Jungbunzlauer Ladenburg GmbH

Am Hafen 18, 68526 Ladenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 431502
Eingetragen
24.12.1987
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die industrielle Herstellung von sowie der Handel mit Nahrungs- und Genußmitteln, Futtermitteln und chemischen Produkten aller Art, insbesondere solche, die auf gärungstechnischen Prozessen beruhen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Yvonne Oestrich-Kogel
seit 14.4.2022
Prokura
Monika Wendel
seit 9.2.2022
Prokura
Martin Giloi
seit 9.2.2022
Geschäftsführer
Vincent Dr. van Buren
seit 13.1.2020
Geschäftsführer
Stefan Feist
seit 19.5.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jungbunzlauer Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Jungbunzlauer Holding AG
Switzerland
7.770.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jungbunzlauer Ladenburg GmbH

Ladenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Jungbunzlauer Ladenburg GmbH ist der deutsche Standort der Jungbunzlauer Gruppe, einem der weltweit führenden Hersteller von auf natürlicher Basis hergestellten Zusatz- und Inhaltsstoffen. Die Gruppe betreibt Produktionswerke in Österreich, Kanada, Deutschland und Frankreich, und ist spezialisiert auf hochwertige Ingredienzien für die Lebensmittel-, Getränke-, Pharma- und Kosmetikindustrie sowie für verschiedene technische Anwendungen.

Unsere Vision basiert auf dem Motto "From nature to ingredients®".

Es ist unser Anspruch, bei unseren Kunden die erste Wahl für die von uns produzierten biobasierenden Zusatzstoffe zu sein, die dazu beitragen, unzählige Menschen rund um den Globus mit gesunden, nachhaltig produzierten und sicheren Endprodukten zu versorgen. Wir wollen dabei überdurchschnittliches Marktwachstum erzielen und unsere Position als eines der führenden Unternehmen in unseren Märkten weiter ausbauen.

Hervorragende Leistung, Engagement, Verantwortung sowie Teamwork bilden dafür die Voraussetzungen.

Am Standort in Ladenburg werden die Produktgruppen Spezialsalze und Spezialitäten produziert und weltweit verkauft. Zudem ist die Jungbunzlauer Ladenburg GmbH für den Vertrieb aller in den Schwestergesellschaften produzierten Produkte auf dem deutschen Markt verantwortlich.

Wesentliche Steuerungsgrößen bei Jungbunzlauer Ladenburg sind der Umsatz und das EBIT.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Entwicklung der Jungbunzlauer Ladenburg GmbH ist anwendungstechnisch orientiert.

Es werden anwendungsbezogene Produkt- und Systemlösungen auf der Grundlage der Jungbunzlauer Kerntechnologien und des bestehenden Produktportfolios entwickelt. Der Fokus liegt dabei auf gesundheits- und umweltbezogenen Themenfeldern und berücksichtigt sowohl globale Trends als auch prioritäre Unternehmensziele. Das Projektportfolio deckt alle Produktgruppen der Jungbunzlauer Gruppe ab. Die Erfolgsbilanz erstreckt sich über Produktneu- und Weiterentwicklungen bis hin zu kundenspezifischen Paketlösungen. Die Aufwendungen hierfür lagen 2023 in der Größenordnung von 4 Mio. EUR.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von einer schwierigen Wirtschaftslage geprägt. Als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine stiegen die Energiekosten nochmals deutlich im Vergleich zu dem bereits hohen Preisniveau des Jahres 2022. Vor diesen Hintergrund und ebenfalls stark angestiegenen Lebensmittelkosten mussten Verbraucher einen erheblichen Kaufkraftverlust hinnehmen.

Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich ein Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um -0,3 %. (Pressemitteilung DESTATIS vom 30.01.2024). In dem für uns sehr wichtigen US-Markt beträgt das GDP für das Jahr 2023 voraussichtlich 2,5 % (Quelle: News Release Bureau of Economic Analysis vom 25.01.2024).

Bereits seit dem 4. Quartal 2022 spüren wir vermehrt eine Kaufzurückhaltung bei unseren Abnehmern. Wir gehen davon aus, dass dies zum einen auf inflationsbedingte Nachfragerückgänge in deren Absatzmärkten und zum anderen auf die gezielte Reduzierung von Lagerbeständen zurückzuführen ist. Zudem sahen wir uns einem großen Preisdruck durch die erstarkte asiatische Konkurrenz ausgesetzt.

Geschäftsverlauf

Wir betrachten den Geschäftsverlauf 2023 insgesamt als durchwachsen. Die oben genannten Effekte führten zu einem nicht unerheblichen Rückgang des Absatzvolumens. Durch eine erfolgreiche Kundensegmentierung und den Fokus auf qualitativ anspruchsvollere und ertragsreichere Bereiche (z.B. Medizin- und Pharmasektor) konnten wir dennoch unsere Ergebnisziele übertreffen. Im Abschnitt Ertragslage wird die Entwicklung der wesentlichen Steuerungsgrößen weiter vertieft.

Konzernwaren

Die Absatz- und die Erlössituation bei Konzernwaren war im Jahr 2023 enttäuschend. Bedingt durch die im Jahr 2022 stark gestiegenen Rohstoff - und Energiekosten mussten die Kontraktpreise der Konzernwaren für das Jahr 2023 deutlich erhöht werden. Diese Situation führte im Markt zum einen auf einen inflationsbedingten Nachfragerückgang und zum anderen auf den vorrangigen Abbau von Lagerbeständen auf Kundenseite. Zudem sahen wir mit uns stark sinkenden Wettbewerbspreisen, ausgelöst vorwiegend durch asiatische Konkurrenz, konfrontiert. Vor diesem Hintergrund konnten bei nahezu allen Konzernwaren, sowohl bei den Absätzen als auch bei den Umsätzen weder die Planzahlen noch die Vorjahreswerte erreicht werden.

Die Nachfrage nach Citronensäure brach zu Beginn des Jahres deutlich ein und erholte sich auch im Jahresverlauf nicht mehr. Beschleunigt wurde der Rückgang durch stark fallende Wettbewerbspreise vornehmlich asiatischer Provenienz. Aufgrund unserer hohen Verkaufspreise sanken die Erlöse nicht in gleichem Maße wie die Absätze. Dennoch schloss das Jahr mit prozentual zweistelligen Rückgängen sowohl zum Plan als auch zum Vorjahr.

Auch in der Produktgruppe der Gluconate mussten die deutlich erhöhten Produktionskosten durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergereicht werden. Insbesondere Natriumgluconate litten unter dieser Situation, da zeitgleich von asiatischen Herstellern ein enormer Druck auf die Marktpreise ausgeübt wurde. Verschärft wurde die Situation dadurch, dass die allgegenwärtige Krise in der Bauindustrie zu einer Reduktion der Nachfrage nach Gluconaten führte.

Glucono-Delta-Lacton mit Hauptabnehmern in der Lebensmittelindustrie war davon in geringerem Ausmaß betroffen. Zwar wurden die Planvolumina auch hier nicht erreicht, jedoch konnten durch die erhöhten Verkaufspreise die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten werden.

Anfang des Jahres 2023 war Nachfrage nach Biogums vielversprechend. Verzögerte Verfügbarkeit asiatischer Wettbewerbsprodukte, wie auch der Ausstieg eines amerikanischen Wettbewerbers aus der Xanthan Produktion führten dazu, dass die geplanten Mengen in der ersten Jahreshälfte gehalten werden konnten. Aufgrund der deutlichen Erhöhung der Verkaufspreise, ausgelöst durch die hohen Rohstoff- und Energiekosten, brach die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte ein. Insbesondere die Absätze an die Bauindustrie kamen völlig zum Erliegen. Auch das im Jahr 2021 eingeführte Produkt Gellan Gum konnte die hohen Erwartungen im vergangenen Jahr nicht erfüllen.

Ebenso für Milchsäure und Laktate mussten im Jahr 2023 die Verkaufspreise erhöht werden. Allerdings war der Druck auf die Marktpreise verhaltener, da sich die primär Europäischen Wettbewerber in einer ähnlichen Kostensituation befanden. Speziell im zweiten Halbjahr konnten bei sinkenden Rohstoffkosten die Verkaufspreise auch wieder gesenkt werden, was dem Distributionsgeschäft Auftrieb gab. Die geplanten Absatzmengen konnten nahezu erreicht werden, jedoch nicht die Vorjahresmengen. Die Erlöse lagen unter Plan und Vorjahr.

Die Nachfrage nach Sweeteners insbesondere Erythritol fiel im Berichtszeitraum deutlich. Besonders betroffen war die Nachfrage nach Haushalts-Süßungsmitteln, welche über Partnerfirmen im Einzelhandel distribuiert werden. Inflation verbunden mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten führten zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung der Konsumenten bei diesen Produkten. Weder die Absätze noch die Erlöse der Produktgruppe erreichten die Plan- und Vorjahreswerte.

Spezialsalze

Der Bereich Spezialsalze umfasst die Produkte Trikaliumcitrat (TKC), Mononatriumcitrat (MNC), Tricalciumcitrat (TCC), Magnesiumcitrat (TMC/TMN), Zinkcitrat (ZC), Kaliumgluconat (KG), Calciumlactogluconat (CLG), Pharma-Citronensäure (CAA) und Pharma-Trinatriumcitrat (TSC).

2023 war durch eine gegenläufige Entwicklung von Preisen und Verkaufsmengen gekennzeichnet. Die deutlich gestiegenen Kosten, im Fall der Spezialsalze neben den Energiekosten insbesondere die Kosten für Citronensäure und Kalilauge, mussten über Preiserhöhungen an den Markt weitergegeben werden. Auf der anderen Seite führten geänderte Formulierungen und aggressive Konkurrenz zu einem starken Rückgang der Volumina. Vor diesem Hintergrund konnten sowohl bei Umsatz und Ergebnis die Vorjahreswerte nicht erreicht werden.

Sowohl Kaufzurückhaltung bei Konsumenten als auch die aufgrund der erheblichen Kostensteigerungen notwendigen Preiserhöhungen führten zu einer rückläufigen Nachfrage nach unseren Produkten. Hohe Lagerbestände auf Kundenseite, welche in den vergangenen Jahren als Reaktion auf instabile Lieferketten aufgebaut wurden, verstärkten diesen Effekt. Gleichzeitig entspannte sich die Situation im globalen Containerverkehr im Vergleich zum Jahr 2022 deutlich, was spürbare Steigerungen der Importe aus dem asiatischen Raum zur Folge hatte.

Spezialitäten

2023 war ein schwieriges Jahr für die Produktgruppe der Spezialitäten. Das Jahr begann, wie das Vorjahr endete, mit einem deutlich reduzierten Absatzvolumen, bedingt durch eine schwache Marktnachfrage, hohe Lagerbestände in der gesamten Wertschöpfungskette und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Steigende Verkaufspreise konnten den Volumenverlust und die höheren Kosten nicht kompensieren, so dass der Umsatz und das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich sanken.

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren war der Markt für Citratester (CITROFOL®) überversorgt, und chinesische, indische, aber auch westliche Hersteller begannen, um Marktanteile zu kämpfen, wodurch die Marktpreise über die Jahreshälfte hinweg stetig abnahmen. Aufgrund hoher Herstellkosten war es kaum möglich auf dem Markt zu konkurrieren, so dass erhebliche Marktanteile verloren wurden.

Am stärksten betroffen war das Geschäft mit unseren technischen Estern. Während der Markt leicht um 1 % wuchs, mussten wir einen sehr deutlichen Rückgang der Verkaufsmenge hinnehmen. Teilweise gelang es uns unser Geschäft mit treuen oder anspruchsvollen Kunden fortzuführen, was jedoch in preissensiblen Märkten nicht möglich war.

Das Geschäft mit unseren Citratestern für Lebensmittel, Personal Care und Pharma war ebenfalls betroffen, aber die Auswirkungen waren weniger ausgeprägt. Während das Geschäft mit unserem CITROFOL ® AI im Einklang mit dem allgemeinen Markttrend nur leicht zurückging, brach der traditionell schon deutlich niedrigere Umsatz mit CITROFOL ® AII massiv ein, da wir unsere beiden Hauptkunden in preissensitiven Anwendungen verloren haben.

Das Geschäft mit Functional Acids war in 2023 leicht rückläufig und Verkäufe von Citric Acid DC, einer direkt verpressbaren Citronensäure, gingen deutlich zurück. Allerdings kamen verschiedene neue Projekte zustande und der Umsatz mit unseren CITROCOAT ® -Produkten stieg deutlich an, da unsere neue Brauseformulierung CITROCOAT ® EP sowie unsere Standardtypen an Popularität gewannen.

2023 war auch für unser Salzersatzprodukt sub4salt ein schwieriges Jahr, was sich durch leicht geringeres Volumen und allgemeinen Preisdruck äußerte. Dank neuer Kunden konnten die Volumina dennoch auf konstantem Level gehalten werden.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen mit 274,9 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 325,0 Mio. EUR. Das Budget wurde aber übertroffen.

Während der Umsatz der in Ladenburg gefertigten Produkte (Spezialsalze und Spezialitäten) um 16,5 Mio. EUR zurückging, verzeichnete das Geschäft mit Konzernprodukten - Citronensäure, Xanthan, Gluconate, Milchsäure und Süßungsmittel - einen Rückgang von 33,5 Mio. EUR (vgl. Abschnitt IV.1. des Anhangs).

Die sonstigen Umsätze reduzierten sich um 0,1 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Weiterbelastungen an andere Konzerngesellschaften.

Die Exportquote stieg im Berichtsjahr leicht auf ca. 51 % gegenüber 49 % im Vorjahr.

Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierte sich signifikant um 8,8 Mio. EUR aufgrund von Lagerhaltungsoptimierungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich von 4,3 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR und betreffen im wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung.

Der Personalaufwand blieb nahezu konstant bei 31,6 Mio. EUR gegenüber 31,5 Mio. EUR. im Vorjahr bei leicht gestiegener Mitarbeiteranzahl sowie gesunkenen Zuschlägen und Sonderzahlungen im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 31,4 Mio. EUR und reduzierten sich um 5,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 36,5 Mio. EUR. Hauptgrund hierfür ist eine Reduzierung der Frachtkosten um 5,1 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich auf -0,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von -0,4 Mio. EUR aufgrund eines höheren Zinsniveaus.

Beim EBIT wurde das Vorjahresniveau deutlich unterschritten. Allerdings wurde das Budget deutlich übertroffen.

Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung von sonstigen Steuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 19,9 Mio. EUR gegenüber 29,0 Mio. EUR im Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Anlagenzugänge betrugen im Berichtsjahr 7,2 Mio. EUR. Wichtigstes Einzelprojekt ist hierbei die Erneuerung unserer Verpackungsanlagen mit einem Anlagenzugang in Höhe von 2,7 Mio. EUR im Berichtsjahr. Der Buchwert des Anlagevermögens reduzierte sich um 0,9 Mio. EUR auf 70,7 Mio. EUR. Hierin ist eine außerordentliche Abschreibung in Höhe von 2,0 Mio. EUR für Engineering Kosten eines verworfenen Investitionsprojektes berücksichtigt.

Die Vorräte reduzierten sich aufgrund von Bestandsoptimierung um 9,3 Mio. EUR auf 32,1 Mio. EUR.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte reduzierten sich aufgrund geringerer Umsätze um 8,5 Mio. EUR auf 32,1 Mio. EUR. Im Berichtsjahr gab es keine nennenswerten Forderungsausfälle.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen blieben nahezu konstant bei 6,5 Mio. EUR.

Die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich stichtagsbedingt um 14,9 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR gegenüber 15,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Insgesamt reduzierte sich das Umlaufvermögen auf 72,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresniveau von 104,8 Mio. EUR.

Die Bilanzsumme reduzierte sich aus vorgenannten Gründen um 33,7 Mio. EUR auf 143,1 Mio. EUR.

Im Berichtsjahr wurden Dividenden in Höhe von 49,0 Mio. EUR ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 47 % gegenüber 54 % im Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich um 0,9 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR. Wesentliche Rückstellungen sind hierbei Rückstellungen für den Personalbereich in Höhe von 4,0 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich stichtagsbedingt auf 13,8 Mio. EUR gegenüber 2,4 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf 2,5 Mio. EUR gegenüber 8,0 Mio. EUR im Vorjahr aufgrund des gesunkenen Geschäftsvolumens sowie geringen Investitionen zum Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um 9,9 Mio. EUR auf 34,7 Mio. EUR.

Die Liquidität ist durch ausreichende Kreditlinien jederzeit gesichert. Es handelt sich hierbei um Linien für kurzfristige Kredite und Kontokorrentkredite bei europäischen Banken. Zudem besteht ein Darlehen des Gesellschafters.

Insgesamt betrachten wir die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage weiterhin als sehr positiv.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Unser Geschäftsergebnis ist in erster Linie von der Entwicklung des Umsatzes der eigengefertigten Produktgruppen Spezialsalze und Spezialitäten abhängig, während der Umsatz mit Konzernhandelswaren hierbei nur eine untergeordnete Bedeutung hat. Ebenfalls entscheidend ist, ob es die Marktsituation erlaubt, Preissteigerungen im Rohstoffeinsatz an die Kunden weiterzugeben.

Umweltschutz zählt gleichrangig zu den obersten Unternehmenszielen, deren Realisierung die langfristige Sicherung unseres Unternehmens bildet. Unterstrichen wird dieses Augenmerk auf die Nachhaltigkeit unserer operativen Aktivitäten durch das Zertifikat nach ISO 14001-2015, welches alljährlich in periodischen bzw. Rezertifizierungsaudits bestätigt wird. Als Indikatoren für das Monitoring unserer Maßnahmen betrachten wir den CO 2 Ausstoß in kg pro Tonne produzierten Produktes.

Jungbunzlauer Ladenburg GmbH unterstützt die Initiativen "Responsible Care" und "Sustainable Development" des Verbands der Chemischen Industrie. Es ist unser erklärtes Ziel, aktives Umweltmanagement am Standort Ladenburg zu betreiben und auf diese Weise unserer besonderen geographischen Lage Rechnung zu tragen.

D. Chancen- und Risikobericht

Ziel unseres Risikomanagement-Systems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaften sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Im Rahmen der monatlichen Abschlüsse und des monatlichen Berichtswesens werden unternehmensrelevante Daten ermittelt und kommuniziert. Gleichzeitig werden verschiedene Unternehmenskennzahlen an die Muttergesellschaft berichtet. Damit soll die Prüfung von externen und internen Daten sowie die Zuverlässigkeit der dargestellten Aussagen gewährleistet werden.

Währungsrisiken aus der Volatilität des US-Dollars im Verhältnis zum Euro werden durch Devisentermingeschäfte gesichert. Hierbei werden erwartete, künftige US-Dollar Umsätze auf Monatsbasis gesichert und zwar für die folgenden 12 Monate. Bewertungseinheiten werden nicht gebildet. Weiterhin werden mit dem Energieversorger Teile der künftigen Bedarfe hinsichtlich der Preise frühzeitig fixiert, um Planungssicherheit zu erlangen.

Die Vielzahl der Aktivitäten im Bereich Regulierung und Gesetzgebung mit positivem Einfluss auf unsere Absätze sowie anhaltende Trends im Bereich der Mineralstoffanreicherung eröffnen vielfältige Chancen auf eine positive Entwicklung der Ertragslage in den nächsten Jahren.

Die Risiken werden in abnehmender Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Absatzrisiken resultieren insbesondere durch asiatische Konkurrenz, welche in Teilmärkten mit für uns unprofitablen Preisniveaus agiert. Dem begegnen wir zum einen mit der Fokussierung auf Marksegmente mit besonders hohen Qualitätsanforderungen und zum anderen mit der Herausstellung unserer Liefertreue und Zuverlässigkeit. Gerade die in jüngerer Vergangenheit mehrfach aufgetreten Störungen in globalen Lieferketten haben unseren Kunden die erheblichen Risiken eines vorrangig auf eine Minimierung der Beschaffungskosten ausgelegten Global Sourcings vor Augen geführt.

Unser Umsatz stammt zu einem hohen Prozentsatz aus dem Dollar-Raum, so dass hieraus Wechselkursrisiken resultieren können. Um Kursverlusten vorzubeugen, sichern wir grundsätzlich mindestens 50 % unseres geplanten USD-Umsatzes durch frühzeitige Devisenterminverkäufe. Dabei wird möglichst angestrebt, zum Plankurs des entsprechenden Jahres zu sichern, um keine Abweichungen gegenüber Budget aufzuweisen. Das Risiko eines dauerhaften erheblichen Einbruchs des US-Dollar betrachten wir angesichts der aktuellen globalen Wirtschafts- und Finanzlage zurzeit als eher gering. Nichtsdestotrotz würde eine Bewegung auf die in der Vergangenheit erreichten Tiefststände eine nicht unerhebliche Verschlechterung unserer Ertragslage nach sich ziehen.

Zur Minimierung von Zahlungsausfallrisiken wird in der gesamten Jungbunzlauer-Gruppe ein SAP-gestütztes Kreditmanagement betrieben. Somit können Risikokunden bereits im Vorfeld der Lieferung identifiziert werden. Eine Überschreitung des festgelegten Kreditlimits führt zu einer automatischen Liefersperre.

Um nach erfolgter Lieferung schnellstmöglich Zahlungsschwierigkeiten zu erkennen, führen wir im Sieben- bis Zehn-Tage-Rhythmus SAP-gestützte Mahnläufe durch. Nach erfolgloser dritter Mahnung werden die Forderungen unseren Rechtsanwälten übergeben.

Für Risikoländer besteht zudem eine gruppenweite Kreditversicherung.

Vor dem Hintergrund der bestehenden Sicherungsinstrumente sehen wir das Risiko einer deutlichen Verschlechterung der Ertragslage aufgrund von Zahlungsausfällen als sehr gering an.

Um Fehlmengen und Bestandsrisiken zu vermeiden, führen wir 14-tägig Besprechungen zwischen Marketing und Produktionsleitung durch, wobei eine rollierende Mengenfeinplanung für drei bis vier Monate erstellt wird. Dies schließt auch Bedarf und Verfügbarkeit sämtlicher Einsatzfaktoren wie Personal, Roh- und Packstoffe ein.

Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass durch Reduzierung der Produktionsmengen kurzfristig auf negative Marktentwicklungen reagiert werden kann, sodass wir den Eintritt und die Auswirkung von Bestandsrisiken als sehr gering betrachten. Ebenso kann die Produktionsmenge relativ kurzfristig bis an die Kapazitätsgrenzen erhöht werden, um Fehlmengen vorzubeugen, sodass wir auch dieses Risiko und dessen Auswirkung auf die Ertragslage als überschaubar betrachten.

Um Preiserhöhungen im Energiebereich vorzubeugen, schließen wir je nach Marktsituation frühzeitig Kontrakte für zukünftige Perioden ab. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung der Energiepreise sehen wir das Risiko einer Verschlechterung der Ertragslage aufgrund unerwarteter Energiepreissteigerungen als eher gering an.

Angesichts der zunehmenden Digitalisierung ist die angemessene Absicherung gegen Cyberrisiken ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie, den wir fortlaufend überwachen und verbessern. Hierzu führen wir jährliche IT-Security-Audits durch. Das Ziel ist eine kontinuierliche Verbesserung unseres Sicherheitsstands.

Unser Standort in der wirtschaftlich sehr starken Rhein-Neckar-Region ist von einer hohen Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften geprägt. Manche Qualifikationen sind nur sehr schwer zu rekrutieren. Durch die Folgen des demografischen Wandels rechnen wir mit einer Verschärfung dieser Situation. Dies stellt ein Risiko für unsere Wachstumsziele dar. Dem treten wir entgegen, indem wir in für uns wichtigen Bereichen eine duale Berufsausbildung anbieten.

Insgesamt sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

Demgegenüber ergeben sich aus der Pandemiesituation auch Chancen wie z. B. eine deutlich erhöhte Nachfrage unserer Produkte von Herstellern aus der Reinigungs- und Waschmittelindustrie bedingt durch höhere Hygieneanforderungen.

Chancen können sich ergeben, wenn der Preisverfall geringer ausfällt, als in der Planung angenommen. Ebenso wird permanent an neuen Kunden- und Anwendungsprojekten mit dem Ziel einer Geschäftsausweitung gearbeitet, welche nicht in vollem Umfang in der Planung berücksichtigt wurden. Wenn derartige Vorhaben umgesetzt werden können, ergibt sich ein zusätzliches Ertragspotential.

E. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 geht die OECD für Deutschland ebenso wie für gesamte Euro-Zone von einem Wirtschaftswachstum + 0,6 % aus. In den USA wird in 2024 GDP 1,5 % erwartet. (Quelle: OECD Economic Outlook, November 2023). Daher sehen wir das wirtschaftliche Gesamtumfeld für unser Unternehmen als leicht verbessert gegenüber 2023.

Das Jahr 2024 begann etwas stärker als erwartet. Dennoch führt das hohe Angebot an asiatischer Ware weiterhin zu großem Druck auf Mengen und Preise. Sinkende Rohstoff- und Energiekosten müssen daher durch Preissenkungen an den Markt weitergegeben werden. Ein Ende des russischen Angriffskriegs ist derzeit nicht absehbar. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen rechnen wir in 2024 bei unseren Hauptprodukten nur mit einer moderaten Erholung der Absatzmengen. In Verbindung mit dem Preisverfall sehen wir daher eine Reduzierung des Umsatzes in der Größenordnung von 20 % Prozent als durchaus realistisch an.

Unser Plan für das Jahr 2024 geht aufgrund sinkender Margen von einer Reduzierung des EBIT in der Größenordnung von - 54 % gegenüber 2023 aus. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass in 2023 trotz der sehr enttäuschenden Absatzsituation das zweitbeste EBIT der Unternehmensgeschichte erzielt wurde und somit der Vergleichsmaßstab auf einem sehr hohen Niveau liegt.

 

Ladenburg, den 15. März 2024

Dr. Vincent van Buren, Geschäftsführer

Martin Giloi, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.672,01 128.956,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 38.247.091,83 37.336.608,83
2. technische Anlagen und Maschinen 24.535.295,52 25.300.557,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.761.099,30 2.646.089,30
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.090.527,27 6.256.754,39
70.634.013,92 71.540.010,04
70.725.685,93 71.668.966,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.897.495,39 9.463.539,54
2. unfertige Erzeugnisse 1.625.456,06 3.761.967,10
3. fertige Erzeugnisse und Waren 20.477.059,72 27.045.412,89
31.000.011,17 40.270.919,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.054.371,82 40.573.149,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.462.144,76 6.511.371,65
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.173.990,81 1.996.808,11
40.690.507,39 49.081.329,53
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 548.757,30 15.454.057,58
72.239.275,86 104.806.306,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 129.332,84 272.064,68
143.094.294,63 176.747.337,37

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.700.000,00 7.700.000,00
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 341.210,14 341.210,14
III. Gewinnvortrag 39.095.044,27 59.113.234,88
IV. Jahresüberschuss 19.867.322,79 28.981.809,39
67.003.577,20 96.136.254,41
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 11.187.751,00 11.052.543,00
2. Steuerrückstellungen 6.036.264,56 5.480.702,44
3. sonstige Rückstellungen 5.817.468,70 6.708.762,35
23.041.484,26 23.242.007,79
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.764.143,93 2.425.488,43
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.492.963,85 8.046.376,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.668.399,01 44.544.510,38
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.123.726,38 2.352.700,14
davon aus Steuern € 1.123.183,94 (im Vorjahr € 1.356.883,83)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 234,11 (im Vorjahr € 0,00)
53.049.233,17 57.369.075,17
143.094.294,63 176.747.337,37

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 274.873.166,84 324.950.583,90
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -8.792.453,82 12.090.238,48
3. sonstige betriebliche Erträge 3.824.628,15 4.319.490,67
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -172.211.520,03 -226.644.382,94
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -25.615.244,89 -25.699.884,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -5.967.882,91 -5.820.990,54
- davon für Altersversorgung € 1.308.592,98 (im Vorjahr € 803.782,84)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.121.982,34 -5.769.111,04
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -31.438.567,11 -36.470.212,56
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 146.643,51 33.013,67
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -995.819,43 -430.278,21
- davon an verbundene Unternehmen € 663.260,00 (im Vorjahr € 192.686,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.678.783,15 -11.483.828,64
11. Ergebnis nach Steuern 20.022.184,82 29.074.638,15
12. sonstige Steuern -154.862,03 -92.828,76
13. Jahresüberschuss 19.867.322,79 28.981.809,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die Jungbunzlauer Ladenburg GmbH mit Sitz in Ladenburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 431502 eingetragen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jungbunzlauer Ladenburg GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanzierten Lizenzen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt vier Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Bauten (einschließlich Außenanlagen) zwischen zehn und 40 Jahren, bei technischen Anlagen zwischen zehn und 25 Jahren sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zehn Jahren. Die Abschreibungen werden pro rata temporis berechnet. Selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € liegen, werden je Wirtschaftsjahr in einen Sammelposten aufgenommen, der ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben wird. Bei Arbeitsplatzrechnern wird hiervon abgewichen. Diese werden einzeln inventarisiert und über vier Jahre abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit und unter Beachtung des Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag angesetzt. Wie im Vorjahr wurden für Handelswaren Reichweitenabschläge in Höhe von 25 % der Überbestände berücksichtigt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die steuerlich einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten, den Wertverzehr des Anlagevermögens sowie teilweise Kosten der allgemeinen Verwaltung und Leistungen für die betriebliche Altersversorgung. Wie im Vorjahr wurden für die fertigen Erzeugnisse Reichweitenabschläge in Höhe von 25 % der Überbestände berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung ausreichender Einzelwertberichtigungen angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Flüssige Mittel werden mit ihrem Nominalwert bewertet. Beträge in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen der Gesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 135 auf TEUR 11.188 erhöht. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode". Gemäß Art. 75 Abs. 6 Satz 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre mit 1,83 % (bei 15 Jahren Restlaufzeit) bewertet worden. Unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes in Höhe von 1,76 % (bei 15 Jahren Restlaufzeit) ergibt sich ein Rückstellungsbetrag von TEUR 11.265. Der Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 77 und unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Es wurden ein Gehaltstrend von 3 %, ein BBG-Trend von 3 %, ein Rententrend von 2 % sowie eine Fluktuation von 5 % angenommen. Als biometrische Rechnungsgrundlagenwurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Wir verteilen den Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen zum Stichtag 31.12.2009 berechnet nach BilMoG gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 168 im Personalaufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 168. Effekte aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Personalaufwand erfasst.

Die Steuerrückstellungen wurden auf Basis des handelsrechtlichen Ergebnisses unter Berücksichtigung der steuerrechtlichen Unterschiede auf Grundlage der zurzeit geltenden Steuersätze ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und bekannt gewordene ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in dem Umfang gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Zeitguthaben wurde aus Vereinfachungsgründen, konform zum Vorjahr, die Durchschnittsmethode angewandt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Per Saldo bestehen aktive latente Steuern in Höhe von 1.360 TEUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Posten Rückstellungen und Fremdwährungsbewertung und basieren auf einem Steuersatz von 28 %. Auf den Ausweis wurde gemäß § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 6.462; i. Vj. TEUR 6.511) resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

4. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Gutschriften (TEUR 290; i. Vj. TEUR 1.400), für den Personalbereich (TEUR 3.991, i. Vj. TEUR 4.354) und für Rechts- und Beratungskosten (TEUR 128 i. Vj. TEUR 96) enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt (Vorjahreszahlen in Klammern):

Restlaufzeiten Gesamtbetrag
< = 1 Jahr
EUR
größer 1 Jahr
EUR
davon größer 5 Jahre
EUR
31.12.2023
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.764.143,93 0,00 0,00 13.764.143,93
(2.425.488,43) (0,00) (0,00) (2.425.488,43)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.492.963,85 0,00 0,00 2.492.963,85
(8.046.376,22) (0,00) (0,00) (8.046.376,22)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.668.399,01 0,00 0,00 34.668.399,01
(44.544.510,38) (0,00) (0,00) (44.544.510,38)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.123.726,38 0,00 0,00 2.123.726,38
(2.352.700,14) (0,00) (0,00) (2.352.700,14)
53.049.233,17 0,00 0,00 53.049.233,17
(57.369.075,17) (0,00) (0,00) (57.369.075,17)

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich unbesichert. Gegenüber den Kreditinstituten wurde eine Negativerklärung mit Gleichbehandlungsklausel hinsichtlich des jeweiligen Firmengrundbesitzes abgegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 14.778 (i. Vj. TEUR 16.889) der Jungbunzlauer Holding AG. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 19.891 (i. Vj. TEUR 27.656). Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Sparten 2023
TEUR
2022
TEUR
Citronensäure/Citrate 69.583 102.942
Spezialsalze 116.396 119.523
Spezialitäten 31.840 45.236
Xanthan 26.431 23.038
Gluconate 8.365 8.272
Mlichsäure und Laktate 5.869 6.905
Süssungsmittel 4.786 7.264
Sonstige 11.675 11.819
274.945 324.999
Erlösschmälerungen -72 -49
274.873 324.950
Regionen
Inland 133.368 165.716
EU-Ausland 69.137 69.230
Nordamerika 32.282 37.448
Sonstiges Ausland 40.086 52.556
141.505 159.234
274.873 324.950

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen TEUR 3.825 (i. Vj. TEUR 4.319).

Hierin sind sonstige Erträge aus der Veräußerung von Geschäftsteilen in Höhe von TEUR 349 (i. Vj. TEUR 955) enthalten. Des Weiteren sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 335 (i. Vj. TEUR 206) darunter aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 94 (i. Vj. TEUR 109) enthalten. Zudem sind realisierte Wechselkurserträge in Höhe von TEUR 1.847 (i. Vj. TEUR 2.644) unrealisierte Wechselkurserträge in Höhe von TEUR 897 (i. Vj. TEUR 539) angefallen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 31.439; i. Vj. TEUR 36.470) beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.237 (i. Vj. TEUR 222). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Verlust aus Anlagenabgängen aufgrund der Einstellung eines Großprojekts.

Zudem sind realisierte Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 1.821 (i. Vj. TEUR 4.513) sowie unrealisierte Wechselkursverluste in Höhe TEUR 0 (i. Vj. TEUR 542) enthalten.

4. Finanzergebnis

Die Zinserträge beliefen sich auf TEUR 147 (i. Vj. TEUR 33). Zinsen und ähnliche Aufwendungen betrugen TEUR 996 (i. Vj. TEUR 430). Darin enthalten sind TEUR 196 (i. Vj. TEUR 210) Aufwand aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen. Somit ergibt sich ein Finanzergebnis in Höhe von TEUR -849 (i. Vj. TEUR -397).

5. Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen TEUR 7.679 (i. Vj. TEUR 11.484). Davon betreffen TEUR 7.632 (i. Vj. TEUR 11.500) das laufende Geschäftsjahr.

V. Sonstige Angaben

1. Derivative Finanzinstrumente und sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Devisentermingeschäfte 26.301 42.973
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 1.343 1.445
27.644 44.418

Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um klassische Devisenterminverkäufe mit einer Laufzeit bis maximal 16.12.2024. Die Vorteile der Kurssicherung liegen in der Planungssicherheit sowie dem Ausschalten potentieller Wechselkursrisiken. Risiken liegen darin begründet, dass entsprechende Grundgeschäfte nicht abgeschlossen werden und dass positive Wechselkursveränderungen dem Unternehmen nicht zu Gute kommen.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Hieraus ergeben sich für die Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 folgende Marktwerte, wobei eine Drohverlustrückstellung von T€ 144 zu bilden war:

Nominalvolumen der Währungssicherungen
USD
Beizulegender Wert / Marktwert der Derivate
29,0 Mio T€ 57

Die Fälligkeiten der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellen sich wie folgt dar:

Fällig
in
TEUR
<1 Jahr 688
>1 Jahr 655
davon mehr als 5 Jahre 25
1.343

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

2. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist ohne Auszubildende und ohne Kurzzeit- und Aushilfskräfte dargestellt. Teilzeitbeschäftigte sind anteilig berücksichtigt.

2023 2022
Produktion 216 213
Vertrieb und Marketing 73 68
Verwaltung 25 25
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 314 306

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrug im Berichtsjahr TEUR 20.

4. Angabe zu Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren:

Dr. Vincent van Buren, Bühl, Bereich Technik, Vorsitzender

Martin Giloi, Ludwigshafen, Kaufmännischer Bereich

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Mitglieder des Beirats sind die Herren:

Bruno Tremblay, Basel, Schweiz, Chief Executive Officer (Vorsitzender des Beirats)

Dr. Josef Gass, Wien, Österreich, Vice President Manufacturing.

Dr. Achim Hergel, Zürich, Schweiz, Vice President Product Management bis 30.06.2023

Michael Klaproth, Basel, Schweiz, Chief Financial Officer

Dr. Stephan Müller, Basel, Schweiz, Vice President Sales

Franck Ueberschlag, Basel, Schweiz, Vice President Product Management ab 01.07.2023

Der Beirat berät und überwacht die Geschäftsführung. Der Beirat erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

5. Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat am 7. März 2023 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 festgestellt.

Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 7. März 2023, vom 15. Mai 2023 und vom 29. September 2023 wurde beschlossen, aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 28.981.809,39 und dem Gewinnvortrag in Höhe von 59.113.234,88 eine Dividende von EUR 49.000.000 auszuschütten. EUR 39.095.044,27 werden auf neue Rechnung vorgetragen. Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Beurteilung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage hatten.

7. Gesellschafterin

Gesellschafterin der Jungbunzlauer Ladenburg GmbH ist die Jungbunzlauer Holding AG, Chur, Schweiz, mit einem Geschäftsanteil von TEUR 7.700.

8. Angaben zum Konzernabschluss

Die Jungbunzlauer Ladenburg GmbH, Ladenburg, wird in den Konzernabschluss der Jungbunzlauer Holding AG, Chur, Schweiz, einbezogen, der in den Geschäftsräumen dieser Gesellschaft eingesehen werden kann. Diese Gesellschaft ist im Handelsregister Graubünden unter der Firmennummer CH-350.3.002.621-0 eingetragen.

Die Jungbunzlauer Holding AG, Chur, Schweiz, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden

 

Ladenburg, den 15. März 2024

Dr. Vincent van Buren, Geschäftsführer

Martin Giloi, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.844.156,43 39.120,19 0,00 1.616,50 3.884.893,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 53.229.076,96 909.474,70 -22.954,58 2.143.720,18 56.259.317,26
2. technische Anlagen und Maschinen 74.610.968,17 1.170.230,29 -3.100,38 1.141.429,92 76.919.528,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.046.295,22 950.649,59 -2.157.936,28 1.966.943,30 11.805.951,83
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.256.754,39 4.087.482,78 0,00 -5.253.709,90 5.090.527,27
145.143.094,74 7.117.837,36 -2.183.991,24 -1.616,50 150.075.324,36
148.987.251,17 7.156.957,55 -2.183.991,24 0,00 153.960.217,48
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.715.200,42 78.020,69 3.793.221,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 15.892.468,13 2.142.472,88 -22.715,58 18.012.225,43
2. technische Anlagen und Maschinen 49.310.410,65 3.076.922,21 -3.100,38 52.384.232,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.400.205,92 824.566,56 -179.919,95 9.044.852,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
73.603.084,70 6.043.961,65 -205.735,91 79.441.310,44
77.318.285,12 6.121.982,34 -205.735,91 83.234.531,55
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.672,01 128.956,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 38.247.091,83 37.336.608,83
2. technische Anlagen und Maschinen 24.535.295,52 25.300.557,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.761.099,30 2.646.089,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.090.527,27 6.256.754,39
70.634.013,92 71.540.010,04
70.725.685,93 71.668.966,05

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Jungbunzlauer Ladenburg GmbH, Ladenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jungbunzlauer Ladenburg GmbH, Ladenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jungbunzlauer Ladenburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hedwig Schürmeyer, Wirtschaftsprüferin

ppa. Miriam Köllner, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 5. November 2024 festgestellt.

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