Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 500076
Vorher
FWN Fahrzeugwerk Niedersachswerfen GmbH
Eingetragen
25.1.2006
Branche
Herstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenReparatur und Instandhaltung von SchienenfahrzeugenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
die Herstellung, Revision und Reparatur von Schienenfahrzeugen; b) die Planung und Realisierung von Verkehrsleistungen; c) die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Komponenten für Bahn- und Fahrzeugtechnik sowie Maschinen und Anlagentechnik; d) die Systementwicklung und -fertigung von Antriebstechnik für die Fahrzeugindustrie und Komponenten der Energietechnik; e) die Fertigung elektronischer Komponenten und Systeme für Fahrzeugtechnik und Industrieanwendungen; f) der Handel mit branchenbezogenen Produkten; und g) die Zerlegung von Schienenfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FRA
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INVEHO FWN GmbH

Ellrich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Leistungsspektrum der INVEHO FWN GmbH (INVEHO FWN) umfasst die Revision und Instandhaltung von Güterwagen aller Art.

Darüber hin aus wird ein breites Spektrum von weiteren Instandsetzungsarbeiten angeboten, wie z.B. Farbgebungen, Drehgestellaufarbeitung oder Umbauarbeiten.

An den Güterwagen werden die notwendigen Revisionen in allen Instandhaltungsstufen gemäß den aktuellen Regelwerken und Richtlinien durchgeführt. Ferner gehören zum angebotenen Leistungsangebot Bremsrevisionen, Radsatz- und Drehgestellinstandhaltungen sowie der Neubau von Radsätzen. Ventilaufarbeitungen und Kesselprüfungen sowie alle außerplanmäßigen Instandsetzungen inklusive hochwertiger Schweißarbeiten werden ebenfalls zum Leistungsspektrum gezählt.

Ferner wird ein mobiler Kundenservice angeboten, der die Instandsetzung, Wartung und Notreparaturen an Güterwagen durchführen kann.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Bei der weltweiten Wirtschaftsentwicklung stieg das globale BIP laut IWF um 4,1 %. In der Eurozone war dagegen ein Wachstum von 4,4 % zu verzeichnen.

Gleichwohl kommen zum Ende des Jahres 2023 trotz eines langsamen Erholungskurses von den Folgen der Pandemie sowie des russischen Einmarsches in die Ukraine, die negativen Auswirkungen einer hohen Inflation und gestiegener Zinsen immer mehr zum Vorschein. Obwohl die Zentralbanken an einer strengen Geldpolitik festhalten, sinkt die Inflation weniger deutlich als vorhergesagt. Nach Feststellungen der OECD liegen trotz der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung mehrere Abwärtsrisiken vor. Dazu gehören der weitere Verlauf des Ukraine-Krieges, die unsichere Lage auf den Energiemärkten und die schwer abschätzbaren Folgen weiter steigender Zinsen. Diese haben zwar zu einem Rückgang der Inflation von 8,8 % in 2022 auf 6,9 % in 2023 laut IWF geführt, könnten aber das Wachstum dämpfen.

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 0,3 % zurückgegangen.

Von den Problemen bei den Lieferketten bzw. den gestiegenen Rohstoffpreisen sind auch Spediteure und Transportunternehmen, die zu den wichtigsten Auftraggebern der INVEHO FWN gehören, nach wie vor betroffen.

2.2 Geschäftsverlauf

Trotz der vorgenannten Probleme hat sich die INVEHO FWN mit dem angebotenen Leistungsspektrum in einem speziellen wirtschaftlichen Umfeld gut behauptet und Stabilität bewiesen.

Negative Auswirkungen aufgrund der des Russland-Ukraine-Krieges, des Konflikts im Nahen Osten, Lieferkettenprobleme, Inflation u.a. können aus Sicht der Geschäftsleitung auch in der Zukunft nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für die Situation auf dem Absatz- und Beschaffungsmarkt der Gesellschaft.

Ursächlich für die weitere Verschlechterung des Ergebnisses war im Wesentlichen der deutlich gestiegene Personalaufwand auch aufgrund der Erhöhung des Mindestlohns sowie sich danach ergebende notwendige Lohn- und Gehaltsanpassungen.

Eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft aufgrund der Folgen der vorgenannten Risiken erscheint nach Auffassung der Unternehmensleitung aber eher unwahrscheinlich, da seitens des Gesetzgebers verschiedene Sicherungsmöglichkeiten - z.B. Senkung der Energiesteuer (in 2022) sowie die Gas- und Strompreisbremse (in 2023).

Die Gesamtzahl der im Berichtsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 207 (Vorjahr: 212).

2.3 Lage

2.3.1 Vermögenslage

Die Vermögenslage der INVEHO FWN GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend geändert. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens ist stabil. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1.722,0 TEUR auf 15.542,9 TEUR.

Das Sachanlagevermögen ging bei Zugängen von 365.769,57 EUR, denen Abschreibungen von 708.058,39 EUR gegenüberstehen, per Saldo um 342.288,82 EUR = 5,8 % zurück.

Liefer- und Leistungsforderungen nahmen stichtagsbedingt um 131.169,19 EUR = 13,4 % zu.

Die flüssigen Mittel gingen um 85.216,18 EUR auf 125.556,11 EUR zurück.

Die Eigenkapitalquote wird gegenüber dem Vorjahr mit 33,4 % um 4,1 Prozentpunkte niedriger ausgewiesen und liegt über dem Branchendurchschnitt.

Der Jahresfehlbetrag von 1.523.047,93 EUR wird aufgrund des Gewinnabführungsvertrags mit der INVEHO Deutschland GmbH übernommen und führt nicht zu einer Verminderung des Eigenkapitals.

Eine Zunahme der Steuerrückstellungen um 40.440,76 EUR sowie ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 201.013,64 EUR haben insgesamt zu einer Erhöhung der Rückstellungen um 241.454,40 EUR geführt.

Bei den Kreditverbindlichkeiten haben planmäßige Tilgungen von 436.719,75 EUR zu einem entsprechenden Rückgang des Postens geführt.

Lieferantenverbindlichkeiten nahmen um 181.065,81 EUR auf 946.758,51 EUR zu.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um 1.892.783,00 EUR auf 7.314.046,99 EUR an.

2.3.2 Finanzlage

Im Rahmen der Finanzlage stehen ausreichende Kreditlinien von Banken zur Verfügung. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr weitere Kreditmittel zur Verfügung gestellt (Cash Pool Ermewa 5.995 TEUR) Im Jahr 2023 wurden umfangreiche Investitionen von insgesamt 365,8 TEUR getätigt. Dagegen betrugen die Abschreibungen 708,1 TEUR.

2.3.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse nahmen um 1.020,4 TEUR = 5,3 % auf 20.445,0 TEUR zu. Der Umsatzanstieg entfällt dabei hauptsächlich auf Erlöse aus Instandhaltungen, die um 1.197,9 TEUR auf 5.884,0 TEUR zunahmen.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie für bezogene Leistungen in 2023 betrugen 10.314,6 TEUR gegenüber 10.297,4 TEUR im Vergleichszeitraum 2022. Die relative Zunahme gegenüber 2022 lag damit bei nur 0,2 %.

Die Personalaufwendungen 2023 betrugen 7.709,3 TEUR gegenüber 6.724,6 TEUR im Vergleichszeitraum 2022. Dies entspricht einem Anstieg von 14,6 % und einer absoluten Zunahme von 984,7 TEUR. Der Anstieg bei den Personalaufwendungen ist trotz eines Rückgangs der durchschnittlich Beschäftigten um 5 auf 207 Mitarbeiter entstanden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um insgesamt 95,7 TEUR. Der Anstieg ist in erster Linie auf um 75,4 TEUR erhöhten Mietaufwand für einen Rangierroboter und einen Zwei-Wege-Unimog zurückzuführen.

Nach einem negativen Ergebnis nach Steuern von 661,0 TEUR in 2022 hat sich ein Fehlbetrag von 1.495,3 TEUR ergeben, der aufgrund des Gewinnabführungsvertrags vom 21.12.2022 vom Gesellschafter INVEHO Deutschland GmbH übernommen wird.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren werden im Unternehmen durch das operative Ergebnis (EBIT), die Umsatzrendite und das EBITDA dargestellt.

Das negative operative Ergebnis beträgt in 2023 -1.207.862,21 EUR gegenüber einem negativen operativen Ergebnis von -567.004,73 EUR in 2022.

Die Umsatzrendite auf das Nachsteuerergebnis fiel mit -7,5 % um 4,1 %-Punkte niedriger aus, als geplant (Vorjahr -3,4 %). Dies ist bei einer gestiegenen Gesamtleistung in erster Linie auf einen überproportional erhöhten Personalaufwand zurückzuführen.

Dabei konnten Umsatzsteigerungen um 1.020 TEUR hauptsächlich verursacht durch Zuwächse bei den Erlösen aus Instandhaltungen (+1.198 TEUR). Erhöhungen beim Materialaufwand (+17 TEUR), dem Personalaufwand (+985 TEUR) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+96 TEUR) sowie eine rückläufige Bestandsveränderung (-495 TEUR) nicht auffangen.

Auch das EBITDA hat sich von 69 TEUR auf -575 TEUR vermindert; die EBITDA-Marge ist von 0,4 % auf -2,8 % ebenfalls zurückgegangen.

Der Prognosebericht zum Lagebericht des Vorjahres war dabei von einer EBITDA-Marge von 2 % ausgegangen, die allerdings aufgrund der dargestellten deutlich gestiegenen Personalaufwendungen nicht erreicht werden konnte.

3. Prognosen-, Chancen und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2023 und die Auftragslage in den ersten vier Monaten des Jahres 2024 geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 von einer moderaten Verbesserung des operativen Ergebnisses aus.

Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzrendite sowie des EBITDA streben wir in Anbetracht der wirtschaftlichen Entwicklung 2024 eine Stabilisierung des derzeitigen Standes an. Ziel ist eine Stabilisierung auf einem Stand von ca. 2 % bei der Umsatzrendite sowie ca. 5 % bei der EBITDA-Marge. Dabei wurde auch im Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bis zum Ende des Jahres die Prognose des Vorjahres zugrundegelegt.

3.2 Risikobericht

Aufgrund der nach wie vor nicht beseitigten Unterbrechung der Lieferketten, nur langsam zurückgehenden Inflationsraten sowie der Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise bei einer weitgehend gestoppten Ausbreitung der Covid-19-Pandemie wird die weltweite Lage weiterhin aktiv beobachtet, um die potenziellen Auswirkungen hieraus auf das Geschäft der INVEHO FWN GmbH abzuleiten. Weiterhin nicht vorhersehbare Störungen auf dem Weltmarkt könnten die Nachfrage nach Ersatzteilen und Instandhaltungsleistungen negativ beeinflussen. Aktuell lässt sich der wirtschaftliche Schaden, der durch Betriebsschließungen, Nichtabnahme von Dienstleistungen durch unsere Geschäftspartner sowie damit verbundene Auftragseinbrüche auch in 2024 entstehen könnte, nicht abschließend beziffern.

Als akutes Risiko werden von der Geschäftsleitung die aufgrund der Russland-Ukraine-Krise nach wie vor hohen Energiekosten und die damit verbundene Verteuerung der Materialkosten gesehen.

Darüber hinaus sind weitere Risi ken, die zu bestandsgefährdenden Entwicklungen für die Gesellschaft führen können, zurzeit nicht bekannt. Die Gesellschaft ist in das Risikofrüherkennungssystem der INVEHO-Gruppe eingebunden.

3.3 Chancenbericht

Chancen ergeben sich für die Gesellschaft aus dem zu erwartenden steigenden Verkehrsaufkommen. Aus Klimaschutzgründen haben Vertreter der Transportwirtschaft erklärt, dass größere Teile des Transportaufkommens von der Straße auf die Schiene verlegt werden sollen. Daran dürfte der Schienengüterverkehr in hohem Maße partizipieren, da Qualität und Effizienz in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Ferner ist davon auszugehen, dass die Energiepreise langfristig auf hohem Niveau verbleiben und die Entwicklung des Schienengüterverkehrs als umweltfreundliches und Ressourcen schonendes Transportmittel begünstigen werden.

 

Ellrich, den 27. Mai 2024

Julien Mathiaud, Geschäftsführer

Jérôme Perrotin, Geschäftsführer

Regis Murat, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.563.435,04 5.905.723,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12,00 12,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 11,00 11,00
II. Sachanlagen 5.563.423,04 5.905.711,86
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.069.027,99 2.883.345,34
2. technische Anlagen und Maschinen 1.075.210,40 1.247.355,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.313.979,10 1.321.794,43
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105.205,55 453.216,69
B. Umlaufvermögen 9.963.188,17 7.882.420,04
I. Vorräte 7.332.118,98 4.440.096,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.505.513,08 3.231.551,70
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.173.463,91 2.057.237,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.332.049,17 1.174.314,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 125.556,11 210.772,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.319,10 32.819,23
Summe Aktiva 15.542.942,31 13.820.963,13

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.182.960,44 5.182.960,44
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 5.157.960,44 5.157.960,44
davon Gewinnvortrag 5.157.960,44 5.157.960,44
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 16.080,27 27.269,33
C. Rückstellungen 792.795,76 551.341,36
D. Verbindlichkeiten 9.551.105,84 8.059.392,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 718.094,97 1.154.814,72
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 370.288,24 436.074,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 347.806,73 718.740,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.314.046,99 5.421.263,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.314.046,99 5.421.263,99
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.518.963,88 1.483.313,29
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.440.052,38 1.390.727,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 78.911,50 92.585,72
Summe Passiva 15.542.942,31 13.820.963,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.196.622,61 9.711.762,01
2. Personalaufwand 7.709.268,24 6.724.576,02
a) Löhne und Gehälter 6.253.578,75 5.469.218,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.455.689,49 1.255.357,94
3. Abschreibungen 708.058,39 662.782,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 708.058,39 662.782,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.987.158,19 2.891.408,44
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.685,16 0,14
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 201.254,54 71.115,78
davon an verbundene Unternehmen 13.165,96 13.300,62
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 91.824,71 22.855,97
8. Ergebnis nach Steuern -1.495.256,30 -660.976,48
9. sonstige Steuern 27.791,63 27.014,04
10. Erträge aus Verlustübernahme 1.523.047,93 687.990,52
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.157.960,44 5.157.960,44
13. Bilanzgewinn 5.157.960,44 5.157.960,44

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: INVEHO FWN GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ellrich
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Jena
Register-Nr.: HRB 500076

Die Erstellung des Jahresabschlusses der INVEHO FWN GmbH, Ellrich, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Die planmäßige Verteilung des aktivierten Wertes wurde auf 15 Jahre festgelegt und der aktivierte Wert nach der Ertragswertmethode auf seine Werthaltigkeit untersucht. Die zugrunde liegende Abschreibungsdauer basiert auf dem zum Zeitpunkt des Zugangs erwarteten Nutzen des Unternehmens, da hohe Markteintrittsbarrieren nur zu langsamen Veränderungen der Strukturen führen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen auf Anlagen im Bau sind zum Nennwert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Dabei wurden Nutzungsdauern bei den Gebäuden zwischen 30 und fünfzig Jahren, bei den technischen Anlagen zwischen 10 und 14 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 5 und 13 Jahren zugrunde gelegt.

Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Fälligkeit bis zu einem Jahr.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zu Nennwerten bilanziert.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Es ist vollständig eingezahlt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie die des Vorjahres.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist unter Abschreibungen / Zugänge dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.173 TEUR (Vorjahr 2.057 TEUR) resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 718.094,97 EUR (Vorjahr: 1.154.814,72 EUR)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 7.361 TEUR (Vorjahr 5.421 TEUR). Darin enthalten sind u.a. Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool gegenüber der Ermewa in Höhe von 5.995 TEUR sowie einem Darlehen gegenüber der Ermewa von 750 TEUR (Vorjahr 750 TEUR). Gegenüber dem Gesellschafter INVEHO Deutschland GmbH wurde die Übernahme des Jahresfehlbetrags 2023 von 1.523 TEUR mit den übrigen Leistungsverbindlichkeiten verrechnet, so dass per Saldo ein Verbindlichkeitensaldo von 546 TEUR ausgewiesen wird.

Es bestehen in Höhe von 22.827,04 EUR Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 21. Dezember 2022 mit dem Gesellschafter INVEHO Deutschland GmbH wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.523.047,93 EUR von der INVEHO Deutschland GmbH übernommen..

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023
EUR
2022
EUR
Ausleihungen 0,00 0,00
Forderungen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten 546.255,33 1.217.765,20

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen 222.508,77 EUR.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 5.157.960,44 EUR (Vorjahr 5.157.960,44 EUR) einbezogen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (276 TEUR) sowie für Personalkosten (253 TEUR).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Es sind nutzungsabhängige Mietverträge über einen Rangierroboter und einen Zwei-Wege-Unimog abgeschlossen. Die Kosten dafür beliefen sich im Berichtsjahr auf 108.600,80 EUR. Mit der Deutsche Bahn AG bestehen Mietverträge über Gleisanlagen mit derzeit jährlichen Aufwendungen von 15.000,00 EUR.

Zudem sind aus Kfz-Leasingverträgen jährlich 29.030,49 EUR zu zahlen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 173
Angestellte 34
davon leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 207 (Vorjahr: 212).
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 199
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 8

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Julien Mathiaud ausgeübter Beruf: kfm. Geschäftsführer
Geschäftsführer: Jérôme Perrotin ausgeübter Beruf: kfm. Geschäftsführer ab 01.03.2023
Geschäftsführer: Regis Murat ausgeübter Beruf: kfm. Geschäftsführer ab 01.03.2023
Geschäftsführer: Bodo Villmann ausgeübter Beruf: kfm. Geschäftsführer bis 27.11.2023
Geschäftsführerin: Ines Villmann-Doll ausgeübter Beruf: kfm. Geschäftsführerin bis 27.11.2023

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind mit Ausnahme der unter dem Punkt "Nachtragsbericht" geschilderten Vorgänge keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag wird aufgrund des Gewinnabführungsvertrags vom 21.12.2022 vom Gesellschafter INVEHO Deutschland GmbH übernommen.

Honorar des Abschlussprüfers

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten das als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers.

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt EUR 25.000,00 und betrifft ausschließlich die Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die INVEHO FWN GmbH wurde in den Konzernabschluss ERNEST BIDCO, Société par Actions Simplifiée, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis aufstellt (Handelsregister: R.C.S. Nanterre 898 199 559). Der Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft ist beim Handelsregister in Nanterre oder kostenpflichtig unter www.infogreffe.fr einsehbar.

Nachtragsbericht

Zu den Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise, der überproportional gestiegenen Energiekosten sowie der Inflation im Kalenderjahr 2024 verweisen wir im Übrigen auf unsere Ausführungen im Gliederungspunkt "Prognosebericht / Risikobericht" des Lageberichts.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ellrich, 27. Mai 2024

Julien Mathiaud, Geschäftsführer

Jérôme Perrotin, Geschäftsführer

Regis Murat, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
Stand 01.01.2023
EUR
+Zugänge -Abgänge +/- Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 01.01.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.491,62 0,00 38.491,62 38.480,62 38.480,62 11,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 150.000,00 0,00 150.000,00 149.999,00 149.999,00 1,00
188.491,62 0,00 188.491,62 188.479,62 188.479,62 12,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.065.465,91 +9.038,36 4.417.066,96 1.182.120,57 1.348.038,97 3.069.027,99
342.562,69
2. technische Anlagen und Maschinen 4.271.321,73 +10.700,00 4.282.021,73 3.023.966,33 3.206.811,33 1.075.210,40
0,00
+0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.831.526,91 +196.306,22 6.142.738,08 4.509.732,48 4.828.758,98 1.313.979,10
-40.268,49
155.173,44
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 453.216,69 +149.724,99 105.205,55 0,00 0,00 105.205,55
-497.736,13
14.621.531,24 325.501,08 14.947.032,32 8.715.819,38 9.383.609,28 5.563.423,04
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 +0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
14.810.022,86 325.501,08 15.135.523,94 8.904.299,00 9.572.088,90 5.563.435,04

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der INVEHO FWN GmbH, Ellrich, unter dem Datum vom 29. November 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die INVEHO FWN GmBbH, Ellrich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INVEHO FWN GmbH, Ellrich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INVEHO FWN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlung oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko; dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Braunschweig, den 29. November 2024

Höweler | Rischmann
und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Mühlnickel, Wirtschaftsprüfer

Bahl, Wirtschaftsprüfer

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