voestalpine Signaling Siershahn GmbH
Bahnweg 1, 56427 Siershahn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Faßbender seit 26.2.2025 | Prokura |
Harald Hopfgartner seit 29.11.2023 | Prokura |
Thorsten Oliver Heitzenröder seit 6.4.2020 | Prokura |
Helmut Liebminger seit 1.4.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
voestalpine Signaling Austria GmbH | 90.00% |
voestalpine Turnout Technology Zeltweg GmbH | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
voestalpine Signaling Siershahn GmbHSiershahnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Aufstellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der voestalpine Signaling Siershahn GmbH mit Sitz in Siershahn, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HRB 5567, wurde nach den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB, den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie den Vorschriften des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß dem § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft überschreitet zum 31. März 2024 erstmalig zwei der in § 267 Abs. 2 HGB genannten Größenkriterien und gilt daher noch als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Beim Anhang wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Bei langfristiger Fertigung erfolgt die Gewinnrealisierung im Falle von mit dem Kunden im Auftragsprozess vorab vereinbarten Teilleistungen zum Zeitpunkt der Erfüllung dieser Teilleistungen. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig nach der jeweiligen Nutzungsdauer abgeschrieben. Hierbei werden betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 1-5 Jahren zugrunde gelegt. Die Abschreibungen wurden linear und zeitanteilig vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, und soweit abnutzbar um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen und erfolgen für Zugänge zeitanteilig. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Es wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800 werden im Zugangsjahr aktiviert und sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach gleitend gewogenen Durchschnittspreisen. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei der Bewertung zu Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung, des Vertriebs und Forschungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung sowie Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden nicht offen vom Posten "Vorräte" abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Im Rahmen des Factorings abgetretene Forderungen werden ausgebucht, wenn das Factoring-Unternehmen das Ausfallrisiko übernimmt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögenswerten, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, aus denen sich zukünftige steuerliche Be- oder Entlastungen ergeben, sowie für Verlustvorträge, deren Verrechnung in den nächsten fünf Jahren erwartet wird, gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden für den Bilanzausweis saldiert. Der Überhang aktiver latenter Steuern wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip). Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in fremder Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der Jahresabschluss beinhaltet auch die Buchhaltung zweier ausländischer Repräsentanzen, von denen eine in Fremdwährung geführt wird. Die Umrechnung der Bilanz zum Bilanzstichtag erfolgt zum Stichtagskurs, die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt ebenfalls zum Stichtagskurs. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken werden berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben wird. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Die Ermittlung der Altersteilzeitrückstellung erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Methoden. Die Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit des Wegfalls der Verpflichtung infolge von Invalidität oder Tod erfolgte gemäß den Heubeck-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Als Rechnungszins wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre von 1,11 % entsprechend der durchschnittlichen Restlaufzeit der Verpflichtungen angesetzt. Die zukünftige Dynamisierung der Altersteilzeitbezüge wurde bei den Berechnungen mit 0 % berücksichtigt. Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Methoden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die Heubeck-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Für die Berechnung wurde ein Rechnungszins von 1,80 %, der dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Abzinsungssatz nach § 253 Abs.2 Satz 2 HGB entspricht. ohne Kosten- und Sicherheitszuschläge angesetzt. Die Anwartschaftsdynamik wurde aufgrund der Bezügeunabhängigkeit der Leistungen mit jährlich 0 % berücksichtigt. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis von bis zur Veräußerung noch anfallenden Vollkosten angesetzt. In den sonstigen Rückstellungen sind auch pauschale Rückstellungen für Gewährleistungsaufwendungen angesetzt. Die Berechnung erfolgt gemäß Konzern-Richtlinie pauschal in Höhe von 0,15 % bezogen auf die Umsatzerlöse der letzten drei Jahre. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nicht offen von den Vorräten abgesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen befinden sich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.676 (i. Vj. TEUR 3.321), davon bestehen TEUR 53 (i. Vj. TEUR 26) gegen Gesellschafter. TEUR 2 (i. Vj. TEUR 37.752) sind sonstige Vermögensgegenstände. Aktive latente Steuern gibt es im Bereich des Sachanlagevermögens, der Forderungen und der sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuern gibt es zum Stichtag keine. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 29,13 %. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, ihre Restlaufzeiten und die Art ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen befinden sich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 726 (i. Vj. TEUR 978). Davon bestehen wiederum TEUR 184 (i. Vj TEUR 174) gegenüber Gesellschaftern. TEUR 23.278 (i. Vj. TEUR 54.914) sind sonstige Verbindlichkeiten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Auf eine weitere Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 392) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 135, Erträge aus Sachbezug TEUR 56, Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen TEUR 25, sonstigen Erträgen TEUR 52, periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 38 und sonstige periodenfremde Erträge TEUR 69. Die Abschreibungen enthalten planmäßige, lineare Abschreibungen. Die Personalaufwendungen enthalten TEUR 1.851 (i. Vj. TEUR 1.368) für Personalleasing. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden im Durchschnitt 275 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 226 periodenfremde Aufwendungen enthalten. V. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1.801.327,72. Zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 568.229,26 beträgt der Bilanzgewinn EUR 2.369.556,98. Die Geschäftsführung schlägt vor, von diesem Bilanzgewinn einen Betrag von EUR 2.278.500,00 auszuschütten und den Rest in Höhe von EUR 91.056,98 auf neue Rechnung vorzutragen. VI. Ausschüttungssperre Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 76,7 unterliegen nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB der Ausschüttungssperre. VII. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen Factoringverträge abgeschlossen und entsprechend Forderungen, zum Zweck der Verbesserung der stichtagsbezogenen Liquidität, verkauft. Die Gesellschaft hat Forderungen in Höhe von TEUR 2.332 (i.Vj. TEUR 3.011) an die konzerneigene Zweckgesellschaft voestalpine Financial Services B.V. veräußert. Das Factoring dient zur kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätslage und der Kapitalstruktur. Die Gesellschaft behält zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement inne. Wir rechnen nicht mit einer Inanspruchnahme. Bei tatsächlicher Inanspruchnahme in voller Höhe, ist unsere Liquidität kurzfristig eingeschränkt. Zur Verringerung der Kapitalbindung hat die Gesellschaft Leasing-Verträge abgeschlossen Die Leasingvereinbarungen führen auf die Restlaufzeit der Verträge betrachtet zu einem Leasingaufwand in Höhe von TEUR 361. VIII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus unbefristeten Mietverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 257. Aus begonnenen Investitionsvorhaben bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 284. IX. Haftungsverhältnisse Aus Auftragsbeständen existieren zum 31. März 2024 Bürgschafts- und Garantieverpflichtungen im Wesentlichen aus Gewährleistung in Höhe von TEUR 3.030. Die Bürgschaften werden entweder als Erfüllungs- oder als Gewährleistungsbürgschaften gestellt. Von einer Inanspruchnahme ist nicht auszugehen, da bei den laufenden Projekten mit einer vollständigen Lieferung und Installation zu rechnen ist und eventuell auftretende Gewährleistungsansprüche der Kunden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bedient werden. X. Sonstiges Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführer, Herrn Mag. Helmut Liebminger, zuständig für Technik und Vertrieb und Herrn Steve-Patrick Stahl zuständig für Operations, vertreten. Es wurde kein Sprecher der Geschäftsführung ernannt. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Per 1. April 2024 ist Herr Mag. Gerald Knapp (zuständig gewesen für Verwaltung und Finanzen) aus der Geschäftsführung ausgeschieden und Herr Steve-Patrick Stahl ist per 01. April 2024 in die Geschäftsführung eingetreten. Er ist als Chief Operating Officer. (COO) für die Gesellschaft tätig. Bezüglich der Nennung und Aufschlüsselung der Abschlussprüferhonorare, nimmt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Der Beirat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Günter Neureiter, Vorsitz - (CEO voestalpine Railway Systems GmbH, Zeltweg) Mag. Dr. Thomas Stocker, stellvertretender Vorsitz - (CFO voestalpine Railway Systems GmbH, Zeltweg) Dipl.-Ing. (FH) Heinz Schatz - (CEO voestalpine Signaling Austria GmbH, Zeltweg) Beiratsvergütungen wurden in diesem Jahr keine gezahlt. Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der voestalpine Signaling Austria GmbH (90%) mit Sitz in Zeltweg/Österreich und der voestalpine Turnout Technology Zeltweg GmbH (10%) mit Sitz in Zeltweg/Österreich. Die voestalpine Signaling Siershahn GmbH wird in den nach IFRS erstellten Konzernabschluss der voestalpine AG, mit Sitz in Linz/Österreich einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft in Linz erhältlich. Der tatsächliche Steueraufwand/-ertrag aus dem MinStG für das Geschäftsjahr beläuft sich auf Null Euro. Oberste Muttergesellschaft gemäß MinStG ist die voestalpine AG mit Sitz in Linz/Österreich. XI. Nachtragsbericht Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, liegen nicht vor.
Siershahn, 27. Juni 2024 voestalpine Signaling Siershahn GmbH Mag. Helmut Liebminger, Geschäftsführer Steve-Patrick Stahl, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Die voestalpine Signaling Siershahn GmbH ist als Tochtergesellschaft der voestalpine Signaling Austria GmbH (zu 90%) und der voestalpine Turnout Technology GmbH (zu 10%) voll in die weltumspannende Railway Systems- Gruppe und damit in den voestalpine Konzern eingebunden. Sie ist ein global agierendes Technologieunternehmen, das auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Diagnose- und Monitoring- Technologien für Eisenbahn-Infrastruktur spezialisiert ist. Ziel ist die Gewährleistung der Betriebssicherheit im Bahnverkehr sowie die Optimierung von Wartungsprozessen. Der größte Produktionsstandort befindet sich in Siershahn am Sitz der Gesellschaft. Ein weiterer Produktionsstandort befindet sich in Waddinxveen/ Niederlande. Dort wird im Schwerpunkt das "Wheel Impact and Load Detection (WILD)" System entwickelt und hergestellt. An diesem Standort arbeiteten zum Ende des Jahres 38 eigene Mitarbeiter sowie 13 aus Personalleasing. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft ein Service- und Vertriebsbüro in Australien mit 7 Mitarbeitern. Mit der konzerninternen Schwestergesellschaft voestalpine Signaling USA LLC. (vaSig USA) mit Sitz in Loveland, Colorado besteht weiterhin eine enge geschäftliche Beziehung und eine enge Kooperation im Bereich der akustischen Raddiagnose (AMS). Die Hauptabsatzmärkte liegen in Europa, Australien und Amerika (hier insbesondere die USA). Forschung und Entwicklung Die voestalpine Signaling Siershahn beschäftigt im Bereich Forschung & Entwicklung 63 Mitarbeiter, deren Aufgabe darin besteht, die bereits am Markt etablierten Produkte zu verbessern, sowie neue Produkte zu entwickeln. Für bestimmte Teilbereiche im Rahmen unserer Entwicklungsprojekte versucht voestalpine Signaling Siershahn externes Know-how zu absorbieren, um die internen Ressourcen bestmöglich zu fokussieren. Die stetige Tendenz zur Digitalisierung der Eisenbahn im globalen Marktumfeld führt zu einer positiven Aussicht in diesem Segment. Der Aufwand für Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 2.122 (i. Vj. TEUR 1.886). Zweigniederlassungen Die Gesellschaft hat Zweigniederlassungen in Waddinxveen/Niederlande, sowie in Smeaton Grange/Australien. Die Niederlassung in den Niederlanden verantwortet eigenständig die Entwicklung der Produktlinie "Wheel Impact and Load Detection (WILD)" und ist weltweit für ca. 7% des Gesamtumsatzes der Firma verantwortlich. Der strategisch bedeutende After-Sales Markt in den Niederlanden und Großbritannien kann dadurch kundennah betreut werden. Seit 2022 läuft an diesem Standort die Entwicklung einer neuen Detektor-Generation im Bereich Fibre Optics, die sich aktuell in der Pilot-Phase befindet. Eine erste 0-Serie ist für das das Geschäftsjahr 2024/2025 vorgesehen. Die Niederlassung in Australien stellt ein Sales & Service Zentrum dar. Der australische Markt hat für das Unternehmen zentrale strategische Bedeutung. In den letzten Jahren war es möglich mehrere große Bahn- Akteure wie SidneyTrains oder Aurizon als Kunden zu gewinnen. Mit einem Umsatz von rund 4,3 Mio. EUR und einem Umsatzanteil von rund 8,6 % ist das Land weiterhin eines der wichtigsten Zielmärkte. Durch die geografische Nähe ist darüber hinaus eine Betreuung der asiatischen Märkte deutlich vereinfacht, bei denen insbesondere Indien, Südkorea sowie China und die Mongolei verstärkt im strategischen Fokus stehen. B. WIRTSCHAFTSBERICHT I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2023/2024 war geprägt durch ein krisenhaftes Umfeld (Ukraine-Krieg, Naher Osten, Spannungen China/Taiwan) sowie deutlich gestiegene Preise auf allen Wirtschaftsstufen. Zusätzlich belasteten ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Der deutschen Wirtschaft haben diese Auswirkungen sichtbar geschadet. Das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt ist um -0,3% gesunken, wobei die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftszweigen unterschiedlich verlief: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, das Verarbeitende Gewerbe sowie die Produktion und Wertschöpfung in der Chemie- und Metallindustrie sind gesunken. Lichtblicke seien dagegen die Automobilindustrie, der sonstige Fahrzeugbau und der Dienstleistungsbereich. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html) Auch beim Verkehrssektor und beim Gastgewerbe ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung um -1,0% zurück. Das lag vor allem am Groß- und an Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 um -0,1 % zurück. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html Der Produktionsindex wies im Jahr 2023 eine fast ständige Entwicklung ins Negative. Nach dem ersten Rückgang im März (-2,4%), stagnierte der Produktionsindex in den darauffolgenden Monaten. Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) nahm im Dezember 2023 gegenüber dem November 2023 saison- und kalenderbereinigt um 1,5% ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2022 war die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember 2023 kalenderbereinigt 3,0 % niedriger. Die Industrieproduktion sank im gleichen Zeitraum um -3,7 %. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24 048 421.html# :~: text=Die% 20Industrieproduktion%20(Produzierendes%20Gewerbe%20ohne,Konsumg%C3%BCtern%20um%20 0%2C9%20%25 Die Preise für Investitionsgüter waren 2,8 % höher als im Vorjahresmonat, insbesondere verursacht durch die Preissteigerungen bei Maschinen (+3,3 %) sowie bei Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+2,4 %). https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24 110 61241.html Die Bewältigung des Klimawandels ist trotz der oben beschriebenen, aktuellen Entwicklungen weiterhin das wahrscheinlich entscheidende Zukunftsthema. Dem Bereich der Verkehrspolitik kommt dabei in Deutschland aber auch weltweit eine besondere Aufmerksamkeit zu. Immer mehr Länder und Regionen setzen dabei einen Fokus auf das Transportmittel Bahn, das laut Umweltbundesamt eine deutlich bessere Ökobilanz aufweist als Auto oder Flugzeug. Die Diskussionen über ein Verbot oder zumindest eine Reduzierung des Flugverkehrs im Inland setzt eine Kapazitätserweiterung von Bahnstrecken rollendem Material voraus. Auf dem Weg in einen klimafreundlichen Verkehr von morgen nimmt die Bundesregierung daher den Güterverkehr besonders in den Blick. Daher hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, den Anteil der Schiene am Güterverkehr bis 2030 auf mindestens 25% zu steigern. Dafür haben Sie den "Masterplan Schienenverkehr" entwickelt. Dieser bildet den verlässlichen Rahmen, um den Gütertransport auf umweltfreundliche Schiene umfassend zu modernisieren. https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/Klimaschutz-im-Verkehr/klimaschutzschienengueterverkehr.html Mit insgesamt 200 Millionen Euro unterstützt das BMDV (Bundesministerium für Digitales und Verkehr) die Eisenbahnunternehmen bei den Kosten für Anlagenpreise. Schwerpunkt ist der Einzelwagenverkehr. Außerdem stellt das BMDV im Rahmen der Anschlussförderung 200 Millionen für einen besseren Zugang von Unternehmen zum Schienennetz breit. Gefördert werden der Bau, Ausbau oder die Reaktivierung sowie der Ersatzneubau (inkl. Anschlussweiche) privater Gleisanschluss sowie von multifunktionalen Umschlaganlagen und von Zugführungs- und Industriestammgleisen. https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/Klimaschutz-im-Verkehr/klimaschutzschienengueterverkehr.html Auf europäischer Ebene treibt das BMDV den Aufbau eines leistungsfähigen europäischen Schienengüter- Netzes voran. Dazu wurde unter der deutschen Ratspräsidentschaft die "Berliner Erklärung - Innovativer Schienenverkehr- vernetzt, nachhaltig, digital" verabschiedet. Die 29 Unterzeichner-Staaten treten gemeinsam für eine innovative Weiterentwicklung des Schienengüterverkehrs für den Wirtschaftsstandort Europa ein. https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/Klimaschutz-im-Verkehr/klimaschutzschienengueterverkehr.html Auch international steht die Weiterentwicklung der Bahn-Infrastruktur im Fokus. So stellte die US-Regierung im Dezember 2023 Mittel in Höhe von 8,2 Milliarden Dollar für zehn wichtige Bahnprojekte im Land vor. Das Geld stammt aus einem 2021 vom Kongress beschlossenen Infrastrukturpaket, das insgesamt 66 Milliarden Dollar für den Schienenverkehr vorsieht. Im Kampf gegen den Klimawandel will die US-Regierung die Zahl der Passagiere bis 2040 verdoppeln. https://www.n-tv.de/panorama/USA-bekommen-erste-Hochgeschwindigkeits-Bahnstreckearticle24589567.html# :~: text=USA%20investieren%2066%20Milliarden%20Dollar&text=Das%20Geld %20stammt%20aus%20einem,Dollar%20f%C3%BCr%20den%20Schienenverkehr%20vorsieht.&text= Derzeit%20fahren%20Passagierz%C3%BCge%20in%20den,Autos%20und%20Flugzeugen%20Vorrang %20einger%C3%A4umt. Außerdem plant die USA ihre erste Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke, welche von Los Angeles bis nach Las Vegas gehen soll. Die Schnellzüge der Brightline West sollen die 350 Kilometer in zwei Stunden und zehn Minuten zurücklegen - und damit rund doppelt so schnell wie Autos. Durch die Schnellzüge würden drei Millionen Fahrzeuge von der Autobahn verschwinden. Die Regierung Bidens will für das Projekt Brightline West bis zu drei Milliarden Dollar zugeben. Fertiggestellt werden soll die Strecke im Jahr 2028. Auch zwischen Los Angeles und San Francisco ist eine Schnellzugstrecke geplant und soll ebenfalls mit drei Milliarden Dollar an Bundesgeldern vorangebracht werden. https://www.n-tv.de/panorama/USA-bekommen-erste-Hochgeschwindigkeits-Bahnstreckearticle24589567.html# :~: text=USA%20investieren%2066%20Milliarden%20Dollar&text=Das%20Geld %20stammt%20aus%20einem,Dollar%20f%C3%BCr%20den%20Schienenverkehr%20vorsieht.&text= Derzeit%20fahren%20Passagierz%C3%BCge%20in%20den,Autos%20und%20Flugzeugen%20Vorrang %20einger%C3%A4umt. Auch im strategisch für die Gesellschaft wichtigen Markt in Australien steigt die Investitionsbereitschaft weiter an. So plant die australische Regierung den weiteren Ausbau der Bahnindustrie. Mit einem geplanten Schienenbauvolumen von 70 Milliarden australischen Dollar in den nächsten fünf Jahren befindet sich das Land in einer Entwicklungsphase. Zu Australiens größten Infrastrukturprojekten gehört die Sydney Metro, das größte öffentliche Verkehrsprojekt Australiens und das erste vollautomatische U-Bahn-System des Landes. Es wird vier neue Bahnlinien und 46 neue Bahnhöfe geben und die Bahnkapazität Sydneys bis 2024 um bis zu 60% steigern. Außerdem neue Bahnstrecken und Bahnhöfe um Melbourne. Diese sollen bis 2035 fertiggestellt werden. Dazu haben auch Hochgeschwindigkeitszüge eine hohe Priorität auf der Agenda der australischen Regierung. https://www.globalaustralia.gov.au/news-and-resources/news-items/australias-a70-billion-railconstruction-pipeline Das Wettbewerbsumfeld ist geprägt von wenigen Mitbewerbern und hohen Markteintrittsbarrieren (z.B. landesspezifische Zulassungsverfahren). Sowohl in Europa wie auch auf den globalen Märkten etabliert sich Wabtec CORPORATION, Pittsburgh, Pennsylvania, USA als ein ernsthafter Wettbewerber. Progress Rail Inspection & Information Systems GmbH (PRIIS) agiert in verschiedenen Markten weiterhin mit Preiswettbewerb. Im amerikanischen Markt zeigt der Trend in die Richtung von hochwertigen, verlässlichen und preisintensiveren Anwendungen der voestalpine und weg von den eher low-cost Anwendungen der Firmen Southern Technologies Corporation, Chattanooga, Tennessee, USA und Progress Rail Services Corporation, Albertville, Alabama, USA. Eine leider folgenschwere Entgleisung eines Güterzugs im Februar 2023 im Bundesstaat Ohio hat diesen Trend beschleunigt. Der Markt für Monitoring-Plattformen bleibt ein Spielfeld zahlreicher Software-Unternehmen; unmittelbare Wettbewerber unserer zentralen CMS (Central Monitoring System = Zentrale Steuer- und Auswertungssoftware) sind Unternehmen wie Trimble Inc., Westminster, Colorado, USA und Wabtec CORPORATION. Generell besteht weiterhin ein anhaltender Konzentrations-bzw. Akquisitionsprozess im Bereich Diagnose-und Monitoring-Technologie, der Markt ist hier in einer steigen Bewegung II. Darstellung des Geschäftsverlaufs In Deutschland und Österreich sind die Arbeiten an den beiden wichtigen Großprojekte DBMAS (DB) und Zuglaufcheckpoints (ÖBB) in der Finalisierung. Diese beiden Großprojekte waren in den letzten Jahren für die voestalpine Signaling Siershahn aufgrund des Umfanges und der Komplexität von besonderer Bedeutung und machten mit ca. 4,6 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr noch etwa. 9% des Jahresumsatzes aus. Neue Großprojekte mit der DB (HFS Projekt) und anderen internationalen Kunden (Ägypten, Mexiko, Süd-Korea) sind gestartet und befinden sich teilweise bereits in der Projektumsetzung. Auch das für die ÖBB entwickelte Konzept von Zuglaufcheckpoints wird inzwischen in anderen Ländern eingesetzt, z.B. in Rumänien oder Serbien und generiert erste Umsätze, im Geschäftsjahr 2023/2024 rund 4,5 Mio EUR. Geprägt war dieses Jahr von den bereits erwähnten Referenzprojekten, den Erfolgen in den USA mit der weiteren Marktdurchdringung der aktuellen Diagnose-Produktplattform PHOENIX MDS sowie einer Umsatzsteigerung im Software-Bereich (Umsatz rund 9,9 Mio. EUR im GJ, 19,5% Anteil, Vorjahr: Umsatz 14,3 Mio. EUR, 36% Anteil). Im strategisch wichtigen Markt der USA, kann das Geschäftsjahr 2023/2024 als Break Through betrachtet werden. Durch eine aktive Betreuung von Pilotanlagen, ein auf den Markt zugeschnittenes Product Packaging sowie durch die im Roll-out befindliche Produktlinie Acoustic Monitoring System AMS konnten in diesem Jahr die ersten erwarteten großen Roll-outs realisiert werden. Der Umsatz mit den USA, unter Einbindung der vaSig USA, stieg von rund 1,6 Mio. EUR im letzten Geschäftsjahr auf ca. 4,2 Mio. EUR im aktuellen. Der Bereich After Sales Service inklusive dem Ersatzteilgeschäft bleibt in Bezug auf Volumen (14,4 Mio. EUR) und Umsatzanteil (28% im GJ 2023/2024) sowie Kundenbindung wichtig. Sowohl wirtschaftlich als auch strategisch wurde dieses Segment im abgelaufenen GJ weiter ausgebaut, insbesondere durch erweiterte Service Aktivitäten, in Deutschland und den Niederlanden. Durch Servicequalität und flexible Angebotsgestaltung mittels kundenspezifischer Serviceverträgen wird versucht, die Kundenzufriedenheit sicherzustellen und damit die Kundenbindung weiter zu erhöhen. Umsatzentwicklung und Ergebnis Das Geschäftsjahr 2023/2024 war hinsichtlich Auftragseingang und Umsatz ein Rekordjahr für die Gesellschaft. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.801 (i. Vj. TEUR 1.542) bei einem Jahresumsatz von TEUR 50.452 (i.Vj. TEUR 39.571). Der Umsatz ist von TEUR 39.571 auf TEUR 50.452 angestiegen, der geplante Umsatz in Höhe von TEUR 45.000 konnte übertroffen werden. Der Auftragseingang liegt bei rd. 54,8 EUR Mio., der Auftragsbestand bei ca. 65,9 Mio. EUR. Beide Werte konnten damit , im Vergleich zum Vorjahr, gesteigert werden (EUR 51,4 Mio. bzw. 61,5 Mio.) und stellen jeweils Bestwerte in der Geschichte des Unternehmens dar. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) beträgt im Berichtsjahr TEUR 3.792 und liegt damit über dem Plan von TEUR 3.381 und über dem Wert des Vorjahres (TEUR 3.070). Voestalpine Signaling Siershahn beschäftigt im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023/2024 259 fest angestellte Mitarbeiter (inkl. Leiharbeiter) (i. Vj. 231) sowie 16 Auszubildende (i. Vj. 12). Gesamtaussage Insgesamt zeigen sich die Geschäftsführung und die Anteilseigner mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. III. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der voestalpine Signaling Siershahn ist gesunken und beträgt TEUR 44.217 (i. Vj. TEUR 71.935). Davon entfallen TEUR 9.170 (i. Vj. TEUR 7.600) auf das Anlagevermögen und TEUR 34.947 (i. Vj. TEUR 64.178) auf das Umlaufvermögen. Der Rückgang des Umlaufvermögens ist hauptsächlich auf geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Hier wurde eine entsprechende Aufrechnung gegen vergleichbare Verbindlichkeiten vorgenommen. Das Eigenkapital der voestalpine Signaling Siershahn beläuft sich auf TEUR 2.470 vor Dividendenausschüttung (i. Vj. TEUR 1.984). Die Eigenkapitalquote beträgt 5,6 % (vor Dividendenausschüttung) (i. Vj. 2,8%). Die Rückstellungen sind um TEUR 2.373 gestiegen. Die höheren Gewährleistungsrückstellungen resultieren aus 2 Schadensfällen. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen ist darüber hinaus insbesondere auf die erstmalige Verpflichtung zur Ermittlung der Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen und auf die Erhöhung der Rückstellungen für laufende Projekte zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wegen der Aufrechnung der Forderungen in der Cash Pool Nutzung um TEUR 31.888 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich um TEUR 389. Die Position der erhaltenen Anzahlungen (TEUR 4.727 gegenüber TEUR 4.101 im GJ 2022/2023) ist ebenfalls gestiegen. Dieses Instrument wird weiterhin intensiv zur Finanzierung der langlaufenden Kundenprojekte genutzt. Die Vermögenslage wird insgesamt als zufriedenstellend beurteilt. 2. Finanzlage Die voestalpine Signaling Siershahn GmbH hat zum Stichtag keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Rahmen der Zugehörigkeit der voestalpine Signaling Siershahn GmbH zum voestalpine- Konzern werden die Vorteile des konzerninternen Cash Pooling genutzt. Dabei setzt sich der Finanzmittelfonds (TEUR -22.639; i. Vj. TEUR -16.956) wie folgt zusammen:
Der Finanzmittelfonds ist von TEUR -16.956 im Vorjahr auf TEUR -22.639 gesunken. Das Unternehmen finanziert sich aus dem konzerninternen Cash Pool. Dabei wird dieser weiter intensiviert, was sich in einem nur geringen Guthabenbestand bei Kreditinstituten widerspiegelt. Weitere Kreditlinien werden nicht in Anspruch genommen. Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist, die fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu erfüllen und darüber hinaus keinerlei Kontokorrentkredite bei Kreditinstituten in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente nutzt die Gesellschaft insbesondere Forderungsverkaufsprogramme über ein konzerneigenes Factoring. Das kurzfristige Fremdkapital (Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten inbegriffen) ist von TEUR 69.583 auf TEUR 41.001 gesunken. Bei einem Umlaufvermögen von TEUR 34.947 (i. Vj. TEUR 64.178) ergibt sich ein aufgrund der umfangreichen Investitionen, hauptsächlich in das neue Betriebsgebäude, ein verschlechtertes Working Capital in Höhe von TEUR -6.054 (i.Vj. TEUR -5.405). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden laut Anlagenzugang Investitionen in Höhe von TEUR 2.013 durchgeführt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um geleistete Anzahlungen für das Bauprojekt (TEUR 1.666) sowie Investitionen in Büroeinrichtung, Arbeitsgeräte und IT-Hard- und Software (TEUR 347). Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist u.a. aufgrund des erfolgten Bestandsaufbaus mit TEUR -2.379 negativ. Aufgrund der gesteigerten Investitionen (TEUR 2.013), insbesondere für den im nächsten Geschäftsjahr fertig werdenden Neubau zur Produktionserweiterung, ist der Cashflow unter Berücksichtigung von Erlösen aus Anlagenabgängen (TEUR 25) aus der Investitionstätigkeit negativ (TEUR -1.988). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Gewinnausschüttung negativ und beträgt TEUR -1.316. Dadurch ist der Finanzmittelfonds um TEUR -5.683 auf TEUR -22.639 reduziert. Die Finanzlage beurteilen wir trotz der erhöhten Refinanzierung als insgesamt zufriedenstellend. 3. Ertragslage Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.801 (i. Vj. TEUR 1.542). Das EBIT beträgt TEUR 3.792 (i. Vj. TEUR 3.070). Im Geschäftsjahr ist der Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 auf TEUR 50.452 gestiegen. Insbesondere haben sich die Umsätze mit der Schwestergesellschaft in den USA und im Bereich HBD (Hot Brake Detection) gesteigert. Unter Berücksichtigung einer gegenüber dem Vorjahr erzielten Bestandserhöhung von TEUR 3.226 (i. Vj. TEUR 2.415) in Form einer Erhöhung von Sicherheitsbeständen, ergibt sich eine um TEUR 11.691 höhere Gesamtleistung von TEUR 53.678 (i. Vj. TEUR 41.987). Aufgrund gestiegener Umsatzerlöse haben sich die Materialaufwendungen erhöht. Die Personalaufwendungen sind um TEUR 4.017 auf TEUR 20.850 gestiegen, insbesondere durch eine weitere Aufstockung in den Bereichen Entwicklung und Sales. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf TEUR 11.633 gestiegen. Im Einzelnen sind für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine Steigerung der Kosten in den Bereichen Reisekosten (auf vor-Corona-Niveau), Fracht, Gewährleistung und EDV ursächlich. Das saldierte Finanzergebnis ist negativ und beträgt TEUR -804. Damit hat es sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert (i. Vj. TEUR -311). Dies liegt vor allem an gestiegenen Zinsaufwendungen aufgrund von umfangreichen Projektvorfinanzierungen und der Realisierung eines neuen Betriebsgebäudes. Das Unternehmensergebnis erklärt sich durch eine anlaufende Realisierung der Großprojekte, dem positiven Umsatz- und Ergebnisanteil im Bereich der HBD sowie einer gleichbleibend positiven Entwicklung im Bereich Service & Spare Parts. Die Ertragslage beurteilen wir als gut. C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die voestalpine Signaling Siershahn verfügt über ein Risiko- und Chancenmanagement, auf dessen Basis die Risikotragfähigkeit laufend sichergestellt wird. Das Risikomanagement umfasst insbesondere interne Kontrollverfahren, aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen mit klarer Abgrenzung der Verantwortungsbereiche und Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der Risiken. Die voestalpine Signaling Siershahn GmbH ist darüber hinaus in das konzernweite Beteiligungscontrolling des voestalpine Konzerns eingebunden. 1. Chancen Wie bereits erwähnt, wird das wichtige Thema der Bewältigung des Klimawandels im Bereich der Verkehrspolitik positive Auswirkungen auf das Transportmittel Bahn haben, das laut Umweltbundesamt eine deutlich bessere Ökobilanz aufweist als Auto oder Flugzeug. Die Diskussionen über ein Verbot oder zumindest eine Reduzierung des Flugverkehrs im Inland setzt eine Kapazitätserweiterung von Bahnstrecken im rollenden Material voraus. Hier liegen wirtschaftliche Potentiale für das Unternehmen. Neue Großprojekte, sowie national als auch in verschiedenen Weltregionen, der in diesem Jahr erfolgte Durchbruch in den USA sowie eine weitere Internationalisierung werden den Geschäftsverlauf der voestalpine Signaling Siershahn im kommenden Jahre prägen, mit Chancen sich im Markt zu behaupten und die zukünftige Marktposition zu sichern. Neben den Großprojekten sieht die Gesellschaft Absatz- und Ergebnischancen durch den Einsatz der Diagnose- Produktplattform PHOENIX MDS (Modular Diagnostic System) bei bestehenden und neuen Kunden weltweit. Der nordamerikanische Markt ebenso wie der asiatische Raum werden als Wachstumsmärkte für voestalpine Signaling Siershahn gesehen. Zudem ist in vielen weiteren Märkten weltweit ein positiver Trend zu erkennen. Durch die enge Kooperation mit der voestalpine Signaling USA, Inc. kann die Gesellschaft auf deren Infrastruktur zurückgreifen und damit neben der Betreuung des amerikanischen Marktes auch den Anforderungen im Bereich der akustischen Raddiagnose (AMS) gerecht werden. Hier zeigten sich im Geschäftsjahresverlauf durch die Realisierung von Projekten mit verschiedenen Class I und II Kunden wichtige Erfolge. Mit einem angestiegenen Auftragsbestand i. H. v. rund EUR 65,9 Mio. (i. Vj. EUR 61,5 Mio.) blicken wir zuversichtlich auf das kommende Jahr. 2. Risiken Eine moderne, werteorientierte Unternehmensführung erfordert die bewusste Auseinandersetzung mit strategischen und operativen Risiken. Ziel ist es daher, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung einzuleiten. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement des voestalpine Konzerns einbezogen. Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess, der mindestens einmal jährlich durchgeführt wird, um potenzielle Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren. Die identifizierten Risiken müssen sich den Kriterien "beschreibbar", bewertbar", und "beherrschbar" stellen. Dokumentiert werden unter anderem Markt-, Finanzierungs-, Umwelt-, Technologie- und IT-Risiken. Die Finanzierungsrisiken werden im Anlassfall durch folgende Risikomanagementmethoden abgesichert: Durch die Einbindung in das Cash-Pooling und Factoring der voestalpine AG wird das Liquiditätsrisiko möglichst gering gehalten, um jederzeit den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird. Im Rahmen des konzerneigenen Factorings verkaufen wir einen Großteil unserer Forderungen und übertragen somit das Ausfallrisiko dieser Forderungen an ein konzernverbundenes Unternehmen. Außerdem arbeiten wir verstärkt mit dem Instrument Kunden-Anzahlungen, um Projektrisiken weiter zu reduzieren. In die Risikobetrachtung werden auch die verwendeten Finanzinstrumente einbezogen. Zu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Die Forderungen unterliegen einem Ausfallrisiko, das heißt dem Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und somit ein Ausfall der Forderung zu verzeichnen ist. Das Bonitätsrisiko der Forderungen ist durch Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitgehend abgesichert. Das Risiko aus Fremdwährungszahlungsströmen besteht im Wesentlichen aus Rechnungsstellung in USD. Zwar erfolgt die Rechnungsstellung überwiegend in EUR, für unsere US-amerikanischen Kunden sowie unseren australischen Kunden erfolgt eine Erstellung in eigener Währung. Aufgrund unserer Betriebsstätte in Australien sowie der amerikanischen Schwestergesellschaft kann auf eine Umrechnung in EUR in der Regel verzichtet werden. Sicherungsgeschäfte werden nur in besonderen Ausnahmefällen getätigt, die Sicherungsquote liegt in der Regel zwischen 50% und 100%. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote. Eine Zinsrisikobeurteilung erfolgt in der Konzernmuttergesellschaft voestalpine AG. Diese unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Die Konzernstrategie zielt darauf ab, durch Nutzung des Portfolioeffektes die Volatilität der Auswirkungen von Zinsschwankungen zu vermindern. Das Marktrisiko stellt sich für das Unternehmen folgendermaßen dar: Die voestalpine Signaling Siershahn ist weiterhin projektabhängig, wodurch eine konstante Produktionsauslastung nur schwer gesteuert werden kann. Durch weitere intensive globale Expansion wird versucht, diesem Risiko zu begegnen. Gleichzeitig führt die hohe Anzahl an Bestandssystemen zu einem zunehmenden Servicebedarf der Bestandskunden. Dies ist mit einem höheren Bereitstellungsaufwand an Personal und Lagerbestand verbunden, gleichzeitig bietet es aber über die Möglichkeit der weiteren Kundenbindung und einem zusätzlichen Ertrag auch Chancen. Weiterhin sind die Anforderungen der Kunden nicht standardisiert, was zu einem Mehraufwand hinsichtlich Entwicklung und des Know-hows führt. Außerdem ist hierdurch ein einheitliches, standardisiertes Produktionsverfahren schwierig. Weitestgehende Modularisierung des gesamten Produktportfolios sollte zur Vereinfachung beitragen. Der Eintritt in neue internationale Märkte ist mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden. Die Anforderungen der dortigen Kunden sowie die Markteintrittsbarrieren (Zulassungen, lokaler Service, gesetzliche Vorgaben) erfordern Anpassungen an Produkte und Prozesse. Die derzeitigen, in Umsetzung befindlichen Großprojekte stellen ein zusätzliches potenzielles Betriebsrisiko dar. Die Dimension dieser Projekte erfordert ein umfangreicheres Projektmanagement, um Fortschritts- und Kostenübersicht zu behalten. Die höhere interne und externe Kommunikation stellen dabei weitere Herausforderungen dar, die nicht zu unterschätzen sind. Umwelt-, Technologie- und IT-Risiken werden regelmäßig überwacht und durch ein umfangreiches internes Kontrollsystem sowie regelmäßiger externer Audits fortlaufend analysiert und weiterentwickelt. So ist das Unternehmen nicht nur nach ISO 9001 zertifiziert, sondern auch nach ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 45001 (Arbeitsschutz). Erfolgreich konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Re-Zertifizierung nach ISO 27001 (IT-Sicherheit) abgeschlossen werden. Ukraine-Krieg / Geopolitische Konflikte und deren Auswirkungen Der Ukraine-Krieg sowie andere geopolitische Entwicklungen, z. B. im Nahen Osten oder der Konflikt zwischen China und Taiwan wurden und werden weiterhin laufend beobachtet, um auch künftig etwaigen Auswirkungen auf die Gesellschaft bestmöglich entgegenzuwirken. So wurden zu Beginn des Ukraine-Krieges, alternative Bezugsquellen und Transportwege identifiziert und aktiviert bzw. wurden zu Kriegsbeginn bei bestimmten Elektronik-Komponenten kurzfristig auch entsprechende Lagerbestände aufgebaut. Bei einem möglichen Energieengpass würden zudem Notfallpläne in Kraft treten, bei denen die Produktion schrittweise an die verfügbaren Energiemengen angepasst werden könnte. Nicht zuletzt wäre es durch die internationale Ausrichtung des Konzerns mit weltweit 500 Gesellschaften und Standorten - und damit zahlreichen nicht betroffenen Standorten außerhalb Europas - möglich, Produktionsengpässe zum Teil auch zu kompensieren. Durch die rasche Anpassung der Versorgungs- und Logistikprozesse an die neuen Herausforderungen konnten Engpässe bisher im Wesentlichen vermieden werden. Die Entwicklungen zur Energie- und Komponentenversorgung werden auf Basis geopolitischer Entwicklungen weiterhin laufend beobachtet und im regelmäßigen Austausch zwischen Experten, Gesellschaft und Konzern bewertet. Bei Berücksichtigung aller bezeichneten Chancen und Risiken ergeben sich keine Änderungen bezüglich der Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr. Mittels Überprüfung durch unser Risikomanagement haben im Geschäftsjahr keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden und sind auch für die Zukunft nicht erkennbar. D. PROGNOSEBERICHT 1. Zukünftige Entwicklungstendenzen der Märkte Die deutsche Wirtschaft sei aktuell wie gelähmt merkt das Ifo-Institut in seiner Prognose für 2024 an. https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaftwie-gelaehmt Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird daher in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland dabei spürbar ab. Für den EURO-Raum geht die EU Kommission für 2024 nur noch von einem Wachstum von 0,9 % (statt 1,3 %) in der EU und 0,8 % (statt 1,2 %) aus. Derweil dürfte die Inflationsrate in der EU 2024 von 6,3 % im Vorjahr auf 3,0 % sinken. 2025 wird ein weiterer Rückgang auf 2,5 % erwartet. https://commission.europa.eu/news/inflation-eu-will-fall-faster-and-economy-grow-more-slowlynew-forecast-says-2024-02- 15 de# :~: text=Die%20Kommission%20geht%20f%C3%BCr%202024,auf%202%2C5%20%25%20erwartet. Im Marktumfeld der voestalpine Signaling Siershahn ist ein zunehmender Preiswettbewerb zu erkennen; durch den derzeitigen Auftragsbestand sowie den Produktlaunch der innovativen Diagnose Produktplattform PHOENIX MDS ist die zukünftige Entwicklung dennoch als positiv zu beurteilen. 2. Produktion, Absatz, Personal und Forschung & Entwicklung Eine in etwa gleichbleibende Entwicklung des Umsatzes als Leistungsindikator ist für das Geschäftsjahr 2024/2025 absehbar. Zusätzliche Marktanteile können in den nächsten 2 -3 Jahren durch Verdrängungswettbewerb sowie durch optimale Nutzung neuer Marktchancen (Produktplatzierung) gewonnen werden. Die Ukraine-Krise hat weiterhin Auswirkungen auf den Beschaffungsprozess. Insbesondere die Verfügbarkeit von Vorprodukten im Bereich Elektronik und Kabelsysteme wird zunehmend schwieriger, die Beschaffungsprozesse, Liefer- und Transportzeiten verlängern sich. Durch einen optimierten Vertriebs-Forecast wird hier durch Rahmenverträge mit Schlüssellieferanten versucht, dieses Risiko zu minimieren. Die Kostenentwicklung bei Vorprodukten und Transportaufwendungen ist aktuell volatil und nur schwer kalkulierbar und kann dadurch eventuell negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Bei den Personalkosten gehen wir aufgrund der langsam abnehmenden Inflation von einer Steigerung im Bereich von 5,0 % aus. Die Ausgaben für Forschung & Entwicklung werden im GJ 2024/2025 mit rund 2,2 Mio. EUR auf einem höheren Niveau liegen. Das im neuen Geschäftsjahr finalisierte Produktions- und Logistikzentrum am Standort in Siershahn wird die internen Prozesse weiter verbessern und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Unterstützt durch das weltweite voestalpine-Netzwerk können neu erschlossene Märkte stabilisiert und ausgebaut werden. 3. Umsatz- und Ertragslage Aufgrund der aktuellen positiven Marktbedingungen, die sich im Auftragsbestand in Höhe von EUR 65,9 Mio. widerspiegeln und der Fokussierung auf neu erschlossene Märkte erwartet die voestalpine Signaling Siershahn weiterhin eine insgesamt positive Entwicklung des Umsatzniveaus. Bei einem eher konservativen Ansatz erwartet die Gesellschaft einen Jahresumsatz von mindestens 50 Mio. EUR. Das geplante EBIT (Leistungsindikator) für das Geschäftsjahr 2024/2025 beträgt ca. TEUR 3.800. Der bestehende Auftragsbestand, die erwarteten Neuaufträge sowie die permanente Verbesserung der Arbeitsprozesse werden nach der Einschätzung der Gesellschaft trotz des schwierigen weltpolitischen Umfelds und verstärkter Konkurrenz zu einem Ergebnis in 2024/2025 führen, dass auf Vorjahres-Niveau liegen wird. E. SONSTIGES Nachtragsbericht Für Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.
Siershahn, 27. Juni 2024 voestalpine Signaling Siershahn GmbH Mag. Helmut Liebminger, Geschäftsführer Steve-Patrick Stahl, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die voestalpine Signaling Siershahn GmbH, Siershahn PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der voestalpine Signaling Siershahn GmbH, Siershahn-bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden-geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der voestalpine Signaling Siershahn GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 27. Juni 2024 BDO
AG
Jakob, Wirtschaftsprüferin Schubert, Wirtschaftsprüferin |
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