Evonik Risk and Insurance Services GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Doris Carola Schmidt seit 9.3.2026 | Prokura |
Alexander Weber seit 9.3.2026 | Prokura |
Olaf Heinrich Dr. Breuer seit 6.11.2025 | Prokura |
Kathrin Scheurer seit 6.10.2025 | Prokura |
Daniel Brünink seit 25.9.2025 | Prokura |
Daniel Hinze seit 25.9.2025 | Prokura |
Jasmin Volmerhaus seit 25.9.2025 | Prokura |
Sumedh Phatak seit 16.7.2025 | Prokura |
Anna Maria Dr. Ickert seit 16.7.2025 | Prokura |
Carsten Kolligs seit 16.7.2025 | Prokura |
Kai Dr. Schumacher seit 10.6.2025 | Prokura |
Matthias Dr. Deyhle seit 10.6.2025 | Prokura |
Caroline Bückemeier seit 10.6.2025 | Prokura |
Philip David Clemens Lutze seit 10.4.2025 | Prokura |
Filippo Corti seit 17.3.2025 | Prokura |
Berthold Wilhelm Dönnebrink seit 17.3.2025 | Prokura |
Arvid Weber seit 13.2.2025 | Prokura |
Mira Gil seit 16.1.2025 | Prokura |
Jörg Falkenberg seit 16.1.2025 | Prokura |
Thomas Wessel seit 8.1.2025 | Geschäftsführer |
Kevin Kennedy seit 21.11.2024 | Prokura |
Dominic Dr. Störkle seit 21.11.2024 | Prokura |
Xuwei Shang seit 21.11.2024 | Prokura |
Christian Dr. Götz seit 9.9.2024 | Prokura |
Dirk Dr. Langkau seit 4.7.2024 | Prokura |
Sören Ave seit 5.6.2024 | Prokura |
Julia Meistrowitz seit 5.6.2024 | Prokura |
Iris Felder seit 22.2.2024 | Prokura |
Claudine Dr. Mollenkopf seit 12.10.2022 | Geschäftsführer |
Lauren Kjeldsen seit 10.7.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Evonik Industries AGEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Evonik Operations GmbHEssenJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024der Evonik Operations GmbHInhaltsverzeichnis 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Veränderung der Gesellschaft 1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren 1.4 Forschung & Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 2.2 Wirtschaftliches Umfeld 2.3 Lage 2.4 Tätigkeitsabschlüsse 3 Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risiko- und Chancenmanagement 3.2 Gesamtsituation Chancen und Risiken 3.3 Chancen und Risiken „Märkte und Wettbewerb“ 3.4 Chancen und Risiken „Recht/Compliance“ 3.5 Risiken „Prozesse/Organisation“ 4 Erklärung zu gesetzlichen Diversity-Vorgaben der Evonik Operations GmbH gemäß § 289 f Absatz 4 Satz 2 HGB 5 Prognosebericht 5.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 5.2 Ausblick 1 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell Geschäftstätigkeit Die Evonik Operations GmbH ist in die Gesamtstrategie des Evonik-Konzerns (im Folgenden auch Evonik) eingebunden. Sie stellt für den Konzern die größte operative Gesellschaft dar und fungiert zudem als Zwischenholding unter der die wesentlichen Konzerngesellschaften gebunden sind. Der Gegenstand von der Evonik Operations GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung, der Import und der Vertrieb von chemischen Erzeugnissen und Stoffen aller Art, vor allem von Erzeugnissen und Stoffen der Spezialchemie, im In- und Ausland, sowie die Betätigung in damit verwandten Bereichen, einschließlich der Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden Serviceleistungen. Evonik ist ein weltweit führendes Unternehmen der Spezialchemie. Zu den Stärken des Evonik-Konzerns zählt ein ausgewogenes Spektrum an Aktivitäten, Endmärkten und Regionen. Die Stellung von Evonik im Wettbewerb basiert auf der Zusammenarbeit mit Kunden, der Innovationskraft und den integrierten Technologieplattformen. Die Spezialchemieprodukte von Evonik leisten bei den Kunden einen entscheidenden Beitrag zum Nutzen ihrer Produkte, mit denen diese im globalen Wettbewerb erfolgreich sind. Durch den engen Austausch mit den Kunden baut Evonik tiefgreifendes Wissen über deren Geschäfte auf. Dadurch kann Evonik Produkte für Kundenanforderungen „maßschneidern“ und umfassende technische Serviceleistungen bieten. Eine bedeutende Rolle spielen dabei die Technologie- und Kundenberatungszentren in der ganzen Welt. Marktorientierte Forschung & Entwicklung ist ein wichtiger Treiber für ressourcenschonendes und profitables Wachstum. Nachhaltigkeit ist in den strategischen Managementprozess des Evonik-Konzerns integriert. Der Konzern betrachtet das Nachhaltigkeitsmanagement als einen wichtigen Baustein, um die Widerstandsfähigkeit und den Markterfolg von Evonik langfristig zu erhalten und auszubauen. Die nachhaltige Unternehmensstrategie mit ambitionierten Zielen und Steuerungsinstrumenten, die Evonik hilft, Transformationsanforderungen in profitables Wachstum zu übersetzen, leistet dazu einen wesentlichen Beitrag. Im Portfolio des Konzerns soll künftig der Umsatzanteil attraktiver Wachstumsgeschäfte mit einem ausgeprägten positiven Nachhaltigkeitsprofil (Next Generation Solutions) substanziell gesteigert werden. Evonik bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Das unterstreicht Evonik mit der Verpflichtung zur Science Based Targets initiative (SBTi1 ). Der Konzern strebt an, im Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg sind unsere Mitarbeiter, die Evonik mit ihrem Einsatz und ihrer hohen Identifikation mit dem Unternehmen jeden Tag voranbringen. Evonik hat deshalb zahlreiche Aktivitäten entwickelt, um talentierte und qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an den Evonik-Konzern als attraktiven Arbeitgeber zu binden. Evonik beschäftigt sich systematisch mit den positiven und negativen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit entlang der Wertschöpfungskette. Das frühzeitige Erkennen künftiger Chancen und Risiken erhöht die Resilienz des Geschäftsmodells von Evonik und schärft das Verständnis für den langfristigen gesellschaftlichen Wertbeitrag der Aktivitäten. 1 SBTi ist eine Partnerschaft von CDP, United Nations Global Compact, World Resources Institute und World Wide Fund for Nature. Die Initiative unterstützt Unternehmen, ihr Handeln so auszurichten, dass das 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens erreicht werden kann. Marktorientierte Konzernstruktur Das Geschäft des Evonik-Konzerns ist in vier Divisionen gegliedert, die nah an den Märkten und Kunden agieren. Die Wachstumsdivisionen Specialty Additives, Nutrition & Care sowie Smart Materials lassen sich durch eine eindeutige Zuordnung der Technologieplattformen gezielt steuern. Konzernstruktur zum 31. Dezember 2024 scroll
Sie bieten ihren Kunden maßgeschneiderte, individuelle und innovationsgetriebene Lösungen. Ziel ist es, in attraktiven Märkten mit Innovationen, Investitionen, aber auch Akquisitionen überdurchschnittliches und profitables Wachstum zu erreichen. Die Division Technology & Infrastructure erbringt Serviceleistungen für die Chemiedivisionen. Die frühere Division Performance Materials hat der Konzern nach dem am 31. August 2024 erfolgten Verkauf des Superabsorbergeschäfts zum 1. Oktober 2024 in die Division Technology & Infrastructure integriert. Dies betrifft das verbliebene Geschäft mit Performance Intermediates, das ebenfalls in absehbarer Zeit verkauft werden soll. Auch die weiteren Aktivitäten der Division Technology & Infrastructure sind geprägt durch Transformationsprozesse in Form von Neuordnungen und möglicherweise auch Verkäufen. Zum 1. Januar 2025 wurden die Dienstleistungen der Division Technology & Infrastructure in standortübergreifende Technologie- und standortbezogene Infrastruktur-Aktivitäten aufgeteilt. Letztere wurden teilweise den Chemiedivisionen zugeordnet. Wesentliche Produktionsstätten der Evonik Operations GmbH befinden sich in Marl, Hanau, Wesseling und Rheinfelden. Weitere größere Betriebsstätten befinden sich in Herne und Essen. Anspruchsvolle Konzernziele Als eine Legaleinheit des Evonik-Konzerns gelten die Konzernziele mittelbar für die Evonik Operations GmbH, auch wenn diese Ziele nicht auf der Ebene der Legaleinheiten, sondern für Evonik als Ganzes nachgehalten werden. Die mittelfristigen Finanzziele von Evonik fokussieren sich auf Wachstum, Rendite und Cash-Generierung und tragen damit zur Steigerung des Unternehmenswertes bei. In den drei Wachstumsdivisionen will Evonik ein organisches Umsatzwachstum2 von durchschnittlich mehr als 4 Prozent pro Jahr erzielen. Für die bereinigte EBITDA-Marge3 ist ein Zielkorridor zwischen 18 Prozent und 20 Prozent definiert. Evonik strebt eine hohe Cash Conversion Rate4 von mehr als 40 Prozent an. Zudem soll die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) bei etwa 11 Prozent und damit über den Kapitalkosten liegen. Der Konzern will eine verlässliche und attraktive Dividende ausschütten sowie ein solides Investment-Grade-Rating halten. Als verantwortungsbewusstes Spezialchemieunternehmen verfolgt Evonik unverändert nichtfinanzielle Ziele. Für die Unfallhäufigkeit5 und die Ereignishäufigkeit6 strebt der Konzern an, unter den selbst gesetzten Obergrenzen von 0,26 bzw. 0,40 zu bleiben. 2 Das organische Umsatzwachstum errechnet sich aus der Mengen- und der Preisabweichung. 3 Verhältnis bereinigtes EBITDA zu Umsatz. Die operative Ergebnisgröße bereinigtes EBITDA wird um Sondereinflüsse angepasst, die aufgrund ihrer Art oder Höhe nicht dem typischen laufenden operativen Geschäft zuzurechnen sind. Diese Sondereinflüsse werden den Kategorien Strukturmaßnahmen, Akquisitionen und Desinvestitionen sowie weitere Sondereinflüsse zugeordnet. 4 Verhältnis Free Cashflow zu bereinigtem EBITDA. 5 Alle Arbeitsunfälle (keine Wegeunfälle) mit Ausfallzeit ab einer komplett ausgefallenen Schicht, bezogen auf 200.000 Arbeitsstunden. 6 Anzahl der Zwischenfälle in Produktionsanlagen mit Stoff-/ Energiefreisetzungen, Bränden oder Explosionen pro 200.000 Arbeitsstunden der Mitarbeiter. 1.2 Veränderung der Gesellschaft Die Evonik Operations GmbH hat im Zuge der strategischen Konzentration auf Produkte der Spezialchemie am 1. März 2024 mit der International Chemical Investors XII GmbH, Frankfurt am Main, einen Anteilskauf- und Übertragungsvertrag über 100 Prozent der Anteile an der damals noch Evonik Superabsorber GmbH, Essen, mit Wirkung zum 31. August 2024 geschlossen. Ebenfalls wurde die damalige Evonik Superabsorber LLC, eine Tochtergesellschaft der Evonik Corporation, im Rahmen dieses Vertrags verkauft (Share Deals). Die Käuferin hatte bereits im April 2023 einen Anteilskauf- und Übertragungsvertrag mit der Evonik Operations GmbH über 100 Prozent der Anteile an unserer damaligen Tochtergesellschaft Evonik Functional Solutions GmbH geschlossen. Zum 1. Juli 2023 wurde der Geschäftsbereich Performance Intermediates (PI), auch C4-Geschäft genannt, aus der Evonik Operations GmbH in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG, Marl eingebracht. Damit ist die Evonik Operations GmbH nur noch indirekt in das auf Konzernebene weiterhin bestehende C4-Geschäft eingebunden. Die Transaktion hat zur Folge, dass die Effekte aus dem Geschäftsbereich Performance Intermediates nur im 1. Halbjahr 2023 in die Gewinn- und Verlustrechnung der Evonik Operations GmbH eingeflossen sind. 1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren Das operative Geschäft der Evonik Operations GmbH stellt einen Ausschnitt des globalen Geschäfts des Evonik-Konzerns dar und wird gemäß der Organisationsstruktur des Konzerns über die Divisionen auf Basis der Leistungsindikatoren des Konzerns gesteuert. Ein vollständiges Bild des operativen Geschäfts des Evonik-Konzerns, in das die Evonik Operations GmbH als Legaleinheit eingebunden ist, vermittelt nur der Konzernabschluss der Evonik Industries AG. Für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit der Evonik Operations GmbH ist das Ergebnis vor Ertragsteuern der wichtigste Leistungsindikator. 1.4 Forschung & Entwicklung Nachhaltige Innovationen Innovationen spielen eine entscheidende Rolle in der konsequenten Ausrichtung von Evonik auf Nachhaltigkeit und profitables Wachstum. Dabei werden die Kunden oft in enger Zusammenarbeit begleitet, ihre Ziele im Hinblick auf Klimaschutz, Zirkularität und Biodiversität zu erreichen. In dem neu gegründeten Skin Institute bündelt Evonik seine Kompetenzen rund um die Themen Hautwissenschaften und Wirksamkeit von Kosmetika und komplementiert damit die Expertise zum Hautmikrobiom des Biotech Hubs. Nachhaltigkeit ist eine der Grundlagen des Innovationsportfolios des Konzerns, denn Ziel ist es, Hand- und Fußabdruck von Evonik zu verbessern. Diese Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Innovation manifestiert sich unter anderem in personellen Überschneidungen bei der Besetzung des Research, Development & Innovation (RD&I) Councils und des Sustainability Councils. Die Allokation von Ressourcen in Forschung & Entwicklung (F&E) wird nach strategischen Gesichtspunkten gesteuert, die auch eine eingehende Nachhaltigkeitsbewertung umfasst. Das geschieht im Rahmen der gleichen Methodik, die auch für die Nachhaltigkeitsbewertung der Geschäfte etabliert wurde. Mit „Idea to Profit (I2P)“ werden die F&E-Projekte in mehreren Stufen von der Idee über die systematische Entwicklung bis zur profitablen Vermarktung gesteuert. Die Evonik Operations GmbH ist in die F&E-Strategie des Evonik-Konzerns eingebunden. Die Evonik Operations GmbH hat im Geschäftsjahr mit 410 Millionen € für Forschung & Entwicklung (F&E) in gleichem Umfang zum Vorjahr (Vorjahr: 408 Millionen €) aufgewendet. Bezogen auf den Umsatz ist die F&E-Quote bei leicht rückläufigem Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf 5 Prozent verblieben (Vorjahr: 5 Prozent). Im Berichtsjahr hat Evonik die Grundlagen für drei neue Innovationswachstumskerne gelegt. Damit will der Konzern bis 2032 einen zusätzlichen Umsatz von 1,5 Milliarden € - gemessen an 2023 - erwirtschaften. Diese Kerne benennen drei große Herausforderungen unserer Zeit:
Mit diesen Innovationswachstumskernen konzentriert Evonik sich auf Lösungen für eine biobasierte, energieschonende und kreislauffähige Wirtschaft und Gesellschaft. Die Aktivitäten im Bereich F&E steuert federführend die Funktion RD&I. Zu ihr gehören die F&E-Teams der Wachstumsdivisionen, das Innovationsmanagement, die Creavis als Business Incubator und strategische Forschungseinheit sowie Evonik Venture Capital. Die Strategie für F&E gibt der RD&I Council vor, der auch die Verteilung der personellen und finanziellen F&E-Ressourcen steuert. Unter der Führung des für Chemie und Innovation verantwortlichen Vorstandsmitgliedes gehören dem Council der Chief Innovation Officer, der Leiter Konzernstrategie sowie die Divisionsleiter an. Die strategische Innovationseinheit Creavis dient dem Konzern als Business Incubator für mittel- bis langfristige Projekte jenseits des Produkt- und Marktfokus unserer operativen Geschäfte. Ihre Aktivitäten bündelt die Creavis derzeit in drei Inkubationscluster:
Zukünftig fokussiert sich die Creavis auf Geschäfte, die mindestens einen der drei Innovationswachstumskerne voranbringen. Die Venture-Capital-Aktivitäten des Konzerns ermöglichen einen frühzeitigen Einblick in innovative Technologien und Geschäftsmodelle. Die Zusammenarbeit mit Start-up-Unternehmen und Technologiefonds weltweit gewährleistet Evonik einen beschleunigten Zugang zu attraktiven Zukunftstechnologien und Märkten. Seit der Gründung von Evonik Venture Capital im Jahr 2012 ist der Konzern mehr als 50 Beteiligungen eingegangen. Ein wichtiges Instrument ist der 2022 aufgelegte Sustainability Tech Fund mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 150 Millionen €. Er investiert in Start-ups, die mit unseren Innovationswachstumskernen im Einklang stehen. Der Evonik Biotech Hub entwickelt für seine internen und externen Kunden maßgeschneiderte und wettbewerbsfähige Lösungen. Er nutzt dafür sein ausgeprägtes Verständnis für komplexe biologische Systeme, der Stammentwicklung und biotechnologische Produktionsprozesse bis hin zu großtechnischen Produktionsanlagen und hat alle Geschäftsgebiete von Evonik im Blick. Die Evonik vertraut auf die industrielle Biotechnologie bei der Herstellung von Biomolekülen und funktionalen Mikroorganismen, wie beispielsweise:
2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 2024 hat Evonik wichtige strategische Entscheidungen für den Konzern getroffen. Dazu gehört die zügige Umsetzung des internen Programms Evonik Tailor Made, das auf schlankere Strukturen, schnellere Entscheidungen und effizientere Abläufe abzielt. Dazu werden wesentliche Aufgaben konsequent gebündelt und die Anzahl der Hierarchieebenen reduziert. So passt der Konzern zum 1. April 2025 die Konzernstruktur an die strategische Weiterentwicklung an und gibt sich zugleich ein deutlich schlankeres Führungsmodell. Das operative Geschäft wird künftig in zwei Segmenten direkt von Vorstandsmitgliedern geführt und nach ihren Geschäftsmodellen und ihren strategischen Rollen differenziert gesteuert. Die Ebene der bisherigen Divisionsleiter entfällt. Evonik Tailor Made soll im Jahr 2026 zu jährlichen Kosteneinsparungen von rund 400 Millionen € führen und damit die Rentabilität von Evonik deutlich verbessern. Ein weiteres wichtiges Projekt betrifft die Aufteilung der bisherigen Division Technology & Infrastructure zum 1. Januar 2025 in standortübergreifende Technologie- und standortbezogene Infrastruktur-Aktivitäten. Bei den Infrastruktur-Aktivitäten werden die großen Standorte Marl und Wesseling jeweils eigenständig aufgestellt und sind ab 1. Januar 2025 Teil der neuen Division Infrastructure. Weitere, kleinere Standorte, die häufig nur einen einzelnen Geschäftsbereich bedienen, wurden den Chemiedivisionen direkt zugeordnet. Zusätzlich hat Evonik zur Ergebnisverbesserung Projekte zur Optimierung einzelner Geschäfte auf den Weg gebracht. Alle Maßnahmen sollen Evonik agiler, fokussierter und profitabler machen. In einem schwierigen Umfeld hat sich das operative Geschäft des Konzerns 2024 besser entwickelt als am Jahresanfang erwartet wurde. Da eine breite makroökonomische Erholung weiterhin ausblieb, führten vor allem unternehmensspezifische Faktoren zu dieser erfreulichen Geschäftsentwicklung: Neben der fortwährend strikten Kostendisziplin waren die gute Volumenentwicklung bei Specialty Additives, die Preiserholung im Bereich Animal Nutrition sowie niedrigere Herstellkosten positive Treiber. Infolge der besser als ursprünglich erwarteten Geschäftsentwicklung hat Evonik im Sommer 2024 die Prognose für das bereinigte EBITDA nach oben angepasst und diese angepasste Prognose erreicht. Aufgrund der erwähnten Einflussfaktoren ist das Bruttoergebnis vom Umsatz der Evonik Operations GmbH deutlich angestiegen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern profitierte ebenfalls maßgeblich von einem Anstieg der Verkaufsmengen, von Preiserholungen sowie von Kosteneinsparungen, die das gesunkene Beteiligungsergebnis überkompensieren konnten. Weiterhin wirkten sich Bewertungseffekte auf die Finanzanlagen positiv aus. Die Prognose eines leicht verbesserten Ergebnisses vor Ertragsteuern im Vergleich zu 2023 konnte somit übertroffen werden. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Geschäftsentwicklung der Evonik Operations GmbH im Jahr 2024 angesichts der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv verlaufen ist. 2.2 Wirtschaftliches Umfeld Geopolitische Unsicherheit dämpft wirtschaftliches Wachstum Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr einerseits von einer Normalisierung des makroökonomischen Umfeldes und insbesondere von rückläufiger Inflation und daraus resultierenden Zinssenkungen gekennzeichnet. Andererseits dämpften strukturelle Herausforderungen und geopolitische Krisen das globale Wachstum. Die Weltwirtschaft expandierte deshalb nur moderat, wobei eine zweigeteilte Entwicklung zu beobachten war. Der Industriesektor zeigte zu Jahresbeginn 2024 eine dynamische Entwicklung, die im weiteren Jahresverlauf jedoch deutlich an Fahrt verlor. Der Dienstleistungssektor zeigte dagegen eine deutlich höhere Dynamik und trug das Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung, welche gemäß den Schätzungen von S&P Global7 im Jahr 2024 um 2,7 Prozent gestiegen ist. Die Inflationsraten näherten sich - vor allem aufgrund fallender Energiepreise - in den meisten Volkswirtschaften zunächst dem Ziel der Zentralbanken. Der Rückgang geriet im Laufe des Jahres jedoch ins Stocken und insbesondere die Kerninflation (Verbraucherpreise ohne Energie und Lebensmittel) blieb auf einem hohen Niveau (beispielsweise in den G7-Ländern bei knapp 3 Prozent). Aufgrund der insgesamt dennoch gesunkenen Inflationsraten begannen die Zentralbanken der großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einer Lockerung der Geldpolitik. Infolgedessen verbesserten sich zwar die Finanzierungskonditionen für private Haushalte und Unternehmen, die Nachfrage nach langlebigen Wirtschaftsgütern konnte davon aufgrund einer weiterhin zurückhaltenden Konsumentenstimmung jedoch nur bedingt profitieren. Die positiven Erwartungen der Industrie an das Jahr 2024 wurden entsprechend nicht erfüllt und die zum Jahresbeginn aufgehellte Stimmung trübte sich ab dem Sommer wieder deutlich ein. Das Wachstum der Wirtschaft war wie auch schon im Vorjahr überwiegend durch den Dienstleistungssektor getrieben. 7 Entspricht den Angaben von S&P Global, Stand 15. Januar 2025. ![]() Deutliche regionale Unterschiede im Wirtschaftswachstum Die Konjunktur im Euroraum blieb im Jahr 2024 verhalten. Konjunkturstützend wirkten die rückläufige Inflation und die daraus resultierende Lockerung der Geldpolitik sowie steigende Realeinkommen. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Dienstleistungen, insbesondere in der Tourismusbranche, stützte das wirtschaftliche Wachstum. Das Konsumentenvertrauen blieb aufgrund struktureller Probleme und geopolitischer Unsicherheiten niedrig. Infolgedessen verharrte die Nachfrage nach langlebigen Wirtschaftsgütern auf einem niedrigen Niveau. Die Wirtschaft in Nordamerika und vor allem in den USA expandierte kräftig. Sowohl der private Konsum als auch Unternehmensinvestitionen stützten das Wirtschaftswachstum der USA. Auch der Arbeitsmarkt erwies sich als sehr resilient. Die Industrietätigkeit war auf Jahressicht leicht rückläufig. Die Inflationsrate näherte sich dem Ziel der US-Notenbank an, die mit einer Lockerung der Geldpolitik und Zinssenkungen reagierte. Die Wirtschaft Asien-Pazifiks expandierte erneut stark, jedoch mit regional unterschiedlicher Ausprägung. Chinas Wirtschaft wuchs vor allem aufgrund der angebotsorientierten Industriepolitik, fiskalpolitische Maßnahmen stützten die chinesische Wirtschaft vor allem zum Jahresende. Das Konsumentenvertrauen und der private Konsum entwickelten sich jedoch schwächer als zu Jahresbeginn erhofft. Auch Herausforderungen im Immobiliensektor belasteten das chinesische Wirtschaftswachstum weiterhin. Die Wirtschaft in Indien wuchs sehr deutlich, zum Jahresende nahm die Dynamik vor allem aufgrund steigender Verbraucherpreise ab. Die Wirtschaftsleistung Japans war aufgrund der relativ hohen Inflation und des schwachen privaten Konsums leicht rückläufig. Viele Volkswirtschaften in Mittel- & Südamerika litten unter niedrigen Rohstoffpreisen sowie relativ hohen Zinsen und Haushaltsdefiziten. Die wirtschaftliche Aktivität verbesserte sich jedoch im Jahresverlauf, vor allem auch aufgrund sinkender Inflationsraten und steigender Realeinkommen. Durchwachsene Entwicklung in den Endkundenmärkten Die globale Industrieproduktion wuchs im Jahr 2024 - mit deutlichen regionalen Unterschieden - erneut nur unwesentlich. Lediglich in Asien-Pazifik war ein robustes Wachstum zu verzeichnen. In Europa war die Industrieproduktion dagegen deutlich und in Nordamerika leicht rückläufig. Die Endkundenmärkte von Evonik haben im Jahr 2024 in Summe ein geringes Wachstum verzeichnet. Die Aktivitäten der Nahrungs- und Futtermittelindustrie konnten in allen Regionen - mit Ausnahme von Nordamerika - im Vorjahresvergleich zulegen. Auch die Nachfrage nach Hygiene- und Pflegeprodukten wies - mit Ausnahme von Europa, wo sie stagnierte - in allen Regionen ein robustes Wachstum auf. Die Produktion im Fahrzeug- und Maschinenbau war im globalen Durchschnitt leicht rückläufig und wies in Europa die geringste Dynamik auf. Chemieproduktion: Europa erholt sich etwas von den Einbrüchen des Vorjahres Die Chemieindustrie hat sich im Jahr 2024 regional sehr unterschiedlich entwickelt. Global konnte die Chemieproduktion (ohne Pharma) um knapp 5 Prozent zulegen8. Ausgehend von einem niedrigen Produktionsniveau konnte die Chemieproduktion (ohne Pharma) in der EU um ca. 2 Prozent und in Deutschland um ca. 4 Prozent wachsen. Damit konnten die energiepreisbedingten Produktionsrückgänge des Vorjahres in Höhe von 8,5 Prozent (EU) bzw. 12,1 Prozent (Deutschland) jedoch nicht ausgeglichen werden. In den USA war eine Stagnation der Chemieproduktion im Jahr 2024 und in China ein Wachstum von ca. 8 Prozent zu verzeichnen. Die Evonik-spezifischen Rohstoffpreise lagen im Geschäftsjahr 2024 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zu der für Evonik wichtigsten Fremdwährung - dem US-Dollar - lag der Euro im Jahr 2024 mit einem Durchschnittskurs von 1,08 US$ auf dem Durchschnittsniveau des Vorjahres (1,08 US$). 8 Entspricht den Angaben vom Verband der Chemischen Industrie, Stand 15. Januar 2025. 2.3 Lage Ertragslage Trotz ausbleibender makroökonomischer Erholung hatten unternehmensspezifische Faktoren wie strategische Kosteneinsparungen, steigende Absatzmengen im Bereich Specialty Additives und Preiserholungen im Bereich Animal Nutrition positive Auswirkungen. Der Umsatz der Evonik Operations GmbH sank um 4 Prozent auf 7.964 Millionen € (Vorjahr: 8.312 Millionen €). Im Wesentlichen reduzierte sich der Umsatz aufgrund der Einbringung des Geschäftsbereichs Performance Intermediates zum 1. Juli 2023 aus der Evonik Operations GmbH in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG. Bis zum 30. Juni 2023 betrugen die Umsatzerlöse für diesen Geschäftsbereich 680 Millionen €. In den folgenden Absätzen wird auf die Performance der jeweiligen Division eingegangen. Die Division Specialty Additives profitierte 2024 von einer höheren Mengennachfrage. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 2.044 Millionen € (Vorjahr: 1.923 Millionen €) aufgrund der höheren Mengen. Nachgebende Verkaufspreise vor allem aus der Weitergabe geringerer Rohstoffkosten sowie aus dem Wettbewerbsdruck wirkten gegenläufig. Besonders die Produkte für die Farben- und Beschichtungsindustrie verzeichneten eine spürbar höhere Mengennachfrage. Der Umsatz der Öladditive konnte ebenfalls aufgrund höherer Mengen erhöht werden. Dagegen sank der Umsatz der Crosslinkers für Isophoronchemie und Folgeprodukte aufgrund von nachgebenden Verkaufspreisen sowie schwierigen Wettbewerbsbedingungen. Der Umsatz der Division Nutrition & Care in der Evonik Operations GmbH stieg um 12 Prozent auf 1.713 Millionen € (Vorjahr: 1.524 Millionen €). Dies resultierte bei leicht höheren Mengen aus den über Vorjahr liegenden Verkaufspreisen im Bereich Animal Nutrition. Das Geschäft mit essenziellen Aminosäuren (Bereich Animal Nutrition) profitierte bei leicht höheren Mengen insbesondere von gestiegenen Verkaufspreisen und erzielte einen spürbar höheren Umsatz. Der Umsatz des Bereichs Health & Care lag etwa auf Vorjahreshöhe. Wie bereits in den Vorjahren entwickelten sich unsere Systemlösungen für aktive kosmetische Inhaltsstoffe erfreulich. Die Division Smart Materials profitierte von leicht höheren Preisen, die durch reduzierte Mengennachfrage überkompensiert wurden. Der Umsatz sank leicht um 3 Prozent auf 2.574 Millionen € (Vorjahr: 2.643 Millionen €). Der Umsatz für anorganische Produkte sank leicht aufgrund einer reduzierten Mengennachfrage nach Peroxiden und Katalysatoren. Im Bereich der Kunststoffe konnten erhöhte Absatzpreise einen leichten Mengenrückgang überkompensieren. Die Umsatzerlöse der Division Technology & Infrastructure sind im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 1.617 Millionen € gestiegen (Vorjahr: 1.527 Millionen €). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf erbrachte Dienstleistungen an die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG zurückzuführen. Durch den Carve-out am 1. Juli 2023 (Einbringung des Geschäftsbereichs Performance Intermediates aus der Evonik Operations GmbH in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG) werden erbrachte Dienstleistungen an die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG in den Umsätzen ausgewiesen. Dies führte zu einem Anstieg der Umsätze in allen Geschäftsbereichen, im Wesentlichen im Bereich Energy & Utilities und Logistik. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 1.335 Millionen € (Vorjahr: 1.033 Millionen €). Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sanken um 9 Prozent auf 6.629 Millionen € (Vorjahr: 7.279 Millionen €). In den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen waren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 134 Millionen € enthalten. Es ergab sich eine Bruttomarge9 von 16,8 Prozent (Vorjahr: 12,4 Prozent). Der Grund für den Anstieg lag darin, dass sich die Herstellungskosten trotz der Sondereffekte im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional reduzierten. Aufgrund der Einbringung des Geschäftsbereichs Performance Intermediates zum 1. Juli 2023 aus der Evonik Operations GmbH in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG reduzierten sich die Herstellungskosten. Bis zum 30. Juni 2023 betrugen die Herstellungskosten für diesen Geschäftsbereich 469 Millionen €. Die Vertriebskosten lagen mit 766 Millionen € fast auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 778 Millionen €). Die Vertriebskosten beinhalteten Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 12 Millionen €. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent auf 231 Millionen € (Vorjahr: 132 Millionen €). Die Erhöhung der Verwaltungskosten war bedingt durch die Bildung der Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen des internen Programms Evonik Tailor Made zur Optimierung der Verwaltungsstruktur. Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im Geschäftsjahr bei 410 Millionen € und damit fast auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 408 Millionen €). In den Forschungs- und Entwicklungskosten waren Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 12 Millionen € enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 453 Millionen € über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 283 Millionen €). Maßgeblich trugen hierzu die Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen im Zusammenhang mit Gaskontrakten bei, da sich die negativen Marktwerte gegenüber dem Vorjahr um 124 Millionen € verminderten. Zudem ergaben sich sonstige betriebliche Erträge aus dem Verkauf eines inländischen verbundenen Unternehmens in Höhe von 34 Millionen €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 148 Millionen € auf 305 Millionen € (Vorjahr: 453 Millionen €) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen im Geschäftsjahr stark gesunken. Weiterhin fielen im Geschäftsjahr keine Verluste aus dem Verkauf von Beteiligungen an (Vorjahr: 57 Millionen €). Insgesamt stieg das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um 531 Millionen € auf 76 Millionen € (Vorjahr: -455 Millionen €). Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen reduzierten sich um 11 Millionen € auf 166 Millionen € (Vorjahr: 177 Millionen €), was hauptsächlich mit der Veräußerung von Anteilen an einem verbundenem Unternehmen im Jahr 2023 im Zusammenhang stand. Gegenläufig stiegen bei weiteren verbundenen Unternehmen die Gewinnabführungen im Vergleich zum Vorjahr an. Der Rückgang der Aufwendungen aus Verlustübernahmen auf 18 Millionen € (Vorjahr: 40 Millionen €) resultierte im Wesentlichen aus zwei verbundenen Unternehmen, die in 2023 einen Verlust und in 2024 einen Gewinn erzielten. Die Erträge aus Beteiligungen lagen mit 725 Millionen € unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 1.085 Millionen €). Der Rückgang war vornehmlich auf die Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag eines inländischen verbundenen Unternehmens im Vorjahr in Höhe von 250 Millionen € zurückzuführen. Des Weiteren reduzierten sich vor allem die Ausschüttungsbeträge von zwei ausländischen verbundenen Unternehmen auf 673 Millionen € (Vorjahr: 789 Millionen €). Im Geschäftsjahr wurden keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen (Vorjahr: 101 Millionen €). Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen entfielen mit 78 Millionen € auf die Anteile an einem verbundenem Unternehmen. Die Wertaufholung resultierte aus einer zukünftig dauerhaft positiv erwarteten Geschäftsentwicklung. Das Zinsergebnis verminderte sich um 45 Millionen € auf 64 Millionen € (Vorjahr: 109 Millionen €). Im Wesentlichen wirkten sich sinkende Erträge aus der Bewertung des Planvermögens um 51 Millionen € auf 137 Millionen € (Vorjahr: 188 Millionen €) auf das Zinsergebnis aus. Einen leicht positiven Effekt auf das Zinsergebnis hatten die Zins- und Zinsänderungseffekte aus Pensionen, die um 6 Millionen € auf -34 Millionen € (Vorjahr: -40 Millionen €) zurückgingen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich um 316 Millionen € auf 1.091 Millionen € (Vorjahr: 775 Millionen €). Das Ergebnis vor Gewinnabführung betrug 1.077 Millionen € (Vorjahr: 759 Millionen €) und wurde in voller Höhe gemäß Gewinnabführungsvertrag an die Evonik Industries AG abgeführt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres war im Vergleich zum Vorjahr durch ein deutlich höheres Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit geprägt, während die Erträge aus Beteiligungen einen gegenläufigen Effekt hatten. 9 Verhältnis Bruttoergebnis vom Umsatz zu Umsatzerlöse. Prognose-Ist-Vergleich Im Vorjahr erwartete die Geschäftsführung der Evonik Operations GmbH für das Jahr 2024 weiterhin herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Vor allem die weltweit hohe Inflation sowie die daraus folgende schwache Konsumentennachfrage und die restriktive Geldpolitik sah sie als konjunkturdämpfend an. Die Erwartung eines leicht unter dem Vorjahr liegenden Umsatzes wurde bestätigt. Entgegen der Erwartung eines leicht verbesserten Ergebnisses vor Ertragsteuern konnte dieses im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 deutlich gesteigert werden. Hierzu trug ein deutlich höheres Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit bei, welches aus einem spürbaren Anstieg der Verkaufsmengen sowie aus Kosteneinsparungen resultierte. Das Beteiligungsergebnis lag wie erwartet unter dem hohen Vorjahreswert. Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität) Finanzierung: Finanzierungspolitik Die Evonik Operations GmbH ist in das zentrale Finanzmanagement des Evonik-Konzerns eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und die Begrenzung von Finanzrisiken. Bürgschaften bzw. Garantien für Verbindlichkeiten der Evonik Operations GmbH werden zentral durch die Evonik Industries AG gestellt. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken im Konzern existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein konzernweiter Cashpool steht. Um den Finanzbedarf der Evonik Operations GmbH zu decken, werden Liquiditätsüberschüsse aus dem Cashpool auf Konzernebene genutzt. Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool und den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Evonik Industries AG der Liquiditätsbedarf der Evonik Operations GmbH jederzeit gesichert. Ein wesentlicher Cashflow der Evonik Operations GmbH betraf die Ergebnisabführung an die Evonik Industries AG in Höhe von 1.077 Millionen €. Auf der anderen Seite profitierte die Gesellschaft von einem positiven Saldo aus Ergebnisabführungen und -übernahmen sowie Beteiligungserträgen in Höhe von 873 Millionen €. Aus dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände resultierten Zuflüsse in der Größenordnung von 508 Millionen €, für Zugänge zum Sachanlagevermögen und zu immateriellen Vermögensgegenständen wurden 268 Millionen € aufgewendet. Der Finanzmittelfond, bestehend aus liquiden Mitteln und Cashpool Forderungen abzüglich Cashpool Verbindlichkeiten10 , stieg um 18 Millionen € auf -2.229 Millionen €. Die Darstellung erfolgt unter der Annahme, dass der Cashflow aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2024 an die Evonik Industries AG 2024 bereits stattgefunden hat. Im Geschäftsjahr erhielt die Evonik Operations GmbH 197 Millionen € Rentenerstattungen aus dem Contractual Trust Arrangement (CTA) und die Ausfinanzierung von ungedeckten Pensionsverpflichtungen aus Direktzusagen wurde auf leicht höherem Niveau fortgeführt. Das dafür im Jahr 2010 eingerichtete CTA oder Treuhandmodell dotierte zum 31. Dezember 2024 mit 1.486 Millionen € (historische Anschaffungskosten). Der Zeitwert betrug 1.940 Millionen €. Der Zeitwert des Deckungsvermögens ist leicht gesunken, da die Entnahmen für die Rentenerstattungen höher waren als die Wertentwicklung im CTA. 10 Die Cashpool Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Darlehen und aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Evonik Industries AG. Finanzierungsstruktur Der Verschuldungsgrad (Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital) der Evonik Operations GmbH befand sich bei 118 Prozent (Vorjahr: 119 Prozent). Das Eigenkapital blieb unverändert bei 4.928 Millionen €. Die leichte Erhöhung des Fremdkapitals resultierte im Wesentlichen aus um 51 Millionen € gestiegenen Rückstellungen, wobei dieser Anstieg durch um 33 Millionen € gesunkene Verbindlichkeiten ausgeglichen wurde. Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten entfielen 3.155 Millionen € (Vorjahr: 3.183 Millionen €) auf eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und 6 Millionen € (Vorjahr: 11 Millionen €) auf eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden zum Bilanzstichtag wie bereits im Vorjahr keine. Finanzwirtschaftliches Risikomanagement Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ist die Evonik Operations GmbH Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Reduzierung bzw. Eliminierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Abgesichert werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, geplante Rohstoffeinkäufe sowie geplante Umsätze in fremden Währungen. Finanzderivate werden ausschließlich mit der Evonik Industries AG abgeschlossen. Ziel des Risikomanagements ist es, Ergebnis- und Cashflow-Schwankungen zu reduzieren. Damit soll das Ergebnis vor Risiken, die sich aus Marktschwankungen von Zinssätzen und Devisenkursen ergeben, abgesichert werden. Eine ausführliche Darstellung der Sicherungsziele und -strategien im Umgang mit Währungs- und Zinsänderungsrisiken findet sich im Kapitel 3.3 Chancen und Risiken „Märkte und Wettbewerb“ dieses Berichts unter den Ausführungen zu Finanzmärkten. Investitionen Die Evonik Operations GmbH verzeichnete im Berichtsjahr 1 Millionen € (Vorjahr: 18 Millionen €) Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen. Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr 2024 267 Millionen € (Vorjahr: 319 Millionen €) in Sachanlagen. Die größte Einzelinvestition bei den Sachanlagen in Höhe von 18 Millionen € war auch in diesem Jahr der Bau des Pilot-Elektrolyseurs am Standort Herne. Die Zugänge lagen insgesamt 164 Millionen € unter den Abschreibungen in Höhe von 432 Millionen € (Zugänge abzüglich Abschreibungen im Vorjahr: 64 Millionen €). Vermögenslage Bei einem Eigenkapital von 4.928 Millionen € (Vorjahr: 4.928 Millionen €) lag die Bilanzsumme am 31. Dezember 2024 mit 10.753 Millionen € um 11 Millionen € über dem Vorjahreswert. Das Anlagevermögen sank um 113 Millionen € auf 8.287 Millionen € (Vorjahr: 8.400 Millionen €). Die Sachanlagen verminderten sich um 96 Millionen € auf 2.088 Millionen €. Im Geschäftsjahr lagen die Abschreibungen auf Sachanlagen über dem Niveau der Investitionen. Grund dafür waren im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 54 Millionen € betreffend eine Wirkstoffproduktion des Geschäftsbereichs Health Care innerhalb der Division Nutrition & Care im Zuge vorgesehener Schließung der Produktionsstätte in Deutschland. Es wurden Sachanlagen, im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen, wertgemindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände verminderten sich um 91 Millionen € auf 404 Millionen €. Auch bei den immateriellen Vermögensgegenstände lagen die Investitionen unter dem Niveau der Abschreibungen. Gegenläufig erhöhten sich die Finanzanlagen um 74 Millionen € auf 5.795 Millionen €. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zuschreibung auf die Anteile an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 78 Millionen €. Veräußerungen von Anteilen an zwei verbundenen Unternehmen führten zu Buchwertabgängen in Höhe von 4 Millionen €. Für das Geschäftsjahr 2024 ergab sich eine Anlagendeckung (Eigenkapital zu Anlagevermögen) von 59 Prozent (Vorjahr: 59 Prozent). Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Bilanzsumme) lag, nach 78 Prozent im Vorjahr, bei 77 Prozent. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 121 Millionen € auf 2.422 Millionen €. Der Anstieg resultierte aus dem gestiegenen Vorratsvermögen um 140 Millionen € auf 1.064 Millionen € (Vorjahr: 924 Millionen €). Innerhalb des Vorratsvermögens war der Anstieg auf die fertigen Erzeugnisse und Handelswaren zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um 19 Millionen € auf 1.353 Millionen € (Vorjahr: 1.372 Millionen €). Grund für den Rückgang waren die Wertberichtigungen der Forderungen. Das Eigenkapital in Höhe von 4.928 Millionen € entsprach einer Eigenkapitalquote von 46 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent). Das Fremdkapital erhöhte sich um 11 Millionen € auf 5.825 Millionen €. Die Rückstellungen stiegen um 51 Millionen € auf 2.552 Millionen € (Vorjahr: 2.501 Millionen €). Der Anstieg der Rückstellungen resultierte maßgeblich aus den gestiegenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von 990 Millionen € (Vorjahr: 861 Millionen €). Im Wesentlichen führten die gestiegenen Restrukturierungsrückstellungen zu dem Anstieg der sonstigen Rückstellungen. Diese betrafen Strukturmaßnahmen für das interne Programm Evonik Tailor Made zur Optimierung der Verwaltungsstruktur, ein Projekt der Division Nutrition & Care zur Fokussierung der Wirkstoffproduktion sowie weltweite Projekte zur Optimierung der Produktion in der Division Smart Materials. Die Pensionsrückstellungen sind um 78 Millionen € auf 1.556 Millionen € gesunken (Vorjahr: 1.634 Millionen €). Der Rückgang der Pensionsrückstellungen resultierte aus einer gesunkenen Erfüllungsverpflichtung, deren Rückgang höher war als der Rückgang des Deckungsvermögens. Pensionszusagen der Gesellschaft werden über Einbringungen in das Deckungsvermögen insolvenzgesichert. Die Erfüllungsbeträge für diese Pensionszusagen werden mit dem jeweils zugehörigen Vermögen verrechnet. Die Verbindlichkeiten sanken um 33 Millionen € auf 3.161 Millionen € (Vorjahr: 3.194 Millionen €). Zum einen verminderten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 7 Millionen € auf 72 Millionen €. Zum anderen sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 16 Millionen € auf 485 Millionen €. Erhaltene Anzahlungen waren mit 26 Millionen € (Vorjahr: 38 Millionen €) zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 8 Millionen € auf 2.574 Millionen € (Vorjahr: 2.566 Millionen €) gestiegen. Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten war ein Rückgang um 7 Millionen € auf 112 Millionen € zu verzeichnen. 2.4 Tätigkeitsabschlüsse Die Evonik Operations GmbH betreibt am Standort Marl ein geschlossenes Gasverteilungsnetz. Der Betrieb des Elektrizitätsverteilungsnetzes am Standort Marl ging zum 01. Januar 2019 auf die Tochtergesellschaft CPM Netz GmbH, Essen, über. Seit diesem Datum verpachtet die Evonik Operations GmbH die Anlagen des Elektrizitätsverteilungsnetzes an die CPM Netz GmbH. Im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages erbringt die Evonik Operations GmbH kaufmännische und technische Dienstleistungen für die CPM Netz GmbH. Abweichend vom Abschluss der Gesellschaft werden die Tätigkeitsabschlüsse in vollen Euro bzw. Tausend € berichtet. Die Gesellschaft führt für die in § 6b Abs. 3 EnWG aufgeführten Tätigkeiten jeweils getrennte Konten und erstellt für die in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche eine gesonderte Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss). Dabei sind die Konten so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von einem rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden. Die Führung der getrennten Konten wie auch die Tätigkeitsabschlüsse für die einzelnen Tätigkeitsbereiche unterliegen den Anforderungen des Handelsrechts. Die gesonderten Tätigkeitsabschlüsse für die einzelnen Tätigkeitsbereiche sind dem Jahresabschluss beigefügt. Die Gesellschaft übt die folgenden Tätigkeiten aus, zu denen ein Tätigkeitsabschluss zu erstellen ist. Tätigkeiten der Elektrizitätsverteilung Die Bilanzsumme betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 52.189 Tausend € (Vorjahr: 51.461 Tausend €). Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2024 beträgt 28.677 Tausend € (Vorjahr: 40.358 Tausend €), dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 54,9 Prozent (Vorjahr: 78,4 Prozent). Aufgrund von Investitionen in Höhe von 8.399 Tausend € (Vorjahr: 6.587 Tausend €) in Sachanlagen, die die laufenden Abschreibungen von 5.499 Tausend € überstiegen, ist der Buchwert von 46.406 Tausend € auf 49.139 Tausend € angestiegen. Die bedeutendsten Investitionen im Geschäftsjahr betrafen die Erneuerung von Maschennetzstationen und der neuen Einspeisung der Hauptschaltanlage. Der Umsatz befindet sich für das Geschäftsjahr über Vorjahresniveau bei 18.506 Tausend € (Vorjahr: 17.300 Tausend €). Insgesamt ergab sich ein Ergebnis vor Gewinnübernahme in Höhe von 7.984 Tausend € (Vorjahr: -2.528 Tausend €), welches vor allem durch das positive Beteiligungsergebnis in Höhe von 4.026 Tausend € (Vorjahr: -6.597 Tausend €) und die höhere Abrechnung von Dienstleistungsentgelten begründet ist. Das Beteiligungsergebnis resultiert aus der Beteiligung an der CPM Netz GmbH. Tätigkeiten der Gasverteilung Die Bilanzsumme betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.596 Tausend € (Vorjahr: 3.706 Tausend €). Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2024 beträgt 1.246 Tausend € (Vorjahr: 2.988 Tausend €) und entspricht einer Eigenkapitalquote von 48 Prozent (Vorjahr: 80,6 Prozent). Nach 121 Tausend € im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2024 37 Tausend € in Sachanlagen investiert. Damit lagen die Investitionen in Sachanlagen unter den Abschreibungen von 415 Tausend €. Demzufolge sank der Buchwert der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2024 von 2.615 Tausend € auf 2.236 Tausend €. Im Geschäftsjahr ergab sich ein fallender Umsatz von 4.915 Tausend € auf 4.286 Tausend €. Dieser resultiert aus geringeren Netzentgelten und aus rückgängigen Erdgasabnahmen innerhalb des Konzerns. Dem gegenüber steht auch ein stark gefallender Materialaufwand von 2.710 Tausend € (Vorjahr: 4.636 Tausend €). Hauptsächlich verantwortlich für den fallenden Materialaufwand war die eingestellte Nutzung der bisherigen Fernleitung für die Gasverteilung. Insgesamt ergab sich ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 655 Tausend € (Vorjahr: -670 Tausend €). 3 Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risiko- und Chancenmanagement Risikostrategie Die Evonik Operations GmbH ist in das interne Chancen- und Risikomanagement des Evonik-Konzerns (im Folgenden insgesamt als Risikomanagement bezeichnet) einbezogen. Dieses hat die Zielsetzung, Chancen und Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, um eine optimale Wahrnehmung von Chancen zu gewährleisten und um Maßnahmen zur Risikominimierung und -gegensteuerung zu entwickeln. Unternehmerische Risiken geht die Evonik Operations GmbH nur ein, wenn sowohl sie selbst als auch der Konzern davon überzeugt sind, dadurch den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und dabei gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen dauerhaft begrenzen zu können. Instrumentarium zur Umsetzung der Risikostrategie Als Teil des Risikomanagementsystems (RMS) hat Evonik ein Risikofrüherkennungssystem entsprechend den Anforderungen nach § 91 Abs. 2 AktG eingerichtet. Das Risikomanagement umfasst zudem die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller wesentlichen Geschäftsabläufe durch interne Kontrollsysteme (IKS). Hierunter versteht man vom Management eingeführte Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die aus den Komponenten Kontrollumfeld, Risikobewertung, Kontrollaktivitäten, Information und Kommunikation sowie Überwachungsaktivitäten bestehen. Ein weiteres Mittel, um Risiken vorzubeugen bzw. diese zu reduzieren, ist die Einrichtung und Aufrechterhaltung von Compliance-Management-Systemen (CMS). Dabei orientiert sich Evonik an den nach IDW PS 980 entwickelten Standards. Ein solches CMS besteht in den für Evonik hinsichtlich der Compliance-Risiken als besonders relevant erachteten Bereichen. Das CMS dient vor allem dazu, systematisch entsprechende Risiken zu identifizieren und diesen mit adäquaten Maßnahmen zur Risikovermeidung zu begegnen sowie diese Prozesse kontinuierlich zu steuern. Insoweit ist das CMS ein integraler Bestandteil des Risikomanagements und des IKS. Erkenntnisse über wesentliche Risiken werden über das Reporting im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigt. Aufbau und Organisation des Risikomanagements Das Risikomanagement ist auf Konzernebene dem Finanzvorstand zugeordnet und gemäß der Organisationsstruktur von Evonik dezentral aufgebaut. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Divisionen und den Funktionen. Dies beinhaltet die Früherkennung von Risiken sowie die Abschätzung ihrer Auswirkungen. Zudem müssen geeignete Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet sowie die interne Kommunikation der Risiken sichergestellt sein. Innerhalb der Organisationseinheiten stimmen Risikokoordinatoren die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten ab und stellen den Berichtsweg zum Corporate Risk Officer sicher. Die Ergebnisse der Risikobewertung zum jeweiligen Erfassungsanlass werden innerhalb der Berichtseinheit mit dem Management abgestimmt und Gegenmaßnahmen erörtert. Die Chancen und Risiken werden vollständig mithilfe einer Risikomanagementsoftware für den gesamten Konzern dokumentiert. Auf allen Ebenen des Konzerns ist die systematische und zeitnahe Risikoberichterstattung ein wesentliches Element der strategischen und operativen Planung, der Vorbereitung von Investitionsentscheidungen, der Ermittlung von Hochrechnungen sowie weiterer Management- und Entscheidungsprozesse. Ein zentraler Corporate Risk Officer nimmt für den Konzern die Steuerungs- und Kontrollfunktion für Abläufe und Systeme wahr. Er ist Ansprechpartner für alle Risikokoordinatoren sowie für Dokumentation, Information und Koordination auf Konzernebene zuständig. Gleichzeitig verantwortet er die methodische Weiterentwicklung des Risikomanagements. Das Risikokomitee unter Leitung des Finanzvorstandes mit Vertretern der Funktionen nimmt die Aufgaben der Validierung der konzernweiten Risikosituation und der Verifizierung der angemessenen Berücksichtigung von Risiken im Zahlenwerk wahr. Im Rahmen der Planungs- und Hochrechnungsanlässe erfolgt die Risikomanagementberichterstattung mit den wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern an den Gesamtvorstand. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird während der Prüfungsausschusssitzung zum Jahres- und Konzernabschluss über die aktuelle Chancen- und Risikosituation informiert. Der Prüfungsausschuss überwacht das Risikomanagementsystem. ![]() Im Geschäftsjahr 2024 wurden erneut alle im Evonik-Konzern konsolidierten Gesellschaften, so auch die Evonik Operations GmbH, im Risikomanagement berücksichtigt. In Unternehmen, auf die der Konzern keinen beherrschenden Einfluss ausübt, werden die Anforderungen von Evonik an das Risikomanagement primär über die Wahrnehmung von Gesellschaftsrechten in Management- oder Kontrollgremien durchgesetzt. Wesentliche Chancen und Risiken werden über die Matrixorganisation des Konzerns in das Risikomanagement integriert. Die Konzernrevision prüft das Risikomanagement in den Organisationseinheiten, um die Erfüllung der gesetzlichen und unternehmensinternen Anforderungen sowie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des Risikomanagements sicherzustellen. Gemäß den Modalitäten für börsennotierte Aktiengesellschaften ist das Risikofrüherkennungssystem in die Jahresabschlussprüfung mit einbezogen. Das RMS orientiert sich an dem international anerkannten Risikomanagementstandard COSO-Enterprise-Management. Die Umsetzung erfolgt anhand einer konzernweit verbindlichen Richtlinie. Mithilfe einer speziellen Software für das Risikomanagement werden Einzelrisiken systematisch erfasst und verwaltet. Sie werden hinsichtlich ihrer möglichen Schadenshöhe (Auswirkung) und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und mit ihren Erwartungswerten (Produkt aus Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit) dokumentiert. Die Bewertung erfolgt analog zur aktuellen Planung über einen Zeitraum von drei Jahren (Mittelfristplanung). Die Planung erfolgt dabei Legaleinheiten übergreifend über Organisationseinheiten. Chancen und Risiken sind dabei als positive bzw. negative Abweichungen von der Planung definiert. Zu den relevanten Zielgrößen des Konzerns gehört unter anderem das bereinigte EBITDA. Zusätzlich werden längerfristige Chancen und Risiken unter anderem aus dem Bereich Nachhaltigkeit erfasst. Der konzernweit gültige Risikokatalog stellt die einheitliche Zuordnung von Chancen und Risiken sicher, klimabezogene Chancen und Risiken werden an den geeigneten Stellen in die bestehenden Kategorien integriert. Die Organisationseinheiten führen einmal jährlich in Verbindung mit der Mittelfristplanung eine umfassende Risikoinventur durch. Für dabei erkannte Risiken werden Sicherungsmaßnahmen benannt, umgehend eingeleitet und deren Umsetzung zeitnah verfolgt. Die interne Steuerung (beispielsweise in der Berichterstattung des Risikokomitees) ist auf den Mittelfristzeitraum ausgelegt. Identifizierte Chancen und Risiken werden in die Größenklassen gering, mittel und hoch eingeordnet (siehe Chancen- und Risikomatrix). Die Bewertung folgt stets einer Nettobetrachtung, also unter Berücksichtigung von Risikobegrenzungsmaßnahmen. Über Risikobegrenzungsmaßnahmen können Bruttorisiken vermindert, transferiert oder vermieden werden. Übliche Maßnahmen sind wirtschaftliche Gegensteuerungsmaßnahmen, Versicherungen oder bilanzielle Vorsorge. Im Rahmen der Risikoinventur wird die Summe aller Erwartungswerte der Risiken als Risikoexposure der Risikotragfähigkeit gegenübergestellt. Die Berechnung der Risikotragfähigkeit folgt einer Kombination aus eigenkapital- und liquiditätsbasiertem Ansatz. Das erwartete Risikoausmaß liegt unterhalb der ermittelten Risikotragfähigkeit - dieses trifft über den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag sowie die Einbeziehung in den konzernweiten Cashpool auch auf die Evonik Operations GmbH zu. ![]() Ergänzt wird die Risikoinventur planmäßig durch eine Überprüfung aller Chancen und Risiken des laufenden Jahres zu den jeweiligen Hochrechnungsanlässen, bei denen sowohl Veränderungen vorhandener Chancen und Risiken als auch aktuell erkannte Chancen und Risiken erfasst werden. Als wesentliche Einzelrisiken und Einzelchancen werden alle hohen Risiken und Chancen sowie mittlere Risiken und Chancen mit einem Erwartungswert von mehr als 100 Millionen € bezogen auf den Mittelfristzeitraum angesehen. Der Erwartungswert dient ausschließlich der Priorisierung und Fokussierung der Berichterstattung auf wesentliche Themen. 3.2 Gesamtsituation Chancen und Risiken Die konzernweit identifizierten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen haben zum Bilanzstichtag einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Evonik Operations GmbH. Für das Geschäftsjahr 2024 ging der Evonik-Konzern von mehr Risiken als Chancen aus. Vor dem Hintergrund der weiterhin ausbleibenden weltwirtschaftlichen Erholung bewegte sich die Chancenerwartung leicht unterhalb des Niveaus des Vorjahres. Die zukünftige makroökonomische Entwicklung spiegelt sich auch in der Risikoerwartung wider. Die Gesamtrisikoerwartung für 2024 nahm jedoch trotzdem deutlich ab im Vergleich zum Vorjahr, da die Risikoerwartung für 2023 noch von anhaltenden Verwerfungen auf den Energiemärkten beeinflusst war. Insgesamt traten 2024 in allen Chemie-Divisionen abgesehen von Smart Materials mehr Chancen als Risiken ein. In der Berichterstattung werden die Kategorien Märkte und Wettbewerb, Recht und Compliance sowie Prozesse und Organisation unterschieden. In Bezug auf die Risikokategorien lagen wesentliche Einflussgrößen sowohl bei den realisierten Chancen als auch den eingetretenen Risiken in der Entwicklung von spezifischen Markt- und Wettbewerbssituationen. Für das kommende Geschäftsjahr 2025 besteht aus aktueller Sicht wie in den Vorjahren ein höheres Risiko- als Chancenpotenzial. Im Vergleich zum Jahr 2024 haben sich für den Konzern sowohl die Risiken als auch die Chancen leicht erhöht. Wesentliche Einzelrisiken des Konzerns ergeben sich aus der Bedrohung durch elektronische Angriffe, einem Preis- und Mengenrückgang in der C4-Chemie, einem gesamtwirtschaftlichen Abschwung und einem erhöhten Preisdruck im Methioningeschäft. Die beiden letztgenannten Einzelrisiken haben im Vergleich zum Vorjahr den Schwellenwert zur Wesentlichkeit überschritten. Diese Chancen und Risiken gelten grundsätzlich auch für die Evonik Operations GmbH. Allerdings betreffen die Chance und das Risiko der C4-Chemie die Evonik Operations GmbH nur indirekt, da sie über Tochterunternehmen an dem C4-Chemie-Geschäft beteiligt ist. Auch die Chance und das Risiko aus Wechselkursveränderungen wirkt sich vermindert auf die Evonik Operations GmbH aus, da sie im Gegensatz zum Evonik-Konzern kein Translationsrisiko hat. Der erhöhte Preisdruck im Methioningeschäft stellt für die Division Nutrition & Care ein Risiko in der Evonik Operations GmbH dar. Dahingegen stellen vorteilhafte Wechselkursveränderungen in den für Evonik relevanten Währungen sowie Preis- und Mengensteigerungen der C4-Chemie wesentliche Chancen dar. Die Evonik Operations GmbH kann bei den genannten Chancen indirekt von den Preis- und Mengensteigerungen der C4-Chemie profitieren. Maßnahmen zur Verringerung der Risiken bestehen unter anderem aus allgemeinen wirtschaftlichen Gegensteuerungsmaßnahmen, der Stärkung unserer IT-Sicherheit sowie insbesondere in Bezug auf die Risiken aus Wechselkursveränderungen durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten (Hedging). In den folgenden Kapiteln 3.3 Chancen und Risiken „Märkte und Wettbewerb“, 3.4 Chancen und Risiken „Recht/Compliance“ und 3.5 Risiken „Prozesse/Organisation“ werden die wesentlichen Risiken und Chancen sowie weitere Chancen und Risiken innerhalb der jeweiligen Hauptkategorien (siehe Grafik unter 3.3) beschrieben. Sofern nicht anders dargestellt, gelten diese für alle Divisionen. Risikokatalog scroll
3.3 Chancen und Risiken „Märkte und Wettbewerb“ Gemäß der internen Steuerung ordnet Evonik Chancen und Risiken der Kategorie Märkte und Wettbewerb auf der Ebene von Unterkategorien (siehe Grafik) in Größenklassen ein. Die folgende Abbildung zeigt jeweils die höchste Größenklasse, der ein Einzelrisiko bzw. eine Einzelchance zugeordnet ist. Die einzelnen Chancen und Risiken können dabei je nach Ausprägung auch zu kleineren Größenklassen gehören. Im Anschluss werden die Unterkategorien entsprechend den größten Erwartungswerten der Risiken in absteigender Reihenfolge sortiert. ![]() 3.3.1 Absatzmärkte Die makroökonomische Entwicklung der Weltwirtschaft bietet für Evonik Chancen und Risiken. Treiber für diese Chancen und Risiken ergeben sich insbesondere durch die weitere Entwicklung der Geld- und Fiskalpolitik, der geopolitischen Konflikte sowie der Inflation. Die rückläufige Inflation und die dadurch bedingt weniger restriktive Geldpolitik wirken - mit zeitlicher Verzögerung - stützend auf die Nachfrage in den für Evonik relevanten Teilmärkten. Eine Rückkehr höherer Inflationsraten und einer erneuten geldpolitischen Straffung stellt ein Risiko für eine Rezession sowie für eine Finanzkrise dar. Konjunkturprogramme in den USA (Inflation Reduction Act etc.), in China sowie in Europa (Next Generation EU) stützten die Wirtschaft und damit auch die Nachfrage in den für Evonik relevanten Teilmärkten. Eine Beendigung der geopolitischen Konflikte (Ukraine-Krieg, Nahost-Konflikt) würde zu einer weiteren Normalisierung der Energiepreise beitragen und damit einen Aufschwung ermöglichen. Dagegen würde eine weitere Eskalation dieser Konflikte die globale Konjunktur (sowohl Industrie als auch Dienstleistungen) stärker belasten. Die von Donald Trump angekündigte Wirtschaftspolitik (unter anderem Deregulierung, Steuersenkungen) dürfte die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen. Dagegen stellt der zunehmende Protektionismus ein Risiko für das Wirtschaftswachstum insgesamt und insbesondere für den globalen Handel dar. Die weltwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst die Ergebnis- und Cashflow-Entwicklung von Evonik. Der Konzern begegnet den konjunkturellen Risiken durch kontinuierliches Monitoring des makroökonomischen Umfelds, durch Optimierung der Kostenstrukturen und der Wettbewerbspositionen in den bestehenden Evonik-Geschäften, durch die Errichtung von Produktionsstätten in der Nähe der Absatzmärkte sowie durch den Ausbau konjunkturrobuster Geschäfte im Evonik-Portfolio. Die Evonik Operations GmbH ist als Teil des Evonik-Konzerns unmittelbar betroffen. Neben der allgemeinen Nachfragesituation birgt der intensive Wettbewerb in verschiedenen Marktsegmenten Chancen und Risiken. Diese können sowohl aus der Nachfrage in einzelnen Märkten als auch der Wettbewerbssituation in unterschiedlichen Industrien resultieren. Veränderungen der Nachfrage können sich spürbar auf den Absatz und Umsatz der Geschäfte von Evonik auswirken. Wesentliche Chancen und Risiken bestehen hier sowohl preis- als auch mengenseitig für die C4-Chemie. Weitere wesentliche Risiken ergeben sich durch die ausbleibende makroökonomische Belebung sowie einen erhöhten Preisdruck im Aminosäurengeschäft. Ein weiteres mögliches Risiko in Bezug auf das Aminosäurengeschäft besteht etwa in Asien durch eine gegebenenfalls unzureichende Lebensmittelqualität und -sicherheit und dadurch bedingten Nachfragerückgängen. Auch aus dem Klimawandel können sich in den Marktsegmenten des Konzerns sowohl Chancen als auch Risiken für Evonik ergeben. Die wachsende Nachfrage der Kunden nach ressourcenschonenden Produkten kann deutlich zunehmen mit entsprechend positiver Wirkung auf unser Geschäft. Zusätzliche Regulationen oder wetterbedingte Ereignisse können zum einen die Kosten unserer Produktion belasten und zum anderen zu steigender Nachfrage nach den ressourcenschonenden Produkten von Evonik führen. Um Risiken zu reduzieren, beobachtet der Konzern die spezifischen Entwicklungen und arbeitet eng mit den Kunden zusammen, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Die Evonik Operations GmbH ist hiervon durch den Einbezug in den Evonik-Konzern unmittelbar betroffen. Der verstärkte Wettbewerbsdruck durch neue Kapazitäten und aggressive Preispolitik seitens der Schwellen- und Entwicklungsländer, insbesondere China, stellt eine Herausforderung für die Absatzpreise und Mengenentwicklung der Evonik dar. Um diesem entgegenzuwirken, erweitert der Konzern seine Produktionskapazitäten im Ausland und erschließt neue Märkte in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Südamerika. Die operativen Einheiten begegnen diesen Wettbewerbsrisiken zudem durch Maßnahmen zur Stärkung der Kundenbindung, Gewinnung neuer Kunden, die Etablierung von strategischen Forschungspartnerschaften sowie den Ausbau von Serviceleistungen entlang der Wertschöpfungskette. Um der Substitution von Chemieprodukten durch neue, verbesserte oder kostengünstigere Materialien und Technologien vorzubeugen, investiert der Konzern fortlaufend in die Entwicklung innovativer und wettbewerbsfähiger Produkte und Technologien. Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung erschließt der Konzern neue Märkte, um Evonik Optionen für zukünftiges profitables Wachstum zu sichern. Auch von diesen Risiken ist die Evonik Operations GmbH als Teil des Evonik-Konzerns mittelbar mit Auswirkung auf die Absatzvolumina betroffen. In den Chemiegeschäften besteht insgesamt eine geringe Kundenkonzentration. Auf keine der von Evonik belieferten Endkundenmärkte/-industrien entfallen mehr als 20 Prozent des Umsatzes. Einzelne operative Einheiten, insbesondere in der Division Smart Materials und das Servicegeschäft der Division Technology & Infrastructure, sind gleichwohl in einem gewissen Maß von wichtigen Hauptkunden abhängig. Eine Abhängigkeit kann vor allem bei Produktionsanlagen entstehen, die in unmittelbarer Nähe unseres Hauptkunden errichtet werden. Der mögliche Ausfall eines wesentlichen Kunden kann zu Umsatzeinbußen und infolgedessen zu Wertberichtigungen führen. Die Evonik Operations GmbH ist als Teil des Evonik-Konzerns von diesen Risiken sowohl unmittelbar als auch mittelbar betroffen. 3.3.2 Finanzmärkte Die Steuerung von Liquiditäts-, Währungs-, Zins- und Kreditausfallrisiken sowie der Risiken im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen erfolgt grundsätzlich zentral und somit auch für die Evonik Operations GmbH. Gemäß den konzernweit bestehenden Richtlinien und Grundsätzen wird jede wesentliche finanzielle Risikoposition erfasst und bewertet. Auf dieser Grundlage führt der Konzern gezielt risikobegrenzende Absicherungsmaßnahmen durch. Bei der Begrenzung der Risiken durch den Einsatz von originären und derivativen Finanzinstrumenten berücksichtigt Evonik den Grundsatz der Funktionstrennung von Handel, Risikocontrolling und Abwicklung und orientiert sich an den bankentypischen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sowie den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG). Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften eingesetzt. Liquiditätsrisiken Zur Steuerung der Zahlungsfähigkeit des Konzerns existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, dessen Kern ein konzernweites Cashpooling ist. Darüber hinaus sichern eine breit gefächerte Finanzierungsstruktur, eine syndizierte Kreditlinie von 1,75 Milliarden € und bilaterale Kreditlinien über 800 Millionen € als zentrale Liquiditätsvorsorge und das solide Investment-Grade-Rating die finanzielle Unabhängigkeit von Evonik. Insgesamt ist Evonik der Auffassung, mit den zur Verfügung stehenden Finanzierungsinstrumenten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung sicherstellen zu können. Im Berichtsjahr war durch die Einbindung in den konzernweiten Cashpool und durch den Cashflow der laufenden Geschäfte der Liquiditätsbedarf der Evonik Operations GmbH jederzeit gesichert. Volatilität von Wechselkursen Transaktionsbedingte Wechselkursrisiken ergeben sich aus der Umrechnung von monetären Bilanzposten in die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft. Das hieraus resultierende Nettorisiko wird in der Regel in voller Höhe mit derivativen Instrumenten abgesichert. Auch die Evonik Operations GmbH sichert Wechselkursrisiken ab. Des Weiteren berücksichtigt Evonik in seinem transaktionsbedingten Währungsmanagement geplante Zahlungseingänge und -ausgänge, die im Rahmen der Plansicherung mit einer Zielsicherungsquote von bis zu 75 Prozent abgesichert werden. Aus den dann noch offenen Positionen sowie den Abweichungen der künftigen Ist-Kurse von den Durchschnittskursen der Plansicherungen können sich Chancen und Risiken in wesentlichem Ausmaß ergeben, zu deren Abschätzung und Kontrolle auf Konzernebene Szenarioanalysen durchgeführt werden. Hierbei stehen die für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen US-Dollar und chinesischer Renminbi Yuan im Vordergrund. Eine zunehmende Volatilität der Wechselkurse zeigt sich dabei insbesondere in den Schwellenländern mit Hochinflation wie den Hyperinflationsländern Argentinien oder Türkei. Darüber hinaus ergeben sich ökonomische Risiken aus dem Einfluss der Wechselkurse auf die Wettbewerbsfähigkeit in den globalen Märkten. Zinsänderungen Die potenzielle Änderung von Kapitalmarktzinsen an den Finanzmärkten führt zu Chancen und Risiken, die zum einen in der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von festverzinslichen Finanzinstrumenten und zum anderen in veränderten Zinszahlungen bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten bestehen. Zur Kontrolle dieser Risiken achtet Evonik bei der Festlegung der Zinskonditionen bewusst auf eine ausgewogene Mischung von festverzinslichen und variabel-verzinslichen Fremdfinanzierungen und setzt gegebenenfalls Zinsswaps zur weiteren Optimierung ein. Durch den Einsatz von festverzinslichen Darlehen und Zinssicherungsinstrumenten waren zum Bilanzstichtag 82 Prozent aller finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns als festverzinslich einzustufen und unterlagen damit keiner wesentlichen Zinsänderung. Die Evonik Operations GmbH ist durch die Einbindung in den Cashpool des Konzerns indirekt von den Chancen und Risiken von Zinsänderungen betroffen. Ausfallrisiken Ausfallrisiken beinhalten die Gefahr eines Verlustes, sofern Schuldner teilweise oder vollständig ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Daher wird bei Vertragsabschluss systematisch das Kreditrisiko der Kunden und Finanzkontrahenten geprüft und danach laufend überwacht. Im Zuge von internen bzw. ratinggestützten Bonitätsanalysen werden Höchstgrenzen für die jeweiligen Vertragspartner festgelegt. Finanzielle Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen Zugleich Chancen wie auch Risiken ergeben sich aus einer möglichen Veränderung der Bewertungsparameter der Pensionsverpflichtungen. Veränderungen insbesondere des Zinssatzes, aber auch der Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten können eine Veränderung des Barwertes der Pensionsverpflichtungen bedingen, was unmittelbar zu einer Veränderung des Eigenkapitals und in der Folge auch zu veränderten Aufwendungen für die Pensionspläne führen kann. Marktchancen und -risiken sowie Liquiditäts- und Ausfallrisiken aus Finanzinstrumenten entstehen auch bei der Verwaltung des Pensionsplanvermögens. Diesen Risiken begegnet Evonik durch einen aktiven Risikomanagementansatz, kombiniert mit einem detaillierten Risikocontrolling. Die Portfolios werden über regelmäßig erstellte Aktiv-Passiv-Studien strategisch gesteuert. Um Verluste zu minimieren, werden gegebenenfalls derivative Absicherungsmechanismen genutzt. Die breite Streuung über Vermögensklassen, Mandatsgrößen und auch Vermögensverwalter dient der Vermeidung von Klumpenrisiken. In den Einzelanlagen verbleiben unvermeidbare Restrisiken. Wertminderungsrisiko Das Risiko einer Wertminderung von Vermögenswerten entsteht, wenn der für einen Wertminderungstest anzunehmende Zinssatz steigt, die prognostizierten Cashflows sinken oder Investitionsprojekte eingestellt werden. Konkrete Risiken können sich beim Goodwill oder einzelnen Vermögenswerten ergeben. 3.3.3 Rohstoffmärkte Evonik kauft ein breites Portfolio an Rohstoffen, das von großvolumigen, allgemein gut verfügbaren Rohstoffen bis hin zu niedrigvolumigen Spezialitäten reicht, die von einer begrenzten Anzahl an Lieferanten bezogen werden. Als nachgelagerter Produzent von Spezialchemikalien mit Produktionsanlagen in allen Regionen der Welt kauft der Konzern Rohstoffe sowohl global als auch regional/lokal ein. Dies ermöglicht es Evonik, die Volatilität in der Branche, die sich aus geopolitischen Ereignissen, legislativen Maßnahmen, logistischen Störungen und wetterbedingten Vorfällen ergibt, zu bewältigen. Darüber hinaus werden alle wichtigen Rohstoffe, wann immer möglich, von mehreren Quellen bezogen und durch mehrjährige Verträge gesichert, um sowohl die Versorgungssicherheit als auch wettbewerbsfähige wirtschaftliche Bedingungen zu gewährleisten. Eine Risikoanalyse wird auch jährlich für die Mehrheit der Rohstoffe durchgeführt, um potenzielle Risiken zu identifizieren und anschließend Mitigationsmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Dies betrifft die Evonik Operations GmbH mit ihren Tätigkeiten sowohl unmittelbar als auch mittelbar durch den Einbezug in den Evonik-Konzern. Bedeutende Rohstoffe, die für das Geschäftsgebiet Performance Intermediates eingekauft werden, umfassen vorgelagerte Petrochemikalien, insbesondere Crack-C4, welches eine Fraktion von Rohöl darstellt. Die Division Nutrition & Care kauft ein breites Portfolio an Spezial- und Rohchemikalien, einschließlich hoch derivatisierter Spezialchemikalien, natürlich gewonnener Oleochemikalien und großvolumiger Rohstoffe wie Propylen und Methanol. Die Division Smart Materials ist auf den Kauf von Schlüsselrohstoffen wie Silizium-Metall, Erdgas, Natriumsilikat und Natronlauge angewiesen. Wichtige Rohstoffe für die Division Specialty Additives umfassen Siloxane und verschiedene Amine-basierte Chemikalien. Lieferkette Ein zentrales Beschaffungsthema ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien in den Wertschöpfungsketten, auch in Bezug auf Menschenrechte. Es bestehen hier Reputations- und Geschäftsrisiken, falls Nachhaltigkeitskriterien nicht eingehalten werden. Auf der anderen Seite bestehen Chancen, wenn die rechtlichen Minimumanforderungen übertroffen werden und proaktiv für mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette gearbeitet wird. Um diese Chancen zu realisieren, wird von den Lieferanten erwartet, dass sie die Grundsätze unternehmerischer Verantwortung des Konzerns teilen. Daher wurde für Lieferanten ein eigener Verhaltenskodex aufgelegt, der auf den Prinzipien des UN Global Compact, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie der Responsible-Care®-Initiative basiert. Zudem werden Nachhaltigkeitsaspekte auch durch die Brancheninitiative „Together for Sustainability“, bei der Evonik Gründungsmitglied ist, auf globaler Basis durch standardisierte Assessments und Audits unterstützt. Die Mehrheit der signifikanten Lieferanten von Evonik hat sich diesen bereits unterzogen. Signifikante Lieferanten sind durch ein wiederkehrendes Beschaffungsvolumen >100 Tausend € pro Jahr gekennzeichnet. Die Bewertung erfolgt durch ein neutrales Sustainability-Rating-Unternehmen. Neben den allgemeinen Nachhaltigkeitsaspekten der Evonik-Lieferanten werden Chancen gerade auch in dem Umfeld steigender Kundenanforderungen in dem Bereich der Defossilierung identifiziert. Hier wird durch eine erhöhte Transparenz in der Lieferkette und die damit einhergehende CO2 -Reduktion unserer Produkte ein Mehrwert und Differenzierungsfaktor bei unseren Kunden umgesetzt. Logistik Um Kunden zuverlässig mit Evonik-Produkten zu beliefern, ist die Beschaffung und das Management entsprechender Transport- und Lagerkapazitäten essenziell. Risiken für den globalen Überseetransport ergeben sich aus mehreren Faktoren, darunter geopolitische Konflikte, Hafenschließungen, Verkehrsstaus, sich ändernde staatliche Vorschriften, Wetterbedingungen und ausgeprägte Nachfrageschwankungen, die sich aus unvorhergesehenen wirtschaftlichen Dynamiken ergeben. Diese Faktoren führen zu Ungleichgewichten im globalen Handelsfluss und folglich zu lokalen, temporären Verknappungen bei den Transportkapazitäten. Für die Logistik innerhalb Deutschlands stellen wetterbedingte Transportrestriktionen, wie Niedrigwasser des Rheins, Beeinträchtigungen für den Binnenschiffverkehr dar. Darüber hinaus führen laufende und geplante Infrastrukturmaßnahmen, Reparaturen und Wartungen im deutschen Schienen- und Straßennetz zu Verzögerungen oder temporären Unterbrechungen des europäischen Schienen- und Straßentransports. Auch die knappe Verfügbarkeit von Fahrern in Europa wird ein zunehmend kritischer Faktor, welcher zu ansteigenden Kosten bei Transportraten führt. 3.3.4 Produktion Die Evonik Operations GmbH ist als Spezialchemieunternehmen den Risiken von Betriebsunterbrechungen, Qualitätsproblemen und unerwarteten technischen sowie informationstechnologischen Schwierigkeiten ausgesetzt. Zu einer Betriebsunterbrechung können darüber hinaus pandemische oder klimabedingte Faktoren wie Extremwetterereignisse, wie im Jahr 2022 mit einem niedrigen Rheinpegel aufgrund einer Hitzeperiode in Europa, oder geopolitische Verwerfungen, wie der Russland-Ukraine-Konflikt oder der Krieg im Nahen Osten mit der daraus resultierenden Gefahr einer Energiemangellage in Europa, führen. Versorgungsengpässe durch derartige Ereignisse in Bezug auf Strom mit Auswirkungen auf europäische Standorte können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Abhängig von Kältephasen können sich temporäre Engpässe ergeben. Alle Standorte verfügen über Notfallpläne. In Bezug auf die Erdgasversorgung hat Evonik an verschiedenen Standorten die Möglichkeit zur Verwendung alternativer Brennstoffe geschaffen. Beim Erdgas sind die deutschen Standorte im Fall einer Mangellage darüber hinaus von Entscheidungen der Bundesnetzagentur abhängig. Eingeschränkte Kapazitäten können organisches Wachstum limitieren. Evonik nutzt komplexe Herstellungsverfahren mit teilweise voneinander abhängigen Produktionsschritten, sodass Störungen und Ausfälle auch Folgestufen und -produkte negativ beeinträchtigen können. Der Ausfall von Produktionsanlagen oder Störungen in Produktionsabläufen kann einen signifikanten negativen Einfluss auf die Geschäfts- und Ertragsentwicklung nehmen und darüber hinaus auch Personen- und Umweltschäden zur Folge haben. Konzernweit gültige Richtlinien für Projekt- und Qualitätsmanagement sowie standortspezifische Notfallpläne, eine hohe Mitarbeiterqualifikation und die regelmäßige Wartung und Instandhaltung unserer Anlagen gewährleisten eine wirksame Minimierung dieser Risiken. Sach- und Betriebsunterbrechungsschäden an Anlagen und Werken sind in einem wirtschaftlich vertretbaren Maße versichert, sodass die wirtschaftlichen Folgen von möglicherweise eintretenden Produktionsrisiken weitgehend abgesichert werden. Gleichwohl können nicht vorhersehbare Einzelereignisse Risiken darstellen. Produktionsrisiken können darüber hinaus für die Evonik Operations GmbH aufgrund von abgeschlossenen Auftragsfertigungsverträgen entstehen. 3.3.5 Energiemärkte und Emissionshandel Der Betrieb der Chemie- und Infrastrukturanlagen von Evonik erfordert erhebliche Energiemengen aus verschiedenen Quellen. Der Hauptanteil dieser Energien entfällt auf Erdgas und Strom. Kohle spielt nach der Stilllegung des letzten Blocks unseres Kohlekraftwerks am Standort Marl zum 31. März 2024 nur noch eine untergeordnete Rolle in unserem Energiemix. Den Bedarf an Strom und Dampf decken wir an mehreren Standorten bevorzugt über hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen. Die Entwicklung der nationalen und internationalen Energiemärkte einschließlich der erweiterten Möglichkeit zum Einsatz “grüner” Energien aus erneuerbaren Quellen wird vom Konzern fortlaufend beobachtet, um auf dieser Basis strategiekonform sowie risiko- und kostenbewusst agieren zu können. In Ländern, in denen der Energiemarkt nicht staatlich reguliert ist, hat Evonik Energien und, soweit erforderlich, Emissionshandelsberechtigungen (CO2 -Zertifikate) innerhalb definierter Risikostrategien an den Termin- und Spotmärkten beschafft bzw. gehandelt. Ziel ist es, die Risiken und Chancen volatiler Märkte für Energien und CO2 -Zertifikate in ein ausgewogenes Verhältnis zu setzen. Die verschiedenen geopolitischen Krisenherde, insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten, haben im Berichtsjahr zu einer unverminderten Volatilität an den Energiemärkten bei hoher Nervosität der Marktteilnehmer geführt. Der strukturelle Energiekostennachteil Europas gegenüber anderen Wettbewerbsregionen hat sich dabei verfestigt. Durch eine auf mehrere Jahre ausgerichtete Beschaffungsstrategie konnten die Auswirkungen einer stark volatilen Preisentwicklung für Energieträger geglättet werden. Geschlossene Positionen können abhängig von der Marktentwicklung die Kostenposition von Evonik positiv oder negativ beeinflussen. Die physische Versorgungssicherheit mit Erdgas in Europa hat sich aufgrund des konsequenten Ausbaus der LNG- Importinfrastruktur im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert, dennoch können - wie auch in anderen Weltregionen - Extremereignisse zu Mangelsituationen und Produktionseinschränkungen führen. Restrisiken bestehen gleichermaßen bei der Stromversorgung. Planmäßig entwickelt sich die Errichtung des Offshore-Windparks „He Dreiht“ unseres Vertragspartners EnBW in der deutschen Nordsee, aus dem Evonik voraussichtlich ab 2026 auf der Basis von langfristigen Strombezugsverträgen mit einem fixierten Strompreis (sogenannter Power Purchase Agreements) Grünstrom beziehen werden. Der Projektfortschritt aus weiteren Power Purchase Agreements mit dem Partner Vattenfall an zwei Fotovoltaik-Standorten in Schleswig-Holstein entwickelt sich ebenfalls erwartungsgemäß, sodass hier im Frühjahr 2025 mit ersten Grünstrom-Mengen zu rechnen ist. Ab 2028 folgen dann vom Partner RWE zusätzliche Mengen aus dem bereits in Betrieb befindlichen Offshore-Windpark Kaskasi (deutsche Nordsee). Die erwartete Strommenge aus den Verträgen mit allen drei Partnern deckt in Summe voraussichtlich ab 2026 mehr als die Hälfte des derzeitigen europäischen Strombedarfs von Evonik. Für die Anlagen, die dem europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS1) unterliegen, ergeben sich höhere Belastungen aus einer Verschärfung des regulatorischen Rahmens für die vierte Handelsperiode (2021 bis 2030) und dort insbesondere aus einer deutlichen Verschärfung von Benchmarks, die der kostenlosen Zuteilung von CO2 -Zertifikaten zugrunde liegen. In höherem Maße müssen damit CO2 -Zertifikate, die für die Compliance im EU-ETS1 benötigt werden, am tendenziell knapper werdenden, freien Markt zugekauft werden. Die deutschen Standorte sind seit 2021 vom nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) für die Sektoren Verkehr und Wärme (außerhalb des EU-ETS1) betroffen. Die damit verbundenen Belastungen werden durch die BEHG-Carbon-Leakage-Verordnung nur teilweise kompensiert. Ein vergleichbarer Mechanismus wie das nEHS besteht in Österreich. Voraussichtlich ab dem Jahr 2027 wird in allen Mitgliedsstaaten der EU das EU-ETS2 eingeführt, welches im Wesentlichen die Sektoren Verkehr und Wärme (außerhalb des EU-ETS1) bepreisen wird. Das EU-ETS2 wird das nEHS ablösen und analog zum EU-ETS1 in Form eines Marktpreissystems realisiert. Auch in anderen Jurisdiktionen werden bestehende CO2 -Bepreisungsregime verschärft bzw. auf absehbare Zeit eingeführt, wobei der Schwerpunkt der daraus resultierenden Kosten auch weiterhin in Europa liegen wird. Darüberhinausgehende ordnungsrechtliche Maßnahmen, wie beispielsweise Klimaschutzgesetze oder verschärfte Energieeffizienzanforderungen, sind nicht auszuschließen bzw. bereits in Planung. Daneben wurde im Oktober 2023 der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), eine CO2 -Importabgabe für bestimmte Waren (Aluminium, Ammoniak, Eisen, Elektrizität, Stahl, Wasserstoff, Zement), eingeführt. Politisches Ziel des CBAM ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und die Verhinderung von Abwanderung (Carbon Leakage). Die tatsächlichen Auswirkungen im internationalen Wettbewerb lassen sich derzeit aber noch nicht vollständig beurteilen. Ab dem Jahr 2026 müssen CBAM-Zertifikate für den CO2 -Gehalt der eingeführten Waren beschafft und abgegeben werden. Der Preis orientiert sich am EU-ETS1-Preis und wird anfangs nur zum Teil, ab 2034 vollumfänglich auf die Importwaren angewendet. Die unmittelbaren Auswirkungen auf Evonik sind in dieser Phase gering, da nur wenige der betroffenen Waren importiert werden. Allerdings wird von 2026 bis 2034 die kostenlose Zuteilung für EU-ETS1- Anlagen, welche CBAM-Waren herstellen, stufenweise bis auf null reduziert. Es ist daher zu erwarten, dass innerhalb der EU zugekaufte Rohstoffe aus der betroffenen Warengruppe (wie Ammoniak oder Wasserstoff) sich dadurch verteuern werden. Ebenfalls wird die kostenlose Zuteilung für die wasserstoffherstellenden EU-ETS1-Anlagen von Evonik dadurch zusätzlich gekürzt. Die EU plant, den CBAM bis einschließlich 2030 auf alle Sektoren des EU-ETS1 auszurollen. Im weiteren regulatorischen Umfeld ist für Evonik in Deutschland insbesondere von Belang, wie sich die Belastung aus Abgaben, Umlagen und Steuern im Energieumfeld entwickelt, und ob bestehende Entlastungstatbestände für die Industrie erhalten bleiben oder angepasst werden. Auch nach dem Auslaufen der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 befinden sich bestimmte Rechtsfragen im Zusammenhang mit der standortübergreifenden Stromversorgung aus konzerneigenen Kraftwerken weiterhin in gerichtlicher Klärung. Gegen eine zuungunsten von Evonik ausgefallene Entscheidung wurde Berufung eingelegt, über die voraussichtlich erst im Jahr 2026 entschieden werden wird. Mögliche zusätzliche Belastungen können aus dem durch die Energiewende und die aktuelle Energiekrise getriebenen Anstieg der Netzentgelte für Strom und Erdgas, einschließlich weiterer staatlich induzierter Kostenbestandteile, sowie aus möglichen grundsätzlichen Änderungen der Netzentgeltsystematik (einschließlich des ganz oder teilweisen Wegfalls von Sonderregeln für industrielle Netznutzer), der Energiesteuern oder regulatorisch geforderten Lastflexibilisierungen des industriellen Stromverbrauchs resultieren. Zusammengefasst sind wir bei einzelnen Energieträgern sowie bei CO2 -Zertifikaten (in unterschiedlicher Ausprägung) aufgrund der jeweils spezifischen Angebots-/Nachfragesituationen, der (geo-)politischen Entwicklungen und der Marktvolatilitäten sowie sich verändernder regulatorischer Rahmenbedingungen gewissen Marktpreis- und Kostenschwankungen ausgesetzt. Hier bieten sich sowohl Chancen als auch Risiken. Die Evonik Operations GmbH ist als Teil des Evonik-Konzern mittelbar betroffen. Regelmäßig tagende Gremien als eine Kontrollinstanz ermöglichen den Geschäftsbereichen eine aktive Mitgestaltung der Absicherungsstrategien im Bereich Strom, Gas und Emissionszertifikate, einschließlich der Einbindung aller Geschäftsbereiche in das Management relevanter Energiemarktentwicklungen und regulatorischer Änderungen. Durch regelmäßige Sitzungen und ad-hoc-Beratungen wird eine transparente Risikostrategie entwickelt, die spekulativen Handel ausschließt und die Beschaffung auf gesichert zu erwartenden Bedarf fokussiert, während ein regelmäßiges Reporting der Handelstransaktionen gewährleistet, dass Preistransparenz und Risikominimierung durch gestaffelte Teilmengenbeschaffungen erreicht werden. 3.3.6 Sonstige Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird fortlaufend an der Effizienzsteigerung in der Organisationsstruktur, Produktion, dem Einkauf und der Technik gearbeitet. Dies erfolgt vor allem mit den Effizienzsteigerungsprogrammen zur Unterstützung der nachhaltigen Wachstumsstrategie und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Es können sich sowohl Chancen als auch Risiken aus der Realisierung von Kosteneinsparzielen ergeben. Zu möglichen Risiken zählen eine verzögerte Umsetzung von Zeitplänen, der Verlust von Know-how-Trägern, mangelnde Wirksamkeit von Maßnahmen oder höhere Kosten für die Realisierung von Maßnahmen. Diesen Risiken wirkt Evonik durch Projektmanagement unter Einbeziehung der relevanten Stakeholder entgegen. Weitere sonstige Risiken und Chancen können sich durch Portfolioanpassungen aufseiten der Kunden bzw. Lieferanten ergeben, was je nach vertraglicher Ausgestaltung Kompensationszahlungen für Evonik zufolge haben kann. Für die Evonik Operations GmbH als Teil des Evonik-Konzerns gilt dies entsprechend. 3.3.7 Personal Die Evonik Operations GmbH ist als zivilrechtlicher Arbeitgeber und als Teil des Konzerns in die zentralen HR- Strategieprozesse des Evonik-Konzerns eingebunden und von Chancen und Risiken betroffen. Als weltweit tätiger Konzern achtet Evonik die Grundsätze der internationalen Charta der Menschenrechte, die zehn Prinzipien des UN Global Compact, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sowie die Arbeits- und Sozialstandards der ILO. Qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Basis für die Erreichung der strategischen und operativen Ziele von Evonik und damit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Sowohl der Verlust von Leistungsträgern als auch Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Einstellung qualifizierter und talentierter Mitarbeiter können grundsätzlich ein Risiko darstellen. In diesem Zusammenhang besteht derzeit die Herausforderung, dass die laufende Umstrukturierung des Konzerns in einem anspruchsvollen Marktumfeld bei gleichzeitig angespanntem Arbeitsmarkt zu einer erhöhten Fluktuation führen können. Dies kann temporär zu einer höheren Anzahl unbesetzter Stellen führen, so dass die Effizienz einzelner Einheiten beeinträchtigt werden könnte. Es wird jedoch kontinuierlich daran gearbeitet, sicherzustellen, dass geschäftskritische Aktivitäten auch bei vorübergehendem Personalmangel reibungslos fortgeführt werden können. Um auch in Zeiten eines angespannten Arbeitsmarkts qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und dauerhaft zu binden, bietet Evonik weltweit vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten, systematische Personalentwicklungsmaßnahmen und eine wettbewerbsfähige Vergütung. Im Rahmen der strategischen Personalplanung ermitteln wir regelmäßig den Personalbedarf für einen Fünfjahreszeitraum und können so frühzeitig Maßnahmen initiieren, um diesen adäquat zu decken. In finanzieller Hinsicht können sich Chancen und Risiken für den Konzern aus der Entwicklung von Personalkosten, beispielsweise durch künftige Tarifabschlüsse, ergeben. Die Funktionsbereichsleitungen setzen sich regelmäßig, mindestens einmal im Quartal, gemeinsam mit ihrem Führungsteam intensiv mit den Personalrisiken auseinander. Evonik unterstützt als verantwortungsvoller Arbeitgeber den Großteil der Mitarbeiter in der Absicherung wesentlicher Risiken, die etwa durch Unfälle oder Invalidität entstehen können, sowie bei der Vorsorge für ein gesichertes Leben im Alter - entweder direkt oder durch Beitragszahlungen an externe Dienstleister. Dabei richten sich die Leistungen an den jeweiligen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern aus. Auch darüber hinaus werden Mitarbeiter in persönlichen Belangen unterstützt, beispielsweise durch diverse Beratungsangebote zur Pflege von nahen Angehörigen oder Unterstützungsmaßnahmen bei der Kinderbetreuung. Damit bindet und fördert der Konzern seine Leistungsträger sowie talentierte Mitarbeiter und ist auch für potenzielle Bewerber ein attraktiver Arbeitgeber. Evonik pflegt intensive Kontakte zu Universitäten und Berufsverbänden, um geeignete Nachwuchskräfte für das Unternehmen gewinnen zu können. Ein vielfältiges Miteinander (Diversity) im Konzern ist für Evonik ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund ist sowohl unser Employer Branding ausdrücklich hierauf ausgerichtet, hinzu kommt eine Vielzahl interner Diversity-Aktivitäten, womit wir die Attraktivität von Evonik für Talente, Fach- und Führungskräfte weiter steigern. 3.3.8 Forschung & Entwicklung Möglichkeiten ergeben sich für Evonik auch durch die marktorientierte Forschung & Entwicklung (F&E), die einen wichtigen Motor für profitables Wachstum darstellen. Die F&E-Pipeline umfasst einen ausbalancierten Mix von kurz-, mittel- und langfristigen Projekten, die darauf abzielen Prozesse zu verbessern, um führende Kostenposition zu stärken, sowie mit Projekten in neue Märkte und in neue technologische Felder vorzustoßen. Das Portfolio der Projekte richtet sich konsequent an den Innovationswachstumskernen und Next Generation Solutions mit hohen Nachhaltigkeitsvorteilen aus. Mit den Venture-Capital-Investments beteiligt Evonik sich an Firmen, die bei gemeinsamen Entwicklungen mit ihrem Know-how unterstützen können. Themen aus der Digitalisierung haben dabei weiterhin eine große Bedeutung für den Konzern. In der Forschung & Entwicklung bestehen stets Chancen und Risiken in Bezug auf den Umsetzungszeitpunkt und die Realisierbarkeit von geplanten Vorhaben der Produkt- und Prozessentwicklung. Zusätzliche Potenziale aus der Einführung neuer Produkte, die über die derzeitige Planung hinausgehen, sieht Evonik hauptsächlich in den Next Generation Solutions. Die Evonik Operations GmbH ist in die F&E-Strategie des Evonik-Konzerns eingebunden und damit unmittelbar betroffen. 3.3.9 Investitionen Die Wertschöpfung und Werterhaltung durch Investitionen birgt immanente Risiken in Bezug auf die Projektauswahl, die Projektdefinition und die Projektdurchführung. Diesen Risiken wird mittels strukturierter Prozesse und Richtlinien gezielt entgegengewirkt. Beispielsweise wird das Projektauswahlrisiko durch definierte Risikobewertungsverfahren vermindert, während Projektdurchführungsrisiken durch technische Standards minimiert werden. Sowohl in der Planungsphase befindliche Projekte als auch genehmigte und laufende Projekte werden engmaschig auf den Projektfortschritt sowie auf etwaige Veränderungen der Marktsituation überwacht und gegebenenfalls angepasst. Evonik betrachtet die Entwicklung und Errichtung neuer Produktionsanlagen in Zielregionen und Zielmärkten als einen wesentlichen Stellhebel zur Sicherstellung von nachhaltigem und profitablem Wachstum. Insbesondere konsequente Investitionen in Next Generation Solutions, also Produkte mit einem sowohl ökologisch als auch ökonomisch zukunftsfähigen und wettbewerbsfähigen Nachhaltigkeitsprofil, begleiten in diesem Zusammenhang die strategische Entwicklung und Transformation von Evonik. Die Investitionstätigkeiten der Evonik Operations GmbH sind durch die Entscheidungen im Konzern geprägt. 3.3.10 Mergers & Acquisitions Aktives Portfoliomanagement hat im Rahmen der wertorientierten Steuerung von Evonik einen hohen Stellenwert. Für die Vor- und Nachbereitung sowie die Durchführung von Akquisitionen und Desinvestitionen sind klare Vorgehensweisen etabliert, die insbesondere auch Zuständigkeitsregeln und Genehmigungsprozesse enthalten. So werden im Vorfeld eines Kaufs die in Betracht kommenden Akquisitionsobjekte einer intensiven Überprüfung (Due Diligence) unterzogen. Damit erfasst Evonik systematisch wesentlichen Chancen und Risiken und nimmt eine angemessene Bewertung vor. Zentrale Aspekte sind dabei strategische Ausrichtung, Nachhaltigkeit, Ertragskraft und Entwicklungspotenzial auf der einen Seite sowie bestehende Ertragsrisiken, rechtliche Risiken und Altlasten auf der anderen Seite. Neu erworbene Unternehmen werden umgehend in den Konzern und damit in dessen Risikomanagement- und Controlling-Prozesse integriert. Jede Transaktion dieser Art birgt das Risiko, dass die Geschäftsintegration nicht erfolgreich ist bzw. die Integrationskosten unerwartet hoch sind und diese damit das Erreichen der geplanten quantitativen und qualitativen Ziele, wie beispielsweise Synergien, gefährden. Für Aktivitäten, die nicht mehr zur Strategie von Evonik passen oder die Renditevorgaben trotz Optimierung nicht mehr erfüllen, werden auch externe Optionen geprüft. Sollte ein potenzieller Verkauf nicht wie geplant erfolgreich umgesetzt werden, können Risiken mit Wirkung auf die Ergebnissituation des Konzerns entstehen. Davon ist die Evonik Operations GmbH als Teil des Evonik-Konzerns ebenfalls mittelbar betroffen. 3.4 Chancen und Risiken „Recht/Compliance“ Die Chancen und Risiken der Kategorie Recht/Compliance sind im Vergleich zu denen im Umfeld Märkte und Wettbewerb deutlich schwieriger zu quantifizieren, da sie neben den finanziellen Auswirkungen häufig auch Einfluss auf die Reputation des Unternehmens haben und/oder strafrechtliche Aspekte mit sich bringen. Für die finanziellen Auswirkungen trifft Evonik für diese Themen bilanzielle Vorsorge, die sich gemäß seiner Systematik risikoreduzierend auswirkt. Um dieser Komplexität der Bewertung Rechnung zu tragen, werden Chancen und Risiken der Kategorie Recht/Compliance nicht in die oben abgebildete Chancen- und Risikomatrix eingeordnet und es wird keine Einordnung in die Größenklassen vorgenommen. Die Evonik Operations GmbH ist als Teil des Evonik-Konzerns von den folgenden Chancen und Risiken sowohl unmittelbar als auch mittelbar betroffen. 3.4.1 Compliance, Recht und regulatorische Rahmenbedingungen Compliance umfasst das regelkonforme Verhalten im geschäftlichen Umfeld. Wesentliche Compliance-Vorgaben sind im Evonik-Verhaltenskodex festgelegt. Danach sind zum Beispiel jede Form von Korruption, einschließlich sogenannter Beschleunigungszahlungen, sowie Verstöße gegen kartellrechtliche Vorgaben ausdrücklich verboten. Risiken können sich aus der Nichtbeachtung der entsprechenden Regeln ergeben. Die Sensibilisierung und umfassende Schulung der Mitarbeiter durch Präsenztrainings und/oder E-Learning-Programme tragen dazu bei, diese Compliance-Risiken zu minimieren. Der Verhaltenskodex gilt weltweit verbindlich im gesamten Evonik-Konzern für alle Mitarbeiter, den Vorstand und die Organe sämtlicher Evonik-Gesellschaften. Sie alle haben die Regelungen des Verhaltenskodex einzuhalten und sind verpflichtet, sich über seinen Inhalt zu informieren sowie an entsprechenden Schulungen teilzunehmen. Evonik achtet auf die Einhaltung der Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich und in der Lieferkette. Um Risiken in Bezug auf die Verletzung von Menschenrechten zu minimieren, wurde auch in diesem Bereich ein Compliance Management System aufgesetzt. Der Konzern fordert insbesondere die Einhaltung der Prinzipien des Evonik-Verhaltenskodex für Lieferanten sowie der in der Menschenrechtlichen Grundsatzerklärung verankerten Standards. Evonik ist den im Geschäftsverkehr üblichen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese resultieren beispielsweise aus Rechtsstreitigkeiten, privatrechtlichen Schadensersatzansprüchen, oder Verwaltungs- bzw. Bußgeldverfahren. Im operativen Geschäft unterliegt der Konzern Haftungsrisiken, insbesondere in der Produkthaftung sowie dem Patent-, Steuer-, Wettbewerbs-, Kartell- und Umweltrecht. Auch Änderungen von Regulierungen des öffentlichen Rechts können eine rechtliche Risikoposition begründen oder diese materiell verändern. Für einen Chemiekonzern mit eigenen Stromerzeugungsanlagen ist hier insbesondere eine mögliche Veränderung der Regulierung des europäischen Emissionshandels relevant (siehe oben). Außerdem können sich aus getätigten Desinvestitionen Gewährleistungsansprüche gegenüber Evonik ergeben. Nachlaufende Haftungs- und Gewährleistungsrisiken aus Desinvestitionen unterliegen einer strukturierten Folgeüberwachung. Für den kontrollierten Umgang mit solchen rechtlichen Risiken hat Evonik ein Konzept mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von gleichwohl eingetretenen Schäden wurden Versicherungen bezüglich Sachschäden, Produkthaftung und anderer Risiken abgeschlossen. Soweit erforderlich, hat Evonik für rechtliche Risiken Rückstellungen gebildet. Bei Chancen und Risiken aus laufenden und potenziellen Verfahren sowie geltend gemachten und potenziellen Ansprüchen enthält sich das Unternehmen grundsätzlich der Darstellung einer Bewertung finanzieller Auswirkungen, um seine Position nicht zu beeinflussen. Im Bereich des Arbeitsrechts bestehen beispielsweise Risiken bezüglich möglicher Gesetzes- und/oder Rechtsprechungsänderungen im Bereich der Altersversorgung, welche die Erforderlichkeit der Neuberechnung der von Unternehmen des Evonik-Konzerns und deren Rechtsvorgängern gemachten Versorgungszusagen zur Folge haben könnten. Des Weiteren können Verstöße gegen geltende Datenschutzgesetze Bußgelder, Reputationsschäden und individuelle Schadensersatzforderungen zur Folge haben. Gegenmaßnahmen werden insbesondere über das Compliance-Reporting adressiert. In steuerlicher Hinsicht können sich Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der unterschiedlichen Wertung von Geschäftsprozessen, Investitionen und Restrukturierungen seitens der Finanzverwaltung, Steuerreformen in einzelnen Ländern sowie aus potenziellen Erstattungen oder Nachzahlungen aufgrund von Betriebsprüfungen ergeben. 3.4.2 Informationssicherheit (Schutz von geistigem Eigentum und Know-how) Innovationen haben einen wesentlichen Anteil am unternehmerischen Erfolg von Evonik. Deshalb ist der Schutz von geistigem Eigentum und Know-how von zentraler Bedeutung. Gerade im Hinblick auf die zunehmende Globalisierung der Geschäfte sind kompetente Antworten zum Schutz des Wettbewerbsvorsprungs zu Eckpfeilern der Investitionstätigkeit geworden. Insbesondere beim Neubau von Produktionsanlagen in bestimmten Ländern sind die Geschäfte dem Risiko ausgesetzt, dass geistiges Eigentum selbst durch Patente nicht in hinreichendem Umfang geschützt werden kann. Ebenso birgt der Transfer von Know-how in Joint Ventures und andere Kooperationsformen das Risiko, dass Kompetenzen von Evonik abfließen. So gibt es beispielsweise nach einer möglichen Trennung von einem Joint-Venture- oder Kooperationspartner keine Gewähr dafür, dass Know-how nicht weiterverwendet oder gegenüber Dritten offengelegt wird und damit der Wettbewerbsposition von Evonik geschadet wird. Die Steuerung der Aufgaben zur Reduzierung und Vermeidung dieser Risiken nehmen die Funktionen Unternehmenssicherheit, Recht und Intellectual Property Management wahr. 3.4.3 Cyber-Security IT-gestützte Geschäftsprozesse sind ein entscheidender Schlüssel für den Erfolg von Evonik. Die Anwendung künstlicher Intelligenz, das viel zitierte „Internet der Dinge“ oder die Möglichkeit, komplexe Prozesse oder Produktionsanlagen digital zu vernetzen und zu steuern, bieten jedoch nicht nur Chancen. Sie stellen auch Risiken dar. Die Bedrohung im Cyberraum ist damit so hoch wie nie zuvor. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde eine hohe Bedrohung durch Cyberkriminalität beobachtet. Ransomware blieb die Hauptbedrohung. Dem nachhaltigen Schutz der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von IT-gestützten Geschäftsprozessen kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Die Kompromittierung dieser Systeme, Beeinträchtigung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse oder Manipulation durch elektronische Angriffe werden als wesentliche Risiken behandelt. Um diese und das damit verbundene Wissen innerhalb sowie außerhalb des Konzerns vor Cyberkriminalität und auch digitaler Wirtschaftsspionage zu schützen und die sichere Nutzung von Informationssystemen zu ermöglichen, hat Evonik eine Cyber-Security-Strategie und konzernweit verbindliche Richtlinien und Regelungen. Davon abgeleitet werden unter anderem in Cyber-Security-Programmen organisatorische und technische Maßnahmen sowie Notfallpläne erarbeitet und laufend weiterentwickelt. Diese werden im Rahmen eines internen Kontrollsystems forciert und überwacht. Eine Cyber-Security-Organisation stellt die Einhaltung der Vorgaben sicher. Angesichts einer kontinuierlich wachsenden starken Bedrohungslage prüft und testet Evonik die Schutzmaßnahmen regelmäßig, setzt notwendige Gegenmaßnahmen risikobasiert um und passt diese, wo immer notwendig, an. Durch verpflichtende Schulungen, ein weitergehendes Schulungsangebot, stetige Informationen beispielsweise im Konzern-Intranet oder auf der unternehmensinternen sozialen Plattform und mittels Sensibilisierungskampagnen fördert der Konzern, dass das Thema Cyber Security im Bewusstsein der Mitarbeiter verankert ist. Darüber hinaus werden besonders gefährdete IT-Systeme ermittelt und entsprechende Schutzmaßnahmen veranlasst; gleichzeitig werden Führungskräfte und Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert. Das Evonik „Cyber Defense Team“ (CDT) ist auf verschiedenen Ebenen extern vernetzt (national: Mitglied Deutscher CERT-Verbund, DCSO - Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation; Europa: Mitglied TF- CSIRT; global: FIRST-Mitgliedschaft). 3.4.4 Umweltrisiken (Umwelt, Sicherheit, Gesundheit, Qualität) Evonik ist Risiken in den Bereichen Arbeits- und Anlagensicherheit ausgesetzt. Aus Arbeitsunfällen und Ereignissen in den Produktionsanlagen können beispielsweise Verletzungen von Mitarbeitern oder Stofffreisetzungen, die die Gesundheit der Mitarbeiter sowie die Nachbarn unserer Produktionsstandorte beeinträchtigen, resultieren. Unser Sicherheitsleitbild ist für alle Führungskräfte und Mitarbeiter verbindlich. So verdeutlicht Evonik, dass das Thema Sicherheit ein zentraler Teil der Unternehmenskultur ist. Ereignisse und Unfälle analysiert Evonik sorgfältig, um daraus Lehren zu ziehen. Im Auftrag des Vorstandes der Evonik werden zudem Audits durchgeführt, bei denen der kontrollierte Umgang mit den vorgenannten Risiken geprüft wird. Evonik betrachtet seine Produkte entlang der Wertschöpfungskette von der Rohstoffbeschaffung bis zur Abgabe an die industriellen Kunden. Dieser Ansatz umfasst das Themenfeld Product Stewardship und ist nicht als vollständiges Life-Cycle-Assessment zu verstehen. Den Kunden stellen wir alle gesetzlich geforderten Produktsicherheitsinformationen für den Umgang mit unseren Produkten sowie weitergehende Hinweise, wie beispielsweise zu deren Entsorgung zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Sicherheitsdatenblätter und technische Merkblätter. Die Auswirkungen des Klimawandels sind heute schon beispielsweise durch Wasserstress11 oder Extremwetterereignisse, wie Niedrigrheinwasser oder Hurrikane, zu erkennen. Neben diesen negativen direkten Auswirkungen des Klimawandels sieht sich Evonik auch Risiken, die aus strikteren umweltrechtlichen Vorschriften resultieren, ausgesetzt. Das nach internationalen Normen zertifizierte konzernweite Managementsystem für Umweltschutz und Qualität wird ständig weiterentwickelt und verbessert. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen der chemischen Industrie betreibt Evonik diese Prozesse nach den Grundsätzen der weltweiten Initiative Responsible Care® und des UN Global Compact. Für die erforderliche Sanierung bzw. Sicherung von Altlasten hat Evonik ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Neben dem im Rahmen der strukturierten internen Prozesse ermittelten aktuellen Anpassungsbedarf der Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen können, beispielsweise durch Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen, gegebenenfalls weitere, ungeplante Zuführungen zu Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen notwendig werden. 11 Insbesondere mangelnde Wasserverfügbarkeit. 3.5 Risiken „Prozesse/Organisation“ Die Risikokategorie Prozesse/Organisation stellt die Schnittstelle des Risikomanagements mit dem internen Kontrollsystem (IKS) dar. Risiken in dieser Kategorie entstehen in der Regel aus konkreten Prozessschwächen. Dies schließt neben allgemeinen Prozessschwächen insbesondere auch Risiken im IKS und dem rechnungslegungsbezogenen IKS ein. Basierend auf wesentlichen Unternehmensprozessen (End-to-End-Prozesse) wird das Vorhandensein von entsprechenden Kontrollzielen und Standardkontrollen für die identifizierten Prozessrisiken abgefragt. Aufgrund der Risikoarten in dieser Risikokategorie erfolgt hier in der Regel eine rein qualitative Bewertung. Die diesjährige Erhebung in den Organisationseinheiten hat für bestehende Prozesse keine konkreten Risiken aus Prozessschwächen bei gegebener Wirksamkeit der derzeitigen Kontrollen ergeben. Die Identifizierung der wesentlichen Risiken der Finanzberichterstattung im Rahmen des rechnungslegungsbezogenen IKS erfolgt auf Basis einer quantitativen sowie einer qualitativen Analyse. Je Risikobereich des Rechnungslegungsprozesses sind Kontrollmaßnahmen dokumentiert, die in regelmäßigen Abständen auf ihre Wirksamkeit hin überprüft und, wenn notwendig, verbessert werden. Alle Bestandteile dieses Regelprozesses werden stichprobenartig durch die interne Revision geprüft. 4 Erklärung zu gesetzlichen Diversity-Vorgaben der Evonik Operations GmbH gemäß § 289 f Absatz 4 Satz 2 HGB Für die Evonik Operations GmbH gelten die Diversity-Vorgaben des GmbH-Gesetzes. Der Aufsichtsrat der Evonik Operations GmbH hat gemäß § 52 Absatz 2 Satz 2 GmbHG eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 50 Prozent und in der Geschäftsführung von 50 Prozent festgelegt. Zur Erreichung dieser Vorgaben wurde eine Frist bis zum 31. Dezember 2026 bestimmt. In der Besetzung vom 31. Dezember 2024 werden die Vorgaben für den Aufsichtsrat mit sieben Frauen, einem Frauenanteil von 44 Prozent, annährend erfüllt. Es befinden sich drei Frauen auf der Anteilseignerseite und vier Frauen auf der Arbeitnehmerseite. Bei der Geschäftsführung liegt der Frauenanteil am 31. Dezember 2024 mit drei Frauen bei 60 Prozent und erfüllt damit die Vorgaben. Die Geschäftsführung der Evonik Operations GmbH hat gemäß § 36 GmbHG für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 30 Prozent und für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene von 25 Prozent festgelegt. Zur Erreichung wurde eine Frist bis zum 31. Dezember 2026 bestimmt. Mit einem Frauenanteil von 16,1 Prozent in der ersten Führungsebene beziehungsweise 16,0 Prozent in der zweiten Führungsebene werden diese Vorgaben nicht erfüllt. 5 Prognosebericht 5.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Weiterhin anspruchsvolles Umfeld im Zeichen hoher wirtschaftspolitischer Unsicherheit Wir erwarten, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2025 weiterhin herausfordernd sein werden12. Die Weltwirtschaft befindet sich dabei in einer Phase geringer Wachstumsimpulse, erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit und struktureller Probleme - wie beispielsweise hohe Energiepreise in Europa, die Immobilienkrise in China und die hohe globale Verschuldung. Belastend wirkt insbesondere die hohe Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Wirtschafts- und Handelspolitik der USA sowie bezüglich möglicher Gegenmaßnahmen von Handelspartnern. Die Einführung bzw. Ausweitung von US-Importzöllen sowie die angekündigte Migrationspolitik könnten zu einem Wiederanstieg der Inflation und damit zu einer erneut restriktiveren US-Geldpolitik führen. Dies würde angesichts des zu erwartenden gestiegenen Zinsdifferenzials zwischen den USA und anderen Volkswirtschaften zu einer Aufwertung des US-Dollars und erhöhten Risiken an den Finanzmärkten führen. Auch von der Fiskalpolitik wird vor dem Hintergrund herausfordernder Haushaltslagen in den meisten Volkswirtschaften kein deutlicher Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung erwartet. Zusätzlich wirken die genannten strukturellen Herausforderungen in China und Europa vor, die dämpfend auf das wirtschaftliche Wachstumspotential wirken. Andererseits werden für das Jahr 2025 auch konjunkturstützende Effekte erwartet. Die Geldpolitik dürfte weniger restriktiv sein und im Verlauf des Jahres auf einen neutralen Kurs einschwenken, wovon unter anderem Investitionen profitieren. Auch der private Konsum dürfte sich aufgrund wieder steigender Reallöhne und des weiterhin robusten Arbeitsmarkts positiv entwickeln. Insgesamt gehen wir für das Jahr 2025 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5 Prozent13 aus. 12 In Übereinstimmung mit den Angaben von S&P Global, Institut für Weltwirtschaft Kiel, Berenberg Bank, Hamburg Commercial Bank, Oxford Economics; Stand Dezember 2024/Januar 2025. 13 Entspricht den Angaben von S&P Global, Stand 15. Januar 2025. ![]() Wir erwarten, dass das Wirtschaftswachstum in Europa unter der wirtschaftspolitischen Unsicherheit, der anhaltenden Schwäche des Industriesektors und geringeren fiskalpolitischen Impulsen leiden wird. Die Einführung von zusätzlichen US-Zöllen könnte die Exporte erschweren und auch das Risiko eines Handelskonflikts mit China dürfte sich unter der neuen US-Administration erhöhen. Die europäischen Fiskalregeln und die hohe Schuldenlast deuten auf eine restriktivere Fiskalpolitik hin. Wachstumsimpulse dürften dagegen von der weiteren Lockerung der Geldpolitik und sich verbessernden Finanzierungskonditionen ausgehen. Auch steigende Reallöhne dürften zu einer Belebung des privaten Konsums und der wirtschaftlichen Aktivitäten beitragen. Ein Ende des Ukrainekriegs würde ebenfalls wirtschaftlich stützend wirken. Die Wirtschaftsleistung Nordamerikas dürfte sich im kommenden Jahr weniger dynamisch als 2024 entwickeln. Ursächlich hierfür sind Auswirkungen der weiterhin restriktiven Geldpolitik, herausfordernde Finanzierungskonditionen sowie der starke US-Dollar, der US-Exporte belastet. Auch zusätzliche Einfuhrzölle und die erwartete Migrationspolitik dürften preissteigernd wirken. Infolgedessen dürfte die Geldpolitik in einem geringeren Maß als bisher angenommen gelockert werden. Konjunkturstützend könnte dagegen weiterhin der private Konsum wirken, der von steigenden Reallöhnen und einer expansiveren Finanzpolitik und insbesondere Steuersenkungen sowie einer Deregulierung profitieren dürfte. Die Wachstumsaussichten für die Region Asien-Pazifik für das Jahr 2025 sind erneut besser als in den anderen Regionen. Die chinesische Wirtschaft dürfte im Jahresverlauf jedoch aufgrund struktureller Probleme (unter anderem Immobilienkrise und hohe Verschuldung von Provinzen), des gedämpften Konsumentenvertrauens und der schwachen Exportnachfrage deutlich geringer als in vergangenen Jahren wachsen. Konjunkturstützend dürften geld- und fiskalpolitische Maßnahmen der chinesischen Regierung wirken. Mittel- & Südamerika steht auch im Jahr 2025 vor einem schwierigeren Umfeld, da die rohstofforientierten Länder angesichts der erwarteten schwachen Nachfrage - insbesondere aus China - voraussichtlich geringere Einnahmen verzeichnen werden. Auch der erwartete starke US-Dollar dürfte den Spielraum für Zinssenkungen in Mittel- & Südamerika aufgrund steigender Importpreise und drohender Währungsabwertungen limitieren. Die Prognose für die Weltwirtschaft ist mit hohen Unsicherheiten behaftet. Besondere Risiken gehen von der Unsicherheit über die zukünftige US-Handelspolitik und potenzielle Gegenmaßnahmen der Handelspartner aus. Eine Rückkehr der Inflation - insbesondere in den USA - könnte die Zentralbanken zu einer erneuten Ausweitung der restriktiven Geldpolitik veranlassen, was die Erholung der Weltkonjunktur spürbar abbremsen und das Stagflationsrisiko erhöhen würde. Hierdurch würden sich die globalen finanziellen Rahmenbedingungen ändern und das Risiko einer Finanzkrise steigen. Schließlich könnte sich die Weltwirtschaft durch geopolitische Konflikte - wie den Ukrainekrieg oder den Nahostkonflikt - sowie durch Beeinträchtigungen von Handelsrouten anders entwickeln als von uns erwartet. Wir rechnen bei den für Evonik spezifischen Rohstoffen für das Jahr 2025 mit einem im Vergleich zu 2024 ähnlichen Preisniveau. 5.2 Ausblick Unserem Ausblick für das Jahr 2025 liegt das im Abschnitt „Wirtschaftliche Rahmenbedingungen“ beschriebene herausfordernde makroökonomische Umfeld zugrunde. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Phase geringer Wachstumsimpulse, verursacht durch erhöhte geo- und wirtschaftspolitische Unsicherheiten sowie strukturelle Probleme wie beispielsweise die hohen Energiepreise in Europa oder die Immobilienkrise in China. Daher unterstellt die Geschäftsführung, dass sich die im Vorjahr verzeichnete geringe konjunkturelle Dynamik und die anhaltend schwache Nachfrage in zentralen Endmärkten im Laufe des Jahres 2025 weitgehend fortsetzen werden und in Summe das globale Wachstum leicht hinter dem Vorjahr zurückbleibt. Die Evonik Operations GmbH geht für 2025 von einem auf dem Niveau des Vorjahres liegenden Umsatz aus (2024: 7.964 Millionen €). Wir erwarten ein deutlich reduziertes Ergebnis vor Ertragsteuern (2024: 1.091 Millionen €). Das wird aus dem Beteiligungsergebnis resultieren, das aufgrund von geringeren Ausschüttungen unter dem hohen Vorjahreswert erwartet wird. Dagegen gehen wir von einem höheren Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit aus, welches im Geschäftsjahr 2024 durch Aufwendungen aus internen Restrukturierungsprojekten belastet war. Zusätzlich werden das Restrukturierungsprogramm Evonik Tailor Made sowie die Optimierungsprogramme in den operativen Geschäften zunehmende Einsparungen liefern. Jahresabschluss der Evonik Operations GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024Inhaltsverzeichnis Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang für das Geschäftsjahr 2024 1 Grundlagen des Jahresabschlusses 1.1 Allgemeine Erläuterungen 1.2 Bilanzierung und Bewertung 2 Erläuterung der Bilanz 2.1 Anlagevermögen 2.2 Vorräte 2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.4 Flüssige Mittel 2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2.6 Eigenkapital 2.7 Rückstellungen 2.8 Verbindlichkeiten 2.9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten 3 Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Umsatzerlöse 3.2 Funktionskosten 3.3 Sonstige betriebliche Erträge 3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.5 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.6 Zinsergebnis 3.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4 Sonstige Angaben 4.1 Periodenangaben 4.2 Haftungsverhältnisse 4.3 Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB 4.4 Derivative Finanzinstrumente 4.5 Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen 4.6 Nachtragsbericht 4.7 Organe der Gesellschaft 4.8 Gesamtbezüge der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates 4.9 Angabe zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) 4.10 Konzernzugehörigkeit 4.11 Ergebnisverwendung 4.12 Anteilsbesitzliste BilanzEvonik Operations GmbHscroll
Gewinn- und VerlustrechnungEvonik Operations GmbHscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 20241 Grundlagen des Jahresabschlusses 1.1 Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss der Evonik Operations GmbH, Essen, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Darüber hinaus finden das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) Anwendung. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Essen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Essen (Reg. Nr. HRB 20227). Der Abschluss ist in Millionen € dargestellt, sodass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Im Interesse der Klarheit werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. So werden die in der Bilanzposition „übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“ zusammengefassten „Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht“ und die „sonstigen Vermögensgegenstände“ im Anhang separat dargestellt. Die „sonstigen Steuern“ werden unter den „sonstigen betrieblichen Aufwendungen“ ausgewiesen. Weiterhin werden die „Zinserträge“ und „Zinsaufwendungen“ des in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten „Zinsergebnisses“ im Anhang separat dargestellt. Die „Forschungs- und Entwicklungskosten“ sowie die „Zuschreibungen auf Finanzanlagen“ werden als gesonderte Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zur besseren Übersichtlichkeit um die freiwilligen Zwischensummen „Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit“, „Ergebnis vor Ertragsteuern“ und „Ergebnis vor Gewinnabführung“ erweitert. Weiterhin werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Evonik Operations GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Das operative Geschäft der Evonik Operations GmbH ist in die Divisionen Specialty Additives, Nutrition & Care, Smart Materials sowie Technology & Infrastructure gegliedert. Zum 1. Juli 2023 wurde der zur damaligen Division Performance Materials gehörende Geschäftsbereich Performance Intermediates (PI), auch C4-Geschäft genannt, aus der Evonik Operations GmbH in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG, Marl eingebracht. Somit gab es seitdem kein operatives Geschäft mehr in der Division Performance Materials innerhalb der Evonik Operations GmbH. Damit ist die Evonik Operations GmbH nur noch indirekt in das auf Konzernebene weiterhin bestehende C4-Geschäft eingebunden. Die Transaktion hat zur Folge, dass die Effekte aus dem Geschäftsbereich Performance Intermediates nur im 1. Halbjahr 2023 in die Gewinn- und Verlustrechnung der Evonik Operations GmbH eingeflossen sind. Zum 1. Januar 2025 wurden die Dienstleistungen der Division Technology & Infrastructure in standortübergreifende Technologie- und standortbezogene Infrastruktur-Aktivitäten aufgeteilt. Letztere wurden teilweise den Chemiedivisionen zugeordnet. Die Evonik Operations GmbH hat im Zuge der strategischen Konzentration auf Produkte der Spezialchemie am 1. März 2024 mit der International Chemical Investors XII GmbH, Frankfurt am Main, einen Anteilskauf- und Übertragungsvertrag über 100 Prozent der Anteile an der damals noch Evonik Superabsorber GmbH, Essen, mit Wirkung zum 31. August 2024 geschlossen. Ebenfalls wurde die damalige Evonik Superabsorber LLC, eine Tochtergesellschaft der Evonik Corporation, im Rahmen dieses Vertrags verkauft (Share Deals). Die Käuferin hatte bereits im April 2023 einen Anteilskauf- und Übertragungsvertrag mit der Evonik Operations GmbH über 100 Prozent der Anteile an unserer damaligen Tochtergesellschaft Evonik Functional Solutions GmbH geschlossen und den Verkauf am 30. Juni 2023 vollzogen. Zwischen der Evonik Industries AG und der Evonik Operations GmbH, Essen, bestehen ein Beherrschungs- und ein Gewinnabführungsvertrag, beide zuletzt geändert im Jahr 2013. Die Gesellschaft ist seit dem 1. Januar 2013 im ertragsteuerlichen Organkreis der Evonik Industries AG. 1.2 Bilanzierung und Bewertung 1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und in Anlehnung an die AfA-Tabellen für den Wirtschaftszweig „Chemische Industrie“ des Bundesfinanzministeriums planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden durch die wirtschaftlich zu erwartende Nutzung der erworbenen Geschäfte bestimmt oder orientieren sich an den im Rahmen der Akquisitionen erworbenen, gutachterlich bewerteten Nutzungsdauern von immateriellen Vermögensgegenständen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände scroll
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Im Anlagenbau werden auch in der Planungsphase Fremdleistungen sowie um Gemeinkostenabschläge gekürzte Leistungen für Eigenengineering und eigene Werkstätten aktiviert. Zinsen für Fremdkapital werden grundsätzlich nicht aktiviert. Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen, die der Gesellschaft ohne unmittelbare Gegenleistung gewährt werden, werden aktivisch abgesetzt und führen jeweils zu einer Kürzung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Anlagen. Vor dem 1. Januar 2008 sowie im Geschäftsjahr 2009 zugegangene Anlagegüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv abgeschrieben. Die degressive Abschreibungsmethode geht in die lineare Abschreibungsmethode über, sobald die lineare Abschreibung auf den Restbuchwert des Vermögensgegenstands höher ist als die degressive Abschreibung. Allerdings ist der Ergebniseffekt dieser Abschreibungen, die weiterhin nach § 254 bzw. § 280 Abs. 2 HGB a. F. aufgrund steuerrechtlicher Vorschriften vorgenommen oder beibehalten wurden, von untergeordneter Bedeutung. Der Ergebniseffekt aus degressiver Afa beträgt 0,4 Millionen € (Vorjahr: 0,5 Millionen €). Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen in Anlehnung an die AfA-Tabellen für den Wirtschaftszweig „Chemische Industrie“ des Bundesfinanzministeriums folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde: Nutzungsdauer der Sachanlagen scroll
Beim beweglichen Sachanlagevermögen werden Zugänge des Geschäftsjahres ab dem Monat des Zugangs linear pro rata temporis abgeschrieben. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von 250 €, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zugangs als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250 €, aber nicht über 1.000 € liegen, werden im Jahr ihres Zugangs in einen Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. 1.2.2 Finanzanlagevermögen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert bzw. die übrigen Ausleihungen mit dem Nominalwert bilanziert. 1.2.3 Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Wahlbestandteile (soziale Einrichtungen, allgemeine Verwaltung etc.) werden bei der Bewertung der Herstellungskosten der Vorräte einbezogen. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, erhöhter Lagerdauer oder Ähnlichem werden durch Abwertungen berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden mit einem Erinnerungswert von 1 € unter den Vorräten bilanziert, die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte zu Anschaffungskosten. Die Emissionsrechte gelangen nach dem Verbrauchsfolgeverfahren First in First out gemäß IDW RS HFA 15 zum Einsatz. 1.2.4 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand wird mit einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. 1.2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten i. S. d. § 250 Abs. 1 HGB werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 1.2.6 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist mit dem Nennwert in der Bilanz angesetzt. 1.2.7 Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der „Richttafeln 2018 G“ der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Altersteilzeit, Pensionsurlaub, Vorruhestand, Entgeltfortzahlung im Todesfall, Jahresleistung und Jahresurlaub im Versorgungsfall, Jubiläum und Teile der Langzeitkonten werden versicherungsmathematisch berechnet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Der negative Unterschiedsbetrag zwischen der Pensionsrückstellung bewertet mit dem 10 - jährigen Durchschnittszins zum Bilanzstichtag und der Pensionsrückstellung bewertet mit dem 7 - jährigen Durchschnittszins beträgt zum Bilanzstichtag 26 Millionen € (Vorjahr: positiver Unterschiedsbetrag von 38 Millionen €). Die Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB gelangt somit nicht zur Anwendung. Die Abzinsung der Rückstellungen für Altersversorgung und ähnlicher Verpflichtungen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2024 wird der entsprechende Zinssatz auf Basis der zum 30. November 2024 veröffentlichten Zinsinformationen auf den 31. Dezember 2024 prognostiziert. Er beträgt für die letzten sieben Geschäftsjahre 1,96 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent) und für die letzten zehn Geschäftsjahre 1,90 Prozent (Vorjahr: 1,83 Prozent). Zum 31. Dezember 2024 beträgt der veröffentlichte Bundesbank-Zinssatz für die letzten sieben Geschäftsjahre 1,96 Prozent und für die letzten zehn Geschäftsjahre 1,90 Prozent. Die der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen: Versicherungsmathematische Prämissen scroll
Die Verpflichtungen der Pensionszusagen betreffen die betriebliche Altersversorgung. In den Vorjahren hat die Gesellschaft Vermögenswerte (sogenanntes Deckungsvermögen) in den Evonik Pensionstreuhand e.V., Essen, eingezahlt. Zudem wurden seit dem Geschäftsjahr 2023 im Rahmen des Evonik Versorgungsplans 2023 Vermögenswerte bei der Allianz Treuhand GmbH, Stuttgart, eingezahlt. Die Vermögenswerte werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen von 3.496 Millionen € verrechnet (Vorjahr: 3.621 Millionen €). Der Zeitwert des saldierten Deckungsvermögens beträgt 1.940 Millionen € (Vorjahr: 1.987 Millionen €). Die Rückstellung beträgt 1.556 Millionen € (Vorjahr: 1.634 Millionen €). Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betragen 1.486 Millionen € (Vorjahr: 1.640 Millionen €). Die Vermögenswerte wurden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, der den Marktwerten zum 31. Dezember 2024 aus den getätigten Anlagen des Evonik Pensionstreuhand e.V. bzw. der Allianz Treuhand GmbH entspricht. Der Evonik Pensionstreuhand e.V. nutzt drei Vehikel: einen Masterfonds, einen Industrial Private Market Fonds und eine Beteiligung an der Vivawest GmbH. Existieren innerhalb der Vehikel aktive Märkte, werden die entsprechenden Stichtagswerte, zumeist Börsenwerte, verwendet. Sofern keine aktiven Märkte existieren, werden die Stichtagswerte mit der mark-to- market-Methode mittels Peer-Vergleich ermittelt. Dieses Vorgehen gelangt beispielsweise bei der Beteiligungsbewertung der Vivawest GmbH zur Anwendung. Für die Beteiligungsbewertung der Vivawest GmbH, für die kein Marktpreis vorliegt, wurde der beizulegende Zeitwert nach der DCF-Methode ermittelt. Hierbei wurde ein Rechnungszinssatz von 2,5 Prozent (Vorjahr: 2,7 Prozent), eine Marktrisikoprämie von 7,0 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent), ein Wachstumsabschlag von 2,0 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent) sowie ein Beta-Faktor von 0,41 (Vorjahr: 0,39) unterstellt. Der durchschnittliche Free-Cashflow betrug 177 Millionen € (Vorjahr: 119 Millionen €). Der Vermögenszuwachs von 137 Millionen € (Vorjahr: 188 Millionen €) wurde im Zinsergebnis mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von 65 Millionen € (Vorjahr: 64 Millionen €) sowie mit dem Zinsertrag aus dem Zinsänderungseffekt von 31 Millionen € (Vorjahr: 24 Millionen €) erfasst. Einbringungen in das Deckungsvermögen von 12 Millionen € (Vorjahr: 7 Millionen €) stehen Entnahmen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 197 Millionen € (Vorjahr:193 Millionen €) gegenüber. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegen über die Anschaffungskosten hinausgehende Beträge zeitwertbewerteter Vermögensgegenstände zur Altersvorsorge, abzüglich hierfür bilanzierter latenter Steuern, der Ausschüttungssperre. Dies trifft für die Gesellschaft nicht zu, da sie über genügend frei verfügbare Rücklagen verfügt. Die Bewertung der mittelbaren Versorgungsverpflichtungen in der Pensionskasse Degussa VVaG, Marl, und in der Unterstützungskasse Degussa e.V., Marl, ergibt unter Anwendung des IDW Rechnungslegungshinweises RH FAB 1.021 einen handelsbilanziellen Erfüllungsbetrag nicht gedeckter Rentenanpassungsverpflichtungen von 796 Millionen € (Vorjahr: 787 Millionen €), der unter Inanspruchnahme des Wahlrechts des Artikels 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB in der Bilanz nicht ausgewiesen wird. Die Bewertung der mittelbaren Versorgungsverpflichtungen erfolgt nach gleicher Bewertungsmethode und mit den gleichen Bewertungsprämissen wie bei der Bewertung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen. Die Gesellschaft hat für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben und in Altersteilzeit gehen werden, die Aufstockungs- und Abfindungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt. Die Zusagen für Langzeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die Anwartschaften mit noch nicht vereinbarter Schlussförderung sind nach Inanspruchnahmewahrscheinlichkeiten gewichtet worden. Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Bei dieser Komponente handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Da im Falle wertpapiergebundener Versorgungszusagen bereits durch die Anpassung des Buchwerts der Verpflichtungen an den (höheren) beizulegenden Zeitwert der korrespondierenden Wertpapiere eine Ausschüttungssperrwirkung erzielt wird, greift die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 in Verbindung mit Satz 1 HGB insoweit nicht. Der Verpflichtungsumfang entspricht dabei dem Zeitwert der hinterlegten Vermögenswerte von 447 Millionen € (Vorjahr: 403 Millionen €). Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betrugen 429 Millionen € (Vorjahr: 390 Millionen €). Soweit Marktwerte für die Vermögenswerte vorliegen, werden diese zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Vermögensaufbau von 16 Millionen € (Vorjahr: 24 Millionen €) wurde im Zinsergebnis erfasst, die Erhöhung des Verpflichtungsumfangs in gleicher Höhe im Personalaufwand. Seit November 2011 werden die Vermögenswerte in einem Spezialfonds der Assetklasse Aktien und Renten gehalten. Die Vermögenswerte entsprechen den Marktwerten zum 30. Dezember 2024 aus dem Spezialfonds der Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt am Main. Die Steuerrückstellungen, Umweltschutz- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Etwa zwei Drittel des langfristigen Teils der Umweltschutzrückstellungen führen nach Ende des Jahres 2029 zu Auszahlungen. Die Gesellschaft verfügt über entgeltlich erworbene CO2 - Emissionszertifikate, die mit dem Buchwert in Höhe von 22,2 Millionen € (Vorjahr: 19,6 Millionen €) bewertet sind. Die CO2 - Emissionszertifikate wurden überwiegend für die Kraftwerke in Marl beschafft und werden zur Erfüllung der Abgabeverpflichtungen des Geschäftsjahres bis zum 30. September 2025 verwendet. Die Rückstellung für die Abgabeverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2024 23,0 Millionen € (Vorjahr 66,4 Millionen €) und wurde auf Basis des IDW RS HFA 15 unter Anwendung des Verbrauchsfolgeverfahrens First in First out ermittelt. Im Geschäftsjahr 2024 wurden in Vorjahren zugeteilte CO2 - Emissionszertifikate aus bereits verkauften und vorhandenen Anlagen für die Energieproduktion in den Kraftwerken Marl eingesetzt, was den Rückgang der Rückstellung gegenüber Vorjahr erklärt. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über Emissionszertifikate nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz in Höhe von 4,3 Millionen € (Vorjahr: 2,3 Millionen €). Die Rückstellung für die entsprechende Abgabeverpflichtung beträgt 5,3 Millionen € (Vorjahr: 2,9 Millionen €). 1.2.8 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 1.2.9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten i. S. d. § 250 Abs. 2 HGB werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 1.2.10 Latente Steuern Aufgrund des Bestehens der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Evonik Industries AG seit dem 1. Januar 2013 werden die latenten Steuern grundsätzlich dem Organträger zugerechnet (formale Betrachtungsweise). 1.2.11 Fremdwährungsumrechnung Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zu historischen Entstehungskursen erfasst und, sofern nicht in Bewertungseinheiten einbezogen, mit dem am Stichtag geltenden Devisenkassamittelkurs bewertet. Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden imparitätisch bewertet, wobei positive wechselkursbedingte Wertentwicklungen unberücksichtigt bleiben. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden auch positive wechselkursbedingte Wertentwicklungen berücksichtigt. Die Bewertung der Cashpool-Forderungen sowie der Cashpool-Verbindlichkeiten und der Bankbestände erfolgt zum Devisenkassamittelkurs (täglich fixierter EZB-Kurs). 1.2.12 Bewertungseinheiten Bewertungseinheiten werden gemäß § 254 HGB gebildet für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen. Soweit sich daraus ein negativer Überhang ergibt, wird eine Drohverlustrückstellung passiviert. Die bilanzielle Behandlung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. 1.2.13 Umsatzerlöse Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf die Kunden übergegangen ist. Dienstleistungen werden im Wesentlichen nach den geleisteten Arbeitsstunden abgerechnet. Bei Mischgeschäften sind die Realisationskriterien für jede Teilleistung separat anzuwenden. Der Leistungsübergang im Projektgeschäft wird grundsätzlich über Abnahmeprotokolle definiert. Umsatzerlöse werden netto abzüglich etwaiger Preisnachlässe erfasst, wenn die Lieferung oder Leistung erfolgt ist und die mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen worden sind. 2 Erläuterung der Bilanz (in Millionen €, sofern nicht anders angegeben) 2.1 Anlagevermögen Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände scroll
Der Ausweis der Abschreibungen des Geschäftsjahres enthält außerplanmäßige Abschreibungen. Hierzu wird auf Anhangziffer 3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen verwiesen. Entwicklung der Sachanlagen scroll
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Der Ausweis der Abschreibungen des Geschäftsjahres enthält außerplanmäßige Abschreibungen. Hierzu wird auf Anhangziffer 3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen verwiesen. Entwicklung der Finanzanlagen scroll
Zu den Angaben des Anteilsbesitzes der Evonik Operations GmbH wird auf Anhangziffer 4.12 Anteilsbesitzliste verwiesen. 2.2 Vorräte Vorräte scroll
2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt: Forderungen gegen verbundene Unternehmen scroll
Die Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten unter anderem Forderungen aus Cashpooling und Ergebnisabführung. 2.4 Flüssige Mittel Unter den flüssigen Mitteln sind die Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. 2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Abgrenzungen von vorschüssig geleisteten Renten und Beiträge der Berufsgenossenschaft, im Voraus geleistete Zahlungen für Lizenzen, Leasing und ein Reprocessing Agreement ausgewiesen. Im Rahmen dieses Reprocessing Agreements gewährt die Evonik Operations GmbH private Investitionskostenzuschüsse an ein externes Unternehmen. Das Eigentum an den Vermögensgegenständen verbleibt beim Zuschussempfänger, dem externen Unternehmen. Die Zuschüsse beruhen auf der zeitraumbezogenen Gegenleistung der entsprechenden Herstellung. Die aufwandswirksame Ausgabe erfolgt über die Laufzeit des Vertrages bis zum 31. Dezember 2027 unter Anwendung des IDW St/HFA 2/1996 i.d.F. 2013. Sonstige private Investitionskostenzuschüsse, denen konkrete Vermögensgegenstände des Anlagevermögens direkt zugeordnet werden können, werden ratierlich über die Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes als aufwandswirksame Ausgaben dargestellt. 2.6 Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr 4.928 Millionen €. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beläuft sich auf 45,8 Prozent. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt 205.625.000 €. Die Gewinnrücklagen beinhalten nur andere Gewinnrücklagen. Die unrealisierte Vermögensmehrung aus der Bewertung zum Zeitwert von mit Pensionsverpflichtungen verrechneten Vermögensgegenständen in Höhe von 450 Millionen € führt zu einem zur Ausschüttung gesperrten Betrag in gleicher Höhe. Die Anpassung des Pensionszinses von einem siebenjährigen auf einen zehnjährigen Durchschnittszinssatz in Höhe von - 26 Millionen € (Vorjahr: 38 Millionen €) findet keine Berücksichtigung. Für die Berechnung des zur Abführung an die Evonik Industries AG zur Verfügung stehenden Betrags bleibt der Unterschiedsbetrag jedoch außer Ansatz. Dem abführungsgesperrten Betrag in Höhe von insgesamt 450 Millionen € stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber. Eine Abführungssperre besteht daher nicht. 2.7 Rückstellungen Rückstellungen scroll
Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern ausländischer Betriebsstätten sowie angemessene Beträge für noch nicht endgültig veranlagte Geschäftsjahre von verschmolzenen Gesellschaften, für die die Gesellschaft Gesamtrechtsnachfolger ist. Die Personalrückstellungen beinhalten Verpflichtungen im Zusammenhang mit den Langzeitkonten der Mitarbeiter, Jubiläumsrückstellungen, Resturlaubs- und Gleitzeitrückstellungen, Bonusrückstellungen sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Die Umweltschutzrückstellungen beinhalten Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen wie z.B. Bodenaufbereitung, Gewässerschutz und Rekultivierung von Deponien. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für schwebende Verfahren, Rabatte und Boni, Abgabeverpflichtungen für CO2 -Emissionszertifikate sowie für ausstehende Rechnungen enthalten. 2.8 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten scroll
Verbindlichkeiten scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen scroll
Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten unter anderem Verbindlichkeiten aus Cashpooling sowie Verlustübernahmen. 2.9 Passive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen, die über die vertragliche Laufzeit der Forschungs- und Investitionsprojekte vereinnahmt werden, ausgewiesen. Insbesondere werden hier die privaten Investitionszuschüsse sowie Aufwendungszuschüsse in Höhe von 112 Millionen € erfasst. 3 Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung (in Millionen €, sofern nicht anders angegeben) 3.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 teilen sich wie folgt auf die Tätigkeitsbereiche der Evonik Operations GmbH auf: Umsatzerlöse nach Divisionen scroll
Die regionale Differenzierung der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 stellt sich wie folgt dar: Regionale Differenzierung der Umsatzerlöse scroll
Aufgrund der Einbringung des Geschäftsbereiches Performance Intermediates in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG sind die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 nicht vollständig vergleichbar mit den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2023. Bis zum 30. Juni 2023 betrugen die Umsatzerlöse für diesen Geschäftsbereich 680 Millionen €. 3.2 Funktionskosten Als Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse und die Anschaffungskosten der abgesetzten Handelswaren ausgewiesen. Außer den leistungsbezogenen Kostenbestandteilen für Material, bezogenen Fremdleistungen und Personal gehören hierzu auch die dem Herstellungsbereich zuzurechnenden planmäßigen Abschreibungen, die Reparaturkosten, Kostensteuern sowie die Wertberichtigungen auf Gegenstände des Vorratsvermögens. Aufgrund der Einbringung des Geschäftsbereiches Performance Intermediates in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG sind die Herstellungskosten des Geschäftsjahres 2024 nicht vollständig vergleichbar mit den Herstellungskosten des Geschäftsjahres 2023. Bis zum 30. Juni 2023 betrugen die Herstellungskosten für diesen Geschäftsbereich 469 Millionen €. Die Vertriebskosten enthalten neben den Kosten der Vertriebsorganisation und der Vertriebslogistik auch die Kosten der Werbung und des Außendienstes. Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten der Forschungsabteilungen sowie der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen die Leitungs- und Verwaltungsstellen, die nicht dem Herstellungs-, Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungsbereich zugerechnet sind. Im Geschäftsjahr 2024 ist es bei der Evonik Operations GmbH in den Funktionskosten zu Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung nach § 285 Nr. 31 HGB gekommen. Es wurden Aufwendungen für Strukturmaßnahmen in Höhe von 258 Millionen € erfasst. Dabei fallen 134 Millionen € unter die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, 100 Millionen € unter die allgemeinen Verwaltungskosten und jeweils 12 Millionen € unter die Vertriebskosten und die Kosten für Forschung & Entwicklung. 3.3 Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge scroll
Der Ausweis der Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 120 Millionen € (Vorjahr: 87 Millionen €) erfolgt gemäß Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB auf Bruttobasis. Diesen ausgewiesenen Erträgen stehen Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 113 Millionen € (Vorjahr: 88 Millionen €) gegenüber, die unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Einheit zu werten sind. In einer Nettodarstellung hätten sich Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 7 Millionen € (Vorjahr: Aufwand 1 Million €) ergeben. Im Berichtsjahr erfolgte die Ausbuchung einer Wertberichtung auf Finanzforderungen aus Vorjahren in Höhe von 37 Millionen €, die als sonstiger periodenfremder Ertrag erfasst wurde. 3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen werden brutto ausgewiesen. Den ausgewiesenen Erträgen in Höhe von 120 Millionen € (Vorjahr: 87 Millionen €) stehen Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 113 Millionen € (Vorjahr: 88 Millionen €) gegenüber, die unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Einheit zu werten sind. In einer Nettodarstellung hätten sich Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 7 Millionen € (Vorjahr: Aufwand 1 Million €) ergeben. 3.5 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen ist die Korrektur eines vorjährigen Ertrages aus Gewinnabführung einer zum 30. Juni 2023 veräußerten Gesellschaft in Höhe von 2 Millionen € enthalten. 3.6 Zinsergebnis Zinsergebnis scroll
Der Zins- und Zinsänderungseffekt aus Pensionen mit Aufwendungen in Höhe von 34 Millionen € (Vorjahr: Aufwendungen 40 Millionen €) wurde zusammen mit den Zinserträgen für das Planvermögen in Höhe von 137 Millionen € (Vorjahr: Erträge 188 Millionen €) ausgewiesen und ist mit insgesamt 103 Millionen € Bestandteil der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge (Vorjahr: 148 Millionen €). 3.7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern für den deutschen Organkreis werden grundsätzlich nur auf der Ebene des Organträgers ausgewiesen. Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren im Wesentlichen aus ausländischen Steuern. 4 Sonstige Angaben 4.1 Periodenangaben Materialaufwand scroll
Aufgrund der Einbringung des Geschäftsbereiches Performance Intermediates in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG ist der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2024 nicht vollständig vergleichbar mit dem Materialaufwand des Geschäftsjahres 2023. Bis zum 30. Juni 2023 betrug der Materialaufwand für diesen Geschäftsbereich 441 Millionen €. Hiervon entfielen auf die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 436 Millionen € und auf die Aufwendungen für bezogene Leistungen 5 Millionen €. Infolge einer bilanziellen Neueinschätzung wurden im Berichtsjahr die Zuführungen zur Bildung von Rückstellungen für die Abgabeverpflichtungen von Emissionszertifikaten im Materialaufwand erfasst. Damit ergab sich im Berichtsjahr eine Erhöhung des Materialaufwands von 23 Millionen €. Im Vorjahr waren entsprechende Aufwendungen in Höhe von 63 Millionen € nicht im Materialaufwand enthalten. Personalaufwand scroll
Der Anstieg der Aufwendungen für Löhne und Gehälter resultiert aus den gegenüber Vorjahr deutlich gestiegenen Rückstellungen für variable Vergütungsbestandteile. In den Aufwendungen für Altersversorgung fällt der Effekt zukünftig erwarteter Steigerungen gemäß § 16 BetrAVG, welcher an die erwartete Inflation angelehnt ist, niedriger aus als im Vorjahr. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt scroll
Im Vorjahreswert sind bis zum 30. Juni 2023 575 Mitarbeiter enthalten, die zum 01. Juli 2023 in die Evonik Oxeno GmbH & Co. KG gewechselt sind. Abschlussprüferhonorare Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese im Konzernabschluss der Evonik Industries AG dargestellt werden. 4.2 Haftungsverhältnisse Zum 31. Dezember 2024 bestehen -wie im Vorjahr- in sehr geringem Umfang Avale für Mitarbeiterdarlehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. 4.3 Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB scroll
Wesentliche in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthaltene Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen Gas- und Dampfturbinenkraftwerke und eine Lagerhalle. Der Degussa InvestmentPlan ermöglicht den Mitarbeitern, spezielle Investmentfonds für ihre Vermögensbildung zu erwerben. Die Evonik Operations GmbH fördert die Vermögensbildung durch Zuschüsse in Abhängigkeit von Anlagenhöhe und Anlagendauer. Die daraus entstehenden zukünftigen Verpflichtungen können noch nicht genau bestimmt werden. 4.4 Derivative Finanzinstrumente Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ist die Evonik Operations GmbH Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Reduzierung bzw. Eliminierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Abgesichert werden geplante Umsätze in Fremdwährungen gegen das Fremdwährungsrisiko und das Preisrisiko aus geplanten Rohstoffeinkäufen mittels Commodity-Forwards. Die Devisenderivate werden ausschließlich mit der Evonik Industries AG abgeschlossen. Alle derivativen Finanzinstrumente werden im Rahmen des Jahresabschlusses zu Marktwerten bewertet, wobei der Marktwert angibt, wie sich eine Glattstellung des Derivats am Bilanzstichtag auf das Ergebnis auswirken würde. Die beizulegenden Zeitwerte von Währungs- und Commodity-Derivaten werden mithilfe von Discounted-Cashflow-Verfahren auf Basis von Wechselkursnotierungen der Europäischen Zentralbank, beobachtbaren Zinsstrukturkurven, Währungsvolatilitäten, Commodity-Preisnotierungen und Kreditausfallprämien bestimmt. Die Bilanzierung der Marktwerte erfolgt imparitätisch: Negative Marktwerte werden als Drohverlustrückstellungen ausgewiesen, sofern sie nicht in ein Bewertungsportfolio oder in eine Bewertungseinheit mit entsprechenden Grundgeschäften einbezogen sind. Vom Wahlrecht, Sicherungsgeschäfte mit den Grundgeschäften erfolgsneutral zu einer Bewertungseinheit zusammenzufassen, wurde Gebrauch gemacht. Die Ergebnisse für die Bildung und Auflösung der Rückstellungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen erfasst. Zum 31. Dezember 2024 wurden Rückstellungen für Devisentermingeschäfte in Höhe von 3 Millionen € gebildet. Diese resultieren im Wesentlichen aus den negativen Marktwerten der nicht in die Bewertungseinheit einbezogenen Terminkomponente. Die folgenden dem Währungsrisiko unterliegenden Grundgeschäfte wurden mit den angegebenen Nominalvolumina in Bewertungseinheiten einbezogen: Grundgeschäfte bei Devisentermingeschäften scroll
Die Evonik Operations GmbH bildet Bewertungseinheiten für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen. Dabei handelt es sich überwiegend um geplante US-Dollar-Produktumsätze. Aus heutiger Sicht ist es hochwahrscheinlich, dass die abgesicherten Mengen auch tatsächlich verkauft werden. Den durch die Evonik Operations GmbH abgeschlossenen Devisentermingeschäften stehen wertmäßig in gleicher Höhe geplante Fremdwährungsumsätze gegenüber, sodass sich die Zahlungsströme von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument voraussichtlich ausgleichen werden. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die Critical-Terms-Match-Methode verwendet, wobei die durchschnittliche Laufzeit der Derivate weniger als ein Jahr beträgt. Zum Bilanzstichtag bestanden bei der Evonik Operations GmbH folgende derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken. Nominal- und Marktwerte der Geschäfte wurden mit den Kursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Die Angaben der Nominalvolumina erfolgen in absoluten Werten. Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken scroll
Zur Sicherung des Erdgaspreises setzt die Evonik Operations GmbH u.a. „Location Spreads“ ein. Dabei wird das zu einem früheren Zeitpunkt in einem für längere Laufzeiten liquiden Marktgebiet gekaufte Erdgas in ein nur für kurzfristige Laufzeiten liquides Marktgebiet, in dem auch der Erdgasbedarf besteht, transferiert. Dies erfolgt durch simultane Verkaufs- und Kauftransaktionen in den jeweiligen Marktgebieten mit dem identischen Handelspartner. Für die simultanen Verkäufe und Käufe werden Bewertungseinheiten nach der Einfrierungsmethode gebildet, wodurch der Ansatz einer Drohverlustrückstellung in Höhe von 5 Millionen € vermieden werden konnte. Das Nominalvolumen der Käufe und Verkäufe beträgt 90 Millionen € bzw. 88 Millionen €, die Laufzeit der Geschäfte 1 Jahr. 4.5 Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Die Aufstellung enthält sämtliche wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen. Für die Definition des Kreises der nahe stehenden Unternehmen und Personen sind neben den Vorschriften des HGB auch die Bestimmungen des IAS 24 maßgeblich. Die Evonik Operations GmbH macht von der in § 285 Nr. 21 HGB beschriebenen Vereinfachungsregel Gebrauch und unterlässt die Angabe von Geschäften mit und zwischen mittel- und unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz der Evonik Industries AG stehenden und in deren Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen 2024 scroll
In Bezug auf die Leistungen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat verweisen wir auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 HGB (siehe auch Anhangziffer 4.8). Mit Energieversorgern, die von der öffentlichen Hand gehalten werden, schloss die Gesellschaft im Geschäftsjahr Termingeschäfte über den Kauf und Verkauf von Erdgas und Strom ab. Zum 31. Dezember 2024 bestanden zwischen der Gesellschaft und diesen Unternehmen offene Termingeschäfte über den Kauf von Erdgas und Strom mit einem Abschlusspreis von insgesamt 92 Millionen € sowie über den Verkauf von Erdgas und Strom mit einem Abschlusspreis von 15 Millionen €. Darüber hinaus unterhielt Evonik keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen, öffentlichen Stellen oder Personen. 4.6 Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag gab es kein berichtspflichtiges Ereignis. 4.7 Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung Dr. Joachim Dahm bis 31. Dezember 2024 Verantwortlich für die Divisionen Performance Materials und Technology & Infrastructure Johann-Caspar Gammelin Verantwortlich für die Division Nutrition & Care Lauren Kjeldsen Verantwortlich für die Division Smart Materials Dr. Claudine Mollenkopf Verantwortlich für die Division Specialty Additives Alexandra Schwarz bis 31. Dezember 2024 Labor Relations Director / Human Resources Thomas Wessel seit 1. Januar 2025 Labor Relations Director / Human Resources Mitglieder des Aufsichtsrates Dr. Harald Schwager Vorsitzender des Aufsichtsrates Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, Evonik Industries AG Nadine Bloemers Mitglied Stellvertretende Landesbezirksleiterin Westfalen der IGBCE Anke Daßler bis 30. Juni 2024 Mitglied Leiterin HR Business Management, Evonik Industries AG Thomas Diekmann Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Fachsekretär in der Abteilung Mitbestimmung / Aufsichtsratsrecht Adriane Fährmeister Mitglied Betriebsratsvorsitzende des Gemeinschaftsbetriebs Marl, Evonik Operations GmbH Ralf Giesel bis 30. Juni 2024 Mitglied Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Gemeinschaftsbetriebs Hanau-Wolfgang, Evonik Operations GmbH Thomas Hermann Mitglied Leiter Strategy, Marketing & Sales Excellence, Evonik Industries AG Melanie Knappe Mitglied Betriebsratsvorsitzende des Gemeinschaftsbetriebs Goldschmidtstraße, Evonik Operations GmbH Dr. Peter Krasberg seit 1. Juli 2024 Mitglied Leiter HR Business Management, Evonik Industries AG Matthias Krebs seit 1. Juli 2024 Mitglied Betriebsratsvorsitzender des Gemeinschaftsbetriebs Hanau-Wolfgang, Evonik Operations GmbH Vorsitzender des Europabetriebsrates, Evonik Industries AG Annette Linau Mitglied Leiterin Taxes, Evonik Industries AG Sylvia Monsheimer bis 31. Dezember 2024 Mitglied Leiterin Segment N3D | High Performance Polymers, Evonik Operations GmbH Frank Münch Mitglied Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Gemeinschaftsbetriebs Wesseling, Evonik Operations GmbH Dirk Ramhorst bis 30. Juni 2024 Mitglied Leiter IT, Evonik Industries AG Markus Ruf seit 01. Januar 2025 Mitglied Vice President Manufacturing Operations &Technology |Coatings & Adhesive Resins, Evonik Operations GmbH Christian Schmid Mitglied Leiter Legal, Evonik Industries AG Doris Schmidt seit 1. Januar 2025 Mitglied Leiterin Strategic Controlling, Evonik Industries AG Dr. Robert Urlichs seit 1. Juli 2024 Mitglied Leiter Accounting & Financial Processes, Evonik Industries AG Thomas Wessel bis 31. Dezember 2024 Mitglied Personalvorstand und Arbeitsdirektor, Evonik Industries AG Juliane Wiethe Mitglied Betriebsratsvorsitzende des Gemeinschaftsbetriebs Darmstadt / Weiterstadt, Evonik Operations GmbH Dr. Christine Ziegler Mitglied Leiterin Corporate Environment, Safety, Health & Quality, Evonik Industries AG 4.8 Gesamtbezüge der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Mitglied der Geschäftsführung die Bezüge von der Gesellschaft erhält. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 10 Millionen € (Vorjahr: 10 Millionen €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sowie für Übergangsgelder sind Rückstellungen von 94 Millionen € (Vorjahr: 98 Millionen €) gebildet. Organmitgliedern wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Die Bezüge des Aufsichtsrates für das Jahr 2024 betrugen 0,3 Millionen € (Vorjahr: 0,3 Millionen €). 4.9 Angabe zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) Durch den Betrieb des Erdgasnetzes durch die Evonik Operations GmbH und des Stromnetzes durch die CPM Netz GmbH, Essen, (100-prozentige Tochtergesellschaft der Evonik Operations GmbH) am Standort Marl, sowie durch die Stromerzeugung und den Vertrieb von Gas und Elektrizität an weiteren Standorten, ist die Evonik Operations GmbH gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen haben die Rechnungslegungs- und Offenlegungspflichten gemäß § 6b EnWG zu beachten. Es liegen angabepflichtige Geschäfte im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG vor. In Höhe von 6,2 Millionen € erzielt die Evonik Operations GmbH Pachterlöse aus der Verpachtung der Anlagen des Elektrizitätsverteilungsnetzes an die CPM Netz GmbH, Essen. Zudem erbringt die Evonik Operations GmbH in Höhe von 12,3 Millionen € kaufmännische und technische Dienstleistungen für die CPM Netz GmbH, Essen. 4.10 Konzernzugehörigkeit Die Evonik Operations GmbH und ihre konsolidiert verbundenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, einbezogen. Die Gesellschaft ist daher nach § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Die RAG-Stiftung, Essen, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und die Evonik Industries AG, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister veröffentlicht. 4.11 Ergebnisverwendung Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 wird aufgrund der bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge an die Evonik Industries AG abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. dem Gesellschafter ist erfasst. 4.12 Anteilsbesitzliste Anteilsbesitzliste scroll
01) Mit diesen Gesellschaften bestehen unmittelbar oder mittelbar Beherrschungs- und/oder Gewinnabführungsverträge. Angabe nach § 285 Nr. 11b HGB Vivawest GmbH, Essen (Kapitalanteil: 15,00 Prozent; Geschäftsjahr: 2024a; Ergebnis nach Steuern: 131 Millionen €; Eigenkapital: 1.708 Millionen €). Die Hälfte des Kapitalanteils (7,50 Prozent) wurde in den Evonik Pensionstreuhand e.V. eingebracht. a Die Angaben zum Ergebnis nach Steuern und Eigenkapital beziehen sich auf den Konzernabschluss der Vivawest GmbH.
Essen, 19. Februar 2025 Evonik Operations GmbH Die Geschäftsführung Johann-Caspar Gammelin Lauren Kjeldsen Dr. Claudine Mollenkopf Thomas Wessel Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2024 gemäß § 6b Absatz 3 Nr. 2 EnWG ElektrizitätsverteilungBilanz Elektrizitätsverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen, zum 31. Dezember 2024scroll
Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen,für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände Elektrizitätsverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen,für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
Entwicklung der Sachanlagen Elektrizitätsverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen,für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
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Entwicklung der Finanzanlagen Elektrizitätsverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen,für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
1 Allgemeine Erläuterungen Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 der Evonik Operations GmbH, Essen. Um den Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht zu werden und die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu ermöglichen, wird die Gewinn- und Verlustrechnung, abweichend vom Abschluss der Gesellschaft, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und der Tätigkeitsabschluss in vollen Euro bzw. Tausend € berichtet. Zum 01. Januar 2019 ging der Betrieb des Elektrizitätsverteilungsnetzes am Standort Marl von der Evonik Operations GmbH auf die Tochtergesellschaft CPM Netz GmbH über. Seit diesem Datum verpachtet die Evonik Operations GmbH die Anlagen des Elektrizitätsverteilungsnetzes an die CPM Netz GmbH. Im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages erbringt die Evonik Operations GmbH kaufmännische und technische Dienstleistungen für die CPM Netz GmbH. 2 Ermittlung einzelner Bilanzposten Alle Bilanzposten werden im ersten Schritt direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle Posten, die die Elektrizitätsverteilung nicht betreffen, ausgeschlossen. Die verbleibenden Posten werden mit einem Schlüssel anteilig dem Netz zugerechnet. Die angewandten Schlüssel sind Personalkosten- und Umsatzschlüssel. 2.1 Anlagevermögen Der Anlagenspiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklungen der in der Tätigkeitsbilanz zusammengefassten Anlageposten. Alle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden direkt der Elektrizitätsverteilung zugeordnet. Die Anlagen werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen gegen verbundene Unternehmen wird ein Zahlungsziel von einem Monat angenommen, weshalb hier ein Zwölftel des Jahresumsatzes angesetzt wird. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen liegen bei 1.542 Tausend €. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 bestand in 2023 eine Forderung aus Verlustübernahme in Höhe von 2.528 Tausend €. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mittels Personalkosten- und Umsatzschlüssel anteilig dem Netz zugerechnet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände der Elektrizitätsverteilung haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 2.3 Eigenkapital Das Eigenkapital wurde 2004 mit einer Quote von 40 Prozent auf die Bilanzsumme festgelegt. Da ein Ergebnisabführungsvertrag unterstellt wird, bleibt das nominelle Eigenkapital unverändert. Der Ausgleichsposten stellt die Überleitung zwischen den Aktiva und Passiva in der Bilanz dar. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, während ein aktiver Unterschiedsbetrag innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen wird. 2.4 Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mittels des Personalkostenschlüssels dem Netz zugerechnet. Die Zuordnung der Steuerrückstellungen erfolgt mittels Personalkostenschlüssel. Die sonstigen Rückstellungen werden zum einen mit dem Personalkostenschlüssel dem Netz zugerechnet, so auch bei der Restrukturierungsrückstellung Evonik Tailor Made. Zum anderen erfolgte bei den sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2024 erstmalig eine direkte Zuordnung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, die das Stromnetz Marl betreffen. Ein unwesentlicher Teil betrifft die Rückstellung für unterlassene Instandhaltung, bei der von den gesamten Instandhaltungsaufwendungen des Vorjahres ein Viertel berechnet wird, von welchem dann ein zusätzlicher Abschlag von 50 Prozent genommen wird. 2.5 Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird - wie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - ein Zahlungsziel von einem Monat angenommen, weshalb hier ein Zwölftel der Materialkosten im Geschäftsjahr 2024 angesetzt wird. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen liegen bei 1.264 Tausend €. Zudem besteht im Geschäftsjahr 2024 eine Verbindlichkeit aus Gewinnabführung in Höhe von 7.984 Tausend €. Die übrigen und sonstigen Verbindlichkeiten werden mittels Personalkostenschlüssel anteilig dem Netz zugerechnet. Alle Verbindlichkeiten der Elektrizitätsverteilung haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3 Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Alle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich mittels Aufträgen, Kostenstellen und Profitcentern direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Die Erträge und Aufwendungen der gemeinsamen Bereiche werden durch entsprechende Verteilschlüssel auf die anderen Tätigkeiten umgelegt. Darunter fallen auch die Zinserträge, die beispielsweise nach dem Personalkostenschlüssel zugeordnet werden. 4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind den Tätigkeiten außerhalb der Elektrizitätsverteilung zugeordnet. Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2024 gemäß § 6b Absatz 3 Nr. 4 EnWG GasverteilungBilanz Gasverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen, zum 31. Dezember 2024scroll
Gewinn- und Verlustrechnung Gasverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen,für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände Gasverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen,für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
Entwicklung der Sachanlagen Gasverteilung der Evonik Operations GmbH, Essen,für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024scroll
5 Allgemeine Erläuterungen Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die dem Tätigkeitsabschluss zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 der Evonik Operations GmbH, Essen. Um den Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht zu werden und die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu ermöglichen, wird die Gewinn- und Verlustrechnung, abweichend vom Abschluss der Gesellschaft, nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und der Tätigkeitsabschluss in vollen Euro bzw. Tausend € berichtet. Die Evonik Operations GmbH ist grundzuständiger Messstellenbetreiber eines geschlossenen Verteilernetzes Gas und fällt damit in den Anwendungsbereich des § 3 Abs. 4. Satz 2 MsbG i.V.m. § 6b EnWG. Da 2024 jedoch weder moderne Messeinrichtungen noch intelligente Messsysteme verbaut wurden und auch kein Roll-Out entsprechender Zähler geplant wurde, sind keine Erträge und Aufwendungen angefallen. Die Evonik Operations GmbH hat Profit Center für den Messstellenbetrieb angelegt, um den Pflichten der Führung getrennter Konten nachzukommen. Dem Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb wurden keine Aktiva oder Passiva zugeordnet. Im Ergebnis ergab sich per 31. Dezember 2024 keine Notwendigkeit zur Aufstellung eines separaten Tätigkeitsabschlusses Messstellenbetrieb i.S.d. § 3 Abs. 4. Satz 2 MsbG i.V.m. § 6b EnWG. 6 Ermittlung einzelner Bilanzposten Alle Bilanzposten werden im ersten Schritt direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüssel. Hierbei werden alle Posten, die die Gasverteilung nicht betreffen, ausgeschlossen. Die verbleibenden Posten werden mit einem Schlüssel anteilig dem Netz zugerechnet. Die angewandten Schlüssel sind Personalkosten- und Umsatzschlüssel. 6.1 Anlagevermögen Der Anlagenspiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklungen der in der Tätigkeitsbilanz zusammengefassten Anlageposten. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens der gemeinsamen Bereiche wurden anteilig nach der tatsächlichen Nutzungsquote bei der Tätigkeit der Gasverteilung berücksichtigt. Die Anlagen werden planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. 6.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistungen wird ein Zahlungsziel von einem Monat angenommen, weshalb hier ein Zwölftel des Jahresumsatzes angesetzt wird. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nur aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 bestand im Jahr 2023 eine Forderung aus Verlustübernahme in Höhe von 670 Tausend €. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mittels Personalkosten- und Umsatzschlüssel anteilig dem Netz zugerechnet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände der Gasverteilung haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 6.3 Eigenkapital Das Eigenkapital wurde 2008 mit einer Quote von 40 Prozent auf die Bilanzsumme festgelegt. Da ein Ergebnisabführungsvertrag unterstellt wird, bleibt das nominelle Eigenkapital unverändert. Der Ausgleichsposten stellt die Überleitung zwischen den Aktiva und Passiva in der Bilanz dar. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, während ein aktiver Unterschiedsbetrag innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ausgewiesen wird. 6.4 Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mittels dem Personalkostenschlüssel dem Netz zugerechnet. Die Zuordnung der Steuerrückstellungen erfolgt ebenfalls mittels Personalkostenschlüssel. Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen mit dem Personalkostenschlüssel dem Netz zugerechnet. 6.5 Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird - wie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - ein Zahlungsziel von einem Monat angenommen, weshalb hier ein Zwölftel der Materialkosten im Geschäftsjahr 2024 angesetzt wird. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen sich auf die Gewinnabführung in Höhe von 655 Tausend €. Die übrigen und sonstigen Verbindlichkeiten werden mittels Personalkostenschlüssel anteilig dem Netz zugerechnet. Alle Verbindlichkeiten der Gasverteilung haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 7 Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Alle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich mittels Aufträgen, Kostenstellen und Profitcentern direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Die Erträge und Aufwendungen der gemeinsamen Bereiche werden durch entsprechende Verteilschlüssel auf die anderen Tätigkeiten umgelegt. Darunter fallen auch die Zinserträge, die nach dem Personalkostenschlüssel zugeordnet werden. 8 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind den Tätigkeiten außerhalb der Gasverteilung zugeordnet. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Evonik Operations GmbH, Essen Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Evonik Operations GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Evonik Operations GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 4 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 4 des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Essen, den 20. Februar 2025 KPMG AG Dr. Hain, Wirtschaftsprüfer Dr. Ackermann, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrates 2024Evonik Operations GmbHIm Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat in insgesamt zwei Sitzungen am 7. März 2024 und 17. Dezember 2024 die ihm nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, des Gesellschaftsvertrages und seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführer überwacht und beratend begleitet. Er wurde von den Geschäftsführern mündlich und schriftlich über die Lage der Gesellschaft sowie die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates von den Geschäftsführern über alle wichtigen laufenden Geschäftsvorfälle auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen unverzüglich und umfassend informiert worden. Der Aufsichtsrat hat sich ferner mit der Unternehmensstrategie sowie der Lage und Entwicklung der Gesellschaft und ihren einzelnen Geschäftsbereichen befasst. Er beschloss das Budget und die Planung. Die Geschäftsführer Dr. Joachim Dahm und Alexandra Schwarz sind mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat Thomas Wessel mit Wirkung ab 1. Januar 2025 als Geschäftsführer und Arbeitsdirektor im Sinne von § 33 Mitbestimmungsgesetz bestellt. Der Jahresabschluss der Evonik Operations GmbH zum 31. Dezember 2024 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 wurden vom Abschlussprüfer KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB. Der Aufsichtsrat hat den Abschlussprüfer auf der Grundlage des Gesellschafterbeschlusses vom 22. Januar 2024 mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts beauftragt. Die Geschäftsführer haben den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Vorbereitung auf die Beratung in der Sitzung des Aufsichtsrates am 11. März 2025 zugeleitet. Der Aufsichtsrat hat - nach Erläuterung durch die Geschäftsführer - den Jahresabschluss und den Lagebericht in seiner Sitzung am 11. März 2025 eingehend geprüft und behandelt. An dieser Aufsichtsratssitzung hat auch der Abschlussprüfer teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie Fragen des Aufsichtsrates hinsichtlich der Art und des Umfangs der Prüfung sowie der Prüfungsergebnisse beantwortet. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Der Aufsichtsrat billigt den von den Geschäftsführern aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 sowie den Lagebericht und empfiehlt der Gesellschafterversammlung der Evonik Operations GmbH, den Jahresabschluss festzustellen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Geschäftsführern Dr. Joachim Dahm und Alexandra Schwarz für ihre engagierte und langjährige Mitwirkung zum Wohle des Unternehmens und der Belegschaft. Der Aufsichtsrat spricht den Geschäftsführern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Evonik Operations GmbH Dank und Anerkennung für die erfolgreiche Arbeit aus.
Essen, den 11. März 2025 Der Aufsichtsrat Dr. Harald Schwager, Vorsitzender Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 28. Mai 2025 festgestellt. |
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