Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 3992
Vorher
TriOS Meß- und Datentechnik GmbH
Eingetragen
15.1.1998
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Meßsystemen für die Gewässer- und Umweltanalytik, die Entwicklung von Systemen für das Datenmanagement, die Erstellung und den Vertrieb von Hard- und Software sowie aller damit im Zusammenhang notwendigen Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karin Munderloh
seit 22.1.2009
Prokura
Rüdiger Heuermann
seit 10.8.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TriOS Mess- und Datentechnik GmbH

Rastede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die TriOS Mess- und Datentechnik GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg unter HRB 3992, war zum 31.Dezember 2023 mit einem Stammkapital von 25.564,59 Euro ausgestattet. Herr Rüdiger Heuermann, Rastede, ist seit 2000 alleiniger Gesellschafter.

Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Messgeräte für die Meeresforschung, Trink- und Abwasserüberwachung, industrielle Überwachung, Schiffseinsatz, etc. Das Produktprogramm umfasst Fluorometer, Photometer, Trübungsmessgeräte und eine Reihe von zusätzlichen Sensoren und Kontrollgeräten.

Entwicklung, Produktion und Verwaltung befinden sich auf gemieteten Grundbesitz der TriOS Investment GmbH & Co. KG, die sich ebenfalls zu 100% im Besitz von Herrn Rüdiger Heuermann befindet, in Rastede. Die Fertigung umfasst dabei die Zerspanung, PCB-Bestückung, Gerätemontage und Labore für die Kalibrierung der Geräte. Die Fertigungstiefe ist als sehr hoch zu bezeichnen.

Der weltweite Vertrieb wird von Rastede aus gesteuert, mit 4 eigenen Außendienstmitarbeitern und 2 Mitarbeiterin im Innendienst. Hierüber wird ein weltweit gespanntes Distributorennetzwerk betreut und stetig erweitert. Des Weiteren bestehen mehrere OEM-Lieferverträge mit anderen Unternehmen. Service, Support und Produktschulungen werden von 4 Mitarbeitern per E-Mail und/oder Telefon zentral gewährleistet. Der Vor-Ort Support wird durch die Distributoren durchgeführt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Aufgrund vieler internationaler Programme und behördlichen Auflagen entwickelt sich der Markt für Geräte für die Wasserüberwachung stetig positiv. Ein wesentlicher Punkt ist und wird in Zukunft die Sensorik für die Nitratüberwachung sein, da international die Problematik steigender Nitratkonzentrationen im Grund- und Trinkwasser durch die jahrzehntelange intensive Landwirtschaft zunimmt. Die TriOS Mess- und Datentechnik GmbH ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Sensorik in diesem Gebiet.

Verstärkte Regulierungen in der Schifffahrt durch die IMO (International Maritime Organisation), durch die alle Schiffe weltweit (ca. 90.000) (sofern diese weiterhin mit Schweröl betrieben werden sollen) mit Rauchgasentschwefelungsanlagen (Scrubber) ausgerüstet sein müssen (MEPC.259(68), 10.1.3.3), schaffen ein sehr großes Potential für Online-Messtechnik. In Abhängigkeit von der Schiffsgröße sind mehrere Messsysteme erforderlich pro Schiff. Dieses betrifft vor allem die Sensorik zur Bestimmung der PAK-Konzentrationen. Hierfür verfügt die TriOS Mess- und Datentechnik GmbH über ein vom DNV seit vielen Jahren zertifiziertes Gerät (enviroFlu-HC), das einen sehr hohen Anteil am Weltmarkt hält. Zusätzlich wurde ein Gesamtsystem zur Waschwasserüberwachung entwickelt und von verschiedenen Zertifizierungsstellen bereits zertifiziert.

Der Auftragseingang erholt sich nach der Pandemie nur schleppend und war auf einem niedrigen Niveau, insbesondere da fast alle Werften in China durch die Null-Corona Politik der chinesischen Regierung noch bis Ende November 2022 geschlossen waren und daher keine Umbauten stattfanden. Mit den wichtigsten Firmen in diesem Bereich konnten langfristige Lieferverträge geschlossen werden, so dass der dominierende Marktanteil auch in den Folgejahren gesichert ist.

Hierdurch ergibt sich eine zeitliche Verschiebung des geplanten Wachstums. Es ist zwar nach wie vor nur ein geringer Anteil der Weltflotte mit Abgasreinigungssystemen ausgestattet, aber derzeit ist eine zuverlässige Prognose ab wann sich der Markt hierfür wieder erholt hat nicht zu geben

2. Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr um 11 % von ca. 15.936 T€ in 2022 auf ca. 17.666 T€ in 2023.

3. Ertragslage

Die TriOS Mess- und Datentechnik GmbH hat im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss nach Steuern von 3.929 T€ erwirtschaftet (i. VJ. 3.754 T€). Dieses entspricht einer Erhöhung um 5 %. Die Einnahmen aus Fördermitteln erhöhten sich um ca. 56 T€ auf ca. 146 T€ in 2023.

Der Materialaufwand ist um ca. 431 T€ auf 3.490 T€ gestiegen. Der im Branchenvergleich niedrige Materialaufwand ist begründet in der sehr hohen Fertigungstiefe der TriOS Mess- und Datentechnik GmbH. Bedingt durch die Preissteigerungen bei Halbleitern, aber auch bei den Halbzeugen ist die Materialaufwandsquote geringfügig gestiegen.

Da alle Ausgangsrechnungen in Euro ausgestellt werden, sind Währungsschwankungen für die Ertragslage der GmbH nicht relevant.

4. Vermögens- und Finanzlage

Der Jahresüberschuss wird unvermindert als Gewinnvortrag geführt. Hieraus ergibt sich zum 31.12.2023 ein Eigenkapital in Höhe von 16.086 T€.

Die Bilanzsumme verringert sich gegenüber dem Vorjahr um 10.344 T€ auf 20.398 T€.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Vermögens- und Ertragslage in 2023 insgesamt stabil geblieben ist. Die Finanzlage ist aufgrund der vergleichsweise hohen Kassen- und Bankguthaben als sehr stabil zu kennzeichnen.

5. Wichtige Ereignisse

Die Gesellschaft ist seit 2010 nach ISO9001/2008 bzw. ISO9001/2015 zertifiziert. Im März 2023 erfolgte ein Re-Zertifizierungsaudit, welches die Aufrechterhaltung des Zertifikates bestätigte.

Des Weiteren bestehen diverse Zertifizierungen (GOST-Zertifikat, DNV Type Approval, etc.) für Einzelgeräte, die für eine Sicherung der Marktposition erforderlich sind.

Für die Gesellschaft wurde die vorhandene Unternehmensplanung mit 5-Jahres-Prognosen fortgeschrieben.

Die mehrjährige Geschäftsplanung wurde unverändert flankiert durch strategische Maßnahmen.

Für die folgenden Jahre sind keine größeren Investitionen in Anlagen und Maschinen geplant.

Das internationale Netzwerk an Distributoren wurde weiter ausgebaut und vertieft. Insbesondere ist hier der Asiatisch-pazifische Raum zu nennen, in dem das deutlichste Umsatzwachstum erwartet wird. Auch in 2023 wurden eine Vielzahl von Produkt und Serviceschulungen für unsere Geschäftspartner durchgeführt, mit dem Ziel Vertriebs- und Serviceleistungen auf dem bestehenden sehr hohen Niveau zu halten.

6. Personal

Der Personalstand der TriOS Mess- und Datentechnik GmbH zum 31.12.2023 beträgt 81 Mitarbeiter. Für die folgenden Jahre ist eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl geplant, um das geplante Umsatzwachstum zu erreichen.

7. Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr wurden Entwicklungsprojekte, sowohl innovative Neu- als auch Weiterentwicklungen von bestehenden Technologien fortgeführt und teilweise abgeschlossen. Diese sind zum Teil eigenfinanziert, aber auch zum Teil durch Förderprogramme des BMBF oder des BMWi kofinanziert.

8. Investitionen

Unverändert wurden operative Investitionsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2023 restriktiv behandelt. Es wurden insgesamt Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 742 T€ getätigt.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Marktrisiken

Die Applikationen der Wasserüberwachung sind nach wie vor vielfältig und weiterhin stark wachsend vorhanden. Eine deutliche Veränderung zu kleineren Mengen ist hier nicht absehbar. Durch die fortgesetzten Marketingaktivitäten und die dadurch erzielte Markenpräsenz der TriOS Mess- und Datentechnik GmbH, ist ein Rückgang des Auftragseinganges in diesem Geschäftsfeld in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Durch die neu entwickelten Geräte speziell für den Trinkwassermarkt ist mit einem deutlichen Ausbau der Marktposition und einem deutlichen Umsatzanstieg hier zu rechnen.

Aufgrund der trägen Konzernstrukturen der größten Mitbewerber ist mit Neuentwicklungen, die Marktbeherrschung gerade im Marinen Scrubber Markt seitens der Gesellschaft betrifft, nicht kurzfristig zu erwarten. Der Schiffsmarkt ist als eher konservativ zu bezeichnen und mehr durch Qualität und Leistungsmerkmale geprägt als durch Preiskämpfe. Durch die langjährige Erfahrung und Präsenz der TriOS Produkte ist hier ein Verlust von hohen Marktanteilen als eher unwahrscheinlich zu bewerten. Es wird eine langsame Erholung des durch die weltweite Pandemie zusammen- gebrochenen Marktes erwartet.

Durch die getätigten Investitionen in 2019 und 2020 sind die Produktionskapazitäten deutlich erhöht worden, so dass auch eine Wiederbelebung des Marktes als auch ein weiterer Anstieg der Nachfrage Rechnung getragen werden kann. Durch den derzeitigen Technologievorsprung der eigenen Produkte und den sehr hohen Qualitätsstandard der Produkte bestehen kaum Risiken für eine drastische Änderung der aktuellen Auftragslage und Situation.

Die Ausbreitung der Kriegsplätze und die allgemein zu spürende Rezession kann Auswirkungen auf das Geschäft der TriOS GmbH haben. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unseren Prognoseberechnungen zu Grunde liegen, nicht als zutreffend erweisen. Die Auswirkungen sind derzeit noch nicht abschätzbar. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf unser Unternehmen. Wir sind im Bereich Notfallmanagement sehr gut aufgestellt, so dass entsprechende Maßnahmen zur Risikovermeidung so weit möglich rechtzeitig erfolgen können.

2. Zins- und finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund des hohen Eigenkapitals mit hohen Cashreserven und des geringen Kreditvolumens ist ein Risiko hier als sehr gering einzustufen. Die Kreditversorgung durch die kreditgebenden Banken ist weiterhin gewährleistet. Die bestehenden Kreditrahmenvereinbarungen wurden nicht in Anspruch genommen, stehen aber ggf. weiterhin zur Verfügung.

3. Ausfallrisiko

Dem Risiko, dass Kundenforderungen nicht bezahlt werden, begegnet die Gesellschaft zum einen durch ein aktives Forderungs- und Mahnwesen, zum anderen durch Vorkasse-Geschäfte bei Neukunden. Durch regelmäßige Mahnläufe werden überfällige Forderungen identifiziert und diesen in der Folge nachgegangen.

4. Beschaffungsrisiko

Die Beschaffungssituation, grade bei Mikrokontrollers, hat sich in 2023 deutlich entspannt. Für neue Produkte wird die Strategie der hohen Lagerhaltung kritischer Bauteile fortgeführt, so dass auch bei einer erneuten Verknappung, z.B. durch die derzeitigen Krisengebiete, keinen nennenswerten Einfluss auf die Lieferfähigkeit haben wird.

Aufgrund der hohen Rentabilität und der sehr hohen Eigenfertigung von Komponenten sind die Risiken einer Preiserhöhung bei Zulieferern als sehr gering einzustufen.

Ein weiteres Risiko besteht in der Verknappung gut ausgebildeter Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt. Hierdurch könnte das geplante Wachstum gehemmt werden. Durch die moderne Gestaltung der Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten und Weiterbildungsmaßnahmen tritt die Gesellschaft diesem entgegen um die Attraktivität zu steigern.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht zu erkennen sind.

5. Chancen

Die gesetzlichen Entwicklungen und steigenden Auflagen bieten aufgrund der Innovationskraft und Flexibilität der TriOS Mess- und Datentechnik GmbH eine Vielzahl von Chancen in dem bestehenden Markt sehr stark zu wachsen. Insbesondere sei hier das weltweite Nitratproblem zu nennen, und die zunehmende Verknappung an sauberem Trinkwasser.

IV. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2024 wurde mit leichtem Wachstum abgeschlossen. Für 2025 wird ein deutlich stärkerer Anstieg der Umsatzzahlen erwartet. Dieses begründet sich aus der langsamen Wiederbelebung des globalen Schiffsmarktes und der damit verbundenen Aufträge. Zudem wird ein überproportionales Wachstum in den Bereichen Trink- und Abwasserüberwachung erwartet, da hier zum einen Nachholbedarf aus den letzten Jahren besteht, und zum anderen zunehmend Marktanteile von Mitbewerbern gewonnen werden.

Grundlage dieser Prognose sind verschiedene Einschätzungen. Die Gesellschaft ist mit innovativen und wettbewerbsfähigen Produkten ausgestattet. Innovationen und kurze Entwicklungszeiten gewährleisten die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft in ihren weltweiten Absatzgebieten und Anwendungsmärkten. Die Neuentwicklungen der letzten Jahre haben sich weltweit etabliert und die Markenpräsenz der TriOS Mess- und Datentechnik GmbH deutlich erhöht. Mit diesen Produkten erwarten wir deutliche Umsatzsteigerungen.

Der konsequente Ausbau des nationalen und internationalen Vertriebsnetzes unterstützt zusätzlich die erfolgreiche Auftragsakquisition, Kontinuität und Ausbau des Mitarbeiterstammes gepaart mit sehr niedriger Fluktuation gewährleisten eine positive Entwicklung der Gesellschaft und der Marktposition.

In 2024 sind 3 Tochtergesellschaften gegründet worden in Malaysia, Australien und Neuseeland. Diese reinen Vertriebsgesellschaften dienen dem weiteren Ausbau des Vertriebes in den Regionen, um dichter am Markt zu sein, und den großen Zeitverschiebungen entgegenzuwirken. Die strategischen Überlegungen, die wir in den letzten Jahren erarbeitet haben, bestätigen die Vorgehensweise zur Weiterentwicklung des Unternehmens.

Für 2025 ist eine deutliche Verstärkung des Vertriebsteams geplant, um u.a. in Europa die Marktposition auszubauen.

Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesem Einschätzungen abweichen.

 

Rastede, den 17. März 2025

Rüdiger Heuermann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.984.355,00 6.385.647,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.484,00 15.807,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 22.484,00 15.807,50
II. Sachanlagen 4.961.871,00 6.369.839,50
1. technische Anlagen und Maschinen 3.212.456,00 4.342.571,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.749.415,00 1.975.106,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 52.162,50
B. Umlaufvermögen 15.305.932,96 24.284.492,50
I. Vorräte 9.413.030,49 10.871.943,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.076.647,92 2.737.449,20
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.076.647,92 2.737.449,20
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 479,99
III. Wertpapiere 492,88 492,88
1. sonstige Wertpapiere 492,88 492,88
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.815.761,67 10.674.606,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 107.436,81 72.532,51
Bilanzsumme, Summe Aktiva 20.397.724,77 30.742.672,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 16.086.360,62 27.656.839,20
I. gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 12.131.274,61 23.876.945,99
III. Jahresüberschuss 3.929.521,42 3.754.328,62
B. Rückstellungen 2.135.625,00 1.139.388,00
C. Verbindlichkeiten 2.175.739,15 1.946.444,81
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.158.871,77 1.633.633,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 975.000,00 1.625.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.016.867,38 312.811,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.002.070,58 288.076,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.153,95 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 20.397.724,77 30.742.672,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.662.688,08 12.753.226,51
2. Personalaufwand 4.286.618,54 3.507.485,05
a) Löhne und Gehälter 3.671.249,54 2.996.445,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 615.369,00 511.039,07
3. Abschreibungen 1.630.888,13 1.880.405,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.630.888,13 1.880.405,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.225.283,37 2.103.153,37
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 4.578,07 610,50
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.527,03 28.676,36
davon aus Abzinsung 89,00 838,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.873,50 21.718,66
davon aus Abzinsung 61,00 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.571.172,51 1.512.117,00
8. Ergebnis nach Steuern 3.940.379,06 3.757.023,62
9. sonstige Steuern 10.857,64 2.695,00
Jahresüberschuss 3.929.521,42 3.754.328,62

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die TriOS Mess-und Datentechnik GmbH hat ihren Sitz in Rastede. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter HRB 3992 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB auf und wird gemäß den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt, wobei die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB).

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs.1 Satz 2, 266 ff. HGB).

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Dies gilt auch für im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Ausnahme der geringwertigen Wirtschaftsgüter. Die Anschaffungskosten der geringwertigen Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG werden in voller Höhe abgeschrieben.

Bei den Vorräten wurden die erworbenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den durchschnittlichen Einstandskosten der letzten 12 Monate bewertet. Die übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellkosten (Fertigungs- und Materialeinzelkosten) bewertet. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Voraus bezahlte Aufwendungen für das folgende Geschäftsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Das Anlagevermögen wird in dem nachfolgend ausgewiesen Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 mit den einzelnen Posten gesondert aufgegliedert und entwickelt (§ 284 Abs. 3 HGB).

Anschaffungskosten Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Zugang Umbuchung (U)
Abgang Umbuchung (U)
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 278.669,72 15.408,35 0,00 297.965,57
3.887,50 (U)
2. Geleistete Anzahlungen 3.887,50 0,00 3.887,50 (U) 0,00
282.557,22 15.408,35 0,00 297.965,27
3.887,50 (U) 3.887,50 (U)
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.850.948,76 103.140,56 339.617,50 10.796.721,82
182.250,00 (U)
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.290.056,08 492.948,72 436.128,31 5.346.876,49
3. Geleistete Anzahlungen 52.162,50 130.087,50 182.250,00 (U) 0,00
16.193.167,34 726.176,78 775.745,81 16.143.598,31
182.250,00 (U) 182.250,00 (U)
16.475.724,56 741.585,13 775.745,81 16.441.563,88
186.137,50 (U) 186.137,50 (U)
Abschreibungen Stand 01.01.2023
Abschreibungen Zugang
Abschreibungen Abgang
Abschreibungen Stand 31.12.2023
Buchwerte Stand 31.12.2023
Buchwerte Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 266.749,72 8.731,85 0,00 275.481,57 22.484,00 11.920,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3.887,50
266.749,72 8.731,85 0,00 275.481,57 22.484,00 15.807,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.508.377,76 1.124.030,56 48.142,50 7.584.265,82 3.212.456,00 4.342.571,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.314.950,08 498.125,72 215.614,31 3.597.461,49 1.749.415,00 1.975.106,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 52.162,50
9.823.327,84 1.622.156,28 263.756,81 11.181.727,31 4.961.871,00 6.369.839,50
10.090.077,56 1.630.888,13 263.756,81 11.457.208,88 4.984.355,00 6.385.647,00

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 25.564,59 (DM 50.000,00). Es ist vollständig eingezahlt.

Der Gewinnvortrag hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2023 27.631.274,61
Gewinnausschüttung -15.500.000,00
Stand 31.12.2023 12.131.274,61

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die voraussichtlichen Kosten für Personalverpflichtungen (€ 328.628,00), Gewährleistungen (€ 88.400,00) sowie externe Jahresabschluss- und Prüfungskosten (€ 40.500,00).

Verbindlichkeiten (§ 285 Nr.1 und 2 HGB)

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen € 2.175.739,15 (Vj. 971.444,81).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren betragen € 0,00 (Vj. 975.000,00).

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen € 0,00 (Vj. € 0,00).

Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind T€ 1.806 (Vj. T€ 1.899) besichert.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von € 89,00 (Vorjahr € 838,00).

Der Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen gemäß § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von € 61,00 (Vorjahr € 0,00).

Der Posten "Rohergebnis" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von € 245,00 (Vorjahr € 10.303,27).

Der Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthält Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gemäß § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von € 4.578,07 (Vorjahr € 610,50).

6. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse (§ 285 Nr. 27 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB)

Gesamt Sicherung durch Pfandrechte o.ä.
T€ Sicherung T€
Bürgschaften 4.477 Grundschuld 4.477
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
davon betreffend die Altersversorgung 0 0

Angaben zu den beschäftigten Arbeitnehmern (§ 285 Nr. 7 HGB)

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 77 (Vorjahr 71) und setzt sich wie folgt zusammen:

2023
gewerbliche Angestellte 44
kaufmännische Angestellte 33
77

Die gewährten Gesamtbezüge (§ 285 Nr. 9 a HGB)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben zu den Organen (§ 285 Nr. 10 HGB)

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Herrn Dipl.-Physiker Rüdiger Heuermann, Rastede, geführt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Ergebnisverwendungsvorschlag (§ 285 Nr. 34 HGB)

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

26180 Rastede, den 19. September 2024

Rüdiger Heuermann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TriOS Mess-und Datentechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TriOS Mess-und Datentechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TriOS Mess-und Datentechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, den 30. April 2025

FTSP Frisia Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Thomas Christeleit, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Michael Schmädeke, Wirtschaftsprüfer

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