Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 220304
Eingetragen
11.3.1986
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektronischen/elektrischen Baugruppen, Geräten und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Müller
seit 12.2.2026
Prokura
Désirée Flad
seit 12.2.2026
Prokura
Michael Kloepfer
seit 12.2.2026
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Milosch Fürst
seit 1.7.2024
Geschäftsführer
Lothar Arbogast
seit 29.1.2008
Prokura
Willi Fritsch
seit 2.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fritsch Elektronik Besitz GmbH
Germany
25.565 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fritsch Elektronik GmbH

Achern

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Fritsch Elektronik GmbH ("Fritsch Elektronik" oder "Gesellschaft") hat sich seit ihrer Gründung 1969 mit ihrem umfassenden Angebot in verschiedenen Kundensegmenten zu einem anerkannten Fertigungsdienstleister für elektronische Komponenten (EMS) in Deutschland und Europa entwickelt.

Die bereits in 2019 entworfene Strategie der Gesellschaft unter dem Fokus "Lösungsorientierter Anbieter" wurde auch in diesem Geschäftsjahr weiterentwickelt; dabei stand die Präzisierung und Implementierung der strategischen Ausrichtung unter besonderer Berücksichtigung der neuen Herausforderungen der Beschaffungsmärkte im Fokus. Schon in der Vergangenheit bot Fritsch Elektronik auf rund 5.000 m 2 Fertigung- und Bürofläche unseren namhaften, meist weltweit agierenden Kunden von der Prototypen-Herstellung bis zur Serienproduktion passend zugeschnittene und komplette Lösungen an. Mit der Realisierung der Strategie "Lösungsorientierter Anbieter" wurde das Leistungsspektrum bereits in 2020 zusätzlich in Richtung weiterer Dienstleistungen, vor allem in den Lebenszyklusphasen NPI (New Product Introduction), Produkt-Industrialisierung und der Reifephase, ergänzt. Ziel ist es, vor allem Kunden mit einer großen Produktvielfalt und -varianz und dem Bedarf zur permanenten Produktpflege und -weiterentwicklung ein möglichst abgeschlossenes Dienstleistungsspektrum zu bieten. Im Vorjahr lag der Fokus auf der Inbetriebnahme einer neuer SMT-Bestückungslinie, um den Kunden (die i. d. R. ein breites Portfolio an Baugruppen - von kleineren bis zu großen Losgrößen - haben) eine komplett skalierbare Bandbreite an SMT-Bestückungsdienstleistungen anzubieten.

Im Berichtsjahr wurde die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells weiterhin in sehr starkem Maß durch die veränderte Struktur der Beschaffungsmärkte für elektronische Bauteile beeinflusst. In Folge dessen stand das Auftragszentrum (Einkauf und Vertriebsinnendienst) als zusätzliche Kernkompetenz im Vordergrund. Die Gewährleistung einer maximalen Transparenz über die Verfügbarkeit von Material in Richtung unserer Kunden ("Glass Pipeline") ist für diese eine wesentliche vertrauensbildende Maßnahme, um ihre eigene Lieferfähigkeit zu erhalten. Mit Hilfe neuer Konzepte (mittelfristige Materialfreigaben, die Haltung zusätzlicher Warenbestände, Fokussierung auf die kritischen Bauteile) haben sich das Unternehmen und die Kunden gemeinsam bemüht, die Risiken zukünftiger Versorgungsengpässe einzudämmen. Die mit der "Allokation" im Vorjahr einhergehenden, massiven Preissteigerungen haben im Berichtsjahr etwas an Dynamik verloren. Voraussetzung zur Beherrschung dieser Entwicklung ist unverändert eine sehr enge Kommunikation zwischen dem Unternehmen und den Kunden hinsichtlich der Übernahmen dieser Preissteigerungen (i. d. R. über Preisgleit- oder -anpassungsklauseln). Der Erfolg bei der Akquisition neuer Kunden im Berichtsjahr war eine wesentliche Säule der gedeihlichen Entwicklung der Umsatzlage im Berichtsjahr. Der Austausch mit diesen neuen Kunden hat bewiesen, dass sich die Gesellschaft mit ihrer Strategie des "Lösungsorientierten Anbieters" im Allgemeinen und der Fokussierung auf die Gewährleistung einer maximalen Transparenz über die Verfügbarkeit von Material im Speziellen richtig aufgestellt hat.

Die Grundlage zur Steuerung des Unternehmens stellt unverändert die Abbildung der betrieblichen Prozesse in einem leistungsfähigen ERP-System dar, welches kontinuierlich in relevanten Anwendungsbereichen weiterentwickelt wird (im Berichtsjahr vor allem mit dem Ziel, Versorgungsengpässe transparent zu machen und sogen. "kritische Bauteile" zu identifizieren). Alle dispositionsrelevanten Prozesse werden integriert und mit einer hohen Datenqualität in dem ERP-System abgewickelt. Ein besonderes Augenmerk wird zudem bei den produktionstechnischen Prozessen auf die Rückverfolgbarkeit von Materialien und die Dokumentation der QS-Prozesse gelegt.

Das Design der Prozesse folgt dabei den Vorgaben der relevanten Managementsysteme: die Fritsch Elektronik ist bereits seit April 1995 nach DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem) und seit Juli 2003 nach DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) zertifiziert; in 2020 wurde erstmals die Zertifizierung nach DIN EN ISO 13485 (Qualitätsmanagementsystem für die Herstellung von Medizinprodukten) erfolgreich absolviert; das Überwachungsaudit erfolgte im Mai des Berichtsjahres.

Die Steuerung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erfolgt auf der Grundlage eines rollierenden Planungssystems und eines umfangreichen monatlichen Berichtswesens.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung der Fritsch Elektronik ist im Allgemeinen von der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland und im Speziellen von der Entwicklung der EMS-Branche abhängig.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Somit verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften im Euroraum. Die Entwicklung im industriellen Sektor trug maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Der industrielle Sektor, ausgenommen das Baugewerbe, verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 %, wobei die Energieversorgung besonders betroffen war. Auch die verarbeitende Industrie, die fast 85 % des industriellen Sektors ausmacht, verzeichnete einen preisbereinigten Rückgang um 0,4 %. Insbesondere in energieintensiven Industriezweigen, wie der Chemie- und Metallindustrie, fielen Produktionsleistung und Wertschöpfung erneut, nachdem diese Bereiche bereits 2022 stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatten. Hohe Kosten verursachten der Stopp der Erdgaslieferungen aus Russland sowie das Ende der Kernkraft. Im internationalen Vergleich lagen die Preise für Energie und Strom in Deutschland jedoch teilweise ein Vielfaches über dem internationalen Niveau. Von dieser Entwicklung besonders betroffen ist das verarbeitende Gewerbe. Der Rückgang der Bruttowertschöpfung im industriellen Sektor war im Jahresablauf stärker als das gesamtwirtschaftliche Negativwachstum.

Die Entwicklung der EMS-Branche unterscheidet sich aufgrund des allgemeinen Trends zur Elektrifizierung und einer Phasenverschiebung von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung: so konnte einer regelmäßigen branchenspezifischen Studie zufolge (die ca. zwei Drittel des Umsatzes in dieser Branche in Deutschland umfasst) in dem Berichtsjahr ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 14,8 % realisiert werden, das unverändert auch anteilig preisgetrieben war. Dabei gab es Unterschiede in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße (in der Größenklasse der Fritsch Elektronik betrug das durchschnittliche Umsatzwachstum 16,3 %) und in Abhängigkeit von den belieferten Branchen.

Die Möglichkeiten, Wachstum zu realisieren, sind weiterhin durch unverändert spürbare Engpässe bei der Versorgung mit elektronischen Bauteilen - vor allem bei Halbleitern - dominiert (im Fachjargon als "Allokation" bezeichnet). Von dieser Marktentwicklung war im Berichtsjahr die gesamte industrielle Produktion betroffen, wenn auch in geringerem Umfang als im Vorjahr. Fachleute gehen davon aus, dass diese Versorgungsengpässe bis Ende 2024 oder sogar bis 2025 andauern werden, dies betrifft insbes. die Kundengruppen der Fritsch Elektronik (industrielle Anwendungen), wohingegen bei den sogen. Consumer-Electronics eine deutliche Entspannung zu spüren ist.

Die Ursachen der Versorgungsengpässe sind unverändert strukturell zu begründen (Ballung der Hersteller in Asien und die daraus resultierende Abhängigkeit der europäischen Abnehmer). Der sich ergebende typische "Lieferantenmarkt" hatte und hat seinen Fokus nicht auf der Deckung der Bedarfe der europäischen Kunden; Bedarfe wurden durch die Hersteller für eine Vielzahl von Bauteilen mit erheblichen Lieferfristen und deutlich spürbaren Preisaufschlägen befriedigt. Eine nachhaltige Entspannung der Versorgungsengpässe ist fraglich, da der erhofften Inbetriebnahme zusätzlicher Fertigungskapazitäten der Hersteller eine konjunkturell getriebene Zurückhaltung bei den Bestellungen gegenübersteht.

Das Berichtsjahr zeigte aber auch, dass der branchenübergreifend zunehmende Trend zur Elektrifizierung von Produkten und Anwendungen ungebrochen ist. Allerdings wurde das Wachstum in der Branche durch die andauernden Versorgungsengpässe gebremst. Darüber hinaus führte die andauernde konjunkturelle Schwäche - branchenabhängig - auch zu einer spürbaren Reduzierung der ursprünglich genannten Bedarfe für das Berichtsjahr (die auf der Annahme einer schnelleren Erholung beruhten).

b) Unternehmensentwicklung

Umsatz- und Ertragslage

Für Fritsch Elektronik war das Berichtsjahr 2023 erneut ein herausforderndes Geschäftsjahr, geprägt durch den konjunkturellen Abbruch zu Beginn des Jahres einerseits und einer großen Zahl von Neuanläufen andererseits, beides in Kombination mit weiter andauernden Versorgungsengpässen bei einzelnen elektronischen Bauteilen und weiteren Preissteigerungen. Der Umsatz (nach Erlösschmälerungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um +12,3 % von 22,1 Mio. € auf 24,8 Mio. € gesteigert; die Umsätze im EMS-Kerngeschäft (z. B. ohne Zukäufe über den Spotmarkt) weisen sogar einen Zuwachs von 17,8 % auf. Konjunkturbedingt wiesen nicht alle Bestandskunden wachsende Umsätze aus. Die erfreuliche Entwicklung der Umsatzlage wurde deutlich durch neu akquirierte Kunden gestärkt, so dass die Umsatzprognose für das EMS-Kerngeschäft sogar um 4,8 %-Punkte übertroffen wurde.

Der Jahresfehlbetrag im Vorjahr war im Wesentlichen eine unmittelbare Folge der Versorgungsengpässe bei elektronischen Bauteilen, da mit der Materialverknappung einhergehende Preissteigerungen nicht vollständig oder erst zeitversetzt an Kunden weitergegeben werden konnten. Dieser Effekt war im Berichtsjahr noch spürbar, allerdings nicht mehr so prägend. Nach einem Fehlbetrag im Vorjahr i. H. v. -616 T€ wurde im Berichtsjahr ein ausgeglichenes Ergebnis von 4,6 T€ erwirtschaftet.

Die Verbesserung der Ergebnislage wurde maßgeblich durch das Umsatzwachstum getragen. Belastend wirkten im Berichtsjahr fallweise noch der Zeitversatz bei der Weitergabe von Materialpreis-Steigerungen. Des Weiteren weisen die Personalkosten zum einen aufgrund von Entgeltsteigerungen eine Steigerung um 355 T€ (bzw. 7,3 %) zum Vorjahr auf; zum anderen erfolgten zur Stützung des organischen Wachstums notwendige Einstellungen im produktiven Bereich. Die im Vorjahresvergleich zwar rückläufige aber unverändert hohe Kapitalbindung im Vorratsvermögen belastet das Zinsergebnis im Berichtsjahr mit zusätzlichen 126 T€. Trotz der Kostenmehrbelastungen wurde das geplante Ergebnis einer "schwarzen Null" erreicht.

Personal

Unsere nachhaltige Personalpolitik, die gemeinsame Werte in den Mittelpunkt stellt, ist darauf ausgerichtet, dass wir flexibel, optimal und kurzfristig auf Absatzveränderungen reagieren können. Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 122 Mitarbeiter, davon 81 gewerbliche Arbeitnehmer, 35 Angestellte und 6 Auszubildende; der Aufbau der Belegschaft entspricht den Investitionen in Fertigungskapazitäten und spiegelt das erwartete weitere organische Wachstum wider. Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und zur Mitarbeiterbindung wurde im Berichtsjahr zusätzlich ein Inflationsausgleichs-Bonus ausgekehrt.

Vermögens- und Finanzlage, Investitionen

Vor dem Hintergrund der Versorgungsengpässe bei elektronischen Bauteilen und der damit einhergehenden Notwendigkeit zur Haltung von Beständen hatten sich die Warenbestände in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren deutlich erhöht; im Berichtsjahr konnte dieser Trend umgekehrt werden: zu Anschaffungskosten sind diese - vor allem bei den Kaufteilen und unfertigen Erzeugnissen - um 1,1 Mio. € oder 8,0 % gesunken; saldiert um erhaltene Anzahlungen hat sich das Vorratsvermögen um 1,4 Mio. € reduziert. Getrieben durch das Umsatzwachstum und durch Stichtagseffekte sind die Forderungen und sonst. Vermögengegenstände um 1,1 Mio. € gewachsen. Dem steht eine Erhöhung der Verbindlichkeiten um rd. 100 T€ gegenüber. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Vorjahresvergleich um 247 T€ auf 384 T€ erhöht.

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen i. H. v. 601 T€ getätigt, im Wesentlichen in Maschinen, Testeinrichtungen und EDV. So wurde die Kapazität der SMD-Bestückung erhöht und eine weitere AOI-Teststation installiert.

Die Bilanzsumme ist angesichts der gegenläufigen Veränderungen im Umlaufvermögen und der Investitionen lediglich um 78 T€ auf 12.846 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt demnach nahezu gleich 44,8 % (Vorjahr 45,0 %) und steht unverändert für eine solide Kapitalstruktur der Gesellschaft.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Lage, v. a. dem andauernden Krieg in der Ukraine und den Konflikten im Nahen Osten, sowie der unerwartet langen konjunkturellen Schwächephase in Deutschland ist eine Prognose für das Geschäftsjahr 2024 schwierig und wird maßgeblich durch vielfältige Risiken beeinflusst. Neben der Unsicherheit, wann denn eine Erholung der deutschen Wirtschaft denkbar ist, stehen vielfältige Risiken aus einer möglichen Eskalation der zuvor genannten kriegerischen Konflikte. Als latentes, aber umso schwerwiegenderes Risiko ist unverändert eine mögliche Eskalation des Konfliktes zwischen China und Taiwan zu sehen; konkrete Auswirkungen sind aktuell nicht abzusehen, jedoch würde eine solche Eskalation die Versorgung mit elektronischen Bauteilen massiv beeinträchtigen, da der größte Teil der weltweiten Produktion von Halbleitern in Taiwan ansässig ist. Eine Eskalation des Konfliktes würde sich allerdings nicht nur auf die EMS-Branche, sondern auf jegliche Anwendungsbereiche von Halbleitern auswirken.

Gerade jüngst hat der IWF seine Wachstumsprognose für Deutschland in 2024 von 0,5 % auf nunmehr 0,2 % gesenkt, wohingegen für die Weltwirtschaft ein robustes Wachstum von 3,2 % erwartet wird. Ähnliche Erwartungen äußert das ifo-Institut in seiner Frühjahrs-Konjunkturprognose; die Inflation in 2024 wird vom ifo-Institut mit 2,3 % prognostiziert. Für die EMS-Branche ist einer regelmäßigen branchenspezifischen Studie zufolge (die ca. zwei Drittel des Umsatzes in dieser Branche in Deutschland umfasst) nach einem starken Wachstum in den Vorjahren in 2024 erstmals ein deutlicher Umsatzrückgang von -8,8% zu erwarten; lediglich in der Größenklasse der Fritsch Elektronik wird nach den Meldungen der beteiligten Unternehmen ein bescheidenes Wachstum vom +0,5 prognostiziert.

Die Rahmenbedingungen für diese erwartete wirtschaftliche Entwicklung in allen Segmenten der Elektronik-Industrie und den Anwendern elektronischer Steuerungen werden zusätzlich und unverändert - nicht mehr in der Breite, aber einer Vielzahl von Einzelfällen - durch die Materialverknappungen und Preissteigerungen bei elektronischen Bauteilen geprägt. Als Folge der konjunkturell bedingt schwachen Nachfrage, insbes. in Deutschland, und dem zusätzlichen Bestreben aller Marktteilnehmer zum Bestandsabbau nach der Allokation haben viele Hersteller elektronischer Bauteile ihre Fertigungskapazitäten zwischenzeitlich wieder zurückgefahren; sofern es Ende 2024 oder Anfang 2025 zu der erhofften konjunkturellen Erholung kommt, wird die steigende Nachfrage auf das zwischenzeitlich reduzierte Angebot treffen und sich das Risiko einer erneuten Allokation ergeben.

Diese Gemengelage mündet für die EMS-Branche in weiter anhaltenden Preissteigerungen bei einer Vielzahl von elektronischen Bauteilen. Der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen der EMS-Branche hängt nicht nur kurz- sondern auch langfristig davon ab, gemeinsam mit den Kunden Konzepte zur zeitnahen Abbildung von Preissteigerungen in den Baugruppenpreisen (mit Blick auf die Ertragslage der EMS), zur zeitnahen Abbildung von schwankenden Kundenbedarfen in der Bestell-Pipeline (mit Blick auf die Versorgungssicherheit der Kunden) und zur Finanzierung der zwangsläufigen Haltung von Sicherheitsbeständen (mit Blick auf die Finanzlage der EMS) zu entwickeln.

Dies ist umso wichtiger, als nach u. E. der langfristige Wachstumstrend in der EMS-Branche, getrieben durch den Trend zur Elektrifizierung und die Entwicklung neuer IoT-Produkte, unverändert andauern wird. In dem Berichtsjahr war - auch als Folge der Allokation in den Vorjahren - ein deutliches Voranschreiten des Strukturwandels in der EMS-Branche zu verspüren, der in einer zunehmenden Bereitschaft der Kunden zum Wechsel des EMS-Dienstleisters mündet. Beide Trends spiegeln sich in der erwarteten Entwicklung der Umsatzlage der Gesellschaft in 2024 wider:

Auf der Grundlage der Forecasts unserer Kunden und des Auftragsbestandes erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein moderates organisches Wachstum der Umsätze im EMS-Kerngeschäft (z. B. ohne Zukäufe über den Spotmarkt) um rd. 1,0 Mio. € oder 3,9 %. Der Geschäftsverlauf des ersten Quartals bestätigt diese Annahme. Neben der branchenabhängig sehr unterschiedlichen Nachfrage bei den Bestandskunden sehen wir auch als Folge der intensiven Vertriebstätigkeit eine wachsende Nachfrage durch neue Kunden. Angesichts der unveränderten Tendenz zu Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite besteht auch unverändert das Risiko, diese nicht kurzfristig vollständig in Preisanpassungen auf der Kundenseite weiter geben zu können; deshalb planen wir für das Geschäftsjahr 2024 konservativ mit einem moderaten positiven Ergebnisbeitrag. Wir planen mit einem weiteren Abbau des Vorratsvermögens, der in einem deutlich positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit münden wird. Die Investitionstätigkeit wird auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen.

Währungsrisiken sind zurzeit nicht erkennbar, da die Gesellschaft Ausgangsrechnungen unverändert nur in EURO ausstellt. Beschaffungen aus dem Dollar-Raum erfolgen in einer untergeordneten Größenordnung.

Der allgemein reklamierte Mangel an Fachkräften mündet in einem deutlich erhöhten Aufwand bei der Personalrekrutierung bzw. Zeitbedarf bis zur Stellenbesetzung; nicht zuletzt durch Maßnahmen zur Steigerung der Präsenz des Unternehmens in den sozialen Medien ist gelungen, alle vakanten Stellen zu besetzen. Zur Bewältigung des anstehenden Generationswechsels in einigen Führungspositionen wurde im Berichtsjahr das Projekt "Next Generation" gestartet. Die intern mittlerweile kommunizierte Nachfolgeplanung beschreibt ein Maßnahmenpaket in der Führungsstruktur des Unternehmens, dessen Umsetzung sich über die kommenden 24 Monate erstreckt.

Die branchenspezifischen Risiken im IT-Bereich konnten durch geeignete Partnerkonzepte entsprechend minimiert werden. Im Zuge der Umsetzung des Factoring-Konzeptes wurde auch eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die das Ausfallrisiko der nicht in das Factoring einbezogenen Debitoren abdeckt. Die Stromversorgung des Unternehmens ist über einen preisvariablen Liefervertrag gewährleistet; das Preisänderungsrisiko sehen wir angesichts der aktuell stabilen Entwicklung der mittleren Spotmarktpreise für Strom als beherrschbar an.

 

Achern, den 6. Mai 2024

Fritsch Elektronik GmbH

Matthias Sester

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.245.966,36 1.047
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.557,00 26
II. Sachanlagen 1.204.409,36 1.021
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.577.754,37 11.665
I. Vorräte 9.471.735,01 10.898
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.722.232,75 630
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 383.786,61 137
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.387,73 57
12.846.108,46 12.769

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 5.751.265,01 5.747
I. Gezeichnetes Kapital 25.565,00 26
II. Gewinnvortrag 5.721.147,30 6.337
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.552,71 -616
B. RÜCKSTELLUNGEN 330.971,02 352
C. VERBINDLICHKEITEN 6.763.872,43 6.670
12.846.108,46 12.769

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 7.871.048,95 6.829
2. Personalaufwand 5.251.966,34 4.898
a) Löhne und Gehälter 4.365.239,23 4.068
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 886.727,11 830
- davon für Altersversorgung: EUR 18.767,93 (Vorjahr: TEUR 20)
3. Abschreibungen 401.907,95 419
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 401.907,95 419
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.944.493,87 1.957
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 267.202,08 142
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 28
7. Ergebnis nach Steuern 5.478,71 -615
8. Sonstige Steuern 926,00 1
9. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 4.552,71 -616

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Fritsch Elektronik GmbH, Gewerbestr. 37, 77855 Achern-Önsbach

eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim - HRB 220304

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Fritsch Elektronik GmbH, Achern-Önsbach, zum 31. Dezember 2023 ist nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der aktuellen Fassung des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Es werden im Allgemeinen die für die Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungsvorschriften angewendet. Bei der Darstellung der Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens wurde die sogenannte Bruttomethode nach § 284 Abs. 3 HGB angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktiva sind nicht mit den Posten der Passiva, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonto und vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der steuerlich zulässigen Abschreibungssätze nach der linearen Methode errechnet.

Die Zugänge werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Bei den zugegangenen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung pro rata temporis, d. h. zeitanteilig.

Außerplanmäßige Abschreibungen kommen im Berichtsjahr nicht zum Ansatz.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 250,00 € bis 1.000,00 € wird die Poolabschreibung analog § 6 Abs. 2a EStG angewandt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Durchschnittseinstandspreisen bzw. zu den letzten Einstandspreisen, soweit diese unter den Durchschnittseinstandspreisen liegen. Anschaffungspreisminderungen werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Einzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt werden.

Das strenge Niederstwertprinzip wurde im Bereich des Vorratsvermögens unter Berücksichtigung der veränderten Marktbedingungen unverändert eingehalten. Diese machten zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft eine umfassendere Lagerhaltung erforderlich. Soweit notwendig wurden Bewertungsabschläge aufgrund erschwerter Verkaufsfähigkeit vorgenommen.

Bei den erhaltenen Anzahlungen wird vom Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und diese offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.

Einzelwertberichtigungen wurden in dem gebotenen Umfang vorgenommen.

Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos und wegen möglicher Zinsverluste wurde auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % gebildet und aktiv abgesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag betreffen.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie der darauf entfallenden Aufwendungen erfolgte grundsätzlich zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs. Bei Vorhandensein der Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Einzelerläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Anschluss an den Anhang als Bestandteil desselbigen dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

31.12.2023
Gewinnvortrag 1. Januar 2023 5.721.147,30
Ausschüttung 0
Jahresüberschuss 2023 4.552,71
Bilanzgewinn 31. Dezember 2023 5.725.700,01

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 2.300.000,00 (Vorjahr € 2.689.579,88) sowie gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 1.308.065,81 (Vorjahr € 1.339.605,47). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Von den Verbindlichkeiten haben € 3.346.684,93 (Vorjahr € 3.070.064,15) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Von den Verbindlichkeiten haben € 3.417.187,50 (Vorjahr € 3.600.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Davon haben € 1.347.187,50 (Vorjahr € 1.714.687,50) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 649 (Vorjahr: T€ 0) durch Globalzession bestimmter Debitoren gesichert.

Einzelerläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält realisierte Erträge aus der Währungsumrechnung über € 8.265,28 (Vorjahr: € 4.520,80).

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind realisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung über € 4.404,74 (Vorjahr: € 22.409,53) enthalten.

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen und Maschinen. Zum Bilanzstichtag beläuft sich der Saldo des besicherten Darlehens auf T€ 600 (Vorjahr: T€ 696). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist als gering einzuschätzen. Weitere vermerkpflichtige Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, aus Gewährleistungsverträgen und aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Für Zwecke der Investitionsfinanzierung von Maschinen und Betriebsvorrichtungen werden teilweise Leasingfinanzierungen eingesetzt, da diese sehr flexibel ausgestaltet und dadurch an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden können (Zweck). Das Risiko besteht in der Unkündbarkeit der in den Leasingverträgen geregelten Grundmietzeit. Die aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind unter der gesonderten Anhangangabe zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von jährlich € 350.448,00 (ohne Umsatzsteuer) aus der Anmietung des Büro- und Produktionsgebäudes.

Der Mietvertrag ist mit einer festen Laufzeit von 10 Jahren vereinbart (Restlaufzeit 5,75 Jahre).

Die aus KFZ-, Maschinen- und Mobilien-Leasingverträgen resultierenden künftigen finanziellen Verpflichtungen betragen € 550.347,31; sie sind innerhalb von bis zu vier Jahren fällig.

4. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten

a) Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen, beträgt:

Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 81
Angestellte 35
Azubis 6
122

b) Angabe der Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren bzw. sind derzeit folgende Geschäftsführer bestellt:

Herr Matthias Sester, Offenburg

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 4.552,71 € gemeinsam mit dem Gewinnvortrag (5.721.147,30 €) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Achern, den 6. Mai 2024

Fritsch Elektronik GmbH

Matthias Sester

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.329.353,15 47.657,35 0,00 1.377.010,50
II. Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 79.250,83 0,00 0,00 79.250,83
Technische Anlagen und Maschinen 4.397.581,02 302.325,73 397.950,79 4.301.955,96
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.621.089,60 250.971,83 2.306,50 2.869.754,93
7.097.921,45 553.297,56 400.257,29 7.250.961,72
8.427.274,60 600.954,91 400.257,29 8.627.972,22
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.303.140,65 32.312,85 0,00 1.335.453,50
II. Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 71.555,33 1.629,00 0,00 73.184,33
Technische Anlagen und Maschinen 3.967.467,02 145.832,23 397.949,79 3.715.349,46
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.038.190,70 222.133,87 2.306,00 2.258.018,57
6.077.213,05 369.595,10 400.255,79 6.046.552,36
7.380.353,70 401.907,95 400.255,79 7.382.005,86
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 41.557,00 26.212,50
II. Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 6.066,50 7.695,50
Technische Anlagen und Maschinen 586.606,50 430.114,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.736,36 582.898,90
1.204.409,36 1.020.708,40
1.245.966,36 1.046.920,90

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fritsch Elektronik GmbH, Achern

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fritsch Elektronik GmbH, Achern, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fritsch Elektronik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 6. Mai 2024

BANSBACH GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Joerg Schuster, Wirtschaftsprüfer

Claudia Mickeler, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6. Mai 2024 festgestellt worden. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 4.552,71 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 5.721.147,30 auf neue Rechnung vorzutragen.

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