Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 154962
Eingetragen
3.12.2004
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Motoren und Ersatzteilen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Barbara Christ
seit 16.1.2026
Geschäftsführer
Klaus Bauer
seit 23.3.2011
Geschäftsführer
Ferdinand Ücker
seit 3.12.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BTS GmbH

Weilheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BTS GMBH, WEILHEIM

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 462.457,89 515.738,38
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 123.721,13 204.408,18
II. Sachanlagen 321.236,76 293.830,20
1. Technische Anlagen und Maschinen 52.376,32 42.095,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.860,44 251.734,57
III. Finanzanlagen 17.500,00 17.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500,00 17.500,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.134.470,34 15.005.846,90
I. Vorräte 10.142.300,94 9.624.126,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.957.428,61 5.371.895,92
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 903.139,51 654.982,10
2. Forderungen gegen Gesellschafter 3.202.337,48 3.899.138,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 851.951,62 817.775,08
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 34.740,79 9.824,34
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.110,00 6.700,00
15.606.038,23 15.528.285,28

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 3.752.505,16 4.804.866,15
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 75.000,00 75.000,00
III. Gewinnvortrag 2.199.866,15 3.828.160,25
IV. Jahresüberschuss 1.427.639,01 851.705,90
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.631.854,80 5.214.650,57
C. VERBINDLICHKEITEN 6.221.678,27 5.508.768,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156.808,13 253.772,66
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.421.866,88 3.962.576,82
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.643.003,26 1.292.419,08
- davon aus sozialer Sicherheit: EUR 4.575,36 (Vorjahr: EUR 5.117,39)
- Umsatzsteuer: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon aus Steuern: EUR 32.458,45 (Vorjahr: EUR 44.403,88)
15.606.038,23 15.528.285,28

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Personalaufwand -2.677.950,88 -2.672.300,72
a) Löhne und Gehälter -2.302.526,80 -2.304.055,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -375.424,08 -368.244,82
2. Abschreibungen -177.676,46 -134.469,62
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -177.676,46 -134.469,62
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.594.851,47 -2.417.243,50
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 88,13)
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.305,63 42.152,20
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 98.305,63 (Vorjahr: EUR 42.152,20)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -379.285,06 -161.222,24
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -563.968,50 -401.143,25
7. Ergebnis nach Steuern 1.430.142,01 852.786,90
8. Sonstige Steuern -2.503,00 -1.081,00
9. Jahresüberschuss 1.427.639,01 851.705,90

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BTS GMBH, WEILHEIM

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die BTS GmbH hat ihren Sitz in Weilheim und ist unter der Nummer HRB 154962 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Technische Anlagen und Maschinen 5 - 8 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 14 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst.

Für Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten über netto EUR 250,00 und bis zu netto EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Vermögensgegenstand aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

3. Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

4. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

6. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Die liquiden Mittel in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

7. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

8. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

10. Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 600.118,04 24.800,00 0,00 624.918,04
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 162.750,98 18.276,69 8.661,90 172.365,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 559.146,31 84.366,11 50.114,13 593.398,29
721.897,29 102.642,80 58.776,03 765.764,06
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500,00 0,00 0,00 17.500,00
1.339.515,33 127.442,80 58.776,03 1.408.182,10
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.709,86 105.487,05 0,00 501.196,91
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 120.655,35 7.996,00 8.661,90 119.989,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 307.411,74 64.193,41 47.067,30 324.537,85
428.067,09 72.189,41 55.729,20 444.527,30
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
823.776,95 177.676,46 55.729,20 945.724,21
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 123.721,13 204.408,18
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 52.376,32 42.095,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.860,44 251.734,57
321.236,76 293.830,20
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.500,00 17.500,00
462.457,89 515.738,38

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 5 Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
VK-Pfand 4.631 3.815
EK-Pfand 304 348
Gewährleistungen 216 218
Jahresprämien 183 280
Urlaub/Überstunden 22 49
Beratungskosten 18 23
Berufsgenossenschaft 18 16
Kundengutschriften 17 21
Ausstehende Rechnungen 2 11
Sonstige, je unter TEUR 10 15 48
5.426 4.829

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:

bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Vorjahr (97) (157) (0) (254)
18 0 0 18
Vorjahr (1.292) 426 0 (1.292)
davon gegenüber Gesellschaftern 209 426 0 635
(0) (0) (0) (0)
Summe 5.741 480 0 6.222
Vorjahr (5.351) (157) (0) (5.508)

5. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2023
TEUR
Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 2.833
5.659

Die genannten Haftungsverhältnisse wurden in voller Höhe zugunsten verbundener Unternehmen eingegangen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme für die Verbindlichkeiten aus der Bestellung von Sicherheiten wird als gering eingeschätzt.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Miet- und Leasingverträge 175 18 0 193

7. Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Verbesserung der Liquiditätsplanung besteht mit der activ factoring AG, München, zum Stichtag ein Rahmenvertrag über den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Rahmen dieses Vertrags waren zum 31. Dezember 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nennwert von insgesamt TEUR 1.913 verkauft. Dem gegenüber standen zum Stichtag Forderungen gegen den Factor in Höhe von TEUR 638.

9. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

IV. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 36 Mitarbeiter (Vorjahr: 34), davon 26 Angestellte (Vorjahr: 26), 10 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 8).

2. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

Herr Klaus Bauer, Diplom-Kaufmann

Herr Ferdinand Ücker, Kfz-Mechanikermeister

3. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der BTS Turbo GmbH, Asten (Österreich). Das Eigenkapital der BTS Turbo GmbH beträgt zum 31.12.2023 EUR 19.467,65, das Jahresergebnis beträgt EUR 19.384,29.

4. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Bauer Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Weilheim, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

5. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.427.639,01 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.199.866,15 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Weilheim, den 15. März 2024

BTS GmbH

Geschäftsführung

Klaus Bauer

Ferdinand Ücker

Der Jahresabschluss wurde am 22.08.2024 festgestellt.

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BTS GMBH, WEILHEIM

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die BTS GmbH befasst sich mit Motor-Aufladesystemen, speziell mit dem Handel und der Vermarktung im IAM (Independent Aftermarket) des Produktes Abgasturbolader, dessen Zubehörteilen sowie der dazugehörigen technischen Abwicklung.

2. Ziele und Strategien

Die Probleme in der Automobilindustrie und deren Produktionsrückstände, die nur zu 58% ausgelasteten europäischen Autofabriken (Quelle: 2023 Springer Fachmedien München vom 28.03.2023), Lieferketten-Probleme, etc. sowie die Zurückhaltung der Konsumenten beim Neuwagenkauf, führen zu einem weiterhin stabilen und sogar steigenden Reparaturmarkt und Ersatzteile-Bedarf für Kraftfahrzeuge und Motoren.

Die BTS verstärkt deshalb ihre zielführenden Aktivitäten im Aftermarket und weitet das Produkt- und Dienstleistungsangebot für fortschrittliche Technologien, die zu einer nachhaltigen Gesellschaft beitragen, aus.

Die zunehmende technische Komplexität der Antriebs- und Abgasbehandlungssysteme verstärkt sich und der Abgasturbolader wird zunehmend ein kritisches Verschleißteil in allen Motoranwendungen.

Um den Veränderungen im freien Ersatzteilmarkt und der immer größeren Transparenz in Bezug auf Preis und Qualität Rechnung zu tragen, hat BTS eine klare Produktstrategie definiert. Neben den Original-Werksturboladern und dem BTS Reman-Programm wird die preisgünstige BTS Budget-Schiene geführt. Ebenso wird das Angebot und der Vertrieb von Zubehörteilen zum Hauptprodukt Turbolader weiter ausgebaut. Inzwischen werden auch Diagnosewerkzeuge und Know-how im Rahmen der BTS Akademie angeboten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Allgemein 2023

Der freie Autoteile-Großhandel hat sich im Jahr 2023 entgegen der gesamtwirtschaftlichen Situation gut entwickelt. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist um 0,3 Prozent (preisbereinigt) zurückgegangen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Auch für den branchenübergreifenden Großhandel hat sich die Situation 2023 verschlechtert. Laut Großhandelsindikator des Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) wird der Großhandel im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 3 3⁄4 Prozent (nominal) bzw. 4 1⁄4 Prozent (real) zu verzeichnen haben. So sehen auch nur 5,6 Prozent der GVA-Mitglieder in der Mitgliederabfrage zur wirtschaftlichen Lage das gesamtwirtschaftliche Klima in Deutschland branchenübergreifend als "gut".

Branche 2023

Der freie Autoteile-Großhandel hat im Jahr 2023 laut Auswertung des IfH-Betriebsvergleiches ein Umsatzwachstum von 8,9 Prozent (nominal) zu verzeichnen, dies bei einer Inflationsrate von 5,9 Prozent. Dass der freie Autoteile-Großhandel im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum zu verzeichnen hat, wird auch durch die Ergebnisse der o.g. Mitgliederbefragung zur wirtschaftlichen Situation bestätigt. - Circa 96 Prozent der GVA Handelsmitglieder haben 2023 eine Umsatzsteigerung vorzuweisen. Letztlich auch, weil sich der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland erholt. So ist die Zahl der Besitzumschreibungen 2023 im Pkw-Segment um 6,9 Prozent gestiegen. Im Jahr 2023 wechselten insgesamt 6,03 Mio. Pkw den Besitzer (Quelle: Kraftfahrtbundesamt). Des Weiteren hat sich die Werkstattauslastung 2023 mit 89,68 Prozent (+5 Prozent) bei den Vertragswerkstätten und 86,03 Prozent (+3,4 Prozent) bei den freien Werkstätten auf einem sehr hohen Niveau bewegt. Laut Branchenindex BIX (Quelle: Kfz-Betrieb) lag der Umsatz im Servicegeschäft 2023 bei 39 Prozent der freien Werkstätten höher, bei 49 Prozent gleich und um bei 12 Prozent niedriger. Ebenso spiegelt sich dies bei den Vertragswerkstätten wider. (Umsatzwachstum bei 44 Prozent höherer Umsatz, 46 Prozent gleichbleibend und nur bei 10 Prozent hat sich der Umsatz zum Vorjahreszeitraum reduziert. In der Gesamtbetrachtung erklären diese Umstände die gestiegenen Umsätze des Teilegroßhandels.

Ausblick 2024

Laut Prognosen wird die deutsche Volkswirtschaft 2024 leicht wachsen bei einem weiteren Rückgang der Inflation (Quelle: Institut für Weltwirtschaft). Diese Tendenz wird auch in der o.g. Mitgliederbefragung des GVA sichtbar. 14,1 Prozent geben für die allgemeinwirtschaftliche Lage in Deutschland eine positive und 32,4 Prozent eine schlechte Prognose ab, bei 53,5 Prozent "mittel". Für den freien Autoteile-Markt wird von 82,1 Prozent der Handels- und 95,3 Prozent der Industriemitglieder von steigenden Umsätzen im Jahr 2024 ausgegangen (Quelle: GVA-Mitgliederbefragung). Die Erwartungen für die Branche sind weiterhin positiv

Quelle: GVA Gesamtverband Autoteile-Handel e.V.

Der Fahrzeugbestand in Europa wächst weiter. Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Fahrzeuge erneut zugenommen. Nach den veröffentlichten Zahlen des Kfz-Herstellerverbands ACEA waren 2022 in der EU gut 252 Millionen Pkw zugelassen. (+1 % zum Vorjahr). Hinzu kommen 30,2 Millionen Transporter (+1,5 %), 6,5 Millionen Lkw (+1,9 %) und knapp 721.000 Busse (+ 1%). Insgesamt existieren 289.601.441 zugelassene vierrädrige Kraftfahrzeuge in der Europäischen Union. Dies sind über 20 Millionen mehr als im Jahr 2019. Das durchschnittliche Alter aller Pkw in der EU lag bei 12,3 Jahren (Transporter 12,5 Jahre, Lkw 13,9 Jahre, Busse 12,5 Jahre).

Dominierende Antriebsart beim Pkw war 2022 weiterhin der Benziner mit 50,6 % Anteil, der Diesel lag bei 40,8 %. Der Elektro-Motor erreichte einen Anteil von 1,2 % ähnlich dem Niveau der Plug-in-Hybride mit 1 %.

In den Nutzfahrzeugklassen blieb der Diesel mit einem Anteil von über 90 % deutlich an der Spitze. Nennenswerte E-Anteile gab es lediglich im Bus-Segment, (1,9 %) Quelle: AUTOHAUS Nachrichten vom 22.02.2024

Der größte Anteil der 290 Millionen in Europa existierenden Fahrzeuge ist mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ausgestattet. Wiederum der größte Anteil daraus wird mit einem Abgasturbolader betrieben.

In 2023 sind die Neuzulassungen in Deutschland bei Fahrzeugen mit Benzinmotor gestiegen. Stärksten Anteil hatten Benziner 978.700 Fahrzeuge, gefolgt von Hybridfahrzeugen mit 840.300 Neuzulassungen. Rein Batterie-elektrische Fahrzeuge (BEVs) erreichten mit 524.219 Neuzulassungen, ein Anteil von 18,4 %. Die Zulassungszahl für Diesel-Fahrzeuge lag bei 486.600. Quelle: Springer Professionell / Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vom 14.02.2024

Durch den Wegfall der staatlichen Förderung beim Kauf von Elektrofahrzeugen zum Jahresbeginn 2024 sinkt der Marktanteil der Elektroautos bei den Neuzulassungen in Deutschland wieder deutlich und erreichte im Januar 2024 nur noch rund 11 %. Quelle: Münchner Merkur vom 21.02.2024

Die Einstellung der Autofahrer zum Auto ändert sich nicht wesentlich. So sagen 93 % der Befragten, sie empfänden den Besitz eines Autos als Freiheit und Unabhängigkeit. Für 89 % ist es sehr wichtig, ein Auto zu besitzen. Quelle: BBE Automotive GmbH

Der Verbrennungsmotor wird so noch geraume Zeit die beherrschende Antriebsform in der Fahrzeugwelt bleiben, sowohl als reiner Verbrenner als auch in Hybrid-Anwendungen. Die Ausstattung der Verbrennungsmotoren mit Abgasturbolader, in allen Anwendungsbereichen, nimmt auch weltweit weiter stark zu.

Eine Vielzahl von Faktoren führt zusammenfassend dazu, dass Fahrzeuge repariert werden. Für den Aftermarket ergeben sich aufgrund der notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten große Potentiale. Deshalb wird der Abgasturbolader aber auch zunehmend zu einem umkämpften Segment im Bereich des Autoteilehandels über verschiedene Distributionswege.

2. Geschäftsverlauf

Die Firma BTS GmbH konnte sich auch im Jahr 2023 gut weiter entwickeln. Mit einem Umsatz von € 29,5 Mio. wurde der Vorjahres Umsatz von € 26,9 Mio. deutlich überschritten. Bei den bestehenden Großhandelskunden sind die Umsätze größtenteils gestiegen. Neue Kunden und Projekte führten zu zusätzlichen Umsatzgewinnen. Grund für die Gewinnung von Neukunden sind der starke Vertrieb. Dank eines ausreichend bestückten Warenlagers ist eine gute Lieferfähigkeit gegeben.

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Das Rohergebnis, das Ergebnis nach Steuern sowie die Anzahl der verkauften Turbolader stellen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft dar. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der Daten aus dem ERP-System.

4. Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Das Rohergebnis, das sich aus Umsatzerlösen abzüglich Materialaufwand zusammensetzt, liegt mit € 7,6 Mio. um T€ 1.033 über dem Vorjahr. Die Rohmarge in Höhe von 25,7 % verbesserte sich um 1,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Rechtzeige Sonderbestellungen vor den angekündigten Marktpreiserhöhungen der Hersteller führten zu diesem Effekt. Die Anzahl der verkauften Turbolader konnte um knapp 1.600 Stück auf ca. 51.000 Stück gesteigert werden. Ebenfalls gesteigert werden konnte der Absatz von Montagesätzen und kompletten Turbolader-Kits.

Am Bilanzstichtag waren bei der BTS GmbH 37 Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalkosten bewegten sich auf dem Vorjahres Niveau (T€ +6). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 178 moderat. Die übrigen Kosten entwickelten sich inflationsbedingt wie geplant.

Die BTS GmbH erzielte im Jahr 2023 ein betriebliches Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.994 (Vorjahr: T€ 1.254) und übertrifft den geplanten Wert merklich um T€ 1.321. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern ergibt sich für das Jahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.430 (Vorjahr: T€ 852).

Aus Sicht der Geschäftsführung wird der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage in 2023 insgesamt als zufriedenstellend eingestuft.

b) Vermögenslage

Der Lagerbestand erhöhte sich im Berichtsjahr um T€ 518 auf 10,1 Mio. € (Vorjahr: 9,6 Mio. €). Ursächlich ist hier vor allem eine vorgezogene Sonderbestellung zum Jahresende über T€ 790 im Einkauf zur Zielerreichung einer Bonusvereinbarung sowie, um angekündigten Preissteigerungen zuvor zu kommen.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war mit T€ 903 um T€ 248 höher als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich um einen Stichtagsbezogenen Effekt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erreichen durch die erwähnte Sonderbestellung mit T€ 4.404 einen etwas höheren Wert als im Vorjahr (T€ 3.963).

Für die geleisteten Pfandzahlungen der Kunden wurden Rückstellungen in Höhe von T€ 4.631 (Vorjahr: T€ 3.815) gebildet. Das Umsatzwachstum und die damit steigende Anzahl an ausgelieferten Turboladern sind hier ursächlich. Zudem wurde für Pfandrückgabe-Verpflichtungen an Lieferanten eine Rückstellung in Höhe von T€ 304 (Vorjahr: T€ 348) eingestellt.

Die Eigenkapitalquote der BTS GmbH liegt bei unveränderter Bilanzsumme mit 24,0 % unter dem Vorjahreswert (30,9 %). Eine Ausschüttung im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 2.480 führte zu diesem Effekt.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich zum Bilanzstichtag von € 10,5 Mio. auf € 11,5 Mio. erhöht. Das Netto-Umlaufvermögen (Working-Capital) mit den kurzfristigen Aktiva abzüglich der kurzfristigen Passiva hat sich mit T€ 3.758 (Vorjahr T€ 4.280) etwas vermindert.

c) Finanzlage

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von T€ 127 im Bereich Werkstatt-Ausstattung sowie Fuhrpark getätigt.

Der Cash Flow aus dem operativen Ergebnis hat sich mit T€ 1.676 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 2.524) etwas verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Vorjahr höheren Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den höheren Ertragssteuerzahlungen.

Die Gesellschaft finanziert sich langfristig über Eigenmittel. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt über Factoring, Supplier Finance sowie dem konzerninternen Cashpool mit dem Hauptgesellschafter, welchem entsprechend Mittel zugeführt oder entnommen werden können. Dem Hauptgesellschafter steht zudem weiterhin ein Kontokorrentrahmen von bis zu € 5,4 Mio. (Vorjahr € 5,4 Mio.) zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag eine Verbindlichkeit gegenüber einem Gesellschafter in Höhe von TEUR 635. Die Verbindlichkeit für die in dieser Höhe in 2023 beschlossene Ausschüttung wurde in ein Gesellschafterdarlehen umgewandelt.

Zum Stichtag ergab sich ein Guthaben gegenüber dem Cashpool-Führer in Höhe von T€ 3.202 (Vorjahr T€ 3.899).

III. Prognosebericht

Umsatz,- Ergebnis- und Auftragsentwicklung

Für 2024 planen wir mit einem leichten Umsatz- und Ertragsrückgang. Durch das steigende Fahrzeugalter erfolgt sukzessive eine Hinwendung der Kunden zu günstigeren Alternativen; dadurch steigt der Anteil der Budget-Turbolader im Produktmix. In der Konsequenz bleibt die Absatzzahl konstant, der Umsatz geht allerdings leicht zurück. Die Schwäche der Hersteller in der Liefertreue führt - um die Verfügbarkeit aufrecht zu erhalten - zu höheren Beschaffungskosten, die wiederum zu einer leicht reduzierten Marge führen.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte rechnen wir mit einem Rohergebnis von € 7,3 Mio. und einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 1.431.

Die Absatzzahl der Turbolader wird sich in 2024 etwa auf dem Vorjahres Niveau bewegen.

Investitionen

Für das Jahr 2024 ist eine größere Investition in Höhe von T€ 110 für die technische Ausstattung der neuen Reman-Werkstatt eingeplant. Für weitere Investitionen in den Bereichen Logistik und Fuhrpark werden noch einmal T€ 147 vorgesehen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a) Branchenspezifische sowie gesamtwirtschaftliche Risiken

Die stark zunehmenden gesamtwirtschaftlichen, politischen und umweltpolitischen Unsicherheiten, gepaart mit den geplanten großen Veränderungen im Automobilsektor und den europaweiten Abgasgesetzgebungen führen zu einer großen Verunsicherung im Markt und zu entsprechenden Geschäftsrisiken.

Der Ersatzbedarf an Turboladern wird weltweit weiter steigen und hat noch immer großes Geschäftspotential.

Sowohl die Fahrzeughersteller, welche sich aktiv um dieses Produktsegment bemühen, als auch der Verdrängungswettbewerb durch die Teilnehmer des Teilehandels verstärken den vorherrschenden Preis-, Margen- und Konditionsdruck.

Durch das mehrreihige Produktprogramm mit Neu-, Reman- und Budget-Turboladern ist BTS dem Wettbewerb gegenüber gut aufgestellt und bereits im Markt etabliert.

b) Ertragsorientierte Risiken

Durch die stark zurückgehenden Produktions-Stückzahlen in der Automobilindustrie, hervorgerufen durch die beginnende Transformation zur E-Mobilität, erreichen die herkömmlichen Zulieferbetriebe nicht mehr die notwendigen Volumina und kommen in finanzielle Schwierigkeiten. Die Folge ist, dass einige Zulieferbetriebe, speziell im Gussbereich und der Produktion von Gehäusen, in Insolvenz gegangen sind. Dadurch kann auch der Turbolader-Bedarf für die kleineren Mengen im Aftermarket nicht mehr produziert werden und die Turbolader-Hersteller müssen auf alternative Zulieferer ausweichen. Dieser Prozess benötigt allerdings größere Zeiträume. Dadurch ergeben sich bereits große Lieferengpässe und deutlich zunehmende Rückstände. Wir erwarten, dass diese Problematik anhalten wird und die Gesellschaft weiterhin einige Bestellungen aufgrund von Hersteller-Rückständen nicht bedienen können wird.

Diese Lieferengpässe, welche teilweise durch Ersatzbeschaffungen aufgefangen werden müssen, können zu Margenverlusten führen.

Durch das gut ausgestattete Lager, das proaktive Einkaufsmanagement und das konsequente Ausweiten des Reman-Programms, können wir diesen Schwierigkeiten entgegenwirken.

Der internationale Einkauf birgt potenzielle Risiken in Bezug auf Qualität und Liefertreue. Durch umfangreiche Produkttests und entsprechendes Qualitätsmanagement wird dem Risiko einer mangelnden Qualität vorgebeugt. Dies führt jedoch auch zu erhöhten Kosten. Ebenso erhöht sich durch den erweiterten Kundenkreis und der zunehmenden Komplexität des Motors das Risiko von Reklamationen.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation der BTS GmbH im Verbund der Bauer Unternehmensgruppe sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit zahlungsfähig und es sind auch künftig keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Der Verbrennungsmotor sorgt im Aftermarket noch lange für Ersatzteilgeschäft. Auf der Original Equipment (OE)-Seite wird es früher oder später einen Punkt geben, an dem der Verbrennungsmotor weniger Aufmerksamkeit bekommt. Aber noch immer sind Ersatzteile für Verbrenner-Motoren ein wichtiger Posten in unserem Geschäft.

Das zeigt auch die Strategie "2027 Charging Forward" des Herstellers BorgWarner. Dessen Ziel lautet, bis 2027 noch immer die Hälfte des Gesamtumsatzes mit traditionellem Geschäft (Verbrennerkomponenten) im OE-Geschäft zu machen. Die andere Hälfte des Umsatzes will BorgWarner im Bereich der E-Mobilität generieren. Hierbei ist zu bedenken, dass der Hybridantrieb der E-Mobilität zugeordnet wird, dieser aber zu 100 % mit Abgas Turboladern ausgestattet sein wird.

Der Fuhrpark in Europa ist durchschnittlich 12-15 Jahre alt. Technologie, die jetzt in die freie Werkstatt kommt, wurde vor zehn Jahren entwickelt. Dies ist immer noch die Mehrzahl des gesamten Fuhrparks. Nur ein geringer Anteil der Fahrzeuge in der EU sind hybrid- oder reine Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2040 werden noch immer 50 % des Fahrzeugbestands mit traditionellen Verbrennungsmotoren betrieben. Diese Verbrennungsmotoren sind größtenteils mit Turboladern ausgestattet. (Quelle: Auto Service Praxis 10/2023 - Interview mit Michael Boe, Vicepresident & General Manager Global Aftermarket bei BorgWarner.)

Die EU-Kommission mit EU-Kommissionspräsidenten von der Leyen hat bereits betont, dass die auf EU-Ebene getroffene Entscheidung zum sogenannten Verbrenner-Aus 2026 überprüft wird. Es sei sehr wichtig, dass im Jahr 2026 eine Überprüfung erfolge. So solle sichergestellt werden, dass es Offenheit für Technologien und Wahlmöglichkeiten für Verbraucher gebe. Auch die Industrie solle wählen können, in welche Segmente sie investieren wolle und worin sie die Mobilität der Zukunft sehe. 2022 hatte sich die EU darauf geeinigt, dass ab 2035 keine Neuwagen mehr zugelassen werden sollen, die Benzin oder Diesel tanken. Bereits bei der Einigung wurde festgehalten, dass 2026 eine Überprüfung erfolgt.

Die deutsche Bundesregierung drängt darauf, ausschließlich mit klimafreundlichen E-Fuels betankte Fahrzeuge vom sogenannten "Verbrenner-Aus" auszunehmen. Auch die christdemokratische EVP-Fraktion im Europaparlament will das "Verbrenner-Aus 2035" kippen. Quelle: asp Newsletter vom 22.02.2024.

Weltweit (auch in den USA) gibt es klare Tendenzen, welche die Elektrifizierungsziele im Verkehr abzuschwächen. Ein Grund ist, dass Verbraucher Elektrofahrzeuge nicht akzeptieren. So waren 2022 in den USA nur 6 % der Gesamtverkäufe E-Autos. In Europa liegt der Anteil nur bei 15 %. Quelle: Münchner Merkur vom 22.02.2024

Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch künftig Verbrennungsmotoren - gegebenenfalls mit anderen Kraftstoffen wie E-Fuels und Wasserstoff - geben wird, ist sehr hoch.

Auch Fahrzeughersteller, wie beispielsweise Mercedes, wollen weiterhin Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren herstellen, und sich alle Technologien offenhalten. Mercedes bestätigt, auch über 2030 hinaus Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren anzubieten. Mit Blick auf den Absatzeinbruch bei Elektroautos nach dem abrupten Stopp staatlicher Förderung will Mercedes neben Elektrofahrzeugen, weiterhin hocheffiziente Verbrennerautos bauen, zudem aber auch Plug-in Hybride. Quelle asp Newsletter vom 14.02.2024

Durch die konsequente Weiterentwicklung des BTS Turbo Experten Konzeptes mit der begleitenden Ausbildung der angeschlossenen Werkstätten und der Bereitstellung von weiteren Schulungssystemen wird dem Risiko des Umsatzrückganges effektiv begegnet. Weitere Teilegroßhändler können durch dieses werkstatt-gewinnende Konzept interessiert und als Kunden gewonnen werden.

Durch die Stärken der BTS GmbH - der starken Vertriebsabteilung, dem technischen Marketing, die hohe Lieferfähigkeit sowie bestehende Kunden- und Lieferantenvereinbarungen - sehen wir einer weiteren soliden Geschäftsentwicklung entgegen. Die Ausweitung des Produktprogramms auf den drei Turbolader-Linien sowie die Ausweitung der Kundenstruktur stellen auf lange Sicht gute Chancen für ein stabiles Geschäft dar.

Durch das proaktive Einkaufsverhalten und die aktive Lagerbestandsführung sehen wir uns gut gerüstet.

Die Konsolidierung des Teile-Großhandels und die fortschreitende Internationalisierung bergen Risiken, jedoch auch weitere Chancen für die BTS GmbH. Wobei Chancen durch die Position und das Standing der BTS bei großen Kunden überwiegen.

Gesamt gesehen wird der weltweite Bedarf an Turboladern weiterhin zunehmen und für die nächsten Jahre ein wichtiges Produkt im Aftermarket bleiben.

3. Gesamtaussage

Risiken bestehen vor allem durch das sich stark verändernde Marktumfeld.

Durch proaktive Maßnahmen und einer starken Vertriebs- und Produktausrichtung sieht sich die BTS GmbH aber trotzdem gut gerüstet, das Geschäft stabil zu halten bzw. in den nächsten Jahren ausbauen zu können. Mit einer durchdachten Produktpolitik und einer Erweiterung des Portfolios um zusätzliche Produkte neben dem Turbolader hat sich BTS gut für die Zukunft aufgestellt.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeitig nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Bei erkennbaren Ausfall- und Bonitätsrisiken bei finanziellen Vermögenswerten werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Einen sensiblen Frühindikator liefern die durch die Factoring Gesellschaft vergebenen Kunden-Limits. Ebenso besteht eine langjährige Beziehung mit einem Inkassobüro.

Der Ausgleich von Verbindlichkeiten wird innerhalb der jeweiligen Zahlungsfristen vorgenommen.

Die Finanzsituation der Firma BTS GmbH ist stabil. Jedoch führen die Auszahlung der Kundenboni des abgelaufenen Jahres zum einen, sowie einkaufsseitig abgesetzte Jahresbestellungen zum anderen, speziell in der ersten Jahreshälfte zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf. Dies ist durch Factoring sowie die flexible konzerninterne Finanzierung über den Cashpool der Muttergesellschaft gegeben.

Das Finanzmanagement verfolgt durch die langfristige Absicherung durch Eigenmittel das Ziel, finanziellen Risiken jeglicher Art entgegenzutreten und das Unternehmen krisenfest zu machen.

Um das Liquiditätsrisiko abzusichern und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der regelmäßig an aktuelle Veränderungen und Geschehnisse angepasst wird.

VI. Bericht über die Tochtergesellschaft

Die BTS Turbo GmbH mit Sitz in Asten, Österreich ist eine 100 %ige Tochter der BTS GmbH.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt zum 31.12.2023 T€ 19 und liegt damit um T€ 15 über dem Vorjahreswert.

Die deutsche BTS GmbH hat auch die Vertriebsrechte bzw. Verträge mit den Turbolader-Herstellern für den österreichischen Markt. Der Vertrieb wird über die österreichische BTS Turbo GmbH durchgeführt. Die Abwicklung erfolgt seit Anfang 2021 über einen Geschäftspartner. Dort wurde ein BTS Logistikcenter eingerichtet, um die österreichischen Kunden vom Standort aus noch schneller und kostengünstiger zu beliefern. Seitdem sind keine Mitarbeiter mehr bei BTS Turbo GmbH beschäftigt. Die erwirtschafteten Umsätze im Jahr 2023 sind Vertriebsprovisionen aus dem vorherigen Geschäftsmodell.

 

Weilheim, 15. März 2024

BTS GmbH

Geschäftsführung

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BTS GmbH, Weilheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BTS GmbH, Weilheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BTS GmbH, Weilheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

 

München, 18. März 2024

GKK PARTNERS Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Stüllein, Wirtschaftsprüfer

Nora Pott, Wirtschaftsprüferin

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

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