Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 25473
Vorher
Gärtner + Klinger GmbH
Eingetragen
5.7.2005
Branche
Beschichten von MetallenBeteiligungsgesellschaftenVeredlung von Holzwaren
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Oberflächenbehandlung von Metallen (Oberflächentechnik) und die technische und betriebswirtschaftliche Betreuung von Kunden der Firmengruppe Collini.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philipp Ebner
seit 15.5.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Collini GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Collini GmbH
Austria
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Collini GmbH

Asperg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

der Collini GmbH, Asperg

Asperg

Unternehmen

Die Collini GmbH, Asperg ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Collini GmbH, Hohenems. Die Collini GmbH, Hohenems ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Collini Holding AG, Hohenems. Alle Unternehmen der Collini Gruppe sind in der Oberflächenveredelung tätig.

Geschäftsverlauf

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft galvanisiert metallische Werkstücke aus Stahl und Zinkdruckguss als Dienstleistung bzw. im Lohn. Die wichtigsten regionalen Märkte sind Deutschland, die Tschechische Republik, Italien, Österreich und die Schweiz. Es werden Kunden überwiegend in den strategischen Geschäftsfeldern Möbelbeschläge und Automotive bedient.

Die Einkaufspreise für die im Herstellungsprozess wesentlichen Buntmetalle fielen in Folge einer geringen Nachfrage kontinuierlich im Jahresverlauf. Im Jahresdurchschnitt lagen die EUR-Börsenpreise 2023 für die Metalle Kupfer (-6%), Nickel (-20%) und Zink (-26%) deutlich unter dem Vorjahr.

Geschäftsergebnis, Ertragslage

in TEUR 2023 2022 Veränderung Abw.
Umsatzerlöse 24.235 29.502 -5.267 -18%
Betriebsergebnis -2.249 -3.563 1.314 37%
Finanzergebnis -171 -201 30 15%
Ergebnis vor Steuern -2.420 -3.764 1.344 36%
Steuern 204 -729 933
Jahresfehlbetrag -2.216 -4.493 2.277 51%

Im Berichtsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 24,2 Mio. EUR erreicht. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 beträgt -18% bzw. -5,3 Mio. EUR und betrifft überwiegend Auftragsrückgänge im Geschäftsfeld Möbelbeschlag. In den anderen Geschäftsfeldern lag das Auftragsaufkommen auf Vorjahresniveau.

Der deutliche Mengenrückgang stellte die Gesellschaft vor Herausforderungen. Als Gegenmaßnahme wurden temporär Produktionskapazitäten zurückgefahren um Rohstoff- und Energieverbräuche sowie den Personaleinsatz an die reduzierte Nachfrage anzupassen. Die Gesellschaft nutzte im Berichtsjahr Kostensenkungsmöglichkeiten wie Kurzarbeit und Energiepreisbremsen. Nicht dringend benötige Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen wurden verschoben. Mit den gesetzten Maßnahmen konnte die Gesellschaft das negative Betriebsergebnis um EUR 1,3 Mio. auf EUR -2,2 Mio. senken.

Die für die Gesellschaft wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Ertragslage stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Tax - EBIT) 2023 2022
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern -2.420 -3.764
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 171 201
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern -2.249 -3.563
Umsatzrentabilität (Return on Sales - ROS)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse -9,3% -12,1%
Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity - ROE)
Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital *) -21,4% -64,7%

*) Eigenkapital am Beginn des GJ

Gesamtkapitalrentabilität (Return on Investment - ROI)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Gesamtkapital *) -11,3% -21,5%

*) Gesamtkapital am Beginn des GJ

Vermögenslage

in TEUR 2023 2022 Veränderung Abw.
Langfristiges Vermögen 15.403 16.708 -1.305 -8%
Kurzfristiges Vermögen 2.346 3.232 -886 -27%
Summe Aktiva 17.749 19.940 -2.191 -11%
Langfristiges Fremdkapital 1.028 1.069 -41 -4%
Kurzfristiges Fremdkapital 7.610 7.544 66 1%
Eigene Mittel 9.111 11.327 -2.216 -20%
Summe Passiva 17.749 19.940 -2.191 -11%

Die Abnahme des langfristigen Vermögens resultiert daraus, dass die laufenden Abschreibungen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen übersteigen.

Im Bereich des kurzfristigen Vermögens wurden im Berichtsjahr vor allem die Vorratsbestände (EUR - 0,4 Mio.) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR -0,5 Mio.) gesenkt.

Die Veränderungen beim langfristigen Fremdkapital betrifft Anpassungen bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und für Garantien.

Die Veränderungen beim kurzfristigen Fremdkapital beziehen sich auf den gestiegenen Rückstellungsbedarf für Drohverluste aus Energiekontrakte (EUR +0,5 Mio.) und Reorganisationsmaßnahmen (EUR +0,5 Mio.), welche durch geringere Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (EUR -0,5 Mio.) und Verbindlichkeiten gegenüber dem Cash Pool der Collini Gruppe (EUR -0,3 Mio.) ausgeglichen wurden.

Der Rückgang der eigenen Mittel um EUR -2,2 Mio. basiert auf dem Jahresfehlbetrag.

Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Vermögenslage stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022
Nettoverschuldung (Net Debt)
verzinsliches Fremdkapital 1) 4.331 4.640
flüssige Mittel -2 -2
= Nettoverschuldung 4.329 4.638
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)
Umlaufvermögen 2.564 3.455
langfristiges Umlaufvermögen -218 -223
= kurzfristiges Umlaufvermögen 2.346 3.232
- kurzfristiges Fremdkapital -7.610 -7.544
= Nettoumlaufvermögen -5.264 -4.312
Equity Ratio (Eigenkapitalquote)
Eigenkapital 2) Gesamtkapital 51,3% 56,8%
Nettoverschuldungsgrad (Gearing)
Nettoverschuldung Eigenkapital 2) 47,5% 41,0%

1) verzinste Gesellschafterkonten und Pensionsrückstellungen
2) Eigenkapital am Ende des GJ

Finanzlage

in TEUR 2023 2022 Veränderung Abw.
Finanzmittel am Beginn 2 1 1 50%
Cash flow aus der Geschäftstätigkeit 1.273 -2.710 3.983 -147%
Cash flow aus der Investitionstätigkeit -975 -6.124 5.149 -84%
Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit -298 8.834 -9.132 -103%
Verfügbare liquide Mittel 2 2 0 0%

Der Geldzufluss aus der Geschäftstätigkeit (EUR +1,3 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion des Working Capitals (EUR +0,5 Mio.) und höheren Rückstellungen (EUR +0,9 Mio.). Der Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis (EUR -0,1 Mio.) war dagegen leicht negativ.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Investitionen in eine in Bau befindliche Produktionsanlage und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (EUR -1,0 Mio.).

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft die Rückzahlung von Finanzmitteln an den Cash Pool der Collini Gruppe (EUR -0,3 Mio.).

Mitarbeiternde

Engagierte und gut ausgebildete Mitarbeitende bilden die Basis für den Unternehmenserfolg. Um den langfristigen Erfolg zu sichern, fördern wir deshalb die Aus- und Weiterbildung unserer Fach- und Führungskräfte. Durch die vom Unternehmen verkörperten Werte schaffen wir ein Umfeld, welches die langfristige Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen unterstützt.

Die betriebliche Lehrausbildung hat bei Collini angesichts des schärfer werdenden Wettbewerbs um die besten Fachkräfte hohe Priorität. Mit großem Engagement werden im eigenen Betrieb Lehrlinge zu hochqualifizierten zukünftigen Fach- und Führungskräften ausgebildet.

Arbeitssicherheit bildet einen Schwerpunkt in der Collini Gruppe. Präventive technische und organisatorische Maßnahmen und die kontinuierliche Bearbeitung von Beinaheunfällen reduzieren Sicherheitsrisiken und erhöhen das Ausmaß der Arbeitssicherheit. Die Organisation stellt die Einhaltung von Arbeitnehmerschutzbestimmungen sicher.

Organisation

Globalisierte Märkte, technologische Entwicklungen, gesetzliche Regulierungen und der gesellschaftliche Wandel gehören zu den Herausforderungen für die betriebliche Organisation.

Das Collini-Managementsystem gewährleistet, dass alle wesentlichen Prozesse in einem Gesamtsystem eingebunden sind. Dadurch werden die Anforderungen der relevanten Interessensgruppen berücksichtigt. Externe Zertifizierungen bestätigen diesen Status und bedingen die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse.

Das Berichtsjahr 2023 ist durch Multi-Krisen in Absatz- und Einkaufsmärkten geprägt. Die im Jahr 2019 gestarteten Sanierungsschritte, die im Jahr 2021 zu einem positiven Ergebnis geführt haben, wurden im Jahr 2023 fortgeführt. Unternehmensbereiche wurden schlanker gestaltet, die Organisation wurde gemäß Strategie weiterentwickelt. Die Kostensituation konnte dadurch auch grundsätzlich verbessert werden. Allerdings wirken die Mengenrückgänge in den Hauptmärkten stärker als die umgesetzten Verbesserungsschritte. Im Jahr 2024 wird die Entwicklung der Organisation konsequent weitergeführt, der Fokus wird auf der verbesserten Nutzung der bestehenden Kapazitäten im Jahresverlauf und der Steigerung der Produktivität der Gesellschaft liegen.

Forschung und Entwicklung

Mit innovativen und qualitativ hochwertigen Beschichtungen bieten wir unseren Kunden einen echten Mehrwert. Durch Neuentwicklungen wollen wir unserem Anspruch als Technologieführer gerecht werden.

Beim Thema der betrieblichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten steht bei Collini die kontinuierliche und innovative Verbesserung der Schichtsysteme und Dienstleistungen im Mittelpunkt. In interdisziplinären und standortübergreifenden Teams werden gemeinsam mit Partnern aus der Lieferkette sowie Forschungseinrichtungen aktuelle Technologietrends, Marktbedürfnisse und rechtliche Anforderungen laufend analysiert und bewertet.

Für Collini steht bei der Produktentwicklung die Nachhaltigkeit im Fokus. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung werden unsere Produkte anhand ihres gesamten Lebenszyklus betrachtet. Zudem liegt ein besonderes Augenmerk auf der Vermeidung von gesundheitsschädigenden Stoffen sowie dem sparsamen Einsatz von Ressourcen. Die Auswirkungen und Risiken für die Umwelt werden bei neu entwickelten Produkten und Technologien bereits in der Entwicklungsphase untersucht und bewertet.

Umwelt

In der Oberflächentechnik sind Ökonomie und Ökologie eng miteinander verstrickt. Die Oberflächentechnik ist eine der Schlüsseltechnologien hinsichtlich der Schonung von Ressourcen und somit die Technologie der Nachhaltigkeit. Durch die Veredelung verschiedenster Grundwerkstoffe ermöglicht es Collini, dass die jeweiligen Substrate nicht nur für den spezifischen Einsatz geeignet sind, sondern sich zudem deren Lebensdauer verlängert.

Seit mehr als 50 Jahren beschäftigt sich die Collini Gruppe intensiv mit dem Thema Umweltschutz. Mit vollem Einsatz stellt sich die Organisation den Herausforderungen des nachhaltigen Wirtschaftens, dies auch immer unter der Betrachtung der öffentlichen Anforderungen, dem Stand der Technik und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Als international tätiges Oberflächen-Unternehmen, haben wir den Anspruch, dass unsere Produkte unbedenklich für den Menschen und die Umwelt sind. Daher ist bei der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten eine verantwortungsvolle Beschaffung von Materialien und Betriebsstoffen selbstverständlich.

Risiko

Allgemeines Risikomanagement

Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Das implementierte Risikomanagement sowie das interne Kontrollsystem (IKS) berücksichtigen die notwendigen Planungs- und Entscheidungsprozesse zur Analyse und Beherrschung der Risiken. Unsere Versicherungspolitik zielt darauf ab, wesentliche Risiken über Versicherungsunternehmen abzudecken.

Absatz

Collini strebt langfristige Partnerschaften sowie einen offenen Erfahrungsaustausch mit seinen Schlüsselkunden an. Dies kann zu einem hohen Umsatzanteil einzelner Kunden führen. Um Abhängigkeiten zu reduzieren, wird auf ein breites Kunden- und Produktportfolio gesetzt.

Durch kundenseitige Neuentwicklungen von Produkten und Verfahren besteht kontinuierlich ein Substitutionsrisiko. Um auf solche Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, steht der enge Austausch mit unseren Kunden im Fokus. Mit den auf der Gruppenebene implementierten Prozessen werden zusätzlich Marktrends analysiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

Beschaffung

Der Herstellungsprozess wird vor allem durch Chemikalien, Metalle, Energie und Instandhaltungen dominiert. Die Einkaufspreise der zu beschaffenden Materialien sind teilweise an die jeweiligen Börsenpreise gebunden und unterliegen daher einer hohen Volatilität. Um Preisanpassungen auf den Beschaffungsmärkten abzufedern, werden für einzelne Materialien längerfristige Kontrakte entlang einer definierten Beschaffungsstrategie abgeschlossen.

Für bestehende Energiekontrakte wurde zum Bilanzstichtag eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von TEUR 659 (Vorjahr: TEUR 145) gebildet.

Das Risiko aus Lagerhaltung und Bewertung von beschafften Metallen trägt die Einkaufsgesellschaft der Collini Gruppe.

Betriebliche Risiken

Durch den Einsatz von modernen Anlagen, vorbeugenden Instandhaltungen und umfassenden Audits, wird das Ausfallsrisiko minimiert und ein kontinuierlicher Betrieb nach dem Stand der Technik gesichert.

Finanzielle Risiken

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Cash- und Liquiditätsmanagement eingebunden. Damit ist ausreichend Liquidität vorhanden, um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Investitionen werden auf Risikoaspekte hin analysiert und müssen klaren Rentabilitätszielen entsprechen.

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos von Kundenforderungen ist ein Debitorenmanagement installiert. Trotz des aktiven Debitorenmanagements kann die Gesellschaft von Kundeninsolvenzen betroffen sein.

Im Rahmen des Restrukturierungsplans wurden Maßnahmen im Betrieb und Markt entlang einer klar definierten strategischen Positionierung festgelegt. Der strategische Entwicklungspfad wird grundsätzlich weiterverfolgt. Im Vergleich zum Berichtsjahr 2021 können die positiven Resultate auf Grund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wiederholt werden. Um diesen Risiken gegenzuwirken, werden Reorganisationsmaßnahmen beschleunigt und erweitert.

Andere Risiken

Die gesetzlichen und öffentlichen Rahmenbedingungen ändern sich laufend, nicht zuletzt durch die Harmonisierungen innerhalb der EU. Vor allem im Bereich der umweltrelevanten Rechtsprechung ist es in den vergangenen Jahren zu Änderungen gekommen (z.B.: REACH, CLP, IUV, IE-R, EEffG usw.). Die Erfüllung dieser Anforderungen wird weiterhin eine Herausforderung darstellen und die Branche dauerhaft beschäftigen.

Collini beteiligt sich aktiv an unterschiedlichen nationalen und internationalen Gremien. Ziel dabei ist es, entsprechende Entwicklungen rechtzeitig zu erkenn und darauf reagieren zu können. Speziell Risiken aus verschärften Umwelt- und Sicherheitsstandards (Seveso-Recht, Industrie-Emissions-Richtlinie, etc.) können so frühzeitig bearbeitet werden. Die eigene Produktentwicklung verfolgt und analysiert aktiv alternative und neue Produkte, Formulierungen und Verfahren.

Fortführungsprognose

Im Berichtsjahr 2023 wurden die geplanten Ergebnisziele nicht erreicht. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach COVID, Krieg in der Ukraine und schwache Nachfrage auf den Hauptmärkten haben die erzielten Verbesserungsschritte überlagert. Wir gehen davon aus, dass sich mittelfristig die Absatzmärkte erholen und auf einem Niveau einpendeln werden, das in etwa dem Nachfrageniveau der Zeit vor COVID und Krisen entspricht. Darüber hinaus stellen wir fest, dass sich bei verschiedenen wesentlichen Materialien die Preise nach exorbitanten Kostenerhöhungen des Jahres 2022 seit 2023 in geringem Maße gegenläufig entwickeln, wie beispielsweise bei Energie oder wesentlichen Produktionsmaterialien, Metallen und Chemikalien.

Stabile und verbesserte Prozesse haben geholfen die Fehlerkosten in den letzten drei Jahren deutlich zu reduzieren. Wichtige Projekte konnten in Termin, Kosten und Qualität plangemäß realisiert werden. Als wesentlicher Eckpfeiler in der Gesundung der Gesellschaft hat sich die Mitte 2020 in Betrieb gegangene neue Produktionsanlage erwiesen. Wir erwarten mit steigender Auslastung der modernen Anlagen und Kapazitäten im weiteren Verlauf des Jahres 2024 Verbesserungen der Wirtschaftlichkeit und der Ergebnisse.

Der Fokus der Gesellschaft liegt auf der Stabilisierung und Verbesserung der Prozesse, auf der Reduzierung von Komplexität und einer effizienten Gestaltung der Geschäftsprozesse bei gleichzeitig hoher Auslastung. Darüber hinaus müssen zusätzliche Kundenmärkte langfristig gewonnen werden. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir in den strategischen Geschäftsfeldern Automotive und Möbelbeschlag von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Prozessverbesserungen werden es ermöglichen, die Betriebskosten weiter zu senken. Die geplante Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage ist für das zweiten Halbjahr 2024 geplant.

Die Gesellschafterin hat durch eine Stärkung des Eigenkapitals das langfristige Engagement in die Collini GmbH, Asperg bestätigt. Die Collini Dienstleistungs GmbH Hohenems, sichert über den Cash Pool der Gruppe den kurzfristigen finanziellen Spielraum.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Die europäische Industrie befindet sich seit der zweiten Jahreshälfte 2022 in einer Rezession, die ursächlich auf das Auslaufen der Aufholeffekte nach dem Ende der COVID-19-Pandemie, gestiegene Energiepreise, eine hohe Inflation sowie eine negative Entwicklung bei den Lohnstückkosten zurückzuführen ist. Die Primärmärkte der Gesellschaft waren in den vergangenen Jahren von dieser Entwicklung weniger als andere Industrien betroffen. Zeitverzögert erwarten wir, dass die für die Gesellschaft relevanten Märkte diese Entwicklung nachvollziehen.

Dennoch blicken wir zuversichtlich auf 2024: Die Vorlaufindikatoren zeigen eine Bodenbildung auf dem erreichten Niveau. Die aufgesetzten Maßnahmenpläne zur Gewinnung zusätzlicher Marktanteile sowie zur kontinuierlichen Steigerung der betrieblichen Effizienz werden Wirkung zeigen. Die Gesellschaft hat auf Basis der strategischen Planung und der Ergebnisse des Jahres 2023 die Budgets für das Jahr 2024 erstellt. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir bei ähnlichem Umsatz wie im Vorjahr ein deutlich positiver Cash Flow und ab dem Geschäftsjahr 2025 positive Jahresergebnisse.

Zu Beginn des Geschäftsjahres liegen die Auftragseingänge auf Vorjahresniveau, jedoch leicht hinter dem Budget.

Neben der Inbetriebnahme einer Produktionsanlage im 2. Halbjahr 2024 sieht der Investitionsrahmenplan Ersatzinvestitionen in Betriebsausstattungen vor.

 

Asperg, am 8. März 2024

gez. Andreas Heuschele

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.937,00 6.875,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 711.312,00 718.367,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.034.905,00 6.701.940,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.197.058,00 2.385.511,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.238.804,84 6.672.230,29
15.185.016,84 16.484.923,29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 683.810,74 1.002.451,61
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 38.300,00 98.600,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.012.937,98 1.475.565,58
2. Sonstige Vermögensgegenstände 334.684,31 585.131,52
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.778,46 1.888,60
2.071.511,49 3.163.637,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.078,49 10.900,93
D. Aktive latente Steuern 486.404,00 280.708,00
Summe der Aktiva 17.749.010,82 19.940.169,53

PASSIVA

Geschäftsjahr 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklagen 33.000.000,00 33.000.000,00
III. Verlustvortrag -21.723.462,13 -17.230.910,85
IV. Jahresfehlbetrag -2.215.684,17 -4.492.551,28
9.110.853,70 11.326.537,87
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 251.829,00 262.208,00
2. Steuerrückstellungen 78.904,00 167.091,00
3. Sonstige Rückstellungen 3.527.541,92 2.542.684,94
3.858.274,92 2.971.983,94
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 636.616,38 1.097.352,83
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.079.443,08 4.377.372,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 63.822,74 166.922,50
davon aus Steuern 58.724,59 (79.533,41)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.650,81 (11.286,13)
4.779.882,20 5.641.647,72
Summe der Passiva 17.749.010,82 19.940.169,53

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

der Firma Collini GmbH

Geschäftsjahr 2023 Vorjahr 2022
1. Rohergebnis 14.168.418,80 14.735.833,66
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.017.829,27 7.520.754,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.723.448,75 1.752.712,95
davon für Altersversorgung: T€ 1,7 (Vj: T€ -35,0)
8.741.278,02 9.273.467,45
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.276.748,11 2.042.188,76
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.399.487,34 6.982.936,39
Betriebsergebnis (Tz. 1 bis Tz. 4) -2.249.094,67 -3.562.758,94
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 171.197,00 201.382,84
Finanzergebnis (Tz. 5) -171.197,00 -201.382,84
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -206.508,00 726.616,00
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: +T€ 205,7 (Vj. +T€ 0)
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: -T€ 0 (Vj. -T€ 726,6)
7. Ergebnis nach Steuern -2.213.783,67 -4.490.757,78
9. Sonstige Steuern 1.900,50 1.793,50
10. Jahresfehlbetrag -2.215.684,17 -4.492.551,28

Anhang zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Collini GmbH hat Ihren Sitz in Asperg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 25473 eingetragen.

2. Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Dieser Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Vorschrift des § 264 Abs. 2 HGB, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von Dritten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um Abschreibungen vermindert. Die im Zuge der Verschmelzung im Jahr 2012 angeschaffte Vermögensgegenstände wurden mit den vorsichtig geschätzten Zeitwerten als Zugangswert angesetzt. Die Bewertung von Gestellen erfolgt mit einem Festwert, welcher im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Höhe von T€ 75 (Vorjahr: T€ 144) festgesetzt wurde.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Analog § 6 Abs. 2 EStG werden geringwertige Anlagegüter bis 800,00 Euro voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die teils retrograd ermittelt wurden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten angesetzt. Für spezielle Kreditrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Das Wahlrecht zum Ausweis aktiver latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 wird ausgeübt. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

3. Ergänzende Angaben zum Jahresabschluss

3.1. Angaben zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen durchweg weniger als ein Jahr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach der PUC-Methode ermittelt. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurde pauschal der 10- Jahresdurchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,83% zugrunde gelegt. Für die Restlaufzeit der aktiven Zeit des Pensionsanwärters werden sich keine Gehaltssteigerungen mehr ergeben, Rententrends sind nicht zu berücksichtigen. Rechnungsgrundlagen waren die Richttafeln 2018G nach Dr. Klaus Heubeck. Unter Berücksichtigung des 7-Jahresdurchschnittszinssatzes von 1,75% ergäbe sich ein Rückstellungswert von T€ 254. Der Differenzbetrag von T€ 2 ist ausschüttungsgesperrt.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Wie im Vorjahr hatten sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sicherheiten sind nicht bestellt.

Daneben bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus denen sich für die Jahre 2024ff folgende finanzielle Verpflichtungen ergeben:

Folgejahr 2024 Gesamt 5 Jahre
(T€) (T€)
Miete Flurfördergeräte 29,1 145,6
Wartungsverträge 59,6 298,2
88,7 443,8

Die monatliche Miete für die beiden Betriebsgebäude beläuft sich auf T€ 51,5 und damit jährlich auf einen Betrag von T€ 618,2. Davon bezieht sich ein Jahresmietbetrag von T€ 600,0 auf verbundene Unternehmen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Aus der Pensionsrückstellung (T€ 2) sowie aus aktiven latenten Steuern (T€ 486) ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Gesamtbetrag in Höhe von T€ 488.

3.2. Gewinn- und Verlustrechnung

Verbundene Unternehmen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit T€ 166,3 (Vorjahr T€ 196,6) verbundene Unternehmen.

3.3. Sonstige Angaben

Entwicklung des Anlagevermögens

Das im Zuge der Verschmelzungen auf den 01. Januar 2012 übernommene Anlagevermögen wird zur Erhöhung der Aussagefähigkeit der Entwicklung des Anlagevermögens in der Entwicklung des Anlagevermögens (siehe Anlage 3 / 6) mit den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie den kumulierten Abschreibungen gezeigt.

Unternehmensfortführung

Die Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, die getroffenen Maßnahmen zur Änderung der Ergebnis- und Finanzierungsstruktur führen zu einer positiven Fortführungsprognose. Auf den Lagebericht, Kapitel "finanzielle Risiken" wird verwiesen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Collini Holding AG, Hohenems, Österreich einbezogen. Der Konzernabschluss der Collini Holding AG, Hohenems, Österreich, wird im Firmenbuch des Landesgerichts Feldkirch, Österreich, offengelegt.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

 

Herr Andreas Heuschele, D-72622 Nürtingen

Das Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Arbeitnehmer Vollzeit Teilzeit
2023 2022 2023 2022
Gewerblich / Technisch 112,7 122,3 0,0 0,0
Kaufmännisch 24,2 25,7 1,0 2,0
Insgesamt 136,9 148,0 1,0 2,0
Arbeitnehmer Insgesamt
2023 2022
Gewerblich / Technisch 112,7 122,3
Kaufmännisch 25,2 27,7
Insgesamt 137,9 150,0

Darin enthalten sind durchschnittlich 3,6 (Vorjahr: 4,9) Auszubildende.

4. Unterzeichnung

 

Asperg, den 8. März 2024

gez. Andreas Heuschele

Entwicklung des Anlagevermögens der Firma Collini GmbH zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche sowie Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Lizenzen an solchen Rechten und Werte 16.239,20 0,00 0,00 0,00 16.239,20
16.239,20 0,00 0,00 0,00 16.239,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.243.225,41 74.805,75 0,00 0,00 2.318.031,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.871.106,40 45.021,44 100.182,76 1.506.938,58 32.509.372,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.471.396,87 141.809,16 0,00 118.878,42 3.494.327,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.672.230,29 716.757,31 -100.182,76 0,00 7.288.804,84
46.257.958,97 978.393,66 0,00 1.625.817,00 45.610.535,63
46.274.198,17 978.393,66 0,00 1.625.817,00 45.626.774,83
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche sowie Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Lizenzen an solchen Rechten und Werte 9.364,20 3.938,00 0,00 0,00 13.302,20
9.364,20 3.938,00 0,00 0,00 13.302,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.524.858,41 81.860,75 0,00 0,00 1.606.719,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.169.166,40 1.812.239,20 0,00 1.506.938,58 27.474.467,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.085.885,87 328.710,16 0,00 117.326,42 1.297.269,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
29.779.910,68 2.272.810,11 0,00 1.624.265,00 30.428.455,79
29.789.274,88 2.276.748,11 0,00 1.624.265,00 30.441.757,99
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche sowie Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Lizenzen an solchen Rechten und Werte 6.875,00 2.937,00
6.875,00 2.937,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 718.367,00 711.312,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.701.940,00 5.034.905,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.385.511,00 2.197.058,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.672.230,29 7.238.804,84
16.478.048,29 15.182.079,84
16.484.923,29 15.185.016,84

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form.

Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß § 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Collini GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Collini GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Collini GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "Risiko" sowie "Fortführungsprognose" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand des Unternehmens von einer weiteren Stabilisierung der Ergebnissituation durch die festgesetzten und die geplanten Maßnahmen abhängig ist. Um die laufenden Verpflichtungen erfüllen zu können benötigt die Gesellschaft den im Konzernverbund zur Verfügung stehenden Finanzierungsrahmen. Wie im genannten Abschnitt dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, den 08. März 2024

MTG Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Walser, Wirtschaftsprüfer

Michael Kübel, Wirtschaftsprüfer

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