Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 7300
Vorher
Druckhaus Heidenreich GmbH
Eingetragen
29.8.2000
Branche
Drucken von ZeitungenVerlegen von ZeitungenVerlegen von Büchern
Gegenstand
der Betrieb einer Druckerei

Historie

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Management

NameRolle
Doris Uppenbrock
seit 29.3.2019
Prokura
Nils Heidenreich
seit 23.10.2018
Prokura
Prokura
Hendrik Heidenreich
seit 20.7.2004
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

HEIDENREICH PRINT GmbH

Bünde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht 2019

HEIDENREICH PRINT GmbH

1. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

a. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist 2019 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug das Wachstum 2019 - etwas abgeschwächt - 0,6 % gegenüber 2,5 % und 1,5 % in den Vorjahren. Damit war die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2019 weiterhin gekennzeichnet durch ein solides Wirtschaftswachstum.

Gestützt wurde das Wachstum im Jahr 2019 vor allem vom Konsum: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,6 % höher als im Vorjahr, die Konsumausgaben des Staates stiegen um 2,5 %. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wuchsen damit stärker als in den beiden Jahren zuvor (Private Konsumausgaben 2017 und 2018 jeweils +1,3 % zum Vorjahr; Konsumausgaben des Staates 2017 +2,4 % und 2018 +1,4 % zum Vorjahr).

Entgegen dem gesamtwirtschaftlichen Wachstums in Deutschland, befindet sich die Druckindustrie weiter in einem Verdrängungswettbewerb. Der geringeren Nachfrage nach Druckerzeugnissen stehen nur geringfügig steigende Verkaufspreise gegenüber. Der weiterhin hohe Wettbewerbsdruck sorgt für eine angespannte Ertragslage.

b. Geschäftsergebnis

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresfehlbetrag von -449 TEUR (Vorjahr: -17 TEUR) erzielt.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) liegt mit -291 TEUR deutlich unter dem Vorjahr (96 TEUR). Im Geschäftsjahr sind Gewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von 3 TEUR enthalten (Vorjahr: 0 TEUR).

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt nunmehr 567 TEUR (Vorjahr: 1.016 TEUR). Ausschüttungen werden wie in den Vorjahren nicht vorgenommen.

Der Geschäftsverlauf ist im Hinblick auf den Jahresfehlbetrag als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen.

c. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz erhöhte sich im Jahr 2019 auf 18.245 TEUR (Vorjahr: 18.211 TEUR). Die bisher rückläufigen Umsätze im Akzidenzbereich stabilisierten sich im Geschäftsjahr. Gleichzeitig setzten die Umsätze im Bereich Packaging den Aufwärtstrend fort. Maschinenverkäufe wurden im Geschäftsjahr nicht getätigt.

d. Produktion

Die Auslastung der Kapazitäten war insgesamt zufriedenstellend. Kapazitätsengpässe wurden teilweise durch die Weitergabe von Aufträgen kompensiert.

e. Entwicklung des Beschaffungsmarktes

Die Warenbeschaffung der HEIDENREICH Print weist keine Besonderheiten auf. Es besteht eine Beteiligung an der Einkaufsverbund Druck GbR, die für günstigere Einkaufskonditionen sorgen soll. Die Einkaufspreise stiegen im Geschäftsjahr nach Recherchen des Bundesverbandes Druck und Medien e. V. durchschnittlich um 1,8% für Druckfarben bzw. um 2,1% für grafische Papiere und Pappen. Vor dem Hintergrund dieser Kostensteigerungen stellt dies eine Möglichkeit dar, die steigenden Kosten zumindest teilweise abzufangen.

f. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2019 wurden erhebliche Investitionen getätigt. Im April 2019 wurde eine neue Lüftungsanlage in Betrieb genommen. Die größte Investition ist die Entwicklung eines Vertriebskonzepts, das das Unternehmenswachstum und die Marktstellung sichern soll. Die Fertigstellung des Konzepts ist in 2022 geplant. Außerdem wurden kleinere Ersatzinvestitionen getätigt.

In 2020 wurde mit der Implementierung eines digitalen End-to-End-Prozesses begonnen. Die Produktion wird durch die 24/7-Erreichbarkeit und verschlankte Prozesse zukunftsfähig aufgestellt. Neben den Investitionen zur Fertigstellung des Vertriebskonzepts sowie der Umsetzung des Weges zur digitalen Fabrik sind zunächst nur geringe Ersatzinvestitionen geplant.

g. Personal

Die Personalkosten reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 377 TEUR (-9,5%) auf 3.601 TEUR.

Im Jahr 2019 wurden durchschnittlich 82 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 86). Zum Jahresende waren 86 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 80).

HEIDENREICH PRINT GmbH ist nicht tarifgebunden.

2. Lage der Gesellschaft

a. Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich durch die Anzahlungen auf das Vertriebskonzept erheblich von 0 TEUR auf 200 TEUR erhöht. Das Sachanlagevermögen verminderte sich durch Abschreibungen von 3.398 TEUR auf 3.054 TEUR. Die Vorräte minderten sich um 271 TEUR auf 1.001 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minderten sich um 250 TEUR, während sich die sonstigen Vermögensgegenstände um 1.197 TEUR erhöhten. Die Abnahme der Forderungen führte u. a. zu einer Erhöhung der flüssigen Mittel um 98 TEUR auf 105 TEUR.

Die Rückstellungen verminderten sich um 41 TEUR auf 705 TEUR. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich auf Grund der Investitionen um 1.013 TEUR auf insgesamt 6.088 TEUR.

b. Finanzlage

Die Gesellschaft führte ihre Zahlungen innerhalb der vereinbarten Ziele aus. Das Unternehmen weist Ende 2019 eine ausreichende Finanzlage aus.

Die Eigenkapitalquote verminderte sich von 20,0 % auf 9,3 %. Der Jahresfehlbetrag führte zu einer Minderung des Eigenkapitals. Die Investitionen wurden fremdfinanziert, während sich die Bilanzsumme nochmals deutlich erhöhte.

Für eine positive Entwicklung der Eigenkapitalsituation ist eine Ertragssteigerung unerlässlich.

Der bereinigte EBIT sank im Jahr 2019 deutlich auf -285 TEUR. Der EBITDA sank ebenfalls erheblich um 334 TEUR auf 98 TEUR.

Die Liquiditätssituation hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Forderungen gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Dementsprechend hat sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 200 TEUR auf -144 TEUR vermindert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 26,7 % erhöht.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 105 TEUR gegenüber 6 TEUR im Vorjahr.

c. Ertragslage

Die Ertragslage ist nicht zufriedenstellend. Das Geschäftsjahr 2019 wurde insbesondere durch die steigenden Kosten auf der Beschaffungsseite negativ beeinträchtigt, da diese nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden können. Durch die breite Aufstellung am Markt mit mehreren Geschäftsbereichen konnte jedoch eine Umsatzsteigerung erreicht werden. Die ertragsstarken Umsätze im Packaging werden in der Zukunft weiter ausgebaut, sodass andere Geschäftsbereiche angepasst werden müssen.

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

a. Risikomanagementsystem

Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Ein Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit ist im Unternehmen implementiert. Es besteht sowohl aus einem innerbetrieblichen Controlling zum Abgleich von Soll-Vorgaben und Ist-Zustand, als auch aus einer Prognoseplanung für die Produktion in den verschiedenen Betriebsbereichen.

Unser Risikomanagement ist eng mit unserem Qualitätsmanagement verbunden. An zahlreichen Stellen in den Auftragsabwicklungsprozessen greift das Risikomanagement unmittelbar in relevante Arbeitsanweisungen ein. Spezifische Einzelrisiken, wie etwa in den Bereichen Forderungsausfall, Gesundheit oder Sicherheit können damit ohne nennenswerte Minderung der Effizienz der Prozesse sicher beherrscht werden.

Das allgemeine Schadensrisiko ist durch verschiedene Versicherungen und ein Haftungsmanagementsystem abgedeckt.

b. Personalrisiken

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für den Erfolg unseres Unternehmens von ganz besonderer Bedeutung. Deswegen legen wir auf intensive Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ebenso großen Wert wie auf die Identifikation der Mitarbeiter mit HEIDENREICH PRINT GmbH. Damit versuchen wir eine niedrige Fluktuation zu erreichen und minimieren das Risiko des Knowhow-Verlusts im Unternehmen. Wir positionieren uns damit aber auch im - angesichts der demografischen Entwicklung und des Rückgangs der Arbeitslosenquote, bei zeitgleichem Fachpersonalmangel - härter werdenden Wettbewerb um gute neue Mitarbeiter als attraktiver Arbeitgeber. Unser Firmen-Wiki, das das vorhandene Knowhow allen Mitarbeitern zugänglich macht, ist inzwischen Bestandteil unserer täglichen Arbeit und in unsere internen Prozesse integriert.

Die 2015 eingeführte einheitliche betriebliche Altersvorsorge mit Beteiligung des Unternehmens wird gut von den Mitarbeitern angenommen.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Im Rahmen der operativen Tätigkeit war und ist die HEIDENREICH PRINT GmbH verschiedenen finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Speziell die verlustreichen Jahre bis 2011 führten zu einer erheblichen Verschlechterung der finanzwirtschaftlichen Situation. Aufgrund dieser Entwicklung hat die Geschäftsführung der HEIDENREICH PRINT GmbH das Risikomanagement im Haus deutlich intensiviert, um diese Risiken zeitnah identifizieren zu können.

Die finanzwirtschaftliche Situation wird weiterhin durch die Geschäftsführung intensiv gesteuert und beobachtet. Aufgrund der Zurückhaltung der kapitalgebenden Banken nutzt HEIDENREICH PRINT GmbH auch weiterhin alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Das Finanz- und Risikomanagement zielt auf die Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken ab.

Zu den identifizierten Risiken zählt das Marktrisiko (Beschaffung und Vertrieb, Marktpreise), das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Diese Risiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben. Über ein internes Finanzrisikomanagement werden die finanziellen Risiken des Unternehmens überwacht. Identifizierte Risikopotenziale steuert das Unternehmen nach klar definierten Richtlinien durch geeignete Sicherungsmaßnahmen.

Neben Preisrisiken, die sich durch Schwankungen auf den Verbrauchsmärkten sowie an den Rohstoffmärkten ergeben, fokussiert sich das Risikomanagement auf die Kredit- und Liquiditätsrisiken. Die sich aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen des Unternehmens ergebenden Kredit- und Bonitätsrisiken werden durch das Kredit- und Forderungsmanagement überwacht. Mit dem Ziel, Forderungsausfälle zu vermeiden, unterliegen die Kunden einer laufenden internen Bonitätskontrolle. Forderungen an Kunden, unabhängig von der dargestellten Bonität, werden versichert, soweit Versicherungsschutz gewährt wird. Mit Kunden ohne Versicherungsschutz wird Vorkasse vereinbart. Aufgrund der vorhandenen und funktionierenden Kontrollstrukturen kam es in 2019 zu keinen Forderungsausfällen.

Die Liquiditätssituation des Unternehmens wird durch vorhandene Planungsinstrumente überwacht und gesteuert. Über eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung werden Risiken im Zusammenhang mit der Beschaffung von Finanzmitteln erkannt und verfolgt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen überwiegend mittels Lieferantenkredite und über Kreditlinien der Hausbanken. Währungsrisiken werden durch Faktura in EUR ausgeschlossen.

Im Wesentlichen entstehen bei der HEIDENREICH PRINT GmbH finanzwirtschaftliche Risiken durch nicht kongruente Zahlungsziele auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt. Zur Reduktion dieses Risikos werden projektbezogen die Zahlungsziele angepasst.

Die einzelnen Finanzierungskreise, Regeln, Kompetenzen und Abläufe sowie die Limits für Transaktionen und Risikopositionen sind in Richtlinien festgelegt. Die Aufgaben von Handel, Abwicklung und Controlling sind funktional und organisatorisch getrennt. Die Einhaltung der Richtlinien und Geschäftslimits wird laufend überwacht.

d. Gesamtwirtschaftliches Risiko und Branchenrisiko

Die Entwicklung der HEIDENREICH PRINT GmbH hängt von der konjunkturellen Entwicklung der Gesamt- sowie der Druckindustrie ab. Das wesentliche Risiko liegt im seit Jahren anhaltenden harten Verdrängungswettbewerb. Der Gesamtumsatz konnte in 2019 trotz sinkendem Umsatz im Bereich Akzidenz durch Umsatzsteigerungen in weiteren Geschäftsfeldern insgesamt stabil gehalten werden. Die Analyse und Nachkalkulation der Aufträge ist jedoch unerlässlich, da wir nicht von einer erheblichen Verbesserung der Konjunktur für die Druckindustrie ausgehen. Ziel ist es, mit einer klaren Unternehmensstrategie und den vorgenannten Methoden, die zukunftsträchtigen und lohnenden Geschäftsbereiche zu erkennen und zu beschreiten, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

e. Sonstige Risiken

Unser Unternehmen ist den allgemeinen Risiken der wirtschaftlichen Entwicklung in der Druckindustrie unterworfen. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Druckindustrie sehr konjunkturanfällig ist und daher schwer kalkulierbar ist. Wir begegnen diesen Risiken durch sorgfältige und detaillierte Planung sowie einer permanenten Soll-Ist-Überwachung zur aktiven Steuerung der Beschaffung und des Vertriebs.

f) Entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken

Durch die Corona-Krise ist die Gesellschaft in ihrer Entwicklung sowie im Bestand gefährdet. In Folge der Beeinträchtigung der Konjunktur durch die Corona-Krise haben sich insbesondere finanzwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu Liquiditätsengpässen und -lücken geführt haben.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten wird diesen Risiken und Liquiditätslücken durch die Aufnahme von Lieferantendarlehen und (Teil-)Rückerstattungen von Entgelten begegnet. Dennoch bleibt eine Unterstützung der Liquidität durch Kreditinstitute im Rahmen der KfW-Programme notwendig, um die kurzfristige Liquidität des Unternehmens zu sichern.

Ein Entzug von bereitgestelltem Fremdkapital durch die Kreditinstitute sowie eine ausbleibende Bewilligung weiterer Kreditmittel könnte den Bestand des Unternehmens gefährden.

g) Chancenbericht

Die Branche befindet sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, die durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wird und auch weiterhin zu einer Marktbereinigung führt. Aufgrund des von uns eingeschlagenen Weges als Premium-Anbieter ergeben sich Chancen, die angestrebten Ziele zu übertreffen. Das von uns entwickelte Know-how und die erreichte Verlässlichkeit kann bei positiver wirtschaftlicher Entwicklung zu einer Steigerung der Ertragspotentiale führen.

4. Entwicklung der Gesellschaft

Die derzeit enorme Ungewissheit hinsichtlich der weltweiten Ausbreitung und der Folgen des Corona Virus erschwert eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung für die Jahre 2020 und 2021. Auf Grund des konjunkturanfälligen Geschäftsfelds sind vorübergehende Umsatzrückgänge zu erwarten. Auf Grund der jüngsten Entwicklungen gehen wir jedoch davon aus, dass auf Grund der Ausbreitung des Corona Virus und der Eindämmungsmaßnahmen wieder Umsätze auf Vorkrisenniveau zu erwarten sind.

Zur steuerlichen Optimierung wird die HEIDENREICH PRINT GmbH voraussichtlich im Jahr 2021 in eine GmbH & Co. KG umgewandelt.

In unseren Beschaffungsmärkten wird es keine Preisrückgänge geben, in Teilbereichen wie z.B. Papier, Druckfarben und Energiekosten ist mit Erhöhungen zu rechnen.

HEIDENREICH PRINT GmbH wird dem hohen Wettbewerbsdruck weiterhin mit hoher Produktqualität, Zuverlässigkeit, Service und hoher Flexibilität begegnen.

 

Bünde, im August 2021

Hendrik Heidenreich

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 3.455.414,34 3.626.995,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 400.715,38 228.193,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 400.715,38 228.193,00
II. Sachanlagen 3.054.198,96 3.398.302,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 158.207,00 38.665,50
2. technische Anlagen und Maschinen 2.838.672,50 3.147.457,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.878,50 47.426,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.440,96 164.753,83
III. Finanzanlagen 500,00 500,00
1. Beteiligungen 500,00 500,00
B. Umlaufvermögen 3.666.296,62 2.892.935,74
I. Vorräte 1.000.673,15 1.272.192,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.560.548,54 1.614.068,71
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.560.548,54 1.614.068,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 105.074,93 6.674,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 217.762,93 283.064,26
D. Aktive latente Steuern 21.079,00 34.992,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.360.552,89 6.837.987,83

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 567.210,56 1.016.801,85
I. gezeichnetes Kapital 130.000,00 130.000,00
II. Gewinnvortrag 886.801,85 904.400,40
III. Jahresfehlbetrag 449.591,29 17.598,55
B. Rückstellungen 704.824,21 746.223,14
C. Verbindlichkeiten 6.088.518,12 5.074.962,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.174.487,78 2.803.938,82
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.914.030,34 2.271.024,02
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.360.552,89 6.837.987,83

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 7.252.069,82 8.252.094,82
2. Personalaufwand 3.601.275,27 3.978.627,63
a) Löhne und Gehälter 2.995.589,64 3.354.963,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 605.685,63 623.664,33
davon für Altersversorgung 44.046,77 51.704,27
3. Abschreibungen 382.890,20 330.043,99
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 382.890,20 330.043,99
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.557.554,73 3.843.623,68
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.457,84 3.253,65
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 142.793,75 115.263,27
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 19.819,00 1.410,45
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 13.913,00 -13.763,00
8. Ergebnis nach Steuern -447.805,29 -13.620,55
9. sonstige Steuern 1.786,00 3.978,00
10. Jahresfehlbetrag 449.591,29 17.598,55

Anhang zum 31. Dezember 2019

HEIDENREICH PRINT GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Die Gesellschaft mit Sitz in Bünde wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter der Nummer HRB 7300 geführt.

2. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

3. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt.

4. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

5. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

6. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden innerhalb steuerlich zugelassener Zeiträume nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

7. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des bestehenden Niederstwertprinzips bewertet.

8. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

9. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten bewertet. Wertberichtigungen wurden im erforderlichen Umfang gebildet.

10. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

11. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag betreffen.

12. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden sich daraus - nach Saldierung - ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen wurden bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten 5 Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung bzw. -entlastung wurden mit den unternehmens-individuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Eine Abzinsung wurde nicht vorgenommen.

13. Für die ungewisse Verbindlichkeit aus der Pensionsverpflichtung wurde eine Rückstellung gebildet. Die Rückstellung wurde mit dem nach der Barwertmethode ermittelten Barwert auf Basis eines Rechnungszinsfußes von 2,71 % sowie einer erwarteten Rentensteigerung von 0,00 % und der "Heubeck Richttafeln 2018G" angesetzt.

14. Passivierungspflichtige Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen.

15. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

16. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

17. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen 159.132,04 EUR (Vj.: 70.078,89 EUR).

18. Entsprechend § 246 Abs. 2. S. 2 HGB wurden die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen i. H. v. 181.445,79 EUR mit der Pensionsrückstellung i. H. v. 587.891,00 EUR verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Der nicht ausgewiesene Betrag beträgt 9.247,00 EUR. Die nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldierten Zinsaufwendungen betrugen 16.317,00 EUR; die Zinserträge beliefen sich auf 4.822,41 EUR. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf 41.009,00 EUR.

19. Sonstige Rückstellungen in nicht unerheblichem Umfang wurden für rückständigen Urlaub und Überstunden in Höhe von 115 EUR (Vj.: 182 TEUR) sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von 74,5 UR (Vj.: 40 TEUR).

20. Im Einzelnen setzen sich die Verbindlichkeiten wie folgt zusammen (die Zahlen des Vorjahres werden in Klammern ausgewiesen):

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
gesamt
EUR
davon gesichert Art und Form der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.329.235,86 1.715.931,71 129.320,21 3.174.487,78 (3.174.487,78) Sicherungsübereignung
(797.158,34) (1.497.847,53) (508.932,95) (2.803.938,82) (2.803.938,82) Sicherungsübereignung
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.626.368,70 0,00 0,00 2.626.368,70 2.626.368,70 Eigentumsvorbehalt
(2.072.921,27) (0,00) (0,00) (2.072.921,27) (2.072.921,27) Eigentumsvorbehalt
sonstige Verbindlichkeiten 265.566,34 22.095,30 0,00 287.661,64 35.046,58 Sicherungsübereignung / Eigentumsvorhalt
(163.056,19) (35.046,58) (0,00) (198.102,77) (47.648,13) Sicherungsübereignung / Eigentumsvorhalt
Gesamtsumme 4.221.170,90 1.738.027,01 129.320,21 6.088.518,12
(3.033.135,80) (1.532.894,11) (508.932,95) (5.074.962,86)

21. Die unter den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verbindlichkeiten aus Steuern betragen 126.811,32 EUR (Vj.: 45.724,53 EUR). Die Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit betragen 4.221,75 EUR (Vj.: 727,21 EUR).

22. Die Gesellschaft haftet zum Bilanzstichtag für Verbindlichkeiten der Heidenreich Immobilien GmbH & Co. KG in Höhe von 319.999,98 EUR (Vj.: 509.760,13 EUR). Eine Inanspruchnahme ist nicht wahrscheinlich.

23. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien bestehen in Höhe von 244 TEUR p. a. sowie für Miet- und Leasingverträge wesentlicher Maschinen in Höhe von 778 TEUR.

IV. Sonstige Angaben

24. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

2019 2018
gewerbl. Arbeitnehmer 46 52
Angestellte 28 26
Teilzeitkräfte 8 8

25. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung von Kaufmann Hendrik Heidenreich, Bünde, wahrgenommen. Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer vertreten oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen. Herr Hendrik Heidenreich ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

26. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer werden gem. § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

27. An Mitglieder der Geschäftsführung wurden Kredite mit vereinbarten Zinssätzen zwischen 3,75% und 5% vergeben. Es werden Tilgungen in Höhe von 30 TEUR p. a. geleistet. Im Übrigen wurde ein Kontokorrentkredit gewährt. Sicherheiten sind auf Verlangen zu stellen.

28. Gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB wird auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

29. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

30. Die Gesellschaft wird durch die Corona-Krise beeinflusst. Für das folgende Geschäftsjahr wird ein positives Jahresergebnis erwartet und es wird von einer negativen Auswirkung auf die Liquiditätslage ausgegangen. Hinsichtlich für die Zukunft möglicher bestandsgefährdender Risiken wird auf den Lagebericht verwiesen.

 

Bünde, 19. August 2021

Geschäftsführung

Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2019
EUR
kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 654.035,90 654.035,90 425.842,90
geleistete Anzahlungen 200.499,88 200.499,88
Immaterielle Vermögensgegenstände 654.035,90 200.499,88 854.535,78 425.842,90
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 194.652,61 3.338,86- 143.329,59 334.643,34 155.987,11
technische Anlagen und Maschinen
4.195.241,39 4.195.241,39 1.047.784,39
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.056,94 6.131,47 18.814,71 487.373,70 452.630,44
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 164.753,83 8.016,72 143.329,59- 29.440,96
Sachanlagen 5.054.704,77 10.809,33 18.814,71 5.046.699,39 1.656.401,94
Finanzanlagen
Beteiligungen 500,00 500,00
Finanzanlagen 500,00 500,00
5.709.240,67 211.309,21 18.814,71 5.901.735,17 2.082.244,84
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.977,50 453.820,40 200.215,50
geleistete Anzahlungen 200.499,88
Immaterielle Vermögensgegenstände
27.977,50 453.820,40 400.715,38
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.449,23 176.436,34 158.207,00
technische Anlagen und Maschinen
308.784,50 1.356.568,89 2.838.672,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.678,97 18.814,21 459.495,20 27.878,50
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.440,96
Sachanlagen 354.912,70 18.814,21 1.992.500,43 3.054.198,96
Finanzanlagen
Beteiligungen 500,00
Finanzanlagen 500,00
382.890,20 18.814,21 2.446.320,83 3.455.414,34

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.09.2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HEIDENREICH PRINT GmbH, Bünde

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der HEIDENREICH PRINT GmbH, Bünde - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HEIDENREICH PRINT GmbH, Bünde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Ich verweise auf Angabe IV. 30. im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 3) f) des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich die Gesellschaft aktuell in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie in der Angabe IV. 30. und in Abschnitt 3) f) dargelegt, deuten diese Ausführungen und die aktuellen Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Mein Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Gütersloh, den 9. September 2021

Franz Anwey, Wirtschaftsprüfer

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