Mio. Euro) und liegen geringfügig unter dem Vorjahreswert.

Die im Periodenvergleich um 2,1 Mio. Euro höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 31,8 Mio. Euro (Vorjahr 29,7 Mio. Euro) resultieren neben höheren Projektkosten überwiegend aus konzerninternen Verrechnungen, Mieten und Pachten sowie Beratungsaufwendungen.

Insgesamt konnte EWE GASSPEICHER im Geschäftsjahr 2023 vor allem aufgrund signifikant höherer Erlöse aus der Vermarktung von Speicherkapazitäten ein - im Vergleich zum Vorjahr - um 24,8 Mio. Euro höheres EBIT in Höhe von 126,6 Mio. Euro (Vorjahr 101,9 Mio. Euro) erwirtschaften, dass über der im Vorjahr getroffenen Prognose liegt.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Zinsergebnis in Höhe von 2,8 Mio. Euro (Vorjahr -1,9 Mio. Euro) unverkennbar verbessert. Maßgeblich hierfür sind die niedrigere Zinsbelastung für langfristige Verpflichtungen sowie die geringeren Zinsaufwendungen für die Langfristfinanzierung bei der EWE AG. Zudem wurde der Effekt durch höhere Zinserträge aus der bestehenden Cash-Pooling-Vereinbarung mit der EWE AG verstärkt.

Unter Berücksichtigung der Steuerumlagen in Höhe von 34,6 Mio. Euro (Vorjahr 32,6 Mio. Euro) erwirtschaftete die EWE GASSPEICHER GmbH im Geschäftsjahr 2023 mit 92,5 Mio. Euro (Vorjahr 66,1 Mio. Euro) einen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis.

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages werden für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 inkl. Steuerumlagen 127,1 Mio. Euro (Vorjahr 98,8 Mio. Euro) an die EWE Aktiengesellschaft abgeführt.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen der EWE GASSPEICHER GmbH in Höhe von 19,3 Mio. Euro (Vorjahr 4,5 Mio. Euro) haben sich im Periodenvergleich insbesondere durch die Anbindung der Speicherstandorte an die Gasleitung Wilhelmshaven-Leer, Kosten im Zusammenhang mit dem Projekt Clean Hydrogen Coastline sowie den Erwerb von Kissengas erhöht. Betriebsbedingte und sicherheitsrelevante Ersatzinvestitionen in die technischen Anlagen bewegen sich auf Vorjahresniveau.

Die Zugänge im Finanzanlagevermögen resultieren aus Aufstockungen der Kapitalrücklagen bei den Beteiligungen an verbundenen Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der EWE GASSPEICHER GmbH spiegelt eine branchentypisches Verhältnis der Vermögens- und Kapitalstruktur mit seiner langfristigen Kapitalbindung wider.

Bilanz

Aktiva

in Mio. Euro 31.12.2023 in % 31.12.2022 in %
Anlagevermögen 393,3 86,0 394,2 84,4
Umlaufvermögen 63,8 14,0 72,8 15,6
Summe Aktiva 457,1 100,0 467,0 100,0
Passiva
in Mio. Euro 31.12.2023 in % 31.12.2022 in %
Eigenkapital 160,1 35,0 160,1 34,3
Rückstellungen 211,6 46,3 195,9 41,9
Verbindlichkeiten 85,4 18,7 111,0 23,8
Summe Passiva 457,1 100,0 467,0 100,0

Das Anlagevermögen ist der dominierende Posten auf der Aktivseite und liegt annähernd auf Vorjahresniveau.

Die Veränderung des Umlaufvermögens in Höhe von -9,0 Mio. Euro resultiert überwiegend aus einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Bereich Cash-Pooling sowie Forderungen aus Lieferungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Passivseite ist geprägt vom Eigenkapital der EWE GASSPEICHER GmbH, welches sich unverändert auf 160,1 Mio. Euro beläuft sowie von den Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen, die sich systemimmanent maßgeblich durch den Ansammlungscharakter erhöhten.

Die deutliche Abnahme der Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr ist überwiegend auf die planmäßigen Rückzahlungen des langfristigen Darlehens der EWE AG zurückzuführen.

Finanzlage

Die EWE GASSPEICHER GmbH ist in die Konzernfinanzierung der EWE AG eingebunden. Die nötige Liquidität wird über ein langfristiges Darlehen der EWE AG (70 Mio. Euro) sowie über das Cashpooling-System der EWE AG bereitgestellt. Der Umfang dieser Kreditlinien sichert den Liquiditätsbedarf in einem ausreichenden Umfang ab, sodass keine Liquiditätsrisiken erkennbar sind.

Entwicklung des Finanzmittelfonds

in Mio. Euro 01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 160,5 136,0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -14,7 -4,5
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -152,4 -117,9
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 58,3 44,7
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 51,7 58,3

Im Geschäftsjahr konnte die EWE GASSPEICHER GmbH mit 160,5 Mio. Euro (Vorjahr 136,0 Mio. Euro) einen signifikant höheren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielen, der damit die solide Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft widerspiegelt. Neben höheren Umsatzerlösen trugen vor allem die Veränderungen der Verbindlichkeiten zu dieser Entwicklung bei.

Die Zahlungsmittelabflüsse im Rahmen der Investitionstätigkeit betrafen hauptsächlich die Anbindung der Speicherstandorte an die Gasleitung Wilhelmshaven-Leer, Kosten im Zusammenhang mit dem Projekt Clean Hydrogen Coastline, den Erwerb von Kissengas, Ersatzinvestitionen sowie Aufstockungen der Kapitalrücklagen von verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus der Erfüllung der Zins- und Tilgungsansprüche des langfristigen Darlehens gegenüber der EWE AG sowie der Ergebnisabführung. Die Abweichung gegenüber dem Vorjahr resultiert vorwiegend aus dem höheren Jahresergebnis.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weist insgesamt im Berichtsjahr eine sehr zufriedenstellende Entwicklung auf.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die politisch beschlossenen Klimaziele erfordern vor allem hinsichtlich der Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes einen Umbau der Energiewirtschaft.

Der Abbau von Kernenergie- und Kohleerzeugungskapazitäten im deutschen und europäischen Energiemarkt kann Gaskraftwerken mit spezifisch niedrigerem CO 2 -Ausstoß zu Gute kommen. Eine größere Bedeutung der Gaskraftwerke im Rahmen der deutschen Kraftwerksstrategie könnte zu einer wachsenden Nachfrage nach Erdgas und Wasserstoff sowie dessen Speicherung führen. Gleiches gilt für LNG, dessen Import eine Zwischenspeicherung der Mengen erforderlich macht.

Die vorhandenen Speicherkapazitäten der EWE GASSPEICHER sind teilweise mittel- bis langfristig vermarktet und bilden eine stabile Umsatzbasis. Freie bzw. frei werdende Kapazitäten werden im Rahmen von kurzlaufenden Verträgen vermarktet.

Im nächsten Geschäftsjahr erwartet EWE GASSPEICHER ein EBIT von rd. 70 Mio. Euro. Aufgrund geänderter Vermarktungsannahmen reduziert sich die Umsatzprognose. Die Materialaufwendungen werden zukünftig stark von den Kosten betrieblicher Energieverbräuche beeinflusst. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen werden auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres prognostiziert. Die Personalaufwendungen steigen aufgrund von geplantem Personalaufbau im Bereich "Wasserstoff". Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird auf konstantem Niveau erwartet.

Das Investitionsvolumen im Bereich der Erdgasspeicherung wird sich in den kommenden Geschäftsjahren auf konstantem Niveau bewegen, da ein Ausbau der Speicherkapazitäten nicht geplant ist. Betriebsbedingte, sicherheitsrelevante und gesetzlich vorgeschriebene Ersatzinvestitionen in die technischen Anlagen werden auch vor dem Hintergrund der Erhaltung der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Speicheranlagen getätigt. Die konsequente Optimierung der Speicheranlagen, der Betriebsführungskosten und insbesondere der Energiekosten stehen dabei konkret im Fokus. EWE GASSPEICHER plant in den nächsten Jahren eine erste wesentliche Investition für die Umstellung einer Kaverne auf Wasserstoff.

Risiko- und Chancenbericht

Das Risikomanagementsystem (RMS) sowie das Interne Kontrollsystem (IKS) der EWE GASSPEICHER werden im EWE-Konzern in Methode und Durchführung unter einem einheitlichen Ansatz als integriertes Risikomanagement (iRM) umgesetzt, welches der Früherkennung, Bewertung und Steuerung interner und externer Risiken dient.

Ein regelmäßiges Berichtswesen an die Entscheidungs- und Aufsichtsgremien sorgt für hohe Transparenz hinsichtlich des aktuellen Risikoprofils und der Wirksamkeit des IKS sowie für die kontinuierliche Überwachung der risikopolitischen Vorgaben im EWE-Konzern.

Die systematische Risikoidentifikation erfolgt im Konzern über einen Ansatz, der die Minderungswirkung der Kontrollen berücksichtigt und somit zu einer Nettobewertung der Risiken führt. Als Ergebnis kommt der Expected Shortfall 95 Prozent (ES 95) als zentrale Kennzahl zur Bewertung und Einordnung der Risiken zum Ansatz. Somit werden sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch alle potentiellen Schadenhöhen eines Risikos über eine einheitliche Kennzahl berichtet.

Ausgehend vom ES 95 lassen sich die Risiken in die folgenden Schadenstufen einordnen:

Schadenstufe in Mio. Euro
gering < 10
moderat 10 - 40
mittelschwer 40 - 100
hoch 100 - 250
katastrophal > 250

Im nachfolgenden Abschnitt werden Risiken, die wesentliche negative Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Reputation haben können, in den einzelnen Risikotypen beschrieben. Chancen sind oftmals die Gegenposition der entsprechenden Risiken und werden den gleichen Kategorien zugeordnet und in diesen berichtet.

Strategische Risiken und Chancen

Die Veränderungen des energiewirtschaftlichen Marktumfeldes sowie Anpassungen der rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stellen weiterhin die wesentlichen Risiken für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung in Hinblick auf wesentliche finanzielle Zielgrößen in den Segmenten des EWE-Konzerns dar.

Dies betrifft insbesondere die systemische Konfiguration der europäischen Energiewirtschaft, der durch EU Initiativen große Veränderungen bevorstehen. Die damit einhergehende Unsicherheit insbesondere bezüglich neuer Marktrollen sowie der zu erwartenden Neuordnung rollenspezifischer Rechte und Pflichten wird bei EWE GASSPEICHER durch die enge Verfolgung der Entwicklungen sowie politische Interessenartikulation auf EU- und Bundesebene begrenzt.

Kriterien von Nachhaltigkeit bestimmen auch große Teile der politischen Debatte über alternative Antriebstechnologien, die integrierte Energiewende sowie die Kopplung der Sektoren Energie, Wärme und Verkehr. Zur Erreichung der langfristigen CO 2 -Ziele und aufgrund der Endlichkeit fossiler Energieträger ist langfristig ein Brennstoffwechsel zu erwarten. Neben batterieelektrischen Antrieben könnte vor allem Wasserstoff als Primärenergieträger konventionelle Energieträger substituieren, da er durch Power-to-X-Technologien klimafreundlich erzeugt werden kann.

Finanzrisiken und -chancen

Die angebotenen Speicherprodukte der Gesellschaft sind dem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Kundenverträge werden ausschließlich mit bonitätsmäßig geprüften Geschäftspartnern abgeschlossen. Die Bonitätsprüfung erfolgt im Rahmen des im EWE-Konzerns etablierten Kreditrisikomanagements. Alle verfügbaren Informationen werden laufend überwacht.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über Darlehen sowie ein Cash-Pooling aus dem EWE-Konzern. Dem allgemeinen Liquiditätsrisiko begegnet der EWE-Konzern über einen strukturierten Liquiditätsmanagementprozess. Der EWE-Konzern verfügt über ausreichend dimensionierte Liquiditätsreserven. Nähere Informationen hierzu können dem Reporting des EWE-Konzerns entnommen werden. Finanzielle Risiken sind daher aus Sicht der Einzelgesellschaft nicht erkennbar.

Operative Risiken und Chancen

Beim Betrieb von Gasspeichern können geologische Veränderungen die Form und Stabilität der unterirdischen Kavernen beeinträchtigen und den Betrieb der Gasspeicher gefährden. Darüber hinaus können Defekte der technischen Anlagen, die zum Betrieb der Gasspeicher notwendig sind, dazu führen, dass der Betrieb nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Die Risiken werden finanziell in der Risikostufe "gering" bewertet.

Betriebsrisiken werden durch den Einsatz von entsprechend ausgebildetem Fachpersonal und Fachfirmen sowie eine ständige Überwachung des technischen Anlagenzustandes begegnet. Die Einhaltung der bergrechtlichen Vorschriften wird überwacht. Die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen und Abnahmen werden durchgeführt. Die Risiken werden finanziell in der Risikostufe "gering" bewertet.

Es ergeben sich Risiken im Zusammenhang mit der Informationssicherheit und der Sicherheit von betrieblichen Abläufen. Hierzu sind Informationssicherheitsmanagementsysteme und Maßnahmen sowie Prozesse zur Stärkung der Cyber-Resilienz etabliert, die eine effektive und gesamthafte Risikosteuerung und Handlungsfähigkeit in Cyberlagen ermöglichen. Die Risiken in diesem Bereich werden als "gering" eingestuft.

Compliance- und Rechtsrisiken und -chancen

Die EWE GASSPEICHER ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Risiken werden finanziell in der Risikostufe "gering" bewertet.

Die relevanten Entwicklungen im gesetzgeberischen Bereich und in der Rechtsprechung werden kontinuierlich beobachtet und hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit beurteilt. Für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Risiken aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten liegen derzeit nicht vor.

Für wesentliche rechtliche Risiken hat die Gesellschaft eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die das Management für angemessen und branchenüblich hält. Der Versicherungsschutz bewahrt allerdings nicht vor etwaigen Reputationsschäden.

Zusammenfassende Beurteilung der Risikosituation

Im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems ergab sich im Berichtsjahr weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition eine Bestandsgefährdung für EWE GASSPEICHER.

 

Oldenburg, den 15. März 2024

Peter Schmidt

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,2 1,4
Sachanlagen 390,8 391,9
Finanzanlagen 1,3 0,9
393,3 394,2
Umlaufvermögen
Vorräte 0,9 0,7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 62,9 72,1
63,8 72,8
Summe Aktiva 457,1 467,0

Passiva

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 40,0 40,0
Kapitalrücklage 120,1 120,1
160,1 160,1
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24,6 22,7
Sonstige Rückstellungen 187,0 173,2
211,6 195,9
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,7 5,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 76,8 102,8
Sonstige Verbindlichkeiten 6,9 3,2
85,4 111,0
Summe Passiva 457,1 467,0

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

in Mio. Euro 2023 2022
Umsatzerlöse 222,9 194,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,0 0,1
Sonstige betriebliche Erträge 5,1 2,6
Materialaufwand -36,9 -32,6
Personalaufwand -14,8 -13,3
Abschreibungen -18,9 -20,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -31,8 -29,7
Zinsergebnis 2,8 -1,9
Steuern vom Einkommen und Ertrag -34,6 -32,6
Ergebnis nach Steuern 94,8 67,3
Sonstige Steuern -2,3 -1,2
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -92,5 -66,1
Jahresüberschuss 0,0 0,0

Anhang 2023

Allgemeine Angaben

Die EWE GASSPEICHER GmbH, Oldenburg, ist eine Tochtergesellschaft der EWE Aktiengesellschaft (nachfolgend EWE AG genannt), Oldenburg, die als Muttergesellschaft den EWE-Konzern führt. Die Gesellschaft ist unter der Firma EWE GASSPEICHER GmbH mit Sitz in Oldenburg im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter der Nummer HRB 201793 eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses der EWE GASSPEICHER GmbH ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) erfolgt. Die Kapitalgesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der mit der EWE AG bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde am 28. Dezember 2011 in das Handelsregister eingetragen.

Geschäftszweck des Unternehmens sind Errichtung, Erwerb und Betrieb von Anlagen zur Speicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern wie z.B. Hochdruckerdgas, Wasserstoff, Flüssiggas oder Druckluft, einschließlich der dazugehörigen Anlagen, sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Lagerung, der Ein- und Ausspeicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern, Forschung und Entwicklung im Bereich der Errichtung und des Betriebs von Anlagen zur Speicherung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern, Errichtung, Erwerb und Betrieb von Anlagen zur Gewinnung, zum Transport und zur Lagerung von Sole, einschließlich der dazugehörigen Anlagen sowie Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Gewinnung, des Transports und der Lagerung von Sole. Das Unternehmen unterliegt mit dem Betrieb ihrer Erdgasspeicher der bergbaulichen Aufsicht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht. Aus gleichem Grund wurden einzelne Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher gesondert im Anhang aufgegliedert und erläutert. In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle Mio. EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Anschaffungskosten (d. h. dem Nennwert) bewertet.

Für die planmäßigen Abschreibungen werden, soweit nicht anlagenspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen ist, die branchenüblichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Im Zugangsjahr werden die planmäßigen Abschreibungen zeitanteilig vorgenommen. Grundsätzlich kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie vor dem 1. Januar 2010 zugegangen sind, zum Teil degressiv mit Methodenwechsel abgeschrieben. Wesentliche Auswirkungen ergeben sich daraus nicht.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis 250 Euro werden in Anlehnung an die steuerlichen Grenzwerte im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen 250 Euro und 1.000 Euro, welche nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft wurden, ist der jährlich zu bildende steuerliche Sammelposten in die Handelsbilanz übernommen worden. Der Sammelposten wird pauschalierend mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier Folgejahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen steht mit den Anschaffungswerten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten zu Buche. Auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei dem Bewertungsverfahren der Vorräte in den Gasspeichern wird das Verbrauchsfolgeverfahren Lifo unterstellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 Prozent Rechnung getragen. Am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnete Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Die latenten Steuern werden auf Ebene des Organträgers, der EWE AG, berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Grundlage eines Steuersatzes von 30 Prozent.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Pensionären und aus Anwartschaften sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) auf Basis der modifizierten Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82 Prozent p.a. (Vorjahr 1,78 Prozent p.a.) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 HGB) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Zur Ermittlung des Zinssatzes wird ein vergangenheitsbezogener Zeitraum von 10 Jahren herangezogen (§ 253 Abs. 2 HGB). Einkommenssteigerungen sind wie im Vorjahr mit einem Prozentsatz von 2,50 Prozent p.a. eingerechnet. Unverändert zum Vorjahr wurden Rentenanpassungen für Pensionsfondsleistungen in Höhe von 1,00 Prozent p.a. sowie Anpassungen für unmittelbare Zusagen in Höhe von 2,25 Prozent p.a. (4,00 Prozent p.a. bei entsprechender Mindestanpassung) berücksichtigt. Des Weiteren wird wie im Vorjahr eine Fluktuation von 1,00 Prozent p.a. unterstellt. Neben den Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und den am Bilanzstichtag bestehenden Anwartschaften sind auch Verpflichtungen für Deputate im Ansatz enthalten.

Die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung für Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis nach dem 31. August 2007 begonnen hat, wird über den EWE-Treuhandverein finanziert. Dabei führt die EWE GASSPEICHER GmbH die erforderlichen Mittel zur Finanzierung der Altersversorgung im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) einem Treuhandvermögen zu, welches vom EWE-Treuhandverein verwaltet wird. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Sie wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um zum beizulegenden Zeitwert bewertete Zielfonds, deren ertrags- und risikoreicher Aktienanteil sich mit näherndem Rentenbeginn zugunsten sicherheitsorientierter Anlagen wie Anleihen und Geldmarktanlagen verringert. Übersteigt zum Ende des Geschäftsjahres der Barwert der Garantieleistungen den Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände, entspricht der Erfüllungsbetrag diesem Barwert und es wird eine Pensionsrückstellung ausgewiesen. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet.

Für Sterbegeldrückstellungen wurde bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins in Höhe von 1,74 Prozent p.a. (Vorjahr 1,44 Prozent p.a.) in Ansatz gebracht.

Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostenverhältnisse in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Künftig erwartete Preissteigerungen werden mit 2,00 Prozent p.a. berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr sind die Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens der EWE GASSPEICHER GmbH.

in Mio. Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 2,6 0,2 0,0 0,7 3,5
Geleistete Anzahlungen 0,7 0,0 0,0 -0,7 0,0
3,3 0,2 0,0 0,0 3,5
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 147,6 2,2 -0,2 0,0 149,6
Technische Anlagen und Maschinen 953,7 5,2 -2,8 0,7 956,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,5 0,2 0,0 0,0 2,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1,1 11,0 0,0 -0,7 11,4
1.104,9 18,7 -3,1 0,0 1.120,5
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,9 0,3 0,0 0,0 1,2
Beteiligungen 0,1 0,1 0,0 0,0 0,2
0,9 0,4 0,0 0,0 1,3
Gesamt 1.109,1 19,3 -3,1 0,0 1.125,3
in Mio. Euro Abschreibungen zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen zum 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 1,8 0,4 0,0 0,0 2,3
Geleistete Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
1,8 0,4 0,0 0,0 2,3
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73,1 3,4 -0,2 0,0 76,3
Technische Anlagen und Maschinen 638,4 14,8 -1,5 0,0 651,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,5 0,3 0,0 0,0 1,8
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
713,0 18,5 -1,8 0,0 729,7
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamt 714,8 18,9 -1,8 0,0 732,0
in Mio. Euro Buchwerte 31.12.2023 Buchwerte 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 1,2 0,8
Geleistete Anzahlungen 0,0 0,7
1,2 1,4
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73,3 74,5
Technische Anlagen und Maschinen 305,2 315,3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,9 1,0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11,4 1,1
390,8 391,9
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,2 0,9
Beteiligungen 0,2 0,1
1,3 0,9
Gesamt 393,3 394,2

Im Geschäftsjahr 2023 verringerte sich das Netto-Anlagevermögen im Vorjahresvergleich um lediglich 1,1 Mio. Euro. Die in Vorjahren getätigten niedrigen Investitionen auf konstantem Niveau sorgen für ein stabiles Abschreibungslevel, dem in diesem Jahr - in nahezu deckungsgleicher Höhe - Invesitionen gegenüberstehen. Im Wesentlichen sind hier die Anbindung der Standorte an die Gasleitung Wilhelmshaven-Leer, Kosten im Zusammenhang mit dem Projekt Clean Hydrogen Coastline sowie der Erwerb von Kissengas zu nennen.

Die Zugänge im Finanzanlagevermögen resultieren - sowohl bei den Beteiligungen an verbundenen Unternehmen als auch bei den sonstigen Beteiligungen - aus Einzahlungen in die jeweiligen Kapitalrücklagen der Bremer Wasserstoff GmbH beziehungsweise sder Turneo GmbH.

2. Wesentliche Beteiligungen

in Tsd. Euro Name und Sitz der Gesellschaft Anteil in % 31.12.2023 Eigenkapital Jahresergebnis
Verbundene Unternehmen
Bremer Wasserstoff GmbH, Bremen 50,0 1.841,0 -24,8 1)
Sonstige Beteiligungen
Turneo GmbH, Oldenburg 50,0 13,1 -87,7 2)

1) Geschäftsjahr 2023

2) Geschäftsjahr 2022

3. Vorräte

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,3 0,3
Gasvorräte 0,4 0,4
Geleistete Anzahlungen 0,2 0,0
Gesamt 0,9 0,7

Die Bewertung der Gasvorräte zum 31. Dezember 2023 ergab einen Unterschiedsbetrag gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB (zwischen dem Wertansatz nach Lifo und dem höheren Marktpreis) in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro).

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Mio. Euro 31.12.2023 davon RLZ *) über 1 Jahr 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1,7 0,0 2,7
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 58,7 0,0 66,8
Sonstige Vermögensgegenstände 2,5 0,0 2,6
Gesamt 62,9 0,0 72,1

*) Restlaufzeit

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Cash Pooling gegenüber der EWE AG in Höhe von 51,6 Mio. Euro (Vorjahr 58,3 Mio. Euro), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5,4 Mio. Euro (Vorjahr 8,1 Mio. Euro) sowie Forderungen aus Ergebnisabführung gegenüber der EWE AG in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr 0,0 Mio. Euro).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Energie-/Stromsteuer in Höhe von 2,5 Mio. Euro.

5. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der EWE GASSPEICHER GmbH beträgt unverändert 40,0 Mio. Euro.

6. Kapitalrücklage

Die Höhe der Kapitalrücklage beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 120,1 Mio. Euro.

7. Rückstellungen

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen 24,6 22,7
Sonstige Rückstellungen 187,0 173,2
Gesamt 211,6 195,9

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rekultivierungsaufwendungen für den Rückbau von Gaskavernen sowie sonstige Personalrückstellungen. Verpflichtungsänderungen bei den Rückstellungen für Pensionen aus einer Änderung des Rechnungszinses werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Das zu den Rückstellungen für Pensionen korrespondierende Planvermögen wird im Folgenden näher erläutert.

Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des beim EWE Treuhandverein e. V., Oldenburg, angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet. Aufgrund des weiterhin schwierigen Marktumfeldes für Geldanlagen übersteigt der Erfüllungsbetrag den Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände. Der Differenzbetrag ist Bestandteil der Pensions- bzw. sonstigen Rückstellungen.

in Tsd. Euro fondsgebundene Direktzusage Entgeltumwandlung Lebensarbeitszeitkonten 31.12.2023
Beizulegender Zeitwert der CTA-Vermögen 1.257,3 1.009,1 1.345,6 3.612,0
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.286,8 1.009,7 1.351,4 3.647,9
Überschuss des Deckungsvermögens über die Verpflichtungen - - - -
Überschuss der Verpflichtungen über das Deckungsvermögen 29,5 0,6 5,9 36,0
Anschaffungskosten der CTA-Vermögen 868,6 754,0 1.261,4 2.884,0
in Tsd. Euro fondsgebundene Direktzusage Entgeltumwandlung Lebensarbeitszeitkonten 31.12.2022
Beizulegender Zeitwert der CTA-Vermögen 1.018,5 824,1 999,3 2.841,9
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.043,3 828,5 1.047,5 2.919,3
Überschuss des Deckungsvermögens über die Verpflichtungen - - - -
Überschuss der Verpflichtungen über das Deckungsvermögen 24,7 4,4 48,1 77,2
Anschaffungskosten der CTA-Vermögen 745,4 669,1 1.014,1 2.428,6

Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden ausgeschütteten Erträge, die Abschreibungen aufgrund des Zeitwertrückgangs sowie die Verrechnungen mit den Zinsaufwendungen der korrespondierenden Erfüllungsbeträge der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2023 stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. Euro 2023 2022
Nettoertrag aus dem CTA-Vermögen 314,5 272,3
Zinsaufwand aus der korrespondierenden Pensionsrückstellung -314,1 -248,4
Saldo aus der Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen 0,4 23,9

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 1,5 Mio. Euro). Der Betrag ist im Rahmen von § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB nicht ausschüttungsgesperrt.

8. Verbindlichkeiten

in Mio. Euro 31.12.2023 RLZ *) bis zu 1 Jahr RLZ *) über 1 Jahr davon RLZ *) größer 5 Jahre 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,7 1,6 0,1 0,0 5,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 76,8 26,8 50,0 0,0 102,8
Sonstige Verbindlichkeiten 6,9 6,9 0,0 0,0 3,2
davon aus Steuern (0,2) (0,2) (0,0) (0,0) (0,2)
Gesamt 85,4 35,3 50,1 0,0 111,0

*) Restlaufzeit

Die aufgeführten Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der EWE AG aus einem langfristigen Darlehensvertrag in Höhe von 70,0 Mio. Euro (Vorjahr 90,0 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5,4 Mio. Euro (Vorjahr 6,0 Mio. Euro).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9. Umsatzerlöse

in Mio. Euro 2023 2022
Vermietung von Speicherkapazitäten 220,7 192,1
Sonstige Dienstleistungen 2,2 2,6
Gesamt 222,9 194,7

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der inländischen Vermarktung von Speicherkapazitäten und sind im Periodenvergleich deutlich um 28,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

10. Andere aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen umfassen aktivierte Arbeitsstunden für diverse Wasserstoffprojekte.

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten hauptsächlich Erträge aus dem Verkauf von nicht mehr benötigtem Sachanlagevermögen.

12. Materialaufwand

in Mio. Euro 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23,4 18,3
Aufwendungen für bezogene Leistungen 13,5 14,3
Gesamt 36,9 32,6

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und Leistungen betreffen zum überwiegenden Teil Aufwendungen für Gas- und Strombezüge sowie für den Betrieb und die Instandhaltung der Gasspeicher und sind im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen.

13. Personalaufwand

in Mio. Euro 2023 2022
Löhne und Gehälter 10,9 9,6
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3,9 3,7
davon für Altersversorgung (2,3) (2,1)
Gesamt 14,8 13,3

Der Personalaufwand enthält nicht den im Zinsergebnis ausgewiesenen Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen.

14. Abschreibungen

Dieser Posten enthält planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 18,9 Mio. Euro (Vorjahr 20,0 Mio. Euro).

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zuführungen zu den Rekultivierungsrückstellungen in Höhe von 7,8 Mio. Euro (Vorjahr 17,6 Mio. Euro), Dienstleistungs- und Mietaufwendungen gegenüber Konzerngesellschaften in Höhe von 4,9 Mio. Euro (Vorjahr 4,8 Mio. Euro) sowie Beratungsaufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr 3,3 Mio. Euro).

16. Zinsergebnis

in Mio. Euro 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3,8 0,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1,0 -2,1
Gesamt 2,8 -1,9

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten Zinserträge aus dem Cash-Pooling mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,2 Mio. Euro). Ferner sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr 0,0 Mio. Euro) enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsen für langfristige Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro). Ferner sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen von Rückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr 1,1 Mio. Euro) enthalten.

17. Steuern

in Mio. Euro 2023 2022
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -34,6 -32,6
Sonstige Steuern -2,3 -1,2
Gesamt -36,9 -33,8

Mit der EWE AG besteht eine ertragsteuerliche Organschaft. Demzufolge weist die EWE GASSPEICHER GmbH als Organgesellschaft gegenüber dem Organträger EWE AG einen Aufwand aus Steuerumlagen in Höhe von 34,6 Mio. Euro (Vorjahr 32,6 Mio. Euro) aus.

Die sonstigen Steuern betreffen Strom- und Energiesteuern auf den Selbstverbrauch.

18. Ergebnisabführung

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags wurden 92,5 Mio. Euro (Vorjahr 66,1 Mio. Euro) an die Gesellschafterin EWE AG abgeführt.

19. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag resultieren Verpflichtungen aus einem Bestellobligo in Höhe von 4,5 Mio. Euro (Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Bei den Verpflichtungen aus dem Bestellobligo ist bei vertragsgemäßer Erfüllung durch den Geschäftspartner von einem Liquiditätsabfluss in entsprechender Höhe auszugehen.

Für vor dem Wirksamwerden der Abspaltung begründete Versorgungsverpflichtungen auf Grund des Betriebsrentengesetzes haftet die EWE GASSPEICHER GmbH in einem Zeitraum von zehn Jahren nach der Abspaltung. Zusätzlich haftet die EWE GASSPEICHER GmbH unbeschränkt für alle - auch rückständigen - Ansprüche aus den übergegangenen Arbeitsverhältnissen. Auf Basis der zukünftig erwarteten Geschäftsentwicklung ist nach gegenwärtigem Erkenntnisstand nicht mit einer Inanspruchnahme innerhalb der Zehnjahrespflicht zu rechnen.

Weiterhin bestehen im geschäftsüblichen Umfang Verpflichtungen aus kurzfristigen Miet-, Bezugsverträgen für Strom- und Gaslieferungen sowie sonstigen Dienstleistungsverträgen.

Ergänzende Angaben

20. Honorar des Abschlussprüfers

Für die Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechneten Gesamthonorars verweisen wir auf den Anhang im Konzernabschluss der EWE AG, in den die EWE GASSPEICHER GmbH als Tochterunternehmen einbezogen ist.

21. Beziehungen zu den Gesellschaftern

Die EWE AG (HRB 33), Oldenburg, ist zum 31. Dezember 2023 alleinige Gesellschafterin der EWE GASSPEICHER GmbH. Die EWE GASSPEICHER GmbH wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der EWE AG, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt sowie in den Konzernabschluss der Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband Beteiligungsgesellschaft mbH (HRB 201794), Oldenburg, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften im Unternehmensregister veröffentlicht.

22. Pflicht zur Aufstellung eines (Teil)-Konzernabschlusses

Die EWE GASSPEICHER GmbH ist aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der EWE AG, Oldenburg, gemäß § 291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie Konzernlageberichts nach § 290 HGB befreit. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und -lageberichts der EWE AG erfolgt nach § 315e HGB unter Anwendung EU-konformer IFRS und mit befreiender Wirkung für die EWE GASSPEICHER GmbH.

23. Angaben zu den Organen

Geschäftsführung

Peter Schmidt

Geschäftsführer, Oldenburg

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung bzw. der früheren Mitglieder der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

24. Mitarbeiter

2023 2022
Vollbeschäftigte 103 93
Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen 18 12
121 105
Auszubildende und Praktikanten 3 1

Unter den Vollbeschäftigten und Teilzeitbeschäftigten werden auch befristete Arbeitsverhältnisse ausgewiesen.

25. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen nach § 6b Abs. 2 EnWG

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen bestehen vor allem in dem Bezug von Energie in Höhe von 19,5 Mio. Euro (Vorjahr 15,9 Mio. Euro) sowie Dienstleistungen in Höhe von 4,9 Mio. Euro (Vorjahr 4,8 Mio. Euro). Zudem ist die EWE GASSPEICHER GmbH in das konzernweite Cashpooling der EWE AG einbezogen und es wurde seitens der EWE AG ein langfristiges Darlehen gewährt.

26. Angaben nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Nach Maßgabe des § 6b Abs. 3 EnWG ist die EWE GASSPEICHER GmbH zur Kontentrennung verpflichtet. Die EWE GASSPEICHER GmbH ist im Jahr 2023 ausschließlich im Tätigkeitsbereich "Gasspeicherung" tätig gewesen. Somit entfällt die Einrichtung getrennter Konten für die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche. Die Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 entsprechen deshalb der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich "Gasspeicherung", weshalb auf eine gesonderte Darstellung des Tätigkeitsabschlusses verzichtet wurde.

27. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Art, Zweck, Risiken und Vorteile für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen nicht vor.

28. Wesentliche nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen nicht vor.

29. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Oldenburg, den 15. März 2024

Die Geschäftsführung

Peter Schmidt

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EWE GASSPEICHER GmbH, Oldenburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EWE GASSPEICHER GmbH, Oldenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EWE GASSPEICHER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Bremen, den 9. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carsten Möller, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 04.07.2024 festgestellt.

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