Hertie GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Wyschka seit 16.6.2021 | Prokura |
Gabriele, geb. Kreis Kreis-Schiemann seit 9.9.2020 | Geschäftsführer |
Uwe Johannes Niemann seit 27.3.2013 | Geschäftsführer |
Ernst Buermeyer seit 28.5.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hamm Reno Group GmbHOsnabrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014LageberichtGrundlagen des Unternehmens Unternehmensdarstellung Die Hamm Reno Group GmbH ist die zentrale Einkaufsgesellschaft des Hamm-Reno Konzerns und für die gesamte Warenbeschaffung und die zentralen Dienstleistungen (z.B. Logistik, IT, Immobilien, Marketing) verantwortlich. Alleinige Gesellschafterin der Hamm Reno Group GmbH ist die RENO Schuh GmbH, Thaleischweiler-Fröschen. Die Gesellschaft ist in ihrer Geschäftsauslastung abhängig von dem Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften. Durch diese hohe Abhängigkeit ist es wesentlich, über die Markteinschätzung zu berichten, der sich die Vertriebsgesellschaften gegenüber sehen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist besser durch das vergangene Jahr gekommen als erwartet. Denn trotz weltweiter Krisen und Konflikte stieg das BIP 2014 um 1,5 %, wie das Statistische Bundesamt veröffentlich hat. Ökonomen lagen mit ihrer Gesamtprognose für 2014 richtig - sie hatten bis zu 1,5 % Wachstum erwartet (Bundesregierung und Wirtschaftsweise waren mit 1,2 % etwas verhaltener in ihrer Prognose). Damit ist die deutsche Wirtschaft so stark gewachsen wie seit 2011 nicht mehr (2012 + 0,4 %, 2013 0,1 %). Der Zuwachs im vergangenen Jahr lag über dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Die wirtschaftspolitischen Diskussionen rankten vor allem um Themen wie Mindestlohn, Finanzkrise in Südeuropa sowie eine oft aus Brüssel beklagte zu geringe Inflationsrate. Darüber hinaus standen neben den persönlichen Schicksalen die wirtschaftlichen Auswirkungen in der Ukraine und die beschlossenen Sanktionen in Russland im Vordergrund. Dennoch gelang es Deutschland in 2014 Steuereinnahmen in Rekordhöhe zu generieren und dadurch einen fast ausgeglichenen Haushalt zu erzielen. Dank des Beschäftigungsrekords und steigender Löhne sorgten vor allem die Verbraucher im vergangenen Jahr für Impulse. Sie kauften mehr als im Vorjahr - der Konsum erhöhte sich um 1,1 %, die Exporte legten um 3,7 % zu. Trotz der großen Unsicherheit über die Konjunkturentwicklung wagten die Firmen wieder mehr Investitionen. Die Ausgaben für Maschinen und Anlagen stiegen um 3,7 % nach einem Rückgang im Vorjahr von 2,4 % (Quelle: Spiegel Online vom 15.01.2015). Im Bekleidungs- und Schuhhandel sah die Welt nach bereits drei schweren Jahren zu Beginn des Jahres noch so aus, als könnte 2014 erstmals wieder ein gutes Jahr werden. Leider drehte sich die Lage nach dem ersten Quartal, um dann im dritten und vierten rabenschwarz zu werden. Insbesondere der Jahrhundertherbst sorgte nicht für die nötige Stimmung und, infolge der am Markt vorhandenen Mengen an Schuhen in den sich veränderten Verkaufskanälen, zu einem erheblichen Preisverfall. Der Konsument konnte nur durch erhebliche Rabatte zum Kauf animiert werden. Es ging schlicht um Wettbewerbsverdrängung. So konnte insbesondere Amazon durch dynamisches Pricing Marktanteile gewinnen (Quelle: Aussagen der Branche). So war auch für die Schuhbranche das Jahr 2014 sehr schwierig. Es wurden 4,5 % weniger Schuhpaare verkauft. Allerdings konnte der Durchschnittspreis erhöht werden, so dass ein Umsatzminus von 2,5 % zu Buche steht. Erstmalig hat der Online Handel mehr Paare verkauft als der Schuhfachhandel und war damit der größte Absatzkanal. Wenngleich der Onlinehandel laut GFK um 4,8 % zulegen konnte, schwächte sich der Zuwachs deutlich ab. Obwohl diese Zuwächse nur durch erhebliche Preiszugeständnisse erkauft werden konnten und der Sonderpreisanteil im Online nochmal deutlich höher liegt als im Offline, konnten trotzdem höhere Durchschnittspreise erzielt werden. Ende 2014 kann eine Channelverschiebung in Richtung Online eindeutig festgestellt werden. Die GFK berichtet von einem Marktanteil im Onlinehandel in Deutschland von 27,1 %, eine Zunahme um 1,9 Prozentpunkte zum Vorjahr. Für die Zukunft sehen die Markteilnehmer nur noch geringe Wachstumschancen für den Online Handel und glauben eher an eine Konsolidierung und Marktbereinigung in dem kleine pure Online player vom Markt verschwinden. In 2014 wurde ein regelrechter Online Boom bei Sportschuhen durch die Fußball WM ausgelöst, wo hingegen im Kinderschuh Bereich in allen Absatzkanälen ein deutliches Umsatzminus erzielt wurde. Geschäftsverlauf Das erste Halbjahr zeigte für die Schuhbranche einen normalen Saisonverlauf sodass die Planzahlen nahezu erreicht wurden. Das zweite Halbjahr wird im Schuhhandel geprägt durch die Monate Oktober / November, die in 2014 deutlich zu warm waren (wärmste Monate seit Wetteraufzeichnung). Die Entwicklung der Hamm Reno Gruppe ist zweigeteilt. So konnte der Bereich Wholesale trotz des schwierigen Umfeldes sehr gute Ergebnisse erzielen. Der Retail Bereich büßte dagegen ab August erhebliche Umsätze und Roherträge ein, so dass das Budget nicht mehr erreicht werden konnte. Im Grundsatz war das erste Halbjahr in der Schuh- und Modebranche von einem nahezu optimalen Wetterverlauf mit einem idealen Saisonstart im März gekennzeichnet. Die zweite Jahreshälfte hätte dagegen nicht schlechter verlaufen können. So wurden mit Ausnahme des Augustes in der Branche zum Teil zweistellige Umsatzrückgänge verbucht. Selbst die Marktanteilsgewinner Online haben zum Teil Umsatzrückgänge im 2. Halbjahr 2014 verkraften müssen. Diese Entwicklung lässt sich leider für ganz Europa feststellen, so dass es hier zu keinen wesentlichen Ausnahmen gekommen ist. Absatz und Beschaffung Die Leistungsfähigkeit im Wholesale Bereich ist das Ergebnis aus dem Zusammenspiel von Kooperationspartnern, Vertriebsgesellschaft sowie externer Faktoren, wie z.B. Wettereinflüssen. Der geplante Umsatz und auch das Spartenergebnis wurden zwar nicht ganz erreicht, allerdings konnte durch die Flexibilität in den Kostenstrukturen das Vorjahresergebnis überschritten werden. Der Retail Bereich hat aufgrund der Ergebnisbelastung im Vorjahr mit einem Restrukturierungsprogramm begonnen, welches u.a. Filialschließungen von nachhaltig unrentablen Filialen vorsieht. Insofern waren deutliche Umsatzrückgänge, über den Branchentrend hinaus, unvermeidlich. Ferner wurde begonnen, das Sortiment, sowie die Werbestrategie zu überarbeiten. Im Ausland wurde der Restrukturierungsweg ebenfalls beschritten. Es wurden konzernweit 60 Filialen geschlossen und lediglich 13 Filialen eröffnet. Insbesondere die Länder in Osteuropa leiden an der gesunkenen Kaufkraft. Entsprechend wurden Mietverträge nachverhandelt, um eine notwendige Kostenanpassung zu vollziehen. Durch Lohnsteigerungen und einen stärkeren Yuan haben sich die Beschaffungskosten in China erhöht. Vor diesem Hintergrund werden Produktionsverlagerungen in andere Länder in Fernost sondiert. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, immer leistungsfähigere Fabriken zu finden, die neben Qualität und Preisen auch den von der HR Group geforderten Social Standards entsprechen (BSCI). Investitionen Die Investitionen in 2014 betrugen 1,9 Mio. €. Davon entfielen 1,4 Mio. € auf Ausgaben für EDV-Projekte zur Verbesserung der operativen Abläufe sowie 0,4 Mio. € auf Ausgaben für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Finanzierung Der Konzern finanziert sich über fünf kreditgebende Banken. Im Januar 2015 wurde mit den finanzierenden Banken einvernehmlich eine Kürzung der Kreditlinie um 20 % vereinbart. Die Gesellschaft ist an den Cash Pool der HR Group GmbH & Co. KG angeschlossen. Um die Anschlussfinanzierung sicher zu stellen wurde ein Sanierungsgutachten in Anlehnung an IDW S 6 in Auftrag gegeben. Das Gutachten reicht bis in das Jahr 2017 und bescheinigt die Sanierungsfähigkeit. Der Abschluss neuer Kreditverträge mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2016 ist vollzogen. In der Kreditlinie sind Saisonkredite im Frühjahr (Laufzeit vom 1.3. bis 15.5.) und im Herbst (Laufzeit vom 15.9. bis 31.10.) enthalten. Zur Absicherung des Währungsrisikos auf der Beschaffungsseite hat die Gesellschaft Devisentermin- und -optionsgeschäfte abgeschlossen. Personal Zum 31.12.2014 waren 727 Personen als Vollzeit beschäftigt. Die Gesellschaft beschäftigte insgesamt 62 Auszubildende. Lage Vermögenslage Durch die Investitionen hat sich das Anlagevermögen von 4,9 Mio. € auf 5,3 Mio. € erhöht. Der Warenbestand erhöhte sich um 7,3 Mio. € und ist mit 30,0 Mio. € bilanziert. Finanzlage Die Forderung aus dem Cash Pool hat sich zum Vorjahr leicht erhöht und beziffert sich auf 7,6 Mio. €. Die Zunahme der Warenvorräte wurde dabei durch die Abnahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert. Ertragslage Der Innenumsatz von 22,4 Mio. € und der damit verbundene Rückgang des Warenrohertrages um 2,4 Mio. € konnte dabei nicht durch höhere sonstige betriebliche Erträge und die Reduzierung der Zentralkosten aufgefangen werden, so dass sich ein negatives EBIT in Höhe von T€ 699 ergab. Durch die Bildung einer Rückstellung für Restrukturierungaufwendungen und Aufwendungen für bereits durchgeführte Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 2,1 Mio. € wurde das Jahresergebnis zusätzlich belastet. Auf der Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der RENO Schuh GmbH, übernahm die Muttergesellschaft den ausgewiesenen Verlust in Höhe von 2,8 Mio. €. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Der Geschäftsverlauf 2014 ist insgesamt unbefriedigend. Dies hat die Geschäftsführung veranlasst, sämtliche eingeleiteten und noch einzuleitenden Restrukturierungsmaßnahmen von einer unabhängigen Unternehmensberatung prüfen zu lassen. Insbesondere die Bereiche Sortiment, Preisstellung, Marketing, Category Management und Zentralkosten sind einer genauen Prüfung unterzogen worden. Das Gutachten reicht bis in das Jahr 2017 und bescheinigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen im wesentlichen Ende 2016 abgeschlossen und somit die Voraussetzungen für eine Wettbewerbs- und Renditefähigkeit bereits Ende 2016 erreicht werden. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet. Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung / Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für das laufende Jahr sagen die meisten Ökonomen ein Wirtschaftswachstum von gut einem Prozent voraus. Wegen des gesunkenen Ölpreises und des niedrigen Euro könnte es aber auch besser laufen. Als Risiken gelten vor allem die internationalen Krisen, etwa in der Ukraine, eine schwache Erholung der Eurozone oder auch ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Euro Zone. Die Deutschen haben seit Langem wieder reale Lohnzuwächse, was zu einer Steigerung des Konsums führen sollte. Dazu kommt, dass u. a. aufgrund der Niedrigzinsen die Sparneigung noch nie so niedrig war wie zurzeit. Die Zinsen werden weiterhin niedrig bleiben, um einem Deflationsrisiko vorzubeugen. Der Verdrängungswettbewerb im Schuhhandel wird nicht nachlassen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Online Handel bald seinen Zenit erreicht hat und nur noch geringe Marktanteile dazu gewinnen wird. Der Textilhandel wird sein Schuhsortiment voraussichtlich weiter ausbauen. Aufgrund höherer Beschaffungskosten, die auf die Verkaufspreise umgelegt werden müssen, sollte nach Einschätzung des Unternehmens der Schuhmarkt in 2015 ein Umsatzwachstum von ca. 1 % erzielen können. Immer mehr Schuhhändler geraten in erhebliche wirtschaftliche Schieflagen. Dies betrifft nicht nur die kleinen, sondern vermehrt auch Filialisten. Auslöser ist nicht nur der seit drei Jahren ungünstige Saisonverlauf, sondern auch ein noch intensiverer Wettbewerb durch Ausweitung des Internet- und Textilhandels. Die Konsolidierung im Schuheinzelhandel wird sich in der Zukunft noch verstärken. Auf der anderen Seite gibt es in Krisenzeiten auch erhebliche Chancen, die es zu nutzen gilt. So können beispielsweise gute Lagen zu besseren Konditionen angemietet werden, weil es insbesondere für Einkaufscentren immer schwieriger wird, adäquate Schuhfilialisten zu akquirieren. Geschäftsverlauf Absatz und Beschaffung Durch mehr Qualität im Category Management soll das filialindividuelle Sortiment verbessert und somit die Kauf- und Warenumschlagsquote erhöht werden. Die veränderte Wettbewerbssituation, verbunden mit deutlichen Frequenzrückgängen hat eine Umsatzsituation verursacht, zu der die Zentralkosten nicht in angemessener Zeit angepasst werden konnten. Diese Kostenanpassung wird mit Nachdruck umgesetzt. Die Filialkonsolidierung wird weiter vorangetrieben und durch Mietnachtragsverhandlungen soll eine angemessene Mietrelation zum Umsatz erreicht werden. Im Retailbereich werden Filialen mit einem negativen Shop-EBITDA und keiner positiven Zukunftsaussicht vom Netz genommen. Aufgrund der angespannten Lage im Schuheinzelhandel werden neue Filialen nur nach besonders kritischer Prüfung eröffnet. Investitionen Der Schwerpunkt der Investitionen 2015 liegt in der Erneuerung und Weiterentwicklung der bestehenden IT-Infrastruktur sowie in der Modernisierung der bestehenden Betriebs- und Geschäftsausstattung. 1. Finanzierung Die für das operative Geschäft 2015 notwendigen liquiden Mittel sind durch die erfolgte Anschlussfinanzierung bei der HR Group GmbH & Co. KG sowie die Einbindung der Hamm Reno GmbH in den Cash Pool gesichert. Ertragslage Durch den geplanten Rückgang der Warenlieferungen an Konzerngesellschaften und des daraus resultierenden Rohertragsverlustes ist ein negatives Ergebnis von 2,1 Mio. € budgetiert. Das budgetierte EBITDA beträgt minus 0,2 Mio. €. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Der HR-Group stehen Planungs- und Controlling Systeme zur Verfügung, mit denen Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung analysiert werden. Bei der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften wird in regelmäßigen Intervallen eine Risikoinventur durchgeführt. Dabei werden auch Maßnahmen und Verantwortlichkeiten festgelegt. Umfeld- und Branchenrisiken und -chancen Die angespannte Situation in der Schuhbranche ist unverkennbar. Die Konkurrenz durch den Online Handel wird weiterhin bestehen, auch wenn davon auszugehen ist, dass dieser lediglich nur noch geringe Marktanteile hinzugewinnen wird. Der Ausbau des Schuhsortiments einiger Textilhändler sorgt für weitere Konkurrenz für den stationären Schuheinzelhandel. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich der Wettbewerb in Zukunft weiter intensivieren und die Konsolidierung im Schuhhandel fortschreiten wird. In der Konsolidierung wird auch die Chance gesehen, weitere Marktanteile von bisherigen Mitbewerbern zu gewinnen. Im Ranking der Banken belegt die Schuhbranche die hinteren Plätze. Die letzten Insolvenzen haben diesen Zustand noch verschärft. Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken Die Steigerung der Importpreise ergibt sich infolge wachsender Anforderungen an die Lieferanten in Bezug auf Produktionsbedingungen (BSCI) sowie die Forderung nach schadstofffreien Produkten. Die Europäische Verordnung REACH setzt ebenfalls zum Teil schwer umzusetzende Maßstäbe. Um hier eine größtmögliche Risikominimierung herbeizuführen, wurde die Unternehmensgruppe als erstes Unternehmen in Deutschland in Bezug auf die Überwachung der Warenbezüge auditiert. Darüber hinaus wurde ein Labor, welches mit den neusten technischen Möglichkeiten ausgestattet ist, in Betrieb genommen. Das Labor dient nicht nur der nochmaligen Überprüfung der Wareneingänge auf Schadstoffe, sondern soll helfen, Produktrisiken zukünftig noch besser vermeiden zu lernen. Die steigenden Importpreise aufgrund höherer Produktionskosten (steigende Löhne, Umweltauflagen, schadstofffreie Produkte) und eine Abschwächung des Euros gegenüber dem USD werden zu höheren Verkaufspreisen führen müssen. Finanzwirtschaftliche Risiken Der hohe Importanteil aus Fernost wird zu fast 100 % in US-Dollar abgewickelt. Um dem Kursrisiko entgegenzuwirken und eine sichere Kalkulationsbasis zu haben, werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Die Anschlussfinanzierung bei der HR Group GmbH & Co. KG ist bis zum 31.12.2016 gesichert und weist einen ausreichenden Headroom sowie tragfähige Covenants aus. Über den Cash Pool mit der Konzernmuttergesellschaft ist damit auch die Finanzierung der Hamm Reno Group GmbH gesichert. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Zur Absicherung des Währungsrisikos auf der Beschaffungsseite werden Devisentermin- und -optionsgeschäfte abgeschlossen. Für diese Finanzinstrumente liegt ein Grundgeschäft in Form eines Wareneinkaufs vor. Damit sind die Effektivität und die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten gegeben. Gesamtbild der Risikolage Trotz des aktuell schwierigen Branchenumfeldes geht die Geschäftsführung durch die eingeleiteten Maßnahmen davon aus, die Sanierungsphase spätestens Ende 2016 abgeschlossen zu haben, um auf Konzernebene wieder auskömmliche Renditen zu erwirtschaften. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.
Osnabrück, den 28.08.2015 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2014 ein Tochterunternehmen der RENO Schuh GmbH, Thaleischweiler-Fröschen; es besteht mit dieser Gesellschaft ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Oberstes Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die HR Group GmbH & Co. KG, Osnabrück. Die Hamm Reno Group GmbH wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen betrachtet, an denen die HR Group GmbH & Co. KG direkt oder indirekt die Mehrheit der Anteile hält. Der Konzernabschluss der HR Group GmbH & Co. KG wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Regelungen des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Bilanz wurde um die Posten "Einbauten in fremden Grundstücken" und "Verbrauchsmaterial", die Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Erträge aus Verlustübernahme" erweitert. B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen erfolgen - soweit in der Vergangenheit steuerlich zulässig - degressiv, ansonsten linear. Geringwertige Anlagegüter bis € 150,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst, geringwertige Anlagegüter über € 150,00 bis € 1.000,00 werden entsprechend der steuerlichen Regelung in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre abgeschrieben. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Verbrauchsmaterialien und Warenbestände werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für das allgemeine Gängigkeitsrisiko und für nicht vollwertige Bestände werden angemessene Abschläge vorgenommen. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer angemessenen Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Bankguthaben in fremder Währung werden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die darin enthaltenen Währungsverbindlichkeiten als Bewertungseinheit gem. § 254 HGB mit dem abgesicherten Devisenkurs umgerechnet worden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und waren unbesichert. II. Angaben zu den Bilanzposten Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem "Anlagengitter für das Geschäftsjahr 2014" dargestellt. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 13.884 aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Vertriebsgesellschaften, in Höhe von T€ 1.244 gegenüber der HR Online GmbH und hier im Wesentlichen aus der Umsatzsteuerorganschaft, und mit T€ 7.602 aus dem Cash Pool mit der HR Group GmbH & Co KG. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen wird eine Forderung aus bezahlten Optionsprämien von T€ 454 ausgewiesen. Sämtliche Forderungen haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 29.739 resultieren im Wesentlichen aus Warenlieferungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Bonusgutschriften von Warenlieferanten und aus der Nutzungsüberlassung der Sansibar-Lizenz. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere gegenüber dem Hauptzollamt für Zoll und Einfuhrumsatzsteuer (T€ 630), aus bereits vereinnahmten Prämien aus Stillhalterpositionen bei Devisenoptionen in USD (T€ 852), aus Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten (T€ 1.380) und bestehen im Übrigen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Sozialversicherungsträger und dem Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuern. Im Übrigen haben die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren zum überwiegenden Teil aus Warenverkäufen an die Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland. Sonstige betriebliche Erträge Diese betreffen im Wesentlichen Kostenumlagen mit Konzerngesellschaften T€ 15.465 sowie Erträge aus Entsorgung und Sachbezügen aus der PKW Nutzung. Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 40. Sonstige betriebliche Aufwendungen Diese betreffen vorwiegend personalbedingte Aufwendungen, Aufwendungen für Versicherungen, EDV, Warenbewirtschaftung und Kostenumlagen mit Konzerngesellschaften. Durch die Aufzinsung von Rückstellungen ist ein Aufwand von T€ 44 entstanden. Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 5. Außerordentliche Aufwendungen Diese betreffen die Zuführung zu den Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen (T€ 1.850) sowie laufende sonstige Restrukturierungskosten (T€ 274). C. Ergänzende Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen für PKW bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt rd. T€ 270 und aus Leasing- und Wartungsverträgen der IT von T€ 820 sowie aus Mietverträgen T€ 33, welche in ähnlicher Höhe auch für kommende Jahre zu erwarten sind. Zur Sicherung von Bankverbindlichkeiten der Konzernobergesellschaft HR Group GmbH & Co. KG, Osnabrück, hat die Gesellschaft eine gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe der der Konzernobergesellschaft von fünf Kreditinstituten insgesamt gewährten Kreditlinien übernommen (Mithaftung bis zu maximal T€ 120.150 einschließlich T€ 20.700 Saisonkredit). Zum 31.12.2014 wurde die Kreditlinie in Höhe von T€ 42.326 in Anspruch genommen. Mit einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Mithaftung wird auf Grund der zum Bilanzstichtag gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht gerechnet. Bewertungseinheit / Finanzinstrumente a. Bewertungseinheit Sämtliche Wareneinkäufe in USD sind durch Devisentermingeschäfte sowie Devisenoptionen gegen Kursverluste abgesichert. Zur Deckung des aus Warenimporten resultierenden Fremdwährungsbedarfs bestanden am Stichtag Devisenterminkontrakte von USD 102,4 Mio. umgerechnet € 77,3 Mio. Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminkontrakte beträgt € 6,9 Mio. Die Bewertung erfolgt nach dem mark-to-market Model. Weiterhin bestanden USD Devisenoptionen in Höhe von USD 29,3 Mio. (€ 21,5 Mio.) Das abgesicherte Risiko der Devisenoptionen beträgt zum Bilanzstichtag € 0. Die Zeitwerte wurden nach der Optionspreismodell-Methode ermittelt. Diesen Devisenderivaten liegt als Grundgeschäft der Wareneinkauf in voraussichtlich gleicher Höhe aus Fernost, insbesondere China zu Grunde. Sie sollen dazu dienen, das Wechselkursrisiko möglichst auszuschließen. Das Volumen an bestehenden Devisenderivaten zum Bilanzstichtag wird bis 15.12.2015 verbraucht sein. Die Wahrscheinlichkeit des Warenbezuges aus Fernost liegt bei 100 %, da die Abhängigkeit von dem chinesischen Beschaffungsmarkt sehr groß und die Möglichkeit auf andere Beschaffungsmärkte auszuweichen so gut wie nicht gegeben ist. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungstransaktionen (Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäften bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt (Einfrierungsmethode). Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Grundsätzlich werden Teile der Forderungen an die Gesellschaften im Ausland in HUF über Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte gesichert. Am Abschlussstichtag bestanden dazu jedoch keine Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte. Grund- und Sicherungsgeschäft bilden wirtschaftlich eine Bewertungseinheit in Form von Mikro-Hedges. Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäften bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt (Einfrierungsmethode). Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheiten ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB sind dokumentiert und erfüllt. b. Finanzinstrumente Es bestanden Stillhalterpositionen bei Devisenoptionen im Umfang von USD 46,7 Mio. (€ 32,7 Mio.). Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag € 0,4 Mio. Der Wert wurde anhand von Optionspreismodellen ermittelt. Durch die Stillhalterpositionen erhaltene Optionsprämien sind unter Passivposten C. 4. "Sonstige Verbindlichkeiten" passiviert und stehen mit € 852.398,50 zu Buche. Eine Drohverlustrückstellung für die Differenz zwischen der erhaltenen Optionsprämie und dem Marktwert zum Stichtag wurde zum Abschlussstichtag nicht gebildet. Darüber hinaus sind gezahlte Devisenoptionsprämien in Höhe von € 453.541,50 unter dem Aktivposten B. II. 3. "Sonstige Vermögensgegenstände" aktiviert. Die zu Grunde liegenden Devisenoptionsgeschäfte haben einen Umfang von USD 29,3 Mio. und sind zu Anschaffungskosten bewertet, da sie in die oben beschriebene Bewertungseinheit einbezogen sind. Honorar Abschlussprüfer Die Angaben für das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar erfolgen nach § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB im Konzernanhang der HR Group GmbH & Co. KG, Osnabrück. Mitarbeiter Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2014 728 (Vorjahr: 743) Angestellte beschäftigt. In dieser Angabe wurden Aushilfen, jedoch keine Auszubildenden einbezogen. Mitglieder der Geschäftsführung
Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr T€ 1.221.
Osnabrück, den 28.08.2015 Die Geschäftsführung Manfred Klumpp Uwe Niemann Jens Rauschen Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2015 festgestellt. BestätigungsvermerkNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Jahresabschluss zum 31.12.2014 der HAMM RENO GROUP GMBH den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HAMM RENO GROUP GMBH für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne die Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort wird ausgeführt, dass bereits im Vorjahr aufgrund der deutlichen Ergebnisbelastung im Retailbereich mit einem Restrukturierungsprogramm begonnen wurde, das u.a. die Schließung von unrentablen Filialen vorsieht. Insofern sind deutliche Umsatzrückgänge über den Branchentrend hinaus unvermeidlich gewesen. Ferner hat man begonnen, das Sortiment sowie die Werbestrategie zu überarbeiten. Im Ausland wurde der Restrukturierungsweg ebenfalls beschritten. Es wurden konzernweit 60 Filialen geschlossen und lediglich 13 Filialen neu eröffnet. Insbesondere die Länder in Osteuropa leiden an der gesunkenen Kaufkraft. Entsprechend wurden Mietverträge nachverhandelt, um die notwendige Kostenanpassung zu erreichen. Weiter wird ausgeführt, dass der Geschäftsverlauf der Hamm Reno Group GmbH in 2014 insbesondere vor dem Hintergrund bereits erfolgter Filialbereinigungen durch Verluste von Innenumsätzen insbesondere im Retailbereich und einem damit verbundenen Rückgang im Warenrohertrag um € 2,4 Mio. gekennzeichnet ist. Dieser konnte durch höhere sonstige betriebliche Erträge und die Reduzierung der Zentralkosten nicht aufgefangen werden. Durch die Bildung einer Rückstellung für durchzuführende Restrukturierungsmaßnahmen sowie Aufwendungen für bereits durchgeführte Restrukturierungsmaßnahmen von insgesamt € 2,1 Mio. wurde das Jahresergebnis zusätzlich belastet, sodass ein Jahresfehlbetrag von € 2,8 Mio. auszuweisen ist. Dieser wurde auf der Grundlage des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der RENO Schuh GmbH von dieser übernommen. Der unbefriedigende Geschäftsverlauf im Retailgeschäft hat die Geschäftsleitung der Hamm Reno Gruppe veranlasst, sämtliche bereits eingeleiteten Maßnahmen im Retailbereich von einer unabhängigen Unternehmensberatung prüfen zu lassen. Insbesondere die Bereiche Sortiment, Preisstellung, Marketing, Category Management und Zentralkosten sind einer genauen Prüfung unterzogen worden. Daneben stehen auch nachhaltig nicht rentable Filialen weiter im besonderen Fokus. Die Gesellschaft ist wie die RENO Schuh GmbH in das automatische Cash-Pool-Verfahren der HR Group GmbH & Co. KG (Konzernmutter) einbezogen und im Vertragsverhältnis zu den finanzierenden Banken selbst Kreditnehmerin. Die Hamm Reno Group GmbH haftet insofern gesamtschuldnerisch. Das Sanierungsgutachten reicht bis in das Jahr 2017 und bescheinigt die Sanierungsfähigkeit der Hamm Reno Gruppe. Der Abschluss neuer Kreditverträge mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2016 wurde mit Datum vom 26.08.2015 vollzogen. Weiterhin weisen wir darauf hin, dass nach dem vorliegenden Sanierungsgutachten die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen fast vollständig bis Ende 2016 umgesetzt und somit die Voraussetzungen zur Erlangung der Rendite- und Wettbewerbsfähigkeit in 2017 bereits per Ende 2016 erreicht werden. Aus diesem Grund wird im Gutachten auch eine Anschlussfinanzierung für 2017 als überwiegend wahrscheinlich erachtet.
Dillingen, den 02.09.2015 W+ST
WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG
Harry Hartz, Wirtschaftsprüfer ppa. Rudolf Kurzyca, Wirtschaftsprüfer |
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