RMCA - Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Sven Cziborra seit 8.3.2022 | Geschäftsführer |
Jörg Treinen seit 12.4.2018 | Geschäftsführer |
Joachim Siegfried Cziborra seit 23.10.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
H****** A******* | 12.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 88.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ratio-Mobil Autohandel und Service GmbHGornauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Wirtschaftsbericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen (aus VR Branchen special, Kfz-Handel, Werkstätten und Tankstellen, März 2024) Das Kfz-Gewerbe konnte 2023 seine nominalen Umsätze steigern, und zwar im langfristigen Vergleich mit kräftigen durchschnittlichen Veränderungsraten. Seit Mitte 2023 gehen die Wachstumsraten allerdings wieder etwas zurück. Diese Tendenz lässt sich im Prinzip in fast allen Sparten beobachten, allen voran im Kfz-Handel. Die Entwicklung der nominalen Umsätze ist allerdings einem starken Preiseffekt geschuldet. Preisbereinigt stagnierten 2023 die Umsätze oder gingen sogar teilweise zurück. Seit 2022 lässt sich im Kfz-Gewerbe eine gewisse Kaufzurückhaltung beobachten. Das hängt einerseits mit der inflationsbedingt niedrigen Kaufkraft zusammen. Andererseits scheint den Käufern immer noch eine gewisse Skepsis zu eigen, was die Technologie von Elektrofahrzeugen betrifft. Die Stimmung in der Branche ist dementsprechend weiterhin verhalten, was für 2024 zwar ein positives, aber nur moderates Umsatzwachstum erwarten lässt. Die Ertragslage im Kfz-Gewerbe ist traditionell als zufriedenstellend bis gut einzustufen und ist 2021 in den meisten Sparten kräftig gestiegen. Bis 2024 ist allerdings mit steigenden Kosten zu rechnen. Dabei ist das Kfz-Gewerbe ohnehin schon einem herausfordernden Strukturwandel ausgesetzt, der sich vor allem beim Kfz-Handel und den Tankstellen in einer zunehmenden Konzentration auswirkt. Im Dezember 2023 lief der Umweltbonus, der die Elektromobilität vorangetrieben hatte, kurzfristig aus. Dies belastet die Kunden, die beim Kauf eines Elektrofahrzeuges fest mit der Prämie gerechnet hatten. Hersteller und Handel haben mit entsprechenden Angeboten reagiert, um den Kunden entgegenzukommen und nicht auf bestellten Fahrzeugen sitzen zu bleiben. Dies dürfte dem Kfz-Handel nicht so stark schaden, wie gemeinhin befürchtet. 2. Beschaffung Die Fahrzeughersteller haben ab Mitte 2023 sukzessive ihre Lieferengpässe beseitigt, sodass die Gesellschaft einen großen Teil ihres angesammelten Kunden-Bestellvorlaufs zur Auslieferung bringen konnte. Für vom Hersteller fehlerhaft fakturierte Lagerwagen konnten Kompensationszahlungen in Höhe von insgesamt 210.000 € verbucht werden. Ende 2023 gab es im gleichen Kontext eine Stornierung aller noch offenen Lagerbestellungen und die Einführung von Bestellquoten, die zukünftig eine schnellere Produktionseinplanung von Lagerware sicherstellen sollen. 3. Ertragslage Der Umsatz stieg um TEuro 6.311,2 (34 %) gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg betraf den Neuwagenvertrieb mit 2.554,8 TEuro, und den Gebrauchtwagenvertrieb mit 2.635,7 TEuro. Die verstärkte Auslieferung von Neuwagen führte im zweiten Schritt durch die Inzahlungnahmen zur besseren Verfügbarkeit von attraktiven Gebrauchtwagen. Im Kundendienst stieg der Umsatz um 796 TEuro. Grund hierfür sind die nach wie vor länger werdenden Nutzungsdauern und damit erhöhter Reparaturbedarf. Zudem konnte die Gesellschaft im Bereich Service die Zahl der produktiven Arbeitskräfte erhöhen und so effektiver arbeiten. Das Rohergebnis stieg von TEuro 5.083 auf TEuro 6.506. Dies entspricht einer Änderung gegenüber dem Vorjahr von 28 %. Die Wareneinsatzquote stieg um ca. 1,25 %, was der Verteuerung der Lagerwagen und der günstigen Restwertentwicklung der Leasingrückläufer geschuldet ist. Absolut stieg der Wareneinsatz um TEuro 4.888. Die Personalaufwandsquote sank von 15,68 % auf 12,95 %. Der absolute Anstieg betrug TEuro 312,8. Der Jahresüberschuss stieg um TEuro 673 von TEuro 241 auf TEuro 914 bei nur leicht gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEuro 1.623. 4. Vermögenslage Die Vermögensstruktur des Unternehmens ist durch folgende Anteile an der Bilanzsumme gekennzeichnet: - 32,9 % Anlagevermögen - 53,1 % Vorratsvermögen - 11,7 % Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - 2,2 % flüssige Mittel Im Jahr 2023 erhöhte sich der Fahrzeug- und Ersatzteilbestand um TEuro 225,6. Grund für den Bestandsaufbau war die leicht verbesserte Verfügbarkeit von Neuwagen und aktiver Zukauf aus alternativen Quellen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um ca. 45 % aufgrund des starken Umsatzanstiegs. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,5 % auf TEuro 9.434,4. 5. Finanzlage Die Gesellschaft war im vergangenen Jahr jederzeit in der Lage, alle Zahlungsverpflichtungen fristgemäß zu erfüllen. Das durchschnittliche Zahlungsziel bei Lieferanten lag 2023 bei 2 Tagen (Vorjahr: 2 Tage), bei Kunden lag dieser Wert bei 14 Tagen (Vorjahr: 9 Tage). Laufende Kredite werden kontinuierlich und ordnungsmäßig bedient, die Kapitaldienstfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum 31.12.2023 auf TEuro 3.492,0 (Vorjahr: TEuro 4.364,8). Die Restlaufzeiten betrugen bis zu einem Jahr. 6. Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand zum 31.12.2023 hat sich zum Vorjahr von 65 auf 70 Festangestellte erhöht. Darunter hat sich die Anzahl der Langzeitkranken ohne Bezüge von 2 auf 4 erhöht. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich von 3 auf 4, wobei sie Anfang 2024 durch die Übernahme eines Auslernenden in einen festen Arbeitsvertag wieder auf 3 sinken wird. Die Zahl der Aushilfen blieb mit 3 konstant. Durch die erfolgreiche Suche nach passenden Arbeitnehmern konnten die aktuellen, teils krankheitsbedingten, Lücken in der Personaldecke geschlossen werden. Im Jahr 2023 wurden für Fortbildungsmaßnahmen TEuro 24,7 ausgegeben. Für das laufende Jahr 2024 konnten schon Arbeitsverträge geschlossen werden, um bald in Ruhestand gehende Arbeitnehmer rechtzeitig und mit einer angemessenen Übergabe- und Einarbeitungszeit zu ersetzen. 7. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf - Entwicklung des Rohertrags, - Entwicklung des EBIT und - Entwicklung der Eigenkapitalquote. Der Rohertrag stieg von TEuro 5.082,5 auf TEuro 6.506,4 um TEuro 1.423,9. Damit wurde das angestrebte Zielniveau von 4,9 Mio. Euro erreicht. Das EBIT stieg von TEuro 417,2 auf TEuro 1.435,5. Hier konnte das angestrebte Ziel (EBIT über TEuro 500) erreicht werden. Die angestrebte Eigenkapitalquote von 25,0 % wurde mit 41,6 % weit übererfüllt. II. Risiko- und Chancenbericht 1. Umbruch in der Branche Im Zuge von Digitalisierung, Elektromobilität und Veränderungen im Vertrieb stehen die Unternehmen des Kfz-Gewerbes einem tiefgreifenden Wandel gegenüber. Um in diesem Umfeld bestehen zu können, sind Investitionen in Digitalisierung und die Weiterbildung der Mitarbeiter nötig. Im Neuwagenhandel sowie bei den Tankstellen geht dieser Wandel mit einer zunehmenden Unternehmenskonzentration einher. Als Folge haben sich in diesen beiden Sparten die Umsätze je Unternehmen seit 2010 nahezu verdoppelt. Kleine Autohäuser werden durch Handelsgruppen aufgekauft oder verlegen ihr Geschäftsmodell auf das Werkstattgeschäft beziehungsweise den Gebrauchtwagenhandel. Im Tankstellenmarkt nehmen Konzerne oft kleinere Standorte ganz aus dem Angebot oder verkaufen sie an mittelständische Unternehmen. 2. Folgen der Ukraine-Krise unterschiedlich Für die Jahre 2022 bis 2024 ist allerdings mit steigenden Kosten zu rechnen, was sich negativ auf das Ergebnis auswirken könnte. So sind seit 2022 die Personalkosten gestiegen. Zudem machen sich die gestiegenen Energiekosten bemerkbar, was insbesondere energieintensivere Sparten innerhalb des Kfz-Gewerbes wie etwa die Kfz-Werkstätten betrifft. 3. Branchenrisiken Nach wie vor findet ein Konsolidierungsprozess im Autohandel statt. Die Hersteller streben ein dünneres Händlernetz mit größeren Partnern an. Die Einführung von Agentursystemen mit niedrigeren Margen und kostenintensive CI-Anforderungen sind nur zwei Beispiele, bei denen Großbetriebe deutlich im Vorteil sind und die Kostenrisiken steigen, je kleiner und kleinteiliger eine Handelsgruppe aufgestellt ist. Bei den Fahrzeug-Modellpaletten ist eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Viele Modellvarianten werden ersatzlos gestrichen, und es erfolgt eine Konzentration auf volumenstarke Kernmodelle. Hier sind Exklusiv-Partner gegenüber großen Mehrmarken-Händlern im Nachteil, da sie ihren Kunden nicht immer das gewünschte Modell von einer Fremdmarke anbieten können, sollte es bei der Kernmarke gestrichen worden sein. 4. Kostenrisiken Der größte Kostenfaktor im Unternehmen ist und bleibt das Personal, mit ca. 13% vom Umsatz. Löhne und Gehälter inklusive der Sozialabgaben lagen mit 3.213 TEuro um 11% über dem Vorjahr (2.901 TEuro). Eine weitere Steigerung auch für 2024 ist zu erwarten. Die Energiekosten sind leicht gefallen von 83 TEuro auf 78 TEuro, und spielen in der Risikobetrachtung daher eine untergeordnete Rolle. Die gestiegenen Zinsen belasten vor allem die Fahrzeugbestände. Die Gesellschaft kann diesem Kostenrisiko durch ihre gute Eigenkapitaldecke und Eigenfinanzierung der Warenbestände entgehen. 5. Agenturgeschäft In 2023 verdoppelte sich die Summe der Listenpreise der ausgelieferten Konzern-Großkundenfahrzeuge im Vorjahresvergleich von 1.471 TEuro auf 2.955 TEuro. Die Summe bei den Elektro-Fahrzeugen (CUPRA Born) stieg nur leicht von 561 TEuro auf 606 TEuro. Die Gesamtsumme der über das Agenturgeschäft abgewickelten Fahrzeuge lag somit bei 3.561TEuro - im Vorjahr bei 2.033 TEuro. Dies entspricht einer Steigerung um 75%. Die in Agentur verkauften Fahrzeuge mindern entsprechend die Neuwagen-Umsatzerlöse. 6. Chancen Durch das kontinuierliche Arbeiten an der eigenen Autohaus-Marke mittels Sponsoring bei Vereinen, regelmäßigen Kundenanschreiben, und dem Fahrzeugangebot auf der eigenen Internetseite, kann die Gesellschaft auf einen großen und aktiven Stammkundenanteil zurückgreifen. Während mit der Marke CUPRA als relativ teure designorientierte Marke neue Kundengruppen angesprochen werden, besinnt sich der Hersteller aktuell wieder auf die Markenwerte der SEAT-Modelle und bietet mittels Sondermodellen preislich attraktive Fahrzeuge an. So kann trotz der Reduzierung der Modellpalette eine breite Kundenschicht angesprochen werden. III. Prognosebericht Der Gesellschaft gelang es per 31.05.2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den Bruttogewinn inklusive Hersteller-Boni um 11,6% zu erhöhen, während gleichzeitig die Nettoerlöse um 7,5% stiegen. Der Umsatz stieg um TEuro 768 von TEuro 10.223 auf TEuro 11.001 . Die Personalkosten sind ebenfalls zum Vergleichszeitraum um 9,3% gestiegen, von 888 TEuro auf 971 TEuro Aktuell ist davon auszugehen, dass zum 31.12.2024 der Rohertrag, die Eigenkapitalquote und der EBIT auf einem ähnlichen Niveau liegen wie in 2023.
Gornau, den 20.06.2024 Joachim Cziborra, Geschäftsführer Patrick Cziborra, Geschäftsführer Jörg Treinen, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Ratio-Mobil Autohandel und Service GmbH hat ihren Sitz in Gornau. Sie ist beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 4285 im Handelsregister eingetragen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, vorwiegend im Anhang aufgeführt. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss auf den 31.12.2023 der Ratio-Mobil Autohandel und Service GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den Möglichkeiten des Unterlassens von Angaben (§ 286 HGB) und den möglichen größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. 2. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei technischen Anlagen und Maschinen beträgt die Nutzungsdauer 5 bis 19 Jahre, bei anderen Anlagen sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre. Die im Geschäftsjahr angeschafften Vermögensgegenstände wurden ausschließlich linear abgeschrieben. Vorführer werden über 6 Jahre abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten 1.000,00 Euro nicht übersteigen, wurden sofort abgeschrieben. Die in den Vorjahren gebildeten Sammelposten wurden fortgeführt. 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. 4. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bei der Bewertung der zum Vorratsvermögen gehörenden Kraftfahrzeuge ist zwischen neuen Fahrzeugen, Gebrauchtfahrzeugen und stillgelegten Vorführfahrzeugen unterschieden worden. Die Neufahrzeuge sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Die erworbenen Gebrauchtfahrzeuge sind grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich wurden Abschreibungen auf den Zeitwert vorgenommen. Die stillgelegten Vorführfahrzeuge sind mit ihren Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, deren Höhe nach der Dauer der Nutzung bemessen sind, bewertet. Wertabschläge wegen des Prinzips der verlustfreien Bewertung (retrograde Bewertung) wurden beim Vorratsvermögen in erforderlichem Umfang vorgenommen. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Diese wurden entsprechend dem Grundsatz der Einzelbewertung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Darüber hinaus wurde dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. 6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Diese wurden zum Nominalwert bewertet. 7. Rückstellungen Die Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem erwarteten notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
2. Rückstellungsspiegel
3. Verbindlichkeitenspiegel
1 = Sicherungsabtretung 2 = Eigentumsvorbehalt Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, welche durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, belaufen sich auf TEuro 2.810,5 (Vorjahr: 3.333,5). 4. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen in Höhe von 2.510 TEuro (Vorjahr: 3.060) zugunsten verbundener Unternehmen. Es handelt sich dabei um Kreditinanspruchnahmen zweier Autohäuser aus dem Haftungsverbund eines Finanzierungsrahmenvertrags mit einer Bank zur Fahrzeugfinanzierung. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist grundsätzlich nicht zu rechnen, da die wirtschaftlichen Verhältnisse der Schuldnerunternehmen stabil sind, sämtliche Kapitaldienstverpflichtungen fristgerecht erfüllt werden sowie eine Inanspruchnahme in der Vergangenheit noch nie aufgetreten ist. Zudem dienen die finanzierten Fahrzeugbestände zeitgleich als Sicherheiten gegenüber dem Kreditinstitut. V. Sonstige Pflichtangaben 1. Beschäftigte Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 72 Arbeitnehmer (Vorjahr:61). Außerdem befanden sich im Durchschnitt 3 (Vorjahr: 3) Mitarbeiter in einem Berufsausbildungsverhältnis. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
3. Organmitglieder Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer Joachim Cziborra, Patrick Cziborra und Jörg Treinen geführt. Die Pflichtangaben gemäß § 285 Nr. 9 a und b HGB wurden aufgrund der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. 4. Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft ist an der RATIO MOBIL Zwönitz GmbH zu 100 % beteiligt. Das Stammkapital beträgt TEuro 60 und der Jahresüberschuss beträgt TEuro 549,7. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag gem. § 285 Nr. 34 HGBDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Gornau, den 20.06.2024 Joachim Cziborra,Geschäftsführer Patrick Cziborra, Geschäftsführer Jörg Treinen, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ratio-Mobil Autohandel und Service GmbH, Gornau Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Ratio-Mobil Autohandel und Service GmbH, Gornau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezemeber 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Ratio-Mobil Autohandel und Service GmbH, Gornau, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Dresden, den 20.06.2024 Andreas D. Trapp, Wirtschaftsprüfer |
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