Calderys Holding Germany GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Hermann Rösler seit 26.2.2026 | Geschäftsführer |
Lisa Johanna Schute seit 16.9.2025 | Prokura |
Uwe Dreiucker seit 14.8.2024 | Geschäftsführer |
Jo Pyott seit 14.8.2024 | Prokura |
Ralf Grubert seit 10.8.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Calderys Holding Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
SLS Baustoffe Gesellschaft mbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Calderys Metalcasting Germany GmbH (vormals: Imerys Metalcasting Germany GmbH)OberhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Geschäftstätigkeit Gegenstand des Unternehmens ist die Aufbereitung von Erzen, Tonmineralien und Industriemineralien aller Art sowie von Kohlen und kohlenstoffhaltigen Produkten einschließlich des Betreibens der hierfür erforderlichen Anlagen sowie der Vertrieb und Handel mit vorgenannten Produkten. Die Imerys Metalcasting Germany GmbH, Oberhausen, (nachfolgend Imerys oder "die Gesellschaft") entwickelt und vertreibt Produkte wie Formstoffadditive und Granulate für Gießereien und Stahlwerke, die für das kontinuierliche Gießen von Stahl von unten verwendet werden. Sie sind in Granulat- oder Pulverform erhältlich. Außerdem werden Imerys Abdeckmassen für die Stahlindustrie hergestellt und vertrieben. Die Materialien werden aus verschiedenen Rohmaterialien entwickelt, um Schmelzeigenschaften und bestimmte chemische Zusammensetzungen zu erhalten. Ferner werden eine Vielzahl von Spezialproduktlösungen, zum Beispiel für die Papier-, Chemie- und Tierstreuindustrie, basierend auf verschiedenen Mineralrohstoffen wie Bentonit und Moler-Tonerde hergestellt und vertrieben. Die Gesellschaft bietet maßgeschneiderte Lösungen in Form von technisch ausgereiften Produkten an. Die Produkte werden weltweit verkauft, Hauptabsatzmarkt ist neben Deutschland der Euroraum. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr- preisbereinigt - um 1,9 % gestiegen. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Für das gesamte Jahr 2022 stieg das BIP im Euroraum um 3,5 % und in der EU um 3,6 %, nach +5,3 % im Jahr 2021. Der deutsche Exportüberschuss (Exporte abzüglich Importe) ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr nach vorläufigen Zahlen um 53,8 % auf 80,9 Milliarden Euro gesunken. Der Exportüberschuss sank damit im sechsten Jahr in Folge. Gegenüber dem Jahr 2019, dem Jahr vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, sank der Außenhandelssaldo um 63,9 %. Damals lag der deutsche Exportüberschuss bei 224,0 Milliarden Euro. Die o.g. konjunkturelle Abschwächung und die negativen Aussichten in unseren Absatzmärkten (z. B. Automobilindustrie) haben sich in den Umsätzen der Gesellschaft nicht widergespiegelt. Materialpreiserhöhungen konnten größtenteils an unsere Kunden weitergegeben werden. Die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2022 beliefen sich auf MEUR 112,4 (Vj. MEUR 105,5). Dies bedeutet in Zahlen eine Steigerung von MEUR 6,9. Durch den Verkauf einer Beteiligung, eines Werkes und höheren Umsatzerlösen, wurde ein EBITDA für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von MEUR 20,6 (Vj.MEUR 8,2) erzielt. Der prognostizierte leichte Umsatzrückgang sowie leichte Rückgang der Umsatzmarge wurden durch weitergereichte Kostenerhöhungen in Umsatzsteigerungen gewandelt. Durch den Verkauf einer Beteiligung und des Werks in Dortmund wurde auch die Prognose eines leicht reduzierten EBIT in einen gesteigerten EBIT gewandelt. Das Nettoumlaufvermögen hat sich von MEUR +58,1 auf MEUR -24,9 verändert. Kurzfristige Forderungen von der Imerys S.A. wurden zurückgezahlt und MEUR 50,5 langfristig an die Calderys Deutschland GmbH ausgeliehen. Ferner hat die Gewinnabführung 2022 über MEUR 25,8 die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich erhöht. Unsere Nachhaltigkeitsinitiative unterstützte die Rationalisierung unserer Produktionsprozesse und setzte dabei neue Standards für das Ressourcenmanagement und die Betriebssicherheit. Die folgenden Erläuterungen zu den Umsatzerlösen zeigen die Entwicklungen der wesentlichen Segmente: "MA = Metalcasting Additives" Application Foundry: Im Geschäftsjahr 2022 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen. Durch die intensiven Kundenkontakte und den besonderen Kundenservice konnte die Verkaufs- und Technologieposition gesteigert werden. Der Verkauf von Formstoffadditiven und anderen Produkten unserer Standorte in Deutschland stieg auf MEUR 41,2 im Geschäftsjahr 2022 (Vj. MEUR 35,5). Dies entspricht einem Anstieg von 16,1 %. Application Construction & Specialties: Dieser zusammengefasste Geschäftsbereich beliefert eine breit gestreute Kundenbasis in unterschiedlichsten Märkten mit einer Vielzahl von Spezialproduktlösungen basierend auf verschiedenen Mineralrohstoffen wie Bentonit und Molererde. Der Bereich Construction erwirtschaftete einen Umsatz von MEUR 3,3 im Geschäftsjahr 2022 (Vj. MEUR 4,2). Es wurden weniger Bauprojekte hinzugewonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 21,4 %. Im Bereich Katzenstreu konnten wir im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von MEUR 6,6 verzeichnen (Vj. MEUR 5,9). Dies entspricht einem Anstieg von 11,9 %. In der Papierindustrie konnten wir mit unserem Geschäft in 2022 einen Umsatz von MEUR 7,3 (Vj.MEUR 7,5) erzielen. Dies entspricht einem Rückgang von 2,7 %. Unser Spezialitätengeschäft, Produkte auf Bentonit-Basis für die unterschiedlichsten Anwendungen in Nischenmärkten wie funktionelle Füllstoffe, Tierfutter, Katalysatoren und Verdicker, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von MEUR 4,8 (Vj. MEUR 4,4). Dies entspricht einem Anstieg von 9,1 %. "Absorbents - Damolin" Der Gesamtumsatz des Bereiches Damolin betrug im Geschäftsjahr 2022 MEUR 3,0 (Vj. MEUR 2,4). Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 25 %. Der Tätigkeitsbereich von Damolin betrifft den Verkauf von absorbierenden Gütern für die Bereiche Katzenstreu, Ölbindung und andere Bindemittel. Das Absorbents-Damolin Geschäft wurde mit Wirkung 01. Dezember 2022 an die Imerys Industrial Minerals Denmark verkauft. "SCF - Steel Casting Fluxes" Die Stahlindustrie, eine der Hauptindustrien und maßgebend für das Geschäft der Business Unit Steel Casting Fluxes, zeigte weltweit stark voneinander abweichende Entwicklungen. Verlorene Umsätze mit Russland, aufgrund des Ukrainekriegs, konnten durch andere Märkte kompensiert werden. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2022 für den Bereich SCF betrug MEUR 41,1 (Vj. MEUR 40,4). Dies entspricht einem Anstieg von 1,7 %. "REF - Refractories/Feuerfest" Das Feuerfest Geschäft verzeichnete ebenfalls einen Zuwachs durch den Einsatz von umweltfreundlichen Produkten. Der Umsatz im Feuerfest Geschäft betrug für das Geschäftsjahr MEUR 5,0 (Vj. 2021 MEUR 5,2). Dies entspricht einem Rückgang von 3,8 %. Die Sparte, inklusive des Werks in Dortmund, wurde mit Wirkung 01. Dezember 2022 an die S&B Holding GmbH, Oberhausen (seit Januar 2023 Imerys Dortmund GmbH) verkauft. Allgemeine Angaben zum Geschäftsverlauf und zur Lage Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Verkauf der High-Temperature-Solutions (HTS) Sparte des Imerys Konzerns, unter den die Gesellschaft fällt, an das Unternehmen Platinum Equity, Beverly Hills, USA, angekündigt. Diesbezüglich wurden Bilanzpositionen, die nicht mit veräußert werden sollten, aus der Gesellschaft herausgelöst. Das Werk Dortmund wurde mit Anlagevermögen und Vorräten an die Imerys Dortmund GmbH, Dortmund, verkauft. Die Beteiligung an CEBO-International B.V. Niederlande wurde an die Imerys Minerals International Sales S.A., Luxemburg, verkauft. Das Absorbents-Damolin-Geschäft wurde an die Imerys Industrial Minerals Denmark verkauft. Die kurzfristigen Forderungen gegen die Imerys S.A wurden ausgeglichen. Die Imerys Metalcasting Germany GmbH gewährte der Calderys Deutschland GmbH, Neuwied, ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 50.500. Durch Gesellschafterbeschluss wurden TEUR 47.795 aus der Kapitalrücklage gezahlt. Alle diese Maßnahmen waren im Vorvertrag mit der Platinum Equity, Beverly Hills, USA, vereinbart worden. Der Verkauf der Imerys Metalcasting Germany GmbH erfolgte am 31. Januar 2023 an die California Acquisition Germany GmbH mit Sitz in München, Deutschland. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2022 wurde durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 nachhaltig beeinflusst, was insbesondere im 2. Quartal 2022 zu starken Umsatzrückgängen in den beiden betroffenen Märkten Russland und Ukraine im Vergleich zum Vorjahresquartal geführt hat (ca. MEUR -1,4). Der Verlust der o.g. Märkte konnte jedoch durch den Gewinn von Marktanteilen in Ländern wie Kasachstan, dem Vereinigten Königreich, der Türkei, Belgien und Österreich weitestgehend kompensiert werden. Ertragslage Zum Bilanzstichtag waren bei der Imerys Metalcasting Germany GmbH 189 Mitarbeiter beschäftigt, davon zwei Auszubildende (Vj. 191 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende). Ende 2022 wurden mit dem Verkauf des Werkes Dortmund 10 Mitarbeiter auf die übernehmende Gesellschaft übertragen. Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter konnten stabil gehalten werden. Die Imerys Metalcasting Germany GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Bruttoumsatz von TEUR 112.381 (Vj. TEUR 105.456), was einer Steigerung von 6,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wir verweisen auf die Entwicklung der wesentlichen Segmente im Abschnitt Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen preisbedingt. Die Materialeinsatzquote ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Sie lag im Geschäftsjahr bei 62,9 % (Vj. 54,6 %). Das resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Einkaufskosten, die nicht im vollen Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.134 auf TEUR 14.959 (Vj. TEUR 13.825) gestiegen. Die Erhöhung ist mit der Erhöhung der Aufwendungen für Altersversorgung zu erklären. Durch die hohe Inflationsrate wurde die Rückstellung für Pensionen angepasst. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 206 durch erhöhte Investitionen in 2021 und 2022 (TEUR 1.614, Vj. TEUR 1.408) gestiegen. Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 29.224 (Vj.TEUR 29.016). Das Ergebnis vor Steuern beinhaltet Beteiligungserträge von TEUR 7.234 (Vj. TEUR 3.000) sowie sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 23.026 (Vj. TEUR 2.868). Diese entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen an der CEBO-International B.V. Niederlande in Höhe von TEUR 15.994 (Vj. TEUR 0) und Erträgen aus dem Verkauf von Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 3.090 (Vj. TEUR 1051 Werk Landshut), die sich zum größten Teil aus dem Verkauf des Werkes in Dortmund in Höhe von TEUR 2.479 ergaben. Ferner wurden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.871 (Vj. TEUR 671) und Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.511 (Vj. TEUR 0) erzielt. Aufgrund der positiven Sondereffekte im Geschäftsjahr 2022 wurde die Prognose aus dem Vorjahr eines leicht reduzierten Ergebnisses vor Steuern nicht erfüllt und die Prognose wurde weit übertroffen. Der Ergebnisabführungsvertrag, der zum 1. Oktober 2013 mit der Imerys Administrative Germany GmbH, Oberhausen, abgeschlossen wurde, hatte im Geschäftsjahr weiterhin Bestand. Entsprechend wurde der Gewinn in Höhe von TEUR 25.820 (Vj.TEUR 8.997) abgeführt. Der Vertrag endet am 31. Dezember 2022. Finanzlage Die Liquidität 1. Grades (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand) belief sich per 31. Dezember 2022 auf TEUR 9.473 (Vj. TEUR 1.563). Ihren Zahlungsverpflichtungen konnte die Imerys Metalcasting Germany GmbH im Geschäftsjahr 2022 nachkommen, ohne Kreditlinien in Anspruch nehmen zu müssen. Aufgrund des geplanten Verkaufs der HTS Sparte wurden kurzfristige Forderungen von Imerys Gesellschaften zurückgezahlt. Die Calderys Deutschland GmbH, Neuwied, hat ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 50.500 erhalten und die Calderys France S.A.S, Sezanne, Frankreich, hat TEUR 10.000 an kurzfristigen Darlehen an die Imerys Metalcasting Germany GmbH herausgegeben. Im Rahmen der Liquiditätsoptimierung verfolgt die Gesellschaft ein konsequentes Working Capital Management. Durch einen Gesellschafterbeschluss der Imerys Administrative Germany GmbH, Oberhausen, wurden TEUR 47.795 aus der Kapitalrücklage entnommen und an den Gesellschafter ausbezahlt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich insgesamt auf TEUR 40.844 (Vj.TEUR 17.430). Darin enthalten sind noch nicht abgeführte Gewinne in Höhe von TEUR 25.820 (Vj.TEUR 13.350) aus dem Jahr 2022 und ein kurzfristiges Darlehen der Calderys France S.A.S, S̱ézanne, Frankreich, in Höhe von TEUR 10.000 (Vj.TEUR 0). Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 4.672 (Vj.TEUR 5.690). Im Geschäftsjahr 2022 wurde aufgrund des Verkaufs des Werkes Landshut im Jahr 2021 eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.503 aufgelöst. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt TEUR 136.640 (Vj. TEUR 158.222) und ist damit um TEUR 21.582 gesunken. Die Reduzierung resultiert vor allem aus der Reduzierung der Kapitalrücklage um TEUR 47.795 mit dem gegenläufigen Effekt einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 23.461. Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich von TEUR 61.086 auf TEUR 89.609 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Grund dafür ist ein neues langfristiges Darlehen an die Calderys Deutschland GmbH, Neuwied, über TEUR 50.500 und als gegenläufiger Effekt der Verkauf der Beteiligung CEBO-International B.V., Niederlande, in Höhe von TEUR 21.806. Die Investitionen erstrecken sich im Berichtsjahr auf rund TEUR 800 in Sachanlagen. Bei den Ausleihungen an/Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergaben sich im Berichtsjahr die folgenden Änderungen: Im Bereich der zentralen Cash-Verwaltung wurde das Forderungskonto mit der Imerys S.A., Paris, Frankreich, aufgelöst (Vj.TEUR 61.130). Ein langfristiges Darlehen wurde an die Calderys Deutschland GmbH, Neuwied, ausgegeben TEUR 50.500 (Vj.TEUR 0). Diese Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Gesellschaft Ende Januar 2023. Der Vorratsbestand belief sich per 31. Dezember 2022 auf TEUR 18.526 (Vj. TEUR 15.333). Der Zugang resultierte im Wesentlichen aus dem erhöhten Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR +2.778). Diese Erhöhung ist in zu größten Teil auf erhöhte Rohstoffpreise zurückzuführen. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen gegen fremde Dritte belief sich per 31. Dezember 2022 auf TEUR 14.076 (Vj.TEUR 11.125). Die Erhöhung resultiert aus dem erhöhten Umsatz und den marktbedingt nötigen Verlängerungen der Zahlungsbedingungen der Kunden gegenüber dem Vorjahr. Forschung und Entwicklung Der Bereich von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nutzt im zunehmenden Maße seine Freiräume für innovative Ideen. Diese Ideen tragen dazu bei, dass sich durch Forschung und Entwicklung das Produktportfolio stetig erneuert bzw. erweitert sowie sich Produktionsprozesse optimieren. Die im Geschäftsjahr aufgewendeten Kosten belaufen sich auf TEUR 748 (Vj. TEUR 634). Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Finanzkennzahlen der letzten beiden Jahre stellen finanzielle Leistungsindikatoren dar und sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
1) Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwand -
Zinsertrag - Erträge aus Beteiligungen +
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Dieses positive Ergebnis ist durch hohe sonstige betriebliche Erträge beeinflusst worden, insbesondere durch den Verkauf der Beteiligung an Verkauf der Beteiligung CEBO-International B.V., Niederlande. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren zählen insbesondere die Anzahl der unfallfreien Tage. Diese beliefen sich im abgelaufenen Kalenderjahr 2022 auf 365 (Vj.365). Die Prognose aus dem Vorjahr, unfallfrei in allen Werken, wurde im Geschäftsjahr 2022 erfüllt. Die Geschäftsentwicklung ist unter Berücksichtigung der weltweiten Unsicherheiten aus unserer Sicht insgesamt zufriedenstellend. Chancen- und Risikobericht Die Tätigkeit in verschiedenen Branchen und Märkten im In- und Ausland bringt unternehmerische Risiken mit sich. Durch konsequentes Risikomanagement und ständige Fortentwicklung der Risikovorsorge auf allen Gebieten können Gefahren für das Unternehmen frühzeitig erkannt und reduziert werden. Zum Risikomanagement gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen die entsprechenden Versicherungen, die die finanziellen Folgen begrenzen und existenz-gefährdende Situationen ausschließen. In der Imerys Metalcasting Germany GmbH besteht ein durch den Imerys Konzern implementiertes und auf SAP gestütztes Steuerungs- und Kontrollinstrument. Dieses ermöglicht aus unserer Sicht ein vorausschauendes Risiko-Management. Dieses wird auch unter dem neuen Eigentümer weiter fortgeführt. Künftige Risiken ergeben sich aus der Rohstoff- und Frachtkostenintensität der Rohstoffe (Seefrachten), aus Wechselkursschwankungen (zum USD) und Preisveränderungen auf den Energiemärkten (Elektrizität/Gas/Öl) durch den Ukrainekrieg und der hohen Inflation. Des Weiteren besteht eine erhöhte Abhängigkeit von der Kraftfahrzeug- und Stahlindustrie (Export). Die strategische und operative Steuerung dieser Risiken erfolgte zentral für den gesamten Konzern über die Konzernmuttergesellschaft Imerys S.A., Paris, Frankreich. Die Grundsätze der Risikopolitik wurden durch den Imerys-Konzern in Paris vorgegeben. Die Risiken sind in dem umfangreichen Risikobericht der Konzernholding an den Board of Directors integriert. Dieses Risk-Statement ist in die Risikokategorien Transportkostenrisiken, Energiekostenrisiken, Rohstoffkostenrisiken, Umwelt-/Gesundheits-/Sicherheits- und Qualitätsrisiken, Versicherungsrisiken, legale Risiken, Lizenzrisiken und Währungskurs-/Zins- und Liquiditätsrisiken unterteilt. Das Risikocontrolling und der Risikobericht werden auch unter dem neuen Eigentümer kontinuierlich weiterentwickelt. Die Liquiditätsrisiken werden durch verschiedene Reports wie z. B. wöchentliche Forderungsreports, Cash-Flow-Planungen und erweitertes Working Capital Management kontinuierlich kontrolliert. Auf Basis der gegenwärtigen Risikobewertung und einer Analyse von Risiken, Gegenmaßnahmen, Absicherungen und Vorsorgen sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die jetzige Segmentstruktur führt aus unserer Sicht zu optimierten Abstimmungsprozessen, schlankeren Hierarchien und damit zu einem generell effizienteren Kostenmanagement. Es sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens, sowohl im Berichtszeitraum als auch in der Zukunft, gefährden. Unser Geschäft beruht unter anderem auf dem Fachwissen unserer Mitarbeiter. Ihr Engagement hat nach unserer Auffassung in dieser Krise zur Anpassung an die Bedürfnisse unserer Kunden bedeutend beigetragen. Aus der Krise geht bereits jetzt hervor, dass sich einige Regionen voraussichtlich schneller erholen werden als andere. Wir beabsichtigen, dass wir in diesen Regionen präsent sind, während wir weiterhin versuchen werden, unsere Präsenz auch in schnell wachsenden Regionen auszubauen. Wir planen darüber hinaus auch unsere Produktpalette weiter auszubauen, um auf sich ändernde Kundenanforderungen reagieren zu können, die sich zunehmend an der Full-Service- Nachfrage orientieren. Prognosebericht Am 29. Juli 2022 kündigte der CEO von Imerys S.A, Paris, Frankreich, (Alessandro Dazza) an, dass nach strategischer Überprüfung des Portfolios der Gesellschaft, Imerys exklusive Verhandlungen über den Verkauf des Geschäftsbereichs High Temperature Solutions vorgenommen hat. Der potenzielle Käufer, Platinum Equity, Beverly Hills, USA, ist eine globale Investmentfirma, die Unternehmen in einer Vielzahl von Märkten betreibt. Zum 31. Januar 2023 ist die Imerys Metalcasting Germany GmbH an die California Acquisition Germany GmbH, München, verkauft worden. Diese Gesellschaft gehört zum Investor Platinum Equity, Beverly Hills, USA. Als Stand-Alone Organisation soll HTS exklusive Aufmerksamkeit, Fokus und Finanzierungsmöglichkeiten erhalten. Der Entscheidungsfindungsprozess soll schneller werden, insbesondere in Bezug auf Entwicklungsinvestitionen, in Bezug auf Innovationen und den Erwerb von Vermögenswerten. Wir werden in einem Markt wachsen, der immer noch hoch fragmentiert ist. Ziel ist die Expansion in wichtigen geografischen Gebieten und Segmenten und die Erweiterung unseres Produktangebots. Platinum Equity hat seine Unterstützung der HTS Strategie bestätigt, das Wachstum sowohl organisch als auch anorganisch voranzutreiben. Durch den Verkauf an den Investor Platinum Equity wird die Imerys Metalcasting Germany GmbH zukünftig unter dem Markennamen Calderys agieren. Kurzfristig soll auch der Firmenname der Imerys Metalcasting Germany GmbH in Calderys Metalcasting Germany GmbH geändert werden. Die Imerys Metalcasting Germany GmbH steht wie viele anderen Unternehmen vor der Aufgabe, die anstehenden höheren Energiekosten zu meistern. Eine Aufgabe wird es sein, die höheren Energiekosten aufzufangen oder an die Kunden weiterzugeben. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2023 aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Energiekriese für die Schlüsselindustrien Automobil und Stahl im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 einen leicht erhöhten Umsatz. Aufgrund der Sondereffekte in 2022 erwarten wir ein deutlich positives, allerdings stark reduziertes operatives Ergebnis (EBIT) und Ergebnis vor Steuern. In 2023 wird nicht mit positiven Effekten in den sonstigen betrieblichen Erträgen gerechnet. Unfallfrei in allen Werken ist, analog dem Vorjahr, die Prognose für 2023. Wir sind zuversichtlich, dass die Imerys Metalcasting Germany GmbH im Falle einer möglichen Rezession durch die soliden Kapital- und Liquiditätspläne gut aufgestellt ist. Unser Engagement für verantwortungsbewusstes Handeln wird weiterhin alle unsere Entscheidungen leiten.
Oberhausen, den 21. Juli 2023 Imerys Metalcasting Germany GmbH Aurélien Philippe Marie Cadars Andreas Girschik Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Going-Concern-Prämisse. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Imerys Metalcasting Germany GmbH mit Sitz in Oberhausen, im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter der Nummer HRB 13870 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer 4 bis 20 Jahre; lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Anlagen des Sachanlagevermögens liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 (Vj. EUR 800,00) sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Im Berichtsjahr wurde eine Wertberichtigung auf das Darlehen der Imerys Minerals Arabia LLC, Riyadh/Saudi Arabien, in Höhe von 477 TEUR vorgenommen (Vj. TEUR 0). Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden ebenfalls nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren (10-Jahres-Durchschnitt) von 1,79 % (Vj. 1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden, da die Pensionsverpflichtungen ausschließlich gegenüber Leistungsempfängern bestehen, mit 0,0 % (Vj. 1,0 %) berücksichtigt und es wurde von einer einmaligen Rentenerhöhung von 13,77 % im aktuellen Jahr und von einer Rentendynamik von 2,2 % (Vj. 1,75 %) in allen darauffolgenden Jahren ausgegangen. Die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde mit 0,0 % (Vj. 1,0 %) berücksichtigt. Modifikationen des Tafelwerkes wurden nicht vorgenommen. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 253 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Zugangsbewertung erfolgt zum jeweils aktuellen Devisenkassamittelkurs. Da die Gesellschaft seit dem 1. Oktober 2013 in den steuerlichen Organkreis der Imerys Administrative Germany GmbH, Oberhausen, eingebunden ist, sind zum 31. Dezember 2022 keine latenten Steuern nach § 274 HGB auf Ebene der Gesellschaft zu erfassen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im aktuellen Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf das Darlehen an die Imerys Minerals Arabia LLC, Riyadh/Saudi Arabien, in Höhe von TEUR 477 (Vj. TEUR 0). Des Weiteren gewährte die Imerys Metalcasting Germany GmbH der Calderys Deutschland GmbH, Neuwied, ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 50.500 (Vj. TEUR 0). Angaben zum Anteilsbesitz Die Angaben zu Jahresergebnis und Eigenkapital der ausländischen Gesellschaften werden in EUR umgerechnet. Das Jahresergebnis wurde zum jeweiligen Jahresdurchschnittskurs 2022 und das Eigenkapital zum jeweiligen Stichtagskurs 31. Dezember 2022 umgerechnet.
* Dieses Ergebnis wurde dem geprüften
IFRS-Abschluss des Geschäftsjahres 2022 entnommen.
(Abschlussstichtag 31. Dezember 2022)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vj. Sonstige Vermögensgegenstände: Langfristiges Umsatzsteuerguthaben in Höhe von TEUR 77 mit Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 318 (Vj. TEUR 438) und unterliegt der Ausschüttungssperre. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Geschäftsjahr 2021 lagen verrechnete Aufwendungen oder Erträge beim Deckungsvermögen vor. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.673 (Vj. TEUR 5.690) wurden im Wesentlichen für Provisionen (TEUR 1.294; Vj. TEUR 1.312), Betriebsstoffe (TEUR 449; Vj. TEUR 623), Tantieme und Mitarbeiterboni (TEUR 633; Vj. TEUR 611), Jubiläumszuwendungen (TEUR 391; Vj. TEUR 358), Rekultivierung (TEUR 17; Vj. TEUR 35), Urlaubstage (TEUR 236; Vj. TEUR 146), Beratung (TEUR 203; TEUR 140), Reklamationen (TEUR 108; Vj. TEUR 108), Ausstehende Rechnungen (TEUR 113; Vj. TEUR 82) und Beiträge Berufsgenossenschaft (TEUR 96; Vj. TEUR 101) gebildet. Im Vorjahr bestand zudem eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 1.503 im Zusammenhang mit den Werksschließungen Oelsnitz und Landshut. Die Rückbauverpflichtung des Werkes Oelsnitz wurde in Höhe von TEUR 1.403 vollständig im Berichtsjahr aufgelöst. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es sind zum 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Sicherheiten gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 40.821 (Vj. TEUR 17.360) betreffen, neben den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Imerys Ind. Min. Greece S.A., Kifisia/Griechenland, (TEUR 3.943; Vj. TEUR 2.638) sowie gegenüber der Minera Roca Rondando, Hermosillo/Mexiko, (TEUR 0; Vj. TEUR 714). Wesentliche Verbindlichkeiten die IC-Weiterbelastungen betreffend, existieren gegenüber der Imerys Services Germany GmbH & Co. KG, Oberhausen, (TEUR 230; Vj. TEUR 234) und der Calderys France S.A.S./Frankreich (TEUR 578; Vj. TEUR 0). Verbindlichkeiten aus Darlehen betreffen die Calderys France S.A.S /Frankreich (TEUR 10.000; Vj. TEUR 0). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 26.040 (Vj. TEUR 13.617), davon aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag (TEUR 25.820; Vj. TEUR 13.350). Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Außerbilanzielle Geschäfte Operating Lease Hierunter fallen im Wesentlichen die Leasingverträge für die Firmen-Pkw, Gabelstapler, Arbeitsbühnen und Kopierer und Drucker. Diese werden in der Regel für die Dauer von 3 bis 4 Jahren abgeschlossen. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf TEUR 305 (Vj. TEUR 307). Neben den Vorteilen durch eine günstigere Kapitalbindung und einer besseren zeitlichen Planbarkeit der Leasingraten realisieren wir weitere Vorteile aus den günstigeren Einkaufsbedingungen unserer Leasinggeber bedingt durch deren Marktmacht. Durch den Abschluss von Full-Service-Leasingverträgen wird das Management von Wartungs- und Reparaturleistungen ausgegliedert. Bei den geleasten Maschinen bzw. Fahrzeugen handelt es sich nicht um Spezial- oder Einzelanfertigungen. Für alle geleasten Gegenstände ist der Abschluss von Ersatzverträgen bei anderen Leasinggebern jederzeit möglich. Ein Risiko für den Geschäftsverlauf ergibt sich hier nicht. Die Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2027. Aus Miet- und Leasingverpflichtungen resultierten im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen von TEUR 1.605 (Vj. TEUR 1.462). Die jährlichen Aufwendungen für die Jahre 2023 bis 2027 betragen durchschnittlich TEUR 451. Sofern nach dem Auslaufen der bestehenden Verträge entsprechende Anschlussverträge geschlossen werden, geht die Gesellschaft von gleichbleibenden Aufwendungen aus. Aus den bis zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Miet- und Leasingverpflichtungen ergeben sich bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit Gesamtaufwendungen in Höhe von TEUR 4.173 (Vj. TEUR 4.821). Konsignationsläger Im Geschäftsjahr 2022 wurden Konsignationsläger in Deutschland und Südafrika unterhalten. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2022 hieraus belief sich auf TEUR 318 (Vj. TEUR 153). Die Laufzeiten betragen ein Jahr. Die Gründe hierfür sind im Wesentlichen die größere Nähe zum Kunden, verbesserte Logistik sowie Kostenvorteile durch optimierte Produktions- und Liefermengen. Vorteile bestehen in der Sicherung der Marktanteile durch verlässliche just-in-time Lieferungen, auch in entfernte Regionen, und die Möglichkeit, dem Kunden zusätzlichen Service bieten zu können. Risiken entstehen ggf. durch Produktwechsel beim Kunden, da in diesem Falle die Lagermengen zurückgeholt werden müssten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 12.102 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich um ein Bestellobligo aus erteilten Investitions- und Lieferaufträgen. Haftungsverhältnisse
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Erfahrungen der Vorjahre als gering eingeschätzt. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden folgende wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen durchgeführt:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 22.959 (Vj.TEUR 2.868) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung CEBO Holland BV, Ijmuiden/Nie- derlande (TEUR 15.994; Vj.TEUR 0), Erträge aus dem Verkauf von Anlage- und Vorratsvermögen (TEUR 3.090; Vj.TEUR 1.051) und Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen (TEUR 1.115; Vj.TEUR 0). Die periodenfremden Erträge betreffen Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 1.871; Vj.TEUR 671), den Erstattungsanspruch der Mineralöl- und Stromsteuer 2021 (TEUR 302; Vj. TEUR 390) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 75; Vj.TEUR 88). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 29.224; Vj.TEUR 29.016) enthaltenen im Wesentlichen Vertriebskosten (TEUR 7.894; Vj.TEUR 7.955), Beratungskosten (TEUR 7.863; Vj.TEUR 3.348), Weiterbelastungen von Service-Leistungen an verbundene Unternehmen (TEUR 6.173; Vj.TEUR 10.123) und Instandhaltungskosten (TEUR 2.361; Vj.TEUR 2.378). Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 163 (Vj.TEUR 154). Diese betreffen überwiegend Beratungsleistungen (TEUR 38; Vj.TEUR 42), Vertriebskosten (TEUR 27; Vj.TEUR 36), sonstige betriebliche Aufwendungen für Fahrzeuge, Werbung, Bewirtung, Versicherungen, sonstigen Personalaufwand, Pachten und übrige Verwaltungskosten (TEUR 62; Vj.TEUR 60), Instandhaltungen (TEUR 27; Vj.TEUR 13) sowie Fremdleistungen (TEUR 9; Vj.TEUR 2). Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 7.234; Vj. TEUR 3.000) enthalten einen Ertrag aus der Gewinnausschüttung der CEBO Holland BV, Ijmuiden/Niederlande (TEUR 2.500; Vj. TEUR 3.000), der Chaoyang Goldcommon Mining Co. Ltd., Chaoyang City/China (TEUR 503; Vj. TEUR 0) und der Imerys Steelcasting India Private Limited, Kolkata/In- dien (TEUR 4.231; Vj. TEUR 0). Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Geschäftsjahr wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 477 auf die Ausleihung an die Imerys Minerals Arabia LLC, Riyadh/Saudi Arabien, vorgenommen (Vorjahr: TEUR 0). Hierbei handelt es sich um eine dauerhafte Wertminderung. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Imerys Administrative Germany GmbH, Oberhausen, entfallen keine Steuern auf diese Organgesellschaft. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abzuführender Gewinn/Ergebnisverwendung Mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Imerys Administrative Germany GmbH, Oberhausen, und der Imerys Metalcasting Germany GmbH, Oberhausen, geschlossen. Mit Vertrag vom 29. Dezember 2022 wurde der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 aufgehoben. Die Ergebnisabführung an die Imerys Administrative Germany GmbH, Oberhausen, wird somit letztmalig für das Geschäftsjahr 2022 durchgeführt. Der im Geschäftsjahr angefallene Jahresüberschuss vor Gewinnabführung wird vollständig in Höhe von EUR 25.819.569,73 an die Imerys Administrative Germany GmbH, Oberhausen, zum 31. Dezember 2022 abgeführt und als Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen. Sonstige Angaben Geschäftsführung Herr Aurélien Philippe Marie Cadars, Vice President EMEA Thermal, Manama/Bahrain Herr Andreas Girschik, HTS EMEA - Hub Director Germany/East Europe (seit dem 15. November 2022) Die Geschäftsführung hat von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 keine Bezüge erhalten. Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 274. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 4.610. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Muttergesellschaft und Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Imerys S.A., Paris/Frankreich, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser kann auf der Homepage der Imerys-Gruppe (imerys.com) und am Sitz der Gesellschaft in Paris eingesehen werden und ist wie folgt hinterlegt:
Die Gesellschaft nimmt bezüglich der Aufstellung eines (Teil-) Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB in Anspruch. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft erfolgt nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS). Eine Erläuterung der Abweichungen zwischen HGB und IAS/IFRS ist nicht notwendig, da der Konzernabschluss nach den von der EU übernommenen IAS/IFRS aufgestellt wurde. Die elektronische Offenlegung der deutschen Übersetzung dieses Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 auf Ebene der Monrefco Beteiligungsgesellschaft mbH, Neuwied, erfolgte am 01. Juni 2023 in englischer Sprache. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt für
Nachtragsbericht Die High-Temperature-Solutions-Sparte (HTS-Sparte) des Imerys-Konzerns wurde mit Wirkung zum 31. Januar 2023 an das Unternehmen Platinum Equity mit Sitz in Beverly Hills/USA verkauft. Neue Gesellschafterin mit Wirkung vom 31. Januar 2023 ist die Firma California Acquisition Germany GmbH mit Sitz in München/Deutschland. Mit der California Acquisition Germany GmbH, München, als herrschendem Unternehmen ist am 06. Februar 2023 ein Beherrschungsvertrag geschlossen worden. Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.
Oberhausen, den 21. Juli 2023 Imerys Metalcasting Germany GmbH Aurélien Philippe Marie Cadars Andreas Girschik Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Imerys Metalcasting Germany GmbH, Oberhausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Imerys Metalcasting Germany GmbH, Oberhausen,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Imerys Metalcasting Germany GmbH, Oberhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 21. Juli 2023 Deloitte
GmbH
Max Schürtz, Wirtschaftsprüfer Thomas Wallner, Wirtschaftsprüfer |
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