Volksbank eG

Friesoythe

Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg GnR 150021
Vorher
Spar- und Darlehnskasse eG
Eingetragen
7.2.2006
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich Anund Verkauf von Devisen und Sorten; f) Vermögensberatung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, die Vermittlung von Versicherungen, Immobilien und Reisen sowie die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen; i) den Erwerb von Grundstücken zum Zwecke der Erschließung und Vermarktung. j) die Erstellung von Objekten zur Vermietung und Vermarktung k) Betrieb und/oder die Beteiligung von/an Windkraftgesellschaften und anderen Gesellschaften alternativer Energiegewinnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Wilken
seit 5.12.2024
Vorstandsmitglied
Christoph Untiedt
seit 27.9.2022
Prokura
Stefan Awick
seit 14.10.2021
Vorstandsmitglied
Ulrike Lenzschau
seit 14.10.2021
Prokura
Peter Klaas
seit 19.1.2010
Prokura
Heinz-Josef Brandt
seit 5.10.2007
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank eG

Friesoythe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an unser Geschäftsgebiet.

Unser Geschäftsmodell fokussiert sich auf das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Darüber hinaus nutzen wir das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Im Jahr 2023 startete eine Planung zur Fusion mit der Raiffeisenbank eG Scharrel rückwirkend zum Stichtag 1. Januar 2024. Anfang 2024 wurde entschieden, das Fusionsvorhaben nicht weiter zu verfolgen.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Corona-Pandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Nachdem die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen 2022 um 250 Basispunkte erhöht hatte, vollzog sie 2023 sechs weitere Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Am 20. September 2023 erreichten die Leitzinsen ihren vorläufigen Höhepunkt mit 4,0 % für die Einlagefazilität und 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität sowie 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität. Damit überschritt die EZB erstmals ihr vor der Finanzkrise erreichtes Leitzinsniveau, als die Einlagefazilität im Maximum bei 3,25 % gelegen hatte. Auf den nachfolgenden Sitzungen bis zum Jahresende bestätigte die EZB dieses Zinsniveau und kündigte ähnlich der Fed an, es so lange aufrecht halten zu wollen, bis die Inflation das mittelfristige EZB-Ziel von 2,0 % wieder erreiche. Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese langfristigeren Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen. Ab Juli 2023 wurden fällig werdende Anleihen im Portfolio des 2014 eingeführten Programms APP nicht wieder reinvestiert, nachdem sie zuvor noch teilweise reinvestiert worden waren. Im Schnitt wurden 2023 monatlich ungefähr 27,6 Milliarden Euro APP-Volumen nicht wieder reinvestiert. Auf der letzten geldpolitischen Sitzung am 14. Dezember 2023 entschied die Notenbank zudem, fällig werdende Anleihen des 2020 aufgelegten Pandemiekaufprogramms PEPP ab Juli 2024 nur noch teilweise zu reinvestieren. Damit möchte sie ihre geldpolitische Straffung verstärken. Das Portfolio soll im Schnitt monatlich um 7,5 Milliarden Euro schrumpfen. Zum Jahresende 2024 sollen, laut Erklärung des EZB-Präsidiums, die Reinvestitionen dann komplett eingestellt werden. Das PEPP-Portfolio belief sich zum Jahresende 2023 auf rund 1,7 Billionen Euro, das APP-Portfolio auf rund 3 Billionen Euro.

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik. Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene Wirtschaftsschwäche dauerte in Deutschland das gesamte Jahr 2023 an. Sie war geprägt durch mehrere kräftige Leitzinsanhebungen und damit als Folge höhere Kreditzinssätze, aber auch durch einen gravierenden Fachkräftemangel und Materialengpässe sowie einen deutlichen Kaufkraftentzug als Ergebnis der nach wie vor hohen Teuerung. Überlagert wurden diese Einflüsse von den hohen Unsicherheiten infolge des eskalierenden Nahostkonflikts zum Jahresende 2023 und dem wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts. Dennoch konnten die deutschen Genossenschaftsbanken in diesem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 %). Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Corona-Pandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in diese Einlagenformen um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 %). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro konstant.

Die Bilanzsumme der Genossenschaftsbanken im Weser-Ems-Gebiet ist in 2023 um 2,0 % gestiegen. Dabei erhöhten sich sowohl das Kundenkreditvolumen (+4,6 %) als auch die Kundeneinlagen (+0,4 %). Ausweislich einer Eilerhebung aus Februar 2024 des Genossenschaftsverbands Weser-Ems e.V. hat sich das Betriebsergebnis vor Bewertung - bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme - von 0,92 % im Vorjahr auf 1,20 % in 2023 erhöht. Dieses resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Zinsüberschusses.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank gilt das Betriebsergebnis vor Bewertung (GuV-Posten 1 bis 12). Der für das Jahr 2023 geplante Wert lag bei 9.962 TEUR.

Eine starke Marktstellung bietet die Basis für auskömmliche Zins- und Provisionsergebnisse. Daher ist auch das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite ein zentraler Indikator für die Generierung von Erträgen und die Zukunftsfähigkeit unserer Bank. Die Zielmarken für das abgelaufene Geschäftsjahr betrugen für das Einlagenwachstum 19.128 TEUR. Auf Grund der konjunktuellen Entwicklung (hohe Inflation, steigende Zinsen) sollte der Kreditbestand gehalten werden (Nullwachstum).

Um die starke Marktstellung auch im Dienstleistungsbereich zu untermauern, setzten wir uns für das vergangene Jahr für das Provisionsergebnis die Zielmarke von 4.202 TEUR.

Neben diesen finanziellen Leistungsindikatoren ist die Förderung der regionalen Vereine und Einrichtungen von herausragender Bedeutung für die Bank. So wollen wir regelmäßig regionale Projekte aus den Zweckerträgen des Gewinnsparens, der "Spadaka-Stiftung", Crowdfunding und aus eigenen Mitteln unterstützen.

Bislang wurden keine Kennzahlen für nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung unserer Bank herangezogen.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Der Geschäftsverlauf der Bank stellte sich trotz der Herausforderungen der hohen Inflation und der damit verbundenen steigenden Zinsen positiv dar. Der Leistungsindikator Einlagenwachstum wurde nicht erreicht. Es kam zu einem leichten Rückgang des Einalgenbestandes. Bei den Leistungsindikatoren Betriebsergebnis vor Bewertung, Provisionsergebnis und Kreditwachstum wurde die Planung übererfüllt. Im Folgenden werden einige Kennzahlen näher beleuchtet.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 953.721 938.024 15.696 1,7
Außerbilanzielle Geschäfte *) 50.136 69.284 -19.148 -27,6

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen).

Ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme war der Anstieg der Kundenforderungen. Das Bilanzsummenwachstum lag leicht unterhalb unserer Erwartung. Die außerbilanziellen Geschäfte lagen unter Vorjahresniveau, was auf einen Rückgang der unwiderruflichen Kreditzusagen zurückzuführen ist.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 786.611 745.692 40.919 5,5
Wertpapieranlagen 79.076 86.874 -7.798 -9,0
Forderungen an Kreditinstitute 36.169 68.205 -32.037 -47,0

Der Anstieg der Kundenforderungen resultierte im Wesentlichen aus Zuwächsen bei Finanzierungen im Baugewerbe bzw. bei Projektfinanzierungen und im Privatkundengeschäft. Das Wachstum in Höhe von 5,5 % lag damit über unseren Erwartungen. In der Struktur unseres Kundenkreditportfolios entfällt ein Anteil von 37,4 % der Gesamtzusagen auf Privatpersonen, gefolgt von Krediten aus der Branche Landwirtschaft (17,5 %) und Projektfinanzierungen im Wohnungsbau bzw. Krediten an die Branche Baugewerbe (insgesamt 24,2 %). In der Größenklassengliederung machen die Kredite mit einer Gesamtzusage ab 2,5 Mio. EUR einen Anteil von 31,2 % aus.

Bei den Wertpapieranlagen führten Fälligkeiten zu einer Reduzierung.

Bei den Forderungen an Kreditinstituten kam es zu einer Umschichtung von Sicht- und Termineinlagen bei der DZ BANK AG zur Barreserve (Guthaben bei der Deutschen Bundesbank). Insgesamt reduzierten sich aber die liquiden Mittel.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 193.631 185.798 7.833 4,2
Spareinlagen 141.860 172.900 -31.040 -18,0
andere Einlagen 491.892 462.145 29.747 6,4

Die bilanziellen Kundeneinlagen reduzierten sich leicht. Sie lagen damit unterhalb des erwarteten moderaten Anstiegs. Das Wachstum der Kundenforderungen wurde teilweise durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten finanziert. Die Möglichkeit unserer Kunden, Zinserträge im Termingeldbereich zu generieren, führte zu Umschichtungen von Spar- und Sichteinlagen in Termineinlagen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 515 265 250 94,5
Vermittlungserträge 1.372 1.709 -338 -19,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 2.532 2.404 127 5,3

Das Provisionsergebnis lag oberhalb unserer Planung. Im Vergleich zum Vorjahr konnten rückläufige Vermittlungserträge aus Bausparen, Immobilien, Krediten und Lebensversicherungen durch gestiegene Zahlungsverkehrs-, Fondsvermittlungs- und insbesondere Wertpapiervermittlungserträge kompensiert werden.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 19.641 15.350 4.291 28,0
Provisionsüberschuss 2) 4.315 4.390 -76 -1,7
Verwaltungsaufwendungen 12.149 11.091 1.058 9,5
a) Personalaufwendungen 7.562 6.866 696 10,1
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.587 4.225 362 8,6
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 11.708 8.135 3.574 43,9
Bewertungsergebnis 4) -677 -554 -123 22,2
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 11.031 7.580 3.451 45,5
Steueraufwand 2.957 2.048 909 44,4
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 3.000 1.950 1.050 53,8
Jahresüberschuss 5.074 3.582 1.492 41,6

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Ertragslage zeigt im Vergleich zur Planung ein besseres Ergebnis, vorrangig getragen durch einen auf Grund der allgemeinen Zinsentwicklung deutlich höheren Zinsüberschuss.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen oberhalb unserer Planung. Ursächlich waren unerwartet hohe Ausgaben bspw. für die Bankenabgabe, technische Projekte und Instandhaltung. Auch die hohe Inflation machte sich bemerkbar.

Bei dem Personalaufwand führten Gehaltssteigerungen, Neueinstellungen sowie Sonderzahlungen zu entsprechendem Mehraufwand im Vergleich zur Planung bzw. zum Vorjahr.

Das Bewertungsergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Bildung von Einzelwertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft. Dies wurde teilweise kompensiert durch Auflösung von Pauschalwertberichtigungen und -rückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 sowie Wertpapierzuschreibungen.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur ist maßgeblich gekennzeichnet durch die Einlagen unserer Kunden. Überwiegend werden täglich fällige Sichteinlagen gehalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen hauptsächlich aus Einzelrefinanzierungen des förderfähigen Kundenkreditgeschäfts. Des Weiteren bestehen Globaldarlehen gegenüber der DZ BANK AG mit mittel- bis langfristigen Zinsbindungen. Das Eigenkapital besteht größtenteils aus Ergebnisrücklagen und dem ergebnisfinanzierten Fonds für allgemeine Bankrisiken.

Investitionen

Im Geschäftsjahr ist der Umbau des Erdgeschosses unserer Hauptstelle in Friesoythe eingeleitet worden. Der Umbau soll im Frühjahr 2024 planmäßig abgeschlossen werden.

Liquidität

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt.

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 135 % aus. Zum Bilanzstichtag lag diese Kennzahl bei 154 %.

Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva bzw. ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten.

Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit unserer Genossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert.

Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist insbesondere geprägt von den erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch die Zuführungen zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Betrag des bilanziellen Eigenkapitals zuzüglich des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB (Passivposten 11 und 12) hat sich um 7,5 % von 105.699 TEUR auf 113.577 TEUR erhöht. Sein Anteil an der Bilanzsumme beträgt 11,9 %.

Die von uns getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtsrechtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (= Jahresüberschuss nach Steuern / Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,53 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 113.577 105.699 7.878 7,5
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 112.237 106.502 5.735 5,4
Harte Kernkapitalquote 17,7 % 17,8 %
Kernkapitalquote 17,7 % 17,8 %
Gesamtkapitalquote 18,9 % 19,0 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 69.855 69.815 40 0,1
Liquiditätsreserve 9.221 17.059 -7.838 -45,9

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 88,3 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 11,7 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6).

Neben Investmentanteilen besteht der Wertpapierbestand aus festverzinslichen und variabel verzinslichen Anleihen und Schuldverschreibungen. Dabei handelt es sich grundsätzlich um Emittenten mit guter Bonität (Investmentgrade). Der überwiegende Teil des Bestands entfällt auf Wertpapiere von Kreditinstituten sowie von öffentlichen Emittenten. Aktien und Fremdwährungsanleihen werden nicht gehalten.

Bei den Anlagen wurde auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

Die Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgte nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Hierdurch konnte auf Abschreibungen in Höhe von 3.385 TEUR verzichtet werden. Wir erwarten hier die vollständige Rückzahlung der Wertpapiere bei Fälligkeit. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten oder Schuldnerkündigungen frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio wurden überwiegend zur Finanzierung der Kundenforderungen eingesetzt.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses als gut. Ursächlich für das gute Ergebnis ist vor allem der Anstieg des Zinsüberschusses. Dieser übertraf deutlich unsere Planungen. Auch beim Provisionsergebnis lagen wir oberhalb unserer Planung. Trotz höherer Verwaltungsaufwendungen konnte ein gutes Ergebnis erwirtschaftet werden.

Unsere Vermögenslage zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im aktuellen Geschäftsjahr eingehalten wurden. Für erkennbare akute sowie latente Risiken aus dem Kreditgeschäft sind Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen gebildet worden. Zusätzlich bestehen Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB sowie ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere im Risikohandbuch dokumentierte Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie haben wir eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren steuern wir die Entwicklung unserer Bank. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategieüberprüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken und deren Begrenzung. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:

Begrenzung der Risiken aus den in der Geschäftsstrategie definierten Geschäftsaktivitäten mit einem Gesamtbank-Risikolimit zwecks Erwirtschaftung ausreichender Erträge einerseits und Schaffung einer ausreichenden Signalwirkung andererseits

Berücksichtigung aller wesentlichen Risiken

Gewährleistung der Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit der IT-Systeme

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit nutzen wir die komplementären, sich ergänzenden Ansätze einer normativen und ökonomischen Perspektive. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit sowohl das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern das ermittelte Kapital die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt sowie sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR und werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, für den auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Bonitäts- und Besicherungsrisiko Kundenkreditgeschäft bezeichnet die Gefahr einer negativen Abweichung der barwertigen Kreditrisikoprämie im Kundengeschäft von der erwarteten bzw. geplanten Kreditrisikoprämie. Das Bonitäts- und Besicherungsrisiko Kundenkreditgeschäft umfasst das Migrations- und Ausfallrisiko sowie das Risiko schwankender Inanspruchnahmen und Ausfallquoten.

Das Kundenkreditgeschäft stellt ein Kerngeschäftsfeld unserer Bank dar. Wir schätzen die Risikoart Kreditrisiko aus aufsichtsrechtlicher Sicht als wesentlich ein. Wir differenzieren dabei in risikorelevantes und nicht risikorelevantes Kreditgeschäft. Durch den satzungsmäßigen Auftrag sind die Kreditrisiken aus dem Kundenkreditgeschäft regelmäßig die Hauptrisikoart und haben daher für uns auch betriebswirtschaftlich eine hohe Bedeutung, wohingegen die Länderrisiken nur selten im Kundenkreditgeschäft, sondern eher im Bereich der Eigengeschäfte entstehen.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Die Risikoentwicklung wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Zur Begrenzung unausgewogener Strukturen wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht.

Adressenausfallrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktpreisrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels einer separaten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Marktrisikos werden vierteljährlich die Veränderungen des Zinsbuchbarwertes über das VR-Control-Modul ZINSMANAGEMENT ermittelt. Auf Grund der aktuellen Modellgrenzen der historischen Simulation bzw. des neueren Resamplingansatzes verwenden wir übergangsweise bis zum Vorliegen eines validen Modells die Szenariotechnik. Hierbei werden diverse Zinsschockszenarien berücksichtigt.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

In der ökonomischen Perspektive betrachten wir verschiedene szenariobasierte Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), die die potenziell kumulierten Liquiditätslücken abbilden, und stellen diese dem jeweils zu berücksichtigenden Liquiditätsdeckungspotenzial (LDP) gegenüber. Maßgeblich für unsere Steuerung ist das Stressszenario basierend auf der Kombination aus "institutseigenen" und "marktweiten" Ursachen. Aus der Gegenüberstellung ermitteln wir, wie lange wir potenziell auftretende Liquiditätsabflüsse durch Liquidierung des Liquiditätsdeckungspotenzials abdecken können. Der Zeitraum, für welchen die Zahlungsfähigkeit des Instituts unter Stressbedingungen sichergestellt wird, bezeichnen wir als Überlebenshorizont (ÜLH).

Wir erachten das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts und als betriebswirtschaftlich geringes Risiko. Bezogen auf das Refinanzierungsrisiko schätzen wir die Risiken aus erhöhten Konditionen einerseits sowie Risiken aus nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmitteln andererseits aufgrund der funktionierenden Liquiditätsausgleichsfunktion im genossenschaftlichen Finanzverbund als gering ein.

Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich barwertig.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich gering ein.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich, teilweise auch vierteljährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf diverse Risikoanalysen aus den Bereichen IT, Auslagerungen und allgemeine bankbetriebliche operationellen Risiken sowie einer Schadensfalldatenbank zurückgegriffen.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko und dem Reputationsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt verfügt die Bank zum 31.12.2023 über eine barwertnahe Risikodeckungsmasse (Nettovermögen) in Höhe von 136.598 TEUR. Nach Abzug der erwarteten Verluste verbleibt ein Risikodeckungspotenzial in Höhe von 122.741 TEUR für unerwartete Verluste. Zur Anrechnung auf das Risikodeckungspotenzial kommen im Risikoszenario barwertnahe Risiken in Höhe von 42.333 TEUR und im Stressszenario in Höhe von 64.409 TEUR.

Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit der Bank war im gesamten Jahr 2023 gegeben. Es ist erkennbar, dass die gute Kapitalbasis und die stillen Reserven alle simulierten Risiken auch zukünftig tragen können. Nach der Ertragsvorschau für die nächsten Jahre kann die Risikodeckungsmasse weiter gestärkt werden. Neue Risikokonzentrationen sind aktuell nicht erkennbar, die bestehenden Risikokonzentrationen sind in der Risikomessung adäquat berücksichtigt.

Chancen

Den dargestellten Risiken stehen folgende Chancen gegenüber:

Mit dem Eingehen der dargestellten möglichen Risiken nutzen wir die sich in unserem regionalen Geschäftsgebiet ergebenden Ertragschancen. Unsere Risikotragfähigkeit ermöglicht uns weiterhin Wachstumsraten im Kreditgeschäft. U. a. stehen hierfür von der Bank projektierte Baugebiete zur Verfügung. Zudem wird der Megatrend "Nachhaltigkeit" vor allem im Bereich der Energie mittelfristig weitere Wachstumsmöglichkeiten schaffen. Auch aus der positiven Bevölkerungsentwicklung in unserem Geschäftsgebiet ergeben sich Chancen für den Aufbau langfristiger Kundenverbindungen. Durch die sukzessive Umsetzung einer Omnikanal-Ausrichtung, der zunehmenden Nutzung der Digitalisierungsmöglichkeiten sowie der stetigen Verschlankung unserer Prozesse möchten wir weitere Kapazitäten und eine bessere Ressourcensteuerung im Vertrieb schaffen. Insgesamt sehen wir für unsere dezentral aufgestellte Bank in unserem regionalen Geschäftsgebiet ausreichende zukünftige Ertragschancen.

D. Prognosebericht

Das Wachstum im Kundengeschäft zeigte in den vergangenen Jahren eine starke Marktpositionierung. Bedingt durch die anhaltenden Krisen (Ukraine, Naher Osten), der sich nur leicht erholenden Inflationsrate und der damit abwartenden Zinssenkungspolitik der EZB (Planszenario: leichte Zinssenkung und Drehung in eine steilere Struktur ab 07/2024) berücksichtigen wir für sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite lediglich ein moderates Wachstum von 2,0 % pro Jahr.

Bei der Annahme in Hinblick auf die aktuelle und erwartete Zinsentwicklung rechnen wir zunächst mit einem Rückgang des Zinsergebnisses. Diese Belastung wird sich jedoch im Laufe des Planungszeitraumes durch die Normalisierung des Zinsumfeldes von 2024-2028 von 17.992 TEUR auf 23.218 TEUR stetig umkehren. Für das Provisionsergebnis erwarten wir eine stabile Ertragslage, die sich in einem Provisionsüberschuss von 4.314 TEUR in 2024 widerspiegelt und der bis 2028 auf 5.216 TEUR ausgebaut werden kann.

Bei den Personalaufwendungen sind entsprechende Zuwächse bei den Gehältern eingeplant. Für 2024 planen wir mit einem Personalaufwand in Höhe von 8.035 TEUR. Die Betriebsaufwendungen werden im Jahr 2024 zunächst einen erheblichen Anstieg ausweisen, wir rechnen hier mit 5.061 TEUR. Das ist vorrangig auf die Umbauarbeiten der Hauptstelle in Friesoythe zurückzuführen. Dementsprechend reduziert sich diese Position dann im Folgejahr auf 4.467 TEUR und steigt von 2026 bis 2028 im "normalen" Rahmen durch allgemeine Kostensteigerungen an. Auch bei den Abschreibungen auf Sachanlagen spiegeln sich die Umbauarbeiten der Hauptstelle wider.

Beim sonstigen betrieblichen Ergebnis bewegen sich die Werte mit Ausnahme von 2024 (Immobilienverkauf) auf einem konstanten Niveau, da hier keine weiteren Sondereffekte zu berücksichtigen sind.

In Hinblick auf die Zinsumgebung und der erwarteten Entwicklung ist die Bildung einer Drohverlustrückstellung im Planungszeitraum nicht notwendig.

Insgesamt kann somit nach einem deutlichen Ergebnisrückgang im ersten Planjahr auf 9.295 TEUR mit einem stetig steigenden Betriebsergebnis vor Bewertung ab 2025 gerechnet werden. Im Bewertungsbereich rechnen wir bei den Kundenforderungen jährlich jeweils mit einem Ergebnis von -750 TEUR. Ein Bewertungsergebnis bei den Wertpapieren wird aufgrund der Bewertung im Anlagenvermögen nicht geplant. Das Betriebsergebnis nach Bewertung kann sich somit in der mittelfristigen Perspektive ab 2026 über der Marke von 1,00 % des durchschnittlichen Geschäftsvolumens bewegen.

In unserer strategischen Eckwertplanung können wir mit den geplanten Erträgen und Aufwendungen die Quote unseres wirtschaftlichen Eigenkapitals von knapp unter 12 % auf fast 14 % des durchschnittlichen Geschäftsvolumens steigern. Dies schließt eine Dividendenzahlung in Höhe von 7,0 % jährlich ein. Insgesamt werden im Planszenario die gestellten Eigenkapitalanforderungen deutlich übererfüllt, sei es in Form der harten Kernkapitalquote, der Kernkapitalquote oder der Gesamtkapitalquote.

 

Friesoythe, 22. März 2024

Volksbank eG

Der Vorstand

Stefan Awick

Andreas Frye

Nikolaus Hüls

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank eG, Friesoythe

Genossenschaftsregisternummer 150021 beim Amtsgericht Oldenburg

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 4.264.244,58 4.939
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 24.739.139,23 8.402
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 24.739.139,23 (8.402)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 29.003.383,81 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 16.140.885,31 28.258
b) andere Forderungen 20.027.654,09 36.168.539,40 39.947
4. Forderungen an Kunden 786.611.079,03 745.692
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 445.938.182,10 (422.276)
Kommunalkredite 8.808.016,61 (8.202)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 13.029.712,91 13.023
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 13.029.712,91 (13.023)
bb) von anderen Emittenten 56.825.166,50 69.854.879,41 64.732
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 38.581.620,62 (42.039)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 69.854.879,41 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 9.221.198,26 9.119
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 8.275.331,18 7.312
darunter:
an Kreditinstituten 209.784,35 (210)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.028.000,00 9.303.331,18 1.028
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 999.950,00 (1.000)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.751,78 26
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 1.342.601,62 1.478
darunter: Treuhandkredite 1.342.601,62 (1.478)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.230,00 1
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 14.230,00 0
12. Sachanlagen 8.523.785,33 8.696
13. Sonstige Vermögensgegenstände 3.651.758,91 5.370
Summe der Aktiva 953.720.538,73 938.024

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.455.409,12 222
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 191.175.505,18 193.630.914,30 185.576
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 141.616.824,50 172.615
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 242.877,29 141.859.701,79 284
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 362.881.537,29 415.128
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 129.009.993,47 491.891.530,76 633.751.232,55 47.017
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.342.601,62 1.478
darunter: Treuhandkredite 1.342.601,62 (1.478)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.453.981,08 672
6. Rechnungsabgrenzungsposten 835.807,45 629
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 4.299.054,00 4.832
b) Steuerrückstellungen 1.078.378,18 291
c) andere Rückstellungen 3.751.374,85 9.128.807,03 3.580
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 37.000.000,00 34.000
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 6.727.139,56 6.484
b) Kapitalrücklage 7.058.494,90 7.058
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 23.603.747,98 22.104
cb) andere Ergebnisrücklagen 37.113.952,15 60.717.700,13 34.471
d) Bilanzgewinn 2.073.860,11 76.577.194,70 1.582
Summe der Passiva 953.720.538,73 938.024
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 8.488.824,00 7.394
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 8.488.824,00 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 41.647.195,50 41.647.195,50 61.891
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 21.848.749,26 15.456
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.316.852,63 23.165.601,89 774
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (47)
2. Zinsaufwendungen 4.413.202,36 18.752.399,53 1.604
darunter: erhaltene negative Zinsen 19.879,46 (114)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 223.777,19 233
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 649.925,25 477
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 15.000,00 888.702,44 15
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 4.746.183,41 4.799
6. Provisionsaufwendungen 431.569,26 4.314.614,15 409
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 817.983,61 530
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 6.239.159,76 5.625
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.322.394,47 7.561.554,23 1.241
darunter: für Altersversorgung 295.812,77 (307)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.587.312,60 12.148.866,83 4.225
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 528.799,05 582
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 387.676,09 463
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 677.461,63 535
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -677.461,63 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 20
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 11.030.896,13 7.580
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.927.631,92 2.091
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 29.404,10 2.957.036,02 -43
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 3.000.000,00 1.950
25. Jahresüberschuss 5.073.860,11 3.582
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
5.073.860,11 3.582
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
5.073.860,11 3.582
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 1.500.000,00 1.000
b) in andere Ergebnisrücklagen 1.500.000,00 3.000.000,00 1.000
29. Bilanzgewinn 2.073.860,11 1.582

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Volksbank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der niedrigeren Wertansätze von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens auf Grund von Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB a. F. Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell, in dem ein erwarteter Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die Bewertung der wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere erfolgte nach dem gemilderten Niederstwertprinzip.

Die entsprechend IDW RS HFA 22 als strukturierte Finanzinstrumente bezeichneten Wertpapiere wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet, da sie keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken und Chancen aufweisen.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden linear bzw. mit fallenden Staffelsätzen und beim beweglichen Sachanlagevermögen degressiv bzw. linear vorgenommen.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktive latente Steuern

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Belastung aus Einlagen mit Zinszuschlägen und Einlagen mit steigender Verzinsung wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der Heubeck-Richttafeln RT 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Laufende Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert. Für die Abzinsung wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre von 1,83 % angesetzt. Es wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) zugrunde gelegt.

Die Altersteilzeitrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis der Heubeck-Richttafeln RT 2018 G ermittelt. Dabei wurden erwartete Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt. Der bei der Abzinsung angewandte Zinssatz von 1,10 % wurde nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB unter Ansatz der durchschnittlichen Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre festgelegt.

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen wurden mit dem Nennwert bzw. in Höhe der zugrunde liegenden Verbindlichkeiten, bei Eventualverbindlichkeiten und den widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen abzüglich von Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.

Zinsabgrenzung

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Besondere Deckungen gemäß § 340h HGB wurden berücksichtigt.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt, wobei die nach der Satzung erforderlichen Mindestzuführungen erfüllt wurden.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.890 17.077 (a) 0 (a) 72.554
0 (b) 7.413 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 19.029.314 292.594 (a) 0 (a) 19.030.803
0 (b) 291.105 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.131.786 101.297 (a) 0 (a) 3.101.011
0 (b) 132.071 (b)
Summe a 22.223.990 410.968 (a) 0 (a) 22.204.368
0 (b) 430.589 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.677 2.918 (a) 0 (a) 0 (a) 58.324 14.230
0 (b) 0 (b) 6.271 (b) (1.213)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 10.744.867 360.659 (a) 0 (a) 0 (a) 10.839.161 8.191.641
0 (b) 0 (b) 266.365 (b) (8.284.446)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.719.793 165.223 (a) 0 (a) 0 (a) 2.768.867 332.144
0 (b) 0 (b) 116.148 (b) (411.993)
Summe a 13.526.337 528.800 (a) 0 (a) 0 (a) 13.666.352 8.538.015
0 (b) 0 (b) 388.784 (b) (8.697.652)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 69.559.699 0 69.559.699
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 8.339.707 963.624 9.303.331
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.752 0 25.752
Summe b 77.925.158 963.624 78.888.782
Summe a und b 100.149.148 87.426.797

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 35.031.398 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 18.635.913 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 10.990.070 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 69.854.879 63.640.841 6.214.039 63.817.099
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 8.994.451 0 8.994.451 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden (§ 285 Nr. 18 HGB), bestehen mit einem Buchwert in Höhe von EUR 63.561.899 und einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 60.176.652.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 1.136.233 1.053.191

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) VB Sachwert GmbH, Bösel 100,00 31.12.2022 66 2022 16
b) NGB AG & Co.KG, Hannover 0,39 30.11.2023 1.750.733 2022/2023 37.901

Die VB Sachwert GmbH fungiert als Komplementärin der Böseler Rotor GmbH & Co. KG. Insoweit sind wir mittelbar an dieser Kommanditgesellschaft beteiligt. Am 31. Dezember 2022 betrug das Eigenkapital der Kommanditgesellschaft TEUR 238. Im Jahresabschluss 2022 wird ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 160 ausgewiesen.

Mit der VB Sachwert GmbH und der Böseler Rotor GmbH & Co. KG besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 3.102.644 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 332.144 enthalten.

Aktive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Den passiven Steuerlatenzen bei den sonstigen Vermögensgegenständen stehen höhere aktive Steuerlatenzen (insbesondere aus der Bewertung der Kundenforderungen sowie aus den Rückstellungen) gegenüber, die in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurden.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Aktivposten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A5) 3.200.000 3.200.000

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 44.120 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 14.000.000 5.000.000 0 0
Forderungen an Kunden (A 4) 23.521.157 61.952.712 233.128.005 449.258.896

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 3.536.178 17.046.669 71.990.647 98.565.178
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 74.268 13.284 155.325 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 43.226.072 71.978.343 12.657.600 140.000

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 128.039.241 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 834.257 (Vorjahr: EUR 627.504) enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 69.295 67.597 781.734 508.305

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 6.616.088
b) der ausscheidenden Mitglieder 110.702
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 350

Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b) und c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Kapitalrücklage
EUR
Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 7.058.495 22.103.748 34.470.553
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0 1.143.399
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 1.500.000 1.500.000
Stand 31.12.2023 7.058.495 23.603.748 37.113.952

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge und offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 162.940.708

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 42.223 enthalten.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Aufzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst und betragen EUR -1.416 (Vorjahr: EUR 568).

Provisionserträge

Die Provisionserträge (GuV-Posten 5) aus für Dritte erbrachten Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Bausparverträgen und Versicherungsverträgen, nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (GuV 8) betreffen mit EUR 373.525 Erträge aus Vermietung und Verpachtung von Immobilien.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Im Geschäftsjahr wurden die Erfolgsauswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes bei Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 25.920 im Personalaufwand erfasst. Dadurch hat sich der Personalaufwand per Saldo um EUR 25.920 vermindert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 79.199 (Vorjahr: EUR 84.930) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 302.400 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 83.510 enthalten.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf EUR 87.984 und die der früheren Vorstandsmitglieder auf EUR 123.941.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.241.389.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 159.002 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.712.487.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 41.588, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form einer Garantieverpflichtung gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von TEUR 1.983.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 6 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 50 44
Gewerbliche Mitarbeiter 0 14
56 58

Außerdem wurden durchschnittlich 14 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 12.966 21.951 7.682.850
Zugang 2023 505 1.211 423.850
Abgang 2023 241 384 134.400
Ende 2023 13.230 22.778 7.972.300
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 287.200
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 289.450
Höhe des Geschäftsanteils EUR 350
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 350

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V.

Raiffeisenstraße 26

26122 Oldenburg

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Awick, Stefan, Bankvorstand (Bereiche: Marktfolge, Unternehmensorganisation, Unternehmenssteuerung)

Frye, Andreas, Bankvorstand (Bereiche: Firmenkundenmarkt, Handel)

Hüls, Nikolaus, Bankvorstand (Bereiche: Privatkundenmarkt, Handel)

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Oltmann, Dr. Ewald, - Vorsitzender -, Geschäftsführer der EBÄKO eG

Glup, Georg, - stellvertretender Vorsitzender -, selbstständiger Landwirt

Bahlmann, Stefan, selbstständiger Kaufmann

Behnen, Johannes, selbstständiger Landwirt

Geese, Rainer, selbstständiger Landwirt

Hülskamp, Thomas, Inhaber der Erdenwerke Hülskamp e.K.

von Garrel, Thomas, selbstständiger Kaufmann

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 5.073.860,11 - nach den im Jahresabschluss mit EUR 3.000.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 2.073.860,11) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 7,00 % 456.827,52
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
b) Andere Ergebnisrücklagen 1.617.032,59
2.073.860,11

 

Friesoythe, 14. März 2024

Volksbank eG

Der Vorstand

Stefan Awick

Andreas Frye

Nikolaus Hüls

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank eG, Friesoythe

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Friesoythe (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Forderungen an Kunden

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 786,6 Mio. EUR. Dies entspricht 82,5 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 8,5 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die Systeme bzw. Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten alle für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Auf Basis der Erkenntnisse der Aufbau-, Prozess- und Funktionsprüfungen haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt, um Kreditengagements zu identifizieren, bei denen es Anhaltspunkte für ein akutes Ausfallrisiko gibt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.

Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikoerkennung enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dölker.''

 

Oldenburg, 11. April 2024

Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V.

Kolk, Wirtschaftsprüfer

Dölker, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Oltmann, Bahlmann und von Garrel aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Friesoythe, 11. April 2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Ewald Oltmann, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 24.774.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 83,9.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 11.031.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 2.928 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 31.05.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 5.073.860,11 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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