FedEx Express Deutschland GmbH
Selbe AdressePaket- und Expressdienste
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
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Stefan Günter Dries seit 23.7.2020 | Geschäftsführer |
Stefan Günter Dries seit 23.7.2020 | Geschäftsführer |
Sven Kurt Kische seit 16.4.2020 | Geschäftsführer |
Sven Kurt Kische seit 16.4.2020 | Geschäftsführer |
Taner Karacan seit 12.11.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TNT Express GmbHTroisdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2019 bis zum 31.05.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TNT Express GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der TNT Express GmbH, Troisdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TNT Express GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020 geprüft. Die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Köln, 4. Dezember 2020 Ernst
& Young GmbH
Dell, Wirtschaftsprüferin Dietl, Wirtschaftsprüferin Bilanz für das Geschäftsjahr zum 31. Mai 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2019/2020I. Allgemeine AngabenDie TNT Express GmbH, Haberstr. 2, 53842 Troisdorf, hat ihren Sitz in Troisdorf und wird beim Amtsgericht Siegburg unter der Handelsregisternummer HRB 6313 geführt. Der Unternehmensgegenstand ist der Abschluss und die Durchführung von Verkehrsverträgen über alle Arten von Tätigkeiten, gleichgültig ob sie Speditions-, Fracht-, Lager-, Logistikdienstleistungs- oder sonstige üblicherweise zu den vorgenannten Gewerben gehörende oder damit im Zusammenhang stehende Geschäfte betreffen. Hierzu zählen auch speditionsübliche logistische oder technische Leistungen, wenn diese mit der Beförderung oder Lagerung von Gütern im Zusammenhang stehen. Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt. Aus dem gleichen Grund werden ggf. Anpassungen von Postenbezeichnungen gem. § 265 Abs. 6 HGB vorgenommen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen linear und zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern wurden zugrunde gelegt:
Auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet, da die geringwertigen Wirtschaftsgüter insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. Anschaffungskosten bis € 800,00 von abnutzbaren, beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst. Finanzanlagen sind zum Nennwert bilanziert. Unfertige Leistungen sind auf der Basis der vor dem Stichtag angefallenen Kosten für noch nicht an die Kunden ausgelieferte Leistungen bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; im Besonderen werden sämtliche Forderungen, die älter als 180 Tage sind, vollständig wertberichtigt. Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende, objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Mai 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,54 % (Vorjahr 2,98 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,0 % (Vorjahr 1,0 %) zugrunde gelegt sowie eine dem branchenüblichen Standard entsprechende Fluktuation. Die Verpflichtungen für Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungspositionen existieren nicht. Aufgrund der steuerlichen Organschaft sind auf Ebene der Organgesellschaft keine latenten Steuern zu bilanzieren. III. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurden im Hauptbuch für das Anlagevermögen Kontenbereinigungen durchgeführt. Hierdurch kam es im Geschäftsjahr bedingt durch die andere Zuordnung der Vermögensgegenstände zu Umbuchungen der kumulierten Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen aus den immateriellen Vermögensgegenständen in die Sachanlagen in Höhe von T€ 7.520, die ausschließlich Vorperioden betreffen. Die Buchwerte der umgebuchten Vermögensgegenstände betragen T€ 0. Die Effekte sind in der Spalte Korrektur im Anlagespiegel dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Genossenschaftsanteile betreffen unverändert einen Minderheitenanteil an der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Berlin und Brandenburg e.G., Berlin. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Im Forderungsbestand war zum 31. Mai 2020 noch eine Vielzahl von nicht zuzuordnenden Zahlungseingängen enthalten. Diese Beträge werden unter Anwendung des § 195 BGB nach Ablauf der dreijährigen Verjährungsfrist ergebniswirksam aufgelöst. Hieraus ergab sich in 2019/2020 ein periodenfremder Ertrag von T€ 148 (Vorjahr T€ 218). In den sonstigen Forderungen sind Zollforderungen von T€ 4.810 (Vorjahr T€ 6.032) sowie Forderungen gegen die Deutsche Treuinvest Stiftung in Höhe von T€ 60 (Vorjahr T€ 49) enthalten, die aus der Erfüllung von Versorgungszusagen aus der Beitragszusage im Jahr 2019/2020 (Vorjahr 2018/2019) resultieren. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Salden der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Wie im Vorjahr erfolgt der Ausweis unsaldiert auf Gesellschaftsebene. Je nach Art der Forderungen/ Verbindlichkeiten erfolgt hingegen eine saldierte Darstellung. Die Forderungen gegen übrige verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber TNT Finance B.V. und TNT Express Holdings Germany GmbH betreffen den Finanzverkehr. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind nicht besichert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenBei den Pensionsverpflichtungen handelt es sich zum einen um mittelbare Verpflichtungen, die über eine externe Unterstützungskasse gedeckt werden und daher grundsätzlich nicht bei der Gesellschaft bilanziert werden ("alte" Regelung zur betrieblichen Altersversorgung). Die mittelbaren Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen der externen Unterstützungskasse, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Bewertung der Sterblichkeit und Invalidität erfolgt auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G. Es ergeben sich mittelbare Verpflichtungen von T€ 23.862 (Vorjahr T€ 22.705). Dem steht ein Deckungskapital der Unterstützungskasse zu Zeitwerten von T€ 23.066 (Vorjahr T€ 22.640) gegenüber. Zum 31. Mai 2020 bestand eine Unterdeckung in Höhe von T€ 796 (Vorjahr T€ 65). Diese Unterdeckung wird als Verpflichtung unter den "Pensionsverpflichtungen" ausgewiesen. Im Jahr 2006 wurde eine "neue" Regelung zur betrieblichen Altersversorgung abgeschlossen, die für alle Mitarbeiter, die ab dem 1. Januar 2005 in die Gesellschaft eingetreten sind, eine Beitragszusage vorsieht. Im Übrigen garantiert die Gesellschaft den Mitarbeitern im Rahmen der "neuen" Regelung eine Mindestverzinsung der abgeführten Beiträge. Bei den Pensionsverpflichtungen handelt es sich um unmittelbare Verpflichtungen der TNT Express GmbH, die über die Deutsche Treuinvest Stiftung abgesichert bzw. verwaltet werden. Für die im Rahmen der Vermögensverwaltung erwirtschafteten Vermögensgegenstände der TNT Express GmbH bestehen entsprechende Verfügungsbeschränkungen. Die Bewertung erfolgte insoweit als Deckungsvermögen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich zum 31. Mai 2020 auf T€ 5.371 (Vorjahr T€ 4.720). Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt. Es ergibt sich ein Deckungskapital zum 31. Mai 2020 in Höhe von T€ 6.444 (Vorjahr T€ 5.559). Dem stehen unmittelbare Verpflichtungen (Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen) von T€ 7.159 (Vorjahr T€ 5.761) gegenüber. Die Verpflichtungen wurden mit dem zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der Passivüberhang von T€ 715 (Vorjahr T€ 202) wird unter dem Posten "Pensionsverpflichtungen" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 948 (Vorjahr: T€ 876) und unterliegt keiner Abführungssperre. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 264 (Vorjahr T€ 158) wurden mit den Zinszuführungen in Höhe von T€ 169 (Vorjahr T€ 160) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zusammengefasst. Der sich ergebende Ertragssaldo in Höhe von T€ 95 (Vorjahr Aufwandssaldo T€ 2) ist im Finanzergebnis unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" (Vorjahr "Zinsen und ähnliche Aufwendungen") ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Mai 2020 unverändert T€ 4.200 und ist vollständig eingezahlt. Sonstige Rückstellungen
Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Mai 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,84 % (Vorjahr 2,18 %). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %), ein Beitragsbemessungsgrundlagentrend für die Renten- und Krankenversicherung von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) p.a. sowie ein sonstiger Trend von 0,75 % (Vorjahr 0,75 %) p.a. zugrunde gelegt sowie eine branchenspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeit unterstellt. Aufwand im Zusammenhang mit Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes von T€ 108 (Vorjahr T€ 134) wurde im Zinsaufwand erfasst. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und nicht besichert. IV. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die mit den Hauptumsätzen in Verbindung stehenden Nebenumsätze (im Wesentlichen Finanzierungskosten und Versicherungsprämien) werden segmentgerecht zugeordnet. Die Umsätze im Zusammenhang mit Finanzierungskosten betrugen T€ 4.400 (Vorjahr T€ 4.117); die Umsätze in Verbindung mit Versicherungsprämien betrugen T€ 4.669 (Vorjahr T€ 5.238). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die folgenden periodenfremden bzw. außergewöhnlichen Erträge:
PersonalaufwandDer Posten beinhaltet außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 2.904 (Vj. T€ 2.563) im Zusammenhang mit der Restrukturierung. Diese Aufwendungen beziehen sich auf neu eingeleitete Maßnahmen. Dagegen steht eine Auflösung der Rückstellung für im Geschäftsjahr abgeschlossene Maßnahmen von T€ 678. Die Auflösung der Rückstellung aus dem Vorjahr wird in der Position "sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen". Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die folgenden periodenfremden bzw. außergewöhnlichen Aufwendungen:
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 561 (Vorjahr T€ 634) und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von T€ 108 (Vorjahr T€ 134) sowie Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 710 (Vorjahr T€ 721), die die TNT Express Holdings Germany GmbH betreffen. Wie im Abschnitt Rückstellungen und ähnliche Verpflichtungen erläutert, gibt es in diesem Jahr aufgrund der Zusammenfassung der Erträge aus dem Deckungsvermögen mit den Zinszuführungen einen Ertragssaldo in Höhe von T€ 95, der unter den Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen wird. V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisseIm Zusammenhang mit den bestehenden Cash-Pool-Verfahren bei der Commerzbank AG und der Landesbank Hessen-Thüringen (vormals West LB AG) einerseits sowie der TNT Express Holdings Germany GmbH andererseits, in das die TNT Express GmbH eingebunden ist, besteht grundsätzlich für einen eventuell auftretenden kreditorischen Saldo der Cash-Pool-Führerin bei der Commerzbank AG oder bei der Landesbank Hessen-Thüringen eine gesamtschuldnerische Haftung der beteiligten Unternehmen. Die TNT Express Holdings Germany GmbH ist dabei "Unter-Cash-Pool-Führerin" für die TNT Holdings (Deutschland) GmbH, die wiederum "Führerin" des Gesamt-Cash-Pools ist. Zum 31. Mai 2020 bestand eine Verbindlichkeit der TNT Holdings (Deutschland) GmbH auf dem Cash-Pool-Konto der Commerzbank AG von T€ 240 (Vorjahr T€ 1.203) und bei der Landesbank Hessen-Thüringen ein Guthaben von T€ 297 (Vorjahr Verbindlichkeit T€ 788). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt, weil die Cash-Pool-Führerin über entsprechende Rücklagen und Guthaben bei anderen Banken bzw. verbundenen Unternehmen verfügt und die finanzielle Lage dieser Gesellschaft zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung als gesichert angesehen wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle GeschäfteDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen die Mietverträge für die Hauptverwaltung in Troisdorf und die weiteren Niederlassungsstandorte in Deutschland, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Verhandlungen über Verlängerungen bestehender Mietverträge können sowohl Chancen als auch Risiken hinsichtlich der künftigen Preisgestaltung bergen. Aus diesen Mietverträgen resultieren insgesamt zukünftige Mietverpflichtungen von T€ 13.187, von denen T€ 8.571 im Kalenderjahr 2020 und T€ 4.616 zwischen 2021 und 2025 fällig werden. Die übrigen außerbilanziellen Geschäfte betreffen Miet- und Leasingverträge in Bezug auf Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Stapler und Kraftfahrzeuge. Die zukünftigen Mietverpflichtungen aus diesen Verträgen belaufen sich insgesamt auf T€ 6.770, von denen T€ 2.414 im Kalenderjahr 2020 und T€ 4.181 zwischen 2021 und 2025 und T€ 174 nach 2025 fällig werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen und den Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Geschäfte mit nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Alle Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen basieren auf marktüblichen Konditionen. Außer den Vergütungen für den Aufsichtsrat bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr in Höhe von T€ 110 resultiert aus Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter im JahresdurchschnittDie Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt die folgende Anzahl von Mitarbeitern:
GeschäftsführungDie Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2019/2020 bzw. zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses: - Robert Grzegorz Mianowski, Vorsitzender der Geschäftsführung, Chief Executive Officer, Bonn; abberufen zum 24. April 2020 - Achim Heinzer, Personaldirektor / Betriebswirt, Bad Bramstedt; abberufen zum 6. September 2019 - Taner Karacan, VP Customer Experience Operations Europe / Betriebswirt (MBA), Köln; bestellt zum 24. September 2019 - Sven Kische, MD HR Services / Fachanwalt Arbeitsrecht und Steuerrecht, Monheim; bestellt zum 19. März 2020 - Stefan Günter Dries, VP Ground Operations DACH / Speditionskaufmann, Rodgau; bestellt zum 8. Juli 2020 Organbezüge der GeschäftsführungDie Geschäftsführer haben im Berichtsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. AufsichtsratDer Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: Vertreter der Anteilseigner- Prof. Dr. Björn Gaul, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Rechtsanwalt, Kanzlei CMS Hasche Sigle, Köln - Prof. Dr. Heinz-Jürgen Scheibe, Hochschullehrer, i.R., Ritterhude - Werner Lubeley, Bankkaufmann, i.R., Düsseldorf - Thomas Fritz Wrede, Country Integration Lead TNT, TNT Express, Kaarst - Patrick Stienlet, Vice President Ground Ops Nordics & IA, Federal Express, Karlslunde, Dänemark - Uffe Ekstedt, CFO, CBM E.V. Frankfurt am Main, Amstelveen, Niederlande, ab 28. Juni 2019 Vertreter der Arbeitnehmer- Maria Joào Rainho Duarte, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Customer Service Representative, TNT Express GmbH, Hamburg - Andreas Scholz, Gewerkschaftssekretär, Verdi, Bielefeld - Stephan Gerlach, Business Relationship/ ICS Manager, TNT Express GmbH, Troisdorf - Omar Benslyman, Control Center Clerk, TNT Express GmbH, Hannover - Heidi Wien, Special Service Agent, TNT Express GmbH, Dortmund - Tanja Lauer, Gewerkschaftssekretärin, Verdi, Saarbrücken Bezüge des AufsichtsratesDie Bezüge des Aufsichtsrates für das Jahr 2019/2020 betrugen T€ 178 (Vorjahr T€ 167). KonzernverhältnisseGesellschafter waren im Geschäftsjahr 2019/2020 die TNT Express Beteiligungsgesellschaft mbH, Troisdorf, mit einer Stammeinlage von T€ 4.174 und die TNT Express Holdings Germany GmbH, Troisdorf, mit einer Stammeinlage von T€ 26. Die Gesellschaft ist Teil der FedEx Corporation mit Sitz in Memphis / USA. Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der FedEx Corporation, Memphis/ USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von konsolidierten Unternehmen der TNT - bzw. FedEx - Gruppe aufstellt. Die FedEx Corporation, Memphis/ USA, veröffentlicht ihre Abschlüsse unter www.fedex.com. ErgebnisverwendungZwischen der Gesellschaft und der TNT Holdings (Deutschland) GmbH besteht ein ungekündigter Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Auf Grundlage dieses Vertrages wird der Gewinn 2019/2020 von T€ 12.489 an die TNT Holdings (Deutschland) GmbH abgeführt. NachtragsberichtAm 8. Juli 2020 wurde Stefan Günter Dries, VP Ground Operations DACH, Speditionskaufmann, Rodgau, zum dritten Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Der Eintrag ins Handelsregister erfolgte am 23. Juli 2020. Im September 2020 hat das Gericht in dem Tarifstreit für die Standorte Mannheim und Villingen zu unseren Gunsten entschieden. Die Rückstellung bleibt zum 31. Mai 2020 unberührt, da es sich um ein wertbegründendes Ereignis handelt. Im Folgejahr ist die Rückstellung entsprechend aufgelöst.
Troisdorf, 19. November 2020 TNT Express GmbH Die Geschäftsführung Stefan Dries Taner Karacan Sven Kische Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019/2020I. Grundlagen1. Organisatorische Struktur der GesellschaftDie Gesellschaft wird unter der Nummer HRB 6313 in dem Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg geführt. Die Beteiligungsverhältnisse innerhalb Deutschlands stellen sich wie folgt dar:
Über die TNT Holdings (Deutschland) GmbH gehört die Gesellschaft zum US-amerikanischen FedEx Konzern mit der FedEx Corporation, Memphis, USA, als Konzernobergesellschaft. 2. ProdukteDie TNT Express GmbH erbringt Dienstleistungen im Bereich Spedition und Transport, wobei die Beförderung von eilbedürftigen Sendungen im B2B-Geschäft der Hauptgegenstand des Unternehmens ist. Die Rechnungsreklamationsquote hat sich von 4,4 % im Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 3,7 % im Berichtsjahr verbessert. 3. BeschaffungDie erbrachten Leistungen werden überwiegend von selbstständigen Nahverkehrspartnern abgewickelt. 4. Umweltschutz /EnergiemanagementDie Tätigkeiten der TNT Express GmbH haben Auswirkungen auf die Umwelt und den Energieverbrauch. Um diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, diese zu überwachen und zu steuern bedient sich die TNT Express GmbH eines Energie- und Umweltmanagementsystems. Diese beiden Managementsysteme sind nach der ISO 14001:2015 bzw. der ISO 50001:2018 zertifiziert. Der effiziente Ressourceneinsatz hat für das Unternehmen höchste Priorität. Deshalb wird die Konzentration auf folgende Bereiche gelegt: - Mitarbeiter: Sie werden sensibilisiert, bewusst mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Das Umwelt- und Energiebewusstsein der Mitarbeiter wird gefördert. - Betrieb: Fokus auf energie-, umwelt- und ressourcenschonenden Einsatz von Betriebsmitteln. Reduzierung des Abfallaufkommens und Entsorgung des Abfalls auf ordnungsgemäße und ökologisch verantwortbare Weise. - Kunden: Der gesamte nationale Transport (TNT Express und Special Services) erfolgt automatisch klimaneutral und ohne zusätzliche Kosten. Kunden können einen individuellen CO₂ Report mit einem CO₂ Emissionsausweis für erfolgte nationale und internationale Transporte erhalten. - Frachtführer: Werden zum Einsatz modernster Techniken und Fahrzeuge angehalten. Mit den vorhandenen Managementsystemen hat die TNT Express GmbH geeignete Werkzeuge, um eine energetische Bewertung durchzuführen, die Umweltbelastungen systematisch zu erfassen, zu steuern und nachhaltig positiv zu beeinflussen. Dieser Prozess beginnt bereits bei der Planung von größeren Investitionen und geht weiter über die Beschaffung bis hin zum Betrieb, zur Wartung und zur Entsorgung am Ende des Lebenszyklus. Die regelmäßige Überprüfung über den Umsetzungsstand der Managementsysteme erfolgt durch interne und externe Audits. Die Ergebnisse werden an das oberste Management kommuniziert und dieses legt dann die weitere Vorgehensweise fest. Dabei sind die Energie- und Umweltpolitik die Grundlage für das Handeln. Damit es zu einer kontinuierlichen Verbesserung kommt, werden auf Basis der Politiken entsprechende Ziele formuliert und mittels Aktionsplänen umgesetzt. Der in Deutschland eingesetzte Strom für die Standorte stammt aus erneuerbarer Energie, so dass es durch den Stromverbrauch zu keiner CO₂ Belastung der Umwelt kommt. Trotz der Integration der Standorte mit FedEx und des Ambient Geschäftes, welche beide prozessbedingt zu einem höheren Ressourcenverbrauch geführt haben, konnte der Gesamtenergieverbrauch (Strom, Gas, Fernwärme und Heizöl) im abgelaufenen Finanzjahr um mehr als 2 % reduziert werden sowie der CO₂ Ausstoß der Gebäude um 4,8 % reduziert werden. Nach wie vor stellt die Änderung der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) eine große Herausforderung für die TNT Express dar, wodurch das Unternehmen als Abfallerzeuger verstärkt in die Pflicht genommen wurde. TNT Express ist als Abfallerzeuger von gewerblichen Abfällen dazu verpflichtet, bereits am Entstehungsort (im Betrieb) die Abfälle in die vorgegebenen Abfallfraktionen zu trennen. Dies führt u.a. für TNT Express in Deutschland zur erweiterten Getrenntsammlungs- und Dokumentationspflicht. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die erarbeiteten Maßnahmen in hohem Maße in die Tat umgesetzt und entsprechende Abfallbilanzen erstellt. Wir arbeiten kontinuierlich an weiteren Maßnahmen, um das Umweltziel, eine Recycling-Quote von 90 % in den kommenden Jahren an unseren Standorten zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2019/2020 lag die Quote bei 79,94 %. 5. ZweigniederlassungenDie TNT Express GmbH hat eine Zentrale in Troisdorf und unverändert 31 bundesweite Standorte bzw. Depots sowie ein Luftfrachtcenter (Global Transit Hub) in Frankfurt, ein Zollcenter in Köln und ein so genanntes "Customer Contact Center", welches sich in Bonn befindet. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDurch den Ausbruch der Corona-Pandemie, insbesondere die dadurch ausgelösten Verhaltensänderungen und die national wie international ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen, kam es im Frühjahr zu einem massiven Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität. In der zweiten Märzhälfte dürfte die Wirtschaftsleistung um rund ein Sechstel gefallen sein (Deutsche Bundesbank, 2020a; ifo Institut, 2020a). Im zweiten Quartal 2020 dürfte das BIP in Deutschland saisonbereinigt um knapp 12 % niedriger liegen als im Schlussquartal des Jahres 2019. Zwar wurden inzwischen viele Einschränkungen graduell wieder gelockert, dennoch dürfte sich die Wirtschaftsleistung weiterhin deutlich unterhalb ihres Potenzials befinden. Neben fortbestehenden Einschränkungen sowie gesunkenen Erwerbs- und Vermögenseinkommen trägt hierzu nicht zuletzt die gestiegene Unsicherheit bei. Das verschlechterte außenwirtschaftliche Umfeld dürfte die deutschen Ausfuhren in diesem Jahr deutlich stärker belasten als im März angenommen. Ein Grund ist die hohe Unsicherheit, etwa im Hinblick auf die Länge der Corona-Krise, die eine geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen nach sich ziehen dürfte. Folglich dürfte die Nachfrage etwa nach Maschinen und Fahrzeugen aus Deutschland gedämpft bleiben. Der Sachverständigenrat rechnet für dieses Jahr unter Berücksichtigung des zuletzt beschlossenen Konjunkturpakets mit einem jahresdurchschnittlichen Rückgang des BIP von -6,5 % (-6,9 % kalenderbereinigt). Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahresverlauf 2020 ist dabei zweigeteilt. Im ersten Halbjahr ist mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um mehr als 10 % zu rechnen. Dieser würde damit doppelt so stark ausfallen wie angenommen. Neben der möglicherweise größeren Sorge vor Ansteckungen und den daraus resultierenden Verhaltensänderungen ist die längere Dauer der Einschränkungen ein wesentlicher Grund für den stärkeren Einbruch. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen hellten sich im Mai zwar wieder etwas auf, allerdings sind sie im Saldo weiterhin negativ. Ähnliches gilt für den Einkaufsmanagerindex, der sich von seinen historischen Tiefständen zuletzt wieder etwas erholt hat, dabei jedoch weiterhin unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten liegt. Die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft haben sich gegenüber März verschlechtert. Dies gilt insbesondere für das internationale Umfeld. Der wirtschaftliche Einbruch in wichtigen Absatzmärkten wie dem restlichen Euro-Raum oder den USA dürfte um einiges stärker ausfallen als erwartet worden war. Ein Grund hierfür ist, dass vielerorts die Ausbreitung des Virus recht dynamisch war und nur langsam eingedämmt werden konnte. Verwendete Quellen: KONJUNKTURPROGNOSE 2020 UND 2021 v. 23. Juni 2020 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Statistisches Bundesamt 65180 Wiesbaden 2. Sonstige wichtige VorgängeIm Zuge der Übernahme der TNT durch FedEx finden Integrationsaktivitäten statt. Diese umfassten im Geschäftsjahr 2019/2020 im Wesentlichen folgende Maßnahmen: a) Customer ServiceVerlagerung der Customer Service Aktivitäten von Köln, Hilden, München, Bremen und Hamminkeln an die FedEx Express Germany Services GmbH in Essen und Leipzig oder das CCC in Bonn oder andere Customer Service Standorte im Mai 2019 bereits abgeschlossen; Abschluss Hamminkeln erfolgte im Juni 2020. Der Standort FedEx Express Germany Services GmbH in Leipzig konnte im Dezember 2019 seine Arbeit aufnehmen. b) Ground OperationsZusammenlegung der operativen Aktivitäten der TNT und FedEx an 10 Standorten (Bremen, Freiburg, Wiesbaden, Dresden, Kassel, Erfurt, Mannheim, Hamminkeln, Nürnberg und Hannover). In Köln (TNT) wurden zum 1. Mai 2020 Postleitzahlgebiete mit Köln (FedEx) getauscht. Zum 1. Juni 2020 zog die FedEx Station Euskirchen in die Kölner TNT Station. Mit der Integration einhergehend wurden die (IT) Systeme der Ground Operations auf FedEx Systeme umgestellt. Dieser Punkt steht einzig bei der Kölner Integration noch aus. c) Customs ClearanceIn einigen TNT Clearance Stationen wurde das FedEx Verzollungs- (IT) System GENIUS Managed durch GENIUS Full abgelöst. d) AllgemeinDiverse weitere Projekte beziehungsweise Umstellungen u.a. im Bereich Back-Office wurden vorbereitet. Erste Vereinbarungen für den Bereich Finance konnten mit den Mitarbeitervertretungen bereits erzielt werden. e) SalesDie Zusammenführung aller Sales Mitarbeiter unter einer TNT und FedEx Management-Struktur nebst Umstellung auf die Sales (IT) Systeme von Fedex wurde erfolgreich abgeschlossen. Ausblick:Die verbleibenden (14) Stationen werden im operativen Bereich bis Mai 2021 ebenfalls auf FDX IT Systeme umgestellt. Verschiebungen von PLZ Gebieten (aus FDX Stationen) werden geprüft und ggf. umgesetzt. Im Customer Service werden weitere Standorte in Abstimmung mit den Mitbestimmungsgremien zentralisiert. Weitere IT-Veränderungen/Systemwechsel, z.B. in CE (Customer Experience) und Finance, sind in Planung bzw. in Abstimmung mit den (Mitbestimmungs-) Gremien. Eine generelle Vereinfachung der Gesellschaftsstruktur wird evaluiert. 3. Geschäftsverlauf und Lage der GesellschaftMaßgebliche Bedeutung im abgeschlossenen Geschäftsjahr hatten natürlich die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie, aber auch Umstrukturierungsmaßnahmen verbunden mit der Übernahme durch FedEx, sowie Kosten- und Optimierungsmaßnahmen. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz von € 574,5 Mio. um € 39,7 Mio. (-6,9 %) auf € 534,8 Mio. zurück. Nach einer bis Februar 2020 durchaus positiven Umsatzentwicklung erfolgte ab März 2020 ein wesentlicher Rückgang der Umsatzerlöse, als bedingt durch Covid-19 die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten zum Erliegen gekommen sind. Als Folge verzeichnete das Unternehmen in diesem und den darauffolgenden Monaten durch Covid-19 bedingte Umsatzeinbußen von € 22,2 Mio. Zudem verzeichnete das Geschäftsjahr 2020 durch rund 5 Arbeitstage weniger als im Vorjahr einen negativen Effekt von € 10,7 Mio. Erst ab Juni 2020 zeichnet sich eine Erholung ab. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzerlösziel für das Geschäftsjahr 2019/2020 von € 561,5 Mio. konnte mit € 534,8 Mio. nicht erreicht werden. Der Grund hierfür ist im Wesentlichen in den Auswirkungen durch Covid-19 zu sehen, die sich nach internen Analysen auf ca. € 22,2 Mio. belaufen. Der Jahresüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr ist von € 26,27 Mio. im Vorjahr um € 13,78 Mio. auf € 12,49 Mio. zurückgegangen. Wesentlich dazu beigetragen haben die Umsatzeinbußen durch den Lockdown. Die im Vorjahr begonnenen Umstrukturierungsmaßnahmen wurden auch im Geschäftsjahr 2019/2020 weitergeführt, wobei der Aufwand für diese Maßnahmen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr lag. Kosten- und Optimierungsmaßnahmen wurden auch im Geschäftsjahr 2019/2020 weitergeführt, wodurch ein Teil der Umsatzeinbußen unter anderem verursacht durch Covid-19 und durch die geringere Anzahl an Arbeitstagen im Geschäftsjahr, teilweise aufgefangen werden konnte. Der Personalaufwand stieg von € 156,9 Mio. um € 4,8 Mio. (+3 %) auf € 161,7 Mio. bei leicht reduzierter Anzahl der MitarbeiterInnen. Der größte Teil des Kostenanstiegs ist inflationsbedingt. Zu einem erhöhten Personalaufwand haben auch notwendig gewordene tarifliche Strukturentgeltmaßnahmen vor dem "Equal-Pay" Hintergrund geführt. Die Ratio Personalaufwand zu Umsatzerlösen stieg um drei Prozentpunkte von 27 % auf 30 %. Auf der anderen Seite konnten wir einen erheblichen Rückgang in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 27,73 Mio. verzeichnen. Die weitere Senkung der Konzernverrechnungen um € 21,9 Mio. im Vergleich zum Vorjahr war ein erheblicher Treiber für die Ergebnissituation. Die Kosten für Zeitarbeit reduzierten sich um € 1,5 Mio. wie auch die Verzollungskosten welche einen um € 1,5 Mio. geringeren Aufwand ausweisen. Darüber hinaus verbesserten sich die Positionen Forderungsausfall (€ 0,64 Mio.), Bürokosten (€ 0,7 Mio.), sonstige Personalkosten (€ 0,3 Mio.), Fuhrpark (€ 0,6 Mio.) sowie Versicherungsprämien (€ 0,5 Mio.). Bei einigen wenigen Positionen wurde hingegen ein Kostenanstieg verzeichnet. Beratungskosten stiegen um € 0,2 Mio., Miet- und Mietnebenkosten um € 0,3 Mio. und für zusätzliche Schutzmaßnahmen und -bekleidung wurde ein Aufwand von € 0,25 Mio. ausgewiesen. Der Restbetrag des Rückgangs in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verteilt sich auf mehrere kleinere Positionen. Zu der Ergebniseinbuße hat auch beigetragen, dass sich der Rückgang der variablen Kosten - im Wesentlichen der Aufwand für bezogene Leistungen - nicht proportional zum Umsatzrückgang verhält, was damit zusammenhängt, dass als variabel betrachtete Ressourcen auch bei geringerer Auslastung (teils) weiter betrieben werden müssen. Trotz des schwierigen Umfeldes zum Ende des Geschäftsjahres 2019/2020 hat sich die Net-Cashflow-Position im Geschäftsjahr positiv entwickelt und der Finanzmittelbestand hat im Vergleich zum Vorjahr um € 24,5 Mio. auf € 30,3 Mio. zugenommen. Insbesondere hat der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von € 9,6 Mio. (Vorjahr € - 9,6 Mio.) sowie der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 8,9 Mio. (Vorjahr € -7,4) zum Finanzmittelzufluss beigetragen. Zur Lage der Gesellschaft als Teil der KEP-Branche: Der ungewöhnliche Jahresbeginn 2020 hat offengelegt, welche Wirtschaftsbranchen in Krisen wirklich relevant sind, um das System am Laufen zu halten. Die Kurier-, Express- und Paketbranche (KEP) ist eine davon. Es zeigt sich, dass die verschiedenen KEP-Marktsegmente in ganz unterschiedlichem Ausmaß betroffen sind, und dass die konkreten Auswirkungen unter anderem davon abhängen, wie schnell oder langsam die Wirtschaft wieder hochgefahren wird. Im besten Fall könnte das KEP-Sendungsvolumen 2020 um bis zu 1,5 % zulegen, das Segment nationale Paketsendungen sogar um bis zu 4 %. Wesentliche Treiber sind hier vor allem die B2C-Sendungen. Mittelfristig bestehen also trotz Corona gute Aussichten für den KEP-Markt: Bis 2024 wird ein Anstieg des Sendungsvolumens auf bis zu 4,48 Mrd. Sendungen erwartet. Die Erwartungen für 2020 hängen stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie ab. Wichtig für die Veränderungen beim Sendungsvolumen sind die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, die Konjunktur in wichtigen Auslandsmärkten sowie die Prognosen und Umsatzerwartungen für wichtige B2C- und B2B-Märkte (z. B. Online- und Versandhandel, Handel, Maschinenbau, Automotive, Healthcare, Elektrotechnik). Speziell für den Paketmarkt (Paketsendungen im Inland) ist für 2020 ein Wachstum zwischen 1 % und 4 % zu erwarten. Der Anstieg der B2C-Sendungen liegt voraussichtlich zwischen 3,5 % und 7 %. Die Anzahl der B2B-Sendungen sinkt voraussichtlich um 3 % bis 5 %. Die Corona-Pandemie stellt die Wirtschaft in Deutschland und der Welt vor unvorhersehbare Herausforderungen. Um die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 einzudämmen, werden Maßnahmen ergriffen, die weit reichen und sich sehr stark auswirken. Das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft werden heruntergefahren und nur in kleinen Schritten normalisiert. Dauer, Umfang und Beendigung der Maßnahmen sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Lagebericht kaum abschätzbar. Klar ist aber, dass sich die Veränderungen in Wertschöpfung, Produktion, Einkommen, Konsum und Außenhandel direkt und indirekt auf die KEP-Branche auswirken. Das betrifft sowohl die Leistungserbringung der KEP-Unternehmen als auch die Sendungsvolumina und die Umsätze. Verwendete Quellen: Bundesverband Paket und Expresslogistik e. V. Dorotheenstraße 3310117 Berlin www.biek.de Juni 2020 3.1. ErtragslageIm abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen ("EBITDA") von € 19,4 Mio. und liegt damit um € 13,8 Mio. (-41,4 %) unter dem Vorjahresergebnis von € 33,1 Mio. Der Umsatz im Geschäftsjahr beträgt € 534,8 Mio. (Vorjahr € 574,5 Mio.). Vergleiche hierzu Ausführungen unter 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft. Aus der Auflösung von Rückstellungen wurde ein Ertrag von € 1,4 Mio. erfasst. Der wesentliche Teil stammt aus den Rückstellungen für Reorganisation (€ 0,7 Mio.) und Head-Office (€ 0,7 Mio.). Die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr betrugen € 161,7 Mio. (Vorjahr € 156,9 Mio.). In den Personalkosten enthalten ist auch eine im Sommer 2019 umgesetzte Lohn- und Gehaltserhöhung. Ferner wurden die Personalaufwendungen durch den Restrukturierungsaufwand von € 2,9 Mio. (Vorjahr € 4 Mio.) beeinflusst. (Die Personalaufwandsquote stieg von 27,3 % auf 30,2 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr € 114,6 Mio.; im Vorjahr waren es € 142,3 Mio. 3.2. VermögenslageDie Anlagenintensität, d.h. das Verhältnis des Anlagevermögens zu den gesamten Aktiva, beträgt zum Bilanzstichtag 10,0 % erhöht (Vorjahr 9,9 %). Aufgrund gestiegener Investitionstätigkeiten in den Sachanlagen (€ +8,9 Mio.; VJ € +3,4 Mio.) erhöhte sich das Anlagevermögen insgesamt um 10,0 %. Die Investitionen wurden im Wesentlichen für Ersatzbeschaffung im Bereich Hard- und Software sowie Lager- und Betriebsausstattung vorgenommen. Hierbei ergibt sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag sowohl im Anlage- als auch im Umlaufvermögen ein ähnlicher relativer Anstieg. Die Zunahme des Umlaufvermögens beläuft sich auf +9,0 % und ist wesentlich beeinflusst durch höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Anstieg um € +27,8 Mio. auf € 139,9 Mio.) bei gegenläufiger Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Minderung um € -9,6 Mio. auf € 69,7). Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Aktiva beinhalten größtenteils Forderungen gegen Kunden und Gesellschaften aus dem Konzernverbund. Der zum Vorjahr zu verzeichnende Rückgang der Forderungen im Kundenbereich ist u.a. bedingt durch die Umsatzeinbußen in den Monaten April und Mai sowie durch € 2,1 Mio. höhere Wertberichtigungen auf Forderungen. Gleichzeitig verbesserte sich die DSO Kennziffer leicht um 6 % auf 48 Tage (DSO = Days Sales Outstanding: Anzahl von Tagen zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang). Die Eigenkapitalquote ist - bei einer um € 20,1 Mio. gestiegenen Bilanzsumme - gegenüber dem Vorjahr um 4,8 %-Punkte gesunken (31. Mai 2020: 53,1 %; 31. Mai 2019: 57,8 %). Diese Veränderung ergibt sich aus der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen mit einem Effekt von € 21,4 Mio., wohingegen die sonstigen Verbindlichkeiten um € 1,4 Mio. zurückgegangen sind. Die sonstigen Rückstellungen sind von € 33,3 Mio. um € 3,7 Mio. auf € 37 Mio. angestiegen. Die Veränderung beruht im Wesentlichen auf höheren belegschaftsbezogenen Rückstellungen (€ 1,6 Mio.) sowie der Zunahme der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (€ 0,7 Mio.) und Rabatte (€ 1,4Mio.). 3.3. FinanzlageDer Finanzmittelbestand (Cash Pool zuzüglich Kassenbeständen und Bankguthaben) ist im Berichtsjahr um € 24,5 Mio. auf € 30,29 Mio. gestiegen. Der positive Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf € 38,2 Mio. (Vorjahr € 9,1 Mio.). Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf € 7,9 Mio. (Vorjahr € 3,3 Mio.) und resultiert aus den Investitionen in das Anlagevermögen. Die laufende Finanzierung der Gesellschaft erfolgt unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen über das Konzernverrechnungskonto (Cash-Pool) der Gesellschaft mit dem unmittelbaren Minderheitsgesellschafter TNT Express Holdings Germany GmbH, Troisdorf sowie mit dem Cash Pool Führer der TNT Holdings (Deutschland) GmbH, Troisdorf, bzw. aus eigenen Mitteln. 4. MitarbeiterbelangeIn 2019/2020 ist die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 3.443 gesunken (Vorjahr 3.466). Zum Bilanzstichtag waren 3.407 Mitarbeiter beschäftigt, wovon ca. 59 % Angestellte und 41 % gewerbliche Mitarbeiter waren. Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren durchschnittlich 115 Auszubildende (Vorjahr 125) in unserem Unternehmen tätig. Zum Bilanzstichtag waren 106 Auszubildende bei uns beschäftigt, die in unserem Unternehmen einen Beruf erlernen. Die Personalfluktuation ist im Vergleich zum Vorjahr von 10,80 % auf 11,58 % leicht gestiegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren 356 Austritte (Vorjahr 329) zu verzeichnen. 5. Frauenquote 1Nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst wurde am 10. Juni 2015 durch den Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat (Frauenquote) in Höhe von 25 % festgesetzt; sie war bis zum 30. Juni 2017 befristet. Für die Geschäftsführung wurde die Frauenquote von 25 % unter dem Vorbehalt beschlossen, dass mindestens vier Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt sind; auch diese Frauenquote war bis zum 30. Juni 2017 befristet. Die Geschäftsführung hat im September 2015 eine Frauenquote von 25 % in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festgelegt. Diese Frauenquote war bis zum 30. Juni 2017 befristet. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2019/2020 lag die Frauenquote im Aufsichtsrat bei 25 % und in der Geschäftsführung bei 0 %. Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren allerdings weniger als 4 Geschäftsführer bestellt, so dass die Frauenquote nicht erfüllt werden musste. In der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (insgesamt 27 Führungskräfte) lag die Frauenquote im Mai 2020 bei 26 %, in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung (insgesamt 142 Führungskräfte) bei 31 %. Auch nach Ablauf der Befristung der Frauenquote hat die Geschäftsführung alle Bemühungen unternommen, die abgelaufene Zielgröße dennoch zu erreichen. Der Aufsichtsrat wird eine Frauenquote und eine Erreichungsfrist der Zielgröße für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung neu festlegen. Die Geschäftsführung muss eine Frauenquote für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sowie eine Erreichungsfrist der Zielgröße definieren. 1 ungeprüft Tabellarische Übersicht:
* Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren weniger als 4 Geschäftsführer bestellt, somit musste die Quote nicht erfüllt werden. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht1. RisikomanagementsystemZiel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen und etwaige ergebnisbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, um angemessen auf diese reagieren zu können. Als potenziell bestandsgefährdend angesehene / eingestufte Risiken sowie die Maßnahmen zu deren Handhabung werden kontinuierlich überwacht und regelmäßig durch die Geschäftsführung bewertet. Hierzu identifiziert und bewertet das Management der TNT Express GmbH regelmäßig die für die Gesellschaft relevanten Risiken. Die letzte und aktuellste Risikoidentifizierung und Bewertung erfolgte durch die Geschäftsführung im Januar 2020. Als Input für das unternehmensweite Risikomanagement werden die von den Fachbereichsleitern erfassten Risiken (und Chancen) sowie die "Consolidated Key Risks" des FedEx Konzerns berücksichtigt und von der Geschäftsführung gesondert bewertet. Ein weiterer wichtiger Teil unseres Risikomanagementsystems ist eine Budgetplanung für den Umsatz und die operativen Fachbereiche, welche zum Ablauf des vorherigen Geschäftsjahres aufgestellt wird. Die Planung wird ergänzt durch eine fortlaufende Prognose ("Guess"), die kontinuierlich an Änderungen in der Geschäftstätigkeit sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst wird. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an den Konzern und das lokale Management die Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in den Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Analysen werden dazu genutzt, Kontrollen zu verbessern und die Prozessabläufe effizienter zu gestalten. 2. PrognoseberichtDie Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung haben die deutsche Wirtschaft in die mit Abstand tiefste Rezession ihrer Nachkriegsgeschichte gestürzt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte nach einem Rückgang im ersten Vierteljahr 2020 in Höhe von 2,2 % im zweiten Quartal noch einmal um schätzungsweise 11,9 % geschrumpft sein. In Folge der deutlich sinkenden Neuinfektionszahlen wurden die Shutdown-Maßnahmen mittlerweile gelockert oder für manche Wirtschaftsbereiche ganz aufgehoben. Damit gilt als sicher, dass die konjunkturelle Talfahrt gestoppt wurde und die Erholung der wirtschaftlichen Aktivität einsetzte. Bedingt durch die niedrige Produktion an Waren und Dienstleistungen während des Shutdown fallen die Zuwachsraten mit 6,9 % und 3,8 % im dritten und vierten Quartal kräftig aus. Dennoch wird die Wirtschaftsleistung im Durchschnitt dieses Jahres voraussichtlich um 6,7 % niedriger sein als im Jahr 2019. Die Indikatorenlage zum deutschen Außenhandel ist gemischt. Während die Auftragseingänge aus dem Ausland im April saisonbereinigt um beispiellose 28,1 % gegenüber dem Vormonat zurückgingen, fielen die Exporterwartungen für das Verarbeitende Gewerbe im Mai per Saldo weniger pessimistisch aus als im April. Immerhin gehen aktuell knapp 14 % der Unternehmen von einer Verbesserung in den nächsten drei Monaten aus. Dennoch ist von einem deutlichen Rückgang der deutschen Exporte sowie Importe im Jahresdurchschnitt 2020 auszugehen. Trotz umfangreicher geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen und der staatlichen Impulse aus dem Corona-Hilfspaket und dem Konjunkturpaket dürften die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zur tiefsten Rezession in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands führen. Maßgeblich ist zum einen der amtlich bestätigte schwächere Jahresauftakt mit einer niedrigeren saisonbereinigten Verlaufsrate im ersten Quartal 2020 (- 2,2 %). Im März hatte das ifo Institut saisonbereinigt aufgrund des guten Jahresauftakts noch einen leichten Anstieg (+ 0,1) für das reale Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2020 prognostiziert. Zum anderen prognostiziert das ifo Institut einen deutlich stärkeren Einbruch des realen Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal 2020 (- 11,9 %) als noch in der Frühjahrsprognose angenommen (- 4,5 %). Unter den getroffenen Annahmen zum Infektionsverlauf und der weiteren Ausbreitung des Coronavirus wird die Erholung der gesamtwirtschaftlichen Produktion in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Im kommenden Jahr setzt sich die Erholung fort. Im Jahresdurchschnitt dürfte das globale Bruttoinlandsprodukt um 6,3 % wachsen. Aber die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise schwindet. In der für Deutschland besonders wichtigen Exportwirtschaft hat sich die Einschätzung der Lage im Vergleich zum April noch einmal verschlechtert. So erwarten nun laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter rund 3300 Unternehmen 83 Prozent der Firmen einen Umsatzrückgang in diesem Jahr. Im April lag dieser Wert noch bei 79 Prozent. Das von vielen Ökonomen erhoffte sogenannte V-Szenario, bei dem auf einen drastischen Einbruch der Wirtschaftsleistung eine ebenso steile Erholung folgt, wird nicht mehr für realistisch gehalten. Tatsächlich lautet das besorgniserregende Ergebnis der Umfrage, dass 43 Prozent der Firmen erst im Jahr 2022 oder sogar noch später von einer Erholung ausgehen. Derzeit veranschaulicht die globale Corona-Pandemie und die damit verbundene massive Einschränkung der Wirtschaftstätigkeit in zahlreichen Ländern die Verletzlichkeit der globalen Liefer- und Produktionsverflechtungen. Es ist davon auszugehen, dass die gegenwärtige Krise auch dauerhaft die grenzüberschreitenden Wertschöpfungsnetzwerke zwischen den Unternehmen - und damit auch die Investitions- und Handelsbeziehungen zwischen den Ländern - ein Stück weit verändert. Da im Zuge der Corona-Krise weltweit die Investitionstätigkeit deutlich geschrumpft ist, dürfte es auch 2020 einen Rückgang bei den ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland geben. So geht eine kürzlich veröffentlichte Schätzung der Welthandels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD davon aus, dass in den Jahren 2020 und 2021 die weltweiten FDI-Ströme um bis zu 40 % niedriger liegen als 2019 (UNCTAD 2020). Besonders stark negativ betroffen dürften Direktinvestitionen in den Bereichen Transport, Fahrzeugbau, Chemie, Plastik und Maschinenbau sein. Direktinvestitionen in den Bereichen Pharma und Medizintechnik zeigen sich zumindest bisher unberührt durch die Covid-19-Pandemie (EY 2020). Zu Beginn der Corona-Pandemie wurde insbesondere die Gefahr von vermehrten Lieferengpässen bei Arzneimitteln diskutiert. Der Grund: Rund 90 Prozent der Wirkstoffe für Generika und rund 50 Prozent der Wirkstoffe für patentgeschützte Medikamente werden in China hergestellt. Zwar gibt es fortlaufend bei einigen Medikamenten Lieferengpässe, jedoch führen diese nicht zwangsläufig zu Versorgungsengpässen. Zu großflächigen Versorgungsengpässen dürfte es erst bei einem mehrmonatigen Importstopp aus China kommen. Gleichwohl hat die große Importabhängigkeit bei Arzneimitteln erstmals auch einer breiteren Öffentlichkeit die möglichen Gefahren einer Störung der global vernetzten Liefer- und Produktionsnetzwerke vor Augen geführt. Auch in zahlreichen anderen Industriebranchen stört die Corona-Pandemie die Produktionsketten massiv. Verwendete Quellen und Hinweise: In dieser Prognose werden ifo-Daten verwendet, die bis zum 15. Juni 2020 vorlagen. Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Veränderungsraten gegenüber der jeweiligen Vorperiode auf Basis preisbereinigter sowie kalender- und saisonbereinigter Daten. https://www.ifo.de/publikationen/2020/ifo-konjunkturprognose-sommer-2020-deutsche-wirtschaft-es-geht-wieder-aufwaerts https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2020/20200615-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-juni-2020.html https://www.welt.de/wirtschaft/article211259673/Exportwirtschaft-V-Szenario-ist-vom-Tisch-Deutschland-in-der-Protektionismus-Falle.html Für das Geschäftsjahr 2020/2021 planen wir einen Umsatzanstieg in Höhe von 6,6 % von € 534,8 Mio. auf € 570,1 Mio. (aktueller Marketing Forecast). Davon beruhen 1,8 % auf zusätzlichen Arbeitstagen und 4,8 % auf Wiederaufholung der Corona bedingten Umsatzeinbußen im Geschäftsjahr 2019/2020. Die Umsätze pro Arbeitstag bleiben bis auf das 4. Quartal auf dem heutigen Niveau. Diese Prognose basiert auf einer Reihe von Annahmen über den weiteren Verlauf der Pandemie sowie über das Tempo und die Dauer der konjunkturellen Erholung in Deutschland. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen allerdings, dass die tatsächlichen erreichten Ergebnisse von der erwarteten Entwicklung abweichen können. Im Bereich der Mitarbeiterbelange werden im Geschäftsjahr 2020/ 2021 weitere Integrationsaktivitäten in den Bereichen Finance, Human Resources, Customer Service, Network & Hubs und der IT stattfinden. Die verbleibenden (14) Stationen werden im operativen Bereich bis Mai 2021 ebenfalls auf FDX IT Systeme umgestellt. Verschiebungen von PLZ Gebieten (aus FDX Stationen) werden geprüft und ggf. umgesetzt. Im Customer Service werden weitere Standorte in Abstimmung mit den Mitbestimmungsgremien zentralisiert. Die begonnene Umstellung der (IT) Systeme wird weiter vorangetrieben. 3. RisikoberichtIm Folgenden sind die Sachverhalte, die die Geschäftsführung als größte Risiken für die Ergebnisentwicklung der kommenden Jahre sieht, aufgelistet. Die Auflistung der unten aufgeführten Risiken erfolgt in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen. Der weltweite wirtschaftliche Abschwung in Folge der COVID-19 Pandemie führt zu sinkendem Sendungsvolumen und sinkenden Umsätzen. Hierauf hat das Unternehmen durch die Reduzierung variabler Kosten, z.B. durch Reduzierung von Touren im Nah- und Fernverkehr oder die Reduzierung von Zeitarbeit reagiert. Insbesondere eine mögliche 2. Pandemiewelle wird jedoch als hohes Risiko für einen anhaltenden oder sich nochmal verstärkenden wirtschaftlichen Abschwung gesehen. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen durch eine anhaltende kontinuierliche Beobachtung und Analyse der aktuellen COVID-19 Pandemie und der daraus entstehenden wirtschaftlichen Entwicklung sowie einer anhaltenden kontinuierlichen Analyse der Kostensituation. Zum Schutz von Mitarbeitern und Geschäftspartnern in der Pandemie Situation wurden Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung und Abstandsregeln eingeführt, Hygiene Maßnahmen umfangreich erweitert und Home Office Möglichkeiten geschaffen. Mitarbeiter und Kunden wurden und werden regelmäßig über die aktuellen Maßnahmen im Umgang mit der Pandemie informiert. Eine Meldekette für COVID-19 (Verdachts-) Fälle wurde eingerichtet. Zur Koordination aller Maßnahmen im Umgang mit COVID-19 wurde ein Krisenstab mit Vertretern aller Fachbereiche eingesetzt. Der intensive Wettbewerb auf dem B2B Markt in Deutschland sowie neue Wettbewerber auf diesem Markt können zu sinkendem Sendungsvolumen und niedrigeren am Markt realisierbaren Preisen und damit sinkenden Umsätzen führen. Das Unternehmen begegnet diesem hohen Risiko mit gezielten Vertriebsinitiativen um für das Unternehmen attraktive Kunden und Sendungen zu gewinnen und einer seit dem 1. September 2018 integrierten (FedEx + TNT) Vertriebsorganisation mit klaren Kundensegmenten und zusätzlichen "Frontlinie" Mitarbeitern sowie einer digitalen Strategie für kleine Kunden, um Bestandskunden zu halten und Neukunden zu gewinnen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen eine Strategie zur Gewinnung von internationalem E-Commerce Geschäft zur Erweiterung des Produktportfolios und um neue Kundensegmente zu erschließen. Das Unternehmen benötigt eine funktionsfähige und dem Sendungsvolumen und der Sendungsstruktur angepasste Infrastruktur an Depots, Hubs und Sortiertechnik. Ausfälle der Technik sowie Hub- und Depot-Kapazitäten, die nicht dem Sendungsvolumen und der Sendungsstruktur gerecht werden, können negative Auswirkungen auf Service, Kundenzufriedenheit, Wachstum und Umsatz haben. Diesem hohen Risiko begegnet das Unternehmen durch eine Volumenplanung, Identifizierung von Engpässen im Depot- und Hub-Netzwerk, gezielten Infrastruktur-Investitionen sowie geeigneten Service- und Wartungsverträgen mit den Herstellern der Sortiertechnik. Das Geschäft der TNT Express GmbH ist von einer stabilen, sicheren und verlässlichen IT Infrastruktur und entsprechenden IT Systemen abhängig. Zum Teil greift die TNT Express GmbH im IT Bereich auf Dienstleister zurück und verwendet Hard- und Software von Dienstleistern. Eine signifikante Datenschutzverletzung oder die Nichtverfügbarkeit von IT Systemen und Daten, z.B. aufgrund technischer Probleme, einer Cyber Attacke oder aufgrund zeitintensiver Wartungsarbeiten, insbesondere bei älteren Systemen, können den operativen Geschäftsbetrieb stören oder unterbrechen, und / oder einen Reputationsverlust zur Folge haben und damit das Geschäftsergebnis negativ beeinträchtigen. Diesem hohen Risiko begegnet das Unternehmen durch die konsequente Anwendung und kontinuierliche Verbesserung von IT-Sicherheitsprozessen, -protokollen und -standards, welche auch von den eingesetzten IT Dienstleistern einzuhalten sind. Hierzu gehören unter anderem die kontinuierliche Beobachtung des IT-Umfelds hinsichtlich neuer Gefahren und neuer Sicherheitstrends, ein striktes IT-System-Zugangs-Management, monatliche Sicherheitsupdates für alle Computer und alle Server, ein gezieltes Back-up Management sowie ein IT Disaster Recovery Plan. Die Servicequalität der eingesetzten IT Dienstleister wird eng überwacht. Darüber hinaus wurden und werden parallel zur Integration der TNT in die FedEx Initiativen gestartet, um insbesondere alte oder anfällige IT Komponenten zu erneuern. Gibt es nach der am 31.12.2020 auslaufenden Übergangsphase infolge des zum 31.1.2020 erfolgten Brexits keine Vereinbarung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zu einem zollfreien Warenverkehr zwischen der EU und dem Vereinigtem Königreich wird dies zu Mehraufwand für die Verzollung von Sendungen aus und ins Vereinigte Königreich führen. Darüber hinaus kann dies zu sinkendem Sendungsvolumen mit dem Vereinigten Königreich und damit zu sinkenden Umsätzen führen. Diesem mittleren Risiko begegnet das Unternehmen durch eine crossfunktionale Brexit Arbeitsgruppe und dem Erstellen und kontinuierlichem Aktualisieren von Plänen für den Fall eines "harten Brexits". Die positive wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat, verstärkt durch den demographischen Wandel, zu einer Verknappung von Arbeitskräften bzw. zu einer Verteuerung der Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt geführt. Dadurch ist es für Unternehmen schwieriger geworden, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen oder zu halten. Die aktuelle COVID-19 Pandemie führt zumindest kurzfristig zu einer Ausweitung des Angebots am Arbeitsmarkt und somit zu einer zumindest kurzfristig gesunkenen Bedeutung dieses Risikos. Dennoch begegnet das Unternehmen diesem mittleren Risiko weiterhin durch eine kontinuierliche Beobachtung des Arbeitsmarktes, durch die Ausbildung von Fachkräfte-Nachwuchs in unterschiedlichen Ausbildungsberufen in der Zentrale und an operativen Standorten und durch eine Ausdehnung des Ausbildungskonzepts auf weitere operative Standorte. Um eine marktgerechte Vergütungsstruktur zu gewährleisten, wurden und werden Entgeltstrukturen standortbezogen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die TNT Express GmbH hat Teile der Sendungsdatenerfassung, des Kundendienstprozesses, des Abrechnungsprozesses und der Buchführung an einen externen Dienstleister outgesourct. Dem mittleren Risiko einer nicht den Erwartungen entsprechenden Leistung des Outsourcingpartners begegnet das Unternehmen durch die Vereinbarung von messbaren Zielgrößen für den Outsourcingpartner, einer umfangreichen Überwachung der geleisteten Quantitäten und Qualitäten sowie einer kontinuierlichen Abstimmung mit dem Outsourcingpartner. Die Nah- und Fernverkehrstransporte der TNT werden nicht durch eigene Fahrzeuge und Fahrer sondern durch externe Unternehmer durchgeführt. Hier besteht das Risiko, dass Unternehmer kurzfristig ausfallen bzw. nicht ausreichend neue Unternehmer am Markt gefunden werden können. Diesem mittleren Risiko, insbesondere im Bereich Nahverkehr, begegnet das Unternehmen durch eine Datenbank für potenzielle Unternehmer die in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird, durch standortbezogene Ausschreibungen um lokale Marktgegebenheiten berücksichtigen zu können sowie durch Maßnahmen zur langfristigen Bindung von Unternehmern an das Unternehmen, z.B. über Vertragslaufzeit, Fahrerschulungen oder die Ausstattung der Fahrer mit CI konformer Kleidung. Daneben besteht das Risiko, dass das Unternehmen für Gesetzesverstöße seiner Nah- und Fernverkehrspartner haftbar gemacht wird. Hier ist aktuell insbesondere das "Paketboten-Schutz-Gesetz", welches am 23. November 2019 in Kraft getreten ist, zu nennen. Durch dieses Gesetz besteht grundsätzlich eine Nachunternehmerhaftung für die TNT Express GmbH für von ihren Subunternehmern nicht gezahlte Sozialbeiträge. Von dieser Haftung befreit sich das Unternehmen durch Unbedenklichkeitsbescheinigungen, die von den Unternehmern quartalsweise beizubringen sind. Ebenfalls stellt das Unternehmen durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und die quartalsweise Überprüfung von entsprechenden Steuerberaterbescheinigungen sicher, dass die eingesetzten Unternehmer sich an das Mindestlohngesetz halten. Die laufende Integration der TNT in die FedEx wird personelle Ressourcen binden und kann dazu führen, dass weniger Fokus auf das Tagesgeschäft gelegt werden kann. Diesem mittleren Risiko begegnet das Unternehmen durch eine dezidierte Integrationsplanung und -überwachung, transparente Einbeziehung der Sozialpartner in die Integrationsplanung, einen Kommunikationsplan zur Übernahme durch FedEx und ein genaues Ausbalancieren von Integrationstätigkeiten mit anderen Projekten und dem Tagesgeschäft. Auch wenn aufgrund der COVID-19 Pandemie und der damit verbundenen Einhaltung von Abstands- und Hygienemaßnahmen einzelne Integrationsschritte verschoben oder verlangsamt werden mussten und müssen und die Integrationsplanung entsprechend überarbeitet wird, besteht aufgrund der COVID-19 Pandemie kein grundsätzliches Risiko für den Fortgang der Integration. Im Zuge der aktuellen Diskussionen und Gerichtsurteile zur Stickoxidbelastung in deutschen Städten besteht das Risiko, dass umfangreichere Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge ausgesprochen werden. Diesem mittleren Risiko begegnet das Unternehmen durch kontinuierliche Analyse des konkreten Risikos auf Ebene der betroffenen Städte und Depots sowie der dort eingesetzten TNT Fahrzeuge sowie einer Anpassung der Anforderungen hinsichtlich Fahrzeugen und deren Emissionen an die vom Unternehmen beauftragten Nahverkehrspartner. Durch die Controlling-Instrumente, die im Unternehmen fest verankert sind, werden eventuelle Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um möglichen Risiken entgegenzusteuern. Derzeit bestehen keine akut den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken. Auch die aktuelle COVID-19 Pandemie wird nicht als bestandsgefährdend angesehen. Die im Geschäftsjahr 2016 begonnene Betriebsprüfung für die Steuerarten Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer für Veranlagungszeiträume 2012 bis 2014 wurde im Jahr 2020 abgeschlossen.Nach Erhalt des Prüfungsberichtes hat die Gesellschaft Einspruch eingelegt, der im Nachgang zu einer grundsätzlichen Einigung mit den Finanzbehörden noch in 2020 geführt hat. Die Bestätigung (sogen. Factual Agreement) über die Einigung haben wir von den Finanzbehörden im April 2020 erhalten, so dass wir mit den geänderten Bescheiden für die Jahre 2012-2014 in den kommenden Monaten rechnen. Das steuerliche Risiko trägt als Organträger die TNT Holdings (Deutschland) GmbH, Troisdorf. 4. ChancenberichtDas Sendungsvolumen im gesamten Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) in Deutschland hat im Jahr 2019 eine neue Bestmarke erreicht: Es stieg auf 3,65 Mrd. Sendungen. Pro Zustelltag wurden in Deutschland rund 7 Mio. Empfänger mit mehr als 12 Mio. Sendungen beliefert. Die Ergebnisse liefert die KEP-Studie 2020, die der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) vorgestellt hat. Die Studie wagt zudem eine Abschätzung der möglichen Auswirkungen des Corona-Schocks - und zeigt, dass das KEP Sendungsvolumen trotz Pandemie bis 2024 auf rund 4,5 Mrd. Sendungen steigen kann. Da die Folgen der Corona-Pandemie noch nicht konkret abzusehen sind, zeigt die Studie mögliche mittelfristige Entwicklungen des KEP-Marktes in mehreren Szenarien. Bis 2024 kann von einem Wachstum ausgegangen werden, das pro Jahr zwischen 3,6 % und 4,2 % liegt. Im besten Fall stiege somit das Sendungsvolumen auf 4,48 Mrd., im schlechtesten Fall auf 4,35 Mrd. Sendungen. KEP-Dienste sind essenziell für die gewerbliche Wirtschaft. Die KEP-Dienstleister sichern Lieferketten, versorgen Unternehmen mit Waren und Gütern und sorgen für Kosteneinsparungen, Markterweiterungen und positive Umsatzeffekte. Rund 60 % der gewerblichen Niederlassungen in Deutschland nutzen KEP-Leistungen täglich. Die Wettbewerbssituation ist nach wie vor geprägt von starker Konkurrenz im Heimatmarkt und im grenznahen Bereich, in dem weiterhin aus dem klassischen Expressgeschäft eine Verlagerung der Aufträge auf einfache Paketdienstleistungen feststellbar ist. Im internationalen Bereich dagegen bleibt auch weiterhin die Netzwerkqualität von entscheidender Bedeutung für die Gewinnung von Marktanteilen, wobei die Preisbereitschaft der Kunden auch für diese Leistungen stagniert und daher eine attraktive Preisgestaltung auch im internationalen Sendungsbereich an Bedeutung gewinnt. Die TNT Express GmbH setzt in diesem Marktumfeld, neben der Bereitstellung attraktiver Tarife, weiter auf eine Differenzierung vom Wettbewerb mit der Strategie der Qualitäts- und Innovationsführerschaft. Mit dem weiteren Ausbau der Netzwerkqualität und der Verbesserung der Kostenstruktur durch die konzernweite Vereinheitlichung von operationellen Systemen soll diese Strategie weiter verstärkt werden. Als Konsequenz aus der Wettbewerbssituation setzt die Geschäftsleitung weiterhin auf ein selektives, auf den internationalen Transportbereich konzentriertes Wachstum und auf verstärkte Vertriebsaktivitäten. Ein effizientes Kostenmanagement begleitet diese Maßnahmen. Wie im Vorjahr ist die Preisbereitschaft der Kunden weiterhin restriktiv und führt in Verbindung mit weiterhin knappen Transportkapazitäten zu weiter steigenden Transportkosten. Die Gesellschaft begegnet dieser Entwicklung mit gezielten Vertriebsaktivitäten in vielversprechenden Branchen und Kundensegmenten und gezielten Anpassungen in der Produkt- und Tarifstruktur. Darüber hinaus wird die Neukundengewinnung durch attraktive Tarife und Angebote weiter vorangetrieben. Durch gezielte Maßnahmen und dem besonderen Fokus auf Kundenzufriedenheit soll die vom Kunden empfundene Servicequalität und damit die Wettbewerbsposition nachhaltig verbessert werden. Mit der Fortführung der Kosteneffizienz- und Outsourcing-Programme im Rahmen der IGNITE Strategie von FedEx sowie der Integrationsaktivitäten wird die Kostenstruktur der Gesellschaft an die verschärfte Wettbewerbssituation angepasst und die Profitabilität der erbrachten Leistungen erhöht. Im Bereich von Mehrwertdienstleistungen, insbesondere für die Verbindung von Logistik- und Technikdienstleistungen, werden weiterhin neue Produktlösungen entwickelt. Durch Einführung von digitalen Applikationen soll den Kunden der elektronische Zugang zu den Leistungen und Produkten der Gesellschaft auf moderne und einfache Art und Weise ermöglicht werden. Die Investitionen werden gezielt auf die Verbesserung der operativen Performance und auf die Servicequalität konzentriert und zielen im Wesentlichen auf die Erhaltung und Verbesserung der hohen operativen Qualität der Prozesse. Der Erhaltung des finanziellen Spielraums wird weiterhin auch seitens des FedEx-Konzerns höchste Priorität eingeräumt, um in Zeiten hoher Marktvolatilitäten Risiken zu vermeiden und Chancen nutzen zu können, wenn entsprechende Opportunitäten vorhanden sein sollten. Deshalb wird das Working Capital Management weiterhin einen hohen Stellenwert im Unternehmen besitzen. In der Erhaltung des finanziellen Spielraums sieht die Geschäftsführung eine wichtige Grundlage zur nachhaltigen Sicherung der Marktposition.
Troisdorf, 19. November 2020 TNT Express GmbH Die Geschäftsführung Stefan Dries Taner Karacan Sven Kische Bericht des Aufsichtsrats an die Gesellschafterversammlung über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.05.2020gemäß § 171 Abs. 2 AktGDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.05.2020 und den Lagebericht 2020 in seiner Bilanzsitzung am 19.11.2020 mit der Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft Ernst & Young GmbH beraten und geprüft. Ein Vorschlag zur Ergebnisverwendung ist aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der TNT Holdings (Deutschland) GmbH nicht Gegenstand der Beratung und Prüfung gewesen. Der Aufsichtsrat stellt fest, dass Einwendungen nicht zu erheben sind und dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers (einschließlich Prüfungsansatz Fraud) zuzustimmen ist. Grundlage dieser Zustimmung ist die Bedingung, dass in dem Prüfungsbericht, wir er dem Aufsichtsrat mit der Einladung zur Aufsichtsratssitzung vom 03.11.2020 zugeleitet wurde, mit Ausnahme einer Ergänzung der unter "Offene Punkte" zu 3. bis 6. genannten Punkte sowie einer Korrektur von Rechen- und Schreibfehler keine inhaltlichen Änderungen mehr vorgenommen werden. Im Berichtsjahr fanden 3 ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt, und zwar am 19.03.2020, 08.07.2020 sowie am 19.11.2020. Darüber hinaus hat am 11.02.2020 eine außerordentliche Sitzung stattgefunden. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr die Arbeit der Geschäftsführung anhand von schriftlichen und mündlichen Berichten eingehend überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat während dieser Zeit über die Lage des Unternehmens und über alle bedeutsamen Vorgänge, die für die Aufsichtsratssitzungen schriftlich und in speziellen Präsentationen aufbereitet wurden. Alle wichtigen Vorgänge wurden in den Aufsichtsratssitzungen eingehend behandelt. Im Besonderen ging es hierbei um Fragen der Unternehmensstrategie, des weiteren Zusammenschlusses von TNT und FedEx, der Führungsstruktur, des Qualitäts- und Risikomanagements sowie um die Struktur des Unternehmens. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit Fragen der Planung, der Analyse von Planabweichungen, der Bilanzierung, der Umsatz-, Finanz- und Ertragslage sowie der Personalpolitik. Der Aufsichtsrat konnte sich anhand der erwähnten, detailliert aufbereiteten Berichte davon überzeugen, dass die Geschäfte ordnungsgemäß geführt und die sich aus der Berichterstattung ergebenden notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss mit den vorstehend angesprochenen Ergänzungen zum 31. Mai 2020 festzustellen. Zudem empfiehlt der Aufsichtsrat der Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr vom 01.06.2019 bis zum 31.05.2020 zu entlasten.
Troisdorf, 19.11.2020 Professor Dr. Björn Gaul, Vorsitzender des Aufsichtsrates der TNT Express GmbH Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 EntgTranspG der TNT Express GmbH (Berichtszeitraum 2017-2020) Angaben gemäß § 21 Abs. 2 EntgTranspG Im Kalenderjahr 2020 waren im Durchschnitt 3.563 Mitarbeiter (Vergleich 2016: 3.745 MA) bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon waren durchschnittlich 1.047 MA (Vergleich 2016:1.311) weiblichen und 2.516 MA (Vergleich 2016: 2.434 MA) männlichen Geschlechts. Von den weiblichen Mitarbeiterinnen waren durchschnittlich 613 (Vergleich 2016: 799) in Vollzeit beschäftigt, während 434 (Vergleich 2016: 512) in Teilzeit angestellt waren. Bei den männlichen Mitarbeitern waren durchschnittlich 1.854 (Vergleich 2016: 1.779) in Vollzeit tätig, während 662 (Vergleich 2016: 655) in Teilzeit angestellt waren. Maßnahmen gemäß § 21 Abs. 1 EntgTranspG Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für TNT auch, zukunftsfähig zu bleiben und mit der Bemühung um Gleichstellung auch die Diversität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern. Vielfalt und Chancengleichheit, eine faire Entlohnung und flexible Arbeitszeitmodelle sind die Grundlage, Talente nicht nur zu gewinnen, sondern langfristig an das Unternehmen zu binden. Unser Diversity Management soll daher die Vielfalt im Sinne des Unternehmenserfolgs fördern. Unterschiede in puncto Herkunft, Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Ethnie, Familienstand, körperliche Fähigkeiten und Einschränkungen, sexuelle Orientierung, Ausbildung, Erfahrung, Einstellungen etc. machen Menschen einzigartig. Die Verschiedenheit der Menschen zu akzeptieren, wertzuschätzen und als Potenzial zu sehen, gehört fest zur Unternehmenskultur von TNT. Ein Beispiel für das positive Miteinander im Unternehmen ist die Vielfalt an Nationalitäten in der deutschen Organisation. Ende 2020 arbeiteten TNTler aus 84 Nationen unter dem Dach der TNT Express GmbH zusammen. Seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) 2006 informieren wir unsere Mitarbeiter in einer Broschüre über die zentralen Inhalte des Gesetzes. Außerdem bieten die Texte konkrete Hilfestellungen und nennen Ansprechpartner aus dem Bereich Human Resources. Alle neuen Mitarbeiter erhalten diese Materialien und werden im Rahmen der Einarbeitung durch die Führungskraft sowie in der Welcome- Veranstaltung darüber informiert, dass Diskriminierung bei TNT nicht geduldet wird. Bei Verstößen gegen das Diskriminierungsverbot ziehen wir alle arbeitsrechtlichen Maßnahmen wie Ermahnung, Abmahnung und Versetzung bis hin zur Kündigung in Erwägung. Wir haben eine Gesamtbetriebsvereinbarung abgeschlossen, die ein partnerschaftliches Miteinander am Arbeitsplatz verbindlich festlegt und Mitarbeitern Möglichkeiten zur Konfliktlösung aufzeigt. Zudem ist eine betriebliche Beratungsstelle zur Konfliktlösung sowie eine Konfliktlösungskommission eingerichtet worden. Bereits vor der offiziellen Einführung des AGG genossen die Themen Diversity und Schutz vor Diskriminierung einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Nicht zuletzt motivieren wir unsere Mitarbeiter, sich je nach Interessenlage an unseren konzernweiten Diversity-Netzwerken zu beteiligen. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Qualifizierte Fachkräfte entscheiden sich verstärkt für solche Unternehmen, die für eine familienorientierte Personalpolitik einstehen. Zudem sind wir davon überzeugt, dass ein funktionierendes Miteinander von Beruf und Familie auch Zufriedenheit, Motivation, Engagement und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter stärkt. Viele persönliche Gespräche und die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen belegen, welche große Bedeutung dieser Punkt für die TNTler einnimmt. TNT fördert daher gezielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und baut seine familienorientierte Personalpolitik kontinuierlich aus - mit einer Vielfalt an unternehmensspezifischen und bedarfsgerechten Initiativen. Wir streben eine stetige Veränderung der Unternehmenskultur hin zu noch größerer Familienfreundlichkeit an. Zur weiteren Unterstützung hierzu bietet TNT seit Februar 2021 auch ein "Employee Assistance Program" (EAP) an. Dieses ermöglicht unseren Mitarbeitenden und deren Familien, schnelle und professionelle Unterstützung bei beruflichen wie auch privaten Herausforderungen in Anspruch zu nehmen. Über das Team eines externen Dienstleisters können die Mitarbeitenden jederzeit kostenfrei und anonym fachkundige Beratung und fachliche Unterstützung in den Lebensbereichen Familie, Arbeit, Alltag sowie psychische & physische Gesundheit in Anspruch nehmen. Die Kosten hierfür trägt TNT.
Troisdorf, 25. Mai 2021 Für beide Gesellschafter/ for both shareholders Stefan Günter Dries, Geschäftsführer / Director Sven Kische, Geschäftsführer / Director |
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