Shell Hydrogen Deutschland GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Lohmann seit 12.6.2025 | Prokura |
Jens Hartmut Christian Müller-Belau seit 15.7.2024 | Geschäftsführer |
André Fischer seit 11.8.2020 | Prokura |
Gerhard Dr. Wernecke seit 5.3.2018 | Geschäftsführer |
Christian Fritz Erhard Mitas seit 27.2.2017 | Prokura |
Sven Petersen seit 7.5.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Shell Petroleum B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." F. Schlussbemerkung Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F. (10.2021)).
Hamburg, 3. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Philipp Rathjen, Wirtschaftsprüfer Lukas Michel Klinger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Vorbemerkungen Die Gesellschaft ist unter der Firma Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH (im Folgenden "SEB") mit Sitz in Hamburg im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 84845 eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr 2023 die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr unter Anwendung der Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Der Gesellschaftsvertrag enthält keine ausdrücklichen Bestimmungen über anzuwendende Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva [Finanzanlagen] Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten und in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen betreffen geleistete Mietvorauszahlungen an Konsortialpartner der BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG, Hannover. Sie sind mit dem Auszahlungsbetrag angesetzt und werden linear über 80 Monate aufgelöst. [Vorräte] Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Die Herstellungskosten schließen angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens mit ein. Weiterhin werden angemessen Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung miteinbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die fertigen Erzeugnisse werden nach der Fifo-Methode bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. [Forderungen / Sonstige Vermögensgegenstände] Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Passiva [Eigenkapital] Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. [Rückstellungen] Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Das verwendete versicherungsmathematische Verfahren ist das Anwartschaftsbarwertverfahren. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten (Wahrscheinlichkeiten für Todes- und Invaliditätsfälle) nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (RT 2018 G). Der Diskontierungssatz ist der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung von 15 Jahren. Der Zinssatz beträgt 1,83 % (Vj. 1,78 %) und entspricht dem am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erhobenen Zinssatz. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt 167 T€ und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Rückstellungen für Steuerschulden wurden mit dem voraussichtlichen Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. [Verbindlichkeiten] Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt; rentenähnliche Verpflichtungen sind zum Barwert erfasst. [Verbundene Unternehmen] Als verbundene Unternehmen werden solche Unternehmen angesehen, die in den Konzernabschluss der Shell plc, London, Großbritannien, im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen werden. [Währungsumrechnung] Die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt bei Zugang sowie zum jeweiligen Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Die langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden hierbei unter Beachtung des Niederstbzw. Höchstwertprinzips bewertet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. [Latente Steuern] Latente Steuern werden grundsätzlich nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Aufgrund eines bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg, sowie einer gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft mit der Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg, erfolgt der Ansatz und Ausweis der latenten Steuern für Körperschaft- und Gewerbesteuer beim obersten Organträger, der Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg. Der Ansatz und Ausweis der latenten Steuern aus dem EU-Energiekrisenbeitrag wäre auf Ebene der SEB vorzunehmen. Jedoch besteht zum Bilanzstichtag ein Überhang aktiver latenter Steuern, es sind keine entsprechenden Rückstellungen zu bilden und in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts auch nicht aktiviert. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva [Anlagevermögen] Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens werden im beigefügten Anlagenspiegel aufgezeigt. Mit Vertrag vom 17. August 2023 wurde die Shell Erdöl und Erdgas Exploration GmbH (im Folgenden "SEG") rückwirkend zum 1. Januar 2023 im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme auf die SEB verschmolzen. Dabei wurden i. S. d. § 24 UmwG die Buchwerte der Finanzanlagen der SEG bei der SEB fortgeführt. Die verschmelzungsbedingten Zu- und Abgänge werden im Anlagenspiegel gesondert ausgewiesen. Die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind als Aufstellung zum Anteilsbesitz dem Anhang beigefügt. Die sonstigen Ausleihungen beinhalten ausschließlich die geleisteten Mietvorauszahlungen an Konsortialpartner. [Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände] Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbunden Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter (Deutsche Shell Holding GmbH - im Folgenden "DSH") in Höhe von 2.283.974 T€ (Vorjahr: 2.160.596 T€). Diese resultieren aus der Finanzverrechnung in Höhe von 2.460.835 T€ (Vorjahr: 2.859.219 T€), dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 18.911 T€ (Vorjahr: 19 T€), sonstigen Forderungen von 9.803 T€ (Vorjahr: 20.228 T€) sowie aus Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Passiva [Eigenkapital] Das gezeichnete Kapital der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH beträgt im Geschäftsjahr 2023 unverändert 100.000 T€. Die Kapitalrücklage erhöht sich von 250.056 T€ im Jahr 2022 auf 268.951 T€ durch eine Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin DSH. [Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen]
Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen folgende Annahmen zugrunde:
[Sonstige Rückstellungen] Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen gebildet. [Verbindlichkeiten]
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen hauptsächlich aus der Finanzverrechnung in Höhe von 1.714.127 T€ (Vorjahr: 1.718.538 T€), Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 26.249 T€ (Vorjahr: 25.554 T€) und der Verrechnung einer Forderung aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 72.668 T€ (Vorjahr: 129.547 T€). Dabei sind Forderungen der SEG und korrespondierende Verbindlichkeiten ggü. der SEG im Rahmen der Verschmelzung untergegangen (Konfusion). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung [Umsatzerlöse] Die Umsatzerlöse für den Berichtszeitraum von insgesamt 410.824 T€ (Vorjahr: 1.218.059 T€), die ausschließlich im Inland erzielt wurden, teilen sich wie folgt auf:
[Sonstige betriebliche Erträge] Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben dem Verschmelzungsgewinn der SEG in Höhe von 29 T€ Erträge aus der Weiterbelastung von Personalkosten in Höhe von 246 T€ (Vorjahr: 0 T€) und Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 275 T€ (Vorjahr: 0 T€). [Materialaufwand] Die Materialaufwendungen umfassen im Wesentlichen 190.268 T€ (Vorjahr: 226.055 T€) weiterbelastete Anlagevorhalte-, Transport- und Speicherkosten der BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG, Hannover. [Sonstige betriebliche Aufwendungen] Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich überwiegend aus Förderzinsen und Förderabgaben in Höhe von 17.376 T€ (Vorjahr: 56.600 T€), Pachtzinsen in Höhe von 7.630 T€ (Vorjahr: 33.372 T€) sowie Schwefeltransport- und Förderkosten in Höhe von 1.374 T€ (Vorjahr: 1.623 T€) zusammen. Wie in den Vorjahren sind die Förderabgaben sowie Pachtzinsen Teil der Herstellungskosten im Rahmen der Bewertung des Vorratsvermögens. [Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn] Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg. Danach wird der Gewinn jährlich abgeführt bzw. der Verlust übernommen. Sonstige Angaben [Sonstige finanzielle Verpflichtungen]
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Leasingverpflichtungen für Anlagen. In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 862 T€ enthalten. [Haftungsverhältnisse] Es besteht eine unbegrenzte Patronatserklärung für die Shell Exploration New Ventures One GmbH, Hamburg, (in Folgenden "SENV One") gegenüber der L'Agence nationale pour la valorisation des ressources en hydrocarbures (ALNAFT) in Algerien, die für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit der SENV One während der Explorationsphase abgegeben wurde. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die SENV One die Explorationsphase weitestgehend abgeschlossen hat und für verbleibende Verpflichtungen über eine ausreichende Kapitalausstattung verfügt. [Abschlussprüferhonorar] Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt 30 T€ und wurde ausschließlich für Abschlussprüferleistungen berechnet. [Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt] Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr 2023 4 Angestellte (Vorjahr: 3) in der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH beschäftigt. [Mitglieder des Geschäftsführungsorgans] Folgende Mitglieder sind Geschäftsführer der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH:
[Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans] Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur Dr. Gerhard Wernecke Bezüge von der Gesellschaft erhielt. [Konzernzahlungsbericht] Die Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH hat gemäß § 341s HGB die Befreiung zur Erstellung eines Zahlungsberichtes in Anspruch genommen. Der Konzernzahlungsbericht der Shell plc, London, Großbritannien, ist in englischer Sprache bei der Deutsche Shell Holding GmbH, Suhrenkamp 71-77, 22335 Hamburg, erhältlich. [Konzernabschluss] Die Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH hat davon abgesehen, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen. Anstelle eines solchen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts wird entsprechend § 292 HGB der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Shell plc, London, Großbritannien, zum 31. Dezember 2023, der die Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH zu 100 % angehört, im Unternehmensregister bekannt gemacht. In den Konzernabschluss sowie in die Konzernquartalsabschlüsse der Shell plc, London, Großbritannien, wird die Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH mit ihren Tochterunternehmen unbeschadet des § 296 HGB vollständig einbezogen. Der Konzernabschluss der Shell plc, London, Großbritannien, zum 31. Dezember 2023 wird nach englischen Rechnungslegungsvorschriften sowie nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Geschäftsbericht der Muttergesellschaft Shell plc, London, Großbritannien, einschließlich des aufgestellten Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist sodann in englischer Sprache bei der Deutsche Shell Holding GmbH, Suhrenkamp 71-77, 22335 Hamburg, erhältlich. Die vorgenannte Muttergesellschaft stellt i. S. d. § 285 Nr. 14 HGB für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf; ein Konzernabschluss für einen kleineren Kreis von Unternehmen wird nicht erstellt. [Nachtragsbericht] Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Hamburg, den 28. März 2024 Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH Die Geschäftsführung Felix Faber Dr. Gerhard Wernecke Sven Petersen Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg Stand 31.12.2023 (gemäß § 285 Nr. 11 HGB)
*) Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag.
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gesellschafterstruktur und Geschäftstätigkeit Gegenstand des Unternehmens der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH (SEB), Hamburg, ist die Beteiligung an Unternehmen, die auf dem Gebiet der Aufsuchung, der Produktion des Transports und des Vertriebs von Erdgas und anderen Kohlenwasserstoffen sowie auf dem Gebiet des Energiehandels und der Energieberatung tätig sind. Alleinige Gesellschafterin der SEB ist die Deutsche Shell Holding GmbH (DSH), Hamburg. Die SEB gehört vollständig zur Shell plc., London/Großbritannien (im Folgenden "Shell Gruppe" genannt). Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach der Erholung im Vergleichsjahr 2022 im Berichtsjahr um 0,3 % gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Auf dem Arbeitsmarkt stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,4 %. Der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt setzte sich somit im Vorjahresvergleich mit nachlassender Dynamik fort. Gegenüber Dezember 2022 stieg die Zahl der Erwerbslosen im Dezember 2023 um 1,0 %. Die Erwerbslosenquote im Dezember 2023 lag wie im Vorjahresmonat bei 2,9 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % und damit geringer als im Vorjahr 2022 (6,9 %). Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, ist aber weiterhin auf einem hohen Stand. Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr, von den Auswirkungen von Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Die monatlichen Inflationsraten wurden wie bereits in 2022 auch in 2023 zeitweise durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Die Energieprodukte verteuerten sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem deutlichen Anstieg um 29,7 % in 2022. Im Jahresverlauf 2023 zeigte sich von März bis Dezember bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Im Oktober und November 2023 wurde sogar eine rückläufige Preisentwicklung ausgewiesen. Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich die Preise in 2023 insbesondere für Erdgas (+14,7 %) und Strom (+12,7 %). Hingegen verbilligte sich leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 deutlich (-22,2 %). Kraftstoffe wurden ebenfalls im Jahresdurchschnitt günstiger (-5,8 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2023 bei +6,0 % gelegen. Wie in 2022 erhöhten sich die Preise auch im Berichtsjahr für Nahrungsmittel (+12,4 %) und Dienstleistungen (+4,4 %) besonders stark. Branchenentwicklung Der Primärenergieverbrauch in Deutschland sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um rund 8,1 % auf 2.982 TWh (entspricht 366,3 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten). Damit lag der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990 und ist somit auf ein historisches Tief gefallen. Den größten Einfluss auf den Rückgang des Energieverbrauchs hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland. Insbesondere die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus. Witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch um etwa 7,9 %vermindert. Dem gegenüber standen verbrauchssteigernde Effekte in 2023 aus der demographischen Entwicklung und dem Trend zur Verkleinerung von Haushaltsgrößen und damit Steigerung von Haushaltszahlen. Im Energiemix erhöhte sich der Anteil von Erdgas um 1,4 Prozentpunkte auf 24,7 %. Damit blieb Erdgas aber auch weiterhin der zweitwichtigste Energieträger hinter Mineralöl mit 35,6 %. Demgegenüber kam es insgesamt aber zu einer Verbrauchverringerung im Bereich Erdgas. Der Erdgasverbrauch verringerte sich um 2,4 % auf 737 TWh. Hauptursache für diese Entwicklung waren preis- und nachfragebedingten Absatzrückgänge in allen Verbrauchsbereichen sowie die gedämpfte Konjunktur. Vor Berücksichtigung von Ausfuhr und Speicherbestandsveränderung erhöhte sich der Anteil der inländischen Förderung am deutschen Erdgasaufkommen von 3,2 % auf 4,1 %. Dies entspricht allerdings einer Verringerung von 42,7 TWh auf 38,0 TWh. Dieser Effekt ist auf deutlich verringerte Importe von Erdgas zurückzuführen. Die importierte Menge verringerte sich von 1.306 TWh im Jahr 2022 auf 898 TWh im Jahr 2023. Gleichzeitig verringerten sich auch die Exporte im Vergleich zum Vorjahr von 484 TWh auf 209 TWh. Die Gaspreise an deutschen, aber auch anderen europäischen Handelspunkten sind gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2023 gesunken. Das Preisniveau ging im Verlaufe des Jahres erstmals wieder auf ein Vorkrisenniveau vergleichbar mit September 2021 zurück, blieb im Durchschnitt des Jahres jedoch immer noch deutlich über dem Niveau der Vorjahre. Nachdem der Brent-Rohölpreis zum Ende des Jahres 2022 auf 81 USD/bbl fiel, bewegten sich die Ölpreise bis März 2023 seitwärts zwischen 78 USD/bbl und 85 USD/bbl. Im April beschloss die OPEC-Gruppe die Ölförderung ab Mai zu verringern. Im weiteren Verlauf des Jahres versuchten Russland und Saudi-Arabien weitergehend mit der Drosselung ihrer Ölproduktion das Ölangebot stärker zu verknappen und dadurch ein höheres Ölpreisniveau zu festigen. Mitte September wurden für Brent Rohöl die höchsten Preise seit zehn Monaten erreicht, um danach allerdings von 97 USD/bbl in den Folgemonaten auf unter 75 USD/bbl bis Mitte Dezember zurückzufallen. Der Rohöl-Brent-Durchschnittspreis für das Gesamtjahr 2023 ist um -17,2 % auf 81,2 USD/bbl gegenüber 98,1 USD/bbl in 2022 gesunken. Nach Kapitel III der Verordnung (EU) 2022/1854 des Rates vom 6. Oktober 2022 über Notfallmaßnahmen als Reaktion auf die hohen Energiepreise unterliegen Gewinne der im Erdöl -, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich tätigen Unternehmen und Betriebsstätten der Union, ungeachtet der Besteuerung nach dem Einkommen- oder dem Körperschaftsteuergesetz, einem befristeten obligatorischen EU-Energiekrisenbeitrag. Im Dezember 2022 wurde die EU-Verordnung mit der Einführung des Energiekrisenbeitragsgesetz für die Jahre 2022 und 2023 in Deutschland umgesetzt. Erfasst werden die Gewinne aus diesen Jahren, soweit sie den Durchschnittsgewinn der Jahre 2018 bis 2021 um mehr als 20 % übersteigen. Der Energiekrisenbeitrag entspricht mit 33 % dem Mindestsatz der EU-Verordnung. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator zur Steuerung des Unternehmens ist das Ergebnis vor Steuern. Entwicklung in unseren Geschäftsbereichen Die Erdgasproduktion der Gesellschaft lag in 2023, entsprechend dem natürlichen Rückgang der Lagerstätten und dem Stillstand der Entschwefelungsanlage in Großenkneten, unterhalb des Niveaus des Vorjahres. So wurden in 2023 insgesamt 0,840 Mrd. m 3 Erdgas (Vorjahr 0,976 Mrd. m 3 ) produziert. Die Erdölproduktion blieb mit 74 kt Erdöl (Vorjahr 75 kt) leicht hinter dem Vorjahr zurück. Bei im Vergleich zum Vorjahr signifikant gesunkenen Gas- und Rohölpreisen und dabei aber gesunkenen Materialaufwendungen ergab sich ein um -777 Mio. Euro deutlich reduzierter Rohertrag von 218 Mio. Euro. Das im Lagebericht 2022 für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte positive Ergebnis aus der Produktion von Gas, Öl und Schwefel wurde übertroffen. Das Ergebnis aus den bestehenden Beteiligungen verminderte sich von 105 Mio. Euro in 2022 auf 47 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023. Das positive Ergebnis resultiert hierbei aus abgeführten Gewinnen der Shell Verwaltungsgesellschaft für Erdgasbeteiligungen mbH (SVE), die durch die Verlustübername von Tochtergesellschaften für ausländische Explorationsaktivitäten gemindert wurde. Aufgrund des vorhandenen bzw. durch Verschmelzung der Shell Erdöl und Erdgas Exploration GmbH (SEG) übergegangenen Ergebnisabführungsverträge werden die Ergebnisse durch die SEB übernommen. Das Ergebnis nach Steuern berücksichtigt den Energiekrisenbeitrag in Höhe von 62 Mio. Euro (Vorjahr: 287 Mio. Euro), der als Steuern vom Einkommen und Ertrag gezeigt wird und auf Ebene der SEB erstmals in 2024 zu entrichten sein wird. Mitarbeiterentwicklung Die SEB hat im Berichtsjahr durchschnittlich 4 Mitarbeiter (Vorjahr: 3) beschäftigt. Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz Die SEB ist in das HSSE Management System der deutschen Shell Gruppe eingebunden und nutzt entsprechende Dienstleistungen anderer Gruppengesellschaften. Durch ein striktes Management im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt wird auf dem Gebiet des Umweltschutzes eine ständige Verbesserung angestrebt. So gibt es unter anderem Beauftragte für Umwelt-, Immissions-, Abfall-, Boden- und Gewässerschutz, die Einfluss auf umweltfreundliche Verfahren nehmen und durch Schulungen umweltbewusstes Handeln und Denken fördern. Experten im Bereich Arbeitssicherheit, Security, Gesundheitsförderung und Umweltschutz fördern durch Kommunikationen, Schulungen und Initiativen gesundheitsbewusstes, mental starkes, sicheres und umweltbewusstes Arbeiten, Handeln und Denken. Die SEB verpflichtet sich als Teil der Shell Gruppe zu ,Goal Zero', eine starke Kultur in Shell aufzubauen mit dem Ziel entschlossen danach zu streben, durch eigene Aktivitäten keinem Menschen Schaden zuzufügen und die Umwelt zu schützen. Im Zuge dessen werden Unfälle und Ereignisse, die die Umwelt beeinflussen systematisch erfasst, analysiert und ggf. Maßnahmen ergriffen, um potenzielle Gefahren zu minimieren oder zu eliminieren. Bei der SEB gab es im Jahr 2023 keine Arbeitsunfälle. Gesundheitsschutz und mentales Wohlergehen erfährt weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite gekennzeichnet durch den im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Bestand an Finanzanlagen, der mit der Verschmelzung der SEG einerseits und mit Einzahlungen und Entnahmen aus den Kapitalrücklagen der Tochtergesellschaften andererseits einhergeht. Dabei ist das gesamte Anlagevermögen der Gesellschaft in Höhe von 134 Mio. Euro (Vorjahr: 110 Mio. Euro) über das Eigenkapital von 369 Mio. Euro (Vorjahr: 350 Mio. Euro) fristenkongruent refinanziert. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zusätzlich durch einen hohen Bestand an Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 2.309 Mio. Euro geprägt, welche im Wesentlichen aus Forderungen aus Cash-Pooling (täglicher Ausgleich der liquiden Mittel durch die Muttergesellschaft) sowie Absatz der Produktion an Konzernunternehmen bestehen. Demgegenüber stehen auf der Beschaffungsseite Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen von 32 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.668 Mio. Euro, wiederum im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling mit Tochtergesellschaften. Die Finanzlage der SEB ist durch die Einbindung in das Cash-Pooling des Shell-Konzerns ausgeglichen. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von 2.461 Mio. Euro (Vorjahr: 2.859 Mio. Euro). Mit der DSH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Wir beurteilen die Vermögens- und Finanzlage insgesamt als positiv. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 1.218 Mio. Euro auf 411 Mio. Euro gefallen. Hierbei entfielen 365 Mio. Euro auf den Absatz der Produktion von Erdgas (Vorjahr: 1.145 Mio. Euro), 38 Mio. Euro auf Rohöl und Kondensate (Vorjahr: 48 Mio. Euro) sowie im Übrigen im Wesentlichen auf den Absatz von Schwefel mit 7 Mio. Euro (Vorjahr: 25 Mio. Euro). Die Reduktion der Erlöse war im Wesentlichen bedingt durch das gefallene Preisniveau bei einer rückläufigen Produktion. Demgegenüber stehen reduzierte Aufwendungen für bezogene Leistungen von 193 Mio. Euro (Vorjahr: 226 Mio. Euro). Hierbei waren insbesondere gefallene, von der BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co KG, Hannover, (BEB) weiterbelastete, Anlagevorhaltekosten ausschlaggebend. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 29 Mio. Euro unter Vorjahresniveau (94 Mio. Euro). Dies ist zum einen durch eine gaspreisabhängige Verminderung der Förderabgaben und zum anderen durch den Rückgang der von BEB berechneten Pachtzinsen begründet. Das Ergebnis nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr von 719 Mio. Euro um 513 Mio. Euro deutlich auf 206 Mio. Euro verschlechtert. Hierbei wirkt sich das reduzierte, positive Ergebnis aus der Produktion von Gas, Öl und Schwefel und reduzierte Ergebnisse der Beteiligungsgesellschaften aus. Gegenläufig wirkte der verminderte Steueraufwand für den Energiekrisenbeitrag. Der Aufwand für Körperschaft- und Gewerbesteuer wird auf Ebene der DSH für den gesamten Organkreis abgebildet. Unsere Ertragslage im Geschäftsjahr spiegelt somit den Einfluss der Gas- und Rohölpreisentwicklung wider und war entsprechend volatil. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Ertragslage als auch das Gesamtergebnis als zufriedenstellend. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungen Die sich stark wandelnden politischen Rahmenbedingungen hinsichtlich der zukünftigen Energiepolitik, energiepolitische Unabhängigkeitsbestrebungen, der geplanten Energiewende und das sich intensivierende regulatorische Umfeld, und die damit verbundenen Produktions-, Kosten- und Preisrisiken sowie das steuerliche Umfeld sind weiter schwer vorauszusagen. Des Weiteren sind eine hohe Wettbewerbsintensität, die inflationsbedingt steigenden Beschaffungskosten und die volatile Energie- und CO 2 Bepreisung aktuelle Themen, die den deutschen Erdgasmarkt auch zukünftig merklich beeinflussen werden. Durch die sichergestellte vollständige Abnahme der Gas-Eigenproduktion durch die Shell Erdgas Marketing GmbH & Co. KG, Hamburg, entfällt neben dem Vertriebsrisiko auch das Lagerrisiko für den überwiegenden Teil der Produktion. Die Gesellschaft sieht sich in den nächsten Jahren weiterhin mit einem Rückgang der inländischen Eigenproduktion konfrontiert. Gleichzeitig besteht die Chance durch Erschließung von neuen Reserven in dem Gemeinschaftsunternehmen BEB den Rückgang der Produktion zu begrenzen. Dies ist allerdings mit häufig hohen und risikobehafteten Investitionen unter anderem aufgrund des schwierigen Umfelds mit tiefliegenden, kleinräumigen Lagerstätten verbunden und wird in Zukunft auch wesentlich von dem energie- und fiskalpolitischen Umfeld in Deutschland, der Strategie des Joint Venture Partners in BEB sowie den internationalen Gas- und Rohölpreisen abhängig sein. Mit dem Ziel der Erschließung neuer Erdgas- und Erdölreserven wurden seit 2002 Explorationsgesellschaften mit Sitz in Hamburg als rechtlich selbstständige Tochtergesellschaften gegründet, die seit Verschmelzung der SEG nunmehr direkt Tochtergesellschaften der SEB sind. Die Explorationstätigkeiten der kolumbianischen Tochtergesellschaft wurden im Geschäftsjahr beendet, sodass nur noch abschließende Datenauswertungen stattfinden, während die nordafrikanischen Gesellschaften sukzessive liquidiert werden. Risikomindernd für SEB wirkt sich der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der DSH aus, wonach durch den Eintritt wirtschaftlicher Risiken verursachte Jahresfehlbeträge der Gesellschaft in entsprechender Anwendung des § 302 AktG in seiner jeweils gültigen Fassung ausgeglichen werden. Aus heutiger Sicht zeichnen sich keine den Fortbestand der SEB gefährdenden Risiken ab. Risikomanagement / Internes Kontrollsystem Das Risikomanagement unserer Gesellschaft (einschließlich der Preisänderungs-, Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken) findet dabei über das ausführliche monatliche Berichtswesen, die Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation an das wirtschaftliche Umfeld und Einrichtung eines internen Kontrollsystems sowie über die Liquiditätsbereitstellung im Cash-Pooling-Verfahren mit der DSH statt. Es gibt einen Prozess der Risikoidentifizierung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Jährlich wird für jeden Geschäftsbereich jeweils eine Matrix der Risikoreaktion erstellt, die dann kontinuierlich überprüft wird. Die verschiedenen Unternehmensbereiche unterliegen in unregelmäßigen Abständen Untersuchungen der Innenrevision der Shell Gruppe. Forderungsausfallrisiken wird präventiv über Kreditwürdigkeitsanalysen und die Vergabe von Kreditlimits - teilweise unter Einbeziehung externer Ratingagenturen - und einer regelmäßigen Analyse der Altersstruktur der Forderungen begegnet. Die Shell Gruppe hat die Anforderungen an ein funktionsfähiges internes Kontrollsystem hinsichtlich der Aufbau- und Ablauforganisation in den Grundsätzen zur Risikopolitik (Improvement cycle in Shell Performance Framework, insbes. Risk Management Practice) formuliert, dokumentiert und kommuniziert. Basierend auf den Unternehmensgrundsätzen der Shell Gruppe ist die Steuerung der einzelnen Risiken im Unternehmen in Richtlinien und Anweisungen wie z. B. Financial Control Manual, Beschaffungsrichtlinien, Organisationshandbuch, Sicherheitsprogrammen und -inspektionen sowie HSSE-Grundsätzen und -leitlinien einschließlich Umweltschutzvorgaben dokumentiert. Das interne Kontrollsystem umfasst darüber hinaus Maßnahmen und Programme zur Begrenzung betrieblicher, finanzwirtschaftlicher und externer Risiken. Diese Maßnahmen manifestieren sich u. a. in
Das Risikomanagements sowie das interne Kontrollsystem werden regelmäßig durch interne Kontrollen überprüft. Das Organisationshandbuch (einschließlich Befugnisregelung) wird regelmäßig nach organisatorischen Änderungen überarbeitet. Die SEB ist von der amerikanischen Sarbanes-Oxley-Gesetzgebung unmittelbar betroffen. Zur Erfüllung der darin festgelegten Bestimmungen wurden die internen Kontrollsysteme an diese Anforderungen angepasst. Ausblick Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings stellte sich die Ausgangslage zum Jahreswechsel ungünstiger dar als in der Herbstprojektion des Bundeswirtschaftsministeriums angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt ging im vierten Quartal 2023 um 0,3 % zurück, was den Einstieg in das laufende Jahr belastet. Es wird erwartet, dass die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der privaten Haushalte schrittweise überwunden werden und in Verbindung mit einer insgesamt robusten Beschäftigungssituation zu einer Belebung des privaten Konsums führen. Bei den Verbraucherpreisen erwartet die Bundesregierung einen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringeren Anstieg um 2,8 %. Trotz relativ hoher Nominalzinsen dürften Investitionen in Maschinen und Anlagen auch vor dem Hintergrund des hohen Investitionsbedarfs im Zuge der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft weiter zulegen, wohingegen die Bauinvestitionen im Jahresdurchschnitt weiter zurückgehen dürften. Die Prognose der Ergebnisbeiträge der Gesellschaft ist durch Unsicherheiten in der Gaspreisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiterhin erschwert. Die Entwicklungen der Umsatzerlöse und der Materialaufwendungen in den Jahren 2024 und 2025 werden wesentlich durch Veränderungen der Produktionsmengen, der Anlagenverfügbarkeit, der Entwicklung der zugrundeliegenden internationalen Rohöl- und Gaspreise und durch inflationsbedingte Kostensteigerungen bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir nur eine geringfügige Unterschreitung der Produktionsmenge für Gas, da im Vorjahr die Generalüberholung der Gasentschwefelungsanlage die Produktionsmenge im Sauergas beeinflusst hatte. Für die Jahre 2025 ff. ist mit einem weiteren Produktionsrückgang aufgrund der natürlichen Erschöpfung der Lagerstätten zu rechnen. Wir erwarten bezüglich der Produktion von Gas, Öl und Schwefel in Deutschland ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern zwischen 100 und 200 Mio. Euro für das Jahr 2024, vor allem begründet durch ein gegenüber dem langjährigen Durchschnitt erhöhtes Preisumfeld im Gasbereich. In den nächsten Jahren wird, abhängig von der Öl- und Gaspreisentwicklung, ein mit der abnehmenden Produktionsmenge insgesamt rückläufiges Ergebnis erwartet. Die Entwicklung der Produktionsmenge wird dabei wesentlich von der möglichen technischen und wirtschaftlichen erfolgreichen Erschließung neuer Reserven abhängen. Das Gesamtergebnis der SEB ist ferner bestimmt durch Beteiligungsergebnisse der SVE und weiterer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.
Hamburg, den 28. März 2024 Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH Die Geschäftsführung Felix Faber Dr. Gerhard Wernecke Sven Petersen Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Shell Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, wurde am 04.07.2024 festgestellt. |
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