Elektro Liebetrau GmbH
Selbe AdresseElektroinstallation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marko Graurock seit 20.12.2023 | Prokura |
Markus Draxler seit 30.6.2020 | Prokura |
Thomas Frank seit 2.4.2013 | Geschäftsführer |
Gerd Rossenbach seit 25.7.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ernst Bohle GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ernst Bohle Gesellschaft mit beschränkter HaftungGummersbachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022KonzernbilanzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag II. Angaben zum Konsolidierungskreis (einschl. Anteilsbesitz) III. Angabe zu den Konsolidierungsmethoden IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden V. Angaben zur Konzernbilanz VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung VII. Sonstige Angaben Anlagen zum Konzernanhang Anlage zum Konzernanhang (Anlagespiegel) I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens: - Firma: Ernst Bohle GmbH - Sitz: Gummersbach - Registergericht: Amtsgericht Köln, HRB 38428 Die Ernst Bohle GmbH hat unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt. Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt. Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gliederung der Finanzanlagen wurde gem. § 265 Abs. 5 HGB um den Posten Genossenschaftsanteile erweitert. Bei der Gliederung der Vorräte wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht und die Postenbezeichnung wie folgt angepasst: Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen = Nicht abgerechnete Bauleistungen. Geschäftsjahr für den Konzern und für die konsolidierten verbundenen Unternehmen ist der Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März. II. Angaben zum Konsolidierungskreis (einschl. Anteilsbesitz) Der Konsolidierungskreis besteht neben der Ernst Bohle GmbH, Gummersbach, aus den folgenden Tochterunternehmen:
* Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. An der Bohle Innenausbau GmbH & Co. KG ist die Ernst Bohle GmbH unmittelbar zu 97,36% und mittelbar zu 2,64% über die Bohle Innenausbau Verwaltungs-GmbH beteiligt. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/2021 wie folgt verändert:
Mit Wirkung zum 1. April 2021 wurde die Gerüst Bautechnik Rostock GmbH, Gummersbach, auf die Bohle Isoliertechnik GmbH verschmolzen. Anteilsbesitz: Die Ernst Bohle Schweiz AG, Muttenz/Schweiz, wurde durch Beschluss der Generalversammlung vom 11. April 2017 aufgelöst und befindet sich seitdem in Liquidation. Bis zur Löschung im Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft wird die Beteiligung an der Ernst Bohle Schweiz AG, Muttenz/Schweiz, mit einem Erinnerungswert in Höhe von EUR 1,00 ausgewiesen. Die Beteiligung an der Bohle S.A.R.L., Stiring Wendel/Frankreich wird ebenfalls bis zur Löschung der Gesellschaften im Handelsregister mit einem Erinnerungswert in Höhe von EUR 1,00 ausgewiesen. Die folgenden Tochterunternehmen erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB und sind daher von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit: - Bohle Isoliertechnik GmbH, Gummersbach, - Bohle Brandschutz GmbH, Gummersbach, - Bohle Innenausbau GmbH & Co. KG, Gummersbach. III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Die Ernst Bohle GmbH hat erstmals für das Geschäftsjahr 1996/1997 einen Konzernabschluss aufgestellt. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung vorgenommene Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit den Eigenkapitalien der Tochterunternehmen erfolgte zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss, also zum 1. April 1996, oder zum Zeitpunkt des späteren Erwerbs weiterer Beteiligungen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt als Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die bis zum Geschäftsjahr 2009/2010 erworbenen Beteiligungen nach der bisherigen Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F. Die Buchwertmethode wird für diese Altfälle fortgeführt. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde die Kapitalkonsolidierung erstmals nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 S. 2 HGB durchgeführt. Im Unterschied zur bisherigen Buchwertmethode erfolgt die Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem auf der Basis von Zeitwerten der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten ermittelten Eigenkapital des Tochterunternehmens. Die aus den Erstkonsolidierungen der Aliman Isolierungen GmbH und der Gerüst Bautechnik Rostock GmbH zum 1. Januar 2020 bzw. zum 1. Januar 2021 resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge, die in Höhe von EUR 1.460.968,00 als Geschäfts- oder Firmenwerte zu qualifizieren waren, werden linear und pro rata temporis über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Restbuchwerte zum 31. März 2022 betragen EUR 1.274.459,00. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Abschreibungen in Höhe von EUR 146.096,00 erfolgswirksam verrechnet. Die Restbuchwerte der übrigen aktivischen Unterschiedsbeträge, die bei Anwendung der Buchwertmethode entstanden sind, betragen zum 31. März 2022 TEUR 58 (Vj.: TEUR 58) und entfallen in dieser Höhe auf stille Reserven im nicht abnutzbaren Grundbesitz. Die bei Anwendung der Neubewertungsmethode angesetzten beizulegenden Zeitwerte wurden grundsätzlich nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Die in die Neubewertungsrücklage der Gerüst Bautechnik Rostock GmbH eingestellten Aufwertungsbeträge entfallen mit EUR 575.000,00 auf Gerüstmaterialien und mit EUR -214.600,00 auf passive latente Steuern. Die Aufwertungsbeträge wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 mit EUR 44.300,00 ergebniswirksam verrechnet und belaufen sich zum 31. März 2022 auf EUR 298.050,00. Die Währungsumrechnung der Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen erfolgt gem. § 308a HGB. Danach wurden die Bilanzposten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs in EUR umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenz zum 31. März 2022 in Höhe von TEUR -203 (Vj.: TEUR -192) wurde im Konzerneigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Ernst Bohle GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Im Einzelnen werden im Konzern folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer (3 - 5 Jahre), bewertet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend die folgenden Nutzungsdauern zugrunde: Gebäude 33 Jahre und Mietereinbauten 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 - 12,5 Jahre sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 13 Jahre. Die geringwertigen Vermögensgegenstände wurden, soweit deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250 nicht übersteigen, im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für Anlagenzugänge eines Geschäftsjahres, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagengut mehr als EUR 250, aber nicht mehr als EUR 1.000 betragen, wurde ein Sammelposten gebildet und im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Jahren mit 1/5 ergebniswirksam aufgelöst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet. Soweit die durchschnittliche Lagerdauer einzelner Vermögensgegenstände mehr als 365 Tage beträgt, werden Abschreibungen aufgrund der langen Lagerdauer verrechnet. Die Bewertung der nicht abgerechneten Bauleistungen erfolgte zu den je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten unter Beachtung des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Von den nicht abgerechneten Bauleistungen wurden gem. § 268 Abs. 5 HGB die erhaltenen Anzahlungen, vermindert um die darin enthaltene Umsatzsteuer (Nettomethode), offen abgesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kredit- und Ausfallrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3% Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Die latenten Steuern werden grundsätzlich für zeitliche, sich in der Zukunft abbauende Differenzen gem. §§ 274, 306 HGB gebildet. Auf der ersten Stufe werden latente Steuern für Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanzansätzen für Vermögensgegenstände und Schulden gem. § 274 HGB ermittelt. Auf der zweiten Stufe erfolgt die Erfassung der sich in späteren Jahren ausgleichenden Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen gem. § 306 HGB. Die sich auf jeder Stufe ergebenden aktivischen und passivischen latenten Steuern werden saldiert und insgesamt - im Geschäftsjahr 2021/2022 als Aktivüberhang - gem. § 306 Satz 6 HGB unter der Position "Aktive latente Steuern" ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen wurden für die fälligen Renten nach den Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) (in Abhängigkeit von der konkreten Zusage) unter Berücksichtigung eines Rententrends von 0,53%, 1,90% bzw. 2,00% errechnet. Für eine fällige Witwenrente wurde ein versicherungsmathematischer Barwert ohne Berücksichtigung eines Rententrends errechnet, da in diesem Fall keine Anpassungsverpflichtung aus § 16 BetrAVG besteht. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Bewertung wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz (10 Jahre) von 1,81% zugrunde gelegt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung und wurden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden, die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr erfolgte zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. V. Angaben zur Konzernbilanz Die Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2021/2022 sind in einer Anlage zum Anhang ( Konzern-Anlagespiegel) dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 166.163,96 (Vj.: TEUR 172), Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0,00 (Vj.: TEUR 172) und übrige Forderungen in Höhe von EUR 20.828,47 (Vj.: TEUR 28) enthalten, deren Restlaufzeiten mehr als ein Jahr betragen. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen Gesellschafter der Ernst Bohle GmbH belaufen sich auf insgesamt EUR 1.104.433,40 (Vj.: TEUR 753). Auf Ebene der Einzelabschlüsse der inländischen verbundenen Unternehmen wurden insgesamt aktive latente Steuern (künftige Steuerentlastungen) in Höhe von TEUR 176 (Vj.: TEUR 195) errechnet, die aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanzansätzen von Grundstücken und Gebäuden (TEUR 62), von Geschäfts- oder Firmenwerten (TEUR 2) und Rückstellungen (TEUR 507) resultierten. Für die Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,88% zugrunde gelegt. Im Einzelabschluss der Bohle Polska Sp.z o.o., Rzezawa/Polen, wurden (per Saldo) aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 38 (Vj.: TEUR 31) ausgewiesen, denen Wertansatzdifferenzen in Höhe von TEUR 202 zugrunde lagen. Die Bewertungsunterschiede resultieren insbesondere aus dem Bereich der Rückstellungen und aus Wertberichtigungen auf das Umlaufvermögen, die erst in Folgejahren steuerlich anerkannt werden. Der zugrunde gelegte Steuersatz beträgt 19,00%. Aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 144 (Vj.: TEUR 215) ermittelt, denen Bewertungsdifferenzen bei Grundstücken in Höhe von TEUR 58 (Vj.: TEUR 58) (Steuersatz 19,00%) und Gerüstmaterialien in Höhe TEUR 431 (Vj: TEUR 546) (Steuersatz 30,88%) zugrunde lagen. Im Konzernabschluss wurden gem. § 306 Satz 6 HGB die aus den Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 144 (Vj.: TEUR 215) mit den sich aus der Anwendung des § 274 HGB insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 214 (Vj.: TEUR 226) zu einem Posten "Aktive latente Steuern" zusammengefasst. Zum Abschlussstichtag erfolgte eine Verrechnung der Pensionsverpflichtungen für fällige Renten ausgeschiedener Mitarbeiter mit zugunsten dieser Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Hieraus ergibt sich gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zum 31. März 2022 folgender saldierter Ausweis innerhalb der Pensionsrückstellungen:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 76.517,00. Die nicht bilanzierten ( mittelbaren) Pensionsverpflichtungen ( Unterstützungskassen) belaufen sich nach Abzug des eigenen Vermögens der Unterstützungseinrichtungen auf TEUR 1.952. Die mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden für Anwartschaften aktiver Mitarbeiter nach den Grundsätzen der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Berücksichtigung eines Entgelt- und Rententrends von 1,9% errechnet. Fluktuation wurde nicht berücksichtigt. Für die unverfallbaren Anwartschaften ausgeschiedener Mitarbeiter und für fällige Renten wurde der versicherungsmathematische Barwert unter Berücksichtigung eines Entgelt- und Rententrends von 1,2% bzw. 1,9% ermittelt. Für einige Rentner besteht eine vertragliche Verpflichtung, die Renten jährlich um 4,0% zu erhöhen. In diesen Fällen wurde ein Rententrend von 4,0% angesetzt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden jeweils die "Richttafeln 2018" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Bewertung wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz (10 Jahre) von 1,81% zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 122.865,00. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind antizipative Verbindlichkeiten (Zinsabgrenzungen) in Höhe von TEUR 58,9 enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 3.403.268,87 (Vj.: EUR 3.336.046,09) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 676.104,30 (Vj.: EUR 613.149,17) enthalten. Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
Der Gesamtbetrag der durch Grundpfandrechte besicherten Verbindlichkeiten beläuft sich auf TEUR 5.162 und entfällt auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zum Stichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Grundstücke in Höhe von TEUR 1.710 (TEUR 763 p.a.), aus Mietverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 285 (TEUR 157 p.a.) sowie aus Kfz-Leasingverträgen mit Restlaufzeiten bis zu 46 Monaten in Höhe von TEUR 833. Die Bohle Innenausbau GmbH & Co. KG ist an einer Arbeitsgemeinschaft beteiligt, die in der Rechtsform der Gesellschaft bürgerlichen Rechts geführt wird. Die Arbeitsgemeinschaft sieht eine gesamtschuldnerische Haftung für die von dem ARGE-Partner gegenüber dem Auftraggeber erbrachten Leistungen vor. Da die Gesellschaft aus diesen Haftungsverhältnissen bislang nicht in Anspruch genommen wurde, wird das Risiko einer zukünftigen Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:
Die Umsätze wurden zu 93,80% im Inland und zu 6,20% im europäischen Ausland erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 174.841,86 (Vj.: EUR 199.826,76) sowie aperiodische Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von TEUR 93 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 114 und der Ausbuchung verjährter Sicherheitseinbehalte und nicht anerkannter Rechnungen in Höhe von TEUR 504 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 197.675,47 (Vj.: EUR 189.930,25) sowie aperiodische Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen in Höhe von TEUR 56, aus Leistungskürzungen, die die hierfür gebildeten Rückstellungen überstiegen haben, in Höhe von TEUR 176 sowie übrige aperiodische Aufwendungen in Höhe von TEUR 36 enthalten. In dem Posten " Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von EUR 34.805,85 (Vj.: EUR 39.847,00) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind saldiert Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 60 (Vj.: TEUR 211) enthalten. VII. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt wurden im Konzern 678 Mitarbeiter beschäftigt, davon 205 als Angestellte und 473 als gewerbliche Arbeitnehmer. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Ernst Bohle GmbH für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Konzern sowie die Hinterbliebenenbezüge eines früheren Mitglieds der Geschäftsführung (einschließlich des Betrages der für diese Bezüge gebildeten Rückstellung) werden in analoger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Das von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 151 und entfällt mit TEUR 126 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 25 auf Steuerberatungsleistungen. Ergebnisverwendungsvorschlag:Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. März 2022 der Ernst Bohle GmbH, Gummersbach, in Höhe von EUR 6.652.116,47 auf neue Rechnung vorzutragen.
Gummersbach, 14. März 2023 Ernst Bohle GmbH Geschäftsführung gez. Dipl.-Kfm. Gerd Rossenbach Konzern-Anlagenspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernlagebericht1. Grundlagen des Konzerns Die Ernst Bohle GmbH ist die Konzernobergesellschaft der Bohle-Gruppe, die in den folgenden Sparten innovative Dienstleistungen anbietet: • Isoliertechnik • Innenausbau • Brandschutz • Dienstleistungen (vormals Metallbau) Bis zum 31. März 2008 war die Ernst Bohle GmbH neben der Wahrnehmung originärer Leitungsaufgaben operativ in der Sparte Innenausbau tätig. Mit Wirkung zum 1. April 2008 wurden die Innenausbauabteilungen auf die Bohle Innenausbau GmbH & Co. KG übertragen. Seit diesem Zeitpunkt übernimmt die Gesellschaft originäre Leitungsaufgaben als Muttergesellschaft für die verbundenen Unternehmen. In der Sparte Isoliertechnik sind die Tätigkeitsbereiche des Technischen Wärmeschutzes, des Technischen Schallschutzes, der Asbestsanierung und des Industrieservice zusammengefasst. Ab dem 1 Januar 2020 zählt auch der Gerüstbau zu diesem Tätigkeitsbereich. Zum Kundenkreis zählen Energieversorgungsunternehmen, Unternehmen der Chemischen und Petrochemischen Industrie sowie der Stahl- und Automobilindustrie. Der Schwerpunkt des Dienstleistungsangebotes liegt im Bereich der Instandhaltung, im Ausbau und in der Modernisierung bereits bestehender Anlagen sowie im Anlagenneubau. Die Sparte Isoliertechnik ist in der Bohle Isoliertechnik GmbH, in der Bohle Polska Sp.z o.o. und in der Aliman Isolierungen GmbH organisiert. Die Gesellschaften unterhielten im Berichtsjahr zehn Abteilungen, die operativ in den Bereichen Technischer Wärmeschutz sowie Technischer Schallschutz, Korrosionsschutz, Industrieservice und Gerüstbau tätig sind. Es sind dies die Abteilungen der Isoliertechnik in Hamburg, Berlin, Köln (Isoliertechnik), Köln (ISOFLEX-Dämmkissen), Ludwigshafen, Pastetten bei München, Rostock (Isoliertechnik), Rostock (Gerüstbau), Rzezawa in Polen sowie die Aliman Isolierungen GmbH in Pastetten bei München Das Leistungsspektrum der Sparte Innenausbau umfasst die Planung und Durchführung von Wand- und Deckenverkleidungen sowie von Fußboden- und Glastechniken unter den Aspekten Brandschutz, Akustik, Farbgestaltung, Beleuchtung und Klimatisierung. Durch horizontale und vertikale Diversifizierung hat sich die Bohle Innenausbau GmbH & Co. KG in den letzten Jahren zum Komplettanbieter für Ausbaugewerke entwickelt. Es werden neben dem Standard-Trockenbau auch Kühl-, Heiz-, Licht- und Sonderdeckensysteme sowie akustische Ausbaulösungen angeboten. Durch die Erweiterung der Fertigungstiefe kann die Bohle-Gruppe die gesamte Palette der Objekteinrichtung liefern. Auf den relevanten Märkten werden Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Dienstleistungsunternehmen bedient. Hierzu zählen Unternehmen der Petrochemie, Pharmaindustrie, Automobilindustrie und Elektroindustrie, Unternehmen der Telekommunikation und der Immobilienwirtschaft, Energieerzeuger, Geldinstitute und Versicherungen, Institutionen der öffentlichen Hand und zahlreiche Architekten. Die Sparte Innenausbau ist aber auch im anspruchsvollen Laden- und Hotelausbau zu Hause. In der Sparte Innenausbau wurden im Berichtsjahr elf Abteilungen unterhalten, die operativ im Marktsegment Akustik-Innenausbau tätig sind. Es sind dies die Abteilungen Glastechnik, Baustoffhandel, die Paneelproduktion sowie die Innenausbaumontage in Gummersbach, Hannover, Hamburg, Erkrath, Köln, Stuttgart und Berlin. Diese Abteilungen sind Niederlassungen der Bohle Innenausbau GmbH & Co. KG. Ferner unterhält die Heinz Mänz Ausbau GmbH in Hannover eine Innenausbauabteilung. Der vorbeugende bauliche Brandschutz bleibt weiterhin ein aktuelles Thema. Rund 400 Menschen sterben jährlich in Deutschland bei den rund 200.000 gemeldeten Bränden. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig angemessene brandschutztechnische Ausbaulösungen gerade im Bereich der Sanierung von Bestandsgebäuden sind. Die Vorschriften und Kontrollen wurden aufgrund verheerender Brände, wie z.B. der Düsseldorfer Flughafenbrand, erheblich verschärft. Die baulichen Brandschutzmaßnahmen werden daher qualitativ wesentlich anspruchsvoller und häufiger umgesetzt. In der Regel werden die Brandschutzarbeiten durch Fachfirmen, die der Gütegemeinschaft Brandschutz für Ausbau (GBA) angehören, ausgeführt. Die Bohle-Gruppe ist Mitglied in diesem Verband. Zum Kundenkreis der Bohle Brandschutz GmbH gehören folgende Branchen: Petrochemie, Pharmaindustrie, Automobilindustrie, Elektroindustrie sowie Telekommunikation, Immobiliengesellschaften, die Deutsche Bahn, Energieerzeuger, Geldinstitute, Versicherungen, öffentliche Institutionen und Architekten. Durch diese Vielfalt ist die Sparte von einzelnen Branchenentwicklungen unabhängig. Für diese Kundengruppen erbringen wir folgende Leistungen: Brandschutzverkleidungen an Stützen und Trägern, Brandschutzbeschichtungen, Brandschutzwände und -decken, Brandschutzschottsysteme, Brandschutzklappen und Brandschutzfugenversiegelungen. Aufgrund der Brisanz dieser Arbeiten sind hier besonders Kontinuität, Zuverlässigkeit und einwandfreie Ausführungsqualität gefragt. Im Wirtschaftsjahr 2021/2022 unterhielt die Bohle-Gruppe drei Brandschutzabteilungen, und zwar in Mannheim, Erkrath und Pastetten bei München. Die Sparte Dienstleistungen beschäftigt sich mit der Herstellung von Fenster- und Türelementen aus Aluminium sowie mit Dienstleistungen von der Industriereinigung über Servicearbeiten bis zum Montageservice. Diese Leistungen wurden im Berichtsjahr über die Bohle Dienstleistungen GmbH (vormals: Bohle Metallbau GmbH) abgewickelt. Im Berichtsjahr wurden zwei Betriebsstandorte in Weißenthurm und in Hamburg unterhalten. Da die Sparten Innenausbau, Brandschutz und Metallbau dieselben Kundengruppen ansprechen, wurden diese, schon um die Synergien zwischen den Sparten besser realisieren zu können, zum Marktbereich Bohle Hochbau zusammengefasst. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem corona-bedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um - 3,7 % konnte sich die deutsche Wirtschaft laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in 2021 mit einem Wachstumsplus des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 % (preis- und kalenderbereinigt) wieder erholen. Die Wirtschaftsleistung vor Ausbruch der Corona-Pandemie wurde jedoch nicht wieder erreicht. Corona-Schutzmaßnahmen, Lieferengpässe und fehlendes Material waren die Gründe. Die Entwicklung der Wirtschaftsbereiche fiel unterschiedlich aus. So stieg die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe um 4,4 %. Die Leistung des Baugewerbes, das in 2020 die wirtschaftliche Stütze darstellte, ging in 2021 leicht um 0,4 % zurück. Der Außenhandel (Exporte bzw. Importe) konnte ein deutliches Plus (preisbereinigt) verzeichnen (+ 9,4 % bzw. + 8,6 %). Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich auf Vorjahresniveau, während die Konsumausgaben des Staates nach einem Plus in 2020 auch in 2021 stiegen (+ 3,4 %). Die Corona-Pandemie führte dazu, dass sich Erwerbstätige beruflich umorientierten, was in 2021 zu Beschäftigungsverlusten im Gastgewerbe, Verkehr und im Handel führte. Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Öffentlichen Dienst, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Baugewerbe zu. Insgesamt blieb die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zu 2020 laut Statistischem Bundesamt konstant (44,9 Millionen). Trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (Corona-Pandemie, Material- und Lieferengpässe, Ukraine-Krieg, steigende Preise, Fachkräftemangel) ist das Bruttoinlandsprodukt auch im Jahr 2022 gewachsen und nahm laut den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preis- und kalenderbereinigt im Jahr 2022 um 1,9 % zu. Der Blick auf die Wirtschaftsbereiche zeigt, dass nach dem Wegfall einiger Corona-Schutzmaßnahmen bestimmte Dienstleistungsbereiche profitieren konnten. Insbesondere die Kreativ- und Unterhaltungsbranche konnte Nachholeffekte verzeichnen (+ 6,3 %). Auch Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Maßnahmen. Zurück ging jedoch die Wertschöpfung im Handel. Das deutsche Baugewerbe war im Jahr 2022 geprägt von hohen Baukosten, Material- und Fachkräftemangel sowie schlechteren Finanzierungsbedingungen. Aus diesem Grund sank die Bruttowertschöpfung um 2,3 %. Auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe wurde aufgrund einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Vorprodukten, hohen Energiepreise und gestörten internationalen Lieferketten gebremst und lag bei + 0,2 %. Die wichtigste Wachstumsstütze im Jahr 2022 stellt der private Konsum dar. Dieser nahm preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Auch die Konsumausgaben des Staates stiegen weiter an (+ 1,1 %). Im Vergleich zu den zwei vorherigen Corona-Jahren war der Anstieg moderat, da die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sanken. Mehr Geld gab der Staat jedoch aus, um die Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen. Die Bauinvestitionen gingen preisbereinigt um 1,6 % zurück. Andererseits nahmen die Ausrüstungsinvestitionen (in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge) preisbereinigt um 2,5 % zu. Auch der Außenhandel verzeichnete einen Zuwachs. Während der Export preisbereinigt um 3,2 % anstieg, nahm der Import preisbereinigt sogar um 6,7 % zu. Auch in 2022 kam es zu Beschäftigungsverlusten im Gastgewerbe, Verkehr und im Handel. Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Öffentlichen Dienst, im Bereich Information und Kommunikation sowie im Baugewerbe zu. Insgesamt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2022 im Vergleich zu 2021 um 1,3 % auf durchschnittlich 45,6 Millionen zu. Dies entspricht einem Anstieg von 589.000 Personen und stellt einen Rekord dar. Der Beschäftigungsaufbau konnte insbesondere in den Dienstleistungsbereichen sowie bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verzeichnet werden. Leichte Beschäftigungsanstiege wurden auch im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Baugewerbe gemeldet. Seit 2021 klettert die Inflationsrate monatlich nach oben. Während die Verbraucherpreise im Januar 2021 noch bei + 1,0 % lagen, wurden im August bereits + 3,9 % verzeichnet. Die Rate stieg bis Dezember 2021 auf + 5,3 % an. Im Jahresdurchschnitt 2021 lag die Inflationsrate damit bei + 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich waren hierfür insbesondere die stark gestiegenen Energiepreise, die eingeführte CO 2 -Abgabe sowie gestiegene Kosten für den Transport von Gütern. Auch im Jahr 2022 setzte sich diese negative Entwicklung fort. Im Jahresdurchschnitt 2022 haben sich die Verbraucherpreise um 7,9 % gegenüber 2021 erhöht. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde die Teuerungsrate hauptsächlich durch die Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine getrieben. Damit waren Sondereffekte ursächlich für die hohen monatlichen Inflationsraten. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate bei + 8,6 % und damit wieder unter dem Höchststand von Oktober 2022 (+ 10,4 %). Zeitweise wurden die Preissteigerungen durch Entlastungsmaßnahmen des Bundes abgemildert (wie beispielsweise dem Wegfall der EEG-Umlage, dem 9-Euro-Ticket und dem Tankrabatt). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich die Energieprodukte um 34,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Bauwirtschaft konnte sich im Jahr 2020 von dem konjunkturellen Einbruch der Gesamtwirtschaft trotz der Produktionsbehinderungen durch fehlende Arbeiter aus dem Ausland (wegen Grenzschließungen) und der verstärkten Hygienevorschriften aufgrund der Corona-Eindämmungspolitik abkoppeln und den baugewerblichen Umsatz in allen Betrieben im Bauhauptgewerbe nominal um 5,9 % (real: + 4,5 %) laut Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) steigern. Im Jahr 2021 lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe laut Statistischem Bundesamt in allen Betrieben im Bauhauptgewerbe bei 144,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,2 %. Laut HDB legte der Auftragseingang stark (+ 9,4 % auf 94,5 Mrd. Euro) zu und der Auftragsbestand lag Ende des Jahres 2021 mit über 64,2 Mrd. Euro erneut auf einem sehr hohen Niveau. Mit Blick auf die einzelnen Bausparten war der Wirtschaftsbau mit einem Auftragsplus von 16 % der stärkste Treiber. Daneben verzeichnete der Wohnungsbau ein Orderplus von 8,5 %, während der öffentliche Bau eine geringere Zunahme der Bestellungen verbuchte (+ 2,7 %). Laut Aussage des HDB geht der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe im Gesamtjahr 2022 voraussichtlich real um 5 % zurück. Nominal entspricht dies einem Umsatzplus von 12 %. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich zurückführen auf die inflationäre Entwicklung (inklusive Preissteigerungen für Baumaterialien), die Zinswende sowie andauernde Lieferschwierigkeiten. Während sich Auftragseingang und Umsatz im ersten Quartal 2022 noch positiv entwickelten (real +4,1 % bzw. + 5,6 %), kam es von April bis November zu einer deutlichen Trendwende. Von Januar bis November ging der preisbereinigte Auftragseingang um 8,3 % zurück (nominal + 2,0 %), der baugewerbliche reale Umsatz um 5,3 % (nominal + 11,5 %). Der Auftragsbestand lag Ende September 2022 real um 6 % unter dem Vorjahreswert. Laut Ifo-Konjunkturumfrage meldete jede fünfte befragte Baufirma im Dezember 2022 einen Materialmangel. Zudem meldeten 23 % eine Behinderung der Bautätigkeit durch Auftragsmangel. Mit Blick auf die einzelnen Bausparten wurde im Wohnungsbau der stärkste reale Auftragsrückgang verzeichnet (- 15,0 %). Daneben verzeichnete der Hochbau ohne Wohnungsbau ein Minus von 11,9 % und der Tiefbau ein reales Minus von 2,3 %. Im Jahr 2009 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen Tiefpunkt der Beschäftigung mit jahresdurchschnittlich 705.000 Erwerbstätigen. Seitdem wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl bis 2021 auf 911.000 erhöht, was einem Zuwachs von rund 30 % entspricht. Gleichzeitig sind circa 260.000 Beschäftigte in den Ruhestand gegangen. Auch im Jahr 2022 stockten die Baufirmen ihre Belegschaften auf. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte laut HDB im Jahresdurchschnitt um 1 % auf 920.000 zunehmen. Für die Neueinstellungen haben sich die Bauunternehmen vorrangig auf den europäischen Arbeitsmarkt konzentriert. Der Anteil Erwerbstätiger aus anderen Europäischen Ländern (wie Rumänien, Polen, Türkei, Kroatien und Ungarn) stieg von 8 % im Jahr 2009 auf 21 % im Jahr 2021. Auch auf ausländische Subunternehmer wird zunehmend zurückgegriffen. Grund dafür ist die sehr geringe Arbeitslosenquote der Baufacharbeiter und Bauingenieure in Deutschland. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist höher als die Zahl der Arbeitslosen. Obwohl die Zahl der neuen Auszubildenden zum Ende des Jahres 2021 mit 14.815 auf einem neuen Rekordniveau lag, reicht dies nicht aus, um die Rentenabgänger auszugleichen. Ende des Jahres gaben laut Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts über 34 % der befragten Bauunternehmen an, dass ihre Bautätigkeit aufgrund des Fachkräftemangels behindert wurde. In den Jahren von 2017 bis 2019 sind die Baupreise überdurchschnittlich gestiegen. Dies war vor allem auf die stark ansteigenden Preise für Baustoffe und Baumaterialien zurückzuführen sowie auf eine deutliche Tariflohnerhöhung in 2018. Im Laufe des Jahres 2020 haben sich diese Steigerungen abgeschwächt. Dafür maßgeblich verantwortlich war die Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes haben sich die Preise für Bauleistungen im Jahr 2020 um 1,5 % (inkl. MwSt.) erhöht (2019: 4,4 %). In 2021 haben enorm gestiegene Transportkosten und Baumaterialpreise dazu geführt, dass im Verlauf des Jahres die Preise für Bauleistungen des Bauhauptgewerbes stark anzogen. In 2021 lag in Deutschland die Preissteigerung laut Aussage des HDB im Jahresdurchschnitt bei + 8,8 %. Auch in 2022 nahmen die Preise für Bauleistungen stark zu. So liegen die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes laut HDB bei +16,8 % über dem Vorjahresniveau. Seit Beginn des Jahres 2021 standen die Bauunternehmen vor dem Problem stark steigender Preise für Baumaterialien. Sowohl Produkte aus Holz, aber auch Erzeugnisse aus Metall und auf Erdölbasis haben sich seitdem deutlich verteuert. Darüber hinaus kam es zwischenzeitlich bei ausgewählten Baustoffen auch zu wochen- bzw. monatelangen Verzögerungen bei den Lieferfristen oder sogar zu zwischenzeitlichen Lieferstopps. Entsprechend gaben laut ifo-Konjunkturtest im Mai 2021 51 Prozent der befragten Bauunternehmen Materialmangel als Behinderungsgrund ihrer Bautätigkeiten an. Aufgrund der enormen Kostensteigerungen und des Materialmangels kam es in der Folge sowohl zu Aussetzungen von Aufträgen als auch zu Aufhebungen von öffentlichen Ausschreibungen. Auch ungewollte Verzögerungen im Bauablauf traten auf. Die Situation wurde durch den Krieg in der Ukraine noch verstärkt. Doch seit Juli 2022 konnte bei einigen Baumaterialien eine Preisberuhigung beobachtet werden. Im Dezember 2022 lag der Anteil der Baufirmen, die Materialmangel als Grund für eine Behinderung der Bautätigkeit angaben, nur noch bei rund 20 Prozent. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen stieg im Jahr 2021 laut Statistischen Bundesamt um 3,1 %. Der Auftragseingang nahm im Gesamtjahr um nominal 8,5 % zu und der Umsatz aller Betriebe um 2,0 %. Ende des Jahres lag der Auftragsbestand mit 12,6 Mrd. Euro um 16,7 % über dem Vorjahreswert. Diese Zahlen verdeutlichen die zweigeteilte Entwicklung des Wohnungsbaus im Jahr 2021. Auf der einen Seite legten die Auftragseingänge deutlich zu. Auf der anderen Seite wurde die Bauproduktion aufgrund fehlenden Baumaterials stark gebremst. Gleichzeitig mussten Baubetriebe einen starken Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter und Energie hinnehmen. Folglich stiegen auch die Baupreise an. Der Preisindex im Wohnungsneubau lag laut HDB im November 2021 um fast 15 % über dem Wert des Vorjahres. Außerdem wurde im August 2019 eine "Sonder-Afa" im Mietwohnungsbau eingeführt. Bei einem Bau von neuen Mietwohnungen konnten private Investoren befristet bis zum 31.12.2021 fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten zusätzlich bei der Steuer geltend machen. Diese Maßnahmen verliehen dem Wohnungsbau kurzfristige Impulse. Aufgrund der gesetzten Fristen geben sie den Bauunternehmen jedoch keine langfristige Planungssicherheit. Die günstigen Finanzierungsbedingungen für Wohnungsbaukredite stützten die Wohnungsbautätigkeit in 2021 ebenfalls. Von Januar bis November 2022 nahm die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen um 5,8 % ab. Der nominale Auftragseingang ging im gleichen Zeitraum um 2,1 % zurück, während der nominale baugewerbliche Umsatz um 12,1 % zunahm. Der Auftragsbestand lag Ende September mit über 13 Mrd. Euro um 3,4 % über dem Vorjahreswert. Während sich der Wohnungsbau bis zur Jahresmitte noch positiv entwickelte, ging die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen seit Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Dies dürfte einerseits auf die deutlich gestiegenen Baupreise vor dem Hintergrund stark gestiegener Preise für Baumaterialien und Energie und andererseits auf das ebenfalls stark gestiegene Zinsniveau zurückzuführen sein. Zwar lag der Bauüberhang Ende 2021 mit 730.000 Wohnungen auf einem hohen Niveau, hiervon dürften jedoch viele Genehmigungen nicht in Anspruch genommen werden. Der Preisindex im Wohnungsneubau lag im November 2022 um 16,9 % über dem Wert des Vorjahres. Die Preise für den Rohbau stiegen um 15,8 % und die Preise für Ausbauarbeiten um 17,8 %. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgerufen, jährlich 400.000 Wohnungen bauen zu lassen (davon 100.000 im geförderten Sektor). Laut der Einschätzung des HDB dürfte dieses Ziel in 2022 und 2023 nicht erreicht werden. Im Jahr 2021 ist der Wirtschaftsbau besser als erwartet durch die Krise gekommen: Es zeigte sich jedoch ein differenziertes Bild über die unterschiedlichen Sektoren hinweg. Während die Baugenehmigungen von Handels- und Lagergebäuden aufgrund der gedrückten Stimmung im Einzelhandel um - 6,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken, nahmen die Baugenehmigungen von Büro- und Verwaltungsgebäuden, trotz der Diskussionen um das mobile Arbeiten um 17 % zu. Die Genehmigungen für den Bau von Werkstattgebäuden nahmen leicht um - 0,8 % ab. Während der nominale Umsatz aller Betriebe im Jahr 2021 laut HDB um 2,3 % im Vergleich zu 2020 zunahm (auf 50,9 Mrd. Euro), stieg der Auftragseingang um 16 %. Ende des Jahres lag der Auftragsbestand mit 28,2 Mrd. Euro um 14,1 % über dem Wert des Vorjahres. Auch im Jahr 2022 entwickelten sich die Sektoren unterschiedlich: Während die Baugenehmigungen von Handels- und Lagergebäuden um 13,3 % und die Baugenehmigungen von Fabrik- und Werkstattgebäuden um 12,6 % zunahmen, gingen die Baugenehmigungen von Büro- und Verwaltungsgebäuden um 21,7 % zurück. Auch bei den sonstigen gewerblichen Betriebsgebäuden (hierzu zählen unter anderem Hotels und Gaststätten) nahmen die Baugenehmigungen von Januar bis November 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab (- 9, 2%). Die fehlenden Investitionen dürften die Folge der Corona-Pandemie bzw. der Lockdowns und damit der fehlenden Einnahmen und Schließungen sein. Während der nominale Auftragseingang von Januar bis November 2022 um 6,9 % im Vergleich zu Januar bis November 2021 im Wirtschaftsbau zunahm (auf 38,5 Mrd. Euro), stieg der nominale Umsatz um 11,2 %. Ende September lag der Auftragsbestand mit 31,6 Mrd. Euro um 12,5 % über dem Wert des Vorjahres. Laut Einschätzung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie ist für das Gesamtjahr 2022 mit einem deutlichen Umsatzrückgang im Wirtschaftsbau zu rechnen. Im Jahr 2021 nahm der Auftragseingang im Öffentlichen Bau um nominal 2,7 % auf 31,7 Mrd. Euro zu, während der Umsatz aller Betriebe nominal um 1,2 % abnahm. Zum Jahresende lag der Auftragsbestand mit 23,4 Mrd. Euro um 16,6 % über dem Vorjahreswert. Damit war der Öffentliche Bau die einzige Bausparte, die in 2021 einen Umsatzrückgang verzeichnete. Während Bund und Länder im Jahr 2020 den aufgrund von Corona ausgefallenen Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen im Rahmen des Konjunkturprogramms vollständig übernommen hatten, gab es diese finanzielle Hilfe in 2021 nicht. Darüber hinaus kam es bei der Einreichung von Bauanträgen und Baugenehmigungen zu Verzögerungen, da die Digitalisierung der Verwaltung generell zu langsam voranschreitet. Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Baupreise und des fehlenden Baumaterials, kam es zu zeitlichen Verschiebungen von öffentlichen Ausschreibungen. Von Januar bis November 2022 stieg der nominale Auftragseingang im Öffentlichen Bau um 12,2 % auf rund 31,9 Mrd. Euro, der nominale Umsatz nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 % zu. Ende September lag der Auftragsbestand mit 26,4 Mrd. Euro um 12,1 % über dem Vorjahreswert. Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Baupreise und des teuren Baumaterials, kam es zu zeitlichen Verschiebungen von öffentlichen Ausschreibungen. Auch die knappen Personalkapazitäten der Kommunen verzögern Bauprojekte. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet der HDB auch beim öffentlichen Bau mit einem deutlichen Rückgang der Umsätze. Alle hier vorgenannten Zahlen wurden den Angaben des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) entnommen. b) Geschäftsverlauf Die Gesamtleistung der Bohle-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2021/2022 um TEUR 3.758 gestiegen. Mit TEUR 88.364 (Vj.: TEUR 84.606) lag sie um 4,44% über der Leistung des Vorjahres. Der Auftragsbestand lag zu Beginn des Berichtsjahres bei TEUR 45.859 (Vj.: TEUR 46.523). Darin enthalten ist der Auftragsbestand der Rahmenvertragskunden mit TEUR 16.460 (Vj.: TEUR 19.539). Die durchschnittlichen monatlichen Auftragseingänge der Gesamtgruppe im ersten Halbjahr des Berichtsjahres lagen mit TEUR 7.776 (Vj.: TEUR 6.975) über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Auftragseingänge pro Monat der Rahmenvertragskunden belaufen sich auf TEUR 1.372 (Vj.: TEUR 1.628). Die durchschnittlichen Auftragseingänge setzen sich im Winterhalbjahr kontinuierlich fort. Der monatliche Durchschnittswert betrug TEUR 7.772 (Vj.: TEUR 8.453). Die durchschnittlichen Auftragseingänge der Projektbauvorhaben bezogen auf das Gesamtjahr liegen mit TEUR 6.402 (Vj.: TEUR 6.086) über dem Niveau des Vorjahres. Unter Einbeziehung der Rahmenvertragskunden ergibt sich für das Berichtsjahr ein Monatswert von TEUR 7.774 (Vj.: TEUR 7.714). Nachdem die Corona-Pandemie sowie die Maßnahmen zu deren Bekämpfung das vorangegangene Wirtschaftsjahr wesentlich bestimmt hat, haben sich die Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeiten auf den Baustellen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr reduziert. Neben den rückläufigen Lockdownabschnitten haben sich in der Gruppe Routinen eingespielt, um mit den pandemiebedingten Behinderungen auf den Baustellen umzugehen. Darüber hinaus haben uns bei der Verarbeitung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie die bereits vor dem Ausbruch eingeleiteten Prozessoptimierungen und Umstellungen in der Auftragsstruktur geholfen. Zwar konnten wir unsere Gesamtleistung geringfügig steigern, mussten jedoch aufgrund der deutlich gestiegenen Material- und Nachunternehmerpreise ein reduziertes Ergebnis verbuchen. Die Auswirkungen des Kriegsausbruchs in der Ukraine zeigen sich bereits im ersten Quartal des Jahres 2022 durch Stornierungen von Aufträgen sowie erneute Störungen in den Lieferketten und deutlich steigenden Materialpreisen. Die Sparte Isoliertechnik startete in das Wirtschaftsjahr 2021/2022 mit einem Auftragsbestand von TEUR 27.050 (Vj.: TEUR 28.925). Im ersten Halbjahr verbuchte die Sparte Auftragseingänge von durchschnittlich TEUR 4.382 (Vj.: TEUR 3.745) und in der zweiten Jahreshälfte von durchschnittlich TEUR 4.763 (Vj.: TEUR 4.011) pro Monat. Die Bereitschaft unserer Rahmenvertragskunden, längerfristige Rahmenverträge abzuschließen, um die Versorgungssicherheit zur gewährleisten, besteht unverändert. Eine Vielzahl unserer Rahmenverträge in den Bereichen der Energieversorger, in der chemischen und petrochemischen Industrie und in der Automobilindustrie wurde im abgelaufenen Wirtschaftsjahr neu ausgeschrieben. Zusammengefasst ist es uns gelungen, alle für uns maßgeblichen Rahmenverträge zu verlängern, bzw. neu abzuschließen. Darüber hinaus konnten wir auch in langfristigen Rahmenverträgen zufriedenstellende Preisanpassungen erzielen. Insgesamt belief sich die Leistung im Bereich der laufenden Maintenance Arbeiten bei unseren Rahmenvertragskunden im Berichtsjahr auf TEUR 16.460 und liegt damit unter der Vorjahresleistung von TEUR 19.539. Das Projektgeschäft hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. So konnten wir bei unseren Rahmenvertragspartnern im Bereich der Energieversorgung Revisionen mit Auftragswerten von bis zu TEUR 1.505 durchführen. Im Chemiesektor arbeiteten wir Revisionsprojekte in Höhe von ca. TEUR 3.779 ab. Für die Energieversorgung einer Großmolkerei haben wir die Isolierungen der Energiezentrale i.H.v. TEUR 1.846 installiert. Im Marktsegment der erneuerbaren Energien wurden von uns verschiedene Wärmespeicher mit Auftragswerten bis zu TEUR 1.001 isoliert. Die Gesamtleistung des Projektgeschäftes belief sich auf TEUR 28.702 (Vj.: TEUR 21.407). Die Planleistung von TEUR 25.540 wurde überschritten. Die Leistung der Rahmenvertrags- und Projekttätigkeit belief sich demnach konsolidiert auf TEUR 45.162 und liegt damit über dem Vorjahresniveau von TEUR 40.946. Die für die Sparte insgesamt angesetzte Planleistung von TEUR 42.000 wurde ebenfalls überschritten. Die Leistungen unserer polnischen Tochtergesellschaft sind in der Gesamtleistung der Sparte Isoliertechnik enthalten. Die polnische Gesellschaft entwickelt sich weiterhin sowohl im Inlandsgeschäft als auch in der Personalentsendung positiv. In Polen wurde eine Gesamtleistung von TEUR 4.635 (Vj.: TEUR 3.286) und mit dem Personaleinsatz in Deutschland eine Leistung von TEUR 4.843 (Vj.: TEUR 4.377) erreicht und lag damit über den Planvorgaben von insgesamt TEUR 7.400. Aktuell werden in Polen 231 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gerüst Bautechnik Rostock GmbH wurde mit Beginn des Wirtschaftsjahres auf die Bohle Isoliertechnik GmbH verschmolzen, um die Synergien mit der Sparte Isoliertechnik vollständig nutzen zu können. Die Leistungen der Abteilung sind in der Spartengesamtleistung enthalten. Im Marktbereich Bohle Hochbau fiel die Gesamtleistung im Berichtsjahr mit TEUR 43.202 (Vj.: TEUR 43.660) um TEUR 458 niedriger aus. Die Sparte Innenausbau erzielte im Berichtsjahr eine Leistung von TEUR 36.408 und liegt geringfügig mit TEUR 394 über der Vorjahresleistung von TEUR 36.014. Dies entspricht einer Steigerung von 1,09 % der Gesamtleistung. Die Planleistung von TEUR 38.000 wurde nicht erreicht. Das Berichtsjahr startete im Innenausbau mit einem Auftragsbestand von TEUR 16.340 (Vj.: TEUR 14.971). Im ersten Halbjahr verbuchte die Sparte Auftragseingänge von durchschnittlich TEUR 2.757 (Vj.: TEUR 2.620) und im zweiten Halbjahr Eingänge von durchschnittlich TEUR 2.451 (Vj.: TEUR 3.778) pro Monat. Entgegen der corona-bedingten negativen Prognosen und trotz der Wettbewerbsverschärfung aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sich der Bereich Wirtschaftsbau vergleichsweise gut entwickelt. Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden nahm wieder zu und wir konnten in diesem Segment verschiedene Aufträge generieren. So erhielten wir beispielsweise Aufträge für Umbaumaßnahmen im Messebereich von TEUR 173, im Hotelgewerbe von TEUR 510, im Bereich der Neu- und Umbauten von Bürogebäuden bis zu TEUR 704 sowie im produzierenden Gewerbe für die Umbauten von Montagehallen Aufträge von bis zu TEUR 342. Im Automobilsektor konnten wir den Auftrag "Zentrale Werkstätten" in Höhe von 253 TEUR akquirieren. Die Zusammenarbeit mit unseren Rahmenvertragspartnern wurde trotz der verbliebenen Corona-Beschränkungen und der bereits genannten Wettbewerbsverschärfung erfolgreich fortgeführt. So ist es uns gelungen, die Rahmenverträge mit Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie, der Luftfahrtindustrie, der Chemischen Industrie, Unternehmen der Versicherungsbranche sowie medizinischen Einrichtungen zu prolongieren. Das derzeitige Stimmungsbild der Bauwirtschaft bestätigt uns, den bereits eingeschlagenen Weg im Bereich Komplettausbau weiter zu forcieren. Mit dem Angebot kompletter Ausbaupakete bietet dieses Segment die Möglichkeit, uns weiter strategisch von den Mitbewerbern abzusetzen, die sich ausschließlich mit Aus- und Umbauten im Trockenbau beschäftigten. Das allgemeine Stimmungsbild trifft zwar auch auf den Komplettausbau zu, trotzdem konnten wir u.a. Aufträge mit Volumina bis zu TEUR 307 für ein Bürogebäudeprojekt generieren. Im Bereich Wohnungsbau konnten wir Aufträge u.a. in den Bereichen Neubau oder Erweiterung von Seniorenzentren mit Auftragswerten bis zu TEUR 152 sowie im Bereich Neubau von Pflegeheimen mit Auftragsvolumina von bis zu TEUR 560 generieren. Bei den öffentlichen Bauten können wir die von den Spitzenverbänden der Bauindustrie genannten rückläufigen Tendenzen bestätigen, die Beauftragung durch die öffentlichen Auftraggeber war insgesamt verhaltener und überwiegend kleinteiliger. Dennoch konnten wir beispielsweise Auftragseingänge für den Umbau von Wohnheimen i.H.v. TEUR 440, für den Aus- und Umbau von Schulen in Größenordnungen von TEUR 65 bis TEUR 226, von Feuerwachen i.H.v. TEUR 193 sowie in medizinischen Einrichtungen von bis zu TEUR 363 verzeichnen. Die Gesamtleistung der Sparte Brandschutz lag im Wirtschaftsjahr 2021/2022 mit TEUR 5.382 (Vj.: TEUR 6.220) unter dem Niveau der Vorjahresleistung. Die angesetzte Planleistung von TEUR 6.950 wurde ebenfalls nicht erreicht. Das Berichtsjahr startete im Brandschutz mit einem Auftragsbestand von TEUR 2.327 (Vj.: TEUR 2.500). Im ersten Halbjahr verbuchte die Sparte Auftragseingänge von durchschnittlich TEUR 473 (Vj.: TEUR 457) und im zweiten Halbjahr von durchschnittlich TEUR 475 (Vj.: TEUR 562) pro Monat. Die Gesamtleistung der Sparte Dienstleistungen lag im Wirtschaftsjahr 2021/2022 mit TEUR 1.412 geringfügig unter dem Vorjahreswert von TEUR 1.426. Die konsolidierte Planleistung von TEUR 1.500 wurde nicht erreicht. Das Berichtsjahr startete in der Sparte Dienstleistungen mit einem Auftragsbestand von TEUR 141 (Vj.: TEUR 127). Im ersten Halbjahr verbuchte die Sparte Auftragseingänge von durchschnittlich TEUR 164 (Vj.: TEUR 153) und im zweiten Halbjahr von durchschnittlich TEUR 83 (Vj.: TEUR 102) pro Monat. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Gesamtleistung aller Sparten in den letzten fünf Geschäftsjahren. Die Zahlenangaben erfolgen in TEUR:
c) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat sich die Gesamtleistung gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/2021 um 4,44% auf TEUR 88.364 (Vj.: TEUR 84.606) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 3.583 (Vj.: TEUR 4.450) und beinhalten im Wesentlichen Erstattungen von Lohnbestandteilen durch die Sozialkassen i.H.v. TEUR 1.294 (Vj.: TEUR 1.353), Werte der gewährten geldwerten Vorteile i.H.v. TEUR 645 (Vj.: TEUR 644), Erträge aus der Ausbuchung verjährter Sicherheiten und nicht anerkannten Nachunternehmerrechnungen i.H.v. TEUR 505 (Vj.: TEUR 667), Erträge aus Versicherungs- und Kostenerstattungen i.H.v. TEUR 347 (Vj.: TEUR 405), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 114 (Vj.: TEUR 240) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen i.H.v. TEUR 93 (Vj.: TEUR 155). Der Materialaufwand beträgt TEUR 46.026 (Vj.: TEUR 42.987). Der starke Preisanstieg für Material und Nachunternehmer seit Beginn des Jahres 2021 hat sich auch bei uns spürbar bemerkbar gemacht. Teilweise konnten die Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergereicht werden, der verbleibende Rest führte zu einem Anstieg der Materialeinsatzquote auf 52,09% (Vj.: 50,81%) der Gesamtleistung. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 364 auf TEUR 32.979 (Vj.: TEUR 32.615) erhöht. Im Verhältnis zur Gesamtleistung ist die Personalaufwandsquote dagegen leicht um 1,23 Prozentpunkte auf 37,32% (Vj.: 38,55%) der Gesamtleistung gesunken. Die Aufwandssteigerung resultiert im Wesentlichen aus den gewährten Lohnerhöhungen sowie der Lohnkosten der Abteilung Gerüstbau, die in diesem Jahr erstmals mit vollen 12 Monaten und im Vorjahr anteilig mit 3 Monaten in den Konzernpersonalaufwand eingeflossen sind. Im Jahresverlauf wurden durchschnittlich 473 (Vj.: 483) gewerbliche Mitarbeiter und 205 (Vj.: 208) Angestellte beschäftigt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 beschäftigte die Bohle-Gruppe insgesamt 664 (Vj.: 680) Mitarbeiter (Angaben ohne Auszubildende und Geschäftsführer der Muttergesellschaft). Davon waren 49 (Vj.: 47) Mitarbeiter in der Hauptverwaltung in Gummersbach tätig. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände liegen mit TEUR 1.369 (Vj.: TEUR 1.096) TEUR 273 über dem Niveau des Vorjahres. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. TEUR 9.442 (Vj.: TEUR 9.484) sind Fahrzeugkosten i.H.v. TEUR 2.408 (Vj.: TEUR 2.317), Auslösungen, Reisekosten und Personalnebenkosten i.H.v. TEUR 1.277 (Vj.: TEUR 1.158), Raumkosten i.H.v. TEUR 1.288 (Vj.: TEUR 1.205), periodenfremde Aufwendungen aus Leistungskürzungen, die die hier gebildeten Rückstellungen übersteigen i.H.v. TEUR 176 (Vj.: TEUR 435), Werbe- und Repräsentationskosten i.H.v. TEUR 401 (Vj.: TEUR 440) sowie Forderungsabschreibungen i.H.v. TEUR 56 (Vj.: TEUR 312) enthalten. Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 1.966 (Vj.: TEUR 2.778). Das Finanzergebnis beläuft sich auf TEUR -865 (Vj.: TEUR -932) und entfällt insbesondere mit TEUR 915 (Vj.: TEUR 1.005) auf Zinsaufwendungen für Kontokorrent-, Aval- und Bankkredite. Die Ertragssteuern für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 betragen (Ertrag) TEUR -1.122 (Vj.: TEUR 720), hierin enthalten sind aperiodische Steuererstattungen i.H.v. TEUR 1.627 und Steuernachzahlungen i.H.v. TEUR 224 aufgrund von Betriebsprüfungen. Insgesamt ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.097 gestiegenes Konzernergebnis i.H.v. TEUR 2.224 (Vj.: TEUR 1.126). d) Finanzlage a. Kapitalstruktur Aufgrund der kontinuierlich positiven Ertragssituation der vorangegangenen Jahre und der moderaten Gewinnausschüttungen konnte auch in diesem Jahr ein höheres Konzerneigenkapital ausgewiesen werden. Der Wert des Eigenkapitals beträgt im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 20.610 (Vj.: TEUR 18.397) und hat sich damit gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/2021 um TEUR 2.213 (12,03%) verbessert. Bezogen auf ein um TEUR 2.115 auf TEUR 60.317 (Vj.: TEUR 58.202) gestiegenes Gesamtkapital beläuft sich die bilanzielle Eigenkapitalquote auf 34,18% (Vj.: 31,61%). Die Eigenkapitalrentabilität liegt mit 10,79% (Vj.: 6,12%) auch weiterhin deutlich über dem Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital beträgt 4,08% (Vj.: 4,48%). Das langfristige Fremdkapital entfällt mit TEUR 1.388 (Vj.: TEUR 1.558) auf langfristige Bankdarlehen und mit TEUR 1.073 (Vj.: TEUR 1.049) auf Pensionsverpflichtungen. Das mittel- und kurzfristig gebundene Kapital bewegt sich mit TEUR 37.245 (Vj.: TEUR 37.197) auf Vorjahresniveau. Es setzt sich zusammen aus den mittel- und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 16.954 (Vj.: TEUR 15.839), den Rückstellungen i.H.v. TEUR 2.912 (Vj.: TEUR 2.968) sowie den Lieferanten- und sonstigen Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 17.379 (Vj.: TEUR 18.390). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben um TEUR 945 auf TEUR 18.343 (Vj.: TEUR 17.398) zugenommen. Hiervon entfallen TEUR 6.761 (Vj.: TEUR 6.850) auf Darlehensverbindlichkeiten und TEUR 11.582 (Vj.: TEUR 10.549) auf Kontokorrentkredite. b. Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 764 und betreffen den Erwerb von Software-Lizenzen (TEUR 17) sowie im Wesentlichen Neu- und Ersatzinvestitionen in technische Anlagen und Maschinen (TEUR 89), in den Fuhrpark (TEUR 291), in Betriebs- und Geschäftsausstattung und in geringwertige Vermögensgegenstände (TEUR 364). Für den Erwerb von Maschinen wurden Anzahlungen i.H.v. TEUR 3 geleistet. c. Liquidität Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich zusammen aus den Kassenbeständen und den jederzeit verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten i.H.v. TEUR 91 (Vj.: TEUR 832) sowie den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR -11.582 (Vj.: TEUR -10.549). Der (negative) Finanzmittelfonds hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.775 auf TEUR -11.491 (Vj.: TEUR -9.716) verschlechtert. Die Inanspruchnahme der gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.000 reduzierten Barkreditlinie ist von 35,04% zu Beginn des Geschäftsjahres auf 53,14% zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 gestiegen. Die Liquiditätssituation ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -241 (Vj.: TEUR 10.836). Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -623 (Vj.: TEUR -2.177) und setzt sich insbesondere zusammen aus den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen i.H.v. TEUR -747 (Vj.: TEUR - 1.209) und in das immaterielle Vermögen i.H.v. TEUR -17 (Vj.: TEUR - 1) sowie aus Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens i.H.v. TEUR 92 (Vj.: TEUR 243) und erhaltenen Zinsen i.H.v. TEUR 49 (TEUR 73). Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -910 (Vj.: TEUR -25). Die darin enthaltenen Einzahlungen aus der Begebung von Finanzkrediten belaufen sich auf TEUR 900 (Vj.: TEUR 1.542) und die Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten auf TEUR -989 (Vj.: TEUR - 622). Die gezahlten Zinsen betragen TEUR -821 (Vj.: -945). e) Vermögenslage Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens i.H.v. TEUR 13.815 (Vj.: TEUR 14.642) am Gesamtvermögen i.H.v. TEUR 60.317 beträgt 22,91% (Vj.: 25,16 %). Das langfristig gebundene Vermögen besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen i.H.v. TEUR 1.324 (Vj.: TEUR 1.553) und Sachanlagen i.H.v. TEUR 12.270 (Vj.: TEUR 12.682) und ist zu 149,19% (Vj.: 125,65%) durch Eigenmittel gedeckt. Der Anteil des mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen erhöht sich um TEUR 2.943 auf TEUR 46.502 (Vj.: 43.559). Die Erhöhung resultiert aus der Zunahme der Sonstigen Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 3.017 auf TEUR 4.877 (Vj.: TEUR 1.860), im Wesentlichen bedingt durch Forderungen aus Steuererstattungen i.H.v. TEUR 2.959 (Vj.: TEUR 772) und dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.098 auf TEUR 24.877 (Vj.: TEUR 22.779), bei einer Verminderung der Vorräte um TEUR 1.347 auf TEUR 16.364 (Vj.: TEUR 17.711). Die auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände vorgenommenen Wertberichtigungen belaufen sich auf TEUR 445 (Vj.: TEUR 471). f) Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Aufgrund unseres SCC-Managementsystems konnte die Anzahl der Arbeitsunfälle auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Es wurden 15 (Vj.: 12) Unfälle gemeldet. Erfasst sind hier die Arbeitsunfälle, die zu einem Arbeitsausfall des betreffenden Mitarbeiters von mehr als einem Tag führten. Auf die einzelnen Sparten verteilten sich die Unfallzahlen folgendermaßen: Isoliertechnik 3 Unfälle (Vj.: 1), Innenausbau 11 Unfälle (Vj.: 9) und unsere polnische Tochtergesellschaft 1 Unfall (Vj.: 0). Keine Unfälle vermelden die Sparte Dienstleistungen (Vj.: 0) und Brandschutz 0 Unfälle (Vj.: 2) sowie die Ernst Bohle GmbH (Vj.: 0). Mit den Arbeitsunfällen waren insgesamt 220 Ausfalltage verbunden (Vj.: 178 Ausfalltage). Bei der Unfallhäufigkeit (UH=Anzahl der Arbeitsunfälle/geleistete Arbeitsstunden *106) liegen wir mit einem Wert von 13,4 (Vj.: 7,0) im Verhältnis zu den Mitgliedsfirmen der folgenden Berufsgenossenschaften außerordentlich gut: BG RCI (KJ 2021) 12,3, BG HM (KJ 2021) 22,3 und BG Bau (KJ 2021) 34,5. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a) Prognosebericht Während sich die Auswirkungen der Corona Krise zum Jahreswechsel 2021/2022 allmählich abschwächten, begann im Februar der Ukrainekrieg mit erneut deutlichen Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft in Form von Energieknappheit, massiv steigenden Preisen und Lieferengpässen bei Material. Da das Ende des Krieges derzeit nicht absehbar ist, gehen wir davon aus, dass uns die Folgen auch in den Jahren 2023 und 2024 begleiten werden. Aufgrund dieser Annahme haben wir den Prognosebericht erstellt. Die Sparte Isoliertechnik startete in das Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Auftragsbestand von TEUR 29.199 (Vj.: TEUR 27.050). Die Auftragseingänge der ersten beiden Quartale lagen mit TEUR 33.775 (Vj.: TEUR 26.287) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Leistung im Bereich der laufenden Maintenance Arbeiten bei unseren Rahmenvertragskunden wird sich mit ca. TEUR 20.206 über dem Niveau des Vorjahres von TEUR 16.460 bewegen. Die Projekttätigkeit innerhalb und außerhalb der Rahmenkommissionen wird mit einer Leistung von TEUR 30.161 die Vorjahresleistung von TEUR 28.702 ebenfalls übertreffen. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarten wir daher eine Spartengesamtleistung von TEUR 50.367, die um TEUR 5.205 höher als die Vorjahresgesamtleistung von TEUR 45.162 ausfallen wird. Die Sparte Innenausbau startete in das neue Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem Auftragsüberhang von TEUR 12.511 (Vj.: TEUR 16.340). In den ersten beiden Quartalen verzeichneten wir Auftragseingänge von TEUR 19.790 (Vj.: TEUR 16.543). Insgesamt wird die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 34.820 betragen und damit unter der Gesamtleistung des vergangenen Jahres i.H.v. TEUR 36.408 liegen. Der Auftragsbestand der SparteBrandschutz betrug zum 1. April 2022 TEUR 1.806 (Vj.: TEUR 2.327). Die Auftragseingänge in den ersten beiden Quartalen lagen bei TEUR 4.022 (Vj.: TEUR 2.840). Die Planleistung für das Geschäftsjahr 2022/2023 beträgt TEUR 6.700 und liegt über der Ist-Leistung des abgelaufenen Wirtschaftsjahres von TEUR 5.382. Der Auftragsbestand der Sparte Dienstleistungen lag am 1. April 2022 bei TEUR 148 (Vj.: TEUR 142). Die Auftragseingänge der Abteilung beliefen sich in den ersten beiden Quartalen auf TEUR 1.557 (Vj.: TEUR 986). Wir erwarten eine Gesamtleistung im laufenden Geschäftsjahr 2021/2022 von TEUR 1.450. Damit wird die Leistung des Vorjahres von TEUR 1.412 ebenfalls leicht übertroffen. Der Auftragsbestand der Bohle-Gruppe betrug zum 1. April 2022 TEUR 43.664 (Vj.: TEUR 45.859). Die Auftragseingänge lagen in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2022/2023 bei TEUR 49.041 (Vj.: TEUR 46.656). Die Gesamtleistung des Wirtschaftsjahres 2022/2023 wird nach Konsolidierung TEUR 93.337 betragen. Die Ist-Leistung des Wirtschaftsjahres 2021/2022 belief sich auf TEUR 88.364 nach Konsolidierung. b) Chancen- und Risikobericht Wesentlicher Bestandteil des Geschäftsjahres 2022/2023 werden in der Sparte Isoliertechnik wieder Vertragsverhandlungen mit unseren Rahmenvertragspartnern sein. Mit unseren Rahmenvertragskunden wurden auch im Berichtsjahr wieder Prolongationen der bestehenden Rahmenverträge generiert. Aufgrund des Fachkräftemangels fürchten zahlreiche Großunternehmen der Prozessindustrie um ihre Versorgungssicherheit und schließen immer langfristigere Rahmenverträge mit besseren Konditionen für die Lieferanten ab. Für die in den kommenden Geschäftsjahren auslaufenden Rahmenverträge sind daher die Voraussetzungen für eine Neuauflage sehr vielversprechend. Die zweite Säule der Spartengesamtleistung bildet das Projektgeschäft mit einem Anteil von rund 60 Prozent. Mit unseren technischen Isolierungen sorgen wir in allen Bereichen der deutschen Großindustrie und Energieerzeugung für Einsparungen bei der eingesetzten Energie und somit für Reduzierungen des CO 2-Ausstoßes. Die Vorgaben des Klimaschutzprogramms 2030, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu senken und die Bepreisung der Treibhausgase permanent zu erhöhen, verstärken die Suche nach möglichem Einsparpotential. Die EU-Kommission hat sowohl Atom- als auch Gaskraftwerken als nachhaltig eingestuft. Aufgrund der Ukrainekrise wurde in Deutschland der Ausstieg aus der Atomenergie auf das Jahr 2023 verschoben. Neben dem politischen Widerstand werden fehlende Brennelemente und nicht mehr zur Verfügung stehendes Fachpersonal hier die größten Hindernisse für eine erneute Verlängerung darstellen. Der Krieg in der Ukraine hat auch in Bezug auf die Gasversorgung zu einem völligen Umdenken in der Energiepolitik geführt. Flüssiggas ist die Alternative zu russischem Pipelinegas. Dafür werden große LNG-Terminals in deutschen Häfen errichtet. In Rekordzeit wurde bereits das LNG-Terminal in Wilhelmshaven fertiggestellt und im Dezember 2022 in Betrieb genommen. Weitere LNG-Terminals sind im Bau bzw.in der Planung. Grundsätzlich beinhalten diese Terminals ein großes Potential an technischer Isolierung. Grund genug, dieses wachsende Marktsegment in unseren Vertriebsaktivitäten zu berücksichtigen. Die Entwicklung im Bereich der GuD-Anlagen bleibt in diesem Zusammenhang abzuwarten. Für den Bereich der konventionellen Energieerzeugung rückt die Kohleverstromung aufgrund der Energiekrise für uns zumindest kurzfristig wieder in den Focus, da sich aktuell noch 26 Gigawatt aktive Kohleleistung im Netz befinden. Die Vorbereitungen für zusätzliche 8 Gigawatt Kohleleistung laufen bei den Energieerzeugern auf Hochtouren. Konkret geht es um die Reaktivierung bereits stillgelegter Kraftwerksblöcke und um die Ertüchtigung der Blöcke, die sich momentan in der Stillstandsreserve befinden. Hiervon sind auch unsere bestehenden Rahmenverträge bei Energieversorgern betroffen und führen zu einer außerplanmäßigen Leistungssteigerung. Auf der Suche nach Alternativen zu russischem Gas macht die Entwicklung nachhaltiger Technologien Hoffnung für die Zukunft. Aufgrund des Ukrainekrieges ist für den Bereich der regenerativen Energien deutlich schneller von erheblichem Wachstumspotential auszugehen. Im Marktsegment der erneuerbaren Energien sind wir im Rahmen der Speichertechnologie erfolgreich positioniert. Neben den bereits im Einsatz befindlichen Wärmespeichern auf Wasserbasis ist eine Vielzahl von weiteren Wärmespeichern in der Planung. Zusätzlich wird weiteres Potential für unsere technische Isolierung durch die Erforschung neuer Speichermedien wie Salzschmelze, Flüssigmetall oder kryogen verflüssigter Luft entstehen. Darüber hinaus bleibt die Entwicklung in der Wasserstofftechnologie spannend und aussichtsreich. Neben der Klimaneutralität unserer Wirtschaft geht es auch hier um Alternativen zum russischen Gas. Die Bundesregierung will im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft mit 8 Milliarden Euro fördern. Deutschland soll bei den Wasserstoff-Technologien zur Nr. 1 in der Welt werden, dazu sind mittlerweile in fast jedem Bundesland zahlreiche Wasserstoffprojekte geplant. Neben der Stahl-, Chemie-, Prozess- und Autoindustrie setzen auch die allgemeine Energieversorgung, die Schiff- und Luftfahrt sowie die Bahn auf Wasserstoff. Potenzial an technischer Isolierung bleibt auch in der Prozessindustrie bei den aktuellen Bestandsanlagen bestehen. Dort ist z. Bsp. das Thema Abwärme ein Dauerbrenner, im Besonderen vor dem Hintergrund, dass fast ein Viertel der Prozesswärme in der Industrie verloren geht. Hier gibt es seitens unserer Kunden die Bestrebung, Abwärme nicht nur als Kostenfaktor zu sehen, sondern sie wieder in die eigene Prozesskette zurückzubringen oder alternativ der Gemeinschaft in Form von Fernwärme zur Verfügung zu stellen. Um bei diesen Prozessen die Wärmeenergie zu sichern, ist auch in diesem Marktsegment von steigender Nachfrage an technischer Isolierung auszugehen. Unverändert interessant für uns bleibt die Umwandlung von Kunststoffabfällen in Rohmaterial für die Herstellung von neuem Kunststoff. Ineos und Plastic Energy wollen künftig moderne Recyclingtechnologie nutzen, um Kunststoffabfälle in Moleküle umzuwandeln. Das daraus resultierende Material wird verwendet, um erdölbasierte Rohstoffe zu ersetzen. Dieser sehr Energie intensive Prozess wird nicht ohne den umfangreichen Einsatz von technischer Isolierung möglich sein. Ebenfalls involviert sind wir bei dem Umbau von Müllverwertungsanlagen und der damit verbundenen Steigerung der Energieeffizienz. Die Umbaumaßnahmen in der Müllverbrennungsanlage in Hamburg verfolgen das Ziel der erweiterten Wärmenutzung über zusätzliche Wärmeauskopplung durch gezielte Abkühlung von Rauchgasen. Nach der Inbetriebnahme 2023 werden jährlich rund 350.000 MW/h zusätzliche Wärme in das Leitungsnetz von Hamburg eingespeist. Allein dadurch wird jedes Jahr ein CO 2 Ausstoß von 104.000 Tonnen des Gases vermieden. Die übrigen Entwicklungen zu Wasser und in der Luft verfolgen wir weiterhin. Schifffahrtsunternehmen und Reedereien müssen sich immer drängender mit Alternativen zu Diesel und Treiböl beschäftigen. Neben reinen Wasserstoffgasmotoren könnte auch Ammoniak für die Seefahrt entscheidend werden. Wie auch immer sich zukünftige Antriebstechnologien entwickeln werden, es ist bereits heute zu erkennen, dass es im Herstellungsprozess des jeweiligen Energieträgers nicht ohne fachgerechte und spezialisierte Wärme- und Kältedämmung geht. Problematisch bleibt der Fachkräftemangel der Branche auch für unser Unternehmen. So haben wir es uns zum Ziel gesetzt, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, indem wir unsere Bestrebungen, eine höhere Anzahl neuer Auszubildende zu gewinnen, deutlich intensiviert haben. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern an, sowohl die permanenten hausinternen Schulungen als auch externe Weiterbildungen zu besuchen, um gerade über unser Bohle Aus- und Weiterbildungsprogramm die Mitarbeiter enger an uns zu binden. Über unsere Beschäftigungsgesellschaften Bohle Polska und Aliman Isolierungen rekrutieren wir polnische und slowenische Kräfte für den deutschen Markt. Darüber hinaus ist es uns gelungen, Mitarbeiter aus der Ukraine zu beschäftigen. Die Entwicklungen in allen Marktbereichen der Sparte zeigen, dass auch weiterhin ein umfangreicher Bedarf an technischer Isolierung bestehen wird. Nach dem Verlauf der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres ist abzusehen, dass wir die Planleistung und das Planergebnis in der Sparte Isoliertechnik erreichen werden. Der Leistungsverlauf des Marktbereichs Hochbau korreliert grundsätzlich mit der Investitionstätigkeit, insbesondere mit der Bereitschaft ihrer Kundengruppen, expansive und damit bauintensive Investitionen zu tätigen. Durch die breite Streuung der Kundengruppen ist der Marktbereich grundsätzlich nicht abhängig von einer speziellen Branchenkonjunktur, leidet jedoch infolge der Ukraine-Krise unter der gesunkenen Investitionsbereitschaft einiger Kundengruppen. Von der Jahresleistung entfallen etwa 40 Prozent auf die Beauftragung von Stammkunden, für die Kontinuität, Zuverlässigkeit sowie Ausführungsqualität die wesentlichen Faktoren für eine Beauftragung sind. Hinzu kommen ca. 10 Prozent Rahmenvertragsleistungen. Die übrige Leistung wird als Projektgeschäft akquiriert. Im Segment des Wirtschaftsbaus folgen wir der Einschätzung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), dass sich die Sektoren unterschiedlich entwickeln. Dabei profitieren wir aufgrund der intensiven Kundenbetreuung von der Entwicklung beim Ausbau von Fabrik- und Werkstattgebäuden. Entgegen dem Trend können wir jedoch auch im Segment der Büro- und Verwaltungsgebäude eine gute Auftragslage verzeichnen Bei unseren Rahmenvertragspartnern setzen wir weiterhin auf eine enge fokussierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit, um diesen Bereich weiter auszubauen, da dieses Kundensegment neben dem Komplettausbau ein nennenswertes zukünftiges Potential darstellt. Insbesondere in der deutlich gestiegenen Wettbewerbsverschärfung zeichnet sich das vorgenannte Stimmungsbild im Bereich des Komplettausbaus ab. Dennoch konnten wir trotz Krise weitere Erfolge erzielen. Der Ausbau und die Entwicklung dieses Marktsegmentes gehören in der Sparte Hochbau zu unseren strategischen Zielen und werden von uns weiterhin forciert. Im Bereich des öffentlichen Baus können wir den Prognosen des HDB, der von einem deutlichen Rückgang der Umsätze ausgeht, zustimmen. Die Auftragsgrößen verringern sich im Verhältnis zum Vorjahr und die Beauftragung erfolgt deutlich verhaltener. Bekanntermaßen zählt der Wohnungsbau nicht zu unserem primären Bausektor, daher betreffen uns die oben genannten Einschätzungen der Bauverbände nur indirekt, auch wenn wir diese spürbar nachvollziehen können. Allerdings ist davon auszugehen, dass Unternehmen, die bislang schwerpunktmäßig in diesem Sektor tätig waren, auf die anderen Bausektoren ausweichen werden. Die Auswirkungen des Ukrainekrieges werden weiterhin einen negativen Einfluss auf die Gesamtleistung des Marktbereiches Hochbau ausüben. Durch intensive Betreuung unserer Bestandskundenbeziehungen und den Ausbau unserer Bereiche Komplettausbau und Industriekunden sind wir auch hier auf einem aussichtsreichen Weg. Auf der Beschaffungsseite haben sich die Folgen des Ukraine Krieges ab dem Frühjahr in Form von massiven Preisanstiegen und einer Materialverknappung durch eine Schieflage von Angebot und Nachfrage sowie durch gestörte Lieferketten massiv ausgewirkt. Gravierende Folgen der Materialverknappung konnten wir für unsere Tätigkeiten verhindern, indem wir durch strategisch wertvolle Einkaufsabschlüsse unseren Bedarf frühzeitig sichern konnten. Allmählich reduzieren sich die Verwerfungen auf der Beschaffungsseite. Während sich die Material- und Nachunternehmerkosten im 4. Quartal 2022 stabilisierten, wird zu Beginn des Jahres 2023 mit Preissteigerung für Dämmstoffe in Höhe von 10 % gerechnet. Im Bereich der Ummantelungen sind die Einkaufspreise für Stahlbleche leicht und für Aluminiumbleche deutlich gesunken. Zudem ist es uns überwiegend gelungen, unsere Auftraggeber in Richtung dieser Problematiken zu sensibilisieren und die erforderlichen Preisanpassungen vorzunehmen. Die bisherige Entwicklung zeigt, dass wir auch in Krisenzeiten erfolgreich bestehen können. Wir sind zuversichtlich, dass die Bohle-Gruppe auch in Zukunft positive Ergebnisse ausweisen wird. Bestandsgefährdende Risiken und sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht ersichtlich.
Gummersbach, 14. März 2023 Ernst Bohle GmbH Geschäftsführung gez. Dipl.-Kfm. Gerd Rossenbach BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ernst Bohle GmbH, Gummersbach Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der Ernst Bohle GmbH, Gummersbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.3.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.4.2021 bis zum 31.3.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Ernst Bohle GmbH, Gummersbach, für das Geschäftsjahr vom 1.4.2021 bis zum 31.3.2022 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.3.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.4.2021 bis zum 31.3.2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • hole ich ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für meine Prüfungsurteile. • beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Köln, den 21. März 2023 Axel Krahl, Wirtschaftsprüfer |
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