Stammdaten

Register
Amtsgericht Ludwigshafen a.Rhein (Ludwigshafen) HRB 63353
Eingetragen
22.1.2013
Branche
Herstellung von MusikinstrumentenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Das Erarbeiten von schall- und schwingungstechnischen Berechnungen und Gutachten, die Durchführung schallund schwingungstechnischer Untersuchungen und die Erarbeitung konstruktiver Vorschläge zur Lärm- und Schwingungsbekämpfung sowie die Entwicklung, die Konstruktion, die Herstellung, der Vertrieb und die Montage von Schallisolierungen, sowie die Produktion von und der Handel mit damit im Zusammenhang stehender Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mohammad Soueidan
seit 4.12.2019
Geschäftsführer
Leonhard Sonntag
seit 14.6.2016
Geschäftsführer
Uta Scholl
seit 17.9.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Wendt SIT GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Wendt SIT GmbH
Germany
25.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wendt-Noise Control GmbH

Frankenthal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Gegenstand des Unternehmens

WENDT-Noise Control bietet Komplettlösungen für die Industrie zur Reduzierung von Lärmemissionen im Kraftwerk-, Energiesektor und Wasserstoffgewinnung. Das Leistungsspektrum umfasst neben der Dimensionierung, Fertigung und Lieferung des Schallschutzes auch die kompletten Lüftungs- und Beleuchtungssysteme sowie die Ausführung und Koordination der Montage vor Ort.

Im Bereich Industrial Systems realisieren wir Prüfstände und Klimakammern. Unsere Komponenten für Turbinenprüfstände runden unser Produktportfolio ab.

1.2 Gesamtwirtschaftliche Situation

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3 % geringer als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Der Energiesektor befindet sich weltweit im Wandel. Im Zuge der Energiewende ersetzen in Europa erneuerbare Energien, wie Wasser- und Solarkraft, Windenergie, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe die fossilen Energieträger kontinuierlich.

Trotzdem ist die globale Nachfrage nach großen und relativ kostengünstigen Gaskraftwerken auf einem stabilen Niveau. Im Markt für Kraftwerksbau generell hat sich im Berichtsjahr global die erhöhte Nachfrage kontinuierlich fortgesetzt. Die global agierenden OEM' s in diesem Sektor konnten ihre Auftragsbücher füllen und sind weit ins Jahr 2026 mit Ihren Kapazitäten ausgelastet.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 verliefen die Geschäfte wie erwartet weiterhin schwierig.

Die anziehende Nachfrage im Kraftwerksbau konnte die geringere Nachfrage bei Industrial Systems nicht ausgleichen. Zudem konnten größeren Projekte aufgrund der finanziellen Situation der Gesellschaft nicht angeboten werden.

Der geplante Auftragseingang 2023 - und damit die geplante Auslastung 2024 - wurde nicht erreicht.

Im Q4 2023 wurden mehrere Aufträge aus dem Bereich Industrial Systems endfakturiert, die sich teilweise coronabedingt entsprechend verzögert hatten. Diese Projekte führten zu einer signifikanten Verschlechterung der Ergebnisse, aufgrund dessen umgehend Maßnahmen eingeleitet wurden, damit dies zukünftig ausgeschlossen werden kann.

Im Bereich Industrial Systems wurde in Folge dessen die Auf- und Ablauforganisation angepasst und die geplanten Ziele hinsichtlich Volumina und Marktanteile entsprechend der sinkenden Nachfrage, vor allem im Automobilbereich und Maschinebau, angepasst.

Die Planung ging für 2023 bereits von Verlusten aus, diese waren in Summe jedoch noch höher als prognostiziert. Das Geschäftsjahr 2024 verlief dann unter diesen schwierigen Ausgangsbedingungen ebenfalls nicht wie ursprünglich geplant. Der geringe Auftragseingang in 2023 und kundenseitig bedingte Projektverschiebungen sind die Ursache für die verhaltenen Umsatze bis 08-2024.

In Q2 2024 konnten Großaufträge aus dem Kraftwerksbereich generieret werden, so dass der geplante Auftragseingang in 2024 erreicht werden wird. Dennoch wird das Ergebnis in 2024 nicht wie geplant realisiert, bedingt durch die schwache Phase in der ersten Jahreshälfte.

Mit dem sehr guten Auftragsbestand und der guten Marktlage im Kraftwerksbereich gehen wir für 2025 davon aus, nachhaltig in die Gewinnzone zurückzukehren.

2.1 Ertragslage

Der Umsatz lag auf Vorjahresniveau. Insgesamt erhöhte sich die Leistung um 3,42 % auf T€ 18.152.

Die Materialaufwendungen belaufen sich auf T€ 12.772 (Vorjahr: T€ 11.151) und die Materialaufwandsquote beträgt im Geschäftsjahr 70,4 % (Vorjahr: 63,5 %).

Der Personalaufwand beziffert sich auf T€ 3.809 (Vorjahr: T€ 3.649). Die Personalaufwandsquote beträgt 21 % (Vorjahr: 20,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 2.850, welche vor allem aus Mieten für Geschäftsräume mit T€ 567, Verpackungskosten von T€ 356 und Transportkosten für Ausgangsfrachten von T€ 367 bestehen, sind um T€ 629 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Vorjahr: T€ 2.221).

WENDT-Noise Control erzielte ein Ergebnis (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, nach Zinsen und Abschreibungen, vor Steuern) von T€ -1.395 (Vorjahr: T€ 569).

2.2 Finanzlage

Die Liquiditätssituation bei WENDT-Noise Control (Finanzierung im Verbund mit Muttergesellschaft WENDT SIT GmbH) war in 2024 sehr angespannt.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ 698, investiv wurden T€ 87 verwendet, im Rahmen der Finanzierungstätigkeit sind T€ 533 abgeflossen, so dass sich der Bestand an flüssigen Mitteln um T€ 78 auf T€ 143 erhöht hat.

2.3 Vermögenslage

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen T€ 2.955 und haben sich reduziert (Vorjahr: T€ 3.932). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich erhöht auf T€ 4.262 gegenüber (Vorjahr: T€ 2.332). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich auf T€ 447 (Vorjahr: T€ 384) erhöht. Die flüssigen Mittel haben sich auf T€ 143 (Vorjahr: T€ 64) erhöht.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beliefen sich auf T€ 293 und wurden gegenüber dem Vorjahr (T€ 402) um 27 % abgebaut.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen beliefen sich auf T€ 2.045 und haben sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.608) um 27,14 % erhöht.

Auf der Passivseite beziffert sich das Eigenkapital auf T€ 3.893. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 40,9 % (Vorjahr: 47,7 %). Die Ergebnisse werden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Wendt SIT GmbH abgeführt bzw. übernommen, so dass das Eigenkapital hiervon nicht direkt beeinflusst ist.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten ist eine Erhöhung auf T€ 2.302 (Vorjahr: T€ 1.670) festzustellen. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern mit T€ 242 gestiegen (Vorjahr: T€ 99). Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Jahresende T€ 71 (Vorjahr: T€ 315).

Die Finanzierung der Projekte wurde im Geschäftsjahr über eine Projektfinanzierungslinie der Hausbank gewährleistet, die jedoch von der Gesellschafterin Wendt SIT GmbH gehalten wird und sich daher bei der Wendt Noise Control GmbH in den Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern abbildet.

2.4 Investitionen

Insgesamt wurden Investitionen in Höhe von 87 T€ getätigt. Das Anlagevermögen (T€ 103) hat sich um 56 T€ erhöht (Vorjahr: T€ 47).

2.5 Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

WENDT-Noise Control erzielte ein Ergebnis (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, nach Zinsen und Abschreibungen, vor Steuern) von T€ -1.395 (Vorjahr: T€ 569), dadurch wurde die Banklinien bei der Wendt SIT GmbH häufig ausgelastet. Die Finanzlage war im Geschäftsjahr angespannt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg. Nachfolgend werden die Risiken und die ihnen entgegenstehenden Maßnahmen behandelt, welche von WENDT- Noise Control eingesetzt werden, um drohenden Schaden vom Unternehmen abzuwenden.

3.1 Chancen- und Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügt über ein monatliches Reporting das turnusmäßig zwischen der Geschäftsführung und den Vertretern der Gesellschafter besprochen wird. Dabei stellen die rollierende Liquiditätsplanung für einen Zeitraum von 6 Monaten sowie die Planung der Projektfinanzierung für das laufende und das darauf folgende Geschäftsjahr zentrale Instrumente zur frühzeitigen Erkennung von Zahlungsengpässen dar.

Eine Vielzahl von internen Reports, aus denen Kennzahlen und Informationen z.B. über Auftragseingänge, Mitarbeiter oder Qualitätsmängel hervorgehen, stehen dem Unternehmen zur Verfügung.

3.2 Markt

Die Auseinandersetzung zwischen Ukraine und Russland haben global und im Besonderen in Europa zu erhöhten Material- und Energiepreisen geführt.

Ein neuer Krisenherd im Nahen Osten führte zu einer weiteren Verunsicherung der globalen Märkte, ebenso die hohe Inflation in Europa und USA.

Die EZB steuerte hier entgegen mit einer angepassten Zins- und Geldpolitik. Diese Maßnahmen reduzierten die Inflationswerte im Laufe des Jahres 2024 wieder auf das angepeilte Ziel von 2,0 %, dennoch wurde eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt, dessen Ende noch nicht absehbar ist. Die im internationalen Vergleich sehr hohe Energiekosten können von energieintensiven Unternehmen nicht kompensiert werden, somit ist bei diesen Branchen eine verstärkte Verlagerung ins Ausland in Gang gesetzt worden.

3.3 Beschaffungsrisiken

Beschaffungsrisiken durch Engpässe auf der Lieferantenseite konnten durch die eingeleiteten Maßnahmen aus 2022 komplett verhindert werden. Der nach wie vor starke Preiswettbewerb wird durch die Lieferantenstruktur regelmäßig angepasst und optimiert. Die Strukturen werden in Form von langfristigen Kooperationsbeziehungen mit strategischen Partnern aus dem Inland sowie aus den osteuropäischen Staaten und Asien ausgebaut und minimieren das Kosten- und das Auslastungsrisiko.

3.4 Qualitätsrisiken

WENDT- Noise Control ist Haftungs- und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt. Potenzielle Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben.

Diesen Risiken entgegnet das Unternehmen wie folgt:

Zur Qualitätssicherung verfügt WENDT-Noise Control über eine zentrale Qualitätsabteilung. Hier werden Fehlerquellen systematisch analysiert und eigene Produktionsprozesse optimiert.

Zudem wurden in 2023, wie auch in den Vorjahren, Sicherungsaudits für Zertifikate für Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015, dem Umweltmanagementsystem ISO 14001:2015 durch externe Partner durchgeführt, um auch weiterhin Aufträge von wichtigen Kunden zu sichern. Qualitätsansprüche von Kunden werden durch regelmäßige Produktionsabnahmen im Haus und durch zusätzliche Qualitätsinitiativen gerecht. Qualitätsrisiken aus bezogenen Waren und Dienstleistungen begegnet das Unternehmen mit Sicherheitseinbehalten bei Lieferanten. Zur Einhaltung der hohen Q-Standards stellt sich das Unternehmen regelmäßig Lieferantenbewertungen seiner Kunden.

3.5 IT-Risiken

Risiken können insbesondere durch Störungen beim Betrieb der IT-Systeme entstehen, woraus eine Unterbrechung der Arbeitsabläufe resultieren könnte. Organisatorische Verbesserungen und Qualifikations- und Weiterentwicklungsmaßnahmen sind Schwerpunkte des IT Bereichs, um mit den laufend steigenden Anforderungen des Geschäfts Schritt zu halten. Mit einem externen Partner erhält das Unternehmen Zugang zu professionellem Know-how und bessere Backup-Vorteile. Die operativen Geschäftsprozesse werden weitgehend durch das ERP-System proAlpha abgebildet, das wir im zurückliegenden Geschäftsjahr auf den aktuellen Stand gebracht haben. Sicherheit der Daten gewährleisten wir durch eine Cloud-Lösung.

3.6 Personalrisiken

Für die WENDT-Noise Control sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Basis des Unternehmenserfolgs. Risiken in diesem Bereich bestehen im Verlust von Fachwissen und unternehmensinternem Wissen durch Mitarbeiterfluktuation.

3.7 Recht und gesetzliche Rahmenbedingungen

Als international agierendes Unternehmen ist WENDT-Noise Control vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs- und patentrechtlichen sowie sonstigen rechtlichen und gesetzlichen Regelungen unterworfen. Bestehende und drohende Rechtsstreitigkeiten werden kontinuierlich analysiert, hinsichtlich ihrer rechtlichen und finanziellen Auswirkungen bewertet und in der laufenden Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Auf dieser Basis kann das Management angemessene Maßnahmen zeitnah einleiten und gegebenenfalls erforderliche bilanzielle Vorsorge treffen.

Bei Projekten und Vertragsabschlüssen, die sich außerhalb der für das Tagesgeschäft entwickelten Standards bewegen, zieht das Unternehmen externe Anwälte zu Rate.

3.8 Chancen

In der EU wird der Ausstieg aus dem Kohlekraftwerkbereich forciert. Die hierzu notwendigen Ersatzinvestitionen in saubere Gaskraftwerke (Peak Abdeckung) werden zusätzliche Marktchancen eröffnen. Da dies jedoch von den Planungen der Mitgliedstaaten abhängt, kann hier ein exaktes Volumen noch nicht genau beziffert werden.

Aufgrund der Nachfragesteigerung im Energieanlagenbereich gehen wir davon aus, dass Hersteller von Schallschutzanlagen an Ihre Kapazitätsgrenzen kommen. Die entsprechenden Anfragen der OEM's hinsichtlich Ressourcen lassen diesen Schluss zu.

3.9 Ergebnis der Risikoanalyse

Die Unternehmensgruppe ist vielfältigen globalen konjunkturellen, politischen sowie wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Das interne Kontrollsystem und Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus Analysen insbesondere aus dem Controlling-Bereich sowie der Erstellung regelmäßiger Reports und Besprechungen zur aktuellen Geschäftssituation. Darüber hinaus besteht auch weiterhin das Risiko von Liquiditätsengpässen. Zur rechtzeitigen Erkennung von möglichen Liquiditätsengpässen wird kontinuierlich eine rollierende Liquiditätsplanung erstellt und täglich aktualisiert. Des Weiteren wird eine monatliche Ergebnisrechnung erstellt und der Budgetplanung gegenübergestellt um ggf. Abweichungen zum Jahresbudget frühzeitig zu erkennen. Wegen der Auswirkungen der Liquiditätsrisiken auf die Frage der Unternehmensfortführung verweisen wir auf Punkt 4.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten übernimmt WENDT- Noise Control im betriebsüblichen Umfang zur Verbesserung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. Mit Ihrer Expertise und Fachkompetenz unterstützt die IBS (Schwesterfirma) durch Simulationen und Computeranimationen mögliche Entwicklungspotentiale. Darüber hinaus entwickeln wir mit und für Premiumkunden neue Produkte für den Kraftwerksbau.

4. Prognosebericht

Der Forecast 2024 geht von einem negativen Ergebnis, jedoch leicht besser als in 2023 aus. Die ursprüngliche Planung wird nicht erreicht werden. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen unter 2.

Wendt- Noise Control geht für das Jahr 2025 von einem guten Marktumfeld aus.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 wurden die zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumente sehr beansprucht. Aufgrund von Projektverschiebungen und Nicht-Erreichen der geplanten Deckungsbeiträge konnten die daraus resultierenden zeitlich begrenzten Liquiditätsengpässe nur mit Anpassungen der Zahlungsziele überbrückt werden. Es wurden Sondervereinbarungen mit unseren Kunden getroffen, die eine frühere Zahlung gegen zusätzliche Skonti realisierten. Weiterhin wurden mit den Hauptlieferanten Zahlungspläne ausgehandelt, welche eine spätere Zahlung der Verbindlichkeiten, teilweise abgesichert mit Bürgschaften, erlaubten.

Die Geschäftsführung hat deshalb in Q4 2023 den Beschluss gefasst, diesen nachhaltigen Finanzierungsengpass durch einen strategischen Investor zu lösen.

Es wurden also Partner gesucht, welche zum einen die finanziellen Mittel bereitstellen können und zum anderen auf der Vertriebs- als auch auf der Beschaffungsseite Synergien bieten können.

Die Gespräche mit möglichen Investoren mündeten in Q1 2024 in einen Due Diligence Prozess, an dessen Ende dann ein Gesellschafterwechsel in Q3 2024 vollzogen wurde.

Der neue Gesellschafter ist im selben Markt tätig und kann auf ein globales Vertriebsnetz zugreifen.

Wendt-Noise Control GmbH kann somit bestehende Kunden weiter durchdringen und neue Kunden gewinnen. Erste Vertriebserfolge konnten bereits erzielt werden und Aufträge aufgrund der neuen gesellschaftsrechtlichen Struktur gewonnen werden. Der aktuelle Auftragsbestand stellt sich im Vorjahresvergleich deutlich besser da.

Weiterhin kann auf der Beschaffungsseite auf das globale Lieferantennetz zugegriffen werden und Skaleneffekte genutzt werden.

Die weltweite Stromnachfrage erhöht sich überproportional stark. Dies ist zum einen zurückzuführen auf den vermehrten Stromeinsatz als Mittel zur Dekarbonisierung im Verkehrs- und Wärme- bzw. Kältesektor und zum anderen auf den überproportional steigenden Strombedarf der Entwicklungs- und Schwellenländer.

Die ökonomischen und die geopolitischen Schwerpunkte verschieben sich in den nächsten Jahrzehnten in Richtung Asien. Aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums werden insbesondere China und Indien technologische Entwicklungen forcieren.

Im Geschäftsbereich Energie, Anlagen- und Kraftwerksneubau befindet sich der Markt in einer stabilen Wachstumsphase. Neuentwicklungen im Bereich wasserstofffähiger Gasturbinen runden diesen Trend ab.

Die globalen Einflüsse aus Corona, politischen Verwerfungen und Inflation haben diesen Trend bisher nicht gestoppt.

Besonders hervorzuheben sind die abgeschlossenen Großprojekte im Geschäftsbereich Hydrogen, also der Wasserstoffgewinnung. Das aus dem Kraftwerksbereich bestehende Knowhow wurde in diesen neuen Geschäftsbereich erfolgreich transferiert und angepasst.

Die in der Vergangenheit getroffenen strategischen Entscheidungen, hinsichtlich Ausrichtung der Geschäftsfelder und Organisation der Firma sichern das zukünftige Wachstum und nachhaltige positive Ertragslage. Besonderen Anteil dabei hat der neu strukturierte Einkauf (Operativ/Strategisch) mit der klaren globalen Ausrichtung. So konnten auf der Zulieferseite die Kapazitätsengpässe in Europa mit neuen Lieferanten aus z.B. Asien nachhaltig erweitert werden.

Wendt-Noise Control GmbH ist für die Zukunft gut gerüstet. Für die Geschäftsbereiche bestehen gute Voraussetzungen, den jahrzehntelangen Erfahrungsschatz und das vorhandene Material- und Prozess-Know-How zukunftssicher einzusetzen.

Wendt-Noise Control GmbH erkennt Trends und Entwicklungen frühzeitig und kann durch die bestehende Organisation besonders rasch auf ein sich wandelndes Marktumfeld reagieren.

Gerade im Hinblick auf die globalen Veränderungen bieten sich daraus neue Marktchancen für Wendt-Noise Control GmbH und ermöglichen weiteres Wachstum.

Zudem wurde im Rahmen des Gesellschafterwechsels die Finanzierungsstruktur der Gruppe neu aufgestellt. Die Hausbank wurde durch den neuen Gesellschafter abgelöst, es wurden innerhalb der Gruppe Rangrücktrittserklärungen zur Beseitigung bzw. Reduktion des Negativkapitals von Gruppengesellschaften ausgesprochen und seitens des Gesellschafters eine Kontokorrentlinie zur Verfügung gestellt.

Für das Jahr 2025 schätzen wir die Marksituation aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen als sehr positiv ein und gehen von positiven Ergebnissen und Liquiditätsüberschüssen aus. Der Auftragsbestand betrug Ende Oktober 2024 ca. 13,2 Mio. EUR (davon ca. 95 % Realisierung in 2025). Auf Basis bereits erstellter Angebote werden Erlöse von ca. 20,0 Mio. EUR erwartet. Darüber hinaus sehen wir aufgrund von Gesprächen mit Kunden zusätzliche Potenziale.

Unter Berücksichtigung der beschriebenen Prämissen hat die Wendt-Gruppe die Planung bis Ende 2025 aktualisiert. Hieraus ergibt sich eine deutliche Ergebnissteigerung im Vergleich zu 2023 und 2024 und eine ausreichende Liquiditätslage.

Bedingt durch die finanzielle Stärke des neuen Investors kann somit das geplante Wachstum finanziert werden.

Die zukünftige Planung beruht zudem darauf, dass langfristig ausreichende Avallinien zur Verfügung stehen und der neue Gesellschafter ausreichende liquide Mittel zur Verfügung stellt.

Unter diesen Rahmenbedingungen gehen wir von einer ausreichenden Finanzlage und der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

 

Frankenthal (Pfalz), den 10.12.2024

gez.

Leonhard Sonntag

Mohammad Soueidan

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 102.794,00 46.739,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.551,00 5.177,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5.551,00 5.177,00
II. Sachanlagen 97.243,00 41.562,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.801,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 17.114,00 16.963,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.328,00 24.599,00
B. Umlaufvermögen 9.405.775,99 8.115.986,01
I. Vorräte 1.598.917,64 1.403.276,91
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 293.133,95 401.896,87
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.045.430,00 1.608.770,00
3. geleistete Anzahlungen 1.280,29 0,00
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 740.926,60 607.389,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.664.259,77 6.648.605,88
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.954.506,18 3.932.311,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.262.156,55 2.331.853,57
3. sonstige Vermögensgegenstände 447.597,04 384.440,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 142.598,58 64.103,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.135,66 3.746,70
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.520.705,65 8.166.471,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.892.713,81 3.892.713,81
I. gezeichnetes Kapital 25.100,00 25.100,00
II. Kapitalrücklage 3.867.613,81 3.867.613,81
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.594.324,00 1.807.446,50
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 140.448,00 135.731,00
2. sonstige Rückstellungen 2.453.876,00 1.671.715,50
C. Verbindlichkeiten 3.033.667,84 2.466.311,40
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 418.410,00 381.210,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.301.824,46 1.669.900,39
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 241.535,85 99.323,95
4. sonstige Verbindlichkeiten 71.897,53 315.877,06
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.520.705,65 8.166.471,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 17.715.758,51 17.590.446,09
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 436.660,00 -39.750,00
3. sonstige betriebliche Erträge 122.537,62 174.232,72
4. Materialaufwand 12.772.027,33 11.150.467,63
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.939.079,82 9.316.744,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.832.947,51 1.833.723,25
5. Personalaufwand 3.808.661,63 3.649.298,39
a) Löhne und Gehälter 3.128.999,08 3.023.035,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 679.662,55 626.262,61
davon für Altersversorgung 11.711,72 9.626,66
6. Abschreibungen 30.846,95 23.884,78
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 30.846,95 23.884,78
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.850.351,27 2.220.591,98
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.551,00 17.518,00
davon aus verbundenen Unternehmen 15.551,00 17.518,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 223.872,80 128.760,02
10. Ergebnis nach Steuern -1.395.252,85 569.444,01
11. sonstige Steuern 2.085,00 2.097,00
12. Erträge aus Verlustübernahme 1.397.337,85 0,00
13. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0,00 567.347,01
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Wendt-Noise Control GmbH mit Sitz in Frankenthal/Pfalz (HRB 63353, Amtsgericht Ludwigshafen) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung und Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

II. Bilanzierungs- und Bewerungsmethoden

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über € 250,00 bis € 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2a EStG werden in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Da der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe durch schwierigere Beschaffung bzw. höhere Rohstoffpreise stark angestiegen ist, wurde bereits in 2022 von der Festbewertung gemäß § 240 Abs. 3 HGB Abstand genommen. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Eine Inventur wurde durchgeführt.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden neben den direkt zurechenbaren Kosten die anteiligen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Bewertungsabschläge erfolgen für die Berücksichtigung wertmindernder Umstände.

Bezüglich den unfertigen Erzeugnissen zuzuordnenden erhaltenen Anzahlungen wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese auf der Aktivseite offen von den Vorräten abzusetzen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Unter dem Bilanzposten Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, aufgenommen.

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 140.448,00 (Vorjahr: € 135.731,0).

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biologischer Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 HGB n. F. der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,82 %.

Durch die Erstanwendung der Bestimmungen des BILMOG (Neubewertung Pensionsverpflichtungen, Saldierung mit zu Zeitwerten bewertetem Deckungsvermögen) hat sich zum 1. Januar 2010 eine Unterdotierung ergeben. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der Unterschiedsbetrag über eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte entsprechend eine Zuführung in Höhe von € 363,00. Zum 31. Dezember 2023 betragen die infolge der Übergangsregelung nicht in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen € 363,00.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle dem Grunde und / oder der Höhe nach ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

A. Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von € 4.262.156,55 (Vorjahr: € 2.331.625,86) Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in voller Höhe von € 241.535,85 (Vorjahr: € 99.323,95) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und davon in Höhe von € 129.606,41 (Vorjahr: € 30.095,98) auch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Pensionsrückstellungen

Aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen nach BilMoG war eine Zuführung der Rückstellungen erforderlich. Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf T€ 140 (Vorjahr: T€ 136).

Es wird vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht, die Unterdotierung beträgt zum 31.12.2023 € 363,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 2.454 (Vorjahr: T€ 1.672) beinhalten im Wesentlichen den Personalbereich mit T€ 210 (Vorjahr: T€ 209), ausstehende Rechnungen und Nachlaufkosten mit T€ 1.886 (Vorjahr: T€ 1.285) und Garantieleistungen mit T€ 338 (Vorjahr: T€ 163).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 3.033 (Vorjahr: T€ 2.466) innerhalb eines Jahres fällig.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gem. § 251 HGB

Eventualverbindlichkeiten für die Gesellschaft erwachsen aus der gesamtschuldnerischen Haftung für Verbindlichkeiten aus dem Konsortialkreditvertrag der Wendt SIT Management GmbH sowie der Wendt SIT GmbH. Die ursprünglichen Darlehen aus dem Vertrag sind mittlerweile abgelöst. Es bestand zum Stichtag jedoch noch eine Projektfinanzierungslinie in Höhe von T€ 2.850 (Inanspruchnahme zum 31.12.2023: T€ 2.760).

Zusätzlich besteht ein Avalkreditrahmen der Wendt SIT GmbH in Höhe von T€ 2.250; die Inanspruchnahme hieraus zum 31.12.2023 beträgt T€ 2.104 (Vorjahr: T€ 2.106).

Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurden folgende Sicherheiten von der Gesellschaft gestellt:

- Raumsicherungsübereignung der Vorräte, Halbfertig- und Fertigware,

- Sicherungsübereignung der sich im Eigentum der Gesellschaft befindlichen Maschinen, maschinellen Anlagen, Geräte, Werkzeuge und Betriebseinrichtungen,

- Verpfändung von Guthaben bei Kreditinstituten,

- Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,

- weitere übliche Sicherheiten gemäß Banken-AGB.

Im Anlagenbau ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der vertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Zum 31.12.2023 bestand zusätzlich zu der bereits genannten Avallinie bei der Commerzbank eine Avallinie bei der Württembergischen Versicherung i.H.v. T € 1.000 (Inanspruchnahme zum 31.12.2023: T€ 454).

Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird. Verpflichtungen bzw. Risiken aus solchen Bürgschaften schätzen wir als nicht wahrscheinlich ein.

Inanspruchnahme von Haftungsverhältnisse

Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als unwahrscheinlich ein. Die Projektfinanzierungslinie wurde im September 2024 von der neuen Gesellschafterin abgelöst.

Die Avallinie wird durch eine Bürgschaft der Rabo-Bank im Auftrag der Braden-Gruppe abgesichert.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingraten beträgt T€ 312 .

B. Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von € 2.401,00 (Vorjahr: € 2.477,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen.

Sonstige betriebliche Erträge

In der Position "Sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge aus der Auflösung oder Herabsetzung von Pauschalwertberichtigungen in Höhe von € 17.400,00 (Vorjahr: € 0,00) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 42.231,91 (Vorjahr: € 96.848,55) und Kursdifferenzen in Höhe von € 5.384,11 (Vorjahr: € 794,31) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiteranzahl

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr durchschnittlich 74 Mitarbeiter. Dies teilt sich auf in 2 Geschäftsführer, 45 Angestellte (davon 8 Auszubildende) und 27 gewerbliche Mitarbeiter (davon 5 Auszubildende).

Organe der Gesellschaft

Zu gesamtvertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführern sind folgende Personen bestellt:

- Herr Leonhard Sonntag, Dipl. Ing., Kettershausen,

- Herr Mohammad Soueidan, Frankenthal.

Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft hat einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Wendt SIT GmbH, Frankenthal (Pfalz), geschlossen.

Nachtragsbericht

Mit Vertrag vom 12.09.2024 hat die Braden-Gruppe sämtliche Anteile an der Wendt Beteiligungs-GmbH und damit an der Wendt-Gruppe erworben. Die Braden-Gruppe ist einer der führenden Anbieter für die Bereiche Lärmreduzierung, Emissionskontrolle und Energiespeicherung und unterhält Niederlassungen in Europa, Amerika und Großbritannien.

Die Finanzierung der Gruppe wurde neu aufgestellt.

Im Rahmen des Gesellschafterwechsels wurde die Hausbank abgelöst es wurden innerhalb der Gruppe Rangrücktrittserklärungen zur Beseitigung bzw. Reduktion des bilanziellen Negativkapitals ausgesprochen und seitens des Gesellschafters eine Kontokorrentlinie zur Verfügung gestellt.

 

Frankenthal (Pfalz), den 10.12.2024

gez.

Leonhard Sonntag

Mohammad Soueidan

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anfangsstand Zugänge Abgänge Endbestand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
a) Immaterielle WG 135.565,82 5.000,00 0,00 140.565,82
b) Kundenstamm-Übernahme 8.077.000,00 0,00 0,00 8.077.000,00
Gesamt 2. 8.212.565,82 5.000,00 0,00 8.217.565,82
Gesamt I. 8.212.565,82 5.000,00 0,00 8.217.565,82
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken
Betriebsgebäude 128.433,98 33.470,76 0,00 161.904,74
Gesamt 1. 128.433,98 33.470,76 0,00 161.904,74
2. Technische Anlagen und Maschinen
a) Masch. und techn. Anlagen 280.219,19 0,00 0,00 280.219,19
b) Werkzeuge und Kleingeräte 61.726,52 5.166,86 0,00 66.893,38
Gesamt 2. 341.945,71 5.166,86 0,00 347.112,57
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
a) Bauwagen, Baubuden 6.256,00 0,00 0,00 6.256,00
b) Werkstatteinrichtungen 36.039,17 0,00 0,00 36.039,17
c) Gerüste 1.620,00 0,00 0,00 1.620,00
d) EDV-Anlagen und Zubehör 102.360,78 26.456,69 0,00 128.817,47
e) Büroausstattungen 2.148,63 0,00 0,00 2.148,63
f) Sonstige Betriebs- u. Geschäftsausstatt. 18.881,25 0,00 0,00 18.881,25
g) Geringwertige Wirtschaftsgüter 25.120,26 16.807,64 14.015,75 27.912,15
Gesamt 3. 192.426,09 43.264,33 14.015,75 221.674,67
Gesamt II. 662.805,78 81.901,95 14.015,75 730.691,98
Gesamtsumme I. - II. 8.875.371,60 86.901,95 14.015,75 8.948.257,80
Abschreibungen
Anfangsstand Zugänge Abgänge Endbestand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
a) Immaterielle WG 130.388,82 4.626,00 0,00 135.014,82
b) Kundenstamm-Übernahme 8.077.000,00 0,00 0,00 8.077.000,00
Gesamt 2. 8.207.388,82 4.626,00 0,00 8.212.014,82
Gesamt I. 8.207.388,82 4.626,00 0,00 8.212.014,82
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken
Betriebsgebäude 128.433,98 669,76 0,00 129.103,74
Gesamt 1. 128.433,98 669,76 0,00 129.103,74
2. Technische Anlagen und Maschinen
a) Masch. und techn. Anlagen 267.749,19 2.562,00 0,00 270.311,19
b) Werkzeuge und Kleingeräte 57.233,52 2.453,86 0,00 59.687,38
Gesamt 2. 324.982,71 5.015,86 0,00 329.998,57
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
a) Bauwagen, Baubuden 6.256,00 0,00 0,00 6.256,00
b) Werkstatteinrichtungen 36.039,17 0,00 0,00 36.039,17
c) Gerüste 1.620,00 0,00 0,00 1.620,00
d) EDV-Anlagen und Zubehör 83.123,78 15.070,69 0,00 98.194,47
e) Büroausstattungen 2.148,63 0,00 0,00 2.148,63
f) Sonstige Betriebs- u. Geschäftsausstatt. 18.881,25 0,00 0,00 18.881,25
g) Geringwertige Wirtschaftsgüter 19.758,26 5.464,64 14.015,75 11.207,15
Gesamt 3. 167.827,09 20.535,33 14.015,75 174.346,67
Gesamt II. 621.243,78 26.220,95 14.015,75 633.448,98
Gesamtsumme I. - II. 8.828.632,60 30.846,95 14.015,75 8.845.463,80
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
a) Immaterielle WG 5.551,00 5.177,00
b) Kundenstamm-Übernahme 0,00 0,00
Gesamt 2. 5.551,00 5.177,00
Gesamt I. 5.551,00 5.177,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken
Betriebsgebäude 32.801,00 0,00
Gesamt 1. 32.801,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
a) Masch. und techn. Anlagen 9.908,00 12.470,00
b) Werkzeuge und Kleingeräte 7.206,00 4.493,00
Gesamt 2. 17.114,00 16.963,00
3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung
a) Bauwagen, Baubuden 0,00 0,00
b) Werkstatteinrichtungen 0,00 0,00
c) Gerüste 0,00 0,00
d) EDV-Anlagen und Zubehör 30.623,00 19.237,00
e) Büroausstattungen 0,00 0,00
f) Sonstige Betriebs- u. Geschäftsausstatt. 0,00 0,00
g) Geringwertige Wirtschaftsgüter 16.705,00 5.362,00
Gesamt 3. 47.328,00 24.599,00
Gesamt II. 97.243,00 41.562,00
Gesamtsumme I. - II. 102.794,00 46.739,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Wendt-Noise Control GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wendt-Noise Control GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wendt-Noise Control GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die Wendt SIT GmbH ist Gesellschafterin der Wendt-Noise Control GmbH und der Wendt-Insulation GmbH. Aufgrund der Organschaft sowie mit diesen Gesellschaften geschlossenen Ergebnisabführungsverträgen ist die Wendt SIT GmbH zur Übernahme der Ergebnisse dieser Gesellschaften verpflichtet.

Die Unternehmensfortführung ist aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge und der bestehenden Haftungsverbünde für die Wendt-Gruppe als Ganzes zu beurteilen.

Die Wendt-Unternehmensgruppe befindet sich in einer Restrukturierungssituation. Die Verluste der letzten Jahre haben zu einem Negativkapital bei der Wendt SIT GmbH und der Wendt SIT Management GmbH geführt. Wegen der Ergebnisabführungsverträge der Wendt-Noise Control GmbH und der Wendt-Insulation GmbH verfügen diese Gesellschaften über positives Kapital. Die Liquiditätsreserven wurden aufgebraucht.

In den Geschäftsjahren 2023 und 2024 blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Die Liquiditätslage war angespannt.

Mit Vertrag vom 12.09.2024 hat die Braden-Gruppe sämtliche Anteile an der Wendt Beteiligungs-GmbH und damit an der Wendt-Gruppe erworben. Die Braden-Gruppe ist einer der führenden Anbieter für die Bereiche Lärmreduzierung, Emissionskontrolle und Energiespeicherung und unterhält Niederlassungen in Europa, Amerika und Großbritannien.

Die Finanzierung der Gruppe wurde neu aufgestellt.

Im Rahmen des Gesellschafterwechsels wurde die Hausbank abgelöst, es wurden innerhalb der Gruppe Rangrücktrittserklärung zur Beseitigung beziehungsweise Reduktion des bilanziellen Negativkapitals ausgesprochen und seitens des Gesellschafters eine Kontokorrentlinie zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus geht die Geschäftführung davon aus, dass sich durch den Gesellschafterwechsel positive, operative Auswirkungen ergeben, insbesondere Vertriebserfolge und Skaleneffekte im Einkauf. Insbesondere auftragsseitig haben sich bereits erste Erfolge gezeigt, so liegt der Auftragsbestand Ende Oktober 2024 bei 13,2 Mio € (Vorjahr: 9,0 Mio €). Zudem geht die Geschäftsführung von einer positiven Marktlage aus.

Die Geschäftsführung hat im November 2024 eine Ertrags- und Liquiditätsplanung bis Ende 2025 erstellt, die die oben genannten Prämissen berücksichtigt. Diese Planung ergibt deutliche Ergebnissteigerungen für 2025 und eine auskömmliche Liquiditätslage.

Entscheidend für die Planrealisierung ist das Erreichen der Leistungs- und Renditeziele der Wendt-Noise Control GmbH.

Weitere Voraussetzungen hierfür sind die langfristige Zurverfügungstellung der Gesellschafterdarlehen sowie der Avallinien mindestens in der bisherigen Höhe.

Unter diesen Rahmenbedingungen geht die Geschäftsführung der Wendt-Gesellschaften von der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften aus und hat den Jahresabschluss unter der Annahme des "Going-Concern-Prinzips" aufgestellt.

Wir verweisen auf die Angaben der Geschäftsführung im Lagebericht und Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

-beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

-beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

-führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillingen, den 10.12.2024

W+ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Andrea Treib, Wirtschaftsprüferin

Frank Jung, Wirtschaftsprüfer

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