LAUFFENER WEINGÄRTNER eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart GnR 100198
Vorher
LAUFFENER WEINGÄRTNERGENOSSENSCHAFT eG
Eingetragen
16.5.1935
Branche
Anbau von Wein- und TafeltraubenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenAnbau von sonstigem Obst und Nüssen a. n. g.
Gegenstand
Erzeugung und Absatz von Erzeugnissen aus Trauben nach festzulegenden Erzeugungs-, Qualitätsund Verkaufsregeln, die ein marktgerechtes Angebot sicherstellen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Höllmüller
seit 11.12.2024
Vorstandsmitglied
Cornelia Weickmann
seit 13.9.2022
Prokura
Vorstandsmitglied
Marian Thorsten Kopp
seit 14.9.2016
Vorstandsmitglied
Dietrich Rembold
seit 8.11.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
50.00%
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LAUFFENER WEINGÄRTNER eG

Lauffen am Neckar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell

Die Lauffener Weingärtner sind eine Württembergische Genossenschaft mit rund 1.100 Mitgliedern, die eine Rebfläche von ca. 900 ha bewirtschaften, davon 120 ha terrassierte Steillagen. Die Genossenschaft verfügt über zwei Produktionsstandorte in Lauffen am Neckar sowie eine in Mundelsheim.

Die Lauffener Weingärtner eG ist organisatorisch als autarkes Unternehmen in der Württemberger Weinbranche aufgestellt, das heißt von der kaufmännischen Verwaltung bis zur Kellerwirtschaft und dem bundesweiten Vertrieb über eigene Mitarbeiter und vertraglich gebundenen spezialisierten Handelsagenturen.

Die Absatzkanäle für Flaschen- und Offenweine sowie Sekte / Secco (Perlweine) sind neben den eigenen Barverkäufen und dem Online-Shop auch Weinfachhändler deutschlandweit sowie der Lebensmittelhandel, andere Unternehmen der Weinbranche sowie gewerbliche Kunden.

Die wesentlichen Leistungskennziffern sind die Wein- und Sektabsatz- (in hl) und Umsatzentwicklung (in EUR). Als Ergebniszielgröße kann die Höhe der Vergütung für die angelieferten Trauben an die Mitglieder (genannt Traubengeld) herangezogen werden.

a. Forschung und Entwicklung

Die laufende und künftige Investitionstätigkeit ist darauf ausgerichtet, eine qualitäts- und kostenorientierte, marktgerechte Produktgestaltung zu gewährleisten. Darüber hinaus suchen wir nach neuen und bereits vorhandenen Produkten und Produktreihen, die moderne und kostenoptimierte Anbaumethoden zulassen ohne Produkteinschränkungen zu verursachen.

Die aktive Beteiligung und das Mitwirken an verschiedensten überbetrieblichen kellerwirtschaftlichen und weinbaulichen Projekten erlaubt es uns, einen sehr guten Überblick auf die aktuellen Notwendigkeiten in der Branche zu wahren und auszubauen. Dazu kommen vermehrt Arbeitsgruppen zusammen, die sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung der baden-württembergischen Weinbranche befassen.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern konnte ein alkoholfreies Produkt entwickelt werden. Die Produktion unterscheidet sich wesentlich von der Herstellung alkoholhaltiger Weine und muss daher weiterentwickelt werden. Dabei wird nicht nur die Produktion, sondern auch die Vermarktungsseite beleuchtet.

Mit großem Interesse begleiten wir auch weiterhin die Untersuchungen zum Komplex der pilzwiderstandsfähigen (PIWI) Rebsorten. Ergänzt durch eigene Anbauversuche ergibt sich hier ein umfangreiches Bild zur Eignung der neuen Rebsorten. Daraus sollen in nächster Zeit separate "Piwi-Weine" entstehen.

Um einen größeren Anreiz zur Bewirtschaftung der terrassierten Steillagen zu schaffen waren wir maßgeblich an einem mehrjährigen Projekt zum Anbau, Ausbau und zur Vermarktungsmöglichkeiten prägend beteiligt. Das Vorhaben kam in 2022 zum Abschluss, nachfolgend werten wir die Ergebnisse für uns aus und übertragen sie auf unsere Konstellationen.

Nach wie vor arbeiten wir mit den bereits installierten Nah-Infrarot-Messgeräten (NIRS) zur lückenlosen Eingangskontrolle des Lesegutes. Die Erkenntnisse werden in eine neu gegründete Firma übertragen und weiter wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es die Messergebnisse über den Einfluss auf das Traubengeld als Steuerungstool zur Gesundheit des Lesegutes und zur Ablaufplanung der Lese zu verwenden.

Stark im Fokus steht auch das Thema digitale Mitgliederkommunikation und Flächenverwaltung. Hier arbeiten wir mit anderen Häuser zusammen mit einem Drittanbieter an einem wirkungsvollen Konzept.

Die Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim, aber auch mit den Brancheninstitutionen in Freiburg und Weinsberg wird auf vielfältigen Ebenen gefördert.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftlicher Hintergrund 2023 und Weinwirtschaft

Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) schätzt die weltweite Weinproduktion (ohne Saft und Most) für das Jahr 2023 auf ca. 244,1 Mio. hl. Die Erntemenge liegt damit 7 % unter Vorjahresniveau und ist damit die Kleinste der letzten Jahre. Die Schätzung ist allerdings mit Vorsicht zu betrachten, da von einigen großen Weinbaunationen wie etwa China keine validen Daten vorliegen. Innerhalb der Europäischen Union (EU) wird von einer deutlich geringeren Erzeugungsmenge ausgegangen.

Beim Weinbau in der nördlichen Hemisphäre (EU) waren in diesem Jahr sehr unterschiedliche Witterungsbedingungen zu verzeichnen. Es gab großflächige Schäden durch falschen Mehltau aufgrund eines nassen Frühjahres - teilweise mit Überflutungen -, aber auch übermäßige Hitze und Trockenheit im Sommer, die zu Ertragsrückgängen oder zu flächigem Auftreten von Oidium führte. Die EU-Weinproduktion wird von der OIV auf 150 Mio. hl (ohne Saft und Most) geschätzt. Dies entspricht 61 % der weltweiten Weinproduktion. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Produktionsvolumen um 11,2 Mio. hl (-7 %) zurück. Durch sehr diverse Witterungsbedingungen geht die OIV von einer sehr heterogenen Situation in den verschiedenen EU-Ländern aus. Insbesondere Spanien (-14 %; 30,7 Mio. hl) und Italien (-12 %; 30,7 Mio. hl) erwarten Rückgänge aufgrund von Trockenheit und Ernteausfällen durch Befall von falschem Mehltau infolge eines nassen Frühjahrs. Frankreich wird dagegen wieder zum weltweit größten Weinerzeuger mit einer Erntemenge, die mit 45,8 Mio. hl knapp über dem 5-Jahres-Schnitt liegen dürfte. Die Ertragssituation in den einzelnen Weinbauregionen Frankreichs fiel aber sehr unterschiedlich aus, da beispielsweise Bordeaux ebenfalls mit falschem Mehltau zu kämpfen hatte.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) geht in seiner Schätzung von Oktober 2023 von einer deutschen Weinmosternte von 9,25 Mio. hl aus. Diese Schätzung liegt deutlich unter den ersten Prognosen, die aufgrund eines guten Behanges erstellt wurden. Die Schätzung wurde vor dem Hintergrund der warmen Witterung im September, die zu einer starken Verdunstung des Wassers in den Beeren führte, und Hagelereignissen in Rheinhessen nach unten korrigiert. Das Weinjahr 2023 stellte die Winzer und Weingärtner nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) durch die gleichzeitige Reife vieler Sorten sowie dem hohen Selektionsbedarf vor große Herausforderungen. Zu den Gewinnern des Jahrgangs zählen die traditionellen Rebsorten Riesling und Silvaner sowie die internationalen Rotweinsorten. Insgesamt werden die Jungweine als fruchtbetont und frisch beschrieben. Das Ertragsniveau der einzelnen Betriebe ist bedingt durch die lokal sehr unterschiedliche Niederschlagsverteilung sehr heterogen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagerten zum Stichtag am 31. Juli 2023 mit 12,1 Mio. hl rund 8,3 % mehr Wein und Schaumwein in den hiesigen Kellern als im Vorjahr. Im Vergleich zum langjährigen Mittel, ist das Ergebnis um 2,4 % höher ausgefallen. Laut Statistischem Bundesamt lagerten 51 % des gesamten Weinvorrates in den Kellern und Lagerräumen der Weinbaubetriebe, Winzergenossenschaften und weinverarbeitenden Betriebe. Die Unternehmen des Großhandels wiesen die anderen 49 % der Weinbestände nach. Die Weine stammten zu 96 % aus den Mitgliedstaaten der EU, wobei Weißwein 63 % und Rotwein 37 % der Bestände ausmachten. 65 % der Weine trugen eine geschützte Ursprungsbezeichnung (entspricht den Qualitäts- und Prädikatsweinen in Deutschland).

Im Jahr 2023, so das DWI, ist der inländische Weinkonsum gesunken. Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel, der traditionell die mengenmäßig größte Rolle im Weinabsatz spielt, kämpft mit Absatz- und Umsatzrückgängen. Die Rückgänge im deutschen Markt können von Zuwächsen im Export sowie im Onlinehandel jedoch nicht kompensiert werden. Dies bedeutet, dass die Marktlage sehr angespannt ist. Durch die Inflation aufgrund des Krieges in der Ukraine kaufen die Kunden preissensibler ein, weswegen es laut DWI zu einem Mengenzuwachs von ausländischen Weinen im Preiseinstiegsbereich kam. Die gestiegenen Produktionskosten verschärfen die prekäre wirtschaftliche Situation vieler Betriebe zusätzlich. Aktuell beträgt der absatzbezogene Marktanteil deutscher Weine im Inland 41 %.

Weinmarkt in Deutschland - aktuelle Daten aus dem deutschen Weininstitut (DWI)

Die anhaltenden herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen auch am deutschen Weinmarkt nicht spurlos vorüber. Sie haben sich auch auf das Weineinkaufsverhalten vieler Verbraucherinnen und Verbraucher ausgewirkt. Insbesondere einkommensschwache Haushalte verzichteten 2023 öfter auf Wein, während die finanziell besser gestellten Haushalte ihren Weinkonsum kaum eingeschränkten.

Wie das DWI auf Basis des Haushaltspanels von NielsenIQ berichtete, haben sich in dem insgesamt rückläufigen Weinmarkt 2023 die Onlineshops der Weinerzeuger und Weinhändler am besten behauptet. Dadurch hat der Onlinehandel zwei Prozentpunkte gegenüber 2022 gewonnen und kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 13 Prozent an allen Weineinkäufen.

Der Lebensmitteleinzelhandel hat wiederum 2023 im gleichen Umfang Marktanteile verloren. Dort wurden im vergangenen Jahr noch 64 Prozent aller Weine eingekauft. Die Discounter haben mit nunmehr 37 Prozent Marktanteil ebenso wie die Supermärkte mit 27 Prozent jeweils einen Prozentpunkt eingebüßt.

Für deutsche Weine hat der Direktvertrieb vom Erzeuger nach wie vor einen wichtigen Stellenwert. Sie wurden zu 24 Prozent in den Betrieben vor Ort oder in deren Onlineshops eingekauft.

Alkoholfreie Weine bewegen sich zwar immer noch in einer Nische, sie erreichen jedoch eine immer breitere Käuferschicht. Im vergangenen Jahr hat die alkoholfreie Weinkategorie im Handel 27 Prozent mehr Käufer gefunden, wodurch ihr Absatz ebenfalls um 27 Prozent gewachsen ist. Der Umsatz mit alkoholfreien Weinen legte im Handel mit 54 Prozent doppelt so stark zu. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Konsumenten bereit waren, das in der Regel höhere Preisniveau der alkoholfreien Weinvarianten zu akzeptieren, das den herstellungsbedingten Mengenverlusten und zusätzlichen Prozesskosten geschuldet ist.

Die Marktanteile der alkoholfreien Weine bewegen sich absolut gesehen aber noch immer auf einem relativ niedrigen Niveau. Ihr Anteil am gesamten Weinmarkt liegt nach Branchenschätzungen bei rund einem Prozent.

Der ökologische Weinbau verzeichnet seit vielen Jahren kontinuierliche Zuwachsraten. Dies belegen laut DWI die Erhebungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), nach denen die ökologisch bewirtschaftete Rebfläche im Jahr 2022 auf 13.800 Hektar angewachsen ist, was einer Steigerung von 1.300 Hektar gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit hatte der Ökoweinbau 2022 einen Anteil von 13,6 Prozent an der deutschen Gesamtrebfläche. Für 2023 rechnet das DWI mit einem weiteren Flächenzuwachs.

Der wachsenden Ökorebfläche steht auch eine stabile Nachfrage nach Weinen aus ökologischer Erzeugung gegenüber. In dem insgesamt rückläufigen Weinmarkt des vergangenen Jahres haben die Bioweine keine Einbußen hinnehmen müssen. Sie haben ihre Marktanteile von drei Prozent an allen eingekauften Weinmengen und von vier Prozent am Umsatz im Vergleich zum Vorjahr halten können.

Sowohl im ökologischen als auch im konventionellen Weinbau werden in den letzten Jahren verstärkt die neuen, robusten PIWI-Rebsorten angebaut. Sie benötigen dank ihrer natürlichen Widerstandskraft kaum noch Pflanzenschutz und die Weine haben längst das Qualitätsniveau der traditionellen Sorten erreicht. Mit der Ausweitung des PIWI-Anbaus auf rund drei Prozent der deutschen Gesamtrebfläche folgen die Weinbaubetriebe hierzulande dem Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher, mehr nachhaltige Produkte einzukaufen.

Die Anteile der Weiß- Rot- und Roséweine am Weineinkaufsvolumen haben sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Weißweine dominierten den deutschen Weinmarkt weiterhin mit einem Mengenmarktanteil von 47 Prozent, Rotweine blieben bei 40 Prozent und Roséweine behaupteten sich mit einem Anteil von 13 Prozent an den Weineinkäufen.

Quellennachweis:

Deutscher Raiffeisenverband, Jahresbericht Agrarwirtschaft 2023 vom 6.2.2024; Deutsches Weininstitut GmbH, Mainz (https://www.deutscheweine.de/news-medien/meldungen/meldung/616/trends-auf-dem-deutschen-weinmarkt).

b. Weinlese 2023 der Lauffener Weingärtner eG

Mit einer Gesamterntemenge von ca. 9.756.000 kg lag die Erntemenge im Herbst 2023 unter dem langjährigen Durchschnitt der Traubenlese der Mitglieder der Lauffener Weingärtner eG. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 15% weniger Trauben geerntet.

Am Standort Lauffen wurden ca. 7.700.000 kg (Vj. 9.100.000 kg) und am Standort Mundelsheim 2.000.000 kg (2.300.000 kg) Trauben geerntet. Der Lesebeginn fiel auf den 13. September und der letzte Hauptlesetag war der 6. Oktober. Innerhalb von 20 Lesetagen (im Vorjahr waren es 23 Lesetage) wurde der komplette Jahrgang an den Standorten Lauffen und Mundelsheim angeliefert. Hierbei ist anzumerken, dass die Lese in unserem Haus noch nie in so kurzer Zeit durchgeführt wurde. Es war ein sehr hoher Selektionsaufwand nötig, durch die hohen Niederschlagsmengen im Spätsommer und der warmen Tage Anfang September Schritt die Reife sehr zügig voran und fast alle Rebsorten waren nahezu zeitgleich erntereif.

In der Aufteilung ergibt das ca. 7.986.000 kg rote und 1.770.000 kg weiße Trauben.

Das Durchschnittsmostgewicht lag bei den Rotweinsorten bei 82,6° Oechsle und bei den Weißweinsorten bei 83,5° Oechsle. Im Durchschnitt bewegte sich das Mostgewicht mit 82,7° Oechsle auf einem hohen Qualitätsweinniveau. Die alkoholische Gärung und der biologische Säureabbau verlaufen reibungslos.

Die jungen Weißweine präsentieren sich sortentypisch und herrlich reintönig: hier sind besonders die weißen Burgundersorten (Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay) hervorzuheben, welche sich mit ausgeprägter Frucht präsentieren. Durch die kühlen Nächte vor Lesebeginn konnten wir tolle Weißweintrauben mit maximalen Aromapotential ernten. Die Weißweine zeigen insgesamt eine Fruchtausprägung und Frische mit elegantem Körper und guter Säurestruktur.

Die Rotweine bestechen ebenfalls durch markante gebietstypische fruchtig-feine Ausprägung und einen ausgewogenen, harmonischen Geschmack. Hier sind ebenso die roten Burgundersorten (Schwarzriesling, Samtrot und Spätburgunder) hervorzuheben, welche sich mit schöner Frucht, samtigem und harmonischem Körper präsentieren.

Besonders können wir uns auf die Weine der Sorte Lemberger und die erstmals separat ausgebauten "PIWI" Weine freuen. Diese Rebsorten haben die Widrigkeiten des Jahrgangs am besten weggesteckt und präsentieren sich außerordentlich vielversprechend.

c. Geschäftsverlauf

Rebflächenentwicklung

Jahr 2023 ha Jahr 2022 ha Jahr 2021 ha
Die von den Mitgliedern bewirtschaftete Weinbergfläche für die Ablieferungspflicht besteht, betrug: 895 899 899
davon standen im Ertrag: 858 863 859

Produktion

Von den Mitgliedern wurde angeliefert:

Jahr 2023 dt Jahr 2022 dt Jahr 2021 dt
Trauben: 97.556 114.416 98.210
hl hl hl
Die Gesamterzeugung in hl betrug:
Rotwein und Schillerwein: 63.724 79.588 66.939
Weißwein: 13.719 12.140 12.248
Gesamt: 77.443 91.728 79.187
1) ohne Anreicherung
von der Gesamterzeugung entfallen:
auf Tafelwein 0,0% 0,0% 0,0%
auf Qualitätswein b.A. 74,5% 74,0% 87,6%
auf Qualitätswein mit Prädikat: 25,5% 26,0% 12,4%
die Gesamtausbeute betrug: 79,4% 80,2% 80,6%

Lagerkapazität

Die Gesamtlagerkapazität betrug 287.400 hl. Davon sind 252.400 hl Fass- und Tankraum, 35.000 hl fasst das Flaschenlager.

Vor Herbstbeginn lagerten insgesamt noch 83.382 hl Offenwein in Lauffen und Mundelsheim. Zusammen mit der Einlagerung des Herbstes 2023 war die Offenwein-Lagerkapazität zum Jahresende lediglich zu 56,0 % ausgenutzt.

Der Gesamtwein- und Sektbestand zum 31.12.2023 betrug 156.616 hl (Vorjahr: 150.497 hl).

Bezogen auf den Flaschen- und Offenweinbestand ergibt sich eine Reichweite bei gleichbleibendem Absatz von durchschnittlich 29,0 Monaten (Vorjahr 23,6 Monate). Bei Rotweinen liegt die Bestandsreichweite bei 29,0 Monaten, bei Weißweinen bei 28,3 Monaten.

Absatz- und Umsatzentwicklung

Absatzentwicklung

Der Gesamtabsatz von Wein und Sekt im Eigengeschäft ist im Geschäftsjahr 2023 auf 64.599 hl gegenüber dem Vorjahreswert von 76.373 hl (-15,4%) gesunken. Die Entwicklung ist durch die allgemeine Marktsituation bedingt (Verbraucherverhalten). Die Lauffener Weingärtner haben in der strategisch wichtigen Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelhandel keinen Boden verloren, insbesondere keine "Auslistungen" aus den Handelsregalen hinnehmen müssen. Im stark umkämpften und allgemein nach 2022 auch in 2023 deutlich rückläufigen Gesamtmarkt für Wein in Deutschland ist der relative Marktanteil der Wein der Lauffener Weingärtner eG (Markengeschäft) konstant geblieben.

Von den wegfallenden Möglichkeiten des Außer-Haus-Konsums profitierte in den "Corona Jahren" 2020 und 2021) insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel. An dieser Entwicklung konnte die Lauffener Weingärtner eG partizipieren und die gesetzten Absatzziele übertreffen - dagegen hat sich ab 2022 der Markt wieder beruhigt bzw. war aufgrund des Verbraucherverhaltens auch 2023 negativ geprägt.

Umsatzentwicklung

Der Umsatz im Geschäftsjahr ist von 23.497 T€ auf 20.612 T€ (-12,3%) gesunken. Ursächlich hierfür ist das Verbraucherverhalten wie bereits eingehend erläutert. Der Umsatzverlust ist gegenüber dem Absatzverlust aufgrund der erfolgreich durchgesetzten Preiserhöhungen im Jahr 2023 geringer.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 832 T€ investiert. Investitionsschwerpunkte waren u. a. die Modernisierung der Traubenannahme sowie der Kellertechnik, Investitionen in den Fuhrpark, in verschiedene Flurförderfahrzeuge sowie in die Bereiche Weinausschank und Veranstaltungen. Ebenso wurde in die Modernisierung von Arbeitsplätzen sowie in die Betriebsstätten-Optimierung investiert. Auch im Bereich der Nachhaltigkeit wurden Investitionen getätigt.

Im Bereich für unsere Mitglieder gab es im Wesentlichen Neuinvestitionen in der Herbstabwicklung sowie der Mitgliederkommunikation.

Finanzierungsmaßnahmen

Die laufenden betrieblichen Investitionen wurden durch Eigenmittel sowie über nicht rückzahlbare Zuschüsse aus öffentlichen Fördermitteln finanziert.

Angaben zum Personal- und Sozialbereich

2023 2022 Veränderung
Vollzeitbeschäftigte
- Kaufm. Mitarbeiter 18 19 -1
- Gewerbl. Mitarbeiter 30 35 -5
- Summe VZ 48 54 -6
Teilzeitbeschäftigte
- Kaufm. Mitarbeiter 4 3 1
- Gewerbl. Mitarbeiter 8 9 -1
- Summe TZ 12 12 -
Auszubildende kfm. Bereich 2 2 -
Auszubildende gew. Bereich 0 0 0

Zusammenfassende Beurteilung der Entwicklung durch Geschäftsführung und Vorstand

Die Gesamtrebfläche unserer Genossenschaft ist im Geschäftsjahr 2023 bei 895 ha (-4 ha) recht stabil geblieben. Wir gehen davon aus, dass sich aufgrund der hohen Anzahl unserer Vollerwerbsbetriebe und vor dem Hintergrund des anhaltenden Strukturwandels die Gesamtrebfläche unserer Mitgliedsbetriebe etwas zurückgehen wird (insbesondere durch Auflassung von unrentablen terrassierten Steillagen-Parzellen).

Nach der Ernte 2023 gehen wir mit normalen Beständen in das neue Geschäftsjahr, das Flaschenweinsortiment ist komplett lieferbar. Erfreulich ist es, dass die Mitglieder bei Neupflanzungen insbesondere auch die neuen Rebsorten wie zB Souvignier Gris berücksichtigt hatten, sodass sich die Lieferbarkeit in den Folgejahren für diese Rebsorten verbessern wird.

Die Kostenentwicklung im Geschäftsjahr weist aufgrund der entsprechenden gesunkenen Durchlaufmengen gestiegene Kostensätze auf, welche sich jedoch im Vergleich zu den Kostensätzen vergleichbarer genossenschaftlicher Weinerzeuger in Württemberg, als wettbewerbsfähig darstellen.

Mittelfristig sehen wir gesteigerte Flaschenwein-Absatzmöglichkeiten in der Intensivierung der bestehenden Geschäftsbeziehungen (Vermarktungsaktionen, Listungs-Ausweitungen) sowie durch die Erschließung weiterer Kunden in Absatzgebieten mit noch verbesserungsfähiger Marktdurchdringung, z.B. im westlichen Nordrhein-Westfalen und in den nordöstlichen Bundesländern. Zudem ergeben sich neue Absatz- und Umsatz- sowie Ertragsquellen aus vielversprechenden weiteren Innovationsprodukten, z.B. den erstmals im Mai 2024 vorgestellten Lauffener Souvignier Gris "Zukunftswein". Wesentlich ist die hervorragende Beziehung zu den wesentlichen Handelspartnern im deutschen Lebensmittelhandel, die wir durch unsere langfristigen erfolgreichen Lieferbeziehungen, unser Marken-Innovationskraft aufweisen.

d. Lage der Genossenschaft

Vermögens- und Finanzlage

Jahr 2023 Jahr 2022 Jahr 2021
Sachanlagenintensität
(bezogen auf Bilanzsumme): 26 % 25 % 25 %
Anlagendeckung (Relation EK/AV): 148 % 143 % 141 %

In den gesamten Grundstücken und Gebäuden sind auch nicht betrieblich genutzte Gebäude und Grundstücke im Bestand, welche fremdvermietet sind, enthalten.

Die wesentlichen Posten des Umlaufvermögens sind Vorräte. Sie bestehen fast ausschließlich aus Wein- und Sektbeständen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einschließlich Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften haben sich zum Bilanzstichtag von TEUR 4.373 auf TEUR 3.671 vermindert.

Die Rückstellungen haben sich von TEUR 1.655 auf TEUR 1.626 reduziert.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 16.423 (Vorjahr: TEUR 18.379) sind insbesondere Traubengeldverbindlichkeiten enthalten. Die Minderung des Saldos gegenüber dem Vorjahr ist durch die vorsichtige Bewertung des Jahrgangs 2023 bedingt.

Die Rücklagenentwicklung ist insbesondere durch die Gewinnthesaurierung geprägt. Die Rücklagenquote zum Eigenkapital beträgt 73,3%.

Der Verschuldungsgrad (Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Eigenkapital) beträgt:

31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021
153,1 % 171,2% 171,4%

Es ergab sich im Berichtsjahr eine Restwertquote von 18,0% (Buchwert Sachanlagen / Anschaffungs- und Herstellkosten) gegenüber 18,7 % aus dem Vorjahr.

Der Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt 55,5 % (Vorjahr: 58,3%).

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr von 3.412 TEUR auf 1.369 TEUR verringert.

Ertragslage

Auszahlungsleistung

Die Ertragslage ist durch die Auszahlungsleistung bestimmt.

Sie betrug im Geschäftsjahr: 2023
TEUR
2022
TEUR
2021
TEUR
Traubengeldzahlungen inkl. MwSt.: 8.570 8.971 9.050

Für die zum Stichtag 31.12.2023 noch nicht abgerechneten Jahrgänge 2020 bis 2023 bestehen Verbindlichkeiten bzw. wurden ausreichende Rückstellungen gebildet, um für die Mitglieder die zugesagte Auszahlungsleistung in der Bilanz entsprechend abzubilden.

Jahresergebnis

Jahr 2023
TEUR
Rohergebnis 8.946,1
Personalaufwand -3.884,8
Abschreibungen -984,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.979,6
Zwischensumme 107,1
Finanzergebnis 5,6
Steuern von Einkommen und Ertrag 1,8
Ergebnis nach Steuern 114,5
Sonstige Steuern -55,0
Jahresergebnis 59,5
Jahr 2022
TEUR
Jahr 2021
TEUR
Rohergebnis 9.124,1 8.777,8
Personalaufwand -3.884,0 -3.837,0
Abschreibungen -931,6 -983,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.177,5 -3.788,1
Zwischensumme 131,0 168,8
Finanzergebnis -5,8 -31,6
Steuern von Einkommen und Ertrag -11,4 -10,0
Ergebnis nach Steuern 113,8 127,2
Sonstige Steuern -55,8 -54,2
Jahresergebnis 58,0 73,0

Der Jahresüberschuss liegt im Geschäftsjahr 2023 knapp über dem Vorjahr, ist aber betriebsformenspezifisch bei einer Genossenschaft kein ausschließlicher bzw. aussagekräftiger Erfolgsindikator.

Eigengeschäft Wein & Sekt nach Gebinden (Umsatz):

Jahr 2023 Jahr 2022 Jahr 2021
Offenwein: 4,3% 4,9% 7,9%
Flaschenwein/Sekt/Secco: 95,7% 95,1% 92,1%

Eigengeschäft nach Abnehmergruppen (Absatz):

2023 2022 2021
Endverbraucher/Firmenkunden/Gastronomie: 9,2% 8,1% 7,0%
Lebensmittelhandel/Fachhandel/Discount: 80,1% 75,8% 72,4%
Sonstige: 10,7% 16,1% 20,6%

Eigengeschäft nach Arten (Absatz):

2023 2022 2021
Rotwein: 85,8 % 88,3 % 91,0%
Weißwein: 13,0 % 10,7 % 8,2%
Sekt/Secco: 1,2 % 1,0 % 0,8%

Tochterfirmen / Beteiligungen

Die Lauffener Weingärtner eG unterhält vier wesentliche Beteiligungen, bzw. Tochterfirmen.

Felsenkeller Besigheim GmbH

Die Beteiligung der Lauffener Weingärtner eG beträgt 33,33 %, weitere Kooperationspartner, welche ebenfalls mit je einem Drittel beteiligt sind: die Felsengartenkellerei Besigheim eG sowie die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft eG Möglingen.

In der Felsenkeller Besigheim GmbH ist der gemeinschaftliche Weinvertrieb an bestimmte Discountkunden organisiert.

Römerkeller Mundelsheim GmbH

Aus der Verschmelzung mit der Weingärtnergenossenschaft Mundelsheim eG resultierte die 50%ige Beteiligung an der Römerkeller GmbH. Ebenfalls zu 50 % beteiligt war die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft eG Möglingen.

In der Römerkeller GmbH war der gemeinschaftliche Weinvertrieb an bestimmte Discountkunden organisiert. Diese Gesellschaft wurde aufgelöst.

Lauffener Weinmanufaktur GmbH

Die Lauffener Weinmanufaktur GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Lauffener Weingärtner eG. Die GmbH wurde gegründet, um vor allem in Zeiten knapper Weinbestände, Offenweine von anderen Württemberger Erzeugern zu kaufen und an verschiedene Kunden weitervertreiben zu können. Diese, auch im Geschäftsjahr 2023 inaktive Tochtergesellschaft, wies einen Verlust von EUR 1.234,14 aus, begründet durch die Verwaltungskosten.

Wein im Park Lauffen GbR

Die Beteiligung der Lauffener Weingärtner eG beträgt 69 %, weitere Kooperationspartner, welche mit unterschiedlichen Anteilen beteiligt sind: das Weingut Schaaf, das Weingut Hirth sowie das Weingut Hirschmüller, alle in Lauffen ansässig.

In der Wein im Park Lauffen GbR ist die gemeinschaftliche Förderung des Weinbaus in Lauffen durch Marketing- und Vertriebsaktionen für Lauffener Wein organisiert. Durch gastronomische Angebote wird das Ziel durch Weinverkäufe gefördert.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

a. Prognosebericht

Angesichts der generellen Situation der Konsumgüter bzw. der Weinbranche insbesondere und vor dem Hintergrund des zurückhaltenden Verbraucherverhaltens rechnen wir bis zum Jahresende 2023 mit einem nochmals leicht rückläufigen Konsum von Wein, jedoch weitgehend stabilen Abätzen auf dem aktuellen, abgesunkenen Niveau. Der Weinmarkt befindet sich in einer deutlichen Konsolidierungsphase und war in den beiden vergangenen Jahren durch die Kriegsfolgen des Ukraine-Krieges und die resultierenden Energiepreiserhöhungen sowie die schwierige Materialzufluss-Situation (Warenumschließung) geprägt.

Um unsere Marktstellung ausbauen zu können, ist die Fortführung unserer konsequenten Qualitätspolitik verbunden, mit einer wettbewerbsorientierten und innovationsgeprägten Marketingarbeit, nötig und wird konsequent umgesetzt.

Unsere Ertragskraft kann auch in den kommenden Jahren ausschließlich über stabile Litererlöse und eine gute bzw. auch durch Kooperationen geprägte optimierte Auslastung gesichert werden. Im Hinblick auf die Kosten sind vor allem durch weitere partielle Kostensenkungen (z.B. Glaspreise, Kartonagen) wieder Spielräume für Einsparungen gegeben.

Unsere Vertriebsorganisation und die zugrundeliegende Marketing- und Vertriebsstrategie sind national auf den Absatz im führenden Lebensmittelhandel ausgelegt und nach unserer Einschätzung bei einer gesunden Kundenstruktur als strategisch gut aufgestellt zu bezeichnen.

Im bevölkerungsstarken Gebiet Nordrhein-Westfalen haben wir ab dem 1.4.2024 eine neue, renommierte und starke Handelsagentur gewinnen können, die unsere Potentials-Ausschöpfung in dieser wichtigen Absatzregion deutlich verbessern wird.

Das Offenweingeschäft als Absatzkanal wird weiterhin lediglich als taktisches und kurzfristiges Instrument genutzt.

Das insgesamt plangemäß positive Jahresergebnis (Jahresüberschuss) war im Geschäftsjahr 2023 in ähnlicher Höhe wie die Vorjahre.

In 2020 und 2021 hatte der von China ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 zu weltweiten Auswirkungen geführt. Für unser Unternehmen ergaben sich neben den allgemeinen verbraucherstimmungsbedingten Absatz- und Umsatzrückgängen keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage; abgesehen von den bereits eingehend beschriebenen aktuellen Absatz- und Umsatzsenkungen in den Jahren 2022 und 2023.

Die endgültigen Auswirkungen der Folgen des andauernden Ukraine-Krieges und der weltweiten ökonomischen Beeinträchtigungen, einschließlich des zurückhaltenden Verbraucherverhaltens auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des laufenden Geschäftsjahres 2024 können noch nicht abgeschätzt werden und sind abhängig von der Dauer der vorstehend erläuterten Beeinträchtigungen.

Die Lauffender Weingärtner eG ist als national bedeutender Lieferant im nationalen bzw. zweistufigen LEH, der in der Pandemie-Zeit überproportional gewachsen war, gemäß der langjährigen erfolgreichen Strategie, sehr gut vertreten und wird nun auch im wichtigsten Bundesland Nordrhein-Westfalen durch eine neue Handelsagentur wesentlich intensiver betreut.

Die erfolgreichen bisherigen und geplanten weiteren Innovationen sowie die für das laufende Jahr 2024 bereits verhandelte Absatz- und Aktionspolitik wird sich in mindestens stabilen Absatz- und Umsatzentwicklungen bzw. in Marktanteilsgewinnen im aktuell noch eher rückläufigen Markt niederschlagen.

Die Gesamt-Umsatzentwicklung des Eigengeschäftes (Marke Lauffener Weingärtner und Käsbergkeller Mundelsheim) von Januar bis April 2024 liegt derzeit marktlagegemäß 4,71% unter dem Vorjahresumsatz.

Es liegt eine Absatz- und Umsatzplanung für 2023 vor, die im Wesentlichen marktlagebedingt auf einem verringerten Vorjahresabsatz beruht. Die daraus abgeleitete Planungs- und Ergebnisrechnung lässt auch für 2024 dennoch ein gleichbleibendes Ergebnis erwarten. Im Vorjahr (Planung in 2022 für das Jahr 2023) waren wir von einem kleinen Wachstum ausgegangen. Dies ist bedingt durch den russischen Angriffskrieg und die eingetretenen Lieferketten- und die allgemeinen Marktverwerfungen (Verbraucherverhalten) nicht eingetreten.

Wir rechnen vor dem Hintergrund der oben genannten Marktbedingungen aktuell mit einem Auszahlungsniveau für die Winzer - bezogen auf das angelieferte Kilogramm Trauben - auf Vorjahresniveau, bzw. ausgehend von Kosteneinsparungen mittelfristig mit einem moderaten Wachstum der Auszahlung.

Der Ausbruch und das Andauern des Ukraine-Krieges - sowie die dadurch ausgelösten Verbraucher-Verunsicherungen - lassen nachhaltige Belastungen auch für die Gesamtwirtschaft mit nur leichten Erholungen erwarten. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens im laufenden Jahr niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen.

b. Risikobericht

Es sind organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Genossenschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung rechtzeitig bzw. früh erkannt werden. Diese organisatorischen Regelungen und Maßnahmen werden im Rahmen des Risikomanagement-Systems weiterentwickelt und verfeinert. Grundlage der Betrachtung ist hierbei das sogenannte Risikodeckungspotential, das gleichbedeutend mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital ist. Risiken, die unter 1 % des Risikodeckungspotentials liegen, bleiben hierbei unberücksichtigt.

Da alle bewerteten Einzelrisiken zusammen unter 20 % des Risikodeckungspotentials liegen, liegen keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor. Die Risiken setzen sich insbesondere aus den Beschaffungsrisiken, d. h. Mindererträge durch Wetterrisiko, dem Marktrisiko, d. h. Mindererlöse durch Preisrückgang und Erlösrückgänge durch alternative Vermarktungswege bei Abbruch einer wichtigen Geschäftsbeziehung und dem Kreditrisiko, d. h. Forderungsausfall eines Großkunden mit entsprechend langem Zahlungsziel. Da kein Einzelrisiko oder das Gesamtrisiko 20 % des Risikodeckungspotentials übersteigt, bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Es ist davon auszugehen, dass die dargestellten Risiken auch künftig vorhanden sein werden, aber mittelfristig keine weiteren Risiken dazukommen.

Die lärmimmissionsrechtliche Beurteilung des Anlieferstandortes Lauffen ist durch ein Gutachten unterlegt, welches Maßnahmen zur Umsetzung darlegt. Eine entsprechende Berücksichtigung in der Einzelrisiken-Darstellung wurde vorgenommen. Laufende und künftige Standortinvestitionen berücksichtigen die Immissionsanforderungen.

Eine Planungsrechnung zur Steuerung von Liquiditäts- und Zahlungsstromrisiken ist eingerichtet. Diese beinhaltet eine 4-Monats-Plan-Ist-Ergebnisrechnung mit Liquiditätsplanung. Dadurch sind wir in der Lage, abgeleitet vom Geschäftsverlauf die Auszahlungsrisiken für Traubengelder zu prognostizieren. Forderungsausfallrisiken werden durch ein fortlaufendes, zeitnahes Debitorenmanagement begegnet.

c. Chancenbericht

Die Lauffener Weingärtner eG ist in dieser andauernden Krisenzeit in solider Verfassung und wird sich weiterhin stark auch landwirtschafts- und weinbau-politisch sowie wirtschaftlich engagieren, um das Geschäfts mit dem Lebensmittelhandel (LEH) sowie Fachhandel und Direktvertrieb weiter auszubauen. Die Konzentration auf die Absatzkanäle des, vor allem außerhalb des Kernabsatzgebietes, sowie die intensive Betreuung der nationalen Handelspartner ist die ständige Aufgabe, die Distribution weiter auszubauen. Dadurch können der Absatz und die Wertschöpfung stabilisiert bzw. erweitert werden. Zudem sind die erfolgreichen Innovationsprodukte jeweils wertschöpfungssteigernde wichtige Wachstumsquellen. Die durchgängige Qualitätspolitik wird zur weiteren Differenzierung der Produkte und der Marktbearbeitung genutzt werden.

Die von unseren Kunden im LEH sehr geschätzte Liefertreue ist wesentlich für unseren Geschäftserfolg und wird durch vorkontrahierte Glas-Einkäufe (im Verbund mit der WSG Möglingen) mit aktuell sinkenden Preisen im Bereich Warenumschließung gesichert

Generell sehen wir aufgrund unseres Fokus auf das weiter und dem hier gestarteten Ausbau mit neuen Produkten und Serien durchaus verhalten-optimistisch in die Zukunft.

Mit dem Gesamtsortiment "Lauffener" und "Mundelsheimer" Weinen haben wir zwei klar voneinander abgegrenzte Herkunftsmarken im Portfolio und sind aus diesem Grund, vor allem für nationale und regionale Handelskunden, attraktiv und insgesamt relevant als profilierter Wein-Lieferpartner. Das umfangreiche und risikominimierende Rebsortenspektrum der Genossenschaft hat weiterentwickelt und Akzeptanz bei Handel und Verbrauchern gefunden, sodass wir zusätzlich zur seither bekannten Stärke "Schwarzriesling" und "Samtrot" bei den klassischen Württemberger Rebsorten Trollinger, Lemberger und Riesling deutlich leistungsfähiger sind. Bei den nachgefragten Rebsorten Grau- und Weißburgunder sowie "Zukunftsweinen" (aus PIWI Sorten) wurde zudem durch Anpflanzungen der letzten Jahre der Lieferengpass verringert. Diese hohe Kompetenz über das gesamte Sortenspektrum hinweg wird auch weiterhin von unseren Kunden geschätzt und mit zusätzlichen Vermarktungsaktionen und auch Listungs-Erweiterungen honoriert.

Durch die Bekanntheit unserer Lauffener Weine mit bundesweiter Handelspräsenz besitzen wir mit der Herkunftsmarke "Lauffener Weingärtner" eine Qualitätsmarke, von deren Attraktivität die Konsumenten, der Handel und wir selbst in gleicher Weise profitieren. Zur Stärkung dieses Markenbildes haben wir neben einer bundesweit guten Distribution ein stimmiges und beachtliches Preis- Qualitätsverhältnis erreicht, das bei den Verbrauchern eine hohe Akzeptanz findet.

d. Gesamtwürdigung Chancen und Risiken

Im Hinblick auf unsere vorab dargelegte Zielerreichung sehen wir die dargestellten und Chancen und Risiken als ausgewogen an.

 

Lauffen, den 15.7.2024

Lauffener Weingärtner eG

Der Vorstand

Dietrich Rembold

Martin Link

Albrecht Stricker

Marian Kopp

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes.

Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Lauffen, 15.7.2024

Bernhard Schmid, Vorsitzender des Aufsichtsrates

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 8.688.434,35 8.939.568,69
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 85.858,00 123.854,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.858,00 123.854,00
II. Sachanlagen 8.467.466,79 8.688.605,13
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.287.195,74 4.395.776,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.023.307,79 3.159.811,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.925,82 1.105.726,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 181.037,44 27.289,78
III. Finanzanlagen 135.109,56 127.109,56
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.000,00 20.000,00
2. Beteiligungen 40.449,56 38.449,56
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 74.660,00 68.660,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 23.852.354,65 25.763.540,99
I. Vorräte 18.458.890,33 17.732.595,64
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.290.019,99 1.092.352,17
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 86.785,12 78.831,53
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 17.082.085,22 16.561.411,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.024.364,52 4.619.069,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.517.943,08 3.416.042,09
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.152.648,21 956.660,67
3. Sonstige Vermögensgegenstände 353.773,23 246.366,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.369.099,80 3.411.876,35
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.457,75 24.046,31
32.569.246,75 34.727.155,99

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 12.867.082,59 12.803.229,76
I. Geschäftsguthaben 2.837.656,74 2.847.672,60
1. der verbleibenden Mitglieder 2.760.889,50 2.766.114,90
2. der ausscheidenden Mitglieder 7.736,40 30.162,00
3. aus gekündigten Geschäftsanteilen 69.030,84 51.395,70
- Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile: EUR 4.596,60 (Vorjahr: EUR 6.063,90)
II. Kapitalrücklage 533.665,83 519.248,83
III. Ergebnisrücklagen 9.436.308,33 9.378.324,24
1. Gesetzliche Rücklage 4.021.500,00 4.006.500,00
2. Andere Ergebnisrücklagen 4.516.516,44 4.501.532,35
3. Sonderrücklage 898.291,89 870.291,89
IV. Bilanzgewinn/-verlust 59.451,69 57.984,09
1. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 59.451,69 57.984,09
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.626.268,91 1.654.971,59
1. Sonstige Rückstellungen 1.626.268,91 1.654.971,59
C. VERBINDLICHKEITEN 18.075.860,25 20.267.779,64
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 694.548,11 937.276,96
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.422.942,29 18.379.382,90
3. Sonstige Verbindlichkeiten 958.369,85 951.119,78
- davon aus Steuern: EUR 439.743,47 (Vorjahr: EUR 303.839,51)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.348,45 (Vorjahr: EUR 0,00)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 35,00 1.175,00
32.569.246,75 34.727.155,99

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 8.956.056,01 9.124.054,25
2. Personalaufwand -3.884.793,38 -3.884.007,40
a) Löhne und Gehälter -3.276.292,32 -3.262.017,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -608.501,06 -621.989,63
3. Abschreibungen -984.615,58 -931.612,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -984.615,58 -931.612,14
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.979.585,41 -4.177.475,61
5. Zwischensumme 107.061,64 130.959,10
6. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 15,85 18,20
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.104,65 2.539,60
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.483,41 -8.323,52
9. Finanzergebnis 5.637,09 -5.765,72
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.800,35 -11.373,51
11. Ergebnis nach Steuern 114.499,08 113.819,87
12. Sonstige Steuern -55.047,39 -55.835,78
13. Jahresüberschuss 59.451,69 57.984,09

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Lauffener Weingärtner eG mit Sitz in 74348 Lauffen am Neckar ist registriert beim Amtsgericht in Stuttgart und eingetragen unter der Registernummer GnR 100198.

Der Jahresabschluss der Lauffener Weingärtner eG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Genossenschaften sowie den Bestimmungen der Satzung erstellt.

In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen.

Die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bestehenden Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 4 HGB (in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung) betragen unververändert TEUR 2.095 (Vorjahr: TEUR 2.095).

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Bauten und bewegliche Anlagegegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Bewegliche Anlagegegenstände wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis (vermindert um Vorsteuer) von 800,00 EUR sind voll abgeschrieben und als Abgang behandelt worden.

Die im Bau befindlichen Anlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten, Leergut und Transport material mit dem Rücknahmepreis bzw. dem niedrigeren Zeitwert bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten angesetzt. Diese wurden bei den noch nicht abgerechneten Jahrgängen durch Rückrechnung von den voraussichtlichen Erlösen ermittelt. Für Preis- und Lagerrisiken wurden Bewertungsabschläge gemäß § 253 Abs. 4 HGB (in der bis zum 28. Mai 2009 gültigen Fassung) berücksichtigt; diese haben sich am Bilanzstichtag 2023 im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres nicht verändert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt.

Von dem mit Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB eingeräumten Wahlrecht zur Fortführung von niedrigeren Wertansätzen von Vermögensgegenständen, die auf Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 oder Abs. 4 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung oder nach den §§ 254, 279 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung basieren, wurde Gebrauch gemacht.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Das Wahlrecht, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger abzuzinsen, wurde nicht ausgeübt.

Ergebnisauswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes oder der Schätzung der Restlaufzeit wurden im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei einer Änderung des Abzinsungssatzes wurde der Eintritt dieser Änderung zum Ende der Berichtsperiode angenommen.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. BILANZ

Die Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:

Name und Sitz Anteil am Unternehmenskapital Eigenkapital des Unternehmens Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
% Jahr TEUR Jahr TEUR
Lauffener Weinmanufaktur GmbH, Lauffen am Neckar 100,0 2023 60.561,5 2023 -1.234,14
Felsenkeller Besigheim GmbH, Hessigheim 33,3 2023 1.011.830,45 2023 105.281,81

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
- sonstige Vermögensgegenstände 1.368,00 16.067,20

Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisrücklagen Sonderrücklage
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Anfangsbestand 4.006.500,00 3.986.500,00 4.501.532,35 4.478.547,35 870.291,89 840.291,89
Einstellung aus dem Bilanzgewinn Vorjahr 15.000,00 20.000,00 14.984,09 22.985,00 28.000,00 30.000,00
Endbestand 4.021.500,00 4.006.500,00 4.516.516,44 4.501.532,35 898.291,89 870.291,89

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Weinwerbeumlage (TEUR 572), Rückstellungen für Handelsvertreterausgleich (TEUR 326), Rückstellungen für Urlaub bzw. Überstunden (TEUR 285) sowie nachträgliche Erlösschmälerungen (TEUR 106) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:

bis zu einem Jahr Geschäftsjahr
EUR
bis zu einem Jahr Vorjahr
EUR
von einem bis zu fünf Jahren Geschäftsjahr
EUR
von einem bis zu fünf Jahren Vorjahr
EUR
- gegenüber Kreditinstituten 242.903,69 242.728,85 417.817,25 639.326,83
- aus Lieferungen und Leistungen 8.792.048,26 15.109.380,76 7.630.894,03 3.270.002,14
- sonstige Verbindlichkeiten 954.708,15 943.958,08 0,00 5.500,00

Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt EUR 37.488,87 (Vorjahr EUR 56.882,98) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

Gewährtes Pfandrecht oder ähnliches Recht EUR
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Grundschulden 937.276,96
insgesamt 937.276,96

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Erlöse im Eigengeschäft TEUR 18.392
Sonstige Erlöse TEUR 842
Gesamt TEUR 19.234

In dem Posten ,Personalaufwand' sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 29.778,25 (Vorjahr: EUR 30.876,87) enthalten.

In dem Posten ,Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge' sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von EUR 6.426,74 (Vorjahr EUR 2.536,92) enthalten.

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendungsvorschlag

Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht: Einstellung in die gesetzliche Rücklage: € 15.000,00; Einstellung in die anderen Ergebnisrücklagen: € 14.951,69; Einstellung in die Sonderrücklage für Witterungsrisiko: € 29.500,00.

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 18,0 4,0
Gewerbliche Mitarbeiter 30,0 8,0
48,0 12,0

Außerdem wurden durchschnittlich 2 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfangsbestand 1.013 1.751 0,00
Zugang 8 49 0,00
Abgang 20 63 0,00
Endbestand 1.001 1.737 0,00
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr verändert um EUR -5.225,40
Höhe des Geschäftsanteils EUR 3.000,00

Eine Nachschusspflicht der Mitglieder besteht nicht.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands:

Dietrich Rembold - Vorsitzender (nebenamtlich)

Ehrenamtliche Mitglieder:

Martin Link - stellv. Vorsitzender

Albrecht Stricker

Marian Kopp - Geschäftsführer

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Bernhard Schmid - Vorsitzender

Samuel Fink - stv. Vorsitzender

Weitere Mitglieder:

Steffen Maile

Ralf Kühner

Heiko Höllmüller

Heiko Schneider

Julia Beckbissinger, verh. Höllmüller

David Leize

Ralf-Michael Kienzle

Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an:

Mitglieder des Vorstands EUR 150,82

Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 347,13

 

Lauffen, den 24.05.2024

Der Vorstand

Dietrich Rembold

Martin Link

Albrecht Stricker

Marian Kopp

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Generalversammlung am 25. Juli 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

Entwicklung des Anlagevermögens

(in EUR)

im Geschäftsjahr
Anschaffungs-/ Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschüsse Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 580.749,88 16.570,97 0,00 0,00 0,00 597.320,85
580.749,88 16.570,97 0,00 0,00 0,00 597.320,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.435.351,88 53.698,33 16.289,76 0,00 0,00 18.505.339,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.787.967,55 361.416,09 0,00 42.373,70 24.300,00 22.082.709,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.120.660,55 200.800,26 0,00 64.275,34 52.741,83 6.204.443,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.289,78 183.157,42 -16.289,76 0,00 13.120,00 181.037,44
46.371.269,76 799.072,10 0,00 106.649,04 90.161,83 46.973.530,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
2. Beteiligungen 38.449,56 2.000,00 0,00 0,00 0,00 40.449,56
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 68.660,00 6.000,00 0,00 0,00 0,00 74.660,00
127.109,56 8.000,00 0,00 0,00 0,00 135.109,56
47.079.129,20 823.643,07 0,00 106.649,04 90.161,83 47.705.961,40
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zshg. mit Abgängen Zuschreibungen Geschäftsjahr Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 456.895,88 54.566,97 0,00 0,00 511.462,85
456.895,88 54.566,97 0,00 0,00 511.462,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.039.575,14 178.569,09 0,00 0,00 14.218.144,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.628.155,76 473.620,09 42.373,70 0,00 19.059.402,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.014.933,73 277.859,43 64.275,34 0,00 5.228.517,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
37.682.664,63 930.048,61 106.649,04 0,00 38.506.064,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
38.139.560,51 984.615,58 106.649,04 0,00 39.017.527,05
Buchwert Geschäftsjahr Buchwert Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.858,00 123.854,00
85.858,00 123.854,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.287.195,74 4.395.776,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.023.307,79 3.159.811,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.925,82 1.105.726,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 181.037,44 27.289,78
8.467.466,79 8.688.605,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.000,00 20.000,00
2. Beteiligungen 40.449,56 38.449,56
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 74.660,00 68.660,00
135.109,56 127.109,56
8.688.434,35 8.939.568,69

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