Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 26790
Vorher
Cytyc Germany GmbH
Eingetragen
21.2.2002
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Marketing und Verkauf medizinischer und gesundheitsfördernder Produkte mit Ausnahme apothekenpflichtiger Produkte im Einzelhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Wouter Peperstraete
seit 18.5.2022
Geschäftsführer
Joe Kisby
seit 18.5.2022
Geschäftsführer
Michelangelo Stefani
seit 14.12.2016
Geschäftsführer
Joao Malagueira
seit 4.4.2016
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hologic Deutschland GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis zum 30.09.2020

Lagebericht für den Jahresabschluss 2019/2020

I. Unternehmensgrundsätze

1. Das Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und handelsbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Unternehmenssituation

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. Folgebericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

2. Informationen zu einzelnen Risiken und Chancen

I. Unternehmensgrundsätze

1. Das Geschäftsmodell des Unternehmens

HOLOGIC, Inc. wurde vor über 30 Jahren in den USA gegründet und hat ihren Sitz in Marlborough, Massachusetts, USA.

HOLOGIC ist ein Entwickler, Hersteller und Anbieter von hochwertigen Diagnostikprodukten, medizinischen Bildgebungssystemen und Produkten für die gynäkologische Chirurgie, dessen Spezialisierung auf dem Bereich der Gynäkologie liegt.

Das Unternehmen hat vier zentrale Geschäftsbereiche, die sich auf folgende Bereiche konzentrieren: Diagnose, Brust- und Skelettgesundheit, gynäkologische Chirurgie und medizinische Ästhetik. Mit einem umfangreichen Technologieportfolio und einem leistungsstarken Forschungs- und Entwicklungsprogramm engagiert sich HOLOGIC für eine streng wissenschaftliche Diagnostik, die mehr Sicherheit bietet.

HOLOGIC ist fortwährend auf der Suche nach den besten diagnostischen Lösungen für Patienten, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen. Die Lösungen von HOLOGIC helfen medizinischen Labors dabei, ihre medizinischen und wirtschaftlichen Ziele in Zeiten knapper Ressourcen und steigender Anforderungen zu erreichen.

In allen Bereichen verfolgt HOLOGIC die Wachstumsstrategie, marktführende Technologien zu angemessenen Preisen anzubieten. Ziel des Unternehmens ist es, mit innovativen, qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen, das über dem Marktdurchschnitt liegt, indem Wettbewerber verdrängt und bestehende Märkte ausgebaut werden.

Die Hologic Deutschland GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der Hologic, Inc. und vertreibt vom Standort Wiesbaden-Nordenstadt aus medizinisch-diagnostische Produkte, notwendige Geräte, Verbrauchsmaterialien und Produkte für gynäkologische Operationen. Die Produkte sind reine Handelswaren und werden ausschließlich von produzierenden verbundenen Unternehmen erworben. Die Zielgruppe besteht aus dem deutschen und österreichischen Gesundheitsmarkt, insbesondere aus Laboren, Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten.

Die Produktübersicht:

Diagnostische Laborlösungen

• Wir bieten ein umfassendes, aufeinander abgestimmtes Produktsortiment für die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs auf den Gebieten der Dünnschichtzytologie - mit dem ThinPrep Pap-Test, den ThinPrep Prozessoren und der computergestützten Auswertung durch das ThinPrep Imaging System - und der molekularen HPV-Diagnostik - mit dem Aptima HPV Assay im vollautomatisierten Panther System. Das Tomcat Instrument kann für die präanalytische Verarbeitung der zervikalen Proben verwendet werden.

Die Molekulardiagnostik von sexuell übertragbaren Infektionen (Geschlechtskrankheiten) kann durch die Erkennung von Chlamydien und Gonorrhö mit dem Aptima Combo2 Assay, durch die Erkennung von Trichomoniasis mit dem Aptima Trichomonas vaginalis Assay und Mykoplasma genitalium mit dem Aptima Mycoplasma genitalium Assay erfolgen. Wir bieten auch eine breite Palette von Viruslast-Assays für die Erkennung und Überwachung von HIV-1, HBC- und HCV-Infektionen.

• Das Rapid fFN 10Q. System kann fetales Fibronektin bei Patientinnen mit Symptomen von Frühwehen nachweisen, um so das Risiko einer Frühgeburt zu bestimmen.

Produkte für die minimal-invasive gynäkologische Chirurgie

• NovaSure ist ein bipolares Ablationsverfahren, das konzipiert wurde, um eine Verbesserung der Lebensqualität betroffener Frauen mit Menorrhagie herbeizuführen und gleichzeitig signifikante negative Symptome der Menorrhagie zu reduzieren.

• Das MyoSure System ist ein hysteroskopisches System zur Gewebeentnahme, mit dem intrauterine Pathologien (Polypen, Myome, Plazenta) präpariert werden.

Highlights des Geschäftsjahres 2019/2020

• Im November 2018 kündigte die deutsche Gesundheitsorganisation die Einführung eines neuen Programms zum Zervix-Screening an. Ab 2020 können Frauen im Alter von 20-34 Jahren an einem jährlichen Screening teilnehmen. Frauen ab 35 Jahren sind für das Screening in Kombination mit einem HPV-Test, besser bekannt als Co-Test, und einem Screeningzyklus von drei Jahren vorgesehen. Sowohl die konventionelle als auch die flüssigkeitsbasierte Zytologie werden als Teil des Screening-Programms betrachtet. HOLOGIC ist eines der wenigen Unternehmen, die eine Komplettlösung anbieten können. Im ersten Quartal 2020 (Januar bis März) konnte der Umsatz mit dem Thin-Prep-Test deutlich gesteigert werden. Der Umsatz mit Thin-Prep-Tests lag im Geschäftsjahr bis September 2020 bei 11,4 Millionen Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 5,8 Millionen Euro entspricht.

• Die Hologic-Gruppe, zu der das Unternehmen gehört, hat den 'Aptima SARS-CoV-2'-Test entwickelt und im Juni 2020 zum Nachweis des neuartigen Virus auf den Markt gebracht. Das Unternehmen hat mit der Vermarktung und dem Verkauf dieses Tests in Deutschland begonnen und die ersten Umsätze im Juni 2020 generiert. Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Test konnten für das Geschäftsjahr, das im September 2020 endete, Umsatzerlöse von rund 13 Millionen Euro erzielt werden.

2. Forschung und Entwicklung

Die Hologic Deutschland GmbH vertreibt Produkte der Hologic-Gruppe. Forschung und Entwicklung findet an verschiedenen Standorten in den USA und Manchester (GB) statt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und handelsbezogene Rahmenbedingungen

In der ersten Jahreshälfte 2020 verursachte die Coronavirus-Pandemie in Deutschland einen historischen Rückgang des BIP von fast 12 %. Im Laufe des Sommers 2020 setzte eine kräftige Erholung in vielen Wirtschaftszweigen ein. Nachdem die Wirtschaft im dritten Quartal mit einer Rate von 8,2 % außergewöhnlich stark gewachsen war, zeigten die verfügbaren Indikatoren für den Herbst nun jedoch eine langsamere Erholung der Wirtschaft. Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) lag für 2019 bei 0,6% und wurde für 2020 mit -5,1% prognostiziert. (Quelle: Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2020/2021)

Im Jahr 2021 hat sich die deutsche Wirtschaft jedoch von den Auswirkungen der Pandemie erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 das Niveau erreichen, das zuletzt vor der Krise, also im vierten Quartal 2019, erreicht wurde. Verschiedene Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt beeinträchtigen weiterhin die globalen Wertschöpfungsketten und belasten zusammen mit den noch bestehenden pandemiebedingten Einschränkungen das Wachstum. Insbesondere der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) rechnet damit, dass sich ein Teil der Industrieproduktion ins nächste Jahr verschieben wird. Er geht daher davon aus, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2021 um 2,7 % und 2022 um 4,6 % zunehmen wird. (Quelle: Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2021/2022)

2. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug das Bruttoergebnis der Hologic Deutschland GmbH 19,0 Millionen Euro, eine Steigerung von rund 24,2 % gegenüber dem Vorjahr mit 15,3 Millionen Euro. Wie oben beschrieben, liegen die Ursachen für diesen Anstieg in der Steigerung des Absatzes zum einen im Bereich in den Thin-Prep-Tests und zum anderen im Bereich des COVID TMA-Test ab Juni 2020.

3. Unternehmenssituation

Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern betrug 1.211.151 Euro für das im September 2020 endende Geschäftsjahr, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 279.784 Euro darstellt. Der Anstieg ist vor allem auf den deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse aus dem Verkauf des neuen COVID TMA-Tests zurückzuführen.

Der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum belief sich auf 49,2 Millionen Euro (Vorjahr: 18,6 Millionen Euro), was auf den Anstieg der Umsatzerlöse aus dem Verkauf des neuen COVID TMA-Tests und die zusätzlichen Umsätze aus Co-Tests zurückzuführen ist. Der Umsatzanteil in Deutschland lag bei 97,6 % und der Exportanteil nach Österreich bei 2,4 %.

Der Materialaufwand stieg im Geschäftsjahr 2020 auf 30,2 Millionen Euro (Vorjahr: 3,3 Millionen Euro). Der Umsatzanstieg führte zu diesem deutlichen Anstieg des Materialaufwands. Die Bruttogewinnmarge sank im Vergleich zum Vorjahr auf 38 % (2019: 82 %). Die Minderung der Bruttogewinnmarge ist im Wesentlichen auf den Anstieg an verkauften COVID-Selbsttests mit einer durchschnittlichen Bruttogewinnmarge von 16% zurückzuführen. Der Personalaufwand erhöhte sich auf 9,3 Millionen Euro (Vorjahr: 6,3 Millionen Euro), was im Wesentlichen auf einen Anstieg der Verkaufsprovisionen als Folge des insgesamt gestiegenen Unternehmensumsatzes zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 7,1 Millionen Euro (Vorjahr: 7,6 Millionen Euro). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der damit verbundenen Reisekosten der Mitarbeiter (Flüge, Hotels etc.) zurückzuführen, die durch den staatlich verordnete Lockdown in Deutschland zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus verursacht wurden. Der Lockdown begann im März 2020 und dauerte den größten Teil des restlichen Geschäftsjahres an.

Beschaffung

Medizinische Produkte und Verbrauchsmaterialien wurden 2019/2020 zu stabilen Preisen eingekauft. Diese werden ausschließlich über verbundene Unternehmen erworben. Die Kaufpreise werden von der Unternehmensgruppe festgelegt und ändern sich in der Regel nur im Hinblick auf die USD-Kursentwicklung. Insgesamt blieben die Beschaffungspreise für medizinische Diagnoseinstrumente im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Im Bereich der Verbrauchsmaterialien für medizinische Diagnoseinstrumente blieben die Beschaffungspreise unverändert.

Finanzen

Investition

In diesem Jahr investierte das Unternehmen rd. 7,1 Millionen Euro in die Erweiterung seiner Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Liquidität

Weder bei Banken noch von verbundenen Unternehmen wurden Kredite aufgenommen. Für unsere liquiden Mittel verwenden wir kein normales Bankkonto mehr. Wir übertragen alle Gelder auf ein Cash-Pool-Konto des Unternehmens. Der Saldo des Cash Pools zum September 2020 wies eine Verbindlichkeit in Höhe von 10,8 Millionen Euro (Vorjahr: Forderung von 3,58 Millionen Euro) aus.

Kapitalsituation

Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurde ein Jahresüberschuss von 779.069,37 Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 183.494 Euro) erzielt. Das Unternehmen verfügt über eine Eigenkapitalquote von 29 % (Vorjahr: 62 %) bei einer Bilanzsumme von 26,09 Millionen Euro (Vorjahr: 11,14 Millionen Euro).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren werden aus der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens abgeleitet.

Der Umsatz betrug 49,16 Millionen Euro (Vorjahr: 18,56 Millionen Euro).

Das Eigenkapital der Gesellschaft belief sich zum 30. September 2020 auf 7.678.826,65 Euro (30. September 2019: 6.899.757,28 Euro).

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich zum 30. September 2020 auf 9,4 Millionen Euro (30. September 2019: 4,2 Millionen Euro). Dieser Anstieg ist auf zusätzliche Leasingverträge zurückzuführen, die im Laufe des Jahres mit Kunden abgeschlossen wurden. Das Unternehmen weist die entsprechenden Vermögenswerte als Leasinggeber im Anlagevermögen aus und schreibt sie über ihre normale Nutzungsdauer ab.

5. Gesamtaussage

Für das Geschäftsjahr 2019/2020 wurden die internen Budgets und Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreicht.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr und die Situation des Unternehmens als zufriedenstellend.

III. Folgebericht

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Ausbruch des Coronavirus COVID-19 zu einer Pandemie erklärt. Viele Regierungen ergreifen strenge Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und / oder zu verlangsamen. Die Maßnahmen, die als Reaktion auf die Verbreitung von COVID-19 ergriffen wurden, haben für viele Unternehmen zu erheblichen Geschäftsunterbrechungen und zu einem deutlichen Anstieg der wirtschaftlichen Unsicherheit geführt mit volatileren Vermögenspreisen und Wechselkursen sowie einem deutlichen Rückgang der langfristigen Zinssätze in den Industrieländern.

Die Geschäftsleitung hält es derzeit für schwierig, die vollen Auswirkungen zu bestimmen. Wir werden die Situation weiterhin genau beobachten und werden weiterhin Waren produzieren und versenden. Die Verrechnungspreisvereinbarung bleibt in Kraft, was bedeutet, dass das Unternehmen profitabel bleiben wird, und alle wesentlichen Auswirkungen von COVID-19 auf Hologic HUB übertragen werden. Wir haben auch die Unterstützung unserer Muttergesellschaft - Hologic Inc, falls die Notwendigkeit besteht.

Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind der Meinung, dass es keinen Zweifel an der Fortführungsannahme des Unternehmens und der Liquidität des Unternehmens gibt.

IV. Prognosebericht

Im Jahr 2021 hat sich die deutsche Wirtschaft weiter von den Auswirkungen der Pandemie erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird voraussichtlich im ersten Quartal 2022 das Niveau erreichen, das zuletzt vor der Krise, also im vierten Quartal 2019, erreicht wurde. Verschiedene Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt beeinträchtigen weiterhin die globalen Wertschöpfungsketten und belasten zusammen mit den noch bestehenden pandemiebedingten Einschränkungen das Wachstum. Insbesondere der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) rechnet damit, dass sich ein Teil der Industrieproduktion ins nächste Jahr verschieben wird. Er geht daher davon aus, dass die Wirtschaftsleistung in Deutschland 2021 um 2,7 % und 2022 um 4,6 % zunehmen wird. (Quelle: Sachverständigenrat - Jahresgutachten 2021/2022)

Die Hologic-Gruppe, zu der das Unternehmen gehört, hat den Test "Aptima SARS-CoV-2" entwickelt und auf den Markt gebracht, welcher das neuartige Virus nachweist. Das Unternehmen hat mit dem Verkauf dieses Tests im Jahr 2020 begonnen, so dass der Umsatz um mehr als 30,6 Millionen Euro auf 46 Millionen Euro für das im September 2020 endende Jahr gestiegen ist.

Der Verkauf des SARS-Covid-Tests wurde auch im Geschäftsjahr, das im September 2021 endete, fortgesetzt, wodurch der Umsatz des Unternehmens deutlich auf 85,5 Millionen Euro anstieg. Die zugehörigen Produktionskosten lagen bei 67,5 Millionen Euro und das Jahresergebnis vor Steuern bei 2,4 Millionen Euro.

Darüber hinaus wird für die Hologic Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2021/2022 ein Umsatz von 59 Millionen Euro bei einem Materialaufwand von 46 Millionen Euro und einer Bruttogewinnmarge von 13 Millionen Euro erwartet. Nach Abzug der Betriebskosten von 11,8 Millionen Euro wird ein Ergebnis vor Steuern von 1,8 Millionen Euro prognostiziert. Diese Prognosen beruhen in erster Linie auf einer anhaltenden Nachfrage nach dem SARS-Covid-Test im Jahr 2022.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Die Produktpalette der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Platzierung der Hologic Deutschland GmbH bilden die Basis für eine solide Unternehmensentwicklung in den kommenden Jahren.

Der Wareneinkauf wird durch langfristige Lieferbeziehungen mit den Beteiligungsunternehmen sichergestellt. Die Einkaufspreise werden von der Unternehmensgruppe kontrolliert; sie kann und wird gegebenenfalls auf weitere Marktpreisanpassungen reagieren.

Das Unternehmen wird durch monatliche Berichterstattung kontinuierlich überwacht. Im Falle von Abweichungen werden notwendige Korrekturmaßnahmen ergriffen.

Die Qualitätsanforderungen werden gemäß EN ISO 13485:2012 sichergestellt.

2. Informationen zu einzelnen Risiken und Chancen

Aufgrund einer hohen Abhängigkeit vom Gesundheitssektor im Allgemeinen sind mittelfristige Umsatzveränderungen durch den Einsatz neuer diagnostischer Technologien, Änderungen der Erstattungsregelungen und Anpassungen im Patientenmanagement nicht ausgeschlossen. Verstärkte Aktivitäten bestehender oder neuer Wettbewerber können ebenfalls zu Marktpreissenkungen führen.

Die wesentlichen bilanzierten Vermögenswerte der Gesellschaft bestehen aus Bankguthaben und dem Forderungsbestand an Lieferungen und Leistungen. Das Kreditrisiko der Gesellschaft resultiert in erster Linie aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge sind abzüglich der Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen dargestellt. Es bestehen keine allgemeinen und spezifischen Risiken, insbesondere keine wesentlichen Kreditrisiken, die sich wesentlich von denen anderer Unternehmen des Konzerns unterscheiden.

Darüber hinaus muss die Einführung der neuen Verordnung zur In-vitro-Diagnostik durch die Europäische Kommission und das Europäische Parlament die Auswirkungen auf das Qualitätsmanagement, die regulatorischen Anforderungen, die Produkteinführungsfristen und das Portfoliomanagement berücksichtigen.

Die zu beobachtende Konsolidierung der Laboratorien und die daraus resultierende Kaufkraft der Laborgruppen werden voraussichtlich zu einem zunehmenden Preisdruck führen.

Mögliche Risiken durch Regressforderungen aufgrund des Einsatzes von Hologic-Produkten im medizinischen Bereich können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Den Risiken einer fehlerhaften Anwendung der Produkte wird durch regelmäßige Schulungen beim Kunden vor Ort oder im firmeneigenen internationalen Schulungszentrum mit Sitz in Deutschland begegnet. Regelmäßige Wartung stellt zudem sicher, dass die Instrumente den Kunden stets in technisch einwandfreiem Zustand zur Verfügung stehen. Durch einen mehrstufigen Serviceprozess werden Kundenanfragen direkt bearbeitet; dies vermeidet unnötige Risiken und Ausfallzeiten für den Kunden. Durch regelmäßige Schulungen und definierte Genehmigungsprozesse werden Risiken im Einklang mit der Healthcare Compliance (HCC) und den Anforderungen der Marktkommunikation proaktiv angegangen.

Aufgrund der oben genannten Risiken werden für das laufende Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die Unternehmenssituation und das Jahresergebnis erwartet.

Chancen für das Neukundengeschäft werden vor allem in den Bereichen "neue Produkte" und "neue Anwendungsfelder" in der molekularen Diagnostik gesehen. Dazu gehören neben der bestehenden Produktpalette, die im Geschäftsjahr erweitert wurde, insbesondere geplante Innovationen im Bereich "Testverfahren und Testautomatisierung" durch konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Automatisierung sowie die Entwicklung neuer molekularer Testverfahren, die von der Muttergesellschaft der Gruppe entwickelt und von der Hologic Deutschland GmbH vertrieben werden.

Aufgrund der zunehmenden Laborkonsolidierung und den damit verbundenen erhöhten Anforderungen an Automatisierungslösungen in der medizinischen Diagnostik wird die Hologic Deutschland GmbH mit ihren vollautomatischen Laborlösungen gerade für dieses Kundensegment zum Partner.

Im Bereich der gynäkologischen Chirurgie sind die bestehenden Trends in der ambulanten Chirurgie und bei organerhaltenden Verfahren ein potenzieller Wachstumsmotor für unsere chirurgischen Produktlösungen.

 

Wiesbaden, den 10. März 2022

Hologic Deutschland GmbH, Wiesbaden

Michelangelo Stefani

Tanja Lynaire Brycker

Bilanz zum 30. September 2020

30.09.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.423.349,00 4.201.973,00
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.978.814,05 1.957.249,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.554.637,71 4.374.862,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände 112.827,76 566.107,35
16.646.279,52 6.898.218,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.070,06 35.050,18
26.090.698,58 11.135.242,09
30.09.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.924.000,00 4.924.000,00
III. Gewinnvortrag 975.757,28 1.159.251,67
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 779.069,37 -183.494,39
7.678.826,65 6.899.757,28
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 250.749,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.461.738,71 2.060.235,40
4.712.487,71 2.060.235,40
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 303.988,01 629.172,17
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.125.255,89 510.211,97
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.971.717,30 851.314,71
- davon aus Steuern EUR 1.695.643,91 (Vj. EUR 705.919,40)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 64.680,95 (Vj. EUR 15.878,56)
13.400.961,20 1.990.698,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 298.423,02 184.550,56
26.090.698,58 11.135.242,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.10.2019 bis 30.09.2020

01.10.2018 - 30.09.2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 49.158.235,62 18.560.380,82
2. Sonstige betriebliche Erträge 221.200,61 33.260,38
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -30.197.353,85 -3.262.320,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.868,47 -1.482,16
-30.204.222,32 -3.263.802,99
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.814.014,73 -5.062.474,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.441.841,04 -1.242.994,33
- davon für Altersversorgung EUR -107.795,68 (Vj. EUR -202.019,26)
-9.255.855,77 -6.305.468,87
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.502.467,24 -1.040.424,82
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.046.603,93 -7.626.157,24
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 288,65
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -159.136,31 -78.291,50
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -376.187,84 -449.710,96
10. Ergebnis nach Steuern 834.962,82 -169.926,53
11. Sonstige Steuern -55.893,45 -13.567,86
12. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 779.069,37 -183.494,39

ANHANG zum 30. September 2020

Hologic Deutschland GmbH, Wiesbaden

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Hologic Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Wiesbaden und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden (HRB 26790).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft aufgestellt.

Die Hologic Deutschland GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. September 2020 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB, die erstmalig die Größenkriterien für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs.3 in Verbindung mit § 267 Abs. 4 HGB überschritten hat.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. September.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Es wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich mit dem Devisenkassenmittelkurs umgerechnet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres je Bilanzposten sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 3.288.718,48 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in vollem Umfang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 4.461.738,71 (Vorjahr: EUR 2.060.235,40) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 677.912,62 (Vorjahr: EUR 462.181,57), Rückstellungen für Rabatte in Höhe von EUR 66.750,00 (Vorjahr: EUR 0,00), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 3.559.923,76 (Vorjahr: EUR 1.446.848,03) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 157.152,33 (Vorjahr: EUR 151.205,80).

Angaben zu Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind im aktuellen Jahr und im Vorjahr unbesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: 501.139,55 EUR) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 10.799.923,53 Verbindlichkeiten aus dem laufenden Zahlungsverkehr und im Übrigen (EUR 325.332,37) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 66.755,10 (Vorjahr: EUR 17,39) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2.904,67 (Vorjahr: EUR 65,61) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 61 Angestellte (Vorjahr: 60) bei der Gesellschaft beschäftigt. Hiervon waren 57 in Vollzeit und 4 in Teilzeit beschäftigt.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Michelangelo Stefani geführt. Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Michelangelo Stefani, Dipl.-Ing., Luxemburg / Luxemburg

Herr Andrew Lee Chard, Senior Director FP&A EMEA, Rossendale / Vereinigtes Königreich (seit 30.10.2020, bis 31.12.2021)

Frau Tanja Lynaire Brycker, VP Strategic development BSH & Surgical - International, Windsor / Vereinigtes Königreich (seit 30.10.2020)

Vergütung der Geschäftsführer

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 929 (Vorjahr: TEUR 1.220) aus Miet- und Leasingverhältnissen. Davon werden ein Teilbetrag von TEUR 459 innerhalb eines Jahres und ein weiterer Teilbetrag von TEUR 470 innerhalb von fünf Jahren fällig.

Konzernzugehörigkeit

Die Hologic Deutschland GmbH wurde in den Konzernabschluss der Hologic Inc., Delaware/USA einbezogen.

Die Hologic Inc., Delaware/USA, stellt den Konzernabschluss jeweils für den kleinsten und größten Konzernkreis auf.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist am Sitz der Hologic Inc., Delaware/USA, erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von 779.069,37 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Hologic Deutschland GmbH

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Wiesbaden, den 10. März 2022

Michelangelo Stefani

Tanja Lynaire Brycker

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01.10.2019 bis 30.09.2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2019 Zugänge Abgänge 30.09.2020
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.154.037,77 7.138.021,24 -2.684.373,09 15.607.685,92
11.154.037,77 7.138.021,24 -2.684.373,09 15.607.685,92
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2019 Zugänge Abgänge 30.09.2020
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.952.064,77 1.502.467,24 -2.270.195,09 6.184.336,92
6.952.064,77 1.502.467,24 -2.270.195,09 6.184.336,92
Buchwerte
30.09.2020 30.09.2019
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.423.349,00 4.201.973,00
9.423.349,00 4.201.973,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hologic Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hologic Deutschland GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hologic Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 24. März 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schlüter, Wirtschaftsprüfer

Koopmann, Wirtschaftsprüfer

Sonstige Berichtsbestandsteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss zum 30.09.2020 wurde am 28.03.2022 festgestellt.

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