HolzLand Service GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Roh- und Schnittholz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Friedrich Pawlas seit 8.6.2022 | Geschäftsführer |
Dirk Plosinjak seit 2.2.2022 | Prokura |
Nicole Mateus seit 2.2.2022 | Prokura |
Christian Haltermann seit 5.7.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.58% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Ludger Aufrecht GmbH & Co. Kommanditgesellschaft | 2.98% |
Benthin Holz GmbH & Co. KG | 2.98% |
B & J HolzZentrum GmbH & Co. KG | 2.98% |
Holzmarkt Bursa GmbH & Co. KG | 2.98% |
Nordak AS | 2.98% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
35 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 35 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HolzLand GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang zum 31. Dezember 2023der Holzland GmbHSitz der Gesellschaft: Dortmund Registergericht: Dortmund HR-Nr.: HRB 25818 I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Aufgrund der Größenmerkmale gemäß § 267 Abs. 2 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft wendet allerdings aufgrund einer Vorgabe im Gesellschaftsvertrag (§ 8.1 Gesellschafter Vertrag) - unabhängig der Größenmerkmale - die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften an. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Vorjahresvergleichsbeträge (§ 265 Abs. 2 HGB). Die Form der Darstellung wird beibehalten. II. Erläuterungen zur Bilanz1. GliederungDie Gliederung der Bilanz erfolgte unter Beachtung der §§ 266 und 268 des Handelsgesetzbuches. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Erstellung des Jahresabschlusses waren die aktuellen gesetzlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. AnlagevermögenDie Gegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten - abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer in enger Anlehnung an die amtlichen Afa-Tabellen linear vorgenommen. In 2015 wurde die, in den Finanzanlagen geführte, Beteiligung an der Holzland Service GmbH um € 24.999,00 auf den beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Anschaffungskosten in dem Jahr 2021 in Höhe von € 15.000,00 wurden gleichlautend in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Anlagegegenstände bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und im Anlagevermögen als Abgänge behandelt. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem am Ende des Anhangs wiedergegebenen Anlagespiegel. UmlaufvermögenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen wurden zum Nennwert angesetzt. Dem geringen Ausfallsrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen und einer Einzelwertberichtigung in Höhe von € 42.481,21. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 429.642,58 (Vorjahr € 252.847,52) enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind am Bilanzstichtag zu Nennwerten angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von € 26.489,72 (Vorjahr € 46.519,36), die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Sie betreffen im Folgejahr anzurechnende Vorsteuer. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen nach diesem Tag angesetzt. Auf den Ansatz der aktiven latenten Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. EigenkapitalDas Stammkapital beträgt € 487.050,00 und ist eingeteilt in 191 Geschäftsanteile im Nennbetrag von je € 2.550,00. Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat schlagen vor, mit Zustimmung einer 3⁄4-Mehrheit der Gesellschafter gemäß Gesellschaftsvertrag, 275.000,00 € des Jahresüberschusses 2023 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Der restliche Betrag in Höhe von € 275.074,51 soll zur Gewinnausschüttung gemäß § 8.5 des Gesellschaftsvertrages an die Gesellschafter verwendet werden. Die geplante Ausschüttung ist unter den sonstigen Verbindlichkeiten als solche gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. Die Bilanz wurde entsprechend unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert und in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Sämtliche Verbindlichkeiten wiesen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. In den Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 10.080.699,47, und zwar € 7.103.168,79 für Boni, € 2.700.000,00 Leistungsvergütung und € 202.294,64 für Netto-Gewinnausschüttung (Vorjahr € 11.398.357,51 für Boni und Leistungsvergütung und € 917.918,65 für Netto-Gewinnausschüttung). Ferner sind in den Verbindlichkeiten solche aus kreditorischen Debitoren gegenüber Gesellschaftern von € 75.236,04 (Vorjahr € 28.760,00) enthalten. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, welche Ertrag nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte unter Beachtung der §§ 275 und 277 des Handelsgesetzbuches. Die Umsatzerlöse lassen sich in folgende Bereiche aufgliedern:
Von den Umsätzen entfallen 78 % (T€ 33.308) auf das Inland, 21 % (T€ 8.806) auf das EU-Ausland und der Restbetrag auf das Drittland. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 5 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 175 (Vorjahr T€ 281) ausgewiesen. IV. Sonstige Angaben1. Anzahl ArbeitnehmerIm Berichtsjahr betrug die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer inklusive Auszubildende und Studierende68 (Vorjahr: 66), davon im Warengruppen-Management 12 (Vorjahr: 13) Mitarbeiter, im Marketing 15 (Vorjahr 13) Mitarbeiter, im Bereich Mitgliederbetreuung 5 (Vorjahr: 5) Mitarbeiter, im Bereich Digitale Services 17 (Vorjahr: 13) Mitarbeiter, im kaufmännischen Bereich 12 (Vorjahr: 12), im Bereich Beratung und Prozesse 4 (Vorjahr 4) und im Bereich Stabstellen 3 Mitarbeiter (Vorjahr: 6). Zum Jahresende wurden 68 Mitarbeiter inklusive Studierende und Geschäftsführung beschäftigt. Die Vollzeitäquivalente beträgt 58,6 (Vorjahr 59,7) jährlich. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen für Folgejahre bestehen zum Bilanzstichtag infolge abgeschlossener Mietverträge für die Anmietung eines Bürogebäudes, aus angemieteter Rechenzentrumsnutzung sowie aus Leasing- und Mietverträgen für PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Software. Die Verpflichtungen aus diesen Geschäften betragen T€ 679 und sind entsprechend den Vertragsbedingungen mit unterschiedlichen Laufzeiten bis maximal 2028 zur Zahlung fällig. 3. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für das Geschäftsjahr vor, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. 4. Angaben zu Organen
5. Honorar des AbschlussprüfersDas Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr betrug € 35.000,00 (Vorjahr € 38.000,00) und entfiel in gesamter Höhe auf den Bereich Jahresabschlussprüfung. 6. AnteilsbesitzDie Gesellschaft hält 100% der Anteile an der am 05.07.2013 gegründeten Holzland Service GmbH, Dortmund. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft betrug zum 31.12.2023 € 24.119,65 bei einem Jahresfehlbetrag von € 1.410,45. 7. Angaben zum JahresergebnisDie Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 550.074,51, € 275.000,00 den Gewinnrücklagen zuzuführen und € 275.074,51 gemäß § 8.5 des Gesellschaftsvertrages an die Gesellschafter auszuschütten.
Dortmund, den 2. Mai 2024 Holzland GmbH Axel F. Pawlas, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im
Geschäftsjahr vom
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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 01.01.2023
€ |
Zugänge
€ |
Umbuchung
€ |
Abgänge
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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2023
€ |
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
€ |
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| A. Anlagevermögen | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | 1.360.553,12 | 252.921,36 | 460.552,65 | 20.000,00 | 2.054.027,13 | 954.698,17 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 291.297,85 | 0,00 | -460.552,65 | 0,00 | -169.254,80 | 0,00 |
| 1.651.850,97 | 252.921,36 | 0,00 | 20.000,00 | 1.884.772,33 | 954.698,17 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 599.084,32 | 11.584,64 | 0,00 | 3.884,39 | 606.784,57 | 529.247,39 |
| 599.084,32 | 11.584,64 | 0,00 | 3.884,39 | 606.784,57 | 529.247,39 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1,00 | 0,00 | 0,00 | 1,00 | 0,00 | |
| 2. Beteiligungen | 19.840,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 19.840,00 | 0,00 |
| 19.841,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 19.841,00 | 0,00 | |
| 2.270.776,29 | 264.506,00 | 0,00 | 23.884,39 | 2.511.397,90 | 1.483.945,56 |
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Abschreibungen Geschäftsjahr
€ |
Abschreibungen auf Abgänge
€ |
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
€ |
Buchwert 31.12.2023
€ |
Buchwert 31.12.2022
€ |
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| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | 295.781,04 | 12.223,00 | 1.238.256,21 | 646.516,12 | 405.854,95 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 291.297,85 |
| 295.781,04 | 12.223,00 | 1.238.256,21 | 646.516,12 | 697.152,80 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| Betriebs- und Geschäfts ausstattung | 33.865,45 | 3.880,65 | 559.232,19 | 47.552,38 | 69.836,93 |
| 33.865,45 | 3.880,65 | 559.232,19 | 47.552,38 | 69.836,93 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1,00 | 1,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 19.840,00 | 19.840,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 19.841,00 | 19.841,00 | |
| 329.646,49 | 16.103,65 | 1.797.488,40 | 713.909,50 | 786.830,73 |
Neue Möglichkeiten proaktiv nutzen
Holzland ist die Heimat mittelständischer Holz-Händler, für die wir Impulsgeber und Lösungsanbieter sind.
Durch die Bündelung individueller Stärken sichern wir nachhaltig den wirtschaftlichen Erfolg aller.
Zusammen sind wir ZUKUNFTSBAUER
Inhalt
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
2. Forschung und Entwicklung
3. Vision und Mission
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
2. Geschäftsverlauf
3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
III. Prognosebericht, Risiko- und Chancenbericht
1. Prognosebericht
2. Risiko- und Chancenbericht
3. Gesamtaussage
IV. Lageberichtseid
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Durchführung, Entwicklung und Vermittlung von Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit dem Betrieb der Holzhandelsgeschäfte der Gesellschafterinnen und Gesellschafter sowie Anschlusspartner stehen. Dazu gehören insbesondere die Abschlüsse von Rahmenvereinbarungen mit Vertragslieferanten, die Vermittlung von Verträgen zum Zwecke der Zentralregulierung, die Bereitstellung und Durchführung von Vertriebs-, Marketing- und E-Commerce-Maßnahmen sowie betriebswirtschaftliche Dienstleistungen und Schulungen. Hierbei liegen den unternehmerischen Aktivitäten der Gesellschaft stets zielorientiertes Handeln im Verbund sowie die Förderung der angeschlossenen Mitgliedsunternehmen zugrunde. Die klar definierte Mission lautet, jeden Holzland-Händler zukunftssicher zu machen und bestmöglich im Markt zu positionieren.
Die Basis dafür bildet ein Mitglieder- und Lieferantenpool zur Herbeiführung branchenüblicher Geschäftsabschlüsse und -beziehungen. Die Gesellschaft führt in diesem Zusammenhang gemeinsam mit ihrem Partner, der Aktivbank AG, eine Zentralregulierung durch, welche die Funktion eines Abrechnungssystems zum Zwecke der Organisation und Optimierung der Zahlungsströme zwischen Lieferanten und Mitgliedern der Gesellschaft übernimmt.
Die Gesellschaft betreibt das Geschäft im Wesentlichen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien.
Es gibt keine Veränderungen beim Geschäftsmodell im Vergleich zum Vorjahr.
Die Unternehmung entwickelt in ihrer Dienstleistungszentrale in Dortmund insbesondere in den Bereichen Digitale Services, automatisierte Prozesse und Marketing kontinuierlich neue Leistungen für ihre Mitglieder, wie beispielsweise den zentralen Holzland-Marktplatz als Plattform für die Mitglieder, Messenger-Dienste, B2B-Angebote, eine Kommunikations-App, die Übernahme von Datenschutz-Beauftragungen und die Durchführung von notwendigen Zertifizierungen. Außerdem wird der Wissenstransfer zentral organisiert. Dafür stehen verschiedene Kanäle zur Verfügung wie zum Beispiel Webinare, Präsenzveranstaltungen, Newsletter und die MyHolzland-App mit angeschlossenem Intranet. Eine separate Forschungs-Abteilung gibt es bei Holzland nicht.
Die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen werden immer komplexer, die Märkte nehmen an Dynamik zu und stellen neue und andere Anforderungen an das gesamte Holzland-Netzwerk. Für uns als Verbundgruppe ist es daher existenziell, resilient und dennoch agil zu bleiben, uns weiterzuentwickeln und klare Prioritäten zu identifizieren. Aus diesem Grund haben wir bereits Ende 2022 einen umfassenden Strategie- und Entwicklungsprozess angestoßen, den wir im Jahr 2023 kontinuierlich fortschrieben. Visualisiert wird der eingeschlagene Kurs durch unser Holzland-Strategierad.
Im Zentrum all unseres Tuns steht eine klare Mission: Wir arbeiten mit Leidenschaft und hohem Know-how dafür, die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit unseres Verbundes zu stärken, zu sichern und auszubauen - zum Nutzen unserer Mitglieder, Mitarbeitenden und Partnern. Unter dem Leitmotiv "Zusammen sind wir Zukunftsbauer‟ haben wir sieben Handlungsfelder identifiziert, die für unseren wirtschaftlichen Erfolg entscheidend sind und entsprechende Maßnahmen ab- und eingeleitet. Die sieben Handlungsfelder lauten:
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Lieferanten & Produkte |
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(Service)-Leistungen |
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Händler-Händlernetz-Entwicklung |
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Organisationsentwicklung |
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Digitalisierung |
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Nachhaltigkeit |
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Kommunikation |
Sie bilden den Kern des oben genannten Strategie- und Entwicklungsprozesses, den wir gemeinsam im Team transparent und stetig weiterdrehen. Für jedes der sieben Handlungsfelder haben wir im Laufe des Jahres 2023 ein Leitmotiv und eine Strategie ausgearbeitet, die anschließend in Einzelprojekte und entsprechende Aktivitäten umgesetzt wurden. Diese klare Fokussierung und Priorisierung sind gerade in Zeiten des Wandels ein echter Wettbewerbsvorteil, weil alle gemeinsam in eine Richtung arbeiten. Unsere Vision: Holzland ist die Heimat mittelständischer Holz-Händler, für die wir Impulsgeber und Lösungsanbieter sind. Durch die Bündelung der individuellen Stärken sichern wir nachhaltig den wirtschaftlichen Erfolg aller. Zusammen sind wir ZUKUNFTSBAUER.
2023 ist ein Jahr der multiplen Krisen gewesen, das Europa vor neue Herausforderungen und insbesondere die deutsche Wirtschaft in nicht voraussehbarer Form getroffen und operative Schwächen im System offengelegt hat. Auch die Gesamt-Weltwirtschaft wuchs nur sehr verhalten - mit der Folge, dass die deutsche Wirtschaft nur geringe Impulse von wichtigen Handelspartnern erhielt. Laut lfolnstitut sanken die deutschen Ausfuhren im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent 1
Im Kalenderjahr 2023 erholte sich die globale Wirtschaft langsamer als zunächst angenommen von den negativen Schocks der vergangenen Jahre: der Coronavirus-Pandemie mit ihren Störungen der globalen Nachfrage und Lieferketten, dem Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen kräftig gestiegenen Rohstoffpreise und Energiepreise, der steigenden Inflation und der drastischen finanziellen Straffung, die zu Turbulenzen im Bankensektor und in der Baubranche führte. Dennoch bewies die Weltwirtschaft - gestützt von einer überraschend starken Entwicklung in den USA - Widerstandsfähigkeit und stabilisierte sich - wenn auch auf niedrigem Niveau und regional sehr unterschiedlich. In einer Pressemitteilung vom 28. November 2023 formulierte das Bundeswirtschaftsministerium die Lage wie folgt: "Die Divergenzen nehmen zu. Es deutet sich zunehmend an, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht‟. 2 Zudem seien die mittelfristigen Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Grundlage dieser Einschätzung war die Gemeinschaftsdiagnose 3 führender deutscher Forschungsinstitute und sich auf das Nachlassen der Wachstumsdynamik seit Sommer 2023 bezog. Die Experten stellten in ihrer Analyse drei Hauptgründe heraus: 1. die weltweit stockende Industrieproduktion, 2. die in vielen Regionen der Welt gestiegenen Zinsen, die rund um den Globus die Wohnungsbauinvestitionen hemmten und 3. die verhaltene Entwicklung Chinas.
Auch das globale Konjunkturbild war 2023 stark differenziert gezeichnet. Die Dienstleistungen expandierten deutlicher als die Industrie. Der Welthandel mit Waren ging sogar spürbar zurück. Unter den großen Ländern expandierte die US-Wirtschaft, die fiskalpolitisch unterstützt wurde, überraschend stark, weil die privaten Haushalte ausgabefreudig waren und sowohl die Unternehmensinvestitionen als auch die Exporte stiegen.
Insgesamt schwächte sich das globale Wachstum 2023 aber ab - je nach Quelle unterschiedlich stark.
Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) ging es von 3,5 % 4 im Jahr 2022 auf 3,0 % im Jahr 2023 zurück und blieb damit deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 %. Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften 5 wurden in der IWF-Rechnung besonders stark ausgebremst. Ihr Wachstum fiel von 2,7 % im Jahr 2022 auf 1,3 % im Jahr 2023. Die Weltbank bezifferte die Wachstumsrate der Weltwirtschaft auf 1,7% 6 und hob die Rolle der wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren hervor, die zu Unsicherheit und reduzierten Investitionen geführt hätten. Die OECD schreibt in ihrem Economic Outlook von einem Wachstum in Höhe von 2,9 %.
Stillstand statt erhoffter Belebung: Die Wirtschaft in Deutschland war im gesamten Jahresverlauf 2023 von Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen, Inflationsraten geprägt. Während das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2022 getrieben vom privaten Konsum und unterstützt durch Entlastungsmaßnahmen der Politik noch um fast 2 Prozent gewachsen war, sank es 2023 im Vergleich preisbereinigt leicht um 0,3 Prozent. 7 Gleichzeitig verminderte sich die Inflationsrate von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent für 2023. ( Grafik unten) Sie blieb aber weiterhin auf einem hohen Stand. Besonders Nahrungsmittel verteuerten sich stark - ein Faktor, der sich bei den Menschen direkt im Portemonnaie auswirkte und Kaufzurückhaltung sowie niedrige Investitionsbereitschaft erklärt.
Das Jahr 2023 war vielversprechend gestartet. Bis Februar sah es so aus, als wäre Deutschland robust durch die Corona-Jahre und die Energiekrise geglitten. Doch dann offenbarte sich: Die Wirtschaft wird nicht, wie prognostiziert, leicht wachsen. Vielmehr sagten die Experten bereits im Frühjahr zumindest eine Stagnation voraus. Am Ende schrumpfe das BIP in Deutschland sogar - als einzige entwickelte Volkswirtschaft in Europa. Die Gründe dafür waren und sind vielschichtig. "Der Krieg, den Russland 8 gegen die Ukraine führt, lastet noch immer schwer auf der deutschen Wirtschaft. Er ist Ausdruck einer geopolitischen Zeitenwende‟, machte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2023 deutlich. Seine Analyse: Weil das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) stark am Welthandel hängt, der sich aktuell aber historisch schwach entwickelt, kommt die deutsche Wirtschaft nicht in Schwung. Zudem bremsen der Kaufkraftverlust in Folge der hohen Inflation, die auf 11,3 gestiegene Sparquote, die daraus resultierende deutlich gedämpfte Binnennachfrage und der hohe Zinssatz, der die Investitionslust abwürgt und die Bauwirtschaft belastet, und der hohe Krankenstand bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Wirtschaft aus.
Vor allem die Auswirkungen der Energiekrise haben in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung verharrt aktuell auf einem Niveau wie vor Beginn der Pandemie vor vier Jahren. 9 Damit bleibt Deutschland deutlich hinter den Wachstumsraten anderer Länder zurück und verzeichnet das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Ganz überraschend ist diese Entwicklung mit Blick auf den hohen Anteil der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht. Jedoch spielen auch strukturelle Probleme eine zunehmend sichtbarere Rolle - die demografische Alterung der Gesellschaft, die damit verbundene Gefahr, dass das inländische Arbeitsvolumen zurückgeht und der Druck auf die öffentlichen Kassen steigt, der Nachholbedarf Deutschlands in Bezug auf die ökologische und digitale Transformation sowie die niedrigen Gründungsraten und die geringe Verfügbarkeit von Wagniskapital. "Deutschland droht nicht nur eine Alterung seiner Gesellschaft, sondern auch die seiner industriellen Basis", 10 warnt der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten 23/24.
Zusammengefasst war das Wirtschaftsjahr 2023 für Deutschland ein weiteres Jahr der Herausforderungen, geprägt von hohen Inflationsraten, Energiepreiskrisen und einer schwachen Weltkonjunktur. Diskussionen um Klimaschutzmaßnahmen, Stichwort Gebäudeenergiegesetz, und die vielen politische Debatten über den richtigen fiskalpolitischen Weg und die richtige Balance zwischen Subventionen und Innovationen bremsten die Entwicklung zusätzlich aus und erzeugten ein Klima, in dem mehr Risiken als Chancen gesehen würden. Hinzu kamen die geopolitischen Spannungen und zwei Kriege, deren Ende nicht in Sicht sind. All dies führt auch dazu, dass das Bundeswirtschaftsministerium auch für 2024 nur von einem Wachstum in Höhe von 0,2 Prozent ausgeht. 11 2025 rechnen die Experten aus Habecks Haus mit einem Plus in Höhe von einem Prozent. Er sehe die positiven Signale, sagte Habeck. Die Inflation zum Beispiel werde weiter sinken, auf etwa 2,8 Prozent. 12 Im Zusammenspiel mit den hohen Lohnabschlüssen steige somit das verfügbare Einkommen der Menschen erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder.
Deutschland baut (fast) nicht mehr. Seit 2022 hat sich die Baukonjunktur stark abgekühlt. Der für den Holzfachhandel wichtige Sektor war in den Jahren 2020 und 2021 eine große Stütze der deutschen Wirtschaft, gehörte zu den klaren Corona-Gewinnern und zog unsere Branche mit. Dann wendete sich das Blatt. Materialengpässe, Fachkräftemangel, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen sorgten für einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Und plötzlich stellte sich bei geplanten Bauprojekten die Frage nach der Finanzierbarkeit und der wirtschaftlichen Rentabilität - mit dem Ergebnis, dass Investoren ihre Neubauprojekte auf Eis legten (eigene Recherche).
Kein Wunder also, dass der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes verhalten in das Jahr 2023 gegangen waren. Sie sollten Recht behalten. Das statistische Bundesamt errechnete für das Gesamtjahr 2023 einen preisbereinigten Umsatzrückgang in Höhe von 5 Prozent. Zudem stockten die Aufträge. Die Statistiker bezifferten die Höhe des Orderrückgangs auf 4,4 Prozent. Diese negative Entwicklung spiegelte sich auch in der Zahl der Beschäftigten wider. Sie stieg im vergangenen Jahr nur um 1.100 Menschen nach 15.200 im Jahr 2022. Für 2024 rechnet der HOB sogar mit einem Rückgang um 10.000 Beschäftigte auf dann 918.000 13 - es wäre laut Tim Oliver Müller, Geschäftsführer des HOB, der erste Stellenabbau seit 2008. Für 2024 erwartet der HOB ein Umsatzminus in Höhe von 3,5 Prozent.
Die Nachfrage im Wohnungsbau brach 2023 deutlich ein, der Umsatz sank um 11 Prozent und die Baugenehmigungen 14 gingen im Vergleich zu 2022 um 94.100 auf geschätzte 260.000 im Jahr 2023 zurück. Das macht ein Minus von mehr als 26 Prozent. Im Ausbaugewerbe zeigte sich eine positive Entwicklung, was unter anderem auf energetische Sanierungsmaßnahmen zurückzuführen ist.
Seitens der Politik gab es im vergangenen Jahr für den Wohnungsbau zunächst wenig Rückenwind - eher Gegenwind durch kurzfristig eingestellte Fördermaßnahmen (Förderstopp Klimafreundlicher Neubau) Mittlerweile hat die Bundesregierung ein Wachstumschancengesetzes verabschiedet, was von Experten durchaus begrüßt wird. Doch die Baubranche fordert mehr 15 - eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Bauvorschriften, einen Abbau der Bürokratie sowie ein signifikantes Zinsverbilligungsprogramm. Das Ziel: Die Mieten sollen idealerweise auf 12 Euro pro Quadratmeter sinken. Die Bauindustrie sei bereit, ihren Teil dazu beitragen, indem sie trotz schwieriger Lage Personal hält und verstärkt in industrielles sowie serielles Bauen investiert. Tim Oliver Müller: "Baupolitik ist Sozialpolitik".
Für Holzland sind neben Deutschland die Märkte in der Schweiz, in Österreich und in Belgien wichtig. Dort entwickelte sich die Baubranche unterschiedlich. Der Schweizer Baumeisterverband spricht von einem guten Baujahr 2023. 16 Nominell erwirtschaftete das Schweizer Bauhauptgewerbe 2023 einen Umsatz von 23.4 Milliarden Franken. Preisbereinigt fiel die Bautätigkeit aber um 0.9 Prozent. Positiv zum Ergebnis trug, anders als in Deutschland, der Wohnungsbau bei, die Sparten Wirtschaftsbau sowie der öffentliche Hoch- und Tiefbau waren hingegen rückläufig. Angesichts der steigenden Bevölkerung und Mobilität ist der Bedarf an Bauinvestitionen in Wohnungen, öffentliche Gebäude sowie Infrastruktur auch in der Schweiz hoch. Erhöhte Baukosten sowie Zinsen, teure und langsame Baubewilligungsprozesse sowie angespannte private und öffentliche Budgets dämpfen allerdings die Erwartungen. Der Bauindex prognostiziert für 2024 einen Umsatz von 23.2 Milliarden Franken, also 1.1 Prozent weniger als in diesem Jahr.
Die österreichische Bauwirtschaft erlebte 2023 eine herausfordernde Entwicklung, geprägt von einem signifikanten Rückgang bei Umsätzen und Aufträgen. Im Einzelnen sanken die Umsätze branchenweit um 9,2 Prozent und die Aufträge um 13,1 Prozent. 17 Dieser Negativtrend wurde durch mehrere Faktoren verursacht. Gestiegene Zinsen und strengere Kreditvergaberegeln erschwerten den Erwerb von Eigenheimen sowohl für Privatpersonen als auch Investoren. Die Investitionszurückhaltung von Wohnungsbaugenossenschaften, die Projekte verschoben in der Hoffnung auf sinkende Kosten und Zinsen, trug ebenfalls zu einem Rückgang der Bauaktivitäten bei. Die allgemein hohe Inflation beeinträchtigte die finanzielle Lage der Bevölkerung und dämpfte die Nachfrage nach neuen Bauvorhaben. Niedriges Konsumentenvertrauen, der Einfluss des Ukraine-Kriegs, Wirtschaftsabschwung, Arbeitskräftemangel, Preissteigerungen, Lieferengpässe und eine abnehmende Nachfrage nach Gewerbeimmobilien durch Homeoffice-Regelungen verschärften die Situation zusätzlich. Besonders stark betroffen waren spezifische Gewerbe wie Tischlereien, Metalltechnik und das Baugewerbe. Trotz der schwierigen Lage gibt es auch Chancen und positive Entwicklungen. Die österreichische Regierung startete eine umfangreiche Wohnbauoffensive, um die Bauwirtschaft zu unterstützen, und es gibt eine erhebliche Investitionsmöglichkeit in die thermische Sanierung bestehender Gebäude.
Die Bauwirtschaft in Belgien zeigte im Jahr 2023 trotz wirtschaftlicher Herausforderungen ein Wachstum von 1,9 Prozent, 18 und das, obwohl das BIP in der Industrie um 3,1 Prozent schrumpfte. Insgesamt wuchs die Wirtschaft in Belgien im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent.
Wenn gebaut wird, dann vermehrt mit oder in Holz: Mit diesem optimistischen Signal ging die Jahrestagung des Verbandes "Holzbau Deutschland‟ im Oktober 2023 zu Ende. Geschäftsführer Peter Aichinger fasste die Marktlage 19 wie folgt zusammen: "Die Auftragsbücher sind gefüllt und die Stimmung in den Betrieben ist gut.‟ Die Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern gehe zwar zurück, der Holzbau werde aber mit Modernisierungsmaßnahmen in den Bereichen energetische Sanierung sowie Aus- und Umbau gestützt. Große Hoffnung legt der Verband in das serielle Sanieren und modulare Bauen - beides werde im Holzbau eine immer größere Rolle spielen und sei ausdrücklich gewünscht.
Die Holzbauquote erreichte bei den ausgewerteten Baugenehmigungen zur 1. Jahreshälfte 2023 bei den Mehrfamilienhäusern (MFH) erstmals durchschnittlich sechs Prozent, der bislang höchste Wert beim Bau von Mehrfamilienhäusern in Holzbauweise. Auch die Zahl der vorwiegend mit Holz gebauten Ein- und Zweifamilienhäuser stieg weiter kam nach der ersten Jahreshälfte 2023 auf durchschnittlich 25,4 Prozent (2022: 24,5 Prozent).
Der Holzbau wird in Deutschland politisch gefördert. Im Juni 2023 beschloss das Bundeskabinett den von Bundesbauministerin Klara Geywitz (Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, BMWSB) und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL) den Entwurf einer Holzbauinitiative. Sie soll den Einsatz des nachhaltigen Rohstoffes Holz im Bausektor stärken und für mehr Klimaschutz, Ressourceneffizienz und schnelleres Bauen sorgen. In einem Interview mit der Holzland NEWS (siehe mitgelieferten Ausdruck) konkretisierte Staatssekretär Sören Bartal: "Insgesamt beinhaltet die Holzbauinitiative acht Handlungsfelder. Die Schaffung von Anreizen für ein klimafreundliches Bauen mit Holz, anderen nachwachsenden Rohstoffen sowie mit anderen nachhaltigen Bauweisen und die Unterstützung des kreislaufgerechten und ressourcensparenden Bauens sind ohne Zweifel Kernthemen. Aber auch die Sicherung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung und die Sicherung der Wertschöpfungsketten stehen im Fokus. Mit acht Handlungsfeldern, von der Vorbildfunktion des Bundes und der Stärkung von Forschung und Innovation über die Fachkräftesicherung und den Wissenstransfer bis zur Sicherung der Rohstoffversorgung, sollen bis 2030 der Einsatz von Holz wesentlich verbessert und die Holzbauquote erhöht werden. Hemmnisse sollen abgebaut und gleiche Wettbewerbschancen für den Einsatz verschiedenster Baumaterialien gewährleistet werden."
Die Holzbranche steht vor großen Chancen und großen Herausforderungen gleichermaßen. Auf der einen Seite haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen für Bauleistungen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die Folgen der Corona-Pandemie verschlechtert. Die hohen Energie- und Baupreise, gestiegene Finanzierungskosten und der inflationsbedingte Kaufkraftentzug wirkten sich 2023 besonders auf den Wohnungsbau negativ aus. Der Druck auf die Baumaterialpreise ließ dafür im Vorjahr langsam nach. Laut Statistischem Bundesamt verbilligten sich vor allem Baumaterialien aus Holz 20 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr 2022 deutlich: Konstruktionsvollholz (-28,0 Prozent) und Dachlatten (-25,3 Prozent). Auch die Preise für Bauholz gingen zurück - um 18,6 Prozent.
Dass die Lieferketten anfällig und die Preisentwicklung volatil bleiben, zeigt der Angriff der Hamas auf Israel, in dessen Folge Huthi-Rebellen den Frachtverkehr im Roten Meer gravierend störten. (Eigene Analyse)
Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) befragt monatlich seine Mitglieder zur Umsatzentwicklung, um ein Bild der Stimmung der Branche zu erstellen. Für 2023 kristallisierte sich ein negatives Bild heraus. Das schwache wirtschaftliche Umfeld verbunden mit einer lahmenden Baukonjunktur und nachgebenden Preisen schlugen voll auf die Umsatzentwicklung durch und führten zu einem Rückgang im Vergleich zu 2023 in Höhe von 15 Prozent. 21 Alle wichtigen Sortimente des Holzhandels waren gleichermaßen betroffen - am stärksten Schnittholz mit einem Umsatzrückgang von 24 Prozent, am wenigsten Bauelemente (Innentüren) mit einem Minus von nur gut 5 Prozent. Einzig der Bereich Dienstleistungen konnte um 9 Prozent zulegen und folgte damit dem gesamtwirtschaftlichen Nach-Corona-Trend der Verschiebung vom Wareneinkauf hin zum Dienstleistungssektor. Zum Vergleich: 2022 war der Gesamtumsatz des Holzhandels noch um 5,6 Prozent gestiegen. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass das Plus eher auf die teils starken Preiserhöhungen zurückzuführen waren und weniger auf echten Absatzzuwachs.
Während 2022 der Einzelhandel die Kaufzurückhaltung der Verbraucher deutlicher merkte als der Großhandel, passten sich die beiden Segmente im vergangenen Jahr wieder an. Seide hatten gleichermaßen mit der rückläufigen Entwicklung 2023 22 zu kämpfen. Im Großhandel schlugen die allgemein schwache Nachfrage im Bausektor und die viel zu geringen Baufertigstellungen zu Suche. Bei den Endverbrauchern herrschte eine große Verunsicherung, gepaart mit einer neuen Lust auf Freizeit und Urlaub. Bei unseren Gesprächen auf dem Branchentag Holz im November war das der einhellige Tenor. Die Menschen sind nach vier Jahren Dauerkrisenmodus ermüdet und verschieben große Investitionen, weil sie nicht wissen, welche Kosten durch notwendige energetische Maßnahmen auf sie zukommen werden und weil ihnen die Informationsbeschaffung und die Förderrichtlinien zu kompliziert sind. Also sparen sie ihr Geld oder fahren in den Urlaub. Zudem halten sich Kommunen, Städte und der Bund mit Investitionen zurück.
Erschwerend kommt für die Holzhandelsunternehmen hinzu, dass ihre Kosten stark angestiegen sind - inflationsbedingt, wegen der gestiegenen LKW-Maut und der CO 2 -Steuer. Die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich erwarten für die kommenden Monate keine durchgreifende Verbesserung. 23 Die Mehrzahl rechnet sogar weiter mit rückläufigen Umsätzen, etwa ein Drittel geht von gleichbleibenden Umsätzen aus.
Für die Holzfachmärkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war 2023 somit das vierte anstrengende Jahr in Folge. Besonders die Themen Energiepreise, Fachkräftemangel und Wachstum in stagnierenden Märkten blieben allgegenwärtig.
Das Marktvolumen im Gesamtmarkt Garten 24 lag in Deutschland auch 2023 weiter über Vor-Pandemie-Niveau. Nach dem bisherigen Höhepunkt in den Corona-Jahren 2020 und 2021 erreichte es im vergangenen Jahr rund 19,7 Milliarden Euro.
Der Bereich Fußboden entwickelte sich schwach. Die deutsche Parkettindustrie hat im vergangenen Jahr ein deutliches Umsatz- und Absatzminus über fast alle Segmente hinweg hinnehmen müssen. Laut einer Umfrage unter Mitgliedern des Verbandes der deutschen Parkettindustrie sank der Umsatz 2023 gegenüber dem Vorjahr um 36,0 Prozent auf 183,8 Millionen Euro. 25 Der Absatz verminderte sich über alle Segmente hinweg um 36,8 Prozent auf 4,9 Millionen Quadratmeter Parkett, bei einem Gesamtmarkt in Deutschland von rund 10,8 Mio. Quadratmetern. Der Umsatz der VDP-Mitglieder mit Mehrschichtparkett in Deutschland fiel um 39,4 Prozent auf 153,3 Millionen Euro. Beim Zweischichtparkett wurde ein Fünftel weniger umgesetzt. Der Absatz verminderte sich um knapp 25 Prozent auf 1,5 Mio. qm. Einbußen wurden auch beim Massivparkett mit einem Umsatzminus von 26,3 Prozent auf 13,9 Mio. Euro verzeichnet. Etwas zulegen konnte hingegen der Umsatz mit Mosaikparkett 26 in Deutschland, und zwar um gut 7 Prozent auf 16,6 Mio. Euro bei einem Absatzrückgang von 6,0 Prozent auf 700.000 qm.
Nicht nur bei Parkett, auch in anderen Bodenbelags-Sparten wurden im vergangenen Jahr zweistellige Rückgänge verzeichnet. Zurechtkommen muss die Branche zudem mit weiterhin hohen Betriebsmittelkosten und starker Importkonkurrenz aus Fernost.
Der Parkettmarkt brach nicht nur in Deutschland ein. In allen Ländern der Föderation der Europäischen Parkettindustrie waren die Zahlen im 1. Halbjahr rückläufig. 27 In Österreich reduzierte sich der Parkettverbrauch von Januar bis September 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent. Im 3. Quartal stabilisierte er sich auf 20 Prozent. In Frankreich lag der Rückgang im 1. Halbjahr bei 30 bis 35%. Für das 3. Quartal soll er mit -35 bis -40 Prozent noch höher liegen. In der Schweiz gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 15 Prozent. Mittlerweile geht der Verband davon aus, dass die Talsohle erreicht ist. 28 In der Schweiz erreichte der Verbrauch im ersten Quartal 2024 das Vorjahresniveau, in Österreich zog er sogar wieder leicht an (+ 3 Prozent). In den anderen Märkten scheinen sich die Verluste allmählich ebenfalls zu reduzieren, so die Einschätzung der FEP.
Der Fenstermarkt in Deutschland schrumpfte im vergangenen Jahr signifikant. Laut Branchenradar.com brach der Absatz um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, 29 die Herstellererlöse lagen um 5,4 Prozent hinter dem Vorjahr. Nicht betroffen waren Fenster aus Holz. Deren Umsatz stagnierte auf dem Niveau von 2022. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts wurden 2023 auf dem deutschen Markt Fenster im Wert von rund 5,13 Milliarden Euro verkauft.
Im Bereich Bauelemente spiegelten sich 2023 die negativen Marktentwicklungen zeitverzögert wider. Der Umsatz gab moderat um 5 Prozent nach. 2022 hatte unter dem Strich noch ein Plus in Höhe von 9 Prozent gestanden. (Lagebericht Holzland 2022) Auch die lnnentürenbranche in Österreich verzeichnete 2023 trotz steigender Verkaufspreise (+ 7 Prozent) einen ähnlichen Umsatzrückgang. Laut der Marktanalyse "Innentüren in Österreich‟ sanken die Herstellererlöse um 4,4 Prozent. Der Gesamtumsatz pendelte sich auf 181 Millionen Euro ein. Der Bedarf im Neubau reduzierte sich um 10,3 Prozent 30 im Vergleich zum Vorjahr, während die Nachfrage im Gebäudebestand um 11,2 Prozent abnahm, maßgeblich wegen der hohen Preise. "Im Jahr 2023 kostete eine neue Innentür etwa ein Fünftel mehr als noch vor drei Jahren‟, beschrieb Andreas Kreutzer, der Autor der Studie.
Die deutsche Holzindustrie musste 2023 einen Umsatzrückgang von 10,6 Prozent auf 40,4 Milliarden Euro 31 hinnehmen. Besonders betroffen waren die Sägewerksindustrie mit einem Rückgang von mehr als 27 Prozent und die Holzverpackungsbranche, die um 27,5 Prozent zurückging. Der Möbelsektor sah geringere Verluste, wobei das Büromöbel-Segment sogar leicht um 2,6 Prozent zulegte. Der Umsatz im baubezogenen Sektor der deutschen Holzindustrie, dieser umfasst neben dem Holzfertigbau auch die Herstellung von Fenstern, Türen, Treppen und anderen holzbasierten Bauelementen, lag im vergangenen Jahr bei 7,7 Milliarden Euro (8,8 Mrd. 2022). Dies markiert einen Rückgang in Höhe von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und reflektiert die angespannten Marktbedingungen. Der Umsatz mit Holzwerkstoffen, dazu gehören unter anderem Span- und OSB-Platten, fiel auf 5,3 Milliarden Euro (-15,6 Prozent).
Die negative Umsatzentwicklung blieb nicht ohne generelle Folgen für die Branche. Die Zahl der Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten sank im Durchschnitt des Jahres 2023 im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent auf 917. 32 Noch deutlicher fiel die Zahl der Beschäftigten in der Holzindustrie, und zwar gegenüber 2022 um 2,4 Prozent auf 151.794 Menschen.
Rund- und Schnittholz. In deutschen Wäldern wurden 2023 insgesamt 70,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Damit fiel der Holzeinschlag um 10,3 Prozent geringer aus als im Vorjahr (2022: 78,7 Millionen Kubikmeter). 33
Der Handel mit Holz-/Holzwerkstoffprodukten in Deutschland wird im Wesentlichen geprägt durch die vier Absatzkanäle Holzfachhandel, Baustoffhandel, Baumarktketten (DIY) sowie den Direktgeschäften der Industrie. Laut GD Holz beläuft sich der Gesamtumsatz des deutschen Holzfachhandels auf 9,1 Mrd. Euro. Der Holzfachhandel unterteilt sich in Großhandelsstrukturen, deren Kunden Industriebetriebe und weiterverarbeitende Handwerksbetriebe sind, und den Holzeinzelhandel, der direkt an Endkunden, Kleinhandwerker und Montagebetriebe verkauft.
Dabei ist der Handel mit Holz in Deutschland durch vier große Verbundgruppen geprägt, von denen Holzland die einzige Spezial-Kooperation mit dem ausschließlichen Fokus auf Holz ist. Alle Gruppen sind auch in den Märkten Österreich und Schweiz präsent.
Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Marketingverbund deutscher Holzfachhändler GmbH (MDH) und der Bauvista verfügt Holzland im Verbund mit seinen Gesellschaftern und Anschlusspartnern über das flächenmäßig dichteste Vertriebsnetzwerk der Branche. Zum Vergleich: die Holzspezialisten der Hagebau verfügen über rund 300 Standorte, der Holzring kommuniziert rund 50 Mitglieder. 34
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der Wettbewerb mit anderen Verbundgruppen, insbesondere aus dem Baustoffhandel, weiter zunimmt. Somit ist die Sicherstellung von Marktgröße, Holzvolumen, einer zielgerichteten Vernetzung und einem passgenaues Sortiments- sowie Dienstleistungsangebot der Erfolgsfaktor für die Zukunft.
Der Konzentrationsprozess bei der Lieferantenstruktur im Holzhandel hat sich laut unserer Einschätzung und als Ergebnis aus zahlreichen Lieferantengesprächen weiter verschärft. Somit ergibt sich zum einen eine höhere wirtschaftliche Anfälligkeit bei Teilen der bestehenden Lieferantenstruktur und zum anderen eine steigende Marktdominanz einzelner Lieferanten im jeweiligen Sortimentsbereich. In der jetzigen Situation mit Lieferengpässen und Preissteigerungen zeigt sich diese Kehrseite der Marktwirtschaft.
2020, 2021 und 2022 sind für die Holzbranche außergewöhnliche Jahre gewesen - und auch für die Holzland GmbH. Aufgrund der unseres Erachtens breit angelegten und hochprofessionell angelegten Aufstellung im Bereich digitale Services, durch eine unserer Meinung nach engmaschigen Informationsstrategie, dank guter Lieferantenbeziehungen und hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war es gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen gelungen, die in diesen Jahren auftretenden Sondereffekte bestmöglich zu nutzen und in herausragende wirtschaftliche Erfolge umzumünzen. Gemeinsam wurden sowohl 2021 als auch 2022 die psychologisch wichtige Marke von 1 Milliarde zentralreguliertem Umsatz geknackt, wohlwissend, dass man zu den Gewinnern der Corona-Pandemie gehörte. Mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine wendete sich das Blatt langsam. Die Auswirkungen von Energiekrise, Inflation und Konsumzurückhaltung bekam zunächst die Bauwirtschaft als investitionssensible Branche zu spüren und nachgelagert der Holzsektor. Der Start ins Jahr 2023 war dennoch von der Hoffnung auf konjunkturelle Besserung und wirtschaftspolitische Impulse geprägt, die sich aber nicht erfüllten. Vielmehr wurden die Auswirkungen der Marktveränderungen im laufe des Jahres immer deutlicher spürbar und betrafen den gesamten Holzhandel sowie die Holzindustrie. Trotz dieser schwierigen Bedingungen ist es Holzland durch eine klare Strategie, engmaschige Kostenanalysen und maßgeschneiderte Lösungen für die Mitglieder gelungen, das Geschäftsjahr 2023 mit einem ordentlichen Handelsvolumen abzuschließen, das zwar unter dem Niveau der Rekordjahre 2021 und 2022 blieb, aber über dem Vor-Pandemiejahr 2019 lag. Im Detail heißt das: Die zentralregulierten Umsätze 2023 lagen mit einer Abweichung von -9, 1 Prozent unter den geplanten Werten für das Geschäftsjahr. Insgesamt sank der zentralregulierte Umsatz der Holzland GmbH im Jahr 2023 um 180 Mio. Euro netto auf insgesamt 826 Mio. Euro netto. Dies entspricht einem marktüblichen Minus in Höhe von -17,9 Prozent gegenüber dem im Jahr 2022 realisierten Zentralregulierungsumsatz von 1.006 Mio. Euro netto.
Um die Leistungsfähigkeit unserer Mitglieder weiter zu stärken, wurden 2023 wichtige Zukunftsprojekte angestoßen - besonders in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Automatisierung, Künstliche Intelligenz und Akquise. Ein weiterer strategischer Schwerpunkt lag auf der Stärkung unserer Eigenmarke HQ, die erfolgreich relauncht wurde und eine eigene Webseite erhielt. Außerdem legten wir im vergangenen Jahr bewusst unseren Fokus auf Vernetzung, Austausch und Veranstaltungen in Präsenz. Gleich zu Jahresbeginn feierte unsere HQ Roadshow einen erfolgreichen Restart nach der coronabedingten Zwangspause. Im November waren wir mit einem repräsentativen Stand auf dem Branchentag Holz vertreten. Unter dem Motto "Erfahren. Zukunftsstark. Verbunden‟ boten wir unseren Mitgliedern und Geschäftspartnern Raum für intensive Gespräche und setzten gleichzeitig ein starkes Zeichen: Holzland ist die Spezial-Kooperation im Holzhandel.
Vergleicht man die Umsatzentwicklung 2023 auf Sortimentsebene bestätigt sich erneut die Strategie, als Holzfachhändler dem Profikunden ein All-in-One-Sortiment anzubieten, denn die Sortimente Bauelemente und Baustoffe stützten das Geschäft der Holzland-Mitglieder. Beide Sortimente verloren zwar ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr, das Minus lag aber (Bauelemente mit -7,0 Prozent, Baustoffe mit -9,5 Prozent) deutlich unter der Abweichung in den übrigen Sortimenten. Erfreulich robust zeigte sich auch das Sortiment "Holz im Garten", dass trotz der Vorzieheffekte aus den Corona-Jahren nur um moderate 9,1 Prozent zurückging. Die klassischen Holz-Sortimente wurden stärker durch die oben genannten Effekte im Jahr 2023 beeinflusst und lag im Segment Holzwerkstoffe -20,5 Prozent unter Vorjahr. Das Segment Massivholz/Hobelware verlor 24,2 Prozent, das Segment Boden/Wand/Decke weist mit-31% das größte Minus im Vergleich zum Vorjahr auf.
Im Jahr 2023 hatte die Gesellschaft einen minimalen Rückgang der Mitglieder- und Filialzahlen zu verzeichnen, der sowohl aus Unternehmensverkäufen als auch übernahmen und ordentlichen Austritten resultiert.
Zum 31.12.2023 ergibt sich somit folgende Mitgliederstruktur:
| per 31.12.2022 | per 31.12.2023 | |
| Anzahl Gesellschafter | 158 | 158 |
| Anzahl der Anschlusspartner | 39 | 36 |
| Anzahl der Filialen | 54 | 54 |
| Gesamt | 251 | 248 |
Das Jahr 2023 ist nach der Pandemie das 1. Jahr ohne coronabedingte Sondereffekt, daher setze sich der Trend der fallenden zentralregulierten Umsätze aus 2022 fort. Positiv zu bewerten ist, dass die Umsätze im Jahr 2023 trotz beginnender Rezession leicht über dem Ausgangswert von 2019, vor Beginn der Coronapandemie, lagen.
Die Umsatzerlöse der Holzland internen Leistungen verzeichnen hierbei einen Rückgang zum Vorjahr von 13,7%. Die Planungswerte waren optimistischer angesetzt und lagen um 12,2% über den finalen Werten.
Um die Kooperation und ihre Gesellschafter weiter mit finanziellen Reserven zu stärken wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis in Höhe von 550 TEuro im Berichtsjahr zu 50% den Gewinnrücklagen zuzuführen. Somit sollen 275 TEuro an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Dieser Betrag wurde in die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern eingestellt.
Die Vermögenslage ist geordnet. Das Anlagevermögen ist ausschließlich aus eigenen Mitteln angeschafft. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch die kurzfristigen Vermögensgegenstände mehr als gedeckt. Die Eigenkapitalquote hängt maßgeblich von der Bilanzsumme ab. Durch die Verringerung der Bilanzsumme liegt diese im Berichtsjahr bei 19,19 Prozent und zieht somit einen Rückgang der Eigenkapitalrentabilität auf 13,17 Prozent (VJ: 41,23 Prozent) mit sich.
Die Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets unter Ausnutzung von Skonto im Rahmen der Zahlungsfristen zu begleichen. Die Holzland GmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, eingegangene Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Der Cashflow im engeren Sinne beläuft sich auf 371 TEuro (Vorjahr 2.228,5 TEuro). Die Veränderung der Forderungen und der Verbindlichkeiten werden durch den Rückgang des zentralregulierten Umsatzes erheblich beeinflusst und setzen sich nahezu vollständig aus den Ausschüttungspositionen an die Gesellschafter für 2023 zusammen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit steigt auf 2.973,3 TEuro (VJ: 2.664 TEuro).
Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes beläuft sich auf positive 2.455,1 TEuro. Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode erhöhte sich auf 6.917,2 (VJ: 4.462,1 TEuro).
Die Anlagestrategie der liquiden Mittel ist sehr konservativ. Es wird ausschließlich in sichere Geldanlagen investiert. Die Entwicklung des Zinsmarktes zeigt derzeit wieder positive Ansätze. So nutzt Holzland seit November 2022 die Möglichkeit für Investitionen in sicherere und kurzfristige Geldanlagen wie Fest- und Tagesgelder.
Das Working Capital (inklusive Abgrenzungsposten) beträgt 3.463 TEuro und liegt damit unter dem Vorjahreswert, der sich auf 4.519 TEuro belief. Die Gesamtkapitalrentabilität im Berichtsjahr beträgt 2,6 Prozent (VJ: 7,2 Prozent).
Die erreichte Umsatzrentabilität nach Steuern liegt bei 1,3 % (VJ: 3,6 %).
Das Betriebsergebnis vor Steuern der Holzland GmbH liegt im Geschäftsjahr bei 837 TEuro und liegt damit 214 TEuro über dem geplanten Wert. Haupttreiber sind Einsparungen in den Personalkosten, bei Werbung und Beratungskosten, die die Auswirkung durch die negative Abweichung des zentralregulierten Umsatzes zum Planwert, überkompensieren. Der Jahresüberschuss hat sich um minus 70,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verringert und beläuft sich auf 550 TEuro. Vorbehaltlich der Zustimmung der Gesellschafter wurden 275 TEuro zum Zwecke der späteren Erhöhung der Eigenkapitalrücklage als Bilanzgewinn ausgewiesen.
Die Einnahmen aus Zentralregulierungsüberschuss und Werbekostenzuschuss sanken von 12.354 TEuro in 2022 (exkl. Auflösung PRAP i H v. 588 TEuro) auf 10.714 TEuro.
2023 wurde eine PRAP in Höhe von 400 TEuro für die in diesem Jahr geplante Hausmesse EXPO gebildet. Insgesamt ergibt sich eine Senkung der Einnahmen aus Zentralregulierungsüberschuss und Werbekostenzuschuss in Höhe von -13,3 Prozent.
Die Gesamtausschüttungen (ohne Aktions-/Bündelungsboni) sind korrespondierend zu dem niedrigeren Zentralregulierungsumsatz gesunken, und zwar von 35.643 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 28.849 Mio. Euro im vergangenen Jahr. Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von -19,1 Prozent.
Insgesamt kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holzland GmbH als gut bezeichnet werden.
Die interne Steuerung der Gesellschaft erfolgt vor allem anhand der finanziellen Leistungsindikatoren ZR-Umsatzerlöse, Erlöse und Betriebsergebnis.
Der ZR-Umsatz lag wie oben geschrieben nach zwei Jahren mit extremer Steigerung im Jahr 2023 mit -17,9 Prozent unter dem Vorjahr. Gestützt durch positive Effekte aus einem aktiven Kostenmanagement konnten im Jahr 2023 trotz des geringeren ZR-Umsatzes die geplanten Investitionen in die Produktentwicklung der Holzland Eigenmarke HQ vorgenommen und eine solide Umsatzrentabilität in Höhe von 1,3 Prozent erzielt werden.
Zusammenfassend lässt sich somit feststellen, dass sich die Holzland GmbH in einer günstigen Ausgangsposition befindet und ist für die zukünftigen Herausforderungen entsprechend gut aufgestellt ist.
Holzland ist die Heimat der mittelständischen Holz-Fachhändler. Bei uns ist die Expertise für Holz zu Hause, denn wir sind die Spezial-Kooperation für Holz. Mit einem unserer Meinung nach exzellenten Branchen-Wissen, dem Bekenntnis zu Agilität und Innovationslust und einer starken Gemeinschaft werden wir zusammen ZUKUNFTSBAUER. Wir unterstützen unsere Mitglieder umfassend und dennoch verursachergerecht von Ausbildungssuche bis Zentralregulierung. Zu unserer HolzLand-DNA gehören Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Ausrichtung am Kunden. Wettbewerbsfähige Einkaufskonditionen bilden unsere Erfolgsgrundlage. Dabei sind wir uns unserer ökologischen, ökonomischen und sozialen Verantwortung bewusst. Nachhaltigkeit ist für uns ein zentrales Statement, dass wir als wichtigen Baustein in unserer Holzland-Strategie verankert haben.
Unsere Kooperation ist geprägt von Fairness, Transparenz und einem Teamgeist, bei dem die Bedürfnisse und Meinungen der Menschen wertgeschätzt werden. Wir stehen für eine Gemeinschaft, in der nicht einige wenige große Unternehmen die Richtung bestimmen, sondern in der jeder Einzelne einen Unterschied macht. Gemeinsam verfügen wir über die branchenführende Holz-Expertise, weil wir uns als Kooperation nur mit dem Werkstoff Holz beschäftigen. Wir behalten den Umsatz in der Holzbranche und sichern unseren Mitgliedern durch verbindliche Mengenabschlüsse Top-Preise, die teilweise marktprägend sind.
Holzland hat die Führungsrolle in der Digitalisierung des Holzhandels eingenommen. Bestes Beispiel dafür ist unser Marktplatz www.holzland.de. Über eine ähnliche Plattform verfügt keine andere Kooperation aus der Branche. Wir bieten maßgeschneiderte digitale Lösungen wie individuelle Online-Shops, Social-Media-Werbung und digitale Kataloge, die messbar und zukunftsstark sind. Unser Pim ist der Maßstab für die Branche. Mit vorausschauenden Tools (Holzland Messenger, digitaler Bodenplaner, digitaler Raumplaner) machen wir unsere Mitglieder im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähiger.
Unsere tiefe Verwurzelung und umfassende Kompetenz im Bereich Holz speist sich aus unseren Mitgliedsunternehmen, die zum größten Teil über eine lange Tradition im Holzhandel verfügen. Manche haben als Sägewerk begonnen (Bespiel Holzland Neckarmühlbach), andere sind seit Jahrzehnten in Familienbesitz und geben ihr Wissen von Generation zu Generation weiter. Wir können Holz und wir denken Holz - unser Know-how macht uns zu einem verlässlichen und sachkundigen Partner. Fühlbar wird das in unserer Eigenmarke. HQ gehört zu den renommiertesten und stärksten Eigenmarken der Branche und feierte 2023 ihren 25. Geburtstag. Weitere Besonderheit: HQ ist die Marke unserer Mitglieder, denn sie gestalten sie in Arbeitskreisen maßgeblich mit.
Wir verstehen Nachhaltigkeit nicht nur als Konzept, sondern als praktische Verpflichtung. Bei Holzland unterstützen wir aktiv die Zertifizierung unserer Mitglieder und fördern ihre individuellen Nachhaltigkeitsstrategien. Dieses Engagement für umweltbewusstes Handeln stärkt nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch die gesamte Branche. Wir tun dies aus voller Überzeugung und mit Leidenschaft.
Unser Bonus-System zeichnet sich durch Transparenz und Fairness aus. Es belohnt die Leistung unserer Mitglieder und schafft einen Anreiz für kontinuierliche Verbesserungen und Erfolg. Wir treiben Themen voran, rechnen die Dienstleistung aber verursachergerecht ab. Zu unserer Philosophie gehört es, unsere Zentral-Einnahmen vollständig offenzulegen. Wir bei Holzland vertrauen uns.
Unsere Stärke liegt in der operative Excellenz. Wir können Holz und wir leben Holz. Mit einem engagierten Team, das direkt vor Ort Unterstützung bietet, stellen wir sicher, dass unsere Mitglieder genau die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Persönlich. Pragmatisch. Passgenau.
Die Basis all unseres Tuns sind unsere Mitarbeiterinnen und unsere Mitarbeiter. Wir arbeiten wertschätzend und haben für uns die folgenden Werte definiert:
eingemeinsamesziel holzverliebt zukunftsbauer begeisterung wirhabenantworten
In MyHolzLand sind die Werte hinterlegt und für jedes neues Mitglied, jede neue Mitarbeiterin und jeden neuen Mitarbeiter schnell sichtbar. Im Jahr 2023 betrug die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer*innen inklusive Auszubildende und Studierende 68. Die Vollzeitäquivalente betrug 58,6 (Vorjahr 59,7) jährlich.
Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten die klar definierte Basis der HolzLand-Zentrale. Ein Steuerungskreis beschäftigt sich seit 2023 in regelmäßigen Sitzungen mit dem Thema Mitarbeiter*innen-Bindung und Employer-Branding. Bereits umgesetzte Maßnahmen waren eine ausführliche, anonymisierte Zufriedenheitsumfrage, digitale Vorstellungsrunden für Neuzugänge und die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Für die individuelle Work-Live-Balance können sich die Holzland-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu zwei sogenannte Laptop-Tage pro Woche nehmen, um mobil zu arbeiten. Kolleginnen und Kollegen, die weiter entfernt wohnen, können nach einer klaren Regelung nun auch einen dritten Tag mobil arbeiten.
Jeden dritten Dienstag im Monat findet ein Zentraltag statt, an dem alle Mitarbeitenden in Dortmund anwesend sein sollen, um bereichsübergreifende Meetings in Präsenz abgehalten werden können und auch zusammen Mittag gegessen wird. Geschäftsführung und das Managementteam nutzen diesen Tag, um wichtige Infos aus ihrer Arbeit zu kommunizieren. Zudem dürfen sich die Holzland-Mitarbeitenden über regelmäßige Team-Events, einen Obstkorb, Brainfood sowie kostenlose Getränke freuen. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchlaufen bei Holzland einen klar definierten Onboarding-Prozess, der bereits vor dem ersten Arbeitstag beginnt. An ihrem ersten Arbeitstag werden sie mit einem schön dekorierten Arbeitsplatz überrascht, erhalten eine Trinkflasche, ein gebrandetes Notizbuch und eine Holzland-Jacke. Damit sie schnell unsere Holzland-Gesellschafterinnen, Holzland-Gesellschafter und Anschlusspartner kennenlernen, begleiten sie unsere Mitgliederbetreuer bei ihren Terminen.
Holzland lebt eine offene Feedback-Kultur. Die Führungskräfte sind angehalten, neben ihren Jahresgesprächen regelmäßige Teammeetings und Mitarbeiter*innen-Gespräche durchzuführen. Um den Informationsfluss in die einzelnen Bereiche zu verbessern, wird seit 2023 verstärkt in bereichsübergreifenden Projektteams gearbeitet. Zudem bietet Holzland:
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die Kommunikationsplattform MyHolzLand als App oder Desktopvariante |
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eine Corporate-Benefits-Plattform |
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Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie holzspezifische Schulungen |
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regelmäßige Angebote zur Gesundheitsförderung |
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Teilnahme an Laufveranstaltungen, Stadtradeln und anderen sportbetonten Projekten |
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weiterhin kostenlose Corona-Tests |
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Schulungen zu den Themen Arbeitsschutz, Brandschutz, Datensicherheit |
Wer mit Holz arbeitet, erhält eine besondere Verbindung zur Natur. Wir sind uns als Unternehmen unserer Verantwortung in Bezug auf den Klimawandel bewusst. Unsere Dienstwagenflotte haben wir großteils auf Hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge umgestellt. Außerdem organisieren wir unsere Veranstaltungen und Messen in Zyklen - das heißt, dass wir auf modulare Elemente setzen, die mehrmals einsetzbar sind. Mit der Stadt Dortmund führen wir jedes Jahr eine Baumpflanzaktion durch - für jeden Geburtstag eines Mitarbeitenden spenden wir Geld. Im Herbst pflanzt Dortmund davon in unserem Stadtteil Eving drei bis vier Obstbäume. Als Gesamt-Kooperation nahmen wir 2023 erstmals an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit‟ teil.
Um unsere Mitglieder auf dem Weg zu ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zu begleiten, bieten wir seit 2023 ein Baukastensystem an, das von der ersten gemeinsamen Bestandsaufnahme bis zur anspruchsvollen RAL-Zertifizierung genutzt werden kann. Ende 2023 wurde zudem eine Mitgliederumfrage zum Thema Nachhaltigkeit ausgearbeitet. Unser Ziel ist es, einen Überblick darüber zu erhalten, wo wir als Kooperation bei dem Thema Nachhaltigkeit stehen, welche Maßnahmen zum Klimaschutz vor Ort umgesetzt werden und wo weitere Handlungsbedarf besteht. Erste Ergebnisse aus 38 abgeschlossenen Befragungen:
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Nahezu 100 Prozent der befragten Händler nutzen den regionalen Einkauf. |
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Etwa 30 Prozent der befragten Unternehmen sind FSC und PEFC zertifiziert |
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Etwa 60 Prozent der befragten Unternehmen haben eigene PV-Stromgewinnungssysteme, 15 Prozent nutzen eigene Biomasse-Heizsysteme, etwa 3 Prozent eigene Wasserkraft. |
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Bei etwa 70 Prozent der befragten Unternehmen fallen Holzreststoffe im Betriebsprozess an, die Holzreststoffe werden für eigene Strom-/Wärmegewinnung, Verkauf an Firmen, die Energie daraus erzeugen, an Privatpersonen zur Wärmegewinnung oder für eigene Pellets-Herstellung genutzt. |
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Etwa 50 Prozent der befragten Unternehmen nutzen sowohl bei PKW, als auch bei Staplern Fahrzeuge mit E-Technologie |
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Etwa 50 Prozent der befragten Unternehmen haben eine eigene Ladeinfrastruktur im Unternehmen |
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90 Prozent der Befragten haben LED Beleuchtungs-Technik im Einsatz |
Am 13. Juni 2024 laden wir unsere Gesellschafter zu einem Webinar mit Jochen Müller (Co-Geschäftsführer der Agentur CM & P) zum Thema Nachhaltigkeit, Zertifizierungen und Nachhaltigkeitsberichterstattung ein. Im Herbst 2023 konnten wir zudem erfolgreich vier neue Standorte in die Gruppen-Zertifizierung (FSC und PEFC) integrieren. Dadurch umfasst unser Netzwerk nun insgesamt 43 Standorte, inklusive Österreich. Diese beeindruckende Leistung wird in der Branche anerkannt.
Die Zufriedenheit unserer Mitgliedsunternehmen erfahren wir primär durch den engen direkten Kontakt zu ihnen, aber auch durch periodische Befragungen. Zudem haben wir im vergangenen Jahr ein CRM-System eingeführt, in dem alle Daten und Informationen zentral gebündelt werden und so eine 360 Grad Betrachtung unserer Gesellschafter und Anschlusspartner ermöglichen.
Wareneinkauf und Warenverfügbarkeit sind zentrale Bausteine unserer Kooperationsarbeit. Unsere mehr als 500 Vertragslieferanten garantieren ein modernes, passgenaues und wettbewerbsfähiges Sortiment. Wir bezeichnen unsere Lieferanten nicht nur als HolzLand-Partner, wir leben diese Partnerschaft auch. Alle zwei Jahre veranstalten wir für und mit den Lieferanten unsere Hausmesse Holzland EXPO. Außerdem loben wir den Holzland Award für das innovativste Produkt und für den Top-Lieferanten aus.
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat der deutschen Bundesregierung mit Vorlage seines Jahresgutachtens 2023/2024 35 im November 2023 einige kniffelige Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben - allen voran eine dringende Modernisierung der Wirtschaft und eine bessere Hebung des Produktionspotenzials durch Einsatz neuer Technologien und eine kluge Politik, die Antworten auf die Überalterung der Gesellschaft findet. Die Ökonomen attestieren der deutschen Wirtschaft eine signifikante Wirtschaftsschwäche und gehen daher davon aus, dass sie in diesem Jahr leicht schrumpfen und in den kommenden Jahren nicht die Dynamik der 2010er-Jahre erreichen wird. Abgezeichnet habe sich die schwindende Wirtschaftskraft Deutschlands schon länger, denn die deutsche Wirtschaft leide unter einem Modernisierungsstau und einem Klima, in dem sich keine innovative Gründerszene entwickele. Zudem hätten in den vergangenen 15 Jahren eine demografische Atempause und die steigenden Erwerbsquoten von Frauen, Älteren und Zugewanderten die absehbare Verknappung des Arbeitsvolumens durch die Überalterung der Gesellschaft kompensiert, aber nicht gelöst.
Im April 2024, fünf Monate später, deuten die Konjunkturindikatoren eine allmähliche wirtschaftliche Stabilisierung in Deutschland an. 36 Die Industrieproduktion präsentiert sich laut Bundeswirtschaftsministerium insbesondere auch in den energieintensiven Bereichen seit Jahresbeginn spürbar erholt, und das Baugewerbe zog mit einem Plus in Höhe von fast 8 Prozent deutlich an. Neben günstigen Witterungsbedingungen dürfte die Normalisierung des Krankenstandes zu gewissen Aufholeffekten beigetragen haben. Die Inflationsrate sank im März 2024 auf 2,2 Prozent, den niedrigsten Wert seit April 2021. Besonders erfreulich: Erstmals seit 2015 wurden auch Lebensmittel im Schnitt günstiger.
Die Stimmung der privaten Haushalte in Deutschland verbessert sich gemessen am GFK-Konsumklimaindex und dem HDE-Konsumbarometer wieder und nährt die Hoffnung auf eine Trendwende. So stieg das HDE-Konsumbarometer im April zum dritten Mal in Folge und auch laut GfK nahm das Konsumklima erneut leicht zu, wobei sich eine sinkende Sparneigung sowie verbesserte Erwartungen der Einkommensentwicklung positiv bemerkbar machten. 37 Im Zuge steigender Löhne und rückläufiger Inflationsraten dürfte sich im Frühjahr 2024 eine weitere schrittweise Erholung des privaten Konsums einstellen, so die Prognose des Ministeriums.
Am 21. Februar beschloss das Bundeskabinett den Jahreswirtschaftsbericht 2024. 38 Darin geht das Bundeswirtschaftsministerium für das laufende Jahr von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage aus, eine deutliche Erholung bleibe aber weiterhin aus. Prognostiziert wird eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von real 0,2 Prozent. Grundlage für diesen zurückhaltenden Ausblick sind laut Robert Habeck die vorangegangenen und aktuellen Krisen, die geldpolitischen Straffungen, das weiterhin labile weltwirtschaftliche Umfeld sowie einiger Sonderfaktoren. Außerdem musste die Bundesregierung infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom November 2023 Priorisierungen im Haushalt vornehmen.
Zur nüchternen Wahrheit gehört für den Bundeswirtschaftsminister jedoch auch: "Viele unserer wirtschaftlichen Probleme sind hausgemacht. übermäßige Bürokratie, der Fach- und Arbeitskräftemangel, zu wenig private und öffentliche Investitionen - all das bremst die wirtschaftliche Dynamik. Diese Probleme haben sich zum Teil über viele Jahre hinweg angestaut und verfestigt.‟ 39 Er nehme daher die nachhaltige Stärkung des deutschen Wirtschaftsstandortes in den Blick, um eine neue wirtschaftliche Dynamik zu entfachen.
Eine große Chance auf eine positive wirtschaftliche Dynamik ergibt sich für uns als Spezial-Kooperation für den Holzhandel aus dem Zukunftswerkstoff Holz und seinen Stellenwert im Kampf gegen den Klimawandel. Nicht nur das Bundesbauministerium fördert den Einsatz von Holz im Gebäudesektor mit einem ganzen Maßnahmenbündel - auch auf Länderebene sind Holzbauinitiativen aufgelegt worden. Die große Herausforderung wird es sein, die sich ergebenden Potenziale zu nutzen und vorausschauende Lösungen zu konzipieren. Bau-Staatssekretär Sören Bartol bekräftigte in einem Interview mit der Holzland NEWS den Willen, das klima- und ressourcenschonende Bauen insgesamt zu stärken. Eine erste Maßnahme sei die Holzbauinitiative. Außerdem stehen für ihn die Schaffung von Anreizen für ein klimafreundliches Bauen mit Holz oder anderer nachwachsender Rohstoffe, die Unterstützung des kreislaufgerechten und ressourcensparenden Bauens sowohl die Sicherung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung und unserer Wertschöpfungsketten im Fokus. Bartol erwartet, dass sich die Zukunft des klassischen Ein- und Zweifamilienhauses perspektivisch zu einer Wohnform entwickeln wird, die die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner nach Mehrgenerationenwohnen, gemeinschaftlichem Wohnen oder der Kombination aus Wohnen und Arbeiten aufnimmt. Seine Vision für 2030: Wir bauen klimaneutral, kreislauffähig, bezahlbar. Bauprojekte werden im ganzen Lebenszyklus gedacht. Außerdem wird es einen Digitalisierungsschub in der Baubranche geben, verbunden mit einem hohen Anteil serieller Vorfertigung.
Bei den untenstehenden Prognosen handelt es sich um Einschätzungen der Geschäftsführung, die auf den aktuell vorliegenden Daten basieren, jedoch durch veränderte Rahmenbedingungen im laufe des Geschäftsjahres beeinflusst werden können.
Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Unwägbarkeiten aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes im Zusammenhang mit Inflation, Fachkräftemangel, Energieproblematik, geopolitischer Streitfronten, den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den Spannungen im Nahen Osten sind Prognosen für das Geschäftsjahr 2024 mit deutlich erhöhten Unsicherheiten verbunden.
Holzland hat basierend auf der Hochrechnung 2023 und der Erwartung, dass die Auswirkungen von Inflation und Energiekrise sowie die schwächelnde Gesamtwirtschaft noch mindestens das erste Halbjahr 2024 prägen werden, das Budget für 2024 mit einem weiteren Rückgang des zentralregulierten Umsatzes und der damit verbundenen Einnahmepositionen geplant. Die vorsichtige Planung spiegelt sich in dem budgetierten Betriebsergebnis wider, welches sich entsprechend deutlich verringert.
Berücksichtigt wurden bei der Planung des zentralregulierten Umsatzes für 2024 sowohl Risiken aus Energiekrise, Ukraine-Krieg, geopolitischen Streitigkeiten in Nahost und Konsumflaute einerseits als auch erwartete Preisentwicklungen, Margenrückgänge und Sortimentsverschiebungen andererseits.
Hauptaugenmerk der Kooperationsarbeit liegt darin, die individuellen Potentiale der Händler noch weiter herauszuarbeiten, um den Unternehmenserfolg der Mitglieder nachhaltig zu sichern und auszubauen. Dies erfolgt durch intensive Zusammenarbeit bei Waren- und Standortthemen ebenso wie durch das kontinuierliche Weiterentwickeln von digitalen Lösungen im Bereich der Geschäftsprozesse und Endkunden-Kommunikation. Klare Vision: Wir sind Heimat, Impulsgeber und Lösungsanbieter für den mittelständischen Holzhandel. Klare Mission: Durch die Bündelung individueller Stärken sichern wir nachhaltig den wirtschaftlichen Erfolg aller. Zusammen sind wir Zukunftsbauer.
Die Leistungsvergütung 2024 wurde, analog zum budgetierten ZR-Umsatz, vom Aufsichtsrat und der Geschäftsführung auf 2,3 Mio. Euro festgesetzt. Die Leistungsbausteine wurden analog zu den Vorjahren übernommen. 1. ZR-Umsatzentwicklung und 2. Eigenmarke HQ um die Gemeinschaft weiter zu stärken.
Die strategische Allianz mit der Bauvista GmbH & Co KG wird mit Blick auf die Schaffung von Synergien weiter intensiviert. Bereits 2023 wurde ein DIY-Projekt gestartet, das es den Holzland-Mitgliedern ermöglicht, auf mehr als 700 weitere DIY-Einzelhandels-Lieferanten der Bauvista und deren Konditionen zuzugreifen. Außerdem profitieren die Großhändler der Holzland-Kooperation von Konditionsverbesserungen, die durch gemeinsame Lieferantengespräche beider Gruppen erreicht werden konnten. Ende 2023 ging das zweite gemeinsame Projekt an den Start: Holzland bietet der Bauvista seine Expertise im Bereich Employer Branding und Stellenausschreibungen an.
Darüber hinaus werden regelmäßig Möglichkeiten der strategischen Zusammenarbeit mit anderen Verbundgruppen oder Gruppierungen durch den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung sondiert und geprüft.
Von der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Zentrale und Mitgliedern im Warenbereich sowie der schwerpunktmäßigen Bonifizierung der Steigerung des individuellen zentralregulierten Umsatzes im Rahmen der Leistungsvergütung werden für 2024 weitere positive Effekte erwartet.
Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Rahmenbedingungen wurde für das Geschäftsjahr 2024 eine seriöse Budgetierung vorgenommen, welche sich der allgemeinen wirtschaftlichen Lage anpasst. Regelmäßige Forecasts des Unternehmenscontrollings überprüfen und unterstützen die Einhaltung und ggf. notwendige Anpassung des geplanten Budgets.
Die Risikokultur der Holzland GmbH steht auf dem Fundament der Risikotragfähigkeit und spiegelt sich in der Geschäfts- und Risikostrategie sowie in den daraus abgeleiteten Risikoobergrenzen und Limits wider. Die Geschäftsführung kümmert sich persönlich um die Risikosteuerung und wird hierbei durch die Kaufmännische Leitung unterstützt, wie es bei einem Unternehmen in der Größenordnung der Holzland GmbH üblich ist. Es erfolgt eine kontinuierliche unterjährige Bewertung der Risiken durch die Geschäftsführung und Bereichsleiter für die verschiedenen risikorelevanten Kategorien in engem Austausch mit dem Aufsichtsrat.
Die Eckpfeiler der Risikostrategie sind:
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die umfassende und kontinuierliche Identifikation, Messung und Überwachung aller Risiken aus dem Unternehmensprozess und die Einbettung der hier gewonnenen Erkenntnisse in die Risiko- und Ertragssteuerung der Unternehmung. |
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Ein in funktionaler und organisatorischer Hinsicht strukturiertes Risikomanagementsystem gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB wird bei der Gesellschaft genutzt. Im Jahr 2016 wurde der formale Aspekt hinsichtlich der Gremienzusammensetzung und Sitzungsmodalitäten angepasst. Damit werden der Größe und Struktur der Gesellschaft sowie dem weiteren Wachstum Rechnung getragen. Grundlage hierfür bildet der Risikomanagement-Leitfaden der Holzland GmbH. Neben der Beschreibung der Grundlagen des Risikomanagements bei der Holzland GmbH, der Dokumentationsformen und Aufbewahrungspflichten steht insbesondere die Organisation (Aufbau-/Ablauforganisation) des Risikomanagements im Fokus. |
Basis der Risikosteuerung durch die Geschäftsführung sind die Risikotragfähigkeit und der Einsatz der Kapitalressourcen unter dem Blickwinkel einer adäquaten Risiko-/Rendite-Relation.
Zur Gewährleistung einer systematischen Vorgehensweise und zur Unterstützung der Risikoidentifikation wurden allgemeine Risikokategorien definiert. Diese Risikokategorien sind Beobachtungsbereiche, aus denen Risiken für das Unternehmen erwachsen können. Hierbei wird grundsätzlich zwischen externen und internen Unternehmensrisikobereichen unterschieden. Im externen Risikobereich kommt dem Wettbewerbsumfeld (Wettbewerber, Lieferanten, Gesellschafter und Anschlusspartner) besondere Bedeutung zu. Die Risikokategorien werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
Auf die Gesellschafter und Anschlusspartner bezogene Risiken werden auch durch den eingeschalteten Zentralregulierer beobachtet. Ebenso wird die Entwicklung der Lieferanten nach Möglichkeit unter Berücksichtigung von Marktinformationen und Wirtschaftsauskünften bewertet und analysiert.
2023 wurden insbesondere folgende Risikobereiche bewertet, dokumentiert und überwacht, wobei sich bereits zusammenfassend voranstellen lässt, dass es keine bzw. nur marginale Veränderungen bei den einzelnen Risiken im Vergleich zum Vorjahr gegeben hat:
Die Folgen der Corona-Pandemie, die schwächelnde Konjunktur, die nach wie vor erhöhte Inflation, der russische Angriffskrieg, die angespannte geopolitische Lage in Nahost sowie der demografische Wandel stellen Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowie für die Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft dar, die schwer zu prognostizieren sind. Hinzu kommen die schwächelnde Baukonjunktur, die wenig konstante Förderpolitik, der Stopp von Bauprojekten durch Baugenossenschaften und Investoren sowie die Abhängigkeit von der Zinspolitik der EZB.
Alle relevanten Verträge wurden vor Abschluss anwaltlich geprüft. Insbesondere die neuen Dienstleistungen im Bereich der Softwarelösungen (Produktinformationsmanagement, Webseiten, Internetshops, zentraler Holzland-Onlineshop) wurden intensiv anwaltlich geprüft und der allgemeine Versicherungsschutz der Holzland GmbH wie jedes Jahr entsprechend angepasst. Alle bekannten steuerlichen Risiken wurden durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Hier liegen keine relevanten Risiken vor.
Im Bereich Markenrecht erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der im Markenregister eingetragenen Marken, um mögliche Schutzrechtsverletzungen von vornherein zu vermeiden.
Hier ergaben sich 2023 keine unmittelbar relevanten Risiken. Den fortschreitenden Klimawandel, seine Auswirkungen sowie Extremwetter-Ereignisse behalten wir aber aufmerksam im Blick. Die Grundlage unseres Geschäfts ist der Werkstoff Holz. Daher ist der klimaangepasste Umbau der Wälder für uns existenziell.
Die Wettbewerbssituation mit den Baustoffhandelskooperationen wie Eurobaustoff und Hagebau, die das Sortiment der Holzprodukte in ihren Fachsparten ausbauen, besteht weiterhin deutlich. Durch die breite Streuung auf 248 Mitgliederstandorte ist das Risiko pro Mitglied in der Holzland GmbH als gering einzuschätzen. Die Wettbewerber werden kritisch im Markt beobachtet. Insbesondere die Entwicklungen im Baustoffhandel werden dabei intensiv verfolgt, da durch ihn die Preisstrukturen im Holzhandel unter Druck geraten könnten. Die strategische Allianz mit der Bauvista GmbH & Co. KG, die das Ziel verfolgt, relevante Baustoffsortimente für den Holzhandel verfügbar zu machen, um so die eigene Wettbewerbssituation zu verbessern und sich zugleich nachhaltig im Markt zu positionieren, ist für zahlreiche Holzland-Mitglieder daher von großer Bedeutung.
Im Rahmen unseres Strategieprozesses "Zusammen sind wir ZUKUNFTSBAUER" haben wir zudem unsere Alleinstellungsmerkmale präzise herausgearbeitet und fokussieren uns auf die Mehrwerte, die wir als die Holz-Kooperation dem mittelständischen Holzhändlern in der DACH-Region bieten können - nämlich Heimat, hochspezialisiertes Branchen-Know-how sowie Spezialisierungskonzepte.
Die vom Aufsichtsrat und der Geschäftsführung definierten Strategien werden durch interne Gremien und in Einzelfällen durch Unterstützung externer Berater regelmäßig auf Fortschritt, mögliche Barrieren und Optimierungspotential bei ihrer Umsetzung überprüft. Dadurch ist das Risiko als kaum relevant zu bewerten. Das internationale Geschäft der Holzland GmbH wurde 2023 als strategisches Element insbesondere in Belgien umgesetzt.
Die Eigenmarke "HQ‟ gehört zu den etabliertesten Handelsmarken der Branche und hat im vergangenen Jahr kräftig Rückenwind erhalten. Als Differenzierungsmerkmal spielt sie in der Sortimentsstrategie der Holzland-Gesellschafterinnen und Gesellschafter eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahr wurde daher der Markenauftritt komplett überarbeitet. Eigene Fotos und der neue Slogan "Zuhause wohnfühlen" bilden den Rahmen. Das Herzstück ist die eigene Webseite www.hq-home.de. Außerdem wurde eine eigene Social-Media-Strategie entwickelt.
Ein weiterer wichtiger strategischer Pfeiler zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Holzland-Mitglieder ist der zentrale Holzland-Marktplatz www.holzland.de, der im vergangenen Jahr um einen Händler-Händler-Marktplatz erweitert wurde. Außerdem arbeiteten die E-Comerce-Experten in der Holzland-Zentrale 2023 an einer individuellen B2B-Shop Lösung für die Holzland-Gesellschafterinnen und Gesellschafter, die 2024 live gehen wird.
Hier ergaben sich trotz des allgemeinen Risikos aus dem branchenübergreifenden Fachkräftemangels keine relevanten Risiken.
Aufgrund der besonderen Struktur der Holzland GmbH ist dieses Risiko als sehr gering einzustufen. Das liegt an der ausreichenden Kapitalausstattung der Gesellschaft sowie der Kapitalzuführungsverpflichtung laut Gesellschaftervertrag. Weiterhin wird nur das Geld an Mitglieder für Bonus und Leistungsvergütung ausgezahlt, welches vorher bereits durch die Lieferanten eingenommen wurde. Gleichwohl ist aufgrund der Wettbewerbssituation und den verschärften Ratingbedingungen der Banken sowohl auf Partner- als auch auf Industrieseite immer ein latentes Ausfallrisiko vorhanden.
Der Serverraum ist separat gesichert, und es wird täglich eine Datensicherung über ein Rechenzentrum auch der lokalen Server durchgeführt. Die Technik ist auf dem aktuellen Stand, Virenscanner sind an jedem Arbeitsplatz aktiv. Der Zugriff auf die Unternehmensdaten wird über Berechtigungskonzepte je Mitarbeiter entsprechend abgesichert. Hier liegt kein relevantes Risiko vor. Die wichtigsten Server wurden im Rahmen einer RZ-Lösung ausgelagert, womit das Ausfallrisiko weiter minimiert, und die Datensicherheit erhöht wurden. Holzland setzt weiterhin auf die Nutzung spezialisierter externer Dienstleister und kann dadurch schnell und kostengünstig auf veränderte Markt- und Anforderungsbedingungen reagieren. Intern werden die Mitarbeiter regelmäßig zu wichtigen IT- und Datenschutz-Themen informiert und bei Bedarf geschult.
Nach einem herausfordernden Jahr 2023 steht Holzland bereit, die sich im Jahr 2024 bietenden neuen Möglichkeiten im Holzhandelsmarkt zu nutzen. Der Fokus liegt zwar weiterhin auf der Weiterentwicklung von Digitalisierung, auf Employer Branding, Mitgliederakquise, Sales (inkl. Nutzung von CRM-Produkten), Unternehmensnachfolge und stetigen Konditionsverbesserungen, angesichts des wachsenden Bewusstseins für ökologische Nachhaltigkeit und der positiven Eigenschaften von Holz als Zukunftswerkstoff sehen wir aber besonders große Chancen in der Förderung umweltfreundlicher Praktiken. Die dafür entwickelten Bausteine und Leistungen sollen zu einer zukunftsfähigen und innovativen Positionierung der Mitglieder in ihren spezifischen Märkten beitragen.
Mit der langsamen Erholung der Wirtschaft wird der Holzmarkt voraussichtlich an Dynamik gewinnen, wobei Renovierungen zunächst mehr zum Umsatz beitragen werden als Neubauten. Dies erfordert von uns innovative Lösungen für die steigende Nachfrage und die damit verbundenen neuen Herausforderungen. Die Knappheit an Fachkräften in den Bereichen Dachdeckerei, Zimmerei und Tischlerei erfordert ein vertieftes Engagement der Händler in der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktvorbereitung über Just-In-Time-Lieferungen bis hin zur Entwicklung und zum Bau von Modellhäusern. Dies wird von Holzland strukturiert und fachlich begleitet werden.
Holzland setzt dabei auch auf eine noch intensivere und engere Betreuung der Mitgliedsunternehmen. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren unterstreichen die Bedeutung von Vernetzung und Wissenstransfer. Die schnelle Marktfortentwicklung verlangt nach agilen Strukturen, die für den Erfolg entscheidend sind. Holzland hat bereits seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
Holzland ist in einigen Bereichen der Digitalisierung unserer Meinung nach schon jetzt marktführend - im Bereich PIM sicherlich einer der Vorreiter. Dieses Asset wird durch kluge Weiterentwicklungen - speziell im operativen Bereich (z.B. B2B-Webshops) - zukünftig noch weiter ausgebaut werden. Einen Effizienzbooster versprechen neue Automatisierungsprozesse und der aktive Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Eine Marktkonzentration ist weiterhin zu erwarten. Unabhängig von diesen Marktgegebenheiten wird Holzland aber auch im Bereich Mitgliederakquise weiterhin intensiv tätig sein.
Unter dem Arbeitstitel "Die ZUKUNFTSBAUER‟ arbeitet Holzland schon seit 2022 proaktiv an der permanenten Anpassung und Aktualisierung seiner Strategie. Dabei werden nicht nur neue Marktbedingungen sowie die Bedürfnisse von Gesellschafterinnen, Gesellschafter, Partnern und Lieferanten berücksichtigt, sondern proaktiv werden auch die Chancen und Möglichkeiten neuer Technologien (insbesondere KI) intensiv miteinbezogen.
Trotz der zu erwartenden wirtschaftlichen Schwankungen, vorbehaltlich der o.a. wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, und auch wenn im Jahr 2024 bei Gesellschaftern und Partnern weiterhin von geringeren Umsätzen ausgegangen wird, bleiben die Marktaussichten für Holzland daher grundsätzlich sehr positiv.
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Geschäftsabschluss sowie der im Lagebericht beschriebene Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt wird und zudem die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Dortmund, den 02. Mai 2024
HolzLand GmbH
Axel F. Pawlas, Geschäftsführer
Quellenverzeichnis
1) Presse Exporte im Dezember 2023; 2) Schlaglichter_1223 Konjunktur; 3) Gemeinschaftsdiagose Herbst 2023; 4) Weltwirtschaft stabilisiert sich; 5) Executive Summary; 6) Global Outlook; 7) Destatis Bip; 8) Pressekonferenz zur Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts (youtube.com); 9) Wachstumsschwäche überwinden; 10) Deutschland muss in die Zukunft investieren; 11) Jahreswirtschaftsbericht 2024; 12) Jahreswirtschaftsbericht 2024; 13) Bauindustrie erwartet Verlust; 14) Zentralverband Deutsches Baugewerbe Baukonjunktur; 15) https://www.bauindustrie.de/themen/artikel/interview-hr-info; 16) Zahlen Baujahr 2023 Schweizerischer Baumeisterverband; 17) Bauwirtschaft in Österreich; 18) Wirtschaft Belglen; 19) Holzbau; 20) Destatis Baupreise; 21 - 23) GD Holz; 24) Umsatz Gesamtmarkt Garten; 25) Umsatz Parkettindustrie; 26) Umsatz Parkettindustrie; 27) FEP Parkett; 28) Parkett Magazin - FEP: Europäischer Parkettmarkt hat Talsohle erreicht; 29) Umsatz Fenstermarkt; 30) Glaswelt; 31) Hauptverband der deutschen Holzindustrie; 32) Hauptverband der deutschen Holzindustrie; 33) Schadholz; 34) Holz - Händler Standorte - Google My Maps; 35) Wachstumsschwäche überwinden; 36) Wirtschaftliche Lage April; 37) WL April 24; 38) Jahreswirtschaftsbericht; 39) Schlaglichter März 24;
An die Holzland GmbH, Dortmund
Wir haben den Jahresabschluss der Holzland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Holzland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts‟ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 13. Mai 2024
AWADO
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Dokument unterschrieben von: Christian Buschfort, Wirtschaftsprüfer
Dokument unterschrieben von: Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer
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