Bright Children's Products GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Vera Wallner seit 5.6.2023 | Prokura |
Roman Wüllner seit 14.4.2023 | Prokura |
Konstantinos Limnidis seit 30.1.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Haleon Germany GmbH (vormals: GlaxoSmithKline Healthcare GmbH)MünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20221. Grundlagen des Konzerns Die Haleon Germany GmbH, München, (bis 22. August 2022: GlaxoSmithKline Healthcare GmbH, München) ist die Muttergesellschaft für die deutschen Aktivitäten des Geschäftsbereiches Consumer Healthcare des Haleon-Konzerns unter Leitung der obersten Muttergesellschaft Haleon plc. mit Sitz in Weybridge, Großbritannien. Im Folgenden wird der deutsche Teilkonzern auch als "Haleon Consumer Healthcare Deutschland" bezeichnet. Unter dem Geschäftsbereich Consumer Healthcare werden rezeptfreie Arzneimittel und Gesundheitsprodukte vertrieben. Dieser Geschäftsbereich konzentriert sich auf die Bereiche der Mund- und Zahngesundheit sowie der Selbstmedikation. Dazu gehören Marken wie Voltaren®, Otriven®, Fenistil®, Odol®, Odol-med3®, Dr. Best®, Sensodyne®, Corega®, Chlorhexamed®, Zovirax, Vitasprint®, Centrum®. Innerhalb des Haleon Consumer Healthcare Deutschland Konzerns werden lediglich in sehr geringem Umfang eigene Entwicklungstätigkeiten durchgeführt. Im Wesentlichen finden diese Aktivitäten in den zum Haleon-Konzern gehörenden Forschungszentren im Ausland statt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022, trotz weiterhin angespannter Wirtschaftslage aufgrund des Kriegs in der Ukraine und den damit verbundenen extremen Energiepreisanstiegen, um 1,9% gewachsen. Damit konnte das BIP wieder auf das Niveau vor dem Ausbruch der Corona Pandemie gehoben werden (+0,7% vs. 2019). 1 Auch der Arbeitsmarkt zeigte sich in 2022 robust und schloss mit einer Arbeitslosenquote von 5,3% um 0,4%-Punkten unter dem Vorjahr. Die Anzahl der Erwerbstätigen stieg dabei um 1,3% gegenüber 2021. 2 Die Inflationsrate erhöhte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr von 3,1% in 2021 auf 7,9% im Jahresdurchschnitt 2022. Dieser Anstieg ist vor allem durch den starken Anstieg in den Bereichen Energie und Nahrungsmittel getrieben. 3
1 Pressemitteilung des statistisches Bundesamt
vom 13.01.2023:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2023/bip2022/statement-bip.pdf?_
blob=publicationFile.
Branchenbezogene Rahmenbedingungen Auch das Jahr 2022 war bedingt durch die Spätfolgen von Corona und den aufkeimenden Krieg in der Ukraine ein sehr schwieriges aber dennoch mit Wachstum verbundenes Jahr für den Fast Moving Consumer Goods (FMCG)-Markt. Der gesamte FMCG Markt in Deutschland wuchs auch in 2022 weiterhin mit 1,6% und überstieg das Wachstum im Vorjahr deutlich (+0,7%). Das Wachstum wurde hauptsächlich durch den Online Kanal (+5,9%) sowie Discount (+7,6%) und Drogeriegeschäfte (+5,8%) getrieben, während der Fachhandel (-9,4%) sowie SB-Warenhäuser (-1,2%) weiterhin verlieren und der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) stagniert. Discount und Drogerie profitieren hierbei auch von dem Trend hin zu preiswerteren Eigenmarken (+2,6% Marktanteil in 2022). 4 In den Produktsegmenten konnten nahezu alle Kategorien gegenüber dem Vorjahr im Umsatz zulegen, was aber hauptsächlich durch die gestiegenen durchschnittlichen Verbraucherpreise getrieben ist (+8% in 2022; mit Anstieg bei Waren um 14% gegenüber dem Vorjahr). 5 So gewannen Food und Getränke (+1,0%) weiterhin dazu, obwohl bereits im Vorjahr ein COVID bedingter Anstieg zu verzeichnen war. Das für Haleon bedeutende Subsegment Kosmetik/Körperpflege erholte sich mit +4.9% von dem Verlust des Vorjahres (-1,0%). 6 Der Gesamtmarkt der rezeptfreien Arzneimittel ist in 2022 nach Wert um 7% gestiegen, was hauptsächlich durch die wieder zurückkehrende bzw. erhöhte Anfrage im Bereich Husten- und Erkältungsmittelgetrieben ist. Der OTC Versandhandel der Arzneimittel und Nichtarzneimittel wuchs auch in 2022 stark an und schloss das Jahr mit ca. 9,5% wertmäßigem Wachstum und ca. 12% Volumenanstieg ab. 7 2.2 Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung des Konzerns sind Umsatzerlöse und EBITDA. Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
* EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und Erträgen aus Beteiligungen.
2.3 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Indikatoren erfasst die Haleon weltweit auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Als verantwortliches Unternehmen in der Gesellschaft und hinter dem Unternehmenszweck "deliver better everyday health with humanity" treibt Haleon die Themen Entwicklung innovativer Technologien, Arbeitnehmerbelange, Kundenzufriedenheit, Nachhaltigkeit und Sozialbelange voran. Im deutschen Consumer Healthcare-Teilkonzern wird der Fokus auf die Themen Arbeitnehmerbelange, Kundenzufriedenheit, Nachhaltigkeit sowie Sozialbelange gelegt.
4 GFK Consumer Panels:
https://www.gfk.com/hubfs/EU%202022%20Files/Consumer%20Index/CI_12_2022.pdf.
2.3.1. Arbeitnehmerbelange und moderner Arbeitgeber Das Thema moderne Arbeitsbedingungen sowie Mitarbeiterzufriedenheit sind Haleon Consumer Healthcare Deutschland sehr wichtig. Durch Mitarbeiterentwicklungsmaßnahmen, aktives internationales Talentmanagement, flexible Arbeitszeiten sowie Home-Office Regelungen erweist sich die Haleon Consumer Healthcare Deutschland als moderner Arbeitgeber. Mit Sportfördermaßnahmen sowie Gesundheitsleistungen werden auch im Bereich Gesundheitsvorsorge Leistungen für die Mitarbeiter angeboten und so attraktive Rahmenbedingungen gesetzt. Des Weiteren hat Haleon in 2022 die Familienauszeit - eine bis zu sechsmonatige bezahlte Freistellung bei der Geburt oder Adoption eines Kindes - eingeführt. 2.3.2. Kundenzufriedenheit Das Thema Kundenzufriedenheit ist ein weiterer Baustein unserer Zielvorgaben und wird als Liefertreue in Form eines OTIF (On Time in Full) KPIs gemessen und verfolgt. Durch eine gute Absatzplanung und dank agiler Prozesse konnte 2022 trotz signifikant erschwerter Lieferketten und Lieferengpässen im Bereich der OTC Produkte eine OTIF von 91% erreicht werden. 2.3.3. Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit spielt sowohl im globalen Kontext als auch auf deutscher Ebene eine wichtige Rolle. Auf globaler Ebene wird der Fortschritt des Ziels, die Umweltauswirkungen des Unternehmens zu reduzieren, überwacht und verfolgt. Die Produktentwicklung berücksichtigt vermehrt Nachhaltigkeitsaspekte, insbesondere im Bereich Zahnbürsten und Verpackung. Mit attraktiven Angeboten ermutigt Haleon Consumer Healthcare Deutschland seine Mitarbeiter, den ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) für den täglichen Arbeitsweg zu nutzen und damit die Umweltbelastung zu reduzieren. 2.3.4. Sozialbelange Haleon Consumer Healthcare Deutschland verfolgt das Ziel soziale Einrichtungen zu unterstützen, um vor allem den schwächeren Mitgliedern der Gesellschaft zu helfen. In diesem Rahmen wurden 2022 Kinder- und Behindertenhilfsorganisationen, Umweltschutzorganisationen und die Ukraine unterstützt. 2.4 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr war durch folgende wesentliche Ereignisse geprägt: Der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr war wesentlich durch die Abspaltung der Konsumgütersparte aus dem GlaxoSmithKline-Konzern und den Aufbau eines separaten, börsennotierten Haleon-Konzerns geprägt. Die Abspaltung geschah im Juli 2022 und war der größte Börsengang an der Londoner Börse seit zehn Jahren. 8 Das Portfolio der deutschen Gesellschaft wurde von der Abspaltung nicht betroffen. Jedoch haben sich Prozesse und Berichtslinien durch die neue Struktur entsprechend verschoben. Auch der Name der meisten deutschen Gesellschaften wurde vorerst nicht verändert, da die Marketingberechtigungen bei Arzneimitteln sehr strikten Regeln unterliegen. So wurde im ersten Schritt nur der Name der deutschen Holding von "Glaxo Smith Kline HealthCare GmbH" auf "Haleon Germany GmbH" abgeändert. Die restlichen Einheiten sollen spätestens im Laufe des Jahres 2024 folgen. 2.4.1 Ertragslage Der Konzernumsatz der Haleon Consumer Healthcare Deutschland GmbH beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf 517.946 TEUR (-6,3% im Vorjahresvergleich). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere OTC & Wellness-Umsatzerlöse zurückzuführen. Aufgeteilt auf Produktbereiche stellen sich die Nettoumsatzerlöse wie folgt dar:
Im Bereich Oral Health Care wird der Umsatz im Wesentlichen durch folgende Haleon-Marken generiert: Sensodyne, Dr. Best, Odol Med 3, Parodontax und Chlorhexamed. Zu der Gruppe "OTC & Wellness" zählen Voltaren, Otriven, Fenistil, Nicotinell, Zovirax sowie Centrum und Vitasprint. Der Umsatz einiger dieser Produkte unterliegt gewöhnlich saisonalen Schwankungen. Der im Jahr 2022 erwirtschaftete Umsatz aus Produktverkäufen sank im Vergleich zum Vorjahr um -3,6%. Der Rückgang ist hauptsächlich aus dem Apotheken Geschäft (-5,1%) und dem Versandhandel (-5,8%) getrieben, während der Mass Market Geschäftsbereich nahezu stabil zum Vorjahr abschloss (-1,4%). Aus Marken-Perspektive ist der Rückgang gegenüber 2021 vor allem den Marken Voltaren und Vitasprint zuzuweisen. 9 Die Herstellungskosten des Konzerns liegen aufgrund des Umsatzrückgangs mit 317.081 TEUR deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus von 342.424 TEUR. Das Bruttoergebnis sank von 210.547 TEUR in 2021 auf 200.865 TEUR in 2022. Die Vertriebskosten des Konzerns liegen im Jahr 2022 mit 140.955 TEUR um 3.846 TEUR unter dem Vorjahresniveau (-2,7%). Die Vertriebskosten beinhalten größtenteils Kosten für Werbung, Musterware und das Personal in Höhe von 118.172 TEUR. Die allgemeinen Verwaltungskosten von 63.144 TEUR sind im Vergleich zum Vorjahr (42.420 TEUR) um 20.724 TEUR bzw. 48,9% deutlich angestiegen. Dies ist vor allem auf gestiegene (Personal-)Aufwendungen für Altersversorgung (Änderungen des Rententrends und der tatsächlichen Rentenerhöhung auf Grund der Inflation) zurückzuführen. Des Weiteren wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine Marke in Höhe von 8.109 TEUR vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 4.743 TEUR um 5.329 TEUR (-52,9%) im Vergleich zum Vorjahr (10.072 TEUR) deutlich zurückgegangen. Dieser Rückgang ist unter anderem auf geringere Kursgewinne und geringere Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 11.576 TEUR um 2.996 TEUR geringer als im Vorjahr (14.572 TEUR). Der Rückgang ist unter anderem auf geringere R&D-Service-Aufwendungen zurückzuführen. Das Finanzergebnis des Konzerns weist einen Saldo von -30.114 TEUR auf und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um -25.148 TEUR zurückgegangen. Grund hierfür sind im Wesentlichen Wertveränderungen des Deckungsvermögens und Zinseffekte aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen.
9 Haleon Internal Net Sales Reporting 2022.
Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen 8.496 TEUR (Vorjahr 15.944 TEUR; -46,7%). Diese umfassen Körperschaft- und Gewerbesteuer des laufenden Jahres in Höhe von 10.978 TEUR (Vorjahr 14.647 TEUR). Periodenfremde Steuern sind nicht angefallen (Vorjahr Aufwand in Höhe von 618 TEUR). Gleichzeitig besteht ein latenter Steuerertrag in Höhe von 2.483 TEUR (Vorjahr latenter Steueraufwand von 679 TEUR). Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich aufgrund der oben dargestellten Effekte in 2022 stark um 46.592 TEUR von -2.085 TEUR auf -48.677 TEUR. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf -48.940 TEUR (Vorjahr -2.323 TEUR). Das Konzern EBITDA berechnet sich auf 23.319 TEUR (Vorjahr 39.009 TEUR; -40,2%). 2.4.2 Vermögenslage Die Aktiva der Haleon Consumer Healthcare Deutschland bestehen zum 31. Dezember 2022 zu 25,8% aus Anlagevermögen (Vorjahr 37,2%) sowie zu 41,5% (Vorjahr 37,0%) aus Umlaufvermögen. Der Wert des Anlagevermögens ist von 157.208 TEUR auf 123.408 TEUR (-21,5%) zurückgegangen und wurde im Wesentlichen durch die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung auf eine Marke in Höhe von 8.109 TEUR beeinflusst. Die zum Bilanzstichtag ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 19.163 TEUR und haben sich im Vergleich zum Vorjahr (19.032 TEUR) kaum verändert (+0,7%). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich auf 175.593 TEUR (Vorjahr 129.789 TEUR; +35,3%) und liegen somit deutlich über dem Vorjahresniveau. Dies ist vor allem auf die Cash-Pooling-Forderungen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 151.125 TEUR (31. Dezember 2021: 59.284 TEUR) zurückzuführen. Gegenläufig verringerten sich die Anlagen in Commercial Paper auf 0 TEUR zum 31. Dezember 2022 (31. Dezember 2021: 59.963 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit 2.935 TEUR um 4.293 TEUR unter dem Vorjahreswert von 7.228 TEUR (-59,4%). Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände ist vor allem auf geringere Steuerforderungen zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote von Haleon Consumer Healthcare Deutschland beträgt -32,4% und ist damit um 7,4 Prozentpunkte zurückgegangen. Der Konzern hat ein negatives Eigenkapital von 154.615 TEUR (Vorjahr 105.675 TEUR), welches in der Bilanz unter der Position "nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen wird. Das negative Konzerneigenkapital ist vor allem auf folgende Gründe zurückzuführen: Zum 1. Januar 2015 wurde erstmalig ein separater Teilkonzern in Deutschland aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung zu diesem Zeitpunkt erfolgte für alle bestehenden Unternehmen einheitlich nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital. Es wurde von der Möglichkeit der Fortführung der Buchwertmethode zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 2005 Gebrauch gemacht. Zum anderen verminderte sich das Konzerneigenkapital im Geschäftsjahr 2015 durch die Abspaltung der Glaxo Wellcome GmbH & Co. KG in Höhe von 95.699 TEUR. Weitere Gründe für das negative Konzerneigenkapital liegen in der linearen Abschreibung des Konzerngeschäfts- oder Firmenwertes seit 2005 negativen Bewertungseinflüssen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, daneben noch in der außerplanmäßigen Abschreibung einer Marke (TEUR 8.109, Vorjahr TEUR 0) sowie in Dividendenausschüttungen an die alleinige Gesellschafterin der Konzern-Muttergesellschaft in vergangenen Geschäftsjahren. Die Verpflichtung aus Pensionsrückstellungen nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen beträgt 127.371 TEUR (Vorjahr 82.895 TEUR) (+53,7%). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Wertschwankungen des Deckungsvermögens sowie Veränderungen wesentlicher Parameter für die Berechnung (v.a. Rententrend; tatsächliche inflationsbedingte Rentenerhöhung) zurückzuführen. Die Steuerrückstellungen liegen mit 25.259 TEUR um 3.590 TEUR (-12,4%) unter dem Vorjahreswert von 28.849 TEUR. Dies ist vor allem auf das verringerte Ergebnis vor Steuern zurückzuführen. Die Sonstigen Rückstellungen betragen 72.665 TEUR und liegen somit um 1.816 TEUR (+2,6%) über dem Vorjahreswert von 70.849 TEUR. Dies ist vor allem auf höhere Rückstellungen für Werbungs- & Promotion-Tätigkeiten zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen im Konzern mit 17.374 TEUR auf Vorjahresniveau (+2,4%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weisen zum Bilanzstichtag einen Betrag in Höhe von 211.765 TEUR (Vorjahr 196.589 TEUR) aus (+7,7%) und beinhalten im Wesentlichen mit 160.000 TEUR (Vorjahr 160.000 TEUR) eine mittelfristige Darlehensverbindlichkeit im Rahmen der Intercompany-Finanzierung bei der Haleon UK Finance Limited, UK (vormals: GlaxoSmithKline Consumer Healthcare Finance Limited, UK) sowie eine kurzfristige Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 50.000 TEUR (Vorjahr 30.000 TEUR). Die restlichen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und sonstigen Leistungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vorjahresvergleich leicht angestiegen (+1.303 TEUR). Die Passiven latenten Steuern in Höhe von 6.694 TEUR (Vorjahr: 9.176 TEUR) wurden im Zusammenhang mit der Aufdeckung von Stillen Reserven auf immaterielle Vermögensgegenstände bezüglich der Akquisition der Pfizer Consumer Healthcare GmbH im Vorjahr gebildet und werden mit der Entwicklung der Stillen Reserven entsprechend aufgelöst. 2.4.3 Finanzlage Die Finanzierung des Haleon Consumer Healthcare Deutschland Konzerns (Kredite und Geldanlage) erfolgt zentralisiert über englische Schwestergesellschaften, eingebunden in den Haleon-Konzern. Damit ist das Ziel des Finanzmanagements einer jederzeit ausreichenden Liquidität innerhalb des Haleon- Konzerns gewährleistet. Zum 31. Dezember 2022 bestehen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 50.000 TEUR (Vorjahr: 30.000 TEUR) sowie mittelfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 160.000 TEUR (Vorjahr: 160.000 TEUR) gegenüber einem britischen verbundenen Unternehmen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Jahr 2022 auf -77.494 TEUR (Vorjahr 132.205 TEUR). Das Periodenergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr mit -48.940 TEUR deutlich geringer als im Vorjahr (2021: -2.323 TEUR). Zusätzlich führt im Wesentlichen der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie anderer Aktiva zu einem deutlichen Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss in Höhe von 60.774 TEUR (Vorjahr Mittelabfluss von -77.390 TEUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem gezahlten Kaufpreis im Rahmen des Erwerbs der Pfizer Consumer Healthcare GmbH im Vorjahr. Der Mittelzufluss aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 16.723 TEUR (Vorjahr Mittelabfluss von -55.146 TEUR). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Aufnahme von Darlehen von verbundenen Unternehmen. Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr damit von -2 TEUR auf 0 TEUR. 2.5 Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns Es konnte ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 200.865 TEUR erwirtschaftet werden. Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich das Ergebnis nach Steuern deutlich geringer. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf geringere Umsatzerlöse, die außerplanmäßige Abschreibung auf eine Marke sowie höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend verlaufen. 2.6 Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente Haleon Consumer Healthcare Deutschland setzt Vermögenswerte ein, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns stehen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Büroflächen für die Verwaltung, die im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen gemietet werden. Aus diesen Verträgen bestehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen für die entsprechenden Miet- und Leasingraten. Die Erläuterungen zu den operativen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie die Struktur der Restlaufzeiten der finanziellen Verpflichtungen sind im Konzernanhang in Kapitel 10) "Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Verpflichtungen" beschrieben. 3. Chancen- und Risikobericht Zur Früherkennung, Bewertung und Management von Risiken ist der Konzern in das Risikomanagementsystem der Haleon Gruppe integriert. Zudem berichtet der Konzern regelmäßig die Überwachung der Geschäftsrisiken an die Haleon Gruppe. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit von Chancen- und Risikobericht zu erhöhen, sind die einzelnen Chancen und Risiken in einer Rangfolge bzw. in Kategorien geordnet, wobei größere Risiken und Chancen vor geringeren Risiken und Chancen geordnet werden. Die Bedeutung einzelner Chancen und Risiken ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe der möglichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Prognosen und Ziele. Risiken stellen für den Konzern eine mögliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation dar. 3.1 Einzeldarstellung der Chancen und Risiken 3.1.1 Risikobericht Die nachfolgenden Risiken sind Brutto, d.h. vor Risikobegrenzungsmaßnahmen, dargestellt. Abhängigkeit vom Mutterkonzern Die Haleon Consumer Healthcare Deutschland ist in den weltweit operierenden Haleon-Konzern eingebunden und im Wesentlichen von den strategischen Entscheidungen des Mutterkonzerns abhängig. Insbesondere bei der Entwicklung neuer Produkte ist der Teilkonzern auf die Konzernmutter sowie die ausländischen Schwestergesellschaften angewiesen. Forschung und Produktkonzeptentwicklung werden vom Mutterkonzern gesteuert und bei fehlenden Innovationen und Neuzulassungen werden die deutschen Gesellschaften signifikant beeinflusst. Im Gegensatz zu reinen Pharmaaktivitäten, kann im Consumer und OTC Bereich der Erfolg von Innovationen und der Produktlebenszyklus jedoch sehr stark durch die lokale Marketing- und Vertriebsorganisation getrieben werden und ist nicht durch auslaufende Patentfristen begrenzt. Wettbewerb und Preisdruck Der Groß- und Einzelhandel ist in den verschiedenen Vertriebsformen durch einen sehr intensiven Wettbewerb und eine wachsende Konzentration auf wenige große Händler gekennzeichnet. Um dem damit in Verbindung stehenden Druck auf die Verkaufspreise speziell im Bereich der Standardsortimente auszuweichen, variieren Hersteller und Händler ihr Warenangebot, wozu auch neue Produktinnovationen genutzt und teilweise neue Vermarktungswege beschritten werden. Auch die typische Abhängigkeit des Handels von der Ausgabenneigung der Verbraucher birgt Risiken. Die Veränderung des Konsumverhaltens der Endverbraucher erfordert deshalb weiterhin die ständige Anpassung der Vermarktungskonzepte. Die Haleon Gruppe trägt diesem Veränderungsprozess aktiv Rechnung, indem regelmäßig interne Informationen und ausgewählte externe Quellen ausgewertet werden, um Veränderungen der Wünsche und des Verhaltens der Konsumenten frühzeitig zu erkennen und darüber hinaus durch Innovationen differenzierte Produkte zu vermarkten, die weniger anfällig für Wettbewerbs- und Preisdruck durch den Markt sind. Im Apothekenmarkt ist bedingt durch die breite Indikations- und Produktvielfalt und einen niedrigeren Konzentrationsgrad des Handels ein niedrigeres Risiko-Level zu verzeichnen. Qualitätsrisiken und damit verbundene Lieferrisiken Bei der Qualität der Produkte legt Haleon Consumer die sehr hohen Maßstäbe eines Pharmaunternehmens an. Allerdings ist das Risiko eines Lieferstopps aufgrund qualitativer Probleme nie auszuschließen und kann aufgrund der hohen Qualitätsstandards zu längeren Lieferengpässen führen. Rechtliche Risiken Risiken, die durch Gesetze und Regelungen z.B. im Bereich Wettbewerbsrecht, Kartellrecht, Patentrecht und Umweltrecht entstehen, werden durch interne und externe Berater im Zuge des Entscheidungsprozesses auf ihre Relevanz hin untersucht und entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Verschiedene Einzelhändler machen gegen Haleon sowie weitere Hersteller Schadensersatzansprüche wegen kartellrechtswidriger Verhaltensweisen im Ausschuss Körperpflege, Wasch- und Reinigungsmittel des Markenverbandes e.V. (sog. KWR-Ausschuss) geltend. Derzeit sind insgesamt fünf Verfahren gegen Haleon anhängig. In einem dieser Verfahren wurde die Klage in erster Instanz abgewiesen; die Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil wurde zurückgewiesen; auf die Revision des Klägers wurde das Berufungsurteil aufgehoben und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen. In einem weiteren Verfahren wurde die Klage in erster Instanz abgewiesen; über die Berufung des Klägers gegen das erstinstanzliche Urteil ist noch nicht entschieden. In den drei weiteren Verfahren sind die Klagen noch in erster Instanz anhängig. In drei weiteren Verfahren, die sich gegen andere Hersteller richten, wurde Haleon der Streit verkündet. Eines dieser Verfahren ist noch in erster Instanz anhängig. In den beiden anderen Verfahren wurde die Klage in erster Instanz abgewiesen, wobei diese Urteile nicht rechtskräftig sind. Sämtliche rechtliche Risiken werden quartalsweise zwischen der Rechtsabteilung und Finance besprochen und die Rückstellungen für die ausstehenden Verfahren und Risiken abgestimmt. Risiken der Informationstechnologie Aufgrund vielfältiger und komplexer IT-Systeme besteht das Risiko eines Ausfalls geschäftskritischer IT-Anwendungen, die unter Umständen die Servicequalität kritischer Geschäftsprozesse des Unternehmens beeinflussen könnten. Um diesem entgegenzutreten sind entsprechend kritische Anwendungen und Komponenten identifiziert worden und mit Ausfallplänen und Tests abgesichert worden. Darüber hinaus ergeben sich Risiken durch e-Kriminalität, welche zum Verlust oder Diebstahl von geschäftskritischen und sensiblen Daten führen könnten. Ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept ist hierfür erstellt worden. IT-Sicherheitsmaßnahmen wie restriktive Zutritt- und Zugriffsrechte, Virenschutz, Datensicherung sowie Verschlüsselungsverfahren sind implementiert, um Datenschutz und Datensicherheit zu gewährleisten. Zur Vorbeugung solcher Risiken wurden IT-Sicherheitsrichtlinien eingeführt, trainiert und überwacht. Ebenso werden alle Mitarbeiter mit regelmäßigen, obligatorischen e-learnings zur Prävention von e-Kriminalität und Cyber Angriffen geschult. Hierbei profitiert der deutsche Teilkonzern von den umfangreichen Sicherungs- und Schutzmaßnahmen der globalen Haleon-Konzern IT-Organisation. Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Die Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen die flüssigen Mittel und Forderungen sowie auf der Passivseite die Verbindlichkeiten. Da der Warenverkauf ebenso wie die Beschaffungsgeschäfte nahezu ausschließlich in Euro abgewickelt werden, entfallen entsprechende Währungsrisiken. Vor dem Hintergrund des geschäftsmodellbedingten, hohen Forderungsbestands, besteht das Risiko, dass größere Beträge aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten der Kunden ausfallen könnten. Es ergeben sich geringe Risiken aus Zahlungsausfällen von Kunden, da im Apothekenbereich der Ausfall einzelner Apothekenkunden keine signifikanten Auswirkungen auf Haleon hat. Großhändler und Mass Market Kunden sind kreditversichert. Die Altersstruktur der Forderungen ist seit Jahren sehr gut. Die Corona Pandemie sowie Inflation haben bisher keine spürbaren Auswirkungen auf die Zahlungsausfallsituation gezeigt. Der Kundenkreis von Haleon Consumer Healthcare war nur vereinzelt von Geschäftsschließungen während der Lock Down Phasen betroffen, so dass es keine Lock Down bedingten Insolvenzen gab. Im Falle einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung besteht das Risiko, Verbindlichkeiten nicht oder nicht fristgerecht erfüllen zu können. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist durch die Einbindung in das gruppenweite Cash-pooling gesichert. Pandemie-bedingte Risiken Die langfristigen Auswirkungen der Pandemie lassen sich noch immer nur schlecht quantifizieren jedoch hat sich die Gesamtlage und die Maßnahmen gegen Corona wieder entspannt, was sich auch positiv auf die Entwicklungen der Geschäftslage unserer Kunden auswirkt. Auch die OTC Erkältungsmärkte haben sich mit der Lockerung der Maskenpflicht wieder stark erholt und sind auf ein Niveau vor dem Ausbruch der Pandemie gestiegen. Ob die Pandemie in 2023 nun vollständig zum Erliegen kommt, hängt jedoch weiterhin von einer Vielzahl an Variablen wie Impfgeschwindigkeit und Impfquote und Virusvariantenentwicklungen ab. Jedoch ist aktuell nicht davon auszugehen, dass nochmal Gegenmaßnahmen in ähnlicher Dimension getroffen werden. Das Corona-Infektionsrisiko während der Arbeitszeit wurde für die Haleon-Beschäftigten durch die flächendeckende Einführung von Home-Office im Innen- wie im Außendienst minimiert. Da der Haleon-Konzern bedingt durch internationale Arbeitsteilung bereits vor der Pandemie schon sehr gut in digitalen und dezentralen Arbeitsabläufen organisiert war, konnte die kurzfristige Umstellung auf Home-Office im Lockdown ohne größere Probleme bewältigt werden. Die digitalen Kundenkontakte im Außendienst waren zu Beginn etwas herausfordernd, konnten dann aber im weiteren Verlauf gut etabliert werden. Ukraine Krise und die daraus folgende Inflation Seit Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch für Deutschland und unsere Gesellschaft wird dieser Krieg einen Einfluss haben und von einer weiteren Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist auszugehen. Des Weiteren hat die aus dem Krieg resultierende Knappheit an Energie und Rohstoffe die Kosten für die Herstellung und Vertrieb von Produkten steigen lassen. Dies wiederum führte und wird zunehmend zu steigenden Konsumentenpreisen führen. Außerdem ist mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung zu rechnen. Da unser Portfolio jedoch größtenteils aus Produkten des täglichen Bedarfs (Mundhygiene) oder (akut) benötigten Medikamenten besteht, schätzen wir den Einfluss auf unser Ergebnis als eher gering ein. Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. In einer Gesamtschau gehen wir davon aus, dass sämtlichen zu erwartenden Risiken durch die verschiedenen Maßnahmen ausreichend Rechnung getragen wird. Auch wenn die Corona-Virus-Pandemie sowie der Krieg in der Ukraine und die hieraus entstandene Inflation ein großes und nicht spezifizierbares Risiko für die weitere Unternehmensentwicklung darstellt, gehen wir aufgrund der stabilen Ausgangssituation, der Erkenntnisse der Entwicklung bis zum heutigen Tage sowie der implementierten Risikomaßnahmen davon aus, dass aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens besteht. 3.1.2 Chancenbericht Im Bereich Consumer Healthcare werden Chancen durch eine ständige Anpassung der Vermarktungskonzepte und Konzentration auf die Kernkompetenzen gesehen. Zentrales Erfordernis im Fast Moving Consumer Healthcare-Markt ist ein kontinuierliches Level von Innovationen und Relaunches, um die Konsumenten durch Neuigkeiten von der richtigen Produktauswahl zu überzeugen. Innovationen und Relaunches werden über die sogenannte Global Category bzw. Marketing-Organisation vorangetrieben und den Ländern zur Aktivierung im Heimatmarkt zur Verfügung gestellt. Es wird versucht, in Zukunft die Marktanteile in den globalen Fokuskategorien des Konzerns durch die Übertragung der globalen Produkt- und Markenkonzepte auszubauen und diesen Trend durch gezielte lokale Marketing- und Promotion-Aktivitäten im deutschen Markt zu stärken. Durch die regelmäßige Auswertung von Informationen und ausgewählten externen Quellen sowie kontinuierlicher Marktforschung versucht der Consumer Healthcare-Bereich die Vermarktungskonzepte ständig anzupassen, um hierdurch die Wünsche und das Konsumverhalten der Verbraucher besser zu berücksichtigen und das Wachstum positiv zu beeinflussen. Konsequentes Benchmarking gegenüber Wettbewerbern bietet weiterhin Anregungen zur qualitativen Verbesserung der Konzepte. Die Zugehörigkeit zum weltweit operierenden Haleon-Konzern bietet dem deutschen Teilkonzern Chancen, an internationalen Innovationen des Konzerns erfolgreich zu partizipieren. Weiterhin bietet die Entlassung von Arzneimitteln und Wirksubstanzen aus der Rezeptpflicht in die Freiverkäuflichkeit, sogenannte Switches, die Chance von Umsatzzuwächsen, was z.B. im Fall Zovirax mit dem Lippenherpesprodukt ZoviDuo in 2018 und 2019 zu einem deutlichen Umsatzwachstum führte. In 2022 war jedoch kein Switch für ein bestehendes Haleon Produkt zu verzeichnen. 4. Prognosebericht 4.1 Prognose-Ist-Vergleich
In 2022 konnte die erwartete Entwicklung verzeichnet werden, so dass ein Umsatzrückgang von 6,3% (Prognose: leichter Rückgang) verzeichnet wurde. Das EBITDA verringerte sich vor allem aufgrund der hohen Effekte aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen deutlich stärker als erwartet. Insgesamt haben die Markteinführung von Neuprodukten sowie Relaunches zur Modernisierung bestehender Produkte durch Line Extenders das Produktportfolio erfolgreich gestärkt. Vor allem die Bereiche Oral Care sowie Cold & Flue haben in 2022 hauptsächlich unter seinen Kernmarken Sensodyne, Dr. Best, Odol Med3, Parodontax sowie Otriven eine große Anzahl von Neuprodukten und Relaunches auf den Weg gebracht, speziell sei hier der Wieder-Markteintritt von Otriven Baby sowie zwei Premium-Produkten bei Parodontax und Sensodyne zu erwähnen. Im Bereich Werbung und Kommunikation hält der Trend zur Aktivierung im digitalen Bereich an, da gerade für den Bereich Gesundheit, die Informationsbeschaffung und die Kaufentscheidung im Bereich der elektronischen Medien erfolgt. Die Konsumenten haben sich - verursacht durch die Pandemie - noch wesentlich stärker im digitalen Raum bewegt und informiert. Vor Ort am "Point of Sale" wurden den Handelspartnern optimierte Aktivierungskonzepte geboten sowie eine Einbindung in die digitalen Aktivitäten, um die Konsumenten bestmöglich in die Einkaufsstätten zu leiten und ihnen die relevanten Produktinformationen für ihre Kaufentscheidung zu vermitteln. 4.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2023 Die aktuelle 2023er Konjunkturprognose des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus März 2023 liegt aktuell bei 0,2% Wachstum für Deutschland. Dies ist eine signifikante Verbesserung gegenüber der letzten Schätzung, welche noch von einem leichten Rückgang ausging. In Bezug auf die Verbraucherpreise und Inflation sieht die aktuelle Schätzung ein Anstieg von 6,6% in 2023 vor. 10 Für den Arbeitsmarkt wird It. Ifo Institut weiterhin mit einer leichten Verschlechterung auf eine Arbeitslosenquote von 5,4% gerechnet (vs. 5,3% in 2022). 11 4.3 Künftige Entwicklungen des deutschen Teilkonzerns 2023 Die aktuelle Prognose für 2023 sieht ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich vor. Das Wachstum ist hierbei vornehmlich durch Preisanstiege aufgrund der steigenden Produktkosten und den Neueinführungen getrieben. Die geplanten Werbeausgaben in 2023 werden in etwa auf dem Niveau von 2022 liegen. Folglich wird erwartet, dass das EBITDA aufgrund der steigenden Umsatzerlöse und den sich nicht mehr wiederholenden Einmaleffekten aus der Pensionsbewertung im kommenden Jahr stark steigen wird.
München, den 11. August 2023 Die Geschäftsführung Roman Wüllner Konstantinos Limnidis
10 Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Konjunkturprognose
März 2023:
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2023.html.
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20221) Vorbemerkungen Der Geschäftsverlauf der Haleon Germany GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr war wesentlich durch die Abspaltung der Konsumgütersparte aus dem GlaxoSmithKline-Konzern und den Aufbau eines separaten, börsennotierten Haleon-Konzerns geprägt. Die Abspaltung geschah im Juli 2022 und war der größte Börsengang an der Londoner Börse seit zehn Jahren. Das Portfolio der deutschen Gesellschaft wurde von der Abspaltung nicht betroffen. Jedoch haben sich Prozesse und Berichtslinien durch die neue Struktur entsprechend verschoben. Auch der Name der meisten deutschen Gesellschaften wurde vorerst nicht verändert, da die Marketingberechtigungen bei Arzneimitteln sehr strikten Regeln unterliegen. So wurde im ersten Schritt nur der Name der deutschen Holding von "Glaxo Smith Kline Healthcare GmbH" auf "Haleon Germany GmbH" abgeändert. Die restlichen Einheiten sollen spätestens im Laufe des Jahres 2024 folgen. Die Haleon Germany GmbH als Muttergesellschaft mit Sitz in München ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 226378 eingetragen. Der Konzernabschluss der Haleon Germany GmbH, im Folgenden kurz "Konzernabschluss", ist entsprechend den Bestimmungen des dritten Buches des HGB aufgestellt worden. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) wurden angewendet. Der Konzernabschluss wurde unter Annahme des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern) aufgestellt. Wie im Vorjahr ist das Eigenkapital des Konzerns zum Bilanzstichtag durch Verluste aufgebraucht. Die Bilanz zum 31. Dezember 2022 weist demzufolge einen nicht durch Konzerneigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 154.615 TEUR zum 31. Dezember 2022 aus. Das negative Konzerneigenkapital ist vor allem auf folgende Gründe zurückzuführen: Zum 1. Januar 2015 wurde erstmalig ein separater Healthcare Teilkonzern in Deutschland aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung zu diesem Zeitpunkt erfolgte für alle bestehenden Unternehmen einheitlich nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital. Es wurde von der Möglichkeit der Fortführung der Buchwertmethode zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 2005 Gebrauch gemacht. Zum anderen verminderte sich das Konzerneigenkapital im Geschäftsjahr 2015 durch die Abspaltung der Glaxo Wellcome GmbH & Co. KG in Höhe von 95.699 TEUR. Weitere Gründe für das negative Konzerneigenkapital liegen in der linearen Abschreibung des Konzerngeschäfts- oder Firmenwertes seit 2005, negativen Bewertungseinflüssen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, daneben noch in der außerplanmäßigen Abschreibung einer Marke (TEUR 8.109, Vorjahr TEUR 0) sowie in Dividendenausschüttungen an die alleinige Gesellschafterin der Konzern-Muttergesellschaft. 2) Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Haleon Germany GmbH die folgenden drei inländischen Unternehmen (Tochterunternehmen):
3) Konsolidierungsstichtag Der Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022 und entspricht damit dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens. 4) Konsolidierungsgrundsätze Der Konzern besteht seit dem 1. Januar 2005 und bildete einen Teil des gesamten GSK-Pharma-Konzerns in Deutschland. Zum 1. Januar 2015 wurde erstmalig ein separater Healthcare-Teilkonzernabschluss in Deutschland aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung zu diesem Zeitpunkt erfolgte für alle bestehenden Unternehmen einheitlich nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital. Es wird von der Möglichkeit der Fortführung der Buchwertmethode Gebrauch gemacht. Mit Wirkung zum 1. August 2017 wurde die Novartis Consumer Health GmbH in den bestehenden Konzern aufgenommen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Das Eigenkapital des neuen Tochterunternehmens wurde mit dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden, der dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entsprach, angesetzt. Der Kaufpreis wurde auf die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden verteilt. Dies führte zur Aufdeckung stiller Reserven und stiller Lasten. Das neubewertete Nettoreinvermögen wurde mit dem Beteiligungswert des Mutterunternehmens verrechnet. Der sich zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Novartis Consumer Health GmbH ergebende passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 9.753 TEUR hat Fremdkapitalcharakter und wird in dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" unterhalb des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag beruht im Wesentlichen auf unterschiedlichen Bewertungsansätzen der Pensionsverpflichtungen und wird über die voraussichtliche Restlebensdauer (15 Jahre) der Pensionäre und Anwärter linear aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2022 führt dies zu einer erfolgswirksamen Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags in Höhe von 650 TEUR, welche im sonstigen betrieblichen Ertrag gezeigt wird. Die Novartis Consumer Health GmbH wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2018 mit der Panadol GmbH verschmolzen. Der "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" beträgt 6.502 TEUR zum 31. Dezember 2022 (Vorjahr: 7.152 TEUR). Der bereits bestehende Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Jahre 2005 betrug für den Deutschen Healthcare Teilkonzern 360.360 TEUR. Die betriebliche Nutzungsdauer von 20 Jahren basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- oder Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das Know How (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Die Abschreibung wird in den Vertriebskosten erfasst. Auf Grund des Erwerbs der Minderheitenanteile zu einem Kaufpreis in Höhe von 2.350 TEUR der GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG in 2015 erhöhte sich dieser Geschäfts- oder Firmenwert um 1.680 TEUR. Die Abschreibung dieses Geschäfts- und Firmenwerts wird in den Vertriebskosten erfasst und hat eine Dauer von zehn Jahren. Mit Wirkung zum 1. November 2021 wurde die Pfizer Consumer Healthcare GmbH in den bestehenden Konzern aufgenommen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Das Eigenkapital des neuen Tochterunternehmens wurde mit dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Der Kaufpreis wurde auf die erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden verteilt. Dies führte zur Aufdeckung stiller Reserven. Das neubewertete Nettoreinvermögen wurde mit dem Beteiligungswert des Mutterunternehmens verrechnet. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, belief sich auf 70.500 TEUR und wird linear über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag beruht im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen, deren Vorteile über 15 Jahre angenommen werden. Aus diesem Grund werden die Abschreibungen in den Vertriebskosten ausgewiesen. Die stillen Reserven in Höhe von 28.136 TEUR entfielen auf eine Marke, welche mit der Lizenzpreisanalogie-Methode bewertet wurde. Die Marke wird mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen sind in den Verwaltungskosten ausgewiesen. In diesem Zuge wurden latente Steuerschulden in Höhe von 8.497 TEUR erfasst. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2021 rückwirkend zu Buchwerten auf die Panadol GmbH verschmolzen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden entsprechend § 303 HGB bei der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Insgesamt belaufen sich die eliminierten Schulden auf 270.980 TEUR. Die Erträge und Aufwendungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 HGB verrechnet. Die eliminierten Erträge und Aufwendungen beliefen sich jeweils auf 26.627 TEUR. Es waren im laufenden Geschäftsjahr gemäß § 304 Abs. 1 HGB keine Zwischengewinne zu eliminieren. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich einheitlich nach den für die Haleon Germany GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen angesetzt und bewertet. 5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Für den Konzern sind die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Auf die Ausübung des Aktivierungswahlrechts für selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird verzichtet. Bei der Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände der in 2015 und 2021 in den Konzern neu aufgenommenen Gesellschaften wurden die beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Die Abschreibung der einzelnen Vermögensgegenstände erfolgt planmäßig über den Zeitraum der voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzung. Diese wurden bereits im Abschnitt 4) näher erläutert. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung stellen den Überschuss aus den Anschaffungskosten der erworbenen Anteile eines Tochterunternehmens und dem anteiligen Wert des Eigenkapitals dar; sie werden linear über ihre entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben. Sofern der beizulegende Zeitwert unter dem Buchwert liegt, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, wenn es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. Im Jahr 2022 wurde kein Indiz festgestellt, dass ein Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts vorliegt. Berichtigt um planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 22.886 TEUR (Vorjahr: planmäßige Abschreibungen in Höhe von 18.969 TEUR) beträgt der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2022 101.389 TEUR (Vorjahr: 124.275 TEUR). Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 8.109 TEUR auf eine Marke vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB geboten - um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Gebäude beträgt 40 Jahre, für Technische Anlagen zwischen ein und 15 Jahren und für Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen ein und fünf Jahren. Einbauten in fremde Gebäude werden entsprechend der Dauer des Nutzungsrechts abgeschrieben, d.h. zwischen ein und 15 Jahren. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800 EUR nicht übersteigen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert im Falle dauernder Wertminderungen bewertet. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Zugrundelegung des Niederstwertprinzips des § 253 Abs. 4 HGB bewertet, wobei der niedrigere beizulegende Wert des Bestands durch Berücksichtigung eines pauschalen Abschlags auf die Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Marktverhältnisse ermittelt wurde. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit einem Festwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen sowie einer Pauschalwertberichtigung angesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zu Nominalwerten, soweit erforderlich abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Auf fremde Währung lautende Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten bewertet. Liquide Mittel werden zu Nennwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Fremdwährungskonten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung betrifft die Versorgungspläne für Pensionen bzw. Altersteilzeit, bei denen der beizulegende Wert des Deckungsvermögens den Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen bzw. den Erfüllungsbetrag (Erfüllungsrückstand sowie Aufstockungsbetrag) bei den Altersteilzeitrückstellungen übersteigt. Der Haleon-Konzern hat zur Sicherung und Erfüllung seiner Pensionsverpflichtungen sowie pensionsähnlichen Verpflichtungen Zahlungsmittel zur treuhänderischen Verwaltung an die Deutsche Treuinvest Stiftung übertragen. Diese zweckgebundenen Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Deutsche Treuinvest Stiftung hat dafür Anteile an einem Spezialfonds erworben. Auf gleiche Weise sichert die Gesellschaft zudem die Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Arbeitszeitkonten, um u.a. den gesetzlichen Verpflichtungen zur Insolvenzsicherung gemäß § 8a AltTZG und § 7d SGB IV nachzukommen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt zum Bilanzstichtag 1,78% (Basis 10-Jahresdurchschnitt) (Vorjahr: 1,87%) bzw. 1,44% (Basis 7-Jahresdurchschnitt) (Vorjahr: 1,35%). Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden, je nach Vertrag, jährliche Entgeltsteigerungen von 0,0 % bis zu 3,0% und Rentensteigerungen von jährlich zwischen 1,0% und 3,0% zugrunde gelegt. Eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden mit 10% bis zum Alter von 32 Jahren, 6% bis zum Alter von 49 Jahren und 0% über 49 Jahren berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 13.464 TEUR (Vorjahr: 19.149 TEUR). Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sog. Deckungsvermögen, verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Marktpreis zum Bilanzstichtag (Fondsvermögen) bzw. den fortgeführten Anschaffungskosten (Rückdeckungsversicherungen) entspricht. Die Rückstellungen für Jubiläen werden für Verpflichtungen zur Leistung von Jubiläumszuwendungen an Arbeitnehmer nach Maßgabe der Betriebszugehörigkeit und unter Berücksichtigung eines Fluktuationsabschlags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,44% (Vorjahr: 1,35% p.a.) und auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von der HEUBECK AG nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Jährliche Entgeltsteigerungen wurden mit 3,0% und eventuelle Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden mit 10% bis zum Alter von 32 Jahren, 6% bis zum Alter von 49 Jahren und 0% über 49 Jahren berücksichtigt. Sie enthalten die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Steuer- und die übrigen sonstigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von zu erwartenden Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Die Unterschiede werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultiert, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die latenten Steuern aus der Erst- und Folgekonsolidierung werden aktiviert beziehungsweise passiviert und unsaldiert ausgewiesen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Umsatzrealisierung Umsätze aus Produktlieferungen bzw. aus Dienstleistungen werden zu dem Zeitpunkt realisiert, in dem das wirtschaftliche Eigentum gemäß den vereinbarten Bedingungen übergeht bzw. die Dienstleistung erbracht ist. 6) Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens zu Bruttowerten ist dem Anlagespiegel zu entnehmen, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Beteiligungen Zum 31. Dezember 2022 hielt die Panadol GmbH 1,9608% der Anteile an der Ferrosan SRL, Cluj, Rumänien. Die Gesellschaft weist im Abschluss mit Geschäftsjahresende zum 31. Dezember 2022 einen Jahresverlust von 647.633 Lei sowie Eigenkapital in Höhe von 14.432.584 Lei aus. Die Gesellschaft befindet sich momentan in Liquidation. Umlaufvermögen Es bestehen keine Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 175.593 TEUR (Vorjahr: 129.789 TEUR) betreffen mit 0 TEUR (Vorjahr: 59.963 TEUR) Anlagen in Commercial Paper und mit 151.125 TEUR (Vorjahr: 59.284 TEUR) Forderungen aus dem Cash-Pool. Bei den restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und sonstigen Leistungen. Es bestehen keine Forderungen gegen den Gesellschafter. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 388 TEUR (Vorjahr: 520 TEUR) bezieht sich auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, bei denen das Deckungsvermögen in Höhe von 754 TEUR (Vorjahr: 893 TEUR) die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 366 TEUR (Vorjahr: 373 TEUR) übersteigt. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich zum Stichtag auf 400 TEUR (Vorjahr: 400 TEUR). Die Erträge/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Zinsaufwendungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Konzerneigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzerneigenkapitalspiegel zu entnehmen. Das Konzernergebnis weist zum Ende des Geschäftsjahres einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 48.940 TEUR (Vorjahr: 2.323 TEUR) aus. Zum 31. Dezember 2022 weist der Konzern einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 154.615 TEUR (Vorjahr: 105.675 TEUR) aus. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen von 257.166 TEUR (Vorjahr: 232.956 TEUR) wurden mit dem Deckungsvermögen 129.795 TEUR (Vorjahr: 150.061 TEUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten für das Deckungsvermögen belaufen sich auf 73.920 TEUR (Vorjahr: 73.528 TEUR). Die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen von 19.878 TEUR (Vorjahr Erträge: 14.571 TEUR) wurden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 7.473 TEUR (Vorjahr: 14.406 TEUR) zusammengefasst (Vorjahr: saldiert). Der sich ergebende Betrag von 27.351 TEUR (Vorjahr: 165 TEUR) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" (Vorjahr: "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge") enthalten. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösminderungen sowie Personalkosten. Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mittelfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 160.000 TEUR (Vorjahr: 160.000 TEUR) sowie kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 50.000 TEUR (Vorjahr: 30.000 TEUR) enthalten. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 2.080 TEUR (Vj.: 3.268 TEUR) bezieht sich auf noch bestehende Lieferverträge im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Produkts. Latente Steuern Die ausgewiesenen passiven latenten Steuern in Höhe von 6.694 TEUR (Vj.: 9.176 TEUR) resultieren aus der Erstkonsolidierung der Pfizer Consumer Healthcare GmbH, die im Vorjahr rückwirkend auf die Panadol GmbH verschmolzen wurde. Der Steuersatz beträgt 32,98%. Aktive latente Steuern aus den Einzelabschlüssen der konsolidierten Unternehmen, die im Wesentlichen aus dem Geschäfts- oder Firmenwert, den Rückstellungen für Pensionen, den sonstigen Rückstellungen sowie den ausschüttungsgleichen Erträgen der Deckungsvermögen resultieren, wurden mit passiven latenten Steuern aus den Bewertungsunterschieden der Deckungsvermögen verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. 7) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von 517.946 TEUR (Vorjahr: 552.971 TEUR) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse wurden im Bereich OHC und OTC sämtlich im Inland generiert. Der Materialaufwand entfällt auf:
Der Personalaufwand entfällt auf:
Der Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung im Vergleich zum Vorjahr ist unter anderem auf Änderungen des Rententrends sowie auf die tatsächliche Rentenerhöhung aufgrund der Inflation zurückzuführen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2020 wurde ein Betriebspachtvertrag zwischen der GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG und der Pfizer Consumer Healthcare GmbH abgeschlossen, in welcher die GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG als Pächterin des Betriebs (Vertrieb von chemischen, medizinischen, pharmazeutischen und/oder kosmetischen Erzeugnissen) auftritt. Die GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG nutzt seit dem 1. Mai 2020 im Wesentlichen geistiges Eigentum. Die Pachtaufwendungen bis zur Erstkonsolidierung der Pfizer Consumer Healthcare GmbH in 2021 im Konzern wurden in den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen und betrugen im Vorjahr 3.783 TEUR. Im November 2021 wurde die Pfizer Consumer Healthcare GmbH in den Konsolidierungskreis aufgenommen und rückwirkend zu Buchwerten mit der Panadol GmbH verschmolzen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremden Erträge in Höhe von 362 TEUR enthalten. Diese beziehen sich unter anderem auf Auflösungen von Rückstellungen. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Wechselkursgewinne in Höhe von 134 TEUR (Vorjahr: 670 TEUR) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr sind keine Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 21 TEUR enthalten. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wechselkursverluste in Höhe von 390 TEUR (Vorjahr: 223 TEUR). Im Geschäftsjahr sind keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 8.496 TEUR (Vorjahr: 15.944 TEUR) setzen sich im Wesentlichen aus inländischer Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 10.978 TEUR (Vorjahr: 15.265 TEUR) vermindert um einen latenten Steuerertrag in Höhe von 2.483 TEUR (Vorjahr: latenter Steueraufwand in Höhe von 679 TEUR) zusammen. Periodenfremde Steuern sind im Berichtsjahr nicht angefallen (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 618 TEUR). Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss Der Konzernjahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf 48.940 TEUR (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag 2.323 TEUR). 8) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: -2 TEUR). Die Veränderung des Finanzmittelfonds gegenüber dem Jahresbeginn ist der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Diese wurde nach DRS 21 aufgestellt. 9) Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die das Geschäftsergebnis des Konzerns beeinflussen. Über die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des Krieges in der Ukraine auf das Geschäftsjahr 2022 wird in Rahmen der Lageberichtserstattung berichtet. 10) Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Richard Allen Sheppard, Morristown (Vereinigte Staaten), Head of DACH (Consumer) (bis 27. Januar 2023) Konstantinos Limnidis, Athen (Griechenland), Head of DACH (Consumer) (seit 27. Januar 2023) Axel Kaaß, München, Finanz Direktor DACH (vom 4. August 2022 bis zum 8. Mai 2023) Roman Wüllner, München, Finanz Direktor DACH (seit 14. April 2023) Abschlussprüfung Die als Aufwand erfassten Honorare an die Deloitte GmbH entfallen auf folgende Tätigkeiten:
Anteile an Investmentvermögen Zum 31. Dezember 2022 werden folgende Anteile an inländischen Sondervermögen im Sinne des § 1 Abs. 10 KAGB gehalten:
In 2022 wurden keine Ausschüttungen vorgenommen. Sämtliche Anteile dienen ausschließlich zur Deckung der Pensionsverpflichtungen sowie vergleichbarer langfristig fälliger Verpflichtungen. Die hier aufgeführten Fondsanteile werden als Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB zum Zeitwert bewertet und saldiert mit den entsprechenden Verpflichtungen als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung bzw. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen. Die Investmentanteile sind in Form eines Mischfonds angelegt, der in Rentenpapiere und Aktien investiert. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 5.857 TEUR (Vorjahr: 6.978 TEUR) und entfallen auf:
Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten für Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von 613 TEUR (Vorjahr: 613 TEUR), die Mietkautionen und Rechtsstreitigkeiten betreffen. Von einer Inanspruchnahme wird nicht ausgegangen, da bislang keinerlei Aktivitäten vorliegen, diese in Anspruch zu nehmen. Die Haleon Germany GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG, München. Die Leasingvereinbarungen dienen der Sicherung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Zudem hat der Leasingnehmer die laufenden Kosten wie Versicherungen, Reparaturen und Instandhaltungen zu übernehmen. Anzahl der Beschäftigten Die auf monatlicher Basis ermittelte Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich Beschäftigten beträgt:
Bei der Erhöhung der Anzahl der Beschäftigten im Bereich Forschung handelt es sich um eine interne Umgliederung der Beschäftigten aus dem Verwaltungs-Bereich. Offenlegung Die folgenden Tochtergesellschaften sind von der Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses inklusive des Lageberichts für das Jahr 2022 gemäß §§ 264 Abs. 3 HGB sowie 264b HGB befreit. Die Haleon Germany GmbH wird den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht im Unternehmensregister elektronisch einreichen.
Geschäftsführerbezüge Auf die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung sowie der früheren Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Den Geschäftsführern wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Die für die ehemalige Geschäftsführung gebildete Pensionsrückstellung beträgt zum 31. Dezember 2022 5.064 TEUR. Konzernzugehörigkeit Gesellschafter der Haleon Germany GmbH ist die Haleon UK Services Limited, Weybridge/Großbritannien (100%). Haleon plc., Weybridge/Großbritannien, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss ist abrufbar im Internet unter: https://www.Haleon.com/content/dam/Haleon/corporate/documents/investors/annual-report-2022/2022%20Haleon%20Annual%20Report%20-%20accessible%20edition.pdf.downloadasset.pdf
München, den 11. August 2023 Die Geschäftsführung Konstantinos Limnidis Roman Wüllner Konzernanlagespiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Haleon Germany GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Haleon Germany GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Haleon Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 11. August 2023 Deloitte
GmbH
Robert Aumann, Wirtschaftsprüfer Maria Eiblmeier, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der Haleon Germany GmbH (vormals: GlaxoSmithKline Healthcare GmbH) zum 31. Dezember 2022 wurde am 12. Oktober 2023 festgestellt. Der Konzernabschluss wurde mit selbigem Gesellschafterbeschluss gebilligt. |
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