Wucherpfennig Holding GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sabine Dr. Burkhardt seit 12.11.2021 | Prokura |
Stefan Wucherpfennig seit 28.5.2009 | Geschäftsführer |
Thorsten Wucherpfennig seit 28.5.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Wucherpennig Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wucherpfennig GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Grundlagen des Unternehmens Die Wucherpfennig GmbH mit Sitz in Hannover ist als selbstständiges Mehrbetriebsunternehmen im Lebensmitteleinzelhandel tätig. Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäfte in angemieteten Räumen im Raum Hannover. Die Geschäftstätigkeit umfasst das Betreiben des Einzelhandels im Lebensmittelbereich und im lebensmittelnahen Sektor. Hierbei betreibt die Gesellschaft zum 31.12.2023 13 Lebensmittel- bzw. Nahversorger-Märkte und einen Getränkemarkt. Die Gesellschaft bezieht ihre Waren im Wesentlichen von der EDEKA Minden-Hannover. Daneben erwirbt die Gesellschaft von zahlreichen regionalen Lieferanten Produkte aus der direkten Umgebung. Die Nähe zu heimischen Erzeugern sowie Unternehmen ermöglicht eine stärkere Bindung der eigenen Kundschaft, deren Einkaufsverhalten sich in den letzten Jahren spürbar einer Orientierung an heimischen Waren zugewandt hat. Diesen Wünschen und Erwartungen der Kunden wird die Gesellschaft durch einen entsprechend angepassten Warenbezug gerecht. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist weiterhin von den multiplen globalen Krisen und ihren Folgen geprägt. Auf die Corona-Pandemie folgte der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel zeitweise extrem steigen ließ. Der im Herbst 2023 eskalierende Nahostkonflikt sorgte für neue Unsicherheit, zudem traf die jüngste Haushaltskrise Deutschland in einem Moment wirtschaftlicher Schwäche. Angesichts schwieriger Rahmenbedingungen ist die deutsche Wirtschaft 2023 in eine Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank 2023 im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 0,3 Prozent, während in 2022 die größte europäische Volkswirtschaft noch um 1,8 Prozent gewachsen war. Im Jahr 2023 ging der Umsatz des deutschen Einzelhandels gegenüber 2022 inflationsbereinigt um 3,3 Prozent zurück. Bei Lebensmitteln bewegten sich die realen Umsätze im Jahresverlauf in etwa um 5 Prozent unter dem realen Umsatzniveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft a. Ertragslage Bezogen auf den Umsatz aus dem Warengeschäft ergibt sich für die Ertragslage gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr folgende Entwicklung:
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Steuerung sind der Umsatz aus dem Warengeschäft und das Ergebnis nach Steuern. Der Nettoumsatz aus Ware ist um 21,5 Mio. € auf 193,6 Mio. € gestiegen (+ 12,5%). Der Planwert in Höhe von 199,4 Mio. € wurde nicht ganz erreicht. Es konnte in fast allen Märkten und E-Centern eine Umsatzsteigerung erzielt werden, dies auch bedingt durch die Preissteigerungen im Lebensmittelhandel. Der wesentliche Anstieg ist jedoch auf das neue E-Center Hannover-Linden mit dem dazugehörigen Getränkemarkt zurückzuführen. Das neue E-Center ist im Wesentlichen auch für den Anstieg des Personalaufwandes, durch das Einstellen neuer Mitarbeiter, und den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bedingt durch die damit einhergehenden Mietaufwendungen, verantwortlich. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr umsatzbezogen um 0,9 %-Punkte verringert. Das prognostizierte leicht positive Ergebnis nach Steuern konnte nicht erreicht werden, da die Einkaufspreise der Waren und insbesondere der Personalaufwand stärker angestiegen sind als geplant. Des Weiteren hat die Schließung eines Marktes eine Drohverlustrückstellung über 0,7 Mio. € begründet sowie zu einer außerplanmäßigen Abschreibung über 0,5 Mio. € geführt. Kompensierend wirkte ein nicht rückzahlbarer Expansionszuschuss über 0,7 Mio. € für den neuen Markt in Linden.
Insgesamt zeigt das Unternehmen eine rückläufige Ergebnisentwicklung. In Anbetracht der aktuellen schwierigen Situation ist das Geschäftsjahr dennoch zufriedenstellend verlaufen. Die wirtschaftliche Lage kann, unter Herausrechnung der negativen Sondereffekte, weiterhin als gut erachtet werden. b. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr durch das negative Jahresergebnis verschlechtert.
Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.
Die Liquiditätslage, ausgedrückt im Bestand an Bankguthaben, hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 1.101 T€ auf jetzt 1.420 T€ verringert. Im Berichtsjahr haben sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr erhöht. Langfristige Verbindlichkeiten sind insbesondere durch Aufnahme eines Bankdarlehens und eines Finanzierungs-Leasing im Berichtsjahr neu entstanden. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023 stets sichergestellt. Investitionen erfolgten im Geschäftsjahr in Höhe von 5,4 Mio. €, überwiegend in die Betriebs- und Geschäftsausstattung des neuen E-Center Hannover-Linden. Im Anschluss wurde der Großteil der neu angeschafften Anlagen über ein Sale & Lease Back Geschäft abgewickelt. Dies begründet im Wesentlichen die Abgänge zu Buchwerten in Höhe von 4,0 Mio. €. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt 2,1 Mio. €. Für den vergleichbaren Vorjahreszeitraum ergaben sich Abschreibungen von 1,7 Mio. €. Die eingeräumte Kreditlinie unserer Bank in Höhe von 1,0 Mio. € wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen. c. Personelle Situation Die Gesellschaft beschäftigte am 31.12.2023 insgesamt 967 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 12 Auszubildende. Für August 2024 ist die Einstellung von weiteren Auszubildenden vorgesehen. Es gibt einen Personalbeirat. Dieser wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in geheimer Wahl gewählt und vertritt die Interessen des Personals gegenüber der Geschäftsleitung. Er hat ähnliche Rechte und Pflichten wie ein Betriebsrat nach dem Betriebsverfassungsgesetz. Der Personalbeirat wird alle vier Jahre, zuletzt im August 2021, neu gewählt. Die etablierte Abteilung "Personalentwicklung" versetzt die Geschäftsführung in die Lage, innovativ und zukunftsorientiert auf die Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu reagieren. In der Trainings- und Coaching Akademie "TRAWUC" entwickelt und unterstützt die Abteilung Personalentwicklung umfangreiche interne und externe Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Programme und Maßnahmen für Auszubildende in der eigens entwickelten Nachwuchsförderung "NAWUC". Dieses Programm wurde zudem speziell zur Förderung der Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten von jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Unternehmen geschaffen. d. Erklärung zur Unternehmensführung Gemäß § 36 und § 52 Abs. 2 GmbHG haben die Gesellschafterversammlung sowie die Geschäftsführung der Wucherpfennig GmbH in 2020 Zielgrößen für den Frauenanteil in Führungspositionen und Fristen zur Erreichung dieser Zielgrößen erneut beschlossen. Die Geschäftsführung besteht aus zwei Geschäftsführern, den Herren Stefan Wucherpfennig und Thorsten Wucherpfennig. Gemäß der Planung wird, aufgrund der bestehenden Geschäftsführungsstruktur, der Geschäftsführung bis zum Stichtag 31. Dezember 2025 (Ablauf der Frist) keine Frau angehören. Die Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung weist unverändert einen Frauenanteil von 40 % aus (festgelegte Zielgröße: 30 %). Bis zum Stichtag 31. Dezember 2025 (Ablauf der Frist) wird sich dieser Anteil voraussichtlich nicht verringern. Eine zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung existiert nicht. II. Risiken der künftigen Entwicklung Oberstes Ziel der Risikopolitik ist das Bestreben nach stetigem Wachstum und einer Steigerung der Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Unangemessene Risiken sind weitestgehend zu vermeiden oder zu steuern. Aufgabe der Risikoüberwachung ist es, Risiken zu erkennen, zu identifizieren, zu bewerten und zu dokumentieren, sodass geeignete Vorkehrungen getroffen werden können. Die Gesellschaft nutzt zur Unternehmenssteuerung und Risikoüberwachung ein umfangreiches Controlling-System, bestehend aus einem umfassenden Warenwirtschaftssystem. Parallel hierzu werden monatliche Ergebnisermittlungen für den Gesamtbetrieb sowie die einzelnen Märkte erstellt. Die monatlichen Auswertungen werden mit den Planzahlen der Gesellschaft verglichen. Die Geschäftsführung nutzt die vorgenannten Instrumente zur Entscheidungsfindung bei der Steuerung der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist den typischen Geschäftsrisiken der Lebensmittel-Einzelhandelsbranche ausgesetzt. Diese beinhalten die Entwicklung des privaten Verbrauchs an Nahrungs- und Genussmitteln, Wettbewerbsrisiken sowie Risiken, die sich aus der Qualität der gehandelten Waren ergeben. Weiterhin ist die Gesellschaft den Auswirkungen von etwaigen Lebensmittelskandalen ausgesetzt. Wenngleich die Inflation, der Arbeitskräftemangel und die möglichen weiteren Auswirkungen der weltweiten Konflikte sowie den daraus resultierenden Lieferengpässen und der Zurückhaltung der Konsumenten zu berücksichtigen sind, hat die Überprüfung der Risikosituation ergeben, dass derzeit keine Risiken wesentlichen Umfangs bestehen oder drohen, die sich nachhaltig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie den weiteren Geschäftsverlauf des Unternehmens auswirken. III. Chancen der künftigen Entwicklung Viele Konsumenten legen weiterhin ein besonderes Augenmerk insbesondere auf Regionalität, Nachhaltigkeit, Vielseitigkeit und Qualität. In diesen Bereichen ist unser Unternehmen bereits gut und kompetent aufgestellt. Wir sehen es als wesentliche Aufgabe, durch innovative und zukunftsorientierte Entscheidungen, die Ansprüche der Konsumenten zu erfüllen und sogar zu wecken. Hierdurch erschließt sich einerseits die Chance der Kundenbindung und andererseits der Gewinnung von Neukunden. Ein wesentliches Differenzierungsmerkmal des EDEKA-Einzelhandels liegt in seinem unverwechselbaren Sortimentsprofil. Der Einzelhandel hat sich in den vergangenen Jahren als krisensicher und äußerst wettbewerbsfähig erwiesen. Mit unseren individuellen, auf die Kundenbedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Markt- und Sortimentskonzepten sind wir in der Lage, flexibel auf die Herausforderungen des Marktes zu reagieren. Ebenso sehen wir die Gesellschaft mit unserem Nachhaltigkeitskonzept gut aufgestellt. Unser Zukunftskonzept setzt weiterhin verstärkt auf Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit in unserer Produktauswahl. Gezielte Werbemaßnahmen, u.a. in Form einer aktuellen und kundennahen Website, intensivieren den Kontakt zum Kunden und fördern die Kundenbindung. Weitere Chancen einer positiven Entwicklung ergeben sich durch bereits getätigte und zu tätigende Investitionen und Modernisierungen. Die Geschäftsführung hat in Zusammenarbeit mit der Abteilung "Personalentwicklung" das "Wucherpfennig Unternehmensleitbild" entwickelt. Dies ist seit der Veröffentlichung und Implementierung steter Begleiter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmensleitbild wird aktiv gelebt und von der Geschäftsführung begleitet. Eine stete Weiterentwicklung und Überprüfung der Inhalte ist so gewährleistet. IV. Prognosebericht Trotz der Auswirkungen der weltweiten Konflikte in der Ukraine und in Nahost, der weiterhin bestehenden Störungen der Lieferketten, der ungewissen Entwicklung der Inflation sowie der abnehmenden Reallöhne, des Arbeitskräftemangels und der Konsumzurückhaltung der Konsumenten wird grundsätzlich von einer Umsatzentwicklung in Höhe des Vorjahres ausgegangen. Wie sich die Situation weiter entwickeln wird, lässt sich aktuell nicht zuverlässig einschätzen. Es ist aufgrund der derzeitigen Umsatzentwicklung dennoch von keinem Risiko bezüglich der Erreichung des geplanten Umsatzes aus dem Warengeschäft in Höhe von 199 Mio. Euro (Ist 2023: 194 Mio. Euro) auszugehen. Insgesamt gehen wir für das Jahr 2024 daher nach aktueller Einschätzung davon aus, dass ein deutlich besseres Ergebnis als im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht wird, welches jedoch noch weiterhin leicht negativ bleibt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr kann davon ausgegangen werden, dass das 2. Halbjahr weiterhin gut verlaufen wird.
Hannover, den 01.07.2024 Stefan Wucherpfennig, Geschäftsführer Thorsten Wucherpfennig, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Wucherpfennig GmbH, Hannover A. Allgemeine Angaben Die Wucherpfennig GmbH hat ihren Sitz in Hannover und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter der Nr. HRB 2903 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Anlagevermögen Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten und über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzung, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Bandbreite der Nutzungsdauern ist wie folgt zu beziffern:
Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert über 250,00 € bis zu 800,00 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Folgejahr in Abgang gebracht. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert bis 250,00 € werden sofort aufwandswirksam gebucht. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Umlaufvermögen Vorräte Der Ansatz der Waren erfolgt zum gleitenden Durchschnitt (Anschaffungskosten je Artikel) unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips auf den pauschal ermittelten beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedriegeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Dem strengen Niederstwertprinzip wurde mittels Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, werden unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Latente Steuern Von der Möglichkeit der Bildung aktiver latenter Steuern wird Gebrauch gemacht. Latente Steuern werden für alle, sich insgesamt ergebenden, temporären und quasi-permanenten Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Werten gebildet. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Zuschüsse für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in einen Sonderposten eingestellt, der über den Zeitraum einer möglichen Rückforderung durch den Zuschussgeber von 5 Jahren bzw. über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 14 Jahren linear aufgelöst wird. Zuschüsse für Vermögensgegenstände, die im Rahmen eines Sale & Lease Back Geschäft veräußert wurden, werden über die Leasinglaufzeit von 6 Jahren linear aufgelöst. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie sind ausreichend bemessen und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Für die Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen erfolgt die Bewertung in einem Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (sog. projected-unit-credit-Methode). Es erfolgte hierbei die Abzinsung mit dem Zinssatz von 1,82% p.a. (Vorjahr 1,78% p.a.). Es kommen die Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" zur Anwendung. Gehaltssteigerungen sind nicht zu berücksichtigen. Rentensteigerungen werden mit 0,0%, bzw. 1,0% der jeweiligen Versorgungsrente angenommen. Bei den Gutachten werden die Rückstellungen pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Es wird unterstellt, dass die Änderung des Abzinsungssatzes am Ende der Periode eingetreten ist. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden in dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. C. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten Posten der Bilanz Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 17 T€) enthalten. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - bis auf 42 T€ (Vorjahr: 16 T€) der sonstigen Vermögensgegenstände - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern Temporäre Differenzen i.S. von § 274 HGB ergeben sich aus folgenden Bilanzpositionen: - Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen - Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - sonstige Rückstellungen Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von 471 T€ ausgewiesen. Die Bewertung ist mit einem Steuersatz von 30% erfolgt. Die Höhe der sich hieraus insgesamt für die Gesellschaft ergebenden Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt 470.703 €. Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen beinhaltet einen Zuschuss für die Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen im EDEKA-Markt Mendelssohnstr. in Höhe von ursprünglich 43.578,56 €, der über fünf Jahre bis zum 31.08.2024 aufgelöst wird, im E-Center Bothfeld in Höhe von 74.757,70 €, der über 14 Jahre bis zum 30.06.2034 aufgelöst wird, sowie im E-Center Linden in Höhe von 58.008,16 €, der über sechs Jahre bis zum 28.02.2029 aufgelöst wird. Aus der Auflösung dieser Zuschüsse ergibt sich ein sonstiger betrieblicher Ertrag von insgesamt 22.112,16 €. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Personal (1.142 T€), für drohende Verluste (664 T€), für Betriebskosten (460 T€), für Abschluss- und Prüfungskosten (43 T€) und für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (35 T€). Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 17.584 € (= Höhe der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB). Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben - bis auf 2.503 T€ der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und 988 T€ der sonstigen Verbindlichkeiten - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatten alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr und bis zu fünf Jahren in Höhe von 1.155 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr und bis zu fünf Jahren in Höhe von 988 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 1.348 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.088 T€ (Vorjahr: 7.254 T€) sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 232 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden zu über 99 % aus dem Lebensmitteleinzelhandel in Niedersachsen erzielt. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten Untermieterlöse in Höhe von 33 T€ (Vorjahr: 32 T€), Provisionserlöse in Höhe von 405 T€ (Vorjahr: 320 T€) und Schrotterlöse in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 52 T€). Sonstige betriebliche Erträge Im Rahmen der Neueröffnung eines neuen Lebensmitteleinzelhandelsstandortes wurde von der Großhandlung ein Expansionszuschuss in Höhe von 656 T€ gewährt. Ein Rückanspruch liegt nicht vor. Personalaufwand Im Gesamtbetrag der Aufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 29 T€) enthalten. Abschreibungen In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 501 T€ (Vorjahr: 354 T€) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Sachverhalte von außergewöhnlicher Größenordnung enthalten. Es handelt sich dabei um Aufwendungen für einen seit 2015 mit der Wucherpfennig Holding GmbH (nahestehende Person) bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrag in Höhe von 1.536 T€ (Vorjahr: 1.631 T€). Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 33 T€ (Vorjahr: 33 T€) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aus latenten Steuern resultiert ein Ertrag von 189 T€ (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 13 T€). Die Gesellschaft ist nach § 1 MinStG von der Anwendung des Mindeststeuergesetzes befreit. Somit entsprechen die zu leistenden Mindeststeuerndem in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Steueraufwand. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die periodenfremden Aufwendungen entstanden in Höhe von 380 T€. Sie enthalten Buchverluste aus Anlagenabgängen und jeweils für Vorjahre Abrechnungen für Betriebskosten, Umsatzmietabrechnung und Wartungs- und Reparaturkosten. Die periodenfremden Erträge in Höhe von 80 T€ enthalten überwiegend Entsorgungsvergütungen und Vergütungen für Vorjahre sowie Versicherungserstattungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag von 2.059.097,69 € soll mit dem Gewinnvortrag verrechnet werden. Sonstige Angaben Gesamtbetrag der sonstigen finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beträgt 72,9 Mio. €. Dieser Betrag resultiert aus der Anmietung von Einzelhandelsstandorten, die zur Absicherung der Absatzbasis der Gesellschaft langfristig angemietet sind, und aus Leasingverträgen für Kühlmöbel, Beleuchtung, einer Überwachungsanlage und für diverse Ladeneinrichtung. Abschlussprüferhonorar Die Anhangangabe des Abschlussprüferhonorars für dieses Wirtschaftsjahr ist nach § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss des Mutterunternehmens enthalten. Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Stefan Wucherpfennig, Isernhagen - Lebensmitteleinzelhändler - Thorsten Wucherpfennig, Hemmingen - Lebensmitteleinzelhändler - Geschäfte mit nahestehenden Personen Für das neue Bankdarlehen haben die Geschäftsführer, jeweils in gleicher Höhe, eine Bürgschaftserklärung erteilt, für die zu Gunsten der Wucherpfennig GmbH keine Avalprovisionen vereinbart wurde. Angaben zum Konzernkreis Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Wucherpfennig Holding GmbH, Hannover. Diese stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der § 290 ff. HGB auf. Die Muttergesellschaft reicht ihren Konzernabschluss beim Betreiber des elektronischen Unternehmensregister unter ihrer Firmenbezeichnung ein. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Hannover, den 01.07.2024 Wucherpfennig GmbH Stefan Wucherpfennig, Geschäftsführer Thorsten Wucherpfennig, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.09.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Wucherpfennig GmbH, HannoverPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wucherpfennig GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wucherpfennig GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 27. August 2024 UNIVERSA
Prüfungs- und
Hübotter, Wirtschaftsprüfer ppa. Jensen, Wirtschaftsprüfer |
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