Gaymann Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dieter Bäuerlein seit 15.5.2018 | Geschäftsführer |
Heinz Norbert Nettesheim seit 9.6.2015 | Prokura |
Sabine Gronbach seit 24.1.2013 | Prokura |
Jörg Dr. Kondring seit 19.11.2010 | Prokura |
Ulrich Kempter seit 10.8.2010 | Prokura |
Christian Natterer seit 10.8.2010 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Voith Turbo BHS Getriebe Holding GmbHSonthofenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016/171. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN ENTWICKLUNG DER BRANCHE Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau befand sich bei Auftragseingang und Produktion seit 2011 in einer andauernden Phase stagnierender Geschäftsentwicklung, mit nur sehr geringen positiven wie negativen jährlichen Veränderungsraten. Gem. VDMA ist der Auftragseingang im Maschinenbau auf Wachstumskurs. Sowohl die Bestellungen aus dem Ausland als auch die Inlandsorders konnten in den ersten neun Monaten 2017 weiter zulegen. Doch während sich der Zuwachs auf den Exportmärkten verstetigt, gab es im Geschäft mit Inlandskunden in den vergangenen Monaten noch häufig Minusraten bzw. nur kleine Plusraten. Folglich beruhen die zusätzlichen Orders in den ersten neun Monaten des Jahres nahezu vollständig auf Auslandsbestellungen. Die Aufträge aus dem Inland legten nur marginal zu. Auch die Deutsche Maschinenproduktion zeigt Aufwind. Der VDMA ist mit seinem bisherigen Jahresrückblick vom September 2017 somit guter Dinge. Die Halbjahresbilanz fällt positiv aus: An den fünf größten Standorten der Maschinenindustrie wurde im ersten Halbjahr des laufenden Jahres mehr gefertigt als im selben Vorjahreszeitraum. In Deutschland - Nummer drei im Weltranking - übertraf die Maschinenproduktion ihr Vorjahresniveau um etwas mehr als 2 Prozent. Der Maschinenbau ist 2017 in der EU endlich auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, die Maschinenproduktion in der EU ist insgesamt um durchschnittlich 3 Prozent gestiegen. Der Frühindikator der OECD deutet seit Herbst letzten Jahres auf Wachstum, das sich nahezu zeitgleich in der Produktionsentwicklung des EU-Maschinenbaus widerspiegelt. Am aktuellen Rand deutet der Frühindikator auf eine weiterhin positive Entwicklung in den kommenden Monaten. Im Maschinenbau hat der Konjunkturoptimismus weiter Fuß gefasst. Überdurchschnittlich optimistisch ist die Stimmung für das kommende Jahr. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Die Voith Turbo BHS Getriebe ist seit 1932 im Turbo-Getriebebau tätig und hat seither mehr als 20.000 Getriebe, mit einer installierten Gesamtleistung von über 100.000.000 kW, gebaut. Die wichtigsten Produkte sind Stirnradgetriebe, Planetengetriebe, Integralgetriebe, Mehrweggetriebe sowie umfangreiche Serviceleistungen. Hierzu gehören Inbetriebnahmen, Montagen, Ersatzteile, Wartung, Konstruktionsleistungen, Kundentraining und Schadenanalysen. Anwendungsbranchen sind unter anderem die Energieerzeugung, Öl- & Gasförderung und -transport, Petrochemie, Raffinerie, Chemie, Luft- und Raumfahrttechnik, Stahl und Bergbau. Entwickelt und produziert wird in Sonthofen, Deutschland. Die Vertriebsstruktur umfasst 31 Gebietsvertretungen weltweit. ENTWICKLUNG DES KONZERNS Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns folgt im Allgemeinen als reiner Zulieferer zur deutschen und internationalen Maschinen- und Investitionsgüterindustrie deren individuellen Geschäftsentwicklung bzw. deren Geschäftszyklen mit ca. sechs Monaten Verzögerung. Der Konzern beliefert innerhalb dieser Branche mehrere Fachzweige bzw. Segmente und unterliegt folglich auch deren differenzierter Entwicklung. Der Konzern zeigt seit dem Geschäftsjahr 2012/13 beim Auftragseingang einen in etwa stagnierenden Verlauf mit jährlichen individuellen Schwankungen. Im Geschäftsjahr 2016/17 ist der Auftragseingang nochmals leicht gegenüber dem Vorjahreswert zurückgegangen. Dies resultiert überwiegend aus den weiter andauernden Produktionskürzungen der OPEC und von Russland als große Öl- & Gas-Produzenten, um den Ölpreis zu stabilisieren, sowie aus der geopolitisch instabilen Lage in den Öl- & Gas-Regionen im Mittleren Osten und den folglich auf dem geringem Niveau der Vorjahre verharrenden Investitionen der Öl- & Gas-Industrie. Der Umsatz folgt der Entwicklung des Auftragseingangs mit einer Zeitverzögerung und ist somit auch rückläufig. Der Rückgang bei Umsatz und Leistung konnte durch Kostensenkungsmaßnahmen nicht kompensiert werden, wodurch letztlich ein negatives Ergebnis erzielt wurde. STEUERUNGSSYSTEM Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern sind die Entwicklung des Umsatzes und des Auftragseingangs sowie das Betriebsergebnis und der Free Cash Flow (CF aus laufender Geschäftstätigkeit und CF aus Investitionstätigkeit). Das Betriebsergebnis wird aus der laufenden Geschäftstätigkeit ermittelt und ergibt sich als Saldo als Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzergebnis zuzüglich des betrieblichen Zinsertrages. 2. GESCHÄFTSVERLAUF UMSATZ Durch den etwas schwächeren Auftragseingang im Geschäftsjahr und im Vorjahr sowie Verzögerungen in der Abarbeitung sowie Auslieferung von einigen Getrieben und auch Serviceaufträgen, hat sich in der Folge der Umsatz etwas schwächer entwickelt als von uns erwartet und ist mit rd. 73,3 Mio. EUR (i.VJ. 84,4 Mio. EUR) um ca. 13 % unter den des Vorjahres gefallen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Umsatz mit Getrieben.
AUFTRAGSENTWICKLUNG Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2016/17 lag mit 69,6 Mio. EUR rd. 3 % leicht unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang ist bei den Komponenten zu verzeichnen, welcher durch den leichten Anstieg bei den Getrieben nicht kompensiert werden konnte.
Insgesamt liegt der Auftragseingang im prognostizierten Bereich. PRODUKTION Das Produktionsprogramm änderte sich gegenüber dem Vorjahr nicht. Die Gesamtleistung lag über dem Umsatzwert. Im Gegensatz zum Vorjahr war zum Bilanzstichtag eine Bestandserhöhung zu verzeichnen. Der Bestandsaufbau betrug 1,8 Mio EUR (i.VJ. 1,1 Mio EUR Bestandsabbau). BESCHAFFUNG Die anhaltend stagnierende Produktion im Maschinen- und Anlagenbau lässt in der Folge auch die Nachfrage nach Stahlprodukten und Metallerzeugnissen unverändert. In Kombination mit nahezu konstant niedrigen Preisen bei Rohstoffen und Energie sind die Konditionen auf den betreffenden Beschaffungsmärkten stabil. In der Zusammensetzung des Produktmixes gab es keine wesentlichen Veränderungen, so dass die Materialquote (Materialaufwand/ Gesamtleistung) auf dem Niveau des Vorjahres liegt. INVESTITIONEN Im Berichtszeitraum 2015/2016 wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und qualitätsprüfenden Messtechnik durchgeführt. Maßnahmen an Gebäuden, Verbesserung bei der Arbeitssicherheit und eine Maschinenrevision wurden im Geschäftsjahr 2015/16 begonnen und in 2016/ 2017 beendet. Im Berichtsraum 2016/2017 wurden vorwiegend Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Werkzeuge und Vorrichtungen begonnen. Hierbei handelt es sich v.a. um Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Für das kommende Geschäftsjahr sind im Wesentlichen Investitionen in Maschinen und Maschinenrevision sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgesehen. FINANZIERUNGSMAßNAHMEN Die wirtschaftliche Abwicklung aller laufenden Geschäftsvorgänge und die Mittel für die Investitionen wurden vollständig aus dem vorhandenen Kapitalrahmen finanziert, ein zusätzlicher Kapitalbedarf bestand insoweit nicht. MITARBEITER Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) hat sich gegenüber dem Vorjahr von durchschnittlich 460 Personen auf 408 Personen reduziert. Die Anzahl der Auszubildenden betrug im Mittel 45. Damit halten wir die Ausbildung von Nachwuchsfachkräften nach wie vor auf dem üblichen hohen Niveau. UMWELTSCHUTZ UND ARBEITSSICHERHEIT Im Berichtszeitraum wurde am Standort Sonthofen im Rahmen regelmäßiger Audits innerhalb der Voith-Gruppe die Kontrolle der Wirksamkeit des integrierten Managementsystems für Qualität, Umwelt und Energie sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz durchgeführt. Die Zertifikate ISO 9001, ISO 14001, OHRIS, OHSAS 18001 und ISO 50001 wurden im gesamten Geschäftsjahr gehalten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Der Schwerpunkt unserer Forschung und Entwicklung lag auf der Optimierung der bestehenden Produktpalette durch Tests an Antriebskomponenten und durch Zusammenarbeit mit Hochschulen. 3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE ERTRAGSLAGE Der Rückgang bei Umsatz und Gesamtleistung sowie die im Vorjahr begonnenen Verbesserungen im Auftragsdurchlauf und Kostensenkungsmaßnahmen haben im Geschäftsjahr wiederum Einfluss auf die Ertragslage genommen. Der Umsatzrückgang von rd. 13% konnte nicht durch Kostensenkungen im Materialaufwand von rd. 10% kompensiert werden. Die gesunkene durchschnittliche Personalzahl von rd. 52 Personen wirkte sich mit rd. 7% auf einen verringerten Personalaufwand aus. Daneben zeigen die sonstigen betrieblichen Erträge einen Rückgang, was im Wesentlichen in dem im Vorjahr hier bilanzierten Sondereffekt (aus Restrukturierungsprogrammen) begründet ist. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen leichte Kostensteigerungen zu verzeichnen (insbesondere bei Gewährleistungskosten). Das Betriebsergebnis ist somit infolge des Rückgangs bei Umsatz und Leistung, was durch die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen nicht vollständig und in dem Umfang wie prognostiziert kompensiert werden konnte, und bedingt durch die Sondereffekte geringer ausgefallen als von uns vor einem Jahr prognostiziert. Angesichts der Marktentwicklung wird der Geschäftsverlauf insgesamt als weniger zufriedenstellend beurteilt. ERGEBNISENTWICKLUNG / GESCHÄFTSERGEBNIS Das Betriebsergebnis (Konzernjahresergebnis vor Zinsergebnis, Ertragsteuern und Ergebnisabführung) ist v. a. auf Grund des Umsatzrückganges, der nicht durch Kostensenkungsmaßnahmen kompensiert werden konnte, im Berichtsjahr weiter von 4,8 Mio EUR auf 354 TEUR zurückgegangen und ist somit nur noch leicht positiv. Durch die marktbedingt anhaltend intensive Wettbewerbssituation mit entsprechender Preis- und Margenverschlechterung auf der Absatzseite sowie beeinflusst durch zu geringe Kostensenkungen ist das Ergebnis des Konzerns unter unserer Prognose und unseren Erwartungen von vor einem Jahr geblieben. VERMÖGENSLAGE Das Working Capital hat sich im Vergleich zum 30. September 2016 erhöht. Der Bestand an unfertigen / fertigen Erzeugnissen ist weiterhin auf einem niedrigen Niveau, wenn auch stichtagsbedingt leicht ansteigend. Auch der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen liegt bedingt durch erhöhte Umsätze zum Geschäftsjahresende verglichen zum Vorjahr leicht über dem niedrigen Vorjahresniveau. Korrespondierend zu den Vorräten ist ein kaum merklicher Anstieg zum Stichtag bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen. Der absatzmarktbedingte Rückgang beim Auftragseingang hat das Volumen an erhaltenen Anzahlungen leicht sinken lassen. FINANZLAGE / LIQUIDITÄT Der Free Cash Flow des Geschäftsjahres hat gegenüber dem Vorjahreswert deutlich abgenommen und erreicht mit 2,2 Mio. EUR einen positiven Wert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Der negative Finanzmittelfonds (bestehend aus flüssigen Mitteln und Forderungen/Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash-Poolings mit verbundenen Unternehmen) hat sich im Vorjahresvergleich von minus 0,5 Mio. EUR auf minus 4,8 Mio. EUR verschlechtert. Die Gruppe war jederzeit in der Lage den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. ENTWICKLUNG IN DEN LETZTEN 3 JAHREN
Angesichts der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist der Konzern gut aufgestellt, die künftige Entwicklung im Rahmen eines herausfordernden Marktumfeldes erfolgreich zu gestalten. 4. RISIKOBERICHT RISIKOMANAGEMENT Wir sind uns bewusst, dass unternehmerisches Handeln mit Risiken verbunden ist. Unser Risikofrüherkennungssystem - als Teil des Risikomanagementsystems - sowie die weiteren in diesem Zusammenhang getroffenen organisatorischen Maßnahmen haben das Ziel, ein frühzeitiges und systematisches Erkennen und Vermeiden von risikobehafteten Vorgängen und Entwicklungen sowie eine Verbesserung der internen Transparenz und des Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern zu erreichen. Das Risikomanagementsystem trägt auf diese Weise zur Steigerung der unternehmerischen Leistung und des Unternehmenswertes unseres Konzerns bei. BESCHAFFUNGSRISIKEN Die Beschaffungsrisiken sind für den Konzern von wesentlicher Bedeutung und bestehen vor allem in Verfügbarkeits-, Qualitäts- und Preisrisiken. Durch Rahmenvereinbarungen und ständige Lieferantenauditierungen werden benötigte Materialien und Mengen abgesichert und Anzeichen für Qualitäts-, Termin- und Abhängigkeitsrisiken frühzeitig identifiziert. ABSATZMARKT-/KUNDENRISIKEN Die Entwicklung der Absatzmärkte bestimmt maßgeblich die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Auf dem Absatzmarkt sehen wir uns vor allem Risiken bzgl. des Absatzvolumens und des Zahlungsverhaltens ausgesetzt. Durch intensive Kundenkontakte und stetige Marktbeobachtung werden beim Absatzvolumen Risiken frühzeitig erkannt. Eine flexible Fertigungsorganisation ermöglicht eine Anpassung an sich verändernde Absatzvolumina. Hinsichtlich des Bonitätsrisikos ist ein konsequentes Forderungsmanagement installiert. FINANZRISIKEN Währungsrisiken bestehen in geringem Umfang aus Beschaffungs- oder Absatzgeschäften und werden in dem Volumen, in dem sich Beschaffungs- und Absatzgeschäfte konkret abzeichnen und nicht durch zeitgleiche Zu- bzw. Abflüsse bzw. vorhandene Bestände derselben Fremdwährung finanziert werden können, mittels Devisentermingeschäften oder Optionen abgesichert. Die derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich für konkret eingetretene und genau abgrenzbare Geschäftsvorfälle eingesetzt. Die künftige Auswirkung der derivativen Finanzinstrumente beschränkt sich somit auf die Erfüllung der gesicherten Beschaffungs- und Absatzgeschäfte zum festgelegten Wechselkurs. Für den Liquiditätsbedarf ist eine rollierende Liquiditätsvorschau und -planung eingerichtet. Sich abzeichnende Finanzierungsengpässe können damit frühzeitig erkannt und vermieden werden sowie zusätzlicher Finanzbedarf über das Cash Pooling innerhalb des übergeordneten Voith-Konzerns beschafft werden. HAFTUNGSRISIKEN Haftungsrisiken sind für den Konzern von erheblicher Bedeutung und bestehen vor allem in Zusammenhang mit der Produkthaftung. Hier wird vorbeugend durch ein intensives Qualitätsmanagement dem Eintritt von Risiken entgegengewirkt. Darüber hinaus besteht für evtl. auftretende Gewährleistungsfälle ein adäquater Versicherungsschutz. Wie bereits im Vorjahr überwiegen die Marktrisiken weiterhin die anderen Risikofelder. Insgesamt bleibt die aggregierte Risikolage im Wesentlichen unverändert. Auf Grundlage des etablierten Risikomanagementsystems sind zum jetzigen Zeitpunkt keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen könnten. Chancen Chancen sehen wir insbesondere im Ausbau des Geschäfts mit den USA und unseres weltweiten Servicegeschäftes sowie in einer Wiederbelebung der Investitionstätigkeit in China und in der globalen Öl- & Gas-Industrie. 5. PROGNOSEBERICHT Vorab ist hier anzumerken, dass wegen des hohen Exportanteils unserer Getriebe vielfache Abhängigkeiten von der weltweiten Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau sowie von politischen Entwicklungen bestehen und die Prognoseunsicherheiten dadurch so hoch sind, dass Vorhersagen über ein Jahr hinaus nicht verlässlich gemacht werden können. Weiterhin weisen wir darauf hin, dass trotz fundierter Planungs- und Prognosemethoden und sorgfältig ermittelter Berechnungen sich zwischen den nachfolgend dargestellten Vorhersagen und den tatsächlichen Entwicklungen auch größere Abweichungen ergeben können. Dies umso mehr, als dass die Einmaligkeit der wirtschaftlichen Ereignisse Prognosen derzeit extrem erschwert. Der VDMA sagt, basierend auf den statistischen Daten bis einschließlich September/Oktober, in seiner aktuellen Prognose vom November 2017 eine Steigerung bei der Umsatzentwicklung des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus für das Jahr 2017 voraus ("Plusraten mit Fragezeichen"). Auch für das kommende Jahr 2018 sieht der VDMA einen weiteren leichten Aufschwung. Der Branchenentwicklung zeitversetzt folgend, erwarten auch wir, im Wesentlichen aufgrund des nochmaligen leichten Rückgangs beim Auftragseingang im Geschäftsjahr 2016/17 und eines nur leicht steigenden Bestelleingangs im Geschäftsjahr 2017/18, im kommenden Geschäftsjahr ein weitgehend unverändertes Produktions- und Umsatzvolumen. Unter Berücksichtigung einer gleichbleibenden Kapazitätsauslastung sowie eingeleiteter, wirksamer Maßnahmen zur Kostensenkung erwarten wir ein leicht verbessertes Ergebnisniveau für das Betriebsergebnis gegenüber dem Berichtsjahr. Die kontinuierlichen Verbesserungen im Auftragsdurchlauf werden die Materialbestände und Bestände an fertigen/unfertigen Erzeugnissen senken und sich bei unverändert geringem Investitionsvolumen folglich leicht positiv auf den Free Cash Flow auswirken.
Sonthofen, 31. Januar 201 Benno Morlock, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 30. September 2017Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2016/2017
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel für 2016/2017
Konzernanhang für 2016/17I. Allgemeine Hinweise Die Voith Turbo BHS Getriebe Holding GmbH (kurz "VTBH") mit Sitz in Sonthofen ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Kempten unter der Registernummer HRB 10883 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter Berücksichtigung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die einschlägigen Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) wurden angewendet. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG ergibt sich keine eingeschränkte Vergleichbarkeit zum Vorjahr. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Maßgeblich für die Gliederung und Bilanzierung im Konzern sind die bei der Voith Turbo BHS Getriebe Holding GmbH - als Muttergesellschaft - angewandten Gliederungs- und Bilanzierungsgrundsätze. Das Geschäftsjahr ist der Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. September des Folgejahres. Konzernwährung ist EUR. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben wie die Muttergesellschaft den 30. September als Abschlussstichtag. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen. II. Konsolidierungskreis Neben dem Mutterunternehmen wird die Voith Turbo BHS Getriebe GmbH, Sonthofen, deren Kapital wir zu 100 % halten, in den Konzernabschluss einbezogen. Das Mutterunternehmen stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis auf. Der Konzernabschluss der VTBH wird in den von der Voith GmbH & Co.KGaA, Heidenheim (kurz "VZ"), erstellten Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der VZ wird seinerseits in den Konzernabschluss der JMV GmbH & Co. KG, Heidenheim, als oberste Muttergesellschaft einbezogen. Diese beiden Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Realisations- und Imparitätsprinzip werden beachtet; Vermögensgegenstände bewerten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen sowie Sach- und Finanzanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen nehmen wir linear vor. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern werden bei den in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie den Lizenzen an solchen Rechten und Werten drei bis acht Jahre zugrunde gelegt. Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Firmenwert, der aus der Erstkonsolidierung zum 14. Juni 2005 resultiert, wird über die erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Diese wird insbesondere durch ökonomische, produktspezifische und organisationsspezifische Faktoren wie die zukünftigen Wachstums- und Gewinnerwartungen, die typischen Produktlebenszyklen sowie die Nutzbarkeit von Kundenbeziehungen und den Mitarbeiterstamm bestimmt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007 EUR 410,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten (durchschnittliche Einstandspreise) bzw. niedrigeren Stichtagspreisen bewertet. Die Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu ihren Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Abschläge für eine verlustfreie Bewertung sowie für Verwertbarkeitsrisiken werden in ausreichendem Maß vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bestehenden Ausfallrisiken wird durch die Absetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in ausreichender Höhe Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 3,77 % (Vj. 4,08 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %), erwartete Rentensteigerungen mit 1,7 % (Vj. 1,3 %) und die Fluktuation mit einer Ratevon 2,0 % (Vj. 2,0 %) berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 110. Dieser Betrag unterliegt der gesetzlichen Ausschüttungssperre, welche aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages allerdings faktisch nicht zur Anwendung kommt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verzinsliche und unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Abzinsung orientiert sich dabei am durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Ermittlung des Durchschnitts richtet sich nach den - bezogen auf die Restlaufzeit der Verpflichtung - vergangenen sieben Jahren. Jubiläumsrückstellungen werden für Anwartschaften und laufende Verpflichtungen gebildet und nach dem zeitratierlichen Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet; als Rechnungsgrundlage dienen die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 2,92% (Vj. 3,37 %). Erwartete Gehaltssteigerungen gingen - wie im Vorjahr - mit 3,0 %, die Fluktuation mit einer Rate von 2,0 % in die Berechnung ein. Die Festlegung des Rechnungszinses erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB auf Basis einer pauschal angenommenen Restlaufzeit (Duration) von 15 Jahren. Berücksichtigt werden alle aktiven Mitarbeiter, soweit sie nach dem Bilanzstichtag und bis zur Vollendung des rechnungsmäßigen Pensionierungsalters noch mindestens ein Jubiläum erreichen können. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Dabei handelt es sich um Barmittel (Anteile an Geldmarktfondsanteilen) zur Insolvenzsicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitvereinbarungen. Die Barmittel wurden an den depotführenden Treuhänder, die Commerzbank AG, verpfändet. Die Altersteilzeitrückstellungen werden auf Grundlage bestehender Altersteilzeitverträge nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Als biologische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 1,36% (Vj. 1,66%) verwendet. Die Berechnungen erfolgten entsprechend der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung "Altersteilzeitregelungen nach IAS und nach handelsrechtlichen Vorschriften" (IDW RS HFA 3). Sämtliche Altersteilzeitverträge sind nach dem Blockmodell abgeschlossen. Für die Berechnung der Rückstellungen wird - wie im Vorjahr - ein Gehaltstrend von 3,0 % zugrunde gelegt, der sich in der Freistellungsphase nicht erhöhend auswirkt. Bei der Festlegung des Rechnungszinses wurde eine mittlere Restlaufzeit (Duration) von einem Jahr zugrunde gelegt. Für Optionen auf den Abschluss von Altersteilzeitverhältnissen (ungeregelte Anwartschaften) waren keine Rückstellungen zu bilden, da das Gegenfinanzierungserfordernis aus § 18.1 des Tarifvertrages zum flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ) für Abschlussstichtage nach dem 31. März 2012 noch nicht erfüllt ist. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Da zwischen der Gesellschaft (Organ) und der Voith Turbo GmbH & Co. KG, Heidenheim (Organträger), ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, erfolgt die Bilanzierung von latenten Steuern auf der Ebene des Organträgers. Die Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, werden aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaft kein Steuersubjekt ist, ebenfalls nicht auf Ebene der Gesellschaft berücksichtigt. Das Jahresergebnis beinhaltet ausschließlich Abschreibungen auf stille Reserven aus der Erstkonsolidierung. IV. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Aus der Währungsumrechnung (§ 277 Abs. 5 S. 2 HGB) ergaben sich Erträge in Höhe von TEUR 27 (Vj. TEUR 33) und Verluste in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 29). V. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordnen wir soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises werden erfolgswirksam eliminiert. Die Verrechnung der erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen sowie der Jahresergebnisse des einbezogenen Tochterunternehmens erfolgt über die Anderen Gewinnrücklagen. VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Unter den immateriellen Vermögenswerten sind hauptsächlich EDV-Software, Lizenzen und ähnliche Rechte sowie ein Firmenwert ausgewiesen. Vorräte Die von den Vorräten offen abgesetzten Anzahlungen betreffen in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 232) verbundene Unternehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Eigenkapital Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals des Konzerns ist aus der gesonderten Übersicht "Konzerneigenkapitalspiegel für 2016/17" ersichtlich. Zum 30. September 2017 stehen TEUR 0 (Bilanzgewinn des Mutterunternehmens) zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem den Personalbereich (Jubiläen und Sonderzahlungen, Urlaubs- und Überstundenansprüche sowie Altersteilzeitverpflichtungen). Daneben wurden unter anderem Rückstellungen für drohende Verluste aus Absatzgeschäften, Gewährleistungs- und Pönalerisiken sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. Zusätzlich wurde eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 1.279; Vj. TEUR 2.709) gebildet. Die Angaben zur Verrechnung der Altersteilzeitrückstellung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind in nachstehender Übersicht dargestellt:
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben sämtliche eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 403 (i.Vj. TEUR 480) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 30.779 auf Finanzverbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen Derivative Finanzinstrumente (ausschließlich Devisentermingeschäfte) werden nur zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte eingesetzt, um Währungsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen zu reduzieren. Grundgeschäfte und korrespondierende Sicherungsgeschäfte stehen in einer 1:1 Beziehung zueinander. Sicherungsgeschäfte werden i. d. R. mit der Voith GmbH & Co.KGaA, Heidenheim, abgeschlossen, die die operative Devisenabsicherung durchführt. Im Grundsatz erfolgt die Sicherung operativer Geschäfte im Rahmen des "Fair Value Hedge Accounting of Firm Commitments". Dabei sichern wir uns primär gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung ab, das auf das Währungsänderungsrisiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte. Der Sicherungszeitraum umfasst, vom Bilanzstichtag an gerechnet, regelmäßig einen Zeitraum von weniger als einem Jahr. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten überschlägig ermittelt. Dabei wird der ursprüngliche Terminkurs mit dem Kassakurs am Bilanzstichtag verglichen. Die Differenz stellt den Marktwert am Bilanzstichtag dar. Da die Kriterien für die Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt sind, werden negative Marktwerte nicht passiviert. Bewertungseinheiten
Die gegenläufigen Wertänderungen/Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aufgrund der 1:1 Beziehung in vollem Umfang im Sicherungszeitraum aus. Damit ist die prospektive Wirksamkeit auf Basis der "Critical-Terms-Match-Methode" gegeben. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Unwirksamkeit, da alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheit entstehen. VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Der direkte Exportanteil liegt bei 64,2% (Vj. 56,5%.) Die Umsatzerlöse lassen sich in folgende Tätigkeitsgebiete bzw. Industrien aufschlüsseln.
Das Tätigkeitgebiet der sonstigen Industrie umfasst im Wesentlichen die Bereiche Stahlindustrie, Prüfstände und Lohnfertigung. Sonstige betriebliche Erträge Bei den periodenfremden Erträgen (TEUR 905) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus Versicherungsschäden und der Auflösung von Rückstellungen sowie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen. § 314 Abs. 1 Nr. 23 Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist kein außergewöhnlicher Ertrag bzw. Aufwand enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Sie enthalten Erträge aus der Abzinsung langfristig fälliger Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 117). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Sie enthalten Aufwendungen aus Finanzierungsverbindlichkeiten an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.401 (i.Vj. TEUR 1.388) und aus der Aufzinsung langfristig fälliger Verpflichtungen in Höhe von TEUR 311 (Vj. TEUR 203). VIII. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds (flüssige Mittel sowie Cash-Pooling-Forderungen und -Verbindlichkeiten) des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert hat. Entsprechend DRS 2 des Deutschen Rechnungslegungs Standards wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Cash-Pooling-Geldanlagen bzw. -Geldaufnahmen (Cash-Pooling-Forderungen gegen bzw. -Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen). Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt abgeleitet. Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 40), Zinsen wurden in Höhe von TEUR 1.395 (Vj. TEUR 1.389) bezahlt. IX. Vermerke und sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum 30. September 2017 bestehen keine Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Von den Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind TEUR 92 innerhalb eines Jahres fällig. Weitere TEUR 158 haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu 5 Jahren. Von den Zahlungsverpflichtungen aus sonstigen Dienstleistungs- und Wartungsverträgen sind TEUR 122 innerhalb eines Jahres und TEUR 3 innerhalb eines Zeitraums von einem bis 5 Jahren fällig. Außerbilanzielle Geschäfte Konsignationsverträge Branchenüblich werden zur langfristigen Sicherung der Lieferfähigkeit sowie zur Liquiditätsverbesserung Konsignationsvereinbarungen mit Lieferanten abgeschlossen. Zum 30. September 2017 beträgt der Wert der Konsignationsläger TEUR 478. Risiken bezüglich der Konsignationsläger bestehen nicht. Leasingverträge Aus Liquiditätsgründen wurden Leasingverträge für Kraftfahrzeuge abgeschlossen. Aufgrund der relativ kurzen Laufzeiten bestehen keine Risiken. Die voraussichtlichen Leasingzahlungen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. Honorar des Abschlussprüfers Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016/17 als Aufwand erfasste Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 79 (Vj. TEUR 79). Es umfasst die Honorare der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Voith Turbo BHS Getriebe Holding GmbH sowie des Jahresabschlusses der Tochtergesellschaft Voith Turbo BHS Getriebe GmbH. Für andere Leistungen außerhalb der Abschlussprüfung wurden vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2016/17 TEUR 0 (Vj. TEUR 0) berechnet. Geschäftsführung Dipl.-Ing (BA) Wolfgang Sautter, Kranzegg (bis 30. April 2017) Dipl. Kfm. Benno Morlock, Crailsheim (ab 1. Mai 2017) Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Sonstige Angaben Im Hinblick auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB (mittelbare Schutzwirkung) unterbleibt die Angabe der Organbezüge. Die in den Konzernabschluss einbezogene Voith Turbo BHS Getriebe GmbH, Sonthofen, legt ihren Jahresabschluss unter Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB nicht offen. Nachtragsbericht (§ 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB) Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Stichtag haben nicht stattgefunden.
Sonthofen, 31. Januar 2018 Benno Morlock, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2016/2017
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Voith Turbo BHS Getriebe Holding GmbH, SonthofenWir haben den von der Voith Turbo BHS Getriebe Holding GmbH, Sonthofen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 31. Januar 2018 KPMG
AG
Huber, Wirtschaftsprüfer Hundshagen, Wirtschaftsprüfer |
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