Oschatz Energy and Environment GmbHLiquidiert

45127 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 28565
Vorher
Blitz S17-414 GmbH
Eingetragen
16.5.2017
Branche
Wärme- und KältehandelBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Anlagenbau, Umsetzung und Betrieb von Anlagen und Projekten, Handel mit Waren aller Art, Management, Unternehmensberatung, Beteiligung am Unternehmen und Verwaltung dieser Beteiligungen.

Historie

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Management

NameRolle
Johann Christof
seit 13.8.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Christof Industries Global GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Christof Industries Global GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Oschatz Energy and Environment GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

TEUR TEUR 31.12.2018
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 1.677
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 971 1.109
971 2.786
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15 30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 295 360
310 390
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.096 1.096
2.377 4.272
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25 5
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 62.724 13.544
3. Geleistete Anzahlungen 9.477 17.473
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -58.430 -13.544
13.796 17.478
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.790 1.987
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.790 2.165
3. Sonstige Vermögensgegenstände 350 1.047
7.930 5.199
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.531 2.751
29.257 25.428
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37 69
31.671 29.769

Passiva

TEUR TEUR 31.12.2018
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklage 3.700 3.700
III. Verlustvortrag -3.098 -763
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) 172 -2.335
799 627
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 54 42
2. Steuerrückstellungen 223 0
3. Sonstige Rückstellungen 3.319 2.213
3.596 2.255
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 19.800 22.441
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.500 2.490
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.134 1.235
4. Sonstige Verbindlichkeiten 842 218
davon aus Steuern TEUR 808 (Vj. TEUR 205)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 5 (Vj. TEUR 6)
27.276 26.384
D. Passive latente Steuern 0 503
31.671 29.769

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019

TEUR TEUR 2018
TEUR
1. Umsatzerlöse 29.751 20.244
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 49.180 10.207
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.723 1.677
4. Sonstige betriebliche Erträge 942 1.203
davon Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 4 (Vj. TEUR 131)
81.596 33.331
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.157 5.646
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 41.241 15.438
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.343 7.530
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.212 960
davon für Altersversorgung TEUR 13 (Vj. TEUR 11)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 237 231
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.911 5.321
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 45 (Vj. TEUR 47)
81.101 35.126
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20 3
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 20 (Vj. TEUR 3)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 113 35
davon an verbundene Unternehmen TEUR 101 (Vj. TEUR 16)
-93 -32
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 225 503
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 0 (Vj. TEUR 503)
12. Ergebnis nach Steuern 177 -2.330
13. Sonstige Steuern 5 5
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) 172 -2.335

Anhang für 2019

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Der Jahresabschluss wird unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die Gesellschaft konnte sich bei einem wesentlichen Projekt mit dem Kunden in einer Anpassung der Vertragsbedingungen zur Übernahme von Kostenüberschreitungen einigen, nähere Informationen dazu im Lagebericht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Oschatz Energy and Environment GmbH mit Sitz in Essen im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter der Nummer HRB 28565 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 vom Ansatzwahlrecht gemäß § 248 Absatz 2 Satz 1 HGB für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte analog zu den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zu Herstellkosten auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Per 31.12.2019 wurde der selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstand zum Buchwert von insgesamt EUR 3.400.000,00 an die Konzernmuttergesellschaft verkauft.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung werden entsprechend Abschreibungen vorgenommen. Sofern sich die Wertminderung als nicht dauerhaft herausstellt, erfolgt später eine Zuschreibung, höchstens jedoch auf die historischen Anschaffungskosten.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden, entsprechend des Konzernstandards, in 2019 für langfristige Fertigungsaufträge erstmalig aktiviert. Hinsichtlich einer Verschiebung des Projektportfolios zu längerfristigen Aufträgen ist dies der besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dienlich. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten mit einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Erhaltene Anzahlungen sind nach § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Dem Ausfallrisiko wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischerer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck passiviert. Der Unterschiedsbetrag zur Pensionsrückstellung unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" beträgt EUR 124. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 1,2 % (Vorjahr: 1,2 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,2 % (Vorjahr: 1,2 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Im Falle eines Überhanges aktiver latenter Steuern unterbleibt eine Aktivierung in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Für den aus dem Asset Deal übernommenen Wert für die Technologie inkl. Patenten, Verfahren, etc. von der Oschatz GmbH i. I. bzw. für neu entwickelte Patente wird ebenfalls eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt, da es sich um den Posten Technologie mit einem typischen Lebenszyklus der Anlagen von 10 Jahren handelt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Oschatz Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen * EUR 100 20 -7
Oschatz Bohemia s.r.o., Budweis (Tschechien) CZK 97,5 848 171
Oschatz OOO, St. Petersburg (Russland) ** RUB 100 0 0
Oschatz Australia Pty Ltd., Sydney (Australien) AUD 100 51 2

* Die Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2019.

** Die Gesellschaft wurde zum 20. Februar 2020 geschlossen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3.790 (Vj. TEUR 634) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 1.000 Forderungen aus der Besicherung von zur Verfügung gestellten Avalkreditlinien seitens des Gesellschafters (Cash Collateral).

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Rückstellungen für Pensionen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 8. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 223 (Vj. TEUR 0) wurden für die vorausberechnete Körperschafts- und Gewerbesteuer gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.319 (Vj. TEUR 2.213) wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen und Jubiläumsgelder gebildet. Für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung wurde ein Rechnungszins von 1,97 % (Vorjahr: 2,32 %) sowie ein Entgelttrend in Höhe von 1,2 % (Vorjahr: 1,2 %) und ein Beitragsbemessungsgrenzentrend von 1,2 % (Vorjahr: 1,2 %) zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Innerhalb der Verbindlichkeiten im Verbundbereich sind TEUR 3.660 (Vj. TEUR 1.235) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 474 (Vj. TEUR 0) Verbindlichkeiten für kurzfristige Darlehen gegenüber dem Gesellschafter enthalten.

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Restlaufzeit gesamt Restlaufzeit gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.611 14.189 0 19.800 6.418 16.023 22.441
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.500 0 0 2.500 2.490 0 2.490
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.134 0 0 4.134 1.235 0 1.235
4. Sonstige Verbindlichkeiten 842 0 0 842 218 0 218
- davon aus Steuern (808) (808) (205) (205)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (5) (5) (6) (6)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden in der Regel durch handelsüblichen Eigentumsvorbehalt abgesichert.

Passive Latente Steuern

In 2019 gab es keinen unterschiedlichen Ausweis zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gemäß § 274 Absatz 1 HGB.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

01.01.2019 - 31.12.2019
TEUR
01.01.2018 - 31.12.2018
TEUR
Erlöse Inland 2.358 2.275
Erlöse EU 12.153 11.631
Erlöse Drittland 14.151 4.961
Erlöse IC 1.089 1.377
29.751 20.244

Andere aktivierte Eigenleistungen

Erträge in Höhe von TEUR 1.723 entfallen auf die Aktivierung von selbst geschaffenem immateriellem Anlagevermögen, dies entspricht 100 % der separat erfassten Entwicklungskosten des Geschäftsjahres.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 813) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen den Verkauf der Beteiligung an der Oschatz Slovakia s.r.o. in Höhe von TEUR 4, sowie Erträge aus dem Verkauf von Büromöbeln im Zusammenhang mit der Übersiedelung.

Gewinnvortrag

Der Gewinn des Geschäftsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Haftungsverhältnisse

Für die von der Commerzbank AG, Essen, ausgestellten Kreditkarten wurde ein Betrag in Höhe von EUR 100.000,00 als Sicherheit bei der Bank hinterlegt. Es besteht kein wesentliches Risiko einer Inanspruchnahme, da das jeweilige Kreditkartenlimit zeitnah ausgeglichen wird. Des Weiteren konnte im Jahr 2019 bei der Unicredit Bank Austria, Wien/Österreich, ein Avalrahmen für Projektgarantien in Höhe von TEUR 8.600 abgeschlossen werden. Dieser ist mit EUR 300.000,00 besichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2019
TEUR
Bestellobligo 54.348
Übrige (Miete, Leasing u.a.) 1.471

Es bestand Ende 2019 ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 54.348 bei einem Auftragsbestand in Höhe von TEUR 129.443.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat Operating Leasing Verträge für Drucker abgeschlossen. Risiken sind keine ersichtlich. Vorteile sind die Verlagerung der technischen Veralterung der Drucker auf den Leasinggeber. Finanzielle Auswirkungen ergeben sich in Höhe der monatlichen Leasingraten.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr 2019 bestellt:

 

Herr Werner Töpfl, Kaufmann, Pasching/Österreich, bis 28.05.2019

 

Herr Dirk Jan Muilerman, Sinologe, Wassenaar/Niederlande, bis 31.12.2019

 

Herr Andreas Albrecht, Ingenieur, Herten/Deutschland, bis 17.04.2020

 

Frau Monique van den Boogaard, GF Operations, Amstelveen/Niederlande, seit 01.07.2019

 

Herr Johann Christof, Unternehmer, Graz/Österreich, seit 30.07.2019

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei der Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 93
Auszubildende 1
94

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Christof Industries Global GmbH, Graz/Österreich, einbezogen.

Die Christof Industries Global GmbH erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Dieser Konzernabschluss wird im Firmenbuch in Österreich veröffentlicht.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Bezüglich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird auf die Angabe im Konzernanhang der Muttergesellschaft verwiesen.

Nachtragsbericht

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich weltweit rasant aus. Auch Deutschland ist nach wie vor davon betroffen. Diese Entwicklung wird wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, jedenfalls in folgenden Bereichen: aufgrund der engen wirtschaftlichen internationalen Beziehungen können Lieferketten zum Teil in den von COVID-19 betroffenen Gebieten weiterhin unterbrochen bzw. verzögert sein. Generell können sich Materiallieferungen in Abhängigkeit regionaler Beschränkungen verzögern, auch die Verfügbarkeit von externem Personal könnte weiterhin zeitweise eingeschränkt sein. Aufgrund von weiteren temporären Grenzschließungen könnten Baustellen im Ausland nur eingeschränkt zugänglich sein. Eine kurzfristige Demobilisierung der Baustellen aufgrund der bestehenden Einschränkungen wird zu Mehrkosten bei der anschließenden Mobilisierung führen. Auch können gegebenenfalls weitere neue Projekte zeitlich verzögert werden. Die weitere Entwicklung ist im Detail derzeit noch nicht final abzusehen. In der Geschäftsleitung findet eine laufende Überprüfung der Lage sowie ihrer möglichen Auswirkungen statt. Die finanziellen Auswirkungen dieser Pandemie lassen sich derzeit weder genau abschätzen noch quantifizieren.

 

Essen, 18. März 2021

Die Geschäftsführung

Johann Christof

Monique van den Boogaard

Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Historische Anschaffungskosten
01.01.2019
Zugänge
Abgänge
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.676.889,38 1.723.110,62 3.400.000,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.326.181,86 0,00 0,00 1.326.181,86
3.003.071,24 1.723.110,62 3.400.000,00 1.326.181,86
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 35.881,00 0,00 15.900,00 19.981,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Fuhrpark 97.807,60 0,00 16.431,00 81.376,60
Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.432,58 9.414,78 1.381,32 71.466,04
Geringwertige Wirtschaftsgüter 298.610,32 32.675,74 0,00 331.286,06
459.850,50 42.090,52 17.812,32 484.128,70
495.731,50 42.090,52 33.712,32 504.109,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.095.828,67 0,00 1,00 1.095.827,67
1.095.828,67 0,00 1,00 1.095.827,67
4.594.631,41 1.765.201,14 3.433.713,32 2.926.119,23
Abschreibungen
01.01.2019
Zugänge
Abgänge
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 217.164,86 137.539,00 0,00 354.703,86
217.164,86 137.539,00 0,00 354.703,86
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.190,00 3.875,00 4.933,00 5.132,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Fuhrpark 26.522,60 14.760,00 5.691,00 35.591,60
Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.014,58 0,00 0,00 12.014,58
Geringwertige Wirtschaftsgüter 60.801,32 80.932,52 269,32 141.464,52
99.338,50 95.692,52 5.960,32 189.070,70
105.528,50 99.567,52 10.893,32 194.202,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
322.693,36 237.106,52 10.893,32 548.906,56
Buchwert
31.12.2019
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.676.889,38
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 971.478,00 1.109.017,00
971.478,00 2.785.906,38
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.849,00 29.691,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Fuhrpark 45.785,00 71.285,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.451,46 51.418,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 189.821,54 237.809,00
295.058,00 360.512,00
309.907,00 390.203,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.095.827,67 1.095.828,67
1.095.827,67 1.095.828,67
2.377.212,67 4.271.938,05

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der Oschatz Energy and Environment GmbH, Essen

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell / Strategie und Geschäftsverlauf

Das Wirtschaftsjahr 2019 war im Wesentlichen von der weiteren Abwicklung der in 2017, kurz nach der Übernahme durch Christof Industries Global GmbH, Graz/Österreich, als Auftragseingang verbuchten Großprojekte geprägt.

Daneben konnten im ersten Halbjahr 2019 Auftragseingänge für drei weitere Großprojekte verbucht werden, deren Abarbeitung im Engineering zum Jahresende bereits weit vorangeschritten ist.

In einem Projekt befindet man sich derzeit in Verhandlungen mit dem Kunden, nachdem dieses inmitten der Coronavirus Pandemie kundenseitig gekündigt wurde. Der bilanzielle Ansatz wurde sehr konservativ gewählt und das Management geht davon aus, dass hieraus im Folgejahr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein positiver Effekt verbucht werden kann.

Aus unserer Sicht entwickelt sich das Ersatzteilgeschäft überaus positiv. Der solide Kundenstamm und die steigende Notwendigkeit der Kunden, ihre Anlagen technisch weiterzuentwickeln, führen zu einem deutlichen Wachstum in diesem Segment. Dieses Geschäft bedeutet für Oschatz erwartungsgemäß geringes Risiko und gute Deckungsbeiträge. Durch gezielte Ansprache der Bestandskunden ist von weiterem Wachstum auszugehen.

Die verschiedenen Markt-Segmente haben unterschiedliche Wachstumstendenzen gezeigt, wobei Anfangs eine starke Nachfrage in der Chemieindustrie zu erkennen war, was Neuanlagen im Verbrennungsbereich betrifft. Später hat sich die Papier- und Zellstoff Industrie für den Reststoffverwertungsbereich sehr stark entwickelt. Weiterhin ist festzuhalten, dass Kerntechnologie aus Deutschland verstärkt im mittleren Osten und Asien kundenseitig gewünscht ist, da nur so die Anforderungen an Projektdurchlaufzeiten und Performance-Daten der Anlagen gewährleistet werden können.

Im Bereich der Metallurgie ist weiterhin von einer verhaltenen Entwicklung auszugehen. Da auf den Weltmärkten Überkapazitäten herrschen, wird es zu keinen signifikanten Neuprojekten kommen. Andererseits bedeutet dies, dass die bestehenden Anlagen maximal ausgefahren werden, was wiederum eine schnellere Ersatzteil-Akquisition nötig macht. Dies ist bereits aktuell an der Vielzahl der Ersatzteilaufträge im Bereich Kühlkamine und Konverter abzulesen. Ein zukunftsweisendes Projekt wurde in der F&E Abteilung für nachhaltigere Produktionsprozesse in der Metallurgie gestartet.

Im Bereich der klassischen Müllverbrennung ist von weiterem Wachstum in Europa, Asien und in den Emerging Markets auszugehen. Das Wachstum ist begründet durch die einerseits wachsenden Müllmengen und andererseits durch die stringenteren Vorschriften. In allen Märkten verfolgt Oschatz Energy & Environment den Ansatz als Technologielieferant aufzutreten.

Die Eingliederung in den Unternehmensverbund Christof ist soweit abgeschlossen und es wird auf allen Ebenen zusammengearbeitet. Dieser Weg wird konsequent weiter beschritten werden, um ein höchstmögliches Maß an Synergien zu haben. Der strategische Vertrieb der Konzernmutter ermöglicht eine schrittweise Annäherung an das von Christof Industries propagierte 360 Grad Portfolio für den Kunden.

Die Oschatz Energy and Environment GmbH zählt zu den Technologie Unternehmen in Deutschland in den Geschäftsbereichen Metallurgie, Nichteisenmetallurgie, Chemie sowie Umwelt-/Kraftwerkstechnik. Zu unseren Kunden zählen sowohl mittelständische Unternehmen als auch Großkonzerne im Industriebereich weltweit.

Oschatz Energy and Environment GmbH bietet ein umfangreiches Liefer- und Leistungsspektrum an. Wir verfügen innerhalb der Gruppe über Engineering und Fertigungsstätten in Europa und China sowie über Vertriebsgesellschaften und Vertretungen weltweit.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere Kunden- und Lieferantenverbindungen erneuert und intensiviert und konnten zusätzliche Projekte ins Orderbuch einstellen.

So konnten wir einen Auftragseingang von ca. EUR 65 Mio. generieren. Mit dem damit verbundenen Auftragsbestand zum 31.12.2019 in Höhe von EUR 129 Mio. bot sich eine gute Ausgangssituation für das Wirtschaftsjahr 2020.

1.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

1.2.1. Ertragslage

Der Umsatz betrug in 2019 rund TEUR 29.751. Die Betriebsleistung unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung der noch nicht abrechenbaren Leistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 81.596.

Im Geschäftsjahr weist die Gesellschaft einen positiven Rohertrag in Höhe von TEUR 20.198 aus.

Der Personalaufwand belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 9.555.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.911 betreffen u.a. Mietkosten TEUR 540, Rechts- und Beratungskosten TEUR 2.705 sowie IT Kosten TEUR 670.

1.2.2. Vermögens- und Finanzlage

Durch die Verluste der Vorjahre wurde das eingezahlte Eigenkapital fast aufgebraucht und beläuft sich auf TEUR 799. Die Eigenkapitalquote liegt bei einer Bilanzsumme von TEUR 31.671 bei rund 2,5%.

Aufgrund der in den vergangenen Geschäftsjahren gestarteten und noch nicht finalisierten Großprojekte haben sich die unfertigen Leistungen von TEUR 13.544 auf TEUR 62.724 erhöht. Geleisteten Anzahlungen von TEUR 9.477 stehen erhaltene Anzahlungen von insgesamt TEUR 78.230 (davon TEUR 58.430 offen abgesetzt im Vorratsvermögen) gegenüber. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt damit im Wesentlichen durch erhaltene Kundenanzahlungen.

Die Gesellschaft verfügte zum Jahresende über liquide Mittel von TEUR 7.531 und wies keine Bankverbindlichkeiten aus.

In 2019 konnte das Unternehmen einen Aval Rahmen bei der Unicredit Bank Austria, Wien/Österreich, in Höhe von TEUR 8.600 abschließen. Über eigene Betriebsmittellinien verfügt das Unternehmen nicht, es wird aber konsequent weiterhin daran gearbeitet.

Zur Überbrückung der Lücken in der Liquidität, bzw. zur Bereitstellung von erweiterten Aval Rahmen unterstützt die Christof Industries Global GmbH basierend auf einer Arms Lengths Vereinbarung zur Nutzung von bestehenden Avalrahmen, bzw. mit entsprechenden Einzelvereinbarungen bei Darlehen.

1.3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

Für den Christof Industries Konzern und die Oschatz Energy and Environment GmbH ist ein sorgsamer und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen selbstverständlich.

Wir sind angehalten sowohl eine eigene Umweltpolitik sowie Umweltziele zu definieren. Anhand von direkten und indirekten Umweltaspekten werden die wirksamen Umweltauswirkungen definiert und erhoben.

Die bedeutendsten Umweltaspekte werden mit einem nachvollziehbaren Bewertungsschema festgelegt. Die damit verbundenen Umweltauswirkungen werden in einer Matrix kurz-, mittel- und langfristig durch gezielte Maßnahmen verbessert. Dadurch ist es möglich sich gezielt dem Umweltschutz anhand der dokumentierten Umweltleistung zu widmen.

Arbeitnehmerbelange

Strategische Personalarbeit ist eine wesentliche Grundlage des geschäftlichen Erfolges.

Das Thema Personal Recruiting hat einen zentralen Stellenwert in der Unternehmensgruppe. So wurden im Geschäftsjahr 2019 13 neue Mitarbeiter aufgenommen, um die erhaltenen Aufträge abarbeiten zu können.

Entscheidend ist aber auch, qualifizierte Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Es gibt ein breites Spektrum an Maßnahmen, die man als Unternehmen hierfür nutzen kann.

Die Evaluierung von notwendigen Veränderungen, Vereinheitlichungen und Verbesserungen sind eingeleitet worden, und es werden im folgenden Geschäftsjahr Prioritäten festgelegt und diese in einer schrittweisen Umsetzung in Gang gebracht.

Im Moment wird mit Hochdruck an einem neuen Entlohnungssystem gearbeitet. Dieses hat zum Ziel, die Mitarbeiter am Erfolg zu beteiligen aber auch, wenn notwendig, dem Unternehmen eine gewisse Flexibilität zu ermöglichen. Gespräche dazu mit der Gewerkschaft, um die Vereinbarungen in einen Haustarifvertrag zu gießen, wurden im Geschäftsjahr erfolgreich gestartet und haben im Mai 2020 ihren Abschluss gefunden.

Die Einführung von Mitarbeitergesprächen soll die Art der Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter auf eine vertrauensvolle und konkrete Ebene stellen, und einerseits Zielvereinbarungen konkretisieren und andererseits auch Raum für Weiterentwicklung bieten.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 beschäftigte die Oschatz Energy and Environment GmbH insgesamt 104 Mitarbeiter.

Qualitäts- und Informationsindikatoren

Die Oschatz Energy and Environment GmbH ist nach den internationalen Normforderungen der ISO 9001 - 2015 (Qualität) und der SCC (Arbeitssicherheit - Montage) zertifiziert. Sämtliche Re-Audits wurden erfolgreich absolviert.

Die Gesellschaft arbeitet mit einem geschlossenen Auftragsmanagementsystem mit vernetzten Modulen. Das Finanzmodul ist entsprechend der Anforderungen der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung zertifiziert.

2. Forschung, Entwicklung und Ausbildung

Die F&E ist im Christof Industries Konzern unternehmensübergreifend organisiert. Damit ist ein Informations- und Wissenschaftsaustausch mit allen Unternehmen innerhalb der Christof Industries und zur Geschäftsführung gegeben.

Um Marktanteile zu sichern und auszubauen wird laufend in die Weiterentwicklung der Produkte des Unternehmens investiert.

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verfahrensentwicklung zur Planung, Herstellung und Montage sowie Inbetriebnahme von unter anderem maßgeschneiderten Anlagen oder Komponenten für unsere Kunden in allen unseren Geschäftsbereichen.

Die Forschung und die Entwicklung ist ein Dauerprozess, angetrieben durch die individuellen Ansprüche unserer Kunden.

Des Weiteren werden wir weiterhin unseren Schwerpunkt im Projektmanagement legen und hier sowohl mit erfahrenen sowie neuen Mitarbeitern unseren Anlagenbau weiter ausbauen.

3. Prognosebericht

Der Auftragseingang in 2019 lag mit EUR 65 Mio. leicht unter dem Niveau von 2018 und somit, bedingt durch noch nicht erhaltene Change Orders aus laufenden Aufträgen, etwas hinter den Erwartungshaltungen. Für 2020 ging das Management von einer deutlich positiven Entwicklung aus. Ziel war es, Auftragseingänge in Höhe von circa EUR 90 Mio. zu erzielen. Bedingt durch die Coronavirus Pandemie konnte dieser Wert bei weitem nicht erreicht werden, so steht man per Ende 2020 bei ca. 27,5 MEUR. Nichts desto trotz ist die Projektpipeline aus Sicht der Geschäftsführung nach wie vor sehr gut gefüllt, und es ist davon auszugehen, dass es in 2021 zu einer teilweisen Aufholung der in 2020 nicht durchgeführten Projektvergaben kommen wird. Das Jahresergebnis in 2019 war, wie erwartet, bereits leicht positiv. Auch für das Jahr 2020 zeigt der vorläufige Jahresabschluss, trotz zahlreicher besonderer Herausforderungen aufgrund der Pandemie, ein leicht positives Jahresergebnis. Für das Jahr 2021 geht das Management von einer weiteren positiven Verbesserung des Ergebnisses aus.

Aufgrund der Größe der Projekte, die bearbeitet werden, wurde auch in 2019 wenig schlussgerechneter Umsatz nach HGB verbucht. Spätestens 2021 werden dann die Umsätze deutlich ansteigen. Gleichzeitig werden auch die Bruttomargen nach oben gehen, weil einerseits keine Anlagen mehr verkauft werden, die komplett neu sind, und andererseits bei den klassischen Projekten die Lernkurve ausgenutzt werden wird. In dieser Hinsicht ist es auch wichtig zu erwähnen, dass durch weiterhin in Implementierung befindliche stringentere Prozesse (Stichwort PM @ Oschatz) Risiken frühzeitig erkannt und Lösungen gefunden werden sollen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um einen integrierten Prozess inklusiver klarer Freigabe-Procedere, um Kalkulationen in Vertriebsprojekten und deren Risiken besser beurteilen zu können.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass es dem Unternehmen mit großer Wahrscheinlichkeit weiter gelingen sollte, Liquidität durch Working Capital aus neuen Aufträgen zu generieren. Bei neuen Aufträgen kann sehr stark von einem weiterhin positiven Anzahlungsverhalten der Kunden (20-30 % des Auftragswertes) ausgegangen werden, was gerade bei Großprojekten kurzfristig Liquidität schafft. In diesem Zusammenhang verweist die Geschäftsführung insbesondere auch auf den Hinweis zur Coronavirus Pandemie.

Es ist das Ziel der Geschäftsführung, das Geschäft - selbst im Anstieg - mit maximal 100 Mitarbeitern (Köpfe) zu bewerkstelligen. Das Wachstum soll auch durch zunehmendes Outsourcing von Tätigkeiten und Aufbau eines externen Netzwerkes gerade im Engineering geschultert werden. Aufbau von eigenen Mitarbeitern wird nur sehr selektiv in den Bereichen PM, SCM, Engineering, Montagekalkulation und Inbetriebnahme Steuerung stattfinden.

4. Risikobericht

4.1. Geschäftsrisiken

Geschäftstypische Risiken manifestieren sich einerseits in der Zyklizität unseres Geschäftes und andererseits in der Margenqualität der ausgeschriebenen Aufträge. Der Zyklizität begegnen wir durch eine breite Streuung im Portfolio und einen ausgewogenen Mix zwischen Primär- (Neuanlagen) und Sekundärgeschäft (Service, Revamps, Upgrades, etc.). Weiterhin ist es ein erklärtes Ziel des Managements durch aktive Lead-Generierung im Markt Kunden frühzeitig an Oschatz zu binden, um so dem margenabträglichen Weg von offiziellen Ausschreibungen zu entkommen. Ein Beispiel dafür sind die bereits in der Einleitung erwähnten Projekte in Indonesien.

Die Oschatz Energy and Environment GmbH versucht dem Risiko der Nischenstrategie für Spezialtechnologie in ihren Produktbereichen durch eine breite geografische und inhaltliche Streuung zu minimieren. Des Weiteren kommt der Positionierung im Bereich der Waste-to-Energy Technologie eine immer größere Bedeutung zu. Ziel ist es diesen Bereich weiter auszubauen. Dieser Bereich wird langfristig von Wachstum getragen sein. Dadurch verbreitert sich auch unsere Kundenbasis neben unseren klassischen Kunden im Bereich der Stahl- und Chemieindustrie.

Dem Risiko der zurückhaltenden Investitionstätigkeit in Europa kann aus unserer Sicht wiederum nur mit der größeren geografischen Abdeckung begegnet werden.

Den aktuell am Markt erzielbaren, niedrigen Preisen wird das Unternehmen durch eine deutliche Effizienzsteigerung in der Projektabwicklung, durch Heben von Synergieeffekten im Einkauf über den Unternehmensverbund hinweg sowie durch ein strenges Fixkostenmanagement entgegenwirken.

4.2. Operative Risiken

Eines der wesentlichsten Risiken liegt in der nicht effizienten Abwicklung von Großprojekten. Ende 2018 wurde das Projekt "PM @ Oschatz" offiziell reaktiviert, um diesen Risiken Herr zu werden. Unter anderem enthält dieses Prozessverbesserungsprojekt eine detaillierte Risikoquantifizierung und -qualifizierung. Ziel ist es, bereits vor Auftragsannahme Mechanismen zur Einschätzung des Projektrisikos zu entwickeln. Zeitgleich werden diese Risiken bewertet und Strategien beschlossen, wie die immanenten Risiken mitigiert werden können. Weitere Schritte zur Professionalisierung werden auch durch eine unternehmensweite Standardisierung einhergehen. Dieser Ansatz soll auch dem unternehmensinternen Risiko einer andauernden nicht zufriedenstellenden Abwicklung von Großprojekten entgegenwirken.

Im Laufe der Projektabwicklung wird der Projektfortschritt in monatlichen Project-Reviews mit allen beteiligten Abteilungen und der Geschäftsführung besprochen. Dies gewährleistet, dass Abweichungen frühzeitig erkannt werden und somit gegengesteuert werden kann.

Ein weiteres Risiko besteht in den vertraglichen Verpflichtungen, die mit dem Kunden abgeschlossen werden (Pönalen, Haftungen, etc.). Diesem Risiko wird durch Einbindung von unternehmensinternen als auch -externen Juristen und Contract Managern Rechnung getragen. Weiterhin existieren unternehmensweite Vorgaben hinsichtlich Vertragskonditionen, die unter keinen Umständen akzeptiert werden dürfen (Haftungen für entgangenen Gewinn, etc.).

Der Abhängigkeit von Sublieferanten ist gerade bei Projekten mit Kunden, die sehr spezifische Standards an den Tag legen, groß. Generell wird dem Risiko der Abhängigkeit durch einen professionellen Einkauf und eine breite Streuung Rechnung getragen. Sollten in Projekten aufgrund der Standards single-sourcing Situationen entstehen, so ist diesen durch eine frühzeitige Einbindung bereits vor den finalen Vertragsverhandlungen Rechnung zu tragen.

Ein nicht zu vernachlässigendes Risiko ist jenes der immer mehr ausufernden Spezifikationen des Kunden und der zunehmenden Unmöglichkeit, diese alle bereits in einer Vertriebsphase ausreichend bewerten zu können. Diesem Risiko soll damit begegnet werden, dass bei komplexen Projekten fast ausschließlich nur noch mit Pre-Engineerings gearbeitet wird. Im Zuge des bezahlten Pre-Engineerings können dann die technischen Risiken besser bewertet werden. Durch die Einbindung der Kernlieferanten in dieser Phase, ist es auch möglich, die großen Zukaufgewerke genauer zu kalkulieren.

4.3. Personalrisiken

Da sich die Oschatz Energy and Environment GmbH zu einem Großteil im Projektgeschäft bewegt sind die Personalrisiken, die daraus entstehen, immanent. Das Unternehmen ist sowohl in der Projektierung, in der Vertriebsphase, als auch in der Abwicklung von Projekten auf hochqualifiziertes Personal angewiesen. Dem Risiko der Abwanderung von Fach- und Führungskräften wirken wir mittels offener Kommunikation mit unseren Mitarbeitern sowie laufender Information (interner Newsletter) sowie einem breiten Aus- und Weiterbildungsprogramm entgegen.

Dem immanenten Risiko der immer eingeschränkteren Verfügbarkeit von Ressourcen begegnet die Gruppe auf zweierlei Wegen: Einerseits über den Weg, Mitarbeiter selbst zu qualifizieren und durch ständige Aus- und Weiterbildung weiter zu befähigen. Andererseits aber auch durch eine enge Zusammenarbeit mit Sublieferanten um Spitzen in Aufträgen abdecken zu können, ohne die Fixkosten zu sehr zu erhöhen. Der klare Weg der gesamten Christof Industries soll dahin gehen, dass höherwertige Tätigkeiten im Engineering etc. durch die Gruppe abgedeckt werden können. Auch ist ein möglichst vielseitiger Austausch von Personal innerhalb der Gruppenunternehmen gewünscht. Diesem Umstand soll durch einheitliche Methoden (z.B. PMO) Rechnung getragen werden.

4.4. IT - Risiken

Um die Risiken aus der Informationstechnologie zu minimieren, setzen wir überwiegend moderne Hardware und aktuelle Software ein, die regelmäßig gemäß den Herstellerempfehlungen aktualisiert wird. Alle zentralen Produktionssysteme sind mit Herstellergarantien bzw. Wartungsverträgen mit den jeweils notwendigen Reaktionszeiten gegen Hardwareausfälle abgesichert.

Der Rechenzentrum-Betrieb erfolgt zentral in Österreich und ist nach state-of-the-art Gesichtspunkten ausgelegt.

Gegen Angriffe von außen setzen wir auf moderne Technologien. Das Firmennetzwerk wird mit Sicherheits-Produkten von Premium-Herstellern abgesichert, u.a. Cisco (Firewall-/Router und VPN), RSA (2-Faktor Authentifizierung) und NoSpamProxy (Viren-, Spam- & Trojanerschutz im Mail-Verkehr). Server und Endgeräte sind mit klassischer, zentral überwachter Antiviren-Software zusätzlich abgesichert.

Sicherheit gegen Datenverlust erreichen wir durch permanente Datensicherung der zentralen Infrastruktur inkl. regelmäßiger Wiederherstellungstests. Sämtliche relevanten Daten der Außenstellen werden ebenfalls in das Rechenzentrum repliziert und in diesem gesichert.

Auch 2019 wurde die Qualität der IT-Systeme durch externe Dienstleister in Form von Audits evaluiert und daraus Maßnahmen zur weiteren Verbesserung abgeleitet. Gleichzeitig findet eine schrittweise Erneuerung der gesamten Switching- & Routing-Infrastruktur statt.

Weiterhin wurde ein Projekt gestartet, um alte Software, die teilweise nur mehr extern beherrschbar war, durch neue Tools zu ersetzen.

4.5. Finanzielle Risiken

Risikomanagementziele und -methoden

Die wesentliche Aufgabe eines Risikomanagementsystems liegt in der frühzeitigen Erkennung möglicher Risiken und der Planung bzw. Steuerung jener Maßnahmen, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens verhindern oder zumindest reduzieren. Zentraler Bestandteil unseres Risikomanagementsystems, das sich aufgrund der Neuformierung der Oschatz Energy and Environment GmbH aktuell im Wiederaufbau und in der Professionalisierung befindet, ist ein sehr streng geführtes Projektcontrolling. Dabei werden vom Controlling in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmensverantwortlichen Monatsberichte erstellt und besprochen.

Unser Berichtswesen wird innerhalb der Gruppe auf einen einheitlichen Standard gebracht. Hierzu zählen ein monatlicher Cashflow sowie ein monatliches Reporting Package u.a. mit Bilanz und GuV Daten, Auftragsdaten und HR-Daten. Hierdurch können aktuelle Risiken wie Liquiditätslücken und Ertragsabweichungen frühzeitig erkannt werden, so dass Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können.

4.6. Sicherungsgeschäfte

Währungs- oder Ausfallrisiken bei unserem internationalen Geschäft werden von uns dadurch begrenzt, dass wir fast ausschließlich in Euro fakturieren bzw. Geschäfte in wirtschaftlich unsicheren Regionen gegen Vorauszahlung oder Akkreditiv abschließen.

Zur Vorsorge gegen ein mögliches Ausfallsrisiko bei den Kunden haben wir leistungsnahe Zahlungen vereinbart, so dass wir in den Projekten nicht oder nur geringfügig in Vorleistung gehen.

Ausfallrisiken für den Bankguthabenbestand schalten wir aus, indem wir unsere Mittel nur bei Banken mit entsprechender Bonität veranlagen bzw. unseren Zahlungsverkehr nur über solche Banken abwickeln.

Aktuell sind keine größeren Aufträge in Fremdwährungen abgeschlossen und daher auch keine derivativen Finanzinstrumente im Einsatz. Sollte dies unumgänglich sein, werden dementsprechende Absicherungsinstrumente eingesetzt werden.

Längerfristige Verträge sind mit Preisgleitklauseln versehen. Vor der Auftragsannahme von größeren Geschäften mit zu erwartenden Liquiditätslücken aus schlechten Zahlungsbedingungen ist eine detaillierte Cashflow Rechnung zu erstellen. Sollten keine Maßnahmen ergriffen werden können, um den Cashflow durch Verhandlungen mit dem Kunden zu verbessern, wird vom zentralen Controlling sichergestellt, dass das Unternehmen über ausreichend Liquidität verfügt, um den Cashflow finanzieren zu können. Sollte dies nicht der Fall sein, versuchen wir eine projektspezifische, durch Exportagenturen versicherte Finanzierung zu implementieren.

5. Ausblick

Die Kernmärkte des Unternehmens waren auch 2019 umkämpft und der Druck auf die Margen wird anhalten. Daher hat eine Verbesserung der operativen Performance in allen Unternehmensbereichen oberste Priorität.

Intern werden weitere Schritte gesetzt, um Synergien mit der Mutter- und den Tochter- und Schwestergesellschaften zu nutzen. Gerade im Bereich Montage und Service ist eine Verzahnung mit Christof Industries Austria GmbH zwingend erforderlich.

Oschatz-intern werden folgende Themen vorangetrieben:

Implementierung PM @ Oschatz in kleinen Sprints, um schnell Wirkung zu erzielen

Definition Inbetriebnahme-Setup neu

Umsetzung neue Betriebsvereinbarungen und Rahmenvereinbarung zu Entgelt und Arbeitszeit

Aufbau Sublieferanten-Netzwerk

Schärfung Claim-Awareness in der gesamten Organisation

Verstärkte Nutzung von Profile als Dokumentenmanagementtool in der Intercompany-Zusammenarbeit

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 folgende marktseitige Optimierungen vorgenommen und wird dies auch weiterhin konsequent betreiben:

Erweiterung des Projektgeschäftes insbesondere im Bereich Waste-to Energy

Aufbau neuer Key Accounts / Partner

Weiterer Ausbau des Ersatzteil-Servicegeschäfts in den Kernbereichen der Oschatz in der Stahl- und Chemieindustrie sowie der Nichteisenmetallurgie

Die deutliche Belebung der Angebotssituation und der schon vorhandene positive Auftragseingang per Ende 2020, lässt uns optimistisch auf das Geschäftsjahr 2021 blicken. Andererseits sind die Herausforderung und Risiken klar und im Fokus.

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) breitet sich weltweit weiterhin rasant aus. Auch Deutschland ist nach wie vor davon betroffen. Diese Entwicklung wird wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, jedenfalls in folgenden Bereichen: aufgrund der engen wirtschaftlichen internationalen Beziehungen können Lieferketten zum Teil in den von COVID-19 betroffenen Gebieten weiterhin unterbrochen bzw. verzögert sein. Generell können sich Materiallieferungen in Abhängigkeit regionaler Beschränkungen verzögern, auch die Verfügbarkeit von externem Personal könnte weiterhin zeitweise eingeschränkt sein. Aufgrund von weiteren temporären Grenzschließungen könnten Baustellen im Ausland nur eingeschränkt zugänglich sein. Eine kurzfristige Demobilisierung der Baustellen aufgrund der bestehenden Einschränkungen wird zu Mehrkosten bei der anschließenden Mobilisierung führen. Auch können gegebenenfalls weitere neue Projekte zeitlich verzögert werden. Die weitere Entwicklung ist im Detail derzeit noch nicht final abzusehen. In der Geschäftsleitung findet eine laufende Überprüfung der Lage sowie ihrer möglichen Auswirkungen statt. Die finanziellen Auswirkungen dieser Pandemie lassen sich derzeit weder genau abschätzen noch quantifizieren.

 

Essen, 18. März 2021

Die Geschäftsführer

Johann Christof

Monique van den Boogaard

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Oschatz Energy and Environment GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Oschatz Energy and Environment GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Oschatz Energy and Environment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 19. März 2021

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