ACC Germany GmbHLiquidiert

26133 Oldenburg (Oldb), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 4448
Eingetragen
14.6.1993
Branche
Herstellung von Elektromotoren und GeneratorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von elektrischen Kleinmotoren aller Art einschließlich der Erbringung von Leistungen im Zusammenhang damit.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

ACC Germany GmbH

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht für 2009

A. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2009

Das Wirtschaftwachstum erreichte in Deutschland im Jahresdurchschnitt ein Minus von 4,7 %.

Die unterjährige Entwicklung am Rohstoffmarkt war uneinheitlich. Insbesondere der Kupfereinkauf war nach starkem Preisrückgang Ende 2008 belastet durch eine kontinuierliche Verteuerung. Insgesamt lagen die maßgeblichen Rohstoffpreise jedoch unter denen von 2008.

Die Preise am Stahlmarkt haben sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. In 2009 waren keine großen Preisschwankungen am Stahlmarkt zu verzeichnen.

B. Geschäftsverlauf und Ergebnis des Geschäftsjahres

Wie in den Vorjahren umfasste die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft die Herstellung von elektrischen Antrieben in Großserie, vornehmlich für Waschmaschinen (bis April 2009) und Ölbrenner.

Umsatz und Produktion

Die Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres zeigte gegenüber dem Vorjahr in den Tätigkeitsbereichen "Weiße Ware" (-72 %) bzw. "Industriemotoren" (-13 %) eine deutliche Reduzierung.

Die vorgenannte Umsatzentwicklung beinhaltet eine Preisreduzierung bei den Absatzpreisen von -5,3 % (-4,2 % bei Industriemotoren) gegenüber dem Vorjahr.

Mit dieser Umsatzentwicklung ging eine Reduzierung des Produktionsvolumens um 1.080.686 Einheiten gegenüber dem Vorjahr einher (Eigen- und Fremdfertigung). Dabei war die Eigenfertigung mit einem Minus von 533.961 Einheiten beteiligt. Dieses liegt hauptsächlich an der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Verlagerung der Waschmaschinenmotorenproduktion nach Ungarn.

Bei Produktionsmaterialien und bezogenen Leistungen war im Geschäftsjahr eine Preisreduzierung von 7,9 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Einen bestimmenden Einfluss übte hier die durchschnittliche Preisentwicklung bei Kupfer (-26%) und Aluminium (-37%) aus.

Mitarbeiter

Insgesamt wurde der Personalstand in 2009 um 74 Mitarbeiter reduziert. Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 75 Mitarbeiter (31. Dezember 2008: 149 Mitarbeiter).

Die Aufgabe der Produktion von Waschmaschinenmotoren wurde im April 2009 abgeschlossen. Am Standort werden seither nur noch Motoren für industrielle Anwendungen produziert. Die Mitarbeiteranzahl wird sich nach Abschluss aller Restrukturierungsmaßnahmen auf 54 reduzieren.

Der Krankenstand stellte sich mit 6,7 % sowohl über der Planerwartung als auch über dem Vorjahreswert dar.

Jahresergebnis

Die ursprüngliche Ergebniserwartung für das Jahr 2009 in Höhe von -2,5 Mio. € konnte aufgrund zusätzlicher Erträge im außerordentlichen Ergebnis auf + 0,3 Mio. € verbessert werden.

Im Geschäftsjahr wurde die im Jahr 2007 beschlossene Verlagerung der Produktion von Waschmaschinenmotoren zu unserer ungarischen Schwestergesellschaft abgeschlossen.

Die Auswirkungen der Finanzkrise bewirkten, dass in der ersten Jahreshälfte die Verkaufsmengen deutlich hinter der Erwartung zurück blieben und trotz erheblicher Steigerung im 2. Halbjahr die ursprüngliche Planerwartung nicht erfüllt wurde.

Weiter mussten die Sozialplanaufwendungen überprüft werden. Dieses führte zu erneuten Aufwendungen in Höhe 0,8 Mio. €.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind 0,96 Mio. € aus dem Verkauf von Anlagen (0,78 Mio. €), Ersatzteilen und Material (0,18 Mio. €) an die ungarische Schwestergesellschaft enthalten.

Im außerordentlichen Ergebnis sind Erträge in Höhe von 3,5 Mio. € für einen Forderungsverzicht der Muttergesellschaft sowie in Höhe von 1,1 Mio. € für den Verkauf des Geschäftszweigs Waschmaschinenmotoren enthalten.

C. Vermögens- und Finanzlage

Zum 31. Dezember 2009 entsprach das Anlagevermögen 2,5 % der Bilanzsumme (Vorjahr 5,6 %). Die Vorräte wurden mit 6,3% (Vorjahr 11,9%), die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit 64,8 % (Vorjahr 66,1 %) bilanziert. Der Rückgang des Vorratsvermögens resultiert insbesondere aus der Einstellung des Geschäftszweigs Waschmaschinenmotoren.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres war von einem sehr geringen Niveau gekennzeichnet.

Vorräte

Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mio. € reduziert. Die Reduzierung hat ihre Ursache in der Ausgliederung des Geschäftsfelds Waschmaschinenmotoren.

Eigenkapital

Die Eigenkapitalsituation hat sich im Jahre 2009 durch das Jahresergebnis auf -6,5 Mio. € leicht verbessert.

Die eingetretene bilanzielle Überschuldung führt nicht zu insolvenzrechtlichen Konsequenzen.

Zwischen der ACC Germany GmbH und der ACC S.p.A., Pordenone/Italien, wurde Mitte 2007 eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung abgeschlossen, wonach die ACC S.p.A. mit einer Forderung in Höhe von mindestens 13 Mio. € zuzüglich darauf entfallender Zinsen hinter die Forderungen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger der ACC Germany GmbH zurücktritt. Auf einen Teilbetrag dieser Forderungen hat ACC S.p.A. in 2009 verzichtet.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgte ausschließlich über von der Appliances Components Companies S.p.A. zur Verfügung gestellte Mittel. Die gesamte Zahlungsabwicklung erfolgt über ein Konzernclearing, worüber die gesamte Gesellschaft auch den zurzeit laufenden Restrukturierungsprozess finanziert.

Zum Bilanzstichtag bestehen nominelle Forderungen gegen die Schwestergesellschaft Elettromeccanica S.p.A, Pordenone/Italien in Höhe von 15,7 Mio. €.

Im Berichtsjahr reduzierte die Gesellschaft ihre Mittelinanspruchnahme um 4,0 Mio. €. Bewirkt wurde diese Reduzierung im Wesentlichen aus dem Verkauf des Geschäftszweiges Waschmaschinenmotoren. Weiterhin hat die Appliances Components Companies S.p.A. auf einen Teil ihrer nachrangigen Forderung (3,5 Mio. €) verzichtet. Dem standen jedoch Sozialplanauszahlungen in Höhe von 6,0 Mio. € gegenüber.

Fremdwährungsmanagement

Die Hauptabnehmer der ACC Germany GmbH haben ihren Sitz im Währungsgebiet des EURO.

D. Forschung und Entwicklung

Die Produktentwicklung der ACC Germany GmbH wird geprägt von Anpassungserfordernissen der bestehenden Produktfamilien.

Dieses macht einen sehr engen Kontakt zwischen den Entwicklern unseres Hauses und denen unserer Kunden erforderlich.

E. Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement der ACC Gruppe eingebunden.

Mit den Haupteinsatzstoffen Kupfer, Aluminium und Stahl ist die Gesellschaft den Entwicklungen am Weltmarkt ausgesetzt. Dem wird durch Abschluss von Lieferkontrakten und durch Preisgleitklauseln bei Kunden versucht entgegenzuwirken.

Die hohen Lohnkosten in Deutschland zwingen weiterhin zu höchstem Automatisierungsgrad. Die EU-Osterweiterung sowie der Ausbau der Produktionskapazitäten in Asien wird dieses noch verschärfen. Dem wurde durch Verlagerung der Fertigung von Waschmaschinenmotoren nach Ungarn begegnet. Für die am Standort verbleibende Produktion von Industriemotoren bedeutet dies, dass neben ständiger Rationalisierung und laufender Optimierung der Geschäftsprozesse durch eine flexible Fertigungsorganisation sichergestellt werden muss, dass Kundenwünsche kurzfristig und kostengünstig erfüllt werden können.

F. Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 30. Juni 2010 wurde die Cash-Pooling-Vereinbarung mit der ACC S.p.A. gekündigt.

G. Prognosebericht

Die Gesellschaft erwartet für das kommende Geschäftsjahr keine signifikanten Verbesserungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das eigene Geschäftsfeld. Kostendruck und Verdrängungswettbewerb werden weiterhin kennzeichnend sein.

Die Absatzplanung der Gesellschaft zeigt für 2010 gemäß aktueller Prognoserechnung eine Steigerung (1,5 %) im Geschäftsfeld Industriemotoren. Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung der erwarteten Preisentwicklung auf der Einkaufs- und Absatzebene sowie einer Tarifanpassung bei den Personalkosten erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2010 nochmals einen Fehlbetrag von 2,3 Mio. €.

Aufgabenschwerpunkt der Gesellschaft wird es sein, in 2010 die restlichen Restrukturierungsmaßnahmen abzuschließen und den Standort auf das verbleibende Produktionsvolumen auszurichten. Im November 2010 wurde das Ziel der Mitarbeiterreduktion nahezu vollständig erfüllt.

Das aufgrund dieser Umstrukturierung nicht mehr benötigte Sachanlagevermögen am Standort Oldenburg wurde mit TEUR 860 abgeschrieben.

Durch die für 2011 bei verbesserten Rahmenbedingungen geplante Absatzsteigerung einschließlich erwarteter Preiserhöhungen sowie den in vollem Umfang wirkenden Restrukturierungsmaßnahmen erwartet das Unternehmen einen Gewinn in Höhe von 0,1 Mio. €.

Mit der Verbesserung des eigenen Marktanteils auf 54% bei Industriemotoren in Europa und der damit einhergehenden Erhöhung des Absatzvolumens erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 einen Gewinn in Höhe von 0,6 Mio. €.

Kurzfristiges Ziel bleibt weiterhin die Beseitigung der Überschuldung und die Ausstattung der Gesellschaft mit einem angemessenen Eigenkapital und Liquidität.

H. Unternehmensfortführung

Wesentlich für die weitere Entwicklung und das Bestehen der Gesellschaft ist die Fähigkeit des ACC S.p.A.-Konzerns und insbesondere der Elettromeccanica S.p.A. die bestehenden Verbindlichkeiten entsprechend dem Liquiditätsbedarf der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

Angesichts der schwierigen allgemeinen Marktbedingungen infolge der internationalen Finanzkrise, ihrer negativen Auswirkungen auf die Kundennachfrage im Haushaltsgerätebereich und der wirtschaftlichen und finanziellen Lage des ACC S.p.A.-Konzerns, welcher im Geschäftsjahr 2009 einen Jahresfehlbetrag von EUR 23,2 Mio. verzeichnete, hat die Geschäftsführung bei der Erstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft sorgfältig untersucht, ob wesentliche Unsicherheiten in Verbindung mit Ereignissen oder Verhältnissen vorliegen, die für sich allein oder zusammen erhebliche Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten.

Das Konzernmanagement hat einen neuen Geschäftsplan (Industrial Plan) für die Geschäftsjahre 2010-2013 erstellt, der in Anbetracht der derzeitigen globalen und Branchenkrise weiterhin ein negatives Eigenkapital ausweisen wird, welches jedoch aufgrund der ab 2012 erwarteten Jahresüberschüsse planmäßig vermindert wird.

Der Geschäftsplan beinhaltet bereits die veränderten Parameter aufgrund des Anfang 2010 realisierten Verkaufs des Geschäftsbereichs Elektromotoren an einen Dritten.

Dass nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass obiger Plan implementiert wird und in der Lage ist, das bilanzielle und finanzielle Gleichgewicht der ACC S.p.A. sowie ihrer Tochtergesellschaft Elettromeccanica S.p.A. wiederherzustellen, wurde gemäß Art. 67 des italienischen Insolvenzgesetzes durch einen Sachverständigen nach Abschluss der Begutachtung am 21. Dezember 2009 unter Eid bestätigt.

Am 21. April 2009 trafen die ACC S.p.A. und Elettromeccanica S.p.A. die für die Umsetzung des Plans erforderliche Vereinbarung mit allen Finanzinstituten. Der hierin festgelegte Rahmen für die Refinanzierung der Schulden entspricht im Wesentlichen dem im Geschäftsplan für 2009-2012 vorgesehenen Cashflow.

In Anbetracht der im Geschäftsplan prognostizierten Ergebnisse und der Vereinbarung mit den Banken wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Konzern- und Jahresabschluss der ACC S.p.A. auf Grundlage der Annahme angesetzt, dass die ACC S.p.A. in der Lage ist, ihre Vermögenswerte im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu realisieren und ihre Verbindlichkeiten im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu entrichten.

Hervorzuheben ist außerdem, dass die erwarteten Ergebnisse des Geschäftsplans auf den Einschätzungen des Konzerns und der ACC S.p.A. hinsichtlich unsicherer zukünftiger Ereignisse beruhen. Diesbezügliche Änderungen könnten zu wesentlichen Abweichungen von den prognostizierten Ergebnissen führen. Es besteht - angesichts der schwierigen allgemeinen Marktbedingungen und einer sich möglicherweise anbahnenden internationalen Rezession mit negativen Auswirkungen auf die Nachfrage im Haushaltsgerätebereich - Unsicherheit, ob die im derzeit bereits in Umsetzung befindlichen Geschäftsplan vorgesehenen Maßnahmen zu den erwarteten Ergebnissen führen werden. All dies könnte die Rentabilität beeinträchtigen sowie die Fähigkeit der ACC S.p.A., im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Cashflows zu erzeugen, die für den geschätzten Finanzbedarf ausreichend sind. Wenn der Geschäftsplan für die Geschäftsjahre 2010-2013 nicht auf die angestrebte Weise implementiert werden kann, hätte dies darüber hinaus auch negative Auswirkungen auf die Realisierung wesentlicher Vermögensposten im Jahresabschluss, wie etwa den Wert von Beteiligungen und Forderungen gegen Konzerngesellschaften.

Wir halten es für notwendig, Einzelheiten zu den wichtigsten Risiken und Unsicherheiten im Hinblick auf die Entwicklung der Unternehmenstätigkeit anzugeben, die sich negativ auf die wirtschaftliche, bilanzielle und finanzielle Lage des Konzerns und der Gesellschaft und somit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit auswirken könnten, welche im Übrigen auch von der Fortführung der von der Muttergesellschaft und den von ihr beherrschten Unternehmen ausgeführten Geschäftstätigkeiten abhängig ist. Der Muttergesellschaft ist es gelungen, den Fortbestand kurzfristiger Kreditlinien bis Oktober 2010 zu sichern; die entsprechende Vereinbarung sieht vor, dass diese Kreditlinien nur dann automatisch um weitere neun Monate verlängert werden, wenn keine wesentlichen finanziellen Abweichungen vom Geschäftsplan vorliegen. Darüber hinaus sind Kreditbedingungen in Bezug auf Kennzahlen aus dem Jahresabschluss bzw. Konzernabschluss der ACC S.p.A. zu beachten, die in einem langfristigen Finanzierungsvertrag in der Fassung vom 21. April 2009 festgelegt sind. Eine Nicht-Einhaltung dieser Kreditbedingungen verleiht den kreditgewährenden Banken das Recht auf vorzeitige Fälligstellung der Darlehen. Darüber hinaus müssen die für das Factoring verwendeten Kreditlinien beibehalten werden. Zurzeit laufen Verhandlungen mit den Banken und Eigenkapitalgebern mit dem Ziel, die Finanzierung des Konzerns neu zu strukturieren. Da derzeit immer noch erhebliche Unsicherheit bezüglich der Tragweite und Dauer der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise besteht, könnten sich erhebliche Abweichungen der endgültigen wirtschaftlichen, bilanziellen und finanziellen Zahlen im Vergleich zum Geschäftsplan ergeben. In der Konsequenz ist es unsicher, ob der im Plan geschätzte Finanzbedarf gedeckt werden kann.

Da wir und die Konzernführung bei den Neuverhandlungen für die ausgelaufenen Positionen und die Bedingungen für Zahlungsaufschübe mit unseren Hauptlieferanten bislang auf keine besonderen Schwierigkeiten gestoßen sind, konnte die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit fortführen. Gelingt es dem Konzern nicht mehr, solche Zahlungsaufschübe und Neuterminierungen zu erwirken und einzuhalten, besteht das Risiko, dass die Produktionstätigkeit beeinträchtigt wird, was zu Unsicherheit bezüglich der Implementierung des Geschäftsplans führt.

Der Konzern hat einen strukturierten Kontroll- und Verwaltungsprozess für die liquiden Mittel des gesamten Konzerns implementiert, um kritische Situationen zu vermeiden - auch angesichts einer quasi vollständigen Nutzung der bestehenden Kreditlinien. Wenn jedoch die Banken im Falle wesentlicher Abweichungen zwischen den im Geschäftsplan vorgesehenen Ergebnissen und den endgültigen Ergebnissen für 2010 ihre Zusage, die kurzfristige Kreditlinie aufrechtzuerhalten, nicht einhalten, oder wenn die Lage die Banken dazu bewegt, bei Nicht-Einhaltung der als Kreditbedingung festgelegten Finanzkennzahlen ihr Recht geltend zu machen und die mittel- bis langfristigen Darlehen sofort fällig zu stellen, oder wenn es uns nicht gelingt, weitere Zahlungsaufschübe bei unseren Hauptlieferanten zu erwirken, hätte der Konzern und die Gesellschaft ernsthafte Schwierigkeiten, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Eine derartige Unsicherheit könnte bedeuten, dass die im Geschäftsplan festgelegten Ergebnisse nicht erreicht werden und die benötigten finanziellen Ressourcen fehlen, um eine Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Muttergesellschaft, des Konzerns und der Gesellschaft sowie deren Erholung sicherzustellen. Nach sorgfältiger Analyse der oben beschriebenen Umstände wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft auf Grundlage der Annahme erstellt, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit fortführt, da die Geschäftsführung es nach vernünftigem Ermessen für möglich erachtet, dass der Konzern und die Gesellschaft die im Plan vorgesehenen Ergebnisse erreicht, und deshalb auf die weitere finanzielle Unterstützung des ACC S.p.A.-Konzerns durch die Banken und Finanzinstitute vertrauen, sodass diese ihre Unternehmenstätigkeit in der vorhersehbaren Zukunft fortführen kann. Hierbei werden auch die vom Management ergriffenen Maßnahmen, die Aushandlung von Zahlungsaufschüben mit unseren Hauptlieferanten, der bereits in Umsetzung befindliche Geschäftsplan sowie die oben erwähnten Vereinbarungen mit Finanzinstituten berücksichtigt.

 

Oldenburg, den 05.11.2010

Claus Repnik, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

AKTIVA

31.12.2009 Vorjahr
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Programme und Nutzungsrechte 8.768,00 17.780,00
8.768,00 17.780,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 437.607,00 1.852.388,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 185.648,87 455.604,16
623.255,87 2.307.992,16
632.023,87 2.325.772,16
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 849.631,66 1.787.467,57
2. Unfertige Erzeugnisse 335.885,26 1.264.725,05
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 380.912,34 1.901.683,43
1.566.429,26 4.953.876,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.275.667,67 1.708.160,65
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 € )
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.922.406,56 22.391.452,58
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 € )
3. Sonstige Vermögensgegenstände 918.852,39 3.518.013,96
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 € )
16.116.926,62 27.617.627,19
III. Kassenbestand, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 5.924,42 54.779,86
17.689.280,30 32.626.283,10
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 324,55 3.400,81
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 6.552.724,92 6.855.499,77
24.874.353,64 41.810.955,84

PASSIVA

31.12.2009 Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 15.870.000,00 15.870.000,00
III. Bilanzverlust -23.422.724,92 -23.725.499,77
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 6.552.724,92 6.855.499,77
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.010.483,00 8.860.970,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.037.619,69 10.371.574,78
13.048.102,69 19.232.544,78
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62,85 373,15
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 62,85 € (Vorjahr: 373,15 € )
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.243.228,37 3.879.743,33
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem
Jahr: 1.243.228,37 € (Vorjahr: 3.879.743,33 € )
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.218.985,98 18.352.148,83
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 10.218.985,98 € (Vorjahr: 18.352.148,83 € )
4. Sonstige Verbindlichkeiten 359.329,77 346.145,75
- davon aus Steuern: 73.199,32 € (Vorjahr: 101.271,05€ )
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 € )
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 85.042,06 € (Vorjahr: 218.846,89 € )
11.821.606,97 22.578.411,06
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.643,98 0,00
24.874.353,64 41.810.955,84

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2009

2009 Vorjahr
1. Umsatzerlöse 20.011.964,27 47.422.155,77
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.964.505,02 294.538,31
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 88.190,63
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.671.678,39 2.670.518,91
20.719.137,64 50.475.403,62
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.505.898,08 38.306.378,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 430.038,64 411.472,63
13.935.936,72
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.620.665,50 7.973.805,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.510.394,75 1.956.620,73
- davon für Altersversorgung: 502.823,67 € (Vorjahr: 386.730,36€ )
6.131.060,25
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.509.907,91 1.886.202,35
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.340.449,35 6.537.030,54
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.600,62 36.214,45
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 353.718,55 821.223,79
- davon an verbundene Unternehmen: 349.740,08 € (Vorjahr: 777.631,23€ )
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.525.334,52 -7.381.116,51
12. Außerordentliche Erträge 4.702.633,83 0,00
13. Außerordentliche Aufwendungen -853.923,09 -1.237.020,63
14. Außerordentliches Ergebnis 3.848.710,74 -1.237.020,63
15. Sonstige Steuern 20.601,37 41.688,37
16. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 766.602,75
17. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 302.774,85 -7.893.222,76
18. Verlustvortrag -23.725.499,77 -15.832.277,01
19. Bilanzverlust -23.422.724,92 -23.725.499,77

ANHANG FÜR 2009

ALLGEMEINE ANGABEN

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufgrund der erlittenen Verluste ist das Eigenkapital der Gesellschaft vollständig aufgezehrt worden und darüber hinaus eine bilanzielle Überschuldung eingetreten.

Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liegt nicht vor, da die ACC S.p.A. eine qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarung unterzeichnet hat, wonach sie mit einer Forderung in Höhe von mindestens 13 Mio € hinter die Forderungen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger der ACC Germany GmbH zurücktritt, bis durch andere Kapitalmaßnahmen ein entsprechendes Eigenkapital wiederhergestellt, die bilanzielle Überschuldung beseitigt und aufgrund der Unternehmensplanung erkennbar ist, dass eine bilanzielle Überschuldung zukünftig nicht eintreten wird. In 2009 wurde in Höhe von 3,5 Mio € auf Nachrangverbindlichkeiten verzichtet.

Das Jahresergebnis 2009 enthält zudem einen Forderungsverzicht der Muttergesellschaft in Höhe von 3,5 Mio. €.

Vor dem Hintergrund der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen, der Sicherstellung der Liquidität durch die Cash Pooling Vereinbarung mit der ACC S.p.A. sowie die Bedienung der Forderungen durch die Elettromeccanica S.p.A. erfolgt die Bewertung im Jahresabschluss weiterhin unter Fortführungsgesichtspunkten.

GLIEDERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig für den Zeitraum der Nutzung.

Technische Anlagen und Maschinen werden auf Basis einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Bei diversen Betriebs- und Prüfvorrichtungen ist die Nutzungsdauer nach der erwarteten Lebensdauer der Vorrichtungen festgelegt.

Für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ist die Abschreibung auf die Nutzungsdauer der verschiedenen Gruppen von Ausstattungsgegenständen ausgerichtet. Geringwertige Anlagegegenstände kleiner 150 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, höherwertige geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu 1.000 € werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten auf der Basis von Durchschnittspreisen oder zu einem niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag, sofern dieser geboten oder zulässig ist, bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Lohnkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Allen erkennbaren Risiken aus Lagerdauer und geringerer Verwertbarkeit wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Darüber hinaus wird das allgemeine Delkredererisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Teilwert nach § 6a EStG unter Anwendung eines Rechnungszinsfußes von 6 % bewertet. Als Berechnungsgrundlage für die Teilwertermittlung wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten sind zu den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Nicht kursgesicherte Positionen in Fremdwährungen sind zum Kurs bei Einbuchung bzw. zum niedrigeren Stichtagskurs bei Forderungen und zum höheren Stichtagskurs bei Verbindlichkeiten bewertet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine bereits nicht mehr genutzte Linie in Höhe von 860 T€ (Vj. 254 T€) vorgenommen.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe von 15,7 Mio. € aus einer Forderung gegen die Elettromeccanica S.p.A., Pordenone, Italien.

Die Forderung bestand in 2008 (20,2 Mio. €) gegen die Muttergesellschaft ACC Austria GmbH aus der Vereinbarung über die Zuführung von Eigenkapital vom 20. Dezember 2007.

Mit dem Schuldenübernahmevertrag vom 31. März 2009 zwischen der ACC Austria GmbH und der Elettromeccanica wurde die Schuld auf die Elettromeccanica übertragen.

In 2009 wurde eine Zuschreibung in Höhe von 715 T€ auf die 2008 in Höhe von 2.550 T€ vorgenommene Wertberichtigung auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen gebucht.

3. Eigenkapital (€)

Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:

2009 2008
Vortrag aus dem Vorjahr -23.725.499,77 -15.832.277,01
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 302.774,85 -7.893.222,76
31.12.2009 -23.422.724,92 -23.725.499,77

Auf die oben gegebenen Erläuterungen zur Abwendung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung wird verwiesen.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorge für Restrukturierungsmaßnahmen (2.612 T€; Vj. 7.732 T€), Personalaufwendungen (1.077 T€; Vj. 2.273 T€), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (153 T€; Vj. 123 T€), Berufsgenossenschaftsbeiträge (53 T€; Vj. 94 T€), Jahresabschlussprüfung (51 T€; Vj. 24 T€), und Gewährleistungen (18 T€, Vj. 31 T€).

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten eine Schuld in Höhe von 10.207 T€ (Vj. 14.269 T€) aus der Konzernfinanzierung.

Gegenüber der Gesellschafterin ACC Austria GmbH, Fürstenfeld/Österreich, bestanden am Abschlussstichtag keine Verbindlichkeiten.

Weiterhin bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von 13 T€ (Vj. 16 T€).

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

6. Umsatzerlöse (T€)

2009 2008
Nach Tätigkeitsbereich:
Weiße Ware 8.783 31.328
Industrie 8.643 9.932
Halbfabrikate 2.586 6.162
20.012 47.422
Nach Regionen
Deutschland 5.236 5.560
Schweden 1.472 2.753
Italien 4.754 16.809
übriges Europa 6.036 12.909
außerhalb Europa 2.514 9.391
20.012 47.422

7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Materialverkäufen (363 T€; Vj. 1.363 T€), dem Verkauf von Anlagevermögen (780 T€; Vj. 325 T€), der Zuschreibung auf wertberichtigte Forderungen (715 T€; Vj. 0 T€) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. Pauschalwertberichtigungen (306; Vj. 442 T€).

8. Außerordentliches Ergebnis (€)

2009 2008
Außerordentliche Erträge
Forderungsverzicht der ACC S.p.A. 3.500.000,00 0,00
Verkauf des Geschäftszweiges Waschmaschinenmotoren 1.135.000,00 0,00
Auflösung Sozialplanrückstellung 67.633,83 0,00
4.702.633,83 0,00
Außerordentliche Aufwendungen
Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen 853.923,09 1.237.020,63
3.848.710,74 -1.237.020,63

SONSTIGE ANGABEN

9. Derivative Finanzinstrumente

Die ACC Germany GmbH hat im Geschäftsjahr 2009 keine Devisentermingeschäfte getätigt.

10. Haftungsverhältnisse

Für die Gesellschaft bestanden zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB.

11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (in T€)

Es bestehen folgende sonstige, in der Bilanz nicht vermerkte, finanzielle Verpflichtungen:

2009 2008
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Mobilien 75 198
Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien 161 805
(davon an verbundene Unternehmen) (149) (792)
Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten 46 1.376
282 2.379

12. Beschäftigte Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

2009 2008
Arbeiter 73 135
Angestellte 29 40
102 175

13. Angabe zu Mutterunternehmen

Alleingesellschafterin ist die ACC Austria GmbH, Jahnstraße 30, A-8280 Fürstenfeld, Östereich.

Die ACC Germany GmbH wird, wie auch die Muttergesellschaft, in den Konzernabschluss der Appliances Components Companies S.p.A., Via Consorziale, I-33170 Pordenone (Italien) einbezogen, welcher dort auch erhältlich ist.

14. Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Geschäftsführung

 

Claus Repnik, Fürstenfeld (Österreich)
- Kaufmann; Geschäftsführer der ACC Austria GmbH, Fürstenfeld/Österreich

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

15. Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare für den Abschlussprüfer betrugen für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2009 32 T€.

 

Oldenburg, den 23.11.2010

Claus Repnik, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ACC Germany GmbH, Oldenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Laqebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft in den Abschnitten "C. Vermögens- und Finanzlage", "G. Prognosebericht" und "H. Unternehmensfortführung" im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet ist und die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 einen Jahresfehlbetrag von EUR 2,3 Mio. und für 2011 einen Jahresüberschuss von EUR 0,1 Mio. erwartet. Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat die Konzernobergesellschaft ACC S.p.A am 8. Juni 2007 eine qualifizierte Rangrücktritterklärung über mind. EUR 13 Mio. abgegeben, die sich aufgrund eines Forderungsverzichts in 2009 um EUR 3,5 Mio. vermindert hat. Ferner ist dort ausgeführt, dass die Gesellschaft in den ACC-Konzern integriert ist und dass der ACC-Konzern sich derzeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet, die die Zulässigkeit der Annahme der Unternehmensfortführung sowie die Bewertungen von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beeinflussen können. Die Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beruht auf den Annahmen und der Umsetzung des vom Konzern aufgestellten Geschäftsplans für die Jahre 2010 bis 2013. Wenn die Ziele des Industrieplanes auf Konzernebene nicht oder nicht zeitgerecht erreicht werden, könnten die Annahme der Unternehmensfortführung nicht mehr zulässig sein sowie zusätzliche Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen notwendig werden und zusätzliche Schulden entstehen, die im vorliegenden Jahresabschluss nicht berücksichtigt sind.

 

Bremen, 23. November 2010

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Monsees, Wirtschaftsprüfer

Schrader, Wirtschaftsprüferin

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschafterversammlung stimmte am 21.12.2010 dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Geschäftsführers zu und genehmigte den Jahresabschluss.

 

Oldenburg, im Dezember 2010

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