Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 27915
Vorher
Biomethananlage Klein Wanzleben Verwaltungs GmbHBiomethananlage Klein Wanzleben GmbH
Eingetragen
8.4.2011
Branche
Betrieb von KläranlagenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Projektierung, der Bau und Betrieb von Biomethananlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
David Rindt
seit 13.1.2025
Geschäftsführer
Tamara Götz
seit 13.12.2021
Prokura
Philipp Chartschenko
seit 13.12.2021
Prokura
Koray Karaadak
seit 26.4.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MVV Biogas GmbH
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MVV Biomethan GmbH

Wanzleben-Börde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht 2023

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die MVV Biomethan GmbH hat ihren Sitz in Wanzleben-Börde. Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der MVV Biogas GmbH.

Der vorliegende Einzelabschluss 2023 der MVV Biomethan GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2023 13,5 Tsd Euro. Es besteht seit dem 04.10.2021 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV Biogas GmbH.

Gegenstand des Unternehmens ist die Projektierung, der Bau und Betrieb von Biomethananlagen.

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

In der Gesellschaft werden vor dem Hintergrund einer wertorientierten Unternehmenssteuerung verschiedene Kennzahlen verwendet. Schwerpunktmäßig stehen der Jahresüberschuss nach HGB sowie die aus dem Konzernverbund resultierenden IFRS-Kennzahlen Adjusted EBIT und ROCE im Vordergrund.

Der Jahresüberschuss nach HGB, als gesetzlich verankerte Kennzahl, leitet sich aus § 275 II und III HGB ab und gibt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit nach Zinsen und Steuern an.

Das Adjusted EBIT basiert auf dem EBIT nach IFRS.

Das EBIT ist um den Ergebniseffekt aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung nach IFRS 9 bereinigt und wird ohne Restrukturierungsaufwand allerdings mit den Erträgen aus Finanzierungsleasingverträgen berechnet und ergibt als Residualgröße das Adjusted EBIT.

Die Renditekennziffer ROCE setzt das für die interne Steuerung maßgebende bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Adjusted EBIT) in Relation zu dem dafür eingesetzten Kapital. Das eingesetzte Kapital ist das Kapital, für das ein Verzinsungsanspruch seitens externer Kapitalgeber besteht, also ohne flüssige Mittel.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

EU schreibt neue Ziele für erneuerbare Energien und Energieeinsparungen fest

Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Europäische Rat haben sich im März 2023 auf die Inhalte von zwei Kernelementen des "Fit for 55"-Pakets geeinigt. Zum einen kann eine umfassende Neugestaltung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED III) in Kraft treten. Das europäische Ziel für erneuerbare Energien wird damit von 32,5 % auf 45 % im Jahr 2030 angehoben, mit verbindlichen Zielen für die jeweiligen Sektoren. Zum anderen haben die europäischen Institutionen die Überarbeitung der Energieeffizienz-Richtlinie (EED) verabschiedet. Sie schreibt verbindlich vor, dass der Energieverbrauch in der EU bis 2030 um 11,7 % gegenüber den Projektionen des EU-Referenzszenarios 2020 sinken muss. Diese Reduzierung soll durch Investitionen im öffentlichen Sektor, Förderung von Fernwärme und -kälte sowie jährliche Ziele für jedes Mitgliedsland erreicht werden. Für MVV bieten diese neuen Rahmenbedingungen Chancen vor allem bei der Fernwärme, die künftig europaweit eine zentrale Rolle in der Wärmewende spielen soll.

Deutsche Wirtschaft rückläufig

In ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023 haben die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute die Wachstumserwartungen der deutschen Wirtschaft für das Kalenderjahr 2023 abgesenkt. Die Experten gehen von einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts von 0,6 % aus - nach einem prognostizierten Wachstum von 0,3 % im Frühjahr. Begründet wird der Rückgang mit dem starken Anstieg der Energiepreise im Jahr 2022, der Inflation, die den Haushalten Kaufkraft entzieht und den jüngsten Leitzinserhöhungen, die die Bauwirtschaft belasten. Für 2024 senken die Wirtschaftsforscher ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 %.

Stromerzeugung in Deutschland gesunken

Nach aktuellen Berechnungen des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag die Brutto-Stromerzeugung in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 bei 374 Mrd kWh und damit um etwa 13 % unter dem Vorjahr (429 Mrd kWh).

Anteil erneuerbarer Energien an deutscher Stromerzeugung steigt auf 54 %

Nach Schätzungen des BDEW betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Brutto-Stromerzeugung in Deutschland in den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2023 insgesamt 54 % - nach 45 % im Vorjahreszeitraum. Ein Teil dieses relativen Anstiegs ist auch auf den geringeren Stromverbrauch in Deutschland zurückzuführen. Dieser fiel in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 um rund 6 % gegenüber dem Jahr 2022 auf 367 Mrd kWh. Besonderen Anteil am Anstieg der Erneuerbaren-Quote hatte dabei die Erzeugung aus Wind, wobei sich die Stromproduktion an Land und auf See unterschiedlich entwickelten. Während die Stromproduktion aus Windkraftanlagen an Land (Onshore) um 8 % über dem Vorjahr lag, kam es bei Windkraftanlagen auf See (Offshore) zu einer Abnahme von 7 %. In Summe hat die Stromerzeugung aus Wind um rund 5 % zugenommen. Auch Photovoltaikanalagen produzierten rund 6 % mehr Strom. Aus Biomasse und biogenem Siedlungsabfall wurde dagegen etwa 1 % weniger Strom erzeugt als ein Jahr zuvor. Insgesamt wurden aus erneuerbaren Energien zirka 200 Mrd kWh Strom produziert.

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

Die vier Anlagen der MVV Biomethan GmbH erzeugen unverändert auf Basis nachwachsender Rohstoffe und tierischer Reststoffe Biomethan zur Einspeisung in die regionalen Erdgasnetze. In den Anlagen Staßfurt und Barby wird zusätzlich noch Strom in Blockheizkraftwerken (BHKWs) erzeugt. Die Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2021 eine 100%-Tochtergesellschaft der MVV Biogas GmbH.

Der Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2023 ist gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Haupttreiber ist hier der Gasumsatz, der aufgrund positiver Marktentwicklungen vor allem für reststoffbasiertes Biomethan im Kraftstoffsektor angestiegen ist. Der Stromumsatz ist aufgrund des höheren Eigenstrombezugs in den Anlagen mit BHKW zur Optimierung des Stromaufwandes gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die bereits im GJ 2022 an den Standorten Barby und Staßfurt umgesetzte Maßnahme wurde im GJ 2023 erstmalig über das gesamte Jahr wirksam.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind deutlich gestiegen. Im GJ 2023 umfassen diese im Wesentlichen eine Schadensregulierung in Zusammenhang mit einem Unwetterereignis in Staßfurt aus dem Jahr 2020.

Der Materialaufwand ist deutlich gesunken. Dies ist zum einen bedingt durch eine Reduktion des Aufwands für den Strombezug aufgrund gesunkener Preise sowie der Umstellung auf höheren Stromeigenverbrauch und zum anderen auf einer im Vorjahresvergleich niedrigeren Anlagenauslastung und einem damit verbundenen geringeren Substrateinsatz.

Der Personalaufwand in der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. Neben Gehaltsanpassungen beim Betriebspersonal sind die Personalrückstellungen leicht gestiegen. Die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter ist unverändert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Ursachen hierfür sind gestiegene KfZ-Kosten, Rechts- und Notariatskosten sowie Facility Management Aufwendungen.

Die Abschreibungen sind im GJ 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Insgesamt ist durch die Reduktion des Materialaufwandes und die gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge bei gleichzeitig gestiegenen Umsatzerlösen sowohl das EBIT als auch das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der MVV Biomethan GmbH zum 30. September 2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 2% verringert.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 77%. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert. Das Anlagevermögen wird dominiert durch das Sachanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich auf 11 959 Tsd Euro (Vorjahr 10 289 Tsd Euro). Hauptsächlich verantwortlich für die Veränderungen ist die Zunahme der Vorräte um 1 837 Tsd Euro.

Die Eigenkapitalquote der MVV Biomethan GmbH betrug am 30. September 2023 45%.

Aufgrund einer unterjährigen Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag reduzierte sich das Eigenkapital im Geschäftsjahr 2023. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit MVV Biogas GmbH. Demgemäß wird das Ergebnis der MVV Biomethan GmbH zu jedem Jahresabschluss abgeführt.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 28 172 Tsd Euro sind um Vergleich zum Vorjahr um 1 360 Tsd Euro gestiegen (Vorjahr 26 811). Der Verschuldungsgrad beträgt 122% (Vorjahr 119%).

Ertragslage

Der Geschäftsverlauf der MVV Biomethan GmbH hat sich positiv entwickelt. Der Jahresüberschuss konnte sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln und stieg auf 4 979 Tsd Euro an. Der starke Anstieg des Jahresergebnisses resultierte hauptsächlich aus dem marktbedingten Anstieg der Gaserlöse sowie einer Stabilisierung im Aufwand für den Strombezug, der im Vorjahr aufgrund der Volatilitäten an den Energiemärkten außerordentlich hoch war.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 22 974 Tsd Euro sind im aktuellen Geschäftsjahr trotz geringerer Erzeugungsmenge um 6% gestiegen (Vorjahr 22 445 Tsd Euro), da der Preisanstieg für Biomethan - und dabei insbesondere für die Anteile an zertifiziertem nachhaltigen Biomethan aus Wirtschaftsdünger - die Mindererzeugung überkompensiert hat. Hauptgrund für die Mindererzeugung waren Schäden an der jeweiligen Wärmeversorgung der Biogasaufbereitungsanlagen an den Standorten in Kroppenstedt und Klein Wanzleben.

Der Stromabsatz ist 2023 gegenüber 2022 gesunken, da in 2022 erst im Laufe des Jahres auf Eigenstromversorgung umgestellt wurde und dies somit nicht für das gesamte GJ wirksam war. In 2023 wurde dann an den BHKW-Standorten das gesamte Jahr vollständig in Eigenstromversorgung gefahren und entsprechend weniger ins Stromnetz eingespeist.

Absatzmengen 2023 2022 Veränderung
in %
Biomethan (in Mio kWh) 227,0 260,4 -13%
Strom (in Mio kWh) 1,2 4,1 -71%

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 241 Tsd Euro auf 452 Tsd Euro gestiegen. In diesem Jahr ist eine Schadensregulierung für einen Schaden in Staßfurt im Jahr 2020 enthalten.

Der Materialaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 12 345 Tsd Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser um 14 % gesunken. Die Abnahme der Materialaufwendungen ergibt sich aus geringeren Strombezugsmengen und niedrigerem Substrataufwand, der durch eine geringere Auslastung der Anlagen bedingt ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren mit 2 030 Tsd Euro um 4% höher als im vorherigen Geschäftsjahr. Die Ursachen hierfür sind u.a. ein leichter Anstieg der KfZ Kosten, der Gerichts- Rechts- und Notariatskosten sowie im Facility Management.

Das Finanzergebnis setzt sich unverändert aus Zinsen und Bürgschaftsgebühren zusammen. Da die Tilgung der bisherigen Darlehen weiter fortgeschritten ist und keine nennenswerten neuen Darlehensmittel aufgenommen wurden, hat sich das Finanzergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 um 91 Tsd Euro auf 589 Tsd Euro verbessert.

Der Gewinn in Höhe von 4 979 Tsd Euro wird über den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die MVV Biogas GmbH abgeführt

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Wesentliche Rahmenbedingungen für die geschäftliche Entwicklung der MVV Biomethan GmbH stellen die Marktentwicklungen im Bereich des energetischen Outputs und der Substratversorgung dar.

Da die Vermarktung des energetischen Outputs in Form von Biomethan und erneuerbaren Strom zumindest mittelfristig gesichert ist, unterliegt dieser kaum Preisschwankungen. Die MVV Biomethan zeigt eine sehr positive Ergebnisentwicklung aufgrund der Preisentwicklung des Biomethans. Im vergangenen Jahr konnte für den Anschlusszeitraum an die Bestandsverträge eine Vertragsverlängerung zu attraktiven Konditionen erwirkt werden, so dass die Preise im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sind. Insbesondere für Biomethan aus zertifizierter nachhaltiger Biomasse sowie Wirtschaftsdünger zeigen die Preise aktuell eine stabile positive Entwicklung.

Der Preis für Stromerlöse der Biomethananlagen mit BHKW in Staßfurt und Barby ist über das EEG für insgesamt 20 Jahre gesichert. Wie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr zu beobachten war, können sich je nach Marktlage bei weiterem Anstieg der Strompreise über das gesicherte EEG-Vergütungsniveau hinaus zusätzliche Chancen für die Gesellschaft durch die Direktvermarktung von Strom ergeben.

Im Bereich der energetischen Erzeugung hat die Aufrechterhaltung der geplanten Anlagenverfügbarkeit weiterhin die höchste Priorität, da dies derzeit den wesentlichen beeinflussbaren Faktor im Bereich der Erlöse darstellt.

In Bezug auf die Substratversorgung stellt Maissilage den wichtigsten Baustein dar. Die Substratversorgung wird dabei über ein diversifiziertes Lieferantenportfolio abgesichert. Dabei wird Fläche zum Anbau der Substrate bei den Landwirten mit zumeist mittel- bis langfristig laufenden Verträgen reserviert. Im aktuellen GJ 2024 ist die Ernte aus Herbst 2023 sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr zufriedenstellend. Die Entwicklung der Ernten in den Folgejahren ist von der Witterung abhängig und kann nur bedingt beeinflusst werden. Auch Entwicklungen auf dem Weltmarkt - insb. für Getreideprodukte - können Auswirkungen auf die Anbaustrategien der Landwirte sowie die Preisentwicklung der Anbausubstrate haben.

Um den genannten witterungsbedingten Rahmenbedingungen und Weltmarkteinflüssen zu begegnen, wird weiterhin die folgende, in jüngerer Vergangenheit angepasste Erntestrategie verfolgt: Es wird deutlich mehr Fläche bei Landwirten reserviert und die Lagerfläche unabhängig von der noch vorhandenen Lagerreichweite komplett aufgefüllt. So kann das Mengenrisiko minimiert werden. Mögliche Übermengen können zwischen den Biomethananlagen verteilt oder an andere, externe Biogasanlagen verkauft werden. Man ist bestrebt, die Anbaufläche von trockenheitsresistenten Nichtmaissubstraten (z.B. Hirse) weiter auszubauen.

Im Bereich der eng mit der Substratlieferung verknüpften Gärrestabgabe sind langfristige Abnahmevereinbarungen geschlossen und eine ausreichende Lagerkapazität über die ausbringungsfreie Zeit im Winter installiert.

Die Einhaltung der geplanten Wartungs- und Instandhaltungsbudgets stellt sich weiterhin als herausfordernd dar. Im vergangenen GJ wurden einige geplante Maßnahmen kapazitätsbedingt verschoben. Weiterhin sind inflationsbedingt steigende Preise und generell geringere Verfügbarkeiten bei Service-Dienstleistern zu beobachten.

Für das folgende Geschäftsjahr 2024 hat die Gesellschaft auf Basis der oben erläuterten Preissteigerungen für Biomethan einen deutlich steigenden Umsatz geplant, der im darauffolgenden Planjahr preisbedingt nochmal weiter ansteigt. Entsprechend wird auch ein deutlich ansteigendes Ergebnisniveau mit positiver Entwicklung der steuerungsrelevanten Kennzahlen EBIT und ROCE erwartet.

2. Chancen- und Risikobericht

Für MVV Biomethan GmbH ist es sehr bedeutend potenzielle Risiken regelmäßig und frühzeitig zu erkennen, zu minimieren und zu vermeiden. Ebenso ist es für die Gesellschaft von großer Wichtigkeit die unternehmerischen Chancen zu erkennen und diese positiv für die Unternehmensentwicklung zu nutzen. Für diese Zwecke ist das Unternehmen in das konzernweite Risikomanagementsystem der MVV Energie AG eingebunden. Dieses definiert einheitliche Standards für die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig von verschiedenen Gremien überprüft.

Risiken und Chancen ergeben sich für die MVV Biomethan GmbH insbesondere durch die technische Verfügbarkeit der Biomethananlagen, aus der Versorgung der Anlagen mit Substrat sowie dem Aufkommen von Instandhaltungsmaßnahmen sowie Schwankungen des Anteils der nicht abgesicherten Energiepreise.

Folgende Chancen und Risiken sind für den Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens von besonderer Bedeutung:

Preisschwankungen

Durch Preisschwankungen entstehen für die MVV Biomethan GmbH derzeit sowohl Chancen als auch Risiken. Die Preise für die eingespeiste Menge an Strom und Biomethan sind überwiegend fixiert.

Beim Substrataufwand, der größten Aufwandsposition der Biomethananlagen, besteht durch die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Risiko, das teilweise durch mittel- bis langfristige Verträge reduziert worden ist.

Insgesamt ist zu beobachten, dass der Preis für zertifizierte tierische Reststoffe aufgrund der biomethanmarktseitig zunehmenden Nachfrage zum Teil deutlich ansteigt.

Der Stromaufwand bzw. -absatz unterliegt aktuell marktbedingt weiter Preisschwankungen. Gerade im abgelaufenen Geschäftsjahr war hier ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, jahreszeitbedingt werden auch im Geschäftsjahr 2024 Schwankungen erwartet - allerdings nicht mehr mit den großen Ausschlägen, wie sie im Jahr 2022 zu beobachten waren. Dieses Risiko konnte an den Standorten mit eigener Stromerzeugungskapazität (Barby und Staßfurt) durch komplette Übernahme in Eigenstromversorgung minimiert werden. Vor dem Hintergrund des verhältnismäßig hohen EEG-Stromvergütungsniveaus wird die Eigenstromversorgung abhängig vom herrschenden Börsenstrompreis fortgeführt.

Mengenchancen und -risiken

Unser operatives Ergebnis kann durch Mengenschwankungen sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Erzeugungs- und der Absatzseite positiv oder negativ beeinflusst werden.

Verfügbarkeit und Qualität von Biomasse von hoher Bedeutung

Im Zusammenhang mit der Verwertung von Biomasse kann unser Adjusted EBIT sowohl durch die verfügbaren Mengen als auch durch deren Qualität beeinflusst werden. Beide Aspekte werden wiederum von der konjunkturellen Lage sowie von gesetzlichen Vorgaben, Anlagenkapazitäten im Wettbewerb sowie von Witterungsereignissen beeinflusst. Die Mengenrisiken für unsere Anlagen minimieren wir durch ein professionelles Substratmanagement; zudem verfolgen wir eine Ersatzbeschaffungsstrategie.

Unsicherheiten aus dem Anlagenbetrieb unverändert

Ungeplante Anlagenstillstände können zu Produktionsausfällen oder Lieferunterbrechungen führen. Im Zusammenhang damit können zudem weitere finanzielle Aufwendungen nötig werden, zum Beispiel für die Reparatur von Anlagen, für Ersatzlieferungen an unsere Kundinnen und Kunden und für Vertragsstrafen.

Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Reduzierung der Risiken aus dem Anlagenbetrieb setzen wir bei unseren bestehenden Erzeugungskapazitäten durch regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen mit allen wirtschaftlichen Maßnahmen darauf, Anlagenausfälle und die möglichen Folgerisiken zu minimieren. So wollen wir zudem unserem Anspruch als partnerschaftlicher Versorger gerecht werden und Risiken für unsere Reputation vermeiden. Naturgemäß können wir Ausfälle jedoch nicht gänzlich ausschließen. Um diesen generell entgegenzuwirken, optimieren wir unter anderem die geplanten Revisionszeiten im Rahmen unserer Instandhaltungsstrategie. So arbeiten wir darauf hin, die Anlagen über die anvisierten Benutzungsstunden hinaus auszulasten oder den Wirkungsgrad zu steigern. Dies hilft uns dabei, sowohl Chancen durch höhere Erzeugungsmengen zu realisieren als auch Risiken im Betrieb zu vermeiden. Um die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden zu begrenzen, haben wir zudem entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

IT-Sicherheit von sehr hoher Bedeutung

Eine sichere Speicherung von Daten sowie eine unterbrechungsfrei funktionierende Informationstechnologie sind für nahezu alle unsere Geschäftsprozesse unabdingbar. Wir legen daher großen Wert darauf, unsere IT-Infrastruktur und IT-Systeme systematisch vor möglichen Angriffen Dritter zu schützen.

Unsere IT-Risiken reduzieren wir bestmöglich, indem wir umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen umsetzen und - soweit marktseitig verfügbar - auch Versicherungslösungen nutzen. Wir verwenden Sicherheitssysteme und vergeben Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen nur restriktiv. Alle unserer wesentlichen Hardwarekomponenten sind redundant ausgelegt. Daten spiegeln wir permanent zwischen den produktiven und den räumlich getrennten Backup-Systemen, zudem verfügen wir über ein Ausweichrechenzentrum. Aufgrund der allgemein und stetig steigenden IT-Bedrohungen durch Erpressungs- und Schadsoftware sowie aufgrund der zuletzt geopolitisch motiviert verschärften Cyber-IT-Bedrohungslage für die kritische Infrastruktur entwickeln wir kontinuierlich zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung unserer IT-Sicherheit. So prüfen und verbessern wir gemeinsam mit externen Beratern unsere Cyber-IT-Sicherheit.

 

Mannheim, 10.11.2023

Dr. Michael Hofmann

Koray Karaadak

Bilanz zum 30. September 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 (1.10.2022 - 30.9.2023)

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanz zum 30.9.2023

in Tsd Euro 2023 2022 Anhang
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 12 25 1
Sachanlagen 41.528 43.824 2
41.540 43.849
Umlaufvermögen
Vorräte 8.467 6.685 3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.492 3.604 4
Flüssige Mittel 0 0
11.959 10.289
Rechnungsabgrenzungsposten 312 339 5
53.811 54.477

Passiva

Eigenkapital 6
Gezeichnetes Kapital 14 14
Kapitalrücklage 19.234 19.234
Gewinnvortrag 5.001 7.721
Jahresüberschuss 0 0
24.249 26.969
Rückstellungen 1.390 697 7
Verbindlichkeiten 28.172 26.811 8
53.811 54.477

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2022 bis zum 30.9.2023

2023 2022 Anhang
Umsatzerlöse 22.974 22.445 9
Sonstige betriebliche Erträge 451 211 10
Materialaufwand 12.345 14.358 11
Personalaufwand 974 921 12
Abschreibungen 2.511 2.533 13
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.029 1.951 14
Finanzergebnis 589 680 15
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Erstattung) -5 -37 16
Ergebnis nach Steuern 4.982 2.250
sonstige Steuern 3 3 17
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn/ausgeglichener Verlust 4.979 2.247
Jahresüberschuss 0 0

Anhang

Allgemeine Grundlagen

Die MVV Biomethan GmbH hat ihren Sitz in Wanzleben-Börde und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stendal (HRB 27915).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die zur übersichtlicheren Darstellung zusammengefasst wurden, werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Zudem können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG, Mannheim.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr 2022 mit der MVV Biogas GmbH, Mannheim ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Gesellschaft verpflichtet sich ihren gesamten Gewinn an die MW Biogas GmbH abzuführen.

MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in der MVV Energie Gruppe für den Bereich Versorgung. Es besteht ein Vertrag mit der MVV Biomethan GmbH.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst.

Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Nutzungsdauern
in Jahren
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2-24 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 1-26 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 17-26 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-15 Jahre

1 soweit Abschreibungen vorgenommen werden müssen

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst (ausgenommen sind Zähler). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 Euro bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (gem. § 6 Abs. 2 EStG). Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt.

Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. Risikobehaftete Positionen werden bei Bedarf angemessen wertberichtigt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das Stammkapital beträgt 26.000 Euro das nur zu 13.500 Euro einbezahlt ist, der Restbetrag von 12.500 Euro ist nicht eingefordert.

Bei den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 11).

2 Sachanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 11). Das Sachanlagevermögen enthält überwiegend Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 39 566 Tsd Euro.

3 Vorräte

in Tsd Euro 2023 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.467 6.685
8.467 6.685

4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd Euro 2023 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.075 1.932
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
gegen verbundene Unternehmen 1.382 1.640
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 35 32
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0 0
3.492 3.604

Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen enthalten Energielieferungen in Höhe von 2 002 Tsd Euro (Vorjahr 1 819 Tsd Euro).

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 1 Tsd Euro (Vorjahr 1 Tsd Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten hauptsächlich Cash-Pool Forderungen mit 1 382 Tsd Euro (Vorjahr 1 570 Tsd Euro).

5 Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus einer vorausbezahlten Grundstückspacht in Höhe von 312 Tsd Euro.

6 Eigenkapital

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr aus ihrem Gewinnvortrag 2 720 Tsd Euro an die Gesellschafterin (MVV Biogas GmbH) ausgeschüttet.

7 Rückstellungen

in Tsd Euro 2023 2022
Steuerrückstellungen 0 389
Sonstige Rückstellungen 1.390 308
1.390 697

8 Verbindlichkeiten

in Tsd Euro 2023 RLZ 1 ≤ 1 Jahr RLZ 1 > 1 Jahr 2022 RLZ 1 ≤ 1 Jahr RLZ 1 > 1 Jahr
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.944 1.120 3.824 5.589 884 4.705
aus Lieferungen und Leistungen 4.860 4.860 2.462 2.462
gegenüber verbundenen Unternehmen 18.357 8.039 10.318 18.745 5.566 13.179
sonstige 11 11 15 15
(davon aus Steuern) 11 11 15 15
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)
28.172 14.030 14.142 26.811 8.927 17.884

1 RLZ = Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von 13 179 Tsd Euro (Vorjahr 16 041 Tsd Euro), der Ergebnisabführung in Höhe von 4 979 Tsd Euro und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 198 Tsd Euro (Vorjahr 458 Tsd Euro).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 4 979 Tsd Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich aus Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich zusammen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9 Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer

in Tsd Euro 2023 2022
Strom 242 910
Gas 22.386 20.985
Sonstige 346 550
22.974 22.445

10 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von 439 Tsd Euro (Kostenersatz für einen Schadensfall in Höhe von 425 Tsd Euro) sowie Erträge aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von 14 Tsd Euro) enthalten.

11 Materialaufwand

in Tsd Euro 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.037 12.334
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.308 2.024
12.345 14.358

12 Personalaufwand

in Tsd Euro 2023 2022
Löhne und Gehälter 805 770
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 169 151
(davon für Altersversorgung) 0 6
974 921
2023 2022
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1 14 15
(davon Angestellte) 13 13
(davon Zeitverträge) 1 2

1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände)

Den Geschäftsführern wird im Arbeits- bzw. Dienstvertrag eine Zusage auf betriebliche Altersversorgung erteilt. Dabei handelt es sich um eine beitragsorientierte Leistungszusage im Wege der kongruenten rückgedeckten Direktzusage. Dem Begünstigten wird zugesagt, dass ein festgelegter Versorgungsbeitrag vom Arbeitgeber in eine Rückdeckungsversicherung gezahlt wird. Davor bereits bestehende betriebliche Altersversorgungen bleiben davon unberührt. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können durch freiwillige Entgeltumwandlung eine Zusage auf diese betriebliche Altersversorgung erhalten. In beiden Fällen entspricht die Leistung im Versorgungsfall der Versicherungsleistung. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 13 Tsd Euro. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 13 Tsd Euro. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Lebensversicherung mit der zu Grunde liegenden Verpflichtung gegenüber dem jeweiligen Begünstigten verrechnet, ebenso werden die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge verrechnet. Die Erträge betragen 1 Tsd Euro.

13 Abschreibungen

in Tsd Euro 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.511 2.533
2.511 2.533

14 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende außergewöhnliche Aufwendungen enthalten:

Versicherungsbeiträge in Höhe von 326 Tsd Euro (Vorjahr 312 Tsd Euro)

Serviceverträge in Höhe von 679 Tsd Euro (Vorjahr 735 Tsd Euro)

15 Finanzergebnis

in Tsd Euro 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -42 0
(davon aus verbundene Unternehmen) -39 0
-42 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 631 680
(davon an verbundene Unternehmen) 519 424
589 680

16 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

in Tsd Euro 2023 2022
-5 -37
-5 -37

Steuern von Einkommen und vom Ertrag bestehen aus einer Auflösung einer Rückstellung latenter Steuern in Höhe von 5 Tsd Euro aus dem Vorjahr.

17 Sonstige Steuern

in Tsd Euro 2023 2022
Sonstige Steuern 3 3
3 3

Sonstige Angaben und Anlagen

Angaben § 6b EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:

Darlehenszinsen an die MVV Energie AG in Höhe von 393 Tsd Euro

Technische Betriebsführung mit der MVV Umwelt Asset GmbH in Höhe von 268 Tsd Euro

Geschäftsbesorgungen mit der MVV Energie AG, Mannheim in Höhe von 614 Tsd Euro, für kaufmännische Dienstleistungen

Konzernbeziehungen

Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den befreienden Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

 

Herr Koray Karaadak

 

Herr Dr. Michael Hofmann

Vergütung der Geschäftsführung

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird § 286 Abs. 4 HGB angewandt, da von den zwei Geschäftsführern nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Honorare des Abschlussprüfers

Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Wanzleben-Börde, 10. November 2023

MVV Biomethan GmbH

Dr. Michael Hofmann

Koray Karaadak

Anlagespiegel

Immaterielle Vermögensgegenstände
in Tsd Euro
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2022 261 261
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2023 261 261
Abschreibungen 1.10.2022 236 236
Abschreibungen des Geschäftsjahres 13 13
Zuschreibungen 0 0
Änderungen aus Abgängen 0 0
Änderungen aus Umbuchungen 0 0
Abschreibungen 30.9.2023 249 249
Restbuchwerte 30.9.2023 12 12
Restbuchwerte 30.9.2022 25 25
Sachanlagen
in Tsd Euro
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2022 1.454 59.065 1.346
Zugänge 13 59 11
empfangene/abgesetzte Zuschüsse
Abgänge 0 -68 -5
Umbuchungen 28 84 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2023 1.495 59.140 1.352
Abschreibungen 1.10.2022 182 17.268 956
Abschreibungen des Geschäftsjahres 34 2.328 136
Zuschreibungen 0 0 0
Änderungen aus Abgängen 0 -21 -5
Änderungen aus Umbuchungen 0 0 0
Abschreibungen 30.9.2023 216 19.575 1.087
Restbuchwerte 30.9.2023 1.279 39.565 265
Restbuchwerte 30.9.2022 1.272 41.825 362
Sachanlagen
in Tsd Euro
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2022 365 62.230
Zugänge 166 249
empfangene/abgesetzte Zuschüsse
Abgänge 0 -73
Umbuchungen -112 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2023 419 62.406
Abschreibungen 1.10.2022 0 18.406
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 2.498
Zuschreibungen 0 0
Änderungen aus Abgängen 0 -26
Änderungen aus Umbuchungen 0 0
Abschreibungen 30.9.2023 0 20.878
Restbuchwerte 30.9.2023 419 41.528
Restbuchwerte 30.9.2022 365 43.824

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MVV Biomethan GmbH, Wanzleben-Börde

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MVV Biomethan GmbH, Wanzleben-Börde, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVV Biomethan GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs.3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Stuttgart, den 10. November 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrea Ehrenmann, Wirtschaftsprüferin

Frank Kurz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde am 18. Januar 2024 festgestellt.

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