Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
LandMAXX BHG GmbH
Auerstraße 117, 01640 Coswig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Fischer seit 21.7.2020 | Prokura |
Volker Jehmlich seit 21.7.2020 | Geschäftsführer |
Marcus Namokel seit 21.7.2020 | Geschäftsführer |
Stephan Namokel seit 4.10.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 69.91% | |
| 25.09% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LandMAXX BHG GmbHCoswigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023Bilanz zum 31. Januar 2023Amtsgericht Dresden HRB 32669AKTIVA
PASSIVA
Diese Bilanz ist Bestandteil des Prüfungsberichts vom 05.07.2023 der BSKP Revision & Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Februar 2022 bis 31. Januar 2023
Diese GuV ist Bestandteil des Prüfungsberichts vom 05.07.2023 der BSKP Revision & Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. ANHANG für das Geschäftsjahr 2022/2023(01.02.2022 bis 31.01.2023)der LandMAXX BHG GmbHCoswigA. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Coswig. Sie ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter HRB 32669. Der Jahresabschluss wurde aufgestellt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Der Jahresabschluss wurde entsprechend den allgemeinen Rechnungslegungs- und Bewertungsvorschriften sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften des HGB gemäß den §§ 242 bis 256a HGB und §§ 264 bis 288 HGB aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses und die Grundsätze der Bewertung konnten gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten werden. Die Gesellschaft ist gem. § 264 i.V.m. § 267 (2) HGB als eine mittelgroße Kapitalgesellschaft zu behandeln. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (1) Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu den Anschaffungskosten abzüglich zeitanteiliger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen zu den steuerlich zulässigen Sätzen. Ein im Rahmen der Unternehmensgründung im Jahr 2006 entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit einer geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Hierbei wurden der Schätzung insbesondere die Nachhaltigkeit der an den Standorten übernommenen Umsätze und Marktanteile sowie erwartete langfristig erzielbare Renditen zugrunde gelegt. Von der Bewertungsfreiheit nach § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG (Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter) wurde nicht Gebrauch gemacht. Die Abgänge sind zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen im Zeitpunkt des Ausscheidens ausgebucht. (2) Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Teilwertabschreibungen waren nicht vorzunehmen. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgend im Anhang enthaltenen Anlagenspiegel. Anlagenspiegel zum 31.01.2023
(3) Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit einem Festwert angesetzt. (4) Fertige und unfertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Niedrigeren Teilwerten zum Bilanzstichtag ist durch vorgenommene Teilwertabschreibungen Rechnung getragen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. (5) Forderungen sind zum Nominalwert im Prüfungszeitpunkt angesetzt. Angemessene Einzelwertberichtigungen decken die erkennbaren Risiken ab. Dem allgemeinen Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. (6) Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nominell bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. (7) Das Gezeichnete Kapital ist in Höhe des Nominalbetrags lt. Handelsregistereintrag ausgewiesen. (8) Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von TEUR 0. (9) Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Sie sind unter Beachtung des Prinzips der Einzelbewertung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die zu erwartenden Nachzahlungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. (10) Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Zielleistungsvereinbarungen von TEUR 110, für die Jahresabschlusskosten von TEUR 34, für Boni von TEUR 292, für unterlassene Instandhaltung von TEUR 175 und für die Berufsgenossenschaft TEUR 64 sowie für Prozesskosten von TEUR 30. (11) Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. C. Positionen der Bilanz Verbindlichkeitenspiegel
D. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB aufgestellt. Die Umsatzerlöse werden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge von TEUR 22 aus Versicherungsentschädigungen enthalten. E. Sonstige Pflichtangaben Unter den Haftungsverhältnissen sind Mithaftungsverpflichtungen für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 272 TEUR auszuweisen. Die Gesellschaft, für die Mithaftungen bestehen, befindet sich zum Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Rechnungslegung in geordneten Finanz- und Vermögensverhältnissen, sodass eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als unwahrscheinlich angesehen werden kann. Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022/2023 tätig: Namokel, Stephan, Kaufmann, Radebeul, Namokel, Markus, Radebeul, Jehmlich, Volker, Weinböhla Pietzsch, Tilo, Dresden Für Stephan Namokel und Marcus Namokel bestehen keine Anstellungsverträge. Die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs.4 HGB. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Berichtszeitraum auf
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit TEUR 833 belastet. F. GewinnverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2022/2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 6.215 ab. Auf den Gewinnvortrag des Vorjahres von TEUR 4.883 wurden Ausschüttungen in Höhe von TEUR 1.000 vorgenommen. Auf das Jahresergebnis wurden Vorabausschüttungen von TEUR 5.041 vorgenommen. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 600 vorzunehmen und den danach verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.457 auf neue Rechnung vorzutragen. G. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2022/2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Coswig, den 29. Juni 2023 gez. Stephan Namokel gez. Markus Namokel gez. Volker Jehmlich Lagebericht zum Geschäftsjahr 2022/2023(01.02.2022 - 31.01.2023)LandMAXX BHG GmbHI. Grundlagen des Unternehmens a. Die LandMAXX BHG GmbH ist ein inhabergeführtes, in der Branche unabhängiges Unternehmen einer Gruppe von Baumärkten und Baustoffzentren. b. Die Unternehmensvision der LandMAXX BHG GmbH lautet: LandMAXX ist das innovativste und erfolgreichste Baustoff-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen rund um Gewerbe, Heim, Hof und Garten in Sachsen. Wir sind die kreativsten und emotionalsten Marktplätze zum Nutzen aller Kunden, Geschäftspartner und unserer am Erfolg beteiligten Mitarbeiter. Wir verstehen unsere gesellschaftliche Verantwortung als Nahversorger für den täglichen Bedarf unserer Kunden. Die Geschäftsbereiche gliedern sich In die Sparten Baustoff/Baubedarf, Großhandel und Einzelhandel als Nahversorger/Baumarkt für Heim, Hof und Garten, ergänzt durch nahestehende Dienstleistungen zum Nutzen gewerblicher und privater Kunden. Das Kundenklientel zeichnet sich vom baumarktorientierten Privatkunden, über die öffentliche Hand bis zu den gewerblichen KMU des Bauhaupt- und Baunebengewerbes aus. Das Waren- und Dienstleistungsangebot der 11 Märkte in Sachsen und Südbrandenburg erstreckt sich vom klassischen Fachmarktsortiment über Baustoffe und Baubedarf für Hoch-, Tief- und Ausbau zu Produkten für den Selbstversorger, Heimwerker und Gartenfreund. LandMAXX behauptet sich mit seinem breiten Sortiment und der Vielzahl seiner Standorte als Gruppe von Baumärkten und Baustoffzentren in der ländlichen Region in Alternative zu den großen Baumarktketten bzw. einzelner Baustoffhändler. Die LandMAXX BHG GmbH ist Gesellschafter des Marketings/Einkaufsverbundes EUROBAUSTOFF KOOPERATION. II. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mitteilte. Kalenderbereinigt habe das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent betragen. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Jahr 2021 war die deutsche Wirtschaft noch um 2,9 Prozent gewachsen. Hohe Preise und Materialmangel bremsen Industrieproduktion und Bau Nach Angaben der Statistikerinnen und Statistiker ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 Prozent gegenüber 2021 gestiegen. Dabei sei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich verlaufen: Einige Dienstleistungsbereiche hätten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitiert. Besonders stark, um 6,3 Prozent, legten den Fachleuten zufolge die sogenannten "Sonstigen Dienstleister" zu. Zu diesen zählt auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche. Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe hätten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen profitiert. Diese beiden Bereiche sorgten im zusammengefassten Wirtschaftsbereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" für ein kräftiges Plus von 4,0 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im Handel sei dagegen zurückgegangen, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation habe ebenfalls einen deutlichen Zuwachs von 3,6 Prozent verzeichnet. Im Baugewerbe hätten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung um 2,3 Prozent geführt. Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten haben den Fachleuten zufolge auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe gebremst. Diese habe im Vergleich zum Vorjahr kaum zugenommen (+0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe habe dabei vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten gelitten. Hinzu sei der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine gekommen. Außenhandel nimmt zu Auf der Nachfrageseite seien die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft gewesen. Sie seien preisbereinigt um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und hätten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreicht. Grund hierfür seien Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 gewesen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur hätten die privaten Haushalte wieder mehr als noch vor einem Jahr ausgegeben. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich den Fachleuten zufolge im Jahr 2022 vergleichsweise moderat um 1,1 Prozent. Der Staat habe deutlich mehr Geld ausgegeben, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen seien die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gesunken. Die Bauinvestitionen nahmen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 Prozent ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen hätten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022 verstärkt. Der Außenhandel nahm laut den Angaben des Amts trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland habe preisbereinigt 3,2 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr exportiert. Die Importe hätten gleichzeitig sehr viel stärker zugelegt - um preisbereinigt 6,7 Prozent zu. Der Außenbeitrag insgesamt habe das BIP-Wachstum dadurch gedämpft. Quelle: Statista Arbeitsmarkt ist weiterhin robust Im Jahresdurchschnitt 2022 waren rund 45,6 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das waren so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr kräftig um 589.000 Personen (+1,3 %). Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2019 (45,3 Millionen Personen) wurde dadurch um 292.000 Personen (+0,6 %) überschritten. Im Jahr 2020 hatte die Corona-Krise den zuvor über 14 Jahre anhaltenden Anstieg der Erwerbstätigenzahl beendet und zu einem Rückgang um 362.000 Personen (-0,8 %) geführt. Im Jahr 2021 war die Erwerbstätigkeit nur leicht um 65.000 Personen (+0,1 %) gewachsen. Eine Ursache für die Beschäftigungszunahme im Jahr 2022 war die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Hinzu kam eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese beiden Wachstumsimpulse überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt, der mittelfristig zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter führen wird. Mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, weniger Selbstständige Entscheidend für die positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt war die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Jahresdurchschnitt 2022 um 643 000 Personen (+1,6 %) wuchs. Zu diesem Anstieg trug maßgeblich die positive Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei. Auch bei der Zahl der marginal Beschäftigten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten) gab es leichte Beschäftigungsgewinne, die jedoch die pandemiebedingten Verluste längst nicht ausgleichen konnten. Bei den Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger setzte sich im Jahr 2022 dagegen der seit nunmehr 11 Jahren andauernde Abwärtstrend fort: Ihre Zahl sank gegenüber 2021 um 54 000 Personen auf 3,9 Millionen (-1,4 %). Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass Kurzarbeitende nach den Konzepten der Erwerbstätigenrechnung und der Arbeitskräfteerhebung als Erwerbstätige zählen. Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden Pressemitteilung b. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Neustart nach schwieriger Pandemiephase war schon in greifbarer Nähe - dann sorgte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine für drastische Veränderungen der Welt und löste eine bislang ungekannte Energiekrise und eine heftige Inflation mit Preissteigerungen teils In zweistelliger Höhe aus, Eine Entwicklung, an der auch die DIY-Branche in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht vorbeikommt. Der Vergleich der wichtigsten Kennzahlen bleibt zudem schwierig, weil die Branche (wenn auch In regional unterschiedlichen Zeiträumen) im Vorjahreszeitraum noch mit kompletten Lockdownphasen zu kämpfen hatte. Dennoch lassen sich in unruhigen Zeiten auch positive Trends aus den Zahlen herauslesen. Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland schlossen das Jahr 2022 mit einem Gesamtumsatz von 21,92 Mrd. Euro ab, was einer Steigerung von +7,8% (auf bereinigter Fläche +7,2%) entspricht. Das reale Wachstum betrug +0,9%. Klar ist allerdings auch, dass sich dieser an sich respektable Anstieg ganz wesentlich aus den notwendigen Preissteigerungen generiert, denen sich bei der in jüngerer Geschichte beispiellosen Inflation auch die Branche nicht entziehen konnte. Obwohl gerade die Bau- und Gartenfachmärkte hier eine durchaus bremsende Wirkung erzielt haben, wie BHB- Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst betont. "Nach den Herausforderungen, die die weltweite Pandemie In der Produktions- und Lieferlogistik ausgelöst hat, haben unsere Händler ihre Läger gut gefüllt - und dies noch zu ,normalen' Preisen. Unausweichliche Preisanpassungen haben den Markt also erst mit einiger Verzögerung erreicht." Ein anderer Faktor allerdings machte sich hingegen deutlich bemerkbar: Die Verbraucherstimmung der von längst überwunden geglaubter Kriegsaggression geschockten Kundinnen und Kunden zeigte Auswirkungen an den Kassen. Zwar nicht über alle Sortimente - Energieträger, Vorsorge- und Sanierungsprodukte etc. waren bereits zu sonst atypischen Zeiten im Sommer stark nachgefragt. Die Saisonklassiker wie Freizeitwaren oder Gartenausstattung/möbel rutschten hingegen ins Minus. Dies sind klare Signale dafür, dass die Menschen mit Anschaffungen in nicht zwingend notwendigen Bereichen vorsichtig bis zurückhaltend sind. Zudem haben natürlich auch die Bau- und Gartenfachmärkte mit den drastischen Rahmenbedingungen zu kämpfen: Gerade das Beheizen der großflächigen Märkte lässt die Betriebskosten deutlich ausbrechen. René Haßfeld, Finanzvorstand des BHB, sieht die Branche derzeit zwar mit deutlichen Herausforderungen konfrontiert, aber in keiner existenzgefährdenden Situation wie in anderen Handelsbereichen. "Die Baumärkte sind kontinuierlich auf Wachstumskurs, das Vorkrisenniveau in 2019 mit 19,5 Mrd. Euro wurde auch im letzten Jahr übertroffen (CAGR 22/19 +4,0%), auch wenn man die Inflationseffekte berücksichtigt", so Haßfeld. Dabei gehörten die Produkte der Sortimentsbereiche Baustoffe, Sanitär/Heizung, Werkzeug, Garten und Wand-/Bodenbeläge sowohl langfristig wie aktuell zu den Wachstumstreibern. Höhere Energiepreise wirken sich unter anderem auf die Preise von Stahl, Glas, Bitumen, Kunststoffen und chemische Produkte im Baustoffhandel aus Preistreibend auf den Baustellen wirkten sich vor allem die gestiegenen Energiepreise aus. So verteuerten sich besonders Baustoffe wie Stahl, Stahlerzeugnisse oder Glas, die energieintensiv hergestellt werden. Stabstahl war im Jahresdurchschnitt 2022 um 40,4 % teurer, Blankstahl 39,1 %, Betonstahlmatten 38,1 % und Stahlrohre kosteten 32,2 % mehr als im Jahresdurchschnitt 2021. Stahl wird oft in Verbindung mit Beton unter anderem im Rohbau zur Verstärkung von Bodenplatten, Decken oder Wänden eingesetzt. Metalle insgesamt waren 2022 um 26,5 % teurer als im Vorjahr. Flachglas, was üblicherweise für Fenster, Glastüren oder -wände verwendet wird, verteuerte sich 2022 um 49,3 % im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2021. Zum Vergleich: Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte insgesamt legte im Jahresdurchschnitt 2022 um 32,9 % gegenüber 2021 zu. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Erzeugerpreise 14,0 % höher als im Jahresdurchschnitt 2021. Die Preise für Baumaterialien aus Holz entwickelten sich uneinheitlich. So verteuerten sich HDF- Faserplatten (+46,0), Spanplatten (+ 33,4 %) oder Fenster-, Türrahmen aus Holz (+24,4 %) im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich. Gleichzeitig stiegen die Preise für Bauholz (+1,3%) oder Dachlatten (+9,3%) im gleichen Zeitraum unterdurchschnittlich. Die Preise für Konstruktionsvollholz gingen sogar um 11,9% zurück. Im Jahr 2021 hatte es insbesondere bei Konstruktionsvollholz, Dachlatten und Bauholz starke Preissteigerungen gegeben. Zudem trifft auch der Preisanstieg beim Dieselkraftstoff die Baubranche stark. Die Erzeugerpreise für Dieselkraftstoff stiegen im Jahresdurchschnitt 2022 um 41,6 % gegenüber dem Jahr 2021. Dieselkraftstoff wird für den Betrieb von Baumaschinen und im Transport benötigt. Arbeiten am Bau ebenfalls deutlich verteuert Mit den Baumaterialpreisen stiegen auch die Preise für Arbeiten am Bau. Insgesamt verteuerten sich die Preise für den Neubau von Wohngebäuden im Jahresdurchschnitt 2022 um 16,4 % gegenüber dem Vorjahr. Das ist die höchste gemessene Veränderung gegenüber einem Vorjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 1958. Dabei kletterten die Preise in nahezu allen Bereichen kräftig. Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen kosteten 27,2 % mehr als im Jahresdurchschnitt 2021, Verglasungsarbeiten waren 21,2 % teurer als ein Jahr zuvor, Metallbauarbeiten 20,7 % und Stahlbauarbeiten 19,8 %. Weniger Neubauten genehmigt Angesichts der steigenden Preise stockt der Wohnungsbau in Deutschland. Von Januar bis November 2022 sank die Zahl der Baugenehmigungen von neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 % auf rund 322.000. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis November 2022 rund 276.000 Wohnungen genehmigt. Das waren 5,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei sank die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 15,9%, für Zweifamilienhäuser um 10,1 %. Bei Mehrfamilienhäusern kam es dagegen zu einer leichten Erhöhung um 1,2 %. Einen Rückgang gab es auch bei bestehenden Wohngebäuden: Hier wurden von Januar bis November 2022 Baumaßnahmen an rund 38.000 Wohnungen genehmigt und damit 1,7 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen. Allerdings nimmt die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen beziehungsweise noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit dem Jahr 2008 zu. Im Jahr 2021 lag der Überhang von genehmigten aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen bei rund 846 000 Wohnungen. Im März 2023 wurde in Deutschland der Bau von 24 500 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 29,6 % oder 10 300 Baugenehmigungen weniger als im März 2022. Die Zahl neu genehmigter Wohnungen war damit seit Mai 2022 geringer als im jeweiligen Vorjahresmonat, seit Oktober 2022 betrug der Rückgang jeweils mehr als 10 % und seit Januar 2023 sogar mehr als 20 %. Einen stärkeren Rückgang als im März 2023 hatte es zuletzt im März 2007 (-46,5 % gegenüber März 2006) gegeben. Von Januar bis März 2023 wurden insgesamt 68 700 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, das waren 25,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis März 2022: 92 500 Baugenehmigungen). Zum Rückgang der Bauvorhaben dürften weiterhin vor allem hohe Kosten für Baumaterialien und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis März 2023 insgesamt 57.700 Wohnungen genehmigt. Das waren 28,4 % oder 22.900 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 31,1 % (-6 500) auf 14.300 zurück. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen sogar um 51,9 % (-4.400) auf 4.100. Auch bei der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, den Mehrfamilienhäusern, verringerte sich die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich, und zwar um 25,2 % (-12.500) auf 37.200. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2022/2023, BHB, Verbände c. Geschäftsverlauf der LandMAXX BHG GmbH Die Umsatz- und Rohertragsentwicklung im Verlauf des Geschäftsjahres (2022/2023) verlief in den Sparten Baustoffe, DIY und Garten unterschiedlich. Im 1.Quartal verzeichnete die Sparte Baustoffvertrieb eine starke Steigerung des Umsatzes von 11,72% zum Vorjahres Quartal, etwas abgeschwächt mit nur 1,0% Steigerung im 1.Quartal wurde der Umsatz in der Sparte DIY und Garten gesteigert. Der Baustoffumsatz sank jedoch in den weiteren Quartalen 2 bis 4 im Durchschnitt um 5,81%, der DIY- Umsatz fiel in diesen Quartalen im Durchschnitt um ca. 3% im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz/Gesamtleistung im Geschäftsjahr von LandMAXX verringerte sich ca.um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtrohertrag/Rohüberschuss von LandMAXX hat sich zum Vorjahr um 1,6 Prozent verringert. Das Bild der einzelnen Sparten zeichnete sich sehr unterschiedlich, so steigerte die Sparte DIY und Garten den Rohüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozent, jedoch sank der Rohüberschuss in der Sparte Baustoffe um ca. 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang erwies sich vor allem im Baustoff-Lager-Verkauf. Dennoch ist die Geschäftsleitung mit der robusten Umsatz- und Ertragsleistung im Geschäftsjahr sehr zufrieden, da der Vergleich zum starken Vorjahr durch Preissteigerungen einerseits zu erklären war und andererseits zeichneten sich bereits Auswirkungen des Ukraine Krieges und der damit einhergehenden Folgen sowie der inflationären Entwicklung in der Bauindustrie und damit im Baustoffhandel ab. Die LandMAXX BHG GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 120 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (plus 2 z. Vj.), davon fünf Auszubildende und 11 Teilzeitaushilfen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gestaltete sich die Personalsuche weiterhin schwierig. Der Bedarf an geeignetem Fachpersonal in allen Sparten ist nicht zufriedenstellend zu decken. Leider müssen auch wir feststellen, dass die mentale Einstellung zur Arbeit bei den Bewerbern/innen abnimmt. d. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Gesamtleistung der LandMAXX BHG GmbH lag im Berichtsjahr bei 33.545 T€ (Vj. 34.049 T€). Ein Rohüberschuss von 9.677 T€ (9.834 T€ Vj) wurde erzielt, wobei der durchschnittliche Rohüberschuss aus Warenverkäufen und Dienstleistungen bei 28,8 Prozent (Vj. 28,9 Prozent) von der Gesamtleistung lag. Die betrieblichen Aufwendungen der LandMAXX - Gruppe führten mit 4.037 T€ (3.900 Vj. T€) Löhne und Gehältern einschließlich der sozialen Abgaben und mit 2.769 T€ (Vj. 2.660 T€) sonstigen Aufwendungen zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 7.052 T€ (Vj. 3.375 T€) inkl. der Erträge aus Beteiligungen von 4.468 T€ (Vj. 409 T€) und damit zu einem Jahresüberschuss nach Steuern von 6.215 T€ (Vj. 2.473T€). Der Anstieg der Erträge aus Beteiligungen im Geschäftsjahr resultiert aus der Veräußerung (Sachausschüttung) der Anteile an der LM Grundstücks-, Verwaltungs- und Besitzgesellschaft mbH. Die Abschreibungen belaufen sich auf 257 T€ (Vj.272 T€). Rückstellungen in Höhe von 1.824 T€ (Vj. 1.602 T€) wurden gebildet. Die Gesellschaft konnte in ihrem 17. Geschäftsjahr einen positiven Cashflow von 2.247 T€ (Vj. 2.868 T€) erzielen. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch eine Eigenkapitalquote von 43,0 Prozent (49,8 Prozent im Vj.) geprägt. Das Eigenkapital der LandMAXX BHG GmbH beläuft sich auf 5.310 T€ (Vj. 5.736T€). Die wesentlichen Teile des Vermögens sind in Vorräten (3.517 T€ bzw. 28.4 Prozent der Bilanzsumme) im Anlagevermögen (3.257 T€ bzw. 26.4 Prozent der Bilanzsumme) und in Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (2.057 T€ bzw. 16,7 Prozent der Bilanzsumme) gebunden. Die Reduzierung des Anlagevermögens von 4.206 TE im Vj. auf 3.257 T€ begründet sich hauptsächlich in der Veräußerung (Sachausschüttung) der Anteile an verbundenen Unternehmen (LM Grundstücks-, Verwaltungs- und Besitzgesellschaft mbH) und der Reduzierung der Ausleihung an verbundene Unternehmen (MSE FAMILY Holding GmbH). e. finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren lag der Focus im Geschäftsjahr besonders auf: Reduzierung des Bestandes trotz stark gestiegener Preise im Baustoffbereich Halten der Umsatzerlöse Halten des Gesamt- Rohertrags Kostenentwicklung besonders in Hinblick der kommenden wirtschaftlichen Verschlechterung der Branche und Gesamtwirtschaft. Die Geschäftsführung zieht für die interne Unternehmenssteuerung monatlich die Kennzahlen Umsatz und Ertrag pro Sparte und Absatzweg (Strecken- bzw. Lagerverkauf), Umsatzrendite pro Standort, Kosten pro Kostenart und Kostenstelle sowie den Cashflow heran. Im Vergleich zum starken Vorjahr fiel die Gesamtleistung um 1,5 Prozent, der Rohertrag um 1,6 Prozent. Das Betriebsergebnis I (ohne AfA und Zinssaldo) beträgt 8,6 Prozent zum Umsatz und ist im Vergleich zum Vorjahr (9,5 Prozent) um total 0,9 Prozent gefallen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als weiterhin gut ein. Die Umsatz- und Rohertragslage wird seitens der Geschäftsführung als gut beurteilt. Die Reduzierung des Bestandes an Fertigerzeugnisse und Waren, nach Bewertung, um 261 T€ trotz gestiegener Einkaufspreise, wird von der Geschäftsführung positiv gesehen, vor allem in Hinblick auf die Schaffung von Liquidität. Diese Entwicklung hat sich in den ersten zwei Quartalen im Geschäftsjahr 2023/2024 stark fortgesetzt. Vor dem Hintergrund einer rezessiven Entwicklung der Bauindustrie und der damit verbundenen Absatzrückgänge im Baustoffhandel sowie der inflationsbedingten Kaufzurückhaltung in allen Sparten der LandMAXX GmbH, ist die Reduzierung des Warenbestandes, besonders der Produkte mit einem geringeren Lagerumschlag, angezeigt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten zu skontieren und stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Das Debitorenmanagement ist erfolgreich bestrebt, Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Mehrzahl aller Forderungen unterliegen einer strikten Kreditprüfung und sind kreditversichert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. III. Zweigniederlassungsbericht LandMAXX betreibt an 11 Standorten in Sachsen und Südbrandenburg in kleinen und mittelgroßen Städten Baumärkte und Baustoffzentren. Die Produktpalette umfasst das klassische Fachmarktsortiment für Bauunternehmen, Baustoffe und Baubedarf für Hoch- und Tiefbau sowie Produkte für Selbstversorger, Heimwerker und Gartenfreunde. Im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgten keine Neueröffnungen oder Schließungen von einzelnen Standorten bzw. Märkten. Alle Standorte der Land MAXX BHG GmbH erwirtschafteten im Berichtsjahr positive Ergebnisse. Sie unterscheiden sich in der Regel in den Umsatz- und Ertragserfolgen durch die Diversifikation in den Sparten Baustoffe und DIY/Garten in Bezug auf die am jeweiligen Ort vorhandene Käufergruppe und dem Mitbewerber. An allen Standorten setzte die Geschäftsleitung die Hauptschwerpunkte neben der Umsatz- und Ertragssteigerung sowie Sortimentsoptimierung besonders auf den Einsatz qualifizierten Personals unter kostenoptimierten Gesichtspunkten. Die Geschäftsführung hat im Geschäftsjahr 2022/23 die Digitalisierung der Lagerverwaltung für Baustoffe am Haupt- Standort Coswig erfolgreich umgesetzt. Eine verbesserte Lagerhaltung ist deutlich zu erkennen. An den Standorten Naunhof und Radeberg wurden im Berichtsjahr Teilumbauten der Sortimente mit den Lieferanten umaesetzt. Im Bereich EDV wurde im Berichtsjahr ein neues Dokumentenmanagement eingeführt. Das Projekt: Digitalisierung des Verarbeitungsprozesses in der Kostenrechnung analog des Verarbeitungsprozesses Wareneingangsrechnung, wurde im Berichtsjahr erfolgreich umgesetzt und bietet den Mitarbeitern Zeitersparnis und Qualität. IV. Prognosebericht Das Geschäftsmodell und vor allem die Philosophie mit den Alleinstellungsmerkmalen von "LandMAXX - Einer für uns! Baumärkte und Baustoffzentren" und "LandMAXX - Der Baumarkt, der zu Ihnen kommt" werden weiterhin Garanten für Kunden, Lieferanten und Beschäftigte sein. Der bereits bestehende zusätzliche Vertriebs-und Kommunikationskanal über die Internetplattform wird von Kunden immer stärker genutzt, dennoch wird die Kaufentscheidung unserer Kunden im überwiegenden Fall in der jeweiligen Filiale oder im Außendienst getroffen. An der Umsetzung und Weiterentwicklung eines B 2 X Online Shop mit Artikelschaufenster für alle Kunden, ob gewerblich oder privat, wird ständig gearbeitet und der überarbeitete Online Shop wird im Juli 2023 in verbesserter Form für die Kundschaft freigeschaltet. Das Marketingkonzept der LandMAXX BHG GmbH orientiert sich an den Multi-Channel-Säulen: Printmedien-Webshop- Sozial Media. Die Jahresplanung der LandMAXX BHG GmbH für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist auf Grundlage verschiedener Daten, wie Einschätzung und Auftragsbestand unserer Kunden, Kennzahlen und Statistiken aus den relevanten Verbänden und Behörden sowie eigener Einschätzungen unter der besonderen Situation von Ukraine Krieg, Inflation und Wirtschaftsentwicklung erarbeitet worden. Die Planung der Geschäftsleitung sieht eine Umsatzveränderung um - 20 Prozent und eine Rohertragsveränderung um -17 Prozent im Vergleich zum Ist des Vorjahres vor. Die Planung enthält eine situative Anpassung der Kosten für das Geschäftsjahr 2023/2024 in Höhe von ca. -540 T€ (7,5 Prozent). Das geplante Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern soll +1.140 T€ betragen. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2022/23 fiel der Umsatz um ca. 26,0 Prozent und der Rohertrag um 23,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei verteilte sich der Umsatzrückgang in der Sparte Baustoffe auf - 32 Prozent mit einem Rohertrag von - 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der Sparte DIY/Garten ist ein Umsatzrückgang auf -12 Prozent und ein Rohertrag auf - 14 Prozent zu verzeichnen. Der Forecast des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern beträgt 1.267 T€. Die starken Umsatz- und Rohertragsrückgänge im Vergleich zur Planung sind insbesondere auch auf die schlechte Witterung der Monate Februar bis Mitte Mai zurückzuführen. Die Prognose per Juni 2023 von Umsatz und Ertrag im Vergleich zur Planung weist leichte Verbesserungen auf. V. Chancen- und Risikobericht Auf Grund der geopolitischen Verwerfungen verfolgt die Geschäftsführung bereits seit Mitte des Jahres 2022 eine Anpassungsstrategie, die Maßnahmen zur Stabilisierung von Umsatz und Ertrag unter erschwerten Bedingungen einerseits und konsequenter Kostenverfolgung auf der anderen Seite zum Inhalt hat. Dabei wird der Schaffung von Liquidität besondere Bedeutung beigemessen. Die Geschäftsführung von LandMAXX sieht mit positiver Zuversicht in die Zukunft, alle Chancen, die sich täglich zeigen, werden wahrgenommen und für eine Stabilisierung und Verbesserung umgesetzt. Darüber hinaus werden folgende Basic- Elemente der Unternehmensführung bei LandMAXX umgesetzt: Die Geschäftsführung informiert sich in regelmäßigen Gesprächen mit den Vertriebsverantwortlichen über die Umsatz-, Ertrags- und Kostensituation. Die monatliche Umsatz-, Ertrags- und Kostenplanung sowie das diesbezügliche monatliche Reporting sind Bestandteile des Managementprozesses. Das Forderungsmanagement informiert sich ständig bei Auskunfteien und Kreditversicherern über mögliche Ausfallrisiken. Die meisten Geschäftsvorfälle sind durch eine Kreditversicherung abgedeckt. Im Fall eines prognostizierten Ausfalls werden rechtzeitig Einzelwertberichtigungen gebildet. Die finanzielle Solidität des Unternehmens soll noch mehr als bisher Beachtung finden. Die liquiden Mittel werden permanent überwacht und bei Bedarf mit den vorhandenen Kreditlinien optimal genutzt. Bei LandMAXX wird seit 2017 Compliance kontinuierlich von den Mitarbeitern und von den Geschäftspartnern eingefordert und überwacht. Bei Bedarf werden Sanktionen ausgesprochen. Das Thema Personalbeschaffung und Personalanpassung wird in diesem Geschäftsjahr besonders in enger Abstimmung an die Umsatz- und Ertragslage gekoppelt sein. Der Wareneinkauf und die Bestandsveränderung werden sich in diesem Geschäftsjahr nochmal mehr als bisher an die vorausschauende Marktentwicklung orientieren. Neben möglichen Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Hochwasser) ist LandMAXX auch Risiken durch Feuer und Explosionen ausgesetzt. Durch standortweite Versicherungen sind die wesentlichen versicherbaren Elementarrisiken und eine damit möglicherweise verbundene · Betriebsunterbrechung abgedeckt. Durch veränderte Netzwerkanpassungen, (Einsatz eines modernen Mpls-Netzes) zwischen der Zentrale und den Standorten, wurde eine hohe verbesserte Situation gegen Cyberangriffe vorgenommen. LandMAXX untersucht eine alternative Energieversorgung und wird im Rahmen geschaffener Liquidität Investitionen umsetzen. Derzeit ist die Energiekostenstruktur bis Ende 2024 durch Altverträge risikoarm. LandMAXX ist als Handelsunternehmen auf externe Lieferanten und Hersteller angewiesen. Bei der Auswahl dieser Lieferanten gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Hier arbeiten wir erfolgreich mit der EUROBAUSTOFF Kooperation zusammen, die insbesondere auf die Verlässlichkeit in Bezug auf hohe Produktqualität und die stete Einhaltung von Sicherheits- und Sozialstandards achtet. Finanzielle Stabilität und langjährige Geschäftsbeziehungen mit unseren Geschäftsbanken und Lieferanten stellen für LandMAXX einen hohen Stellenwert dar und werden in enger Abstimmung täglich gelebt.
Coswig, 29. Juni 2023 LandMAXX BHG GmbH Stephan Namokel, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LandMAXX BHG GmbH, 01640 Coswig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LandMAXX BHG GmbH, 01640 Coswig, - bestehend aus der Bilanz zum 31.01.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LandMAXX BHG GmbH, 01640 Coswig, für das Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 05.07.2023 BSKP
Revision & Audit GmbH
Thilmann Horn, Wirtschaftsprüfer Jens Vogler, Wirtschaftsprüfer |
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