Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 480319
Eingetragen
19.1.1982
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungGroßhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten Stoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Werkzeug- und Maschinenbau sowie insbesondere die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Maschinen und Werkzeugen aller Art, insbesondere im Bereich der Bearbeitung durch Funkenerosion und Fräsen, insbesondere mit Produkten unter der Bezeichnung EXERON, MULTIFORM, WALTER und DIGMA

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Dr. Prothmann
seit 9.1.2025
Geschäftsführer
Stefan Pross
seit 15.11.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAFELL Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MAFELL Aktiengesellschaft
Germany
2500000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EXERON GmbH

Oberndorf am Neckar

Jahresabschluss zum 30. September 2023

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf, Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war einerseits geprägt durch das globale Fortbestehen der so genannten "Poly-Krisen", mit denen sich inzwischen Experten und Expertinnen aus der Wissenschaft beschäftigen. Diese stehen aber erst am Beginn eines Verständnisses der Wirkungszusammenhänge dieser komplexen Zustände.

(Quelle: Plattform Nachhaltigkeits-Projekte der Bertelsmann Stiftung, Ole Wintermann, Zukunft der Nachhaltigkeit - Bertelsmann Stiftung. Multiple Krisen in 2022 und neuer Schwung für 2023., Stand 21.12.2022).

Während im Berichtszeitraum das Auslaufen der Corona-Pandemie zu beobachten war, schwächten sich die Beschaffungsschwierigkeiten in den globalen Lieferketten der Wirtschaft ab. Bei Stahl- und Elektronikkomponenten waren weitere Anstrengungen zur Absicherung der Vorproduktversorgung erforderlich.

Der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde weitergeführt und die daraus entstandenen wirtschaftlichen Verwerfungen hielten die Inflationsrate in den ersten 5 Monaten des Geschäftsjahres bei über 8 %. Bis zum Ende des Geschäftsjahres sank diese stufenweise bis auf 4,5 %. Der das Geschäftsklima in Deutschland beschreibende Ifo-Index startete in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres eine Erholungsphase (von 84,3 auf 93,6 im April 2023). Danach gab er besonders im Mai und Juni 2023 wieder stark nach und lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 85,7.

In China sanken die Importpreise von 110,9 % im Oktober 2022 sukzessive auf zwischenzeitlich 90,9 % im Juli 2023. Zum Ende des Geschäftsjahres im September 2023 lagen die Importpreise bei einem Wert von 97,0 % bezogen auf den verwendeten Vergleichswert.

(Quelle: https://de.tradingeconomics.com/china/import-prices)

In den USA zeigte der Einkaufsmanagerindex (EM-Index) für das Verarbeitende Gewerbe starke Ausschläge beginnend mit 50,7 im Oktober 2022. Danach lag der EM-Index bis auf den Monat April 2023 immer unter dem Wert von 50, welcher damit ein Schrumpfen der betrachteten Wirtschaft beschreibt. Der niedrigste Wert in diesem Zeitraum lag bei 46,2. Im September 2023 wurde ein Wert von 49,8 ausgewiesen.

(Quelle: https://de.tradingeconomics.com/united-states/manufacturing-pmi)

Andererseits konnte trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen ein Umsatz von 25,0 Mio. EUR (VJ 20,3 Mio. EUR) erwirtschaftet werden und dies gerade auch in den Gebieten mit keinem oder wenig Wachstum. Die ursprünglich geplante Umsatzsteigerung von 18 % konnte mit 23 % übertroffen werden. Die Gesamtleistung lag mit 23,4 Mio. EUR 8,5 % über dem Vorjahresniveau von 21,6 Mio. EUR.

Diese positiven Entwicklungen zeigen das zunehmende Kundeninteresse an den Leistungen unseres exogen-Erodiergenerators, die Präzisionssteigerungen für EDM- und HSC-Anwendungen sowie die gezielte Entwicklung ausgewählter Vertretungsgebiete.

Sehr positiv und synergetisch mit den Neumaschinen hat auch der Bereich für die professionelle Aufarbeitung von Gebrauchtmaschinen zu dieser Gesamtentwicklung beigetragen. Der Geschäftsbereich für Montagedienstleistungen hat einen weitgehend neutralen Betrag zum Ergebnis geliefert.

Insgesamt haben sich die Inlandsumsätze im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % erhöht, die Exporte erhöhten sich um 57,2 %. Der Grund für die deutlich gestiegenen Exporte liegt in der strategischen Entwicklung der Vertretungsgebiete.

Der Pro-Kopf-Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 27,4 %.

Am Bilanzstichtag waren 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (VJ 125).

Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende betrug 5,2 Mio. EUR (VJ 8,6 Mio. EUR).

2. Lage der Gesellschaft

2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 25,0 Mio. EUR (VJ 20,3 Mio. EUR). Davon wurden 13,8 Mio. EUR im Inland (VJ 13,2 Mio. EUR) und 11,2 Mio. EUR im Ausland realisiert (VJ 7,1 Mio. EUR). Die auf 24,1 Mio. EUR geplante Umsatzsteigerung konnte damit erreicht und überschritten werden. Die Gesamtleistung des Unternehmens erhöhte sich auf 23,4 Mio. EUR (VJ 21,6 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis betrug -0,3 Mio. EUR (VJ -1,0 Mio. EUR). Ursächlich für ein Nichterreichen eines positiven Ergebnisses waren im Wesentlichen höhere Personalaufwendungen durch ursprünglich nicht geplante, jedoch insgesamt sinnvolle Sonderzahlungen an Beschäftigte sowie deutlich höhere Vertriebsprovisionen als Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Materialaufwandsquote sank auf 43,6 % (VJ 48.1 %).

Die Personalaufwendungen reduzierten sich einerseits durch die geringere durchschnittliche Beschäftigtenzahl um absolut 3,4 %, andererseits erhöhte sich der Personalaufwandanteil an der Gesamtleistung von 36,6 % auf 38,1 % durch Sonderzahlungen und Honorierung der höheren Mitarbeiterqualifikation. Der Rückgang der Beschäftigtenzahl resultiert überwiegend aus der Umstellung von 3-Schicht auf 1-Schicht bei den Montagedienstleistungen als Reaktion auf die dort reduzierte Auftragslage.

Die Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter sowie Sachanlagen reduzierten sich um 38,8 %. Dies resultiert überwiegend aus dem Verkauf des Produktionsgebäudes im vorigen Geschäftsjahr. Im Gegenzug führten aber das Entstehen neuer und die Erhöhung der vorhandenen Mietzahlungen zu einer Aufwandserhöhung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche diese Aufwandsreduzierung bei der Abschreibung wieder mehr als kompensiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen mit 20,9 % (VJ 18,9 %) bezogen auf die Gesamtleistung deutlich an. Innerhalb dieser Position wurden bei operativen Themen zwar Kosteneinsparungen realisiert, bei strategischen Aufgaben jedoch Zusatzaufwendungen eingesetzt. Besonders die Entwicklung der Vertriebsgebiete und die technischen Entwicklungen wirkten hier aufwandserhöhend.

Das Jahresergebnis betrug - 0,54 Mio. EUR (VJ -0,81 Mio. EUR). Damit wurde das ursprünglich geplante Jahresergebnis von - 0,4 Mio. EUR in der Summe nicht erreicht.

Während des gesamten Geschäftsjahres waren wir erneut mit Forderungen nach Preiserhöhungen seitens unserer Lieferanten konfrontiert. Diese Forderungen sind begründet in den noch vorhandenen Störungen der Lieferketten und der immer noch vorhandenen Verknappung einzelner Bauteile. Gegen Ende des Geschäftsjahres zeichneten sich hierbei aber Verbesserungen ab.

Durch vorausschauende Disposition und konsequente Verhandlungen konnte die Materialversorgung einerseits weitgehend sichergestellt und andererseits die Preiserhöhungen im gerade so vertretbaren Rahmen gehalten werden.

2.2 Finanzlage

Die liquiden Mittel zum Geschäftsjahresende beliefen sich auf 0,4 Mio. EUR (VJ 2,4 Mio. EUR), der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit war negativ und betrug -1,9 Mio. EUR (VJ -0,6 Mio. EUR).

Die Verschlechterung beim Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen begründet im Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, im Rückgang der Sonstigen Verbindlichkeiten durch Rückgang der Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie im gegenüber dem Vorjahr weiteren Bestandsaufbau bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zur Absicherung der Lieferfähigkeit.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -0,4 Mio. EUR (VJ 3,3 Mio. EUR).

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei -0,2 Mio. EUR (VJ -0,8 Mio. EUR). Der Rückgang begründet sich neben dem planmäßigen Kapitaldienst in der geringeren Aufnahme sowie geringer zusätzlicher Tilgung von Krediten und den gestiegenen Zinsaufwendungen. Die Zinsaufwendungen sind in der Höhe auch beeinflusst durch Zwischenfinanzierung der Muttergesellschaft Mafell AG über 0,4 Mio. EUR, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Das Darlehen ist mittlerweile wieder getilgt.

Die Absicherung der Materialversorgung zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit wurde über frühzeitige Disposition und Erhöhung der Materialbestände realisiert, wodurch zusätzliche Liquidität gebunden wurde.

2.3 Vermögenslage

Aufgrund der weitgehend neuwertigen Gebäude- und Geschäftsausstattung waren hier weiterhin nur geringfügige Ersatzinvestitionen erforderlich. Diese betrugen im Berichtsjahr insgesamt 0,4 Mio. EUR (VJ 0,2 Mio. EUR) und wurden insbesondere für die Knowhow-Entwicklung von Erodiertechnologien, Entwicklungen zur Verbesserung der Genauigkeit, innovative Messtechnik und IT-Infrastruktur eingesetzt. Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt 2,29 Mio. EUR (VJ 2,15 Mio. EUR).

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind gegenüber dem Vorjahr um 13,3 % angestiegen. Die Bestände an Halbfertigerzeugnissen und Fertigerzeugnissen reduzierten sich um insgesamt 22,6 %.

Die Eigenkapitalquote ging vor allem durch den Jahresfehlbetrag auf 43,7 % (VJ 45,7 %) zurück.

Durch das konsequente Forderungsmanagement lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Jahresverlauf vergleichsweise auf niedrigem Niveau. Allerdings führt die starke Ausliefertätigkeit zum Ende des Geschäftsjahres zu einem Anstieg dieser Forderungen um 58,1 %. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um absolut 0,1 Mio. EUR gestiegen.

Die Rückstellungen erhöhten sich um 26,9 %, bei einer Höhe von 2,0 Mio. EUR (VJ 1,6 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um 2,7 %.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Berichterstattung über das Risikomanagement - Ziele und Methoden

Den allgemeinen unternehmerischen und konjunkturellen Risiken tragen wir durch eine detaillierte Planung, klare Budgetierung sowie eine systematische zeitnahe Auswertung und monatliche Analyse wichtiger Kennzahlen im Soll-Ist-Vergleich Rechnung. Dadurch waren und sind wir in der Lage, Abweichungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten.

3.2. Erläuterungen zu einzelnen Chancen- und Risikokategorien

Gemäß einer Studie von PwC blickt die Mehrheit von befragten Maschinenbau-Unternehmen (53 %) pessimistisch auf die Entwicklungen im Jahr 2024, lediglich 15 % sehen für sich eine positive Entwicklung. (Quelle: PWC vom 20.12.2023, https://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2023/deutscher-maschinenbau-duesterer-ausblick-auf-das-jahr-2024.html). Den darin enthaltenen Risiken werden wir wie folgt begegnen:

Innovationsrisiken begegnen wir durch eine konsequente Wettbewerbsbeobachtung und den regelmäßigen Austausch mit Kunden, Vertriebspartnern, Lieferanten und anderen Marktteilnehmern. Auf Grundlage der so gewonnenen Erkenntnisse richten wir unsere Produkte im Rahmen spezifischer Entwicklungsprojekte an den Bedürfnissen des Marktes aus.

Dem Einfluss der gesteigerten Branchen- und Marktrisiken tragen wir neben einem breiten Kundenstamm mit der Lieferung in verschiedene Abnehmerbranchen und Zielmärkte sowie möglichst flexiblen Kostenstrukturen Rechnung. Zusätzlich arbeiten wir weiter an Maßnahmen zum direkteren Kundenzugang, der Ausnutzung von Kooperationspotenzialen sowie Vertiefung der Möglichkeiten zur Belieferung von Serienproduzenten.

Herausfordernd sehen wir weiterhin die qualifizierte Personalbeschaffung in den Bereichen Service, Inbetriebnahme und Innovation.

Durch die erforderliche Sicherheit für die Lieferfähigkeit und dadurch hohen Beständen an Zukaufteilen bei gleichzeitiger Verschlechterung der Wirtschaftsindikatoren, legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Liquiditätssicherung. Zu diesem Zweck werden die Hausbanken proaktiv und regelmäßig über die Situation mündlich und in Form eines Bankenberichtes informiert.

Risiken sehen wir trotz des hohen Rohmaterialbestandes weiterhin auf der Materialseite bei der Beschaffung einzelner Schlüsselkomponenten. Dem begegnen wir u.a. durch eine Second-Source-Strategie und mit langfristigen Beschaffungsvereinbarungen, der Bestellung größerer Lose und der Bildung von Sicherheitsbeständen.

Etwaige Fremdwährungsrisiken werden durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgedeckt.

Zum Bilanzstichtag liegen keine entsprechenden Geschäfte vor.

Konjunkturbedingt kann sich die Insolvenzgefahr auf Kundenseite erhöhen. Hier sorgen wir durch ein stringentes Forderungsmanagement für eine Risikominimierung.

Für weitere Risiken sorgt das durch Russland verursachte Kriegsgeschehen mit Wirkungen auf Energieversorgung und Unsicherheiten in den Lieferketten. Der in Nahost entstandene weitere kriegerische Konfliktherd erhöht die auch sonst vorhandenen Risiken mit unklarer Entwicklung der Inflation, Investitionszurückhaltung als Reaktion auf Unsicherheit, die politische Entwicklung in China und den USA, ein hohes Zinsniveau, eine mögliche Rezession, rückläufige Bonität auf Kundenseite und zunehmende Cyberrisiken. Wir beobachten diese Entwicklung daher weiterhin eng.

Auf der Chancenseite arbeiten wir weiter intensiv an den herausgearbeiteten zusätzlichen Wachstums-Potenzialen.

4. Prognosebericht - voraussichtliche Entwicklung

Die eingeleiteten strategischen Maßnahmen und Erschließung der zusätzlichen Wachstumspotenziale haben bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Wirkung entfaltet. Wir werden diese daher im neuen Geschäftsjahr fortsetzen. Ein verstärkter Schwerpunkt werden hierbei Antworten auf jene Kundenbedarfe sein, die durch den zunehmenden Mangel an Fachpersonal, den starken Forderungen nach Wirtschaftlichkeit und dem Interesse an Work-Life-Balance auf Beschäftigtenseite ausgelöst sind.

Für das neue Geschäftsjahr planen wir unter den genannten Risiken und Chancen eine kleine Umsatzsteigerung. Diese Planung beinhaltet auch die Fortsetzung der Erschließung von Auslandsmärkten.

Mit dieser Umsatzplanung erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr ein Jahresergebnis im niedrigen sechsstelligen Bereich, welcher maßgeblich durch die gezielte Personalentwicklung, die weiterhin starke Investition in die Zukunftsentwicklungen und die verbesserte Beschaffungssituation begründet ist. Die Liquiditätsplanung ist auf diese Wachstumsentwicklung hin abgestimmt und wird fortlaufend überwacht.

Bei der Beschäftigtenzahl rechnen wir mit einer leichten Zunahme. Für den planmäßigen Wechsel in der Geschäftsleitung zum Ende des Geschäftsjahres sorgen wir mit der bereits erfolgten Bestellung des Nachfolgers für eine gründliche Einarbeitung zur Fortsetzung der Strategie. Darüber hinaus werden wir mit erheblicher Kostendisziplin auf der Ausgabenseite weiter agieren.

 

Oberndorf a.N., den 5. Februar 2024

exeron GmbH, Oberndorf a.N.

Die Geschäftsführer

gez. Bernfried Fleiner

gez. Thomas Sjösten

gez. Steffan Pross

gez. Rigo Züfle

Bilanz

AKTIVA

EUR Vorjahr
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 195.397,00 222
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.465.910,45 1.309
1.661.307,45 1.531
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 40.274,00 52
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.698,22 98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.940,42 472
631.912,64 622
2.293.220,09 2.153
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 12.102.847,85 12.165
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 134.351,04 1
2. Übrige Forderungen 3.997.666,30 2.564
4.132.017,34 2.565
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 374.871,65 2.453
16.609.736,84 17.183
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 141.290,28 66
19.044.247,21 19.402

PASSIVA

EUR Vorjahr
TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.278.229,70 1.278
II. Kapitalrücklage 596.859,08 597
III. Gewinnvortrag 6.987.449,31 7.796
IV. Jahresfehlbetrag -539.585,69 -808
8.322.952,40 8.863
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.987.235,11 1.566
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.781.761,05 3.676
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.722.602,93 3.366
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.223.237,66 1.925
8.727.601,64 8.967
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.458,06 6
19.044.247,21 19.402

Gewinn- und Verlustrechnung

EUR Vorjahr
TEUR
1. Rohergebnis 13.814.677,59 11.826
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.510.903,07 6.596
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.432.488,81 1.308
8.943.391,88 7.904
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 279.933,95 458
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.899.411,73 4.090
14.122.737,56 12.452
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.728,33 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 232.446,48 165
-223.718,15 -165
7. Ergebnis nach Steuern -531.778,12 -791
8. Sonstige Steuern 7.807,57 17
9. Jahresfehlbetrag -539.585,69 -808

Anhang

I. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Allgemeine Erläuterungen

Die exeron GmbH hat ihren Sitz in Oberndorf am Neckar und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 480319 eingetragen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB und die Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB angewandt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

b) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Der aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig linear über 10 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde auf Basis von Planungsunterlagen ermittelt.

Die Zugänge wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis und die direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Lieferantenskonti sind abgesetzt. Die Zugänge wurden linear abgeschrieben.

Seit dem 1. Januar 2018 werden selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 im Anschaffungsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugang und als Abgang erfasst.

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres schließen auch die Abschreibungen auf die im Geschäftsjahr abgegangenen Vermögensgegenstände ein.

Die Abgänge werden zum Restbuchwert im Zeitpunkt des Ausscheidens (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen) ausgebucht.

c) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bei Ermittlung der Herstellungskosten werden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden dabei ausreichend durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die allgemeinen Kreditrisiken der Forderungen werden durch eine Pauschalwertberichtigung gedeckt.

e) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt; alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt.

f) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Grundlagen für die Umrechnung von Währungsposten

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag. Sofern diese zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben, wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag der Umrechnung zugrunde gelegt. Die dabei resultierenden Kursgewinne bzw. Kursverluste werden gesondert im Anhang ausgewiesen.

II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Entwicklung der Abschreibungen des Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 277.342,77 0,00 0,00 277.342,77
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.769.571,73 209.114,47 0,00 1.978.686,20
2.046.914,50 209.114,47 0,00 2.256.028,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 241.228,57 0,00 1,00 241.227,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.454.790,58 37.732,90 0,00 1.492.523,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.696.890,95 173.877,58 26.084,87 1.844.683,66
3.392.910,10 211.610,48 26.085,87 3.578.434,71
5.439.824,60 420.724,95 26.085,87 5.834.463,68
Kumulierte Abschreibungen
1.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
30.9.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 54.994,77 26.951,00 0,00 81.945,77
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 460.988,28 51.787,47 0,00 512.775,75
515.983,05 78.738,47 0,00 594.721,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 189.037,57 11.917,00 1,00 200.953,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.356.995,36 24.829,90 0,00 1.381.825,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225.379,53 164.448,58 26.084,87 1.363.743,24
2.771.412,46 201.195,48 26.085,87 2.946.522,07
3.287.395,51 279.933,95 26.085,87 3.541.243,59
Buchwerte
30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 195.397,00 222.348,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 1.465.910,45 1.308.583,45
1.661.307,45 1.530.931,45
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 40.274,00 52.191,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.698,22 97.795,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.940,42 471.511,42
631.912,64 621.497,64
2.293.220,09 2.152.429,09

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgenstände haben wie im Vorjahr Laufzeiten bis zu einem Jahr.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen unsere Alleingesellschafterin, der MAFELL AG, Oberndorf a. N.

Sie betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

4. Gezeichnetes Kapital

Die MAFELL AG, Oberndorf a.N., ist zu 100,00 % am gezeichneten Kapital unserer Gesellschaft beteiligt.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 30. September 2023

Gesamt
EUR
unter 1 Jahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.781.761,05 1.985.694,01
Vorjahr 3.676,036,64 1.613.049,67
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.722.602,93 3.722.602,93
Vorjahr 3.366.233,27 3.366.233,27
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.223.237,66 1.223.237,66
Vorjahr 1.925.505,36 1.925.505,36
8.727.601,64 6.931.534,60
Vorjahr 8.967.775,27 6.904.788,30

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 177 (i. Vj. TEUR 378).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Grundschulden besichert sind, beträgt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0).

6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber unserer Alleingesellschafterin, der MAFELL AG, Oberndorf a.N.

Sie betreffen in Höhe von TEUR 3.700 (i. Vj. TEUR 3.300) Darlehensverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 23 (i. Vj. TEUR 66) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

7. Rohergebnis

Das Rohergebnis enthält Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 245), Erträge aus Schadenersatzleistungen (TEUR 74) sowie übrige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 70 (i. Vj. TEUR 61).

Darüber hinaus sind Währungsgewinne in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1) enthalten.

8. Personalaufwand

In der Unterposition b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 21) enthalten.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 462 (i. Vj. TEUR 173). Diese beinhalten Aufwendungen aus der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 196) sowie Forderungsverluste (TEUR 266). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von TEUR 3 (i. Vj. TEUR 1) enthalten.

10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 77 (i. Vj. TEUR 82) enthalten.

11. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.447.863,62 (Gewinnvortrag in Höhe von EUR 6.987.449,31 abzüglich Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 539.585,69) auf neue Rechnung vorzutragen.

III. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2023/2024ff
TEUR
Vorjahr
TEUR
Lieferantenrahmenverträge 1.318 1.858
Raum- und Lagermietverträge 1.236 1.236
Leasingverträge 196 250

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.131 (i. Vj. TEUR 1.131).

2. Geschäftsführer

Bernfried Fleiner, Schramberg

Thomas Sjösten, Donaueschingen

Rigo Züfle, Schramberg

Stefan Pross, Walldorf (seit 1. November 2023)

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da einer der Geschäftsführer keine Vergütung erhält.

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt 2022/2023 wurden 120 (i. Vj. 122) Mitarbeiter beschäftigt, wovon sich 5 (i.Vj. 5) noch in Ausbildung befanden.

4. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen ist die MAFELL AG, Oberndorf a. N.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MAFELL AG, Oberndorf a.N. einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt wird.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht bekannt.

 

Oberndorf a.N., den 5. Februar 2024

exeron GmbH, Oberndorf a.N.

Die Geschäftsführer

gez. Bernfried Fleiner

gez. Thomas Sjösten

gez. Rigo Züfle

gez. Stefan Pross

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die exeron GmbH, Oberndorf a. N.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der exeron GmbH, Oberndorf a. N., - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der exeron GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, der deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 5. Februar 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Carsten Grill, Wirtschaftsprüfer

gez. Martin Seybold, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Die Gesellschafter haben den Jahresabschluss am 16. Februar 2024 festgestellt.

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