Wohnungsgenossenschaft Thale eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal GnR 2450
Eingetragen
27.5.1993
Branche
Kreditinstitute des GenossenschaftssektorsBausparkassenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben , veräußern und betreuen. Sie kann alle im Bereich der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernehmen. Hierzu gehören Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Räume für Gewerbebetriebe, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Beck
seit 6.5.2022
Vorstandsmitglied
Jeannette Podzun
seit 3.1.2022
Prokura
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wohnungsgenossenschaft Thale eG

Thale

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18.214,49 12.723,94
II. Sachanlagen 28.329.451,17 29.238.523,32
B. Umlaufvermögen
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 1.595.225,24 1.617.131,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 434.466,31 117.287,69
III. Flüssige Mittel und Bausparguthaben 1.476.366,66 1.830.552,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.569,71 3.257,75
Bilanzsumme 31.860.293,58 32.819.477,25

Passiva

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
der mit Ablauf des Geschäftsjahres ausgeschiedenen Mitglieder 69.900,00 76.500,00
der verbleibenden Mitglieder 1.043.772,00 1.063.051,84,00
aus gekündigten Geschäftsanteilen 1.650,00 1.115.322,00 300,00
II. Kapitalrücklage 0,00 0,00
III. Ergebnisrücklagen 16.818.141,17 16.818.141,17
Einstellungen aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres (EUR 0,00; Vorjahr: EUR 0,00)
Einstellungen aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (EUR 331.785,75 Vorjahr: EUR 564.385,02)
Entnahmen für das Geschäftsjahres (EUR 0,00; Vorjahr: EUR 0,00)
IV. Bilanzgewinn
Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0,00
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -302.400,49 472.347,58
Einstellungen/Entnahme in/aus Ergebnisrücklagen 302.400,49 0,00 472.347,58
B. Rückstellungen 231.319,40 457.645,77
C. Verbindlichkeiten 13.960.043,53 14.369.937,52
D. Rechnungsabgrenzungsposten 37.867,97 33.900,95
Bilanzsumme 31.860.293,58 32.819.477,25

3. Anhang

der Wohnungsgenossenschaft Thale eG

Thale

A. Allgemeine Angaben

Die Wohnungsgenossenschaft Thale eG hat ihren Sitz in Thale und ist eingetragen in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Stendal (GnR-Nr.: 2450).

Der Jahresabschluss 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BiLRUG) und den ergänzenden Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes sowie der Satzung aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) erfolgt nach dem vorgeschriebenen Formblatt (Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen in der Fassung vom 14. Juni 2023). Die enthaltenen Sonderposten ergeben sich aus dem DMBilG.

Die GuV wurde in Staffelform gegliedert (§ 275 Abs. 1 HGB). Als Form der Darstellung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Für die übrigen Positionen wurden die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

Bei der Wohnungsgenossenschaft Thale eG handelt es sich nach den Kriterien der Größenmerkmale des § 267 HGB um eine kleine Genossenschaft.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln angewandt:

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung angesetzt (§252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Es ergaben sich keine Änderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Nachträgliche Herstellungskosten wurden soweit die Voraussetzungen nach § 255 HGB erfüllt sind aktiviert.

Bewertungsmethoden / Anlagevermögen

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von 3 Jahren zugrunde.

Das Sachanlagevermögen, das insbesondere Grundstücke und Wohngebäude umfasst, wurde zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen bewertet. Modernisierungskosten im Rahmen von Komplexmodernisierungen wurden als nachträgliche Herstellungskosten, soweit die Voraussetzungen nach § 255 HGB vorliegen, aktiviert. Die erhaltenen Fördermittel wurden direkt abgesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich nur aus Fremdkosten zusammen.

Die Grundstücke mit Wohnbauten wurden aufgrund des strukturellen Leerstandes einer Ertragswertanalyse gemäß des § 253 Abs. 3 S.5 HGB unterzogen. Bei der Ermittlung des beizulegenden Wertes wurde der Ertragswert (Barwert) den zukünftigen Einnahmeüberschüssen über die Restnutzungsdauer des Gebäudes als Maßstab zu Grunde gelegt. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung wurde unterstellt, wenn innerhalb von 5 Jahren der sich bei planmäßigen Abschreibungen ergebene Gebäudebuchwert den Ertragswert übersteigt.

Die Berechnungen ergaben keinen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf in 2023.

Die Grundstücke ohne Bauten wurden einer Einschätzung entsprechend den Bodenrichtwerten laut Internetseite des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation unterzogen und danach bewertet.

Art. 67 Absatz 4 EGHGB wurde dabei beachtet.

Die planmäßigen linearen Abschreibungen auf abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens wurden wie folgt vorgenommen:

Für Wohnbauten auf Grundlage von 17 bis 74 Jahren.

Für Geschäfts- und andere Bauten auf Grundlage von Gesamtnutzungsdauern von 17 Jahren.

Nachträgliche Herstellungskosten auf Grund von Modernisierungen von Wohngebäuden werden, soweit die Voraussetzungen nach § 255 HGB erfüllt sind, bei den Abschreibungen ganzjährig berücksichtigt.

Die unter den "Grundstücken mit Wohnbauten" ausgewiesenen Außenanlagen werden unter Zugrundelegung von Gesamtnutzungsdauern von 5 bis 20 Jahren abgeschrieben.

Die technischen Anlagen und Maschinen werden über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben.

Bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen Abschreibungssätze zwischen 10,0 % bis 33,3 % Punkten entsprechend der Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter zu Grunde.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG behandelt.

Bewertungsmethoden / Umlaufvermögen

Im Umlaufvermögen sind leerstandsabhängige Wertberichtigungen zu den unfertigen Leistungen aus noch abzurechnenden Betriebskosten auf der Grundlage der in der Abrechnung des Vorjahres angefallenen Leerstandskosten ermittelt und für den zu erwartenden Ausfall hochgerechnet worden.

Unfertige Leistungen

Unter den "Unfertigen Leistungen" werden - wie auch zum vorherigen Bilanzstichtag - ausschließlich noch nicht abgerechnete Betriebskosten in Höhe von 1.523,5 T€ (VJ: 1.549,6 T€) ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken bewertet.

Von den Forderungen aus Vermietung von insgesamt 94,8 T€ (VJ: 59,1 T€) sind 3,8 T€ (VJ: 12,1 T€) als mittelfristig anzusetzen, da diese infolge Abtretungserklärungen zum Auseinandersetzungsguthaben erst nach dem 31.12.2024 beglichen werden.

Unter "sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen aus Gutschriften mit Dienstleistern und Forderungen aus Zinserträgen von jahresübergreifenden Geldanlagen bilanziert.

In der aktiven Rechnungsabgrenzung sind im Wesentlichen im Voraus entrichtete Beiträge zu Sachversicherungen und Abonnementverträgen erfasst.

Kasse, Bankguthaben

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Bewertungsmethoden / Rückstellungen

Passivierungspflichtige Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge gebildet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen - hier im Voraus gezahlter Mietzins.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben zur Bilanz

Entwicklung des Anlagevermögens

Hier wird gemäß § 288 Abs. 1 (1) HGB zur Befreiung der Angabepflicht Gebrauch gemacht.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten "sonstige Vermögensgegenstände" enthält u.a. die noch ausstehenden Guthaben aus Jahresabrechnungen 2023 der Lieferanten in Höhe von 318,7 T€.

Flüssige Mittel

Am 07.06.2023 wurde ein neues Tagesgeldkonto eröffnet.

Rücklagen

Die "Rücklagen" haben sich insgesamt um 302,4 T€ auf 16.515,7 T€ (VJ 16.818,1 T€) durch die Entnahme des Jahresfehlbetrages aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 302,4 T€ (aus der gesetzliche Rücklage) verringert.

Sonstige Rückstellungen

Die "Sonstigen Rückstellungen" enthalten Rückstellungen für Prüfungskosten und Steuerberatungskosten des Geschäftsjahres 2023 (29,2 T€), für interne Jahresabschlusskosten 2023 (23,4 T€), für Hausgeldzahlungen (71,7 T€) und für die Rückstellung für Erstattungsansprüche von Mietern mit Gasetagenheizung nach CO 2 KostAufG (4,4 T€), für die Hausbewirtschaftung - für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (4,1 T€) sowie die Rückstellung für noch anfallende Kosten aus der Klage eines Dienstleisters (98,5 T€).

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Die "Erhaltenen Anzahlungen" enthalten - analog zum vorherigen Bilanzstichtag - ausschließlich Vorauszahlungen der Mieter auf noch abzurechnende Betriebskosten.

Es wurde eine Korrektur in Höhe von 228,4 T€ vorgenommen.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten entsprechend Laufzeit sowie der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Grundpfandrechte/Verpfändungen besichert sind, ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel, der als Anlage 1 dem Anhang beigefügt ist.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzsteigerungen in den "Umsatzerlösen aus Hausbewirtschaftung" resultiert aus einer freiwilligen Grundmietenerhöhung ab August 2023.

In den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" sind keine wesentlichen periodenfremden Erträge enthalten. Sie enthalten wesentliche Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von insgesamt 22,1 T€ sowie Versicherungsentschädigungen 5 T€.

In den "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" sind wesentliche periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 228,4 T€ enthalten.

Diese resultieren aus einem Eröffnungskontobetrag welcher im Zuge der Umstellung von manueller auf maschinelle Buchung fehlerhaft ausgewiesen wurde sowie aus nicht berücksichtigten Jahresabschlussbuchungen der Folgejahre.

Berichtigt wurden die erhaltenen Anzahlungen der Umlage-Vorauszahlungen der Jahre:

2020 (59,3 T€), 2021 (104,0 T€) und 2022 (65,1 T€).

D. Sonstige Angaben

Arbeitnehmeranzahl

Im Geschäftsjahr 2023 sind durchschnittlich folgende Arbeitnehmer beschäftigt worden:

Beschäftigte
- kaufmännische Angestellte (dav.Teilzeit) 7 (0)
- technischer Mitarbeiter (dav.Teilzeit) 1,5 (0)
- geringfügig Beschäftigte 3,5
12 (0)

Mitgliederbewegung (verbleibende Mitglieder)

Mitglieder Anteile
Bestand am 01.01.2023 1.268 7.157
Zugänge 79 380
Abgänge 92 516
Bestand am 31.12.2023 1.255 7.021

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich um 19,3 T€ verringert.

Die Mitglieder haften gegenüber der Genossenschaft mit der Summe der von ihnen übernommenen Geschäftsanteile. Es besteht keine Nachschusspflicht zur Konkursmasse.

Prüfungsverband

Verband der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt e.V.

Breiter Weg 261, 39104 Magdeburg

Mitglieder des Vorstandes

Wolfgang Möhner ab 01.01.2014
Sebastian Beck ab 01.04.2022

Mitglieder des Aufsichtsrates

Name gewählt am Bemerkungen
Harald Tillmann W 22.06.2023 Vorsitzender
Christian Franke W 22.06.2023 Stellv. Vorsitzender
Gerhard Bröske W 22.06.2023
Bastian Herbst NW 22.06.2023

W = Wiederwahl

NW = Neuwahl

Forderungen an Organmitglieder

Am 31.12.2023 bestehen keine Forderungen an die Vorstandsmitglieder.

Gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrates bestehen zum Bilanzstichtag keine Forderungen.

E. Weitere Angaben

Die im Namen und auf Rechnung der Eigentümergemeinschaften/Eigentümer geführten Treuhandkonten belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.277.798,17 € (VJ: 1.237.449,08 €).

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 302.400,49 € ab.

Der Jahresfehlbetrag ist satzungskonform bei Bilanzaufstellung aus der gesetzlichen Rücklage entnommen worden.

F. Nachtragsbericht

Am 14.05.2024 hat der Aufsichtsrat der Gründung einer Energie- und Servicetochter zugestimmt.

Künftige Betätigungsfelder der GmbH werden u. a. die Aufstellung und der Betrieb von PV-Anlagen (Mieterstrom) sowie kaufmännische und technische Dienstleistungen aller Art im Rahmen der Bewirtschaftung von Grundstücken und Gebäuden im eigenen Bestand sein.

Die Vorstände der Genossenschaft Thale eG werden die Geschäftsführer der GmbH.

 

Thale, 28.05.2024

Möhner, Vorstand

Beck, Vorstand

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