Strehlow Gewerbeimmobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Strehlow seit 3.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.40% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Strehlow GmbHMagdeburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017LageberichtGrundlagen des Unternehmens Allgemeine Marktentwicklung Auf Grund der steigenden Lebenserwartung, dem wachsenden Anteil von älteren Menschen an der Bevölkerung und dem medizinisch-technischen Fortschritt hat die Nachfrage nach Gesundheits- und Sanitätsprodukten in den letzten Jahren zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes steigen jeweils die jährlichen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung im Hilfsmittelbereich gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 4-5 Prozent. In Deutschland gibt es derzeit über 3.000 Sanitätsfachhandelsgeschäfte, die überwiegend in Form von regional begrenzt agierenden Einzelbetrieben und kleineren Sanitätshäusern, betrieben werden. Die wachsende Nachfrage nach durch Sanitätshäuser vertriebenen Produkten führte in den letzten Jahren zunehmend dazu, dass sich auch andere Wettbewerber wie Direktversender, Einzelhandelsketten und Apotheken am Markt positionieren. Die Rahmenbedingungen im Gesundheitsmarkt haben sich enorm verändert. Das System wird überwiegend durch einen geregelten Markt bestimmt, bei dem die Krankenkassen den Leistungserbringern genaue Versorgungs- und Zulassungsvoraussetzungen sowie Handlungs- und Abrechnungsvorgaben diktieren, dies verbunden zumeist mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand. Das Gesamtsystem leidet nach wie vor unter einem enormen Veränderungsdruck, der einerseits zu laufenden Novellierungen und neuen sozialgesetzlichen Regelungen führt, andererseits den Konzentrations- und Konsolidierungsprozess bei den Leistungserbringern, Herstellern aber auch bei den gesetzlichen Krankenkassen selbst vorantreibt. So reduzierte sich die Zahl der Krankenkassen im Vergleich zu 2005 von 267 um mehr als die Hälfte auf 113 (Stand 01.01.2017). Neben vielen Ausschreibungen für Produktgruppen gibt es weiterhin Verhandlungsverträge nach § 127 Abs. 2 SGB V. In der praktischen Umsetzung der genannten Vertragsvarianten wird zunehmend der Konflikt zwischen einer kundenorientierten Versorgung und dem Einsparungsdruck durch die gesetzlichen Krankenkassen spürbar. Ausschlaggebendes Kriterium in fast allen Verträgen ist der niedrigste Preis. Durch die zunehmende Flut von Kapitalanlegern, die in den Gesundheitsmarkt drängen, entsteht bei fast allen Akteuren in der Gesundheitswirtschaft ein großer Druck. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Strehlow GmbH versteht sich als Komplettanbieter der ambulanten Patientenversorgung in den Geschäftsbereichen Reha (38% vom Umsatz), Home Care (30%), Inko (6%), Orthopädie (14%), Medizintechnik (7%), Praxis- und Klinikbedarf (3%) sowie Sanitätshausfachgeschäfte (2%). Die Organisation im Rahmen eines dezentralen Vertriebsnetzes in Sachsen-Anhalt und in Teilen der angrenzenden Bundesländer hat sich zur Gewährleistung einer wohnortnahen Versorgung bewährt. Rund die Hälfte der Mitarbeiter im Unternehmen ist im Außendienst aktiv. Die Zusammenarbeit mit den Hauptkunden erfolgt auf der Grundlage von speziellen Lieferverträgen mit einzelnen Krankenkassen als auch mit Krankenkassenverbänden. Insgesamt bestehen derzeit Verträge mit fast allen gesetzlichen Krankenkassen. Die Strehlow GmbH war auch im Geschäftsjahr 2017 Partner der rehaVital Gesundheitsservice GmbH, Hamburg, in der derzeit über 116 Sanitätsfachgeschäfte und selbständige Gesundheitsfachbetriebe an ca. 500 deutschen Standorten zusammengeschlossen sind. Die rehaVital Gesundheitsservice GmbH ist u. a. aktiv bei der Vertragsgestaltung mit Krankenkassen und unterstützt die Mitglieder im Vertrags-, Qualitäts- und Beschaffungsmanagement. Der Focus der Kooperationsgemeinschaft NetworCare GmbH (im Folgenden "NWC"), Magdeburg, deren Gründungsmitglied die Strehlow GmbH ist, liegt in der Organisation von standardisierten Abläufen bei der Versorgung von bundesweit aufgestellten medizinischen Einrichtungen und Trägerschaften, insbesondere von Pflege- und Seniorenheimen in allen Segmenten des Sanitätshausbedarfs. Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 mit der Gesellschafterin ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind:
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2017 zufriedenstellend verlaufen. Der Umsatz des Vorjahres konnte um über 12 % auf TEUR 37.624 gesteigert werden. Die Abschreibungen für den Mietpark, die im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten sind, haben sich auf TEUR 1.297 (Vj. TEUR 1.063) korrespondierend zum Anstieg der Umsatzerlöse aus Fallpauschalen erhöht. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen für den Mietpark hat sich der Rohertrag von TEUR 18.459 auf TEUR 20.889 erhöht. Die Rohertragsquote liegt somit auf Vorjahresniveau (55%). Die Personalaufwendungen stiegen durch die allgemeine Gehaltsentwicklung als auch den Zuwachs von Mitarbeitern im Vertriebsinnen- und Außendienst um EUR 1,12 Mio. (9,0%) an, die Personalaufwandsquote liegt ebenfalls auf Vorjahresniveau. Die um nicht regelmäßig wiederkehrende Aufwendungen (z.B. Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Wertberichtigungen) bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 5.548 um TEUR 909 - im Wesentlichen bedingt durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit - angestiegen. Insgesamt konnte das operative Ergebnis um TEUR 410 auf TEUR 1.169 verbessert werden. Bedingt durch den in 2017 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag und die damit verbundene ertragsteuerliche Organschaft sind abweichend zum Vorjahr keine Ertragsteuern angefallen. Insoweit verbesserte sich das Steuerergebnis von TEUR -303 auf TEUR +86. Die im Vorjahreslagebericht avisierten Ziele - höheres Auftragsvolumen und steigender Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) im Vergleich zu 2016 - wurden erreicht. Das lang- und mittelfristig gebundene Vermögen ist vor allem durch Investitionen ins Anlagevermögen (EUR 3,8 Mio.) angestiegen, denen planmäßige Abschreibungen von TEUR 2.080 und Abgänge von TEUR 300 gegenüberstehen. Darüber hinaus reichte die Gesellschaft Darlehen in Höhe von TEUR 649 an Konzernunternehmen aus und vereinnahmte Tilgungen i.H.v. TEUR 536. Die Kapitalstruktur ist durch eine Eigenkapitalquote von 21,0 % gekennzeichnet. Im Zusammenhang mit dem in 2017 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund Gewinnabführung (TEUR 1.196) und somit das Fremdkapital angestiegen, was - bei gleichbleibendem absolutem Eigenkapital - zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote um zwei Prozentpunkte auf 21% führte. Das lang- und mittelfristige Fremdkapital (inklusive des passiven Rechnungsabgrenzungspostens für Fallpauschalenumsätze) ist von EUR 6,4 Mio. auf EUR 7,5 Mio. angestiegen. Dies resultiert einerseits aus höheren abgegrenzten Einnahmen für zukünftige Fallpauschalenumsätze. Andererseits führte aufgrund der hohen Investitionstätigkeit in den Mietpark der Saldo aus Neuaufnahme von Darlehen abzüglich Tilgungen zu einem Anstieg der erhaltenen Darlehen. Die Finanzlage ist geordnet. Das lang- und mittelfristige Vermögen (EUR 11,1 Mio.; Vj. EUR 9,5 Mio.) ist durch Eigenkapital (EUR 3,7 Mio.; Vj. 3,7 Mio.) sowie lang- und mittelfristiges Fremdkapital (EUR 7,5 Mio.; Vj. EUR 6,4 Mio.) gedeckt. Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2017 jederzeit nachkommen. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Umstellung des gesamten Mietparks der Gesellschaft zur langfristigen eher fristenkongruenten Finanzierung. In diesem Zusammenhang wurden im Berichtsjahr Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 915 zurückgeführt. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (EUR 3,9 Mio.) ist im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen. Die Investitionen von EUR 3,8 Mio. wurden aus dem Cash Flow für laufende Geschäftstätigkeit sowie durch die Neuaufnahme von Darlehen (Mietkäufe) finanziert. Prognosebericht mit den wesentlichen Chancen und Risiken Produkte und Leistungen Der Bedarf in den von der Strehlow GmbH betreuten Marksegmenten wird sich auch weiterhin quantitativ als auch qualitativ entwickeln. Zusätzliche Betätigungsfelder (wie z.B. Überleitungsmanagement, Spezialversorgungen, Filialentwicklung) eröffnen neue Möglichkeiten. Strategisch verfolgen wir eine Differenzierungsstrategie, bei der die Prozessoptimierung sowie die Produktstandardisierung im Bereich der Individualversorgung in den kommenden Jahren Schwerpunkte bilden. Die Verbesserung der Organisation durch eine gezielte Investitionstätigkeit steht auch zukünftig im Mittelpunkt des weiteren Handels. Für das kommende Jahr sind weitere Investitionen geplant, die insbesondere aus dem laufenden Cash-Flow bzw. über Herstellerleasing finanziert werden sollen. Der Schwerpunkt wird hierbei wiederum bei Hilfsmitteln der Fallpauschalenregelung liegen. Wir rechnen im kommenden Jahr wieder mit einem wachsenden Auftragsvolumen; allerdings mit schrumpfenden Margen. Wir gehen davon aus, dass wir im kommenden Jahr ein Ergebnis vor Steuern von EUR 1,0 Mio. erzielen werden. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit soll 2018 aktuellen Planungen zur Folge auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen. In den Bereichen Reha, Orthopädie und Care haben wir uns auf eine möglichst geringe Zahl von Lieferanten (ca. 400, davon 223 Hauptlieferanten) konzentriert, was zur Vereinfachung des Produktvertriebes und - durch Mengenbündelung - zur Verbesserung der Konditionen als auch der Ablaufprozesse führt. In den verschiedenen Segmenten arbeiten wir hauptsächlich mit den am Markt führenden Lieferanten zusammen. Die Auswahl der Lieferanten orientiert sich an Preis und Leistung aber auch an den regionalen Marktanforderungen (Kunden, Ärzte, Pflegeeinrichtungen bzw. Krankenkassen). Verbesserungsmöglichkeiten sehen wir in den kommenden Jahren vorrangig in der Entwicklung unserer Logistik, dem Aufbau einer Zentralfaktura über alle Geschäftsbereiche, der Entwicklung unserer Orthopädiewerkstätten sowie in der Weiterentwicklung unseres Filialnetzes. Die Chancen der NWC liegen in der engeren Verzahnung der Mitgliedsunternehmen. Durch den Aufbau des strategischen Beschaffungsmanagements, der eine enge Bindung mit den Vertriebsaktivitäten der Mitgliedsunternehmen eingeht, können Vorteile bei der Sortimentssteuerung erreicht werden. Kernlieferanten können auf diese Weise feste Abnahmemengen garantiert werden. Im Weiteren stellt die Entwicklung von Eigenmarken eine Chance für die NWC dar, um sich im laufenden Wettbewerb positiv zu positionieren. Der Austritt aus der RehaVital zum Jahresende 2017 konnte durch die Einkaufsverhandlungen seitens der NWC positiv gestaltet werden. Chancen sehen wir in der allgemeinen demografischen Entwicklung, wobei der Bedarf an Pflege- und Betreuungsleistungen zukünftig weiter ansteigen wird. Dem Gegenüber betrachten wir den allgemeinen Kostendruck der Krankenkassen als Risiko. Betriebsorganisation Das Hauptaugenmerk liegt nach wie vor in der Anpassung der Organisationsstruktur an die sich verändernden Rahmenbedingungen, der damit verbundenen Neuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben bei Mitarbeitern und Führungskräften. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt dabei in der weiteren Standardisierung der Prozesse und Abläufe. Mit Blick auf eine stärkere Kundenorientierung und der Entwicklung eines ganzheitlichen Kundenbetreuungskonzeptes hat sich der Strukturbereich Vertriebsinnendienst etabliert. Die engere Verzahnung der Außen- und Innendienstaufgaben hat zu positiven Effekten in der Ablauforganisation geführt. Die vorliegenden Erfahrungen des letzten Jahres werden zu weiteren strukturellen Änderungen in der Organisation führen. Die Zulassung zur Patientenversorgung ist ab 2011 durch eine zertifizierte Eignungsprüfung, dem Präqualifizierungsverfahren, normiert. Die diesbezügliche Zertifizierung wurde erfolgreich für alle Filialen durchgeführt. Personal und Weiterbildung Im Unternehmen waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 399 Mitarbeiter beschäftigt. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind der Schlüssel für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Der Qualifizierungsplan für jeden Bereich orientiert sich an aktuellen Themen und neuen Aufgabenstellungen. Darüber hinaus bestehen aufgrund des immer akuter werdenden Fachkräftemangels, Risiken alle Stellen mit qualifizierten Mitarbeitern zu besetzen. Qualitätssicherung Die Strehlow GmbH ist als Handelsunternehmen im Gesundheitsbereich und Vertragspartner der Krankenkassen zur Einhaltung der geltenden gesetzlichen Vorschriften verpflichtet. Um unsere Qualität auch in Zukunft in hohem Maße zu sichern, haben wir ein Qualitätsmanagementsystem nach den Normen DIN EN ISO 9001:2008 (Managementsystem) und DIN EN ISO 13485:2012 + AC:2012 (Medizinprodukte) eingeführt, das regelmäßig von einem akkreditierten Zertifizierungsunternehmen überprüft wird. Das betriebliche Gesundheitsmanagement hat sich bewährt. Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Einschätzung des Liquiditätsrisikos verfügt die Gesellschaft über kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanungen, welche aus der Unternehmensplanung abgeleitet werden. So wird der zukünftige Liquiditätsbedarf im Wesentlichen durch die Erwirtschaftung eines positiven Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit gedeckt. In diesem Zusammenhang bestehen auch Risiken aus der konzernweiten Liquiditätsposition. Darüber hinaus ist das langfristig gebundene Vermögen über Eigenkapital und mittelfristige Bankdarlehen finanziert. Zweigniederlassungen Neben unserem Hauptsitz und den Filialen in Magdeburg unterhielten wir im Jahr 2017 Betriebsstätten bzw. Fachgeschäfte in Halle/Saale, Halberstadt, Egeln, Dreilinden, Berlin-Karlshorst, Ueckermünde, Pasewalk, Greifswald, Mirow, Rostock, Brandenburg, Stendal, Wanzleben, Salzwedel, Langenhagen, Klötze und Zerbst. Hinweise auf Unsicherheiten im Ausblick Die zuvor beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher Risiken und Ungewissheiten. Es bestehen die Geschäftsaktivitäten und deren Ergebnis beeinflussende Faktoren, die außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen.
Magdeburg, im Mai 2018 gez. Uwe Strehlow, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Strehlow GmbH, Magdeburg (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt), wird im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Register-Nummer HRB 102329 geführt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft macht von den eingeräumten Wahlrechten bei der Aufstellung des Jahresabschlusses Gebrauch. Gemäß bzw. analog zu § 265 Abs. 6 HGB wurden einige Bezeichnungen von Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zwecks Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst. Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 mit der Gesellschafterin ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die Mindestlaufzeit beträgt fünf Jahre. Die Bilanz wird unter Verwendung des Jahresergebnisses gem. § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Der Jahresabschluss wird unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den für die Entwicklung angefallenen Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2a HGB) aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer (Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren, in Einzelfällen auch höher) werden vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Hilfsmittel, die der Fallpauschalenregelung unterliegen, wurden im Sachanlagevermögen in einem Sammelposten "Mietpark", innerhalb des Posten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, erfasst und pauschal über Nutzungsdauern von 1 bis 8 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten (§ 255 Abs. 1 S. 1 HGB) bzw. ihrem jeweils niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse/Leistungen werden zu Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB) angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 S.2 HGB) oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Zins- und Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,75% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen erfasst. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nennwert bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Langfristige unverzinsliche Posten werden abgezinst. Liquide Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausbezahlte Beiträge bzw. fällige Ausgaben, die gem. § 259 Abs. 1 HGB Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Steuerrückstellungen sind auf Grund ertragsteuerlicher Organschaft für das Geschäftsjahr 2017 nicht zu bilden. Der im Geschäftsjahr 2017 abgeschlossene Ergebnisabführungsvertrag gilt auch steuerlich seit dem 1. Januar 2017. Das Organschaftsverhältnis wurde auf unbestimmte Zeit mit einer unkündbaren Mindestlaufzeit von fünf Jahren geschlossen. Insoweit kommt es auch zu keinem Ansatz von latenten Steuern. Die im Vorjahr gebildeten latenten Steuern waren in 2017 erfolgswirksam aufzulösen. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 169 solche aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 2.424 aus Darlehen sowie TEUR 77 sonstige Forderungen. Die Darlehen sind verzinslich und haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 272 enthalten. Diese betreffen in Höhe von TEUR 28 Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 244 sonstige Forderungen (aus Darlehen und im Zusammenhang mit der ertragsteuerlichen Organschaft). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen in Höhe von TEUR 1.002 ein Darlehen gegenüber dem Geschäftsführer. Das Darlehen hat eine Laufzeit von mehr als 1 Jahr. Darüber hinaus haben Forderungen aus Mietkautionen in Höhe von TEUR 60 eine Laufzeit von mehr als 1 Jahr. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Nachberechnungen Krankenkassen (TEUR 77), Berufsgenossenschaft (TEUR 75) sowie Personalrückstellungen (TEUR 270). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.615 sonstige Verbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.615 enthalten. Diese betreffen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Organschaft sowie aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 560 durch Sicherungsübereignung von Gegenständen des Anlagevermögens und in Höhe von TEUR 69 durch Sicherungsübereignung des Warenlagers besichert. Zur Absicherung von Bürgschaftsübernahmen eines Kreditinstituts in Höhe von TEUR 28 sind Bankguthaben in Höhe von TEUR 6 verpfändet. Darüber hinaus erfolgte die Sicherungsübereignung sämtlicher vorhandener Gegenstände (Inventar, Maschinen) in den Geschäftsräumen der Strehlow GmbH, Bleichstraße 2 in Halberstadt. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 1.298 durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Anlagegüter besichert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen aus Fallpauschalen für einen vertraglich festgelegten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag für gezahlte Versicherungsleistungen, denen noch keine Aufwendungen gegenüberstehen sowie abgegrenzte Kfz-Versicherungen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 111 enthalten. Dabei handelt es sich um Erträge außergewöhnlicher Größenordnung bzw. Bedeutung gem. § 285 Nr. 31 HGB. Die Abschreibungen auf den Mietpark in Höhe von TEUR 1.297 (Vj. TEUR 1.063) korrespondieren mit den Umsatzerlösen aus Fallpauschalen; insofern besteht für diese Abschreibungen eine Mitzugehörigkeit zum Materialaufwand. 5. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Ing. Uwe Strehlow, Geschäftsführer der CSD Holding GmbH. Die Angabe der Gesamtbezüge entfällt mit Hinweis auf die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB. In Vorjahren wurde dem Geschäftsführer ein Darlehen bis zu EUR1,5 Mio. gewährt. Dieses valutiert zum Stichtag in Höhe von TEUR 1.002. Das Darlehen ist mit 3,5 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021. Das Darlehen ist endfällig. Abweichend davon können Sondertilgungen vorgenommen werden. Sicherheiten wurden nicht gegeben. In 2017 erfolgte die Rückzahlung in Höhe von TEUR 417. Die Gesellschaft hat Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.546 für verbundene Unternehmen übernommen. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund des derzeitigen Zahlungsverhaltens nicht zu rechnen. Im Durchschnitt waren im Berichtsjahr folgende Arbeitnehmer beschäftigt:
Der Fuhrpark der Gesellschaft ist überwiegend mittels Leasinggeschäften finanziert. Hieraus werden vor allem Liquiditätsvorteile generiert. Risiken sind - bis auf die finanziellen Verpflichtungen - dagegen nicht ersichtlich. Die Verpflichtungen hieraus betragen jährlich ca. TEUR 801. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Mietverträgen:
Darüber hinaus ist mit finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Übernahme von Managementleistungen in Höhe von TEUR 150 zu rechnen. Zum 31. Dezember 2017 bestanden Bestellobligos für Investitionen in Höhe von TEUR 569. Eine Ausschüttungssperre bzw. Abführungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (TEUR 305) besteht grundsätzlich, aber nicht tatsächlich, da die Gesellschaft über ausreichende Gewinnvorträge und freie Rücklagen verfügt. 6. Konzernzugehörigkeit Die Anteile der Gesellschaft werden vollständig von der CSD Holding GmbH, Magdeburg, gehalten, die freiwillig einen Konzernabschluss aufstellt, der nicht offengelegt wird. 7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB haben sich nicht ereignet.
Magdeburg, im Mai 2018 gez. Uwe Strehlow, Geschäftsführer Anlagespiegel
Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2017 - 31.12.2017Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.001.556,10 EUR. 1.1.2016 - 31.12.2016Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.418.926,80 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.11.2018 festgestellt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss ‑ bestehend aus Bilanz, Gewinn‑ und Verlustrechnung sowie Anhang ‑ unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Strehlow GmbH, Magdeburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 22. Mai 2018 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
gez. Antje Dominiak, Wirtschaftsprüferin gez. Dirk Luther, Wirtschaftsprüfer |
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