EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH

Am Stahlwerk 17, 45527 Hattingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 25666
Eingetragen
18.8.2014
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von Metallkonstruktionen
Gegenstand
Der Handel und die Anarbeitung von Stahl, Edelstahl und sonstigen Metallen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Michael Abels
seit 25.8.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Thorsten HuchT. Huch Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH

Hattingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH, Hattingen

1. Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft befasst sich mit dem Schneiden von Konturen sowie dem Handel mit Edelstahl- und Nickelbasisblechen. Kunden sind hauptsächlich Verarbeiter, vornehmlich in Europa. Es werden Formatbleche eingelagert, die dann mit kurzem Termin auf Kundenwunsch zugeschnitten werden. Das Unternehmen bietet verschiedene Schneidverfahren, wie Plasma-, Laser- und Wasserstrahl an. Die Anteile der Gesellschaft werden durch die T. Huch Holding GmbH gehalten. Die Geschäftsführung wird von Frau Tasha Peryschkin ausgeübt. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH nicht tätig. Das Unternehmen unterhält keine Zweigniederlassungen. Die EST verfügt über eine Tochtergesellschaft in Österreich, die in Vertriebsangelegenheiten unterstützt.

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 im Jahresvergleich um 0,3% gefallen. Eine sich abkühlende Nachfrage aus dem In- und Ausland, weiterhin hohe Energiekosten und ein gestiegenes Zinsniveau, haben sich negativ auf die Wirtschaft ausgewirkt. Des Weiteren hat ein Rekordkrankenstand die Firmen in Deutschland stark belastet. Zusätzlich blieb die Inflation über dem gewünschten Niveau von knapp unter 2% und lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9%. Für das Jahr 2024 wird allgemein ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet und man geht von einer Inflationsrate in Höhe von ca. 2,9% aus.

2. Entwicklung der Branche

Während das erste Quartal 2023 durch eine starke Nachfrage und sogar wieder leicht steigende Verkaufspreise geprägt war, verschlechterte sich die Situation in den drei darauffolgenden Quartalen massiv. Der Preis für den Rohstoff Nickel (welcher primär für die Produktion von Edelstahl genutzt wird), reduzierte sich in diesem Zeitraum deutlich. Der Wert einer Tonne Nickel halbierte sich fast und fiel von ca. 30.000$/to auf knapp über 15.000$/to. Dies hatte eine deutliche Reduzierung der Edelstahlpreise zur Folge, was bei den Schneidbetrieben zu starken Abwertungsverlusten führte.

D. Umsatzentwicklung, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

der EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH

Der Umsatz ist in 2023 auf Grund der gefallenen Edelstahlpreise stark rückläufig gewesen. Der Jahresüberschuss ist weiterhin positiv, jedoch auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Der Vertrieb wurde weiter ausgebaut, um an einer Erweiterung des Kundenstamms zu arbeiten und somit eventuelle kundenspezifische Schwankungen besser ausgleichen zu können.

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatz- und Margenentwicklung sowie auf der Eigenkapitalrendite. Bezüglich nicht finanzieller Leistungsindikatoren liegt der Schwerpunkt auf Kundenbelangen (Erhaltung und Erweiterung des Kundenstamms) sowie auf Arbeitnehmerbelangen (Mitarbeiterfluktuation, -zufriedenheit).

E. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage der EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 leicht verbessert und das Eigenkapital wurde weiter erhöht. Wie im Vorjahr, beträgt das Stammkapital der Firma 1.000.000,-€.

1. Ertragslage

Der Umsatz lag unter den Erwartungen. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gefallenen Edelstahlpreise zurückzuführen. Starke Abwertungsverluste hatten eine deutliche Verringerung der Gesamtmarge zur Folge. Die relevanten Kennzahlen werden in EUR dargestellt:

A. Kennzahlen zur Erfolgslage
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.310.190,24 7.313.878,49
Umsatzerlöse 46.570.126,98 61.574.560,16
Umsatzrendite in %
(Umsatzrendite I in %) 2,81 11,88
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.310.190,24 7.313.878,49
Eigenkapital 10.606.838,16 9.996.647,92
Eigenkapitalrendite in % 12,35 73,16
Cashflow 1.622.656,35 7.565.423,71
Eigenkapital 10.606.838,16 9.996.647,92
Eigenkapitalrendite in %auf Cashflow 15,30 75,68
Jahresüberschuss/-fehlbetrag
+ Zinsen u.ä.Aufwendungen 1.321.452,52 7.326.047,54
Bilanzsumme 17.130.196,70 18.311.689,64
Gesamtrendite in % 7,71 40,01
E (Earnings)
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.310.190,24 7.313.878,49
E 1.310.190,24 7.313.878,49
EBT (Earnings Before Taxes)
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.310.190,24 7.313.878,49
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 649.124,45 3.742.897,84
EBT 1.959.314,69 11.056.776,33
EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.310.190,24 7.313.878,49
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 649.124,45 3.742.897,84
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.262,28 12.169,05
EBIT 1.970.576,97 11.068.945,38
EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.310.190,24 7.313.878,49
+ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 649.124,45 3.742.897,84
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.262,28 12.169,05
+ Abschreibungen (auf immat. VGdAV und SAV + VGdUV) 312.466,11 251.545,22
EBITDA 2.283.043,08 11.320.490,60
Hier die Kennzahlen zur Finanzlage des Unternehmens in EUR:
Forderungen aus Lieferungen
Leistungen x 360 Tage 2.175.789,60 2.728.818,40
Umsatzerlöse 46.570.126,98 61.574.560,16
Laufzeit der ForderungenLuL in Tagen 17 16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
Leistungen x 360 Tage 715.727,47 632.710,12
Materialaufwand 37.282.187,57 43.375.766,53
Laufzeit der ForderungenLuL in Tagen 7 5
3. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH belief sich zum 31.12.2023 auf
EUR 17.153.272,86 (EUR 18.311.689,64). Sie hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 6,33 % vermindert.
An der Bilanzsumme hat das Umlaufvermögen einen Anteil von 81,88 %. Dies ist für ein
Unternehmen der Handelsbranche kennzeichnend. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im
Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben.
Eigenkapital 10.606.838,16 9.996.647,92
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Eigenkapitalquote in % 61,84 54,59
Rückstellung 3.616.893,51 5.521.852,46
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Rückstellungsquote in % 21,09 30,15
Verbindlichkeiten 2.929.101,65 2.792.866,50
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Verbindlichkeitsquote in % 17,08 15,25
Verbindlichkeiten aus LuL 715.727,47 632.710,12
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Verbindlichkeitenquote in % 4,17 3,46
Anlagevermögen 3.075.749,50 1.820.955,50
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Anlagenintensität in % 17,93 9,94
Vorräte 4.063.297,41 6.700.711,81
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Vorratsintensität in % 23,69 36,59
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.207.540,58 3.613.155,29
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Forderungsquote in % 18,70 19,73
Forderungen und Lieferungen
Leistungen 2.175.789,60 2.728.818,40
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Forderungsquote LuL in % 12,68 14,90
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.774.928,64 6.138.618,19
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
Quote der flüssigen Mittel in % 39,50 33,52
Bilanzsumme 17.153.272,86 18.311.689,64
- Eigenkapital 10.606.838,16 9.996.647,92
- Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten 6.774.928,64 6.138.618,19
Nettoverschuldung -228.493,94 2.176.423,53
Eigenkapital 10.606.838,16 9.996.647,92
Anlagevermögen 3.075.749,50 1.820.955,50
Anlagendeckung in % 344,85 548,98

F. Zukünftige Entwicklung/Prognose

Das Unternehmen geht für das Jahr 2024 von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingen auf niedrigem Niveau aus. Eine schwache Nachfrage und eine mögliche Reduzierung der Preise für den Edelstahl, könnten einen weiteren Umsatzrückgang zur Folge haben. Zusätzliche Lagerflächen sollen in 2024 für den Ausbau des Maschinenparks genutzt werden. So ist die Installation einer Säge und einer zusätzlichen Laseranlage geplant. Das Angebot für die Kunden soll hierdurch weiter verbessert werden, was sich positiv auf den Umsatz und die Margen auswirken müsste.

Der Umsatz sollte in etwa dem des Jahres 2023 entsprechen. Die zugrunde liegende Annahme ist aber hier, dass sich die Rahmenbedingungen in der Wirtschaft nicht überraschend weiter verschlechtern.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist sichergestellt. Es stehen neben dem Eigenkapital ausreichend Linien der Hausbanken zur Verfügung.

G. Risiken

Volatile Preisentwicklungen können den Wert des Lagers schmälern, ein signifikanter Preisverfall hätte negative Folgen bezüglich der Rendite (Marktpreisrisiko). Auch Ausfälle von Schneidmaschinen im Unternehmen hätten enorme Auswirkungen auf Absatz und Umsatz. Generell wäre eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Europa nachteilig. Je nach weiterem Verlauf des Krieges in der Ukraine lassen sich die möglichen negativen Folgen derzeit nicht verlässlich quantifizieren. Aufgrund unserer Flexibilität bezüglich Beschaffung und Absatz (keine langfristigen Liefer- oder Abnahmeverpflichtungen), sehen wir für unser Unternehmen keine bestandsgefährdenden Risiken. Auf Marktveränderungen kann schnell reagiert werden. Es bestehen keine Währungsrisiken, da in Euro kalkuliert und fakturiert wird. Liquiditätsrisiken bestehen aus unserer Sicht ebenfalls nicht. Gegen den Ausfall von Forderungen ist man durch eine Warenkreditversicherung weitestgehend abgesichert.

H. Chancen

Eine sich verbessernde Konjunktur würde dem Unternehmen helfen, die gesetzten Ziele zu erreichen. Die weiter optimierten innerbetrieblichen Abläufe und Strukturen, sowie die geplanten Investitionen sollten zu einem profitableren Ergebnis führen.

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage würde der Branche helfen, gute Margen zu generieren. Die weitere Erfahrung der Mitarbeiter wird zu einer höheren Effizienz der "EST" beitragen.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert fortgeführt.

 

Hattingen, den 24. Januar 2024

Tasha Peryschkin, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.075.749,50 1.820.955,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,50 3,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
II. Sachanlagen 3.025.746,00 1.770.952,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.633,00 27.864,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.437.487,00 790.923,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.173.626,00 952.165,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 366.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 50.000,00 50.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
B. Umlaufvermögen 14.045.766,63 16.452.485,29
I. Vorräte 4.063.297,41 6.700.711,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.207.540,58 3.613.155,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 81.723,67 82.283,67
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.774.928,64 6.138.618,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.756,73 38.248,85
Summe Aktiva 17.153.272,86 18.311.689,64

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.606.838,16 9.996.647,92
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 8.296.647,92 1.682.769,43
III. Jahresüberschuss 1.310.190,24 7.313.878,49
B. Rückstellungen 3.616.893,51 5.521.852,46
C. Verbindlichkeiten 2.929.101,65 2.792.866,50
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 2.017.161,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.000.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 2.017.161,73
2. sonstige Verbindlichkeiten 929.101,65 775.704,77
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 928.971,65 775.704,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 130,00
D. Passive latente Steuern 439,54 322,76
Summe Passiva 17.153.272,86 18.311.689,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.636.680,21 18.350.480,48
2. Personalaufwand 3.115.806,85 2.964.431,32
a) Löhne und Gehälter 2.531.190,20 2.418.921,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 584.616,65 545.509,70
davon für Altersversorgung 27.708,00 25.146,00
3. Abschreibungen 312.465,11 251.545,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 312.465,11 251.545,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.376.372,76 4.084.589,98
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 118,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138.839,48 19.534,81
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.262,28 12.169,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 649.124,45 3.742.897,84
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 134,72
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 116,78
8. Ergebnis nach Steuern 1.310.488,24 7.314.381,88
9. sonstige Steuern 298,00 503,39
10. Jahresüberschuss 1.310.190,24 7.313.878,49

Anhang zum Jahresabschluss per 31.12.2023

der EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH, Hattingen

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

IV. Angaben zur Bilanz

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

VI. Ergänzende Angaben und Erläuterungen

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft wird unter der Firma EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH, Hattingen, beim zuständigen Amtsgericht Essen unter der Nummer HR B 25666 im Handelsregister geführt.

Die Gesellschaft wurde durch notarielle Urkunde vom 21.07.2014 des Notars gegründet. Sitz der Gesellschaft ist Hattingen.

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Anarbeitung von Stahl, Edelstahl und sonstigen Metallen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB, da Sie an zwei Stichtagen aufeinanderfolgender Geschäftsjahre die Größenkriterien überschritten hat.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den gesetzlichen Vorschriften des §§ 238ff. (264ff.) HGB erstellt. Des Weiteren wurden die Regelungen des GmbHG beachtet.

Zusätzliche Angaben im Sinne des § 264 (2) S. 2 HGB sind entbehrlich, da keine besonderen Umstände in diesem Sinne vorliegen.

Abweichungen in der Gliederung der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung zum letzten Geschäftsjahr liegen nicht vor, so dass Erläuterungen im Sinne des § 265 (1) S. 2 HGB unterbleiben können.

Die Vergleichbarkeit im Sinne des 265 (2) HGB ist gegeben, so dass Erläuterungen im Sinne des § 265 (2) S. 2, 3 HGB ebenfalls unterbleiben können.

Mehrere Geschäftszweige im Sinne des § 265 (4) HGB liegen nicht vor.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Dabei sind die angewandten Methoden, unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit, durchweg an den ertragsteuerlichen Vorschriften ausgerichtet worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu Euro 800,00 werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Bei den Vorräten werden die Waren mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich mit dem Nominalwert bewertet und wurden pauschal mit 1% der Netto-Forderungen wertberichtigt.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen wurden die Nominalwerte angesetzt.

Liquide Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgte zum Nennwert.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Währungsverbindlichkeiten werden mit durchschnittlichen Kursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten gesichert.

Abweichungen in der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Vorjahr liegen nicht vor.

Abweichungen im Sinne des § 284 (2) Nr. 3 HGB liegen nicht vor.

Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Anschaffungskosten mit einbezogen.

Der im Geschäftsjahr 2014 entgeltlich erworbene Firmenwert wurde wie ein Vermögensgegenstand aktiviert und auf eine Nutzungsdauer in Höhe von 5 Jahren abgeschrieben.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage beigefügt.

Angaben im Sinne des § 285 Nr. 11 und Nr. 11b HGB können aufgrund von § 286 (3) HGB unterbleiben. EUR 16.735,95 betreffen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände, die aufgrund einer steuerlichen Betriebsprüfung am Anfang des Geschäftsjahres handelsrechtlich als zugegangen galten.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH Handel und Anarbeitung von Stahl, Edelstahl, Hattingen

Anschaffungs-, kosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge
EUR
Kummulierte Abscheibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 165.462,61 € 165.459,61 € 3,00 € 3,00 €
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 € 49.999,50 € 0,50 € 0,50 €
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 215.462,61 € 215.459,11 € 3,50 € 3,50 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.277,03 € 25.895,25 € 11.818,78 € 4.333,25 € 48.633,00 € 27.864,00 €
-1.720,50 €
2. technische Anlagen und Maschinen 1.368.325,06 € 736.028,17 € 647.096,03 € 141.370,17 € 1.437.487,00 € 850.459,00 €
-19.770,20 €
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.596.119,49 € 412.846,69 € 724.148,44 € 166.761,69 € 1.173.626,00 € 952.165,00 €
-111.191,74 €
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 € 366.000,00 € 0,00 € 366.000,00 € 0,00 €
Summe Sachanlagen 3.000.721,58 € 1.540.770,11 € 1.383.063,25 € 312.465,11 € 3.025.746,00 € 1.830.488,00 €
-132.682,44 €
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 € 0,00 € 50.000,00 € 50.000,00 €
Summe Finanzanlagen 50.000,00 € 0,00 € 50.000,00 € 50.000,00 €
Summe Anlagevermögen 3.266.184,19 € 1.540.770,11 € 1.598.522,36 € 312.465,11 € 3.075.749,50 € 1.880.491,50 €
-132.682,44 €

2. Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen wurde mit den Anschaffungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip im Sinne des § 253 (4) HGB wurde beachtet.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Es wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag abgegrenzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag sind.

4. Latente Steuern

Die latenten Steuern in Höhe von Euro 439,54 beruhen auf der abweichenden Abschreibung des Firmenwertes, anderer derivat erworbenen Rechte, Maschinen und Betriebsausstattungen zwischen Handels- und Steuerrecht. Diese Bilanzposten weisen in der Handelsbilanz einen Ansatz in Höhe von zusammen Euro 1.831.602,50 gegenüber Euro 1.830.303,00 in der Steuerbilanz auf.

Für die Bewertung der latenten Steuern wurde ein Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15,00% und ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,50% herangezogen.

Hinzu kommt die Gewerbesteuer. Hier ergibt sich bei einer Messzahl in Höhe von 3,50% und einem Hebesatz in Hattingen im Jahr 2022 in Höhe von 515,00% eine Gewerbesteuerbelastung in Höhe von 18,03%.

Es ergibt sich somit eine kombinierte Ertragssteuerbelastung in Höhe von 33,85%.

5. Gezeichnetes Kapital

Es handelt sich um das vollständig eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft. Das Stammkapital wurde im Jahr 2022 um Euro 925.000,00 auf Euro 1.000.000,00 erhöht. Diese Einlage wurde durch Gesellschaftsmittel herbeigeführt.

6. Sonstige Rückstellungen

Unter dieser Position sind die Rückstellung für die Urlaubskosten, die Aufbewahrung für die Jahresabschlussunterlagen, die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und sonstige Rückstellungen zusammengefasst. Bei den sonstigen Rückstellungen ist insbesondere die Rückstellung für ausstehende Rechnungen zu nennen.

7. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 268 (7) HGB liegen nicht vor. Angaben zum Risiko der Inanspruchnahme im Sinne des § 285 NR. 27 HGB sind somit entbehrlich.

8. Verbindlichkeiten

Es sind keine Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1a HGB vorhanden. Zur Absicherung des Darlehens bei der Commerzbank in Höhe von Euro 2.000.000,00 wurde der Warenbestand sicherungsübereignet (§ 285 Nr. 1b HGB). Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Euro 434.675,13 (Vj. Euro 338.991,63) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von Euro 2.938.651,72. Davon haben Euro 794.791,62 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

10. Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter

Es bestehen weder lang- noch kurzfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten im Bezug zu dem Gesellschafter im Sinne § 42 (3) GmbHG.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Gliederungsverfahren

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB aufgestellt.

Es wird von dem Wahlrecht im Sinne des § 276 S. 1 HGB Gebrauch gemacht und die Posten § 275 (2) Nr. 1 bis 5 HGB unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammengefasst.

2. Schutzklausel

Von der Schutzklausel nach § 276 (2) HGB bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse wird Gebrauch gemacht.

VI. Ergänzende Angaben und Erläuterungen

1. Geschäftsführung der Gesellschaft

Geschäftsführerin ist

Frau Tasha Peryschkin, Oberhausen, Kauffrau

Angaben gemäß § 285 Nr. 9a und Nr. 9b HGB werden Aufgrund § 286 (4) HGB nicht gemacht.

2. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 70 (Vorjahr 69) Mitarbeiter beschäftigt.

Diese teilen sich in folgende Gruppen auf:

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte 69 (Vorjahr 69)
Geringfügig entlohnte Beschäftigte 1 (Vorjahr 0)

3. Gesamthonorar vom Abschlussprüfer

Diese Angabe unterbleibt bis zur Aufforderung durch die Wirtschaftsprüferkammer im Sinne § 288 (2) HGB.

4. Vorgänge 2024

Der Ukrainekrieg sorgt, insbesondere durch Auswirkungen auf den Energiesektor, für Unruhe am Markt. Eine verlässliche Quantifizierung der Auswirkungen auf unser Unternehmen lässt sich nicht vornehmen. Ein daraus resultierendes bestandsgefährdendes Risiko sehen wir für unser Unternehmen nicht.

5. Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hattingen, den 24. Januar 2024

Tasha Peryschkin, Geschäftsführerin

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach Beendigung meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlage 1 bis 3) und dem Lagebericht (Anlage 4) der EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH, Hattingen, unter dem Datum vom 06. März 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH 45527 Hattingen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der EST Edelstahl-Schneidtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter analoger Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter analoger Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und analog den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Duisburg, den 06. März 2024

Thomas Theysen, Wirtschaftsprüfer

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