Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Autohaus Wegener Berlin GmbH
Am Juliusturm 54, 13599 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marlies, geb. Pflaum Wegener seit 21.1.2014 | Prokura |
Roberto Wegener seit 21.1.2014 | Geschäftsführer |
Carina Wegener seit 27.1.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Wegener Berlin GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang 2023A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Autohaus Wegener Berlin GmbH, Berlin wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer 131834 in das Handelsregister eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2023 ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen, die in der Zukunft Aufwand darstellen und auf der Passivseite Einzahlungen, die in der Zukunft Ertrag darstellen ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Es bestanden keine drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für erwartete Kosten im Zusammenhang mit Leasingrückläufern in Höhe von TEUR 555, für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 13, nicht genommenen Urlaub in Höhe von TEUR 34, Rückstellung für Tantiemen und Provisionsbeteiligungen in Höhe von TEUR 150, Rückstellung für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 18 sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 19. 3. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 193) 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 2.932. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2030. D. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer sind die folgenden Personen bestellt: Carina Wegener und Roberto Wegener 2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 67 (Vorjahr: 65). 3. Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag sind nicht eingetreten. 4. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 288.414,33 auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 21. Juni 2024 Carina Wegener, Geschäftsführerin Roberto Wegener, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Wegener Berlin GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Wegener GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem für die Überwachung Verantwortlichen unter anderen den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaige Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Berlin, 21. Juni 2024 HPTP
GmbH
Hinkel, Wirtschaftsprüfer Witt-Ladwig, Wirtschaftsprüferin Lagebericht 2023A. Grundlagen des Unternehmens und Wirtschaftsbericht I. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Autohaus Wegener Berlin GmbH verfügt über gültige Händlerverträge der Marken Nissan, Suzuki, Peugeot und MG. Im Westen, Südwesten, Süden und Südosten der Stadt Berlin vertreiben wir an insgesamt vier Standorten die Marke NISSAN mit angeschlossener Werkstatt sowie zusätzlich an drei dieser Standorte die Marke Suzuki und an je einem die Marke Peugeot und MG. Durch die breite Modellpalette unserer Hersteller sind wir für alle Ansprüche im Privat- und Geschäftskundenbereich in allen Preisklassen kompetent. Stets legen wir großen Wert auf eine hohe Qualität, marktgerechte Preisgestaltung sowie kundengerechte Verkaufspolitik und familiengerechte Personalführung. Die Anzahl der Mitarbeiter betrug am Ende des Geschäftsjahres 2023 inkl. Geschäftsführer und Auszubildende 84 (Vorjahr 81). Auch in diesem Geschäftsjahr wurde wieder großer Wert auf die Ausbildung und Mitarbeiterbindung gelegt. II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen sowie Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 stand die Automobilbranche in Deutschland vor bedeutenden Herausforderungen und Entwicklungen, die eng mit den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft waren. Die anhaltende Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Unsicherheiten sowie die globale Chipkrise prägten das Wirtschaftsjahr. Gleichzeitig trieben politische Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität und der nachhaltigen Mobilität den Wandel der Branche voran. Der Trend zur Elektrifizierung hielt zwar grundsätzlich an, gleichzeitig erlebten moderne Benzinmotoren inkl. Mildhybrid-Benziner einen Nachfrageschub. Darüber hinaus veränderten sich auch die Bedürfnisse der Verbraucher, die vermehrt den Kauf von Fahrzeugen mit neuen Technologien und intelligenten Funktionen bevorzugten. Die Energiekosten erholten sich zwar von Ihrem Peak im Vorjahr, beeinflussten jedoch die Betriebskosten weiterhin stark. Das Zinsniveau stieg im Jahr 2023 aufgrund der Inflation und den entsprechenden geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank, was die Finanzierungskosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhte und sich entsprechend hemmend auf die Nachfrage und Kostenseite auswirkte. Insgesamt haben diese Faktoren dazu beigetragen, dass die Automobilbranche und damit auch der Geschäftsverlauf von Autohäusern im Jahr 2023 herausfordernd waren. Im Jahr 2023 erholte sich der PKW-Markt weiter von den pandemiebedingten Rückgängen. Mit einem Plus von 7,3% (+193,3 Tausend EH) und 2,84 Mio. Einheiten blieben die PKW-Neuzulassungen in Deutschland dennoch unter den Vorkrisenwerten (3,6 Mio in 2019). Die Stabilisierung des Gesamtmarktes betraf vor allem gewerblichen Zulassungen (+13,7% bzw. +213,3 TEH), während die margenstärkeren Privat-Zulassungen einen leichten Rückgang verzeichneten (-1,8% bzw. -20 TEH). Der Anteil der privaten PKW-Neuzulassungen betrug 37,7%, der der gewerblichen 32,3,2% des Gesamtmarktes. Nach dem teilweisen Wegfall der staatlichen Subventionen Ende 2022, blieb der Trend zu alternativen Antrieben grundsätzlich bestehen. Ihr Anteil am Gesamtmarkt stabilisierte sich 2023 bei 48,5% (Vorjahr 49,6%, 2021 42,9%, 2020 25,2%, 2019 8,8%). In Summe steigerten sich die Zulassungen bei alternativen um +4,8% gegenüber dem Vorjahr auf 1.379 Tausend Einheiten (Vorjahr 1.315 TEH, 2021 1.125 TEH, 2020 736 TEH, 2019 = 317 TEH). Auf insgesamt 524,2 TEH steigerten sich dabei erneut die Zulassungen für rein batteriebetriebene Fahrzeuge (+11,4%). Dies entspricht einem Marktanteil von 18,4% und liegt damit über dem Niveau der leicht gestiegenen Diesel-Zulassungen (+3%, Marktanteil 17,1%). Die Hybride haben nach wie vor die größte Bedeutung unter den alternativen Antrieben. Sie repräsentieren mit 840 TEH 29,5% des Gesamtmarktes. Während Plugin-Hybridfahrzeuge (PHEV / mit Stecker) nach dem Ausschluss aus der staatlichen Förderung einen deutlichen Einbruch (-51,9% auf 173 TEH) verzeichneten und nur noch 6,1% des Marktes ausmachen, verzeichneten reine Hybride einen deutlichen Zuwachs um +42,7% auf 667 TEH und 23,5% Marktanteil. Insgesamt wurden 840,3 Tausend Hybridfahrzeuge (+1,6%) zugelassen. Die bessere PKW-Verfügbarkeit in 2023 sorgte darüber hinaus für etwas Entspannung am Gebrauchtwagenmarkt. Mit 6,03 Mio. Besitzumschreibungen (+6,9% ggü. dem Rekordtief vom Vorjahr 5,641 Mio. EH) blieb das Niveau aber dennoch deutlich unter dem Vorkrisenniveau von über 7 Mio. Besitzumschreibungen. Obwohl dadurch der Fahrzeugbestand altern, verschieben viele Käufer den Autokauf aufgrund von Unsicherheiten bzgl. der alternativen Antriebe und aus Kostengründen den geplanten Autokauf. Die Angebots- und Verkaufspreise stabilisierten sich in 2023 auf hohem Niveau und liegen trotz minimalem Rückgang ggü. dem Vorjahr nach deutlich über den Vorjahren (+18% ggü. 2022). Das Gesamtmarktvolumen an Wartungs-, Reparatur-, und Unfallarbeiten in Deutschland stieg 2023 erneut kräftig um 17,7% auf 33,8 Milliarden EUR (Vorjahr 28,7 Milliarden EUR , 2021 25,9 Milliarden, 2020 27,5 Milliarden). Es liegt damit deutlich über dem Vor-Covid-19 Niveau (2019 30 Milliarden EUR). Ursächlich dafür sind der weiter gewachsene Fahrzeugbestand, mehr Wartungsdurchläufe und aufgrund der allgemeinen Teuerung gestiegene Kosten, die sich in den Werkstattpreisen widerspiegeln. Branchenweit lag die Auslastung der Werkstattkapazitäten bei 87% (Vorjahr 85%, 2021 80%, 2020 79%, 2019 83%). Während die Wartungshäufigkeit pro Pkw stabil auf hohen Niveau liegt, hält der rückläufige Trend bei der Reparaturhäufigkeit pro Pkw an. Ursächlich dafür sind allgemein höhere Fahrzeugqualität und insgesamt gesunkenen Jahresfahrleistung. Für unsere Marke NISSAN zog sich der Trend aus 2022 in der ersten Jahreshälfte fort. Die Lieferfähigkeit normalisierte sich im Laufe des Jahres, was mit einem höheren Preiswettbewerb einherging. NISSAN entwickelte sich 2023 besser als der Gesamtmarkt und konnte mit einem Absatzplus von 21,8% seinen Marktanteil auf 1,1% steigern. Bei Suzuki blieb die Lieferfähigkeit im gesamten Jahr 2023 eingeschränkt, insbesondere auf den beliebten Kleinwagen Suzuki Swift und Suzuki Ignis. Dennoch stiegen die Suzuki-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 61,2% auf 25.123 EH und einen Marktanteil von 0,9% (Vorjahr 0,6%). MG profitierte im Wettbewerbsumfeld stark von sehr guter Lieferfähigkeit seiner E-Fahrzeug-Modelle und steigerte sein Zulassungsergebnis auf 21.223 EH (+35,4%) auf einen Marktanteil von 0,7% (Vorjahr 0,6%). Der Berliner PKW-Gesamtmarkt steigerte sich in unserem Verantwortungsgebiet bei den Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um +26,9 % bzw. 14.399 EH auf 68.002 Einheiten. Wobei mit 13.490 EH der Löwenanteil dieser Steigerung auf gewerbliche Zulassungen, insbesondere der Hersteller Fiat, Renault, Opel, Dacia und Cupra, entfiel. Es ist deshalb anzunehmen, dass die Entwicklung des Gesamtmarktes eher auf taktische Maßnahmen dieser Fabrikate zurückzuführen ist. Bereinigt um diese Effekte liegt das realistische Wachstum des Berliner Gesamtmarkts bei circa +10% gegenüber 2022. Bei den Neuwagen verzeichneten wir über alle unsere Marken in 2023 einen Rückgang beim Auftragseingang von -7,7%. Der Rückgang ist insbesondere auf Suzuki (-30%) zurückzuführen. Hier erschwerte eine mangelnde Verfügbarkeit der Ware sowie das aggressive Auftreten eines Wettbewerbers unser Geschäft. Unsere "jungen" Marken Peugeot (+130%) und MG (+30%) liefen weiterhin gut an und konnten somit einen Teil des Kaufvertragsrückgangs bei NISSAN (-11%) und Suzuki kompensieren. Aufgrund des oben beschriebenen Sondereffekts bei den gewerblichen Berliner Zulassungen ist der Gesamtmarktanteil unserer Fabrikate in Berlin nur bedingt aussagekräftig. Im Privatmarkt bewegte sich dieser jedoch auf Bundesniveau (Nissan 1,5% [Dtl.1,6%] und Suzuki 1,7% [Dtl. 1,2%], Peugeot 1,1% [Dtl.1,2%]). Den Gebrauchtwagenabsatz konnten wir um 23,5% steigern und damit den Rückgang bei Neuwagen in Summe ausgleichen. Das Servicestundenvolumen stieg leicht um 4,2%. Mit einer Auslastung von 80% unserer Werkstattkapazitäten liegen wir leicht unter dem Deutschlanddurchschnitt. Aufgrund des Fachkräftemangels gepaart mit zeit- sowie kostenintensiven Schulungsanforderungen haben wir die Anzahl der Mechatroniker mit Blick auf die Erholung des Servicemarktes auch in 2023 um einen Headcount von 15 auf 16 Mitarbeiter erhöht. Das solide Ergebnis 2023 ist Resultat der Ausweitung unseres Absatzmarktes und Markenportfolios, der Festigung unserer Marktposition als größter NISSAN und Suzuki Händler in der Region Berlin- Brandenburg, sowie der fortwährenden Optimierung unserer Prozesse. Des Weiteren profitierten wir von unserem über viele Jahre aufgebauten guten Ruf im Privatkundensegment. Durch das sinkende Angebot konnten wir unsere Margen ausbauen. Zudem haben wir durch behutsame aber wirksame Maßnahmen auf der Kostenseite die gesunkenen Umsätze abfedern können. III. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens Das Umsatzvolumen konnte im Geschäftsjahr 2023 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen auf 35,91 Mio. EUR (Vorjahr 31,44 Mio. €) gesteigert werden. Die Wareneinsatzquote blieb konstant. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 430,72 T€ (Vorjahr 409,82 T€). Die Eigenkapitalquote beträgt in 2023 23,51% (Vorjahr 29,94%). Die Bilanzsumme beläuft sich auf 15.805 T€ (Vorjahr 11.450 T€). Das Anlagevermögen beträgt 4.198 T€. Vorführwagen sind im Anlagevermögen ausgewiesen und werden über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren anteilig abgeschrieben. Durch fristgerechte Zahlungseingänge, Geldmarktdarlehen und Herstellerfinanzierungen stand im Geschäftsjahr ausreichend Liquidität zur Verfügung. Die Gesellschaft war daher aufgrund der bestehenden liquiden Mittel und des operativen Ergebnisses jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. B. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich innerbetrieblich nicht ereignet. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen des Ukraine Krieges, der Abschwächung der allgemeinen Konjunktur, durch Verunsicherung der Verbraucher und des Fachkräftemangels zeichnet sich jedoch für 2024 erneut eine maßgebliche Beeinträchtigung der geschäftlichen Aktivitäten ab. Ebenso bleibt die Entwicklung des Zinsniveaus, der Energiepreise und die Energiesicherheit volatil. C. Prognosebericht Die Autohaus Wegener Berlin GmbH sieht sich gut aufgestellt für die Zukunft. Wir planen unsere Marktanteile und unsere Bekanntheit in unserem Geschäftsgebiet weiterhin hoch zu halten. Die Fokussierung auf die individuellen Kundenwünsche in unserer Region ist, wie in den vergangenen Jahren, oberste Maxime. Das Marktumfeld wird weiterhin schwierig bleiben. Die Entwicklung im deutschen Automobilhandel wird im Wesentlichen weiter stark von den Herstellern gestaltet werden. Alternative Antriebe werden politisch bedingt langfristig weiter an Bedeutung gewinnen. Aufgrund des abrupten Endes der Elektroautoförderung durch die Bundesregierung im Dezember 2023 und der draus resultierenden Verunsicherung wird sich der Absatz von Elektrofahrzeugen in 2024 abschwächen. Der Diesel wird dennoch weiter unter Druck bleiben, während moderne Benziner Fahrzeuge gefragter sein werden. Eine schwache Elektroauto-Nachfrage wird zunehmend eine Herausforderung im Gebrauchtwagenhandel bei der Vermarktung von Leasingrückläufern darstellen. Die Stadt Berlin setzt zudem instrumentalpolitische Anreize zur Reduzierung des Individualverkehrs (z.B. Umwidmung von Straßenanteilen zu Fahrradspuren, Tempo 30 Zonen). Seit dem Wechsel der Regierung im Berliner Senat ist diesbezüglich eine Entspannung zu spüren aber es bleibt dennoch abzuwarten, inwiefern sich dieser Trend verlangsamt. Die Lieferfähigkeit der Hersteller wird sich in 2024 weiter verbessern. Dies trifft aufgrund des allgemeinen wirtschaftlichen Umfeldes auf zurückhaltende Käufer und wird so zur Rückkehr zu einer aggressiveren Absatzpolitik mit höheren Nachlässen führen. Dies erhöht den Druck auf die Bruttomarge pro Fahrzeug. Unser Hersteller Nissan eröffnet mit innovativen Produkten, so zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität, erfolgversprechende Möglichkeiten für neue und wachsende Geschäftsfelder. Die neuartige und effiziente Antriebstechnologie NISSAN ePower für den NISSAN Qashqai und den NISSAN X-Trail sowie die vollelektrischen Modelle NISSAN Leaf und NISSAN Ariya werden uns helfen, neue Käufer zu gewinnen. Die Umstellung der Suzuki Modellpallette auf Hybrid- Antrieb ermöglicht ebenfalls die aktive Teilnahme unseres Unternehmens am Aufbau von zukunftsfähigen Kundensegmenten. Unsere Vertriebsaktivitäten für Peugeot und MG gehen in das dritte Jahr und die Stückzahlen dieser Marken werden mit der Bekanntheit entsprechend wachsen. Mit der Ausweitung unseres Markenportfolios und unserer Gebrauchtwagenaktivitäten planen wir zudem die weitere Diversifizierung unseres Produktportfolios. Wir sind zuversichtlich, weil wir mit NISSAN neue Modelle haben. Diese sind durch neue Technologien und eine deutlich höhere wahrnehmbare Qualität sehr viel wettbewerbsfähiger. Wir erwarten, dass wir so etablierten Marken Marktanteile abnehmen werden. Suzuki ist als eine der wenigen Marken weiterhin im Kleinwagenmarkt vertreten und MG ist mit kostengünstigen Fahrzeugen im Wachstumssegment Nr. 1 (Elektro) sehr gut positioniert. Strategisch haben wir so einen guten Mix im Markenportfolio: Tradition mit hoher Qualität (NISSAN), Kleinwagen im Preiseinstieg (SUZUKI), designorientierte, europäische Fahrzeuge (Peugeot) und preiswerte E- Autos (MG). Wir sind entschlossen, diese Chancen wahrzunehmen und sind zuversichtlich, dass wir unseren Absatz so bei Neukunden und Stammkunden konstant in einem voraussichtlich herausfordernden Marktumfeld halten können. Wir investieren an unseren Standorten in moderne Erscheinungsbilder unserer Schauräume und errichten für Peugeot am Standort Spandau einen neuen separaten Schauraum. Bei den Investitionen und Sanierungsarbeiten an allen unseren Standorten berücksichtigen wir ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeitsaspekte, errichten hybride Heizkonzepte und ergänzen unsere Energieversorgung mit Photovoltaik. Ein Schlüsselthema der nächsten Jahre wird zudem der Aufbau einer zukunftsorientierten Personalstrategie sein, um dem Fachkräftemangel zu trotzen. Bereits jetzt legen wir auf Vielfalt und ein gesundes Miteinander wert und fördern z.B. mit der jährlichen Teilnahme am Erasmus-Programm den kulturellen Austausch. Die Umsatzerlöse der Autohaus Wegener Berlin GmbH sehen wir mit Produktneueinführungen in einem herausfordernden Marktumfeld auf Niveau des Vorjahres. Auf der Kostenseite werden Kapitalkosten sowie die auf hohem Niveau verharrenden Energiepreise kurzfristig nicht zu kompensieren sein. Wir ergreifen aber bereits mehrere Maßnahmen um die Effekte mittel- bis langfristig abzufedern zu mildern. D. Chancen- und Risikomanagement Die Autohaus Wegener Berlin GmbH verfügt über eine gefestigte Marktposition im Neu- und Gebrauchtwagenmarkt. Wir legen einen Schwerpunkt auf eine seriöse, solide Finanzierung und Bilanzierung. Unsere Organisationsstrukturen werden fortlaufend überprüft und an die wachstums- bedingten Prozessveränderungen sowie den Absatzmarkt angepasst und professionalisiert. Damit können wir möglichen Risiken, die in der zukünftigen Entwicklung der Marktverhältnisse beim Absatz von Neu- und Gebrauchtwagen liegen, erfolgreich begegnen. Unsere beiden neuen Marken MG und Peugeot richten sich in Deutschland und Europa neu aus und haben deshalb die Händlerverträge Ihres Netzes gekündigt. Für beide Fabrikate wurden uns als Zukunftspartner weiterhin neue Verträge zugesichert. Nach einer Übergangsphase verfolgt Peugeot das Ziel sein Händlernetz ab 2027 ins Agentur- Vertragsmodell zu überführen. MG praktiziert dieses Vertriebsmodell bereits heute. Für unser nächstes Geschäftsjahr sehen wir in unserer Kernregion Berlin und Umland keine nennenswerten Risiken für das gewöhnliche Geschäft. Unsere solide Geschäftsgrundlage wird uns dabei helfen die negativen wirtschaftlichen Entwicklungen abzufedern und zu kompensieren.
Berlin, den 21.06.2024 Autohaus Wegener Berlin GmbH Carina Wegener, Geschäftsführerin Roberto Wegener, Geschäftsführer Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 25.06.2024. |
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