Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 719769
Eingetragen
6.6.2014
Branche
Einzelhandel mit WohnmöbelnEinzelhandel mit TextilienGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Die Vermarktung sowie der Verkauf von Heimtextilien an Endkunden über selbst betriebene Fachgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Susanne Hufeld
seit 14.11.2024
Prokura
Simon Day
seit 14.11.2024
Prokura
Lutz Geldmacher
seit 6.6.2014
Prokura
Thomas Ermert
seit 6.6.2014
Prokura
Ingrid Ermert
seit 6.6.2014
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ermert Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ermert Holding GmbH

Kraichtal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernbilanz zum 31.12.2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
Anhang TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 541 375
II. Sachanlagen 11.953 11.810
III. Finanzanlagen 49 43
(1) 12.543 12.228
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 12.835 13.368
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 7.624 6.161
III. Wertpapiere 618 300
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.566 6.056
32.643 25.885
C. Rechnungsabgrenzungsposten 106 132
D. Aktive latente Steuern (4) 7 2
45.299 38.247

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
Anhang TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100 100
Nennbetrag eigener Anteile -35 -35
Ausgegebenes Kapital 65 65
II. Kapitalrücklage 22 22
III. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -3.476 -2.957
IV. Konzerngewinnvortrag 22.389 20.799
V. Konzernjahresüberschuss 5.377 2.090
(5) 24.377 20.019
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.229 2.149
2. Steuerrückstellungen 1.374 331
3. Sonstige Rückstellungen 3.206 2.396
(6) 6.809 4.876
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.864 8.377
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38 13
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.432 3.078
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.048 1.165
(7) 13.382 12.633
D. Passive latente Steuern (8) 724 714
E. Rechnungsabgrenzungsposten 7 5
45.299 38.247

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2020

2020 2019
Anhang TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse (9) 50.307 47.586
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -68 -165
3. Sonstige betriebliche Erträge (10) 385 351
4. Materialaufwand (11) -23.156 -23.570
5. Personalaufwand (12) -12.020 -12.911
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.257 -1.136
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -6.879 -7.060
8. Finanz- und Beteiligungsergebnis (14) -388 -263
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (15) -1.496 -692
10. Konzernergebnis nach Steuern 5.428 2.140
11. Sonstige Steuern -51 -50
12. Konzernjahresüberschuss 5.377 2.090

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeines

Die Konzernmuttergesellschaft Ermert Holding GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 232768 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Eppingerstr. 40 - 44, 76703 Kraichtal, Deutschland.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden einheitlich auf den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung haben wir im Konzernabschluss einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die Posten sind im Konzernanhang jeweils gesondert in TEUR ausgewiesen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro als funktionaler Währung des Mutterunternehmens.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss der Ermert Holding GmbH erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Im Einzelnen kommen die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Vom Wahlrecht, Entwicklungskosten zu aktivieren, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei den beweglichen Sachanlagen nach der linearen Abschreibungsmethode. Bei den inländischen Konzerngesellschaften finden die steuerlichen Vereinfachungsregeln für geringwertige Wirtschaftsgüter entsprechend auch in der Handelsbilanz Anwendung. Bei den ausländischen Konzerngesellschaften werden geringwertige Wirtschaftsgüter entsprechend den landesrechtlichen steuerlichen Regelungen aufwandswirksam abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden in Anlehnung an die im Inland geltenden steuerrechtlichen Vorschriften zu Herstellungskosten angesetzt, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten in angemessenem Umfang Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten enthalten.

Ist der beizulegende Wert der Vorräte aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten, Überbeständen, Ungängigkeit oder verlustfreier Bewertung am Abschlussstichtag niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden nach § 253 Abs. 4 HGB zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden bei einem inländischem Konzernunternehmen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet. Der Ermittlung der Barwerte der Pensionsverpflichtungen liegt der durchschnittliche Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt, zugrunde. Die Bewertung erfolgt mit Hilfe der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Bewertung zum 31.12.2020 basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

• Abzinsungssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung: 2,31 % p. a.
• Rentendynamik: 1,00 % p. a.

Der Unterschiedsbetrag aufgrund der Umstellung auf BilMoG zum 1.1.2010 in Höhe von EUR 474.676,00 gegenüber der Bewertung nach dem Teilwertverfahren (§ 6a EStG) wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB bislang in Höhe von EUR 348.102,00 (1/15-Methode) passiviert. Aufgrund der Inanspruchnahme der Übergangsregelung besteht eine Unterdeckung in Höhe von EUR 126.574,00.

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 54.769,00 (Vorjahr: EUR 62.778,00) wird unter dem Posten Zinsaufwand ausgewiesen.

Der Zinssatz entspricht danach dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der zu bilanzierende Betrag beläuft sich auf EUR 2.355.620,00 bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre (2,31 %). Der nicht bilanzierte Betrag beläuft sich auf EUR 2.529.517,00 bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,61 %). Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag beträgt EUR 173.897,00 und ist ausschüttungsgesperrt.

Für eine kongruent rückgedeckte Versorgungsverpflichtung wurden der Aktivwert aus einer Rückdeckungsversicherung und die Verpflichtung jeweils mit dem Zeitwert (EUR 308.425,02) bewertet und nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Pensionsaufwendungen in Höhe von EUR 35.783,06 erfasst und mit den korrespondierenden Erträgen aus der Rückdeckungsversicherung verrechnet.

Sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis

Anteilsbesitz

Gesellschaft, Sitz Fußnote Anteil am Kapital %
Unmittelbare Beteiligungen
Billerbeck Schweiz AG, Fischbach-Göslikon, Schweiz (1) 100
billerbeck Home Stores GmbH, Kraichtal (1) 100
billerbeck Home Collection GmbH, Kraichtal (1) 100
Mittelbare Beteiligungen
Billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG, Kraichtal (1) 100
Betten - Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Kraichtal (1) 100
Billerbeck Rheumalind-Traumalind GmbH, Wien, Österreich (1) 100
Billerbeck Budapest Kft., Budapest, Ungarn (1) 100
RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraichtal KG, Düsseldorf (l), (2), (3) 0

(1) Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung
(2) Vorläufiger, nicht geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2020
(3) Verbundenes Unternehmen nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Für folgende Gesellschaften werden die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen.

billerbeck Home Collection GmbH, Kraichtal

billerbeck Home Stores GmbH, Kraichtal

Billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG, Kraichtal

Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für erstkonsolidierte Tochterunternehmen bis 2009 nach der Buchwertmethode und anschließend nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem (anteiligen) Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze (Zeitwerte) zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile.

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der 2.10.2003 bzw. der jeweilige spätere Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren planmäßig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgte die letzte planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Zwischengewinneliminierung

Die im Anlagevermögen sowie bei den Vorräten zu eliminierenden Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden erfolgswirksam erfasst.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Die sich aus der Aufrechnung ergebenden Differenzen werden erfolgswirksam behandelt.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Erlöse aus Innenumsätzen sowie sonstige konzerninterne Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen

Entsprechend § 306 Satz 6 HGB werden latente Steuern auf temporäre Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen mit den nach § 274 HGB in den Einzelabschlüssen bilanzierten latenten Steuern nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen zusammengefasst und in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen.

Latente Steuern im Konzernabschluss werden mit einem einheitlichen Steuersatz von 30 %, solche in den Einzelabschlüssen mit den jeweiligen landestypischen Steuersätzen berechnet.

Die landestypischen Steuersätze betreffen

Deutschland mit 30 %,
Schweiz mit 25 %,
Ungarn mit 10 % und
Österreich mit 25 %.

Grundsätze der Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der inländischen Gesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs im Entstehungszeitpunkt umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen, die bis zum Bilanzstichtag eingetreten sind, werden berücksichtigt.

Die Umrechnung der Bilanzposten der ausländischen Tochterunternehmen erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Hiervon ausgenommen sind das Eigenkapital und die Anteile an verbundenen Unternehmen, die mit historischen Kursen (Stichtagskurs im Erstkonsolidierungszeitpunkt) umgerechnet werden. Umrechnungsdifferenzen aus Kursveränderungen zum Bilanzstichtag werden gesondert als Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen und die Jahresergebnisse der ausländischen Tochterunternehmen werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich dabei ergebende Differenzen werden innerhalb des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die angegebenen Textziffern verweisen auf die entsprechenden Posten in der Konzernbilanz bzw. in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

(2) Vorräte

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.660 4.723
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.031 948
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.868 7.309
Geleistete Anzahlungen 276 388
12.835 13.368

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.444 5.952
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 180 209
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (33) (32)
7.624 6.161

(4) Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren mit TEUR 7 aus Konsolidierungsmaßnahmen.

(5) Eigenkapital

Zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2020 verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 5).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt EUR 100.000,00. Von der Muttergesellschaft werden eigene Anteile in Höhe 35,0 % gehalten. Das ausgegebene Kapital beträgt demzufolge EUR 65.000,00.

(6) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, für Gewährleistungsverpflichtungen sowie für sonstige zum Bilanzstichtag bekannte ungewisse Verbindlichkeiten und Risiken.

(7) Verbindlichkeiten

Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
Art der Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.864 8.377 825 774
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 38 13 38 13
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.432 3.078 2.432 3.078
Sonstige Verbindlichkeiten 1.048 1.165 1.048 1.165
(davon aus Steuern) (842) (678) (842) (678)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (68) (258) (68) (258)
13.382 12.633 4.343 5.030
Restlaufzeit größer 1 Jahr davon Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
Art der Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.039 7.603 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
(davon aus Steuern) (0) (0) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0) (0)
9.039 7.603 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

• Grundpfandrechte:

Billerbeck Schweiz:

Grundschulden lastend auf dem Grundstück in Fischbach-Göslikon in Höhe von TCHF 18.000. Die Grundschuldeintragung dient der Sicherung des Grundpfandkredits (Kreditrahmen: TCHF 7.600) und der Kontokorrentlinie.

Billerbeck Ungarn:

Grundschulden lastend auf den Grundstücken in Budapest und Szeghalom in Höhe von THUF 1.022.439. Die Grundschuldeintragung dient als Teil der Absicherung eines Darlehens in Höhe von TEUR 1.500 sowie eines Kreditrahmens in Höhe von TEUR 1.500.

RAMONIA:

Auf den Grundstücken mit aufstehendem Gebäude der Gemarkungen Gochsheim, Münzesheim und Oberacker lastet eine Grundschuldeintragung in Höhe von TEUR 3.200 zugunsten der Commerzbank AG, Frankfurt am Main.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei der Billerbeck Schweiz sowie der Billerbeck Ungarn sind in voller Höhe durch Grundschuldeintragungen an den jeweiligen Standorten besichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

(8) Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren mit TEUR 724 ausschließlich aus Überleitungseffekten von HB I zu HB II und betreffen insbesondere Bewertungsunterschiede beim Anlage- und Vorratsvermögen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2020 2019
TEUR TEUR
Inland 19.749 18.236
Ausland 30.558 29.350
50.307 47.586

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Erträge aus der Währungsumrechnung sind mit TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 74) enthalten.

(11) Materialaufwand

2020 2019
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 22.163 21.871
Aufwendungen für bezogene Leistungen 993 1.699
23.156 23.570

(12) Personalaufwand

2020 2019
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 9.847 10.545
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.173 2.366
- davon für Altersversorgung (654) (525)
12.020 12.911

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Zuführungsbeträge zu den sonstigen Rückstellungen, Provisionsaufwendungen und Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen. Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 90) enthalten. Außergewöhnliche Posten sind in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 32) enthalten und betreffen in voller Höhe Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.

(14) Finanz- und Beteiligungsergebnis

2020 2019
TEUR TEUR
Erträge Wertpapiere im Umlaufvermögen 30 21
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3 3
Abschreibung Wertpapiere des Umlaufsvermögens -134 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -287 -287
- davon Aufzinsung langfristige Rückstellungen (54) (63)
-388 -263

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2020 2019
TEUR TEUR
Laufende Ertragsteuern (Aufwand -/Ertrag +) -1.490 -703
Latente Ertragsteuern (Aufwand -/Ertrag +)
Überleitung HB I auf HB II -11 17
Kapitalkonsolidierung 0 0
Schuldenkonsolidierung 0 1
Zwischengewinneliminierung 5 -7
-6 11
-1.496 -692

Ergänzende Angaben und Erläuterungen

Angaben zu außerbilanziellen Geschäften

Operate Leasing:

Insgesamt davon innerhalb 1 Jahres fällig
TEUR TEUR
Gebäude 140 53
Fahrzeuge 314 162
Summe 454 215

Bei den außerbilanziellen Geschäften im Bereich Operate Leasing handelt es sich im Wesentlichen um Gebäude und um Fuhrpark. Diese Verträge stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Leasingkonditionen. Ein Risiko besteht darin, dass über die übernommenen Gegenstände, insbesondere im Falle mangelnder Auslastung, nicht frei verfügt werden kann.

Factoring:

Mit Wirkung vom 2.5.2006 wurde mit der HVB Factor AG, Budapest, ein Factoringvertrag abgeschlossen. Bei dem Vertrag handelt es sich um ein offenes Factoring. Inhalt des Factoringvertrags sind die Umsätze der beiden Kunden Metro GmbH und Spar GmbH. Die zu leistenden Zinszahlungen werden auf Grundlage des ausgezahlten Kaufpreisanteils für die Zeit von der Auszahlung bis zur Begleichung der Forderung durch den Abnehmer oder Eintritt des Delkrederefalls berechnet. Der Zinssatz bemisst sich dabei am BUBOR für Einmonatsgeld zuzüglich eines Aufschlags von 2,35 Prozentpunkten. Für Factoringgebühren fallen zusätzlich 0,35 % beim Einreichen der Rechnung auf den Auszahlungsbetrag an. Die Laufzeit des Vertrags ist unbefristet, die Kündigungsfrist beträgt 90 Tage. Bilanziell werden die angekauften Forderungen forderungsmindernd auf dem Forderungskonto gebucht. Derzeit wird von dem Verkaufsrecht der Forderungen kein Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Aufgliederung der Arbeitnehmer nach Gruppen:

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter
2020 2019
Gewerbliche Arbeitnehmer 230 258
Angestellte 119 111
349 369

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung beim Mutterunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2020 von Herrn

Friedrich Emil Ermert, Kraichtal-Münzesheim,

wahrgenommen.

Für ehemalige Geschäftsführer bestehen Verpflichtungen aus Versorgungszusagen von insgesamt TEUR 2.160.

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar belief sich auf

TEUR 37 für die Abschlussprüfungsleistungen,

TEUR 26 für Steuerberatungsleistungen.

 

Kraichtal, 11.03.2021

Ermert Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Friedrich Emil Ermert

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 (in TEUR)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2020 Währung Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.753 -15 53 240 0 2.031
2. Geschäfts- oder Firmenwert 585 0 0 0 0 585
3. Geleistete Anzahlungen 88 0 211 -240 0 59
2.426 -15 264 0 0 2.675
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.066 -217 331 134 0 18.314
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.085 -173 614 0 -20 11.506
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.687 -27 257 0 -142 6.775
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 158 -6 469 -134 -19 468
35.996 -423 1.671 0 -181 37.063
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 43 0 6 0 0 49
43 0 6 0 0 49
38.465 -438 1.941 0 -181 39.787
Abschreibungen
Stand 1.1.2020 Währung Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.466 -17 100 0 1.549
2. Geschäfts- oder Firmenwert 585 0 0 0 585
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
2.051 -17 100 0 2.134
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.577 5 288 0 10.870
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.166 -98 503 -15 8.556
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.443 -22 366 -103 5.684
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
24.186 -115 1.157 -118 25.110
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
26.237 -132 1.257 -118 27.244
Restbuchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 482 287
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 59 88
541 375
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.444 7.489
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.950 2.919
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.091 1.244
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 468 158
11.953 11.810
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 49 43
49 43
12.543 12.228

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

2020 2019
TEUR TEUR
Periodenergebnis 5.377 2.090
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.257 1.136
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 835 -31
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 306 -3
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.222 134
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -736 545
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 63 208
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 342 287
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.043 -8
-/+ Ertragsteuerzahlungen 5 198
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 7.270 4.556
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -264 -174
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.671 -1.322
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6 -12
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -1.941 -1.508
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 1.852 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -365 -319
- Gezahlte Zinsen -287 -224
+/- Ausschüttung an Gesellschafter -500 -500
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 700 -1.043
+/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -519 -121
5.510 1.884
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.056 4.172
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.566 6.056
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Liquide Mittel 11.566 6.056

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital (Stammkapital) Eigene Anteile
TEUR TEUR
Anfangsbestand 1.1.2019 100 -35
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0
Endstand 31.12.2019 100 -35
Anfangsbestand 1.1.2020 100 -35
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0
Endstand 31.12.2020 100 -35
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Summe Kapitalrücklage nach § 272 (2) Nr. 4 HGB
TEUR TEUR
Anfangsbestand 1.1.2019 65 22
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0
Endstand 31.12.2019 65 22
Anfangsbestand 1.1.2020 65 22
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0
Endstand 31.12.2020 65 22
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss
TEUR TEUR TEUR
Anfangsbestand 1.1.2019 -2.836 21.299 0
Ausschüttung 0 -500 0
Währungsumrechnung -121 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 2.090
Endstand 31.12.2019 -2.957 20.799 2.090
Anfangsbestand 1.1.2020 -2.957 22.889 0
Ausschüttung 0 -500 0
Währungsumrechnung -519 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 5.377
Endstand 31.12.2020 -3.476 22.389 5.377
Konzerneigenkapital
Summe
TEUR
Anfangsbestand 1.1.2019 18.550
Ausschüttung -500
Währungsumrechnung -121
Konzernjahresüberschuss 2.090
Endstand 31.12.2019 20.019
Anfangsbestand 1.1.2020 20.019
Ausschüttung -500
Währungsumrechnung -519
Konzernjahresüberschuss 5.377
Endstand 31.12.2020 24.377

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Die billerbeck-Gruppe wurde im Jahr 1921 gegründet. Sie ist Markenhersteller von hochwertigen Bettwaren mit hohem Marktanteil. Die billerbeck-Gruppe verfügt über Produktionsstandorte in Kraichtal/Deutschland, Fischbach-Göslikon/Schweiz und Budapest/Ungarn bzw. Szeghalom/Ungarn sowie über eine Vertriebsgesellschaft in Wien/Österreich. Die billerbeck-Gruppe ist mit der Herstellung, dem Handel und dem Vertrieb von Bettwaren, Matratzen sowie Textil- und Bettwaren verwandten Produkten beschäftigt.

Zum Kundenkreis der Gruppe zählen im Wesentlichen Möbel- und Warenhäuser, der Facheinzel- und Großhandel sowie Versender und Onlinehändler.

Gegenstand der Ermert Holding GmbH ist als Beteiligungsholding die Verwaltung zur Gesellschaft gehörender Unternehmen. In ihr ist das Management der zur Gruppe gehörenden operativen Gesellschaften mit dem Geschäftsführer Friedrich Ermert integriert.

Zum Konzernkreis gehören die operativ tätigen Gesellschaften Billerbeck Schweiz AG (billerbeck Schweiz), Billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG (billerbeck Deutschland), billerbeck Home Collection GmbH (billerbeck Home Collection), billerbeck Home Stores GmbH (billerbeck Home Stores), Billerbeck Budapest Kft. (billerbeck Ungarn), Billerbeck Rheumalind-Traumalind GmbH (billerbeck Österreich) sowie die RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraichtal KG (RAMONIA).

Über einen gut ausgebauten, internationalen Vertrieb werden Absatzmärkte in Deutschland, Europa und weltweit bedient.

Bei der billerbeck-Gruppe sind zum 31.12.2020 insgesamt 359 Mitarbeiter beschäftigt.

1.2. Ziele und Strategien

Einer der zentralen Erfolgsfaktoren der billerbeck-Gruppe sind die Marken. Über viele Jahrzehnte konnten sich vor allem die Marken billerbeck und Dauny in ihren Märkten im oberen Premiumsegment platzieren. Die billerbeck-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Marken zu pflegen und die Positionierung zu stabilisieren. Voraussetzung dafür ist es, der Produktqualität weiterhin einen hohen Stellenwert einzuräumen. Somit soll es auch in Zukunft möglich sein, sich attraktiv im Wettbewerb zu positionieren.

Ziel der billerbeck-Gruppe ist es, sowohl die Umsätze, aber auch die Profitabilität weiter zu steigern. Dazu ist es unter anderem notwendig, ein umfassendes, an den Bedürfnissen der Kunden orientiertes Produktprogramm anzubieten. Diesen Weg wird billerbeck durch Forschung und Entwicklung auch in Zukunft konsequent fortsetzen. Ebenso werden weitere Exportmärkte erschlossen, um den Absatz der Gruppe international noch weiter zu diversifizieren. Hierbei ist die Anpassung auf lokale Gegebenheiten besonders hervorzuheben.

Das Unternehmen profitiert in starkem Maße von den internationalen Standorten der Gruppe. Ein weiterer Strategiefokus liegt daher auf der permanenten Optimierung der Zusammenarbeit innerhalb der billerbeck-Gruppe. Besonders hervorzuheben ist hier der derzeitige Ausbau des Produktionsstandortes in Ungarn, um unter anderem die Lieferfähigkeit innerhalb der billerbeck-Gruppe weiter zu verbessern. Ebenso wie unternehmensübergreifend, werden auch die Geschäftsprozesse an den einzelnen Standorten weiterhin optimiert. Dadurch soll auch langfristig die bereits jetzt wettbewerbsfähige Kostenstruktur gesichert werden.

1.3. Forschung und Entwicklung

Rund 3 % unserer Mitarbeiter arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Aufwendungen für den Bereich F&E liegen bei rund. 0,5 % vom Umsatz.

Die billerbeck-Gruppe führt an allen 3 Produktionsstandorten in Deutschland, Schweiz und Ungarn Produktentwicklungstätigkeiten durch. Basierend auf diesen Tätigkeiten und den Erkenntnissen aus der Stiftung Schlaf und Gesundheit werden neue Entwicklungsprojekte umgesetzt. Diese konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen auf die Herstellung von nachhaltigen Produkten, den Umweltschutz und die dazugehörige Ausrichtung der Abläufe in der gesamten Organisation. Hierzu erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit anerkannten Prüfinstituten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchensituation

Deutschland

Das Geschäftsjahr 2020 war nach einem guten Start innerhalb der ersten beiden Monate geprägt durch die im Februar/März einsetzende Pandemie durch das Coronavirus. Der schnelle Anstieg der infizierten Personen führte Ende März zu einem Lockdown, von dem auch große Teile des Einzelhandels durch Schließung betroffen waren. Nach einer Normalisierung im Sommer und der erneuten Lockdown-Maßnahmen zum Jahresende zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, dass die deutsche Wirtschaft nach zehnjährigem Wachstum in eine tiefe Rezession gerutscht ist. Nach ersten Berechnungen war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2020 um 4,9 % niedriger als im Vorjahr. Betrachtet man die Quartalszahlen, zeigt sich beim Bruttoinlandsprodukt die Entwicklung im Zusammenhang mit der Pandemie. Fiel der Rückgang aufgrund der erst im März einsetzenden Auswirkungen auf die Volkswirtschaft mit 1,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal noch relativ niedrig aus, sank das BIP im zweiten Quartal um 11,3 % und im dritten Quartal um 3,9 %. Der Rückgang im 4. Quartal um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahresquartal führte dann insgesamt zu einem Rückgang für das Jahr 2020, der zur Jahresmitte noch erheblich höher prognostiziert wurde.

Auch die privaten Konsumausgaben im Geschäftsjahr spiegeln die schwierige Situation wider. Sie sanken im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 %. Besonders das zweite Quartal mit dem ersten Lockdown und einem Rückgang von 12,8 % zum Vorjahreszeitraum, sowie das vierte Quartal mit dem zweiten Lockdown und einem Rückgang von 6,5 % zeigen die Auswirkungen der Einschränkungen auf das private Konsumverhalten.

Deutlich wird der konjunkturelle Abschwung auch in der Industrieproduktion, die im Jahr 2020 um mehr als 10 % gesunken ist. Insbesondere die Automobilindustrie war am stärksten betroffen. Sie hat 25 % weniger produziert als im Vorjahr. Aber auch der Maschinenbau mit einem Rückgang von 13,8 % sowie die Bekleidungsindustrie mit einem Rückgang von 20 % mussten erhebliche Einbußen hinnehmen.

Der Arbeitsmarkt ist durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Beschäftigung stark unter Druck geraten. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben sich deutlich verringert, die Arbeitslosigkeit ist hingegen kräftig gestiegen und die Inanspruchnahme von Kurzarbeit hat nie da gewesene Ausmaße angenommen. Nach erster Schätzung der Bundesagentur für Arbeit ist die gesamte jahresdurchschnittliche Kurzarbeiterzahl von 145.000 im Jahr 2019 auf ca. 2,9 Mio. im Jahr 2020 gestiegen. Damit waren im Jahresdurchschnitt 2020 8,7 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Kurzarbeit. Die Arbeitslosenquote nahm im Geschäftsjahr um 0,9 Prozentpunkte von 5,0 % auf 5,9 % zu.

Die Bettwarenbranche unterlag auf Grund der Pandemie deutlichen Schwankungen. Nach Auskunft der Interessengemeinschaft der Deutschen Heimtextilien-Industrie GmbH schloss das Geschäftsjahr bei fasergefüllten Bettwaren mit einem Plus von 2,3 % ab. Hierbei lag das Wachstum in Inland bei 3,1 %, der Export sang bei einer Exportquote von 21 % um 2,2 %. Zwar konnte die Umsatzsteigerung des Vorjahres von 4,3 % nicht erreicht werden, vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen ist dies jedoch ein gutes Ergebnis. Betrachtet man die Entwicklung im Jahresverlauf, gab es im Inlandsgeschäft während der durch den Lockdown geprägten Quartale zwei und vier einen moderaten Rückgang von 1,0 % bzw. 2,6 %. Der Export jedoch musste im zweiten Quartal einen Rückgang von 30,6 % verzeichnen, konnte sich am Ende des Jahres aber wieder erholen.

Schweiz

Im 4. Quartal verlangsamte sich das BIP-Wachstum der Schweiz auf 0,3 %, nach 7,6 % im 3. Quartal. Große Einbußen erlebten die Dienstleistungsbranchen, die direkt durch die verschärften Eindämmungsmaßnahmen betroffen waren. In anderen Bereichen setzte sich die Erholung fort. Insgesamt wirkte sich die zweite Corona-Welle bis Ende 2020 deutlich weniger auf die Wirtschaft aus als die erste im vergangenen Frühjahr. Die privaten Konsumausgaben schrumpften im 4. Quartal deutlich um 1,5 %. Während die Ausgaben für Dienstleistungen der Gastronomie und im Freizeitbereich einbrachen, stiegen die Ausgaben für Nahrungsmittel und andere Waren wie Elektronikgeräte an. In der Summe ging der private Konsum trotz der zweiten Corona-Welle weniger stark zurück als im 1. Quartal zu Beginn der Pandemie. Entsprechend blickt der Handel (+1,5 %) auf ein positives Quartalsergebnis zurück. Auch die Finanzdienste (+0,7 %) und die unternehmensnahen Dienste (+0,4 %) konnten wachsen. Insgesamt erfolgte im Dienstleistungssektor damit nur ein geringer Rückgang der Wertschöpfung. Im Unterschied zum ersten Halbjahr 2020 wurden im 4. Quartal die internationalen Lieferketten kaum unterbrochen. Gestützt von der stark anziehenden Nachfrage in wichtigen Volkswirtschaften Asiens, konnte das verarbeitende Gewerbe (+1,4 %) erneut wachsen. Verschiedene Exportkategorien erholten sich weiter vom Einbruch im Frühjahr 2020, darunter jene der Uhren und Präzisionsinstrumente sowie der Maschinen und Metalle. Einzig aufgrund einer negativen Entwicklung des Transithandels gingen die Warenexporte insgesamt um 1,0 % zurück. Die Dienstleistungsexporte (+0,4 %) entwickelten sich leicht positiv. Gemäß den vorliegenden provisorischen Jahres-Ergebnissen ging das reale BIP 2020 um 2,9 % zurück und damit deutlich stärker als 2009 in der Finanzkrise (-2,1 %). Ein noch stärkerer Rückgang wurde 1975 im Zuge der Ölpreiskrise registriert.

Besonders stark von der Krise betroffen war der Dienstleistungssektor. Der private Konsum sank in historischem Ausmaß. Die Rückgänge beim verarbeitenden Gewerbe und bei den Exporten waren dagegen weniger stark als in der Finanzkrise. Aufgrund der epidemiologischen Lage und der verschärften Eindämmungsmaßnahmen ist Anfang 2021 zunächst von einem weiteren Rückgang der Konsumausgaben auszugehen. Klare Hinweise darauf liefert die Konsumentenstimmung von Januar. Zwar kam der Index insgesamt nur geringfügig unter dem Niveau der zwei Vorquartale zu liegen. Eine Auswertung auf Wochenfrequenz zeigt aber: Im Verlauf hat sich die Konsumentenstimmung deutlich verschlechtert. Insbesondere fielen die Antworten nach der Ankündigung der Ladenschließungen am 14. Januar negativer aus als zu Monatsbeginn. Maßgeblich verschlechtert haben sich dabei die Einschätzung zum Wirtschaftsausblick und die Neigung zu größeren Anschaffungen.

Ungarn

Die mehrjährige Aufschwungsphase der ungarischen Wirtschaft scheint zunächst im Coronajahr 2020 - zumindest vorübergehend - beendet zu sein. Die Pandemie hat besonders im zweiten Quartal des Jahres eine schwere Rezession ausgelöst, das BIP ist infolge des Lockdowns (geschlossene Läden in Budapest, geschlossene Grenzen) um 13,6% eingebrochen. Die am Ende Mai eingeleiteten Lockerungen der Einschränkungen haben zwar die Wirtschaft im dritten Quartal wieder aufleben lassen, konnten aber das Wirtschaftsjahr 2020 nicht mehr retten. Der Rückgang im Gesamtjahr 2020 betrug somit fast 6 %. Vor allem waren von der Pandemie Wirtschaftszweige wie Tourismus und Gastronomie betroffen, aber ebenso die Automobilindustrie, die eine immer größere Rolle in der ungarischen Wirtschaft spielt.

Die meisten Wirtschaftsexperten erwarten eine rasche Rückkehr zum Wachstum, obwohl das Vorkrisenniveau höchstwahrscheinlich erst im Jahre 2022 wieder erreicht wird.

Auch die anderen Hauptkennzahlen der Wirtschaft wiesen eine negative Entwicklung auf. Das Haushaltsdefizit stieg von 2,1 % im Jahre 2019 auf 9 % im Jahr 2020, während die Staatsverschuldung von 66,4 % auf ca. 82 % stieg. Die Inflation stieg ebenfalls von 3,4 % auf 3,7 %, ebenso die Arbeitslosenquote von 3,4 % auf 4,5 %. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in den Branchen, die von der Pandemiekrise besonders stark getroffen worden sind, viele Arbeitnehmer ihre Beschäftigung verloren haben.

Die Schließung der Läden und andere Einschränkungen im Frühjahr haben auch den Einzelhandel schwer getroffen. Der im Jahr 2019 noch 6 % Wachstum aufweisende Einzelhandel ist nun im Jahre 2020 um 0,2 % gesunken.

Für 2021 werden zwar wieder positive Impulse in der Entwicklung des Einzelhandels erwartet, aber die Konsumlaune dürfte durch die steigende Arbeitslosigkeit und die Ungewissheit über die zukünftige Entwicklung der Einkommen der Arbeitsnehmer eher etwas gedrückt bleiben.

Die Pandemie hat zu verändertem Kaufverhalten im Einzelhandel geführt. Die Onlinehandel stieg überproportional zu Lasten des stationären Geschäfts. Einzig der Lebensmitteleinzelhandel profitierte durch pandemiebedingte Hamsterkäufe. Die großen internationalen Möbelketten, aber auch der kleine Facheinzelhandel haben hauptsächlich durch ihren stark zunehmenden Online-Handel Umsätze ausgleichen können.

Billerbeck Budapest hat vor diesem Hintergrund sehr gute Erfolge mit dem eigenen Webshop erzielen und den Umsatz mehr als verdoppeln und damit den Umsatzrückgang in den eigenen Läden kompensieren können. Trotz der veränderten, schwierigen Umstände konnten bis auf die Handelsketten in allen anderen Marktsegmenten Zuwächse, auch im Absatzmarkt Hotellerie, verzeichnet werden.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der billerbeck-Gruppe haben sich im Geschäftsjahr positiv entwickelt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie konnte der Umsatzzuwachs im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 noch einmal gesteigert werden. Der Zuwachs von 5,7% ist insofern beachtlich, als dass Umsatzeinbrüche durch Schließungen des Einzelhandels vor allem im ersten Quartal kompensiert werden konnten.

Zu beobachten ist im Inland, aber auch im Export, eine weitere Konzentrierung der Kundenstruktur. Als wichtigste Marktveränderung sei hier der Zusammenschluss der beiden Kaufhäuser in Deutschland zu nennen. Aber auch im Möbelhandel setzt sich die Konzentration weiter fort und weitet sich immer mehr auch international aus. So hat im Geschäftsjahr 2020 vor allem in der Schweiz eine starke Konzentration und Internationalisierung des Möbelhandels stattgefunden.

Der Umsatz auf dem inländischen Markt hat sich mit 8,3 % deutlich gesteigert. Aber auch außerhalb Deutschlands entwickelte sich das Geschäft positiv. Mit einem Anstieg von 4,1 % im Vergleich zum Vorjahr konnte man sich am Markt sehr gut behaupten. Wie in den vergangenen Jahren sind im außereuropäischen Export aber erhebliche Schwankungen festzustellen. Während sich einige Märkte erholen, gibt es in anderen Ländern Rückgänge zu verzeichnen. Der europäische Markt ist im Wesentlichen von solchen Schwankungen nicht betroffen, wenn auch vereinzelt bei kleineren Kunden Auftragsverschiebungen von einem zum anderen Jahr verzeichnet werden. Auch hier gilt es, die durch die Pandemie bedingten unterschiedlichen Verläufe von Schutzmaßnahmen zu betrachten, die in den verschiedenen Märkten zu unterschiedlichen Zeiten zu erheblichen Einschränkungen durch Schließungen des Einzelhandels führten.

Die Situation der Rohstoff- bzw. Materialpreise war wie auch in den vergangenen Jahren wichtiger Einflussfaktor auf den Geschäftsverlauf. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur die qualitative und quantitative Verfügbarkeit den Preis beeinflusst, sondern auch die Kursschwankungen des US-Dollars. Im Jahresverlauf konnte festgestellt werden, dass sich gerade im Bereich des Federn- und Daunenmarktes nach leichter Erholung im Vorjahr wieder Preiserhöhungen abzeichneten. Auch hier ist eine Ursache die Pandemie und der dadurch bedingte Rückgang des Absatzes von Geflügel und somit auch eine Verknappung am Markt für Federn und Daunen. Trotzdem konnte die Rohertragsquote aufgrund guter Einkaufspolitik am Rohstoffmarkt verbessert werden.

Die Kostenentwicklung verlief auch im Jahr 2020 zufrieden stellend. Die Planwerte konnten eingehalten werden, in verschiedenen Bereichen wurden Kostensenkungen durchgeführt. Umsatzabhängige Kostenpositionen entwickelten sich mit dem Umsatz.

Die Kapazitätsauslastung der Produktion wurde wiederum bestimmt durch das saisonal stark schwankende Geschäft. Der Beendigung der Kurzarbeit in fast allen Konzerngesellschaften folgte ein nicht erwarteter, deutlicher Anstieg des Auftragseingangs, der zu hoher Auslastung in der Produktion führte.

Auftragslage und -entwicklung

Die Auftragslage zeichnet sich traditionell durch eine hohe Kurzfristigkeit aus. Ausnahmen bilden hier speziell beworbene Aktionen, die in Abstimmung mit den Kunden geplant werden. Dieser Trend hat sich im Wesentlichen weiter fortgesetzt. Die Liefertermine ab Auftragseingang sind sehr kurz, die Kunden sind sehr darauf bedacht, Lagerkosten zu minimieren und erwarten höchste Flexibilität von den Lieferanten. Die kurzfristigen Auftragsbestände haben daher gewöhnlich den weitaus höchsten Anteil am Gesamtauftragsbestand.

Auftragsrückstände konnten zu Beginn des Geschäftsjahres auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Gerade im dritten und vierten Quartal jedoch - hervorgerufen durch einen nicht erwarteten, überdurchschnittlich hohen Auftragseingang im Jahresvergleich - kam es immer wieder zu Engpässen in den Produktionen der Unternehmensgruppe. Durch national unterschiedliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie kam es zu Jahresende teilweise zu erheblichen Auftragsrückgängen bzw. Stornierungen laufender Aufträge.

Ertragslage

Die billerbeck-Gruppe erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 Umsatzerlöse in Höhe von rd. EUR 50,3 Mio. und somit ca. 5,7 % mehr als im Vorjahr. Dieses Ergebnis verteilt sich mit 7,3% auf den Inlandsumsatz und 4,1 % auf den Umsatz ausländischer Märkte.

Die Gesamtleistung des Konzerns liegt mit EUR 50,2 Mio. 5,9 % über dem Vorjahreswert von EUR 47,4 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um TEUR 35 auf TEUR 386.

Die Rohertragsquote in Höhe von 51,0 % vom Vorjahr konnte im Konzern erhöht werden und lag bei 54,7 %. Hierbei sank der Materialaufwand unter anderem aufgrund niedriger Beschaffungskosten auf dem Feder- und Daunenmarkt sowie sinkender Provisionsaufwendungen für Verkaufsberatungen absolut von TEUR 23.570 um TEUR 414 auf TEUR 23.156.

Die Personalaufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 12.911 um TEUR 891 auf TEUR 12.020. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme staatlicher Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten zurückzuführen (Kurzarbeit). Ebenfalls wirkte sich ein leichter Rückgang des Personals kostenreduzierend aus.

Die Kapazitätsauslastung der Produktion wurde an allen Produktionsstandorten wiederum bestimmt durch das saisonal stark schwankende Geschäft, im laufenden Geschäftsjahr noch einmal massiv beeinflusst durch die Pandemieauswirkungen. Es wurde auch in diesem Geschäftsjahr flexibel auf veränderte Auslastungen reagiert, im Wesentlichen durch Inanspruchnahme von staatlichen Instrumenten (Kurzarbeit).

Ebenfalls wurden Modelle wie flexibilisierte Arbeitszeit und Leiharbeit eingesetzt, um Lieferfähigkeit zu gewährleisten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht reduziert werden. Betrachtet man einzelne Positionen, ist insbesondere im Bereich der Haus- und Grundstücksaufwendungen eingespart worden. Grund hierfür ist ein erhöhter Reparaturaufwand im Vorjahr, der sich im laufenden Geschäftsjahr auf einem wieder niedrigeren Niveau bewegt hat. Bei den umsatzabhängigen Kosten wie Frachten und Verpackung konnten keine Einsparungen realisiert werden. Gerade aufgrund des steigenden Onlinehandels und der damit verbundenen Anzahl der Kunden im E-Commerce erhöht sich die Zahl der verschickten Packstücke jährlich. Folgerichtig aufgrund der Coronakrise sanken die Reisekosten im Konzern deutlich um fast 50 %. Weitere Kosten konnten durchweg auf einem akzeptablen Niveau gehalten werden. Teilweise wurden in Einzelbereichen aufgrund dauerhafter und nachhaltiger Kostenkontrolle Reduzierungen realisiert.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -387 verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 123. Für diese Entwicklung ist eine stichtagsbezogene Bewertung von Wertpapieren verantwortlich, die von der Unternehmensgruppe gehalten werden. Zinsaufwendungen für Bankverbindlichkeiten konnten auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Die billerbeck-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2020 einen Konzernjahresüberschuss von TEUR 5.377.

2.3. Vermögens- und Finanzlage

Cashflow und Finanzierung

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 7.270 (Vorjahr: TEUR 4.556). Die im laufenden Geschäftsjahr getätigten Investitionen konnten somit über Einzahlungen aus dem operativen Cashflow finanziert werden.

Durch die Eigenfinanzierungskraft der Gesellschaft und die ausreichend bestehenden Kreditlinien ist die Finanzlage des Unternehmens gesichert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 53,8 % (Vorjahr: 52,3 %).

Investitionen

Das Anlagevermögen hat sich im Berichtsjahr insgesamt bei Abgängen zu Restbuchwerten von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 208), Zugängen zu Anschaffungskosten von TEUR 1.941 (Vorjahr: TEUR 1.508), Abschreibungen von TEUR 1.157 (Vorjahr: TEUR 1.136) sowie Währungsumrechnungseffekten von TEUR 307 um insgesamt TEUR 314 erhöht. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit lagen auf Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen, sowohl im Bereich der Fertigungsanlagen, als auch bei Gebäuden. Weiterhin wurde am inländischen Standort in eine Photovoltaikanlage installiert, um dem in der Gruppe verankerten Gedanken der Nachhaltigkeit weiter Rechnung zu tragen.

2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Unsere Leistungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit unseres Handelns. Wir entwickeln effiziente Produkte unter besonderer Berücksichtigung der verarbeiteten Ressourcen, der Umwelt und des Klimas. Tierschutz in Verbindung mit Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit steht im Fokus. Die billerbeck-Gruppe beachtet alle umweltschutzrechtlichen Gesetze und Auflagen. Voraussetzung für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind leistungsfähige Mitarbeiter - daher investieren wir in gute Aus- und Weiterbildung sowie hohe Arbeitssicherheit.

Zum 31.12.2020 waren bei unserem Unternehmen 359 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 365), davon waren 243 Lohnempfänger (Vorjahr: 257). Zum Jahresende befanden sich konzernweit fünf junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis, davon zwei bei billerbeck Deutschland und drei bei billerbeck Schweiz. Das entspricht einem Anteil von rd. 1,4 % der Belegschaft.

3. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsrisiken des Unternehmens resultieren aus einer hohen Abhängigkeit vom Preisniveau der verwendeten Rohstoffe. Als wichtigste Rohstoffe sind Gewebe und Füllungen, speziell Federn, Daunen, Naturhaare und Synthetikfasern zu nennen. Nachdem die Preise für Federn und Daunen in den Jahren 2013 und 2014 stark angestiegen sind, sanken sie danach wieder und pendelten sich auf einem Niveau ein, das zwar höher war als vorher, aber eine gewisse Stabilität zeigte. Im Verlauf der beiden Geschäftsjahre 2017 und 2018 zeigte sich wieder eine deutlich angespanntere Situation, die erhebliche Preissteigerungen bei bestimmten Qualitäten zur Folge hatte. Ende 2019 und Anfang 2020 konnten Preisreduzierungen realisiert werden. Am Ende des aktuellen Geschäftsjahres jedoch stiegen die Preise aufgrund von sinkender Nachfrage nach Geflügel auf dem Lebensmittelmarkt wieder an. Eine Verknappung am Markt - hervorgerufen auch durch immer höher werdende Sensibilität in Bezug auf artgerechte Haltung der Tiere - kann schnell zu Preissteigerungen führen. Bei den für das Unternehmen wichtigen Baumwollpreisen ist eine Volatilität nach wie vor gegeben, wenn auch ein plötzlicher Ausschlag nach oben wie im Jahr 2011 nicht mehr aufgetreten ist. Sank der Baumwollpreis im März 2020 noch auf den tiefsten Wert des Jahres, stieg er kontinuierlich an und erreichte am Jahresende fast den Wert des Fünfjahreshochs von 2018. Abhängig von der Nachfrage, aber vor allem auch von den Ernteerträgen bei der Baumwolle, könnte es schnell zu weiteren Veränderungen des Preises kommen.

Schwankende Währungskurse können gerade im internationalen Einkauf zu erhöhten Preisen und somit zu Währungsrisiken führen. Um dieses Risiko zu mindern, werden bei Bedarf Währungsabsicherungsgeschäfte getätigt.

Die Energiepreisentwicklung zeigt eine Spirale nach oben. Hier werden in den kommenden Jahren weitere Preiserhöhungen auf die Unternehmensgruppe zukommen. Maßnahmen, die zur erhöhten Unabhängigkeit führen, wurden zum Beispiel durch die erste Installation einer Photovoltaikanlage am inländischen Standort durchgeführt. Weitere Maßnahmen werden im kommenden Geschäftsjahr folgen.

Gerade das Geschäftsjahr 2020 hat gezeigt, dass ein plötzliches, unerwartetes Ereignis von weltweiter Auswirkung wie die Corona-Pandemie die Geschäftstätigkeit massiv beeinflussen und gefährden kann. Allgemeine Verunsicherung, Wegfall von Überseetransporten sowie Schließung von Produktionsunternehmen in Risikogegenden sind nur einige Folgen eines solchen Ereignisses, die unsere Lieferkette beeinflussen. Risiken bestehen in der Schließung des stationären Einzelhandels, bei dem billerbeck den weitaus größten Teil des Umsatzes realisiert. Wie das Geschäftsjahr 2020, aber auch der Beginn des Jahres 2021 zeigt, sind teilweise Unternehmen der Handelslandschaft auf staatliche Hilfen angewiesen, um überleben zu können.

Zur Zukunftssicherung der billerbeck Gruppe wurden auch im Geschäftsjahr 2020 wesentliche Investitionen getätigt. Durch drei modern ausgebaute, örtlich getrennte Fertigungsstandorte mit einem modernisierten Anlagenpark werden Fertigungsrisiken abgefedert und Flexibilität ausgebaut.

Risiken bestehen darüber hinaus in der unternehmensspezifischen Kunden- und Lieferantenstruktur mit Ausrichtung auf einige große Vertragspartner. Besonders im Bereich der Kunden zeigt sich hier ein immer größer werdendes Klumpenrisiko.

Personell ist die billerbeck-Gruppe gut aufgestellt. Es kann jedoch aufgrund des Fachkräftemangels und der wirtschaftlich guten Situation im Allgemeinen, aber auch aufgrund der Abwanderung von Arbeitskräften aus Ungarn in westliche EU-Länder im Speziellen durchaus von einer schwierigen Arbeitsmarktlage auf der Beschaffungsseite gesprochen werden.

Für die internen und externen Geschäftsrisiken hat das Unternehmen - soweit diese Risiken durch Präventivmaßnahmen gesteuert werden können - in angemessenem Umfang Vorsorgemaßnahmen (Versicherungsschutz, bilanzielle Risikovorsorgen, interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollsysteme) getroffen.

Das interne Berichtswesen ermöglicht es der Geschäftsführung durch die Überwachung wesentlicher externer, marktbezogener Kennzahlen (beispielsweise Rohstoffpreisentwicklungen, branchenkonjunkturelle Daten) sowie interner, unternehmensbezogener Auswertungen (Auftragsdaten, Kosten- und Qualitätskontrollen, unterjährige Ergebnisrechnungen) zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert zu sein.

Die aufgrund des saisonalen Geschäftsverlaufs schwankende Liquiditätssituation ist den Hausbanken seit Jahren bekannt und wird gegebenenfalls durch vertraglich geregelte kurzfristige Zwischenfinanzierungen abgesichert.

Um Forderungsausfällen vorzubeugen, besteht - ausgenommen für die Lieferverhältnisse der billerbeck Schweiz - ein Warenkreditversicherungsvertrag.

Staatliche Maßnahmen können in unterschiedlichem Umfang die Geschäftstätigkeit der billerbeck-Gruppe beeinflussen. Im Besonderen ist auf Steuerveränderungen und Mindestlohnerhöhungen in Ungarn hinzuweisen, die zu Schwierigkeiten gerade bei der Beschaffung von Fachkräften, aber auch bei der Höhe der Personalkosten führen können. Durch Rationalisierung wird dieser Entwicklung entgegengewirkt.

4. Prognosebericht

Deutschland

Der für alle noch zum Jahresbeginn unerwartete Verlauf des Geschäftsjahres 2020 hat zu einem wirtschaftlichen Einbruch und zu einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandprodukts geführt. Der Lockdown hat in fast allen Wirtschaftszweigen zu massiven Problemen geführt. Der private Konsum, im Vorjahr noch ein wichtiger Treiber der positiven Konjunkturdaten, sank deutlich, genau wie große Teile der Industrieproduktion. Gleiches gilt auch für die meisten Auslandsmärkte. Der pandemiebedingte wirtschaftliche Abschwung erfasste die meisten Länder. Die Prognosen für die deutsche Wirtschaft lassen auf eine leichte Erholung für 2021 hoffen, allerdings ist die Unsicherheit dieser Prognose sicher größer als in anderen Jahren. Wie sich die Ausbreitung bzw. die Eindämmung des Corona-Virus im Verlauf des Jahres 2021 in Deutschland, aber auch weltweit entwickelt, kann nicht vorausgesagt werden. Ein Lockdown in den ersten zwei Monaten des Jahres lässt befürchten, dass es einer enormen Kraftanstrengung bedarf, um am Jahresende eine leicht positive wirtschaftliche Entwicklung verzeichnen zu können.

Billerbeck Deutschland konnte seine Marktposition im inländischen Markt weiter behaupten. Geprägt war das Jahr durch den plötzlichen Lockdown im März und einem damit verbundenen massiven, kurzfristigen Umsatzeinbruch aufgrund der Schließung des Einzelhandels. Die starken Einschränkungen, mit denen sich die Bevölkerung auch nach Beendigung des Lockdowns im gesamten Jahresverlauf unter anderem durch Reisebeschränkungen oder sogar -verbote konfrontiert war, führten zu dem Effekt, dass mehr im häuslichen Umfeld investiert wurde. Davon profitierte auch billerbeck. Es konnte ein deutlicher Anstieg des Absatzes verzeichnet werden, was am Jahresende zu einer Überkompensierung des Umsatzrückgangs im ersten und vor allem zweiten Quartal führte.

Schweiz

Der Fortgang der wirtschaftlichen Entwicklung hängt maßgeblich vom weiteren epidemiologischen Geschehen und den politischen Reaktionen ab. Es ist zu erwarten, dass die im 4. Quartal eingeführten Eindämmungsmaßnahmen auch im 1. Quartal 2021 im Wesentlichen bestehen bleiben, und dass die wirtschaftliche Entwicklung schwach bleibt. Vor diesem Hintergrund revidiert die Expertengruppe ihre BIP-Prognose für das kommende Jahr nach unten. Für 2021 erwartet sie ein Wachstum des Sporteventbereinigten BIP in Höhe von 3,0 % (Prognose von Oktober: +3,8 %), was allerdings immer noch deutlich über dem historischen Mittelwert liegt. Inklusive der Effekte der großen internationalen Sportveranstaltungen, die für 2021 geplant sind, entspricht dies einem Wachstum von 3,2 %. Diese Prognose fußt auf der Erwartung, dass sich die epidemiologische Lage ab dem Frühjahr 2021 allmählich stabilisiert, etwa aufgrund der günstigeren Wetterbedingungen und aufgrund des verbreiteten Einsatzes von Corona-Impfstoffen. Im Verlauf des Jahres könnte eine ausreichend hohe Immunisierung der Bevölkerung erreicht werden, und die Eindämmungsmaßnahmen könnten sukzessive gelockert werden. Zudem dürften die Geld- und die Fiskalpolitik expansiv ausgerichtet bleiben und die Wirtschaft weiterhin stützen. Die Wirtschaftsaktivität sollte sich ab dem 2. Quartal 2021 deutlich beleben, so dass Ende 2021 das BIP der Schweiz wieder das Niveau von vor der Corona-Krise erreichen sollte.

Ungarn

Die Wirtschaftsprognosen für den ungarischen Markt sind optimistisch. Es wird damit gerechnet, dass die ungarische Wirtschaft im Jahre 2021 wieder um ca. 4% wachsen kann, obwohl damit das Vorkrisenniveau erst im Jahre 2022 wieder erreicht wird. In Ungarn steht im Jahr 2022 die Parlamentswahl an, so dass erfahrungsgemäß damit gerechnet werden kann, dass von der Regierung - trotz Coronakrise - wieder kaufkraft- und konsumfördernde Maßnahmen eingeleitet werden. Für die Regierung ist es von besonderer Bedeutung, dass die Pandemie so schnell wie möglich erfolgreich bekämpft und die Wirtschaft wieder normalisiert wird. Da aber die ungarische Wirtschaft extrem außenhandelsabhängig ist, ist ihre Entwicklung in erheblichem Maße von der weltweiten, konjunkturellen Lage, insbesondere aber von der der EU abhängig. Allerdings rechnet die ungarische Regierung nach der Rezession im Jahr 2021 wieder mit einem Aufschwung und auch mit einem mäßig wachsenden Konsum. Für billerbeck Budapest bedeutet das aufgrund des in seiner Größe limitierten ungarischen Marktes eine weiterhin verstärkte Fokussierung auf Exportmärkte mit dem Ziel, auch neue Kunden zu gewinnen, um Umsatz- und Ergebnisziele erreichen zu können.

Gruppe

Die Ertragssituation des Unternehmens gilt es im kommenden Geschäftsjahr vor dem Hintergrund des derzeitigen Preisniveaus und dessen Entwicklung im Rohstoffbereich zu stabilisieren, wenn möglich auszubauen. Hierzu bedarf es einer intensiven Analyse der Marktgegebenheiten. Hohe Flexibilität und Professionalität im Rohstoffeinkauf sind genauso notwendig wie Preisgestaltungen der eigenen Produkte. Bei zu erwartenden Rohstoffpreisschwankungen ist eine intensive Auseinandersetzung mit Lieferanten unumgänglich. Ein Ausbleiben solcher Bemühungen könnte bei dem extremen Ausmaß der Preisschwankungen zu Ertragsausfällen führen. Insbesondere die Preisveränderungen für Federn und Daunen sind von großer Bedeutung. Hier könnte sich im Jahr 2021 wieder ein höheres Niveau der Preise entwickeln. Ebenso von großer Bedeutung ist die Entwicklung des Dollarkurses. Eine Schwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar würde zu Einkaufspreiserhöhungen führen, die direkte, negative Auswirkungen auf den Rohertrag haben würden.

Dies alles wird jedoch überschattet von der pandemischen Entwicklung durch das Coronavirus. Sollte diese nicht schnellstmöglich beherrscht werden und sich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen wieder normalisieren, kann das erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des Jahres 2021 haben. Trotzdem ist billerbeck für 2021 verhalten optimistisch. Ziel ist es, das Umsatzniveau des Jahres 2019 mindestens zu erreichen. Wir sind der Überzeugung, dass - unabhängig von der Pandemieentwicklung - die von uns durchgeführten Maßnahmen sowie die operative und strategische Ausrichtung des Unternehmens und der Marke dazu Anlass geben und hoffen, dass der Facheinzel- und Möbelhandel sowie die Warenhäuser so unbeschadet durch die Krise kommen, dass ein Weiterführen der Geschäftstätigkeit möglich ist.

 

Kraichtal, den 11.3.2021

Ermert Holding GmbH

Friedrich Ermert, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ermert Holding GmbH, Kraichtal

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Ermert Holding GmbH, Kraichtal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ermert Holding GmbH, Kraichtal, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 11.03.2021

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Haug, Wirtschaftsprüfer

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